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hr2 Der Tag

hr2-kultur | Der Tag - Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert.

Alle Folgen

  • 30.06.2022
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    53:00
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    Schön wars gewesen – Abschied von der alten Weltordnung

    Früher war die Weltordnung ganz einfach: West gegen Ost, Nato gegen Warschauer Pakt. Das Gleichgeweicht des Schreckens funktionierte bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Nach einer kurzen naiven Hoffnung auf eine "Friedensdividende", auf eine bessere und friedlichere Welt für alle, ist plötzlich die Nato so gefordert wie nie zuvor. Der Krieg in der Ukraine führt uns brutal in eine neue Welt-Unordnung: Moskau ist der Feind, gegen den es sich zu schützen gilt. So hat die Nato jetzt beschlossen, ihre schnelle Eingreiftruppe massiv aufzustocken und die Ostflanke zu stärken. Auch die Bundeswehr wird sich daran beteiligen. Doch was kommt nach dieser militärischen Auseinandersetzung? Die künftige Rolle der USA in der Weltpolitik ist ebenso unklar wie die Chinas. Erwachen wir nun aus einer "transatlantischen Illusion"? Und wie könnte eine neue Weltordnung aussehen?

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  • 29.06.2022
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    52:03
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    Weder Vitali noch vital: Deep Fake - ein echtes Problem!

    Bei Anruf Vitali? Von wegen! Es war mitnichten ihr Kiewer Amtskollege Vitali Klitschko, mit dem Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sich unlängst per Videoschalte verbunden wähnte. Das hat Klitschko selbst inzwischen klargestellt. Und der "Regierenden" war es schon während der Schalte immer klarer geworden. Also: Schnell geschaltet, schnell abgeschaltet, und damit war das akute Problem erst mal gelöst. Aber es bleibt die Sorge, wer - oder besser was - tatsächlich in der Gestalt von Vitali Klitschko steckte. Uns so täuschend echt etwas vorzugaukeln, das vermag wohl nur eine Künstliche Intelligenz. Aber hinter der steckt dann natürlich erst recht eine künstlerisch veranlagte menschliche Intelligenz. "Deep Fake" heißt die Methode, und wer sie sich zunutze macht, kann in Politik und Gesellschaft erheblichen Schaden anrichten. Denn je realistischer die Täuschung, desto realer die Gefahr.

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  • 28.06.2022
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    53:52
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    Laut, eng, teuer – Was macht Städte lebenswert?

    Jubel in Wien, Stolz in Frankfurt nach der Präsentation des neuen "Global Liveability Index", der jährlich vom britischen Economist erhoben wird. Demnach ist Wien die lebenswerteste Stadt der Welt, und Frankfurt folgt in dieser illustren internationalen Rangfolge schon auf Platz sieben! Die einzige deutsche Stadt in den internationalen Top Ten. Auch Hamburg und Düsseldorf konnten sich in der Hitliste der lebenswerten Städte verbessern. Doch wie genau entsteht überhaupt so eine Rangfolge? Nach welchen Kriterien wird sie ermittelt? Und warum ziehen trotzdem immer mehr Menschen von der Stadt aufs Land? Was nutzt eine hohe Lebensqualität, wenn man die Miete in der Stadt schlicht nicht mehr bezahlen kann?

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  • 27.06.2022
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    51:46
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    Von Triebwerken und Treibhausgasen - Hat Fliegen eine Zukunft?

    Die ersten Sommerferien des Jahres haben begonnen - in unserem bevölkerungsreichsten Bundesland NRW - und am Flughafen Düsseldorf stehen sich Massen von Menschen die Füße platt, weil sie endlich mal wieder den Urlaub fliegen wollen. Aber auch wenn Corona uns dafür wieder etwas Luft verschafft - eine noch schlechtere Luft über den Wolken können wir uns bei fortschreitendem Klimawandel nicht länger leisten. Nicht ohne Grund beschäftigt sich die Internationale Luftfahrtbranche mit "nachhaltigem Fliegen", mit klimafreundlichen Motoren und Treibstoffen. Und das Gleiche tun auch die Politisch-Verantwortlichen in der EU-Hauptstadt Brüssel. Aber drehen sie und wir alle damit nicht völlig sinnlose Schleifen, mit denen wir kostbare Zeit verbrauchen und eine Bruchlandung am Ende nicht verhindern, sondern nur verzögern können? Sollten wir lieber gleich runter auf den Boden der Tatsachen - und dann dort bleiben, anstatt immer wieder in die Luft zu gehen?

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  • 23.06.2022
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    54:21
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    Es ist noch Wasser da - Wie lange noch?

    Es ist heiß bei uns, und am vorigen Wochenende wurde bereits die 36-Grad-Marke geknackt. Dabei haben wir doch Juni! Alle lechzen nun nach Frische, nach Abkühlung, nach Wasser: Die Pflanzen, die Tiere, die Menschen. Bloß: je heißer es wird, desto knapper wird das Wasser. Und das Verrückte ist: genau in dem Moment, in dem wir mit der Ressource schonend umgehen sollten, verbrauchen wir umso mehr davon: Um mehrmals am Tag zu duschen oder um den Rasen zu sprengen. Wasser mit der magischen Formel H2O - zwei Wasser-Stoff-Atome, eins aus Sauerstoff - ist der Quell allen Lebens. Aber Wasser ist endlich. Nicht nur im heißen Afrika, sondern auch hier bei uns, im eigentlich vergleichsweise feuchten Deutschland, dem Land der Talsperren und des Nieselregens. Dennoch gehen wir gefährlich leichtfertig mit den kostbaren Tropfen um. So dass manche Städte nun schon wieder das Wasser-Sparen vorschreiben - oder: vorschreiben müssen. Manchmal helfen eben erst Verbote. Wie finden wir den richtigen Umgang mit der Ressource Wasser? Und: Welche Strategien gibt es gegen die Wasser-Knappheit?

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  • 22.06.2022
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    50:50
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    Beste Nebenrolle? Deutschland auf der Weltbühne

    Ein paar Tage bevor der G7-Gipfel unter deutscher Präsidentschaft im bayerischen Schloss Elmau beginnt, schaut die Welt umso konzentrierter auf Olaf Scholz. Denn der Kanzler hat zur Zeit die oberste Führungsrolle im Kreise der sieben wichtigen Industrienationen inne. Kann er das? Bei allen Diskussionen über seine roboterhafte Kommunikation und seine - je nach Auslegung - Zögerlichkeit oder Besonnenheit, was Deutschlands Haltung zur Ukraine und zu Russland angeht, scheint die von Scholz beschworene Zeitenwende auf der Strecke zu bleiben. Das gleiche gilt für die Umfragewerte seiner SPD, die Grünen haben die Kanzlerpartei zeitweise überholt, auch, weil Baerbock und Habeck klarer kommunizieren, innen- wie außenpolitisch. Kann Scholz also nicht nur Deutschland, sondern auch die wichtigen Industrienationen führen? Oder bleibt er auf dieser Bühne ein Nebendarsteller?

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  • 21.06.2022
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    52:40
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    Lange Tage, kurze Nächte – Der Schlaf in der Sommerpause

    Mehr als 16 Stunden Tageslicht - am 21. Juni ist der längste Tag des Jahres: Sommersonnenwende. Da bleibt nicht viel von der Nacht. Wer will sich schon schlafen legen, wenn es draußen noch hell und warm ist? Schlaf hat in unserer Gesellschaft merkwürdigerweise keinen großen Stellenwert, auch wenn wir uns oft gegenseitig fragen, ob wir denn gut geschlafen haben. Wir geben viel Geld aus für gute Matratzen und Einschlafmittelchen bezeichnen aber Menschen, die wenig auf die Reihe kriegen, als "Schlafmützen“. Wer wenig schläft und viel arbeitet, der genießt großes Ansehen. Nach dem Motto: Das Leben ist zu kurz, als dass man es halb verschlafen sollte. Aber können wir wirklich hellwach sein, ohne ausreichend geschlafen zu haben?

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  • 20.06.2022
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    53:52
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    Ab in die Mitte! Die Rückkehr des politischen Mainstreams

    Ja, Emmanuel Macron ist nach wie vor Präsident von Frankreich. Und nein - die gestrige Parlamentswahl war nun wirklich kein strahlender Tag für ihn und seine Partei. Die Franzosen haben Macrons Politik hart abgestraft, die absolute Mehrheit im Parlament verfehlt er bei weitem. Dafür holen die Parteien am rechten und linken Rand teils historische Werte. Wie steht es 2022 um die Populisten links und rechts in Europa? Erstarken sie langsam, aber sicher? Oder scheitern sie an den Grenzen des politischen Mainstreams und der europäischen Mehrheitsgesellschaft? Matteo Salvinis Stern in Italien sinkt. Die FPÖ in Österreich ist geschwächt von Skandalen. Die AfD in Deutschland hofft immer wieder auf den Durchbruch zur Macht, liegt dann aber wie zuletzt bei den sächsischen Kommunalwahlen hinter den Kräften der Mitte. Haben die Wählerinnen und Wähler den Protest langsam satt und orientieren sich zum Mainstream zurück? Oder geschieht gerade das Gegenteil, wie die Wahl in Frankreich zeigt?

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  • 15.06.2022
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    53:19
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    KunstKonzepteKollektive - documenta fifteen

    Die documenta in Kassel ist eine der wichtigsten Kunstausstellungen der Welt. Alle fünf Jahre wird hier mit wechselnden Kuratoren präsentiert, was die zeitgenössische Kunst bewegt. Doch in diesem Jahr ist alles anders. Anstatt einem gibt es neun bis zehn Kuratoren. Das Künstlerkollektiv ruangrupa, zu Deutsch "Kunstraum“, setzt weniger auf bekannte Namen als auf politische Konzepte in der Kunst. Sie suchen ein "anders geartetes, gemeinschaftlich ausgerichtetes Modell der Ressourcennutzung - ökonomisch, aber auch im Hinblick auf Ideen, Wissen, Programme und Innovationen.“ Damit wird die documenta von einem Ausstellungsort zu einem interdisziplinären Netzwerk. Wo bleibt denn da die Kunst?

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  • 14.06.2022
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    54:03
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    Ökologisch, tierlieb und effizient? Die Zukunftsbauern

    Beim diesjährigen Bauerntag wird es wieder deutlich: Die deutschen Landwirte stehen unter enormem Druck und das bekommen wir alle zu spüren. Die gestiegenen Energiepreise sind nicht wegzudiskutieren, belasten die Lebensmittelproduktion und damit wird das Essen für uns alle teurer. Ohnehin sind die Preise hoch, weil der Lebensmittelmarkt sich seit dem Ukraine-Krieg weltweit stark verändert hat. Ist da noch Raum für neue Konzepte wegen des Klimawandels, für ökologischen Pflanzenschutz oder für etwas mehr Tierwohl? Wie sieht die Landwirtschaft der Zukunft aus?

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  • 13.06.2022
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    54:41
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    Künstliche Intelligenz – die Antwort auf fast alles?

    Bildung, Mobilität, Gesundheit oder Klima - die Zukunft bietet sehr unterschiedliche Herausforderungen und Probleme. Eines aber haben sie gemeinsam: wir erwarten Lösungen nicht zuletzt von künstlicher Intelligenz. Nicht zu Unrecht, wie es scheint. Autonom fahrende Autos, Diagnose- und Pflegeroboter, automatische Übersetzungen und Sprachprogramme nutzen wir schon, oder werden sie in absehbarer Zeit nutzen. Maschinen nehmen uns nicht nur das Rechnen und Sortieren von Daten ab, sie lernen und treffen Entscheidungen. Aber sind es die richtigen? Mit den Hoffnungen in die Künstliche Intelligenz wächst die Skepsis. Algorithmen, die entscheiden sollen, wer ein guter Bewerber ist oder wer sich verdächtig bewegt, versagen schlicht oder diskriminieren Menschen. Künstliche Intelligenz scheint vor allem von komplexen politischen und sozialen Problemen überfordert. Aber vielleicht kennen wir sie nur nicht gut genug?

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  • 09.06.2022
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    53:28
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    Von Rettern und Richtern – Flucht übers Mittelmeer

    Kann Seenotrettung ein Verbrechen sein? Gegen vier deutsche Besatzungsmitglieder des Schiffes "Iuventa" ist vor einem italienischen Gericht Anklage erhoben worden, ein Strafprozess und lange Haftstrafen wären möglich. Ein weiteres italienisches Gericht befasst sich mit der Behauptung des rechtspopulistischen Politikers Matteo Salvini: Darf er der deutschen Kapitänin Carola Rackete und anderen privaten Seenotrettern unterstellen, dass sie mit kriminellen Schleuserbanden im Mittelmeer kooperieren, dass sie gar ein Teil des Menschenhandels sind? Unterdessen geht die Flucht über das Meer weiter, kaum noch beachtet von der Weltöffentlichkeit, der Krieg in der Ukraine lenkt von diesem Thema ab. Und Frontex? Die EU-Grenzschutzorganisation hat sich nachweislich an illegalen "Pushbacks" von Geflüchteten beteiligt. Nach der Veröffentlichung der Recherchen trat Frontex-Chef Leggeri zurück - aber hat sich an der Praxis wirklich was geändert, geschweige denn an der ausweglosen Situation der Geflüchteten?

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  • 08.06.2022
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    53:39
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    Ansichten eines Clowns - wie Boris Johnson Großbritannien regiert

    Gar nicht mal so einfach, den britischen Premier Boris Johnson loszuwerden. Dem Tory-Politiker sind zwar in den letzten drei Jahren diverse Lügen nachgewiesen worden. Auf seine Rechnung geht auch ein zunächst katastrophales Corona-Management. Noch immer stauen sich die LKW in Calais, auch wenn kaum noch einer darüber berichtet. Die Folgen des Brexit sind spürbar, die Preise explodieren, Großbritannien steht kurz vor einer Rezession. Aber das alles hat Johnson ausgesessen. Bis dann auch noch berüchtigte Partys in 10 Downing Street ans Tageslicht kamen - minuziös aufgelistet im so genannten Grey Report. Demnach hat Johnson zumindest von exzessiven Feiern gewusst, bei denen viel Alkohol floss, bei denen Reinigungs-Kräfte angepöbelt wurden und Erbrochenes von den Wänden wischen mussten - das alles mitten im Lockdown, während sich Angehörige von Sterbenden auf den Corona-Stationen nicht verbschieden durften. Da reichte es nun vielen - auch in seiner eigenen, konservativen Partei. Sie strengten ein Misstrauens-Votum an, gegen den Partei-Führer. Aber auch das hat Boris Johnson überstanden. Wie macht er das bloß?

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  • 07.06.2022
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    53:05
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    Für 9 Euro hin und zurück – Das Mobilitätsexperiment

    Seit dem 1. Juni läuft in Deutschland ein Verkehrsexperiment. Die Nachfrage nach dem 9-Euro-Ticket ist riesig und auch der Tankrabatt kommt gut an, wie sich in den ersten Tagen gezeigt hat. Das 9-Euro-Ticket entlastet die inflationsgeplagten Bürger zwar kurzfristig, aber was kommt danach? Eine Blaupause für eine nachhaltige Verkehrswende wie die Grünen erhoffen, ist es wohl eher nicht. Denn für einen Massenansturm ist der ÖPNV nicht gerüstet, es fehlt am Ausbau der Kapazitäten. Und Berufs-Pendlern wird der Umstieg vom Auto auf die überfüllte und unpünktliche Bahn durch den zeitgleichen Rabatt an der Tankstelle auch nicht besonders schmackhaft gemacht. Welche Subventionen sind also überhaupt sinnvoll und kann der Staat sie sich auf Dauer leisten?

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  • 02.06.2022
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    54:58
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    Patient Planet – Was hilft gegen die nachhaltige Vermüllung?

    Vor 50 Jahren gab es die erste UN Umweltkonferenz. Das wird nun unter dem Motto "Ein gesunder Planet für alle" in Stockholm gefeiert und es wird Bilanz gezogen. Diese Bilanz könnte den Anwesenden allerdings die Feierlaune vermiesen. Denn in den letzten 50 Jahren hat sich die Situation verschärft. Die Weltbevölkerung ist massiv angewachsen, es wird immer mehr Raubbau an der Natur betrieben, in den Meeren schwimmen immer weniger Fische aber umso mehr Plastikabfälle, das Artensterben ist in vollem Gange. Wird zu viel geredet und zu wenig gehandelt? Was bringen die Umweltkonferenzen und was tut Deutschland um weniger Müll zu produzieren und mehr zu recyclen? Wir schauen auf altbekannte Probleme und neue Lösungsansätze.

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  • 01.06.2022
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    53:29
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    Alles Latte? Die große Milchmüdigkeit

    Noch nie haben die Deutschen so wenig Milch konsumiert wie letztes Jahr. Zwar geht der Pro-Kopf-Verbrauch seit langem kontinuierlich zurück, aber besonders stark war dieser Rückgang in den letzten 5 Jahren. Ein Grund dafür ist der Boom von Milchalternativen wie Hafermilch, Sojamilch oder Kokosmilch. Ein anderer ist, dass viele heute wissen, dass Milch längst nicht so gesund ist, wie man lange gedacht hat. Und immer mehr argumentieren mit dem Tierwohl und den Qualen der dauergeschwängerten Milchkühe. Aber was ist an diesen Argumenten dran? Ist Pflanzenmilch gesünder? Gibt es wirklich eine Milch-Lobby? Und was macht das alles mit den Milchbauern, deren Existenz ohnehin schon schwierig ist? Glückliche Kühe, die hochwertige Milch geben - existiert dieses Bild tatsächlich nur noch als Werbung auf Joghurtbechern?

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  • 31.05.2022
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    53:56
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    Gut im Abgang – Wie Nachfolge gelingt

    Hessen bekommt gerade einen neuen Ministerpräsidenten. Boris Rhein folgt Volker Bouffier (die Wahl im Landtag vorausgesetzt) mitten in der Legislatur. Das ist ein beliebtes Mittel um den Nachfolger vor den nächsten Wahlen zu etablieren. So lief es auch schon von Roland Koch zu Bouffier - erfolgreiche Übergänge zum Nachfolger kann die hessische CDU offenbar. Andere tun sich viel schwerer - ein misslungener Generationswechsel kann ganze Parteien weit zurück werfen, nicht nur in den Bundesländern. Wie organisiert man eine gute politische Nachfolge? Und wie kann die Opposition so einen Übergang für sich nutzen? "Der Tag" über den richtigen Zeitpunkt für den Machtwechsel.

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  • 30.05.2022
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    52:51
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    Aus dem Blick – Afghanistan unter den Taliban

    Afghanistan ist wieder fest im Griff der Taliban, seitdem im vergangenen Jahr die NATO-Truppen abgezogen sind. Die Taliban führten die islamische Gesetzgebung der Scharia ein, errichteten ein "Islamisches Emirat", die Frauenrechte wurden massiv eingeschränkt. Es gilt die Burkapflicht. Frauen müssen sich in der Öffentlichkeit verschleiern, auch TV-Moderatorinnen müssen mit Ausnahme der Augen ihr Gesicht vollständig bedecken. Die Macht der Taliban bedeutet für große Teile der Bevölkerung Armut und Hunger. Viele Ortskräfte westlicher Organisationen fürchten um ihr Leben. Afghanistan ist auf dem Weg, ein totalitärer Gottesstaat zu werden: Kann die Welt es sich leisten wegzuschauen?

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  • 25.05.2022
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    52:51
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    Dein Bauch gehört uns! Abtreibung als Machtfrage

    Seit 1973 haben Frauen in den USA unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, selbst darüber zu entscheiden, ob sie ein Kind austragen möchten oder nicht. Doch der inzwischen konservativ besetzte Supreme Court will dieses Recht wahrscheinlich im Juni kippen: Es sei von Anfang an "ein tragischer Fehler" gewesen. Damit geht ein Kulturkampf in eine neue Runde, was weltweite Folgen haben kann. In Afrika wächst der Einfluss evangelikaler Christen, und ein Verbot der Abtreibung würde Frauen, die sich keine teure private Klinik leisten können, dazu bringen, in den Händen von unseriösen "Engelmacherinnen“ ihr Leben zu riskieren. Und auch in Europa spitzt sich die Auseinandersetzung zu. In Polen ist ein Schwangerschaftsabbruch nur noch nach einer Vergewaltigung erlaubt oder wenn die Gesundheit der Frau in Gefahr ist. Ähnlich in Malta. Und in Deutschland? Hier ist Abtreibung nicht legal aber straffrei nach Beratung. Mit der Abschaffung des so genannten Werbeverbots für Abtreibungsärzte ist es theoretisch wieder leichter, diese Beratung zu finden - allerdings bieten aus Sorge vor hohen Strafen viele Praxen keine Abtreibung mehr an, so dass es für Frauen in Entscheidungsnot schwerer geworden ist, Hilfe zu finden

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  • 25.05.2022
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    51:38
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    Betreute Wildnis - Nationalparks unter Druck

    Die Natur vor dem Einfluss der Menschen schützen, damit die Menschen von ihr lernen und sie genießen können - in diesem Spannungsfeld existieren die Nationalparks der Welt von Anbeginn an. Der erste, der Yellowstone Nationalpark, wurde 1872 gegründet. Seitdem am 24. Mai 1909 in Schweden die ersten europäischen Nationalparks ausgewiesen wurden, wird an diesem Tag auf die Bedeutung dieser Schutzgebiete hingewiesen. Hier gibt es keine Nützlinge und Schädlinge, keine guten oder schlechten Entwicklungen. Das Erleben dieser Werkstatt der Natur, einer vom Menschen nicht gesteuerten und gelenkten Landschaft, kann die Augen öffnen. Nur werden diese Schutzgebiete seit jeher auch kritisch gesehen. Wo sind die Grenzen touristischer Erschließung? Und wie können die Interessen des Naturschutzes mit dem der Anrainer in Einklang gebracht werden?

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  • 23.05.2022
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    53:36
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    Streit statt Stärke - Finnland, Schweden und die Nato

    "Es gibt ein Vor und ein Nach dem 24. Februar". Das hat Schwedens Ministerpräsidentin Magdalena Andersson gesagt. Und tatsächlich bedeutet der russische Angriff auf die Ukraine nicht nur für das Land selbst eine Zäsur, sondern auch für Europa und die Nato. Doch anstatt die Nato durch die Ukraine-Invasion von den Grenzen Russlands zurückzudrängen, hat der russische Präsident Wladimir Putin genau das Gegenteil erreicht. Nach dem Beitritt Schwedens und Finnlands wird die Nato noch näher an Russland heranrücken. Und indem das westliche Verteidigungsbündnis wächst und sich wappnet, könnte es stärker und einiger werden. Tatsächlich aber nutzen nun einige Nato-Mitglieder den Beitrittswunsch der Nordländer, um den Preis in die Höhe zu treiben, um für sich selbst etwas heraus zu handeln. "Basar-Mentalität" nennt das der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn. Und Wladimir Putin kann es nur recht sein, wenn Quertreiber innerhalb der Nato von der neuen Einigkeit des Westens nicht mehr viel übriglassen.

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  • 19.05.2022
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    51:22
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    Regieren ist Mist? Die traurige Ernte der FDP

    Ob Christian Lindner in diesen Tagen an seinen berühmten Satz zurückdenkt? "Es ist besser nicht zu regieren, als falsch zu regieren", hatte er vor Jahren zum Besten gegeben, sich dann aber - nach der vorigen Bundestagswahl - doch noch die Müntefering-Doktrin zu eigen gemacht, die da lautet: "Opposition ist Mist". Nun aber wird Lindner von seinen ursprünglichen Worten eingeholt. Denn bei den jüngsten Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein ist es für die FDP geradezu miserabel gelaufen. Und ausgerechnet in diesen beiden Ländern haben Lindners Liberale mitregiert, so wie seit ein paar Monaten auch im Bund. Das eine hat ihnen nichts genutzt und das andere womöglich sogar geschadet. Denn als Finanzminister schuld zu sein an neuen Schulden, diese Freiheit darf sich gerade ein Liberaler um keinen Preis nehmen. Müssen Lindner und seine FDP also gerade feststellen, dass auch Minister-sein Mist sein kann?

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  • 18.05.2022
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    52:36
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    Der Wohlstand sinkt. Gut so?

    Egal, ob Butter, Benzin oder Brokkoli - unser Leben ist teurer geworden. In Zahlen: Inflationsrate 7,4%. Der Wohlstand wird sinken, das ist klar. In den Worten von Bundesfinanzminister Lindner: "Der Ukrainekrieg macht uns alle ärmer" und die Energiewende werde "rumpelig" fügt Bundeswirtschaftsminister Habeck hinzu. Aber was heißt das, wenn der Wohlstand sinkt? Ist es das, was wir brauchen, um im Sinne der Klimawende endlich umzudenken? Oder ist diese Denkweise nur eine Verharmlosungs-Rhetorik für die gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung? Schon jetzt zählt jede fünfte erwerbstätige Person in Deutschland zu den Geringverdienenden. Für viele Menschen bedeutet "sinkender Wohlstand" schlichtweg Armut. Wer braucht eigentlich wie viel Wohlstand? Was ist Wohlstand überhaupt, kann man ihn messen? Und hängt er zwingend mit Wohlfühlen und Wohlergehen zusammen?

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  • 17.05.2022
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    52:33
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    Alle Länder gegen Putin – Alle? Nein!

    "Der Westen" macht Front gegen Putin. So geschlossen wie noch nie. Aber "der Westen" ist nur ein Teil der Welt. Und anderswo gibt es durchaus Regierungen, die für Liebesgrüße aus Moskau empfänglich sein könnten. Weil sie Russland dankbar sind für erwiesene Dienste. Weil sie Russland brauchen im Kampf gegen andere. Weil Russland ein alter Freund oder der Feind ihrer Feinde ist. Und so schweifen nun (je nach Lage und Lager) hoffungsvolle oder argwöhnische Blicke nach Indien und in die Karibik, nach Serbien und Südafrika. Wer wird alle diese Länder am Ende um sich scharen? Welche neuen Blöcke werden sich bilden? Und welche neuen Fronten könnten dadurch entstehen?

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  • 16.05.2022
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    51:24
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    Ohne Gehen läuft nichts!

    Wenn wir einen Fuß vor den anderen setzen und dann einen Schritt nach dem anderen tun, dann gehen wir. Aber das Gehen ist mehr ist als nur eine Bewegung von A nach B. Das Gehen kann auch unserem Denken Beine machen. Die Philosophen einer berühmten Schule der Antike, die Peripatetiker, errichteten ihre Gedankengebäude, indem sie gemeinsam auf und ab gingen. Und auch mit so manchem politischen Anliegen wäre es nie vorangegangen, wenn nicht ganze Menschenmassen einfach losgegangen wären - auf Demonstrationszügen und Protestmärschen. Vom "womens´s march" bis hin zu "fridays for future". So wundert es nicht, dass die Schirn Kunsthalle in Frankfurt noch bis zum 22. Mai in einer Ausstellung sehr ausführlich auf das Gehen eingeht. Sie heißt: "Walk!", und sie beschreibt den Akt des Gehens als gesellschaftliches Phänomen im 21. Jahrhundert.

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  • 12.05.2022
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    52:30
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    Das Wasser bis zum Hals - Haben Inseln eine Zukunft?

    Es ist für viele ein Traum: Leben auf einer einsamen Insel. Weg vom hektischen Alltag, Strand und Sonne, nur die Weite und das Meer. Allerdings können nur sehr wenige diesen Traum verwirklichen und einsame Inseln gibt es auch nicht so viele. Stattdessen haben die deutschen Inseln mit einem steigenden Ansturm von Reisenden zu kämpfen, Wohnraum wird für Einheimische unerschwinglich und der Klimawandel und die Stürme nagen an den Stränden. Bei der Inselkonferenz auf Rügen wollen Fachleute und Politiker nun gemeinsam nach Lösungen suchen. Nachhaltiger sollen die deutschen Inseln und Halligen werden, im Tourismus, im Verkehr und der Energiegewinnung. Sind die deutschen Inseln noch zu retten?

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  • 11.05.2022
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    52:02
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    Kirche, Krieg und Frieden

    Papst Franziskus bietet sich als Vermittler an, doch "Vladimir Putin geht nicht ans Telefon" sagt der Pontifex in einem Interview, in dem er auch die Nato für ihr "Bellen an Russlands Tür" kritisiert. Empörung im Westen war die Folge. Ganz anders der Tonfall des Patriarchen der russisch-orthodoxen Kirche: Für Kyrill ist Putins Feldzug ein "metaphysischer Kampf der Guten gegen das Böse". Daraufhin sagt Franziskus ein Treffen der beiden Oberhirten ab, Kyrill dürfe sich nicht zum "Messdiener Putins" machen. Währenddessen beten Christen auf der ganzen Welt für den Frieden in der Ukraine. Was kann Kirche im Krieg bewegen? Kann sie ein Vermittler sein? Nach einer blutigen Geschichte der Kreuzzüge?

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  • 10.05.2022
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    53:11
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    Sanktioniert und umworben – Wo Milliardäre ihr Geld parken

    "Geld stinkt nicht." Mag sein. Aber es gibt Leute, die "vor Geld stinken". Nicht nur, weil sie Milliarden davon haben. Sondern auch, weil sie überaus anrüchige Geschäfte damit betreiben. Und das nicht nur in ihrem Heimatland: Am Strand von Dubai und im Schnee der Schweizer Alpen tummeln sich zahlreiche russische Oligarchen, bislang quasi ungehindert. Aber seit Beginn des Ukraine-Kriegs und der westlichen Sanktionen gegen russische Machthaber müssen sie mächtig ackern, um ihre Schäfchen ins Trockene und vor westlichen Behörden in Sicherheit zu bringen. Wie mächtig sind russische Oligarchen? Welchen politischen Einfluss haben sie - nicht nur weltweit, sondern gerade auch auf ihren entfesselten Präsidenten daheim? Wie ticken Oligarchen, und wie ticken überhaupt die Reichsten dieser Welt? Unter welchen Umständen sind sie bereit, ihr Geld und ihre Macht nicht nur für sich selbst einzusetzen? Und was für Paradiesvögel sind eigentlich Milliardäre, die allen Ernstes eine Vermögenssteuer fordern?

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  • 09.05.2022
    0 MB
    52:18
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    Kiel holen: Die Schleswig-Holstein-Wahl und ihre Folgen

    In diesem Jahr sind in vier Bundesländern Landtagswahlen. Den Anfang hat im März das Saarland gemacht. Dort gab es einen Machtwechsel: Die CDU stürzte ab und die SPD gewann die absolute Mehrheit. Nun regiert Anke Rehlinger im Saarland, in der Opposition sitzen nur CDU und AfD. Linke, Grüne und FDP scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde. In Schleswig-Holstein hat nun die CDU klar gewonnen. Mit rund 43 Prozent der Stimmen hat sie das beste Wahlergebnis seit langem erzielt. Ministerpräsident Daniel Günther kann sich aussuchen, mit wem er in Zukunft koalieren will. Auch die Grünen stehen im Heimatland von Robert Habeck gut da, sie haben das zweitbeste Ergebnis und konnten erstmals Direktmandate im Land gewinnen. Die SPD dagegen ist abgestürzt. Und die AfD nicht mehr im Landtag vertreten. Was ist das Besondere an Schleswig-Holstein? Und was bedeutet das Ergebnis für die anderen Landtagswahlen und für die Ampelkoalition in Berlin?

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  • 05.05.2022
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    Männlich, weiblich, oder..... Das Ende der scheinbaren Übersichtlichkeit

    Es nervt! Alle Jahre wieder wird bestätigt: Frauen verdienen weniger, finden sich seltener in Top-Jobs, sind häufiger Opfer von Gewalt und und und. Auch wenn seit Jahrzehnten die dahinterstehenden strukturellen Ursachen bekannt sind und schon einiges passiert ist: die Geschlechterungerechtigkeit zwischen Frau und Mann bleibt. Aber jetzt kommt Bewegung in die Sache. Die Kategorie "Geschlecht“ selbst wird zum Gegenstand von Veränderung. Immer offener sprechen Menschen davon, wenn sie sich nicht mit der ihnen angeborenen Geschlechtszugehörigkeit wohl fühlen, wechseln vielleicht sogar von Frau zu Mann oder umgekehrt. Und zu den Labels "männlich“ oder "weiblich“ hat sich "non-binär“ gesellt. Non-binäre Personen sehen sich außerhalb der binären Geschlechterordnung. Neuerdings werden sie zum Beispiel im Missy-Magazine auch mit einem eigenen Pronomen angesprochen, "dey“. Ist die Kategorie "Geschlecht“ bald überflüssig? Und wäre damit auch gleich jegliche geschlechtsbezogene Benachteiligung beseitigt? Praktisch wärs ja.

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  • 04.05.2022
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    52:10
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    Erklärs mir! Wie man Wissenschaft unter die Leute bringt

    Noch nie haben Virologen, Epidemiologen und Infektiologen eine so große Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Politik gespielt wie während der Pandemie. Aber die Erwartungen an die Wissenschaft konnten nicht unbedingt erfüllt werden. Die Hoffnung, allgemeingültige Gewissheiten geliefert zu bekommen, die quasi in Handlungsanweisungen für die Politik münden, musste wohl enttäuscht werden. Das ist eben nicht das, was Wissenschaft leisten kann. Mit einem sich stetig verändernden Erkenntnisprozess können aber viele nicht Schritt halten und fühlen sich dann von Experten des Establishments bevormundet. Auch führen Fakten zu ganz verschiedenen Interpretationen. Und: Wir neigen dazu, Nachrichten unterbewusst so auswählen, dass sie unsere vorgefassten Meinungen bestätigen. Wie also kann Wissenschaft so kommunizieren, dass sie die Menschen erreicht?

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  • 03.05.2022
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    52:28
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    Ein guter Jahrgang? Abi 22

    Es ist wieder soweit! Mut machende bunte Plakate prangen an den Eingangsportalen der Schulen. Mut brauchen die rund 20.000 hessischen Abiturienten und Abiturientinnen in diesem Jahr wie alle, die in Abschluss-Prüfungen gehen. Aber haben sie auch sonst alles, was sie brauchen? Zum dritten Mal wird ein "Corona-Abitur" abgelegt. Jahre mit unstetem Schulbetrieb liegen hinter diesem Jahrgang. Homeschooling, Wechselunterricht, digitaler Unterricht oder Unterrichtsausfall - wie kommen die Schüler und Schülerinnen, die in diesem Jahr die Schule abschließen, damit klar und wie treten sie aus der Schule heraus? Als Dünnbrettbohrer mit Wissenslücken und dem Label "Corona-Generation"? Oder gestählt durch die Flexibilität, die ihnen abverlangt wurde, und digital fit wie noch keine Generation vor ihnen?

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  • 02.05.2022
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    51:57
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    Milliardäre, Meinung, Macht - Was wird aus Twitter & Co?

    Elon Musk kauft Twitter. Der reichste Mann der Welt will eine der größten Kommunikationsplattformen der Welt kontrollieren, um der Demokratie, der freien Meinungsäußerung, der Menschheit etwas Gutes zu tun, wie er sagt. Jeff Bezos, der zweitreichste Mann der Welt besitzt die Washington Post, Bill Gates steht hinter dem Businessnetzwerk LinkedIn, Mark Zuckerberg steuert Facebook und Instagram. Was immer an Informationen, Einschätzungen und Meinungen von diesen Medien in die Welt gesetzt wird, kann diese Welt verändern. Das wissen nicht nur die Mächtigen in der Politik. Müssen wir also um die Meinungsfreiheit fürchten? Oder könnte es sogar ein Gewinn für die Meinungsbildung sein, wenn Elon Musk wie angekündigt manipulierende Bots und anonyme Accounts aus der Twitter-Welt verbannen will?

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  • 28.04.2022
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    52:44
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    Keine Waffen sind auch keine Lösung – das Dilemma des Ukraine-Kriegs

    Ohne Waffen kann man keinen Krieg beginnen. Aber kann man einen Krieg ohne Waffen beenden? Ja, man kann. Durch Diplomatie. Aber wenn genau das nicht funktioniert? Kann man einen Krieg dann immer noch ohne Waffen beenden? Ja, man kann. Aber nur zugunsten des Stärkeren, der mehr und bessere Waffen hat als der Schwächere. Aber wenn man genau das nicht will? Kommt man dann doch nicht umhin, Waffen zu liefern - z.B. an die Ukraine? Stück für Stück und Waffe für Waffe hat die Bundesregierung in den letzten Wochen ihre Position verändert und ihre Bereitschaft zu liefern erweitert: Von "gar keine Waffen" bis hin zu "schweren Waffen". Aber das moralische Dilemma bleibt - und wird noch angereichert durch ganz praktische Fragen, militärische und politische: Welche Waffen können dem Ukraine-Krieg noch die entscheidende Wendung geben? Und unter welchen Voraussetzungen? Werden Waffenlieferungen an die Ukraine den Krieg irgendwann eindämmen können? Oder sorgen gerade sie dafür, dass dieser Krieg noch weitere Kreise zieht und dann erst richtig eskaliert?

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  • 27.04.2022
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    52:25
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    Tut mir leid, Sorry, Pardon – Müssen wir alles verzeihen?

    Er habe sich "teilweise" auf Irrwegen befunden, erklärt der Sänger, der 2006 mit seinen Liedzeilen "Dieser Weg wird kein leichter sein" die Fußball-WM musikalisch untermalte. In einem kurzen Video spricht Xavier Naidoo nun davon, dass er mit "manchen" seiner Äußerungen und Verhaltensweisen "Menschen vor den Kopf gestoßen und verletzt" habe. Tatsächlich ist Naidoo seit langem durch rassistische und antisemitische Äußerungen aufgefallen, trat mit sogenannten Reichsbürgern auf und bezeichnete die Corona-Impfungen als "Gift". Vielleicht ist ihm der Schritt zu diesem Erklärvideo nicht leicht gefallen. Aber wollen wir Xavier Naidoo wirklich glauben, dass er jetzt auf einem guten Weg ist? Müssen wir ihn gar unterstützen, weil eine Chance auch für andere darin liegt, wenn er sich öffentlich distanziert? Oder braucht es dafür vielleicht doch einen anderen Schritt, eine richtige Bitte um Entschuldigung, in der er uns erklärt, was er mit "teilweise" eigentlich genau meint? Wann können wir verzeihen?

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  • 26.04.2022
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    52:23
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    Ein Ruck durchs Publikum? Macht und Ohnmacht politischer Reden

    "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen", rief heute vor genau 25 Jahren der damalige Bundespräsident Roman Herzog in seiner ersten "Berliner Rede". Am 26. April 1997, nach fast 15 Jahren Regierungszeit seines Parteifreunds Helmut Kohl, legte Herzog den Finger in die Wunde und mahnte dazu, den Reformstau aufzulösen. Nur: Hat seine "Ruck-Rede" mehr hervor gebracht als diesen Begriff? Was macht überhaupt die rhetorische Kraft und die politische Wirkung von Reden aus, die eine "Zeitenwende" nicht nur beschwören, sondern auch einleiten? Was muss passieren, damit eine politische Rede auf Anhieb zündet und danach nicht verpufft?

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  • 25.04.2022
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    52:09
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    Stark rechts? Frankreich hat gewählt

    Frankreich hat gewählt, Europa atmet auf. Mit deutlicher Mehrheit hat der französische Präsident Emmanuel Macron die Stichwahl gewonnen und tritt als erster französischer Präsident seit zwanzig Jahren ein zweites Mal die Präsidentschaft an. Aber nach dem Aufatmen bleiben die Sorgenfalten. Was bedeutet es für Frankreich, dass mehr als 40% der französischen Wählerschaft gerne eine rechtsextreme Europagegnerin als Präsidentin gehabt hätten? Kann Emmanuel Macron in den nächsten fünf Jahren diese gespaltene Gesellschaft hinter sich vereinen? Was, wenn sich diese Spaltung bei der Parlamentswahl im Juni niederschlagen und eine Mehrheit in der Nationalversammlung Macrons Kurs nicht mittragen würde? Die Wahl und die Folgen in Krisenzeiten - für Frankreich, Deutschland und Europa.

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  • 21.04.2022
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    52:56
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    96 Luftballons – Happy Birthday Queen Elisabeth

    Heute vor 96 Jahren wurde Elizabeth Alexandra Mary aus dem Hause Windsor in Mayfair, London geboren. Am 6. Februar 1952, also genau vor 70 Jahren und 75 Tagen bestieg sie den britischen Thron und ist damit das derzeit am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt.

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  • 20.04.2022
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    54:44
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    Mein Haus, mein Boot, mein E-Bike – das Fahrrad als Statussymbol

    Ein günstiges E-Bike? Unter 2000 Euro geht gar nichts, wenn man sich elektronisch unterstützt über Hügel und Berge bewegen will. Das Schloss dazu? Kann schon mal 300 Euro kosten. Bei den Preisen verwundert es nicht, dass das Fahrrad das neue Statussymbol der Besserverdiener geworden ist.

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  • 19.04.2022
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    55:45
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    Läuft so mit – Spitzenpolitiker und ihre Familien

    Wieviel Familie darf man sich in der Politik leisten? Sind Freiräume gegeben, oder hat die Familie prinzipiell zurückzustecken? Dann wären allerdings die ganzen schönen Bilder von Politikern in Elternzeit und stillenden Politikerinnen Augenwischerei.

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  • 14.04.2022
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    49:51
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    Unkraut, Dich mach‘ ich fertig! Der Garten als Schule des Lebens

    Es ist wieder soweit. In unseren Gärten treiben die Pflanzen aus und versuchen, schneller zu sein als die Konkurrenz. Wachstum ist ein Kampf um jeden Zentimeter Boden, nur die Stärksten überleben. Dieses Prinzip verstehen wir instinktiv. Es ist ja unser eigener Naturzustand, jedenfalls nach Meinung des englischen Philosophen und Staatstheoretikers Thomas Hobbes. Kein Zufall, dass die Briten lange vor dem Brexit begnadete Landschaftsgärtner wurden, die die Natur zu zähmen und zu formen verstanden. Von ihnen haben wir gelernt, dass im Garten Planung das halbe Leben ist. Dass wir Kompromisse mit fremden Arten und miesen Schädlingen schließen müssen, auch wenn es schwer fällt. Dass gezähmtes Wachstum Wille und Vorstellung ist, oft aber schief geht. Nur dem Übermenschen gelingt die perfekte Verfertigung des Gartens. Aber liegt nicht gerade im Ungezähmten die Schönheit? Wer in den Garten geht, muss sich jedenfalls selbst disziplinieren. Und den eigenen Naturzustand bekämpfen. Dann ist das Frühjahr erst richtig schön.(Wdh. 19.03.2019)

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  • 13.04.2022
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    53:21
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    Frische Wunden, alte Narben - Trauma und Krieg

    Rollende Panzer, explodierende Raketen, zerstörte Häuser. Wochenlang in Kellern verharren. Ermordete Menschen sehen. Krieg hinterlässt körperlichen Schmerz, Gefühle und Bilder, die tief ins Gedächtnis dringen. Wie lässt sich Unerträgliches verarbeiten?

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  • 12.04.2022
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    54:07
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    Weltunordnung? Das Versagen des Westens

    Spricht man über den Krieg in der Ukraine, so ist häufig vom Versagen des Westens die Rede. Und jetzt, da sich die Dinge nicht so entwickelt haben, wie man hoffte, ist das Zähneklappern groß. Wie konnte es soweit kommen? Gibt es den einen Weg überhaupt?

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  • 12.04.2022
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    53:53
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    Ausgehandtucht! - Das Ende des Massentourismus

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  • 08.04.2022
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    01:27
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    DER TAG präsentiert STUDIO KOMPLEX

    STUDIO KOMPLEX ist Show gewordener Journalismus. Anne-Katrin Eutin und David Ahlf präsentieren dir jede Woche eine relevante und manchmal sogar aktuelle Geschichte.

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  • 07.04.2022
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    52:14
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    Ford-Entwicklung am laufenden Band - Wie die Arbeitswelt immer wieder neu erfunden wird

    Henry Ford, benannt nach der gleichnamigen Automarke, gilt als "Erfinder" des Fließbands. Das setzte seinerzeit, vor mehr als 100 Jahren, eine gewaltige Umwälzung der industriellen Arbeits- und Produktionsprozesse in Gang. Mehr Work-Flow als am Fließband? Damals undenkbar! Ford, der schillernde Initiator dieser revolutionären Entwicklung, ist heute auf den Tag genau vor 75 Jahren gestorben. Aber das Arbeitsleben ist seitdem natürlich weitergegangen, mit vielen weiteren Umwälzungen im Laufe der Jahrzehnte bis hin zur heutigen Fabrik und erst recht auf dem Weg zur Fabrikation der Zukunft. Umwälzungen, die auch unsere Gedanken rotieren lassen sollten. Denn wie einst der "Fordismus" haben auch sie tiefgreifende Folgen für die Industrie, ihre Beschäftigten und für die Gesellschaft, in der wir alle leben.

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  • 06.04.2022
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    51:26
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    Wo bitte geht`s zum Frieden? Gespräche ohne Verhandlungsbasis

    Die einen greifen an mit aller Härte. Die anderen verteidigen sich mit allen Kräften. Und zugleich, während sie unvermindert weiter kämpfen - um den Besitz der Ukraine -, reden beide Seiten auch miteinander. Aber worüber? Wenn doch so gut wie jede Forderung unerfüllbar und so gut wie jedes Angebot unannehmbar ist? Wenn doch jeder Schusswechsel, jeder Rückzug und jede Eroberung die Ausgangslage verschiebt und aus Verhandlungsmasse Fakten schafft! Wenn doch schon so viele Vereinbarungen gebrochen und so schreckliche Kriegsverbrechen begangen worden sind! Der Satz "Wer redet, schießt nicht" war von Anfang an nicht wahr in diesem Krieg. Und was sollen sie bringen - solche Gespräche am "Katzentisch" des Schlachtfeldes? Frieden etwa?

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  • 05.04.2022
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    54:47
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    Gefunden vor 300 Jahren: Das Oster-Eiland

    Einsam und weit draußen vor der Küste Chiles, nicht mal doppelt so groß wie Sylt, liegt die Oster-Insel, Projektionsfläche für verklärte Südsee-Träume. Im Umkreis von 3000 Kilometern nur: der Stille Ozean. Aber hier, an einem der entlegensten Orte der Menschheit, gedieh in völliger Abgeschiedenheit eine Hochkultur, die ihresgleichen sucht. Mit ihren Moai-Figuren, die man sich bis heute nicht erklären kann, lockt die Insel mehr Reisende an, als sie und ihr Ökosystem aufnehmen können. Denn die Osterinsel steht auch für eine ökologische Dystopie, für die Beinahe-Ausrottung von Mensch und Natur, durch Raubbau, Krankheiten und Sklaverei.

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  • 04.04.2022
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    53:11
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    „Hier strotzt die Backe voller Saft“ - Die Ohrfeige

    Der Schmerz der Ohrfeige, das wusste schon Wilhelm Busch, reicht bis in den „tiefsten Seelenkern“. Ob mit der Faust oder der flachen Hand verabreicht, bei der Ohrfeige hat man es mit einer Demütigung zu tun. Es ist eine Handlung der Herabwürdigung durch einen Menschen, der sich dazu durch Autorität oder eine erlittene Schmähung berechtigt sieht. Das gilt für den gekränkten Will Smith ebenso wie für den Rapper Fat Comedy, der Oliver Pocher schlug, und für die vielen Eltern und Lehrer, die Kinder bis in die sechziger und siebziger Jahre beständig mit Ohrfeigen traktierten, erst recht. Heute, dachten wir allerdings, sei diese Form der Bestrafung überwunden. Kehren alte Handlungsmuster zurück?

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  • 01.04.2022
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    52:38
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    Kein blutiges Gas – Freiheit durch Verzicht?

    Es ist Zeit für einen Notfallplan. Die deutsche Abhängigkeit von russischen Energieträgern fällt uns auf die Füße. Es könnte zu einer erheblichen Verschlechterung der Gasversorgungslage kommen, sagt die Bundesregierung und ruft die Frühwarnstufe aus. Das ist nur die erste von drei Eskalationsstufen des Notfallplans, aber sie zeigt den Ernst der Lage. Es ist Zeit für ungewöhnliche Maßnahmen. Es ist Zeit für ein Umdenken. Es ist Zeit für Verzicht. Wenn wir Putins Krieg nicht mitfinanzieren wollen, müssen wir unsere Energieversorgung neu betrachten, aber auch unseren Energieverbrauch. Autofreie Sonntage, ein Tempolimit, Energiesparchecks für Gebäude - die Vorschläge liegen auf dem Tisch. Aber was würde das bringen? Und kann Verzicht nicht auch Bereicherung sein?

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