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Wohlstand für Alle

Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, wollen ab jetzt wöchentlich über Geld sprechen. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge. Impressum: Ole Nymoen Wolfgang Schmitt Podcast GbR Am Schlossgarten 3 56566 Neuwied Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE3303228702 E-Mail: [email protected] Konto: Wolfgang M. Schmitt/Ole Nymoen, Betreff: Wohlstand fuer Alle, IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12

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  • 25.11.2020
    23 MB
    27:14
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    Ep. 68: Was ist der digitale Euro?

    Die Europäische Zentralbank beschäftigt sich derzeit mit einem Großprojekt: mit dem digitalen Euro. Im Sommer 2021 will man über die Frage entscheiden: Benötigen wir im Euroraum digitales Zentralbankgeld oder nicht – und wenn ja, welche Vorteile hätte es? Die #EZB ist jedenfalls unter Zugzwang geraten, da nicht nur China eine Digitalwährung etablieren will, auch Privatunternehmen wie Facebook möchten digitales Geld in Umlauf bringen und könnten damit auch die hiesige Geldpolitik in die Bredouille bringen. Viele Banken sind ebenfalls für die Einführung eines digitalen Euro, wenngleich dieser für die Banken auch zum Problem werden könnte, da eine solche Währung wesentlich sicherer ist als das #Giralgeld, das wir auf unseren Konten haben. Libertäre Ökonomen hingegen warnen vor einer Einführung, da sie befürchten, dass damit dem #Geldsozialismus der Weg bereitet würde. In dieser Angst liegt jedoch eigentlich eine Chance, da tatsächlich die Geldpolitik demokratischer gestaltet werden könnte. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Werbung:

    Link zum Jacobin-Magazin: https://www.jacobin.de/wohlstand

    Literatur:

    Johannes Priesemann / Alfred Eibl: "Das Geld gehört uns allen! Statt PayPal, »Libra«, AliPay: Alternativen zur digitalen Überwachung und Kontrolle", VSA Verlag.

    EZB: "Ein digitaler Euro", online verfügbar unter: https://www.ecb.europa.eu/euro/html/digitaleuro.de.html

    Geschäftsbericht der deutschen Bundesbank 2019, online verfügbar unter: https://www.bundesbank.de/resource/blob/826444/2c3907ce358f4eba94627e06f458dbba/mL/2019-geschaeftsbericht-data.pdf

    Thorsten Polleit: "Der digitale Euro ist ein vergifteter Apfel", online verfügbar unter: https://www.wiwo.de/politik/konjunktur/geldpolitik-der-digitale-euro-ist-ein-vergifteter-apfel/26259546.html

    FinTechRat beim Bundesministerium der Finanzen: "Der digitale, programmierbare Euro", online verfügbar unter: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Finanzmarktpolitik/2020-07-08-fintechrat-digitaler-euro.pdf?__blob=publicationFile&v=3

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  • 18.11.2020
    27 MB
    32:31
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    Ep. 67: Grundeinkommen? Nein, danke!

    In einer berühmten Passage des „Kommunistischen Manifests“ fordern Karl #Marx und Friedrich Engels „eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“. Eine solche Gesellschaft, in der ein jeder die Chance zur Selbstverwirklichung hat, stellen heute die Befürworter eines Bedingungslosen Grundeinkommens in Aussicht. Die Hoffnung: Ein #BGE könnte dafür sorgen, dass nicht mehr jede Erwerbsarbeit angenommen werden muss, um über die Runden zu kommen, wie es etwa im derzeitigen #HartzIV-System für viele Menschen der Fall ist. So könnten ungeahnte Potentiale freigesetzt werden, die in uns allen schlummern, und wir könnten die Freiheit haben, „heute dies, morgen jenes zu tun, morgens zu jagen, nachmittags zu fischen, abends Viehzucht zu treiben, nach dem Essen zu kritisieren, wie ich gerade Lust habe, ohne je Jäger, Fischer, Hirt oder Kritiker zu werden“. Wer hingegen täglich acht Stunden lang harte (und oftmals schlecht bezahlte) Arbeit leisten muss, kann kaum kreativ werden, Leidenschaften entdecken und diese ausleben. Ein Grundeinkommen soll vom existentiellen Zwang der Erwerbsarbeit befreien, wäre Marx also heute ein BGE-Anhänger? In der aktuellen Krise sind die Stimmen, die ein Grundeinkommen fordern, noch einmal lauter geworden. Doch ist es wirklich sinnvoll? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

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  • 11.11.2020
    23 MB
    27:00
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    Ep. 66: Chinas Aufstieg

    Am Ende von Maos Leben liegt China am Boden. Zwei Jahrzehnte Misswirtschaft haben tiefe Spuren hinterlassen, während sich die Welt dort draußen jenseits der Chinesischen Mauer immer schneller dreht. Mao ignorierte das weitgehend, dennoch ließ er sich auf ein Treffen mit dem damaligen US-Präsidenten Richard Nixon ein, das der Sicherheitsberater Henry Kissinger eingefädelt hatte. Ein großer Schritt, der nicht nur geopolitisch entscheidend war, sondern auch die Weltwirtschaft radikal verändern sollte. China öffnete sich nach und nach. Maos Nachfolger #Deng schlug bald einen neuen Weg ein, plötzlich setzte man nach den Kollektivierungsprozessen wieder auf Privateigentum, führte marktwirtschaftliche Reformen durch, setzte auf Wettbewerb und Innovation. Und man suchte nach ausländischen Investoren. Die Lohnkosten waren niedrig und deshalb für westliche Unternehmen sehr verlockend. Deng war kein großer Theoretiker, sondern in erster Linie ein Pragmatiker, der verstand, dass nur ein hohes Wirtschaftswachstum die Bevölkerung aus der Verelendung befreien kann. Deng ist der große Reformer, der den Grundstein für die heutige Wirtschaftsmacht legte, auch war er es, der die deutsch-chinesischen Handelsbeziehungen initiierte, von denen die deutsche Industrie, insbesondere die Autoindustrie, heute mehr denn je profitiert. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt den rasanten Aufstieg Chinas.

    Literatur:

    Henry Kissinger: China. Zwischen Tradition und Herausforderung. C. Bertelsmann.

    Felix Lee: Macht und Moderne. Chinas Großer Reformer Deng Xiaping. Rotbuch.

    Felix Wemheuer. Chinas große Umwälzung. Soziale Konflikte und Aufstieg im Weltsystem. Papyrossa.

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  • 04.11.2020
    30 MB
    35:50
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    Ep. 65: Karl Marx #6 - Corona und die Arbeitszeit

    Der technische Fortschritt ereignet sich mit einer unglaublichen Rasanz, doch wem kommt dies eigentlich zugute? Wo uns die #Maschinen und die Algorithmen immer mehr Arbeit abnehmen, müsste doch schon längst die Arbeitszeit verkürzt werden, schließlich steigt die Produktivität. Doch seit fast fünf Jahrzehnten haben wir nun die 40-Stunden-Woche, und derzeit erleben wir in Österreich, aber auch in anderen Ländern, dass die Arbeitszeit sogar wieder verlängert wird. Die aktuelle Krise muss dabei als Legitimation herhalten, nicht nur konservative und liberale Politiker, auch Funktionäre von Arbeitgeberverbänden plädieren für mehr kostenlose Überstunden und für eine generelle Ausdehnung der #Arbeitszeit. Um diese abstrus anmutenden Forderungen einordnen zu können, müssen wir zurück zu Karl Marx und zu seinem Hauptwerk „Das #Kapital“. Darin beschäftigt sich Marx akribisch mit dem Arbeitstag: Während die Kapitalisten die Arbeiter so lange wie möglich arbeiten lassen wollen, möchten die Arbeiter das Gegenteil, erklärt Marx. Dieser Konflikt bestimmt grundsätzlich das Verhältnis zwischen Arbeiter und Kapitalist, heute hat sich das nicht geändert, wie die aktuellen Diskussionen zeigen. Marx macht dabei deutlich, dass die Arbeiter nur mit Arbeitskämpfen möglichst viel freie Zeit für sich herausschlagen können. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1, Dietz Verlag.

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  • 28.10.2020
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    25:42
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    Ep. 64: Chinas Abstieg

    Um Chinas gegenwärtigen Weg zur Weltmacht zu begreifen, müssen wir uns mit der chinesischen Geschichte befassen. Keineswegs ist es bloße Rhetorik, wenn Präsident Xi Jinping immer wieder auf die lange Tradition seines Landes verweist, denn vor dem 19. Jahrhundert war China tatsächlich ein Weltreich und genau daran will man nun anknüpfen, und damit auch alte Wunden endlich heilen können. Denn Chinas Aufstieg ist nur durch den Abstieg zu verstehen, bei dem die Briten eine entscheidende, unrühmliche Rolle gespielt haben: China war Ende des 18. Jahrhunderts #Exportweltmeister, die Welt gierte geradezu nach Porzellan, Seide und Tee, hingegen importieren wollten die Chinesen von europäischen Nationen nichts. Interessiert war die Quing-Dynastie nur an Silber. Die Briten begannen deshalb im 19. Jahrhundert heimlich eine Ware nach China zu importieren, von der die Chinesen süchtig werden sollten: Opium. Es folgten bald darauf zwei #Opiumkriege, mit katastrophalen Verlusten für China. Der Abstieg war besiegelt – und noch lange nicht beendet. In der Mitte des 20. Jahrhunderts war die Wirtschaftsleistung drastisch gesunken, da plante #Mao den sogenannten Großen Sprung nach vorn, der jedoch Millionen Menschenleben kosten sollte. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt den wirtschaftlichen Abstieg des einstigen Weltreichs.

    Literatur:

    Jörg Kronauer: Der Rivale. Chinas Aufstieg zur Weltmacht und die Gegenwehr des Westens. Konkret Verlag.

    Felix Lee: Macht und Moderne: Chinas großer Reformer Deng Xiaoping. Die Biographie. Rotbuch Verlag.

    Karl Marx über die Opiumkriege: MEW, Bd. 12. Online:

    http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_549.htm http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_553.htm http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_584.htm http://www.mlwerke.de/me/me12/me12_162.htm http://www.mlwerke.de/me/me13/me13_508.htm

    Helmut Schmidt im Interview über China: https://www.tagesspiegel.de/kultur/interview-china-ist-ein-gigantisches-experiment/1204526.html

    Kai Vogelsang: Kleine Geschichte Chinas. Reclam.

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  • 23.10.2020
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    55:20
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    Spezial #8: "Mit Biden wird wenig besser" - US-Korrespondent Jörg Wimalasena im Gespräch

    "Die USA sind das reichste Armenhaus in der Welt" sagte Heiner Müller einst. Auch Jörg Wimalasena, Korrespondent für verschiedene deutschsprachige Medien in New York, weiß von den Widersprüchen der einstigen Hegemonialmacht zu berichten. Im Gespräch mit Wolfgang M. Schmitt spricht er über die anstehende US-Wahl, wie Trump das achte Weltwunder versprach und warum für viele Menschen auch eine Zukunft unter Joe Biden düster aussieht.

    Ihr könnt Jörg auf Twitter folgen: https://twitter.com/JoergWimalasena

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  • 21.10.2020
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    36:30
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    Ep. 63: Wie gefährlich ist Markus Krall?

    Die Europäische Zentralbank (#EZB) ist das Feindbild vieler konservativer und libertärer Ökonomen. Auch Markus Krall, dessen Crash-Prophezeiungen zwar nicht eintreten, sich aber größter Beliebtheit erfreuen – vor allem bei YouTube –, sieht in der lockeren Geldpolitik unser Verderben. Noch in diesem Jahr soll es zum großen #Crash kommen (momentan gibt es dafür keine Anzeichen). Ähnlich wie Roland Baader denkt auch Krall, dass wir im #Geldsozialismus leben, den die „Kulturmarxisten“ der Frankfurter Schule ideologisch flankieren. Eine hedonistische Gesellschaft, die auf dem Rücken der sogenannten Leistungsträger ihre Laster auslebt, habe sich so gebildet, die den Kapitalismus zerstöre und eine Tyrannei der Mehrheit etabliere. Nur noch Gold könne uns aus diesem Elend erlösen. Eine ulkige Vorstellung, könnte man sagen, doch diese Weltanschauung, die die Ökonomie moralistisch betrachtet, ist keineswegs demokratiefreundlich gesinnt. Überdies ist sie auch – wirtschaftswissenschaftlich betrachtet – reichlich unsinnig. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Markus Krall.

    Literatur:

    Markus Krall: Die bürgerliche Revolution, Langen-Müller.

    Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band, Dietz Verlag.

    Wolfgang Streeck: Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus, Suhrkamp.

    Das Adorno-Interview mit dem "Spiegel": https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45741579.html

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  • 17.10.2020
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    01:03:14
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    Spezial #7: Ausverkauf der DDR? Dr. Marcus Böick über die Geschichte der Treuhandanstalt

    Die Treuhandanstalt ist bis heute eine der umstrittensten Institutionen der deutschen Geschichte. Ihre Aufgabe bestand darin, die Volkseigenen Betriebe der DDR im Zuge der Wiedervereinigung zu privatisieren. Während einige diese Praxis als neoliberalen Ausverkauf der ostdeutschen Wirtschaft kritisieren, stellen andere das Handeln der Behörde als alternativlos dar. Der Historiker Dr. Marcus Böick hat sich mit der Geschichte der Treuhand intensiv auseinandergesetzt und spricht im siebten "WfA-Spezial" mit Ole Nymoen über seine umfangreiche Forschungsarbeit.

    Literatur:

    Marcus Böick: Die Treuhand - Idee – Praxis – Erfahrung 1990-1994, Suhrkamp.

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  • 14.10.2020
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    21:51
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    Ep. 62: Die neue Seidenstraße - Chinas Weg zur Weltmacht

    2013 kündigte der chinesische Präsident #XiJingping in einer Rede eine neue Seidenstraße an. Schnell folgten den Worten Taten, Milliarden wurden in das ambitionierte Projekt bereits investiert, doch das ist erst der Anfang. Bis 2050 gehen die Planungen, dann soll die „One Belt, One Road“-Initiative vollendet sein, mit der sich China mit Zentralasien, Europa, Afrika, Russland, ja, sogar mit Südamerika vernetzen will. Autobahnen, Bahnstrecken und neue Wasserwege entstehen, um Handel zu treiben, schon jetzt sind über 90 Staaten bei dem Projekt involviert. China will #Weltmacht werden – möglicherweise kann es in 15 Jahren schon so weit sein – und dabei eine alte Tradition wieder aufleben lassen, denn schon vor mehr als 2000 Jahren gab es eine Seidenstraße und war China bereits ein Weltreich. Während – nicht erst seit der Präsidentschaft von Donald #Trump – die Macht der USA schwindet, erlebt China einen rasanten Aufstieg. Doch was bedeuten die neuen Seidenstraßen für die Weltwirtschaft? Werden sie geopolitische Konflikte verstärken? Und droht Europa und Afrika der große Ausverkauf? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    Hillary Rodham Clinton: Remarks on India and the United States. A Vision for the 21st Century. Online: https://2009-2017.state.gov/secretary/20092013clinton/rm/2011/07/168840.htm

    Peter Frankopan: Die neuen Seidenstraßen. Gegenwart und Zukunft unserer Welt

    Jörg Kronauer: Der Rivale. Chinas Aufstieg zur Weltmacht und die Gegenwehr des Westens. Konkret Texte.

    Niels Werber: Geopolitik zur Einführung. Junius.

    Xi Jinping: China regieren. Bd. 1. CBT China Book Trading.

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  • 07.10.2020
    25 MB
    30:11
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    Ep. 61: Geldsozialismus jetzt! Roland Baader neu gelesen

    Liberale und vor allem Libertäre beziehen sich häufig auf ihn: Roland Baader gilt als einflussreicher Denker, dabei sind seine Gedanken wenig originell – meistens radikalisiert er bloß Thesen von Friedrich August von Hayek –, vor allem aber sind sie gefährlich, unsozial und demokratiefeindlich. Immer wieder warnte der deutsche Volkswirt vor dem #Kulturmarxismus, der angeblich die westlichen Zivilisationen bedroht, und dessen Vertreter, die laut ihm durch die lockere #Geldpolitik der #Zentralbanken alimentiert werden . Baader, der übrigens den Klimawandel leugnete, schürte eine panische Angst vor der Inflation, die, wie wir wissen, weit und breit nicht in Sicht ist. In seinem Buch „Geldsozialismus“ geht Baader davon aus, dass wir eigentlich überhaupt nicht im Kapitalismus leben, sondern unser Wirtschaftssystem in Wahrheit sozialistisch ist. Den Grund dafür erkennt Baader im staatlichen Geldmonopol, durch welches, wie er meint, die Währung immer weiter entwertet wird. Bar jeglicher intellektueller Redlichkeit verbreitet Baader eine ökonomische Irrlehre, die auf einem erzkonservativen Weltbild beruht, das keineswegs liberal ist. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ geben Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt Einblicke in ein krudes Weltbild, das als Rettung eine Entnationalisierung des Geldes anstrebt.

    Literatur:

    Roland Baader: Geldsozialismus. Die wirklichen Ursachen der neuen globalen Depression, Resch 2010.

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  • 30.09.2020
    17 MB
    20:44
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    Ep. 60: Staat und Markt sind keine Gegner!

    „Da soll sich der Staat mal lieber schön raushalten“, heißt es allzu oft, wenn es um die Wirtschaft geht. Imaginiert wird ein freier Markt, dem der Staat allerhöchstens einen Rahmen geben darf, doch innerhalb des Marktes agieren dann die Marktteilnehmer frei und losgelöst von staatlicher Gängelung. Gegen diese Haltung protestieren wiederum jene, die die Deregulierung der Märkte beklagen, infolgedessen rufen sie nach mehr Staat. In gewisser Weise jedoch sind beide Positionen falsch, denn der Staat ist immer untrennbar mit dem Markt verbunden. Selbst die größten Propagandisten des Neoliberalismus können auf den Staat gar nicht verzichten – sie taten es auch nie –, und der Staat ist auf einen funktionierenden Markt angewiesen, weshalb man durchaus von einem Staatsmonopolistischen Kapitalismus sprechen kann. Bei den Finanzmärkten ist das nicht anders, auch hier ist der Staat ein wichtiger Akteur und auch Profiteur, weshalb beispielsweise die Durchsetzung einer Finanztransaktionssteuer so heikel ist, da jeder Staat auf seine Wettbewerbsvorteile bedacht ist. Und die jüngste #Krise hat uns einmal mehr gezeigt, dass man in der Not sich selbst in liberalen Kreisen keineswegs schämt, den Staat um Hilfe zu rufen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Monopolstrukturen sowie über das Verhältnis von Markt und Staat.

    Literatur:

    Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa: Crash Kurs Krise. Wie die Finanzmärkte funktionieren. Eine kritische Einführung. Bertz + Fischer.

    Wladimir Iljitsch Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. Manifest Verlag.

    Andreas Wehr (u.a.): Staatsmonopolistischer Kapitalismus. PapyRossa Verlag.

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  • 23.09.2020
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    23:49
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    Ep. 59: Die lustige Welt des Hans-Werner Sinn

    Die Deutschen lieben ihn und bringen seine Bücher immer wieder an die Spitze der Bestsellerliste: Hans-Werner Sinn, der ehemalige Präsident des #ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, sitzt gefühlt wöchentlich in mindestens drei Talkshows und tut so, als sei seine Sicht auf die Wirtschaft die einzig wahre. An die Vernunft appelliert Sinn gern, auch in seinem neuesten Bestseller „Der Corona-Schock: Wie die Wirtschaft überlebt“, in dem er einmal mehr seine altbewährten Talking-Points dem Leser unterjubelt. Doch was ist dran an den Überlegungen des emeritierten Ökonomie-Professors? Auffallend ist zunächst, wie sehr Sinn die wirtschaftswissenschaftliche Forschung ignoriert, oft arbeitet er mit bloßen Strohmännern, um seine Argumentation souverän wirken zu lassen. Sein Blick auf die Ökonomie ist national, über den deutschen Tellerrand blickt er auch nicht hinaus, wenn es um Europa und die #Geldpolitik der #EZB geht. Europas Süden überzieht er mit Vorwürfen, während die deutschen Steuerzahler und Unternehmen als die armen Opfer der EU präsentiert werden. Kein Wunder, dass die Fernsehredaktionen Hans-Werner Sinn immer wieder einladen, denn bringt es zwar keine Erkenntnisse, so doch Quote. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von #WohlstandFürAlle.

    Werbung: Mehr Informationen zu "Kapitalismus Global" von Branko Milanovic gibt es unter: http://www.suhrkamp.de/kapitalismusglobal

    Literatur:

    Hans-Werner Sinn: Der Corona-Schock. Wie die Wirtschaft überlebt, Herder 2020.

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  • 16.09.2020
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    27:03
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    Ep. 58: Karl Marx #5 - Ist es vernünftig, höhere Löhne zu fordern?

    Ist der Kampf um Lohnerhöhungen eigentlich sinnvoll? Klar, würde man intuitiv sagen, und deshalb fordern #Gewerkschaften für ihre Mitglieder in der Regel mehr Lohn und drohen bisweilen mit #Streik, wenn diesen Forderungen von Seiten des Arbeitgebers nicht entsprochen wird. Was aber, wenn mit dem Gehalt auch die Preise angehoben werden? Karl Marx diskutierte diese Frage in seinem Vortrag „Lohn, Preis, Profit“ im Jahr 1865 in London. In schönster Klarheit arbeitet er die volkswirtschaftlichen Zusammenhänge heraus und erklärt, warum Gewerkschaften und deren Forderungen nach Lohnerhöhungen gewiss nicht revolutionär, aber sinnvoll sind. Zwar bedeutet dies nicht den Umsturz der herrschenden Ordnung, aber dennoch profitieren die Arbeiter entscheidend davon. Wir erinnern uns: Die Arbeiter erhalten als Lohn nur einen Teil des von ihnen geschaffenen Werts, den Rest, Mehrwert genannt, behalten die Kapitalisten ein, doch dieser Anteil ist keineswegs eine feste Größe. Auch heute ist die Marx’sche Position hochaktuell, noch immer ist es wichtig, egal ob man Gewerkschaftsmitglied ist oder nicht, für höhere Löhne zu kämpfen. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    Karl Marx: "Lohn, Preis und Profit", online verfügbar unter: http://www.mlwerke.de/me/me16/me16_101.htm

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  • 13.09.2020
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    54:05
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    Spezial #6: Verfassungsrechtler Alexander Thiele im Gespräch

    Die US-amerikanische Revolution wurde durch eine Besteuerungsdebatte ausgelöst, die französische durch das rigide Zunftwesen und die ökonomische Misere. Auf beide Revolutionen folgten Verfassungen, die für viele demokratische Staaten bis heute prägend sind. Der Verfassungsrechtler Alexander Thiele erklärt im Gespräch mit Ole Nymoen, wieso die Verfassungsgeschichte eng mit der ökonomischen verbunden ist, weshalb die Einhegung von Demokratie durch die Verfassung notwendig sein kann und welche Kritik er am Bundesverfassungsgericht vorbringt.

    Alexander Thieles Podcast "Verfassungsgeschichte der Neuzeit" könnt Ihr hier hören:

    YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=As_gQ7ZF2fQ&list=PLqc0mCqSTLvSlzCFkBtnWf8SVi74oQgZX&ab_channel=AlexanderThiele

    Spotify: https://open.spotify.com/show/5WFeRgWJveVoc9FS58gDPZ

    iTunes: https://podcasts.apple.com/de/podcast/verfassungsgeschichte-der-neuzeit/id1509924521

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  • 09.09.2020
    27 MB
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    Ep. 57: Die Macht der Monopole

    Liberale schwärmen gern und häufig vom Wettbewerb auf einem freien Markt: Nur so, glauben sie, können Verbraucher möglichst günstig an Waren gelangen, außerdem fördere die Konkurrenz Innovationen und sorge für eine effiziente #Wirtschaft. Man mag von dieser Idee halten, was man will, fest steht jedoch, dass die Realität gänzlich anders aussieht. Von einem freien Markt mit einem fairen #Wettbewerb kann angesichts der Monopolstrukturen nicht die Rede sein. Ob man auf die Öl- oder Nahrungsmittelindustrie schaut oder einen Blick auf die Unterhaltungsindustrie wirft: überall agieren mächtige #Konzerne, die sich häufig zu Kartellen zusammenschließen, um vor allem eines zu verhindern: nämlich den freien Wettbewerb. Bis ins Podcast-Business ist diese Tendenz zu beobachten, die aber eigentlich nicht überraschen sollte. Bereits im 19. Jahrhundert beschrieb Karl Marx diese Entwicklung, und Anfang des 20. Jahrhunderts war sich auch Lenin sicher, dass dem Kapitalismus Monopoltendenzen immanent sind. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur: Wladimir Iljitsch Lenin: Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus. Manifest Verlag. Karl Marx: Das Elend der Philosophie, in: MEW Bd. 4. Klaus Müller: Monopole. PapyRossa.

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  • 02.09.2020
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    30:13
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    Ep. 56: Karl Marx #4 - Klassen und Kämpfe

    Nach der #Finanzkrise 2008 waren Karl Marx und sein Hauptwerk, das #Kapital, wieder in aller Munde. Doch weniger Aufmerksamkeit erhielt seine Klassenanalyse, die nach der Zähmung des Kapitalismus' im 20. Jahrhundert lange überholt schien. In der neuen Folge von "Wohlstand für Alle" erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, wieso das Marx'sche #Klassenparadigma auch heute von Bedeutung ist - und wieso Kritik an ihm dennoch berechtigt ist.

    Karl Marx, Friedrich Engels: Das Kommunistische Manifest, online lesbar unter:

    http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_459.htm

    Karl Marx: Der 18. Brumaire des Louis Bonaparte, online lesbar unter:

    http://www.mlwerke.de/me/me08/me08_111.htm

    Karl Marx: Zur Kritik der politischen Ökonomie, online lesbar unter:

    http://www.mlwerke.de/me/me13/me13_003.htm

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  • 26.08.2020
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    30:29
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    Ep. 55: Blackrock & Co - Wie mächtig sind Schattenbanken?

    Im Zuge der letzten großen #Finanzkrise hat man die Banken etwas stärker reguliert: Nicht mehr so leicht ist es nun, hochvolatile Papiere zu verkaufen, auch müssen Banken über mehr Eigenkapital als zuvor verfügen. Die Regierungen wollen verhindern, dass noch einmal Staaten Pleitebanken retten müssen, weil diese systemrelevant sind. Nicht systemrelevant hingegen sind Schattenbanken, deren Aufstieg mit der vergangenen Krise erst richtig an Fahrt aufnahm, denn sie unterliegen kaum Regulierungen und locken mit hohen Renditen in zinslosen Zeiten. Vermögensverwalter wie Blackrock, #StateStreet oder #Vanguard verwalten treuhänderisch Billionen Dollar und haben damit eine ungeheure Macht über die Finanzmärkte gewonnen, die nicht nur Kapitalismuskritikern Sorgen bereitet. Denn wenn das Kapital so stark konzentriert ist, ist immer weniger Wettbewerb möglich, Preiskartelle entstehen so schnell, aber auch die politische Macht von Larry Fink und seinen Kollegen wächst und wächst. Wie funktioniert das Geschäftsmodell von solchen Schattenbanken und warum sind sie eine Gefahr für die Demokratie? Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    Werner Rügemer: Die Kapitalisten des 21. Jahrhunderts. Gemeinverständlicher Abriss zum Aufstieg der neuen Finanzakteure. Papyrossa.

    Jens Berger: Wer schützt die Welt vor den Konzernen?: Die heimlichen Herrscher und ihre Gehilfen. Westend.

    Hans-Jürgen Jakobs: Wem gehört die Welt? Die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus. Albrecht Knaus Verlag.

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  • 19.08.2020
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    22:12
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    Ep. 54: Karl Marx #3 - Ausbeutung und Mehrwert

    Wovon lebt eigentlich ein Kapitalist? Klar, er verkauft die Waren, die er von den Arbeitern produzieren ließ. Doch woraus besteht nun der Profit des Unternehmers? Schlägt er einfach etwas auf den Preis, den die Produktion gekostet hat, drauf und hofft, dafür am Ende genügend Abnehmer zu finden? Karl Marx widerspricht in seinem Hauptwerk „Das Kapital“ dieser Annahme; entscheidend für den #Profit des Kapitalisten ist der Arbeiter, der zwar einen Lohn erhält, jedoch nur einen Teil des von ihm erwirtschafteten Wertes ausgezahlt bekommt. Den Rest, den sogenannten Mehrwert, behält der Arbeitnehmer für sich. Der Begriff „Mehrwert“ (englisch #surplusvalue) ist älter als die Theorie von Karl Marx, doch er ist fundamental für die Marx’sche Analyse des #Kapitalismus. Ohne diesen Begriff ist nicht zu verstehen, warum im Kapitalismus – so sozial und fair er auch immer reguliert sein mag – Menschen stets ausgebeutet werden. Mehr dazu in der neuen „Wohlstand für Alle“-Folge von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt!

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  • 15.08.2020
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    43:26
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    Spezial #5: Wearables und soziale Kontrolle - Anna-Verena Nosthoff und Felix Maschewski im Gespräch

    Eine Krise ist immer auch ein Beschleuniger für gewisse Entwicklungen: Aktuell erleben wir den rasanten Aufstieg der Wearables – ob als #Smartwatch, als #Ouraring oder #Fitness-Armband. 2019 publizierten Anna-Verena Nosthoff und Felix Maschewski das Buch „Die Gesellschaft der Wearables“, schon damals trug ein Viertel der Bevölkerung in Deutschand ein solches (Selbst-)Überwachungsgerät, um ständig Gesundheitsdaten zu ermitteln und auszuwerten. Der Boom hat aber gerade erst begonnen – und die großen Tech-Konzerne befinden sich derzeit im einem erbitterten Wettbewerb um die Vorherrschaft bei diesem „next big thing“. Im neuen „Wohlstand für Alle“-Spezial spricht Wolfgang M. Schmitt mit Nosthoff und Maschewski über diesen neuen Markt im Überwachungskapitalismus.

    Literatur: Anna-Verena Nosthoff, Felix Maschewski: Die Gesellschaft der Wearables: Digitale Verführung und soziale Kontrolle. Nicolai Verlag. Anna-Verena Nosthoff, Felix Maschewski: Wie Big Tech die Pandemie «lösen» will: https://www.republik.ch/2020/05/09/wie-big-tech-die-pandemie-loesen-will

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  • 12.08.2020
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    33:32
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    Ep. 53: Wieso Friedrich Merz brandgefährlich ist

    Die SPD hat sich jetzt mit Olaf Scholz bereits auf einen Kanzlerkandidaten festgelegt, während die Union sich uneinig ist, wer Angela Merkel beerben soll. Im Rennen ist neben Markus Söder, Armin Laschet und Jens Spahn auch ein alter Rivale von Merkel: Friedrich Merz, der in Ost und West beliebt ist – auch bei jenen Wählern, die garantiert nicht von seiner Kanzlerschaft profitieren würden. Wer wenig verdient, arbeitslos oder krank wird, der ist in der Logik des ehemaligen Blackrock-Mitarbeiters vor allem selbst dafür verantwortlich. Friedrich Merz leidet bis heute darunter, dass seine Partei den sozialen Kahlschlag, der mit Rot-Grün und der Agenda 2010 begann, nicht tatkräftig genug fortgesetzt hat. Doch was denkt Friedrich Merz über die deutsche Wirtschaft, den #Sozialstaat und dessen Bürger? Er hat das alles Schwarz auf Weiß festgehalten: In seinem Bestseller „Mehr #Kapitalismus wagen“, der 2008 erschien. Die Thesen des Buches wiederholt der #CDU-Mann bis heute unentwegt. Und sie sind brandgefährlich. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur: Thomas Biebricher: Geistig-moralische Wende. Die Erschöpfung des deutschen Konservatismus. Matthes & Seitz. Alexander Gauland: Der Furor der Reformen, in: https://taz.de/!687225/ Friedrich Merz: Mehr Kapitalismus wagen – Wege zu einer gerechten Gesellschaft. Piper. Friedrich Merz: Nur wer sich ändert, wird bestehen. Vom Ende der Wohlstandsillusion – Kursbestimmung für unsere Zukunft. Herder. Frank Schirrmacher: Ego. Das Spiel des Lebens. Blessing. Wolfgang Streeck: Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus. Suhrkamp.

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  • 05.08.2020
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    Ep. 52: Karl Marx #2 - Das Geld und die Wertformanalyse

    Karl Marx analysiert in seinem Hauptwerk „Das Kapital“ die kapitalistische Produktionsweise. Die Schwierigkeit bei der Marx-Lektüre besteht häufig darin, dass man Alltägliches in einem völlig anderen Licht betrachten muss, oder besser gesagt: dass man überhaupt einmal betrachten muss, was man unhinterfragt für selbstverständlich hält. Waren, erläutert Marx, haben einen #Tauschwert und einen #Gebrauchswert, im nächsten Schritt liefert Marx eine Analyse der #Wertform. Die einfache Wertform einer Ware bringt Marx auf folgende Formel: „x Ware A = y Ware B oder: x Ware A ist y Ware B wert“ – doch bis zur Geldform ist es noch ein weiter Weg, den es genau nachzuvollziehen gilt, bis sich die Verdopplung der Ware in Ware und Geld vollzogen hat. In der zweiten Marx-Folge von „Wohlstand für Alle“ legen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt eine wichtige Grundlage der Marx’schen Theorie dar.

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  • 29.07.2020
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    24:32
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    Ep. 51: Hayek und die Entnationalisierung des Geldes

    Nicht erst mit dem Aufkommen von #Kryptowährungen wie #Bitcoin oder Ethereum wird darüber nachgedacht, ob es auch Geld ohne Staaten geben sollte. Das Währungsmonopol des Staates ist zwar schon Jahrtausende alt, dennoch dachte der Ökonom Friedrich August von #Hayek in den 1970er-Jahren über eine „Entnationalisierung des Geldes“ nach – so auch der Titel seiner bis heute immer wieder diskutierten Schrift. Wäre ein Wettbewerb zwischen verschiedenen Währungen vielleicht eine sinnvolle Alternative? Sollten auch private Banken eigenes Geld emittieren können? Hayek und seine Epigonen greifen dabei die #Zentralbanken und die demokratischen Regierungen radikal an, der Vorwurf lautet: Die Geldmenge werde, um in der Gunst des Wählers stehen zu können, immer weiter erhöht und damit eine Inflation immer wahrscheinlicher. Mit einer Entnationalisierung des Geldes könne diese als unverantwortlich empfundene Geldpolitik verhindert werden, der Bürger soll selbst entscheiden, welches Geld er verwenden will. Und Hayek mutmaßt: Der Bürger wird sich stets für gutes, das heißt, stabiles Geld entscheiden und somit der lockeren Geldpolitik ein Ende bereiten. Hochproblematisch ist jedoch nicht nur die Umsetzung des Konzepts, sondern auch das Demokratieverständnis hinter einem solch marktradikalen Ansatz. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    Friedrich August von Hayek: Entnationalisierung des Geldes. Schriften zur Währungspolitik und Währungsordnung. Mohr Siebeck.

    Europas Antwort auf Libra: Potenzial und Bedingungen eines programmierbaren Euro, online: https://bankenverband.de/themen/europas-antwort-libra/

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  • 22.07.2020
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    Ep. 50: Karl Marx #1 - Das Kapital und die Ware

    Zu unserem ersten #Jubiläum tun wir das, was viele sich seit Wochen und Monaten gewünscht haben: Wir beschäftigen uns mit Karl Marx, genauer gesagt: mit seinem berühmten Hauptwerk „Das Kapital“. Aller Anfang ist bekanntlich schwer, doch man darf bei der Marx-Lektüre nicht zu sehr vor Ehrfurcht erstarren. Gewiss, leichte Lektüre sieht anders aus, aber es ist keineswegs unmöglich, Marx zu verstehen und zu erkennen, welch hohe Relevanz seine Theorie des #Kapitalismus noch immer hat. Marx schreibt, anders als seine Kritiker oft behaupten, keineswegs verworren, vielmehr ist jedes Wort, jedes Komma bewusst gesetzt, um für Klarheit zu sorgen. Um das Wirtschaftssystem, in dem wir alle leben, zu verstehen, müssen wir zunächst dort beginnen, wo auch Marx anfängt: bei der Ware. Sie hat, erklärt Marx bereits auf den ersten Seiten des ersten Bandes, nicht nur einen Gebrauchswert, sondern auch einen Tauschwert. Doch wie kommt nun dieser Wert, mit dem Handel erst möglich wird, zustande? Welche Rolle spielt die Arbeit dabei? In der 50. Folge von „Wohlstand für Alle“ setzen sich Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt mit der #Arbeitswertlehre, einer wichtigen Grundlage des Marxismus auseinander, außerdem gibt es Lektüre-Tipps.

    Literatur:

    Autor_innenkollektiv: Mythen über Marx: Die populärsten Kritiken, Fehlurteile und Missverständnisse, Bertz und Fischer.

    Bertolt Brecht: Flüchtlingsgespräche, Suhrkamp Taschenbuch.

    Wolfgang Fritz Haug: Vorlesungen zur Einführung ins "Kapital", Argument Verlag.

    Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Erster Band (MEW 23), Karl-Dietz-Verlag.

    Christian Schmidt: Karl Marx zur Einführung, Junius Verlag.

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  • 15.07.2020
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    27:11
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    Ep. 49: Wie funktioniert die Luxusindustrie?

    Die Ungleichheit wächst – das ist nicht für alle eine Horrormeldung. Vor allem die Luxusindustrie kann sich freuen, dass es immer mehr Superreiche gibt, die kaum noch wissen, wie sie ihr Geld ausgeben können. Deshalb erleben #Luxuskonzerne wie Kering oder LVMH aus Frankreich seit mehr als einem Jahrzehnt einen enormen #Boom, der selbst in der aktuellen Krise höchsten einen kleinen Dämpfer bekommen könnte. Welche Strategien verfolgt der Luxussektor, was macht ihn so erfolgreich? Wie schafft man Kaufanreize bei Menschen, die eigentlich alles haben? Wenn es um Konsumkritik von rechts oder links geht, hört man häufig, die Konsumindustrie vereinheitliche die Welt, überall breiten sich die Filialen von Konzernen aus, ein Produkt gleiche dem anderen etc. Doch stimmt das wirklich? Die Luxusartikel, haben die Soziologen Luc Boltanski und Arnaud Esquerre in ihrer opulenten Studie „Bereicherungsökonomie“ nachgewiesen, setzen auf Differenz, dabei wird noch etwas anderes ausgebeutet als Arbeitskraft und Ressourcen: nämlich die Vergangenheit. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Luxusindustrie und wie sie inzwischen auch den #Tourismus prägt.

    Literatur:

    Luc Boltanski und Arnaud Esquerre: Bereicherungsökonomie. Eine Kritik der Ware. Suhrkamp.

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  • 13.07.2020
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    40:57
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    Spezial #4: Roboterethikerin Janina Loh im Gespräch

    Immer häufiger sind wir von Robotern umgeben, sie sollen uns bei der Arbeit unterstützen oder gar ablösen. Manche sehen mit dem technischen Fortschritt eine Massenarbeitslosigkeit auf uns zukommen. Doch welche ethischen Maßstäbe müssen für Roboter und beim Umgang mit ihnen gelten? Welche Rolle spielt der Mensch in Zukunft noch? Mit solchen Fragestellungen beschäftigt sich die Philosophin Janina Loh. In ihrem Buch „Roboterethik“ führt sie in die brisante Thematik ein, im Gespräch mit Wolfgang M. Schmitt stellt sie ihre Forschung vor und macht deutlich, dass die Profitlogik des Kapitalismus der Ethik oft im Wege steht.

    Literatur:

    Janina Loh: Roboterethik. Eine Einführung. Suhrkamp.

    Janina Loh: Trans- und Posthumanismus zur Einführung. Junius.

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  • 08.07.2020
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    28:06
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    Ep. 48: Liebe Crashpropheten - wo bleibt die Hyperinflation?

    Die Crash-Propheten predigen es seit Jahren: Die Hyperinflation kommt gewiss! Nicht nur gibt es zu dem alarmierenden Thema diverse Bestseller, auch auf YouTube kann man mit der Horrormeldung „Hyperinflation!“ viele Klicks generieren. Doch wo bleibt sie denn, die seit der Finanzkrise 2008 nahezu täglich heraufbeschworene Inflation? Viel lockerer kann die #Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (#EZB) eigentlich kaum noch werden, doch die #Inflationsrate ist weiterhin niedrig. Nicht einmal das Inflationsziel von 2 Prozent wird erreicht. Wie ist das zu erklären? Und warum wird dennoch permanent die Angst vor der Inflation geschürt? Gern wird dabei auf die deutsche Geschichte verwiesen, als in der Weimarer Republik 1923 es zur Hyperinflation kam und man für sein Geld plötzlich nichts mehr kaufen konnte - die Preise vervielfachten sich rasant. Heute aber ist von derlei Entwicklungen nichts zu spüren, dabei wird seit einigen Jahren massenhaft frisches Geld in Umlauf gebracht. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, warum keine Inflation in Sicht ist und die Crash-Propheten sich irren.

    Literatur:

    Milton Friedman: "Die Rolle der Geldpolitik", in: Die optimale Geldmenge und andere Essays, Verlag Moderne Industrie, München.

    Heiner Flassbeck: Herrschende Irrlehre, abrufbar unter: http://www.flassbeck.de/pdf/2012/Jan2012/Die Mythen der Krise_Capital.pdf

    Aaron Sahr: Keystroke-Kapitalismus, Hamburger Edition.

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  • 01.07.2020
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    29:45
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    Ep. 47: Der Bitcoin und die Rechten

    Der Bitcoin wird häufig als das #Gold des digitalen Zeitalters betrachtet, schließlich wird auch er geschürft – wenn auch nur durch Rechenleistung. Auch andere #Kryptowährungen stellen nicht selten den Bezug zum Gold her und versprechen sogar einen neuen #Goldstandard, der für Stabilität in krisenhaften Zeiten sorgen soll. Wirft man dann jedoch einen Blick auf die Kurse dieser Coins, die in Wahrheit gar keine Währungen sind, kann von Sicherheit und Solidität nicht die Rede sein, denn sie sind extrem volatil. Inzwischen ist der Bitcoin-Hype, zumindest in den Medien, zwar vorüber, doch die Krypto-Szene ist keineswegs verschwunden, auch weil besonders in rechten Kreisen die Faszination für eine Alternative zu Dollar und Euro groß ist. Doch wie kommt es, dass sich so viele Rechte für den Bitcoin und seine Epigonen interessieren? Was hat die Angst vor der Inflation damit zu tun? In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die Funktionsweise des Bitcoins und analysieren dessen ideologische Grundlagen.

    Literatur: Heiner Flassbeck: Bitcoin – oder der Letzte ist immer Dümmste, in: https://makroskop.eu/2013/04/bitcoin-oder-der-letzte-ist-immer-der-dummste/

    Günther Grunert: Wo bleibt denn nun die Inflation?, in: https://makroskop.eu/2015/01/wo-bleibt-denn-nur-die-inflation-teil-1/

    Aaron König im Interview: https://www.gruenderszene.de/fintech/langfristig-ist-das-deutsche-system-zum-scheitern-verurteilt?interstitial

    Oliver Knipping: Gegen Krisen: Die Entnationalisierung des Geldes, in: https://www.insm-oekonomenblog.de/9986-gegen-krisen-die-entnationalisierung-des-geldes/

    Werner Vontobel: Kryptowährungen. Das digitale Gold, in: https://makroskop.eu/2017/12/kryptowaehrungen-das-digitale-gold/

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  • 24.06.2020
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    Ep. 46: Brauchen wir Mindestpreise für Fleisch?

    Das Fleisch sei viel zu billig, heißt es jetzt, dank der neuen Skandale in der #Fleischindustrie, einmal mehr. Auch Julia Klöckner – was viele nicht wissen: Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft – mahnt das aktuell wieder einmal an. Wegen des niedrigen Preises, lautet die beliebte Argumentation, seien die Zustände in den Fleischbetrieben so schlimm, wie sie aktuell sind. Doch was würde eigentlich geschehen, wenn die Regierung dafür gesetzlich sorgen würde, dass die Fleischpreise steigen müssen? Würde es dann den Arbeitern und den Tieren wirklich besser ergehen? Würden die Hygienestandards durch einen höheren Preis wirklich steigen? Die Antwortet lautet: Nein! Wer das behauptet, hat das kleine Einmaleins der Marktwirtschaft nicht begriffen. Stattdessen gibt es ganz andere Möglichkeiten, um diese Ziele zu erreichen. Dennoch sind staatliche Preisbestimmungen nicht generell abzulehnen, wie ein Blick auf die Buchbranche verrät. Die #Buchpreisbindung sorgt für fairen Wettbewerb und schützt zugleich ein wichtiges Kulturgut. Früher gab es in Deutschland noch mehr Preisbindungen, diese sorgten dafür, dass keine #Monopole entstehen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den Sinn und Unsinn von Preisbestimmungen.

    Literatur und Quellen:

    Der 7-Punkte-Plan zur Verbesserung der Lage in den Schlachthöfen: https://www.gruene.de/artikel/7-punkte-plan-zur-verbesserung-der-lage-in-den-schlachthöfen

    Rainer Hank: Gebt endlich die Preise für Bücher frei! https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/gebt-endlich-die-preise-fuer-buecher-frei-15619969-p2.html

    Der Spiegel über die Aufgabe der Drogeriepreisbindung: https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-42713643.html

    Roland Reuß: Fors. Der Preis des Buches und sein Wert, Stroemfeld Verlag, 2014.

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  • 17.06.2020
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    27:50
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    Ep. 45: Undemokratisch - TTIP und der Freihandel

    Der Freihandel verspricht Wohlstand, viele neue Arbeitsplätze, bessere internationale Beziehungen und nicht zuletzt eine vielfältige Produktpalette. Doch ist das wirklich so? Zweifel sind angebracht, wenn man nur an das Freihandelsabkommen TTIP denkt, das zwischen EU und USA geschlossen werden sollte, jedoch von Präsident Donald Trump nun vorerst gebremst wurde, weil er Deals mit einzelnen Ländern bevorzug. Die Proteste gegen die #Intransparenz – und nicht nur gegen das ominöse Chlorhühnchen – bei den Verhandlungen schlugen damals auch in den Medien hohe Wellen, während viele Politiker der Bundesregierung eine regelrechte Desinformationskampagne betrieben; dabei assistierten ihnen sogenannte Wirtschaftsexperten, die TTIP als Jobwunder und Wachstumsmotor priesen, was mit Zahlen aber kaum zu belegen war. Fair und demokratisch ist die Verfahrensweise nicht, und sie soll es auch gar nicht sein: Der #Lobbyismus auf der einen Seite und eine globale Antwaltsindustrie auf der anderen sorgen dafür, dass die staatliche Souveränität und damit die Stimme des Bürgers zurückgedrängt wird und stattdessen große #Konzerne ihren Einfluss ungehindert ausdehnen können. Frei ist am Freihandel wenig, wie Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ zeigen.

    Literatur: Thilo Bode: Die Freihandelslüge. Warum TTIP nur den Konzernen nützt – und uns allen schadet. Deutsche Verlags-Anstalt.

    Christian Christen: Friede, Freude, Freihandel: Theorie, Ideologie und Praxis einer fixen Idee. VSA.

    Karl Marx: „Rede über die Frage des Freihandels“, in: MEW: Band 4, S. 444-458. Karl Dietz Verlag. http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_444.htm

    Nouriel Roubini im Interview: https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/nouriel-roubini-bei-deutlich-steigenden-zinsen-geht-unser-gesamtes-system-pleite/25845450.html?ticket=ST-4650636-cWSaCSuWYH005MgTBrWv-ap2

    Quinn Slobodian: Globalisten: Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus. Suhrkamp.

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  • 13.06.2020
    36 MB
    43:19
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    Spezial #3: Arbeitskampf, Treuhand, Ostdeutschland - Katja Barthold im Gespräch

    Schrottplätze, auf denen Giftmüll gelagert wird, Konzerne, die ihre Produktion ans andere Ende der Welt verlagern wollen: Katja Barthold ist in ihrem Berufsalltag als Gewerkschaftssekretärin mit verschiedensten Formen des Arbeitskampfes konfrontiert. Im dritten "Wohlstand für Alle - Spezial" erklärt sie, was ihre Arbeit in Thüringen besonders macht, und wieso wir gerade heute starke Gewerkschaften brauchen.

    Oles Artikel zum Arbeitskampf in Königsee: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/innerdeutscher-standortwettbewerb

    Katja Barthold betreibt einen eigenen Podcast: http://klassenfrage.de/

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  • 10.06.2020
    22 MB
    26:06
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    Ep. 44: Konzerne im Klassenzimmer

    An Logos von Sponsoren bei Kulturveranstaltungen, in Universitäten und auf Parteiveranstaltungen, haben sich viele inzwischen gewöhnt, doch wie sieht es in unseren Schulen aus? Eigentlich soll eine #Schule kein Ort für Werbung sein, doch längst sind viele Unternehmen, darunter 20 der 30 DAX-Konzerne, auch dort vertreten. Beispielsweise liefern Unternehmen gratis Unterrichtsmaterial, das nicht selten ideologisch gefärbt ist. Ein ideologiefreier Ort ist die Schule keineswegs – das war sie nie –, doch vor allem versuchen seit einer Weile einige Unternehmen und Initiativen wie etwa die #INSM aus jungen Menschen neoliberale Subjekte zu formen. Wollte Milton Friedman die Schulen gar komplett privatisieren, ist es in den vergangenen Jahrzehnten immerhin erfolgreich gelungen, Leitideen des #Neoliberalismus in die Klassenzimmer zu bringen. Kritik daran gibt es viel zu selten, und häufig wird die Unterstützung von Schulen durch Unternehmen geradezu euphorisch begrüßt, da die Staatskassen angeblich leer seien und #Bildung den Steuerzahler schlichtweg zu viel Geld koste. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, wie Konzerne Einfluss auf die Schuldbildung ausüben.

    Literatur:

    Tim Engartner: Staat im Ausverkauf. Privatisierung in Deutschland, Campus 2016.

    Tim Engartner Studie für die Otto-Brenner-Stiftung: https://www.otto-brenner-stiftung.de/fileadmin/user_data/stiftung/02_Wissenschaftsportal/03_Publikationen/AH100_Lobbyismus_Schule.pdf

    Bericht der Kommission für Zukunftsfragen der Freistaaten Bayern und Sachsen: https://www.bayern.de/wp-content/uploads/2014/09/Bericht-der-Kommission-für-Zukunftsfragen-der-Freistaaten-Bayern-und-Sachsen-Teil-3.pdf

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  • 03.06.2020
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    27:25
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    Ep. 43: Die Ideologie des Freihandels - David Ricardo und Karl Marx

    Vom #Freihandel profitieren alle, heißt es immer wieder: Staaten treten miteinander in einen produktiven Austausch, der weit über den Warenaustausch hinausgeht, der Verbraucher kann sich über sinkende Preise freuen und unsere Wahlfreiheit (vor dem Supermarktregal) vergrößert sich um ein Vielfaches. Doch stimmt das so wirklich? Über die Schattenseiten des Freihandels wird viel zu selten gesprochen, dabei sind diese in der Theorie, die Anfang des 19. Jahrhunderts entstand, bereits abzusehen. Der Ökonom David Ricardo erklärt in seinem Standardwerk „Über die Grundsätze der Politischen Ökonomie und der Besteuerung“, dass die Profitrate nur steigen kann, wenn die #Löhne sinken. Ricardo kommt der Freihandel deshalb sehr gelegen. Diese Überlegung denkt Karl Marx in seinen Ausführungen zum Freihandel zu Ende und entlarvt zugleich die völkerverbindende Idee als hübsche Illusion, die in erster Linie dazu dient, die Profitmaximierung zu legitimieren. Die #Globalisierung erscheint heute häufig als Schicksal und die Freihandelsidee als entsprechende Ersatzreligion, dabei ist, wie Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ zeigen, Kritik – nicht zuletzt im Hinblick auf den Klimawandel – dringend geboten.

    Literatur: Michel Houellebecq: Serotonin. DuMont.

    Karl Marx: „Rede über die Frage des Freihandels“, in: MEW: Band 4, S. 444-458. Karl Dietz Verlag. http://www.mlwerke.de/me/me04/me04_444.htm

    David Ricardo: Über die Grundsätze der Politischen Ökonomie und der Besteuerung. Hrsg. v. Heinz D. Kurz und Christian Gehrke. Metropolis.

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  • 27.05.2020
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    30:42
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    Ep. 42: Brave New Work

    Selbst jene Unternehmen, die sich in den vergangenen Jahren beharrlich geweigert haben, #HomeOffice für die Angestellten anzubieten, mussten jetzt in der Krise das Arbeiten außerhalb des Büro schätzen lernen. Die Furcht, dass das Home Office ein „Paradies für Faulenzer“ sein könnte, war unbegründet – wie aber bereits auch schon vor der Krise diverse Studien belegt hatten. Der Arbeitnehmer hat dadurch jedoch nicht nur Vorteile. Neben dem Home-Office-Trend ändert sich aber auch die Arbeitsatmosphäre in den Büros: vom Kicker bis zu bunten Lounges, in denen gearbeitet und gechillt werden darf und soll, beziehen sich die modernen #Management-Konzepte gern auf die Idee von New Work, die der Philosoph Frithjof Bergmann vor Jahrzehnten entwickelt hat. Er wollte allerdings nicht nur die Erwerbsarbeit, sondern auch den #Kapitalismus radikal verändern. Doch was ist von diesem Ansatz heute übriggeblieben, da sich inzwischen alle cool sein wollenden Unternehmen New Work auf die Fahnen schreiben? Nicht selten handelt es sich um Etikettenschwindel, oft wird unter dem Deckmantel der Erneuerung bloß ein neues Disziplinarsystem etabliert, erläutern Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur:

    Frithjof Bergmann: Neue Arbeit (New Work). Das Konzept und seine Umsetzung in der Praxis (abrufbar unter: http://ttfreiburg.de/wp-content/uploads/2018/03/Bergmann_Neue-Arbeit_1990.pdf )

    Frigga Haug: Der zu enge Fokus auf Erwerbsarbeit, in: Sebastian Friedrich (Hrsg): Neue Klassenpolitik. Linke Strategien gegen Rechtsruck und Neoliberalismus. Bertz + Fischer

    Christoph Deutschmann: Der Normalarbeitstag, in: Ingo Stützle (Hrsg): Work-Work-Balance. Marx, die Poren des Arbeitstags und neue Offensiven des Kapitals. Dietz Berlin

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  • 20.05.2020
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    29:00
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    Ep. 41: Green New Deal III - Abschied vom Freihandel?

    Wie muss sich die Wirtschaft wandeln, um den #Klimawandel positiv gestalten zu können? Derzeit kursieren diverse Green-New-Deal-Konzepte in aller Welt, die darauf eine Antwort suchen. Während manche Wirtschaftswissenschaftler und Politiker vor allem auf grüne Investitionen setzen oder die Finanzmärkte zu neuen Investments bewegen wollen, hinterfragen manche Deals den globalen Kapitalismus grundsätzlich. Die britische Ökonomin Ann Pettifor setzt in ihrem Buch „Green New Deal. Warum wir können, was wir tun müssen“ auf eine Abkehr vom Freihandel, der nicht allen wegen seiner endlos langen Lieferketten ein Problem für den #Klimaschutz darstellt. Durch den Freihandel können viele Unternehmen auch Umweltrichtlinien einzelner Länder einfach umgehen, indem der Produktionsstandort verlagert wird. Zudem ist der globale Handel in erster Linie an zwei Dingen interessiert: Mehr Konsum und – daraus resultierend – mehr Profit. Doch was, wenn eine klimafreundliche Zukunft im Lokalen liegt und wir uns von den falschen Versprechen der #Globalisierung befreien müssen? In „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über eine klimafreundliche Wirtschaftspolitik und das mögliche Ende des Freihandels.

    Literatur: Ann Pettifor: Green New Deal. Warum wir können, was wir tun müssen. Hamburger Edition.

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  • 13.05.2020
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    22:37
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    Ep. 40: Die EZB und der Ankauf von Staatsanleihen

    Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit der vergangenen Finanzkrise bei vielen deutschen Journalisten und Politikern das Feindbild schlechthin. Die aktuelle Krise manifestiert dies nun weiter, und jetzt hat sogar das #Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe die #Geldpolitik der EZB für teilweise verfassungswidrig erklärt. Derzeit wird die EZB von Christine Lagarde geleitet, zuvor war es Mario Draghi, der sich in Deutschland nicht gerade beliebt machte, als er erklärte, dass er alles dafür tun werde, den Euro zu retten. Konkret bedeutete das für deutsche Sparer, dass sie so gut wie keine #Zinsen mehr für ihr Erspartes erhielten – bis heute hat sich daran nichts geändert. Warum aber agiert die EZB auf diese Weise? Und weshalb übersehen viele Kritiker der Institution, dass bereits die Konstruktion der EZB äußerst problematisch ist? In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die Geldpolitik der Zentralbank und zeigen, warum der Staatsanleihenkauf durchaus problematisch, jedoch systemisch bedingt ist.

    Literatur:

    Alexander Thiele: Die Europäische Zentralbank, Mohr Siebeck.

    Artikel von Nicolas Afflatet: https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2019/heft/8/beitrag/staatsfinanzierung-durch-geldpolitik.html

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  • 09.05.2020
    45 MB
    53:30
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    Spezial #2: Eliten, Bill Gates, Neoliberalismus - Prof. Michael Hartmann im Gespräch

    Immer wieder wird derzeit gegen "die da oben" gewettert, gegen "die" #Elite. Aber wer ist das eigentlich? Der #Soziologe Michael Hartmann ist als Elitenforscher bekannt geworden und erklärt im zweiten WfA-Spezial, wer eigentlich dazu gehört, welche Kritik an Bill #Gates berechtigt ist, und wieso eine bessere demokratische Kontrolle der Eliten möglich ist.

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  • 06.05.2020
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    27:40
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    Ep. 39: Wie Ludwig Erhard Wasser in Wein verwandelte

    Das deutsche #Wirtschaftswunder, so lernen wir bereits in der Schule, haben wir vor allem einem Mann zu verdanken: Ludwig Erhard. Er hat die #SozialeMarktwirtschaft eingeführt – die eigentlich, wie wir in Folge 38 gezeigt haben, auf Ideen des #Ordoliberalismus fußt – und somit für Aufschwung gesorgt. In der Nachkriegszeit war Erhard zunächst Wirtschaftsminister von Bayern, bald schon Direktor für Wirtschaft des Vereinigten Wirtschaftsgebiets und ab 1949 Bundesminister für Wirtschaft und schließlich, quasi als Krönung seiner politischen Karriere, von 1963 bis 1966 war Erhard als Nachfolger von Adenauer Bundeskanzler. Berühmt wurde auch Erhards Besteller, dessen Titel „Wohlstand für Alle“ bereits wie eine Verheißung daherkommt. Doch seit einer Weile beschäftigen sich Wirtschaftshistoriker kritisch mit dem Erbe Ludwig Erhards, denn es zeigt sich, dass das Wirtschaftswunder keineswegs nur in Deutschland stattfand und dass weitgehend vergessene Faktoren für den wirtschaftlichen Aufstieg entscheidend waren. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erzählen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmit eine etwas andere deutsche Wirtschaftswundergeschichte.

    Literatur:

    Ulrike Herrmann: Deutschland, ein Wirtschaftsmärchen. Warum es kein Wunder ist, dass wir reich geworden sind. Westend Verlag

    Uwe Fuhrmann: Die Entstehung der "Sozialen Marktwirtschaft" 1948/49. Eine historische Dispositivanalyse. Hier zum kostenlosen Download verfügbar: https://hcommons.org/deposits/item/hc:28983/

    Interview zwischen Fuhrmann und Nelli Tügel: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1105354.generalstreik-der-mythos-der-bundesrepublik.html

    Ludwig Erhard: Wohlstand für Alle. Anaconda Verlag

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  • 29.04.2020
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    28:33
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    Ep. 38: Wieso die Soziale Marktwirtschaft neoliberal ist!

    Wenn von der Sozialen Marktwirtschaft die Rede ist, leuchten die Augen eines jeden Politikers. #Kapitalismus – das ist kein schönes Wort, außerdem scheint dieses System so kalt, so sehr vom Ellenbogendenken geprägt zu sein, dass man ihm eine menschenfreundliche Alternative entgegensetzen muss, zum Beispiel eine Marktwirtschaft, die sozial ist und allen Wohlstand verspricht. Als ein solches Konzept wird die Soziale Marktwirtschaft, die in der Adenauer-Ära etabliert wurde, bis heute verkauft. Doch etwas stimmt an diesem Märchen nicht: Die Soziale Marktwirtschaft ist ein wohlklingender Slogan, dahinter aber steckt die Theorie des #Ordoliberalismus. Den ordoliberalen Denkern – etwa Walter Eucken und Alexander Rüstow – ging es jedoch keineswegs darum, ein besonders soziales Wirtschaftsmodell zu etablieren, vielmehr dachten sie – und bezeichneten sich auch selbst so – neoliberal. Wenn heute gesagt wird, wir müssen dem #Neoliberalismus die Soziale Marktwirtschaft entgegensetzen, dann ist das – nicht nur historisch betrachtet – blanker Unfug. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ gehen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt zurück zu den demokratieskeptischen Wurzeln des deutschen Wirtschaftssystems.

    Literatur:

    Thomas Biebricher/Ralf Ptak: Soziale Marktwirtschaft und Ordoliberalismus zur Einführung. Junius Verlag

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  • 22.04.2020
    24 MB
    29:04
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    Ep. 37: Green New Deal II - Rettet Geld die Welt?

    Wenn es um die dringend notwendige ökologische Wende in der Wirtschaft geht, wird immer rasch die Frage laut: Wer soll das bezahlen? Fossile Energiegewinnung könnte aber bald schon nicht mehr lukrativ sein, weshalb selbst eher träge europäische #Energiekonzerne ihren grünen Sektor ausbauen. Diverse Think Tanks gehen davon aus, dass die #GreenEconomy das nächste große Ding wird, auch für Staaten beginnt in doppelter Hinsicht ein Wettlauf gegen die Zeit: Zum einen wird die Bedrohung durch stetig wachsende CO2-Emissionen immer realer, zum anderen investiert die aufstrebende Weltmacht #China enorme Summen in den Sektor für erneuerbare Energie. Der wirtschaftsliberale Denker Jeremy Rifkin, der Regierungen in aller Welt berät, geht davon aus, dass das fossile Zeitalter in diesem Jahrzehnt seinen Niedergang erleben wird. Und Rifkin hat einen unkonventionellen Vorschlag: Die Arbeitnehmer aller Länder sollten sich vereinigen, um gegen den Klimawandel zu kämpfen – denn die ökonomische Macht dazu, meint Rifkin, hätten sie. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ beleuchten Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt ein liberales Green-New-Deal-Konzept.

    Literatur: Jeremy Rifkin: Der Globale Green New Deal. Campus.

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  • 15.04.2020
    23 MB
    27:33
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    Ep. 36: Vollgeld - ein neues Geldsystem?

    Banken produzieren heute Geld per Knopfdruck. Das hat Vorteile, denn so kann die Wirtschaft jederzeit mit Krediten versorgt werden, doch dieses Geldsystem birgt auch enorme Risiken: Finanzspekulationen werden so befeuert, vor allem aber besteht immer die Gefahr eines Bank Runs, bei dem Bürger plötzlich ihr Geld von der Bank abheben wollen und feststellen müssen, dass die Geschäftsbanken nur einen geringen Teil als Bargeld vorrätig haben. Hier kommt eine Geldreform ins Spiel, die vor allem in der #Schweiz für Aufsehen sorgte: Von der Vollgeld-Initiative ist die Rede. Nach diesem Konzept sollen nur noch Notenbanken beziehungsweise Zentralbanken die Möglichkeit haben, neues Geld zu emittieren. Das #Giralgeld würde sich so in Vollgeld verwandeln und würde damit dieselben staatlichen Garantien wie #Bargeld genießen, denn nur Notenbanken dürfen Münze und Scheine drucken. Was praktisch und sinnvoll klingt, ist jedoch möglicherweise nur eine Verschlimmbesserung: Geldengpässe könnten so entstehen, auch würde das neue System die Macht der Zentralbanken nur weiter verfestigen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Vollgeld und üben Kritik an dieser Idee.

    Literatur:

    Heiner Flassbeck, Friederike Spiecker: Vollgeld, das moderne Gold, in: Makroskop: https://makroskop.eu/2014/05/abo-artikel-unser-geldsystem-xiii-vollgeld-das-moderne-gold/

    Was ist Vollgeld?: https://vollgeld.page/was-ist-vollgeld

    Simon Schmid: Vollgeld für Dummies, in: Republik: https://www.republik.ch/2018/05/09/vollgeld-fuer-dummies

    Verein Monetäre Modernisierung (Hrsg.): Die Vollgeld-Reform. Wie Staatsschulden abgebaut und Finanzkrisen verhindert werden können. Edition Zeitpunkt.

    Aaron Sahr: Keystroke-Kapitalismus. Ungleichheit per Knopfdruck. Hamburger Edition.

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  • 08.04.2020
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    28:06
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    Ep. 35: Verdienen wir, was wir verdienen?

    Viel Applaus, aber wenig Geld erhalten momentan Pflegekräfte oder Kassierer. Die aktuelle Krise offenbart, wer die eigentlichen, man könnte auch sagen: existentiell notwendigen Stützen der Gesellschaft sind. Sonst aber ist Undank der Welten Lohn, denn weder Kranken- und Altenpfleger noch Supermarktangestellte werden für ihre stets anstrengende Arbeit fürstlich entlohnt. Ob sich daran etwas ändert, wird sich in ein paar Monaten zeigen – inzwischen werden vereinzelt und recht sparsam Boni verteilt. Ein kleines Dankeschön, mehr nicht. Doch warum nur, verdienen Menschen, die für uns – nicht nur jetzt, sondern immer – lebensnotwendig sind, eigentlich so wenig? Oder grundsätzlicher gefragt: Verdienen wir, was wir verdienen? Viele Ökonomen behaupten, die Entlohnung sei letztlich nur das Resultat aus Angebot und Nachfrage, wenngleich der Markt nicht sonderlich gerecht ist. Doch stimmt das wirklich, ist es derart simpel? Zugleich muss der Staat viele Löhne aufstocken, damit die Arbeitnehmer von ihrer Arbeit leben können. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Gehälter und die Mär vom gerechten Lohn.

    Literatur: Frigga Haug (Hrsg.): Hat die Leistung ein Geschlecht?. Argument Verlag

    Sebastian Thieme: Der Ökonom als Menschenfeind?. Verlag Barbara Budrich

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  • 01.04.2020
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    Ep. 34: Warum Amazon & Co. die Krisengewinner sein werden

    Streamingdienste wie #Netflix oder #Disneyplus und große Digitalkonzerne wie Apple, Google, Facebook, Amazon haben alle etwas gemeinsam: Sie sind allesamt Plattformen und sie könnten nun zu den Krisengewinnlern zählen. Der #Plattformkapitalismus breitet sich seit einigen Jahren rasant aus, jetzt aber, da viele Geschäfte geschlossen sind, erschließt er sich ganz neue Märkte. So schreckten bislang viele Bürger davor zurück, Lebensmittel oder Bedarfsartikel wie Toilettenpapier oder Seife online zu bestellen, doch die aktuelle Lage könnte einen Wendepunkt bedeuten und die Marktmacht von Amazon erheblich stärken. Doch wie frei sind denn die Märkte überhaupt noch, wenn die Digitalimperien eigene Marktplätze etablieren, auf denen alle nach den Spielregeln der Konzerne handeln müssen? Fest steht: Die Monopolisierung tritt in ein neues Stadium ein. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die aktuelle Krise und über den Aufstieg des Plattform-Kapitalismus.

    Literatur: Nick Srnicek: Plattform-Kapitalismus. Hamburger Edition.

    Philipp Staab: Digitaler Kapitalismus. Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit. Suhrkamp.

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  • 25.03.2020
    26 MB
    31:12
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    Ep. 33: Steuern und der US-Vorwahlkampf

    Steuern – wohl kaum jemand zahlt sie gern, doch es führt kein legaler Weg daran vorbei. Das gilt zumindest für die „normalen“ Leute, ob sie selbständig oder angestellt sind. Anders aber ist es für Superreiche, die prozentual viel weniger Steuern zahlen müssen als Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen. Während die Vermögensungleichheit immer weiter zunimmt, nutzen Milliardäre jedes Steuerschlupfloch und jede #Steueroase, die sie finden können. Das liegt auch an einer unsozialen #Steuerpolitik, die inzwischen jedoch immer häufiger kritisiert wird. Selbst in den USA sind Forderungen nach Steuererhöhungen nun wahlkampftauglich – wie einige Demokraten beweisen –, könnte man doch etwa mit einer #Vermögenssteuer den Sozialstaat sowie den Green New Deal fabelhaft finanzieren. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Steuern und wie man sie besser verteilen könnte.

    Quellen:

    Emmanuel Saez/Gabriel Zucman: Der Triumph der Ungerechtigkeit. Suhrkamp

    Oles Interview mit Gabriel Zucman: https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/konzerne-richtig-zu-besteuern-waere-leicht

    Ein Bericht über Gabriel Zucman und die Warren-Kampagne: https://www.newyorker.com/news/the-political-scene/the-french-economist-who-helped-invent-elizabeth-warrens-wealth-tax

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  • 21.03.2020
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    32:22
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    Spezial #1: Bestsellerautor Christian Baron über Armut, Herkunft und Solidarität

    Im ersten "Wohlstand für Alle" - Spezial spricht Ole Nymoen mit Christian Baron. Der gebürtige Kaiserslauterer hat es mit seinem literarischen Debüt in die Bestsellerlisten geschafft - doch aufgewachsen ist er in bitterster Armut. Was das bedeutet, wie Arme diskriminiert werden, und was er mit seinem Buch erreichen möchte, erzählt er im Interview.

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  • 18.03.2020
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    44:07
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    Ep. 32: Corona - Das Ende des Neoliberalismus?

    Das sich hierzulande und weltweit ausbreitende Coronavirus sorgt dafür, dass immer mehr radikale Maßnahmen – wie etwa die Schließung von Schulen und nicht dringend notwendigen Geschäften – ergriffen werden, um die Zahl der Infektionen in Deutschland möglichst gering zu halten. Allzu zögerlich reagierten die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten auf #Covid19, dabei war bereits vor Wochen in China und bald darauf in Italien zu sehen, wie gefährlich das Virus ist. Jetzt aber beginnt langsam ein Umdenken, dass auch in der Wirtschaft angekommen ist: Plötzlich ist sogar von #Verstaatlichung die Rede, die „schwarze Null“ wird zur Disposition gestellt, und es ist durchaus denkbar, dass das Virus das Ende des #Neoliberalismus einläutet. Doch machen wir uns nichts vor: Es wird viele Verlierer in dieser Krise geben – oft trifft es jene, die ohnehin nicht viel haben. Über Corona und die ökonomischen Konsequenzen sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Quellen:

    Wolfgang Streeck: Gekaufte Zeit. Die vertagte Krise des demokratischen Kapitalismus. Suhrkamp

    Die Spekulation mit Desinfektinsmitteln: https://www.nytimes.com/2020/03/14/technology/coronavirus-purell-wipes-amazon-sellers.html

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  • 11.03.2020
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    38:19
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    Ep. 31: Das Coronavirus und der Börsencrash

    Das Coronavirus (#Covid19) ist für die Weltwirtschaft eine ernsthafte Bedrohung, die #Aktienkurse sind folglich massiv eingebrochen. Doch warum reagiert die #Börse so besonders empfindlich auf das Virus, das zwar inzwischen Produktions- und Lieferketten erheblich gefährdet, doch nicht unbedingt panische Aktienverkäufe auslösen müsste. Ein Grund dafür liegt in einem weithin unterschätzten Phänomen: Viral gehende Narrative beeinflussen die Ökonomie oft stärker, als es viele Wirtschaftsexperten glauben wollen. Ähnliches ist im Alltag zu erleben, wenn aus Angst vor Knappheit plötzlich Hamsterkäufe getätigt werden. Zugleich gibt es aber noch eine weitere Gefahr, die von Corona ausgeht: Neoliberale Ziele könnten jetzt durchgesetzt werden, indem man den wirtschaftlichen Ausnahmezustand verkündet und die Katastrophe für dubiose Ziele ausnutzt. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Auswirkungen von Covid19 auf die Wirtschaft.

    Literatur: Jagdish Natwarlal Bhagwati im „Handelsblatt“-Interview: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/interview-handelstheoretiker-bhagwati-trump-verletzt-zutiefst-us-wirtschaftsinteressen/25565934.html

    Christian Grimm in der „Augsburger Allgemeinen“ über die Corona-Vorschläge der CSU: https://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/CSU-will-Boersensteuer-Plaene-wegen-Coronavirus-Ausbruch-aufgeben-id56985501-amp.html?

    Naomi Klein: Die Schock-Strategie. Der Aufstieg des Katastrophen-Kapitalismus. Fischer.

    Robert J. Shiller: Narrative Wirtschaft: Wie Geschichten die Wirtschaft beeinflussen - ein revolutionärer Erklärungsansatz. Plassen.

    Robert J. Shiller im „Handelsblatt“-Interview: https://www.handelsblatt.com/politik/international/oekonom-im-interview-corona-epidemie-us-nobelpreistraeger-robert-shiller-warnt-vor-abwaertsspirale/25586770.html?ticket=ST-5570845-afkqYB6uc4G0jIpnLRPP-ap2

    Studie „Seemingly Irrelevant Events Affect Economic Perceptions and Expectations: The FIFA World Cup 2006 as a Natural Experiment“: ftp.iza.org/dp2275.pdf

    Nassim Nicholas Taleb: Der Schwarze Schwan. Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse. Knaus.

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  • 04.03.2020
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    28:23
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    Ep. 30: Was ist eigentlich der Überwachungskapitalismus?

    Von der #Digitalisierung wird zwar laufend geredet, mitunter auch von der Übermacht der #SiliconValley-Konzerne, aber was meint das genau? Leben wir jetzt einfach in einer Wirtschaft 4.0 oder braucht es einen anderen Begriff, der zugleich als Analyseinstrument dient? Die US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftlerin Shoshana Zuboff hat den Begriff Überwachungskapitalismus geprägt und beschreibt in ihrem Buch detailliert, wie sich das Internet verändert hat und wir alle zu überwachten Subjekten gemacht werden, die den Tech-Unternehmen zuarbeiten. Alles begann mit #Google, doch anfangs, so beschreibt es Zuboff, haben die Gründer der Suchmaschine gar nicht verstanden, wo ihre eigentliche Geldquelle liegt. Inzwischen sind alle Digital-Konzerne (außer Apple) mächtige Akteure des Überwachungskapitalismus. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur: Shoshana Zuboff: Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus. Campus.

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  • 26.02.2020
    24 MB
    29:02
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    Ep. 29: Landnahme und Finanzialisierung

    Seit den 1970er Jahren hat sich der Kapitalismus stark verändert – manche meinen, wir leben im Zeitalter der #Finanzialisierung. Aber was bedeutet das, und wie entstehen große Transformationen unseres Wirtschaftssystems? Der Soziologe Klaus Dörre hat auf diese Fragen Antworten gefunden, die helfen, #Kapitalismus neu zu verstehen. Er meint, dass sich der Kapitalismus immer wieder anpassen muss, um zu überleben – und dass es sich hierbei um eine Folge von #Landnahmen handelt. Was das bedeutet, erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Episode!

    Literatur: Klaus Dörre: „Die neue Landnahme. Dynamiken und Grenzen des Finanzmarktkapitalismus“, in: Dörre/Lessenich/Rosa: Soziologie. Kapitalismus.Kritik. Suhrkamp

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  • 19.02.2020
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    25:32
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    Ep. 28: Die Kritik an der Modern Monetary Theory

    An der Modern Monetary Theory (#MMT), die wir bereits vorgestellt haben, gibt es auch Kritik. Es sind nicht nur liberal-konservative Stimmen, die die moderne #Geldpolitik kritisieren, sondern auch linke Theoretiker haben erhebliche Zweifel an den Prämissen und vor allem an der Wirksamkeit der Theorie, die zwar inzwischen dank Bernie Sanders und Alexandria Ocasio-Cortez in aller Munde ist, jedoch nach wie vor eine randständige Position im ökonomischen Mainstream-Diskurs bildet. Was aber bringen Kritiker gegen die MMT vor? Manche bezweifeln, dass mit ihr tatsächlich das wirtschaftliche System revolutioniert werden kann. So wird davor gewarnt, die neue Form der Geldpolitik als ein Allheilmittel anzusehen, das die Widersprüche des #Kapitalismus auflöst. Ist die MMT am Ende blanker #Solutionismus, dessen Folgen eher negativ sein könnten? Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.

    Literatur: Doug Henwood in Jacobin: https://jacobinmag.com/2019/02/modern-monetary-theory-isnt-helping Thomas S. Kuhn: Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen. Suhrkamp. Nikolaus Pieper über die MMT in der Süddeutschen Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/pipers-welt-schlaraffenland-1.4406012

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  • 12.02.2020
    19 MB
    23:13
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    Ep. 27: Derivate, die Bombe und der BVB-Bus

    Als 2017 ein Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus verübt wurde, schockierte das die gesamte #Fußball-Welt - und zugleich war man erleichtert, dass die Bomben für die Dortmunder Fußballer nicht tödlich endeten. Nach einer Weile fieberhafter Ermittlungen interessierten sich aber plötzlich vor allem Wirtschaftsexperten für den dramatischen Vorfall. Bald nämlich stellte sich heraus, dass hinter dem Attentat ein #Börsenspekulant steckte, der mit Derivaten reich werden wollte. Was aber sind überhaupt Derivate? Und wie kann es sein, dass man sich am Unglück anderer Menschen an den Finanzmärkten bereichern kann? Wenn über die Börse gesprochen wird, denkt man unwillkürlich in erster Linie an Aktien, dabei ist der Handel mit Derivaten ganz entscheidend für die internationalen #Finanzmärkte. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Derivate und erklären, warum diese manchmal durchaus sinnvoll sein können.

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