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Durch die Gegend

Interviews mit Musikern, Schriftstellern, Künstlern und Philosophen finden viel zu oft in sterilen Hotellobbys oder öden Büros statt. Man sitzt sich den Hintern platt und knabbert trockene Kekse. Also sagt sich der Kölner Radiojournalist Christian Möller: Rausgehen! Rumlaufen! Reden! An Orten, die mit den Interviewpartnern zu tun haben: Wohnviertel, Geburtsstadt, Lieblingsplatz. Denn die guten Gedanken kommen im Gehen. | Eine Produktion von Viertausendhertz.

Alle Folgen

  • 09.09.2019
    68 MB
    01:10:25
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    Durch die Gegend | William Cohn

    Grässlich gemusterte Pullover, 80er-Jahre-Brille, sonore Stimme: So kennt man William Cohn, vor allem aus dem Neo Magazin Royale. Dabei hat der ausgebildete Sänger, Sprecher und Schauspieler noch viel mehr drauf. Zum Beispiel den guten Ton. „Der gute Ton mit Cohn“, so heißt der Benimm-Ratgeber, den er geschrieben hat, der manchmal so klingt wie seine sarkastischen TV-Texte, aber nicht völlig unernst gemeint ist. Mit Christian Möller hat er sich in München getroffen, hat als vollendeter Gastgeber Blumen, Weißwurst und Eis spendiert und über Schwierigkeiten mit Hausmusik, Schweinefleisch und andere Schicksalsschläge geplaudert.

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  • 09.08.2019
    78 MB
    01:20:54
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    Francesco Wilking (Die Höchste Eisenbahn)

    Indie-Pop-Fans kennen seinen Namen gleich von zwei Bands. Francesco Wilkings Stimme hört man bei den (inzwischen leider nicht mehr so aktiven) Tele, und bei Die Höchste Eisenbahn, die Band, die er zusammen mit seinem Songwriter-Kollegen Moritz Krämer gegründet hat. Die bringt dieser Tage ihr neues Album „Ich glaub dir alles“ raus. Grund genug für einen Spaziergang durch Francescos Kiez in Berlin Prenzlauer Berg und ein Gespräch über Songschreiben im Wendland, Deutschrap, italienisches Satellitenfernsehen und Dienstleistungsmusik.

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  • 05.07.2019
    83 MB
    01:27:07
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    Durch die Gegend | Bernd Begemann

    Singer/Songwriter? Elektrischer Liedermacher? Troubadour? Was auch immer: Bernd Begemann macht es seit mehr als dreißig Jahren. Über 500 Songs hat er rausgebracht, hat an jeder Steckdose gespielt. Und die Hamburger Schule mitgegründet. Und zwar in Ostwestfalen-Lippe, in einem beschaulichen Kurort namens Bad Salzuflen. Dort hat er mit Christian Möller an einem heißen Sonntag einen Spaziergang gemacht. Ein Gespräch über Eis mit Sahne, Punkrock in der Fußgängerzone, ein Studio in einer Villa am Waldrand. Und die ungebremste Lust, immer noch jeden Tag weiterzumachen.

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  • 31.05.2019
    62 MB
    01:04:53
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    Durch die Gegend | Leslie Clio

    Leslie Clio ist bekannt geworden mit Songs wie „Told You So“ und „Couldn't Care Less“. Und wenn Ihr das wisst, wisst ihr schon mal mehr als Christian Möller. Den haben wir nämlich für diese Folge auf ein Blind Date mit Leslie Clio geschickt. Was sich daraus wohl ergibt? Wird er Leslie ungeahnte Geheimnisse entlocken? Oder wird das Gespräch vorzeitig abgebrochen? Welche Rolle werden Seelenwanderung, eine Pelzmütze im Frühling, eine Lehrerin namens Ingeborg Schmidt und eine Katze namens Heini dabei spielen? Hört es selbst in dieser Episode von Durch die Gegend.

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  • 29.04.2019
    100 MB
    01:44:06
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    Sophie Paßmann

    Sophie Paßmann ist gerade überall. Auf Twitter folgen ihr knapp 80.000 Leute, auf Instagram fast 70.000. Sie moderiert bei der WDR-Jugendwelle 1LIVE, schreibt eine Kolumne für den Spiegel, podcastet für ZEIT online, steht beim Neo Magazin Royal mit Jan Böhmermann vor der Kamera. Und sie hat ein feministisches Buch geschrieben, das es auf die Bestsellerliste geschafft hat: „Alte weiße Männer. Ein Schlichtungsversuch“. Mit Christian Möller hat sie sich in Freiburg getroffen, wo sie studiert hat. Ein Gespräch über Wein, Poetry Slam, Hitler, Hippies, Marmelade, Feminismus, Humor, Kritik und Käsekuchen.

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  • 25.03.2019
    81 MB
    01:24:19
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    Durch die Gegend | Kevin Kühnert

    Nein sagen kann er. Kevin Kühnert, 29, ist Bundesvorsitzender der Jusos, der Jugendorganisation der SPD. Durch seinen Einsatz gegen die Fortführung der großen Koalition wurde er bekannter als die meisten seiner Vorgänger*innen. #NoGroKo war nicht erfolgreich, aber trotzdem macht Kevin Kühnert natürlich weiter mit der Politik, nicht nur auf Bundesebene sondern auch im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg, wo er seit 2016 Bezirksverordneter ist. Mit Christian Möller spaziert er durch seinen Heimatbezirk, inklusive kurzer Begehung des Rathauses. Ein Gespräch über Kleingärten, Wanderurlaub, Roland Kaiser, Handball – und über die zu geringe Repräsentation junger Menschen in der Politik.

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  • 07.03.2019
    66 MB
    01:09:51
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    Durch die Gegend | Katja Berlin

    Die meisten Menschen kennen sie vermutlich von Twitter. Da ist sie seit 2008 als @katjaberlin unterwegs, und inzwischen folgen ihr über 50.000 Leute. Außerdem macht sie politische Witze mithilfe von Tortendiagrammen – in ihrer Kolumne „Die Torten der Wahrheit“ bei der ZEIT. Und sie schreibt eine Berlin-Kolumne bei der Berliner Zeitung. Da kommt immer wieder auch der Stadtteil Gesundbrunnen vor. Für viele Berlin-Besucher ist das einfach der ICE-Bahnhof, zu dem man eh nie fährt. Aber Katja verteidigt ihren unhippen Kiez. Mit Christian hat sie einen Spaziergang durch den Humboldthain gemacht, von da ging es zum ehemaligen Hochbunker und dann an der Panke entlang. Ein Gespräch über Twitter, Humor, Fußball, Fernweh, italienischen Kaffee und gefühlte Wahrheiten.

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  • 03.01.2019
    89 MB
    01:32:21
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    Durch die Gegend | Moritz Neumeier

    Moritz Neumeier ist Comedian, aber er oft ist er gar nicht so lustig. In seinem Youtube-Format Auf einen Kaffee mit Moritz Neumeier macht er sich einmal pro Woche Gedanken über aktuelle politische und gesellschaftliche Themen – und setzt dabei eher auf Fakten als auf Pointen. Politisch sind auch seine Bühnen-Programme, in denen er sich auf seine eigene norddeutsch-derbe Art auch ganz persönlich mit seine Leben als junger Familienvater auseinandersetzt. Moritz Neumeier verkörpert eine Mischung aus Humor und Haltung, die es so in der deutschen Comedy nicht oft gibt. Mit Christian Möller ist er durch den Stadtteil Bremen-Walle spaziert, in dem er früher gewohnt hat. Vom Supermarkt-Parkplatz über den „Raucher-Bäcker“ im tristen Einkaufs-Zentrum bis in den Buchladen führte der Rundgang. Ein Gespräch über Katzen, Rolf, den freundlichen Junkie, passives Counterstrike-Zocken, politische Korrektheit und seltsame Kinderbuch-Ideen.

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  • 07.12.2018
    79 MB
    01:21:28
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    Ralph Ruthe

    Er nennt sich selbst gern mit Understatement „Witzbildmaler“. Und vermutlich haben die meisten schon mal einen seiner Cartoons gesehen. Oder, noch wahrscheinlicher, eins der Videos, die Ralph Ruthe im Netz veröffentlicht – Werbeparodien, Baum & Biber, Fernsehreporter Tjorben Eckermann oder das Proll-Schaf Torsten Dörnbach und andere. Seit Jahren ist Ralph mit seinem Humor höchst erfolgreich - fast 750.000 Abonenten hat sein Youtube-Kanal, über 400.000 Leute folgen ihm bei Twitter. In den letzten Jahren haben seine Fans ihn auch als Menschen kennengelernt, der politisch Stellung bezieht. Warum er das tut, auch davon hat Ralph Ruthe Christian Möller bei einem Spaziergang durch seine Heimatstadt Bielefeld erzählt.

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  • 10.11.2018
    85 MB
    01:28:12
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    Durch die Gegend | Jens Friebe

    Der Rolling Stone hat ihn als den „einzigen deutschen Popstar“ bezeichnet, ein Zitat, das ihm ständig um die Ohren gehauen wird und das Jens Friebe deshalb inzwischen ein bisschen zwiespältig findet. Ob ihm „Vorzeige Gender-Boy“ lieber ist? Das hat das Missy Magazin geschrieben, weil Jens sich nicht so betont heterosexuell gibt wie andere Typen mit Gitarre, sondern Spaß am Spiel mit Androgynität hat und Feminismus unterstützt. Abgesehen davon war Friebe immer ein thinking man's Musiker – ein bisschen subtiler, hintergründiger, sophisticateter als der Rest und trotzdem mit Glitzer und großen Melodien. Entdeckt wurde Jens Mitte der 2000er Jahre Indie-Impresario Alfred Hilsberg, auf Empfehlung von Jochen Distelmeyer von Blumfeld. Inzwischen ist sein siebentes Album erschienen. Es heißt „Fuck Penetration“. Mit Christian Möller ist er durch Kreuzberg flaniert, unter anderem durch die Bibliothek und auf dem Friedhof. Ein Gespräch über den Tod und die Angst davor, über Pop in der Provinz, über politische Songs und über Graubrot.

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  • 11.10.2018
    80 MB
    01:23:05
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    Durch die Gegend | Raúl Krauthausen

    Raúl Krauthausen ist „Aktivist für Inklusion und Barrierefreiheit“, so steht es auf seiner Homepage. Er selbst sagt manchmal „Berufsbehinderter“, wenn er genervt davon ist, dass seine Behinderung auch seine tägliche Arbeit so stark bestimmt. Raul hat die sogenannte Glasknochenkrankheit, wegen der er auf den Rollstuhl angewiesen ist. Um leichter feststellen, ob Orte wie Cafés, Buchhandlungen rollstuhlgerecht sind, hat er die interaktive Online-Karte Wheelmap entwickelt und den Verein Sozialhelden e.V. gegründet, der für gesellschaftliche Probleme (nicht nur im Zusammenhang von Behinderung) sensibilisieren möchte. In seinem Buch „Dachdecker wollte ich eh nicht werden“ berichtet er humorvoll über das „Leben aus der Rollstuhlperspektive“ Mit Christian Möller ist er in Berlin-Kreuzberg am Landwehrkanal entlangflaniert.

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  • 12.09.2018
    65 MB
    01:07:38
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    Durch die Gegend | Gisbert zu Knyphausen

    Eine ganze Zeit lang war wenig zu hören von Gisbert zu Knyphausen. Nach dem überraschenden Tod seines Freundes und Kollegen Nils Koppruch zog sich der Singer/Songwriter erstmal zurück. Sieben Jahre vergingen von seinem zweiten Album bis zur aktuellen Platte „Das Licht dieser Welt“. Mit Christian Möller hat er darüber bei einem Spaziergang in Berlin-Neukölln gesprochen. Vom Körnerpark gings rüber zum Tempelhofer Feld, anschließend noch auf ein Eis in den Schillerkiez. Ein Gespräch über Tod, Trauer, Depressionen, das Betrachten von Ameisenhaufen, Musik und Politik, Spaziergänge mit Hund und Bauwagenromantik.

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  • 15.08.2018
    75 MB
    01:17:39
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    Robert Habeck

    Bevor er in die Politik gegangen ist, war Robert Habeck Schriftsteller. Zusammen mit seiner Frau Andrea Paluch veröffentlichte er erfolgreich Romane für Erwachsene und Jugendliche und Theaterstücke. 2002 trat er bei den Grünen ein, ab 2012 war er in Schleswig-Holstein Umwelt- und Landwirtschaftsminister, seit 2018 ist er einer der zwei Bundesvorsitzenden der Grünen. Mit Christian Möller hat er einen Spaziergang durch Flensburg gemacht, wo er mit seiner Familie lebt. Ein Gespräch über Heimat, Sprache in der Politik, die Schönheit schäbiger Schiffe und die unfreundlichste Fischbude der Welt.

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  • 11.07.2018
    67 MB
    01:08:55
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    Durch die Gegend | Gregor Gysi

    Er ist einer der beliebtesten Poltiker Deutschlands: Gregor Gysi. Ihn mögen auch Leute, die seine Partei Die Linke vermutlich niemals wählen würden. Er ist oft in Talkshows zu Gast, seine Bundestagsreden gucken sich manche auf Youtube an. Gregor Gysis Wahlkreis, den er mehrmals hintereinander als Direktkandidat geholt hat, ist Treptow-Köpenick, wo er auch aufgewachsen ist. Mit Christian Möller hat er sich in der Köpenicker Altstadt getroffen. Ein Gespräch über Jura in der DDR, Rinderzucht, verständliche Sprache und trinkfeste Bauern. Ob das Interview so richtig gut gelaufen ist? Hm. Christian bespricht das am Ende der Folge mit Hendrik und Nicolas von Viertausendhertz.

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  • 15.05.2018
    58 MB
    01:00:28
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    Jakob Hein

    Radio- und Podcasthörer kennen Jakob Hein von dem Gesprächsformat, das er zusammen mit seinem Kumpel Kurt Krömer für radio eins macht. Leser kennen ihn schon viel länger, und zwar für seine meist saukomischen Romane wie „Liebe ist ein hormonell bedingter Zustand“, von denen einige von der Jugend in der DDR und zur Wendezeit handeln. In Leipzig geboren, in Ost-Berlin aufgewachsen, ist Jakob der Sohn des Schriftstellers Christioph Hein, hat aber anders als der das Schreiben nicht zum Hauptberuf gemacht, sondern arbeitet als Kinderpsychiater. Sein aktueller Roman behandelt einen historischen Stoff: „Die Orient-Mission des Leutnant Stern erzählt davon, wie die Deutschen einmal die Muslime weltweit zum Dschihad anstiften wollten, um dadurch den ersten Weltkrieg zu gewinnen. Mit Christian Möller hat sich Jakob Hein auf einen Abendspaziergang im Volkspark Friedrichshain in Berlin getroffen.

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  • 07.04.2018
    76 MB
    01:19:30
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    Sookee

    Represent Steglitz? Och nö. Sookee hat es nicht mit Lokalpatriotismus. Hätte einen auch gewundert. Die „Quing of Berlin“ ist bekannt als feministische Rapperin, die sich für die queere Szene einsetzt, gegen Homophobie und Rassimus streitet. Die über Kinder von Sexarbeiterinnen („Hurensohn“) oder die sexuelle Vielfalt im Tierreich singt („Queere Tiere“). Wenn sie das gerade nicht macht, dann ist – was bitte ihre Leidenschaft? Doch doch, Handarbeit: Tassen bemalen, Stricken, Häkeln. Als sie mit Christian Möller in Berlin-Steglitz, der Wintersacheneinkaufshölle ihrer Kindheit, unterwegs war, ging's deshalb auch gleich mal in den Bastelladen, um hinterher auf einer Bank Regenbogenflaggen zu häkeln.

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  • 05.03.2018
    100 MB
    01:43:56
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    Durch die Gegend | Maren Kroymann

    Maren Kroymann ist eine der bekanntesten TV-Schauspielerinnen Deutschlands. Und sie ist auch Kabarettistin. Schon in den 1980er und 90er Jahren kombinierte sie beides mit Hauptrollen in Serien wie „Oh Gott, Herr Pfarrer“ und ihrer Satiresendung „Nachtschwester Kroymann“. Jetzt ist sie mit einem auf sie zugeschnittenen Format in der ARD zurück. „Kroymann“ heißt es, und dreht sich um Feminismus, Geschlechterbilder und Alter. O-Ton: „Was verkauft sich besser als eine feministische Sketch-Comedy mit einer 68jährigen Lesbe?“ Mit Christian Möller ist sie in Charlottenburg am Samstagmorgen auf dem Markt einkaufen gegangen, dann haben die beiden noch einen Abstecher in den Grunewald gemacht. Ein Gespräch über progressive Mütter, Schwäbisch als Fremdsprache, Ballett und Körperdarwinismus, Coming-Out und ausbleibende Rollen, #metoo, Satire als Männderdomäne und Kohlgerichte.

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    Bookbeat Hörbücher (Werbung):
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  • 16.01.2018
    66 MB
    01:08:30
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    Ralf König

    Ralf König ist der bekannteste Comicautor Deutschlands. Früher erzählte er vorwiegend Geschichten aus dem Leben schwuler Knollennasenmännchen. Mit „Der bewegte Mann“, 1994 erfolgreich von Sönke Wortmann verfilmt, hatte er seinen Durchbruch. Aber auch Scherereien..Nach religionskritischen Bibel-Nacherzählungen („Prototyp“, „Archetyp“, „Antityp“) kehrt er nun, mit 57, wieder zu seinen Figuren Konrad und Paul zurück. „Herbst in der Hose“ heißt sein aktuelles Buch. Beim Spaziergang durch den Kölner Stadtgarten und anderswo erzählt er von Dampfloks beim Kaffeetrinken, Pornos mit elf, Langeweile in Dortmund, Ärger mit Filmverträgen und dem Schrecken des Älterwerdens.

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    viertausendhertz.de/ddg26

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  • 11.12.2017
    92 MB
    01:34:56
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    Hazel Brugger

    Sie sei „die böseste Frau der Schweiz“, schreibt die Presse. Was vermutlich besagen soll, dass es nicht nur lustig ist, wenn Hazel Brugger auf Comedy-Bühnen steht und über Säuglinge in Brotgröße, den Zusammenhang verwesender Schnittblumen und Beziehungen sowie den Tod spricht. „Hazel Brugger passiert“ heißt ihr aktuelles Programm. Könnte aber auch das allgemeine Motto der Schweizerin sein, die TV-Zuschauer als Außenreporterin der „Heute Show“ kennen. Und die auch sonst gerade so ziemlich alle Kabarett- und Comedy-Preise abräumt, die es im deutschsprachigen Raum gibt. Sei einiger Zeit lebt Hazel Brugger in Köln. Ein Spaziergang am Rhein inklusive späterem Verfransen in der Dunkelheit sowie einem Gespräch über Liza Simpson, Saxofonunterricht, Hühnerhals-Einkauf-Defizite, Frauen in der Comedy, Melancholie, Hirnamputation und den Tod.

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    viertausendhertz.de/ddg25

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  • 13.11.2017
    101 MB
    01:45:14
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    Margarete Stokowski

    Eigentlich wollte sie Physikerin werden. Das hat zum Glück für uns nicht geklappt, denn dann gäbe es vermutlich diese schlauen, witzigen und sehr lässigen Texte nicht, die Margarete Stokowski schreibt. Erst hat sie das in der „taz“ gemacht („Luft und Liebe“), seit 2015 erscheint ihre wöchentliche Kolumne „Oben und unten“ bei „Spiegel Online“. Ihre Themen: Feminismus, Gleichberechtigung, Sex und Macht. Wie das alles miteinander zusammenhängt, darüber hat sie auch in ihrem Buch „Untenrum frei“. Mit Christian Möller ist sie durch ihre Hood in Berlin-Neukölln spaziert. Da lebt sie, seit ihre Familie 1986 aus Polen nach Deutschland kam. Ein Gespräch über Sportlehrer, Gerechtigkeitssinn, Feminismus, Motorsägen, Anarchie, Kommasetzung und Energydrinks. Und es gibt Pommes!

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  • 06.10.2017
    80 MB
    01:22:51
    Ddg goa

    Durch die Gegend | Christopher Lauer

    Christopher Lauer saß für die Piratenpartei lange im Berliner Abgeordnetenhaus. Und außerdem in mancher Talkshow. Er war eines der bekanntesten Gesichter der Digitalpartei, mit der aber auch beständig über Kreuz lag. 2014 trat er bei den Piraten aus. Seit 2016 ist er Mitglied der SPD. Ob es mit seiner nicht gerade ausgeprägten Ader für Diplomatie zusammenhängt, dass er da noch nicht richtig zum Zuge gekommen ist? Ein Spaziergang von Prenzlauer Berg nach Mitte, bei Sturm und Regen, über Politik als Theater und die Unfähigkeit, sich zu verstellen.

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  • 07.09.2017
    102 MB
    01:45:29
    Ddg goa

    Nora Gomringer

    „Ich werde etwas mit der Sprache machen“ heißt eines ihrer Bücher. Und das trifft es ziemlich gut: Nora Gomringer ist Lyrikerin und Rezitatorin. Sie ist die Tochter des Dichters Eugen Gomringer, des Erfinders der konkreten Poesie, den sie an Bekanntheit inzwischen überrundet haben dürfte. Nora reist für ihre Kunst viel herum, ihr Lebensmittelpunkt aber ist Bamberg. Dort, inmitten der historischen Altstadt leitet sie als Direktorin das Künstlerhaus Villa Concordia. Beim Spaziergang mit Christian Möller hat's geregnet, weshalb die beiden immer mal wieder irgendwo untergeschlüpft sind – im Café, im Buchladen oder zum Eisessen. Ein Gespräch über Kunst, Literatur,Tinder, Horror, Angst, Religion und Geister.

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  • 14.08.2017
    69 MB
    01:11:22
    Ddg goa

    Frank Spilker (Die Sterne)

    Zu seinen Songs "Universal Tellerwäscher" oder "Was hat dich bloß so ruiniert?" hat jeder mal getanzt, der in den letzten 25 Jahren auf Indie-Parties war. So lange gibt es Die Sterne nämlich schon. Ihr Kopf Frank Spilker schreibt inzwischen auch Bücher und Hörspiele. Sein Debütoman „Es interessiert mich nicht, aber ich kann es nicht beweisen“ gäbe vom Titel aber auch wieder einen guten Sterne-Song her. Christian Möller hat ihn im Proberaum in Hamburg besucht und auf einem Spaziergang von Altona ins Schanzenviertel über Anfänge in der Provinz, Kreativität und den Wandel der Indie-Kultur gesprochen.

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  • 17.07.2017
    79 MB
    01:21:17
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    Carolin Emcke

    Dass sie später beruflich so viel auf Reisen sein würde, war beim Heimwehkind Carolin Emcke noch nicht abzusehen. Auch nicht, dass es dabei mitunter so gefährlich werden würde. Für den SPIEGEL war sie Jahre lang als Reporterin in Kriegs- und Krisengebieten unterwegs. Als Publizistin hat sie sich außerdem mit der der RAF („Stumme Gewalt“) und der Entdeckung der eigenen Homosexualität („Wie wir begehren“) und mit Hass und Hetze in unserer Gesellschaft („Gegen den Hass“) auseinandergesetzt. 2016 hat sie für ihre Arbeit den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels bekommen. Mit Christian Möller hat sie bei einem Spaziergang durch Berlin-Kreuzberg nicht nur über diese Themen gesprochen, sondern auch über ihre Liebe zu Fußball, Hunden und klassischer Musik.

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  • 14.06.2017
    54 MB
    56:15
    Ddg goa

    Anna Basener

    Die ZEIT nannte sie „ die erfolgreichste Groschenromanautorin Deutschlands“. Anna Basener hat Arztromane geschrieben, Fürstenromane und Sex-Western. Ja, Sex-Western. Ihr Wissen zu Heftromanen hat sie dann auch in einen Ratgeber gepackt. Inzwischen hat sie das Genre aber hinter sich gelassen. Gerade ist ihr Nicht-Heft-Roman-Debut erschienen. „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ heißt es. Hat mit Annas eigener Omma zu tun. Und mit dem Ruhrpott, wo sie herkommt. Mit Christian Möller macht sie einen Spaziergang durch Essen-Werden, holen sich ein Eis, reden über die Leute und die Sprache im Pott und am Ende kehren die beiden zu Annas Anfängen zurück und konzipieren zusammen einen Groschenroman.

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  • 25.05.2017
    83 MB
    01:26:12
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    Durch die Gegend | Heinz Strunk

    Man kennt ihn für seinen autobiographischen Bestseller „Fleisch ist mein Gemüse“ und als Mitglied der Telefonstreich-Truppe Studio Braun. Heinz Strunk ist einer der erfolgreichsten Komiker Deutschlands. Seit seinem von der Kritik in den höchsten Tönen gelobten Roman „Der goldene Handschuh“ weiß man: Heinz Strunk kann nicht nur lustig. Sogar mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wurde der Roman über den Mörder Fritz Honk ausgezeichnet. Sein neues Buch „Jürgen“ geht es wieder etwas leichter an. Mit Christian Möller ist Heinz Strunk durch Altona und St. Pauli gestreift und hat mit ihm über sein Selbstverständnis als Humorist und Autor gesprochen, über Depressionen, Arbeitsdisziplin, Pupshumor, Sexszenen, Yoga mit Rocko Schamoni und die Schwierigkeiten mit der Zufriedenheit.

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  • 07.04.2017
    80 MB
    01:22:52
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    Sarah Burrini

    Sarah Burrini lebt in einer WG mit einem schweigsamen Pony, einem temperamentvollen Pilz und einem grummeligen Elefanten. Zumindest tut sie das in dem Webcomic, den sie zeichnet. „Das Leben ist kein Ponyhof“. Einmal die Woche kommt eine neue Folge raus, in der Sarah halb-autobiografisch aus ihrem Leben berichtet. Dafür hat sie unter anderem den „Sondermann“-Comic-Preis als bester Webcomic bekommen. Mit Christian Möller ist Sarah durch Köln-Weidenpesch spaziert, den Ortsteil, in dem sie aufgewachsen ist. Die beiden haben Sarahs Papa einen Besuch abgestattet, haben im Comicladen gestöbert und sich Sarahs neues Atelier angeguckt. Es geht um Jungsverhauen, den Schlumpfinchen-Effekt, Fanta-Rülpsen, Blockflötenunterricht und warum es gut ist, wenn man sich regelmäßig eine Hose anziehen muss.

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  • 27.01.2017
    75 MB
    01:17:21
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    Durch die Gegend | David Wagner

    Der Schriftsteller David Wagner ist der ideale Gast für den Start der zweiten Staffel. Er läuft gern und ausgiebig durch die Gegend. Vor 26 Jahren ist er nach Berlin gezogen und seitdem hat er sich die Stadt quasi erwandert. Und in Büchern wie „Welche Farbe hat Berlin?“ von seinen Streifzügen berichtet. Sein bekanntestes Buch trägt den schlichten Titel „Leben“. Darin geht es um einen jungen, sterbenskranken Mann, der danke eines Spenderorgans weiterleben kann. Eine Erfahrung, die Wagner auch selbst gemacht hat. Für den Roman, der dem Thema auch komische Seiten abgewinnt, hat er 2013 den Preis der Leipziger Buchmesse erhalten. Mit Christian Möller ist er durch seinen Kiez um den Rosenthaler Platz gestreift, an einem kalten, klaren Januartag.

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  • 16.12.2016
    68 MB
    01:10:34
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    Igor Levit

    Die FAZ wusste schon 2010, dass „er einer der großen Pianisten dieses Jahrhunderts“ werden würde. Da war er gerade mal 23 und hatte noch nicht mal sein Konzertexamen gemacht. Inzwischen ist Igor Levit – 1987 in Nischni Nowgorod geboren, mit acht Jahren nach Deutschland gekommen – einer der bekanntesten klassischen Musiker weltweit. Seine CDs mit Werken von Beethoven, Bach oder auch dem zeitgenössischen Komponisten Frederic Rzewski sind oft ehrgeizige Projekte. Und seine Auftritte in den wichtigsten Konzertsälen der Welt sind meist proppevoll. Dabei ist Igor keiner, der sich, wie es das Klassik-Klischee will, im Elfenbeinturm sitzt. Sondern einer, der sich auf Twitter auch schon mal mit einem AfD-Politiker anlegt, der mit einem Freund nach Idomeni geht, um etwas über die Situation Geflüchteter zu lernen. Mit Christian Möller ist er durch sein Wohnviertel in Berlin spaziert. Die Suche nach einem Café mit freien Plätzen gestaltete sich schwierig. „Aber ich bin eh nicht so ortsaffin“, sagt Igor. „Sondern menschenaffin.“

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  • 25.11.2016
    100 MB
    01:44:07
    Ddg goa

    Fil

    Er ist „der lustigste Deutsche der Welt“, schreibt die Berner Zeitung. Fil, bürgerlich, Philip Tägert, zeichnet Comics wie den legendären „Didi & Stulle“, unterhält auf der Bühne mit Songs über Prenzlauer-Berg-Eltern und Studenten, die ironisch Metal-T-Shirts tragen und schreibt Bücher. Autobiographische Romane wie „Pullern im Stehen“ über seine Pubertät im Märkischen Viertel und - gerade erschienen - Mitarbeiter des Monats“ - über seine Zeit als Punk im Wedding inkl. Jobben bei McDonalds. Mit Christian Möller hat er einen Spaziergang im Wedding gemacht, Pommes im McDonalds am Ku'damm gegessen und dabei über Skateboardfahren und Selbstmordversuche, sportliche Punks in Cowboykostüm und Kleidchen, intolerante 80er und heitere Szene-Frauen, Zeichnen als Facebook und Tinder und darüber, wie er sich beinahe mal aus Versehen mit den Hells Angels angelegt hätte.

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  • 14.10.2016
    100 MB
    01:43:39
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    Juli Zeh

    Juli Zeh ist „die Schriftstellerin, die sich im Grunde alle wünschen“ (FAZ). Sie schreibt schlau, unterhaltsam und spannend über gegenwärtige Menschen und Zustände, ihre Romane thematisieren Gesundheitswahn und Energiewende, werden regelmäßig Bestseller, kriegen Preise und sind inzwischen in 35 Sprachen verfügbar. Die 42jährige, geboren in Bonn und promovierte Juristin, mischt sich politisch gern ein, unter anderem gegen allgegenwärtige Überwachung. Sie studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig, und als sie es in der Stadt nicht mehr aushielt, zog sie mit ihrem Mann in ein Haus in ein 300-Einwohner-Dorf in Brandenburg. Ihr aktueller Roman „Unterleuten“ handelt vom Leben in so einem Dorf, von Windrädern, Pferden, neuen Nachbarn und alten Feindschaften. Mit Christian Möller hat sie einen Spaziergang durch den märkischen Sand gemacht. Ein Gespräch über die große Freiheit beim Schreiben und warum sie es trotzdem beinahe aufgegeben hätte.

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  • 23.09.2016
    65 MB
    01:07:27
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    Durch die Gegend | Schorsch Kamerun

    Schorsch Kamerun ist gern am Meer. Vielleicht, weil er hier zum ersten Mal die Sex Pistols hörte, „Anarchy in the UK“, für ihn damals die Initialzündung. Schorsch wurde einer der wenigen Punks, die es damals, in den 70ern, im spießigen Ostseebadeort Timmendorfer Strand gab. Irgendwann zog er nach Hamburg, gründete da die Band Die Goldenen Zitronen. Heute kennt man ihn außerdem als Theater- und Hörspielmacher. Und als einen der Betreiber des Golden Pudel Clubs in Hamburg. „Die Jugend ist die schönste Zeit des Lebens“, so heißt das Buch, das er jetzt veröffentlicht hat - halb Autobiographie, halb Roman. Mit Christian Möller hat er einen Spaziergang durch Timmendorfer Strand gemacht, vom alten Rathaus an den Strand, dann über die Seebrücke, wo sie früher Party machten, raus aufs Meer.

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  • 12.09.2016
    91 MB
    01:35:04
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    Flix

    Seine Mutter hat ihm den Spitznamen verpasst, mit dem er bis heute seine Comics unterzeichnet. Flix ist einer der besten deutschen Comic-Autoren. Sein autobiographischer Comic „held“ wurde 2004 mit dem Max-und-Moritz-Preis ausgezeichnet. In „Da war mal was...“ setzte er sich mit der deutschen Teilung auseinander. Flix hat Klassiker wie Goethes „Faust I“ und Miguel de Cervantes' „Don Quijote“ als Comic adaptiert (und dabei in die Gegenwart verlegt), im Berliner „Tagesspiegel“ den Strip „Schöne Töchter“ gezeichnet und auf seiner Homepage veröffentlicht er Woche für Woche den Webcomic „Heldentage“. Christian Möller ist mit ihm durch Berlin-Mitte spaziert, wo Flix zwölf Jahre lang gewohnt hat. Der Weg führt von der Zionskirche bis zum Comicladen „Grober Unfug“. Es ist Samstagvormittag. Und noch sehr ruhig.

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  • 24.08.2016
    89 MB
    01:31:53
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    Durch die Gegend | Niels Frevert

    „Der Typ, der nie übt“ heißt einer seiner Songs. Könnte aber auch heißen „Der Typ, der für seine Alben so lange braucht, wie ein Eichhörnchen für eine Erdumrundung“. Das hat sein Freund, der Musikjournalist Tino Hanekamp über ihn geschrieben. Das stimmt leider. Als Fan ist man bei Niels Frevert gewöhnt zu warten, weil er irgendwann entschieden hat, dass er sich genau so viel Zeit nimmt, wie er braucht. Am Anfang seiner Karriere, mit seiner Band Nationalgalerie ging das nicht. Mit Songs wie „Evelin“ liefen sie damals als erste deutschsprachige Band auf MTV. Anfang, Mitte zwanzig war er da. Und rückblickend ging vielleicht alles ein bisschen schnell. Inzwischen hat er fünf Soloalben rausgebracht, Gitarrenpop mit wundervoll verspielten Texten und neuerdings auch mit üppigen Streicher- und Bläserarrangements, zuletzt auf „Das Paradies der gefälschten Dinge“. Christian Möller trifft sich mit ihm auf dem alten Schlachthofgelände in Hamburg, wo Niels Frevert sein Arbeitszimmer hat. Auf einem Spaziergang durchs Schanzenviertel erzählt er über gerissene Saiten auf Festivalbühnen, Begegnungen mit Udo Lindenberg, Einfluss durch Horrorfilme, Vorliebe für Motivtapete und osteuropäische Literatur und unkaputtbare Seefahrerromantik an den Landungsbrücken.

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  • 05.08.2016
    92 MB
    01:35:48
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    Durch die Gegend | Markus Berges

    Markus Berges ist einer der besten deutschen Songschreiber. Das zeigt er seit über zwanzig Jahren als Kopf der Band Erdmöbel, die inzwischen zwölf Alben herausgebracht hat. Ihre Songs sind geprägt von Markus' Texten, in denen er „wie traumverloren dahingeraunte Geschichten“ (ZEIT) erzählt. Inzwischen veröffentlicht er auch längere Texte. Gerade ist sein zweiter Roman erschienen, „Die Köchin von Bob Dylan“, in dem er nicht nur von der entsprechenden Titelfigur erzählt, sondern auch die Vergangenheit seiner eigenen Familie in der Ukraine erkundet. Mit Christian Möller hat sich Markus nach Duisburg-Hochfeld aufgemacht, wo er vor Jahren mal gelebt hat. Zusammen laufen sie durch sein altes Viertel, essen ein Hanuta am Kiosk und reden über Mädchenbesuch auf der Bandprobe mit 13, den Flow beim Schreiben im Dienstzimmer, die Lieblingsgerichte von Bob Dylan, einen abenteuerlichen Trip durch die Ukraine und die ewige Frage „Kann man davon leben?“

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  • 27.06.2016
    68 MB
    01:21:00
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    Durch die Gegend | Marina Weisband

    Vor ein paar Jahren sah man sie andauernd im Fernsehen. Marina Weisband, 2011 zur politischen Geschäftsführerin der Piraten gewählt und in der Folge eine Zeit lang eine der bekanntesten Politikerinnen der jungen Partei. Aus dem Bundesvorstand zog sie sich bald schon zurück. Erst mal fertig studieren, wieder Kraft tanken, das war der Plan. Heute ist Marina Weisband Diplom-Psychologin und engagiert sich als Leiterin des Projekts Aula dafür, Schüler zu mehr Mitbestimmung an ihren Schulen zu ermuntern – und so hoffentlich insgesamt die Demokratie zu fördern. Bei den Piraten ist sie Ende 2015 ausgetreten. Sie lebt in Münster, wo sie mit Christian Möller einen Stadtspaziergang gemacht hat, um dabei unter anderem über Identität, Heimat, Glauben und Wissenschaftsgläubigkeit, Antisemitismus, die Flüchtlingskrise, den Rechtsruck bei den Piraten, übers Malen und Handwerkern, Hüte und Mittelaltermusik zu plaudern. Und über russisch sprechende Katzen natürlich.

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  • 29.05.2016
    85 MB
    01:41:51
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    Durch die Gegend | Stefan Niggemeier

    Eigentlich ist Stefan Niggemeier schon gern drinnen. Da gibt’s ja immer was zu tun. Texte für die FAS schreiben zum Beispiel. Oder für sein 2016 neugegründetes Portal Übermedien. Nur zwei von vielen Orten, an denen @niggi, wie er auf Twitter heißt, seit Jahren die Medienlandschaft kritisch begleitet. Der Medienjournalist und Blogger hat das Bild-Blog mitgegründet und auch bei den Krautreportern war er anfangs mit dabei. Wenn er nicht vor irgendeinem Bildschirm sitzt und ESC oder Dschungelcamp guckt und dann darüber schreibt, geht er gern mit seinem Hund Bambam raus. Ins Erpetal am Stadtrand von Berlin zum Beispiel, wo Bambam sich um seinen Job (Eichhörnchen) kümmert und Stefan mal den Kopf freikriegt. Christian Möller ist mitgegangen und hat mit ihm über seine Anfänge (Schülerzeitung, Abi-Rede), wütende Anrufe von Hans Meiser, Orgelunterricht, Deadlines und die Notwendigkeit von Medienkritik in Zeiten des „Lügenpresse“-Verdachts gesprochen. Und Bambam ist immer sofort gekommen, wenn er gerufen wurde. Echt!!!

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  • 10.05.2016
    72 MB
    01:26:01
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    Volker Beck

    Er ist einer der bekanntesten Politiker der Grünen. Und er ist einer der wenigen, denen das mit dem Internet keine lästige Pflicht ist. Volker Beck twittert, was das Zeug hält, und hat sogar schon beim schwulen Datingportal Gay Romeo eine virtuelle Bürgersprechstunde abgehalten. Selbst offen schwul, setzt er sich seit Jahren für LGBT-Rechte ein. Außerdem ist Beck religionspolitischer Sprecher seiner Partei und dabei besonders aktiv im deutsch-israelischen Dialog. Zuletzt waren die Schlagzeilen für ihn eher negativ: Im März wurde er mit 0,6 Gramm einer Substanz in Berlin erwischt, bei der es sich um Crystal Meth gehandelt haben soll. Inzwischen ist das Verfahren gegen ihn eingestellt, Beck ist wieder zurück auf der politischen Bühne, und hatte trotzdem Zeit, mit Christian Möller durchs Belgische Viertel in Köln zu laufen, wo er seit über 20 Jahren lebt. Ein Gespräch über Heimatgefühl und die Abwesenheit davon, Brezeln und Sushi, mittelalterliche Kunst und gregorianische Choräle.

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  • 14.04.2016
    62 MB
    01:13:55
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    Eric Pfeil

    Eric Pfeil hat zwei Talente. Zum einen ist er „einer der besten Musikjournalisten des Landes“, wie immerhin Rocko Schamoni gesagt hat, der ihm „gerne sofort das Plattenregal leer klauen“ würde. Wer das überprüfen will – Erics Pop-Tagebuch erscheint online beim Rolling Stone, eine Auswahl daraus ist unter dem Titel „Komm, wir werfen ein Schlagzeug in den Schnee“ als Buch zu haben. Zum anderen ist Eric inzwischen aber auch als Singer/Songwriter unterwegs. „Die Liebe, die Stadt, der Fluss, der Tod“ heißt sein zweites, hochgelobtes Album. Christian Möller trifft ihn in Köln und redet mit ihm über Italo-Pop und Deutschrock, Älterwerden, den Tod und Burgermanufakturen.

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  • 26.03.2016
    52 MB
    01:02:16
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    Kirsten Fuchs

    Kirsten Fuchs schreibt die lustigsten Texte, die man sich denken kann. Das macht sie seit Jahren schon auf diversen Berliner Lesebühnen. Unter anderem war sie mal bei der legendären „Chaussee der Enthusiasten“ dabei, heute hat sie ihre eigene Bühne namens „Fuchs & Söhne“ in Berlin-Moabit. Wer da nicht hinkann, der kann ihre Texte, für die sie 2016 den „Kasseler Preis für grotesken Humor“ gekriegt hat, auch in Bänden wie „Kaum macht man mal was falsch, ist das auch wieder nicht richtig“ nachlesen. Oder in ihrem saulustigen Jugendroman „Mädchenmeute“. Oder auf ihrem Reiseblog „Welt und Kind“. Christian Möller trifft sie in Berlin-Hellersdorf, wo sie in einer Plattenbausiedlung aufgewachsen ist. Ob es da so grau ist, wie man sich das als Wessi vorstellt?

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  • 04.03.2016
    100 MB
    01:59:38
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    Durch die Gegend | Peter Wawerzinek

    Gründe, ein Interview beim Rumlaufen zu machen, gibt es viele. Zum Beispiel den hier: „Nach dem Rauchen ist das Sitzen das Zweitgefährlichste“, sagt Peter Wawerzinek. „Hab ich neulich im Internet gelesen. Und ich sitz nun schon seit dreißig Jahren am Schreibtisch.“ Der Schreibtisch steht in seiner Wohnung in Berlin, Prenzlauer Berg. Die hat er schon seit DDR-Zeiten, als der Kiez um den Kollwitzplatz noch nicht dem Bionade-Bürgertum gehörte, sondern der Künstler-Bohème. Damals trieb sich Wawerzinek als Performer von Stegreif-Gedichten in den Kneipen rum. Seinen Durchbruch als Autor hatte er viel später, mit seinem Roman „Rabenliebe“, in dem er sich mit seiner Heimkindheit und der Suche nach seiner Mutter auseinandersetzt. Autobiographisch ist auch sein nächster Roman „Schluckspecht“ über den Weg in den Alkohol und wieder heraus. Von all dem und mehr erzählt er Christian Möller bei einem Spaziergang durch seine Nachbarschaft. Oder, wie er früher gesagt hätte: den Torkelbereich.

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  • 12.02.2016
    54 MB
    01:04:37
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    Eric Jarosinski (@NeinQuarterly)

    „What did Jesus have, like 12 followers?“, schreibt Eric Jarosinski. Er selbst hat rund 130 Tausend. Und das mit Tweets, die erstmal gar nicht sooo massentauglich scheinen. Denn Eric aka @neinquarterly, schreibt Tweets über Sprache und Philosophie, Aphorismen eigentlich, oft melancholisch bis misanthropisch, immer hintersinnig und anspielungsreich: „At Starbucks I order under the name Godot. Then leave.“ Oder: „North Korea hacks Sony: A security disaster. The #NSA hacks us: A security procedure.“ Oder: „Wenn in doubt. Umlaut.“ Eric ist ein Fan der deutschen Sprache. Schließlich war er bis vor Kurzem noch Germanistik-Prof in Pennsylvania. Und eigentlich hätte er ein Buch schreiben müssen, keine 140-Zeichen-Botschaften. Wieso das alles erst ganz anders kam, wie er mit Twitter seine Schreibblockade überwand und am Ende doch noch ein Buch geschrieben hat („Nein. Ein Manifest“) - das hat er unserem Autoren Christian Möller bei einem Spaziergang durchs Frankfurter Uni-Viertel erzählt.

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  • 25.01.2016
    96 MB
    01:39:20
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    Judith Holofernes

    „Die von Wir sind Helden“ nennt sie sich selbst auf Twitter, weil die meisten Judith Holofernes eben noch von dieser – 2012 aufgelösten - Band kennen. Inzwischen ist sie als Musikerin solo unterwegs. Und hat ihr erstes Buch veröffentlicht: „Du bellst vor dem falschen Baum“ heißt es und besteht aus illustrierten Tiergedichten. Bei ihrem Spaziergang durch die Hasenheide, einen Park in Berlin-Neukölln, konnten Christian Möller und Judith Holofernes auch Tiere gucken. Im dortigen Streichelzoo gab es unter anderem Ziegen und Lamas. Weil die sich aber zu fein waren, mal wenigstens kurz nach vorn an den Zaun zu kommen, sind die beiden weitergegangen und haben über Haustiere in Judiths Kindheit (Beos, Papagei, Krähe, Hund) gesprochen. Darüber, warum sie kein Pferdemädchen werden wollte und sich heute lieber selbst aussucht, mit wem sie Wale rettet - außerdem über Buddhismus, Laufbänder unter Tischen, darüber, was es kostet, Musik zu machen und warum vermutlich auch in deiner Lieblingsband jemand Taxi fährt.

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