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Podcast Deutsches Theater Berlin

Mit unseren Podcast-Ausgaben informieren wir Sie immer wieder über aktuelle Inszenierungen am Deutschen Theater Berlin. Hier hören Sie Gespräche mit Schauspielern, Regisseuren und Dramaturgen. Außerdem können Sie nachhören, welche Aufführungen bei 'Früh-Stücke' vorgestellt wurden. Und wir bieten Ihnen hier Ausschnitte aus den Gesprächen, die Gastgeber Gregor Gysi bei seiner sonntäglichen Talk-Show im Deutschen Theater geführt hat.

Alle Folgen

  • 29.06.2021
    0 MB
    19:18
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    HIDDEN TRACKS: Unterwegs mit Elias Arens und Clemens J. Setz im Weinbergspark

    Elias Arens liest "Das Schulfoto" aus Clemens J. Setz' "Trost runder Dinge".Starten Sie am Blauen Spielplatz und erkunden Sie den Volkspark am Weinberg.Die Adresse lautet: Der Blaue Spielplatz Weinbergsweg 10119 BerlinDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.3 Fragen an Elias Arens Was hast Du in den letzten Monaten gemacht? Ich habe viel Zeit mit meiner jungen und wachsenden Familie verbracht. Spazieren gehen, lesen, viel kochen und mich von meiner kleinen Tochter zum buchstäblichen Affen machen lassen.Was gefällt Dir an dem Text, den Du eingelesen hast? Der eigenartige, krude Humor verknüpft mit der ethischen Fragestellung, die der Text aufwirft.Wo (und wann) in Berlin würdest Du ihn am liebsten hören? Nachmittags zwischen drei und fünf, auf dem Weg durch den Weinbergspark hoch zum großen Kinderspielplatz an der Fehrbelliner Straße.

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  • 29.06.2021
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    34:38
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    HIDDEN TRACKS: Unterwegs mit Helmut Mooshammer und Vladimir Nabokov in Mitte

    Helmut Mooshammer liest Vladimir Nabokovs Kurzgeschichte "Pilgram".Spazieren Sie von der Sophienkirche aus die Große Hamburger Straße und die Sophienstraße entlang in Richtung der Hackeschen Höfe.Die Adresse lautet: Sophienkirche Große Hamburger Str. 29-30 10115 BerlinDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.3 Fragen an Helmut Mooshammer Was hast Du in den letzten Monaten gemacht? Eigentlich nix, aber das stimmt dann doch wieder nicht. Ich hab' wieder einmal festgestellt, wie großartig die deutsche Sprache sein kann, die Formulierkunst bei Stefan Zweig, die Beobachtungskraft bei Doderer, Erzähllust bei Roth. Tausend Ideen für Lesungen wurden geboren und verworfen, es war mir eine große Lust, klugen Köpfen beim Denken zu folgen (Pfaller, Bauer, Welzer). Dabei hab' ich versucht, ein paar Pfunde loszuwerden, erkannt, dass Disziplin nicht meine größte Begabung ist, mutige Farben an die Wände appliziert, wenn schon das Leben Gefahr läuft, immer grauer zu werden.....aber eigentlich nix.Was gefällt Dir an dem Text, den Du eingelesen hast? Das ist einfach eine schöne Geschichte vom Wünschen, vom Träumen, vom Sehnen und von der Vergeblichkeit.Wo (und wann) in Berlin würdest Du ihn am liebsten hören? Ich würde durch die Hackeschen Höfe gehen, durch die Sophienstraße und die große Hamburger zum Koppenplatz und dort rumstromern, dann zum Rosenthaler Platz und in einem Café den Trubel beobachten.

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  • 29.06.2021
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    18:00
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    HIDDEN TRACKS: Unterwegs mit Rana Tuzlali und Stefanie de Velascos in Schöneberg

    Rana Tuzlali liest einen Ausschnitt aus Stefanie de Velascos Jugendroman "Tigermilch".Spazieren Sie, beginnend am U-Bahnhof, die Kurfürstenstraße entlang.Die Adresse lautet: U-Bahnhof Kurfürstenstraße 10785 BerlinDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.3 Fragen an Rana Tuzlali Was hast Du in den letzten Monaten gemacht? Ich habe nach Wegen gesucht, wie ich eine Balance zwischen Selfcare und sozialen Kontakten schaffen kann, ohne eins der beiden zu vernachlässigen. Außerdem habe ich eine Kuhle in meine Matratze gelegen.Was gefällt Dir an dem Text, den Du eingelesen hast? Der Text erinnert mich daran, wie ich die Premiere von Tigermilch im DT gesehen habe, danach gefeiert wurde und einfach eine gute Stimmung geherrscht hat. Der Auszug zeigt diese jugendliche Abenteuerlust, die alles aufregend erscheinen lässt und welche einfach jeder kennt. Dadurch, dass der Text so facettenreich ist, bekommt man, finde ich, auch einen guten Einblick in die Gedanken der zwei Protagonistinnen.Wo (und wann) in Berlin würdest Du ihn am liebsten hören? Beim Aussteigen aus der U-Bahn an der Haltestelle Kurfürstenstraße. Dann die Treppen in der Abenddämmerung hochlaufen und sich treiben lassen.

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  • 29.06.2021
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    33:46
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    HIDDEN TRACKS: Unterwegs mit Franziska Machens und Maxie Wander im Schanzenwald

    Franziska Machens liest "Marx und Scheherezade" aus Maxie Wanders "Guten Morgen, Du Schöne".Von der Glockenturmstraße aus erreichen Sie den Murellenweg, von hier aus spazieren Sie in Richtung Murellenschlucht.Die Adresse lautet: Murellenteich und Schanzenwald Glockenturmstraße 3 140553 BerlinDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.Maxie Wander: Marx und Sherezade in „Guten morgen, du Schöne“. 3. Auflage. Buchverlag Der Morgen, Berlin 1980.Was hast Du in den letzten Monaten gemacht? Nehmen wir mal an, ich hätte Dudelsack spielen gelernt.Was gefällt Dir an dem Text, den Du eingelesen hast? Er beinhaltet so viele große Themen, obwohl er so einfach erzählt daherkommt. Obwohl ich natürlich auch ein großer Fan von Fiktion und konstruierten Geschichten bin, packen mich wahre Geschichten nochmal auf eine ganz andere, bescheidenere, aber umso tiefergehende Art und Weise.Wo (und wann) in Berlin würdest Du ihn am liebsten hören? Ich habe erst neulich den Schanzenwald entdeckt. Was für ein traumhafter Ort! Als ich mir Gedanken darüber machen musste, wo ich den Text am liebsten gehört wissen würde, musste ich sofort an eben diesen denken. Weil man dort auf eine Art mit sich allein ist, die ich nur selten erlebt habe. Die besondere Energie dieses Stücks Natur hat etwas Beruhigendes und Belebendes zugleich. Ich würde dort, mit dem Text auf den Ohren, alleine spazieren gehen. Ich kann mir vorstellen, dass die Botschaft des Textes (zumindest die, die ich darin gelesen habe) sich dort wunderbar entfaltet.

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  • 29.06.2021
    0 MB
    23:57
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    HIDDEN TRACKS: Unterwegs mit Jörg Pose und Éric Vuillard am Reichstag

    Jörg Pose liest "Die Tagesordnung" von Éric Vuillard.Starten Sie am Reichstagsgebäude und spazieren Sie um das Reichstagsgebäude und das angrenzende ehemalige Reichspräsidentenpalais.Die Adresse lautet: Platz der Republik 1 11011 BerlinDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.3 Fragen an Jörg Pose Was hast Du in den letzten Monaten gemacht? In den letzten Monaten habe ich viel gelesen und versucht, für meinen Sohn ein Hauslehrer zu sein. Für mich selbst habe ich mit dem neuen Lauf der Zeit auch Gedanken und Gefühle mal aus der Ruhe entstehen lassen und mich einer Band angeschlossen.Was gefällt Dir an dem von Dir gelesenen Text? Februar 1933: Die Naziführung nimmt Tuchfühlung mit den Größen der deutschen Wirtschaft auf. Der Text fixiert historisch-fiktional einen Moment, in dem hinter verschlossenen Türen die entscheidende Verbindung zwischen Regime und Wirtschaft geschlossen wurde, die uns bis heute betrifft. Éric Vuillard rückt uns nahe heran an die "Player" von damals, die uns heute als Konsumenten ihrer Produkte immer noch nicht zur Ruhe kommen lassen. Er dringt in einen toten Winkel der Geschichte vor und stellt uns unangenehme Fragen. Geschichte anzuschauen ist nötig, um das Jetzt und Hier zu verstehen.Wo (und wann) würdest Du in Berlin bei einem Spaziergang diesen Text gern hören? Ich würde einen Gang um das Reichstagsgebäude mit angrenzendem ehemaligen Reichstagspräsidentenpalais vorschlagen. Es ist exakt der historische Ort des Geschehens.

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  • 29.06.2021
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    38:24
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    HIDDEN TRACKS: Unterwegs mit Maren Eggert und Judith Hermann am Treptower Park

    Maren Eggert liest "Sonja" aus "Sommerhaus, später" von Judith Hermann.Starten Sie am Hafen am Treptower Park und spazieren entlang des Spreeufers bis zum ehemaligen Spreepark. Die Adresse lautet: Anlegestelle Hafen Treptow Puschkinallee 15 B 12435 Berlin-TreptowDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.3 Fragen an Maren Eggert Was hast Du in den letzten Monaten gemacht? Ich habe viel gelesen und viel nachgedacht.Was gefällt Dir an dem von Dir gelesenen Text? Ich verbinde den Text mit verschiedenen Besuchen, die ich in Berlin Mitte der 90er Jahre gemacht habe. Er gibt für mich auf besondere Weise das damalige Lebensgefühl wieder.Wo (und wann) würdest Du in Berlin bei einem Spaziergang diesen Text gern hören? Ich würde den Text am liebsten im Sommer hören und am Wasser.

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  • 29.06.2021
    0 MB
    25:53
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    HIDDEN TRACKS: Unterwegs mit Almut Zilcher und Alfred Döblin am Alten Schlachthof Areal

    Almut Zilcher liest die "Schlachthofpassage" aus Alfred Döblins "Berlin Alexanderplatz".Starten Sie am alten Schlachthof und spazieren Sie entlang des Hausburgparks, um das Gelände des ehemaligen Schlachthofs zu erkunden.Die Adresse lautet: Alter Schlachthof Agnes-Wabnitz-Straße 9 10249 BerlinDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.3 Fragen an Almut Zilcher Was hast Du in den letzten Monaten gemacht? In den letzten Monaten beschäftigten mich vor allem zwei Herzensprojekte, die ich schon lange mit mir trage. Vor allem möchte ich ein Buch über die Theaterarbeit von Dimiter Gotscheff herausgeben, das seine wichtigsten Arbeiten in Form von Bildern und Originalzitaten dokumentieren soll. Gerade jetzt erscheint mir das wichtig, wo man so viel Zeit hat, nachzudenken über das Theater und Rückschau hält. Mir wurde schmerzhaft bewusst wie sehr ich seine Arbeit und leidenschaftliche, sinnliche aber auch inhaltlich existentielle und politische Sichtweise in digitalen Theaterzeiten vermisse und ich denke, das geht nicht nur mir so. Also arbeite ich gegen das Vergessen an und hoffe, dass ich dieses Vorhaben bis zu Gotscheffs zehnten Todestag 2023 realisieren kann. Außerdem erarbeite ich ein Theaterprojekt: Der Krieg hat kein weibliches Gesicht heißt das Buch, von der von mir so geschätzten belarussischen Nobelpreisträgerin Swetlana Alexejewitsch und es ist ein lang gehegter Wunsch von mir, die Stimmen der Rotarmistinnen (über eine Million Frauen kämpften im zweiten Weltkrieg in der Sowjetarmee) auf der Bühne hör- und erfahrbar zu machen. "Es gab schon Tausende Kriege" schreibt Alexejewitsch, "aber das haben Männer über Männer geschrieben ... Alles, was wir über den Krieg wissen, wissen wir von Männerstimmen." Hier kommen die Frauen zu Wort, ihre Perspektive auf den Krieg. "Das weibliche Gedächtnis hält den Krieg mit der größten Lichtstärke fest, mit den intensivsten Gefühlen, dem intensivsten Schmerz, ich würde sogar sagen, dass der weibliche Krieg schlimmer ist als der männliche. Wie unerträglich es ist zu töten, denn eine Frau gibt Leben. Ich höre, wie sie schweigen. Beides, die Worte und das Schweigen ist für mich der Text." Mit diesem “Chor" von Stimmen möchte ich auch daran erinnern, dass die Rote Armee (und vor allem auch die vergessenen Frauen darin!!) den höchsten Blutzoll im Kampf gegen den Faschismus geleistet haben, was oft durch den westlichen Blick auf die Geschichte vergessen, ja, sogar zuweilen verleugnet wird!Was gefällt Dir an dem Text, den Du eingelesen hast? In den 80er Jahren begegnete ich dem Roman Berlin Alexanderplatz von Alfred Döblin zum ersten Mal. Als ich im Fernsehen die 14-teilige Serie von Rainer Werner Fassbinder sah... war dies unvergesslich für mich. Seine ruhige, weiche, eindringliche erzählerische Stimme darin... Ich erinnere mich an die heftigen Reaktionen auf seine Verfilmung: "zu dunkel!" und "moralisch verwerflich" hieß es damals. Vor allem in der deutschen Boulevardpresse. "Ein Bild-Moloch tödlicher Gefühle…Millionen Pleite...Brutal/Schmuddelig". So etwas gab es bis dahin nicht im allabendlichen deutschen TV... und gibt es auch heute nicht, in der Form einer Serie zur besten Sendezeit... Damals konnte ich nicht ahnen, dass ich selbst einmal in Berlin landen und mich dieses Buch auf meinen Spaziergängen durch die Stadt immer wieder begleiten würde. Schließlich habe ich bei der Realisierung auf der Bühne 2016 in einer sehr starken Inszenierung von Sebastian Hartmann als "Tod" des Franz Biberkopf mitgewirkt. Jedes Mal haben mich die "Schlachthausszenen", in denen der Schauspieler Benjamin Lillie als Kreatur-Tier/Mensch seinen Schmerz, seine Todesangst herausschrie, tief berührt. Ich liebe dieses Buch sehr, diese Passionsgeschichte des Franz Biberkopf. Mich faszinieren Döblins Sprachgewalt, seine Poesie und die expressionistisch, collagenhafte Schönheit des Romans, seine sentimental unsentimentale Berliner Schnoddrigkeit, seine biblisch apokalyptisch düstere Reise durch die menschliche Seele, aber auch seine Reise durch das alltägliche Berlin damals. Eine Reise durch die politischen Kämpfe und des aufkommenden Nationalsozialismus Ende der 20er Jahre. Eine großartige zeitgeschichtliche Montage! Wenn es nach der Schlachtung und Tod des starken, großen, weißen Stieres im Text heißt: „Finsternis, jetzt beginnt ein neues Weltbild", erstaunt mich dieser fast schon unheimlich anmutende weitsichtige, hellseherisch-prophetische Blick von Döblin auf das kommende Unheil. Ich denke dann unwillkürlich an die Schlachtfelder des zweiten Weltkrieges, die ungeheuren Verbrechen der deutschen Wehrmacht, das unvorstellbare Blutzoll der Opfer, an das noch unvorstellbarere maschinelle Töten in den Konzentrationslagern.... Wie konnte Alfred Döblin, der das Buch 1929 herausbrachte, all diese Gräuel schon voraussehen und ahnen?Wo (und wann) in Berlin würdest Du ihn am liebsten hören? Der Text kommt mir sehr oft in den Sinn, da ich in der Nähe dieses alten Schlachthofes wohne. Immer wenn ich zur S-Bahnstation Landsberger Allee gehe und zwangsläufig auf dem Weg dahin die alten, denkmalgeschützten Hallen passiere. Seit Jahren beobachte ich diese riesige Baustelle in ihrem Wandel. Mehr als 100 Jahre von 1881 bis 1991, wurden dort Tiere geschlachtet. Schwer vorstellbar, dass es lange Jahre nach dem Fall der Mauer unbebautes Brachland war. Jetzt wird das riesengroße Areal immer mehr bebaut... Miet- und Eigentumswohnungen und Bürohäuser entstehen. Hinter den historischen Hallen wird ein fünfstöckiger Neubau hochgezogen. Eine Shopping Mall konnte durch den Einspruch einer Bürgerinitiative Gott sei Dank verhindert werden, aber ob die Errichtung von riesigen Büroflächen eines Internetproviders heutzutage noch Sinn machen wird? Auch hat man vor, in den denkmalgeschützten Hallen eine Menge Gastronomie und Fitnessstudios, „Eventflächen", anzusiedeln. Ich vermisse die Planung von sozialen Einrichtungen, wie z. B. frei zur Verfügung gestellten Ateliers für Künstler_innen und Handwerker_innen, sozialen Begegnungsstätten. Wahrscheinlich sehr naiv in Zeiten des Neoliberalismus. Aber wer weiß, vielleicht kommt es zu einem Umdenken nach dieser, unserer pandemischen Zeit. Machen Sie sich selbst ein Bild und schlendern Sie über die Hausburgstraße, durch den gleichnamigen Park und machen sie die Runde durch das zersiedelte Gebiet auf dem Sie hie und da auf vereinzelte Reste der zu dem Schlacht- und Viehhof Areal gehörenden historischen Bauten stoßen werden bis zu den noch historisch erhaltenen Viehhallen. Und auf dem Weg dahin oder wenn Sie dann davorstehen... da lauschen Sie dem Text.

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  • 22.04.2021
    0 MB
    16:12
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    HIDDEN TRACKS: Caner Sunar und Regine Zimmermann unterwegs mit Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke am Grunewaldsee

    Caner Sunar und Regine Zimmermann lesen eine freie Textcollage nach Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke.Spazieren Sie vom Jagdschloss Grunewald am Grunewaldsee entlang.Die Adresse lautet: Jagdschloss am Grunewaldsee Hüttenweg 100 14193 BerlinDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfügbar.Was habt Ihr in den letzten Monaten gemacht? Regine Zimmermann: Ich hab ein Haus bezogen, meinen ersten Baum gepflanzt, war „Homeschool“-Lehrerin und manchmal Schauspielerin. Hab viel übers Leben nachgedacht und leider immer noch nicht angefangen, russisch zu lernen. Caner Sunar: Ich habe in den letzten Monaten meine Freundschaften gepflegt, für die im Theateralltag sonst wenig Zeit bleibt. Karten und Briefe geschrieben, Telefonate geführt und Videoanrufe getätigt.Was gefällt Euch am Text, den Ihr eingelesen hast? Caner Sunar: Es ist ja eine Collage aus Memoiren, Biografien, Gedichten, Briefen und Tagebucheinträgen von Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke, die wir selbst zusammengestellt haben. Ich mag die Unkonventionalität von ihrer Beziehung. Vor allem Salomé inspiriert mich sehr. Und die Entwicklung, die der junge Rilke durch diese Beziehung macht. Regine Zimmermann: Lou Andreas-Salomé war ihrer Zeit weit voraus, radikal, modern, immer in Bewegung gegen den geistigen Stillstand. Mit ihrer Sehnsucht nach der großen wahren Liebe fern von Bürgerlichkeit und Klischees hat sie die Rolle der Frau neu definiert.Wo (und wann) in Berlin würdet Ihr ihn am liebsten hören? Caner Sunar: Ich würde einen Spaziergang um den Grunewaldsee vorschlagen. Da, wo auch Lou und Rainer barfuß spaziert sind. Und im April... der Monat, der alle vier Jahreszeiten beinhaltet. Regine Zimmermann: Das Jagdschloss am Hüttenweg ist ein guter Startpunkt für einen Spaziergang um den Grunewaldsee.

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  • 14.04.2021
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    16:53
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    HIDDEN TRACKS: Unterwegs mit Julia Windischbauer und Joseph Roth im Gleisdreieckpark

    Julia Windischbauer liest "Was ich sehe / Fahrt an den Häusern / Bekenntnis zum Gleisdreieck" aus "Joseph Roth in Berlin" von Joseph Roth.Starten Sie am Deutschen Technikmuseum und spazieren Sie eine Runde durch den Gleisdreieckpark.Die Adresse lautet: Park am Gleisdreieck Möckernstraße 26 10963 BerlinDieser Hidden Track ist bis zum 31. Juli 2021 verfübar.3 Fragen an Julia WindischbauerWas hast Du in den letzten Monaten gemacht? Ich hatte viel Zeit zu lesen, zu fotografieren und um mich auf kommende Projekte vorzubereiten. Und zwischendrin die Löcher, wo's mir den Absatz unterm Schuh wegreißt und so ein oller Weltschmerz durch mich durchfährt und vielleicht grade noch die Sohlen dranlässt.Was gefällt Dir am Text, den Du eingelesen hast? Ich mag Joseph Roths Art, Dinge über einen Weg des Außen zu beschreiben und aus dem Nichts berstend viel vom Inneren preiszugeben.Wo (und wann) in Berlin würdest Du ihn am liebsten hören? Bei einem langsamen Spaziergang durch den Gleisdreieckpark. Die Sonne könnte gerade untergegangen sein und das lauwarme Wetter eines typischen Aprils lässt zu, dass der Schal mal dreimal rumgewickelt ist, mal nur sachte von der Schulter hängt. Und man nicht allzu schwer zu tragen hat dabei.

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  • 21.12.2020
    0 MB
    04:21
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    "Woyzeck Interrupted" Stückeinführung

    Am 19. Dezember 2020 kommt "Woyzeck Interrupted" in einer Stream-Premiere online zur Uraufführung. Dramaturg John von Düffel gibt Ihnen hier eine Einführung in das Stück von Amir Reza Koohestani und Mahin Sadri.

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  • 21.12.2020
    0 MB
    07:27
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    "Maria Stuart" Stückeinführung

    "Maria Stuart" von Friedrich Schiller feierte am 30. Oktober 2020 in der Regie von Anne Lenk im Deutschen Theater Berlin Premiere. Da die Theater derzeit geschlossen bleiben müssen, zeigen wir eine Aufzeichnung der Inszenierung an ausgewählten Terminen online im Stream. Dramaturg David Heiligers gibt Ihnen im Podcast eine Stückeinführung und zeigt die Besonderheiten der Inszenierung von Anne Lenk auf.

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  • 21.12.2020
    0 MB
    05:46
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    "Der Zauberberg" Stückeinführung

    "Der Zauberberg" nach Thomas Mann feiert am 20. November 2020 in der Regie von Sebastian Hartmann im Livestream Premiere, am 13. Dezember folgt die analoge Premiere. Dramaturg Claus Caesar gibt Ihnen hier eine Stückeinführung, bringt Ihnen den Romanstoff Thomas Manns näher und zeigt die Besonderheiten der Inszenierung auf.

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  • 25.11.2020
    0 MB
    17:30
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    Selbstverbrennung

    Peter Handkes neues Stück "Zdeněk Adamec" wurde im August 2020 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt. Am Deutschen Theater feierte "Zdeněk Adamec" seine deutsche Erstaufführung in der Regie von Jossi Wieler am 21. Oktober 2020. Regine Zimmermann und Felix Goeser sind Teil des Ensembles und beschreiben im Podcast, was das Stück über Zdeněk Adamec, der sich 2003 auf dem Prager Wenzelsplatz selbst verbrannte, erzählt.

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  • 12.11.2020
    0 MB
    28:34
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    Macht, Religion und Liebe

    Zwei Königinnen stehen Im Mittelpunkt in Friedrich Schillers Klassiker: Maria Stuart, die Königin von Schottland und die englische Königin Elisabeth. Zwei, die politischen wie religiösen Abhängigkeits- und Machtverhältnissen unterworfen sind und sich als mächtige Frauen unter Männern behaupten müssen. Alexander Khuon ist in dieser Inszenierung von Anne Lenk der Graf von Leicester, Jeremy Mockridge der junge Mortimer. Beide Männer planen Maria aus ihrer Gefangenschaft zu befreien. Der eine mit Gewalt, der andere versucht es mit einem Akt der Diplomatie. Im Podcast erzählen die zwei Schauspieler von den Verstrickungen ihrer Figuren, dem besonderen Bühnenbild und der gemeinsamen Arbeit mit Regisseurin Anne Lenk.

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  • 12.11.2020
    0 MB
    26:28
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    Freundesbande auf Zeit

    „Der Mythos von dem genialischen Autor, der alles aus sich allein schöpft, ist mir unheimlich“ sagt Milena Michalek. Bereits mit 21 Jahren gründete sie mit Freund_innen ihr eigenes Theaterkollektiv "Yzma". In ihren Produktionen setzt sie auf Teamwork: Gemeinsam mit ihrem Ensemble erarbeitet sie das Stück und begreift die Arbeit als gemeinschaftlichen Prozess. Für die Autoren(theater)tage 2020 hat Milena Michalek das Kurzstück „Das hier“ geschrieben und betont auch hier: „Nichts ohne die anderen“. Foto: Moritz Geiser

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  • 12.11.2020
    0 MB
    39:36
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    Weißes Rauschen

    Kevin Rittberger ist vielseitig tätig für das Theater: als Autor und Regisseur, als Performer, Bühnenbildner, Videokünstler. Für die Autoren(theater)tage 2020 schrieb er „Blackout White Noise (Wenn Ihr schweigt werden die Steine schreien)“. Schattenbilder, die aus der Vergangenheit auftauchen und direkt ins Heute verweisen. In diesem Hör-Stück unserer Podcast-Reihe spricht Rittberger über das „Rauschen der weißen Völker der Nordhalbkugel, die die anderen Vöker überlärmen“ und über kritisches Weißsein. Außerdem über seine Uraufführungen im Frühjahr in Hannover mit „THE MÄNNY- Eine Mensch-Tier-Verknotung“ und in Berlin im September mit „Schwarzer Block“.

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  • 12.11.2020
    0 MB
    22:58
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    Schneewittchen läßt grüßen

    Die Schweizer Autorin Martina Clavadetscher war mit „Frau Ada denkt Unerhörtes“ vom Schauspiel Leipzig eingeladen zu den Autorentheatertagen, wie sie im Juni 2020 stattfinden sollten. Leider musste dieses Festival aus den bekannten Gründen ausfallen. Für die Ausgabe der Autoren(theater)tage nun im Oktober hat Martina Clavadetscher ein Kurzstück geschrieben: „Der Glassarg ist doch auch bloss ein öffentliches Bett“. In diesem Hör-Stück der DT Podcast-Reihe erzählt die Autorin, wie sie auf die Hauptfigur aus „Frau Ada denkt Unerhörtes“ aufmerksam wurde, worum es bei ihrem Kurzstück geht und stellt auch Ihren Roman „Knochenlieder“ vor, mit dem sie auf der Grundlage von drei Märchen der Brüder Grimm eine Dystopie geschrieben hat. Foto: Ayse Yavas

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  • 12.11.2020
    0 MB
    01:00:14
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    Drei Uraufführungen

    „Früh-Stücke“zu den Autoren(theater)tagen 2020. In diesem Mitschnitt der Sonntags-Matinee des Deutschen Theaters am 20. September 2020 hören Sie Intendant Ulrich Khuon im Gespräch mit Dea Loher, Vorsitzende der Jury, die die drei für eine Uraufführung bestimmten Texte ausgewählt hat. Außerdem lernen sie die Autor_innen dieser drei Stücke im Gespräch mit der DT Dramaturgin Franziska Trinkaus und dem DT Dramaturgen Bernd Isele kennen: Maria Ursprung, Rosa von Praunheim und Dorian Brunz und erfahren mehr über ihre Stücke.

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  • 12.11.2020
    0 MB
    17:50
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    Autoren(theater)tage

    Die Autoren(theater)tage 2020 bieten in diesem Jahr einige Besonderheiten: Während des dreitägigen Festivals kommen im Deutschen Theater und in den Kammerspielen drei neue Stücke zur Uraufführung. Außerdem haben zehn Autor*innen Kurzstücke verfasst, die in Leseparcours zu erleben sein werden. Dramaturg Bernd Isele stellt Ihnen hier das Programm der Autoren(theater)tage 2020 vor und gibt einen Ausblick auf das Jahr 2021.

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  • 12.11.2020
    0 MB
    27:41
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    Anders artig

    Mit höchst kreativen neuen Formaten überraschte das Junge DT zu Zeiten des Lockdowns. Statt Theater auf Bühne und vor Publikum gab es einfallsreich umgesetzte Internetinszenierungen. Was von diesen Erfahrungen nimmt das Team vom Jungen DT mit in die neue Spielzeit? Darüber sprechen hier die Leiterin Birgit Lengers und ihre Kolleg_innen Maura Meyer und Lasse Scheiba. Und Sie erfahren mehr über das aktuelle Klassen(zimmer)stück, auch über „Miroloi“, die geplante Produktion für die Kammerspiele, eine neue Partnerschaft bei TUSCH (Theater und Schule) und dass das Deutsche Theater auch in diesen Zeiten bestens vorbereitet ist auf den Besuch von Schüler_innen und ihren Lehrer_innen.

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