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SWR2 lesenswert - Literatur

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  • 30.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Delphine de Vigan - Die Kinder sind Könige

    Kinder als Youtube-Stars - das ist nicht so harmlos, wie es sich anhört, sondern ein lukratives Geschäftsmodell. Von Eltern, die ihre Kinder medial ausbeuten, erzählt die französische Autorin Delphine de Vigan in ihrem neuen Roman. Dieser ist nicht übermäßig raffiniert, aber fesselnd erzählt und rüttelt durchaus auf. Rezension von Julia Schröder. Aus dem Französischen von Doris Heinemann DuMont Verlag, 316 Seiten, 23 Euro ISBN 978-3-83218-188-8

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  • 29.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Ernst-Wilhelm Händler - Die Produktion von Gesellschaft

    Der philosophisch wie ökonomisch versierte Schriftsteller Ernst-Wilhelm Händler legt seine Gesellschaftstheorie vor. In seinem Buch "Die Produktion von Gesellschaft" geht es um Soziologie, Philosophie und die Erkenntnisse der Naturwissenschaft. Sie alle brauchen wir, um das ökologische Gleichgewicht als globale Gesellschaft wieder herzustellen. Da sei auch eine neue Moral von Nöten. Händlers Denkanstöße sollte man ernst nehmen. Rezension von Andreas Puff-Trojan. S. Fischer Verlag, 286 Seiten, 25 Euro ISBN 978-3-10397-139-2

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  • 28.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Kaśka Bryla - Die Eistaucher

    Drei Jugendliche wollen ihrem Schulalltag entfliehen. Umgetrieben von Fragen nach den eigenen sexuellen Bedürfnissen und einer großen Sinnsuche schlagen sie sich durch die Stadt. Dann werden sie eines Nachts Zeug*innen von Polizeigewalt. Kaśka Brylas Stimme ist politisch und hochaktuell, ihr Roman "Die Eistaucher" kann sich allerdings nicht entscheiden, ob er Coming-of-Age, Fantasy oder Krimi sein will. Rezension von Elske Beckmann. Residenz Verlag, 320 Seiten, 24 Euro ISBN 978-3-70171-751-4

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  • 27.06.2022
    4 MB
    04:09
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    Rebecca Clifford - »Ich gehörte nirgendwohin.« Kinderleben nach dem Holocaust

    Was man lange leugnete: Traumatische Erfahrungen graben sich tief in das kindliche Gedächtnis ein. Was das für die Identitätsfindung von jüdischen Menschen bedeutete, die als Kinder den Holocaust überlebten, dazu hat die kanadische Holocaustforscherin Rebecca Clifford die erste umfassende Studie geschrieben. Rezension von Anselm Weidner. Aus dem Englischen von Stephan Gebauer Suhrkamp Verlag, 447 Seiten, 28 Euro ISBN 978-3-518-43051-4

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  • 01.07.2022
    71 MB
    01:12:34
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    SWR Bestenliste Juli/August

    Aus der Bestenliste-Jury diskutieren die Literaturkritiker*innen Jutta Person, Daniela Strigl und Denis Scheck über Bücher von Stefan Hertmans, Marie Gamillscheg, Fiston Mwanza Mujila und Ursula Krechel. Schon beim ersten Buch des Abends mit den vier ausgewählten Büchern der SWR Bestenliste für den Juli und August wurden unterschiedliche Perspektiven auf Literatur deutlich: Stefan Hertmans Roman „Der Aufgang“ handelt von dem flämischen Kollaborateur und SS-Mann Wilhelm Verhulst, der seine Landsleute an die Deutschen verriet. Während sich die Runde in der ausverkauften Kakadu-Bar, die zum Staatstheater in Mainz gehört, darin einig war, dass der Autor ein eher unbekanntes Kapitel in der belgischen Geschichte lehrreich beschreibt, kritisierte Bestenliste-Jurorin Daniela Strigl doch die literarische Umsetzung des Werks. Auch Jutta Person bemängelte die klischierten Darstellungen insbesondere der Mutterfigur, während Denis Scheck die schillernde Hauptfigur hervorhob und darauf verwies, dass der radikale Schwärmer Verhulst nicht nur ein schlimmer Ehemann und wilder Fremdgänger war, sondern ausgerechnet neben seiner früh verstorbenen jüdischen Geliebten beerdigt werden wollte. Uneins war sich das Jury-Trio auch in der Bewertung von Marie Gamillschegs Roman „Aufruhr der Meerestiere“: Scheck wollte mehr über die Meerwalnuss hören, das Forschungsobjekt der Protagonistin. Die eingebaute Vater-Tochter-Geschichte nannte er hingegen „langweilig“, während Strigl bemerkte, sie habe mehr über diese Rippenquallenart erfahren, als sie jemals zu hoffen wagte. Ein großes Jurylob erhielt Schriftsteller Fiston Mwanza Mujila für seinen zweiten Roman „Tanz der Teufel“, einem rasanten Portrait der Diamantenschürfer und Straßenkinder im Grenzgebiet von Angola und Zaire – nur Moderator Carsten Otte meinte, der Text wirke an manchen Stellen, als habe der Autor den Überblick über sein erzählerisches Material verloren. Einhellige Begeisterung gab es zum Schluss für Ursula Krechels Essayband „Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen.“, weil die Autorin, wie Jutta Person ausführte, die unterschiedlichsten Themen, nämlich von Casanova bis zur Apfelzucht, nicht nur auf kluge, sondern auch gewitzte Weise behandele. „Das ist die ideale Strandlektüre!“, erklärte Denis Scheck, wobei Strigl konterte, das käme auf den Urlaubsort an und man müsse das umfangreiche Werk auch nicht in einem Rutsch lesen.

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  • 01.07.2022
    16 MB
    17:00
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    Ursula Krechel: Gehen. Träumen. Sehen. Unter Bäumen.

    In Ursula Krechels Essays verbinden sich geschärfte Wahrnehmung, Sprachkunst und ein großes Bewusstsein für Sinnlichkeit. Sie schreibt mit überraschenden Brückenschlägen und Gedankenvolten.

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  • 01.07.2022
    17 MB
    17:25
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    Marie Gamilschegg: Aufruhr der Meerestiere

    Luise, die Protagonistin von Marie Gamillschegs zweitem Roman, erforscht bereits seit Jahren die ungeliebte Spezies der Meerwalnüsse. Die sind eigentlich zu nichts zu gebrauchen. Doch ihre Körperintelligenz fasziniert Luise.

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  • 01.07.2022
    19 MB
    19:41
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    Stefan Hertmans: Der Aufgang

    Im Jahr 1979 zog Stefan Hertmans in ein Haus in der belgischen Stadt Gent, in dem einstmals der NS-Kollaborateur Willem Verhulst gelebt hatte. Jahrzehnte später geht Hertmans auf Spurensuche und rührt dabei an nationale Verdrängungsprozesse.

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  • 01.07.2022
    16 MB
    16:44
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    Fiston Mwanza Mujila: Tanz der Teufel

    „Mambo de la fête“ heißt die Kneipe, in der der Tanz der Teufel getanzt wird. Lumbumbashi in den 1990er-Jahren. Ein Stimmengewirr, in dem der Kolonialismus seine Spuren hinterlassen hat und die Sehnsucht nach Aufstieg mitschwingt.

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  • 24.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Omar Youssef Souleimane - Der letzte Syrer

    In seinem Roman "Der letzte Syrer" erinnert Omar Youssef Souleimane an die gescheiterte Arabellion und den einstigen Traum seiner Generation von einem neuen Syrien. Souleimane wurde 1987 in der Nähe Damaskus geboren und war bis 2010 als Journalist in Syrien. Inzwischen lebt er im französischen Exil. Sein Roman erzählt von einigen Freunden, die damals viel Hoffnung in den Arabischen Frühling setzten. Rezension von Claudia Kramatschek. Aus dem Französischen von Christiane Kayser Lenos Verlag, 197 Seiten, 22,90 Euro ISBN 978-3-03925-017-2

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  • 23.06.2022
    2 MB
    04:34
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    Karin Harrasser - Surazo. Monika und Hans Ertl: Eine deutsche Geschichte in Bolivien

    Karin Harrasser erzählt experimentierfreudig und bildmächtig von transatlantischen Nazi-Netzwerken und einer unwahrscheinlichen Vater-Tochter-Beziehung. Rezension von Roman Kaiser-Mühlecker. Matthes & Seitz, 270 Seiten, 26 Euro ISB: 978-3-7518-0353-3

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  • 22.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Djaïli Amadou Amal - Die ungeduldigen Frauen

    Zwangsverheiratung, Vergewaltigung, Schläge und nicht der kleinste Funken Hoffnung auf ein Ende der Gewalt - das ist der Alltag von Hindou, Ramla und Safira. Djaïli Amadou Amals Roman "Die ungeduldigen Frauen" basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt die tragische Geschichte dreier muslimischer Frauen aus Kamerun. Rezension von Eva Karnofsky. Aus dem Französischen von Ela zum Winkel Orlanda Verlag, 250 Seiten, 18 Euro ISBN 978-3-949545-02-3

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  • 21.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Ernst Peter Fischer - Die Stunde der Physiker. Einstein, Bohr, Heisenberg und das Innerste der Welt

    Die Geburt unseres Weltbildes aus dem Geist der Quantentheorie! Auch in seinem aktuellen Buch Die Stunde der Physiker widmet sich der studierte Physiker und Mathematiker Ernst Peter Fischer der Naturwissenschaft: er beschreibt die Revolution, die sich vor hundert Jahren mit der Quantentheorie Bahn brach. Im Zentrum seiner Erzählung: Albert Einstein, Niels Bohr und Werner Heisenberg. Rezension von Konstantin Sakkas. C. H. Beck, 288 Seiten, 25 Euro ISBN 978-3-406-78311-1

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  • 20.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Marie-Hélène Lafon - Geschichte des Sohnes

    Ein tragisches Ereignis im Jahre 1908 verändert für immer das Leben der Familie Lachalme. Marie-Hélène Lafon nimmt es als Ausgang für ihre packende Familiensaga aus Zentralfrankreich. Sie beruht auf einer wahren Geschichte. Rezension von Susanne von Schenck. Aus dem Französischen von Andrea Spingler Rotpunkt Verlag, 152 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-85869-940-4

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  • 27.06.2022
    52 MB
    56:35
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    Der Ingeborg-Bachmann-Preis, die Aktualität von Ruth Klüger und ein radelnder Philosoph

    Diese Woche findet im österreichischen Klagenfurt wieder der Ingeborg-Bachmann-Preis statt. Das literarische "Wettlesen" am Wörthersee ist prestigeträchtig und sorgt gerne für Aufreger. Wir hören, wie es gelaufen ist. Während sich die Gemüter am Antisemitismus-Skandal auf der documenta fifteen erhitzen, erinnern wir an die Schriftstellerin und Holocaust-Überlebende Ruth Klüger. Vor 30 Jahren erschien ihre mächtige Autobiografie "weiter leben". Außerdem ein zwiespältiger Blick auf das neue Buch "Vita Contemplativa" von Kult-Philosoph und Gegenwartskritiker Byung-Chul Han. Auch ein studierter Philosoph ist Guillaume Martin, hauptberuflich Radprofi und in wenigen Tagen bei der Tour de France dabei. Zwischen den Rennen hat er ein paar lohnende Gedanken aufgeschrieben über das Verhältnis von Individuum und Kollektiv: "Die Gesellschaft des Pelotons". Die Angst mächtiger Männer vor der neuen Moral ihrer Zeit beschäftigt dagegen Jörg-Uwe Albig in seinem Essay-Buch "Moralophobia". Von Niccoló Machiavelli, über Al Capone bis Donald Trump wollen uns die größten Rüpel der Geschichte gerne weismachen, dass Moral und Politik nicht zusammengehören. Von wegen - mehr Moral wagen, empfiehlt der Autor. Und wir empfehlen für den Sonntag: einschalten. Ingeborg-Bachmann-Preis 2022 Bericht von Carsten Otte Ruth Klüger - weiter leben Wallstein Verlag, 286 Seiten, 14,90 Euro ISBN 978-3-8353-0298-3 Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Klüger-Expertin Gesa Dane Byung-Chul Han - Vita Contemplativa Ullstein Verlag, 128 Seiten, 22,99 Euro ISBN 978-3-550-20213-1 Rezension von Wolfgang Schneider Guillaume Martin - Die Gesellschaft des Peloton Aus dem Französischen von Christoph Sanders Covadonga Verlag, 16,80 Euro, 192 Seiten ISBN 978-3-95726-066-6 Lesung plus Moderation Jörg-Uwe Albig - Moralophobia Klett-Cotta Verlag, 224 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-608-96585-8 Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Jörg-Uwe Albig Musik: Wanda - Ciao Baby Label: Vertigo Berlin Danger Dan - Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt Lable: Antilopen Geldwäsche Carsten "Erobique" Meyer - Vorsicht vor Leuten Label: none Das Paradies - Wann strahlst du? Label: NEU GRÖNLAND Die Sterne mit Carsten Erobique Meyer & Kaiser Quartett - Der Sommer in die Stadt wird fahren Label: PLAY IT AGAIN SAM

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  • 24.06.2022
    9 MB
    10:15
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    Ruth Klüger – weiter leben

    Vor dreißig Jahren, 1992, erschien Ruth Klügers Autobiografie „weiter leben“ – Kindheit und Jugend der gebürtigen Wienerin im Nationalsozialismus. Gesa Dane verwaltet den Nachlass der renommierten Schriftstellerin und meint: Ruth Klügers Literatur ist erstaunlich aktuell. Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Klüger-Expertin Gesa Dane. Wallstein Verlag, 286 Seiten, 14,90 Euro ISBN 978-3-8353-0298-3

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  • 24.06.2022
    6 MB
    06:48
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    Byung-Chul Han - Vita Contemplativa

    Für die einen ist er Kult-Denker, für die anderen Dampfplauderer: Byung-Chul Han ist einer der bekanntesten Philosophen unserer und prominenter Gegenwartskritiker: Seine Begriffe von der Müdigkeits- oder der Transparenzgesellschaft sind Teil unserer Alltagssprache geworden. In seinem neuen Buch „Vita Contemplativa“ beklagt er jetzt die Rastlosigkeit der Leistungsgesellschaft und schreibt bedenklich nah am Kalenderspruch. Rezension von Wolfgang Schneider. Ullstein Verlag, 128 Seiten, 22,99 Euro ISBN 978-3-550-20213-1

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  • 24.06.2022
    6 MB
    06:42
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    Jörg-Uwe Albig – Moralophobia

    Was haben Niccolo Machiavelli, Al Capone und Donald Trump gemeinsam? Sie haben Angst vor Fortschritt und neuer Moral und sind deshalb, wo es geht, besonders brutal, meint Jörg-Uwe Albig. Sein Essay-Buch „Moralophobia. Wie die Wut auf das Gute in die Welt kam“ ist eine launigen Porträtsammlung beleidigter Leberwürste der Geschichte. Lukas Meyer-Blankenburg im Gespräch mit Jörg-Uwe Albig. Klett-Cotta Verlag, 224 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-608-96585-8

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  • 26.06.2022
    4 MB
    05:04
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    Sieg der "Wechselkröte" - Ana Marwan gewinnt den Bachmannpreis 2022

    Auf den 46. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt ging es um unwirkliche Welten: Juan S. Guse lieferte in diesem Genre das beste Stück, den Bachmannpreis aber gewann die Autorin Ana Marwan mit ihrer eher konventioneller Erzählung „Wechselkröte“

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  • 24.06.2022
    28 MB
    29:50
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    „Als hätten alle leichtere Füße“ – Katharina Hacker über ihren Roman „Die Gäste“

    Friederike erbt von ihrer Großmutter ein Café. Sie ist mutig, überaus höflich und gastfreundlich und unterwegs in einer Welt, in der Ratten Theater spielen, Heckenschützen lauern und überhaupt allerhand Widrigkeiten lauern. „Wer Bücher schreibt, will das Glück verteidigen!“ – das meint Katharina Hacker im Gespräch über ihr Buch „Die Gäste“.

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  • 17.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Lucy Delap - So sieht Feminismus aus. Die Geschichte einer globalen Bewegung

    Viele der bekannten Feministinnen sind weiß:Doch was macht schwarzen Feminismus aus? Wofür kämpfen Frauen in Ägypten oder China? Welche Rechte forderten Fabrikarbeiterinnen für sich ein? Lucy Delap zeigt an zahlreichen Beispielen aus aller Welt welche Formen Feminismus annehmen kann, welche Verflechtungen mit anderen Bewegungen bestehen und wie unterschiedlich Feministinnen auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Rezension von Judith Reinbold. Aus dem Englischen von Alexandra Hölscher Blessing, 448 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-89667-712-9

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  • 16.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Lauren Oyler - Fake Accounts

    Was bringt einen Menschen dazu, Verschwörungsmythen zu propagieren? Diese Frage dient der amerikanischen Literaturkritikerin Lauren Oyler als Köder für ihren hochreflexiven Debütroman "Fake Accounts". Darin geht es um Wahrheit und Lüge im Zeitalter von Social Media. Rezension von Oliver Pfohlmann. Aus dem Englischen von Bettina Abarbanell Berlin Verlag, 343 Seiten, 24 Euro ISBN 978-3-8270-1423-8

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  • 15.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Berthe Arlo - Nachts wach

    Eine Klageschrift, ein Notstandsbericht: Eine Pflegerin breitet ihre Sicht auf die Situation in Altenheimen ausführlich aus. Erst in der zweiten Hälfte dieser Textsammlung von Berthe Arlo wird auch Verständnis und Mitgefühl für wehrlose Betreute geäußert. Rezension von Stefan Berkholz. Mikrotext Verlag, 238 Seiten, 20 Euro ISBN 978-3-948631-20-8

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  • 14.06.2022
    4 MB
    04:35
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    Senthuran Varatharajah - Rot (Hunger)

    Ein Mann mit kannibalistischen Neigungen findet im Netz jemanden, der sich töten und essen lassen will. Für seinen zweiten Roman nutzt Senthuran Varatharajah die Sensationsstory um den Kannibalen von Rotenburg aus dem Jahr 2001. Er konterkariert sie mit der Geschichte einer gescheiterten amour fou des Erzählers in der Jetztzeit. Lyrisch und mit vielen intertextuellen Bezügen erkundet der Text, warum Kannibalen und Liebende sich Andere einverleiben wollen. Ein philosophisch-theologischer Assoziationsraum. Rezension von Pascal Fischer. S. Fischer, 120 Seiten, 23 Euro ISBN 978-3-10-397075-3

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  • 13.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Michael Lüders - Hybris am Hindukusch. Wie der Westen in Afghanistan scheiterte

    Wie der Westen in Afghanistan scheiterte. - Der Krieg war in erster Linie ein Verbrechen an der afghanischen Zivilbevölkerung. - Der längste Krieg der Nato und der USA. - Die USA verbreiteten Terror und erzeugten damit Terror. Ohne das, wäre der Siegeszug der Taliban nicht möglich gewesen. Rezension von Thomas Moser. C. H. Beck, 205 Seiten, 14.95 Euro ISBN 978-3-406-78490-3

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  • 15.06.2022
    846 MB
    01:00
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    James Ellroy – Die schwarze Dahlie

    „Lebend bin ich ihr nie begegnet“, stellt Polizist Bucky Bleichert schon ganz zu Anfang des Romans „Die schwarze Dahlie“ fest. Der Cop aus Los Angeles bekommt es erst mit der 22-jährigen Elizabeth Short zu tun, als sie bereits tot ist. Im Januar 1947 wurde ihre entsetzlich zugerichtete Leiche gefunden. Ihr Tod wurde nie völlig aufgeklärt. Für manch einen Ermittler wurde der Fall zur Obsession, auch für Bucky Bleichert in James Ellroys True-Crime-Roman „Die schwarze Dahlie“. 1987 erschien der Thriller im amerikanischen Original, 1988 auch auf Deutsch. Ellroys realistischer Erzählstil machte großen Eindruck auf Horst Eckert, der den Roman bald nach Erscheinen las. „Ein großartiges, düsteres Gesellschaftspanorama“, sagt er in seinem Lesetipp auf SWR2. Seit Mitte der 1990er Jahre schreibt Horst Eckert selbst Krimis und Thriller, zuletzt den vom Wirecard-Skandal inspirierten Politthriller „Das Jahr der Gier“ (Heyne). Den Anstoß zum eigenen Schreiben gab ihm James Ellroy. „Die schwarze Dahlie“, sagt Eckert, „hat mich zum Krimi-Fan gemacht und letztlich auch zum Schriftsteller.“ Aus dem Amerikanischen von Jürgen Behrens Ullstein Verlag, 576 Seiten, 14 Euro ISBN 9783548290003

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  • 17.06.2022
    12 MB
    12:44
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    Vampire, Puppen und Automaten - Ein Gespräch zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann

    Die Germanistin Claudia Lieb von der Universität Münster ist Hoffmann-Spezialistin. Im SWR2 Gespräch erklärt sie, warum E.T.A Hoffmann den Begriff „Schwarze Romantik“ gemocht hätte, wie groß sein Einfluss im Ausland war und warum er in Deutschland erst wiederentdeckt werden musste.

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  • 17.06.2022
    47 MB
    53:50
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    Ab auf die Insel – neue Bücher aus Japan, Antigua und Kuba

    Familienforschung mit reichlich Brandy. In "Ein Sommer in Niendorf" schickt Heinz Strunk einen 50-Jährigen mit viel Tonbandmaterial an die Ostsee. Vor 200 Jahren starb E.T.A. Hoffmann. Die Germanistin Claudia Lieb erzählt von Automaten, Vampiren und Schwarzer Romantik. Der Krimiautor Horst Eckert empfiehlt James Ellroys "Die schwarze Dahlie". Dieser Thriller machte Eckert zum Schriftsteller. Schwangerschaft, Ehe, Frauenwahlrecht - die Japanerin Yosano Akiko (1878-1942) nahm kein Blatt vor den Mund. Jetzt sind erstmals zwölf Essays von ihr auf Deutsch erschienen. Aufwachsen auf der Karibikinsel Antigua: Mit "Annie John" ist Jamaica Kincaids Debütroman nun in einer Neuübersetzung erschienen. Gehen oder bleiben? Der Kubaner Leonardo Padura erzählt in "Wie Staub im Wind" von den Folgen des Exils für die kubanische Gesellschaft. Heinz Strunk - Ein Sommer in Niendorf Rowohlt Verlag, 240 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-498-00292-3 Rezension von Anja Höfer Vampire, Puppen und Automaten - Ein Gespräch zum 200. Todestag von E.T.A. Hoffmann Katharina Borchardt im Gespräch mit der Germanistin Claudia Lieb von der Universität Münster James Ellroy - Die schwarze Dahlie Aus dem Englischen von Jürgen Behrens Ullstein Verlag, 576 Seiten, 14 Euro ISBN 9783548290003 Ein Lesetipp des Autors Horst Eckert Yosano Akiko - Männer und Frauen Aus dem Japanischen von Eduard Klopfenstein Manesse Verlag, 160 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-7175-2542-4 Katharina Borchardt im Gespräch mit Isabella Arcucci und Lesung Jamaica Kincaid - Annie John Aus dem Englischen von Barbara Henninges Kampa Verlag, 224 Seiten, 22 Euro ISBN 978 3 311 10067 6 Rezension von Claudia Fuchs Leonardo Padura - Wie Staub im Wind Aus dem Spanischen von Peter Kultzen Unionsverlag, 528 Seiten, 26 Euro ISBN 978-3-293-00579-2 Rezension von Victoria Eglau Musik: Frédéric Rabold's Ice-Cream Jazzband & friends - Cuban Cigar Blues Label: Silent Label

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  • 17.06.2022
    2 MB
    04:27
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    Jamaica Kincaid – Annie John

    Die karibisch-amerikanische Schriftstellerin Jamaica Kincaid kehrt in ihrem Roman "Annie John" auf ihre karibische Heimatinsel Antigua zurück. Ihre Titelheldin Annie John muss sich nach einer glücklichen Zeit mit ihrer Mutter aus der engen Beziehung lösen und eigene Wege finden, die mit vielen Abschieden verbunden sind. Rezension von Claudia Fuchs. Aus dem Englischen von Barbara Henninges Kampa Verlag, 224 Seiten, 22 Euro ISBN 978 3 311 10067 6

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  • 15.06.2022
    3 MB
    07:04
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    Leonardo Padura - Wie Staub im Wind

    Ernüchtert und in alle Himmelsrichtungen verstreut – so sieht der kubanische Schriftsteller Leonardo Padura seine eigene Generation. Um sie geht es in dem neuen Buch des in Havanna lebenden Autors: „Wie Staub im Wind“. Wir stellen den Roman gleich vor. Rezension von Victoria Eglau. Aus dem Spanischen von Peter Kultzen Unionsverlag, 528 Seiten, 26 Euro ISBN 978-3-293-00579-2

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  • 14.06.2022
    5 MB
    06:00
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    Heinz Strunks Roman „Ein Sommer in Niendorf“ - Der Mann, das peinliche Wesen!

    Der Mann, das peinliche Wesen! Auch in Heinz Strunks neuem Roman geht es um einen mittelalten Mann, der mit sich, dem Leben und der Liebe hadert. Angesiedelt in Niendorf an der Ostsee, schreibt Strunk eine Art Gossen-Version von Thomas Manns „Tod in Venedig“: sehr dynamisch und mit bewährter Komik erzählt. Rezension von Anja Höfer. Rowohlt Verlag, 240 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-498-00292-3

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  • 10.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Pauline de Bok - Das Schweigen der Frösche

    Natur unter der faszinierenden Lupe der teilnehmenden Beobachtung: Pauline de Bock schildert, was in einem Zeitraum von 18 Monaten in ihrem kleinen Biotop in Mecklenburg passiert. Dabei kommt sie vom Kleinen auf die großen Fragen des Lebens. Eine wunderbare Schule der Wahrnehmung. Rezension von Sandra Hoffmann. C.H. Beck, 320 Seiten, 24 Euro ISBN 978-3-406-78187-2

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  • 08.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Maddalena Fingerle - Muttersprache

    Paolo Prescher fühlt sich ständig von "dreckigen Wörtern" umgeben. Schuld daran mag seine Familie sein, mehr noch aber seine Herkunft in der mehrsprachigen Südtiroler Provinzstadt Bozen. Die von dort stammende Autorin Maddalena Fingerle hat darüber ihren ersten, bereits preisgekrönten Roman "Muttersprache" geschrieben. Rezension von Martin Grzimek. Aus dem Italienischen von Maria Elisabeth Brunner Folio Verlag, 191 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-85256-849-2

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  • 07.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Szczepan Twardoch - Demut

    Die Schutzlosigkeit des Einzelnen angesichts großer historischer Umwälzungen - das ist das beherrschende Thema des polnischen Autors Szczepan Twardoch. In "Demut" erzählt er in drastischen Bildern von einem Mann, der verzweifelt versucht, seine einfache schlesische Herkunftswelt hinter sich zu lassen. Aber er scheitert in den Wirren der neuen Zeit nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Rezension von Holger Heimann. Aus dem Polnischen von Olaf Kühl Rowohlt Berlin, 464 Seiten, 25 Euro ISBN 978-3-7371-0121-9

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  • 13.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Juliane Rebentisch - Der Streit um Pluralität

    Hannah Arendt gilt als eine der prägenden Denkerinnen der Gegenwart. Nachdem sie lange Zeit ein Nischendasein fristete, gilt sie inzwischen definitiv als Klassikerin. Einst eher von Konservativen geschätzt, wird sie nun mehr und mehr von der linken Gesellschaftstheorie vereinnahmt. Doch wie haltbar ist das? Darüber macht sich die Offenbacher Philosophin Juliane Rebentisch in dem Buch "Der Streit um Pluralität" Gedanken. Rezention von Konstantin Sakkas. Suhrkamp, 287 Seiten, 28 Euro ISBN 978-3-518-58781-2

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  • 10.06.2022
    49 MB
    53:46
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    Sex, Macht und Familienkonflikte

    Rabiat und zärtlich zugleich erzählt Helene Hegemann vom Irrsinn der Welt, von Sex, Macht und Gewalt. Ihr aktuelles Buch "Schlachtensee" versammelt 15 beeindruckende Stories. Familienkonflikte im multikulturellen London: eine indische Einwandertochter und der Sohn einer britischen Feministin planen ihre Hochzeit - doch dann kommt einiges anders als gedacht. Monica Alis Roman "Liebesheirat" ist ein pageturner über kulturelle Identität und weibliche Selbstbestimmung. Und Gary Shteyngart lässt in "Landpartie" eine paar Freunde vor der Pandemie flüchten. Auf einem Landgut kommt gruppendynamisch einiges in Gang. Amüsant und leichtfüßig erzählt. Außerdem: Bald ist Bloomsday - fünf Fragen zum Roman "Ulysses", der vor 100 Jahren erschienen ist. Und wir stellen ein Buch über die Kulturgeschichte psychoaktiver Pflanzen vor. Helene Hegemann - Schlachtensee. Stories Kiepenheuer & Witsch Verlag, 266 Seiten, 23 Euro ISBN 978-3-462-00168-6 Rezension von Carsten Otte Monica Ali - Liebesheirat Aus dem Englischen von Dorothee Merkel Klett-Cotta Verlag, 592 Seiten, 25 Euro ISBN 978-3-608-98498-9 Anja Brockert im Gespräch mit Beate Tröger Gary Shteyngart - Landpartie Aus dem Amerikanischen von Nikolaus Stingl Penguin Verlag, 480 Seiten, 25 Euro ISBN 978-3-328-60245-3 Rezension von Eberhard Falcke Bloomsday! Fünf Fragen zum 100. Geburtstag des "Ulysses" James Joyce - Ulysses Aus dem Englischen von Hans Wollschläger Suhrkamp Verlag, 987 Seiten, 18 Euro ISBN 978-3-518-47227-9 Anja Brockert im Gespräch mit SWR Literaturchef Frank Hertweck Michael Pollan - Kaffee, Mohn, Kaktus. Eine Kulturgeschichte psychoaktiver Pflanzen Aus dem Englischen von Thomas Gunkel Kunstmann Verlag, 288 Seiten, 28 Euro ISBN 978-3-95614-486-8 Rezension von Holger Heimann Musik: Melody Gardot, Philippe Powell - Entre eux deux Label: Decca The Pogues - Dirty old town Label: MCA RECORDS

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  • 09.06.2022
    10 MB
    10:35
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    Monica Ali - Liebesheirat

    Unterhaltsamer Familienroman aus Großbritannien: Yasmin, Tochter einer indischen Einwandererfamilie, und Joe, Sohn einer britischen Feministin, planen ihre Hochzeit – und dann geraten einige Lebensentwürfe ins Wanken. Geschickt verknüpft Monica Ali die spannende Liebesgeschichte mit Fragen der kulturellen Identität und weiblicher Selbstbestimmung. Nicht ganz klischeefreie, aber ein packender Einblick in die multikulturelle Gesellschaft Londons. Anja Brockert im Gespräch mit Beate Tröger. Aus dem Englischen von Dorothee Merkel Klett-Cotta Verlag, 592 Seiten, 25 Euro ISBN 978-3-608-98498-9

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  • 08.06.2022
    7 MB
    07:57
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    Helene Hegemann – Schlachtensee. Stories

    Kraftvolle und entkräftete, seltsam überspannte und dann wieder erstaunlich verletzliche Figuren in fünfzehn Geschichten, die überall auf der Welt spielen. An der Wolga, in Österreich, in den USA und in Deutschland. Der Stil der Autorin so rabiat wie feinfühlig. Als wäre Christoph Schlingensief auf die Erde zurückgekehrt und hätte noch etwas Wildes zu erzählen. Helene Hegemanns „Schlachtensee“ aber ist nicht nur zeitgemäßer, sondern auch deutlich kunstvoller als Schlingensiefs „Kettensägenmassaker“. Rezension von Carsten Otte. Kiepenheuer & Witsch Verlag, 266 Seiten, 23 Euro ISBN 978-3-462-00168-6

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  • 10.06.2022
    5 MB
    06:01
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    Gary Shteyngart - Landpartie

    Ein Freundeskreis zieht sich vor Corona auf ein Landgut zurück. Die Gedanken an die Pandemie werden schnell ersetzt durch Schlemmen, Sex und Seelenqualen. Bis nichts mehr ist, wie zuvor. Humor und aktuelle Stimmungsbilder sind die Stärken des Romans, ein Überschuss an Witzeleien gehört zu seinen Schwächen. Rezension von Eberhard Falcke. Aus dem Amerikanischen von Nikolaus Stingl Penguin Verlag, 480 Seiten, 25 Euro ISBN 978-3-328-60245-3

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  • 09.06.2022
    8 MB
    08:43
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    Bloomsday! Fünf Fragen zum 100. Geburtstag des „Ulysses“

    Vor hundert Jahren erschien James Joyces Roman „Ulysses“, und am 16. Juni wird auf den Spuren seines Helden Leopold Bloom in Dublin wieder der „Bloomsday“ gefeiert. Sprachexperiment, Bewusstseinsstrom, eine „Kathedrale des Geistes“: SWR Literaturchef Frank Hertweck erklärt, was den „Ulysses“ zu einem Meisterwerk macht, warum der Roman als eines der schwierigsten Bücher der Moderne gilt – und warum wir ihn heute wieder lesen sollten. Anja Brockert im Gespräch mit Frank Hertweck. Aus dem Englischen von Hans Wollschläger Suhrkamp Verlag, 987 Seiten, 18 Euro ISBN 978-3-518-47227-9

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  • 09.06.2022
    5 MB
    05:06
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    Michael Pollan - Kaffee, Mohn, Kaktus. Eine Kulturgeschichte psychoaktiver Pflanzen

    Koffein, Opium und Meskalin sind pflanzliche Substanzen mit umwerfender, aber ganz unterschiedlicher Wirkung. Der US-amerikanische Wissenschaftsjournalist Michael Pollan ergründet in seinem erhellenden Buch, warum bewusstseinsverändernde Drogen mal gebilligt und mal verboten werden. Rezension von Holger Heimann. Aus dem Englischen von Thomas Gunkel Kunstmann Verlag, 288 Seiten, 28 Euro ISBN 978-3-95614-486-8

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  • 09.06.2022
    53 MB
    54:36
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    Die geschmeidige Generation – Nora Bossongs Buch über die 40-Jährigen

    „Geschmeidigkeit“ ist kein modernes Wort. Aber vielleicht passt es auf eine neue Politikergeneration, meint Nora Bossong. Im Idealfall verbindet sie Anpassungsfähigkeit und Prinzipientreue. Die heute 40jährigen sind an wesentlichen Stellen im Amt: Annalena Baerbock, Christian Lindner, Lars Klingbeil – sie bestimmen auf einmal in Krisenzeiten deutsche Politik. Nora Bossong ist Jahrgang 1982, vielfach ausgezeichnete Lyrikerin und politische Schriftstellerin. Sie spricht über ihr Buch: „Die Geschmeidigen“ im Mainzer Staatstheater mit SWR Literaturredakteur Alexander Wasner.

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  • 03.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Lola Randl - Angsttier

    Ein Pärchen zieht aufs Dorf, doch bald geraten sie mit den Einwohnern aneinander, bis der Mann durchdreht. Lola Randl entzaubert in ihrem neuen Roman "Angsttier" einmal mehr die trügerische Idylle des Landlebens und probiert sich am Horrorgenre. Rezension von Pascal Fischer. Matthes & Seitz, 174 Seiten, 18 Euro ISBN 978-3-7518-0060-0

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  • 02.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Cathy Park Hong - Störgefühle. Über anti-asiatischen Rassismus

    Die amerikanische Lyrikerin Cathy Park Hong, Tochter koreanischer Einwanderer, verbindet in ihrem Essayband Autobiografie, Kulturkritik und Geschichte zu einer klugen Analyse über anti-asiatischen Rassismus in der US-Gesellschaft und dessen Folgen für die Psyche der Immigrant*innen. Rezension von Claudia Fuchs. Aus dem Englischen von Eva Kemper Aufbau Verlag, 222 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-10-397402-7

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  • 01.06.2022
    4 MB
    04:34
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    Stine Pilgaard - Meter pro Sekunde

    Wo liegt das "Land der kurzen Sätze"? Stine Pilgaard entführt in ihrem Roman "Meter pro Sekunde" an die dänische Nordseeküste. Dorthin verschlägt es ihre Ich-Erzählerin, eine junge Frau, die mir ihrer Rolle als junge Mutter und ihrem Dasein als Anhängsel des "Liebsten" ebenso hadert wie mit dem Leben in der Provinz und den dort herrschenden, eher verhaltenen Kommunikationsformen. Rezension von Jörg Magenau. Aus dem Dänischen von Hinrich Schmidt-Henkel Kanon Verlag, 320 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-98568-011-5

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  • 31.05.2022
    4 MB
    04:34
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    Bettina Flitner - Meine Schwester

    Warum nimmt sich ein Mensch das Leben? Warum wird eine Frau von Depressionen heimgesucht und ihre Schwester nicht? Und was haben die libertären Ideale ihrer Eltern damit zu tun? Bettina Flitners Erinnerungsbuch "Meine Schwester" entlarvt die Lebenslügen einer Generation. Rezension von Dr. Oliver Pfohlmann. Kiepenheuer & Witsch Verlag, 320 Seiten, 22 Euro ISBN 978-3-462-00237-9

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  • 03.06.2022
    16 MB
    17:15
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    Aleš Šteger: Neverend

    Eine Schriftstellerin, die im Gefängnis Creative Writing lehrt. Die Geschichten der Gefangenen stehen im Buch. Im echten Leben zerfällt die von Ideologien zerfressene EU, und der Jugoslawienkrieg hallt in den Erzählungen nach.

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  • 03.06.2022
    18 MB
    18:53
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    Fran Lebowitz: New York und der Rest der Welt

    Martin Scorsese widmete ihr eine eigene Netflix-Serie. Beobachtungen aus dem New Yorker Alltag füllt Lebowitz mit Bedeutung. Es geht um Familienplanung, Rauchen, Haustiere, und Kunst. Die Texte sind glänzend gealtert – sehr böse, sehr intelligent.

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  • 03.06.2022
    72 MB
    01:14:49
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    SWR Bestenliste Juni

    Es gehört zur guten Tradition der SWR Bestenliste, dass sich die Jury das Werk, das auf dem Spitzenplatz steht, ganz genau anschaut. Daher gibt es nicht selten just um die Nummer eins der Bestenliste energische Diskussionen. So auch um Aleš Štegers neuen Roman „Neverend“, der im Juni die meisten Punkte der dreißigköpfigen Jury erzielen konnte.

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  • 03.06.2022
    19 MB
    19:44
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    Adania Shibli: Eine Nebensache

    Im August 1949 greifen israelische Soldaten im Negev ein Beduinenmädchen auf. Sie vergewaltigen das Mädchen und erschießen es. Mehr als 50 Jahre später beschließt eine Frau, dem Schicksal des Mädchens nachzugehen. Das kann nicht gut enden.

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