Hr2 dokumentation 1400

hr2 Dokumentation und Reportage

Aufwändig produzierte Feature, investigative Recherchen und einfühlsame Porträts

Alle Folgen

  • 05.07.2020
    0 MB
    50:06
    Hr2 dokumentation 1400

    Gespenster jagt man bei Tag - Sherlock Holmes und sein mystischer Erfinder

    Der englische Schriftsteller Arthur Conan Doyle starb vor 90 Jahren, am 7. Juli 1930. Noch bekannter als er selbst wurde seine literarische Figur Sherlock Holmes. Im Sherlock Holmes Museum in der Londoner Baker Street treffen jede Woche Briefe aus der ganzen Welt ein. Sie sind adressiert an den großen Meisterdetektiv. Hier ist seine berühmte Wohnung detailverliebt rekonstruiert worden - alles sieht so aus, als hätten Holmes und Watson die Räume gerade erst verlassen, um einen Fall zu lösen. Eine Pilgerstätte für Fans. Ebenso wie die Reichenbachfälle im Schweizer Meiringen. An der Stelle, wo der Autor Arthur Conan Doyle seine Figur Holmes in der Geschichte "Das letzte Problem" in den Abgrund stürzen ließ, hängt heute ein Gedenkkranz mit Trauerbekundungen. Bis heute glauben viele Leute, dass der geniale Ermittler wirklich mal existierte. Kein anderer fiktiver Charakter der Literaturgeschichte hat es geschafft, so weit in die reale Welt vorzudringen. Für den Literaturnobelpreisträger T.S. Eliot ist "das größte Sherlock-Holmes-Rätsel wahrscheinlich, dass wir beim Reden über ihn unweigerlich der Phantasie erliegen, er habe existiert." Ein detektivisches Feature auf den Spuren eines lebendig gewordenen literarischen Mythos und seines sonderbaren Erfinders.

    ...mehr
  • 19.06.2020
    0 MB
    54:27
    Hr2 dokumentation 1400

    Fliegen, flog, geflogen - Vom dramatischen Sterben der Insekten

    Zitronenfalter, Tagpfauenauge oder Kleiner Fuchs kamen früher in Hessen häufig vor. Inzwischen sind auch diese Schmetterlingsarten selten geworden. 27 der ursprünglich etwa 130 Schmetterlingsarten sind hierzulande bereits ausgestorben, die Hälfte der aktuellen Arten ist gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Auch bei Käfern und Wildbienenarten sieht es nicht besser aus - über die Hälfte ihrer Arten stehen in Hessen auf der Roten Liste. Der aktuelle Artenrückgang ist der größte seit dem Aussterben der Dinosaurier - weltweit sprechen Wissenschaftler*innen vom "Sechsten Großen Massensterben". Er ist menschengemacht, und er findet auch hier vor unserer Haustüre statt. Autor Niklas Vogel geht den Ursachen des Insektensterbens nach und fragt danach, wie wir den Trend vielleicht noch umkehren können.

    ...mehr
  • 14.06.2020
    0 MB
    49:48
    Hr2 dokumentation 1400

    Kind im Knast - Wie die Eltern von Inhaftierten mitbestraft werden

    In Nürnberg gibt es deutschlandweit die einzige Gesprächsgruppe für Eltern von Inhaftierten. Hier werden Geschichten erzählt, die im "normalen Leben" nie öffentlich werden, weil das Thema "Haft" mit so großer Scham besetzt ist. Dabei haben fast alle der ungefähr 63.000 Häftlinge im Land lebende Eltern. Die Taten und die Inhaftierung des Kindes stürzen Familien ins Chaos. Eine Lobby haben sie nicht. Wir erzählen ihre Geschichten in diesem Feature.

    ...mehr
  • 24.04.2020
    0 MB
    24:49
    Hr2 dokumentation 1400

    Es kann doch nicht wahr sein, du lebst - Hans Sarkowicz im Gespräch mit Ralph Giordano über das Kriegsende 1945

    In eindrücklicher Weise schildert Ralph Giordano die letzten Monate unter den Nationalsozialisten, die er mit seiner Familie nur mit viel Glück in einem Versteck überlebte. Er berichtet außerdem vom Tag der Befreiung und davon, welche Auswirkungen diese Erlebnisse auf sein Leben und seine Gedanken hatte.

    ...mehr
  • 24.04.2020
    0 MB
    52:59
    Hr2 dokumentation 1400

    Neues Kursbuch für die Bahn - Eine Feature über Mobilität und milliardenschwere Investitionen

    Die Klimakrise zwingt die Bundesregierung zur Verkehrswende. Bis 2030 will sie die Fahrgastzahl der Deutschen Bahn verdoppeln und wieder deutlich mehr Güter über die Schiene transportieren. Dafür investieren Bund und Bahn rund 156 Milliarden Euro, inklusive der 20 Milliarden aus dem Klimapaket - für mehr Züge, Instandhaltung und eine erhöhte Pünktlichkeit. Momentan hat die Bahn noch massive Probleme: Neben einem hohen Investitionsstau lag die Pünktlichkeit der Fernzüge 2019 im Schnitt nur bei knapp 76 %. Nun soll alles durch Programme wie „Digitale Schiene Deutschland“ und "Deutschland-Takt" besser werden. Die Kosten allein dafür werden mit 30-35 Milliarden Euro veranschlagt. Doch die größten Probleme hat sich die Bahn in den vergangenen Jahren selbst geschaffen: Seit der Umwandlung von Bundesbahn und Reichsbahn in eine Aktiengesellschaft im Jahr 1994, hat die DB mehr als 5.400 Kilometer des Streckennetzes stillgelegt und viele Fachkräfte entlassen oder nicht ersetzt. Heute versucht sie, tote Gleisabschnitte wiederzubeleben und sucht händeringend neue Mitarbeiter. Eine große Herausforderung ist zudem der kriselnde Güterverkehr. Jetzt ist noch die Corona-Krise dazugekommen, die die Fahrgastzahlen einbrechen lässt. Ob die Deutsche Bahn ihre Ziele erreichen kann, untersucht dieses Feature.

    ...mehr
  • 13.04.2020
    0 MB
    53:15
    Hr2 dokumentation 1400

    Fernweh - Geschichte einer menschlichen Sehnsucht

    Das Reisen ist uns zur Zeit der Corona-Pandemie unmöglich. Doch der Drang, die Welt zu erkunden, ist ein tiefes menschliches Bedürfnis über alle Zeiten und Kulturepochen hinweg. Das "Fernweh" aber ist eine romantische Kategorie, und in der Tat ist es noch nicht lange her, dass die Menschen begonnen haben, aus reinem Vergnügen zu reisen - eine "Bedürfnisindustrie" dafür zu schaffen, wie es Hans Magnus Enzensberger ausdrückte, der eine Theorie des Tourismus entwarf. Den ersten Massentourismus gab es Mitte des 19. Jahrhunderts in unseren Breitengraden am Rhein, und es waren die Engländer, die die "Rheinromantik" erfanden. In der Sendung begeben wir uns selbst auf die Reise: von den Karawanenzügen der alten Zeit über die Pilgerreisen des Mittelalters und die wagemutigen Seefahrten im Zeitalter der Entdeckungen bis zum "Teutonengrill" an europäischen Mittelmeerstränden, von Odysseus bis Neckermann, von Captain Cook über Robinson Crusoe bis hin zum modernen Tourismus samt seiner Ambivalenzen, Kollateralschäden und vermeintlichen Alternativangebote. Das sentimentalische Fernweh indes, Ausdruck eines romantisch gebrochenen Lebensgefühls, ist eine unerfüllbare Sehnsucht geblieben.

    ...mehr
  • 29.03.2020
    0 MB
    53:02
    Hr2 dokumentation 1400

    Zurück vom Dschihad - Ein Feature über Wiedereingliederung von IS-Heimkehrern

    Die Terrormiliz IS gilt militärisch als so gut wie besiegt. Mehrere Jahre machte sie das Kriegsgebiet im Irak und in Syrien zu einem Anziehungspunkt für viele junge Frauen und Männer aus Europa. Allein aus Deutschland zählt das Bundeskriminalamt insgesamt mehr als 1.000 Ausreisen zum IS und anderen islamistischen Terrorgruppen. Ein Drittel ist laut BKA wieder zurück. Sicherheitsbehörden warnen: Von Teilen der Dschihad-Rückkehrer gehe eine langfristige, kaum kalkulierbare Gefahr aus. „Ein besonderes Sicherheitsrisiko stellen Personen dar, die während ihres Aufenthaltes militärisch im Umgang mit Waffen und Sprengstoff geschult wurden oder Kampferfahrung gesammelt haben“, schreibt BKA-Präsident Holger Münch in einem Sammelband zum Thema Radikalisierung. Die Behörden stehen vor nie dagewesenen Fragen: Wer ist noch gefährlich? Wie reintegriert man Dschihadisten aus Kriegsgebieten? Wer distanziert sich glaubhaft von religiösem Fanatismus? Und wie schwierig ist es für geläuterte Rückkehrer in Deutschland wieder Fuß zu fassen? Im ARD radiofeature stehen zwei Rückkehrer im Mittelpunkt: Ein Anfang 30-jähriger Mann aus Bayern war bei der Al-Kaida-nahen Gruppe Junud al-Sham und sitzt seit 2014 im Gefängnis - unter anderem wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Eine 50-jährige Frau, die bei der Terrormiliz IS war, befindet sich seit ihrer Rückkehr auf freiem Fuß. Der Autor Joseph Röhmel spricht außerdem mit Mitarbeitern in Behörden und Beratungsstellen sowie Bewährungshelfern über den Umgang mit Dschihad-Rückkehrern.

    ...mehr
  • 15.03.2020
    0 MB
    53:23
    Hr2 dokumentation 1400

    Der Duft der weiten Welt - Gewürzhandel gestern und heute

    In der Antike waren sie wertvoller als Gold. Abenteurer wie Marco Polo und Christoph Kolumbus suchten nach ihnen auf Entdeckungsreisen. Handelsrouten wurden für sie errichtet, Kriege um sie geführt. Gewürze haben sich bis heute den Duft unbekannter Welten bewahrt. Hamburg ist die Gewürzmetropole Deutschlands. 80.000 Tonnen werden hier jährlich umgeschlagen. Die Hafenstadt hat das einzige Gewürzmuseum der Welt. Die Autoren haben sich auf Spurensuche begeben. Sie trafen Händler und Verkäufer, besuchten Manufakturen und Geschäfte, spürten in Büchern und Kochtöpfen den Geheimnissen exotischer Zutaten nach.

    ...mehr
  • 23.02.2020
    0 MB
    52:41
    Hr2 dokumentation 1400

    Aufrüstung im Nationalpark - Die Militarisierung des Naturschutzes in Afrika

    Die internationale Gemeinschaft hat den "Krieg gegen die Wilderei" ausgerufen. In Afrikas Naturschutzpolitik vollzieht sich seither ein Paradigmenwechsel: Nationalparks werden zu Festungen ausgebaut, die von hochgerüsteten Parkwächtern mit modernsten Technologien verteidigt werden. In deren Umgebung häufen sich Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Profiteure sind auch Rüstungskonzerne in Europa. Sie haben in den afrikanischen Naturreservaten einen neuen Absatzmarkt entdeckt. Die Recherche wurde unterstützt durch ein Stipendium von Netzwerk Recherche und von der gemeinnützigen Olin GmbH.

    ...mehr
  • 26.01.2020
    0 MB
    52:56
    Hr2 dokumentation 1400

    Tom Schimmeck: Der Wahrheit verpflichtet

    Viele Journalisten und ihre Medien sind mit wachsenden Zweifeln und offenem Hass konfrontiert. Schon erklären Autokraten klassische Medien und ihre Macher zu „Feinden des Volkes“. Mancherorts müssen Journalisten um ihr Leben fürchten, werden verhaftet oder ermordet - auch in Europa. Einen „weltweiten Angriff auf Journalisten und den Journalismus“ diagnostiziert Arthur Gregg Sulzberger, Herausgeber der New York Times, „auf das Recht der Öffentlichkeit auf Information, auf demokratische Grundwerte, auf das Konzept der Wahrheit an sich“. Wie kam es dazu? Was haben etablierte Medien selbst zu diesem Vertrauensverlust beigetragen? Zerstören Konkurrenzdruck und Sparzwang die Qualität ihrer Berichterstattung? Macht sie selbstverliebtes Storytelling, das auch vor Fälschungen nicht zurückschreckt, unglaubwürdig? Was ist wahr, was fake? Mit welchen Methoden werden Fakten überhaupt überprüft? In vielen Ländern verliert das Publikum zunehmend sein Vertrauen in die klassischen Medien. Längst bieten neue Plattformen, vor allem im Internet, „alternative Fakten“, die perfekt auf Geist und Lebensgefühl ihrer jeweiligen Zielgruppe zugeschnitten sind. Fakten werden dort gezielt durch Emotionen ersetzt, Wahlkämpfe per WhatsApp oder Facebook gesteuert. Das ARD radiofeature beleuchtet die Erosion medialer Wahrheit in Zeiten grassierender Empörung, viral verbreiteter Verschwörungstheorien und massenhafter Fälschung an konkreten Beispielen und lässt Journalisten aus aller Welt zu Wort kommen.

    ...mehr
  • 19.01.2020
    0 MB
    52:06
    Hr2 dokumentation 1400

    Gras als Medizin - von Nicolas Martin

    2020 wird in Deutschland zum ersten Mal medizinisches Gras geerntet - wenn alles gut geht. Denn seit der Legalisierung von Cannabis in der Medizin gibt es immer wieder Pannen. Unter denen leiden vor allem die Patienten - die Konzerne wittern weiter das große Geschäft. Seit März 2017 dürfen Ärzte Cannabis in Deutschland als Arzneimittel verschreiben. Doch bisher läuft hierzulande vieles nicht rund. Eine erste Ausschreibung für den Anbau war fehlerhaft, deshalb muss Cannabis in Deutschland immer noch zu 100 Prozent importiert werden. Politiker agieren als Getriebene von Gerichten, Ärzte sind sich beim Thema nicht einig, es fehlt an Forschung. Leidtragende sind die Patienten. Sie können ihre Sorte Gras in den Apotheken häufig nicht finden und sie bekommen die Kosten für ihre Medizin oft nicht erstattet. Zu den Fehlern gehört auch, dass die Bundesregierung sich bei den Patientenprognosen katastrophal verrechnet hat. Mit 700 neuen Nutzern von medizinischem Cannabis im Jahr hat sie gerechnet. Doch nach Anfragen bei den vier größten Krankenkassen beziehen heute schon zehnmal so viele Menschen Cannabis auf Rezept.

    ...mehr
  • 12.01.2020
    0 MB
    53:10
    Hr2 dokumentation 1400

    "Liverpool und die Beatles - Eine Spurensuche in der einstigen Industriemetropole" von Michael Marek und Sven Weniger

    Im April 1970, vor nun bald 50 Jahren, gaben die Beatles ihre Trennung bekannt. Aus diesem Anlass senden wir ein Feature aus dem Jahr 2017 über die Stadt Liverpool, von wo die Beatles ihren Siegeszug starteten. Paul, John, George und Ringo wurden zu Idolen ihrer Zeit, elektrisierten Menschen in aller Welt und veränderten die Musik- und Jugendkultur. Liverpool im Nordwesten Englands: Knapp 500.000 Einwohner leben in der Metropole am Mersey River. Die Liverpudlians sind berüchtigt für ihren starken Akzent; sie gelten als trinkfest, humorvoll und politisch engagiert. Jahrhundertelang war Liverpool einer der wichtigsten Überseehäfen des Landes. Doch seit den 1950er Jahren ging es mit der Wirtschaft bergab: Die Arbeitslosigkeit stieg in manchen Stadtteilen auf über 90 Prozent, die Dockanlagen zerfielen. Auch heute noch zählt die Stadt zu den zu den zehn ärmsten Städten des Vereinigten Königreichs. Ein wenig Aufmerksamkeit brachte es, als 2004 der historische Teil des Hafens zum Weltkulturerbe erklärt und Liverpool 2008 Europäische Kulturhauptstadt wurde. Inzwischen setzen die Stadtoberen auch auf die Beatlemania: Stadttouren im Taxi, Beatles Museum, Magical Mystery Tour, Beatles Hotel, Clubs und renovierte Elternhäuser.

    ...mehr
  • 06.01.2020
    0 MB
    53:35
    Hr2 dokumentation 1400

    "Der gerade Gang - Die Geschichte Jakob Altmaiers aus Flörsheim" von Bettina Leder

    Als der erste Deutsche Bundestag am 7. September 1949 in Bonn zu seiner konstituierenden Sitzung zusammentrat, befand sich unter den neu gewählten Abgeordneten auch Jakob Altmaier aus dem kleinen Ort Flörsheim am Main.

    Der Sohn eines jüdischen Bäckermeisters wurde noch im Kaiserreich Mitglied der SPD, warnte als Redakteur und Autor der „Frankfurter Volksstimme“, der „Frankfurter Zeitung“, des sozialdemokratischen „Vorwärts“, der „Weltbühne“ und des "Manchester Guardian“ früh vor der aufstrebenden NSDAP, floh 1933 aus Deutschland und kehrte nach dem Krieg auf Bitten Kurt Schumachers zurück: eine Entscheidung, die ihm schwer fiel.

    Das Feature erzählt die Lebensgeschichte des fast vergessenen Abgeordneten, von dem Carlo Schmid gesagt hat, er sei zurück gekommen, „nicht obwohl, sondern weil auf dieses Volk so viel Schmach geha¨uft worden war. Er wollte als ein Deutscher diese Last mittragen und seine Landsleute nicht allein lassen.“

    ...mehr
  • 29.12.2019
    0 MB
    53:29
    Hr2 dokumentation 1400

    Astrid Nettling - "Bereit sein, an den Freuden der Welt teilzunehmen - Was es im Leben mit dem Glück auf sich hat"

    "Alle Menschen wollen glücklich leben", mit diesen Worten beginnt Senecas Traktat über das glückliche Leben. Eine der wenigen Einsichten in die menschliche "Natur", die - so scheint es - fraglos ist. Doch sieht man genauer hin, wirft sie viele Fragen auf. In unseren Tagen mehr denn je. Denn je fieberhafter wir den ständig wachsenden Markt von Glücksangeboten durcheilen, desto stärker erfahren wir, dass dem glücklichen Leben so nicht näher zu kommen ist. Nicht die äußeren Umstände sind für das Glück und die Lebenszufriedenheit ausschlaggebend, entscheidend ist, wie man sich zu sich selbst und zur Welt insgesamt stellt. Wichtig dafür sind Selbstvertrauen, sowie sich und sein Dasein in der Welt freudig akzeptieren und bejahen zu können. "Wer imstande und bereit ist, an den Freuden der Welt teilzunehmen, der ist zu ihnen eingeladen", schreibt der Philosoph Moritz Schlick. Zum Leben aber gehören ebenso Unglück und Unglücklichsein. Auch dazu muss man sich stellen. "Die entscheidende Frage an sich selber ist, kann ich damit einverstanden sein", so der Philosoph Wilhelm Schmid. Dann aber erfährt man, dass "ein Glücklichsein möglich ist, bei dem das Unglücklichsein nicht ausgeschlossen werden muss, sondern mit einbezogen werden kann".

    ...mehr
  • 24.11.2019
    0 MB
    52:53
    Hr2 dokumentation 1400

    Die Libanon Connection - Ein Feature über Geldwäschenetzwerke, Drogenbarone und Terroristen

    Der internationale Kokainhandel boomt und Kriminelle bewegen Milliardengewinne aus Drogengeschäften rund um den Globus, damit südamerikanische Kokainkartelle an das Geld kommen, das sie vor allem in Europa und in den USA verdienen. Doch Geldwäsche ist für kriminelle Banden zunehmend, ein Problem, weil Banktransfers immer stärker überwacht werden. Längst haben sich globale Netzwerke herausgebildet, die sich den Kokainbaronen andienen und dabei helfen, viele Millionen in kürzester Zeit um die ganze Welt zu schleusen - ohne dass Geheimdienste und Sicherheitsbehörden davon etwas mitbekommen. Seit Jahren warnen US-amerikanische Drogenfahnder davor, dass derartige Geldwäschenetzwerke zunehmend vom Libanon aus gesteuert werden. Und zwar im Auftrag und unter Leitung der Hisbollah, so die Vermutung. Die habe im Drogenhandel eine willkommene Einnahmequelle gefunden, um ihre Kämpfe gegen Israel und in Syrien zu finanzieren. Die Akten des von französischen Ermittlern enttarnten „Cedar“-Netzwerks, das in ganz Europa Kokaingeld gewaschen hat, zeigen, dass auch Deutschland im Fokus libanesischer Geldwäschenetzwerke steht. Das Feature ist eine Spurensuche, auf der die Autoren dem „Cedar“-Netzwerk und ähnlichen Geldwäsche-Organisationen nachspüren. Ihre Recherche führt sie nach Frankreich, in die Niederlande, nach Benin, Israel und in den Libanon. Im Gespräch mit Drogenfahndern, Geldwäschern und windigen Autohändlern versuchen sie zu verstehen, wie aus Kokaingeld augenscheinlich sauberes Geld wird. Welche Rolle Deutschland in diesem schmutzigen Geschäft spielt. Und ob die Hisbollah tatsächlich hinter diesen kriminellen Machenschaften steckt und von ihnen profitiert.

    ...mehr
  • 13.10.2019
    0 MB
    53:29
    Hr2 dokumentation 1400

    Leben auf dem Dorf - Probleme und Chancen im ländlichen Raum

    Berkatal ist mit 1500 Einwohnern die zweitkleinste Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen. Fehlende Mobilität, Überalterung, Rückgang der Bevölkerung, aber auch das Schließen kleiner Geschäfte stellen die Gemeinde seit Jahrzehnten vor große Herausforderungen. Feature-Autorin Christiane Hillebrand hat sich im Werra-Meißner-Kreis umgesehen und erkundet, wie die Menschen dort versuchen, die Landflucht aufzuhalten.

    ...mehr
  • 06.10.2019
    0 MB
    53:24
    Hr2 dokumentation 1400

    "Es ist so bequem, unmündig zu sein" – Warum Selbstverantwortung so mühsam ist

    Nichts scheint für den modernen, aufgeklärten Menschen selbstverständlicher und nichts erweist sich in Wahrheit als schwieriger, als Verantwortung für sich selbst und für das eigene Tun zu übernehmen. Wie bedenkenlos - und oftmals, ohne uns dessen überhaupt bewusst zu werden - geben wir die Verantwortung an Dritte ab. An Institutionen, Politik und Staat, an Experten, Meinungsmacher und die neuesten Digitaltechnologien. Schließlich ist es "so bequem, unmündig zu sein". Das Feature möchte in Gesprächen mit Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen dem nachgehen, weshalb Mündigkeit und Selbstverantwortung beim Einzelnen, aber auch im sozialen Miteinander so oft scheitern und wie Schritte dahin dennoch gelingen können.

    ...mehr
  • 22.09.2019
    0 MB
    53:28
    Hr2 dokumentation 1400

    Prieber – Ein deutscher Cherokee

    Christian Gottlob Prieber war ein Jurist und früher Utopist aus Zittau. Er musste seine Heimat 1735 fluchtartig verlassen und wanderte in die englische Kolonie South Carolina in Nordamerika aus. Dort verkaufte er seinen sämtlichen Besitz und ging zu den Cherokee um bei ihnen zu leben. Er heiratete die Tochter des Häuptling Moytoy und wurde dessen erster Berater. Prieber ersann eine Gesellschaftsordnung, sein "Paradies“, für Indianer jedweden Stammes, entflohene Sklaven sowie für geflüchtete und verarmte Europäer. Den Engländern ein Dorn im Auge, gelang es diesen schließlich ihn festzusetzen. In der Haft verstarb er und seine gesammelten Schriften gingen verloren. Für die Cherokee sollten sich viele Warnungen Priebers vor den Weißen auf bittere Weise einlösen. Vom einstmals größten indigenen Stamm überlebten den Trail of tears und das spätere Reservat nur ein Bruchteil. Der Autor reist im September 2018 nach South Carolina, Tennessie und Oklahoma, um die heutigen Cherokee zu treffen und die Geschichte nachzuspüren.

    ...mehr
  • 15.09.2019
    0 MB
    54:24
    Hr2 dokumentation 1400

    Das geheime Tonband von Pannach, Fuchs und Kunert

    Ein Oktober-Wochenende in Leipzig 1976. Der Liedermacher Gerulf Pannach, der ehemaligen Renft- Keyboarder Christian „Kuno" Kunert und der Schriftsteller Jürgen Fuchs nehmen ein Tonband auf. Mit dabei die beiden Musiker Thomas „Monster" Schoppe und Peter „Cäsar" Gläser von der ein Jahr zuvor verbotenen DDR-Kultband „Renft". Vor dem Haus stehen Stasi-Autos, die das Kommen und Gehen überwachen - ein vermeintlich enger Musiker-Freund hatte die Aufnahmepläne an das MfS verraten. Trotzdem entsteht an diesem Oktoberwochenende ein Tonband, das Geschichte machen wird: „Pannach, Fuchs und Kunert: Für uns, die wir noch hoffen - Lieder und Prosa aus der DDR". Nach der Aufnahme gelingt es, das Tonband unbeschadet nach Ost-Berlin zu bringen. Von dort wird es in den Westen geschmuggelt und erscheint 1977 als Schallplatte bei CBS. Nur wenige Wochen nach der Aufnahme werden Jürgen Fuchs, Gerulf Pannach und Christian Kunert verhaftet. Als der Hessische Rundfunk, der RIAS und auszugsweise auch andere westliche Sender das Leipziger Tonband ausstrahlen, wird die Anklage bei allen dreien erweitert: Staatsfeindliche Hetze, bis zu zehn Jahre Haft. Doch in der Bundesrepublik und in West-Berlin gibt es Proteste. Wegen Reaktion der internationalen Presse kommt es in der DDR zu keinem Prozess. Die Verhafteten werden nach neun Monaten Untersuchungshaft in der Stasi-Untersuchungshaftanstalt Berlin-Hohenschönhausen nach West-Berlin ausgebürgert.

    ...mehr
  • 18.07.2019
    0 MB
    53:18
    Hr2 dokumentation 1400

    Natur und Mensch im Dauerstress – Wie reagieren auf den Klimawandel?

    Wir befinden uns mitten im Klimawandel. Wetterextreme wie Hitzewellen setzen Kommunen, Industrie, Tiere, Pflanzen und Menschen unter Stress. Selbst im wasserreichen Deutschland hat der "Dürresommer 2018" seine Spuren hinterlassen. Künftig wird sich der Trend noch verstärken. Bund, Länder und Städte haben Anpassungsstrategien entworfen. Aber halten die Ziele in der Wirklichkeit Stand? Reicht aus, was getan wird?

    ...mehr
  • 18.07.2019
    0 MB
    52:37
    Hr2 dokumentation 1400

    Die Wahrheit über Georges Simenon

    Der Schriftsteller Georges Simenon, Vater des Kommissars Maigret, Verfasser unzähliger Romane und Geschichten, die wiederum Vorlagen für viele Filme, Rundfunksendungen und Hörbücher wurden, starb am 4. September 1989 in Lausanne. Zu seinem 30. Todestag erinnert der ehemalige Luchterhand Verleger Hans Altenhein an den Schriftsteller, den er 1977 ausführlich interviewte. "Das monumentale Werk von Simenon, einem der weltweit meist gelesene und meist übersetzten Autoren, bleibt rätselhaft" (französischer Verlagstext). Wie steht es aber mit dem Autor selbst? Wie gut kennen wir das unruhige Leben des so oft diskutierten, kommentierten und untersuchten Autors? Eine neue deutschsprachige Ausgabe hat gerade im neuen Verlag begonnen. Der „Kontinent Simenon“ ist neu zu entdecken.

    ...mehr
  • 18.07.2019
    0 MB
    54:06
    Hr2 dokumentation 1400

    Hartz IV am Ende ? Vom "Fördern und Fordern" zwischen Anspruch und Wirklichkeit

    Die rot-grüne Regierung unter Bundeskanzler Gerhard Schröder realisierte ab dem Jahr 2002 die größte Arbeitsmarkt- und Sozialreform Deutschlands. Grund war die hohe Arbeitslosigkeit von rund 5 Millionen Menschen. Tatsächlich hat sich nach der offiziellen Statistik vom Jahr 2002 bis zum März 2019 die Zahl der Arbeitslosen mehr als halbiert. Ist die Hartz IV-Reform also erfolgreich gewesen? Feature-Autor Peter Kessen macht sich auf den Weg durch Hessen, spricht mit Arbeitslosen sowie mit Wirtschafts- und Sozialexperten.

    ...mehr
  • 30.06.2019
    0 MB
    53:00
    Hr2 dokumentation 1400

    ARD-radiofeature - Wie Putin Deutschland spaltet - BR 2019

    Als die Autorin Julia Smilga Ende der 90er Jahre aus Sankt Petersburg nach Deutschland kam, wurde Russland hierzulande sehr kritisch gesehen. Viele Deutsche hatten zwar ein Faible für die „russische Seele“, aber die meisten hielten den damaligen russischen Präsidenten Boris Jelzin für eine Witzfigur. Zwanzig Jahre später hat sich die Stimmung gedreht: Wenn Julia Smilga heute erzählt, dass sie Russin ist, erhält sie oft Zuspruch, über den sie sich nicht freuen kann. Sie hört dann Aussagen wie: „Wladimir Putin macht alles richtig“, oder: „Zum Glück bietet Putin Amerika und der Nato die Stirn“. Wer sind diese so genannten Putin-Versteher? Was weckt bei Russischstämmigen und bei Deutschen die zunehmende Bewunderung für den russischen Präsidenten? Die Sehnsucht nach einem starken Mann? Um das herauszufinden, reist die Autorin durch die Bundesrepublik, um Putin-Befürworter und Putin-Gegner zu interviewen.

    ...mehr