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Geil Montag Podcast

Herzlichen willkommen bei 'Geil Montag'. Wir sind Lasse und Paul und in unserem Podcast geht es um Menschen, für die der Sinn ihrer Arbeit an erster Stelle steht. Denn wir glauben, dass immer noch zu viele Leute am Montag schlecht gelaunt zur Arbeit gehen. Dabei gibt es schon viele tolle Beispiele von Pionieren und Unternehmen, die uns zeigen, dass es anders geht - dass Arbeit sinnvoll sein und Spaß machen kann. Wir sprechen mit sozialen Unternehmer*innen, Gründer*innen und Menschen, die ihre Arbeit und ihr Leben schon heute ganz anders organisieren, als wir es gewohnt sind.

Alle Folgen

  • 26.10.2020
    159 MB
    01:50:51
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    Arik Meyer (SwitchUp): Wie schafft man eine faire Marktwirtschaft?

    Den Stromanbieter zu wechseln ist richtig nervig. Der Markt ist intransparent und für Laien kaum zu durchschauen. Zudem sind die Verträge, Preise und Kündigungsfristen oft nicht unbedingt kundenfreundlich. Viele Anbieter setzen auf die Trägheit der Verbraucher, was dazu führt, dass viele Menschen zuviel für ihren Strom bezahlen. Bei Versicherungen, Internet- oder Mobilfunk-Tarifen sind ähnliche Missstände zu beobachten. Arik Meyer wurde selbst beim Wechsel des Stromanbieters böse überrascht und hat aufgrund von dieser Erfahrung SwitchUp gegründet. Sein Ziel: Faire Preise für alle.

    Bevor Arik angefangen hat, sich um Fairness im Strommarkt zu kümmern, war er bei Bertelsmann und hat danach den deutschen Ableger der Hörbuch-Plattform Audible gegründet. Nach dem Verkauf von Audible an Amazon, nahm sich Arik eine dreijährige Auszeit und reiste um die Welt. Die Erfahrungen, die er auf seiner Tour sammelte, lässt er nun in den Aufbau seines neuen Unternehmens einfließen. Und dabei soll nicht nur fair mit den Kunden umgegangen werden, sondern auch mit den Angestellten.

    Wir haben mit Arik über das feste Ritual des gemeinsamen Mittagessens gesprochen, über die Kunst des Dampfgarens, Kimchi-Fermentierung und Kombucha-Zubereitung im Büro. Er hat uns erzählt, mit welcher Philosophie er SwitchUp bis dato aufgebaut hat, warum er an selbstorganisierte Teams glaubt und wie sich die persönliche Freiheit der Mitarbeitenden auch positiv auf den Unternehmenserfolg auswirkt. Außerdem haben wir über die faire Marktwirtschaft diskutiert, die oft noch eine Utopie ist und die Frage aufgeworfen, warum SwitchUp nicht ausschließlich Ökostrom-Tarife vermittelt.

    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, einmalig oder monatlich wiederkehrend einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!

    Unseren Gast Arik findest Du bei Instagram, Twitter oder im Netz:

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  • 19.10.2020
    64 MB
    01:06:16
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    Düzen Tekkal (Kriegsberichterstatterin): Wie gehst Du mit deiner Angst um?

    Wie gehe ich mit meinen eigenen Ängsten um? Wie verhindere ich, dass die Angst mein Leben bestimmt? Das haben wir uns sicherlich alle schon einmal in der ein oder anderen Form gefragt. Wenn man in einem Kriegsgebiet lebt oder von dort berichtet, so wie unser Gast Düzen Tekkal es wiederholt getan hat, stellt sich diese Frage noch sehr viel dringlicher. Angst kann dann eine existenzielle Bedeutung bekommen. Im Nachhinein kann man entweder gestärkt aus diesen extremen Erfahrungen hervorgehen oder unter Traumata leiden, die das eigene Leben noch lange negativ beeinflussen. Was entscheidet darüber?

    Düzen ist in vielerlei Hinsicht eine beeindruckende Persönlichkeit. Ihre Eltern kamen als kurdisch-jesidische Geflüchtete nach Deutschland, sie selbst wuchs mit zehn Geschwistern in Hannover auf. Sie arbeitet als Journalistin, Autorin, Menschenrechtsaktivistin und Kriegsreporterin, engagiert sich politisch für Integration und interkulturellen Austausch und setzt sich für die Belange der jesidischen Gemeinschaft im Nordirak ein. Die von ihr mit gegründeten Organisationen Hawar und German Dream leisten einen wichtigen Beitrag bei der Integration geflüchteter Menschen und sind dafür bereits mehrfach ausgezeichnet worden.

    Wir haben mit Düzen über die emotionalen Themen Migration und Integration gesprochen, über ihre journalistische Arbeit an sozialen Brennpunkten in Deutschland und in Kriegsgebieten in Nahost und ihre eigene Familiengeschichte. Wir fanden es beeindruckend, wie sie von ihren Erfahrungen im Irak berichtet hat, von ihrem Umgang mit der eigenen Angst und den Grenzen des emotional Erträglichen. Außerdem haben wir mit ihr lebhaft über Patriotismus, den Begriff der Nation und das Grundgesetz diskutiert - ein Themenfeld, das sie nicht kampflos der AfD überlassen möchte.

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    Außerdem bedanken wir uns bei unserem Partner GSUB (Gesellschaft für soziale Unternehmensberatung), der diese Folge gesponsert hat. Wenn Du Interesse hast, für GSUB zu arbeiten, dann findest Du hier die aktuellen Stellenausschreibungen: www.bewerbung.gsub.de

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  • 12.10.2020
    84 MB
    01:27:52
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    Jana Ciernioch (SOS Méditerranée): Glaubst Du noch an Europa?

    Es ist ruhig geworden im Mittelmeer. Das Thema Flucht und Migration ist seit Monaten kaum mehr wahrnehmbar in den Medien, einerseits weil Corona alles überlagert, andererseits weil die zivile Seenotrettung im Mittelmeer durch staatliche Repression kaum mehr möglich ist. Das heißt aber nicht, dass es keine Migration mehr gibt oder sich das Problem wie von Zauberhand gelöst hätte. Der Großbrand im Lager Moria auf Lesbos hat Europa wieder einmal vor Augen geführt, dass es dringend einer Lösung bei der Verteilung von Geflüchteten bedarf. Aber wird die jemals kommen?

    Unser Gast Jana Ciernioch ist politische Referentin bei der zivilen Seenotrettungsorganisation SOS Méditerranée. Seit Jahren setzt sie sich auf dem Wasser und an Land für eine humane Asylpolitik und den Erhalt der Seenotrettung ein. Dabei wird ihr Team nicht nur von rechtsradikalen Gruppierungen wie der Identitären Bewegung angefeindet, sondern auch von staatlichen Akteuren aktiv bekämpft. Die Menschenrechte, auf die sich Europa immer wieder stolz beruft, scheinen an der EU-Außengrenze abrupt ihre Gültigkeit zu verlieren.

    Wir haben Jana gefragt, ob sie am Mittelmeer überhaupt noch Urlaub machen kann, wie sie es schafft, bei der emotionalen Belastung auch mal abzuschalten und wovor sie bei ihrem ersten Rettungseinsatz am meisten Angst hatte. Jana hat uns die verworrene Situation im Mittelmeer erklärt und einen Einblick in ihre vielseitigen Aufgaben gewährt. Außerdem haben wir mit ihr über die Frage diskutiert, ob sie selbst noch an Europa glaubt und warum sie selbst im Bekanntenkreis nicht immer offen über ihren Job spricht.

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    Unseren Gast Jana findest Du bei Twitter oder im Netz:

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  • 05.10.2020
    72 MB
    01:14:18
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    Tijen Onaran (Global Digital Women): Warum ist Diversität wichtig für Unternehmen?

    Frauen in Führungspositionen sind nach wie vor eine seltene Ausnahmeerscheinung in Deutschen Unternehmen und Konzernen, obwohl seit Jahren darüber diskutiert wird. Die Ursachen für die fehlende Diversität in Führungspositionen sind vielfältig. Unflexible Arbeitszeiten, fehlende Netzwerke, hartnäckige Vorurteile und Stereotype - die Liste ließe sich noch fortführen. Dabei lässt sich wissenschaftlich belegen, dass diverse Teams innovationsfreudiger sind und Unternehmen dadurch auch attraktiver für Fachkräfte werden. Warum verläuft der Veränderungsprozess trotzdem so langsam?

    Tijen Onaran hat mit ihrem Unternehmen Global Digital Women ein Netzwerk von mehr als 30.000 Frauen aufgebaut, um sie miteinander in den Austausch zu bringen, Synergien offenzulegen und die Sichtbarkeit der vielfältigen Fähigkeiten zu erhöhen. Sie ist gefragte Speakerin, Bestseller-Autorin und unterstützt Unternehmen dabei, sich für mehr Diversität und Inklusion zu öffnen. Denn diese Themen sind nicht nur gesellschaftlich sehr relevant, sondern haben nachweislich auch positive Auswirkungen auf den betriebswirtschaftlichen Erfolg.

    Wir haben mit Tijen über ihre frühe Karriere als Politikerin gesprochen, den gescheiterten Einzug ins Landesparlament von Baden-Württemberg und die positiven Auswirkungen, die diese gefühlte Niederlage auf ihren weiteren Werdegang hatte. Wir haben gelernt, mit welchen kleinen aber wichtigen Veränderungen mehr Diversität gelingen kann und warum es für viele Frauen oft so schwer ist, sich in einer männerdominierten Wirtschaft durchzusetzen. Außerdem haben wir darüber gesprochen, wie wichtig frühkindliche Impulse sind, um auch Mädchen verstärkt für Tech-Themen zu begeistern.

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  • 28.09.2020
    40 MB
    01:24:12
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    Jonas Leve (7Mind): Warum sollten wir alle mehr meditieren?

    Raus aus dem Hamsterrad - das wünschen wir uns doch alle. 60% der Deutschen empfinden ihr Leben als stressig. Aber warum fühlen wir uns ständig gestresst im Alltag? Ist es die digitale Beschleunigung, die uns immer erreichbar macht, ständige Ablenkung schafft und uns unterschwellig zu mehr Produktivität verpflichtet? Oder sind wir es selbst, die sich fortwährend unter Druck setzen, um anderen zu gefallen und bloß nichts zu verpassen (#fomo)? Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Aber öfter mal innehalten und auf den eigenen Körper zu hören, würde uns allen sicherlich gut tun.

    Unser Gast Jonas hat mit seinem Co-Founder Manuel das Unternehmen 7Mind gegründet, die erfolgreichste deutsche Meditations-App. Als sie 2014 an den Start gegangen sind, waren Themen wie Achtsamkeit und Mindfulness noch in der Nische. Das hat sich in den letzten Jahren rasant geändert und auch immer mehr Unternehmen verstehen, dass die Gesundheit ihrer Angestellten oberste Priorität haben sollte. Trotz des gestiegenen Bewusstseins entwickeln sich psychische Erkrankungen zunehmend zu Volkskrankheiten. Was lässt sich dagegen tun?

    Wir haben mit Jonas über die Stressfaktoren der modernen Arbeits- und Lebenswelt gesprochen, seinen ganz persönlichen Zugang zu Meditation und Spiritualität sowie über die ungewöhnliche Gründungsgeschichte von 7Mind. Gemeinsam haben wir über die vielseitigen Eigenschaften der Zahl 7 fantasiert, unsere eigenen Stressfaktoren unter die Lupe genommen und Lösungsansätze diskutiert. Außerdem hat Jonas uns die Frage beantwortet, warum seiner Meinung nach ausgerechnet eine App für’s Smartphone dazu führen soll, dass wir endlich mal abschalten.

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  • 21.09.2020
    33 MB
    01:09:24
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    Dominic Veken (BrightHouse): Was macht ein Unternehmensphilosoph?

    Dominic Veken ist Werbeprofi und Philosoph - vielleicht für sich genommen schon ein Widerspruch in sich. Aber bei Dominic passen diese beiden Welten sehr gut zusammen, denn er ist Unternehmensphilosoph und beschäftigt sich mit der Frage, welchen Sinn eigentlich große Unternehmen verfolgen und wie sie die Mitarbeitenden und Kunden von der eigenen Mission überzeugen können. Bevor er sich als Berater und Speaker selbstständig gemacht hat und Managing Director der Sinn-Beratung BrightHouse wurde, war er bei der Werbeagentur Kolle Rebbe für Kunden wie Otto, Bionade oder den Wahlkampf Angela Merkels zuständig.

    Wir diskutieren mit Dominic darüber, warum es manchen Unternehmen wie beispielsweise Apple oder Tesla gelingt, die eigene Marke mit einem regelrechten Kult aufzuladen, während andere Unternehmen über ein extrem schlechtes Image verfügen. Ist ein sinnvolles Produkt auch automatisch ein nachhaltiges Produkt und wo zieht Dominic für sich die Grenze bei der Auswahl seiner Beratungsmandate?

    Außerdem sprechen wir mit ihm darüber, ob es verwerflich ist, wenn der Trend zu mehr Purpose eigentlich bei Unternehmen aus der Motivation heraus gefördert wird, um produktiver und rentabler zu werden. Ist Sinnhaftigkeit nur der neueste Trick des Kapitalismus, um uns alle bei der Stange zu halten? Dominic ist aufgrund seiner Erfahrung und seines akademischen Hintergrunds ein spannender Gesprächspartner für diese kontroverse Debatte und wir sind gespannt auf deine Meinung - schick sie uns gerne!

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    Herzlichen Dank auch an unseren Supporter Africa GreenTech. Wenn Du Interesse daran hast, mit einem Investment ab 250 € nicht nur eine solide Rendite zu erzielen, sondern auch die Energiewende in Afrika voran zu bringen, dann erhältst Du unter www.africagreentec.investments alle wichtigen Informationen. Mit dem Gutscheincode “Geilmontag” bekommst Du außerdem einen 5% Nachlass auf deine Fundingsumme. Wir empfehlen dir auch unsere Podcast-Folge mit dem Gründer Torsten Schreiber!

    Risikohinweis: Das hier vorgestellte Crowdinvesting in Africa GreenTech stellt keine Anlageberatung dar. Wir weisen dich ausdrücklich darauf hin, dass ein Investment mit Risiken verbunden ist und von dir vorab gründlich überlegt sein sollte. Im Zweifelsfall kann es zu einem Totalverlust des von dir eingesetzten Kapitals kommen.

    Unseren Gast Dominic findest Du im Netz:

    www.veken.de

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  • 14.09.2020
    23 MB
    49:26
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    Martin Elwert (Coffee Circle): Hat Oatly seine Seele verkauft?

    Die Firma Oatly aus Schweden hat sich in den letzten Jahren durch kluges Marketing und eine klare Haltung zum Klimawandel zum Liebling von veganen und klimabewussten Kunden gemausert. Die rein pflanzlichen Produkte erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, denn sie sind nicht nur gesund, sondern auch sehr viel umweltfreundlicher als klassische Milchprodukte. Nun sieht sich Oatly einem gewaltigen Shitstorm ausgeliefert, weil bei einer erneuten Finanzierungsrunde das Privat-Equity-Unternehmen Blackstone zu den Investoren zählte. Wir diskutieren darüber, was von den Vorwürfen zu halten ist.

    Für die Diskussion haben wir uns Coffee Circle Gründer Martin Elwert ins Podcast-Studio geholt. Ihn hatten wir bereits bei Geil Montag zu Gast und haben damals auch über die Frage gesprochen, wie sich Social Business Startups bestenfalls finanzieren sollten und welche Widersprüche dabei auszuhalten sind. Außerdem hat Martin kürzlich einen viel beachteten Beitrag bei LinkedIn zum Fall Oatly gepostet, der inzwischen mehr als 100.000 Aufrufe verzeichnet.

    Wir beleuchten die Unternehmensgeschichte, das Geschäftsmodell und die Eigentümerstruktur von Oatly, werfen einen Blick auf den Investor Blackstone und ordnen die größten Kritikpunkte für dich in den Gesamtkontext ein. Die finanziellen Verstrickungen von Blackstone mit fragwürdigen Unternehmen und Branchen sind vielfältig, aber rechtfertigen diese Hintergründe einen Boykott von Oatly? Martin hat dazu eine klare Haltung und wir freuen uns auch auf dein Feedback zur Folge!

    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und betreiben den Aufwand in unserer Freizeit. Wenn Du uns unterstützen möchtest, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, monatlich einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!

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  • 07.09.2020
    91 MB
    01:34:23
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    Waldemar Zeiler (Einhorn): Ist die Welt noch zu retten?

    Wenn Waldemar Zeiler nicht gerade in einem Vagina-Kostüm auf Bühnen rumhüpft und vor zumeist noch männlichen Top-Managern die Zukunft der Arbeit ausruft, dann probiert er Neues aus. Vor der überaus erfolgreichen Gründung der Kondom-Firma Einhorn hatte er bereits sieben Geschäftsideen vorangetrieben. Mit Einhorn gelang nicht nur der Durchbruch, sondern es entstand ein einzigartiges Testfeld, in dem Wirtschaft, Arbeit, Nachhaltigkeit und Aktivismus neu gedacht werden. Transparente Gehälter, keine festen Arbeits- und Urlaubszeiten, ein Unternehmen, das sich selbst gehört. Viel Stoff für einen Podcast. 

    Wir fokussieren uns heute im Gespräch auf das neueste Projekt von Waldemar, sein am 12. Oktober erscheinendes Buch “Unfuck the Economy”. Darin ruft er zusammen mit seiner Co-Autorin Katharina Höftmann Ciobotaru dazu auf, dass wir angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel alle gesellschaftlichen Bereiche auf den Prüfstand stellen müssen und zwar schnell! Denn die Krisen unserer Zeit sind vielfältig und hängen alle miteinander zusammen. Phänomene wie politische Radikalisierung, Rassismus, Umweltzerstörungen, soziale Ungleichheiten oder der wirtschaftliche Kollaps ganzer Staaten müssen ganzheitlich betrachtet und bekämpft werden. 

    Waldemar versucht mit seinem Buch, einen Einstieg zu gewähren und hoffnungsvolle Alternativen aufzuzeigen. Wir diskutieren mit ihm über Bürger*innen Räte, soziales Unternehmertum und Postwachstum. Waldemar zeigt anhand seiner eigenen Vita auf, welchen mentalen Prozess er selbst durchlebt hat, wie sich seine Sicht auf die Welt dadurch verändert hat und welche Ziele Einhorn inzwischen verfolgt. 

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    Herzlichen Dank auch an unseren Supporter Kushel für die finanzielle Unterstützung dieser Folge! Die kuschelige Kusheldecke könnt ihr auf Startnext käuflich erwerben, die ersten 50 Käufer*innen erhalten 50% Rabatt: www.startnext.de/kushel-decke

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    Sein Buch “Unfuck the Economy” kannst Du ab dem 12. Oktober kaufen. Am besten auf www.genialokal.de 

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    Foto: Waldemar Zeiler 

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  • 31.08.2020
    67 MB
    01:10:05
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    Jonathan Funke (tip me): Kann ich der Näherin meines T-Shirts ein Trinkgeld geben?

    “Stimmt so!” Im Restaurant ist es eigentlich selbstverständlich, für einen guten Service ein Trinkgeld zu zahlen. Das ist nicht nur ein Zeichen der Wertschätzung, sondern oft auch dringend nötig, um die nicht gerade üppigen Löhne in der Gastronomie ein bisschen aufzubessern. Viel schwieriger wird es, wenn Produkte weit weg produziert werden, die Lieferketten kompliziert und intransparent sind und die Arbeitsbedingungen um ein Vielfaches schlechter sind als hierzulande. Unser Gast Jonathan hat sich dennoch aufgemacht, die Globalisierung mit einem digitalen Trinkgeld fairer zu gestalten.

    Seit 2018 arbeitet Jonathan mit seinem Team von tip me an der Vision, dass wir alle mit einem einfachen Klick im Onlineshop unseres Vertrauens den Schuster unserer Sneaker in Pakistan oder die Näherin der T-Shirts in Vietnam mit einem Trinkgeld mit bedenken können. 1-2€ sind für uns nicht viel Geld, aber in anderen Ländern verdoppelt sich dadurch schnell der Tageslohn einer Arbeiterin. Wie es schon heute gelingt, dass dein Geld wirklich dort ankommt, wo es hingehört, erfährst Du im Podcast.

    Wir haben mit Jonathan über das “Gründerblut” in seinen Adern gesprochen, das ihn vielleicht dazu veranlasst hat, indirekt im Alter von nur fünf Jahren gemeinsam mit seinem Vater das erste Unternehmen zu gründen - einen gemeinnützigen Radiosender für Kinder. Er hat uns davon berichtet, warum er vor keiner Herausforderung zurückschreckt und wie ausgerechnet die Eröffnung des Skandalunternehmens Primark in Berlin ihn zur Idee eines globalen Trinkgelds brachte. Außerdem haben wir über den Geldtransfer per SMS gesprochen, der aktuell sehr viel mehr Impact erzeugt als die gehypte Blockchain-Technologie und darüber diskutiert, ob wir aktuell das Ende der Globalisierung, wie wir sie kannten (höher-schneller-weiter), erleben.

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    Alex Kleis

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  • 24.08.2020
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    02:43:45
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    Stephan A. Jansen (Bildung): Warum sind Kitas wichtiger als Universitäten?

    Ferienende, Schulanfang - und schon geht’s an den Schulen munter weiter mit Maskenpflicht, Überforderung und Quarantäne. Unser Stammgast Prof. Dr. Stephan A. Jansen, seines Zeichens Ex-Uni Präsident und Profi-Schlaumeier, kommt gut erholt aus dem Urlaub geradelt und seziert mit uns die Fehlleistungen der hiesigen Bildungspolitik. Währenddessen arbeitet die Kultusministerkonferenz konsequent an ihrer eigenen Abschaffung. Wir diskutierten mit ihm, wie sich das Deutsche Bildungssystem aus dem selbstverschuldeten Chaos befreien kann und was für eine gelingende Bildung eigentlich benötigt wird.

    Denn nicht erst seit Corona ist klar, dass Bildung hierzulande irgendwo im letzten Jahrhundert stehen geblieben ist. Es ist kein reines Hardware-Problem, wobei es natürlich auch unerlässlich ist, dass die Digitalisierung der Schulen (wie auch die des ganzen Landes) endlich in Höchstgeschwindigkeit vorangetrieben wird. Aber viel wichtiger noch ist sprichwörtlich die Software: eine Weiterentwicklung der Lehr- und Lernmethoden, die zeitgemäße Ausbildung der Lehrenden, Heterarchie statt Hierarchie im Unterricht und die konsequente Abkehr von der stumpfen Wissensvermittlung hin zu mehr Selbstbestimmung und Souveränität des Individuums.

    Wir haben mit Stephan darüber gesprochen, warum wir Bildung in Zeiten von künstlicher Intelligenz überhaupt noch brauchen, in welchen Belangen der Mensch den Maschinen auch zukünftig überlegen sein wird und wo die Unterschiede zwischen Bildung, Information und Wissen liegen. Stephan plädiert für eine neue Rolle der Lehrenden, die sich nicht länger allwissend geben sollten, sondern ihre Rolle vielmehr als professioneller “Sidekick” für ihre Schüler*innen definieren könnten. Außerdem haben wir ein Loblied auf die Institution Volkshochschule gesungen, den Einfluss von Gamification auf das Lernen erörtert und das Ende der Benotung ausgerufen. Das neue Schuljahr kann beginnen.


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  • 17.08.2020
    111 MB
    01:55:44
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    Torsten Schreiber (Africa GreenTec): Wie gelingt die Energiewende in Afrika?

    Bereits 2030 werden voraussichtlich eine Milliarde Menschen mehr in Afrika leben als heute. Das rasante Bevölkerungswachstum zieht natürlich auch eine sehr viel höhere Nachfrage nach Energie nach sich, zumal auch heute noch viele Teile Afrikas ohne Strom auskommen müssen. Besonders auf dem Land ist damit jegliche Aussicht auf wirtschaftliche Entwicklung hinfällig und den Menschen bleibt nur die Flucht in die Slums großer Städte oder nach Europa. Der Kampf gegen die Armut kann nur erfolgreich sein, wenn eine schnelle und möglichst klimaschonende Elektrifizierung gelingt.

    Torsten Schreiber und seine Frau Aida arbeiten mit ihrem Team an der dezentralen Energiewende für Afrika. Mit mobilen Solarkraftwerken, den sogenannten “Solartainern”, bringen sie grünen und günstigen Strom in die entlegensten Dörfer Afrikas und sorgen dort für einen wirtschaftlichen Aufschwung, der vorher undenkbar schien. Das modulare System liefert nicht nur saubere Energie, sondern kann auch mit Kühleinheiten, Wasseraufbereitung und Internetversorgung ergänzt werden. In den nächsten Jahren soll auf diese Weise Hunderttausenden Menschen der Weg aus der Armut ermöglicht werden.

    Wir haben mit Torsten über die innovative Technologie und das sozialunternehmerische Geschäftsmodell von Africa GreenTec gesprochen, das Afrikaner*innen nicht als hilfsbedürftige Opfer betrachtet, sondern als gleichberechtigte Kunden sieht. Er hat uns erzählt, wie ihn die Geburt seiner Tochter zum Klimaaktivisten werden ließ, warum er ohne jegliches Vorwissen zum Solarunternehmer wurde und wieso es sinnvoll sein kann, Korruption differenziert zu betrachten. Außerdem sind wir auf die Crowdfinanzierung von Africa GreenTec zu sprechen gekommen und haben gelernt, mit welchen Technologien bislang wenig entwickelten Ländern der Anschluss an die Industrienationen gelingen kann.


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  • 03.08.2020
    126 MB
    01:27:48
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    Julia Seeliger (Klara Grün): Warum hat Putzen so ein schlechtes Image?

    Wer putzt schon gerne? Die meisten von uns verbinden mit dem Hausputz eine lästige Pflicht, die entweder so lange wie möglich hinaus gezögert oder am besten gleich ganz in andere Hände gegeben wird. Im Jahr 2018 waren mehr als 670.000 Menschen in der Gebäudereinigungsbranche beschäftigt, mehr als in keinem anderen Handwerk hierzulande. Die Arbeitsbedingungen sind oft unterirdisch, die Beschäftigten sind quasi unsichtbar und in privaten Haushalten sind ca. 90% der Putzkräfte schwarz engagiert. Hinzu kommen Unmengen an chemischen Reinigungsmitteln, die für Mensch und Umwelt sehr schädlich sind.

    Julia Seeliger möchte mit ihrer Co-Gründerin Luise Zaluski das Putzen vom schlechten Image befreien, endlich faire und gute Arbeitsbedingungen in der Branche schaffen und ökologische Reinigungsmittel aus eigener Produktion unter die Leute bringen. Mit Klara Grün haben sie innerhalb von nur 18 Monaten ein Unternehmen mit 32 Angestellten aufgebaut und sind bereits fast in den schwarzen Zahlen. Auch wenn die Corona-Pandemie die ambitionierten Pläne etwas ins Stocken gebracht hat, so ist davon auszugehen, dass bald wieder Fahrt aufgenommen wird. Denn die Missstände, die es zu beseitigen gilt, sind riesig.

    Wir haben mit Julia über ihr ganz persönliches Verhältnis zum Putzen gesprochen, über die Anfänge ihrer Karriere in der Werbebranche und die zunehmende Sehnsucht nach einer sinnvollen Tätigkeit. Julia hat uns von ihrer einjährigen Auszeit auf Reisen berichtet und wie ihr danach der Einstieg in die Social Business Welt bei Original Unverpackt gelungen ist. Außerdem haben wir gelernt, wie einfach und günstig es ist, wenn man seine Reinigungsmittel selbst herstellt und darüber diskutiert, was passieren muss, damit Raumpfleger*in ein angesehener Beruf wird.

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  • 27.07.2020
    112 MB
    01:18:24
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    David Jenaro (Your Company): Wie teilt man sich eine Firma?

    Wer gründet, muss normalerweise viele Dinge gleichzeitig angehen: die Wahl der richtigen Rechtsform, die Gewinnung von kompetentem Personal oder das Einholen von Investments. Die Studie Global Entrepreneurship Monitor hat ergeben, dass sich zwar 40% der Deutschen vorstellen können ein Unternehmen zu gründen - nur 6% es aber tatsächlich tun. Wenn es jedoch eine Organisation gäbe, die all die lästige Administration übernehmen würde, könnten sich Gründungsteams voll und ganz auf ihre Produkte konzentrieren – und auf ihre  persönliche Potentialentfaltung. Das ist die Idee von Your Company.

    Die große Vision von unserem Gast David Jenaro lässt sich vielleicht am besten als “Company Sharing” bezeichnen. Damit ist eine Firmeninfrastruktur gemeint, mit der jede*r Produkte entwickeln und vermarkten und somit niedrigschwellig gründen kann. Alle Nutzer*innen von Your Company sollen dank der dezentralen Netzwerkstruktur entscheiden können, in welche Ideen sie ihre Mitarbeit stecken und wie viel Zeit oder Geld sie investieren. In Eigenregie formen sie Teams rund um einzelne Ideen, sogenannte Produktpartnerschaften. Alle Stakeholder – egal ob sie Geld oder Arbeit investieren – sollen dabei fair beteiligt sein.

    Wir haben mit David über seinen selbstbestimmten Arbeitsalltag, die Zusammenarbeit in einem europaweit verteilten Team und die vorbildliche Stadtplanung in seiner Heimatstadt Tübingen gesprochen. Er hat uns die große Vision und die komplizierte Realität von Your Company erklärt, die ersten erfolgreich entwickelten Produkte vorgestellt und das Potential von einer vernetzten Organisation aufgezeigt. Außerdem haben wir über die Enteignung von Jeff Bezos fantasiert, die deutsche Bequemlichkeit unter die Lupe genommen und uns gewundert, warum die Große Koalition eine Firmengründung um ein halbes Jahr hinauszögern kann.

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  • 21.07.2020
    106 MB
    01:14:13
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    Jannike Stöhr (Jobtesterin): Wie findet man seinen Traumjob?

    In den Medien ist sie vielfach beschrieben worden: Die Generation Y. Sie legt angeblich mehr Wert auf Freizeit als auf eine steile Karriere, möchte sich im Job verwirklichen und einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen. Ihr wird zugeschrieben, die Personalverantwortlichen zur Verzweiflung zu bringen und Konzerne zum Umdenken zu bewegen. Vieles an diesen Zuschreibungen ist übertrieben, aber wie so oft gibt es einen wahren Kern. Denn die Generation der nach 1980 geborenen hinterfragt tatsächlich sehr viel ernsthafter den Sinn und Unsinn von Arbeit als noch die Generation ihrer Eltern.

    Jannike Stöhr hat sich zunächst für den klassischen Weg entschieden. Sie war Personalerin bei Volkswagen, hatte einen gut bezahlten Job, Aufstiegsmöglichkeiten und konnte im Ausland arbeiten. Trotzdem war sie zunehmend unzufrieden und entschied sich schließlich zur Kündigung. Weil sie keinen Plan B hatte, testete sie kurzerhand 30 Jobs in einem Jahr und bloggte über ihre Erfahrungen. Daraus ergab sich ihr Traumjob: Coach, Jobtesterin, Speakerin und Bestseller-Autorin - ganz Generation Y eben.

    Jannike hat uns erzählt, wie sie auf die Idee zum Job testen gekommen ist, warum sie gleich nach der ersten Tätigkeit im Kindergarten ziemlich geschafft gewesen ist und welche Tätigkeiten ihr am meisten Spaß gemacht haben. Wir haben uns gefragt, warum wir ausgerechnet in der Arbeit die Selbstverwirklichung suchen und diskutieren die Frage, ob wir dabei nicht zwangsläufig enttäuscht werden. Außerdem beleuchten wir einige spannende Jobprofile, die zukünftig eine große Rolle spielen könnten.

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  • 14.07.2020
    101 MB
    01:10:13
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    Jakob Berndt (Tomorrow): Warum ist euer Girokonto klimaneutral?

    Tomorrow ist das erste digitale UND nachhaltige Konto Deutschlands, vielleicht sogar Europas. 2018 ist das Team in Hamburg gestartet und hat inzwischen mit über 50 Mitarbeiter*innen und 40.000 Kunden*innen beachtliche Erfolge vorzuweisen. Jakob war einer unser ersten Gäste im Podcast und wir haben ihn nun zum zweiten Mal eingeladen, um uns einmal gemeinsam die erreichten Meilensteine, aktuelle Herausforderungen und die großen Pläne für die Zukunft anzuschauen. Dabei wird klar: Tomorrow ist sehr viel mehr als nur eine digitale Bank für’s Smartphone.

    Wir haben mit Jakob die ZDF-Erfolgsserie “Bad Banks” Revue passieren lassen, die Gründe für das Rebranding von Tomorrow diskutiert und die Mechanismen hinter dem CO²-neutralen Girokonto erklärt bekommen. Er hat über die großen internen Veränderungen berichtet, die zwangsläufig eintreten, wenn eine Organisation so schnell wächst wie Tomorrow. Und wir haben einen Ausblick gewagt, welche Produktinnovationen als nächstes aus dem Hut gezaubert werden.

    Soviel darf man vorab verraten: Das Thema nachhaltige Geldanlage wird eine zunehmend große Rolle spielen, aber auch das CO²-Tracking bei uns im Alltag und der Geldtransfer in Peer-2-Peer-Netzwerken (P2P) steht bei Tomorrow auf der Agenda und bietet viel Potential. Unser Geld hat einen großen Hebel, darüber sollten wir uns alle im Klaren sein. Und wie dieser eingesetzt wird, darüber entscheiden wir selbst.


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  • 06.07.2020
    126 MB
    01:28:00
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    Susanna Krüger (Save the Children): Wie sieht die NGO der Zukunft aus?

    Kinder gehören zu den größten Verlierern der Corona-Pandemie. Weltweit werden ihre Rechte eingeschränkt, sie können nicht mehr zur Schule gehen, müssen Hunger leiden oder aufgrund der prekären wirtschaftlichen Situation in jungen Jahren arbeiten, um zu überleben. Selbst in reichen Ländern wie Deutschland ist diese Entwicklung klar nachweisbar, durch den Anstieg häuslicher Gewalt etwa oder die Ungerechtigkeiten im Bildungssystem. Hart erkämpfte Erfolge beim Schutz von Kindern stehen nun auf dem Spiel - was können wir dagegen tun?

    Susanna Krüger ist Geschäftsführerin der Kinderrechtsorganisation Save the Children in Deutschland. Sie blickt auf über 12 Jahre Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit zurück, war einige Jahre als Unternehmerin aktiv, hat zuvor in Harvard studiert und ist eine sehr meinungsstarke und beachtete Stimme in der internationalen NGO-Landschaft. Wir haben mit ihr über das Innenleben von Save the Children in Zeiten von Corona gesprochen, über Auswirkungen auf die internationalen Projekte und die zukünftigen Trends in der Entwicklungszusammenarbeit.

    Susanna hat uns von ihrer Neugier berichtet, die sie nicht nur nach Harvard gebracht, sondern auch dazu beigetragen hat, dass sie in einem kleinen Feldversuch den Berliner Landesverband der FDP kapern wollte - was letztlich kläglich gescheitert ist. Wir haben über den schmalen Grad zwischen Idealismus und Effizienz gesprochen, den Einfluss von neuen Technologien auf die Arbeit von NGOs und über die Frage, was Konzerne von gemeinnützigen Organisationen lernen können.


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  • 22.06.2020
    122 MB
    01:24:58
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    Christian Vollmann (nebenan.de): Kann ein Soziales Netzwerk wirklich sozial sein?

    Christian Vollmann gehört seit vielen Jahren zur Deutschen Startup-Prominenz. Seit der Jahrtausendwende ist er in der Gründerszene hierzulande in verschiedensten Funktionen aktiv, war seither an mehr als 70 Unternehmensgründungen beteiligt und kann auf viel persönliche Erfahrung als Gründer, Investor und Experte für Online-Geschäftsmodelle zurückgreifen. Mit der Gründung von nebenan.de im Jahr 2014 hat sich sein unternehmerischer Fokus allerdings klar verändert - weg vom schnellen Geld, hin zu sozialem Mehrwert und gesellschaftlicher Verantwortung. Was hat ihn dazu bewogen?

    Wir sprechen mit Christian über seine Leidenschaft als Gründer, einige besonders interessante Stationen in seinem prall gefüllten Lebenslauf und die Entwicklung der deutschen Startup-Landschaft in den letzten Jahren. Wir haben viel gelernt über die Funktionsweisen von Online-Geschäftsmodellen und die Gründe, warum Geschwindigkeit bei der Skalierung für viele Tech-Startups so unglaublich wichtig ist. Außerdem hat Christian von seinem eigenen Sinneswandel berichtet, der ihn dazu bewogen hat, seine Fähigkeiten fortan dem Social Entrepreneurship Gedanken zu widmen.

    nebenan.de ist mittlerweile mit 1.6 Millionen Mitgliedern das größte Nachbarschaftsnetzwerk im deutschsprachigen Raum. Durch Corona ist die lokale Nachbarschaft für viele Menschen wieder sehr viel wichtiger geworden. Ein Trend, von dem das Netzwerk aktuell profitiert. Wie wichtig eine funktionierende Nachbarschaft, soziale Kontakte und gezielte Maßnahmen gegen die Vereinsamung in Großstädten sind, erfährst Du im Podcast. Auch auf das spannende Geschäftsmodell von nebenan.de gehen wir näher ein. Denn es hat einen radikal lokalen Ansatz, verzichtet bewusst auf die Sammlung und Akkumulation von Daten zu Werbezwecken und setzt auf die Mündigkeit seiner Mitglieder.


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  • 15.06.2020
    108 MB
    01:15:29
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    Maximilian Schay (my Boo): Warum baut ihr Fahrräder aus Bambus?

    Die meisten Gründer*innen Storys drehen sich aktuell um Tech-Startups, die in hippen Berliner Hinterhöfen residieren, sehr viel Wagniskapital verschleudern und am Ende des Tages “nur” eine weitere x-beliebige App für’s Smartphone programmieren. Wenige Gründer*innen-Teams entwickeln ein richtiges Produkt zum Anfassen, mit Lieferketten, Zulieferern, Rohstoffbeschaffung und eigenem Vertriebsnetz. Zu teuer, zu zeitaufwendig und in Asien gibt es sowieso alles günstiger. Was zum Teufel hat Maximilian Schay also dazu bewogen, im Alter von 20 Jahren Bambus-Fahrräder in Ghana bauen zu lassen?

    my Boo beschäftigt inzwischen ca. 80 Menschen in Ghana und in Deutschland, erwirtschaftet einen Umsatz in Millionenhöhe und finanziert ganz nebenbei auch noch Bildungsprojekte mit beachtlichem Erfolg. Doch nicht nur das Produkt und das Geschäftsmodell sind ziemlich besonders, sondern auch die beiden Gründer. Maximilian und Jonas gründeten my Boo direkt zum Start in ihr Bachelor-Studium, ohne jede Ahnung von Fahrrädern, Lieferketten oder Bambus zu haben.

    Wir sprechen mit Maximilian über seine jugendlichen Unternehmer-Erfolge bei eBay im Alter von 16 Jahren, finden lobende Worte für die Fahrrad-Infrastruktur in Kiel und analysieren die neuesten Geschäftsmodell auf dem boomenden Fahrradmarkt in Deutschland. Maximilian erklärt uns, mit welchen Tricks man überhaupt aus Bambus ein stabiles Hightech-Bike zimmern kann, wie ansonsten die globalen Lieferketten in der Fahrradindustrie aussehen und was sie konkret besser machen als die Konkurrenz. Außerdem diskutieren wir über die schwierige Abwägung bei der Frage, mit welchen Partnern man als nachhaltiges Unternehmen überhaupt zusammenarbeiten darf.

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  • 12.06.2020
    118 MB
    01:22:07
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    Micha Fritz (Millerntor Gallery & Viva con Agua): Was macht ein Konzeptionsaktivist?

    Viele Unternehmen geben Jahr für Jahr Millionen von Euro aus, um kreativ, hipp und innovativ zu sein. Nur um am Ende festzustellen, dass hinter der bunten Marketing Fassade eigentlich alles so ist wie vorher. Viva con Agua hat weit weniger Budget, aber dafür Micha Fritz. Micha ist der Herr über das kreative Chaos im Viva con Agua Kosmos. Derjenige, der im Schlauchboot von den Festivalbühnen der Republik springt, um in der tosenden Menge auf Pfandbecher-Jagd zu gehen. Immer ein bisschen drüber, aber dafür bis zur Erschöpfung unterwegs für eine Mission: Wasser für alle - Alle für Wasser!

    Viva con Agua (VcA) wurde 2005 in Hamburg St. Pauli gegründet, um möglichst viele Menschen auf der Welt mit sauberem Trinkwasser und einer funktionierenden Sanitärversorgung zu einem selbstbestimmten Leben zu befähigen. Micha war fast von Beginn an dabei und hat die Identität von VcA wesentlich geprägt. Denn der All-Profit-Ansatz sieht vor, dass alle im Netzwerk von der gemeinsamen Arbeit profitieren, dass jede*r ihre/seine Ideen einbringen kann und auf diese Weise gesellschaftliches Engagement auch für junge Menschen attraktiv wird. Micha verkörpert diesen Ansatz wie kein zweiter.

    Wir haben mit ihm über dünnes Eis, warme Socken und den ein oder anderen internen Shitstorm gesprochen, wenn er mal wieder mit einer verrückten Idee um die Ecke gekommen ist. Er hat uns anhand des virtuellen Musikfestivals Stream4Water versucht zu beschreiben, wie aus einer wilden Idee innerhalb von wenigen Tagen oder Stunden ein erfolgreiches Großprojekt wird. Außerdem haben wir viele lustige Anekdoten zu prominenten Künstler*innen erzählt bekommen, die nicht zuletzt Dank Micha inzwischen treue Supporter von Viva con Agua geworden sind.


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    Diese Folge wurde auf dem Viva con Agua Summit 2020 aufgenommen.

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  • 01.06.2020
    117 MB
    01:21:32
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    Helen Fares (Bildungsaktivistin): Haben Prominente eine Vorbildfunktion?

    Die öffentliche Debatte wird zunehmend rauer. Ob nun Verschwörungstheorien rund um Corona oder der Streit um Flüchtlinge, Gender und Sexismus, Klimaschutz - Debatten um viele wichtige Themen eskalieren regelmäßig, besonders im Netz. Schnell geht es nicht mehr um wissenschaftliche Fakten und einen respektvollen Dialog, sondern um zügellosen Hass und Häme. Immer öfter wundert man sich dabei über die Äußerungen von Prominenten. Xavier Naidoo oder Attila Hildmann sind zwei aktuelle Corona-Beispiele und im Deutschrap scheint offen praktizierter Sexismus seit Jahren ein “Kavaliersdelikt” zu sein.

    Helen Fares ist schon lange in der Hip Hop Szene aktiv, arbeitet als Journalistin, Moderatorin und Podcasterin und wurde für ihre Sexismus-Kritik bereits selbst zur Zielscheibe von Schmähungen. Sie hat ein feines Gespür dafür, was sich beispielsweise Rapper*innen öffentlich erlauben können und was verbal ziemlich daneben ist. Die von ihr entwickelten Guidelines sind aber nicht nur für prominente Künstler*innen hilfreich, sondern sollten sich auch Unternehmen und NGO’s bei ihrer Kommunikationsstrategie zu Herzen nehmen.

    Wir haben mit Helen über eine angemessene Bildsprache beim Fundraising von Hilfsorganisationen  gesprochen, über die psychologischen Beweggründe von Verschwörungstheorien und ein bewusstes Aufwachen am Morgen. Helen hat uns erzählt, dass sie selbst nicht gerne zur Schule gegangen ist und warum für sie ein anderer Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Schule oberste Priorität hat. Außerdem haben wir in diesem lebhaften Gespräch viel über Deutschrap gelernt, Tipps und Tricks zum Intervallfasten ausgetauscht und uns gemeinsam über einen Überraschungsgast amüsiert.


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    Diese Folge wurde auf dem Viva con Agua Summit 2020 aufgenommen.

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  • 25.05.2020
    100 MB
    01:09:34
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    Benjamin Adrion (Viva con Agua): Wie steuert man eine dezentrale Organisation?

    Als Benjamin Adrion 2005 mit seinem damaligen Arbeitgeber, dem Fußballverein FC St. Pauli, im Trainingslager auf Kuba war, hatten ca. 1,3 Mrd. Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Im Jahr 2020 hat sich diese Zahl in etwa halbiert. Benny und die von ihm ins Leben gerufene Organisation Viva con Agua (VcA) hat einen kleinen, aber wichtigen Beitrag dazu geleistet. Mit dem All-For-Profit-Prinzip gelingt es VcA auf faszinierende Weise, zehntausende, primär junge Menschen für soziales Engagement zu begeistern und damit viel Geld für Wasser- und Sanitärprojekte weltweit zu sammeln.

    Inzwischen gibt es nicht nur den Verein in St. Pauli, sondern auch eine Stiftung, eine GmbH für den Vertrieb von Flaschenwasser, die Tochtergesellschaft Goldeimer (Klopapier & Komposttoiletten) sowie zahlreiche internationale Ableger und Projekte. Aus Bennys Idee, soziales Engagement mit Spaß, Sport, Kultur und Musik zu verbinden ist ein internationales Netzwerk von tausenden Unterstützer*innen geworden. Die klassische Rollenverteilung von spendablen Gebern im Reichen Norden und den armen Hilfsbedürftigen im globalen Süden will VcA überwinden. Stattdessen sollen alle Beteiligten gleichermaßen für ein gesellschaftliches Miteinander auf Augenhöhe ermächtigt werden.

    Wir haben mit Benny über seine aktuelle Aufgabe in Südafrika gesprochen, wo er mit seinem Team eine weitere VcA-Zelle aufbaut und den anstrengenden Arbeitsalltag in Zoom-Konferenzen debattiert. Er hat uns davon berichtet, wie VcA sich durch Corona ein Stück weit neu erfinden muss, mit welchen Methoden sie das dezentrale und internationale Netzwerk steuern und warum sie neuerdings auch in Eigenregie WASH-Projekte vor Ort umsetzen. Diese Folge ist auch aus New Work Perspektive sehr zu empfehlen.


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    Diese Folge wurde auf dem Viva con Agua Summit 2020 aufgenommen.

    Unseren Gast Benny findest Du bei Instagram und im Netz:

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    www.vivaconagua.org

    TEDx Talk von Benny:

    https://www.youtube.com/watch?v=009AJ_5hPZ4

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    Fotocredits:

    Marco Fischer


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  • 18.05.2020
    122 MB
    01:25:12
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    Raúl Krauthausen (Sozialhelden e.V.): Warum möchtest Du deine Arbeit überflüssig machen?

    Ob ein Fahrstuhl funktioniert, ein Restaurant barrierefrei ist oder der Film im Kino mit Untertitel gezeigt wird, ist für viele Menschen im Alltag nicht so wichtig. Für andere ist es hingegen tagtäglich eine zentrale Frage, um überhaupt gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. In Deutschland sind wir noch immer weit von einer inklusiven Gesellschaft entfernt, sei es in Bezug auf eine barrierefreie Infrastruktur oder wenn es um einen wertschätzenden Umgang mit behinderten Menschen geht. Was muss sich verändern, damit Barrieren in den Köpfen und im Alltag verschwinden?

    Raúl Krauthausen ist einer der prominentesten Aktivisten für eine inklusive Gesellschaft in Deutschland. Er selbst hat Glasknochen und ist auf einen Rollstuhl angewiesen. Die von ihm mit gegründete Organisation Sozialhelden e.V. hat er seit 2003 zahlreiche innovative Projekte realisiert, um mehr Teilhabe und Barrierefreiheit zu erreichen. Der Verein hat beispielsweise die Wheelmap erfunden, eine digitale Karte, auf der man erkennen kann, ob ein Ort barrierefrei ist oder nicht. Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Bundesverdienstkreuz, als Ashoka Fellow und mit dem Grimme Online Award.

    Wir haben mit Raúl über Sexismus, sprachliche Diskriminierung und Hass im Netz gesprochen. Er hat uns mitgenommen in seine abwechslungsreiche Vita, in der man aufgrund der Vielzahl von unterschiedlichen Projekten und Tätigkeiten gut und gerne mal den Überblick verlieren kann. Wir haben über das Für und Wider  des Sozialunternehmertums diskutiert und ihn gefragt, ob er sich eher als Aktivist oder als gesellschaftlich engagierter Tech-Nerd betrachtet. Außerdem grübeln wir über die Frage, wie man Menschen auf ein Problem aufmerksam machen kann, von dem sie selbst nicht direkt betroffen sind und ob ein soziales Pflichtjahr für alle das gesellschaftliche Miteinander stärken würde.


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  • 11.05.2020
    107 MB
    01:14:31
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    Simon Böhnlein (GoodBuy): Wie gründet man als Angestellter ein Unternehmen?

    Entrepreneure gehen ein hohes Risiko ein, wenn sie ein Unternehmen gründen. Sie müssen viele verschiedene Kompetenzen mitbringen, um einen Businessplan aufzustellen, ein wettbewerbsfähiges Produkt auf den Markt zu bringen und die ersten Kunden zu gewinnen. Das hält viele davon ab, ihren Traum zu verwirklichen und ihre Ideen in die unternehmerische Tat umzusetzen. Aber es gibt einen Mittelweg, der die schöpferische Freiheit des Unternehmertums mit der Sicherheit eines Angestellten verbindet. Intrapreneure sind Unternehmerpersönlichkeiten, die aus einer bestehenden Organisation heraus gründen.

    Unser Gast Simon ist ein sehr gutes Beispiel für diese Art des Gründens. Er ist nach seinem Studium als Praktikant zu GoodJobs gekommen und hat nach nur zwei Jahren das Unternehmen GoodBuy ausgegründet. Mit finanzieller, kreativer und fachlicher Unterstützung aus dem Schwesterunternehmen ließ sich das Projekt sehr viel schneller realisieren, als wenn er es als klassischer Entrepreneur alleine angegangen wäre. Und umgekehrt profitiert nun auch die bestehende Organisation von Simons Erfolg.

    Vor kurzem war Simon bereits zu Gast in Europas erfolgreichstem Podcast Gemischtes Hack. Wir haben Simon gefragt, wie es sich nun anfühlt, prominent zu sein, ob er inzwischen auf der Straße erkannt wird und warum es so wichtig ist, Soziales Unternehmertum der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Er hat uns erläutert, wie er nachhaltigen Konsum aus der Nische holen möchte, warum auch öko-soziales Einkaufen nicht immer die beste Lösung ist und wieso er nebenbei ein Kartenspiel erfunden hat.


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  • 06.05.2020
    138 MB
    01:36:00
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    Heinrich Strößenreuther (German Zero): Lässt sich der Klimawandel per Gesetz stoppen?

    Heinrich Strößenreuther ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Umweltaktivisten in Deutschland. Seit Jahren kämpft er mit viel persönlichem Einsatz für mehr Klimaschutz, lebenswerte Städte und sichere Radwege. Die Medien titulieren in regelmäßig als “Autoschreck” oder “Aktivist in Nadelstreifen”, denn Heinrichs Arbeit ist nicht nur überaus wirksam, sondern unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht auch von der anderer Organisationen. Als Wirtschaftsinformatiker, langjähriger Umweltmanager bei der Deutschen Bahn und selbstständiger Berater ist sein wirksamstes Werkzeug die Excel-Liste.

    Heinrichs neuestes Projekt ist auch sein bislang größtes: Als Mitgründer und Initiator von German Zero möchte er Deutschland bis 2030 klimaneutral machen. Was heute als naive Utopie, als Ding der Unmöglichkeit gilt, möchte er mit einem Netzwerk von Wissenschaftler*innen, Experten aus der Wirtschaft, Politiker*innen, Bürger*innen und Prominenten schaffen. Die Grundlage bildet ein gemeinsam erarbeiteter Klimaplan, der 2022 pünktlich zur Bundestagswahl dem Parlament vorliegen soll und mit dessen Beschluss Deutschland die Selbstverpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen doch noch einhalten kann.

    Wir haben mit Heinrich über sein Leben und die Leidenschaft für die Umwelt gesprochen und haben am Beispiel der Lokführer gelernt, wie minimale Verhaltensänderungen des Einzelnen in der Summe riesige, positive Auswirkungen haben können. Heinrich hat uns die Entstehung des “Volksentscheids Fahrrad” in Berlin erläutert und erklärt, wie daraus das erste Mobilitätsgesetz in Deutschland wurde, das nun bundesweit als Blaupause für nachhaltige, urbane Mobilität gilt. Außerdem haben wir beeindruckt festgestellt, was man mit Excel alles bewegen kann (wenn man es beherrscht) und dass die Zukunft dieses Landes in den Händen von uns allen liegt.


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    www.twitter.com/wegeheld

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    www.germanzero.de

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  • 27.04.2020
    121 MB
    01:24:21
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    Matthias Scheffelmeier (Ashoka): Was zeichnet ein echtes Sozialunternehmen aus?

    Dass sich der Kapitalismus verändern muss, darin sind sich schnell alle einig. Zumindest wenn man den regelmäßigen Lippenbekenntnissen aus der Beletage von Wirtschaft und Politik Glauben schenken kann.  Aber bei der Frage, wie wir unser Wirtschaftssystem ganz konkret verändern können, damit es nicht fortlaufend gewaltige soziale und ökologische Kollateralschäden verursacht, wird lamentiert und gezaudert. Social Entrepreneurship hat weltweit bereits den Beweis erbracht, dass sich Unternehmertum auch gemeinwohlorientiert denken lässt. Warum fristet es dennoch ein Nischendasein?

    Matthias Scheffelmeier ist seit zehn Jahren bei Ashoka tätig, dem weltgrößten Förderer von Sozialen Unternehmer*innen. Die Stiftung möchte das kreative Potenzial, die Leidenschaft und den Ehrgeiz von Gründerinnen und Gründern in eine andere Richtung lenken - weg vom Gedanken an den millionenschweren Exit und einen flotten Sportwagen (zugegeben sehr spitz formuliert), hin zu gesellschaftlicher Innovation und sozial-ökologischem Nutzen für alle. Die Dynamik des Kapitalismus kann gewaltige Veränderungen in Gang setzen, vorausgesetzt, das richtige Ziel wird in den Blick genommen.

    Wir haben mit Matthias über die verschiedenen Facetten von Social Entrepreneurship gesprochen, über bahnbrechende Ideen aus dem Ashoka-Netzwerk und die strengen Auswahlkriterien, denen man gerecht werden muss, um in den erlesenen Kreis der “Fellows” aufgenommen zu werden. Gemeinsam haben wir uns gefragt, wie der Social Business Gedanke einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden könnte und ob die aktuelle Krise Fluch oder Segen bedeutet. Schlussendlich haben wir unser eigenes unternehmerisches Tun hinterfragt und dabei festgestellt, dass auch bei uns noch etwas Luft nach oben ist. Inspiration von einigen tollen sozial unternehmerischen Geschäftsideen hat uns das Gespräch mit Matthias geliefert.


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  • 25.04.2020
    122 MB
    01:25:06
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    Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 5): Retten wir die Alten - aber nicht das Alte!

    Lange angekündigt, noch länger debattiert, jetzt ist sie endlich da: die Maskenpflicht! Wir halten uns natürlich wie immer an alle Auflagen und nehmen unseren Podcast nur noch mit Maske auf. Das erfordert in der Konsequenz beim Zuhörenden besondere Aufmerksamkeit, um bei all dem Genuschel überhaupt noch etwas zu verstehen. Denn so ehrlich sind wir auch: Unser Stammgast und Marathon-Redner Stephan A. Jansen spricht gewohnheitsbedingt weiterhin so schnell wie immer, denn es gibt viel zu diskutieren.

    Wir läuten das Staffelfinale von unserer kleinen Mini-Reihe “Hohes C - Corona Spezial” ein. Für den Moment scheint alles gesagt, eine Neuauflage wird es dann vielleicht pünktlich zur zweiten Pandemie-Welle im Herbst geben. Wir lassen in dieser Folge die vergangenen Wochen Revue passieren und blicken auf die behandelten Themen und unsere eigene Gefühlslage zurück: Hackathon, Green New Deal, fehlerhafte Corona-Statistiken, die Frage nach einem neuen Kapitalismus und der Verhältnismäßigkeit des Shutdowns, der Status Quo in unserem Gesundheits- und Bildungssystem und die Ungewissheit, wie es morgen weitergeht.

    Außerdem zaubern wir ein paar Überraschungsgäste aus dem Hut, zum Beispiel die Asien-Grippe von 1957 oder die Hongkong-Grippe (auch Mao-Grippe genannt) aus dem Jahr 1968. Warum das Ganze? Weil auch damals in Deutschland jeweils mehr als 30.000 Menschen starben und das öffentliche Leben still stand, sich aber niemand in Wissenschaft und Medien daran zu erinnern scheint. Zu guter Letzt blicken wir naturgemäß nach vorne und in eine Zukunft, in der es vielleicht schon bald ein Bedingungsloses Grundeinkommen gibt. Davon würden besonders gesellschaftlich benachteiligte Menschen profitieren, die auch in dieser Krise die größten Lasten zu tragen haben.


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    Petition zum Bedingungslosen Grundeinkommen im Bundestag:

    www.mensch-in-germany.org

    Volksbegehren zum Grundeinkommen in Berlin:

    www.expedition-grundeinkommen.de

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  • 21.04.2020
    136 MB
    01:35:08
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    Aileen Moeck (Die Zukunftsbauer): Wie bekommt man Lust auf die Zukunft?

    Den Deutschen sagt man oft nach, dass sie ein Volk von Pessimisten und Nörglern sind. Es wird immer nur das Negative gesehen, die Zukunft sieht düster aus und früher war sowieso alles besser. Es ist zwar nur ein Klischee, aber wie so oft, hat diese Übertreibung einen wahren Kern. Studien und Umfragen belegen regelmäßig, dass eine Mehrheit der Menschen hierzulande pessimistisch in die Zukunft blicken, trotz unseres Wohlstandes und der sehr guten sozialen Absicherung. Doch warum ist das so und was hat unser Bildungssystem damit zu tun?

    Aileen Moeck ist Zukunftsforscherin und hat mit ihrem Co-Gründer Jens Konrad 2018 Die Zukunftsbauer ins Leben gerufen. Die Mission: Unsere Mitmenschen, primär Schüler*innen und Azubis, zu aktiven Zukunftsgestalter*innen zu machen, damit wir alle gleichermaßen eigene visionäre und progressive Ideen in die Welt tragen. Denn unser Bildungswesen ist strukturell und inhaltlich zumeist im Industriezeitalter stehengeblieben. Dabei benötigen wir statt stumpfer Wissensvermittlung vielmehr die Fähigkeit, souverän mit unserem Nichtwissen umzugehen. Nur wenn unsere Neugier auf das Neue geweckt und aufrechterhalten wird, können wir die stetige Transformation unserer Lebenswelten meistern und positiv mitgestalten.

    Wir haben Aileen gefragt, ob sich ihr persönliches Zukunftsbild in den letzten Wochen durch die Corona-Krise verändert hat, wie das Home Schooling von vielen Millionen Kindern und Jugendlichen in der Praxis funktioniert und ob sie dieser Ausnahmesituation auch etwas Positives abgewinnen kann. Aileen hat uns erzählt, dass ihr Masterstudium die Welt für sie auf den Kopf gestellt hat, wie sie seither viel systematischer in Zusammenhängen denkt und warum ein positives Zukunftsbild das persönliche Wohlbefinden verbessert. Außerdem haben wir einiges über die Missstände im Deutschen Bildungswesen gelernt und die Frage diskutiert, welche Rolle die junge Generation in einer alternden Gesellschaft spielt.


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  • 17.04.2020
    145 MB
    01:41:18
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    Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 4): Rollende Krankenhäuser und schwimmende Klassenzimmer

    Jetzt ist es amtlich: Corona-Fürst und Möchtegern-Kanzler Markus Söder musste mit Tränen in den Augen das diesjährige Oktoberfest absagen, zumindest geht er aktuell stark von einer Absage aus. Das zeigt die ganze Dramatik von Corona. Bayern ohne Oktoberfest, das schien bisher undenkbar. Undenkbar schien bis vor kurzem auch, dass es eine Wiederauferstehung der Abwrackprämie gibt. Aber angesichts von Werksschließungen, abgerissenen Lieferketten und ausbleibender Nachfrage müssen wohl schwere Geschütze aufgefahren werden, um das Tafelsilber der Deutschen Wirtschaft, die Autoindustrie, notdürftig ins gerade erst begonnene Jahrzehnt zu retten. Am Ende wird es wahrscheinlich vergebens sein.

    Wir stellen generell fest, dass inzwischen jeder gerettet wird oder zumindest gerettet werden möchte. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis den Passagieren auf der Titanic klar wird: die Rettungsboote reichen nicht für alle. Wird auch die Politik bald das gefürchtete “Triage-Verfahren” für Unternehmen, Kultureinrichtungen, Veranstalter und ganze Branchen einführen müssen? Nur wer eine realistische Chance auf Heilung hat, wird überhaupt noch an das Beatmungsgerät - sprich die staatliche Notenpresse - angeschlossen und mit Liquidität versorgt?

    Außerdem blicken wir hinter die Kulissen der Zahlenpyramiden und stellen dabei fest, dass viele Mediziner und Virologen in “Grundkurs Statistik I” nicht aufgepasst haben. Die Schreckenszahlen über Tote und Infizierte, die tagtäglich in unsere Wohnzimmer flimmern, sind nicht nur sehr ungenau, sondern oft auch falsch und international nicht vergleichbar. Was hingegen vergleichbar ist, sind die Arbeitslosenzahlen. Allein in den USA sind innerhalb von vier Wochen 22 Mio (!) Menschen arbeitslos geworden. Die Kollateralschäden werden wohl schon bald die Bilder in den Nachrichtensendungen bestimmen.


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  • 15.04.2020
    140 MB
    01:37:44
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    Julia Kloiber (Ashoka & Superrr Lab): Wie können wir unsere Daten für’s Gemeinwohl nutzen?

    “Daten sind das neue Öl” - so lautet die gemeinhin verwendete Begründung für den Erfolg der GAFA-Ökonomie (Google, Apple, Facebook, Amazon). Dieser Vergleich ist sehr eindimensional und in vielerlei Hinsicht auch nicht zutreffend. Aber dass eine intelligente Nutzung von Daten eine sehr große Bedeutung hat im digitalen Zeitalter, steht außer Frage. Bisher haben davon in erster Linie private Unternehmen profitiert und gigantische Gewinne erwirtschaftet. Wie aber lassen sich Daten für das Gemeinwohl nutzen und welche Rolle spielt dabei der Datenschutz?

    Julia Kloiber beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren mit den Schnittstellen zwischen Technologie und Gesellschaft. Sie hat zahlreiche Unternehmen und Projekte begleitet oder selbst gegründet und ist aktuell für Ashoka Deutschland tätig. Wir haben mit ihr die Frage diskutiert, warum eine digitale Zivilgesellschaft systemrelevant ist, welche Vorteile Open Source Software bietet und warum wir dringend eine digitale Aufklärung brauchen. Julia hat uns viele inspirierende Praxisbeispiele für eine offene und partizipative Softwareentwicklung erläutert und einen Ausblick zu den gesellschaftlichen Potenzialen gegeben.

    Außerdem haben wir gelernt, welchen Datenschatz öffentliche Institutionen wie Stadtverwaltungen, Krankenhäuser, Universitäten Entsorgungs- oder Verkehrsbetriebe in ihren Aktenordnern horten und wie diese Daten zukünftig transparent dem Gemeinwohl dienen könnten. Natürlich gehen wir auch auf die möglichen Schattenseiten von Technologie ein, die sich aktuell zum Beispiel beim Thema Massenüberwachung in China zeigen. Im Outro wirst Du zudem Zeuge eines leidenschaftlichen Streitgesprächs zwischen Paul und Lasse über Corona-App und Mundschutz-Pflicht, wir sind gespannt auf deine Meinung.


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    www.juliakloiber.com

    www.twitter.com/j_kloiber

    Eine Auswahl an Projekten von Julia:

    www.okfn.de

    www.codefor.de

    www.prototypefund.de

    www.superrr.net/lab

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  • 08.04.2020
    102 MB
    01:11:00
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    Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 3): Feiern wir an Ostern unsere Wiederauferstehung?

    Die Abkürzung “B.C.” stand bisher in der Chronologie der Weltgeschichte für “Before Christ” -  vor Christi Geburt. In der aktuellen Lage wird “B.C.” auch als Synonym für “Before Corona” verwendet. Nun steht also das Osterfest vor der Tür und die ganze Nation fragt sich, ob wir in diesem Jahr nicht nur die Wiederauferstehung von Jesus Christus feiern können, sondern auch unsere eigene Reinkarnation. Die traditionelle Eiersuche steht auf der Kippe, der Urlaub auf Mallorca ist abgesagt und selbst der Osterhase trägt Mundschutz. Da hilft nur Fahrrad fahren und Podcast hören - schöne Bescherung.

    Unser Stammgast Prof. Stephan A. Jansen hat derweil die ersten Erfahrungen mit der virtuellen Lehre gemacht und stellt fest: ist ja eigentlich alles so geil wie offline, aber nur wenn man gut vorbereitet ist. Wir stellen hingegen fest, dass die bisher recht positive Stimmung erste kleine Risse bekommt, die Nerven werden dünner und die Wirtschaftskrise am Horizont wird für viele realer. Auf den Titelseiten und in den Talkshows verdrängen die Ökonomen langsam die Virologen von ihrer Pole-Position der öffentlichen Deutungshoheit und es gab noch nie so schnell so viel Geld wie jetzt.

    Sind die Staatshilfen und Notprogramme positiv zu bewerten? Kommt darauf an, wie sie konzipiert sind. Wir diskutieren über Helikoptergeld, den Green New Deal, Corona-Bonds und die New Money Theorie. Kleiner Spoiler: Wer auf die wundersame Wiederauferstehung der Sparzinsen gewartet hat, der wird sich jetzt eingestehen müssen: Die Zinsen kommen nie mehr wieder. Unser Geldsystem steht vor einem radikalen Paradigmenwechsel. Die Sympathisanten einer Postwachstumsökonomie reiben sich bereits die Hände. Aber wie immer gilt: Wer zuletzt lacht, lacht zuletzt.


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  • 06.04.2020
    120 MB
    01:23:28
    1230628 1555149961480 30e5aded63ba3

    Christina Wille (Loveco): Ist nachhaltige Mode weniger krisenanfällig?

    Die Mode-Branche steht seit Jahren in der Kritik, weil der praktizierte “Fast-Fashion” Ansatz große soziale und ökologische Probleme mit sich bringt. In Zeiten von Corona stehen viele Unternehmen vor dem Aus, weil nicht nur die komplexen Lieferketten zusammenbrechen, sondern auch die Läden wochenlang geschlossen werden müssen und durch den harten Preiskampf kaum finanzielle Rücklagen zur Verfügung stehen. Aber sind nachhaltige Modelabels und Retailer widerstandsfähiger in einer solchen Ausnahmesituation und könnte Corona vielleicht sogar in der gesamten Branche ein Umdenken bewirken?

    Christina Wille hat 2014 Loveco gegründet, ein Shopkonzept, das sehr konsequent auf ökologische, faire und vegane Mode setzt. Das gesamte Sortiment ist nicht nur nachhaltig, sondern muss auch in punkto Style und Qualität den Vergleich mit konventioneller Kleidung nicht scheuen. Im Gegenteil: Oft ist die nachhaltige Alternative bereits besser. Neben den drei stationären Läden verfügt Loveco auch über einen Onlineshop, dem nun zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen plötzlich eine wichtige Bedeutung zukommt.

    Wir haben mit Christina über Ladenschließungen, Kurzarbeit, veränderte Kaufgewohnheiten und eine drohende Insolvenzwelle im Einzelhandel gesprochen. Sie hat uns die Geldströme und die Abhängigkeit von den saisonalen Verkaufszyklen in der Branche erklärt, die viele Modehändler und Labels nun vor riesige Probleme stellt. Außerdem haben wir die Frage diskutiert, ob eine erhöhte Nachfrage nach nachhaltiger Mode überhaupt gedeckt werden könnte und an welchen Stellen entlang der Wertschöpfungskette die größten Herausforderungen zu lösen sind. Wenn Du mit dem Gedanken spielst, selbst eines Tages ein Geschäft zu eröffnen, hat Christina ein paar hilfreiche Tipps für den Start.


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  • 29.03.2020
    188 MB
    02:11:10
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    Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 2): Freunde, Fußball und Finanzen - wann geht’s wieder los?

    Nach zwei Wochen Shutdown ist die Stimmung in unserer Corona-WG mit Prof. Jansen noch erstaunlich gut und ausgeglichen, man kann fast sagen: gelöst. Denn wir lösen uns alle langsam von liebgewonnenen Ritualen - Samstag Bundesliga, Montag ab ins Büro und die Kinder in die Kita, Sonntagnachmittag ins Berghain. Geht jetzt alles nicht mehr und wir stellen fest, dass es uns erstaunlich gut damit geht. Gleichzeitig dämmert uns aber auch, dass wir sehr zeitnah als Gesellschaft einen Plan B benötigen, um das Wirtschafts- und Finanzsystem nicht vollends zum Einsturz zu bringen. Was also tun?

    Wir diskutieren die Unterschiede in den internationalen Corona-Statistiken und weiten den Blick, um besser zu verstehen, worum einzelne Länder besonders schwer getroffen werden. Dabei stellen wir fest, dass die Deutungshoheit der Virologen langsam zu bröckeln beginnt und der kritische Diskurs über das Virus und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie an Fahrt aufnimmt.

    Außerdem sprechen wir über die Rolle der Medien, den Systemwettbewerb zwischen Demokratie und Autokratie (Westen vs. China) beim Kampf gegen das Virus, das Bedingungslose Grundeinkommen als Lösungsansatz in der Krise und die Frage der Generationengerechtigkeit. Angesichts der horrenden Kosten zur Beilegung des Shutdowns steht ein gewaltiger ungelöster Konflikt zwischen den Generationen vor der Tür. Trotzdem gehen wir optimistisch, motiviert und mit guter Laune aus dem Gespräch, versprochen!


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  • 28.03.2020
    132 MB
    01:31:40
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    Stephan A. Jansen (Hohes C - Folge 1): Die Grippe der Gesellschaft

    In Zeiten von Corona wird alles über den Haufen geworfen, auch unsere Podcast-Routine. Unser heimeliges Podcaststudio, von uns liebevoll “Die Besenkammer” genannt, ist bis auf weiteres für den Besucherverkehr gesperrt, denn es misst im gesamten Durchmesser nicht einmal 1,5 m - Abstand halten ist also Fehlanzeige. Daher experimentieren auch wir mit der neusten Technik, um Dich weiterhin mit geilen Gästen am geilen Montag versorgen zu können. Und das Versuchskaninchen ist dabei kein geringerer als Stammgast und Gegenwartsdiagnostiker Stephan A. Jansen.

    Wir haben uns kurz nach der Ansprache von Angela Merkel an die Nation virtuell zusammengesetzt und darüber diskutiert, welche gesellschaftlichen Veränderungen nun durch Corona beschleunigt oder überhaupt erst ermöglicht werden. Wir erleben nicht nur den ersten Shutdown in unserem Leben, sondern aktuell eine beispiellose Solidarität (außer vor dem Klopapier-Regal). Die Nachbarschaft wird gefeiert, die Nation muss sich über Nacht auf’s Home Office einlassen, Eltern sich wieder mit ihren Kindern beschäftigen und umgekehrt, VW baut plötzlich Beatmungsgeräte und spendet Atemschutzmasken.

    Welche Entwicklungen werden von Dauer sein? Was wird sich positiv auf unser gesellschaftliches Zusammenleben auswirken? Und warum hat die Spanische Grippe 1918/19 Donald Trump auf Umwegen ins Präsidentenamt verholfen? Fragen über Fragen, wir dröseln sie für Dich auseinander. Dabei ist hoffentlich der bis dato positivste Corona-Podcast aller Zeiten entstanden.

    NOTIZ: Diese Folge wurde bereits am Mittwoch, den 18.03.2020 aufgenommen. Weil auch Pauls Laptop vom Shutdown betroffen war (Festplatte im Arsch) hat es leider etwas mit der Veröffentlichung gedauert. Den fehlenden aktuellen Bezug bitten wir zu entschuldigen!


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  • 24.03.2020
    110 MB
    01:16:54
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    Volker Baisch (Väter gGmbH): Warum sollten sich Männer stärker in der Familie einbringen?

    Die Erziehung der Kinder und die Arbeit im Haushalt, die sogenannte “Care Arbeit”, ist immer noch größtenteils Frauensache. Daran ändert auch das Elterngeld nichts, denn die meisten Väter nehmen lediglich die obligatorischen zwei Monate, um den Anspruch auf diese Geldleistung zu insgesamt verlängern. Gleichzeitig wünschen sich knapp 70% in Umfragen, möglichst lange Elternzeit zu nehmen. Warum tun sie es dann nicht? Volker Baisch, Gründer der Väter gGmbH, Ashoka Fellow und langjähriger Experte beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat uns viele spannende Antworten geliefert.

    Volker hat selbst zwei Töchter und als er 2001 zum ersten Mal Vater wurde, war von Elterngeld oder Elternzeit noch keine Rede. Es gab keine Vorbilder, keine Beratung und keine finanzielle Unterstützung vom Staat oder den Arbeitgebern. Die Rollenverteilung war klar: Die Frau bleibt zu Hause, der Mann verdient das Geld. Fertig. Das ist nicht einmal 20 Jahre her. Volker und seine Frau wollten das nicht hinnehmen, teilten sich die Care Arbeit von Beginn an 50/50 auf und sammelten wertvolle Erfahrungen, die Volker anschließend in den Aufbau seines Sozialunternehmens fließen ließ.

    Wir haben mit Volker über seine Arbeit gesprochen, über die Frage, wie er Väter dazu ermutigt, den Fokus mehr auf die Familie zu legen und die Entwicklung in Deutschland insgesamt ergründet. Er hat uns Einblicke in den Arbeitsalltag vieler Unternehmen gegeben, die vielen Hürden und Bedenken beleuchtet, die immer noch einer gleichberechtigten Arbeitsteilung im Weg stehen und uns erklärt, warum er sich nicht als Feministen bezeichnen würde. Es war erstaunlich zu sehen, welche positiven Auswirkungen eine familienfreundliche Unternehmenspolitik haben kann, auch für Menschen ohne Kinder.


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  • 16.03.2020
    122 MB
    01:25:04
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    Nora Griefahn (Cradle to Cradle NGO): Warum glaubst Du an eine Welt ohne Müll?

    Unsere wirtschaftliche “Wertschöpfung” produziert aus natürlichen Ressourcen vor allem eines: gigantische Müllberge, verseuchte Gewässer, verpestete Luft und kontaminierte Böden. Das ist umso erstaunlicher, wenn man sich vor Augen hält, dass die Natur gar keinen Müll kennt. Natürliche Kreisläufe sind tatsächlich das, was sie vorgeben zu sein: ein geschlossenes System, das sich stetig aus sich selbst heraus erneuert. Wir Menschen denken hingegen in linearen Wertschöpfungsketten und die dabei verwendeten Rohstoffe sind nach dem Gebrauch oftmals für immer verloren. Lässt sich daran etwas ändern?

    Nora Griefahn arbeitet mit der von ihr mit gegründeten Cradle 2 Cradle NGO seit 2012 daran, dass unsere Wirtschaft endlich die schon lange propagierten eigenen Versprechen einhält. Eine Kreislaufwirtschaft zu schaffen, die hält was sie verspricht. Produktdesigns und Geschäftsmodelle so zu verändern, dass alle Rohstoffe dauerhaft wiederverwendbar sind, ohne großen Aufwand und gänzlich ohne Abfall. Aber ist eine solche Wirtschaft überhaupt realistisch, wie ist der aktuelle Status quo und entbindet uns das im besten Fall von dem viel diskutierten Konsumverzicht?

    Wir haben mit Nora über ihr Büro gesprochen, das komplett nach C2C-Standards eingerichtet worden ist, über die Vorteile von Cradle to Cradle und die nach wie vor großen Herausforderungen. Nora hat uns erzählt, wer die treibenden Kräfte beim Wandel sind, wie ihre NGO die Schnittstelle zwischen Politik, Wirtschaft und vielen Pionieren im ganzen Land ist und warum wir nicht nur neue Produkte brauchen, sondern auch eine neue Denkweise.


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  • 09.03.2020
    105 MB
    01:13:01
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    Franziska Lienert (Too Good to Go): Was lässt sich gegen Lebensmittelverschwendung tun?

    Die Lebensmittelverschwendung ist immens - 18 Mio Tonnen im Jahr alleine in Deutschland - und gleichzeitig müssen nach wie vor 700 Mio Menschen weltweit an Hunger leiden. Wie passt das zusammen? Die Ursachen liegen im System. Die industrielle Landwirtschaft und die nachgelagerten Branchen wie Lebensmittelindustrie, Handel und Gastronomie maximieren ihre Profite auf Kosten der Natur, des Tierwohls und der menschlichen Gesundheit. Unser Gast Franziska Lienert möchte mit ihrem Unternehmen Too Good to Go die Verschwendung von Lebensmitteln auf internationaler Ebene bekämpfen.

    Die Vernichtung von genießbaren Lebensmitteln ist nicht nur eine gigantische Geld- und Ressourcenverschwendung, sondern sie befeuert mit einem Anteil von 8% am globalen CO²-Ausstoß auch massiv den Klimawandel. Wir haben mit Franziska über ihren eigenen Kühlschrank zu Hause gesprochen, über gemeinsames Kochen im Büro und einen bewussten Umgang mit unserem Essen. Sie hat uns erläutert, wie aktuell eine Allianz von verschiedenen Unternehmen und Organisationen entsteht, um nicht nur die Konsument*innen von anderen Routinen zu überzeugen, sondern auch die Politik zu Gesetzesänderungen zu drängen.

    Während unsere Großeltern den Mangel noch höchstpersönlich miterlebt und aufgrund dieser Erfahrung ihr Leben lang meistens sehr sparsam und bewusst gelebt haben, ist den nachfolgenden Generationen der Sinn für unsere Nahrungsmittel völlig abhanden gekommen. Das Gemüse wächst quasi im Supermarkt, was davor oder danach passiert, interessiert uns nicht. Es wird Zeit, dass wir wieder lernen, genügsam zu sein.


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  • 06.03.2020
    172 MB
    01:59:45
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    Stephan A. Jansen (Teil 2, Digitalisierung): Wie können wir das Internet zurückerobern?

    Nachdem wir uns im ersten Teil der Folge zur Digitalisierung auf das “Grundstudium” und damit auf das Verständnis des Status Quo konzentriert haben, sprechen wir in der zweiten Halbzeit über mögliche zukünftige Entwicklungen und Herausforderungen. Wir diskutieren die Frage, ob die aktuelle Dominanz der amerikanischen und chinesischen Tech-Konzerne irgendwann ein Ende haben wird, wie technologische Innovationen stärker dem Gemeinwohl dienen könnten und warum die Nachzügler in Europa durch das “Last Mover Advantage” vielleicht doch gar nicht so schlecht aufgestellt sind. Außerdem sprechen wir mit Stephan über die Soziale Digitale Marktwirtschaft made in Europa, sogenannte “Mathevernichtungswaffen”, ominöse Sprunginnovationen und die Zerschlagung von Monopolen. Zu guter Letzt gibt es noch ein paar praktische Tipps für den Alltag:  Wie kann man mit regelmäßigem Puzzeln und Deep Reading die Konzentration zurückgewinnen und warum steht einem als Theaterwissenschaftler*in zukünftig die Karriereleiter offen? Dies ist Teil 2 der Folge. Der erste Teil wurde am Montag, den 02. März 2020 veröffentlicht.

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  • 02.03.2020
    175 MB
    02:01:54
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    Stephan A. Jansen (Teil 1, Digitalisierung): Wie können wir das Internet zurückerobern?

    Unser Stammgast Prof. Dr. Stephan A. Jansen hat wieder den Weg zu uns ins Podcast-Studio gefunden - Hurra! Wie immer auf dem Fahrrad, ganz analog ohne Google Maps und mit vielen steilen Thesen im Gepäck. Die Liste an Titeln und Aktivitäten, die ihn fit und munter halten, ist in der Zwischenzeit um eine Position länger geworden: Stephan ist nun auch noch zum Forscher an das Alexander von Humboldt Institut für Internet & Gesellschaft berufen worden. Anlass genug, um mit ihm über die Digitalisierung zu sprechen. Die Stammgast-Gespräche sind bekanntlich die Wundertüte im Geil Montag Podcast. Höchste Konzentration ist erforderlich, Überraschungen sind garantiert. Wir fragen uns, ob Digitalisierung wirklich krasser ist als vorangegangene Innovationsschübe, warum wir in Deutschland hinterher hinken und wieso die Tech-Größen im Silicon Valley inzwischen Angst vor ihrer eigenen Technologie bekommen. Wir diskutieren über Cyborgs, Big Data und natürlich künstliche Intelligenz, die streng genommen weder künstlich noch intelligent ist. Außerdem stellen wir fest, dass uns die Pioniere des Internets betrogen haben: Uns wurde Vielfalt versprochen und wir haben Einfalt, Datenmissbrauch und Monopole bekommen. Es wird Zeit, aufzuwachen! Stephan seziert für uns die verschiedenen Ebenen des Megatrends Digitalisierung und stellt dabei fest, dass wir uns aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit und der digitalen Hypnose befreien müssen. Augen auf, den Blick in die Welt richten und nicht immer nur auf’s Display, heißt die Devise. Das Internet wird bleiben, soviel ist sicher. Aber bei der Frage, wer es zukünftig gestaltet, da sollten wir schon noch ein Wörtchen mitreden. Dies ist Teil 1 der Folge, der zweite Teil wird am Freitag, den 06. März 2020 veröffentlicht.

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  • 24.02.2020
    140 MB
    01:37:39
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    Felix Lobrecht (Comedian & Podcaster): Wie hilft man mit Humor?

    Felix Lobrecht ist derzeit in aller Munde. Er ist einer der erfolgreichsten Comedians in Deutschland, verkauft schonmal 12.000 Tickets für einen Auftritt und verfügt mit dem Podcast “Gemischtes Hack” zusammen mit Co-Host Tommi Schmitt über eine beträchtliche Reichweite - Platz drei bei Spotify weltweit! Sein Humor und sein Lifestyle sind dabei Gegenstand lebhafter Diskussionen (#Rolex). Gleichzeitig zeigt er regelmäßig bei wichtigen Themen Haltung, stellt seine Popularität für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung und startet als Unternehmer ständig neue Projekte. Ein Widerspruch in sich? Das wollten wir genauer wissen.

    Wir haben mit Felix über Rap-Zitate, die ominöse Münchner Rolex-Krise, abgefuckte Großraumbüros und noch abgefucktere Arbeitgeber gesprochen. Er hat uns erzählt, warum er trotz seiner Herkunft aus schwierigen Verhältnissen schon immer ein gesundes Selbstvertrauen hatte, wieso er die Angst vorm Scheitern nicht kennt und auf welchen Umwegen er zunächst sein Abi und später auch sein Studium abgeschlossen hat.

    Wir wollten wissen, was er anders macht als seine Berufskolleg*innen im Comedy-Business, wer seine Vorbilder sind und warum er bei jeder Show ein Kontingent Karten an seine Fans verschenkt. Außerdem haben wir erfahren, was im Deutschen Bildungswesen richtig scheiße läuft, warum Chancengerechtigkeit und Gleichberechtigung so wichtige Themen für ihn persönlich sind und wie er seine Reichweite ganz konkret für die gute Sache einsetzt.

    Felix Lobrecht ist sicherlich ein kontroverser Gast im ‘Geil Montag’ Podcast, denn er ist kein klassischer Social Entrepreneur. Aber er geht allein schon aufgrund seiner eigenen Vita viele Dinge bewusst anders an, steht für seine Meinung ein und bringt sehr viel frischen Wind in eine ansonsten sehr abgestumpfte Öffentlichkeit. Wir finden: da können sich einige Prominente ein Scheibchen von abschneiden. Wir sind gespannt auf Dein Feedback zu dieser Folge.


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  • 17.02.2020
    137 MB
    01:35:36
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    Titus Molkenbur (United4Rescue): Warum ist soziales Engagement für dich alternativlos?

    Flucht und Vertreibung, das Elend in Libyen und Griechenland, der Tod auf dem Mittelmeer ist seit Jahren Dauerthema in Deutschland und Europa. Es wird sich empört, es wird Mitgefühl gezeigt, radikale Parteien erhalten unvermindert Zulauf und während all das geschieht, sind wir von einer Lösung weiter entfernt denn je. Zivile NGOs, die sich seit 2015 auf dem Mittelmeer gegen das Sterben engagiert haben, werden systematisch bekämpft und kriminalisiert. Wie motiviert man sich in solch einem Arbeitsumfeld, um trotzdem nicht aufzugeben?

    Unser Gast Titus Molkenbur hat 2016 die Organisation Jugend Rettet mitbegründet, hat zwei Jahre lang ehrenamtlich Tag und Nacht für die Rettung von Menschen auf dem Mittelmeer gekämpft, um dann dem Stress und dem Hass, dem er ausgesetzt war, zumindest temporär nachzugeben. Titus ging nach London, um Abstand zu gewinnen, studierte dort “Migration Mobility and Development” und baut nun mit seinen Erfahrungen aus Theorie und Praxis das Bündnis United4Rescue im Auftrag der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) auf.

    Wir haben mit Titus über seinen Sinn für Gerechtigkeit, die Herausforderungen beim Gründen einer NGO und die Komplexität von Seenotrettung im Wechselspiel zwischen internationaler Politik, Medienhype und rechter Meinungsmache gesprochen. Er hat uns viel zu den strukturellen Ursachen von Migration erklärt, die aktuelle Situation in den historischen Kontext eingeordnet und unkonventionelle Lösungsansätze skizziert. Dabei ist deutlich geworden, dass nicht die Migration das Problem ist (die gab es in der Menschheitsgeschichte schon immer), sondern die Grenzen zwischen unseren Staaten und in unseren Köpfen.


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  • 10.02.2020
    85 MB
    59:16
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    Freddi Lange (WHU SensAbility Konferenz): Interessiert sich die Wirtschaftselite für Nachhaltigkeit?

    Deutschlands Wirtschaftsunis, allen voran die WHU in Vallendar bei Koblenz, waren bisher nicht unbedingt bekannt dafür, sich im Rahmen ihrer Forschung und Lehre über Themen wie Social Business, verantwortungsvolles Unternehmertum oder Nachhaltigkeit Gedanken zu machen. Aber der breite gesellschaftliche Diskurs zu Kapitalismuskritik und Klimaschutz ist auch an den selbsternannten Elite-Hochschulen nicht spurlos vorbei gegangen. Bereits seit 2010 wird an der WHU jährlich von Studierenden die SensAbility Konferenz ausgerichtet und dabei lebhaft über die Frage diskutiert, wie die Wirtschaft ihrer Verantwortung bei einer nachhaltigen Transformation gerecht werden kann.

    Wir haben uns mit Freddi Lange den bisher jüngsten Podcast-Gast ins ‘Geil Montag’ Studio eingeladen, um mit ihm über sein Studium, seine ersten Gründer-Erfahrungen in Bielefeld und seine Aufgaben bei der SensAbility Konferenz zu sprechen. Er hat uns einen Einblick in die Entwicklungen an seiner Hochschule gegeben, selbstkritisch seinen eigenen Lebensstil betrachtet und mit uns die Rolle der Wirtschaft beim Klimaschutz diskutiert.

    Es ist bei weitem nicht so, dass die WHU und auch andere Hochschulen in Deutschland Vorreiter sind bei neuen, innovativen Lernkonzepten. Aber es ist sehr interessant zu beobachten, wie der Wandel in vollem Gange ist und wer die treibenden Kräfte dahinter sind. Kleiner Spoiler: Es sind eher nicht die Professoren*innen, sondern vielmehr die Studierenden. Und das ist eine gute Nachricht.


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  • 03.02.2020
    147 MB
    01:42:05
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    André Presse (Professor, Unternehmer): Sind wir alle Sklaven unserer Arbeit?

    Die Idee eines Bedingungslosen Grundeinkommens wird immer populärer. Unsere Arbeits- und Wirtschaftsordnung wird durch die Digitalisierung einem radikalen Wandel unterzogen, der traditionelle Sozialstaat lässt sich perspektivisch nicht mehr finanzieren. Kann ein Grundeinkommen die Lösung sein? André Presse ist Professor für Entrepreneurship und hat sich im Rahmen seiner Doktorarbeit so intensiv mit der Frage der Finanzierbarkeit eines solchen Grundeinkommens beschäftigt, wie nur wenige andere.

    Vor seiner akademischen Karriere war André Unternehmer und hat verschiedene Startups in Polen, China und Deutschland gegründet. Durch seinen Doktorvater Götz Werner stieß er auf das Bedingungslose Grundeinkommen, was sein Leben und seine Laufbahn im wahrsten Sinne nachhaltig veränderte. Seither beschäftigte er sich intensiv mit verschiedenen Finanzierungsmodellen für das Grundeinkommen, den Ursprüngen unseres modernen Arbeitsethos und den Paradoxien des kapitalistischen Finanz- und Wirtschaftssystems.

    Wir haben mit André seinen Werdegang nachgezeichnet, seinen inneren Sinneswandel in Bezug auf seine beruflichen Ziele ergründet und ihn gefragt, was ihn in der Zusammenarbeit mit seinen Studierenden am meisten motiviert. André hat uns aufgezeigt, dass ein Grundeinkommen keine Utopie bleiben muss, unsere kulturelle Prägung ein größeres Hindernis darstellt als die Frage nach dem lieben Geld und dass der heutige Aktienmarkt eine Weiterentwicklung des antiken Sklavenmarktes ist. Wir haben viel gelernt und Du solltest unbedingt auch reinhören!


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  • 27.01.2020
    116 MB
    01:21:02
    1230628 1555149961480 30e5aded63ba3

    Kristina Lunz (CFFP): Warum darf Politik nicht länger Männersache bleiben?

    Die internationale Politik ist nach wie vor größtenteils Männersache. Das zeigt sich nicht nur im Missverhältnis zwischen Männern und Frauen in Ministerien, Botschaften und an den Schalthebeln der Macht, sondern auch in der inhaltlichen Ausrichtung der Politik selbst. Denn Männer setzen, bewusst oder unbewusst, andere Prioritäten als Frauen, befeuern Konflikte und zeigen sich allzu oft unfähig zum Kompromiss. Können es Frauen besser?

    Kristina Lunz ist davon fest überzeugt und kämpft mit ihrer Organisation Center for Feminist Foreign Policy für eine feministische Außenpolitik. Sie hat eine beeindruckende Vita, kommt selbst aus einfachen Verhältnissen und hat es als erste aus ihrem 80-Seelen-Dorf nicht nur an die Uni geschafft, sondern gleich nach London, Oxford und zu den Vereinten Nationen. Seit 2018 versucht sie nun möglichst viele Entscheidungsträger und zunehmend auch Trägerinnen von ihrer Mission zu überzeugen.

    Wir haben mit Kristina über die Männlichkeitsbilder in ihrer fränkischen Heimat, ihren Hang zu guten Schulnoten und die BILD-Zeitung als Katalysator für ihre Entwicklung zur Feministin gesprochen. Sie hat uns erklärt, was sie unter feministischer Außenpolitik versteht, wer ihre Vorbilder dabei sind und welchen Unterschied Frauen auf der internationalen Bühne bewirken können. In Zeiten von Trump, Putin und Erdogan ist das sicherlich dringend nötig.


    Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, monatlich einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support!

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  • 20.01.2020
    141 MB
    01:38:30
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    Paul Berg (GoodJobs): Ist der Wunsch nach einem sinnvollen Job ein Luxusproblem?

    Immer mehr Menschen in Deutschland möchten gerne einem sinnvollen Job nachgehen und wären dafür sogar bereit, auf Gehalt zu verzichten. In der aktuellen Gehaltsstudie des Karriereportals XING von 2019 gaben 50% der Befragten an, dass ihnen Sinn im Zweifel wichtiger ist als ein hoher Verdienst. Im zweiten und letzten Teil unserer Reihe “Selbstgespräche auf höchstem Niveau” berichtet Paul von seinem Unternehmen GoodJobs, dass er zusammen mit seinem Co-Gründer David 2016 ins Leben gerufen hat. Das Ziel von GoodJobs ist klar: People mit Purpose zu verbinden und damit möglichst viele Menschen auf dem Weg zu einer sinnvollen Tätigkeit zu unterstützen.

    Wir sprechen mit Paul über sein musikalisches Talent, die Liebe zum Deutschrap und wie er vom Schluffi-Schüler zum Muster-Studenten geworden ist. Er berichtet von seiner Einsamkeit im Auslandssemester in Taipeh, den Abgründen in der Medienbranche und wie er zufällig, und doch irgendwie gezielt, zum Gründer geworden ist. Wir wollen von ihm wissen, was für ihn ganz persönlich ein sinnvoller Job ist und nach welchen Kriterien GoodJobs bemisst, ob ein Unternehmen nachhaltig ist oder nicht.

    Aber auch die Arbeit bei GoodJobs selbst ist es wert, in den Blick genommen zu werden. Denn neben GoodJobs besteht die “Muttergesellschaft” Good Impact Ventures noch aus vielen anderen Unternehmen und Projekten. Das Besondere: in der Geschäftsführung wird nicht nur generationenübergreifend zusammengearbeitet, was sehr ungewöhnlich ist für ein Startup. Sondern auch die Mitarbeiter*innen im Team werden immer wieder dazu motiviert, eigene Ideen weiterzuentwickeln und bestenfalls selbst zu gründen.


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    Buch-Tipps:

    Trotzdem Ja zum Leben sagen: Ein Psychologe erlebt das Konzentrationslager (Viktor Frankl)

    Michael Kohlhaas (Heinrich von Kleist)

    Faserland (Christian Kracht)

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  • 13.01.2020
    134 MB
    01:33:32
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    Lasse Kroll (Cuckoo): Warum arbeiten wir in Zukunft nicht mehr im Büro?

    Seit einem Jahr machen wir nun ‘Geil Montag’ und wir bekommen immer wieder die Frage gestellt, wer eigentlich die beiden komischen Typen sind, die diesen Podcast jede Woche herausbringen. Arbeiten Lasse und Paul auch “was richtiges”? Quatschen sie immer nur schlau daher oder versuchen sie wirklich auch selbst Veränderungen anzustoßen? Viele gute, berechtigte Fragen sind inzwischen bei uns eingegangen und daher nehmen wir zwei Folgen mit uns selbst auf. Unterhaltsam und informativ, so wie Du es gewohnt bist. Los geht’s!

    Unser heutiger Gast ist Lasse Kroll. Wir sprechen mit ihm darüber, wieso er so viel unnützes Nerd-Allgemeinwissen hat, weshalb sein bisheriges (Berufs-)Leben primär aus Zufällen bestand und  warum er sich als Kriegsdienstverweigerer für Panzer interessiert. Lasse hat sich in seinem Studium an der Leuphana Universität intensiv mit Social Business, der Utopie einer Postwachstumsökonomie und der ökologischen Lenkungswirkung von Steuern befasst (wieder so ein Nerd-Thema), bevor er für das soziale Getränke-Startup Lemonaid das Eventmarketing in Deutschland aufgebaut hat.

    Seit drei Jahren befasst er sich primär mit der Frage, wie wir alle möglichst selbstbestimmt arbeiten können. Dazu gehören die Themen Remote Arbeit, Coworking und natürlich New Work. Mit Cuckoo hat Lasse 2018 eine Genossenschaft gegründet, die Selbstständige und Gründer*innen bei ihrer Arbeit unterstützt. Die Nutzer der Plattform sind gleichzeitig die Eigentümer, so könnte seiner Meinung nach die Zukunft vieler digitaler Geschäftsmodell aussehen.


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    www.cuckoo.work

    Buch-Tipp: Abflug - Reisen im Zeichen des Rucksacks

    Verlosung von 5 Büchern bis zum 31.01.2020

    TEDx Talk mit Lasse: https://www.youtube.com/watch?v=jHJE6w4Ng9Y

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  • 06.01.2020
    128 MB
    01:29:30
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    Lukas Küttner (Ostmost): Wie kann man die “Regenwälder Deutschlands” schützen?

    Streuobstwiesen werden in Fachkreisen auch “die Regenwälder Deutschlands” genannt, weil sie eine sehr hohe Artenvielfalt aufweisen und damit die Biodiversität fördern. Leider sind sie stark bedroht, denn die industrielle Landwirtschaft kann diese teilweise jahrhundertealten Kulturlandschaften nicht gewinnbringend nutzen. Stattdessen werden die Bäume lieber abgeholzt, um Platz für Mais und andere Monokulturen zu schaffen. Dabei geht nicht nur Lebensraum für Tiere und Pflanzen verloren, sondern auch viele alte Apfelsorten geraten in Vergessenheit. Ostmost schafft mit dem Verkauf leckerer Säfte und Schorlen einen neuen Absatzmarkt für Streuobst und fördert damit eine naturnahe Landwirtschaft.

    Unser Gast Lukas ist in einem besetzen Haus in Berlin-Kreuzberg aufgewachsen, kennt den Stadtteil noch aus etwas wilderen Zeiten, hat trotzdem nach der Schule BWL studiert und in vielen Agenturen und Konzernen reingeschnuppert. Nichts davon hat ihn wirklich begeistert und nach zwei Jahren bei Coca Cola hat er schlussendlich die Seiten gewechselt, “back to the roots”, sozusagen.

    Wir haben mit Lukas über alte Apfelsorten, das Artensterben vor der eigenen Haustür und den Einkauf im Supermarkt gesprochen. Wir haben gelernt, wie man recht einfach neue Apfelsorten züchten kann, warum viele Menschen gegen Äpfel aus Monokulturen allergisch sind und wie wir den Kapitalismus zu unseren Gunsten verändern können. Zu guter Letzt diskutieren wir die Frage, ob es überhaupt so etwas wie “guten Konsum” geben kann und warum es dabei auch um weniger Konsum gehen sollte.


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    Unseren Gast Lukas findest Du bei Instagram und im Netz:

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    www.ostmost.berlin

    Darüber wurde auch gesprochen:

    Mundraub - www.mundraub.org

    Gemeinwohlökonomie - www.ecogood.org

    Harald Schmidt ehrt Helmut Schmidt - www.youtube.com/watch?v=RWAjjqlUIVM

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  • 30.12.2019
    112 MB
    01:18:07
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    Hagen Matuszak (Sneaker Rescue): Was unternimmst Du gegen die Wegwerfgesellschaft?

    Schuhe aus Leder trägt heute kaum noch jemand, alle wollen Sneaker haben. Die Dinger sehen nicht nur geil aus, sie sind auch unglaublich gemütlich. Das Problem ist nur: Sneaker werden unter oft prekären Bedingungen in Ländern des globalen Südens produziert und sind so konzipiert, dass sie nach kurzer Nutzungsdauer kaputt gehen. Genau wie beim Konzept der ‘Fast-Fashion’ sollen die Kunden*innen möglichst oft neue Schuhe kaufen und das tun sie auch bereitwillig.

    Hagen Matuszak hat das Problem erkannt und will mit seinem Unternehmen Sneaker Rescue dafür sorgen, dass Schuhe wieder deutlich länger getragen werden und wir ihnen mehr Wertschätzung entgegenbringen als bisher. Wir haben mit Hagen über seine etwas dröge Ausbildung zum Orthopädieschuhmacher gesprochen, seine Liebe für’s Handwerk und den Geistesblitz, der ihn zum Sneaker-Retter werden ließ. Hagen sorgt nicht nur dafür, dass Sneaker länger halten, sondern möchte auch nachhaltige Materialien einsetzen, mit Schuhen aus dem 3D-Drucker experimentieren und das Handwerk digitalisieren. Richtig gut!

    Wir hatten bisher primär Menschen mit Universitätsabschluss im Podcast, eine Tatsache, über die wir nicht groß nachgedacht haben. Deswegen freuen wir uns ganz besonders, dass mit Hagen nun endlich mal jemand zu Gast ist, der einen ganz anderen Background hat und dementsprechend auch andere Herangehensweisen an den Tag legt. Hands on, sozusagen. Wir sind uns auf jeden Fall einig: Wir brauchen mehr Leute wie Hagen, im Podcast und in der Gründer*innenszene.


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  • 23.12.2019
    86 MB
    01:00:21
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    Paul & Lasse (Xmas Spezial): Der große ‘Geil Montag’ Jahresrückblick mit Jesus, Luisa und Claus

    2019, was für ein Jahr! Greta Thunberg und die Fridays for Future Clique haben das Thema Klimaschutz endlich auf die globale Agenda gehoben, auf dem Weg zur Arbeit stolpert man neuerdings nicht mehr über Leihräder- sondern nun über eScooter-Haufen und der Geil Montag Podcast hat das Licht der Welt erblickt. Es ist also höchste Eisenbahn, kurz inne zu halten, sich einen leckeren Punsch einzuschenken und das Jahr Revue passieren zu lassen. Hat Paul schon alle Geschenke beisammen, warum muss Lasse jedes Jahr einen Adventskalender basteln und warum feiern wir überhaupt nochmal Weihnachten? Wir sprechen über Konsumorgien, Verpackungsmüll und natürlich über Jesus und den Weihnachtsmann. Gleichzeitig holen wir ein paar 2019er Anekdoten aus der Mottenkiste, bevor sie für immer dort verschwinden. Geil Montag ist aber vor allem bekannt dafür, nach vorne zu blicken und die Zukunft positiv zu beeinflussen. Wir wagen eine Prognose für 2020, weihen Dich in unsere großen Pläne und die lange Liste zukünftiger Gäste ein und schmieden gemeinsam einen Plan, wie wir alle etwas nachhaltiger Leben werden. Wir wünschen Dir ein frohes Fest, möglichst wenige Geschenke (weil nachhaltiger) und eine gute Zeit mit Deiner Familie.

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  • 16.12.2019
    122 MB
    01:24:52
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    Anna Theil (Startnext): Warum gehört die Zukunft den Mutigen?

    Crowdfunding war schon oft ein Thema bei uns im Podcast, viele Gäste haben auf diesem Weg ihr Unternehmen in der Gründungsphase finanziert und bekannt gemacht. Nun haben wir endlich Anna Theil von Startnext ins Geil Montag Podcast-Studio gelockt bekommen, um das Thema mit ihr weiter zu vertiefen und Dir spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte der größten Deutschen Crowdfunding-Plattform geben zu können. Crowdfunding eignet sich nicht nur für eine Anschubfinanzierung von Projekten und Ideen, sondern auch zu Marktforschungszwecken, für kundenzentriertes Marketing und eine gute Pressearbeit. Allerdings ist eine Crowdfunding-Kampagne alles andere als ein Selbstläufer, sondern erfordert eine akribische Vorbereitung, sehr viel Arbeit und auch ein bisschen Glück. Im Podcast erfährst Du, auf was es wirklich ankommt. Außerdem haben wir natürlich über Annas Vita gesprochen, über ihr Faible für Kommunikation, den Beginn bei Startnext, die ersten erfolgreichen Crowdfunding-Projekte und die großen Erfolge danach. Anna hat uns erzählt, wie wichtig ihr die Arbeitskultur und die gemeinsamen Werte in einem Unternehmen sind und wie ihr aktuelles Projekt Purpose Cards beim Findungsprozess gemeinsamer Werte behilflich sein kann. Zu guter Letzt haben wir sehr lebhaft über unsere Lieblingsprojekte bei Startnext diskutiert und das größte Funding aller Zeiten (in Deutschland), das am 21. November 2019 an den Start gegangen ist. Wir stecken viel Arbeit und Herzblut in ‘Geil Montag’ und müssen diesen Aufwand auch refinanzieren. Wenn Du möchtest, dass wir den Podcast auch zukünftig regelmäßig veröffentlichen, hast Du unter www.geilmontag.de die Möglichkeit, monatlich einen finanziellen Betrag deiner Wahl beizusteuern. Wir bedanken uns sehr herzlich für deinen Support! Unseren Gast Anna findest Du bei Instagram und im Netz:

    www.startnext.com

     www.instagram.com/startnext

    www.purpose.cards

    www.instagram.com/purposecards Größtes Crowdfunding aller Zeiten noch bis zum 24.12.2019: www.startnext.com/12062020 Doku-Tipps: 

    https://www.youtube.com/watch?v=jNHnl3yv6UE&has_verified=1 (Kneipenterroristen)

    https://www.youtube.com/watch?v=qMyYNtILJuI (Josef Ackermann) Zu erreichen sind wir per Mail:

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  • 09.12.2019
    148 MB
    01:43:05
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    Tom Krämer (Forest Gum): Besteht Kaugummi wirklich aus Plastik?!

    Ja, Du liest richtig. Herkömmliche Kaugummis bestehen aus Plastik. Die Kaumasse wird aus Erdöl gewonnen und dann mit jede Menge Chemikalien und künstlichen Aromen versetzt, damit es am Ende nach etwas schmeckt. Diese Vorstellung ist nicht nur ziemlich eklig, sondern auch gesundheitlich bedenklich. Hinzu kommen immense gesellschaftliche Kosten. Deutsche Kommunen geben im Jahr 900 Mio Euro aus, um Kaugummi-Reste von den Gehwegen zu entfernen! Die Hersteller sind natürlich fein raus und die Allgemeinheit trägt die Kosten.

    Unser Gast Tom hat mit Forest Gum ein natürliches Kaugummi auf den Markt gebracht - ohne Plastik, ohne Zucker und ohne künstliche Aromen. Dabei ist es ihm nicht nur gelungen, dass Konsistenz, Geschmack und Preis den konventionellen Produkten in nichts nachsteht, sondern auch der kreative Markenname sorgt für viel Aufmerksamkeit. Toms Kaugummi besteht aus Chicle, einem Baumsaft aus Zentralamerika. Mit dem Verkauf wird der Regenwald geschützt und wieder aufgeforstet, die Menschen vor Ort erhalten eine nachhaltige Lebensgrundlage und müssen nicht länger den Wald abholzen. Dabei steht die berühmte Filmfigur Forrest Gump aka Tom Hanks quasi Pate - was für ein Schachzug.

    Tom hat uns erzählt, warum ihm persönlich der Wald schon seit der Kindheit sehr wichtig ist, wie er in einer Uni-Vorlesung zufällig davon erfahren hat, das Kaugummis aus Plastik bestehen und wie er daraufhin sechs Jahre lang an der perfekten Rezeptur für Forest Gum gewerkelt hat. Wir haben mit ihm über seinen Werdegang zum Sozialunternehmer gesprochen, die Geschichte des Kaugummis erklärt bekommen und erfahren, dass Bäume soziale Wesen sind.


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    Unseren Gast Tom findest Du bei Instagram und im Netz:

    www.instagram.com/forestgum

    www.forestgum.de

    Forest Gum kaufen? Geht hier:

    www.goodbuy.eu/pages/forest-gum

    Baum-Philosoph Peter Wohlleben:

    www.peter-wohlleben.de

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