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Survivors – die Überlebenden

In der Dokumentation "Survivors" erzählen Terroropfer von ihrem Kampf zurück ins Leben. In monatelanger Recherche hat ein stern-Team Kontakt mit Überlebenden von Terroranschlägen aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen und Spanien aufgenommen. Wir wollten wissen: Wie geht es ihnen heute? Wie sieht ihr Alltag nach dem Terror aus? Was treibt sie an? Was macht sie wütend? Was können wir von ihnen lernen? In diesem stern-Podcast erzählen acht Gesprächspartner von ihrem Leben nach dem Überleben.

Credits: Redaktion: Steffen Gassel, Isa von Heyl, Kirsten Frintrop und Jens Mayer Produktion: Wei Quan

Alle Folgen

  • 30.08.2019
    28 MB
    33:02
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    Raquel Gómez

    Madrid, am 11. März 2004. Eine Nachbarin hatte ihr an diesem Morgen angeboten, sie in ihrem Auto mitzunehmen. Doch Raquel Gomez lehnte ab und fuhr mit dem Zug in die Stadt. Unterwegs stieg ihre Freundin Bea zu. Kurz nachdem sich die Türen des Waggons am Bahnhof Atocha wieder geschlossen hatte, explodierte die Bombe. Sie riss Raquels linkes Bein ab, Splitter drangen in ihren Bauch. Bea, die neben ihr gestanden hatte, war sofort tot. Im Podcast erzählt die heute 46-Jährige, wie die Geburt ihres Sohnes vor fast acht Jahren zum entscheidenden Wendepunkt auf ihrem Weg zurück ins Leben wurde. Und sie erklärt, was sie sich für die Angehörigen von Terrorüberlebenden wünscht.

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  • 16.08.2019
    36 MB
    43:00
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    Tarjei Jensen Bech

    Utøya, eine kleine Insel nordwestlich von Oslo, am 22. Juli 2011. Aus ganz Norwegen sind Mitglieder der Jugendorganisation der norwegischen Arbeiterpartei zum alljährlichen Sommercamp angereist. Auch Tarjei Jensen Bech ist mit einer Gruppe junger Politaktivisten hier. Als plötzlich ein blonder Mann in Polizeiuniform – Anders Behring Breivik – mit einem Gewehr Jugendliche erschießt, rennt Bech los, um andere Camp-Teilnehmer zu warnen. Im Podcast erzählt der heute 27-Jährige, wie er half, andere zu retten und dabei selbst nur knapp dem Tod entrann. Heute ist er politisch aktiv – und muss sich wieder mit Rechtsextremen auseinandersetzen.

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  • 02.08.2019
    25 MB
    30:09
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    Dan Biddle

    Am Morgen des 7. Juli 2005 ist Dan Biddle auf dem Weg von Romford, an der Peripherie Londons, nach Wembley im Norden der Hauptstadt zu einer Großbaustelle. Er verpasst eine Station, weil er auf dem Handy einem Kollegen textet – und muss eine andere Strecke nehmen. Nur deshalb steht Dan Biddle, damals 26 Jahre alt, in diesem U-Bahn-Wagen – direkt neben dem Attentäter, der Sekunden später eine Rucksackbombe zündet. Biddle ist das schwerstverletzte Opfer dieses bis heute verheerendsten Anschlags der britischen Geschichte. Er verliert beide Beine, sein Herz steht dreimal still. Er verbringt 51 Wochen im Krankenhaus. Im Podcast erzählt Dan Biddle aber nicht nur von den physischen Verletzungen, sondern vor allem auch von posttraumatischen Belastungsstörungen, die ihn viele Jahre lange quälten. Und davon wie er mithilfe seiner Frau Gem den Weg zurück ins Leben fand.

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  • 18.07.2019
    38 MB
    45:13
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    Chloé De Bacco und Mehdi Zaidi

    Sie werden am gleichen Abend an unterschiedlichen Orten von Kugeln der Attentäter getroffen und überleben nur knapp. Monate später lernen sie einander in einer Reha-Klinik kennen – und werden ein Paar. Chloé und Mehdi: eine Liebe, die den Terror überwindet.

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  • 04.07.2019
    21 MB
    26:03
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    Franck Terrier

    Nizza, am 14. Juli 2016. Das Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag ist gerade vorüber, Zehntausende Menschen genießen den Sommerabend auf der palmenbestandenen Promenade des Anglais, Nizzas Flaniermeile am Mittelmeer. Gegen 22.45 Uhr durchbricht ein Attentäter mit einem 19-Tonner die Absperrungen und beginnt, durch die Menge der Feiernden zu fahren. 86 Menschen sterben an diesem Abend, 450 werden verletzt. Bevor Polizisten den Angreifer erschießen, stellt sich ihm ein 49-jähriger Familienvater in den Weg: Franck Terrier verfolgt den Lastwagen auf seinem Motorroller, klammert sich ans Führerhaus und schlägt auf den Attentäter ein. Durch Zufall wird er bei seiner mutigen Tat gefilmt. Seitdem kennt ganz Frankreich Franck Terrier als "l'homme au scooter – den Mann auf dem Roller". Er ist der Held von Nizza. Dies Erlebnisse dieser Nacht lassen ihn bis heute nicht los.

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  • 20.06.2019
    37 MB
    44:19
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    Christian B.

    Berlin, am letzten Montag vor Weihnachten 2016. Christian B. (Name von der Redaktion geändert) hat kurz vor Ladenschluss noch ein Weihnachtsgeschenk für seine Frau abgeholt. Um schneller nach Hause zu kommen, nimmt er anschließend eine Abkürzung und läuft quer über den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz. In diesem Moment steuert der Attentäter einen 40-Tonner mitten in die Menge der Buden. Christian B. wird von dem Sattelschlepper erfasst, überrollt und schwer verletzt. Dass er nicht sofort tot ist, grenzt an ein Wunder. Im Podcast erzählt der 59-jährige Familienvater, der erst nach einem halben Jahr wieder aus dem Koma erwachte, von seinen Nahtod-Erfahrungen in den Monaten nach dem Attentat. "Der Tod war eine Versuchung, der ich widerstanden habe", sagt er. Für sein Schicksal macht er deutsche Sicherheitsbehörden verantwortlich. Er ist überzeugt: Wenn die einigermaßen ordentlich gearbeitet hätten, hätte das Attentat vom Breitscheidplatz verhindert werden können.

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  • 06.06.2019
    31 MB
    36:43
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    Martina Model

    Im Januar 2016 befinden sich Martina Model und ihr Mann auf einer Orientreise. Am ersten Morgen steht die Besichtigung der berühmten Blauen Moschee in der Istanbuler Altstadt an. Doch um kurz nach 10 Uhr sprengt sich ein Selbstmordattentäter inmitten der deutschen Reisegruppe in die Luft. Zwölf Menschen sterben, 16 werden verletzt. Ein Bombensplitter durchschlägt Martina Models Unterschenkel, ihr Mann verliert einen Teil seines Gehörs. Im Podcast erzählt die 67-jährige mehrfache Großmutter, wie ihr die fehlende Erinnerung an den Anschlag bis heute zu schaffen macht. Die Angst vor neuen Anschlägen begleitet sie seither, ob auf einer Fahrt mit der Straßenbahn oder abends beim Einschlafen. Halt geben ihr besonders die Enkelkinder. Für sie möchte sie da sein. Sie geben ihr Kraft, den Kampf gegen die Angst nicht aufzugeben.

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  • 22.05.2019
    35 MB
    41:37
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    Adrian Esper

    Adrian Esper ist drei Jahre alt, als er einen Selbstmordanschlag knapp überlebt. Im Urlaub auf der tunesischen Insel Djerba besichtigt er mit seinen Eltern eine Synagoge. Da sprengt ein Attentäter einen Lastwagen mit flüssigem Propan vor dem Gotteshaus in die Luft. 40 Prozent von Adrians Haut sind schwer verbrannt. Im Podcast erzählt der heute 20-jährige Student, wie er es schafft, selbstbewusst durchs Leben zu gehen – trotz seiner weiter sichtbaren Narben und der Blicke, die er des-wegen alltäglich auf sich zieht. Im Supermarkt, an der Uni oder wenn er ein Restaurant betritt. Mit dem, was vor über 17 Jahren auf Djerba passiert ist, hat er sich arran-giert. "Es ist, wie es ist", sagt Adrian Esper. "Und es ist gut so."

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