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hr2 Dokumentation und Reportage

Aufwändig produzierte Feature, investigative Recherchen und einfühlsame Porträts

Alle Folgen

  • 27.05.2022
    0 MB
    51:26
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    Ins Arbeitsleben mit Sehbehinderung - Die denken, ich sitze zu Hause und starre die Wand an

    Drei von vier Menschen mit hochgradiger Sehbehinderung oder Blindheit im erwerbsfähigen Alter in Deutschland finden keine Arbeit. Woran liegt das? Wo sehen Experten Handlungsbedarf und welche Rezepte hat die Politik dagegen? Till Kronsfoth begibt sich zusammen mit zwei weiteren Betroffenen auf die Suche nach Antworten. Für die ehemaligen Schulfreunde ist es auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. Sie sprechen über Diskriminierung bei Vorstellungsgesprächen und Gängelung im Jobcenter, aber auch über den Zusammenhalt unter Betroffenen und die schönen Dinge des Alltags. Denn wenn die akustische Ampel mal nicht piepst oder der Blindenstock sich im Kopfsteinpflaster verhakt, hilft der Erfindungsreichtum. Und Hilfsmittel à la Raumschiff Enterprise sind längst keine Zukunftsmusik mehr. Wir wiederholen das Feature anlässlich des bundesweiten Aktionsmonats vom 1. bis zum 30. Juni 2022, mit dem der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband für die Belange sehbehinderter Menschen sensibilisieren möchte.

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  • 30.05.2022
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    53:27
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    Was es im Leben mit dem Glück auf sich hat - Bereit sein, an den Freuden der Welt teilzunehmen

    "Alle Menschen wollen glücklich leben", mit diesen Worten beginnt Senecas Traktat über das glückliche Leben. Eine der wenigen Einsichten in die menschliche "Natur", die - so scheint es - fraglos ist. Doch sieht man genauer hin, wirft sie viele Fragen auf. In unseren Tagen mehr denn je. Denn je fieberhafter wir den ständig wachsenden Markt von Glücksangeboten durcheilen, desto stärker erfahren wir, dass dem glücklichen Leben so nicht näher zu kommen ist. Nicht die äußeren Umstände sind für das Glück und die Lebenszufriedenheit ausschlaggebend, entscheidend ist, wie man sich zu sich selbst und zur Welt insgesamt stellt. Wichtig dafür sind Selbstvertrauen, sowie sich und sein Dasein in der Welt freudig akzeptieren und bejahen zu können. "Wer imstande und bereit ist, an den Freuden der Welt teilzunehmen, der ist zu ihnen eingeladen", schreibt der Philosoph Moritz Schlick. Zum Leben aber gehören ebenso Unglück und Unglücklichsein. Auch dazu muss man sich stellen. "Die entscheidende Frage an sich selber ist, kann ich damit einverstanden sein", so der Philosoph Wilhelm Schmid. Dann aber erfährt man, dass "ein Glücklichsein möglich ist, bei dem das Unglücklichsein nicht ausgeschlossen werden muss, sondern mit einbezogen werden kann".

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  • 01.05.2022
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    53:12
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    „Nach innen geht der geheimnisvolle Weg“: Novalis – Dichter und Denker am Beginn der Moderne

    Friedrich von Hardenberg, der sich „Novalis“ nannte, gilt noch immer als geheimnisvolle Dichterpersönlichkeit der Frühromantik. Obwohl er nur 28 Jahre alt wurde, beeinflusste er mit seinem Werk eine ganze Generation von Schriftstellern und Dichtern: eine Jugendbewegung, die mit Philosophie und Wissenschaft und mit einer „progressiven Universalpoesie“ die Welt verbessern wollte. Man begann, Natur als einen komplexen Organismus zu verstehen, mit ganzheitlichem Denken Grenzen zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen aufzuheben, Bildung und das Ich neu zu definieren. Der frühe Tod seiner Verlobten Sophie von Kühn und die eigene Krankheit haben Novalis immer wieder mit der Endlichkeit des Diesseits konfrontiert. Die Bedeutung seiner Erkenntnisse und Einsichten liegt in ihrer oft schonungslosen Authentizität. Noch 250 Jahre nach seinem Geburtstag am 2. Mai 1772 gibt es an Novalis, dieser singulären Erscheinung der Kultur- und Literaturgeschichte, Neues zu entdecken.

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  • 22.04.2022
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    52:46
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    Hass gegen Liebe - Polens Homo- und transfeindlicher Kulturkampf

    Zu Beginn des Krieges in der Ukraine nahm Polens Präsident Duda ukrainische Flüchtlinge in Dienstvillen auf. Gegenüber nicht-heterosexuellen Menschen ist er weniger generös. Die rechte Regierung führt einen regelrechten Kulturkampf. Die traditionelle Familie soll gegen eine sogenannte "LGBT-Ideologie" verteidigt werden. Der Krakauer Erzbischof spricht von einer "Regenbogen-Seuche". Präsident Andrzej Duda nennt die Förderung von Rechten Schwuler, Lesben, Bisexueller und Transgender eine "Ideologie", die destruktiver als der Kommunismus sei. Mit dieser Rhetorik gewinnt er die Wahlen 2020. Im Namen der Wahrung der christlichen Traditionen und eines konservativen Familienbildes richten über 100 Kommunen sogenannte "LGBT-freie Zonen" ein. Doch die Politik der Intoleranz und Ausgrenzung erfährt auch starken Gegenwind von Aktivistinnen und Aktivisten und der Opposition. Feature von Lukasz Tomaszweski

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  • 15.04.2022
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    50:41
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    Feature - Über Einsamkeit und Alleinsein - Du kannst dir nicht selber gute Nacht sagen

    Gerade in der Zeit der Corona-Pandemie haben wir es gemerkt: Niemand ist gegen Einsamkeit gefeit. Doch nicht jeder, der allein ist, fühlt sich einsam. Alleinsein kann sogar wohltuend sein: den eigenen Gedanken nachhängen, Zeit für sich selbst haben. Einsamkeit hingegen tut auf die Dauer nicht gut. Oft tritt sie auf, wenn sich an den vertrauten Lebensumständen Entscheidendes ändert oder beim Verlust naher Bezugspersonen. Vor allem im Alter kann Einsamkeit zu einer niederdrückenden Grundstimmung werden. Stets lauert in der Einsamkeit die Gefahr, sich immer weiter aus der Welt und von anderen Menschen zurückzuziehen. Was kann man tun, um mit dem Alleinsein klarzukommen? Was, um möglicher Einsamkeit nicht zuletzt im Alter begegnen zu können? In verschiedenen Gesprächen geht die Autorin dem Thema Einsamkeit und Alleinsein nach.

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  • 06.04.2022
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    52:59
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    Frachtgut Tier - Doku über länderübergreifende Tiertransporte

    Lebende Tiere werden bei Transporten wie lebloses Frachtgut behandelt, klagen Tierschutzorganisationen. Ein Kälbertransport von Tschechien quer durch Deutschland nach Frankreich scheint das zu bestätigen. Die eingepferchten Tiere erhalten in vielen Fällen nicht die vorgeschriebenen Pausen, werden unzureichend getränkt und gefüttert. Noch dramatischer wird die Situation, wenn Schweine oder Rinder von Europa nach Usbekistan oder in arabische Länder transportiert werden. Die Lastwagen sind zum Teil mehr als 100 Stunden unterwegs. Im ARD radiofeature „Frachtgut Tier“ begleitet Autor Andreas Horchler Tiertransporte, fragt bei der Fleischwirtschaft nach, warum überhaupt Tiere lebendig transportiert werden, begleitet Nicht-Regierungsorganisationen bei ihren Bemühungen, Tiere zu schützen und fragt in Berlin im Landwirtschaftsministerium sowie in Brüssel bei der EU-Kommission nach, warum bislang alle Versuche, einen besseren Schutz der Tiere durchzusetzen, nur mäßig erfolgreich waren.

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  • 18.02.2022
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    53:30
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    Auf den Spuren der Sklavenbefreierin Harriet Tubman - die schwarze Jeanne d’Arc

    Michael Marek und Anja Steinbuch In den USA ist sie eine Legende, in Europa kennen die 1822 geborene Sklavin und schwarze Freiheitskämpferin nur wenige: Harriet Tubman. Um ihr Leben ranken sich Heldengeschichten und Mythen. Schon bald soll das Porträt der Sklavenbefreierin auf einer Dollarnote verewigt werden. Doch um das Vorhaben, die erste Afroamerikanerin zu würdigen, ist ein Streit entbrannt. Bislang sind auf dem Greenback ausschließlich Ex-Präsidenten und Gründerväter der USA zu sehen. Die weiße Alt-Herrenriege bekommt Konkurrenz, so hat es der neue US-Präsident Joe Biden entschieden. Michael Marek und Anja Steinbuch haben sich auf Spurensuche begeben, trafen Angehörige einer mutigen Frau, die im Machtzentrum der USA heute noch, 200 Jahre nach ihrer Geburt, für Aufregung sorgt. Koproduktion von hr2, WDR, NDR 2022

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  • 30.01.2022
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    50:17
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    Weltkriegsmunition in Nord- und Ostsee - Explosives Erbe

    Aus den Augen, aus dem Sinn - nach diesem Motto ließen die Alliierten nach dem 2. Weltkrieg gewaltige Mengen Munition vor den deutschen Küsten versenken. Die Bergung der explosiven und hochgiftigen Altlast drängt - und sie wird teuer. Granaten, Giftgas und Fliegerbomben aus den Arsenalen der Wehrmacht, Material der Alliierten, für das der Rücktransport zu aufwendig schien - dazu See-Minen und Munitionstransporter, die schon vor Kriegsende auf dem Meeresboden landeten. Lange wurde das Problem klein geredet und verdrängt. Sprach man vor drei Jahrzehnten noch von ein paar zehntausend Tonnen, so gehen Meeresbiologen heute davon aus, dass mehr als eine Million Tonnen versenkter Munition die Küstengewässer von Nord- und Ostsee zunehmend unsicher machen. Nicht nur Fischer, Strandwanderer und Konstrukteure von Offshore-Windparks müssen mit Explosionen von durchgerostetem Kriegsschrott rechnen; oft hat sich der enthaltene Sprengstoff auch chemisch zersetzt und schädigt bereits verschiedene Meerestierarten. Doch schon die Kartierung der Altlasten ist mühsam. Methoden zur sicheren Bergung und umweltschonenden Vernichtung müssen erst noch entwickelt werden.

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  • 23.01.2022
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    53:11
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    Eine Jüdin und die Tochter einer Nazi-Familie im Gespräch - ein tiefer, dunkler Schatten

    Zwei Frauen, 59 und 67 Jahre alt, treffen sich regelmäßig und reden über ihre Familien. Hanna ist Jüdin, sie verlor fast alle ihre älteren Verwandten während des Zweiten Weltkrieges. Claudias Eltern, Onkel und Tanten waren überzeugte Nazis. Bei Geburtstagen sangen sie noch in den sechziger Jahren SA-Lieder. Claudia saß auf dem Schoß ihrer Großmutter und sang mit. Als Jugendliche rebellierte sie und lebte jahrelang im Streit mit ihrer Familie - besonders mit ihrem Vater. Die Jüdin Hanna (Name von der Redaktion geändert) erfuhr unterdessen das Schweigen und die Traumata ihrer Verwandten, die dem Tod entkommen waren, viele mit knapper Not. Seit Jahren demonstriert Claudia gegen Neonazis. Sie engagiert sich in der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit gegen Rechts, während Hanna für radikale Versöhnung eintritt, was Claudia immer wieder überrascht. Wir senden das Feature von Michael Weisfeld aus Anlass der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar 1945.

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  • 16.01.2022
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    49:10
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    Berzona - Dichterdorf im Tessin

    20 Kilometer vom Lago Maggiore entfernt liegt in der unwegsamen Tessiner Bergwelt das kleine Dichterdorf Berzona. Den Beinamen hat der Ort durch seine berühmten Bewohner erhalten: Alfred Andersch, Max Frisch und Golo Mann lebten hier. Was hat diese Künstler und Intellektuellen in ein Tal fern der Moderne ohne Baedeker-Stern und boomende Tourismuswelle geführt? Ariane Eichenberg und Michael Marek haben das Tal aufgesucht, mit Bewohnern, Zugereisten und Großstadtaussteigern gesprochen.

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  • 05.01.2022
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    50:49
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    European Green Deal - Grüne Bilanzen - Dokumentation über nachhaltiges Rechnen nicht nur im Bio-Landbau

    Die EU-Kommission hat einen Aktionsplan für nachhaltiges Wachstum beschlossen: den European Green Deal. Damit soll Europa auch mit Hilfe eines nachhaltigen Finanzwesens klimaneutral werden. Allerdings stellt sich die Frage, wie Unternehmen die neuen Anforderungen umsetzen sollen. Die Freiburger Regionalwert AG versucht dies im Bereich der Landwirtschaft. Die Bürger-Aktiengesellschaft, in der sich zahlreiche Öko-Betriebe zusammengeschlossen haben, hat Wege gefunden, wie sich ökologische und soziale Werte, die bislang als außerökonomisch galten, in das traditionelle Rechnungswesen einbeziehen lassen. Ihre ökologisch nachhaltige Buchhaltung erweitert die herkömmliche Betriebswirtschaft um Faktoren wie Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und Tierwohl. Der neue Ansatz eines „green accouting“ zeigt, was möglich ist, wenn sich die Bilanzen an ökologischen Zielen orientieren. Denn eines ist gewiss: Nachhaltigkeit an sich interessiert keinen. Erst wenn es ums Geld geht, hören die Chefs in den Vorstandsetagen zu. Ein wichtiges Wirtschaftsthema zu einer der dringensten Fragen unserer Zeit.

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  • 05.01.2022
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    52:49
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    Pränataldiagnostik - Sternenkind - Das Kurze Leben der Lilli Lion

    Kathrin freut sich auf ihr Baby. Doch wenig später der Schock: Die Ärzte sind sich einig: Das Kind hat eine besondere Form des Turnersyndroms mit ausgeprägter Flüssigkeitseinlagerung im ganzen Körper, schwerste Herz- und Nierenschädigung. Kathrins und Walters Kind, sie nennen es Lilli, wird die nächsten Wochen der Schwangerschaft nicht überstehen. Aber Lilli stirbt nicht, wächst weiter in Kathrins Bauch heran. Über ihr Tagebuch beginnt die junge Frau eine Zwiesprache mit ihrem Kind. Soll sie der Natur ihren Lauf lassen, das kranke Kind in ihrem Bauch beherbergen, bis es sich von selbst verabschiedet? Soll sie Lillis Leiden - und ihr eigenes - durch eine Abtreibung abkürzen? Und was, wenn das Kind die Schwangerschaft doch durchhält, zur Welt kommt, dahinvegetiert? Das Feature folgt den dramatischen Monaten einer Schwangerschaft mit einem behinderten Kind und verdeutlicht das Dilemma einer pränatalen Medizin, die immer genauer diagnostizieren, aber nicht therapieren kann.

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  • 12.12.2021
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    53:19
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    W.G. Sebald - Briefe an einen Verstorbenen - Memorial

    Verlust und verschwindende Welten, Kriege und Krisen waren zentrale Themen des deutschen Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers W.G. Sebald. Winfried Georg Sebald, 1944 im Allgäu geboren, lehnte seine Vornamen als Nazi-Namen ab und ließ sich lieber Max nennen. 1966 wanderte er nach England aus, wo er später an der Universität von East Anglia lehrte, bis er am 14. Dezember 2001, vor 20 Jahren, im Alter von 57 Jahren bei einem Autounfall starb. Sebald, der sich erst Ende der 80er-Jahre als Lyriker und Erzähler hervortat und seine Bücher mit eigenen und gefundenen Fotos illustrieren ließ, gilt als einer der wichtigsten deutschen Schriftsteller des späten 20. Jahrhunderts. „Es ist tatsächlich so, dass man trotz aller Katastrophen annehmen muss, dass hinter der nächsten Ecke irgendwelche Wunder sind, mit denen wir nicht gerechnet haben. Deshalb meine ich, dass die Haltung eines Apokalyptikers die verkehrte ist“, sagte Sebald. Elke Heinemann hat sich im krisenreichen Brexit-Britain an seine Spuren geheftet. In ihren Briefen an den Verstorbenen zitiert sie aus Gesprächen mit Sebalds Freunden und Weggefährten. Historische Tonaufnahmen des Autors runden dieses radiophone Memorial akustisch ab.

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  • 05.12.2021
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    49:51
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    Ehrenamt - Spielräume der Begegnung

    Was eine Ausnahmesituation bei Menschen freisetzen kann, haben wir durch die Pandemie erfahren, die uns aus dem alltäglichen und selbstverständlichen Miteinander herauskatapultiert hat. In diesem Feature von Astrid Nettling geht es um Erfahrungen, die Menschen machen, wenn sie sich entschieden haben, für andere Menschen da zu sein, und bereit sind, sich auf ein vielleicht noch unerprobtes Mit- und Füreinander einzulassen. Auf eine Begegnung mit Menschen, in der es nicht um Nutzen, Leistung oder Erfolg geht. Was aber bewegt Menschen zu einem solchen Schritt? Welche Spielräume im Umgang mit- und füreinander können sich dadurch öffnen? Welche ungeahnten Möglichkeiten und Freuden können daraus erwachsen? Und wo liegen zugleich die eigenen Grenzen für ein solches Engagement? Fragen, denen die Autorin in diesem Feature nachgeht.

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  • 21.11.2021
    0 MB
    52:10
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    Künstlche Intelligenz - KI - in der Medizin

    Die künstliche Intelligenz (KI) wird die Medizin entscheidend verändern, davon sind fast alle Beteiligten überzeugt. Überall dort, wo große Datenmengen schnell verarbeitet werden müssen, beispielsweise in der Radiologie, können Bilddaten mit Hilfe künstlicher Intelligenz verglichen werden und helfen, präzise Diagnosen zu erstellen und schneller über die passende Therapie zu entscheiden. ÄrztInnen werden also in zunehmendem Maß Unterstützung durch Künstliche Intelligenz erfahren. Durch KI ersetzt werden sie auf absehbare Zeit jedoch nicht. Die letztendliche Entscheidung über medizinische Behandlungen werden weiterhin Menschen treffen, so die Prognose. Die Angst vor selbst lernenden Maschinen und der pauschalen Preisgabe sensibler Daten bleibt jedoch groß. Autor Andreas Horchler spricht mit PatientInnen, ÄrztInnen, PolitikerInnen, DatenwissenschaftlerInnen und PhilosophInnen über Erfahrungen mit der KI in der Medizin, über Anwendungsgebiete, Grenzen, Datenschutz und Ethik.

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  • 14.11.2021
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    49:49
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    Wissenswertes über das Städel-Museum - "Das Publikum ist unser Arbeitgeber"

    Das Frankfurter Städel-Museum ist berühmt für seine großartigen Kunstwerke und für seine Sonderausstellungen. Am 6. Oktober wurde beispielsweise eine Präsentation mit Werken von Rembrandt eröffnet. Aber das 1815 gegründete Städel hat noch viel mehr zu bieten. Denn es ist als Stiftung eines Frankfurter Kaufmanns entstanden und verdankt seine Existenz bis heute bürgerlichem Engagement. Für sein akustisches Porträt des Museums hat Peter Lückemeier mit den Machern und Förderern gesprochen. Sein Fazit: Es gibt viel zu entdecken.

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  • 07.11.2021
    0 MB
    53:13
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    Leben auf dem Dorf - Probleme und Chancen im ländlichen Raum

    Berkatal ist mit 15.000 Einwohnern die drittkleinste Gemeinde im Werra-Meißner-Kreis in Nordhessen. Fehlende Mobilität, Überalterung, Rückgang der Bevölkerung, aber auch das Schließen kleiner Geschäfte stellen Berkatal seit Jahrzehnten vor große Herausforderungen. Doch schon 1995 hat sich der Verein für Regionalentwicklung Werra-Meißner gegründet. Damals haben sich zahlreiche engagierte Menschen zusammengeschlossen, aus Vereinen, Verbänden und Institutionen aus den Bereichen Wirtschaft, Soziales, Kultur und Jugendarbeit sowie allen Städten und Gemeinden des Werra-Meißner-Kreises und dem Kreis selber. Gemeinsam wollen sie das Leben auf dem Land wieder attraktiver machen. Christiane Hillebrand hat sich im Werra-Meißner-Kreis umgesehen und erkundet, wie die Menschen dort versuchen, die Landflucht aufzuhalten. Wir wiederholen das Feature aus dem Jahr 2019 im Rahmen der "ARD-Themenwoche Stadt.Land.Wandel - Wo ist die Zukunft zu Hause?"

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  • 10.10.2021
    0 MB
    52:21
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    Patientenverfügungen - Des Menschen Wile ist sein Himmelreich

    Karl-Heinz Pantke war Ende 30, hatte gerade in Physik promoviert und wollte mit Christine eine Familie gründen. Dann traf ihn der Schlag, schaltete das Kleinhirn aus und lähmte jeden Muskel seines Körpers. Pantke fiel in einen Zustand, den Mediziner Locked-in-Syndrom nennen: totale Lähmung bei vollem Bewusstsein. Künstliche Beatmung, künstliche Ernährung, kaum Kommunikation für den Rest seines Lebens. Der Autor lernte Karl-Heinz Pantke kennen, als er aus diesem Koma erwacht war. Ein äußerst seltener Fall in der Medizin. Pantke hat einen Verein ins Leben gerufen, der sich für Patienten mit Locked-in-Syndrom einsetzt. Was ihm sehr am Herzen liegt: Der äußerst skeptische Umgang mit Patientenverfügungen. Nicht nur, dass sich viele Leute nicht im Klaren darüber seien, dass sie in dem Fall, wenn die Maschinen abgestellt werden, jämmerlich verhungern, verdursten und ersticken. Sie unterschätzten ihr Gehirn, das sich dem Zustand des Körpers anpassen könne.

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  • 18.07.2021
    0 MB
    53:15
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    Fernweh - Geschichte einer menschlichen Sehnsucht

    Die Sommerferien haben begonnen und damit die Reisezeit. Der Drang, die Welt zu erkunden, ist trotz Corona ein tiefes menschliches Bedürfnis - und dies über alle Zeiten und Kulturepochen hinweg. Das "Fernweh" aber ist eine romantische Kategorie, und in der Tat ist es noch nicht lange her, dass die Menschen begonnen haben, aus reinem Vergnügen zu reisen - eine "Bedürfnisindustrie" dafür zu schaffen, wie es Hans Magnus Enzensberger ausdrückte, der eine Theorie des Tourismus entwarf. Den ersten Massentourismus gab es Mitte des 19. Jahrhunderts in unseren Breitengraden am Rhein, und es waren die Engländer, die die "Rheinromantik" erfanden. In der Sendung begeben wir uns selbst auf die Reise: von den Karawanenzügen der alten Zeit über die Pilgerreisen des Mittelalters und die wagemutigen Seefahrten im Zeitalter der Entdeckungen bis zum "Teutonengrill" an europäischen Mittelmeerstränden, von Odysseus bis Neckermann, von Captain Cook über Robinson Crusoe bis hin zum modernen Tourismus samt seiner Ambivalenzen, Kollateralschäden und vermeintlichen Alternativangebote. Das sentimentalische Fernweh indes, Ausdruck eines romantisch gebrochenen Lebensgefühls, ist eine unerfüllbare Sehnsucht geblieben.

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  • 12.07.2021
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    52:48
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    die Macht der Sucht - Junge Drogentote und die deutsche Drogenpolitik

    Etwa vier Millionen Deutsche konsumieren Cannabis, Tendenz steigend, mehrere Hunderttausend Kokain, rund 150.000 sind von Opiaten abhängig, dazu kommt der Konsum von synthetisch hergestellten Partydrogen, wie Ecstasy, Crystal Meth oder Legal Highs. 2020 wurden hierzulande 1581 drogenbedingte Todesfälle registriert, zumeist langjährige Drogensüchtige, ein Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Ursachen einer Sucht sind vielfältig. Therapieerfolge variieren zwischen 30 und 70 Prozent. Das Feature gibt vier Drogentoten Gesichter. Eltern schildern die Lebens- und Suchtgeschichten ihrer Kinder. Eltern, die das süchtige Kind nicht mehr erreichten, an die Drogen verloren und am Tod ihres Kindes zerbrachen. Sie bleiben zurück mit der Frage nach dem Warum und Schuldgefühlen. Sie haben Sehnsucht nach dem Kind und stellen fest, dass kein Angebot der Drogenhilfe genützt hat. Obwohl Alternativen entwickelt wurden, bestimmt weiterhin die Drogenkonvention der UN aus dem Jahr 1961 die internationale Drogenpolitik. Nach wie vor ist Drogenbesitz eine Straftat, ungeachtet dessen, dass Sucht eine Krankheit ist. Polizei und Justiz sind mit vielen Strafverfahren wegen Cannabis-Konsum oder -Besitz überfordert. Ob Cannabis, wie in einigen Ländern, auch in Deutschland legalisiert werden soll, darüber streiten sich Politiker und Drogenexperten. Die Eltern verstorbener Drogenabhängiger sind dagegen, für sie ist Cannabis die Einstiegsdroge ihres Kindes gewesen. Vorher seien zumeist Zigaretten oder Alkohol, nach wie vor die legale Volksdroge Nummer eins, konsumiert worden, widersprechen Wissenschaftler. Wie kann man junge Menschen vor dem Abrutschen in die Sucht und vor Folgeschäden schützen? Könnten Todesfälle durch Überdosierung etwa durch bessere Informationen und einem so genannten "Drug-Checking" vermieden werden? Um diese Fragen geht es in diesem Feature.

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  • 08.07.2021
    0 MB
    52:20
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    Die Geschichte der Roten Armee Fraktion - Teil 1

    Vor mehr als 50 Jahren legten Gudrun Ensslin und Andreas Baader Bomben in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Die Detonationen waren der Startschuss für Terror, Mord und Entführungen, die 28 Jahre lang die Republik in Atem halten sollten. Das zweistündige Feature von Peter Ochs lässt mit viel Originaltonaufnahmen, in Interviews mit Zeitzeugen und in Tondokumenten aus Rundfunk und Fernsehen die bleiernen Jahre des deutschen Herbstes noch einmal lebendig werden. Die erste Folge beschäftigt sich mit der Zeit vom Frankfurter Kaufhausbrand im Jahr 1968 und der Gründung der RAF 1970 bis ins Jahr 1972, in dem die gesamte erste Generation der RAF in Haft saß.

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  • 04.07.2021
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    53:29
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    Küstenerosion am Mittelmeer – Strandurlaub bald ohne Strand?

    Wie Misswirtschaft, Profitgier und der Klimawandel ein Ökosystem bedrohenViele Touristen wollen ein Hotel mit Meerblick. Länder wie Griechenland, Spanien oder Italien bieten es ihnen - und haben ihre Küsten teils massiv verbaut. Beton und Zement unterbrechen aber die natürliche Regeneration der Sandstrände. Und sie beschleunigen deren Erosion, wie auch der steigende Meeresspiegel und die Winterstürme. Wie können die Sandstrände und mit ihnen der Tourismus am Mittelmeer gerettet werden? Geologen und Umweltwissenschaftler suchen nach innovativen Ansätzen beim Küstenmanagement. Brigitte Kramer hat in Italien, Spanien und Griechenland recherchiert, wie Misswirtschaft, Profitgier und die Klimakrise ein Ökosystem bedrohen.

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  • 13.06.2021
    0 MB
    51:15
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    Die Geschichte der Roten Armee Fraktion - Teil 2

    Vor mehr als 50 Jahren legten Gudrun Ensslin und Andreas Baader Bomben in zwei Frankfurter Kaufhäusern. Die Detonationen waren der Startschuss für Terror, Mord und Entführungen, die 28 Jahre lang die Republik in Atem halten sollten. Das zweistündige Feature von Peter Ochs lässt mit viel Originaltonaufnahmen, in Interviews mit Zeitzeugen und in Tondokumenten aus Rundfunk und Fernsehen die bleiernen Jahre des deutschen Herbstes noch einmal lebendig werden. In diesem zweiten Teil erzählt Autor Peter Ochs die Geschichte der RAF bis zu deren offiziellen Auflösung im Jahr 1998 und die weitere Aufarbeitung ihrer Verbrechen. Dabei erinnert er mit vielen Originaltönen an die Versuche der RAF, die Gefangenen freizupressen, den Prozess in Stuttgart Stammheim, die Entführung der Lufthansamaschine Landshut, die Diskussionen um den Tod der RAF-Häftlinge und die vielen bis heute zum Teil unaufgeklärten Morde durch Mitglieder der RAF.

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