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hr2 Der Tag

hr2-kultur | Der Tag - Kenntnisreich, ironisch, witzig, pointiert.

Alle Folgen

  • 21.01.2022
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    53:08
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    Neue Besen und alte Kratzbürsten – wie geht politischer Aufbruch?

    "Junge Besen kehren gut, aber die alte Bürste kennt die Ecken“ - so empfahl sich Friedrich Merz für das Amt, das er ziemlich sicher am Samstag antreten darf: Vorsitzender der CDU. Aber eigentlich will er ja gar nicht die alte Bürste sein, die nur ein paar Ecken ausfegt, sondern die CDU als ganze erneuern und womöglich verjüngen. Dabei wird er wohl schonender vorgehen müssen als junge Besen wie Sebastian Kurz, der eine behäbige konservative Partei in seine Gefolgschaft zwang - oder Emanuel Macron, der gleich eine neue Partei mit ihm als einzigem Programmpunkt gründete. Erneuerung ist nicht nur in der Politik eine sehr schwierige Aufgabe: in der Wirtschaft ist das Change Management, die Gestaltung des Wandels ein eigener Zweig. Und hier wie dort ist die Aufbruchsstimmung oft eher gedämpft, und die Ankündigung, alles neu zu machen, löst möglicherweise nicht ganz zu Unrecht ein ganz anderes Gefühl aus: Angst.

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  • 20.01.2022
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    52:36
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    Swift – die Finanzwaffe

    Kriegsgefahr in Europa: Erwägt Russland einen Angriff auf die Ukraine? Mit welcher Drohung kann der Westen Putin davon abhalten? Auf der Suche nach einem scharfen Schwert, mit dem man drohen könnte, kommt wieder das Banken-Transaktions-System SWIFT ins Gespräch. 99 Prozent des Internationalen Zahlungsverkehrs werden darüber abgewickelt, 11000 Banken aus 200 Ländern beteiligen sich daran. Wir alle kennen es durch die BIC Nummer auf unserer Geldkarte. Würde Russland aus diesem System ausgeschlossen, träfe es zweifellos die Wirtschaft dort hart. Keinerlei Auslandsgeschäft wäre mehr möglich. Doch es wäre ein zweischneidiges Schwert: Wie könnten wir denn dann noch unsere Gasrechnung bezahlen? Außerdem wird eine eigentlich neutrale Institution für politische Zwecke instrumentalisiert - nicht zum ersten Mal, übrigens. Die Folgen sind übersehbar: Eine "Atombombe für die Kapitalmärkte" nennt Friedrich Merz den Ausschluss Russlands. Und am Ende könnte er sogar dazu führen, dass Russland mit China ein alternatives Zahlungssystem gründet und sich der Westen unterm Strich nur weiter schwächt.

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  • 19.01.2022
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    53:45
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    Frankreich vorn? Macron und die Ratspräsidentschaft

    Ganz große Bühne für Emmanuel Macron: Frankreich übernimmt die EU-Ratspräsidentschaft. Dringende Themen wie der Klimawandel, die Digitalisierung und die Migration stehen auf der Agenda, nicht zu vergessen die Ukraine-Krise. Eine Chance für den französischen Präsidenten für eine kurze Auszeit vom heimischen Ungemach? Seine Corona-Politik sorgt in der französischen Bevölkerung zunehmend für Unruhe, die Bilanz seiner ersten Amtszeit sieht dürftig aus. Und im April stehen Präsidentschaftswahlen an. Will Macron jetzt von Brüssel aus für eine nächste Amtszeit als französischer Präsident punkten? Und was bedeutet es, wenn Macron die europäische Bühne für sich nutzt, für die deutsch-französische Allianz in der EU?

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  • 18.01.2022
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    50:47
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    Rübennase Kugelbauch – Alles über Schneemänner

    Die "Skulptur des kleinen Mannes" hat ihn mal jemand genannt. Aber das ist viel zu eng gedacht: auch große Frauen und natürlich Kinder lieben den Schneemann. Alle stürzen hinaus, sobald ein bisschen Schnee fällt, und rollen erst eine große Kugel, dann zwei oder drei kleinere, stapeln sie übereinander und stecken eine Möhre als Nase hinein, Kohlen oder Nüsse als Augen. Die Fortgeschrittenen formen einen Mund aus Steinchen und stecken kleine Zweige als Arme dazu. Da steht er dann, als herzerwärmender Begleiter in kalten Tagen und nach kurzer Zeit oft auch als tropfender, trauriger Beleg für die insgesamt ansteigenden Temperaturen. Aber solange es ihn gibt, wollen wir ihn feiern, den Schneemann, der natürlich auch eine Schneefrau sein kann. Denn von den vielen Bildern, die wir von uns selber machen, ist er eines der entspanntesten: rübennasig, kugelrund und immer gelassen und freundlich.

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  • 17.01.2022
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    54:11
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    Der literarische Kanon: Wer bestimmt, was bleibt?

    Im Jahr 2018 drehte der Autor und Verleger Tillmann Severin die Bücher von weißen männlichen Autoren in seinem Regal um, so dass nicht mehr die Buchrücken vorne waren, sondern der Schnitt. Und siehe da: In seinem Regal war nahezu alles weiß. Und das eben nicht nur farblich, sondern gerade auch, was die Autoren anging. Wahrscheinlich spiegelte sein privater Bücherschrank auch den damaligen literarischen Kanon wider - in seiner Orientierung auf "weiß" und "männlich" Wie aber sieht es heute aus? Hat sich gesellschaftliche Diversität auch literarisch niedergeschlagen? Wer wird gesehen, anerkannt und hat Zugänge in die etablierten Räume der Buchbranche? Und wer hat die Macht zu bestimmen, was bleibt?

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  • 14.01.2022
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    52:59
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    Hallo, Waschbär! Wilde Tiere in der Stadt

    Marder, Fuchs und Waschbär sind in unseren Siedlungen und Städten angekommen. Nilgänse und Nutrias haben sich angesiedelt und der Goldschakal vermehrt sich wieder in Deutschland. Nicht zu vergessen der Wolf. Während die Einen sich über die Neuankömmlinge freuen, fragen sich andere: Wie gehe ich mit dem Waschbär oder dem Wildschwein im Garten um? Müssen wir anders planen und bauen? Und wer darf eigentlich über Lebensräume bestimmen, nur wir Menschen?

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  • 13.01.2022
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    53:39
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    "Und seid ihr willig, so zeig ich Gewalt" – Angst und Schrecken in Film und Fernsehen

    Heute kommt der fünfte Teil der Scream-Reihe in unsere Kinos und man darf bei allem Schrecken und Horror sicher sein, dass Ghostface auch dieses Mal nicht zur Strecke gebracht wird. Oder doch? Das Ende ist gar nicht so wichtig, denn es geht darum, Angstschweiß gefahrlos genießen zu können. Und dazu braucht es gar nicht immer drastische Szenen, vielfach reicht schon ein ganz kleiner Mord im bürgerlichen Milieu. Krimi hat vor allem im Fernsehen nach wie vor Hochkonjunktur und man wundert sich immer wieder, wer die alle sehen soll. Worin besteht die Faszination des Schreckens?

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  • 12.01.2022
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    53:19
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    "Hier stehe ich, ich kann nicht anders.“ Die Macht des Protests

    Proteste in Kasachstan, Proteste im Sudan, Proteste in Deutschland… - Eine groß angelegte Langzeitstudie aus den USA sagt: Proteste nehmen weltweit zu. An Zahl, an Masse, an Organisationskraft. Und auch an Zielstrebigkeit. Denn immer mehr Proteste zielen darauf, die jeweils Herrschenden zu erschüttern - ihren politischen Kurs und oft auch ihre Herrschaft selbst. Woran liegt es, dass auf der Welt immer mehr Proteste in Bewegung kommen? Und können diese Proteste so viel bewegen, dass auch ihre Wirkung weltweit zunimmt? Was macht Proteste erfolgreich? Was ist ein erfolgreicher Protest? Und was folgt anschließend auf den Erfolg? Fest steht: Demonstrierende gehen oft große persönliche Risiken ein, weil ihr Protest und der Widerstand dagegen nicht selten in Gewalt mündet. Und zu ermessen, ob der Erfolg am Ende das Risiko wert war - das kann Jahre dauern.

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  • 11.01.2022
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    53:13
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    Omikron im Klassenzimmer - Präsenz um jeden Preis?

    Guten Morgen, Frau Corona! Vielleicht wäre das im Moment der richtige Gruß zum Unterrichtsbeginn. Denn die Wahrscheinlichkeit steigt, dass die Omikron-Variante des Corona-Virus mit im Klassenzimmer sitzt. "Höchste Priorität“ räumt der hessische Kultusminister dem Präsenzunterricht ein, so ließ er verlauten zum Schulstart nach den Ferien mit Masken, Tests und Lüften. Schulen würden erst geschlossen, wenn "alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind“. Aber was heißt das? Obwohl wir Rekord-Inzidenzen zu verzeichnen haben, darf noch gefeiert werden. Restaurants, Einzelhandel, Theater haben mit Auflagen geöffnet und im öffentlichen Verkehr gilt keine FFP2-Maskenpflicht. Hat die Unversehrtheit der Kinder und Jugendlichen also wirklich Priorität? Oder werden die eventuellen Folgen des Präsenzunterrichts in Kauf genommen, um die Eltern als Arbeitskräfte verfügbar zu halten und zu vermeiden, dass die mangelhafte Weiterentwicklung bei den digitalen Möglichkeiten des Unterrichts offensichtlich werden?

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  • 10.01.2022
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    54:34
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    "Der Staat" - Wer ist das eigentlich?

    Von "Aasgeiern der Pandemie“ spricht Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, und meint damit Rechtsextreme, denen die Corona-Pandemie ein willkommener Anlass sei, "um gegen den Staat zu hetzen“. "Der Staat“! In den Augen von Rechtsextremen ist das wohl unsere Demokratie und ihre Grundordnung. Und es sind diejenigen, die in Parlamenten und Regierungen sitzen und dort unseren Staat repräsentieren. Genau: "Unseren Staat“. Denn der Staat - das sind doch eigentlich wir alle. Auch wenn Steuerhinterzieher das gerne mal vergessen. Tatsächlich neigen viele von uns dazu, "den Staat“ zu einem feindlichen Gegenüber zu machen und unsere Abgeordneten und Kabinettsmitglieder als "die da oben“ zu betrachten. Woher kommt dieses gespaltene Verhältnis zum Staat, der doch unser "Gemeinwesen“ ist - oder sein soll? Welche Gefahren birgt es, wenn zwischen "dem Staat“ und seinen Bürgerinnen und Bürgern ein tiefer Graben klafft? Und wie lässt sich wieder zusammenführen, was doch eigentlich zusammengehört?

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  • 07.01.2022
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    48:53
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    Der Tag: Schöner scheitern – jetzt erst recht!

    Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel. In der Silvesternacht schwören wir uns: Ab Morgen wird alles besser. Mehr Sport, gesünder essen, weniger Stress, mehr Zeit für die Familie. Und schon eine Woche später sind die meisten guten Vorsätze geschmolzen wie Schnee in der Frühlingssonne. Sollten wir uns frei machen von diesem Anspruch, alles besser machen zu wollen, weil wir doch ahnen, dass wir es wieder nicht schaffen werden? Scheitern als Chance ist ein schönes Motto, das wir unserer neuen Bundesregierung aber nicht unbedingt zugestehen wollen: Die Ampel-Koalition hat sich zu ihrem Start besonderes viel vorgenommen. Welche dieser guten Vorsätze sind schon jetzt gescheitert? Wir blicken voraus.

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  • 06.01.2022
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    54:26
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    Der Tag: Mit Gewalt gegen die Demokratie - Der Sturm auf das Kapitol

    Washington am 6. Januar 2021: ein wütender Mob stürmt Richtung Kapitol, dringt gewaltsam in das Regierungsgebäude ein, in dem gerade formal das Wahlergebnis der Präsidentschaftswahl von 2020 bestätigt werden soll. Tausende protestieren, grölen, zerstören. Hunderte prügeln sich ins Innere des Kongressgebäudes, drinnen gewählte Volksvertreter mit Todesangst. Bei dem Angriff sterben fünf Menschen, über hundert werden verletzt, zum Teil schwer. Und heute? Ein Untersuchungsausschuss ist eingesetzt, gegen zahlreiche Protestler laufen Verfahren, hunderte sind in Haft. Aber der, der mit seinem Aufruf maßgeblich zu diesem Angriff auf die Demokratie beigetragen hat, bleibt unbehelligt. Donald Trump zieht noch immer die Fäden in der republikanischen Partei, die in großen Teilen den Sturm auf das Kapitol totschweigen will. Der Angriff auf die Demokratie ist mit dem 6.1.2021 nicht vorbei. Ein gewaltsamer Umsturz scheint in den USA seitdem mehr denn je möglich. Wie stabil ist die Demokratie im gespaltenen Amerika?

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  • 05.01.2022
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    51:24
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    Der Tag: Atomenergie – Retter in der Klimakrise?

    Deutschland ist schon fast durch mit dem Ausstieg aus der Kernenergie, die 3 letzten Kraftwerke werden im nächsten Jahr abgeschaltet. In der EU geht man teilweise völlig andere Wege. Insbesondere Frankreich setzt weiterhin auf den Strom aus den Reaktoren und die EU-Kommission hat empfohlen die Kernenergie als nachhaltige Energieform einzustufen, unter bestimmten Bedingungen. Man will, dass möglichst moderne, wenig störanfällige Technik eingesetzt wird. Um das voranzutreiben braucht es Planungssicherheit für die Investoren. Im Transformationsprozess zu wirklich grüner Energiegewinnung soll die Kernkraft helfen, den CO2 Ausstoß zu begrenzen. Wie weit man mit der Forschung ist, welche Anlagentypen dazu taugen das Energieproblem nachhaltig zu lösen und welches Potential die Atomenergie hat, das wollen wir genauer wissen.

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  • 04.01.2022
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    55:09
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    Der Tag: Back in the USSR – Russlands Sehnsucht nach alter Stärke

    Es geschah am 25. Dezember 1991, die rote Fahne auf dem Kreml wird eingeholt. Die Sowjetunion gibt es nicht mehr und mit ihr verschwindet eine der zwei Supermächte des Kalten Krieges. Im sogenannten "Vertrag von Minsk“ wird die offizielle Auflösung des einstigen Staatenbündnisses besiegelt, insgesamt 21 Staaten erklären ihre Unabhängigkeit. Seit dem 31. Dezember 1991 um Mitternacht ist die UDSSR Vergangenheit. Offiziell. 30 Jahre später sind die Schatten der ehemaligen Sowjetunion so spürbar wie lange nicht mehr. An der russisch-ukrainischen Grenze droht die Lage zu eskalieren. Ob die diplomatischen Bemühungen reichen, um den Konflikt beizulegen? Wieder einmal geht es nicht nur um einen regionalen Konflikt, sondern wie schon auf der Krim und in Georgien um alte Fronten und die gemeinsame Geschichte der ehemaligen Sowjetrepubliken. Wie lange noch?

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  • 03.01.2022
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    53:08
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    Nicht farbecht – Greenwashing und andere Schummeleien

    Die Älteren erinnern sich noch, wie die Firma Krombacher mit Bierkästen den Regenwald retten wollte. 2002 begann die Kampagne, und so alt ist auch der Vorwurf, dass es sich da um "Greenwashing“ handelt - also um den Versuch, sich ein grünes Image zu verpassen, ohne dass für die Umwelt oder das Klima viel dabei herauskommt. Mittlerweile präsentieren unübersehbar viele Unternehmen sich und ihre Produkte als "nachhaltig“, außerdem als divers, gesund und überhaupt gesellschaftlich fortschrittlich. Und ebenso stark ist der Zweifel gewachsen: ist das nicht nur Show? Greenwashing eben, oder auch Pinkwashing, wo Diversität im Unternehmen vorgetäuscht wird, oder Leanwashing, wo altbekannte Dickmacher als gesund verkauft werden? Oder ist es vielleicht ein moralisch uneindeutiges, aber insgesamt für alle Beteiligten nützliches Verfahren? Die einen verdienen Geld, und die anderen haben ein gutes Gewissen.

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  • 30.12.2021
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    50:47
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    Der Tag: Schnöder Mammon - Wieviel Glück hängt am Geld?

    “Ich bin das Geld“, sagt das Bond-Girl in Casino Royale. “Und jeden Penny wert“, antwortet 007 alias Daniel Craig. Der wahre Craig hat nun angekündigt, sein Geld - jedenfalls den größten Teil davon - nicht an seine Kinder zu vererben, sondern für wohltätige Zwecke zu spenden. Da kann man nur hoffen, dass seine Kinder später nicht ohne jeden Penny dastehen. Denn wie sagte Woody Allen: “Geld ist besser als Armut - wenn auch nur aus finanziellen Gründen.“ Der zweite Teil des Satzes legt allerdings den Finger auf den wunden Punkt - nämlich dorthin, wo Geld nicht mehr “beruhigt“, sondern “den Charakter verdirbt“. Denn so sehr wir auch am Geld hängen mögen - zum Glück (!) brauchen wir vielleicht gar nicht so viel davon, wie wir glauben. Oder ist Kein-Geld-zu-brauchen ein Luxus, den sich nur Reiche leisten können? Wobei der wahre Reichtum ja gar nichts mit Geld zu tun haben muss. Das alles läuft letzten Endes auf die Frage hinaus, ob eine Welt ohne Geld vorstellbar ist - und in welcher Hinsicht eine solche Welt unbezahlbar wäre. (Wiederholung vom 20.08.2021)

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  • 29.12.2021
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    52:47
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    Der Tag: Und damit Pasta – der Siegeszug der Nudel

    Sie ist international beliebt und das schon seit mehreren tausend Jahren: die Nudel. Wahrscheinlich von China aus, hat sie ihren Siegeszug in die ganze Welt angetreten. Auch in Deutschland steigt der Nudelkonsum stetig. Die Pandemie hat diesen Trend noch verstärkt. Egal ob aus Reis-, Weizen oder Kichererbsenmehl hergestellt, die Nudel ist aus unserer Küche nicht mehr wegzudenken. Zumal es unendlich viele Möglichkeiten gibt, sie mit Beilagen zu kombinieren. Eine besonders beliebte Sorte haben Religionskritiker zu ihrer Gottheit gemacht. Sie wird das fliegende Spaghettimonster genannt. Die Nudel scheint also ein ganz besonderes Lebensmittel zu sein. (Wiederholung vom 24.06.21)

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  • 28.12.2021
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    50:37
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    Der Tag: Push up für den Po – Der Hype ums Hinterteil

    Wir alle sitzen drauf. Und viele von uns setzen obendrein auf sein erotisches Po-tential. Denn wir selbst sehen ihn zwar nicht. Aber wo wir gehen und stehen, kann er die Blicke der anderen auf sich ziehen, je nachdem, wie ausladend oder einladend er ist. Deshalb schauen viele - ihre Köpfe verdrehend - immer wieder in den Spiegel und fragen sich, ob sie anderen den Kopf verdrehen können - mit dem hintersten Teil unseres Körpers, für den es so unendlich viele Wortschöpfungen gibt: Von zärtlich bis vulgär, von drastisch-direkt bis verschämt-umschreibend, vom dezent-gehauchten "Po" bis zum guttural-gezischten "Arsch". Noch mehr als Worte sagen Fakten, und wenn es um den Körper geht, ist die Sehnsucht nach "alternativen Fakten" groß. Deshalb wollen immer mehr Menschen ihre Kehrseite nicht mehr verstecken, sondern verschönern - und werden damit zur allerwertesten Kundschaft der Gesäß-Chirurgie. Aber gespalten wie er selbst ist auch das Image des Pos. Ihn entblößt zur Schau zu stellen, kann deshalb nicht nur zu Höhepunkten führen, sondern auch zum Gipfel der Entrüstung. (Wiederholung vom 30.06.2021)

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  • 27.12.2021
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    53:57
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    Der Tag: Schon gehört? "Der Tag" ganz Ohr

    Das Ohr macht nie Pause. Auch wenn wir schlafen hören wir. Sonst könnte uns das Weckerklingeln auch nicht aus dem Bett treiben. Unsere Fähigkeit zu hören, bereitet uns viel Vergnügen. Sei es wenn wir Musik hören, Geräusche aus der Natur, wie Vogelzwitschern oder Wasserplätschern oder wenn wir Geschichten lauschen, angenehmen Stimmen, Neuigkeiten, die uns interessieren. Sehr viele Menschen haben inzwischen fast ständig Kopfhörer im Ohr, über die sie telefonieren, Musik hören oder Podcasts. Das Hören scheint noch wichtiger geworden zu sein. Ruhe und Stille wird den Ohren kaum gegönnt. Zum Welttag des Hörens wollen wir uns vor allem dem Zuhören widmen. Wenn man andere verstehen will, langt es nicht zu hören, man muss zuhören, damit Kommunikation gelingt. Zuhören und auf die Zwischentöne achten. Das sollten wir uns hinter die Ohren schreiben. (Wiederholung vom 03.03.2021)

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  • 23.12.2021
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    53:44
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    Der Tag: Chaos, Krach und Zweisamkeit – Ein Fest der Liebe

    Jetzt kommen sie wieder - die "besinnlichen Tage". Die Zeit, in der wir uns mit unseren Liebsten um die Tannenbäume kuscheln und gemeinsam frohlocken. Mutti schiebt den Braten in den Ofen, Vati entzündet den Kamin, und Omi und Opi stimmen Weihnachtslieder an. So ist es doch? Oder nicht? Gut, nüchtern betrachtet, sieht es hier und da vermutlich anders aus. Dann ist Mutter gestresst, Vater genervt und Oma und Opa im besten Fall nur beschwipst. Vielleicht kulminiert gerade zur Weihnachtszeit unsere Illusion der Liebe. Eine idealtypische Vorstellung, die u.a. von Moral und Hollywood geprägt ist. Und in manchen Fällen sogar therapiert werden muss. Liebe ist definitiv mehr als ein Gefühl. Sie hat so viele Facetten, dass es quasi unmöglich ist von DER Liebe zu sprechen. Genau deshalb wollen wir es versuchen. Wir wollen herausfinden, was Liebe bedeutet, wo sie zu finden und wie sie zu leben ist. Um am Ende zu wissen, ob Liebe wirklich ein Gefühl, ein Geschenk oder doch nur ein seltsames Spiel ist. Kurzum: Ein Tag zur Liebe zum Fest der Liebe….

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  • 22.12.2021
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    54:26
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    Der Tag: Rammelwolle, Perückenbock und Schlüpfertyp - Vom neuen Image der Jagd

    Immer mehr Frauen und Stadtmenschen lernen zu jagen. Das sagen neue Zahlen vom Deutschen Jagdverband. Knapp 400.000 Menschen in Deutschland besitzen einen Jagdschein, aber innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich die Zusammensetzung dieser Gruppe immer stärker geändert. Sagt der Imagewandel der Jagd eigentlich etwas über uns als Gesellschaft aus? Ist dieser stärkere Bezug der Menschen zur Natur und dem Tier bloß Symptom des allgemeinen Nachhaltigkeits- und Naturtrends? Oder auch eine Art Rückkehr zu unseren urmenschlichen Wurzeln als Sammler und Jäger?

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  • 21.12.2021
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    53:52
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    Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen …

    So singt Hildegard Knef mit dunklem Charme, „und dein Mund ist viel zu groß, dein Silberblick ist unverdrossen, doch nie sagst du: »Was mach' ich bloß?“ In der Stadt, die das Unverhoffte kultiviert, ihren Bewohnern einiges zumutet und sich selbst wichtiger nimmt als alles andere, wird Franziska Giffey nun wohl die erste regierende Bürgermeisterin. Was ist aus dem Erbe Klaus Wowereits geworden, der mit Sprüchen wie „Berlin ist arm aber sexy“ auch seinen Schlappen gut verkaufen konnte? Ist die Stadt unter Michael Müller „reich aber öde“ geworden? Und was kann sie tun, um sich vom Fluch bürokratischer Schlamperei zu befreien und wieder eine Reise oder sogar einen Umzug wert zu sein? Wandelt Berlin, die hochherrschaftliche Metropole an der Spree, auf neuen Wegen oder trabt es weiter auf alten Pfaden?

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  • 26.12.2021
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    50:46
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    Die düsteren Zeiten beginnen: Raunächte

    Jetzt wird es düster - diese Prognose kriegen wir seit knapp zwei Jahren regelmäßig von Politikern und Wissenschaftlern gestellt, deswegen sind wir vielleicht etwas abgestumpft. Aber jetzt wird es auch noch traditionell düster: am 21. Dezember (andere sagen: am 24.) beginnen die Rauhnächte, das sind die Nächte bis zum 6. Januar. Das Tor zur Geisterwelt steht offen, Frau Holle oder Wotan führen die Wilde Jagd durchs Land. Wer jetzt Wäsche wäscht oder auch nur aufhängt, begibt sich in Lebensgefahr. Am sichersten ist es, ruhig daheim zu bleiben, und zum Beispiel Orakel zu befragen, wie das nächste Jahr wird. Denn die Zeit außerhalb der Zeit, "zwischen den Jahren“ ist magisch aufgeladen. Müssen wir uns fürchten? Nicht unbedingt: die Dunkelheit gibt Gelegenheit, sich zu sammeln, und in Ruhe auf das vergangene Jahr und in die Zukunft zu blicken.

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  • 17.12.2021
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    52:01
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    Am Nordpol, denkt man, ist es kalt

    Dass der "warme Süden“ nicht bis zum Südpol reicht, sondern dass an beiden Polen auch polare Temperaturen herrschen, das versteht sich - leider nicht mehr von selbst. Denn in einer klimagewandelten Natur sind die polaren Temperaturen eben auch nicht mehr das, was sie mal waren. Ganz im Gegenteil! Die Weltwetterorganisation hat jetzt bestätigt, dass voriges Jahr in der Arktis im hohen Norden ein neuer Hitzerekord gemessen wurde. Der beträgt hochsommerliche 38 Grad und widerspricht damit all unseren Vorstellungen von nordischer Kälte. Am Nordpol ist es jetzt womöglich sogar wärmer als am Südpol. Aber auch die Antarktis verzeichnet mit 18,3 Grad einen neuen eigenen Hitzerekord. Ein Befund, der leider nur geeignet ist, die Gletscher dahinschmelzen zu lassen, sonst aber niemanden. Zumal wir auch gar nicht bis an die beiden Enden der Erde reisen müssen, um die schlimmen Folgen dieser Entwicklung zu sehen. Und was hilft es da noch, sich warm anzuziehen, wenn nicht einmal mehr das Eis ewig ist?

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  • 16.12.2021
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    53:15
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    Ich, ich und ich – von der Kraft des Egoismus

    Wir leben in einer individualisierten Gesellschaft, in der jeder sich selbst der Nächste ist. Das klingt nicht schön, muss aber nicht negativ sein. Denn nur wer mit sich selbst im Reinen ist, sich selbst mag, ist auch in der Lage mit Anderen in guten Kontakt zu treten, Anderen zu helfen. Vom Ich zum Du, zum Wir, so drücken es die Entwicklungspsychologen aus. Ist der Egoismus also eine wichtige Motivationsquelle für unser Handeln, hat er zu Unrecht einen schlechten Ruf? Ist Egoismus vielleicht sogar gesund und lebenserhaltend und wann wird es zu viel? Was treibt uns an, uns für das Wohl von anderen Menschen einzusetzen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten? Solche Fragen betreffen nicht nur Individuen, sondern auch Staaten. Offenbar sind gerade ganze Nationen auf dem Egotrip, horten Impfstoffe, suchen die wirtschaftliche Vormachtstellung. Der Weg vom Ich zum Wir scheint beschwerlich.

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  • 15.12.2021
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    52:19
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    Ski und Virus gut?

    Weiße Hänge, hohe Geschwindigkeiten und hinterher Glühwein mit Schuss, das bedeutet für viele winterliche Urlaubsfreude. Der Ski-Tourismus ist ein beachtlicher Wirtschaftszweig, aber ebenso beachtlich sind seine Auswirkungen auf Flora und Fauna. Tier- und Pflanzenwelt leiden unter den Schneekanonen, den Menschenmassen und Freiluftparties. Nach einem Winter im Lockdown sind in diesem Jahr die Pisten wieder offen. Gemäßigt und ohne après Ski. Profitiert die Natur von dem Virus, unter dem sonst alle leiden? Müssen wir eine Weile verzichten oder reicht es, neue Wege zu finden, Skifreuden und Naturschutz zu verbinden? Ist auch hier Corona die Chance, einmal darüber nachzudenken, was man anders machen kann?

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  • 14.12.2021
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    52:29
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    Digitales Gold? Auf der Suche nach Kryptowährungen

    Kryptowährungen könnten das Zahlungsmittel der Zukunft sein. Fälschungssicher, digital, direkt. Da gibt es keine Bank, die Kontoführungsgebühren einstreicht. Man hat weltweit Zugriff. Allerdings muss man auf seine digitale Geldbörse, das „Wallet“ gut aufpassen. Wohin mit der rund 64-stelligen Zeichenkombination, die man zum Öffnen braucht? Wo kann man sie speichern und was, wenn der Speicherort verloren geht, die Festplatte ihren Geist aufgegeben hat? Und welche Kryptowährung ist für wen sinnvoll, als Zahlungsmittel oder Geldanlage? Alles ziemlich kryptisch mit den Kryptowährungen. Wir versuchen eine Entschlüsselung.

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  • 13.12.2021
    0 MB
    54:59
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    Wandel durch klare Kante? Die neue deutsche Außenpolitik

    "Wertegeleitet“ soll sie sein, die neue deutsche Außenpolitik, und deshalb "immer ein Zusammenspiel von Dialog und Härte“. Das sagt Annalena Baerbock, die neue grüne Chefdiplomatin, und nicht zufällig bleibt da vor allem das Wort "Härte“ haften. Ein Wort, das Baerbocks Koalitionspartner, Bundeskanzler Olaf Scholz, bislang nicht im Munde führt. Es müsse "ein Miteinander auch mit Regierungen geben, die ganz anders sind als die unsrigen“, sagt der Erbe des lupenreinen Pragmatikers Gerhard Schröder. Aber er beruft sich dabei auf die älteren SPD-Kanzler Brandt und Schmidt, die in ihrer Ostpolitik einen "Wandel durch Annäherung“ erreicht hätten. Verbaut man sich also den Weg durch zu viel Härte? Oder verrät man Werte und Menschen durch zu viel Annäherung? In der neuen Koalition ziehen offenbar zwei an einem Strang in verschiedene Richtungen. Wer hat nun Recht? Wer setzt sich am Ende durch? Und wo genau hat Diplomatie ihre Grenzen?

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  • 10.12.2021
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    53:00
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    Mutti ante portas – vom Loslassen nach dem Job

    Die neue Kanzlerin heißt Olaf Scholz, das Kabinett steht, der 20. Bundestag legt los. Während die Ampelkoalition also jetzt so richtig durchstartet, macht Angela Merkel… ja was eigentlich? Was tut eine Frau, die sechzehn Jahre lang als mächtigste Frau der Welt bezeichnet wurde, wenn sie das nicht mehr ist? Wie findet man nach so einem Leben in ein neues Leben? Geht das überhaupt? Was ist eine adäquate Alternative zu Staatsbesuchen? Kartoffelsuppe kochen? Wohl kaum. Oder gerade doch?! Wie haben andere Staatschefs ihren (Un-)Ruhestand gestaltet? Wie stellen Spitzensportler das an, die aus medizinischen Erwägungen heraus gar nicht einfach aufhören können? Und wie lernt man eigentlich zur Ruhe zu kommen?

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  • 09.12.2021
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    48:50
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    Härtetest – Die Ukraine, Putin und der Westen

    Man will weiter im Gespräch bleiben - dieses Fazit nach dem Videogipfel zum Ukraine-Konflikt zwischen US-Präsident Biden und dem russischen Präsidenten Putin klingt freundlich, bedeutet aber nichts weiter als Ergebnislosigkeit. Seit Wochen werfen die USA Russland einen Truppenaufmarsch in der Nähe der ukrainischen Grenze vor. Biden drohte erneut mit wirtschaftlichen Sanktionen, der militärischen Unterstützung der Ukraine und mehr Soldaten an der Ostflanke der NATO. Putin forderte weiter eine juristische Garantie, dass sich die NATO nicht nach Osten ausweitet. Truppenaufmarsch, Sanktionsdrohungen - mehr als Säbelrasseln? Wie gefährlich ist die Lage an der russisch-ukrainischen Grenze? Und wie realistisch die Möglichkeit, sich in den weiter laufenden Verhandlungen zu verständigen? Mit diesen Fragen werden sich auch die Außenminister der G7 auf ihrer Konferenz beschäftigen, mit dabei die neue deutsche Außenministerin Baerbock, die eine härtere Gangart im Umgang mit Russland angekündigt hat.

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  • 08.12.2021
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    54:55
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    Bedingt krisentauglich? Die Demokratie in der Pandemie

    Was für eine Woche! Bundeswehrsoldaten trompeten zu Nina Hagen, Twitters SPD-Liebling wird zum Gesundheitsminister, der Koalitionsvertrag ist unterzeichnet. Es läuft doch geradezu spitzenmäßig für die Demokratie, oder? Ja, wäre da nicht die kritische Bevölkerung. Völlig unbeeindruckt von Glanz und Gloria der letzten Tage und Wochen sind sie, so scheint es. Jedenfalls halten weniger als die Hälfte der Befragten einer aktuellen Umfrage die Demokratie für geeignet, die Corona-Pandemie zu meistern. Ganze 40 Prozent halten diese Staatsform hierfür für "eher schlecht" oder sogar "sehr schlecht". Steckt die Demokratie in einer Krise? Müssen wir uns nach Alternativen umschauen? Wie gehen andere Demokratien mit der Pandemie um? Haben wir vielleicht gar kein Problem mit der Demokratie, sondern mit der Krise?

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  • 07.12.2021
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    54:15
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    Gut gemeint? Die dunklen Seiten der Tierliebe

    Die Preise für Welpen explodieren, Züchter und Tierheime können sich vor Anfragen kaum retten - Corona hat die Sehnsucht nach einem tröstenden lebendigen Kuscheltier gesteigert. Doch mittlerweile kommen die ersten unüberlegt angeschafften Hunde schon wieder ins Tierheim zurück und mal eben schnell im Internet bestellte Welpen aus dem illegalen Handel noch dazu. Oft ungeimpft, krank oder beides. Sie sind eben doch keine Kuscheltiere, brauchen nicht nur Liebe, sondern auch Zeit, Erziehung und nicht zuletzt verursachen sie Kosten. Der Tierschutz kommt so an seine Grenzen, ein Ende dieses Trends ist nicht in Sicht. Was brauchen Tierschützer, um diesen Tieren wirklich helfen zu können? Und wie kann dem illegalen Welpenhandel endlich das Handwerk gelegt werden?

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  • 06.12.2021
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    53:46
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    Ausgedruckt - Wenn Papier knapp wird

    Wenn von "endlichen Rohstoffen" die Rede ist, denken wir schnell an Erdöl, Gas oder andere Stoffe aus den Tiefen unserer Erde. Dass uns aber gerade das Papier ausgeht - das trifft uns dann doch irgendwie überraschend. Hier sind beide Rohstoffe knapp geworden: Holz und Altpapier. Und wie immer in solchen Fällen wirkt sich das geringe Angebot auf den Preis aus. Er geht durch die Decke. Das bekommen vor allem Druckereien und Verlage zu spüren. Aber selbst in Supermärkten fehlen hier und da bereits die Papiertüten. Beginnt jetzt, wo wir eigentlich noch aufs papierlose Büro warten, das papierlose Leben? Woran liegt’s? Wie könnte eine Welt ohne Papier aussehen? Und was für Papier-Alternativen gibt es? Ganz verzichten wollen wir nicht auf das Papier, denn es ist mehr als Verpackung und Druckmaterial. Es riecht gut, es liegt gut in der Hand, wird teilweise aufwendig geschöpft, ist edel und einzigartig.

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  • 03.12.2021
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    53:34
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    Der General – hilft sofort!

    Nun soll es also ein General richten. Carsten Breuer, Kommandeur des Kommandos Territoriale Aufgaben der Bundeswehr, übernimmt die Leitung des neuen Krisenstabs im Bundeskanzleramt. Seine wichtigste Aufgabe wird es sein, das Durcheinander bei der aktuellen Impfkampagne zu entwirren und für mehr Tempo zu sorgen, damit bis Weihnachten wirklich 30 Millionen Impfungen bundesweit durchgeführt werden können. Signal: Die Impf-Kampagne wird zur Chefsache. Aber der eigentliche Chef ist ja bald Olaf Scholz. Wäre es nicht Aufgabe der Politik, das in die Hand zu nehmen? Zumal das "Zur-Chefsache-Machen" bislang eine Spezialität von Angela Merkel gewesen ist. Allerdings wesentlich unauffälliger und geräuschloser. Was ändert sich überhaupt, wenn Chef oder Chefin ein Projekt komplett übernimmt? Ist das eher kontraproduktiv - oder sehnen wir uns gar nach mehr Autorität?

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  • 02.12.2021
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    51:01
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    Gucci & Co – Machen Marken Leute?

    Das Leben und Schaffen des Modemoguls Guccio Gucci ist gelinde gesagt vielschichtig. Es steht wie kaum ein anderes für Luxus, Glanz und Jetset. Aber auch für Intrigen, Skandale, Verrat und Mord. Kein Wunder, dass diese filmreife Biografie mit "House of Gucci" tatsächlich verfilmt wurde. Was macht Gucci zu Gucci? Was macht Marken zu Marken? Welche Macht haben sie? Welche Rolle spielen Social Media und Influencer? Und was machen Marken mit uns Menschen? Sind sie bloß teurer Zeitvertreib oder eher ein Vehikel des Gruppenzwangs?

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  • 01.12.2021
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    53:28
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    Welt-AIDS-Tag: Im Schatten von Corona

    "Gib AIDS keine Chance!". Dieser Aufruf war in den 80er Jahren allgegenwärtig, als die bedrohliche Krankheit, ausgelöst durch das HI-Virus, zum ersten Mal beschrieben wurde. Damals hat eine Infektion mit dem Virus fast immer zum baldigen Tod geführt. Heute können Infizierte dank moderner Medikamente ein weitgehend normales Leben führen, trotz mancher Einschränkungen. Vielleicht bekommt AIDS aber gerade wieder eine neue "Chance". Und zwar ungewollt, weil sich alles auf den Kampf gegen Corona konzentriert und andere Infektionskrankheiten dabei aus dem Blickfeld geraten. Selbst am Welt-AIDS-Tag. Drohen uns im Schatten von Corona neue Epidemien, weil wir unsere Ressourcen im Gesundheitssystem derzeit vor allem auf ein Ziel konzentrieren? Und wie sorglos können wir mit AIDS wirklich umgehen, 40 Jahre nachdem es als eigenständige Krankheit erkannt wurde?

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  • 30.11.2021
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    52:47
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    Moleküle des Grauens – Warum Chemiewaffen nicht verschwinden

    Chemische Waffen sind weltweit verboten, schon seit 1997. Das Grauen, das Phosgen, Senfgas und andere "Lungen-, Blut- und Nervenkampfstoffe" seit ihrem ersten Einsatz im Ersten Weltkrieg auslösen, haben eine ungewöhnliche Entschlossenheit bewirkt. Seither wacht die OVCW, die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen, von Den Haag aus darüber, dass es auch eingehalten wird. Die Bundesregierung sieht im Abkommen über chemische Waffen "einen der erfolgreichsten multilateralen Abrüstungsverträge" - und wahrscheinlich wird die OVCW auf ihrem jährlichen Kongress in dieser Woche auch eine eher positive Bilanz ziehen. 2013, als die OVCW den Friedensnobelpreis erhielt, wäre das anders gewesen: im syrischen Bürgerkrieg waren Stellungen von Aufständischen mit Sarin attackiert worden. Bis heute ist Assad der Hauptverdächtige. Barack Obama sah eine "rote Linie" überschritten, Folgen hatte das aber kaum welche. Die weltweite Ächtung nimmt uns nicht im Einzelfall die Furcht, dass doch jemand zum Äußersten greift. Und sei es zum politischen Mord, wie im Fall Skripal. Chemische Waffen sind weltweit verboten, verschwunden sind sie nicht.

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  • 29.11.2021
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    53:32
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    Ganz schön aufgeblasen – die Inflation

    Unser Gefühl trügt nicht: Es wird tatsächlich vieles teurer! Erst im Oktober ist die Inflationsrate in Deutschland wieder einmal nach oben geschnellt, auf 4,5 Prozent. Und wenn jetzt das Statistische Bundesamt die ersten Daten für November vorlegt, ist es eher unwahrscheinlich, dass dieser Wert deutlich sinkt. Nicht nur Strom, Sprit oder Heizöl legen zu, sondern auch viele andere Dinge des täglichen Bedarfs. Ein Problem vor allem für Menschen, die ohnehin schon wenig Geld haben. Warum bekommen wir die Inflation gerade nicht in den Griff - trotz Bundesbank, EZB und vielen Fachleuten in der Politik? Ist ein gewisses Maß an Inflation vielleicht sogar gewollt? Denn schon bei der Entstehung unseres Universums war sie absolut notwendig.

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  • 26.11.2021
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    53:41
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    Nicht wehrlos! Frauen gegen Gewalt

    Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Fälle häuslicher Gewalt wieder gestiegen, vier Fünftel der Taten gehen von Männern aus. Die Corona-Pandemie soll die Situation zuhause zusätzlich verschärft haben, als häufigster Grund von Gewalt gegen Frauen gelten patriarchale Strukturen in der Familie. Und die sind nicht, wie manche behaupten, nur in Familien mit Migrationshintergrund zu finden. Um das an dieser Stelle gleich festzuhalten: Patriarchen sind auch deutsche Männer, denn sie verüben in diesem Land mehr Gewalttaten an Frauen als Männer mit Migrationshintergrund. Aber wie stellt sich die Gesellschaft eine Frau vor, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden ist? Als Mäuschen, als schwache Person, die nicht den Mut hat, sich zu trennen; nicht das Rückgrat, gegen den prügelnden Mann aufzubegehren? Das ist der Fehler, den wir als Gesellschaft machen: Wir stigmatisieren die Opfer und nehmen ihnen so einen freien Raum, in dem sie ihre Stimme erheben können. Jede Frau, egal wie klug, selbstbewusst oder erfolgreich kann Opfer häuslicher Gewalt werden. Wie kommen wir also alle zusammen aus diesem Teufelskreis wieder raus?

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  • 25.11.2021
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    52:35
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    Zuckerbrot und Spritze – Wie umgehen mit den Ungeimpften?

    Sich nicht impfen zu lassen gegen das Corona-Virus - noch ist das bei uns eine freie persönliche Entscheidung. Aber schon jetzt sind Ungeimpfte von immer mehr Bereichen des täglichen Lebens ausgeschlossen. Und die Luft für sie könnte noch dünner werden. Denn bei den politisch Verantwortlichen bröckelt mittlerweile die Front gegen eine Impfpflicht. So wird der Umgang mit Ungeimpften zu einer immer größeren Herausforderung der Pandemie - rechtlich, politisch und in unserem Zusammenleben. Denn der Unmut wächst: Der Unmut der Ungeimpften - und der Unmut gegen die Ungeimpften. Und es geht um gleich mehrere wichtige Fragen: Was hält Menschen davon ab, sich impfen zu lassen? Wie sinnvoll und wie problematisch wäre die offizielle Einführung einer Impfpflicht? Und wie sinnvoll oder problematisch ist es, sie schon jetzt zur Hintertür hereinzulassen? Und nicht zuletzt geht es um die Frage: Wie impfen wir uns gegen das Virus gegenseitiger Aggression?

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  • 24.11.2021
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    54:22
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    Maßlos überschätzt? Der Koalitionsvertrag

    Egal wie lang Grüne, FDP und SPD an ihrem Koalitionsvertrag gefeilt haben, am Ende bleibt die Frage, ob dieser Vertrag überhaupt so bedeutsam wird für die nächsten vier Jahre. Historisch betrachtet sind Koalitionsverträge, was die Seitenzahl angeht, immer länger, und was die Inhalte angeht, immer umstrittener geworden. Waren es bei den ersten Koalitionen der Bundesrepublik noch, wenn überhaupt, ein paar dünne Papiere mit wenigen losen Vereinbarungen, wird die voraussichtlich nächste Bundesregierung von manchen schon an ihrem Koalitionsvertrag gemessen, bevor sie überhaupt angefangen hat zu arbeiten. Die Ampel-Parteien haben sich einiges vorgenommen, sie wollen eine "Fortschrittskoalition" sein, die das Land wirklich erneuern und nach vorne bringen soll. Aber was bleibt bei so viel Kompromissmasse überhaupt noch übrig von den ursprünglichen Wahlprogrammen der drei Parteien? Ist so ein Koalitionsvertrag juristisch betrachtet überhaupt ein Vertrag? Und ist es nicht viel wichtiger, wer am Ende mit welchem Personal welche Ministerien übernimmt, als was in diesem Wisch steht?

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  • 23.11.2021
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    53:40
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    Shopping als Event – Rettung für die Kaufhäuser?

    Nichts ist bequemer, als abends, mit dem Laptop auf dem Sofa, auf Shoppingtour zu gehen. Von frischen Zitronen bis zum Skischuh lässt sich alles bestens online bestellen, Lieferung weitestgehend frei Haus. Die Kehrseite aber zeigt sich in den Innenstädten. Mit Zeitungen verklebte Schaufenster, Geschäftsaufgaben wegen zu hoher Mieten und ein grassierendes Aufkommen von Nagelstudios sind die Folge. Was kann die Kaufhäuser der Innenstädte noch retten? Shopping muss sich nicht nur lohnen, sondern auch Spaß machen. Machen wir also aus dem Konsum- einen Event-Tempel!

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  • 22.11.2021
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    54:00
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    Öl und Gas – wer hat noch was?

    Wir sehen es an jeder Zapfsäule: der Ölpreis ist gestiegen. Das geht nicht nur in Deutschland den Menschen ans Portemonnaie. Auch in den USA steigt der Unmut in der Bevölkerung und US-Präsident Joe Biden erwägt deswegen, im Kampf gegen hohe Energiepreise die nationalen Ölreserven anzuzapfen. Sein Appell an die erdölexportierenden Länder, die Fördermenge zu steigern, verhallte ungehört. Jetzt appelliert Biden an andere Staaten, über die eigenen Ölreserven den Ölpreis zu drücken und dadurch das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Sogar mit China sucht er den Schulterschluss. Die ganze Welt spricht von der Energiewende, aber ohne Öl ist alles nichts - wie lange noch?

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  • 19.11.2021
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    52:38
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    Jetzt hilft nur noch Bethmännchen - Weihnachtsfeiern und Corona

    München hat ihn schon abgesagt, hessische Städte überlegen noch, an anderen Orten aber werden auch in diesem Jahr Glühwein fließen und Mandeln duften. Der Weihnachtsmarkt gehört doch irgendwie dazu. Denn ohne festliche Stimmung auf den Straßen ist der Weihnachtseinkauf erst recht kein Spaß. Und auch in den Betrieben freut man sich auf Tombola und Nikolaus, der neben dem Extra-Monatsgehalt noch ein paar Schokotaler und Lebkuchen bringt. Wer arbeiten muss, will auch feiern. Aber warum? Ist das die reine Vergnügungssucht oder verbirgt sich dahinter ein geheimer Prozess zur Leistungssteigerung?

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  • 18.11.2021
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    55:26
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    Legalize Himbeereis – die Diskussion um Cannabis

    Es ist eine schöne Pflanze mit sehr charakteristischen Blättern: Hanf. Die Chancen stehen gut für den echten Hanf, dass er unter einer Ampelkoalition legalisiert wird. Dabei hat die Nutz, Heil- und Genusspflanze einen zweifelhaften Ruf. Sie gilt als Einstiegsdroge und Jugendliche, die sehr früh Cannabis rauchen, können eine Psychose entwickeln. Aber Cannabis hat auch positive Wirkungen: Schmerzpatienten haben lange dafür gekämpft, dass sie den Stoff legal bekommen können. Traut man sich nun auch in Deutschland das Verbot aufzuheben? Welche Folgen hätte es, wenn der Staat Anbau, Handel und Verkauf kontrollieren könnte und wer würde profitieren?

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  • 17.11.2021
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    53:06
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    Dickes Lob – das süße Gift

    Man solle nie aufhören, die Guten zu loben, sagte einmal ein einfühlsamer Mensch. Und tatsächlich ist es unabhängig von Leistungsstand und Hierarchieebene eine Wohltat für jeden, gelobt zu werden. Das Lob kann so ein gewinnbringender Motivationsschub sein. Aber Lob ist dabei nicht gleich Lob. Wenn es bei Selbstverständlichkeiten angewendet wird, kann es schnell in sein Gegenteil umschlagen, und dazu führen, dass man sich gar keine Mühe mehr gibt, etwas Besonderes zu erreichen. Und bei den Tieren, deren Reiz-Reaktions-Muster viel unmittelbarer ablaufen, ist es auch nicht so einfach richtig einzusetzen. Haben wir in der Zeit des Home-Office womöglich das Loben verlernt? Oder sind wir jetzt zu schnell bereit, mangelnde soziale Interaktion am Arbeitsplatz durch überschwängliches Lob auszugleichen?

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  • 16.11.2021
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    52:31
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    Die vierte Welle - Ist unser Gesundheitssystem der Pandemie gewachsen?

    Zwei Jahre Corona und kein Ende. Im Gegenteil, wir sind mittendrin in stark ansteigenden Infektionszahlen und haben erneut die Situation, dass die Krankenhäuser wegen zahlreicher Covid-Patienten planbare Operationen verschieben müssen. Das soll den Kollaps der intensivmedizinischen Betreuung verhindern. Die Zahl der positiv Getesteten steigt, die Zahl derjenigen, die in der Pflege die kräftezehrende Arbeit noch bewältigen können und wollen, sinkt. Corona hat auch hier eine Entwicklung beschleunigt, die sich schon vorher abgezeichnet hat. Der gesamte Pflegebereich wird nicht gut gepflegt. Wer sich um Kranke kümmert, verdient nicht nur Applaus, sondern endlich auch eine angemessene Bezahlung, bessere Arbeitsbedingungen und mehr gesellschaftliche Anerkennung. Was tun gegen die Fehler im System?

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  • 15.11.2021
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    55:23
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    Waffen, die keine sind – Lukaschenko und die Flüchtlinge

    Es ist kalt geworden an der belarussisch-polnischen Grenze. Tausende Menschen harren dort seit Wochen aus, zwischen Stacheldraht und Zäunen. Ihr Ziel: Die Europäische Union. Menschenrechtler sprechen von einer humanitären Katastrophe. Todesfälle müssten verhindert und die Menschen an sichere Orte in Belarus gebracht werden, so der UNHCR. Polen will eine Mauer bauen, 180 Kilometer lang, fünf Meter hoch, um die Geflüchteten abzuwehren. Viele Gestrandete kommen aus dem Libanon, ein Staat vor dem Zerfall. Dort leben 1,5 Millionen syrische Flüchtlinge. Der weißrussische Machthaber Alexander Lukaschenko will von der EU die Rücknahme von Sanktionen erpressen, indem er Migranten ins Land lockt und diese von Sicherheitskräften an die Grenze führen lässt. Kann die EU mit diesem Machthaber verhandeln? EU-Recht verlangt, dass Zugang zu Asylverfahren besteht. Wie müsste eine europäische Asylpolitik aussehen, damit der Flüchtlingsstrom aus Belarus gestoppt wird?

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  • 12.11.2021
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    53:13
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    Neue alte Debatte – Das Recht auf Abtreibung

    "Mein Bauch gehört mir“! Unter diesem Motto haben Frauen in der Bundesrepublik in den 1970er Jahren für das Recht auf Abtreibung gekämpft, und dieser Kampf ist auch heute noch nicht vorbei. Die Jahrzehnte haben an der Schärfe des Tonfalls kaum etwas geändert, wie man zuletzt wieder bei den großen Diskussionen um die Reform des Paragraphen 219a gesehen hat. Ärzt*Innen, die in Deutschland Schwangerschaftsabbrüche durchführen, werden zunehmend bedroht, weswegen sich immer weniger von ihnen diesem Risiko aussetzen wollen. Weltweit sieht die Lage noch schlimmer aus. In Polen ist gerade die erste Frau in Folge der Verschärfung des dortigen Abtreibungsrechts gestorben. Die Ärzte haben es aus Angst vor den drohenden juristischen Folgen nicht gewagt, ihr zu helfen. In Texas hat eine Rechtsänderung eine Abtreibung fast unmöglich gemacht. Wie argumentieren die Abtreibungsgegner*Innen, wissenschaftlich oder religiös begründet? Wie groß ist der Einfluss der Religionen bei diesem Thema? Und was hat das körperliche Selbstbestimmungsrecht von Frauen mit Demokratie zu tun?

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  • 11.11.2021
    0 MB
    50:28
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    Vorsitz, Hochsitz, Schleudersitz – Parteien und ihre Chefsessel

    Die SPD leitet an ihrer Doppelspitze einen halben Generationswechsel ein. Aber im Rampenlicht wird vor allem der designierte Kanzler stehen. Die CDU hofft, wegen guter Führung (!) irgendwann wieder aus der Opposition entlassen zu werden. Aber die "neuen“ Männer, die das "wuppen“ sollen, scheinen eher von gestern zu sein. Und die Grünen müssen wohl ausgerechnet jetzt ein bewährtes Führungsduo ziehen lassen, weil beide Hälften an den Kabinettstisch wollen. Gutes Personal ist leider auch in Parteien schwer zu kriegen. Und so machtpolitisch-reizvoll ein Parteivorsitz auch sein mag - um ihn neu zu besetzen, braucht es Risikobereitschaft auf beiden Seiten. Denn nur bei wenigen Führungsfiguren haben unsere Parteien am Ende gerufen: "Das war spitze!“

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