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hr2 Der Tag

hr2-kultur | Der Tag - Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert.

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  • 15.10.2021
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    "Auf den Kanzler kommt es an“ … fragt sich nur wie lang

    Heute tauchen sie auf - aus ihren Sondierungen: Die Roten, die Gelben und die Grünen. Und wenn sie anschließend in Richtung Koalitionsverhandlungen schwimmen, dann rückt die Kanzlermehrheit für Olaf Scholz immer näher - und Angela Merkel kann wie geplant ihre Koffer packen. Was keiner ihrer Vorgänger von sich aus getan hat. Aber auch Olaf Scholz sieht einer speziellen Premiere entgegen: Als erster Ampel-Kanzler der Republik. FDP und Grüne neben sich und die eigene (linke) SPD-Spitze im Nacken. "Auf den Kanzler kommt es an“, hatte Kurt Georg Kiesinger einst behauptet - unser Kanzler Nr. 3 und zugleich der mit der kürzesten Amtszeit. Olaf Scholz wiederum behauptet, er bewerbe sich nicht als Zirkusdirektor. Aber wie meinte schon Kanzler Nr. 5 Helmut Schmidt? "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.“

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  • 14.10.2021
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    Nieder mit der Datenkrake - Facebook zerschlagen!

    Facebook war krisenfest. Bislang. Doch jetzt jagt eine schlechte Nachrichten die andere. Erst kamen die Enthüllungen der "Facebook Files“ über die psychischen Belastungen von Instagram auf Jugendliche und den Einfluss auf Verbrechen in Entwicklungsländern, dann die Vorwürfe von Whistleblowerin Frances Haugen über Algorithmen, die Wut und Hass säen und die Demokratie gefährden und schließlich ein sehr großer und ein kleinerer technischer Totalausfall. Nun diskutiert man die weltweite Abhängigkeit in Sachen Kommunikation via Facebook, Whatsapp und Instagram. Und damit die Frage, ob Facebook zerschlagen werden muss. Und während TikTok als Konkurrenz schneller wächst als jedes Facebook-Produkt, könnten neue Produkte hinzukommen. Würden sie den Markt verändern? Was würde sich ändern, wenn Facebook seine Macht verlöre? Was braucht es, um den Markt und die Sozialen Medien politisch besser zu regulieren?

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  • 14.10.2021
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    Von Kurz-Schlüssen und Sicherungen - Wie widerstandsfähig sind Demokratien?

    Erst mit "Inseratenkorruption" ins Kanzleramt. Dann rechtzeitig vor dem Misstrauensvotum aus der Schusslinie treten. Und anschließend von der Seitenlinie aus den Nachfolger dirigieren. Das ist Machtgewinn und Machterhalt in der Kurz-Fassung. Und der bisherige österreichische Bundeskanzler ist nicht der einzige in Europa, der die Schalthebel demokratischer Macht für ureigene Interessen und zum Schaden der Demokratie zu bedienen weiß. Der Chef der polnischen Regierungspartei PIS z.B. hat "sein" Verfassungsgericht inzwischen so aufgestellt, dass es dem Regierungsprogramm nicht mehr die rote Karte zeigt, sondern ihm stattdessen die Steilvorlagen liefert. Lassen sich auf diese Weise Demokratien aus den Angeln heben? Wenn sie nicht wehrhaft sind, durchaus!

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  • 12.10.2021
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    Weggeprügelt und zurückgestoßen – Flüchtlinge an der EU-Außengrenze

    Tatort kroatisch-bosnische Grenze: Sieben Männer mit Sturmhauben, schwarzen Sonnenbrillen und einer Uniform ohne Abzeichen prügeln im grünen Dickicht mit Schlagstöcken auf Afghanen und Pakistaner ein, die gekommen sind, um in Europa um Asyl zu bitten. Die Menschen schreien vor Schmerzen, werden verletzt an Beinen, Armen und am Rücken. Sie werden wie Vieh zurückgetrieben, stolpern in den Grenzfluss, in dem brusthoch das Wasser steht. Niemand ahnt, dass im Gebüsch Reporter*Innen sitzen und filmen. Pushbacks nennt man diese Aktionen gegen wehrlose Menschen, illegale Abschiebungen, die gegen EU-Recht und gegen die Genfer Flüchtlingskonvention verstoßen. Die Vorfälle sind nicht nur auf die Grenze zu Kroatien beschränkt: In der Ägäis treibt die griechische Küstenwache Schutzsuchende aufs Meer zurück. Der EU sind diese Vorfälle bekannt, bislang hat sie nichts unternommen. Jetzt muss sie handeln. Denn die Recherchen der Journalist*Innen enthüllen ein System der Regierenden in Zagreb und Athen, die diese Gewalttaten bisher als Hirngespinste abtun. Wie lange noch?

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  • 11.10.2021
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    Geschenkt ist nicht zu teuer! Vom Reiz des Kostenlosen

    "Nicht die Impfung scheuen, sondern die Kosten für den Test!“ Das soll ab heute die Maxime aller Impfmuffel sein. Denn der negative Corona-Test ist nun keine Freikarte mehr für ein ungetrübtes Alltagsleben, und es bleibt somit nur ein kostenloses Ticket übrig: Der Impfnachweis. Damit die Impfquote endlich so hoch steigt, wie sie sollte, erhöht die Bundesregierung also den Druck. Den Kostendruck. Und das könnte sich auszahlen. Denn wer uns ins Portemonnaie greift, trifft eine Stelle, an der wir alle empfindlich und an der viele von uns auch wirklich verwundbar sind. Wer aber Waren oder Dienstleistungen "gratis“ anbietet - d.h. einzig und allein für ein (obendrein freiwilliges) "Dankeschön“ -, wird viele Menschen dazu bringen zuzugreifen. Und es vielen anderen überhaupt erst ermöglichen. Nur: Wieviel Nulltarif kann - und muss - sich ein Unternehmen, ein Staat, eine Gesellschaft leisten? Denn jede Gratisgabe hat zuvor an irgendeiner Stelle Kosten verursacht. Und die Entscheidung darüber, wer diese Kosten tragen und wer von ihnen verschont bleiben soll, diese Entscheidung ist jeden Tag eine Überlegung wert. Nehmen wir uns also heute mal einen TAG Zeit dafür.

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  • 08.10.2021
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    Genial – Bei Anruf Nobelpreis

    Nobelpreis! Schon das Wort alleine flößt gehörigen Respekt ein, gilt dieser Preis doch als höchste denkbare Anerkennung für eine Person, die etwas Bedeutendes für die Welt geleistet hat. In dieser Woche sind die Entscheidungen wieder verkündet worden, von der Königlich-Schwedischen Akademie der Wissenschaften. Dabei scheint auf den ersten Blick keine wirkliche Logik erkennbar zu sein: Oft kommt der Nobelpreis sehr, sehr spät - wie jetzt beim Physik-Nobelpreisträger Klaus Hasselmann für seine gut 25 Jahre alten Erkenntnisse in der Klimaforschung. Manchmal kommt er viel zu früh - wie der Friedens-Nobelpreis für Barack Obama, der 2009 noch nicht wirklich etwas zum Weltfrieden beitragen konnte. Wir fragen nach dem tieferen Sinn und Zweck von Nobelpreisen und zeigen, ob - und wenn ja, wie - so eine Ehrung das Leben einer Person verändert.

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  • 07.10.2021
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    Mehr als Jugendherberge – Ein Lob der Klassenfahrt

    Abgesagt, abgesagt, abgesagt! Zu dem, was alles nicht ging in der Corona-Zeit, gehörte bis vor wenigen Wochen auch die Klassenfahrt - seit dem 18. Jahrhundert eigentlich fester Bestandteil jeder Schullaufbahn. Jetzt geht es wieder! Klassengruppen bevölkern die Jugendherbergen, dürfen sogar Städteurlaub machen, wenn auch mit Corona-Auflagen und nur in Deutschland. Ist es jetzt nicht wichtiger, endlich Stoff nachzuholen, Mathe, Deutsch, Musik zu büffeln? Oder ist genau das gemeinsame Abenteuer an fremden Orten das, was Kinder und Jugendliche nach der Corona-Durststrecke brauchen?

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  • 06.10.2021
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    Die Spur der Pandora – Steueroasen für Große

    "Pandora Papers". So hat ein internationales Recherche-Team die Dokumente genannt, deren Inhalte jetzt in einer großangelegten Aktion nach und nach veröffentlicht werden. Der Name ist gut gewählt: Wer die berühmte Büchse der Pandora öffnet, einer Frau aus der griechischen Mythologie, dem flattern gar furchtbare Dinge entgegen. So könnte das nun auch einigen gehen, deren Namen in den Unterlagen auftauchen. Sie haben Steuer-Sparmodelle genutzt, die sich am Rande der Legalität bewegen - oder diesen Rand schon deutlich überschritten haben. Moralisch fragwürdig sind sie allemal. Darunter sind Prominente wie Claudia Schiffer und Shakira, aber auch Staats-Chefs wie Andrej Babis aus Tschechien oder Wolodymyr Selenskyj aus der Ukraine. Sie haben offenbar von einem Geschäftsmodell profitiert, das mit Hilfe von Offshore-Firmen gezielt Geld an den Steuerbehörden vorbei schleust. Warum funktioniert das noch immer? Und bleibt dabei das Unrechtsbewusstsein auf der Strecke?

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  • 05.10.2021
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    Sperren im Netz: Zensur oder notwendige Regulierung?

    You Tube sperrt zwei deutschsprachige Kanäle des russischen Senders Russia Today. Es seien Desinformationen über die Corona-Pandemie verbreitet worden, so die Erklärung. Ist das Zensur, ein Eingriff in die Presse- oder Meinungsfreiheit? Oder notwendige und legitime Regulierung? Diese Frage stellte sich auch vor der Bundestagswahl, als Falschinformationen im Netz kursierten. Und als Facebook kürzlich 150 Kanäle der sogenannten Querdenker sperrte, die auf der Plattform aktiv sind. Die Gedanken sind frei - müssen sie, wenn sie geäußert werden, trotzdem kontrolliert werden? Und wenn ja, von wem? Von Plattformen, vom Staat? Diktaturen zeigen, wohin das führen kann. Aber reicht die Kraft der demokratischen Öffentlichkeit wirklich aus, um die Manipulation durch gezielte Desinformationskampagnen zu verhindern?

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  • 04.10.2021
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    "Wer jetzt kein Haus hat …" – Was bringen Enteignungen?

    Mehr als die Hälfte der Berliner stimmt dafür, große Wohnungsbaukonzerne zu vergesellschaften. Und unmittelbar danach steigen die Aktien dieser Unternehmen. Was aber nur wenige wundert. Denn nicht nur an der Börse weiß man, dass der Volksentscheid für die neue Stadtregierung nicht bindend ist. Die voraussichtliche neue Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hat angekündigt, das Votum der Berliner zu respektieren, was immer das heißt. Sie sagt aber auch: "Ich bin immer noch der Auffassung, dass Enteignungen nicht dazu beitragen, auch nur eine einzige Wohnung zu schaffen“. Verfassungsrechtliche Konflikte sind ebenfalls abzusehen. Denn das Grundgesetz schließt Enteignungen und Vergesellschaftungen privater Unternehmen zwar nicht aus, stellt aber hohe Hürden auf. Und nicht nur Frau Giffey bezweifelt, dass der im Volksentscheid geforderte Weg die entscheidende politische Frage beantwortet: wie sorgen wir in unseren Städten für genügend Wohnraum zu verträglichen Preisen?

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  • 01.10.2021
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    DER TAG: "…..Wir schlafen sämtlich auf Vulkanen“

    "……wir schlafen sämtlich auf Vulkanen". Das hat Goethe gesagt und damit ein Gefühl in poetische Worte gefasst, das uns alle beim Anblick von Vulkanausbrüchen erfasst: sie sind so schön, und sie sind so gefährlich. Wir sind der Bedrohung ausgeliefert und das im Grunde permanent. Die Gefahr lauert in der Erde, auf der wir leben. Wir haben keine andere. Gerade zeigt uns der Vulkan auf La Palma welche zerstörerische Kraft in ihm steckt. Die fruchtbaren Böden in der Umgebung sind für die nächsten Jahrzehnte wohl unbrauchbar. Sie waren einst durch die Vulkanasche entstanden, der Vulkan gibt und nimmt. Wie weit sind wir mit den Versuchen, das Unbeherrschbare zu beherrschen? Warum sind wir so fasziniert von den rotglühenden Lavaströmen, und womit müssen wir in Zukunft rechnen, hierzulande und weltweit?

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  • 30.09.2021
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    DER TAG: Gelb-Grün ist die harte Nuss – Vom schwierigen Anfang einer Sondierung

    Im Regenbogen liegen sie direkt nebeneinander. Aber in der Bundespolitik sind Grün und Gelb z.T. meilenweit voneinander entfernt. Und ausgerechnet diese beiden sind nun im Doppelpack gesetzt für eine neue Regierung. Denn wenn von Rot und Schwarz niemand mehr etwas wissen will - auch die Beteiligten selbst nicht - wird die neue Regierung sowohl gelb als auch grün sein müssen. Aber können FDP und Grüne miteinander? Das versuchen sie nun erst einmal untereinander zu klären, ohne dass die Größeren dabei sind. Ein Gedanke, mit dem sie - und übrigens auch DER TAG - vor vier Jahren schon einmal gespielt hatten. Diesmal sind sie nun einen Schritt weitergegangen und haben bilaterale Kontakte zueinander geknüpft. Aber werden sie am Ende über ihren Beziehungsstatus wirklich sagen: "Bereit, weil ihr es seid, denn so wie es ist, kann es nicht bleiben?“

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  • 29.09.2021
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    Trümmerlandschaft mit Armin – die CDU am Abgrund

    70% der Deutschen wollen nicht, dass Armin Laschet, trotz des miserablen Wahlergebnisses für die CDU, versucht eine Regierung zu bilden. Das jedenfalls ist das Bild einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey. Bei den CDU- Anhängern sieht es etwas positver aus, aber selbst sie hadern mit der Aussicht auf Laschet im Kanzleramt. Schon vor der Wahl war die Partei nicht im Reinen mit ihrem Kandidaten, und die verbliebene Unterstützung für Laschet aus den eigenen Reihen bröckelt zusehends. Die Partei ist zerstritten, das Wahlergebnis ist ein Desaster, und von einer "Union“ mit der CSU kann man kaum sprechen. Es riecht nach Opposition im Konrad Adenauer Haus und für NRW will Armin Laschet selbst die Nachfolge im Ministerpräsidentenamt regeln. Er wechselt in die Bundespolitik. Ob als Kanzler oder Abgeordneter, das ist noch offen. Aber die Kanzleroption wird immer unwahrscheinlicher.

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  • 28.09.2021
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    DER TAG: Das große Bibbern – die Gaskrise

    Ob der Winter hart wird, wissen wir noch nicht. Teuer wird er ganz sicher. Die Gaspreise steigen rasant, in der Europäischen Union insgesamt um 170% seit Jahresanfang. Und die Strompreise steigen mit. Der Europäische Gewerkschaftsbund schätzt, dass 3 Millionen Menschen in Europa sich diesen Winter die Heizung nicht leisten werden können. Ein Grund: Russland hat die Gaslieferungen gedrosselt. Auf den Vorwurf der Erpressung kommt der Hinweis auf leere Speicher und einen steigenden Bedarf nach der Corona-Krise - Gas sei knapp und begehrt, und deswegen teuer. Viele Europäische Länder haben schon Gegenmaßnahmen angekündigt, von Ausgleichsfonds zu Einmalzahlungen an die Bürger. Ein gemeinsamer Plan wird angemahnt, steht aber noch nicht. Dabei bereitet sich die EU schon lange darauf vor, steigende Energiepreise abzufedern, die der gemeinsame Ausstieg aus der fossilen Energie bringt. Gerät der Klimaschutzplan in Gefahr, weil Energie einfach zu schnell zu teuer wird?

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  • 27.09.2021
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    Der Tag danach – Keine Regierung ist auch keine Lösung

    Ein unübersichtlicher Tag, so ein Montag nach der Wahl, heutzutage. Früher ging das so: Wahlverlierer zerlegen sich öffentlich, Wahlsieger danken Wählerschaft für das ausgesprochene Vertrauen, und dann werden hintenrum schon mal die Ministerien verteilt. Und wenn eine neue Koalition nötig war, waren die Alternativen überschaubar. Heute sorgen Koalitionsarithmetik und spekulative Farbenlehre für Vollbeschäftigung in den Redaktionen. Und jede Kanzlerwahl scheint eine Koalition zwischen Parteien vorauszusetzen, die sich eigentlich gegenseitig ausschließen. Prima, freuen sich die Parlamentsromantiker, dann kriegen wir endlich eine Minderheitsregierung, die sich wechselnde Mehrheiten besorgen muss. Grauenhaft, stöhnen die Skeptiker, dann wurstelt sich jetzt monatelang eine geschäftsführende Regierung durch, begleitet vom Geräusch platzender Verhandlungen. Und die angeblich so dringenden Vorhaben und Probleme bleiben einfach liegen.

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  • 24.09.2021
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    War da was? Der Bundestagswahlkampf

    Das war ein seltsamer Bundestags-Wahlkampf: Auf der einen Seite wirkte er müde, viele zentrale Themen wie Klimawandel oder Rentenpolitik kamen erst auf der Zielgeraden ausführlicher zur Sprache. Selbst die Flutkatastrophe im Sommer spielte keine prominente Rolle. Dabei haben vergleichbare Ereignisse früher mal Wahlen entschieden. Auf der anderen Seite gab es persönliche Anfeindungen und aggressive Stimmungsmache, etwa von der rechtsextremen Partei "Der dritte Weg". Wir könnten das alles abhaken und sagen: Am Sonntag ist Wahl, vergessen wir die Wochen und Monate davor! Besser nicht: Denn auch ein irritierender und thematisch dünner Wahlkampf zeigt, worauf sich die Bundespolitik in den kommenden vier Jahren einstellen muss.

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  • 23.09.2021
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    Hip-Hop: Mehr als Bling-Bling, Bass und Battle-Rap

    Wer bei “Dichtung und Wahrheit” an Goethe denkt, liegt goldrichtig. Wer bei “Dichtung und Wahrheit” auch an Hip-Hop denkt, der hat wohl gerade die gleichnamige ARD-Doku gesehen - oder mindestens von ihr gehört. Sie beschreibt wie der Hip-Hop nach Deutschland kam. Wir nehmen das zum Anlass, uns dieses Genre mal genauer anzusehen. Ein Genre, das schon immer mehr als bloß Musik ist. In Hip-Hop steckt Klassenkampf, Aufstiegsversprechen, Subkultur und kommerzieller Erfolg. Aber auch Sexismus, Rassismus und Politik. Klingt widersprüchlich? Ist es auch.

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  • 22.09.2021
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    VW & Co. – Abschalteinrichtung für das Gewissen?

    Ein Diesel-Auto, das auf dem Prüfstand sauber ist, im Straßenverkehr aber die Abgasreinigung weitgehend abschaltet und somit ein Vielfaches an Dreck aus dem Auspuff bläst: Diese Betrugsmasche bei einigen Modellen von Volkswagen war technisch raffiniert, um die strengen Umweltauflagen in den USA scheinbar erfüllen zu können. Trotzdem flog sie auf - und VW hatte sein "Dieselgate". Jetzt stehen einige der Verantwortlichen in Braunschweig vor Gericht, Corona-bedingt in der Stadthalle. Wie konnte es sein, dass so eine offensichtliche Manipulation vom Management offenbar wissentlich im Kauf genommen wurde? Wird das schlechte Gewissen dabei abgeschaltet, wie damals die Abgasreinigung? Und welche Lehren können Wirtschaft und Politik daraus ziehen, um so etwas in Zukunft zu vermeiden? "Der Tag" auf der Suche nach einer sauberen Unternehmenskultur.

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  • 21.09.2021
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    Niemals ankommen – 80 Millionen auf der Flucht

    Mehr als 10.000 Menschen leben gerade unter einer texanischen Autobahnbrücke. Unfreiwillig, denn sie sind hier in einem provisorischen Camp auf der Flucht aus Mittel- und Lateinamerika gestrandet. Ihr Schicksal steht sinnbildlich für das aller knapp 80 Millionen Geflüchteten weltweit. Allzu oft kommen Geflüchtete nämlich nirgendwo an. Sie stecken buchstäblich fest in Auffanglagern und vor dichten Grenzen. Oder im übertragenen Sinne zwischen innen-, außen- und geopolitischen Machtspielen. Wie steht es um den staatlichen Umgang damit? Was kann zivilgesellschaftliches Engagement auffangen? Und wie geht es den geflüchteten Menschen?

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  • 20.09.2021
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    Kein Gedöns! Warum wir Kinderrechte brauchen

    Gesundheit, Bildung und ein sicheres Zuhause - solche Grundrechte sind in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschrieben. Seit mehr als dreißig Jahren gibt es das internationale Abkommen über die Rechte des Kindes nun schon, im September 1990 trat die UN-Kinderrechtskonvention in Kraft. Mehr Staaten als bei allen anderen UN-Konventionen haben sich zur Umsetzung der dort festgelegten Grundrechte verpflichtet, das ließ hoffen. Aber wie ernst werden diese Grundrechte der Kinder wirklich genommen? Was hat die Selbstverpflichtung der Staaten bewirkt? Selbst in einem wohlsituierten Land wie Deutschland haben es die Kinderrechte bis heute nicht ins Grundgesetz geschafft. Weicht die Hoffnung der Ernüchterung? Ein Weltkinder-TAG.

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  • 17.09.2021
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    Der öffentliche Raum: Eine Gebrauchsanweisung

    Während dem Weltraum “unendliche Weiten” nachgesagt werden, verhält es sich beim Raum hier auf der Erde etwas anders. Wir werden immer mehr und der verfügbare Raum immer kleiner. Auch weil viele von uns tendenziell Städte den Dörfern vorziehen. Aber wie gehen wir um mit diesem begrenzten Raum? Unsere Anforderungen an ihn sind gewaltig. Durch die Corona-Pandemie vielleicht sogar vielfältiger als je zuvor. Er soll Mobilität ermöglichen. Er soll möglichst grün sein. Er soll Ort der Begegnung, des Verweilens, des Flanierens sein. Aber feiern und Autos parken sollte man dort natürlich auch können. Und er ist auch ein Ort, an dem sich gesellschaftliche Teilhabe zeigt. Wer dazugehört und wer nicht. Wie soll er das alles schaffen? Und: Was muss er schaffen?!

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  • 16.09.2021
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    Unbe_hindert selbstbestimmt! Eine Rampe für die Inklusion

    Alle Menschen, die mit einer Behinderung leben, leben allein schon dadurch mit mehreren Behinderungen: Nämlich nicht nur mit der Beeinträchtigung, von der sie sowieso schon halbes oder ganzes Leben lang begleitet werden. Sondern leider auch mit Hindernissen, die ihnen die nicht-behinderte Menschheit in den Weg stellt. Weil die Belange von Menschen mit Behinderung immer noch zu wenig berücksichtigt werden. Oder weil die Verantwortlichen dazu neigen, ihnen bestimmte Plätze zuzuweisen, anstatt sie in allen Bereichen unseres Alltags ganz selbstverständlich in die Mitte zu nehmen. Den Weg in eine inklusive Welt zu bahnen - mit Kitas, unterstütztem Wohnen und Beratung, mit Schulassistenz und Freizeitangeboten - das versucht neben vielen anderen Organisationen die Lebenshilfe Frankfurt, die heute 60 Jahre alt wird. Gegründet wurde sie, um Rechte für Menschen mit Behinderung durchzusetzen, Menschenrechte. 60 Jahre und kein bisschen weiter? Nein, das sicher nicht. Aber von Barrierefreiheit ist unsere Gesellschaft noch weit entfernt. Und das betrifft wohlgemerkt nicht nur räumliche Barrieren, sondern auch gedankliche, sprachliche und politische. So sind Menschen mit Behinderung nicht zuletzt auch Menschen, die behindert werden. Und das hat dann nichts mit "Schicksal“ zu tun.

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  • 15.09.2021
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    Neu sortiert? Bündnisfragen nach dem Afghanistan-Abzug

    Zwei Wochen ist der Abzug der USA aus Afghanistan nun her. Und allmählich scheint der Westen aus seinem schockartigen Trancezustand zu erwachen. Nach hastigen Rettungsmissionen folgt nun die Besinnung. So hat die UN-Geberkonferenz bereits am Montag Hilfsgelder für Afghanistan vereinbart. Und auch die Aufarbeitung dessen, was überhaupt passiert ist, nimmt Fahrt auf. Und gleichzeitig wird mit Ungewissheit in die Zukunft geblickt. Denn eins scheint klar: Der Abzug aus Afghanistan verändert die Weltordnung. Wie gehen wir mit der zunehmenden Flüchtlingsbewegung um? Wie sieht eine Verteidigungspolitik aus, wenn die USA nicht mehr "Welt-Polizei" sein wollen? Welche Begehrlichkeiten weckt das Machtvakuum in Afghanistan? Und bei wem?

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  • 14.09.2021
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    Klick mich! Vom Einfluss der Influencer

    Alles, was wir sehen und hören, beeinflusst uns. Mehr oder weniger. Auf jeden Fall mehr beeinflussen wollen uns sogenannte Influencer. Das ist ihr selbstgewählter Auftrag, und manche von ihnen verdienen damit Geld. Sie lassen sich zum Beispiel dafür bezahlen, dass sie bestimmte Produkte in ihren Videos platzieren - und loben. So weit, so marktgerecht. Allerdings: Wenn sie Fotos von Produkten zeigen, müssen sie das nicht zwingend als Werbung kennzeichnen. Das hat der Bundesgerichtshof jetzt bestätigt. Wie also erkennen wir die Werbung? Und was ist, wenn Influencer uns nicht nur zum Kaufen animieren, sondern gesellschaftspolitischen Einfluss nehmen wollen? Wie viel davon tut einer Gesellschaft gut? Und was ist, wenn sich Influencer zum Beispiel dafür bezahlen lassen, einen Impfstoff mit falschen Informationen zu verunglimpfen? Oder wenn sie sich einen Spaß daraus machen, mit Aufrufen an ihre Community die Vorschlagsliste für das "Jugendwort des Jahres" zu beeinflussen? Bestimmen Influencer bald nicht mehr nur unser Denken, sondern auch unser Sein, nämlich die Realität?

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  • 13.09.2021
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    Wer wählt wie warum? Eine Kreuzchen-Analyse

    Von welcher Partei habe ich den schönsten Kugelschreiber bekommen? Bei welcher Partei zeigt mir der Wahl-O-Mat die höchste Trefferquote? Wer hat mich im Triell, im Vierkampf oder in der Wahlarena in Begeisterungsstürme versetzt? Wie schön wäre es, wenn ich auf alle diese Fragen dieselbe Antwort geben und danach mein Kreuzchen setzen könnte! Aber interessieren mich überhaupt alle diese Antworten? Oder interessiert mich nur eine - oder keine - von ihnen? Was am 26. September hinten rauskommen wird, das wissen wir alle noch nicht. Aber wir können herausfinden, wie wir selbst in diese Wahl hineingehen. Schauen wir also - knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl - auf die wirklich entscheidenden Leute: Auf uns.

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  • 10.09.2021
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    E-Mobilität – Eine Mogelpackung?

    Mit dem Umzug nach München hat sich die IAA, die internationale Automobil-Ausstellung, zur "Mobilitätsausstellung“ gewandelt. Neben Autos, die vornehmlich elektrisch betrieben werden, sind nun auch Fahrräder und andere Transportmittel zu sehen. Der Grundtenor aber lautet: Hauptsache elektrisch. Doch woher kommt dieser ach so CO2-arme Strom? Ist es sinnvoll nach dem Verbrennungsmotor rein auf die E-Mobilität zu setzen? Wie kann ein Verkehrskonzept für die Zukunft aussehen?

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  • 11.09.2021
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    Der Pieks: privat oder politisch?

    Alte Menschen vor ungeimpften Pflegekräften schützen! Den Präsenzunterricht in der Schule aufrechterhalten! Im Großraumbüro nur diejenigen zusammensetzen, die einander nicht gefährlich werden können! Und: Ein Restaurant mal wieder von innen sehen - und dabei wissen, dass auch am Nebentisch keine Ansteckungsgefahr lauert! "Weise mir nach, dass Du geimpft bist! Und ich sage Dir: All das ist möglich.“ So sieht sie aus, die Hoffnung und ihr Prinzip: Der Impfstatus und das Wissen darum. Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen müssen ihrem Arbeitgeber künftig verraten, ob sie gegen Corona geimpft sind oder nicht Aber wissen wir dann auch wirklich hinreichend, woran wir sind? Sollten nicht noch viel mehr Leute - ja, am liebsten alle - über ihren Impfstatus Auskunft geben müssen? Müsste der Impfstatus nicht außerdem viel strenger kontrolliert werden - und zwar auch dort, wo Gastfreundschaft, Geselligkeit und vielleicht sogar der "soziale Frieden“ darunter leiden? Wenn ja, sind wir dann nicht mit all diesen Schritten endgültig auf dem Weg in eine de-facto-Impfpflicht? Und: Was nützt all das überhaupt, wenn doch sogar Geimpfte noch angesteckt werden und ansteckend sein können?

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  • 08.09.2021
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    9/11 – Die permanente Katastrophe

    Und auf einmal ist die Vergangenheit allgegenwärtig. Wieder und wieder rasen die zwei entführten Flugzeuge auf unseren Bildschirmen in die Türme des World Trade Centers. Der 11. September 2001 ist in unser kollektives Gedächtnis eingebrannt wie kein anderer Tag. Er ist lange her und trotzdem nicht vorbei. Denn die Folgen des Anschlags auf die offene westliche Gesellschaft beschäftigen uns bis heute. Der "Krieg gegen den Terror“, der damals auch am Hindukusch begann, mündete gerade im unorganisierten Abzug aus Afghanistan. Nicht nur in der amerikanischen Gesellschaft haben in der Angst vor dem Terror Misstrauen und Kontrollwut die Oberhand gewonnen. Für Maßnahmen zur Terrorbekämpfung wurden Bürgerrechte eingeschränkt, der Datenschutz durchlöchert. Aber: seit 9/11 ist kein vergleichbarer Anschlag mehr passiert. Hat der "Krieg gegen den Terror“ also Erfolg? Oder haben die Terroristen mit den Anschlägen doch die Welt nachhaltig verändert?

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  • 07.09.2021
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    Über allen Gipfeln ist Karlsruh` – 70 Jahre Bundesverfassungsgericht

    Es ist schon bemerkenswert, wie oft diesen kultiviert wirkenden Menschen in ihren eleganten roten Roben nachgesagt wird, sie hätten Ohrfeigen verteilt. Als seien sie Lehrkräfte, die den Rohrstock schwingen - gegen die Politisch-Verantwortlichen auf ihren Bänken im Bundestag. Den Gang nach Karlsruhe anzutreten, klingt dann auch gleich wie eine Drohung in den Ohren derer, die Anlass für eine Beschwerde, eine Verfassungsbeschwerde, geliefert haben. Aber in den sieben Jahrzehnten seines Bestehens ist das Bundesverfassungsgericht vielleicht eher zum Klassenprimus unserer Demokratie geworden, der immer aufpasst, sich rege zu Wort meldet, sogar für andere, nämlich Regierungen und Parlamente, die Hausaufgaben erledigt und sich trotzdem (oder gerade deshalb) auch immer wieder unbeliebt macht. In letzter Zeit übrigens auch beim EuGH, dem Primus des Luxemburger EU-Gymnasiums, der sich seine Klassenarbeiten ungern in Karlsruhe korrigieren lässt. Viele hierzulande aber wählen das Bundesverfassungsgericht auch immer wieder als Klassensprecher, bei dem sich alle beschweren können, die sich grundgesetzwidrig behandelt fühlen. Auch für das 71. Jahr scheint also die Versetzung gesichert, und vielleicht hängt es sogar maßgeblich von den roten Roben in Karlsruhe ab, ob unsere Demokratie auch in Zukunft ihre Reifeprüfung besteht.

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  • 06.09.2021
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    Ménage à trois - Die Kraft der drei Herzen

    Wenn drei Menschen zusammenkommen, so meint der Soziologe Georg Simmel, beginnt Gesellschaft. Doch Herrschaftsstrukturen verlassen sich meistens auf nur einen Führer. Die Geschichte zeigt uns beides, den glorreichen wie den scheiternden Alleinherrscher. Was bislang selten ausprobiert wurde, ist ein Herrscher-Trio. Dabei macht es uns die Bibel mit der Dreifaltigkeit doch plausibel vor. Wie wäre es also mit Laschet, Scholz und Baerbock im Kanzleramt? Wir glauben an den flotten Dreier in Politik, Leben und Kunst und haben Belege dafür gesammelt, dass einer allein einen wirklichen Fortschritt nicht mehr garantieren kann.

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  • 16.09.2021
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    Streik!! Die Macht der Blockade

    Beinahe alles steht still, wenn die GDL es will. Wieder erleben Reisende bundesweit, wie anstrengend es ist, wenn der ICE ausfällt, der Regionalzug oder die S-Bahn. Zumal es schon der dritte Streik dieser Art innerhalb kurzer Zeit ist, und der Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn nach bewährtem Muster verläuft: Die Bahn macht ein Angebot, der GDL geht es nicht weit genug, es wird gestreikt. Und alles nochmal von vorne. GDL-Chef Claus Weselsky spielt dabei seine volle Macht aus, weil die Mitglieder seiner Gewerkschaft an entscheidenden Stellen sitzen und den Schienenverkehr weitgehend lahmlegen können. Steckt dahinter der Kampf um das Wohl der Lokführer - oder vor allem auch ein Machtkampf unter den Bahngewerkschaften? Und führt so eine Blockade am Ende doch zum bestmöglichen Ergebnis? Ganz abgesehen von den grundsätzlichen Problemen, die die Deutsche Bahn sonst noch umtreiben. Bis hin zur Frage, ob sie nicht wieder ein klassischer Staatsbetrieb werden soll.

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  • 03.09.2021
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    Streik!! Die Macht der Blockade

    Beinahe alles steht still, wenn die GDL es will. Wieder erleben Reisende bundesweit, wie anstrengend es ist, wenn der ICE ausfällt, der Regionalzug oder die S-Bahn. Zumal es schon der dritte Streik dieser Art innerhalb kurzer Zeit ist, und der Tarifkonflikt mit der Deutschen Bahn nach bewährtem Muster verläuft: Die Bahn macht ein Angebot, der GDL geht es nicht weit genug, es wird gestreikt. Und alles nochmal von vorne. GDL-Chef Claus Weselsky spielt dabei seine volle Macht aus, weil die Mitglieder seiner Gewerkschaft an entscheidenden Stellen sitzen und den Schienenverkehr weitgehend lahmlegen können. Steckt dahinter der Kampf um das Wohl der Lokführer - oder vor allem auch ein Machtkampf unter den Bahngewerkschaften? Und führt so eine Blockade am Ende doch zum bestmöglichen Ergebnis? Ganz abgesehen von den grundsätzlichen Problemen, die die Deutsche Bahn sonst noch umtreiben. Bis hin zur Frage, ob sie nicht wieder ein klassischer Staatsbetrieb werden soll.

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  • 02.09.2021
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    „Ich ist ein anderer“ – Unsere digitalen Doppelgänger

    Was habe ich schon zu verbergen? Mit dieser Grundhaltung reagieren viele auf Erkenntnisse über das Ausspähen persönlicher Daten im Netz. Jetzt weicht das entspannte Schulterzucken einer Gänsehaut des Gruselns. Das Künstlerkollektiv Laokoon hat sich in einem Experiment zum Ziel gesetzt, nur aus Googledaten einer Frau, ihr Leben bis ins kleinste Detail nachzuvollziehen, eine Doppelgängerin zu erschaffen. In einer spannenden Fernseh-Dokumentation begegnet die Doppelgängerin - von einer Schauspielerin verkörpert - dem verblüfften Original. Ein Experiment, das in der Realität tagtäglich mit uns allen stattfindet, allerdings von uns unbemerkt. "Frag Google!" ist die Einladung zur öffentlichen Datenfreigabe auf dem digitalen Marktplatz, Privatsphäre war gestern. Was hilft: Besserer Datenschutz oder digitale Enthaltsamkeit?

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  • 01.09.2021
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    Das Boot ist leer – Fachkräftemangel in Deutschland

    Es gibt zur Abwechselung auch mal Befürchtungen, die sich nicht bewahrheitet haben in diesem Jahr: Trotz Corona - und allen damit verbundenen Schwierigkeiten - haben wir in Deutschland keine Massenarbeitslosigkeit. Stattdessen viele offene Stellen, die nicht besetzt werden können, weil das Personal fehlt. Selbst die Bundesagentur für Arbeit spricht nun von einem dramatischen "Fachkräftemangel". Es fehle an allen Ecken: Von der Pflege über Klimatechniker und Logistikern bis hin zu Akademikerinnen. Deutschland brauche deswegen rund 400.000 Einwanderer pro Jahr, allerdings gesteuert und zielgerichtet für den Arbeitsmarkt. Wäre das tatsächlich die Lösung? Oder müssen wir darüber hinaus die Arbeitsbedingungen nicht auch wesentlich attraktiver machen in den Jobs, in denen offenbar kaum noch jemand tätig sein will?

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  • 31.08.2021
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    Was guckst Du? - Die Qual der Wahl-Plakate

    Es ist Wahlkampf - Jetzt! Ungefähr so phantasievoll wie diese einleitenden vier (ja, vier!) Worte schlagen uns die Slogans der Parteien mittlerweile an jeder Straßenecke entgegen. Aber was wollen uns die Bewerber und die Bewerberin für das Bundeskanzleramt eigentlich sagen mit Zeilen wie: "Respekt für Dich" (SPD), "Mit Sicherheit" (CDU), "Bereit, weil Ihr es seid" (DIE GRÜNEN) oder "Nie gab es mehr zu tun" (FDP)? Vielleicht sollen sie uns gar nichts sagen. Denn alle Parteien wollen die breite politische Mitte ansprechen, was Polarisieren unmöglich macht. Und ein Parteiprogramm passt nun mal nicht auf ein Wahlplakat. Aber wenn von den Slogans auf den Wahlplakaten nichts zu erwarten ist, warum gibt es sie dann überhaupt und das schon seit Jahrzehnten? Sollen wir nur zur Wahl getrieben werden oder haben sie tatsächlich Einfluss auf unser Wahlverhalten?

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  • 30.08.2021
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    Zukunft in Afghanistan – Aber wie?

    Die Pessimisten haben recht behalten: Wenige Tage, bevor die USA ihre Soldaten endgültig aus Afghanistan abziehen wollen, melden sich die Terroristen des sogenannten "Islamischen Staates" zurück. Selbstmord-Attentäter sprengen sich am Flughafen von Kabul in die Luft und reißen viele Menschen mit in den Tod, darunter auch US-Soldaten. Präsident Joe Biden reagiert mit einem neuen Kampf gegen den Terror und kündigt Vergeltung an. Afghanistan wird also nicht zur Ruhe kommen. Dabei hat das Land wertvolle Bodenschätze, für die sich unter anderem China interessiert. Manche hoffen außerdem, dass wenigstens einige der Errungenschaften bei Menschenrechten und dem Schutz von Frauen erhalten bleiben, selbst unter den Taliban. Die Bundesregierung will zumindest mit den neuen Machthabern zunächst im Gespräch bleiben. Wohin steuert Afghanistan nach dem Ende der Militär-Missionen? Und welche Perspektiven haben die Menschen dort überhaupt?

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  • 27.08.2021
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    Optimiert statt behindert – Wie Technik den Sport verändert

    Wir sehen es gerade bei den Paralympics: Menschen, die früher zu einem mehr oder weniger passiven Leben im Rollstuhl verdammt gewesen wären, vollbringen Höchstleistungen. Beinamputierte sprinten, Menschen ohne Arme fechten, Blinde haben Erfolge in Ballsportarten. Die Prothesen und Hilfsmittel werden immer ausgefeilter, können immer mehr. Was im Leistungssport erprobt wird, verhilft dann auch weniger ambitionierten Menschen mit einer Behinderung zu einem besseren, aktiveren Leben. Sportmedizinische Technik ist ein beliebter Studiengang geworden, Athleten werden heute nicht mehr nur von Trainern und Physiotherapeuten begleitet beim Wettkampf, sondern auch von Biomechanikern. Sport ohne die Anwendung moderner Technologien und Materialien ist kaum mehr vorstellbar.

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  • 26.08.2021
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    Aufwind für den Terror – Was macht eigentlich der IS?

    Massenhinrichtungen und Menschenrechtsverletzungen durch die Taliban. Die Situation am Kabuler Flughafen eskaliert. Und als wäre die Situation der Zivilbevölkerung nicht schon schlimm und explosiv genug, melden sich "alte“ Bekannte zurück. Der sogenannte Islamische Staat könnte die Machtübernahme der Taliban für sich nutzen wollen durch gezielte Anschläge. So berichten es Geheimdienste und Nachrichtenagenturen. Ist der IS tatsächlich zurück oder war er nie weg? Wo und wie ist der IS überall aktiv? Wie finanziert er sich? Wie ist er strukturiert? Was in Kabul passiert, könnte sich in Bamako, der Hauptstadt von Mali wiederholen. Ende Juni wurden zwölf Soldaten der Bundeswehr schwer verletzt - vom IS. Nach Einschätzung des Verfassungsschutzes hat sich die Gefährdungslage durch den islamistischen Terrorismus auch in Deutschland nicht verändert.

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  • 25.08.2021
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    Liebe Wählerinnen! Der Kampf um die Frau

    Profitieren Frauen davon, wenn Frauen Politik machen? Wie sieht die Bilanz nach 16 Jahren Kanzlerinnenschaft aus? Trauen Frauen ihren Geschlechtsgenossinnen mehr Kompetenz bei der Problemlösung zu? Das Wahlverhalten von Frauen ist nicht so leicht zu erforschen, und die Angebote der Parteien insgesamt scheinen entscheidender zu sein an der Wahlurne als das Geschlecht der Kandidaten. Aber es gibt einen Gender Gap bei bestimmten Parteien. Die AfD z.B. wurde bei der letzten Bundestagswahl von fast doppelt so vielen Männern wie Frauen gewählt. Die CDU dagegen konnte bei den Frauen punkten, verstärkt bei den Älteren. Wählerinnen werden von den Parteien besonders umschwärmt, sie stellen mit knapp über 50 Prozent auch die Mehrheit der Bevölkerung. Fortschritte in der Familienpolitik zahlen ein aufs Wahlkonto, auch von der Aufstellung möglichst vieler Kandidatinnen versprechen sich die Parteien Zuspruch, insbesondere von den Jüngeren. Aber funktioniert das unabhängig von der Person und Qualifikation? Bei den Grünen war die Frauenkarte allein offenbar kein Trumpf.

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  • 24.08.2021
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    Mexiko, Kenia, Philippinen – Wo Umweltschutz lebensgefährlich wird

    Umwelt- und Klimaschutz sind in Deutschland heute Themen, die eine Wahl entscheiden könnten, das Erreichen der Klimaziele gilt als erstrebenswerte gesamtgesellschaftliche Anstrengung. Es gibt aber Länder, in denen das Engagement für die Umwelt außerhalb der Komfortzone stattfindet. Gerade im globalen Süden, zum Beispiel dort, wo die Abholzung von Regenwäldern auf übergeordnete wirtschaftliche Interessen stößt, kann der Einsatz für den Umweltschutz lebensgefährlich sein. Im Durchschnitt verlieren weltweit jede Woche drei Umweltaktivisten ihr Leben, die Dunkelziffer soll erheblich höher sein. Staatliche Repressionen gegen Aktivisten nehmen zu. Und trotzdem bleiben sie aktiv. Überall in Lateinamerika wehren sich die indigene Bevölkerung und Afrolateinamerikaner gegen Naturzerstörung und Diskriminierung. Ihr Widerstand wird immer stärker und dank des Internets immer sichtbarer. Aber warum ist Umweltschutz auch eine soziale Herausforderung? Und was kann diesen Menschen das Leben retten? Ihre mediale Sichtbarkeit oder doch die UN-Resolution für Umweltaktivismus von 2019, die die Legitimität ihrer Arbeit unterstreicht?

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  • 23.08.2021
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    Vertraut uns, wir sind die Taliban!

    Es sei eine neue Generation von Taliban, hieß es, man wolle in Frieden miteinander leben und niemand bräuchte sich zu fürchten. Die Realität aber sieht anders aus. Tausende von Menschen sind verängstigt, verbarrikadieren sich in ihren Häusern oder versuchen einen der begehrten Plätze in einem Flugzeug in die Freiheit zu ergattern. Ist es nur die Angst vor dem, was einmal war? Oder sind die Versprechungen der Taliban ebenso leer wir ihre Kassen? Wo stehen die neuen Herrscher in Afghanistan, wer steht hinter ihnen und wer sind sie überhaupt? Ein genauer Blick könnte helfen, zu verstehen, mit wem es die Welt in nächster Zukunft zu tun hat.

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  • 20.08.2021
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    Schnöder Mammon - Wieviel Glück hängt am Geld?

    “Ich bin das Geld“, sagt das Bond-Girl in Casino Royale. “Und jeden Penny wert“, antwortet 007 alias Daniel Craig. Der wahre Craig hat nun angekündigt, sein Geld - jedenfalls den größten Teil davon - nicht an seine Kinder zu vererben, sondern für wohltätige Zwecke zu spenden. Da kann man nur hoffen, dass seine Kinder später nicht ohne jeden Penny dastehen. Denn wie sagte Woody Allen: “Geld ist besser als Armut - wenn auch nur aus finanziellen Gründen.“ Der zweite Teil des Satzes legt allerdings den Finger auf den wunden Punkt - nämlich dorthin, wo Geld nicht mehr “beruhigt“, sondern “den Charakter verdirbt“. Denn so sehr wir auch am Geld hängen mögen - zum Glück (!) brauchen wir vielleicht gar nicht so viel davon, wie wir glauben. Oder ist Kein-Geld-zu-brauchen ein Luxus, den sich nur Reiche leisten können? Wobei der wahre Reichtum ja gar nichts mit Geld zu tun haben muss. Das alles läuft letzten Endes auf die Frage hinaus, ob eine Welt ohne Geld vorstellbar ist - und in welcher Hinsicht eine solche Welt unbezahlbar wäre.

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  • 19.08.2021
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    Keine Ruhe nach dem Beben: Welche Zukunft hat Haiti?

    Haiti ist einer der ärmsten Staaten der Erde. Durchzogen von Korruption, Mangelwirtschaft und einer Religion, die vielen als Voodoo-Zauber gilt, hat das Land immer wieder mit Naturkatastrophen zu kämpfen. Noch hat man die Erdbeben- Katastrophe von 2010 nicht überwunden, da bebt die Erde erneut und damit nicht genug, die gebeutelten Menschen müssen jetzt auch noch einen Sturm aushalten. Und eine Regierung, die helfend eingreifen könnte, gibt es nach der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse nicht. Ohnehin ist nicht klar, in welchen Kanälen Hilfsgelder verschwanden. Bei den Betroffenen jedenfalls kamen sie nur selten an. Natur und menschliches Geschick sind also gleichermaßen für die Misere dieses Landes verantwortlich, das von dem Rest der Welt fast vergessen wurde. Muss das so bleiben?

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  • 18.08.2021
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    Globale Impfstrategie: Nur die Reste für die Armen?

    Die Impfkampagne in Deutschland kommt ins Stocken. Immer mehr Bundesländer geben Impfdosen an den Bund zurück, weil sie keiner will. Die Bundesregierung hat daraufhin angekündigt, diese überschüssigen Dosen an ärmere Länder zu verschenken. Weil klar ist: Erst wenn das Coronavirus weltweit besiegt ist, haben wir die Pandemie beendet. Wenn es bloß so einfach wäre. Das Bundesgesundheitsministerium hat diese Impf-Spenden nun untersagt. Die Hersteller behalten sich nämlich vor, mitzubestimmen, wer ihre Dosen bekommt. Offiziell geht es um Haftungsfragen. Vielleicht aber auch um Marktmacht? Und während hier die in großen Teilen geschwärzten Verträge gewälzt werden, um doch noch Möglichkeiten zu finden, haben immer noch 84 Prozent der Weltbevölkerung keinen Impfschutz gegen Covid-19. Wo bleibt sie also, die globale Impfstrategie?

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  • 17.08.2021
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    Hinkende Favoriten – Wer trabt ins Kanzleramt?

    Zum ersten Mal sahen die Grünen eine Chance, in Richtung Kanzleramt zu galoppieren. Und dann sind sie beim Start erst einmal gestolpert. Lange schien fraglich, ob sich bei der SPD überhaupt noch ein Kanzlerkandidat in den Sattel schwingen sollte. Und nun sitzt er fester drin als gedacht und versucht, seine Partei aus der Tiefe zu ziehen. Bei den Unionsparteien wetteiferten gleich zwei miteinander. Und seit die Kandidatur entschieden ist, wächst nach jedem neuen Fehltritt die Angst, auf das falsche Pferd gesetzt zu haben. So liegen sie alle drei nun mehr oder weniger gleichauf. Und wir, die wir am 26. September wählen sollen, schauen durch unsere Ferngläser und rufen: "Wo laufen sie denn? Wenn die sich nur nicht verlaufen!" Fest steht: Niemand von denen, die da reiten, kann allein das Kanzleramt erreichen, sondern nur mit Unterstützung aus zwei anderen Boxen. Spannend ist also nicht nur, wer am Ende ganz oben auf dem Treppchen steht, sondern auch, von wem er oder sie dann flankiert wird.

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  • 16.08.2021
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    Afghanistan – eine angekündigte Katastrophe

    In vier Wochen jähren sich die Terroranschläge vom 11. September zum 20. Mal. Der ehemalige Al Qaida-Chef Osama bin Laden hatte sie maßgeblich aus Afghanistan heraus organisiert. Was folgte war eine militärische Intervention des Westens am Hindukusch, wo “auch unsere Freiheit verteidigt werden musste”. Knapp 20 Jahre später nun überlässt ausgerechnet diese Antiterrorallianz den Taliban erneut das Land. Quasi ohne Widerstand und in atemberaubender Geschwindigkeit erobern sie Afghanistan. Es droht eine humanitäre, geopolitische und ökonomische Katastrophe. Ist der Westen mit Schuld daran? Oder ist es das Land der Afghanen, wie Joe Biden sagt, um das sie sich selbst kümmern müssen?

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  • 13.08.2021
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    Der Tag auf Weltreise: Singapur mit Holger Senzel

    Lügen ist in Singapur verboten und wird ähnlich wie ein Betrugsdelikt geahndet. Der Stadtstaat mit seinen fünfeinhalb Millionen Einwohnern auf einer Fläche von Hamburg ist bekannt für seine rigiden Gesetze. Auf Vandalismus drohen Stockhiebe. So ist Singapur wahrscheinlich die sauberste Stadt Asiens, einer der weltweit größten Finanzplätze der Welt und verbindet in einem einzigartigen Schmelztiegel Einflüsse des Westens und des Ostens. Mittendrin Lena Bodewein und Holger Senzel, die sich als Paar eine Korrespondentenstelle teilen. In keiner Stadt sind mehr Glaubensrichtungen vertreten als in Singapur, was sich an einem Spaziergang von Pagode zu Tempel zu Moschee zu Kirche zeigt. Und gleich nebendran glitzernde Hochhäuser und Einkaufsparadiese auf sechs Stockwerken, verteilt auf 37 000 Quadratmetern, Tag und Nacht geöffnet. Zwischen Boxhandschuhen, Babynahrung, Reiskochern und Rollatoren ist diese Welt Versprechen und Drohung zugleich.

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  • 12.08.2021
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    Der Tag auf Weltreise: Washington mit Arthur Landwehr

    Was für ein aufregendes Jahr für die Menschen in den USA! Ein schmutziger Wahlkampf gefolgt von einer Nach-Wahlzeit und einem unterlegenen Gegenkandidaten, der die Wahl nicht anerkennen wollte und will: Ex-Präsident Donald Trump, dem auch eine unrühmliche Rolle beim Sturm auf das Kapitol zugeschrieben wird. Ein enthemmter Mob, bewaffnet und mit rechtsextremen Symbolen versehen, bricht im Januar in das amerikanische Parlament ein. Zeugnis eines gespaltenen Landes. Der im Januar vereidigte neue Präsident Joe Biden hat viel zu tun. Die Politik seines Amtsvorgängers wirkt nach, national und international, und die Corona-Pandemie hat die USA schwer getroffen. Nur den Superreichen geht es gut. Milliardäre lassen sich nieder im Cowboy-Bundesstaat Wyoming. Wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sind auch die Steuern niedrig. Und den Amazon-Gründer Jeff Bezos treibt es gar ins All.

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  • 11.08.2021
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    Der Tag auf Weltreise: Spanien mit Reinhard Spiegelhauer

    Wer in Spanien Urlaub macht, dem könnte es so ergehen, wie Reisenden auf Mallorca. Wer positiv auf Covid-19 getestet wird, verbringt den Rest der Ferien in einem Quarantänehotel in Palma und darf sein Zimmer nicht mehr verlassen. Ganz Spanien ist zum Risikogebiet geworden. Corona-Hotspot ist Katalonien. In der Hauptstadt der Region, in Barcelona, haben drei Musiker ihren Durchbruch jedoch der Pandemie zu verdanken. Sie haben die strengen Ausgangssperren vor gut einem Jahr zum Thema ihrer Songs gemacht und sind damit zu Stars geworden, die jetzt auf Welttournee gehen. Ganz anders ist die Situation für medizinisches Personal und für Jugendliche, die zuvor im Tourismus arbeiteten. Viele Ärzte und Pflegekräfte verlassen ihre spanische Heimat, weil sie im Ausland mehr verdienen zu besseren Bedingungen. Auf den Kanaren sind mittlerweile mehr als die Hälfte der Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet.

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  • 10.08.2021
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    Der Tag auf Weltreise: Mexiko mit Anna Hanke

    Mit dem Rad durch Mexiko-City? Undenkbar, aber nicht unmöglich! Obwohl nur rund ein Drittel der Menschen in Mexiko Auto fahren, ist das Fahrrad als gängiges Fortbewegungsmittel noch längst nicht in den Köpfen angekommen. Dagegen kämpfen Aktivisten in der Millionenmetropole hartnäckig und haben damit endlich Erfolg. Mit der Corona-Pandemie ist die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel unbeliebter geworden, die Zahl der Radfahrer hat sich verdreifacht. Auch eine Maßnahme gegen die vielen Übergewichtigen. Und immerhin ein Thema, bei dem sich etwas bewegt. Mexiko ist ein Land, in dem ein Wahlkampf fast schon selbstverständlich von Gewalttaten überschattet wird, in dem Drogenkartelle und Gewalt gegen Frauen ungebrochen das Leben der Menschen belasten und gefährden.

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