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BauertothePeople (B2P)

... der Podcast für Perspektiven rund um Essen, Menschen und Landwirtschaft

Alle Folgen

  • 30.05.2021
    144 MB
    02:30:58
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    B2P032 Christian Dürnberger - Moral, Ethik, Tiere und Philosophie

    Was das eigentlich alles für uns bedeutet? Ob wir Tiere töten dürfen, um sie zu essen? Welchen moralischen Umgang wir ihnen schulden? Was genau Tierwohl ist? Wie wir über Landwirtschaft reden (können)? Und wer letztlich die Verantwortung trägt? Diese schweren Themen macht Christian Dürnberger mit uns leicht verdaulich.Wir sprechen mit dem Philosophen Christian Dürnberger … Zitat Dürnberger: „Ich bin kein Philosoph“. Wir prüfen die Unterlagen, hinterfragen unsere Vorbereitung.Dürnberger setzt fort. Philosophen hätten einen originellen Gedanken, der lange nachwirkt und da wolle er sich nicht einreihen. Er habe aber Philosophie studiert. Phu, wir sind beruhigt, doch richtig recherchiert.Ob Herr Dürnberger sein Licht unter den Scheffel stellt oder doch den einen oder anderen originellen Gedanken für die Nachwelt hinterlässt, das müsst ihr beurteilen.Wir haben jedoch versucht zusammen mit Christian (vulgo Herr Dürnberger) den Bogen von den grundlegenden Begriffen und der Theorie hinein in die angewandte Praxis zu spannen.Wir reden viel über Begriffe wie Werte, Moral, Philosophie und Ethik und greifen dann ein paar spannende Themenfelder auf. Wie steht es beispielsweise um das Verhältnis zwischen Gesetz und öffentlicher Meinung oder wie kann ein öffentlicher Diskurs (mit und über Landwirtschaft) stattfinden.Und natürlich haben wir uns über das Thema Ethik in der Tierhaltung unterhalten, speziell auch darüber, ob und woher wir als Menschen das Recht haben, Tiere letztlich zu töten.Ein neue Perspektive rund um die Themen Essen, Menschen und Landwirtschaft und hoffentlich auch der eine oder andere Ahaa!-Moment der hängenbleibt.

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  • 18.05.2021
    129 MB
    02:15:00
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    B2P031 Roland Soyka (Stuwer) - Ein Tiroler und das neue Wiener Beisl

    „Ich bin als Kind gerne in die Kirche gegangen“, lacht Roland Soyka, um dann zu ergänzen, „weil ich wusste, dass es danach immer ins Gasthaus ging."Kurzversion: Ich bin als Kind schon gerne ins Gasthaus gegangen.Daran hat sich bis heute nichts geändert. Nur dass er halt heute in sein eigenes Gasthaus gehen kann, besser gesagt in sein eigenes Wiener Beisl, wie er seine Melange aus Gasthaus und Restaurant im ehemals berühmt berüchtigten Stuwerviertel nennt. Die Vergangenheit des ehemaligen „Bauchstichbeisls“ kann man etwa erahnen, wenn Roland von den kugelsicheren Scheiben im mittlerweile renovierten Gastraum im Souterrain des Lokales spricht, wo wir auch den Podcast aufgezeichnet haben.Nicht immer ist es die Familie, welche die Karriere der nächsten Generation prägt. Roland hatte weder gastronomische noch landwirtschaftliche Wurzeln, die ihm eine gastronomische Karriere näher legten. Erst über einen Eignungstest an der Schule ist Roland auf die Gastro gekommen und dann irgendwie hängen geblieben.Das es letztlich ein Beisl in Wien wurde, verdanken die Wiener dem Umstand, dass Roland und seine Frau Gerhild nicht mit einem exzentrischen britischen Millionär ein Ressort auf einer indonesischen Insel eröffnet haben. Aber das ist eine andere Geschichte.Wie es sich gehört, haben sich Roland und Gerhild beim Apres Ski in Tirol kennengelernt. Mit einem kleinen Umweg über Griechenland sind die beiden dann in Wien gelandet. Jahrelang lief Roland auf seinem Arbeitsweg am Lokal vorbei, bis er 2018 die Gelegenheit beim Schopf packte. In nur einem Monat wurde renoviert und eröffnet. Seit Tag 1 läuft es gut.Auch die Zeit während Corona hat man gut überstanden. Auch wenn es nicht leicht war, am ersten Tag des Lock-Downs, einem Freitag, einem 13ten, alle Mitarbeiter zu entlassen. Mir ist nichts anderes übrig geblieben, meint Roland abgeklärt."Aber, wir konnten die Entwicklung schon erahnen, also habe ich alles an Take-Away-Geschirr zusammengekauft, was ich kriegen konnte und so hatten wir bereits ab Tag 1 ein Abhol-Service. Wir waren so ziemlich die ersten in Wien, die damit angefangen haben, das Geschäft ist sehr gut gelaufen. Auf diese Weise konnten wir mit einem kleinen Team weiterarbeiten", meint Roland sichtlich stolz.Im Podcast haben wir mit Roland über das Wirt-Sein gesprochen, über die Zusammenstellung der Speisekarte, Arbeitsbedingungen in der Gastronomie, Herkunftskennzeichnung, Lieferantenauswahl, Lebensmittelabfälle und noch ein paar andere Dinge.Mit diesem Gespräch erweitern wir unsere Perspektiven entlang der Lebensmittel-Wertschöpfungskette um die Gastronomie. Wenn ihr einen Wirten kennenlernen und ein wenig in die Welt hinter dem schönen Essen und sprudelnden Getränken eintauchen möchtet, dann könnt ihr hier beginnen. Nutzt die Kapitelmarken auf der Website und in euren Apps, sofern die es ermöglichen. Wir werden jedenfalls weitere Perspektiven aus der Gastronomie einfangen und mit euch teilen. Wir sind schon gespannt, ich hoffe ihr auch. Mahlzeit!

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  • 10.05.2021
    124 MB
    02:09:47
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    B2P030 Werner Magoschitz - Der Herr über den Spargel

    Er hat uns getäuscht, was vorgemacht, bis zum Ende im Nebel stehen gelassen. Er, Werner Magoschitz, der Herr über sehr viel grünen, roten und vor allem weißen Spargel. Bis zum Schluss saß uns ein völlig entspannter, freundlich lächelnder Mann mittleren Alters gegenüber. Also waren wir auch entspannt. Theoretisch beginnt gerade die Spargelzeit, praktisch haben wir das auch bemerkt, als wir nach zwei Stunden mit dem Gespräch fertig waren. Er dürfte ab ca. Minute 2 oder 3 am Betrieb gefehlt haben.Das erklärt auch, warum wir für diese Folge eher weniger Fotos gemacht haben. Danke an dieser Stelle an Werner und vor allem die Family im Hintergrund, das sie sich trotzdem die Zeit genommen haben.Über den Spargel gibt es viel zu sagen. Wer alles wissen möchte, was uns Werner erzählt hat, muss in den Podcast reinhören. Kleiner Tipp: Nutzt die Kapitelmarken!!So lange auch dieses Gespräch wieder war, so kurz ist im Vergleich dazu die Geschichte des Spargels in Österreich. Klar, Spargel gibt es schon lange, früher wurde dieser in sehr geringen Mengen angebaut. Tontöpfe hielten den Spargel weiß. Erst in den 80er Jahren begann der allmähliche „Aufstieg“ des Spargels. Zuerst in der Gastronomie, später dann im Supermarkt. Werner Magoschitz und seine Mutter waren von Anfang an dabei. Mit 500 Pflanzen, die man von einem Nachbarn bekam, begann man zu experimentieren. Jahrzehnte später ist das Marchfeld „die“ Spargelregion Österreichs und die Familie Magoschitz der größte Spargelbauer des Landes. Aktuell wird auf ca. 100 Hektar Spargel angebaut.Ohne die Mitarbeiter aus den Nachbarländern gäbe es keinen Spargel in Österreich, zumindest nicht in diesen Mengen, bestätigt auch Werner Magoschitz. Die Arbeit ist hart, die Löhne vergleichsweise gering. Unmöglich hier ausreichend heimische Mitarbeiter zu bekommen. Durch die verhältnismäßig kurze Saison von ca. 60 Tagen ergeben sich große Herausforderungen, auch hinsichtlich der Unterkünfte. Die Skandale, die hier bzgl. der Unterkünfte aufgedeckt wurden, waren völlig gerechtfertigt. Hier gab es klare Verfehlungen, so Magoschitz, der auch lange der Obmann des Vereins „Genuss Region Marchfeldspargel g.g.A.“ war.Während der Spargelsaison, speziell bei guten Wetterbedingungen, wächst der Spargel bis zu 5 Zentimeter pro Tag. Pro Hektar müssen täglich 5km Bahnen abgegangen werden. Bei 100 Hektar macht das täglich 500km Spargel, die gestochen oder geschnitten werden müssen. Folien bedecken die Dämme, in denen der weiße Spargel nach oben strebt. Auch die Folien müssen einmal täglich aufgedeckt, dann wieder zugedeckt werden. Ohne Folien müsste man täglich 2 x gehen. Die ökologischen Nachteile sind Werner bewusst, er betont aber auch die Vorteile. An den biologisch abbaubaren Lösungen wird zwar geforscht, diese hätten sich bisher jedoch nicht bewährt. 800 Arbeitsstunden pro Hektar rechnet er für die 60 Tage der Ernte, das sind zwei Monate Vollgas. Kämen nicht jedes Jahr erfahrene Mitarbeiter, die die Arbeit und den Betrieb schon lange kennen, wäre die Arbeit nicht machbar. Werners Ruhe erscheint uns nachträglich immer rätselhafter.Es gibt so viel zu lernen über den Spargel, was natürlich angesichts unterschiedlicher Wissensstände eine höchst relative Aussage ist. Dennoch, wir haben viel gelernt. Sogar der Melange, ihres Zeichens Agrarwissenschaftlerin, war das eine oder andere Ahaa!-Erlebnis anzusehen.Letztlich zu erwähnen ist eine kürzlich von uns gegangene, höchst individuelle Größe des Marchfeldes, die auch an der Erfolgsgeschichte des Spargels wesentlich beteiligt war, Gerhard Boucek: Legenden-umwitterter Gründer und Betreiber des nicht weniger legendären Marchfelderhofes. Es sei nicht zuletzt seinem gastronomisch-kreativen Geschick zu verdanken, dass das Marchfeld und der Spargel heute voneinander nicht mehr zu trennen sind, so Magoschitz sinngemäß.So, schon wieder zu viel geschrieben. Wer mehr wissen will, muss reinhören! Wir üben uns jetzt in der Entspannung …

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  • 06.05.2021
    151 MB
    02:37:36
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    B2P029 Georg Doppler - Von blonden Rindern, Direktvermarktung und Sozialen Medien

    Gut, vom Weltraum aus kann man den Hof von Georg Doppler vielleicht nicht sehen, aber vom Zug aus. Groß ist er trotzdem. Und er steht schon lange da. 1300 irgendwas wird der Hof das erstmal urkundlich erwähnt. Seit 1700 irgendwas im Besitz der Familie Doppler, damals quasi noch in Bayern. Der sprachlich wenig geübte Österreicher muss sich erst ein wenig auf die Besonderheiten des örtlichen Sprachgebrauchs eingrooven. So befinden wir uns nämlich nur der Schrift nach in einem Ort namens Waizenkirchen. In Wirklichkeit sind wir aber in "Woazaküra" (oder so ähnlich). Jetzt tönt auch der Vulgoname des Hofes wieder harmonisch mit: Moaz Poazham. Wer wissen will, was da heißt, der muss in den Podcast reinhören. Georg Doppler züchtet gemeinsam mit seiner Frau Astrid Rinder, genau gesagt Blonde d’Aquitaine. Eigentlich ein reiner Marktfruchtbetrieb (i.e. Ackerbau) haben sie 1998 mit den Rindern begonnen. Dem gingen alle möglichen Versuche voraus, das richtige Setup für den Hof zu finden. Wer in den Podcast reinhört, erfährt einiges über Rinderrassen und worum es bei der Zucht geht. Auch auf das Thema Behornung, das wir in der Folge mit Markus und Olga Voglauer (Folge 20) schon mal besprochen haben, geht Georg ein. Wir lernen: Die Unterscheidung zwischen "hornlos" und "enthornt" ist wesentlich. Georgs Rinder kommen (bis auf ganz wenige Ausnahmen) ohne Hörner zur Welt. Eine nachträgliche Enthornung ist in diesem Fall gar nicht notwendig. Ein Eigenschaft der Züchtung, an der man seit mittlerweile 20 Jahren arbeitet, so Georg, sichtlich stolz. Georg ist aber nicht "nur" Bauer. Ähnlich wie unser verhaltensauffälliger Kollege aus der Krakau sagt auch Georg seine Meinung, nimmt Stellung. Er überlegt lange, wägt ab. Er ist ein sehr politischer Mensch, war schon in vielen Verbänden aktiv, hat vieles mitgegründet, ist aber auch aus vielem wieder ausgestiegen. Ein bisserl kommt er uns vor wie die woazaküra´sche Variante von Hans Söllner. Mit dem ist er übrigens auch schon ein bisserl zusammengekracht. Eine Aussprache steht aus, da Hons kommt irgendwann zum Georg. Hans Söllner und Til Schwaiger hat er öffentlich kritisiert und schon Reichweite erzielt. Sein Mittel der Wahl: Instagram, Facebook und ja, Tik Tok. Als er einer postfaktischen Gruppe juveniler Tik-Tok-Influencer im Rahmen der Kulikitaka-Challenge das Attest "gehirnambutierte Vollpfosten" auf deren eigener Plattform ausstellt, geht er viral, wie es so schön heißt. Bis Australien wird darüber berichtet. An einem Tag waren bis zu drei Fernsehteams am Moaz Poazham in Woazaküra. Nicht ganz ungeplant, wie wir im Gespräch erfahren. Und überhaupt sprechen wir ausführlich über Kommunikation, Soziale Medien und Öffentlichkeit. Georg teilt hier seine Erfahrungen und Herangehensweisen, die auch für andere durchaus wertvoll sein könnten. Und ja, es gibt auch Schwein, Hühner, Pferde eine quirlige, kleine Hof-Fee namens Josefa, noch zwei erwachsene Töchter (Lea und Hannah), Sohnemann Jakob, einen schwarzen Kuschelhund namens Fanta und einen Hofladen mit eigenen Produkten und Produkten aus der Region. Und ja, die eingangs schon erwähnte Bäuerin Astrid, die für Georgs Frisur verantwortlich ist.

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  • 06.05.2021
    120 MB
    02:05:24
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    B2P028 Familie Berger | Bergerschinken - Fleischverarbeitung vom Schwein bis zum Schinken

    Wo soll man anfangen? Im Universum der Familie Berger kommt unheimlich viel zusammen. Nach der Führung bin ich von so vielen Eindrücken erschlagen und habe so viele Frage im Kopf, dass ich anfangs gar nicht weiß, wie ich dieses Gespräch jetzt führen soll. Zum Glück bin ich ja nicht alleine, die Melange holt mich da raus. Ernsthaft: Bei der Firma Berger Schinken wird noch selbst geschlachtet. Nicht das ganze Fleisch kommt aus der eigenen Schlachtung, man kauft auch zu. Gut 30% des Schweinefleisches bezieht man aber aus einem Umkreis von gut 50km oder maximal 2 Autostunden, erklärt Rudolf Berger oder wie ich ihn mal bezeichnet habe, der alte Berger. Er hat es sich gemerkt. Ich nicht. Er hat mich erinnert. Ich mich dann auch. Dieses Fleisch wird auch unter dem hauseigenen Programm "Regional Optimal" vermarktet. Würde man nur auf Regionalität und Tierwohl setzen, würde es die Firma allerdings nicht mehr geben. Neben dem Schinken für den Einzelhandel, wie der Firmenname auch ein wenig in die Irre führt, wird auch noch Großhandel und Gastronomie mit Frischfleisch beliefert. Zudem macht man Wurst und betreibt eigene Märkte und Filialen. Auf diese Weise, so die Familie stolz, könne man das ganze Tier verarbeiten, von der Nase bis zum Schwanz, Nose to Tail, wie es auch heißt. Diese Vielseitigkeit des Angebotes ist es auch, warum Rudolf Berger den Betrieb nicht als "groß" sehen möchte. Natürlich ist man ein großer Betrieb mit vielen Mitarbeitern. Er denkt bei groß aber eher an Spezialisierung auf ganz wenige Produkte und hoch-optimierte Prozesse. Eine Entwicklung, welche er für Berger Schinken nicht sieht. Auch der Umstand, dass man Tiere direkt von den Landwirten und nicht über Handelsplätze wie z.B. die Schweinebörse einkauft, ist eher die Ausnahme, als die Regel. Die Märkte sind hier eben stark spezialisiert, die Betriebe entsprechend auch. Eigentlich sei aber die eigene Schlachtung das wirklich Spezielle. Über diese sprechen wir im Podcast ausführlich. Der direkte Einkauf bei den Landwirten hat Vorteile, aber auch Nachteile. So war 2020 ein Zulieferbetrieb wegen schlechter Haltungsbedingungen in den Medien. Das hat auch das Unternehmen hart getroffen. Es war eine extrem anstrengende, schwierige aber auch sehr lehrreiche Zeit, ist man sich einig. Man hat gemeinsam mit unterschiedlichen Stakeholdern nach Lösungen und Verbesserungen gesucht. Der betroffene Bauer kann übrigens auch weitermachen und setzt jetzt voll auf Tierwohl. Tierwohl, Regionalität, Fleischkonsum, Schlachten, Ethik, Markt, Großhandel, Einzelhandel, Transport, Verpackung, Facharbeiter, Strukturwandel und und und ... Ich bekomme jetzt beim Schreiben schon wieder Zustände. Da kommen wirklich viele Themen zusammen, die im aktuellen gesellschaftlichen Diskurs von Bedeutung sind. Bianca war da deutlich entspannter. Dieses mal :-) Mit Thomas Berger, seiner Freundin Kristina und der Cousine Barbara steht schon die nächste Generation vor der fließenden Übernahme des Betriebes. Auf sie wartet eine spannende, sicher aber auch eine herausfordernde und abwechslungsreiche Entwicklung in einem Markt, der vermutlich vor großen Veränderungen steht. Aktuell bastelt man jedoch schon an Hybridwürsten, halb tierisch, halb pflanzlich, denkt über nachhaltige Verpackungen und sicher noch die eine oder andere Sache nach.

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  • 06.05.2021
    140 MB
    02:26:48
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    B2P027 Hans-Peter Schlegl vom Hofveitl - Boden- und Freilandeier und Direktvermarktung

    Hans-Peter ist zielstrebig. Mit nur 25 Jahren strahlt er ein Selbstbewusstsein und eine Sicherheit aus, die man bei einem so jungen Mann noch nicht vermutet hätte. Bei der Hofrunde sitzen die Sätze, die Info-Tafeln, die er am ganzen Hof installiert hat, erscheinen uns wie Bauer-Point-Folien. Und noch eines fällt sofort auf. Ordnung. Der Hof ist völlig auf Vordermann. Nichts liegt herum, alles wirkt neu, sauber und ordentlich. Hans-Peter sieht sich selbst als Landwirt UND Unternehmer, möchte diese beiden Wirtschaftsweisen auch voneinander getrennt wissen. Auf der einen Seite ist er Landwirt und erzeugt mit seinen 14.500 Legehennen Eier in Boden- und Freilandhaltung. Ursprünglich war es Peters (sein Vater) Plan, in Käfige zu investieren, so tat es damals jeder. Ein Berater mit einem guten Gespür für den Markt, überzeugt ihn aber, früh in die Bodenhaltung zu investieren. Ein Glücksfall, wie er heute meint. Später kam dann die Freilandhaltung dazu, was aufgrund der arrondierten, also direkt an den Hof angrenzenden Flächen gut möglich war. In der passenden Vollmontur dürfen wir mit Vater und Sohn auch die Ställe betreten. Fotos und Videos findet ihr auf (wenn ihr es nicht schon hier lest) auf unserer Website. Im Podcast erfahren wir also wieder viel über die Legehennen, die Haltungsformen und natürlich auch die Eier. Was diesen Podcast aber auch sehr spannend macht, ist die Direktvermarktung, die Hans-Peter aufgebaut hat. Mit inzwischen neun Automaten in und rund um Graz vertreibt er eigene Produkte und Produkte lokaler Bauern und Produzenten. Auf die Frage, wohin die Direktvermarktung sich entwickeln würde, rück Hans-Peter auch mit seinem neuen Plan heraus. Als Landwirt ist er der "Hofveitl". Als Vermarkter plant er ein landesweites Netz aus Automaten aufzubauen, das dort wo es ist, regionale Produkte vermarktet. Er nennt es "Hofeck". Das Konzept hat Ähnlichkeit mit einem Franchise-Konzept, Hans-Peter spricht in diesem Zusammenhang jedoch lieber von einem Verband regionaler Erzeuger. Er liefert die Dachmarke und sein Know-How, die Regionen betreiben die Standorte selbst. Ein mutiger unternehmerischer Schritt in eine sehr spannende Zukunft im Bereich der Direktvermarktung. Wir sind gespannt. Wer noch mehr erfahren möchte, hört einfach in den Podcast hinein. Nutzt zur Orientierung auch die Kapitelmarken.

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  • 06.05.2021
    110 MB
    01:54:52
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    B2P026 Stefanie und Ferdinand Köberl vom Gredlbauer - Legenhennen im Mobilstall und Direktvermarktung

    Stefanie und Ferdinand Köberl (vulgo Gredlbauer) hatten Schnecken im Garten. Dann hatten sie keine Schnecken mehr im Garten, weil sie nun sechs Hühner im Garten hatten. Die Hühner legten Eier und die schmeckten nicht nur der Familie. Die Landwirtschaft hatte man schon von Ferdinands Eltern übernommen, der Garten war schneckenfrei und für Eier gab es scheinbar eine Nachfrage. Einzige Bedingung: Es muss Bio sein. Nebenbedingung (von uns festgestellt): Ein Teil des Betriebes muss auf Rädern stehen. So geschehen bei Hühnerstall und "Roll-Laden" aka Lastenrad. Die Köberls halten ihre Hühner in Mobilställen. Aktuell ist schon der dritte selbst-gebaute Stall in Betrieb. Mit jedem Modell wird das Konzept ausgereifter, scherzt Ferdinand. Es ist Mitte März, Schnee unter uns, Schnee auch von oben. Die Hühner der Köberls, drei bis vier Rassen laufen hier gemischt durch die Gegend, haben ca. 30m² Auslauf, die Bio-Verordnung schreibt mindestens 10m² vor. Alle paar Wochen werden die Flächen gewechselt, die Hennen-Karawane zieht weiter. Hähne gibt es in so einer Herde natürlich keine, da die Eier nicht befruchtet werden sollen. Die Lage direkt in Graz ist natürlich optimal für die Direktvermarktung. Nach und nach ist auch der Hof der Köberls Teil der Stadt geworden. Man lebt hier mit vielen Anrainern mittlerweile in einem Wohngebiet, mittendrin die Hühner der Köberls. Auch ein Vorteil, wenn der Stall Rollen hat, grinst Ferdinand, denn man kann rasch umziehen. Probleme gibt es aber keine. Stefanie und Ferdinand sind seit 2016 in der Landwirtschaft. Es macht ihnen sichtlich Spaß, den Betrieb nach ihren Vorstellungen aufzubauen. Bio, lokale Direktvermarktung, Vielfalt. Zweimal in der Woche fahren sie mit Ihrem Lastenrad aus. Auch schon in Variante zwei, mit 350kg Zuladegewicht vulgo zwei Europaletten. Ja, wir sprechen von einem Fahrrad. Einzig die zwei Autoreifen an der Vorderseite deuten darauf hin, dass hier ein wirkliches Lastkraftrad am Weg ist. An zwei Tagen werden zwei Touren gefahren, wer auf der Tour ist hat Glück, wer zu weit weg ist Pech. Naja, Pech. Man kann bei den Köberls auch bestellen und sich die Produkte direkt am Hof abholen. Den Trend zu den Automaten und SB-Hofläden wollen sie ganz bewusst nicht mitgehen. Direktvermarktung heißt "direkt" im Sinne von Kontakt mit den Kunden. Viele Ihrer Kunden sind inzwischen zu Freunden geworden, das "Tratscherl" beim Ausliefern fix eingeplant. Das muss man schon mögen, dann machte es auch Spaß. Für die beiden ist es die perfekte Art der Landwirtschaft, die genau zu ihnen und ihrer Lebenseinstellung passt. Sie fahren auch gerne mit dem Rad, solange es nicht schneit oder gewittert. Diese kurze Beschreibung wurde nun schon wieder lange. Hört rein in den Podcast und erfahrt mehr über mobile Hühnerställe, warum Hühner ziemliche Rassisten sind und wie man Direktvermarktung verstehen kann. Eine neue Perspektive halt.

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  • 06.05.2021
    149 MB
    02:35:36
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    B2P025 Martin Schrall und Familie – Von Eiern, Hühnern und dem Osterhasen

    Eines vorweg: Die Frage, was denn nun zuerst da gewesen ist, die Henne oder das Ei haben auch wir nicht klären können. Wer also nur hier ist, um hierauf eine Antwort zu erhalten, den müssen wir leider enttäuschen. Dafür haben wir in diesem Gespräch so ziemlich alle, ok viele, Dinge über die Produktion und Vermarktung von Eiern und die Menschen hinter diesen Betrieben erfahren. In drei Generationen Entwicklungs- und Aufbauarbeit hat sich viel getan. War doch der Großvater einer der Pioniere der intensiven Produktion in Österreich. Bis in die 50er Jahre hinein, ging die Eierproduktion in Österreich eher nebenher. Die meisten Bauern hatten auch Hühner, Hinterhofhaltung nennt es Franz. Sein Vater, Martins Urgroßvater, war nach dem Krieg in amerikanischer Gefangenschaft, in den USA, als Baumwollpflücker! Er beobachtete, wie dort Hühner gehalten wurden. Mit diesem Wissen kehrte er nach Ende seiner Gefangenschaft zurück nach Österreich. So hat alles begonnen. Nach ersten gescheiterten Versuchen, viel Unternehmergeist und ein paar glücklichen Fügungen begann das Geschäft zu laufen, bis heute. Später begann man neben der "Eierproduktion" auch noch zu veredeln, also einen weiteren Verarbeitungsschritt in der Wertschöpfungskette hinzuzufügen. So begann die Färberei. Heute stehen in der Färbehalle der Schralls vier Generationen von Maschinen, die alle noch in Verwendung sind. Eine alte Maschine, die noch mit der Wälzmethode arbeitet und drei Generationen nach der sog. Spritzmethode. Heute, lacht Martin, gibt es in Österreich ca. 98% G´spritze, Ostereier wohlgemerkt. Wir sprachen natürlich auch über die Haltungsformen und deren Entwicklung. Seit 2019 und mit dem Auslaufen der langjährigen Übergangsfristen, gibt es in Österreich keine Form der Käfighaltung mehr. Betrachtet man sich die Geschichte dieser Haltungsform mit den Augen der 70er Jahre, so war dies ursprünglich eine Maßnahme zur Tiergesundheit. Die Zeiten ändern sich, die Möglichkeiten und Perspektiven ändern sich auch. Österreich ist Käfig-frei! Weltweit ist es nach wie vor die häufigste Haltungsform und deren Eier wiederum, sind in vielen Produkten enthalten, auch in Österreich. Daher fordert die österreichische Geflügelbranche seit vielen Jahren eine entsprechende Herkunftskennzeichnung, hat man doch aufgrund der hohen heimischen Auflagen einen internationalen Wettbewerbsnachteil. Auch das ist ein Teil der Realität. Gleichzeitig ist man aber auch stolz, dass man in Österreich in Sachen Tierwohl internationaler Vorreiter ist. 25.000 ist gar nichts, meint Martin, 10.000.000, das sein groß, ergänzt seine Mutter Maria. 10 Millionen! Es drängt sich wieder die Frage auf, was denn eigentlich Massentierhaltung ist, was industrielle Tierhaltung? Das Gespräch zeigt auch das Spannungsverhältnis zwischen gesetzlicher Grundlage und öffentlicher Wahrnehmung. Als mit Beginn der 2000er Jahre zunehmend die Käfighaltung in die öffentliche Wahrnehmung gerückt wurde, begann gleichzeitig eine schwierige Phase für die Betriebe. Aber nicht nur die Betrieb spürten den Druck des Marktes, gerade auch die Familien hinter diese Betrieben hatten keine einfache Zeit. In der öffentlichen Wahrnehmung war sie nun weit abgerutscht und auch im lokalen Umfeld fühlte man sich lange isoliert. Speziell für die Kinder ist es nicht einfach gewesen, generell als Bauernkind, speziell aber als Kind von Hühnerbauern. Das Gespräch hat 2,5 Stunden gedauert und es wurde wieder über viele Facetten gesprochen. Das hier sollte nur ein kleiner Begleittext sein, auch dieser artet bereits wieder aus. Um euch die viele Information in 2,5 Stunden Gespräch zugänglicher zu machen, haben wir Kapitelmarken erstellt, also eine Art detailliertes Inhaltsverzeichnis. Einfach auf die Stelle die euch interessiert klicken und ihr seid mitten im Gespräch. Wo findet man diese Kapitelmarken? Verfügbar ist diese Funktion auf unserer Website direkt im Player, auf Apple Podcast, einigen anderen Podcatchern (so heißen die Podcast-Player).

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  • 06.05.2021
    115 MB
    02:00:08
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    B2P024 Urs Niggli - Der pragmatische Visionär und die Zukunft der (Bio-) Landwirtschaft

    Prof. Niggli wirkt tiefenentspannt. Im schlichten Wiener Altbau-Gesprächszimmer des hiesigen FiBL-Standortes (Forschungsinstitut für biologischen Landbau), welches er 30 Jahre lange geleitet und maßgeblich geprägt hat, sitzt uns ein freundlich lächelnder, mitteljunger Herr gegenüber. Ohne die übliche Länge unserer Podcast-Folgen zu kennen, warnt er uns, wir sollten ihn bremsen, wenn er zu sehr ins Erzählen gerät. Wir schmunzeln. Letztes Jahr gab er die Geschäftsführung des FiBL ab und hat sich seither in eine Art Unruhestand begeben. So wurde er z.B. mit der Ausrichtung des UN-Welternährungsgipfels im Herbst 2021 beauftragt, berät weiterhin als Obmann das FiBL und gibt serienweise Interviews. Glück gehabt … Und er hat ein Buch geschrieben! Keine Fachpublikation von Wissenschaftlerinnen für Wissenschaftler, sondern vielmehr eine 150-seitige Zusammenschau der Erkenntnisse eines bewegten und erfolgreichen Forscherlebens. Er blickt jedoch weder im Buch noch in unserem Gespräch zurück, sondern vielmehr nach vorne. Stellt er sich doch die Frage, wie wir in den kommenden Jahrzehnten eine Welt mit bald 10 Milliarden Menschen ernähren werden können. Was wir von Urs Niggli nicht erhalten, ist die „Weltformel“. Die eine Lösung, die für uns alle und überall funktioniert. Gerne wird sein Ansatz auf „Bio kann die ganze Welt ernähren“ reduziert, gilt er doch als einer der bekanntesten Forscher zum biologischen Landbau, quasi ein Bionier. Was dabei aber oft vergessen wird, ist Urs Niggli, der große Pragmatiker. Wenn wir einen Versuch unternehmen müssten, seinen Zugang zusammenzufassen, klänge dies in etwa so: „Schau was bei dir und für dich funktioniert. Hast du es gefunden, dann nutze es klug und verantwortungsvoll.“ Ein logischer Pragmatismus zeichnet ihn also aus und hat ihm schon den einen oder anderen Shit-Storm eingebracht. Bedient er sich doch in manch ideologisch gespaltener Diskussion der Instrumente sowohl aus dem weißen wie auch aus dem schwarzen Körbchen. In Nigglis Körbchen landet dann nebst Bio schon mal die Genom-Editierung und neben traditionellen Methoden des Bio-Landbaus auch Satelliten, die Cloud und Big-Data. Im Gespräch hatten wir 2 Stunden Zeit über vieles zu sprechen, um eine Idee davon zu bekommen, warum Urs Niggli so denkt, wie er denkt und vor allem auch, wie er dazu kam. Letztlich verlief das Gespräch mit Urs Niggli wie ein Dialog mit Zuckerbrot und Peitsche. Wir haben zwei Stunden lang versucht, ihn in eine Schublade zu bekommen, mussten zum Schluss aber das Kasterl wegschmeißen.

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  • 06.05.2021
    131 MB
    02:16:43
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    B2P023 Viktoria Eichinger & Familie - Ferkelaufzucht & Schweinemast

    Eigentlich wollten wir ja mit Viktoria Echinger aka Viki aka Femme.Farm (Instagram) ein Gespräch über die Schweinemast führen. Gesprochen haben wir schließlich mit der Familie Eichinger, über Schweinemast und die Erfahrungen aus zwei Generationen. Viki sieht sich selbst als Quereinsteigerin, wollte sie doch lange vieles, nur nicht Landwirtin werden. Schweinebäuerin war auch nicht das, was in der öffentlichen Wahrnehmen mit dem Prädikat kuhl oder saugeil versehen wurde. Nachhaltigkeit, das war eher ihr Thema, Energie und Ressourcen waren dann auch die Schwerpunkte ihres Studiums in Wieselburg. Und ja, nach und nach wurde der jungen Niederösterreicherin bewusst, dass sie zuhause all diese Hebeln und das ganze Thema Nachhaltigkeit bereits in Händen hielt, naja, halten könnte. Der Keim war gesät, die Saat ging auf, habemus @Femme.Farm 1.300 Schweine leben aktuell am Hof der Eichingers. Vulgonamen gibt es keinen, dass ist im Osten Österreichs nicht so verbreitet. Die Eichingers kaufen die Babyferkel im Altern von ca. 4 Wochen über die Schweinebörse und ziehen sie auf, bis sie ca. 25 - 30kg schwer sind, ca. 8 Wochen. Danach beginnt die Mast-Phase, die nochmal so lange dauert. Nach ca. 6-7 Monaten am Hof (die Schweine sind dann 8 Monate alt und etwa 120kg schwer) werden sie zum Schlachten und Verarbeiten zur 10km entfernten Firma Berger gebracht. 2 Stunden haben wir uns unterhalten und es gibt wirklich ein paar sehr spannende Perspektiven zum Nachhören. Was ist eigentlich ein großer Betrieb? Kann es 2.000 Schweinen auf einem Betrieb genau so gut gehen, wie 20? Was sind Spaltenböden und warum sie diese so verbreitet? Was bedeutet es für die österreichischen Schweinbäuerinnen, wenn Sie ihre Ställe umbauen müssen? Können das überhaupt alle, wollen das alle? Fragen über Fragen und trotzdem nicht genug gefragt. Ein Anfang ist getan und wir sind wirklich extrem happy, dass uns Bäuerinnen und Bauern Ihre Ställe und Häuser öffnen und uns Einblick in ihre Arbeits- und Lebenswelten geben. Vielen DANK für das Vertrauen! Wir bleiben dran, wir hören uns! :-) PS: Schon von "Würmlas Wänden" gehört? Gehört gesehen sollte es heißen. Kunst am Silo? Jup, saugeil, sehr kuhl! Fotos etc. könnte ihr in dieser Podcastfolge bei uns auf der Website finden.

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  • 06.05.2021
    110 MB
    01:55:19
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    B2P022 Florian Eberhard - Bio-Hühnermast

    Florian Eberhart ist ruhig und wirkt vollkommen gelassen. Mit seinen 21 Jahren strahlt er eine Ruhe und Abgeklärtheit aus, die so gar nicht zu seinem Altern passen will. Schaden tut es aber auch nicht. Hat er doch sehr sehr viel Geld in seinen Hühnerstall investiert, 100% fremdfinanziert. Florian arbeitet mit Bio-Masthühnern, genauer gesagt mit der Rasse "Hubbard Color Yield 57 braun". Diese werden nach ca. 58 Tagen im Stall zu Brathendeln oder kommen zerteilt in den Supermarkt. In diesem Podcast erfahren wir viel über den Lebenszyklus von Masthühner, den Unterschied zwischen biologischer und konventioneller Haltung und die Wertschöpfungskette bis zum fertigen Produkt. Es ist dies die Lebens- und Arbeitswelt einen jungen Landwirten, an der man "ohrnah" teilnehmen kann.

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  • 06.05.2021
    98 MB
    01:42:41
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    B2P021 Familie Pichler - Lämmerproduzenten und Lohnunternehmer

    Bodenständig, pragmatisch, bunt und schon auch ein bisserl lustig. Das beschreibt die Familie Pichler wohl am besten. In dieser Folge des BauertothePeople (B2P) Podcast erfahren wir in familiärer Runde viel über die "Produktion" von Lämmern und das sog. Lohnunternehmertum. Warum gerade diese beiden Bereiche? Weil es Sinn macht! Schafe bzw. Lämmer sind in der Haltung und Aufzucht weniger anspruchsvoll als beispielsweise Kühe. Auch kann man mit ihnen, ob ihrer Größe, auch leichter arbeiten, was besonders auch für Frauen ein Vorteil ist. So ist z.B. die Geburt eines Lammes wesentliche einfacher zu bewerkstelligen, als die eines wesentlich größeren und schwereren Kalbes. Auch zeitlich kann kann man die Tiere flexibler halten, was im Hinblick auf das Lohnunternehmen aber auch für die Freizeitgestaltung von Vorteil ist. Warum braucht es überhaupt Lohnunternehmen und was sind die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Faktoren, die diesen Wirtschaftszweig vorantreiben? Neben den "Hauptthemen" kommen aber auch viele weitere Punkt zum Ausdruck. Eine spannende und wenig romantische Perspektive zur aktuell so romantisierten Direktvermarktung zum Beispiel. Wer das alles wissen will, muss aber schon auch reinhören :-)

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  • 06.05.2021
    153 MB
    02:39:34
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    B2P020 Olga & Markus Voglauer (Biohof Kumer | Bio-kmetija pri Kumru) - Logische Landwirtschaft mit Jersey-Kühen und Direktvermarktung

    In der Kärntner Gemeinde Ludmannsdorf/Bilčovs betreiben Olga und Markus Voglauer einen Milchviehbetrieb mit 15 Jersey-Kühen und regionaler Direktvermarktung ihrer Heumilch-Produkte. Im Gespräch erfahren wir unter anderem, was „logische Landwirtschaft“ bedeutet. Olga und Markus Voglauer sind beides: Ganz normale Bauern und nicht ganz normale Bauern. Markus hat an der BOKU (Universität für Bodenkultur in Wien) nach dem Ausschlussprinzip Wasserwirtschaft studiert, wollte das aber gar nicht machen. Eigentlich wollte er schon immer einen Bauernhof. Hin und wieder demonstrierte er, engagierte sich während des Studiums an der ÖH (Österreichische Hochschülerschaft). Soweit, so (un)logisch. Olga, als Kind schon irrsinnig stur und vom bäuerlichen (Groß-) Elternhaus zum Freigeist erzogen, demonstrierte zum Glück am gleichen Tag wie Markus gegen die damaligen politischen Verhältnisse. Aus ähnlichem Verhalten wurde ein eheliches Verhältnis und viele Jahre später ist Markus Familienbeauftragter, Bauer und Hausmann auf dem ersehnten Bauernhof, während Olga für die Grünen im Nationalrat sitzt. Es hätte auch anders kommen können. Ist es aber nicht. Mit 15 Jersey-Kühen produzieren die beiden Rohmilch, Joghurt und Topfen für die umliegende Region. Aus der anfänglichen Milchlieferung wurde ein Ab-Hof-Milchautomat, das Sortiment ständig erweitert, gewachsen ist man dennoch nicht. Die Familie samt Eltern kann vom Hof leben, könnte. Aktuell arbeiten noch drei weitere Personen am Hof, weil Olga unter der Woche in Wien ist. Sonntag ist jedoch ihr Stalltag. Vom klassischen landwirtschaftlichen System, so die beiden, könnten sie mit ihren 15 Kühen und ca. 85.000 Litern Milch pro Jahr nicht leben. Wie es ihnen dennoch gelungen ist, wie es dazu gekommen ist und so einiges mehr erfahrt ihr, wenn ihr euch ein wenig Zeit zum Reinhören nehmt.

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  • 06.05.2021
    100 MB
    01:45:03
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    B2P019 Thomas Weber (BIORAMA) – Wie sieht ein Journalist die Welt?

    Da es bei BauertothePeople im Kern darum geht, verschiedene Perspektiven „rund“ um das Thema Essen und Landwirtschaft kennen zu lernen, sollten wir gerade auch mit jenen Menschen sprechen, die zu diesen Themen recherchieren, schreiben und berichten. Mit dem Journalisten, Herausgeber und Buchautor Thomas Weber erweitern wir unser Specktrum daher heute um das Thema Journalismus. Wir sprechen mit Thomas darüber, wie er zum Journalismus gekommen ist, was ihn geprägt hat und warum Nachhaltigkeit und Lebensmittel für ihn eine so zentrale Bedeutung haben. Thomas ist unter anderem Herausgeber von BIORAMA, einem Magazin für nachhaltigen Lebensstil und Herausgeber der Buchreihe „Leben auf Sicht“ (Residenz-Verlag). Warum solltet ihr euch diese Episode anhören: Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ein Journalist denkt und arbeitet. Um einen weiteren Menschen kennenzulernen, der sich mit den Themen beschäftigt, die uns vermutlich interessieren. Um eine neue Perspektive einzunehmen. Wofür ihr nicht reinhören müsst: Wenn ihr, wie ich, ein bisserl darauf hofft, ein Rezept dafür zu bekommen, wie man den optimalen Artikel schreibt und möglichst viele Menschen erreicht. Das gibt es leider nicht. War jedoch anzunehmen. weiterführende Links: BIORAMA https://www.biorama.eu/ueber-biorama/ Residenz Verlag https://www.residenzverlag.com/autor/thomas-weber Monopol https://www.monopol.at/team/ Leben auf Sicht (Buchreihe) https://www.residenzverlag.com/buecher/verzeichnis?book_search%5Bcategory%5D=172 und in eigener Sache: BauertothePeople https://bauertothepeople.at/ BauertothePeople – Podcast https://bauertothepeople.at/podcast/ BauertothePeople – Reportagen & Perspektiven https://bauertothepeople.at/perspektiven/

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  • 06.05.2021
    90 MB
    01:34:25
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    B2P018 Josef Reithner - Christbaumbauer

    Josef Reithner hat sich Zeit genommen. Als gelernter Koch kann ich mich noch erinnern, wie es mir während der Hauptsaisonen gegangen ist. Josef hat Hauptsaison. Josef ist entspannt, wir staunen. Vielleicht sind es die vielen Bäume und die Arbeit an und in der Natur. Jedenfalls ist Josef nach der Betriebsübernahme nach und nach seiner Leidenschaft gefolgt. Die gemischte elterliche Landwirtschaft (Christbäume gab es nebenbei eigentlich schon immer) baute er vom Milchviehbetrieb um und wurde hauptberuflicher Christbaum-Bauer. Mit seinem 12 Hektar großen Kleinbetrieb sah er keine Zukunft mehr in der klassischen Landwirtschaft. Zufall, Glück und der Christbaum-Nebenerwerb gaben ihm und seiner Familie die Möglichkeit zum Wechsel. Erfahrt in diesem Podcast mehr über euren Christbaum. Zum Beispiel, dass die dänische Nordmann-Tanne eigentlich aus dem Osten kommt und der Nordmann keine „Nord-Mann“ sondern ein Mann namens „Nordmann“ war. Dass man bei dieser Tanne nicht von Zucht sondern von Herkünften spricht und wie ein Skandal in den 90er Jahren zur Organisations- und Qualitätsoffensive bei österreichischen Christbäumen führte. Wenn ihr jetzt mehr wissen möchtet, „müsst“ ihr euch den Podcast anhören oder/und in Biancas Reportage reinlesen. weiterführende Links: BauertothePeople Website https://bauertothepeople.at/ Podcasts bei BauertothePeople https://bauertothepeople.at/podcast/ Reportagen bei BauertothePeople https://bauertothepeople.at/von-uns/

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  • 06.05.2021
    128 MB
    02:14:02
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    B2P017 Markus Gruber - High-Tech Milch meets Tradition

    Da es bei BauertothePeople um verschiedene Perspektiven geht, könnt ihr jene von Bianca – unserer Co-Moderatorin - auch in ihrer aktuellen Reportage über unseren Besuch bei Markus Gruber lesen. (https://bauertothepeople.at/von-uns/) Wirklich wunderschön eingebettet und tatsächlich „am“ Walde liegt der Mühlviertler Bauernhof. Im Podcast werdet ihr erfahren, wie Markus überhaupt zum Bauern wurde, was ihn geprägt hat und woher diese Affinität zur Technik kommt. Wir hören viel über Kühe und Ihre Fähigkeit als Wiederkäuer, Gras in tierisches Protein zu verwandeln. Neben dem Milchviehhaltung wird am Lemböckhof auch gezüchtet. Warum Zucht und Milchproduktion eigentlich sehr gut Hand in Hand geht, wird auch im Fokus-Teil unseres Gespräches erklärt. Wir sprechen auch über das Verhältnis von Modernisierung und Tradition, Markus Perspektive zu Tierwohl und viele weitere interessante Themen rund um die Familie Gruber, das Leben und Wirken als Landwirt und Kommunikation als wichtigen Bestandteil moderner Tätigkeit.

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  • 06.05.2021
    92 MB
    01:35:53
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    B2P016 Christian Bachler - Mutbauer

    "Unser tendenziell verhaltensauffälliger Jungbauer aus der Steiermark, der Bauer in #BauertothePeople, der Jean Ziegler der Krakau vulgo Christian Bachler vom Bergerhof Krakauebene hat trotz seiner relativen Jugend ein sehr bewegtes Leben hinter sich. Das Schicksal hat Christian und seine (superliebe) Mama ein paar mal ordentlich erwischt und, naja, normal ist der Bub halt auch nicht ... Damit diese wunderbare Heimat vermeintlich sprechender Tiere (man beachte die Beiträge auf FB), kritischer Perspektiven und lukullischer Besonderheiten nicht verloren geht, hat jetzt der Praktikant vom #Wutbauer, Florian Klenk, einen Rettungsversuch gestartet. Und siehe da ..." [Auszug aus unserem FB-Posting vom 29.11.2020] ... weil´s es als Einleitung gut passt] Zurück in der Gegenwart Inzwischen ist der 2. Dezember, insgesamt hat die Aktion mehr EUR 400.000,- von ca. 10.000 SpenderInnnen erzielt. Der Bergerhof ist schuldenfrei, Christian gegenwärtig der wohl bekannteste Landwirt Österreichs, der Tag hat immer noch 24 Stunden, es ist nach wie vor Winter. Ohne hier jetzt auf die aktuelle Podcast-Folge direkt einzugehen - die soll man sich ja idealerweise anhören - kann man sagen, dass in der letzten Woche etwas geschehen ist, dass in seiner Form einzigartig war und vermutlich auch bleiben wird. Vielleicht war es auch ein Ereignis, welches nachhaltige Spuren in der österreichischen Landwirtschaft hinterlassen, vielleicht auch ein paar neue Spuren ziehen wird. Neben all dieser offensichtlichen Sensation, viralen Dynamiken und der vielen Öffentlichkeit, den Sichtweisen und Meinungen, bleibt es doch ein privates und unmittelbares Ereignis. welches nur eine Familie, einen Betrieb und einen Landwirten betrifft. Letztlich ist es auch nicht so zentral, "dass" es passiert ist, sondern "warum" es passiert ist. Daher ist es auch das Ziel von BauertothePeople, den jeweils Anderen die Möglichkeit zu geben, hineinzuschauen in Lebenswelten, Beweggründe und Ursachen kennenzulernen und sich dann auf Basis dieser zusätzlichen Perspektive eine Meinung zu bilden oder bisherige Meinungen zu erweitern. Aus diesem Grund haben wir mit Christian über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gesprochen, seine Geschichte, seine Sichtweisen und seine Motivation. Zum Ende sei Christians Schluss (aus dem Podcast) vorweggenommen: "Scheißt´s eich nix!"

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  • 06.05.2021
    137 MB
    02:23:42
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    B2P015 Herbert Szyhska - Wachauer Marillenbauer, Quereinsteiger & kritischer Geist

    "Ich wollte irgendwas mit Landwirtschaft machen" sagt Herbert in unserem Gespräch. Dass es dann genau die Marillen wurden, war reiner Zufall. Den Garten hat er über eine Immobilienplattform gefunden, komplett verwildert war er, sicher schon seit 10 Jahren nicht mehr genutzt? Marillengarten, Wachau, 10 Jahre nicht genutzt? Klingt unlogisch, ist aber so. Wenn man die Hintergründe kennt. So eng die Marille auch mit der Wachau verbunden sein mag - war sie übrigens nicht immer - ist sie doch nur eine "Neben-Erwerbs-Darstellerin". Kaum einer macht es im Haupterwerb, nur einer als Demeter-Betrieb. Dafür haben aber viele Weinbauern ein paar Marillenbäume. Die Wachauer Marille als Sorte gibt es auch nicht, es sind die Sorten "Ungarische Beste" und "Klosterneuburger", die in Österreich generell und auch in der Wachau wachsen. Der besondere Boden in der Wachau ist nicht nur für die Weinreben ideal sondern auch für die Marille vulgo Aprikose, weshalb gerade hier der Ertrag besonders gut ist. Woanders wächst sie auch, aber eben nicht so gut. Eigentlich hat er ja die HTL für Holztechnik gemacht und in der Baubranche gearbeitet. Wie es Ihn dann quasi quer in die Landwirtschaft getrieben hat, erzählt er im dieser Folge. Seite zweite Mission, neben dem Quereinsteigen, ist auch die kritische Auseinandersetzung mit dem Agrarsystem. Herbert bezeichnet sich und seinen Betrieb als "fördermittelbefreit". Kurz gesagt, er verlangt, dass landwirtschaftliche Betriebe, so wie alle anderen Betriebe auch, von dem leben, was sie erwirtschaften, was sie produzieren und verkaufen. Wie genau das klappt und was er damit meint erklärt er ab ca 01:46:00. weiterführende Links:

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  • 06.05.2021
    65 MB
    01:08:01
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    B2P014 Micha Beiglböck (nahgenuss) – Der entspannte Verbinder

    Mit Micha haben wir mit dem tiefenentspanntesten Jungunternehmer gesprochen, den wir bisher kennengelernt haben. Von seinem täglich wechselnden Schreibtisch in einem Grazer Gemeinschaftsbüro vulgo Co-Working-Space schupft Micha seine Plattform als One-Man-Show und dass noch, wie er meint, zu völlig vernünftigen Arbeitszeiten. Eigentlich hat Micha Philosophie und Rechtswissenschaft studiert und seine erste Karriere auch in einer Wiener Kanzlei gestartet. Obwohl die Juristerei eigentlich ganz lustig war und dieser Weg wohl auch ein erfülltes Leben geboten hätte, wollte Micha doch etwas anderes, wie er sagt. Und so hat es ihn und seinen Bruder Lukas letztlich in Richtung Landwirtschaft getrieben. Ein wichtiger Aspekt für den Weg in Richtung Nahgenuss dürfte wohl die elterliche Praxis gewesen sein, sich beim Bauern des Vertrauens immer wieder ein halbes Schwein nach Hause zu holen und dieses nach und nach zu verarbeiten. Geprägt wurde er sicher auch von seinen Eltern, beides studierte Theologen, welche ihm den Willen zum Gestalten bereits in die Wiege legten, immer verbunden mit dem Anspruch, Dinge auch zum Besseren zu wenden. Am vorläufigen Ende stand dann Nahgenuss. Am Anfang waren es viele Gespräche mit LandwirtInnen und viel Überzeugungsarbeit, die zu leisten war. Schließlich haben sich dann vier Betriebe aus Mitleid entschlossen, die Idee zu unterstützen, lacht Micha. Der Anfang war geschafft. Nach und nach kamen dann weitere Betriebe hinzu. Michas Aufgabe war und ist es, die Plattform und die Prozesse so einfach wie möglich zu gestalten, damit es seinen Kunden am Anfang der Wertschöpfungskette leicht gemacht wird, ihre Produkte an die Kunden am Ende der Wertschöpfungskette zu verkaufen. Daneben sind eine gute Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation wesentliche Erfolgsfaktoren. Beides dürfte bisher gut gelungen sein, denn die Plattform wächst. Die Grundidee war, dass man keine Einzelteile verkauft, da es für die Landwirt sehr schwierige war, dass ganze Tier zu vermarkten. Es werden nur die „Gustostückerl“ verkauft und die weniger bekannten Teile waren schwer absetzbar. Mit dem Schritt, gemischte Fleischpakete zu verkaufen, war es den Bäuerinnen und Bauern nun möglich, dass ganze Tier im Prinzip schon vor der Schlachtung zu verkaufen und somit höhere Erträge und eine bessere Planbarkeit zu erreichen. War die Skepsis anfangs noch groß, hat sich nach und nach jedoch gezeigt, dass dieser Weg funktioniert, der sog. „Proof of Concept“ war gelungen. Während Corona kam nun mit dem Wein ein weiteres „Grundnahrungsmittel“ ins Sortiment, wobei der Fokus von Nahgenuss ganz klar auf Fleisch liegt und laut Micha auch gar nicht beabsichtigt ist, das Sortiment großartig zu erweitern. Er und seine Kunden sind mit dem aktuellen Angebot sehr zufrieden.

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  • 06.05.2021
    114 MB
    01:59:20
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    B2P013 Hermann & Thomas Neuburger – Sag niemals nie …

    Wenn man die Mühlviertler vom Produkt überzeugen kann, dann muss es im Rest von Österreich auch klappen, scherzt Hermann Neuburger, sichtlich stolz auf seine Region und sein Produkt. Und betrachtet man dass, was er aus der elterlichen Fleischhauerei seit seinem Einstieg im Jahr 1977 gemacht hat, dann auch völlig zurecht. Mit zunehmendem Erfolg überkam ihn aber auch immer mehr der Zweifel daran, ob er angesichts zunehmender Daten über ökologische, ökonomische und soziale Folgen eines immer höheren Fleischkonsums nicht langsam zum Mitverursacher dieser Entwicklung geworden war. Und so begann er schließlich mehrere Entdeckungsreisen durch Asien, auf der Suche nach der perfekten Alternative zum Fleisch. Es folgten viele Jahre des Experimentieren, Jahre in denen nach und nach auch sein Sohn Thomas ins Unternehmen hineinwuchs. Schlussendlich hat man dann den Kräuterseitling als idealen Fleischersatz ausgemacht und seither viel Zeit und sehr viel Geld in die eigene Zuchtanlage und eine passende Produktion investiert. Aus rein ökonomischer Sicht hätte man einfach die Produktion des „Neuburgers“ ausweiten und dort investieren sollen, meinen Vater und Sohn übereinstimmend. Der Markt ein noch groß, gerade Deutschland noch lange nicht erobert. Langsam übergibt Vater Hermann sein Lebenswerk nun an seinen Sohn Thomas der nun vor allem die neue Marke „Hermann Fleischlos“ vorantreibt. Wobei an Rückzug denkt Hermann Neuburger noch lange nicht, wieso sollte er das tun, lacht er. Gefragt wie viel er denn pro Woche arbeitet, schaue ich in ein ratloses Gesicht. Er habe eigentlich noch nie die Stunden gezählt, keine Ahnung. Links: Hermann Fleischlos: https://hermann.bio/ Neuburger: https://www.neuburger.at/de/ weitere Infos im Podcast auf unserer Website: https://bauertothepeople.at/podcast/

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  • 06.05.2021
    94 MB
    01:38:23
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    B2P012 Theresa Imre (markta) - ... muss auch B machen! (2/2)

    Nachdem wir in Teil A gehört haben, welche Hexen, Fügungen und Erfahrungen Esa geprägt haben, erfahren wir in Teil B, wie Esas Unternehmen – markta – entstanden ist und welche Herausforderungen ein digitaler Bauernmarkt mit sich brachte und nach wie vor bringt. Durch welche Phasen geht man bei der Gründung und beim Aufbau eines Unternehmens, welche Menschen begleiten einen dabei, wann und warum trennen sich die Wege auch wieder und nicht zuletzt, woher kommt eigentlich die Kohle? Neben einem allgemeinen – und wirklich notwendigen - Aufruf zu Abschaffung der Winterzeit haben wir auch noch über weiblich und männlich konnotierte Geschäftsmodelle gesprochen und ein paar wesentliche Faktoren für ein nachhaltigeres Wirtschaftssystem diskutiert. Resümee zum Gespräch: Eine absolut runde Sache mit Ecken und Kanten, Hexen, Zeitkapseln und Quantenphysik. Eh klar, oder?! Reinhören ….

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  • 06.05.2021
    63 MB
    01:05:59
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    B2P011 Theresa Imre (markta) - Wer A sagt, ... (1/2)

    Im ersten Teil „A“ des zeitlich völlig ausgearteten Gesprächs (daher zwei Teile) gewährt uns Esa Einblick in Ihre Kindheit und nimmt uns mit auf eine spannende Reise bis fast in die Gegenwart. Warum graben wir hier so tief, gehen soweit zurück? Weil ihr Unternehmen – markta – nur deshalb so ist wie es ist, weil Esa so ist wie sie ist. Um von einer Idee (A) in eine Umsetzung (B) zu kommen, braucht es Menschen mit dem „Unternehmerinnen-Gen“. Mich hat schon immer fasziniert, welche Eigenschaften diese Menschen mitbringen, was Ihnen allen gemein ist, was sie geprägt hat aber auch, was sie unterscheidet. Für BauertothePeople sind Unternehmerinnen und Macher im Kontext von Land_Wirtschaft und Essen natürlich besonders spannend, da es letztlich auch Ihre Eigenschaften, Visionen und Perspektiven sind, welche die gesellschaftliche Entwicklung maßgeblich mitprägen. Es lohnt sich also Ihnen auf den Zahn zu fühlen und vor allem auch, Ihnen zuzuhören.

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  • 06.05.2021
    129 MB
    02:14:34
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    B2P010 Matthias Masser - für Laib & Leben

    In Folge 10 des BauertothePeople-Podcasts sprechen wir mit dem Käser Matthias Masser von der Handwerkskäserei MAGO. Matthias und sein Bruder Gregor haben den elterlichen Betrieb von ihrem Vater Gottfried übernommen und führen diesen erfolgreich fort. Im Gegensatz zu vielen landwirtschaftlichen Betrieben, hat Vater Gottfried keine Betriebsnachfolge angetreten, sondern als Quereinsteiger einen Betrieb von Null aufgebaut. Wie es dazu kam kann man im Podcast nachhören. Auch Matthias hatte anfänglich kein großes Interesse an der Käserei und sein Vater bestärkte ihn darin, seinen eigenen Weg zu gehen. So studierte Matthias Medizin in Graz und ist ausgebildeter Allgemeinmediziner. Was das besondere an Käse im Allgemeinen und am Schafkäse von MAGO ist und warum er für das Käsen die sichere und lukrative Mediziner-Karriere hintan lässt, dass erzählt und Matthias in unserem Gespräch. Wir erfahren hier viel über die persönlichen Beweggründe, dieses Handwerk auszuüben, viele Details über das Käsen selbst und nicht zuletzt auch einiges über die Vermarktung abseits der großen Ketten. Ein sehr persönliches und umfangreiches Gespräch mit vielen neuen Perspektiven rund um Essen, Menschen und Land_Wirtschaft. Links: MAGO - https://www.handwerkskaeserei-mago.at/

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  • 06.05.2021
    105 MB
    01:49:45
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    B2P009 Ernst Michael Preininger – Der kulinarische Vermesser

    In Folge 9 des BauertothePeople-Podcasts treffen wir Ernst Michael Preininger in seinem Büro an der Uni Graz, genau am Institut für Geographie und Raumforschung. Heute dabei ist auch Simon vom B2P-Team, der einer der ersten Kunden von Ernst war. Kunde? Uni? Was? Eigentlich studierte Ernst Human-Geographie und schrieb seine Diplomarbeit über „Urbane Landwirtschaft und Armutsbekämpfung“ in Nepal. Das entfachte sein Interesse für Landwirtschaft, soziale Zusammenhänge und vor allem auch Lebensmittel. Zurück in Österreich baut er Lehm- und Strohhäuser um dann 2008 endlich seinen Bauernladen, die „Gemüsewerkstatt“ zu eröffnen. Was genau er da macht und worin die Herausforderungen lagen, hört ihr im Podcast. Eine Kundin wurde zur Lebensgefährtin und da beide niemals wieder in der Gastro arbeiten wollten, eröffneten sie ein Lokal, das „Gaumenkino“. ? Viel Sinn, sehr viel Arbeit , zwei Kochbücher und wenig Geld folgten. Die Gäste waren zufrieden, sie zunehmend nicht mehr. Vieles fand ein Ende und eine Forschungsprojekt begann. Von nun an war das Thema „Digitalisierung in der Landwirtschaft“ ganz oben auf seiner Agenda. Was das genau bedeutet und welche Auswirkungen damit verbunden sein könnten, darüber sprechen wir im Podcast. Ein langes aber sehr spannendes und kurzweiliges Gespräch mit einem sehr vielseitigen Menschen erwartet euch. Also reinhören, diskutieren, weitersagen und vor allem teilen!!! Links: Website: > > https://www.ernstpreininger.com/ Kochbuch 1: > > https://www.loewenzahn.at/produkt/2560/gaumenkino/ Kochbuch 2: > > https://www.loewenzahn.at/produkt/2634/fisch-echt-einfach/ zum B2P-Podcast:: > > https://bauertothepeople.at/podcast/2454/

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  • 06.05.2021
    79 MB
    01:22:43
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    B2P008 Auszeit & Genuss am Peintnerhof

    Was alles geschieht, wenn eine Pädagogin und ein Chirurg im Kärnter Lessachtal eine Landwirtschaft betreiben, dass könnt ihr in dieser Folge des BauertothePeople-Podcast hören. Andrea Unterguggenberger und Georg Lexer betreiben in der langsamsten Region Österreichs den Auszeithof (Peintnerhof). Nachdem Andrea den Hof übernommen hatte, war sie bald von einem Milchviehbetrieb auf die Haltung von Brillenschafen umgestiegen. Auf Recherchen für eines seiner Bücher über Richtige Ernährung zur Krebs-Prophylaxe führt Georgs Weg auch auf den Hof von Andrea. Die Auszeit dauert bis heute ? … Gemeinsam nähern sich die beiden nun seit 2013 einem ganzheitlichen Hofkonzept, wo der „Genuß“ an oberster Stelle steht. Genießen für die Gäste, genießen aber auch für die Betreiber. Genuss bedeutet aber auch Verantwortung. So wird hier das Schaf in all seine Facetten genutzt und wertgeschätzt. Teppiche aus der Wolle, Leder aus dem Fell und bald auch eine eigene Modelinie, natürlich wunderbare Lebensmittel und nicht zuletzt auch die soziale Funktion der Schafe, all das wird hier zusammengedacht. Viel Wert wird auch auf Gesundheit gelegt und das Know-How, welches sich in beiden Biographien angesammelt hat, ständig erweitert und vor allem weitergegeben. Einfach reinhören, nachdenken, diskutieren und vor allem weitersagen und teilen. Links zur Folge: Auszeithof: > > https://www.peintnerhof.at/ Buch: > > http://www.antikrebs.at/ B2P-Podcastfolge : > > https://bauertothepeople.at/podcast/2451/ #bauertothepeople #podcast #perspektivenwechsel #durchsredenkommendieleutzam

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  • 06.05.2021
    97 MB
    01:41:25
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    B2P007 Lukas Zankl - The next Käseration

    Mit dem 28-jährigen Lukas Zankl aus Stollwitz im Kärntner Gailtal hat die nächste Generation das Käsen übernommen. Auch in diesem Gespräch findet sich Bekanntes über die Herausforderungen einer kleinen Landwirtschaft. Im Hinblick auf die Hofübernahme, „Arbeitskollegen“ und unterschiedliche Vorstellungen, werden diese jedoch um die feinen Unterschiede ergänzt. Im Gespräch mit Lukas zeigt sich auch ein verändertes Verständnis der „Neuen Generation“ gegenüber dem Beruf und der Arbeit. Beständig sind Faktoren wie Hingabe, Sturheit oder Risikobereitschaft, die es wohl immer schon brauchte. Wir reden viel über das Käsen selbst und was die Herstellung von Rohmilchkäse so besonders macht. Wie entsteht im Prozess ein Hart-, ein Schnitt- oder ein Weichkäse und was zeichnet diese aus? Neben dem Käse sprechen wir auch über das Thema Hygiene, welches gerade im milchverarbeitenden Bereich besonders präsent ist. Hier plädiert der junge Kärntner ganz eindeutig für mehr Eigenverantwortung und weniger tiefgreifende Vorgaben. Zuletzt ging es auch um die Lebensmittel-Wertschöpfungskette. Hier wünscht sich Lukas wieder mehr klein-strukturierte Betriebe. Diese würden gesamthaft gesehen deutlich effizienter agieren als die großen Player, wenn man Umweltkosten etc. mitberücksichtigte. Zudem würde mit vielen Kleinen auch wieder mehr Vielfalt und eine bessere Qualität auf den Teller zurückkehren. All das und noch ein paar andere Sachen hört Ihr im Podcast. Also reinhören, diskutieren und weitersagen, dass es uns gibt!

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  • 06.05.2021
    55 MB
    58:14
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    B2P006 Sepp Brandstätter – Der weise Mann und der weiße Mais

    Eigentlich war er Beamter, das war aber nichts für Ihn. Also tauschte Sepp Brandstätter vor ca. 35 Jahren den sicheren Job gegen den landwirtschaftlichen Betrieb. Langsam, umsichtig und mit viel Begeisterung formte er den konventionellen Betrieb zu dem, was er heute ist. Vor einem Jahr hat er an seinen Sohn Josef übergeben und sieht diesen Übergang, wie so vieles andere auch, mit einer Mischung aus absolutem Pragmatismus und völliger Gelassenheit. Im Gespräch erzählt er über den „Gailtaler weißer Landmais“, wie er dazu kam und was ihn so besonders macht. Wir sprechen über den Boden, Anbau, Ernte und Verarbeitung, vor allem aber immer wieder auch über die Einstellung zum Handwerk. Neben dem inhaltlich spannenden Gespräch spürte man permanent die bereits erwähnte Gelassenheit von Sepp Brandstätter, dem es sichtlich wichtig ist, die Einstellung zur Landwirtschaft auch an die nächste Generation weiterzugeben.

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  • 06.05.2021
    67 MB
    01:10:24
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    B2P005 Herwig Ertl - Edelgreissler, Dickkopf, Botschafter

    In diesem Gespräch versuchen wir der Person Herwig Ertl ein wenig auf die Schliche zu kommen. Der selbstbewusste Kärtner ist sein vielen Jahren ein extrem aktiver Botschafter seiner Region und hat in dieser Zeit auch viel erreicht. Der Kaufmann wurde ihm in die Wiege gelegt, obwohl er sich nicht als „Verkäufer“ sieht Wie es dann zur Faszination für Slow Food, hochwertige Lebensmittel und vor allem die Menschen hinter den Produkten gekommen ist, arbeiten wir im Podcast ein wenig heraus. Spannend ist auch die Erkenntnis, dass Herwig Ertl sich selbst nicht als Teamplayer, sondern als Umsetzer begreift, da Visionen selten auf Basis eines vorher ausdiskutierten Konsenses verwirklicht werden. Nicht von ungefähr bezeichnet er sich und seine Wegbegleiter dann auch liebevoll als „Dickköpfe“. Das Gespräch mit Herwig Ertl zeigt uns wieder eine völlig neue Perspektive rund um das Thema Essen, Genuss und (Land-) Wirtschaft rund um einen charismatischen Protagonisten. Die Hauptthemen sind wohl Kommunikation, Marketing und Pioniergeist. Was dann aber jede und jeder aus dem Interview mitnimmt, dass bleibt letztlich uns individuell vorbehalten. Links: Edelgreisslerei - https://herwig-ertl.at/ Slow Food Travel - https://www.slowfood.travel/de

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  • 06.05.2021
    95 MB
    01:39:14
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    B2P004 Susanne Karr - vegane Lebensweise

    In dieser Folge von BauertothePeople (B2P) machen wir unser inhaltliches Spektrum endlich so weit auf, wie es von der Idee her sein soll. Bisher haben wir sehr spannende Gespräche mit Menschen aus der Landwirtschaft geführt. Heute haben wir mit Susanne Karr eine Journalistin und Philosophin vor das Mikro geholt und mit Ihr über die Perspektiven einer veganen Lebensweise gesprochen. Erfahrt in diesem Gespräch etwas über das Thema Verbundenheit und welche philosophischen, gesellschaftlichen und politischen Dimensionen in einer veganen Lebensweise mitbedacht werden können. Natürlich haben wir in diesem Gespräch auch über die klassischen Fragen an Veganerinnen und Veganer gesprochen. Susanne Karr hat ein Buch über die Verbundenheit geschrieben und betreibt auch einen eigenen Blog, in welchem sie und andere GastautorInnen sich mit diesem Thema auseinandersetzen. Findet ihr alles unter https://www.susakarr.com/

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  • 06.05.2021
    16 MB
    16:43
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    B2P003 Christian Kofler - Der Tauernschecken-Checker

    "Christian Kofler weiß alles, was es über Tauernschecken zu checken gibt. Er ist mit Herz und Leidenschaft Züchter, gibt uns aber auch einen kurzen Einblick in die Arbeit, die damit verbunden ist." Christian Kofler – Der Tauernschecken-Checker oder die Geschichte vom unendlichen Zaun Nicht nur seine Schwester Patricia hat sich den kleinen Paarhufern verschrieben, sondern auch Christian ist ein Experte, in seinem Fall sind es die Ziegen, genauer gesagt die Tauernschecken. Dieses Gespräch hat sich quasi zufällig beim Besuch auf der Alm ergeben auf die uns Christian spontan eingeladen hat. Daher haben wir auch nicht unser bewährtes „Tonstudio“ aufgebaut, sondern uns gemütlich auf eine Bank gesetzt und das Aufnahmegerät auf den Schoß gelegt. Wir hatten übrigens eine absolut traumhafte Aussicht und bekamen sozusagen einen „Einblick mit Weitblick“. In diesem Podcast erfahrt ihr etwas über die Tauernschecken-Ziege aus Sicht eines Züchters. Darüber, warum diese Ziegen gezüchtet werden und welchen „Nutzen“ diese Tiere haben. Eine ganz wichtige Funktion – und darum ist Christian mit seinen Ziegen auch gerade auf dieser Alm unterwegs – ist die Zurückgewinnung von für die landwirtschaftliche Nutzung eigentlich schon verlorenen Bergflächen. Zaun, Zaun, Zaun Ja dann stellt man halt einen Zaun auf … Diese Forderung hat man so oder so ähnlich in vielen aktuellen Diskussionen schon gehört. Und weil der Autor selbst auch schon mal in den Genuss des alpinen Zaunbaus gekommen ist, liefert dieser Abschnitt des Interviews einen praxisnahen Einblick in das, was Zaunbauen in der Praxis bedeutet. Unbedingt reinhören, ist sicher einer spannende neue Sichtweise.

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  • 06.05.2021
    92 MB
    01:36:42
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    B2P002 Patricia Kofler - Powerfrau auf der Alm

    In unserem Gespräch erzählt Patricia über ihren prall gefüllten Alltag, ihre Leidenschaft für die Landwirtschaft und ihre Tiere, über das Leben als Landwirtin, Funktionärin, Tochter und auch über die aktuelle Wolfsdebatte.

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  • 06.05.2021
    64 MB
    01:06:57
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    B2P001 Christian Bachler - Wutbauer oder Mutbauer?

    Christian Bachler erzählt in diesem Gespräch über seine Kindheit, sein Heranwachsen zum Bauern und seinen Wandel hin zum Wut- oder besser Mutbauern.

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  • 06.05.2021
    13 MB
    13:38
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    B2P000 Warum BauertothePeople (B2P)?

    Wir erklären die Idee hinter BauertothePeople (B2P), stellen die Protagonisten vor und denken drüber nach, was wir euch zukünftig bieten wollen.

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