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SWR2 Kulturgespräch

Im SWR2 Kulturgespräch sprechen wir mit Menschen aus Kultur und Gesellschaft. Von Politik im Theaterbetrieb, über Festivals, spannende Serien, neue Bücher, Ausstellungen und bis zu gesellschaftlichen Themen.

Alle Folgen

  • 24.10.2020
    7 MB
    07:55
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Gerhard Polt und andere rufen auf zur Protest-Demo „Aufstehen für Kultur!“ in München auf

    In Berlin, Hamburg und München demonstrieren Kulturschaffende für eine Lockerung der Corona-Schutzvorschriften bei Kultur-Events. Unterstützung erhalten Sie unter anderem von dem Philosophen Julian Nida-Rümelin, ehemaligen bayerischen Ministern und dem Kabarettisten Gerhard Polt. Er habe "seit Beginn der Pandemie mehrere hundert Konzerte absagen müssen", berichtet der Konzertveranstalter Andreas Schessl im Gespräch mit SWR2. Auch der Versuch, Konzerte mit lokalen Künstlern zu veranstalten, sei gescheitert. Knackpunkt sei die fixe Begrenzung von 200 Besuchern pro Veranstaltung, unabhängig von der Größe des Veranstaltungsortes. Dagegen geht Schessl in Bayern vor Gericht.Andreas Schessl veranstaltet Konzerte, vor allem Klassik. Zu seinen Agenturen zählen unter anderem "MünchenMusik", "Hörtnagel", "StuttgartKonzert" und "Alegria".

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  • 23.10.2020
    6 MB
    07:02
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Sisi als Influencerin: Die Foto-Alben der Kaiserin im Kölner Museum Ludwig

    Elisabeth von Österreich-Ungarn – besser bekannt als Sisi – sammelte gern und ausgiebig Fotos. Etwa 2.000 Mode- und Porträtbilder der Kaiserin sind im Kölner Museum Ludwig verwahrt. Nun werden sie in der Ausstellung „Sisi privat. Die Fotoalben der Kaiserin“ gezeigt. Und sie offenbaren ein ganz anderes Bild der Elisabeth, über die bislang viel zu wenig bekannt gewesen sei, betont Kuratorin Miriam Szwast. "Was wir durch die Alben erleben, ist eine Elisabeth, die scharf beobachtet, eine scharfe Zunge hat, die bissig und zynisch sein kann - und durchaus experimentierfreudig." Ihre Fotoalben nutze sie vor allem zur Selbstinszenierung. "Wenn man sich die Bilder anguckt, kann man sagen, sie hat die Fotos genutzt um ein Image von sich selber bewusst zu gestalten, zu kontrollieren, herauszugeben, das ihr letztlich mehr Freiheiten einräumen würde, mehr Macht geben würde." Man müsse sich klarmachen, dass Elisabeth von Österreich-Ungarn erst in ihren späteren Jahren gefeiert worden sei. Um das zu erreichen, habe sie die Fotos quasi als Selbstinszenierungsvorlage genutzt. "Dann denkt auf einmal jeder, was ist das für eine schöne Frau, und sie wird dafür berühmt."

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  • 21.10.2020
    4 MB
    04:10
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Crossmediales Fantastikfestival Dragon Days in Stuttgart gestartet

    Das crossmediale Fantastikfestival Dragon Days bewegt sich an den Schnittstellen von Literatur, Film, Comic, Wissenschaft und Kunst. Zum Auftakt der diesjährigen Ausgabe ließ der Comiczeichner Felix Merikat fantastische Welten live zu der Lesung von Fantasy-Autor Tad Williams entstehen.

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  • 21.10.2020
    6 MB
    07:00
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Fragen und berühren: Mirjam Wenzel über die Wiedereröffnung des Jüdischen Museums in Frankfurt

    Es sei ein wunderbares Gefühl, das neu sanierte und um einen Neubau ergänzte Jüdische Museum in Frankfurt wiedereröffnen zu können, sagt Direktorin Mirjam Wenzel in SWR2. Sie sei „glücklich und auch ein wenig stolz“. Die neu konzipierte Dauerausstellung des Museums wolle eng an Fragen der Gegenwart anknüpfen. „Es ist ein Museum, das Geschichte in Form von Geschichten erzählt, mit einer Pluralität der Stimmen“, so Wenzel, „aber immer von der Frage-Perspektive der Gegenwart her.“ Berühren wolle die Ausstellung im wörtlichen Sinne. Besucherinnen und Besucher könnten sich mit den Geschichten beispielsweise von Frankfurter Jüdinnen und Juden während der Zeit des Nationalsozialismus direkt auseinandersetzen. Beispielsweise werde das Schicksal von Martha Wertheimer, die zahlreiche jüdische Kinder aus Deutschland gerettet hatte, anhand eines Animationsfilms erzählt. Mirjam Wenzel ist seit 2016 Direktorin des Museums, das erstmals 1988 in Frankfurt eröffnet und zuletzt in fünfjähriger Bauzeit saniert und mit neuen Ausstellungskonzepten versehen worden ist.

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  • 21.10.2020
    4 MB
    04:06
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    „Cortex“ erinnert an Christopher Nolan: Starkes Regie-Debüt von Moritz Bleibtreu

    Mit Moritz Bleibtreu wagt einer der bekanntesten Darsteller aus der deutschen Kino-Szene mit 49 Jahren ein eigenes Regie-Debüt. Obendrein ist „Cortex“ ein hochanspruchsvoller, düsterer Psycho-Thriller, ein Katz- und Maus-Spiel zwischen Traum und Wirklichkeit. Der schlicht gedrehte Film zeigt, dass in der deutschen Filmszene auch Platz für Genre-Filme ist, für Psycho-Thriller und Science Fiction.

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  • 20.10.2020
    5 MB
    05:31
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Verlag S. Fischer trennt sich von Monika Maron: Keine „Cancel Culture“, sondern Transparenz

    Nach fast 40 Jahren der Zusammenarbeit trennt sich der S.Fischer-Verlag von der Autorin Monika Maron. Das sei jedoch kein Fall von „Cancel Culture“, so SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte. Schon deshalb nicht, weil der Verlag deutlich gemacht habe, dass die bei S. Fischer von Monika Maron veröffentlichten Bücher auch weiterhin erhältlich sein sollten. Ebenso klar habe das Verlagshaus aber kommuniziert, dass man mit anderweitigen Publikationstätigkeiten von Maron nichts zu tun haben wolle. So hatte Maron in der Reihe „Exil“ einen Essayband in der Edition Buchhaus Loschwitz veröffentlicht. Man könne nicht bei S. Fischer und gleichzeitig im Buchhaus Loschwitz publizieren, das mit dem Antaios Verlag kooperiere, hatte es dazu vonseiten des S. Fischer Verlags geheißen.Hinter dem Antaios-Verlag steht Götz Kubitschek. Der Verleger gilt als Theoretiker und Publizist der Neuen Rechten. Wegen ihrer islamkritischen Äußerungen und ihren politischen Positionen, die wahlweise als konservativ oder als rechts bezeichnet werden, steht die Schriftstellerin immer wieder in der Kritik.Ungeachtet dessen gehöre Monika Maron zu den wichtigsten literarischen Stimmen in Deutschland, so SWR2 Literaturkritiker Carsten Otte. Bei allen Stärken hätten ihre letzten Bücher aber auch Schwächen gehabt, zum Beispiel wenn sie Ressentiments allzu ungebrochen dargestellt habe. Dennoch sei sie eine so prominente Autorin, dass sie sicher einen neuen Verlag bekommen werde. Es bleibe nur zu hoffen, dass es sich nicht um den Antaios Verlag handeln werde.

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  • 16.10.2020
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    06:54
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    Dürfen sich Klassik-Künstler nicht politisch äußern? Die Kontroverse um Igor Levit

    Der Pianist Igor Levit sei weit davon entfernt, Kunst und Politik zu vermischen, sagt BR-Musikkritiker Bernhard Neuhoff in SWR2 mit Blick auf Vorwürfe, der Pianist würde „ganz viel Wind um sich machen und damit überspielen, dass er eigentlich gar kein so guter Pianist sei“. SZ-Rezensent Helmut Mauró hatte einen kritischen Artikel über Levit veröffentlicht, der in sozialen Netzwerken auf Empörung gestoßen war.

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  • 15.10.2020
    5 MB
    06:33
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    „Teilzeiträuber“ mit Drang nach Europa: Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim diskutieren „Norman Connections“

    Als Händler seien Wikinger und Normannen immer auch „Teilzeiträuber“ gewesen. Gerade weil sie viel gereist seien, hätten sie auch die lohnenswerten Ziele für Plünderungen gekannt, so Kuratorin Viola Skiba in SWR2 über die große Sonderausstellung „Die Normannen“, die 2022 in die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen kommt. Schon jetzt treffen sich dazu Wissenschaftler und diskutieren auf der Tagung „Norman Connections“, welche frühen Verflechtungen es zwischen Skandinavien und dem Mittelmeer gab. Die frühe Tagung zur geplanten Ausstellung sei nicht ungewöhnlich, denn um in Mannheim den neuesten Stand zu präsentieren, müssten auch aktuelle Forschungsergebnisse rechtzeitig berücksichtigt werden. Die kulturhistorische Ausstellung soll zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum zeigen, wie aus Wikingern Normannen wurden und die berüchtigten Nordmänner seit dem 9. Jahrhundert die Geschichte Europas beeinflusst haben.

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  • 14.10.2020
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    05:58
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    Städel bekommt Beckmann – Selbstbildnis des Künstlers neu in der Sammlung

    Das Städel-Museum in Frankfurt am Main hat das 1919 entstandene „Selbstbildnis mit Sektglas“ von Max Beckmann erworben. Es sei ein Schlüsselwerk der Klassischen Moderne und eine Ikone des 20. Jahrhunderts, sagt der Direktor des Museums, Philipp Demandt. Der Ankauf des Gemäldes sei „ein klares Statement für die Kunst und gegen die reine Marktmacht“, sagt Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

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  • 29.09.2020
    5 MB
    06:08
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    Titel „Opernhaus des Jahres“ geht nach Frankfurt und Genf

    „Es ist eigentlich eine Auszeichnung für alle, die Opern machen. Denn es wird ins Bewusstsein gerufen, dass das wichtig ist“, sagt der Intendant der Frankfurter Oper Bernd Loebe im SWR2 Gespräch. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie habe man beinahe vergessen, dass es die Wahl in diesem Jahr geben könnte. Die Oper in Frankfurt teilt sich gemeinsam mit dem Grand Théâtre de Genève den Titel „Opernhaus des Jahres“, der von der Fachzeitschrift „Opernwelt“ jährlich vergeben wird. 43 Kritiker*innen lobten beide Häuser für ihre Dramaturgie, Entdeckerfreude und individuellen Regie-Handschriften. Außerdem zeichnete das Magazin unter anderem die Sopranistin Marlis Petersen als beste Sängerin und der Countertenor Jakub Józef Orlinski als besten Sänger aus.

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  • 29.06.2020
    7 MB
    08:20
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    Mississippi trennt sich von der Südstaatenflagge: Ein Zeichen des Rassismus zwischen Politik und Pop

    „Um zu verdeutlichen, dass in ihren Staaten schwarze Amerikaner definitiv nur Bürger zweiter Klasse sein würden“, hatten Mississippi und Georgia die Kriegsflagge der Konföderation in ihre Staatsflaggen integriert, sagt Britta Waldschmidt-Nelson. Im Gespräch mit SWR2 erklärt sie aus der Geschichte, warum der Bundesstaat Mississippi die „Stars and Bars“ jetzt wieder aus der Staatsflagge streicht.

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  • 29.06.2020
    6 MB
    07:16
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    Werbeboykott gegen Facebook – Gegen ein Geschäftsmodell, das vom Hass lebt

    „Bei Facebook kann sich nichts ändern, weil das ganze Konzept von Facebook darauf beruht, dass Leute sich streiten, anhassen und polarisieren“, sagt der Künstler und Netzaktivist Padeluun zur Anzeigenboykottaktion #StopHateForProfit gegen Facebook, der sich bereits über 100 zum Teil große Unternehmen in den USA angeschlossen haben.

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  • 29.06.2020
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    05:42
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    Mit Literatur Gefahren erspüren: „How dare you“ am Weltethos-Institut Tübingen

    „Es gibt eine Fülle von Gegenwartsliteratur, die uns trainieren kann, präzise die Realität wahrzunehmen, die eigenen Beobachtungen zuzulassen und zu reagieren“, so der so der Literaturwissenschaftler Jürgen Wertheimer in SWR2 anlässlich der Online-Diskussion „How dare you“ am Tübinger Weltethos-Institut, die sich mit sinnvollen Formen gesellschaftlicher Prognostik beschäftigen soll. Insbesondere die Literatur könne dabei eine größere Rolle spielen, so Wertheimer über die Diskussion zum Zitat von Umweltaktivistin Greta Thunberg, an der auch Carla Reemtsma von der Bewegung „Fridays for Future“ und der Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker vom Club of Rome teilnehmen.<br/>Literatur könne Gefahrenmomente des Zusammenlebens teilweise bereits Jahrzehnte zuvor erspüren und kenntlich machen, wie die großen dystopischen Romane von Orson Welles oder Aldous Huxley zeigten. Aber auch Gegenwartsromane wie „Herkunft“ von Sasa Stanisic, „Unterwerfung“ von Michel Houellebecq oder „2084“ von Bouelem Sansal seien geeignet, um Erinnerungstechniken, präzise Beobachtungen und Reaktion für die Bewältigung von Krisen zu trainieren.

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  • 27.06.2020
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    09:31
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    Bündnis „Unser Fußball“ fordert Wertewandel und Reformen gegen drohenden Bedeutungsverlust

    Die Corona-Krise zeigt: Der Fußball ist dabei, seine Bedeutung zu verlieren. „Da kommt weniger Geld rein, der Fußball kann nicht so viel verdienen. Außerdem, angesichts der Schwierigkeiten, die sich in der ökonomischen Lage der Bundesrepublik abzeichnen, verliert der Fußball seine Bedeutung, ein krönendes Wochenenderlebnis zu sein", sagt Gunter Gebauer, Fußball-Experte und Philosoph an der FU Berlin im SWR2 Journal am Morgen.

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  • 26.06.2020
    5 MB
    05:41
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Tatort Text — Kriminologe Leo Martin über Tätersuche per Sprach-Profiling

    „Unser Tatort ist der Text“, sagt der Kriminologe Leo Martin über die Methode, durch Sprachanalyse Kriminalfälle zu lösen. Der Sprach-Profiler, der zusammen mit seinem Kollegen Patrick Rottler soeben das Buch „Die geheimen Muster der Sprache“ verfasst hat, sagt im Gespräch mit SWR2: „Wir analysieren jeden Text auf verschiedenen Ebenen.“

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  • 26.06.2020
    4 MB
    05:28
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    Russischer Regisseur Serebrennikow verurteilt: Moskauer Schlag gegen die Kultur-Moderne

    „Free Kirill“ stand auf den T-Shirts der Demonstrierenden – aber alle Proteste haben nichts bewirkt: Der Regisseur Kirill Serebrennikow ist vom Moskauer Bezirksgericht schuldig gesprochen worden wegen angeblicher Veruntreuung von Fördergeldern. Das Verfahren gilt als Schauprozess gegen die liberale Kunstszene.

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  • 25.06.2020
    5 MB
    06:25
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    Das spannende Feld der Provenienzforschung: Ausstellung „Objekte und Sammler“ im Lindenmuseum Stuttgart

    Die Ausstellung „Objekte und Sammler“ im LindenLAB2 des Stuttgarter Lindenmuseums widmet sich der Sammlung Karl Holz und ihrer Herkunft: Um einige Werke aus der Sammlung des Kaufmanns ranken sich noch einige Rätsel, so der Provenienzforscher und Kurator der Schau, Markus Himmelsbach, im SWR2 Journal am Mittag.

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  • 24.06.2020
    3 MB
    04:20
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    „Wundern in 30 Episoden“ — Feministischer Comic „Busengewunder“ als Sammelband

    „Zeichnungen sind empathisch“ sagt Lisa Frühbeis, Autorin der Comic-Reihe „Busengewunder“ bei SWR2. Darum zeichnet sie die Alltagsprobleme von Frauen, anstatt sie zu erzählen, zuerst in einer Kolumne im Tagesspiegel, jetzt in einem Sammelband. Die feministische Botschaft der gesammelten Episoden sagt sie, ist es, wenn man „der Gesellschaft gegenüber besser kontern kann, am besten mit Humor“.

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  • 24.06.2020
    8 MB
    09:33
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    „Die große Frage nach dem Warum“ — Jürgen Falters neues Buch über „Hitlers Parteigenossen“

    „Ich bin nicht der erste, aber der erste, der so umfassend draufgeschaut hat“, sagt der Politikwissenschaftler Jürgen W. Falter bei SWR2 über sein neues Buch „Hitlers Parteigenossen — Die Mitglieder der NSDAP 1919-1945“. Entstanden ist das Buch, das diese Woche im Campus Verlag erscheint, in den vergangenen sieben Jahren im Rahmen einer Senior-Professur an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz.

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  • 23.06.2020
    5 MB
    06:26
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    Gewalt von Stuttgart und Hygiene-Demos: „Unpolitische“ Proteste sehr wohl politisch

    Gewalttätige Ausschreitungen wie in Stuttgart wurden von Politik und Experten relativ einhellig als „unpolitisch“ eingeordnet, richteten sich aber gleichwohl gegen die Polizei und damit auch das Gewaltmonopol des Staates. Der Publizist Albrecht von Lucke von den Blättern für deutsche und internationale Politik sieht darin einen Widerspruch. Auf der einen Seite sei ein massiver Angriff gegen den Staat im Gange, so von Lucke in SWR2, der sich so auch schon bei den sogenannten Hygiene-Demos von Gegnern der Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise gezeigt habe. Zugleich aber zeige sich eine Schwierigkeit darin, die Art dieses Widerstands nach klassischen Mustern politisch zu verorten. „Deswegen kommt man zu der Aussage, es sei unpolitisch“, erläutert von Lucke mit Blick auf die Motivation der Proteste. „Im Kern ist es jedoch zutiefst politisch, weil es ein Stück weit das Verhältnis zwischen Staat und Bürger in Frage stellt.“ Es frage sich, warum gerade Menschen mit einer „ideologisch nicht klaren Position“ zu solchem Widerstand gegen Staat und Polizei bereit seien.

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  • 23.06.2020
    7 MB
    07:58
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    Schriftstellerin Lena Gorelik: „Demokratie braucht Erinnerung“

    „Man kann Erinnern nicht lernen, aber man kann sich das eigene Erinnern bewusst machen“, sagt Lena Gorelik in SWR2. Die Autorin betreut im Rahmen einer Ausstellung am NS-Dokumentationszentrum in München eine Schreibwerkstatt, in der die Teilnehmenden sich mit der Vergangenheit auseinandersetzen.

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  • 22.06.2020
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    Ein Buch macht noch keinen Sommer: In Rheinland-Pfalz startet der Lesesommer

    „Es gibt Kinder, die 80 Bücher im Sommer lesen“ — das sei dann schon eine ganze Menge, sagt die Leiterin der Stadtbibliothek in Ludwigshafen, Tanja Weißmann, bei SWR2. Am 22. Juni ist offizieller Auftakt des Lesesommers Rheinland-Pfalz, an dem sich rund 160 Bibliotheken im Land beteiligen. Die Preise, die es zu gewinnen gibt, seien ein Anreiz, mitzumachen, so Bibliotheksleiterin Weißmann, aber auch die Tatsache, dass man die Geschichten hinterher jemandem in der Bibliothek erzählen könne.

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  • 20.06.2020
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    07:44
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    Weltflüchtlingstag: Corona verschärft Probleme und unterbindet Migration

    „Wir wissen, dass Migration und Flucht nur möglich sind, wenn Menschen über die nötigen finanziellen Ressourcen verfügen", sagt Migrationsforscher Jochen Oltmer von der Universität Osnabrück in SWR2. Corona zerstöre Ressourcen und vermindere die Möglichkeit wirtschaftlicher Aktivitäten.

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  • 19.06.2020
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    05:43
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    #Digitaltag: Schüler*innen sollten analog und digital lernen

    Im digitalen Lernen gehe es um das gute alte „Sowohl als auch“, sagt Jacob Chammon. Schulen sollten künftig auch digitale Lernformen einsetzen. Das bedeute aber nicht, dass analoges Lernen deshalb überflüssig werde. Chammon ist im Vorstand des Forums Bildung Digitalisierung und setzt sich seit Jahren für die Digitalisierung der deutschen Schulen ein.

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  • 19.06.2020
    4 MB
    05:38
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    Wie Ärchäologie digital wird: Das Mainzer Forschungscluster MAINZED

    Als „tolles Gefühl“ beschreibt Hubert Mara, der neue Geschäftsführer des Mainzer Zentrums für Digitalität in den Geistes- und Kulturwissenschaften (MAINZED) seinen Arbeitsplatz, den er seit Anfang Juni innehat. Der gebürtige Österreicher hat mit seinem Forschungs-Cluster die Aufgabe, die archäologische Forschung durch Digitalisierung voran zu bringen. <br/><br/>„Archäologie und Digitalisierung passen wunderbar zusammen“, sagt Mara im Gespräch mit SWR2. Durch 3-D-Erfassung und ähnliches würden Zeichen, wie zum Beispiel 5000 Jahre alte Keilschriften, die durch Verwitterung unsichtbar geworden sind, wieder erkennbar. <br/><br/>MAINZED empfindet Mara als Belebung für seinen Fachbereich: „Es ist dort einfacher, weil alle Leute gewillt sind, in die Digitalität einzusteigen und dazu beizutragen.“ Die Bündelung verschiedener Disziplinen der Archäologie sei „wie eine große Werkzeugkiste“, die man benutzen könne.<br/><br/>Dr. Hubert Mara hat an der TU Wien Informatik studiert, war an der Universität Heidelberg tätig und ist seit Anfang Juni Geschäftsführer von MAINZED

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  • 12.06.2020
    5 MB
    06:14
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    Literatur mit Reibung, die niemanden verletzt: Das digitale Literaturfest „Prosanova“ in Hildesheim

    Das Literaturfest Prosanova in Hildesheim will keine „geschmeidigen“ Bücher diskutieren, die nur einen „Diskursbeitrag“ zur unmittelbaren Gegenwart darstellen. Bei der Auswahl hätten die künstlerischen Leiter*innen Wert darauf gelegt, „dass sensibel auf andere Personengruppen Rücksicht genommen wird,“ nicht einfach Literatur zu machen, „die sprachliche Kunststücke vollbringt, aber möglicherweise andere Menschen diskriminiert und verletzt“, so die Autorin Mirjam Wittig in SWR2. Literatur müsse in der Lage sein, die Welt als eine gemeinsame zu beschreiben.

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  • 09.06.2020
    5 MB
    06:03
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    Dokumentarfilm „World Taxi“: Was Taxifahren in Berlin von Bangkok unterscheidet

    In Berlin und Bangkok sei Taxifahren Luxus, während in Dakhar oder in Prishtina im Kosovo vor allem Menschen Taxi fahren, die sich kein eigenes Auto leisten können, erzählt der Dokumentarfilmer Philipp Majer in SWR2.

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  • 06.06.2020
    4 MB
    04:59
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    MeToo-Skandal in der niederländischen Literaturszene – wie ein Redakteur seine Macht missbraucht

    In den Niederlanden soll der Volkskrant-Redakteur Arjan Peters offensiv den Kontakt zu jungen Autorinnen gesucht haben — gerne kurz bevor er ihre Bücher rezensierte.

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  • 06.06.2020
    7 MB
    08:55
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    Erbe deutscher Kolonialvergangenheit: Tahir Della über Rassismus in Deutschland

    „Kolonialvergangenheit, koloniale Verbrechen, koloniale Geschichte ist natürlich nicht denkbar ohne Rassismus,“ sagt Tahir Della, Sprecher der „Initiative Schwarze Menschen in Deutschland“ im SWR2 Journal am Morgen.

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  • 03.06.2020
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    04:38
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    Necati Öziri ist künftiger Hausautor am Nationaltheater Mannheim

    Unsere postmigrantische Gesellschaft solle auf der Mannheimer Bühne abgebildet werden, fordert der künftige Hausautor am Nationaltheater Mannheim, Necati Öziri. Sein Auftragswerk für Mannheim „Gott Vater Einzeltäter — Operation Kleist“ setzt sich mit dem Männerbild bei Kleist auseinander.

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  • 03.06.2020
    5 MB
    06:15
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Studie aus Trier: Verschwörungstheorien festigen Ablehnung von Corona-Bekämpfung

    Die Ablehnung von Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronakrise sei in Deutschland oft verknüpft mit dem Glauben an Verschwörungstheorien, so der Trierer Wirtschaftswissenschaftler Marc Oliver Rieger in SWR2.

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  • 23.05.2020
    6 MB
    07:01
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Ausgangssperre zum Ende des Ramadan: Die autoritäre Politik des türkischen Präsidenten Erdogan

    Bisher sei die Krisenpolitik des türkischen Präsidenten Recep Tayip Erdogan in der Pandemie eher auf Zustimmung getroffen, so der Politikwissenschaftler und Türkeiexperte Koray Saglam von der Universität Tübingen in SWR2. Bis zu 60 Prozent der Menschen in der Türkei hätten bislang Erdogans Krisenmanagement befürwortet. Mit seinem härteren Durchgreifen, einer viertägigen Ausgangssperre zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan, wolle Erdogan versuchen, diese guten Zustimmungswerte zu erhalten. Allerdings müsse „die Zustimmung vor dem Hintergrund einer extrem restriktiven und autoritären Kommunikationspolitik“ gesehen werden, so Saglam weiter. Kritische Postings in sozialen Netzwerken hätten bislang zu 500 Verfahren geführt, auch zu Festnahmen. <br/>Regieren sei für Erdogan derzeit eine Gratwanderung. Er müsse einerseits die Infektionszahlen in den Griff bekommen, andererseits die angeschlagene Wirtschaft vor der Talfahrt retten. Für das Ende des Ramadan hatte Erdogan eine landesweite Ausgangssperre verordnet als weitere Vorsichtsmaßnahme in der Corona-Krise.

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  • 22.05.2020
    4 MB
    04:56
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Volksfeste gibt es nicht online: Über die prekäre Lage der Schausteller

    Ein Volksfest könne man nun einmal nicht online herunterladen, sagt Marco Sottile in SWR2 über die prekäre Lage der Schausteller in Deutschland. 30 Prozent von ihnen droht der Bankrott. Dabei gehe es nicht nur um Wirtschaftlichkeit, sondern auch um die Kultur des Ereignisses, so der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Mainz der Schausteller und Marktbeschicker.

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  • 20.05.2020
    5 MB
    06:26
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Barbara Rohm über das Filmgeschäft: Auch hier sind Frauen die Verlierer der Corona-Krise

    Jährlich gingen maximal 10 Prozent der bundesweiten Filmfördergelder an Projekte von Frauen - und das obwohl die Hälfte der Absolventen von Filmhochschulen weiblich sei, kritisiert Barbara Rohm, Vorsitzende von „Pro Quote Film“. Die Vereinigung will nicht tatenlos zusehen und hat deshalb einen Aufruf lanciert, der die Aufforderung enthält, endlich zukunftsgerichtet zu handeln. Sie fordern unter anderem Quoten für Filmförderung und bei der Vergabe von Aufträgen. Die Corona-Krise habe die Situation von Kulturschaffenden verschärft, so Barbara Rohm, betont aber, dass besonders Frauen um Sichtbarkeit in der Filmbranche kämpfen müssten, jetzt umso mehr, wenn zahlreiche Veranstaltungen wie Festivals ausfallen würden.

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  • 19.05.2020
    4 MB
    05:23
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Film ohne Öffentlichkeit: Die Kurzfilmtage Oberhausen als Online-Festival

    „Es gibt ziemlich viele auch internationale Filme, die man sich hier anschauen kann. Und das ist eine gewaltige Leistung, dass das den Oberhausenern geglückt ist,“ meint SWR2 Filmkritiker Rüdiger Suchsland. Aber das schönste Festival im Netz sei natürlich nicht das gleiche wie eben ein Filmfestival mit Publikum vor Ort. Deswegen gebe es auch, wie sonst in den Jahren, zwischen den Filmen eine Gesprächsreihe, dezidiert nicht nur mit Filmleuten, sondern auch mit Intellektuellen und Wissenschaftlern. Das übergeordnete Thema dieser Gespräche sei, was wir derzeit in der Corona-Situation erleben würden: die Verlegung der Öffentlichkeit ins Netz. In dieser Hinsicht sei die Kultur am härtesten getroffen. Kultur war das erste, was zugemacht wurde am Anfang der Ausnahmen und das letzte, was wieder öffnen werde. Das Wesentlich an Kultur sei aber die Begegnung mit dem Unerwarteten, die sei derzeit verschwunden. „Und das trifft das Kino“, sagt Suchsland.<br/><br/>Die Kurzfilmtage Oberhausen finden wie alle anderen Filmfestivals derzeit, nur als Online-Festival statt.

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  • 18.05.2020
    3 MB
    04:19
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Singen im Chor ab Juni? Freiburger Institut für Musikermedizin empfiehlt zwei Meter Abstand

    Bei einer Wiederaufnahme von Chorproben nach Aufhebung des Verbots ab Anfang Juni sei ein Abstand von zwei Metern beim Chorsingen empfehlenswert, so Bernhard Richter vom Freiburger Institut für Musikermedizin in SWR2 zur Auswertung neuerer Studien zur Verbreitung des Coronavirus. Das Institut empfehle außerdem Singen in möglichst hohen und großen Räumen wie beispielsweise Kirchen. Auch eine möglichst gute Durchlüftung senke das Risiko beträchtlich. Am besten sei natürlich Singen im Freien, weil die freigesetzten Aerosole dort nahezu immer sofort unschädlich gemacht würden. Vollständig ausschließen lasse sich ein Risiko aber auch nicht unter Beachtung aller Vorsichtsmaßregeln.<br/>Prof. Bernhard Richter ist einer der Leiter des Instituts für Musikermedizin an der Universitätsklinik Freiburg, HNO-Arzt und selbst Sänger. <br/>Chorsingen gilt als riskant wegen der möglichen Verbreitung des Coronavirus durch Aerosole. Viele ältere Sängerinnen und Sänger gelten außerdem als besonders gefährdet. Bis Anfang Juni gilt noch ein Verbot für Chorproben.

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  • 15.05.2020
    5 MB
    05:51
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Pop und Populismus: Verschwörungstheorien in der Musikszene

    Esoterische Theorien oder antisemitische Verschwörungsvorwürfe hätten eine lange Tradition im Rap und im Hip-Hop, sagt der Musikjournalist Jens Balzer in SWR2. Dass Musiker wie Xavier Naidoo, Kollegah oder Sido nun auch in diesen Zeiten in ihren Songs Verschwörungstheorien verbreiteten, sei einerseits ein inszeniertes Zeichen ihrer Krassheit, aber auch ein typischer Fall von „Maskulinismus“ dieser Szene.

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  • 11.05.2020
    4 MB
    04:37
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    „Das Schlimmste ist das Warten“: Festspielhaus Baden-Baden droht Millionenverlust

    Wegen ausfallender Konzerte und Veranstaltungen rechnet das Festspielhaus Baden-Baden für dieses Jahr mit einem Verlust zwischen vier und acht Millionen Euro, so Intendant Benedikt Stampa in SWR2. Man stehe bereits in Verhandlungen mit dem Land Baden-Württemberg über einen „verlorenen Zuschuss“. Oster-, Pfingst- oder Sommerfestspiele seien großangelegte Veranstaltungen, die sich nicht eben einmal so umplanen ließen. Benedikt Stampa: „Wir sind ein Festspielhaus, das auf Veranstaltungen dieser Größe einfach angewiesen ist.“<br/>Zugleich verfüge das Festspielhaus nicht über ein eigenes Ensemble, um gegebenenfalls andere Veranstaltungen durchzuführen. Wie andere Festspiele auch werde man bis zum Ende des Sommers letztlich geschlossen bleiben und für den Start im Herbst nach neuen Lösungen suchen. Bis dahin sei man zum Warten verdammt, „und Warten in der Kultur ist wirklich das Schlimmste, was man sich vorstellen kann“, so Stampa über die Situtation. <br/>Anders als Kultureinrichtungen in staatlicher Trägerschaft oder selbständige Künstlerinnen und Künstler fällt das Festspielhaus Baden-Baden durch das Raster der derzeit verfügbaren staatlichen Unterstützungsmaßnahmen in Baden-Württemberg.

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  • 11.05.2020
    7 MB
    08:49
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Deutsches Historisches Museum zeigt Hannah Arendt in Kontroversen des 20. Jahrhunderts

    Hannah Arendt imponiere noch heute durch „das Wagnis der Öffentlichkeit, das sie eingegangen ist“, so Kuratorin Monika Boll anlässlich der Eröffnung der großen Ausstellung über die Philosophin im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Hannah Arendt stehe für das Bekenntnis, sich als Person im Licht der Öffentlichkeit zu exponieren und für die eigenen Überzeugungen einzutreten. Monika Boll: „Man spürt bei ihr immer: hier spricht jemand, der Urteile auf eigene Rechnung macht“. Die Ausstellung „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ will die Philosophin in den großen Streitfragen ihrer Zeit präsentieren. Darunter fielen zahlreiche wichtige Auseinandersetzungen, so Boll. Neben Arendts bekannter Stellungnahme im Prozess gegen Adolf Eichmann auch ihre umstrittene Stellungnahme im Streit von Little Rock in den USA Ende der 50er Jahre, als es darum gegangen sei, dass auch farbige Kinder am Schulunterricht teilnehmen sollten und Hannah Arendt trotz erheblichen Protests das Recht verteidigt hatte, gesellschaftliche Gruppen bei der Schulwahl faktisch zu diskriminieren. Hier sei Arendt das unterlaufen, was sie sonst an anderen Wissenschaftlern oft kritisiert habe, so Boll. Sie sei zum Opfer ihrer eigenen wissenschaftlichen Theorie geworden.

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  • 08.05.2020
    6 MB
    07:20
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Das Nachleben der NS-Bilder. Historiker Gerhard Paul über Propaganda im Dritten Reich

    Zur kollektiven Beschäftigung mit dem Ende des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren gehören auch die Bilder des Kriegsendes. Bei der Betrachtung von Fotografien oder Filmmaterial aus dieser Zeit säßen wir häufig einer Propaganda-Inszenierung auf, meint Gerhard Paul, Flensburger Historiker. Bilder in der Wochenschau von Flüchtlings-Trecks oder die Reichsparteitagsfilme von Leni Riefenstahl würden eine Ordnung suggerieren, die es so nicht gegeben habe, so Paul. Mit der Inszenierung, Wirkung und Funktion von Fotografien aus der Zeit des NS-Regimes hat er sich in seinem Buch „Bilder einer Diktatur“ beschäftigt. Das Dritte Reich habe von sich selber sehr bewusst Bilder auch für die Nachwelt inszeniert und gleichzeitig würden Regisseure und Betrachter von historischen Dokumentationen dieser Propaganda aufsitzen, erklärt Paul im Gespräch mit SWR2.

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  • 08.05.2020
    6 MB
    07:21
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Umgang mit dem Kriegsende 1945: 8. Mai — Feiertag als Alibi?

    Der Heidelberger Historiker Edgar Wolfrum hat davor gewarnt, einen möglichen Feiertag zum 8. Mai als Alibi zu nutzen. Im SWR2 Journal am Mittag sagte Wolfrum: „Ein Problem sind diese Feiertage schon. Und wenn sie nur als Ausrede genutzt werden, um sich nicht umfassender mit dem Thema der Vergangenheitsaufarbeitung zu befassen, dann können sie sehr schnell zum Alibi werden.“

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  • 04.05.2020
    8 MB
    09:18
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Neues Buch über Marcel Reich-Ranicki: Der Literaturpapst als Außenseiter

    Der ehemalige SWR2 Feuilleton-Redakteur Paul Assall hat ein neues Buch über den Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki vorgelegt. Es trägt ein Titel „Ich schreibe unentwegt ein Leben lang – Marcel Reich-Ranicki im Gespräch“. Das Gespräch wurde 1986 geführt. Das Buch erscheint am 4. Mai bei Piper.

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  • 30.04.2020
    5 MB
    06:32
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Neue Webserie „Zeit füreinander“: Dating in Zeiten von Social Distancing

    Um Kontakte zu vermeiden weichen derzeit viele Singles beim Daten auf Videotelefonie aus. Theaterregisseurin Anne Lenk hat diese Vorlage genutzt, ihre Lieblingsschauspieler vor Webcams versammelt und eine neue Webserie geschaffen.„Zeit füreinander“ fragt, wieviel physische Körperlichkeit die Liebe braucht.

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  • 30.04.2020
    4 MB
    05:25
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Frauenquote beim Berliner Theatertreffen: Befreit von der „Mauerblümchenexistenz“

    „Kunstwerke von Frauen werden immer noch strenger bewertet als Kunstwerke von Männern und es kann sein, dass durch die Quote da etwas der Druck genommen wurde“, sagt die Theaterkritikerin Shirin Sojitrawalla über die Regisseurinnen-Quote von 50 Prozent beim Berliner Theatertreffen.

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  • 29.04.2020
    5 MB
    06:36
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Cannstatter Volksfest 2020 abgesagt: „Uns entgeht ein Stück Kultur“

    Feste bieten einen Ausweg aus dem Alltag und wirken entlastend auf die Gesellschaft, sagt der Brauchtumsforscher Werner Mezger. Durch die Absage des Cannstatter Wasen, des zweitgrößten Volksfestes in Deutschland, entgehe uns Einiges, auch ein Stück Kultur, so Mezger.

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  • 29.04.2020
    6 MB
    07:38
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Kritik und Wohlwollen: DW-Chefredakteurin Ines Pohl über die Medien in der Coronakrise

    „Ich glaube, es ist in Ordnung, dass die Medien wohlwollend auf die Aktivitäten unserer Bundesregierung geguckt haben“, sagt Ines Pohl, Chefredakteurin der Deutschen Welle im Gespräch mit SWR2. „Wir kritisieren ja auch scharf, wenn es notwendig ist“. Gerade im weltweiten Vergleich sei die Situation des deutschen Mediensystems noch vergleichsweise stabil, so die Nachrichtenchefin des deutschen Auslandsrundfunks.

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  • 28.04.2020
    4 MB
    04:47
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    ZDF-Serie „Deutscher“: Was, wenn Rechtspopulisten die absolute Mehrheit hätten?

    Auch die gegenwärtige Krise beweist, dass die Stimmung in einem Land sehr schnell kippen kann, sagt der Drehbuchautor Stefan Rogall zu der neuen Serie „Deutscher“ in SWR2. Zu sehen ist sie bei ZDF Neo oder in der ZDF Mediathek. Die Serie stellt die Frage: Was wäre, wenn eine rechtspopulistische Partei die absolute Mehrheit erreichen würde? Im Mittelpunkt stehen zwei benachbarte Familien, die ganz unterschiedlich auf den Machtwechsel im Land reagieren.

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  • 28.04.2020
    5 MB
    05:57
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Kritik an Corona-Online-Kunst: „Bitte verheizt Euch nicht im Netz“

    Das Qualitätsbewusstsein geht verloren, wenn Künstler in der Coronakrise zu sehr auf Internetpräsenz setzen, meint der Frankfurter Kulturmanager Dieter Buroch. Kunst darf sich nicht kostenlos im Netz präsentieren und Online-Spenden seien nicht gut für das Selbstbewusstsein.

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  • 27.04.2020
    4 MB
    05:11
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Hingebungsvoll für Suhrkamp: Zum Tod von Cheflektor Raimund Fellinger

    Er sei ein Mitarbeiter gewesen, der sich ganz dem Verlag hingegeben habe, sagt Hans-Ulrich Treichel, Schrifsteller und Germanist. Raimund Fellinger war sein Lektor. Beide haben seit den 80er Jahren zusammengearbeitet. Sein Tod sei ein historischer Einschnitt für Suhrkamp. Er sei der Mitarbeiter gewesen, der am meisten den Verlag repräsentierte, so Treichel. Seit 2006 war Fellinger Cheflektor des Suhrkamp Verlages, seit 2010 ebenfalls des Insel Verlages. Am Samstag ist er im Alter von 68 Jahren in Frankfurt am Main verstorben, wie der Verlag in Berlin mitteilte.

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  • 27.04.2020
    7 MB
    08:11
    1566919060208swr2 kulturgespraech podcast 106 v 1x1 2d XL 1f32c27c4978132dd0854e53b5ed30e10facc189

    Resilienzforschung: So wird die Corona-Krise nicht zur psychischen Belastung

    Grübelschleifen, Angstzustände, Depressionen: Für viele Menschen wird die Corona-Krise zur psychischen Belastung. In SWR2 sagt Resilienzforscher Raffael Kalisch, welche Persönlichkeiten gefährdet sind und wie man sich schützen kann.

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