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ZEIT Bühne

Bernie Sanders, Sheryl Sandberg, Paul Auster oder Frank-Walter Steinmeier: Sie alle waren schon auf den Bühnen der ZEIT zu Gast. Redakteurinnen und Redakteure sprechen regelmäßig vor Publikum mit Spitzenpolitikern und Wirtschaftsentscheidern, Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Sport und Gesellschaft. Die spannendsten Gespräche gibt es ab sofort als Podcast ZEIT BÜHNE. Durch die Folgen führt Roman Pletter, stellvertretender Leiter des Wirtschaftsressorts der ZEIT.

Der Podcast wird produziert von Pool Artists.

Alle Folgen

  • 14.05.2020
    58 MB
    01:01:07
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    Jens Spahn: “Man kann doch nicht mit Wasserwerfern das Maskentragen erzwingen”

    Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist in der Corona-Krise zu einem der wichtigsten Politiker des Landes geworden. Mit den ZEIT-Redakteur*innen Charlotte Parnack und Roman Pletter spricht er über die Covid-19-Pandemie und ihre Begleiterscheinungen – von den Protesten gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, über Wirtschaftshilfen bis zu den Folgen für Familien.

    Spahn äußert sich besorgt über die aktuellen Proteste und Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen: “Wir haben ja begonnen mit einem wahnsinnig großen Gemeinschaftsgefühl.” Jetzt spüre er, dass dies drohe, verloren zu gehen. “Dass es Protest gegen Regierungshandeln gibt, finde ich normal und auch richtig und wichtig”, sagt Spahn. Aber am Ende lasse sich die Seuche nur bekämpfen, wenn die Bürgerinnen und Bürger mithelfen, weil sie davon überzeugt sind, dass die geltenden Hygiene- und Abstandsregeln sinnvoll sind. So rechtfertigt er auch, dass bei Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen nicht mit Gewalt Hygieneregeln durchgesetzt werden: “Wie wollen Sie mit Polizeigewalt Menschen zwingen, Masken zu tragen?”

    Außerdem räumt Spahn Versäumnisse im Umgang mit der Krise ein: "Hätten wir früher Masken kaufen sollen? Ja", sagt er. Außerdem hätten die Regierungen von Bund und Ländern bei den Öffnungen von Geschäften von vornherein stärker auf Hygienekonzepte setzen sollen statt auf die 800-Quadratmeter-Regel.

    Das Gespräch ist eine Aufzeichnung der Online-Live-Veranstaltung aus der Reihe “Eine Stunde ZEIT mit …“, die am 12. Mai 2020 in Berlin stattfand.

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  • 20.02.2020
    83 MB
    01:26:49
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    Jonathan Safran Foer: "Fleisch bedeutet Tod"

    Mit seinem Buch "Tiere essen" hat Jonathan Safran Foer schon Menschen zu Vegetariern oder Veganerinnen gemacht. Seine Romane "Alles ist erleuchtet", "Extrem laut und unglaublich nah" und "Hier bin ich" waren Bestseller. Sein neuestes Buch heißt "Wir sind das Klima!" und darüber spricht er im Podcast "ZEIT Bühne" mit ZEIT-ONLINE-Redakteurin Judith Luig.

    Foer nennt vier Dinge, die jeder tun kann, um dazu beizutragen, die Erderwärmung einzudämmen: weniger Kinder kriegen, weniger Auto fahren, weniger fliegen und – weniger Fleisch essen. Aber selbst mit großen Fortschritten in den drei ersten Bereichen seien die Pariser Klimaziele nicht zu erreichen, wenn die Menschen nicht anfangen, weniger Fleisch zu essen. "Man kann nicht über den Klimawandel schreiben, ohne über Fleischkonsum zu schreiben", sagt er.

    Das Gespräch wurde am 23. Januar 2020 im "Kaufleuten" in Zürich aufgezeichnet. Die deutschen Textpassagen liest die Schauspielerin und Autorin Ariela Sarbacher.

    Mit einer Einführung von Roman Pletter.

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  • 16.12.2019
    55 MB
    57:18
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    Christo, warum laufen Menschen gerne übers Wasser?

    Der Reichstag unter mehr als 100.000 Quadratmetern Stoff. Mehr als vier Millionen Menschen besuchten 1995 Christos Kunstwerk in Berlin. Der in Bulgarien geborene Künstler hatte das Projekt mit seiner Frau Jeanne-Claude entworfen, die vor 10 Jahren gestorben ist. 2016 vollendete er sein erstes Kunstwerk ohne Jeann-Claude: Er installierte drei Kilometer lange und 16 Meter breite, schwimmende Stege auf dem Iseosee in Italien.

    Es war sehr mühsam die deutschen Parlamentarierinnen und Parlamentarier davon zu überzeugen, den Reichstag verhüllen zu lassen. Das erzählt Christo im Gespräch mit ZEITmagazin-Chefredakteur Christoph Amend. Mit seinem neuesten Plan war Frankreichs Präsident Emanuel Macron hingegen sofort einverstanden: Ende 2020 will Christo den Triumphbogen in Paris verpacken.

    Die Millionen Menschen, die seine Aktionen faszinieren sind Christo egal, sagt er: "Echte Kunst macht man nur für sich selbst. Alles andere ist Propaganda." Außerdem erklärt er, wie er seine Projekte finanziert und wie man bis ins hohe Alter fit bleibt.

    Diese Folge von "ZEIT Bühne" wurde am 21. Oktober 2019 im Rahmen des ZEITmagazin-Gespräches in München aufgezeichnet.

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  • 22.11.2019
    90 MB
    01:34:16
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    Remo Largo: "Die Kleinfamilie ist eine Fehlkonstruktion"

    Es gibt kaum ein Bücherregal von Eltern, in dem seine Klassiker der Erziehungsliteratur "Babyjahre", "Schülerjahre" und "Jugendjahre" nicht stehen. Als Leiter der Abteilung Wachstum und Entwicklung an der Universitäts-Kinderklinik Zürich verantwortete Remo Largo die Langzeitstudien, die die Entwicklung von Kindern von der Geburt bis ins Erwachsenenalter untersuchen.

    In "ZEIT Bühne" spricht er mit den ZEIT-Redakteurinnen Katrin Hörnlein und Jeannette Otto. Largo erklärt den Zusammenhang zwischen IQ und Schlaf, warum Selbstbestimmung eine Fiktion ist, und stellt die These auf, dass es Menschen grundsätzlich schwerfällt, sich in Kleinfamilien wohlzufühlen.

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  • 04.11.2019
    78 MB
    01:21:53
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    Axel Weber: "Die Banken müssen ihren Beitrag zur Klimarettung leisten"

    Axel Weber führte die Bundesbank durch die Finanzkrise. Heute ist er Verwaltungsratspräsident der Schweizer Großbank UBS. Im Podcast "ZEIT Bühne" spricht er mit ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo über grüne Investitionen und schlägt ein Rezept gegen Populismus vor.

    Das Gespräch wurde im September im Zürcher Kaufleuten aufgezeichnet.

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  • 19.09.2019
    87 MB
    01:31:21
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    Edward Snowden: "Bitte bleibt nicht sicher, bleibt frei"

    Edward Snowden spricht im Podcast ZEIT Bühne über den "Deep State", falsch verstandenes Heldentum und die Angst, gejagt zu werden.

    Mit 29 Jahren deckt der ehemalige CIA- und NSA-Mitarbeiter Edward Snowden das System der Massenüberwachung durch die US-Regierung auf. Daraufhin muss er seine Familie und seine Heimat zurücklassen und lebt seitdem im russischen Exil. Im Gespräch mit Holger Stark, dem Leiter des Investigativ-Ressorts der ZEIT, spricht er über seinen Alltag in Moskau, über die NSA, und darüber, ob man Menschen als Helden bezeichnen kann.

    Im Podcast ZEIT Bühne, der im Rahmen einer ZEIT-Veranstaltung vor Publikum in der Urania in Berlin aufgezeichnet wurde, erklärt Snowden, warum er Menschen nicht als Helden bezeichnen würde: "Es gibt keine heldenhaften Menschen. Es gibt heldenhafte Entscheidungen. Und Sie selbst sind nur eine Entscheidung davon entfernt, eine solche zu treffen."

    Nachdem er im russischen Exil in Moskau angekommen war, hatte er Angst, die CIA könne ihn aufspüren: "Die US-Regierung hat mich als größten Verbrecher des Landes gesehen." Nachdem die Regierung seinen Pass ungültig gemacht und sogar das Flugzeug des bolivianischen Präsidenten zur Landung gezwungen habe, da sie ihn an Bord vermutete, habe er sich durchaus bedroht gefühlt. Mittlerweile fühle er sich in seinem Alltag weniger bedroht, so Snowden. Der Streit mit der US-Regierung geht indes weiter: Gerade hat diese Klage gegen seine Memoiren eingereicht, die in dieser Woche unter dem Titel Permanent Record erschienen sind.

    Auf die Frage, ob er an die Verschwörungstheorie rund um den sogenannten "Deep State" glaube, erläutert er: "Mittlerweile haben wir keine reinen Geheim- oder Nachrichtendienste mehr. Wir haben eine Kombination, eine Einrichtung, die sich dem Geheimdienst, aber auch der Terrorismusbekämpfung widmet und dabei gleichzeitig ein Propagandadienst ist." Dies sei äußerst widersprüchlich: "Die Einrichtung macht also alles, was eigentlich im kompletten Gegensatz zur Informationssammlung steht."

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  • 25.08.2019
    78 MB
    01:21:48
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    AKK: "Ich hätte meinen Kindern keine Entschuldigung geschrieben"

    Die CDU-Chefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer spricht über Fridays for Future, Hans-Georg Maaßen und die große Koalition.

    Im Podcast ZEIT Bühne, der vor Publikum im Audimax der Universität Hamburg aufgezeichnet wurde, erklärt sie, warum sie ihren Kindern keine Entschuldigung fürs Demonstrieren geschrieben hätte: "Wenn man verantwortlich ist und auf die Straße geht für die Zukunft dieses Planeten, dann hat man sicherlich auch die Kraft dafür, aus eigener Kraft den Stoff, den man freitags im Unterricht versäumt hat, auch samstags nachzuholen. Ich glaube, das kann man jedem zumuten. Ich zumindest hätte das meinen Kindern zugemutet."

    Kramp-Karrenbauers Äußerungen zu Hans-Gorg Maaßen hatten vor einer Woche für viel Unmut gesorgt: Sie deutete erst an, ihn aus der Partei ausschließen zu wollen, nahm dies jedoch später zurück. Auf die Frage, ob sie Maaßens Angebot zu einem Gespräch annehme, antwortet sie ausweichend bis ablehnend: "Ich bin zurzeit sehr viel unterwegs. Auf der Straße, auf Plätzen, bei Veranstaltungen, um die Menschen davon zu überzeugen in Brandenburg und in Sachsen CDU zu wählen." Außerdem geht es im Gespräch mit ZEIT-Herausgeber Josef Joffe und Roman Pletter aus der Leitung des Wirtschaftsressorts der ZEIT um Olaf Scholz, Frauenquoten, die Sicherheitslage im Irak und Sanktionen gegen Russland. Und über die anhaltende Kritik an ihrer Person. Ein politisches Spitzenamt sei nunmal „kein Ponyhof“, sagt Annegret Kramp-Karrenbauer. "Wer das nicht aushalten kann, der hat da oben nicht zu suchen."

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  • 02.08.2019
    83 MB
    01:26:32
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    Ian McEwan: "I do not think that we will leave"

    Der britische Bestsellerautor Ian McEwan spricht im Podcast "ZEIT Bühne" über den Brexit und sein neues Buch "Maschinen wie ich". Darin liebt eine Frau einen Androiden.

    Moderation: Dirk Peitz Einführung: Roman Pletter

    Das Gespräch wurde am 10. Juli in der großen Aula der LMU München in englischer Sprache aufgezeichnet. Helmut Becker liest dazu Auszüge aus der deutschen Fassung von "Maschinen wie ich".

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  • 05.07.2019
    73 MB
    01:16:39
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    Sibel Kekilli: "Irgendwann kriege ich eins auf die Fresse"

    Dass Sibel Kekilli Schauspielerin geworden ist, ist Zufall: Eine Castingagentin sprach sie auf der Straße an. Damals, im Jahr 2002, arbeitete Kekilli bei der Heilbronner Stadtverwaltung. Fatih Akins Film "Gegen die Wand" machte sie schlagartig berühmt. Sie spielte danach unter anderem die Tatort-Kommisarin Sarah Brandt. Einem internationalen Publikum wurde sie als Darstellerin in der Serie "Game of Thrones" bekannt.

    Im Podcast ZEIT Bühne, aufgenommen bei der Langen Nacht der ZEIT, spricht sie mit Kilian Trotier über ihre Vorstellungen von Schauspiel. Emotionen sind für sie der Schlüssel jeder guten Rolle, sie bezeichnet sich als "Bauchschauspielerin".

    Sie erzählt von ihrem Engagement gegen Gewalt gegen Frauen: Als Mitbegründerin eines Frauennetzwerkes begleitete sie Heiko Maas auf einer Delegationsreise nach Mexiko, Brasilien und Kolumbien. Die Reise war für sie sehr emotional: "Ich weiß zwar, was Gewalt bedeutet, ich kenne psychische und physische Gewalt, aber die Frauen in diesen Ländern zu erleben, war schwierig und sehr emotional." Vieles sei sehr schwer zu begreifen: "Wenn ich höre, dass in Mexiko alle drei Minuten eine Frau vergewaltigt wird, geht mir das einfach nicht in den Kopf."

    Als "Tatort"-Kommissarin ist Kekilli inzwischen nicht mehr zu sehen, im Jahr 2017 ist sie ausgestiegen. Dabei hat die Rolle Parallelen zu ihrem privaten Leben. Unter Freunden hat sie den Spitznamen "Polizistin", weil sie gerne mal Leute anspricht, die ihren Müll auf die Straße werfen. Sie sagt: "Irgendwann kriege ich eins auf die Fresse, wenn ich meinen Mund nicht halte."

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  • 28.05.2019
    57 MB
    01:00:06
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    Klaus Maria Brandauer: "Meine Frau hat immer zu mir gesagt: Gib nicht so an!"

    Als Hendrik Höfgen in der Klaus-Mann-Verfilmung "Mephisto" wurde er international berühmt. Er war der Gegenspieler von James Bond in "Sag niemals nie". Und für seine Rolle als Baron von Blixen-Finecke in "Jenseits von Afrika" wurde er für den Oscar nominiert.

    Klaus Maria Brandauers einzigartige Schauspielkunst entfaltet sich besonders in ambivalenten Figuren oder gar wahren Scheusalen. Er hat unzählige Hauptrollen an großen deutschsprachigen Theatern gespielt und mit den renommiertesten Regisseuren gearbeitet. Mit Giovanni di Lorenzo spricht der Schauspieler im Deutschen Schauspielhaus bei der Langen Nacht der ZEIT über seine Karriere und sein Leben zwischen Altaussee, Wien, Berlin und New York.

    Zu den Fridays for Future Demonstrationen sagt Brandauer: "Die Jugendlichen müssen unterstützt werden, das muss verbreitet werden." Er mahnt, die Grundlagen unseres Zusammenlebens nicht als selbstverständlich zu erachten. "Unsere Heimat, für die wir unendlich dankbar sein müssen, ist die Demokratie." Und er erklärt im Podcast ZEIT Bühne seine Liebe zu Europa: "Ich liebe die europäische Idee, seit ich denken kann, seit ich sie einfach verstehe. Ich finde diese Leute fantastisch, denen wir das zu verdanken haben und die, die jetzt noch dafür kämpfen."

    Letztlich wollte Klaus Maria Brandauer aber nicht Politiker werden: "Ein paar Mal hatte ich die Chance zu überlegen, ob ich in die Politik gehe. Aber ich könnte in solchen Gremien kaum überleben."

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  • 26.03.2019
    60 MB
    01:11:37
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    Boris Palmer: Was richtig ist, muss richtig bleiben

    Als "Oberbürgermeister des deutschen Volksempfindens" wurde er mal bezeichnet – weil Boris Palmer sich mit seinen oft provokanten Äußerungen wie kaum ein zweiter Kommunalpolitiker Gehör verschafft. Zum Start des Podcasts ZEIT Bühne, der bei einer ZEIT Matinee aufgezeichnet wurde, erzählt er den Moderatoren Josef Joffe und Roman Pletter, warum er nach wie vor bei den Grünen ist, was seine Vorstellung von Realpolitik ist und wie er in Tübingen den Energieverbrauch um 32 Prozent gesenkt hat.

    Seit zwölf Jahren ist Boris Palmer Oberbürgermeister von Tübingen. Mit einer beeindruckenden Mehrheit von 61,7 Prozent der Stimmen wurde er im Jahr 2014 für eine zweite Amtszeit gewählt. Seit 2015 eckt er bei seiner Partei jedoch immer wieder an: Er kritisierte wiederholt die Asylpolitik der Grünen und kündigte erst im Januar an, "auffällige" Flüchtlinge in polizeilich gesicherten Einrichtungen unterzubringen.

    Im Podcast erklärt er, wie Sebastian Kurz die Kanzlerschaft von Angela Merkel gerettet hat. Er kritisiert Merkels Politikstil und findet, dass sie eine Mitschuld an der Politikmüdigkeit der Jüngeren trägt. In Tübingen hat Boris Palmer eine Bürger-App initiiert, die junge Leute erreichen soll.

    Boris Palmer spricht sich gegen Dieselfahrverbote aus. Er meint, es sei wissenschaftlich nicht nachweisbar, dass ein solches Verbot "auch nur eine Erkrankung" verhindere "oder ein Menschenleben" rette. Trotzdem sei er dafür, Autos aus Städten zu verbannen. Für "zwei Tonnen schwere SUVs", sagt Palmer, "ist schlicht kein Platz."

    Der Social-Media-affine Boris Palmer kündigt an, dass er im Mai einen Monat lang "Facebook fasten" werde, um in dieser Zeit ein neues Buch zu schreiben.

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