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SWR2 Dokublog

Der SWR2 Dokublog ist eine interaktive Website für Radio-Feature-Autoren und O-Ton-Sammler. Jeder ist ein Reporter und kann sich beteiligen, eigene Geschichten beisteuern und andere weiterschreiben. Außerdem ist es eine Plattform für Diskussionen rund ums Radio. Ausgesuchte Dokublog-Beiträge werden in der Sendung MEHRSPUR.RADIO REFLEKTIERT einmal im Monat gesendet: Sonntags von 19.30 - 20.00 Uhr in SWR2.

Alle Folgen

  • 19.06.2020
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    SWR2 Dokublog: Stanley Vitte über das erste Audiocamp

    O-Ton: Die Landesanstalt für Medien in Nordrhein-Westfalen veranstaltet das erste Audiocamp in Deutschland, ein Barcamp für die Audiobranche. Es wird viel um Podcasts gehen, um Geschäftsmodelle und es soll über die Zukunft des Audiomarkts diskutiert werden. Stanley Vitte ist für das Audiocamp zuständig und erklärt Konzept und Themen.

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  • 17.06.2020
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    SWR2 Dokublog: Mehrspur 97

    Feature: Die Beiträge auf dokublog.de erzählen von zurückgekehrtem Alltag in der Krise, von verlassenen Erdbeerfeldern und von Helden, die gestärkt zurückkommen. Außerdem in der Sendung: ein Gespräch mit Stanley Vitte über das erste Audiocamp in Deutschland; wir stellen den Corona-Podcast zweier Kölner Seniorenheime vor und fragen Henrike Bohl nach den Planungen für den Leipziger Hörspielsommer. Das jüngste Gerücht kommt diesmal von Steffen Grimberg.

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  • 10.06.2020
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    SWR2 Dokublog: Radio als Gemeinschaftserlebnis - Essay von Anke Mai

    O-Ton: In unserer Reihe "Radio in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts" diesmal ein Beitrag von Anke Mai, neue Programmdirektorin des SWR für Kultur, Wissen und Junge Formate. Sie beschäftigt sich darin mit dem Radio in Zeiten der Corona-Krise. Denn neben Podcasts werden auch kuratierte Sendungen wieder entdeckt. Das Radio bietet Vielfalt und Verlässlichkeit - und das sei eine große Chance.

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  • 03.06.2020
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    SWR2 Dokublog: Nele Heise über das Phänomen Corona-Podcasts

    O-Ton: Corona-Podcasts könnte man fast als neues Genre bezeichnen. Das „Corona-Virus-Update“ des NDR mit dem Berliner Virologen Christian Drosten hat fast schon Kultstatus und ist für den Grimme-Preis nominiert, der MDR spricht mit dessen Kollegen Alexander Kekulé in „Kekulés Corona Kompass“, Auch Print-Medien haben Audios ins Angebot aufgenommen, selbst der Zollern-Alb-Kurier hat einen Corona-Podcast. Und natürlich die Bundesregierung: „Corona aktuell“. Podcasts ohne Ende. Was bringen sie, wie wirkt sich das Phänomen auf die Podcast-Szene aus? Wir haben darüber mit Podcast-Forscherin Nele Heise gesprochen.

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  • 27.05.2020
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    SWR2 Dokublog: Mehrspur 96

    Feature: Die Dokublogger berichten vom Leben im Ausnahmezustand, das umso beschwerlicher wird, je länger die Krise dauert. Sie erzählen aber auch von Amseln, die ebenfalls ein Virus quält und Ausnahmesituationen verschiedenster Art. Wir sprechen mit Nele Heise über das Phänomen der Corona-Podcasts, Anke Mai denkt über das Radio im 21. Jahrhundert nach und Jochen Meißner erklärt, wie das 11. Berliner Hörspielfestival online funktioniert. Dazu stellt Tom Schimmeck das jüngste Gerücht vor.

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  • 13.05.2020
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    SWR2 Dokublog: Der Deutsche Podcastpreis

    O-Ton: Der Deutsche Podcastpreis wurde wegen der Corona-Pandemie nur online vergeben. Auf deutscher-podcastpreis.de. wurden die Gewinner verkündet. Im Vorfeld gab es Kritik an der Organisation. Jeder konnte einen Podcast einreichen und war damit nominiert. Alles war wenig durchschaubar. Nele Heise, beschäftigt sich seit Jahren auch wissenschaftlich mit dem Podcast-Thema, sie war in der Jury und wir haben mit ihr über den Preis und die Kritik daran gesprochen.

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  • 12.05.2020
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    SWR2 Dokublog: 11. Berliner Hörspielfestival

    O-Ton: Jochen Meißner, Juryvorsitzender beim 11. Berliner Hörspielfestival der freien Szene, zur Geschichte und der aktuellen online-Ausgabe des Festivals.

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  • 16.04.2020
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    SWR2 Dokublog: Corona und Medien - Gespräch B. Pörksen

    O-Ton: Wolfram Wessels Herr Pörksen, außer der Corona-Krise scheint es kein anderes Thema mehr zu geben. Keinen Klimawandel, keine Migrationskrise in Griechenland, kein Syrienkrieg. Wie verändert sich die Berichterstattung in Zeiten der Pandemie?   Bernhard Pörksen Nun, alle setzen auf dieses eine Thema, es ist so eine Art Weltbeben unter vernetzten Bedingungen, das sich momentan ereignet. Ich würde sagen, wir sind in eine Atmosphäre eingetreten, die man eine Atmosphäre der totalen Gleichzeitigkeit nennen könnte. Eine totale Dominanz des einen Themas, sie haben's erwähnt, aber eben auch eine totale Gleichzeitigkeit des Verschiedenen. Alles ist jetzt sichtbar: seriöse Informationen, irrwitzige Verschwörungstheorien, TikTok Spaßvideos die tägliche Dosis Drosten-Informationen, Menschen, die ihre Angst wegtanzen. Berührende Explosionen künstlerischer Kreativität im Netz, Gratis-Konzerte, alles gleichzeitig. Und wir sind, so könnte man sagen, mit einer Überdosis Weltgeschehen konfrontiert.   WW Wenn ich Nachrichten im Hörfunk und Fernsehen betrachte, überrascht mich doch  die Einmütigkeit, was die Zustimmung zu den Maßnahmen der Regierung betrifft, die doch erhebliche Einschränkungen von Freiheits- und Grundrechten bedeutet. Kritische Stimmen sind eher selten oder werden  ziemlich rasch als Verschwörungstheorien abgetan. Ist es da kein Wunder, dass solche Verschwörungstheorien rasch Verbreitung finden?   BP Ich glaube auch, sie finden immer dann Verbreitung, wenn es eine Art Erklärungs-Vakuum bei gleichzeitiger Verunsicherung gibt. Wir sind mit sehr viel seriöser Information konfrontiert, sehr viel ernsthaftem Bemühen. Aber die gesellschaftspolitische Diskussion findet gegenwärtig nicht im Übermaß statt. Was bedeuten diese Maßnahmen? Was heißt das, wenn ein solcher Ausnahmezustand womöglich noch einmal um einige Wochen verlängert wird? Wie gehen wir damit um? Die Negativ-Deutung wäre: das ist ein Versagen des Journalismus. Die Positiv- Deutung ist: wir haben alle noch keine Sprache, und da schließe ich mich ausdrücklich ein, wir haben alle noch keine Sprache, um die Dilemmata, die jetzt vor uns stehen, wirklich zu diskutieren, auf eine seriöse Weise zu diskutieren, nicht zugespitzt und plakativ. Es ist ja ein Dilemma: man möchte die Alten und Schwachen und die Gefährdeten schützen. Es gibt auf der anderen Seite auch ökonomische Imperative: was heißt das, wenn nach Monaten der Quarantäne womöglich die Weltwirtschaft in Trümmern liegt? Und Sie haben die rechtliche Dimension des Ausgleichs zwischen Freiheit und Sicherheit erwähnt. Also es ist eine Situation, die vermutlich viele in eine Art diskursive Überforderung hineingestürzt hat. Und ich selbst, wenn ich ehrlich bin, habe im Angesicht dieser Dilemmata noch absolut keine Lösung. Denn diese Strategie, jetzt auf Zeit zu spielen, kann sicher nicht ins Unendliche hinein verlängert werden. Und trotzdem scheint sie mir, wenn ich den Virologen zuhöre, im Moment absolut geboten   WW Es scheint mir auch ein Problem des Journalismus, der Journalisten zu sein. Denn sie suggerieren sehr leicht, besonders wenn sie seriös arbeiten, dass sie im Besitzt der Wahrheit seien. Und das Publikum erwartet natürlich auch, dass das stimmt, was sie sagen. Was aber, wie in der momentanen Situation, wenn es keine sicheren Wahrheiten gibt?   BP Dann sieht man eine zentrale Lernaufgabe moderner Gesellschaften. Sie müssen, und natürlich auch der Journalismus insgesamt, sie müssen kommunikative Register für den Umgang mit Ungewissheit entwickeln. Und das erleben wir ja immer wieder. Ein Attentat, ein Amoklauf, eine schreckliche Naturkatastrophe. Und man geht sofort auf Sendung und fängt an, zu spekulieren und zu theoretisieren. Und dem einen ist ganz klar, wer es war, und dem nächsten ist genau dies wiederum besonders verdächtig. Und durch die Geschwindigkeit der Kommunikationsmöglichkeit bei gleichzeitigem Sofortsendezwang, und vor dem Hintergrund des gesteigerten Informationsbedürfnisses des Publikums entsteht so eine Art Informationsvakuum, das dann mit allerlei Spekulationen, mit allerlei Nonsens gefüllt wird. Und im Moment erlebe ich eher so, dass da alle betroffen sind, es so einen Moment des Innehaltens und Abwartens gibt, der aber auch dann den Hunger weckt nach Leitlinien, nach Sinnstiftung. Für mich war es sehr überraschend zu sehen, dass so ein Trendforscher vor einigen Tagen eine abschließende Diagnose formuliert hat: also was war die Corona-Krise im Rückblick, und was hat sie alles Positives bewirkt, wenn Sie so wollen. Ein kompletter Quatsch-Text, vollkommener Nonsens. Niemand kann im Moment sagen, was sein wird, was in den nächsten Tagen und Wochen sein wird und schon gar nicht im Rückblick behaupten, das war die Corona-Krise. Interessant ist für mich, dass dieses Märchen für Erwachsene - und Trendforscher sind ja so eine Art Märchenerzähler für Erwachsene - dass dieses Märchen für Erwachsene sofort viral gegangen ist. Woran liegt das? Ein ungeheures Bedürfnis nach Sinnstiftung, auch nach einer Art narrativem Antidepressivum WW Aber inzwischen ist es ja so, dass die Nachrichtenflut einigen schon zu viel wird, die dauernden Eilmeldung die fetten Schlagzeilen, die sich immer mehr häufen. Viele haben da das Bedürfnis, abzuschalten. Wie könnten denn die Medien darauf reagieren? Oder ist das nur eine Sache des Publikums zu sagen: ich selektiere? BP Nein, das ist auch eine Aufgabe der Medien. Ich beobachte, dass eine ganze Reihe von Journalistinnen und Journalisten, die früher auch ganz unbedingt einem Kult des Negativismus gehuldigt haben, jetzt in Richtung des Konstruktiven umschalten, Beratungsangebote machen, die es so früher noch nicht gab gegenüber den eigenen Hörerinnen und Hörern, Zuschauern, Leserinnen und Lesern. Ich beobachte auch, und halte es für nötig, dass man jetzt gewissermaßen auch als Medium, die kleine Flucht erlaubt und das Bedürfnis nach Eskapismus, das natürlich legitim ist, in dieser anstrengenden Zeit, mitbedient. Also, es kommt auf Seiten der Medienmacher und aufseiten des Publikums darauf an, jetzt so eine abgrenzungsfähige Dosierung im Umgang mit dem Weltgeschehen zu lernen. Es hat keinen Sinn, sich permanent zerstören zu lassen und am Tropf der Liveticker zu hängen und am Ende des Tages panisch sich zurückzulehnen und zu versuchen, zur Ruhe zu kommen. Meistens dann ohne Erfolg. Und es wäre absolut unsinnig - das wäre ja das andere Extrem - jetzt einem Kult der Gleichgültigkeit, der phlegmatischen Ignoranz zu huldigen. Also irgendwo zwischen diesen beiden Extremwerten: totale Verstörung durch das Weltgeschehen und Gleichgültigkeit und Offlinesein, gilt es jetzt einen Ausgleich neu auszutarieren. Und da müssen Medien Angebote machen, auch zum Beispiel dadurch, dass man darüber reflektiert, was ist eigentlich die richtige Strategie? Wie sollte man Informationen konsumieren? Und darf ich da einen Vorschlag machen?   WW Ja, gerne.   BP Mir persönlich hilft es – ich halte das für eine nützliche Metapher - mir Informations-Konsum als eine Art Nahrungsaufnahme vorzustellen. Wer stopft sich schon den ganzen Tag mit Junk-News voll? Woher kommt die Information, aus welcher Quelle? Wieviel Zeit lässt man sich zur Verarbeitung? In welchen Ritualen findet diese Form von Informations-Aufnahme überhaupt statt? Und was kann man mit all dem anfangen? Das sind so Fragen, die sich ergeben, wenn man Informations-Konsum als Nahrungsaufnahme begreift oder verbildlicht   WW Wird unser Umgang mit den Medien nach der Corona-Krise ein anderer sein, sprich wie stark verändert sich unser Medienverhalten?   BP Ich muss sagen, dass ich die Antwort tatsächlich nicht weiß. Ich halte es für möglich, dass der Journalismus insgesamt seine Routinen überdenkt - das wäre die gute Nachricht - sich die Frage vorlegt: Was ist wirklich wichtig? Also weg von der Hektik der Liveticker hin zu einer langen Linie. Das wäre schön, denn wir müssen ja auch mit Blick auf andere Krisen, von denen wir wissen, dass sie kommen, und die nicht ganz so anschaulich und anfassbar sind, sondern abstrakter, wie etwa die Klima-Katastrophe, wir müssen da eine andere Form der Auseinandersetzung lernen und dürfen uns nicht treiben lassen von der Plötzlichkeit des Geschehens bei gleichzeitiger Vernachlässigung anderer im Hintergrund lauernder Bedrohungen   WW Es sind ja nicht nur die Medien, die in diesen Zeiten sich verändern und Veränderungen erzwingen. In der Kommunikation insgesamt, durch die Kontaktsperre, ändert sich ja auch sehr viel. Sie sind im Homeoffice, ich arbeite meistens auch im Homeoffice. Es gibt weniger persönliche Gespräche, wir müssen Distanz halten. Es gibt stattdessen Videokonferenzen, Telefonate, elektronische Kommunikation. Wird das langfristig oder mittelfristig, vielleicht auch die Kommunikation in der Gesellschaft, der Menschen untereinander, nachhaltig verändern?   BP Ich könnte mir vorstellen, dass es zumindest die Arbeitsformen sehr klar transformiert, dass man einfach erlebt - und dass natürlich auch die Chefs und Chefinnen einzelner Unternehmen und Organisationen erleben - Homeoffice geht, es ist möglich. Wir müssen uns nicht immer face to face gegenübersehen. Im Moment sehe ich das so, dass wir erfahren, dass digitale Tools digitale Werkzeuge ein Segen sind. Stellen sich die aktuelle Krise und die aktuellen Kontaktverbote mal vor ohne die Möglichkeit, gewissermaßen elektronische Fern-Nähe oder digitale Intimität herzustellen. Das wäre ganz schwierig, ganz undenkbar. Und im Moment (vielleicht letzter Aspekt dieser Diagnose) erleben wir auch, wie sich auf der Ebene des Privaten die Krisen verstärken, die Missverständnisse, die Gereiztheit. Zunehmend einfach, weil diese erzwungene Nähe jetzt in der eigenen, womöglich nicht sehr großen Wohnung, einen Konflikt-Katalysator ersten Ranges darstellt. Was wird am Ende des Tages dabei herauskommen? Idealerweise natürlich eine abgekühlte ruhigere Form des Miteinander-Redens, eine neue Kunst des Miteinander Redens? Aus meiner Sicht verdichten sich in der aktuellen Krise, und das wäre meine pauschale Diagnose, die Lernaufgaben moderner Gesellschaften insgesamt, also die Art und Weise des Miteinander Redens wieder neu zu kultivieren; die übertriebene Überhitzung des Kommunikationsklima zurückzufahren; ein Denken in der langen Linie zu praktizieren; sich die Frage vorzulegen, was ist wirklich wichtig, was es wirklich bedeutsam. Also tatsächliche Relevanz von einer bloß zeitlich getriebenen Aktualität unterscheiden zu lernen, das sind aus meiner Sicht große Fragen, die sich jetzt mit neuer Dramatik und Brisanz stellen.   WW Noch eine kurze Frage mit einem Rückblick: Warum reagieren die Medien und die Politik heute so heftig auf diese Pandemie? Vor zwei Jahren gab es eine Grippewelle mit über 25.000 Toten in Deutschland. Davon sind wir Gott sei Dank noch weit entfernt. Damals haben die Medien ziemlich still gehalten. Warum ist das dieses Mal anders?   BP Ich glaube, das ist ein Krisentypus, der eine ungeheure Mobilisierungskraft entfaltet. Zum einen gibt es die Immunität gegenüber diesem Virus in weiten Teilen der Bevölkerung überhaupt nicht. Also man weiß nicht genau, was kommt, was passieren kann. Zum anderen: dieses Virus ist neu, es ist unbekannt. Es erreicht uns in Hochgeschwindigkeit. Es ist in gewissem Sinne demokratisch und nicht hierarchisch, heißt: jeder ist gefährdet vom Präsidenten einer Weltmacht bis hin zur Putzfrau von nebenan. Und es gibt sehr klare, aufrüttelnde Opferbilder. Auch das unterscheidet die momentane Krise von anderen Krisen oder auch anderen Geschehnissen, die bedeutsam sind, aber sehr viel weniger Aufmerksamkeit bekommen   WW Die Grippewelle vor zwei Jahren war ähnlich, das war auch ein Virus. Man kannte ihn, und er hat, wie gesagt, 25.000 Tote gefordert.   BP Es ist doch der Einbruch des großen Unbekannten, so würde ich sagen, einer großen Unbekannten, unsichtbaren Gefahr, die uns im Moment umtreibt. Und wir haben natürlich die Schockvideos aus Wuhan, wir haben eine eigene Ikonografie des Schreckens. Wir haben die dramatischen Bilder aus einem Krankenhaus in Norditalien, und wir wissen natürlich, dass weite Teile der Bevölkerung weit davon entfernt sind, immun zu sein. Also hier versuchen Politiker und Gesellschaftsmitglieder, aus meiner Sicht, ein systemisches Denken zu praktizieren und dann hochzurechnen, was passiert da potenziell? Und im Moment ängstigen wir uns vor dem Konkreten, aber eben auch vor der, wenn Sie so wollen, exponentiell hochgerechneten Möglichkeit einer Katastrophe.   WW Vielen Dank, Bernhard Pörksen!    

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  • 08.04.2020
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    SWR2 Dokublog: Das jüngste Gerücht - 9

    O-Ton: Wenn gesichertes Wissen rar ist, brodelt die Gerüchte-Küche. Das ist auch während der Corona-Krise so. Die Weltgesundheitsorganisation spricht bereits von einer "Infodemie", d.h. dass wir nicht nur das Virus bekämpfen müssen. Wir kämpfen auch gegen die Fehlinformierung der Öffentlichkeit. Samira El Ouassil gibt in ihrem Kommentar einen erhellenden Überblick über fake news und Verschwörungstheorien.

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  • 01.04.2020
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    SWR2 Dokublog: Mehrspur 95

    Feature: Die Zeitumstellung zeigt nicht nur den beginnenden Sommer an. Die Zeit scheint sich gerade in einem viel weiterem Sinne umzustellen. Davon erzählen die Beiträge, die Autoren auf dokublog.de geladen haben. Wir sprechen mit Nele Heise über den Deutschen Podcastpreis, dessen Sieger gerade bekanntgegeben wurden und mit dem Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen über die Rolle und Veränderungen in Medien und Kommunikation in Zeiten der Corona-Krise. Und Samira El Ouassil begibt sich für uns auf die Suche nach dem jüngsten Gerücht.

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  • 06.12.2019
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    SWR2 Dokublog: Der Zauberer von Ost

    O-Ton: Henning Nass war Dramaturg an der Berliner Volksbühne und hat jetzt ein Hörspiel über Frank Castorf, den langjährigen Intendanten, geschrieben. Es ist ein persönlicher Schlussstrich, eine Hommage, eine Komödie. Im Gespräch erzählt er, wie er auf den Titel kam, was Castorf mit dem Zauberer zu tun hat und welche Reaktionen es auf sein Projekt gibt.

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  • 04.12.2019
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    SWR2 Dokublog: Mehrspur 93

    Feature: Zum Jahresausklang eine mehr oder weniger fröhliche Mehrspur-Sendung. Randvoll mit Themen: Es geht um Karlruher Postulate, die mehr Gleichberechtigung in den Medien fordern. Ulrich Bassenge erklärt, warum das Hörspiel auf den Hund gekommen ist. Wir sprechen mit Katrin Zipse über die neue SWR2-Tandem Serie "Karma Küche Bad", stellen ein Hörspiel über Frank Castorff vor. Und im jüngsten Gerücht geht es um Klimaleugner und die Meinungsfreiheit.

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  • 27.11.2019
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    SWR2 Dokublog: Putzi, der Mauerspringer

    Feature: Anfang und Ende der Berliner Mauer nebst einem ungewöhnlichen Mauerdurchbruch anno 1987 von West nach Ost

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  • 20.11.2019
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    SWR2 Dokublog: "Wie mich Radio auf:hören lehrte" - Johannes S. Sistermanns

    O-Ton: In Politik und Gesellschaft scheint das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Kultur zu schwinden. In der neuen EU-Kommission von Ursula von der Leyen gibt es zum Beispiel keinen Kommissar für Kultur mehr. In Mehrspur. Radio reflektiert wollen wir auf die Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für das kulturelle Leben aufmerksam machen. Und fragen in loser Folge Kulturschaffende, welche Rolle Radio für sie spielt. Den Anfang macht der international bekannte Komponist und Klangkünstler Johannes S. Sistermanns.

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  • 13.11.2019
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    SWR2 Dokublog: Prix Italia 2019

    O-Ton: Den Prix Italia gibt es seit 1948. Seitdem treffen sich jedes Jahr Radio- und Fernsehschaffende aus der ganzen Welt in einer italienischen Stadt. In diesem Jahr war es in Rom. Die Preise werden von Jurys hinter verschlossenen Türen vergeben. Diemut Roether, Redakteurin bei epd-Medien, war in Rom und erzählt, wie sie den Prix Italia erlebt hat.

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  • 06.11.2019
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    SWR2 Dokublog: Prix Europa 2019

    O-Ton: Beim Prix Europa wurden dieses Jahr über 650 Beiträge eingereicht- über 200 kamen in die Wettbewerbe. Im Gespräch sprechen Manfred Hess, Chefdramaturg des SWR, Walter Filz, Leiter SWR-Hörspiel und Feature, und Wolfram Wessels, SWR Featureredakteur, über Preisträger, Geschichten und Auswahlkriterien.

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  • 30.10.2019
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    SWR2 Dokublog: Mehrspur 92

    Feature: Mauern werden errichtet - und eingerissen. Die dokublogger haben Töne und Features dazu auf dokublog.de geladen. Wir blicken zurück auf die Wettbewerbe Prix Europa und Prix Italia, sprechen über die Gewinnerbeiträge, fragen nach Themen und Erzählformen. Andreas Graefe, Professor an der Makromedia-Hochschule in München, berichtet über die Entwicklungen im Roboterjournalismus. Und wir fragen nach der Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks für Kultur und Kulturschaffende. Der Komponist und Klangkünstler Johannes S. Sistermanns erzählt, was Radio für ihn bedeutet.

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  • 23.10.2019
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    SWR2 Dokublog: Roboterjournalismus

    O-Ton: Roboterjournalismus gehört in vielen Redaktionen bereits zum Alltag. Immer wenn Daten verkündet werden, wie Sportergebnisse, Aktienkurse oder Wettervorhersagen sucht ein Algorithmus die Daten zusammen und pakt sie in verständliche Sätze. Andreas Graefe, Professor an der Makromedia-Hochschule in München, erforscht Roboterjournalismus. Im Gespräch erzählt er, wo Roboterjournalismus eingesetzt wird, was das für Leser und Nutzer bedeutet und wo die Grenzen sind.

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  • 16.10.2019
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    SWR2 Dokublog: Das jüngste Gerücht - 6

    O-Ton: Alle schwärmen von den Segnungen des digitalen Zeitalters, von Künstlicher Intelligenz, Robotern, Sprachsystemen wie Alexa & Co. Wie intelligent aber sind die Systeme? Ist die Künstliche Intelligenz vor allem ein Hype? Ein Gerücht? Damit beschäftigt sich Steffen Grimberg diesmal in "Das jüngste Gerücht".

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  • 09.10.2019
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    SWR2 Dokublog: Lang lebe das Radio!

    O-Ton: Podcast und Streaming-Anbieter wie Spotify oder Audible gewinnen immer mehr Hörer. Das klassische Radioprogramm werden sie aber so schnell nicht ersetzen, sie ergänzen es bestenfalls. Denn das analoge Radio ist das ressourcenärmste, demokratischste und effizienteste elektronische Massenmedium, das wir haben - sagt die Literatur- und Medienwissenschaftlerin Ania Maruschat in ihrem Essay zum Rundfunk in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts. Das Radio mag noch so oft totgesagt werden: Lang lebe das Radio!

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