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Mythos und Wahrheit - Der Mythologie Podcast

Athena wurde aus Zeus' Kopf geboren, Krishna hatte 16.000 Frauen - aber nur eine große Liebe -, Odin wurde auf der Suche nach Weisheit halb blind und Coatlicue hatte eine Kette aus menschlichen Herzen - was soll das? Wir wollen mehr darüber wissen - und ihr auch.Deshalb stellen wir euch in unserem Mythologie Podcast für Kulturbanausen Mythen aus verschiedensten Teilen der Welt vor. Und wir erzählen sie so, dass auch Menschen ohne Vorkenntnisse die Zusammenhänge jederzeit begreifen.Ob griechische und römische Mythen, nordische Mythen, Mythologie indigener Völker Amerikas, asiatische, afrikanische oder ozeanische Mythen: Wir, die Erzählerinnen Steffi und Sarah, begeben uns in jeden Winkel der Welt, um die spannendsten mythologischen Erzählungen in unserem Podcast für uns gegenseitig und unsere Hörer:innen aufzubereiten.Im „Wahrheits“-Teil einer jeden Folge, der ca. 15-20 % der Gesamtspielzeit ausmacht, wollen wir außerdem das aktuelle Geschehen im Reality-TV zusammenfassen. Auf den ersten Blick erscheint der Zusammenhang zwischen antiker Mythologie und modernem Reality-TV wenig schlüssig; trotzdem ist beides unsere Leidenschaft und wir hoffen, damit auch das Herz der Zuhörer*innen zu treffen.

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  • 22.07.2021
    38 MB
    40:29
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    #4 - Asiatische Mythologie: Japan und China - Inseln, Mistkäfer, ein Ei und die Unterwelt

    Sarah und Steffi befassen sich in der vierten Folge ihres Mythologie Podcasts für Kulturbanaus*innen erneut mit ihnen selbst bisher unbekannten Mythen. Da es sich um vergleichsweise kurze Geschichten handelt, stellen sich die beiden heute gegenseitig jeweils einen asiatischen Mythos vor: Sarah spricht über einen japanischen Mythos, Steffi über chinesische Mythologie. Im Kern geht es wieder um die Entstehung der Welt. Zudem hast das Finale von „Princess Charming“ großen Eindruck auf die zwei gemacht und es entsteht eine leichte Meinungsverschiedenheit in Bezug auf die erste Folge der neuen Staffel "Die Bachelorette". Wer Spoiler vermeiden will, sollte 30:21 bis 39:49 überspringen. Izanagi und Izanami - Mythologie Japans In der japanischen Mythologie ist die Weltentstehung eng an das Geschwister-/Ehepaar Izanagi (Ehemann) und Izanami (Ehefrau) gebunden. Den beiden wird von den Gött*innen aufgetragen, Japan zu "machen". Das tun sie vor allem, indem sie nach ihrer Hochzeit Inseln statt Kinder bekommen - es gibt allerdings einige Komplikationen und am Ende gipfelt eine die Geschichte in der Geburt des Feuergottes Kagu-tsuchi, bei der die Mutter (Izanami) stirbt. Izanagi folgt ihr in die Unterwelt, begeht aber dort einen schweren Fehler - und statt mit der Rückführung seiner Frau in die Welt der Lebenden endet diese Mission des japanischen Gottes mit einer Scheidung und der endgültigen Trennung zwischen Unterwelt - deren Herrscherin nun Izanami wird - und der Oberwelt. Als sich dann Izanagi einmal ordentlich wäschst entstehen dabei auch die Herrscher*innen des Himmels, der Nacht und des Meeres. Die Geschichte von Pangu - Mythologie Chinas Ein chinesischer Mythos zum Thema Weltentstehung erzählt eine ganz andere und wesentlich weniger blutige Geschichte: Am Anfang ist - wie immer - das Chaos. Innerhalb dieses Chaos entsteht ein Ei. Und in diesem Ei entwickelt sich über nicht weniger als 18.000 Jahre das erste lebende Wesen der Welt: ein gehörnter, sehr haariger Riese namens Pangu. Als dieser Riese letztendlich aus seinem Ei schlüpft, bildet das mit ihm herausströmende Eiweiß den Himmel (Yang) und das Eigelb die Erde (Yin). Pangu befindet sich zwischen den beiden und hält sie auseinander. Von nun an vergehen bis zur vollständigen Erschaffung der Welt wie wir sie heute kennen laut chinesischem Mythos noch einmal 18.000 Jahre. In dieser Zeit wächst Pangu täglich und schiebt dabei Yin und Yang immer weiter auseinander, bis er eine Größe von 45.000 Kilometern erreicht hat - den korrekten Abstand zwischen Yin und Yang. Dann legt er sich zum Sterben nieder und aus ihm werden die Bestandteile der Welt: Sein Kopf, sein Bauch, seine Füße und seine beiden Arme werden zu den heiligen Bergen Chinas, sein Atem wird zu Wind und Wolken, seine Körperbehaarung wird zu Pflanzen und Bäumen. Laut einigen Auffassungen werden die kleinen Flöhe, die auf seinem Körpfer gelebt haben, sobald sie zum ersten Mal vom Wind berührt werden, zu den Menschen. Weiterhin gibt es neben diesen beiden asiatischen Mythen in dieser Folge noch einen Fun Fact zu Yin und Yang, Reportagentipps zur chinesischen Geschichte und zu den drei Hauptrichtungen der chinesischen Philosophie sowie eine kleine Side-Story über Mistkäfer. Viel Spaß und bis nächste Woche!

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  • 19.07.2021
    38 MB
    39:39
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    #3: Mythologie der Native Americans II: Navajo und Inuit - Geister, Schafe, Erbsen und Prinzessinnen

    Sari und Steffi bleiben entgegen jeder Ankündigung noch bei der indigenen Mythologie Nordamerikas. Steffi gibt eine (ganz kurze) Übersicht zur Geschichte der indigenen Völker dort und stellt noch zwei weitere kleine Mythen zum Thema Schöpfung aus verschiedenen Arealen sowie mythologische Gemeinsamkeiten einiger Völker vor: Den Schöpfungsmythos der Navajo und den der Inuit. Es kommen erneut viele Tiere und Geister vor, ein Thema aus der letzten Folge (das Thema hat zwei sehr scharfe Vorderzähne) wird aufgegriffen und eine neue Rubrik eingeführt (die Fun-Fact-Rubrik). Auch das zweite Steckenpferd unserer Erzählerinnen kommt nicht zu kurz: Princess Charming ging diese Woche ins Halbfinale und Steffi und Sarah sind extra früh aufgestanden, um direkt darüber sprechen zu können. Wer die 8. Folge noch nicht gesehen hat, überspringt also besser die MAJOR PRINCESS CHARMING SPOILER: Minute 31:32 bis 36:00. Zu Beginn gibt Steffi einen ganz kurzen Überblick über die generelle Geschichte der Besiedlung Amerikas und die entstehung der verschiedenen indigenen Völker Nordamerikas. Dadurch erscheint es am Ende auch einleuchtend, dass die Mythologie der indigenen Nordamerikaner teilweise bei verschiedenen Völkern größerer geographischer Nähe sehr ähnlich ist. In vielen dieser indigenen Mythen spielen Tiere eine sehr große Rolle, aber auch Animismus ist ein großes Thema aller Religionen der dortigen Kulturreale. Der Schöpfungsmythos der Hopi und Navajo - Spider-Woman und Tawa Bei den Hopi und insbesondere auch noch viel detaillierter bei den Navajo spielt die Figur Spider Woman, auch Spider Grandmother genannt, eine bedeutende Rolle in der Mythologie. Bei der Weltentstehung arbeitet sie mit dem Sonnengott Tawa zusammen, um die Erde mit Tieren zu bevölkern. Während Tawa sich die Tiere ausdenkt, formt Spider-Woman dieselben aus Ton. Die fertigen Tonfiguren bedeckt sie mit einer gewebten Decke und murmelt ihnen ihre Seele ein, sodass sie dann frei auf der Erde herumlaufen können. Als alle Tiere fertig erschaffen sind, begeben sich die beiden Gottheiten an die Menschen, damit diese auf die Tiere aufpassen. Auch diese bekommen eine gewebte Decke umgelegt und dann die Seele eingesungen. In vielen detaillierteren Mythen, vor allem denen der Navajo, hilft Spider-Woman den Menschen noch auf ihrer Reise durch 3 Vorwelten, bevor sie am Ende in der vierten Welt, dem hier und jetzt, angelangen. Dabei bringt sie ihnen alles bei, was sie benötigen. In der Mythologie der indigenen Völker Nordamerikas hat Spider-Woman viele Gesichter und viele Funktionen, nicht immer ist sie nur nett, aber im Grund ist sie auch diejenige, die die Menschen in Stämme einteilt, die ihnen beibringt, wie man Nahrung anbaut und die ihnen die Sprache gibt. Mythologie der Inuit Vorweg ist anzumerken, dass die Diskussion über die Begriffe "Eskimo" und "Inuit" im Podcast ausgelassen wurde. Zwar war das Wort "Eskimo" ursprünglich eine Fremdbezeichnung, die Bedeutung ist aber umstrittten. Entweder war es abwertend gemeint und bedeutete "Rohfleischesser", vielleicht bedeutete es aber auch lediglich "Schneeschuhflechter". Die indigene Bevölkerung der Arktis bezeichnet sich selbst als "Inuit", als "Menschen". Lediglich die indigenen Bewohner Alaskas möchten so nicht bezeichnet werden und bevorzugen weiterhin Eskimo. Da der Mythos heute aber auf den Bereich Nordkanada und Grönland begrenzt ist, sprechen Steffi und Sara über Inuit. Die Mythologie der Inuit ist der der südlicheren native Americans nicht ganz unähnlich. Es gibt auch hier viele Tiere und einen Hang zum Animinius. Die Weltentstehung lief laut Inuit-Mythos wie folgt ab: Am Anfang ist eine große Dunkelheit, in die hinein ein Wesen geboren wird, dass zunächst einmal ein Rabe ist, das sich aber auch in einen Menschen verwandeln kann. Der Einfachheit halber wird dieses Wesen in Zukunft "der Rabe" genannt. Dieser Rabe bringt kreiiert irgendwann aus der Dunkelheit die Welt und macht mit seinen Flügelschlägen die Täler und Berge (vergleichbar mit dem Bussard im Mythos der Cherokee). Nicht nur Berge, Täler und Wasser erschafft der Rabe, sondern auch Erbsenschoten. Was er aber nicht weiß: Aus den diesen Erbsenschoten fällt eines Tages der erste Mann auf die Erde. Die ersten Menschen in der Arktis Als der Rabe bemerkt, dass ein Mensch aus einer der Erbsenschoten gefallen ist, ist er verwirrt - damit hatte er nicht gerechnet. Er entdeckt ihn, als er gerade etwas trinkt. Schnell fliegt der Rabe auf die Erde runter und er und der Mann liefern sich ein kurzes Starr-Duell. Dem Raben wird klar, dass der Mann wahrscheinlich Hunger haben wird, und er erfindet Beeren. Was nett gemeint ist, stellt sich schnell als nicht ausreichend heraus und so kreiiert der Rabe auch noch viele verschiedene Tiere, die er aber alle an nicht zu leicht zu erreichenden Orten versteckt (Schafe im Gebirge, Fische im Wasser, Vögel in der Luft), damit der Mann nicht alle auf einmal isst. Zuletzt kreiiert der Rabe auch noch die Frau. Er bringt den Menschen bei, die Welt zu respektieren, wie man sich warm genug anzieht, wie man sich Unterschlüpfe baut und wie man Kanus herstellt und richtig benutzt. Dann ist seine Aufgabe erledigt.

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  • 19.07.2021
    26 MB
    27:49
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    #2: Mythologie der Native Americans I - Die Weltentstehung der Cherokee

    Heute begehen Sarah und Steffi (für sie) ganz neue Pfade und das Ausmaß ihres eigenen Kulturbanausentums dürfte jedem bewusst werden. Es geht um die Mythologie eines indigenen Volkes in Nordamerika, genauer gesagt um die Cherokee und insbesondere um deren sehr spannenden Weltentstehungsmythos. Außerdem MÜSSEN sie kurz über Folge 7 von Princess Charming sprechen. Wenn ihr die Folge noch sehen wollt, überspringt besser Minute 21:48 - 24:00. Viel Spaß! Sarah erzählt in dieser Folge Steffi und den Zuhörer*innen zum ersten Mal einen nordamerikanischen Mythos. Dafür holt sie etwas weiter aus und gibt einen kurzen Überblick über die Geschichte der Cherokee in Nordamerika, deren Wohnort und deren derzeitige Situation. Dann geht es direkt los mit dem Mythos der Cherokee zum Thema Schöpfung. Animismus und viele Tiere Am Anfang der Schöpfung der Cherokee ist das Wasser. Zusammengefasst gibt es laut Cherokee Mythos Wasser in der Mitte, dann ein „Oben“ - eine Geisterwelt, in der Tiere leben - sowie ein „Unten“ - das kennt man nicht, es ist unter dem Wasser. Irgendwann möchten die Tiere wissen, was sich unter dem Wasser befindet und der Wasserkäfer, der Enkel des Bibers, erbarmt sich, um nachsehen zu gehen. Unter Wasser fand er nichts außer Ton, den er an die Wasseroberfläche trug. Dort wuchs der Ton zu einer Insel heran, die unsere heutige Erde ist. Diese Insel wurde an vier langen Schnüren befestigt, in allen vier Windrichtungen, und damit mit dem Geisterreich verbunden. Ein Bussard und eine merkwürdige Challenge Anfangs war die Erde laut Mythologie der Cherokee noch unbewohnbar, da der Ton noch zu feucht und zu weich war. So fliegt zunächst der große Bussard einmal die Erde ab und überall, wo seine Flügel die Erde berühren entstehen Täler, überall wo er wieder hochfliegt, entstehen Berge. Irgendwann ist dann die Erde trocken genug, damit alle Tiere runterkommen und darauf leben können. Zunächst wird noch die Sonne in die richtige Position gebracht und Tag und Nacht entstehen. Als erste Challenge versuchen die Tiere nun sieben Tage und sieben Nächte lang wach zu bleiben - was nur den wenigsten gelingt, nämlich beispielsweise der Eule und dem Panther: deshalb können die jetzt auch in Dunkeln sehen. Dasselbe galt übrigens laut Cherokee-Mythos für die Bäume: Nur wenige Bäume, wie Zeder und Kiefer, blieben wach und können so nun das ganze Jahr über grün bleiben. Eine neue Art der Vermehrung Der Mythos der Cherokee umfasst natürlich auch die Erschaffung der Menschen. Zunächst gab es nur einen Bruder und eine Schwester. Der Bruder nimmt einen Fisch und schlägt damit so lange auf seine Schwester ein, bis diese es schafft, sich zu vermehren. Zunächst bekommt sie alle 7 Tage ein Kind, was zu einem rasanten Bevölkerungswachstum führt - man entscheidet sich fortan dafür, dass Frauen nur noch einmal pro Jahr gebären können. Guter Plan.

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  • 19.07.2021
    28 MB
    29:14
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    #1: Griechische Mythologie - Die Entstehung der Welt

    In der ersten Folge geht es um antike griechische Mythologie, genauer gesagt, um den Schöpfungsmythos des antiken Griechenlands. Steffi erzählt Sarah diesen spannenden und verheißungsvollen Mythos voller Verschwörungen, Verrat, Sex und Crime. Es kommen griechische Götter und Göttinnen vor, Giganten, Titan*innen, Erynien und eigentlich absolut ALLES, woraus die Welt, wie wir sie heute kennen, besteht. Einen kurzen Ausflug machen Steffi und Sari auch in die Welt des Reality TV - in Zukunft werden sie diese Rubrik wohl weiter ausbauen. Enjoy! Die Mythologie des antiken Griechenlandes ist sehr umfassend und facettenreich. Dank antiker griechischer Autoren wie Hesiod, Apollonios von Rhodos oder Plinius dem Älterem wissen wir heute vergleichsweise zu anderen Kulturräumen sehr sehr viel über die griechische Mythologie. Darum beginnen wir heute auch unseren Podcast mit dem Schöpfungsmythos der Griechen: Wie ist die Welt entstanden, woher kommen die Gött*innen und wie ist überhaupt die Ausgangssituation für die späteren Abenteuer aller Held*innen, die noch kommen werden? Gaia, Uranos und das Chaos Am Anfang ist in der griechischen Mythologie das Chaos: Eine große Leere, unendlich dunkel und still. In dieser Leere lebt die griechische Göttin und Personifikation der Erde Gaia. Gaia ist als Urpotenz schon immer da und bringt zu Beginn der Entstehung der Welt aus sich selbst weitere Bestandteile des Kosmos hervor. Beispielsweise Uranos, den Himmel - gemeint ist der Gott es Himmels, die Personifikation des Himmels, der Himmel selbst. Zwar wurde Uranos laut Mythos von Gaia geboren, gleichzeitig ist er ihr aber ebenbürtig und auch ihr Liebhaber. Emanzipation der Titan*innen Uranos, der Himmel der griechischen Mythologie, stellt sich als ziemlicher Tyrann heraus, der vor allem auch auf seine eigenen Kinder eifersüchtig ist. Er versteckt alle Kinder, die ihm von Gaia geboren werden, in abgelegenen Winkeln der Welt (also IN Gaia - weird). Das sind unter anderem die Cyclopen und die Hekatoncheiren, aber auch die 12 Titanen und Titaninnen, zu denen auch Kronos gehört, der nun das Dasein als Protagonist in diesem Mythos übernimmt. Gemeinsam mit seiner Mutter Gaia, die mittlerweile sehr gefrustet von Uranos‘ Verhalten ist, schmiedet er einen Plan und als die Erdgöttin ihm heimlich eine Sichel zustecken kann wittert er seine Chance: Er entmannt seinen Vater, der sein Fortpflanzungsorgan jetzt im hohen Bogen davon fliegen sieht, während er selbst ein für alle Mal nicht mehr mit Gaia verbunden ist (Trennung von Himmel und Erde). Aus den Bluts- und Spermatropfen seines umherfliegenden Penis entstehen weitere mythologische Gestalten, zum Beispiel Nymphen, Giganten oder Erynien - und zu guter Letzt trifft der letzte Tropfen aufs Meer und daraus entsteht niemand Geringeres als Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe. Die Titan*innen bilden nun Paare mit ihren jeweiligen Schwestern/Brüdern und bevölkern die Welt, die sie nun beherrschen, mit zahlreichen mythologischen Wesen und weiteren Personfikationen / Naturgegebenheiten, sozusagen mit allen Aspekten, die die Welt ausmachen. Die wichtigsten Protagonisten bleiben hierbei Kronos und seine Frau / Schwester Rhea. Denn schon bald stellt sich Kronos - genau wie sein Vater - als tyrannischer Patriarch heraus und isst seine Kinder eins nach dem anderen direkt nach seiner Geburt im ganzen auf. Und diese Kinder sind keine Unbekannten, was zugleich ein Spoiler für den weiteren Verlauf der Geschichte ist, denn es handelt sich um: Hestia, die spätere griechische Göttin des Herdes und der Familie, Hera, die griechische Göttin der Ehe und spätere Ehefrau des Zeus, Demeter, die Göttin der Ernte, Poseidon, den Gott des Meeres, Hades, den späteren Gott der Unterwelt und zuletzt Zeus, den späteren Göttervater und höchsten aller griechischen Götter und Göttinnen. Etablierung der griechischen Götter und Göttinnen Wie zuvor sein Vater Kronos kann auch Zeus nun durch eine Verschwörung mit seiner Mutter Rhea seinen eigenen Vater stürzen. Er überfällt ihn und bringt ihn dazu, Zeus’ Geschwister auszuspeien, die alle im Magen des Kronos überlebt hatten. Es folgt ein epischer jahrelanger Kampf zwischen Gött*innen und Titan*innen, die sogenannte Titanomachie. Am Ende gewinnen die Gött*innen und nehmen ihre herrschende Position auf dem Olymp ein, um dort sozusagen die erste Generation der kanonischen 12 höchsten olympischen Götter zu werden. Hestia und Hades allerdings gehören nicht lange dazu, da Hades die Unterwelt beherrschen wird und Hestia ihren Platz im Olymp abgibt, um näher bei den Menschen auf der Erde zu sein. Neben Aphrodite, Zeus, Poseidon, Hera und Demeter gehören später noch dazu: Apollon (Gott der Künste), seine Schwester Artemis (Göttin der Jagd), Ares (Gott des Krieges), Dionysos (Gott des Weines), Athena (Göttin der Weisheit) und Hephaistos (Gott des Handwerks). All diese Gött*innen werden in zahlreichen weiteren Folgen unseres Mythologie Podcasts eine zentrale Rolle spielen. Wir freuen uns drauf - und hoffen, ihr auch. Literaturempfehlung: G. Schwab, Sagen des Klassischen Altertums, egal welche Auflage. Allerdings kommt der Schöpfungsmythos nicht vor. Hier auch noch eine Podcastfolge zum selben Thema, bisschen ernsthafter, vom Bayrischen Rundfunk: https://www.br.de/mediathek/podcast/mythen-michael-koehlmeier-erzaehlt-sagen-des-klassischen-altertums/folge-2-gaia-uranos-kronos/41518 . Unterhaltsam zum Thema ist auch dieser Blog: https://easymyth.de/griechische-mythologie/vatermord-zum-fruehstueck/

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  • 19.07.2021
    1 MB
    01:41
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    Trailer - Der Mythologie Podcast für Kulturbanausen

    In diesem Mythologie Podcast sollen Mythen aus allen Kulturkreisen für Menschen aufbereitet werden, die kein großes Vorwissen haben. Die Geschichten über Mythen aus Griechenland und Rom werden hier eine zentrale Rolle spielen, da beide Erzählerinnen Klassische Archäologinnen sind. Schwerpunkte soll aber auch die nordische Mythologie, die Mythologie der indigenen Völker Nord-, Mittel-, und Südamerikas sowie die Mythen Asiens, Afrikas und Ozeaniens bilden. Im Idealfall wird dieser Podcast Mythologie für jeden greifbar und spannend machen und auf interessante Weise erzählen. Um den Bogen zur heutigen Zeit zu schlagen, wird es auch immer wieder Empfehlungen zu modernen Rezeptionen der Mythen geben. Hinzu kommt der „Wahrheits“-Teil des Podcasts, der sich am Ende der jeweiligen Folge kurz mit „Reality-TV“ beschäftigen wird, um die Zuhörer zurück in die Gegenwart zu befördern.

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