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Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit

In Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit klären Prof. Marcel Verhoff vom Universitätsklinikum Frankfurt und Vanessa Nischik zum einen die Klischees auf, die der Rechtsmedizin als solche und dem Beruf Rechtsmediziner anhaften und geben zum anderen einen realen Einblick in den Alltag eines Rechtsmediziners. Sie sprechen über Erfahrungen, Emotionen, Gerichtsprozesse und natürlich über wahre Fälle.

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  • 17.09.2021
    38 MB
    45:40
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    Cold Cases und das Rätsel um den Münchner Parkhausmord - Der Fallanalytiker Axel Petermann - Teil II

    Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit Axel Petermann geht es um die Arbeitsweise eines Fallanalytikers und Cold Cases. Während in den 1990er-Jahren das Profiling in den USA längst etabliert war, war dieser Bereich der Kriminalistik in Deutschland noch Neuland. Axel Petermann aber beschäftigte sich seit jeher mit den FBI-Methoden des Profilings. 1999 begann er mit dem Aufbau der Dienststelle Operative Fallanalyse, deren Leiter er bis zu seiner Pensionierung 2014 war. Ursprünglich wurde die Dienststelle vor allem mit dem thematischen Schwerpunkt der Aufklärung sog. Cold Cases geschaffen. Das Geheimnis der Aufklärung einer Tat liegt in der in der Arbeit „auf der Spur“, also der genausten Interpretation und kritischen Auseinandersetzung mit den Spuren an einem Tatort. Besonders wichtig für Axel ist es auch heute noch, an den Tatort zurückzukehren, egal wie lang die Tat zurückliegt und egal wo - ob Ägypten oder München. Nur so kann er sich ein Bild über das mutmaßliche Geschehens machen, den Gesamtvorgang rekonstruieren und die Opfer und Täterpersönlichkeit analysieren. Axel erklärt uns, welche Fragen und Arbeitsschritte bei einer Fallrekonstruktion essentiell sind, und wie er gelernt hat, die Spuren an einem Tatort zu lesen, sodass letztlich aus dem Motiv und dem rekonstruierten Vorgang ein Täterprofil erstellt werden kann. Weiter geht es darum, wie sich die Arbeit eines Fallanalytikers von der eines klassischen Ermittlers unterscheidet, warum die Zusammenarbeit gerade bei Fällen, die große mediale Aufmerksamkeit haben, oftmals nicht reibungslos verläuft, und wie sich die Taten in den letzten Jahrzehnten verändert haben. Einige Cold Cases lassen Axel bis heute nicht los. In seinem neuen Buch „Im Auftrag der Toten“ zeigt er anhand einiger Cold Cases, warum gängige Ermittlungsmethoden nicht immer der Schlüssel zum Erfolg sind, und warum eine DNA-Spur an einem Tatort keine Garantie zur Überführung eines Täters ist. Besonders beschäftigt Axe noch immerl der sog. „Parkhaus-Mord“ aus München, bei dem am 15. Mai 2006 die Millionärin Charlotte Böhringer in ihrer Wohnung erschlagen wurde. 2008 wurde ihr Neffe zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Motiv soll die Sicherung des Erbes gewesen sein. Damit ist dieser Fall eigentlich kein „Cold Case“, denn der Indizienprozess ist längst abgeschlossen und der Täter verurteilt. Doch einige Aspekte lassen Axel an der Täterschaft des Neffen zweifeln. Für ihn gibt es zu viele Widersprüche und Pannen bei der Ermittlungsarbeit, die er mit uns und in seinem neuen Buch analysiert.

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  • 10.09.2021
    38 MB
    46:17
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    Die geheime Sprache der Tatorte - Der Fallanalytiker Axel Petermann - Teil I

    Mindhunter, Sherlock Holmes, Criminal Minds - Die Anzahl und Auswahl an Serien über die Verbrechensaufklärung ist gigantisch. Klassische Situation: Ein Tatort, Blut, Sperma, Fingerabdrücke und ein Detektiv im Trenchcoat. Immer mit dabei: ein Notizbuch, in welchem die wichtigsten Details und Spuren mit kritischem Blick und schnellem Stift vermerkt werden. Würde man einen realen Fall verfilmen, würde dies den Rahmen der Staffeln auf Netflix sprengen. An einem Tatort ist akribisches Feingefühl und höchste Konzentraion unerlässlich: Jeder Tropfen Blut, jede Stofffaser, jeder Schuhabdruck kann etwas über den Täter verraten. Doch die Sprache des Tatorts ist keine leichte. Axel Petermann beherrscht diese Sprache wie kaum ein anderer. Seit Jahrzehnten spricht er sie fließend. Während das Klischee des Trenchcoats auf ihn zutrifft, ist er aber kein Mann der großen Aufregung wie die Hauptcharaktere der Serien. Er zählt zu den ersten Fallanalytikern dieses Landes. Dreißig Jahre arbeitete er als Mordkommissar in Bremen und führte in Deutschland die operative Fallanalyse ein, die in den USA längst unter dem Stichwort „Profiling“ betrieben wurde. Über 1000 Fällen hat er bisher bearbeitet und zur Aufklärung komplexer Sachverhalte beigetragen. Mittlerweile ist er zwar pensioniert, aber die Affinität zum Bösen und die Neugierde sind nach wie vor da. Im Auftrag von Angehörigen von zu Tode gekommenen oder verschwundenen Menschen übernimmt er die private Ermittlung. Daneben ist er gefragter Experte für Film und Fernsehen, hat jahrelang die Ermittler des Bremer Tatorts beraten und hält seine Erlebnisse und sein Wissen in Büchern fest. Wir sprechen mit ihm über die Aufgabe von Fallanalytikern, die geheime Sprache der Tatorte, wie er sie zu sprechen gelernt hat und über spektakuläre Mordfälle.

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  • 27.08.2021
    38 MB
    45:21
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    Der Gründer der modernen Rechtsmedizin Georg Popp - Wie er einen Frankfurter Serienmörder überführte

    Spurensuche an einem Tatort: Finger- und Schuhprofilabdrücke, kleinste Fasern von Stoff, Spuren von Blut, Sperma und Speichel - Bei einer Tatortuntersuchung wird alles akribisch aufgenommen, gesichert, ausgewertet und schließlich kommt es zum alles entscheidenden Moment, dem Vergleich mit der DNA-Datenbank. Dieses Prozedere gehört heute zur kriminalistischen Standard-Tatort-Untersuchung. Viele der Grundlagen für diese Methoden lieferte der Chemiker Georg Popp. Der Frankfurter gilt nicht umsonst als einer der Mitbegründer der modernen Rechtsmedizin. Er war es, der zum ersten Mal einen Tatort ausleuchtete, Bodenproben aus Rillen von Schuhprofilen entnahm, mittels Kohlepulver Fingerabdrücke sichtbar machte, Blutspuren analysierte und das Mikroskop für kriminalistische Zwecke nutzte. Seine Leidenschaft galt der gerichtlichen Toxikologie. Seine Forschung zu der Fragestellung, wie man bei exhumierten Leichen, bei denen Gift nachgewiesen werden konnte, abgrenzen kann, ob der Mensch vor seinem Tod vergiftet wurde oder das Gift im Leichnam aus dem umliegenden Böden stammt, wurde besondern im Fall des Serienmörders Karl Hopf bedeutend. Dieser ermordete zwischen 1902 und 1913 seine Ehefrauen, Eltern, Kinder und weitere ihm nahe stehenden Personen mit Arsen. Wie genau Georg Popp zur Überführung des Serienmörders beitrug, und welche seiner Methoden und Erkenntnisse heute noch von Bedeutung für die Kriminalistik und Rechtsmedizin sind, das erfahrt Ihr in unserer neuen Folge.

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  • 13.08.2021
    37 MB
    44:05
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    Identifizierung und Todesursachenfeststellung - Rechtsmedizinische Arbeit im Rahmen der Flutkatastrophe

    Vier Wochen ist die Flutkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein Westfalen nun her.Das traurige Resümee: 133 Tote, zerstörte Dörfer, verlorene Existenzen und verzweifelte Menschen vor Ort. Vor allem den Betroffenen verlangt diese Situation psychisch das Maximum ab. Ein hoffnungsgebender Strohhalm in der Not, an dem sich alle festhalten: Der Zusammenhalt in den Dörfern, zwischen Nachbarn und täglich anreisenden Menschen aus dem ganzen Land an, die helfen das wieder aufzubauen, was noch übrig geblieben ist. Neben Rettungskräften, freiwilligen Helfern und Helferinnen und den Betroffenen, stellt diese Naturkatastrophe aber auch eine Herausforderung für die Rechtsmedizin dar: Die aufgefundenen Verstorbenen müssen identifiziert werden - Ein letzter Trost und Klarheit für deren Hinterbliebene, dass zumindest der Körper des verunglückten Nachbarn, Angehörigen oder Freundes aufgefunden wurde und bestattet werden kann. In unserer neuen Folge sprechen wir mit Privatdozent Dr. Thomas Kamphausen den Chef des Sektionssaals vom rechtsmedizinischen Institut in Köln über die Rolle der Rechtsmedizin in der Flutkatastrophe. Er und seine Kollegen haben die Flutopfer aus dem südlichen Nordrhein Westfalen obduziert. Mit ihm sprechen wir über die Identifizierung und die Todesursachenfeststellung. Dr. Kamphausen erklärt, wie das Kölner Institut es geschafft hat, innerhalb von drei Tagen neben dem Regelbetrieb, die Identität und Todesursache von über 20 Verstorbenen zu klären, und wie ein solches Prozedere überhaupt funktioniert. Darüber hinaus berichtet er von den den teilweise extremen und skurrilen Auffindesituationen der Leichen, über einen Verstorbenen, der in 8m Höhe aus einer Baumkrone geborgen werden musste, und was diese mentale Belastung auch mit ihnen als Rechtsmediziner macht. Welche Herausforderungen in juristischer Hinsicht eine solche Ausnahmesituation mit sich bringen kann, wenn plötzlich drei Staatsanwaltschaften für die Anordnung von gerichtlichen Obduktionen zuständig sind, ob eine Naturkatastrophe eine natürliche oder nicht natürliche Todesursache darstellt, und warum es für ihn eine tröstende gesellschaftliche Aufgabe ist, den Toten ihre letzte Würde wiederzugeben, erfahrt ihr in unserer neuen Folge.

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  • 02.07.2021
    68 MB
    01:21:00
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    Kindesmisshandlung Teil II - Aus Sicht der Kinderärzte Nibras Naami und Florian Babor (HFM-Podcast)

    Den Themen Kinderschutz und Gewalt gegen Kinder kann nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt werden. So geht es In Episode 33 weiter mit dem Thema Kindesmisshandlung. In der letzten Folge haben wir das Thema aus dem Blickwinkel der Rechtsmedizin beleuchtet. Diesmal möchten wir es aus der Perspektive der Berufsgruppe betrachten, die tagtäglich mit Kindern zu tun hat und meist sogar die erste ist, die die ersten Anzeichen von Gewalt bei ihren kleinen Patienten und Patientinnen wahrnehmen: Kinderärzte und Kinderärztinnen. Dafür haben wir unsere Podcasterkollegen und Kinderärzte am Uniklinikum Düsseldorf, Nibras Naami ( @nibrasso ) und Florian Babor ( @flowkrates ), eingeladen. Seit über einem Jahr führen die beiden den erfolgreichen @handfußmund - Podcast und beschäftigen sich in diesem mit der Kinder- und Jugendmedizin. In Episode 48 ihres Podcasts findet Ihr übrigens zum selben Thema ein Interview mit Prof. Verhoff. Mit Nibras und Florian sprechen wir darüber, wie schwierig die Diagnose Kindesmisshandlung wirklich ist, und bei welchen Anzeichen sie aufmerksam werden, dass der von den Eltern beschriebene Fahrradunfall nicht mit dem Verletzungsbild übereinstimmen kann. Sie erklären, wie Kinderärzte sich untereinander über ihre Patienten und Patientinnen austauschen können und so dem berüchtigten Ärzte-Hopping auf die Spur kommen. Welche wichtige Rolle dabei das System „Riskid“ spielt, wann ein Kind in diesem Sinne als Risikokind eingestuft wird, wo möglicherweise Lücken im System des Jugendamtes bestehen und warum das Münchhausen-by-proxy Syndrom noch immer ein Problem ist, dass nur schwer erkannt werden kann, klären wir in unserer neuen Folge. Weiter berichten sie von Fällen, die ihnen besonders nah gegangen sind. Darunter ist auch ein Fall des Shaken-Baby-Syndroms, das eine der häufigsten Form von Gewalt gegenüber Kindern darstellt. Ein trauriges Fazit der beiden aus ihrer bisherigen Berufserfahrung: Der Fantasie einiger Eltern sind im negativen Sinne leider keine Grenzen gesetzt.

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  • 18.06.2021
    63 MB
    01:14:58
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    Misshandelt Deutschland seine Kinder? - Kindesmisshandlung aus Sicht der Rechtsmedizin

    Jedes Kind hat ein Recht darauf, vor Gewalt, Misshandlung und Verwahrlosung geschützt zu werden. So ist es in Artikel 19 der UN-Kinderrechtskonvention manifestiert.Laut Polizeilicher Kriminalstatistik sterben in Deutschland jede Woche drei Kinder - nicht etwa durch einen Autounfall oder aufgrund einer Krankheit - sondern weil sie körperlich oder psychisch misshandelt oder vernachlässigt werden. Tatort Nachbarwohnung: Nächtelanges Weinen, lautes Schreien der Eltern, Geräusche, die sich nicht zuordnen lassen. Beinahe jeder von uns hat schon einmal eine solche Situation erlebt. Aber welche Situationen sollten einen wirklich beunruhigen und wann sollte man Hilfe holen? Das Thema unserer neuen Folge ist schockierend und bedrückend, aber sie hat eine klare Botschaft: Schaut nicht weg! Neben unserer Intention, die Mauer des Schweigens über das Thema Kindesmisshandlung zu brechen, ist uns selbstverständlich bewusst, dass diese Folge einige von Euch triggern könnte - es geht um Gewalt und Fälle von Kindesmisshandlung. Wir sprechen darüber, wie man eine ernste Kindeswohlgefährdung erkennen, und an wen man sich in diesen Fällen wenden kann. Bei welchen Anzeichen sollte ein Kinderarzt aufmerksam werden, und wie lässt sich bei der Untersuchung ein Unfall beim Spielen von einer Verletzung durch Misshandlung differenzieren? Kindesmisshandlung kann sich in unterschiedlichen Formen und Gewaltanwendungen zeigen: Physisch, z.B. durch stumpfe oder thermische Gewalt, und psychisch, z.B. durch Vernachlässigung, Erniedrigung oder Nahrungsentzug. Ganz Deutschland bewegte im Jahr 2005 der Tod der 7-jährigen Jessica aus Hamburg. Das unterernährte und vernachlässigte Mädchen, dessen Kinderzimmer einem Verschlag glich, erstickte an ihrem eigenen Erbrochenen. Eine ähnliche traurige Bekanntheit erlangte der 2-jährige Kevin aus Bremen, der im Jahr 2006 an den Folgen der Gewaltanwendungen durch seinen drogenabhängigen Vater verstarb. Zwei Fälle, die für zahlreiche Schicksale stehen. Die wohl verbreitetste Form der tödlichen Kindesmisshandlung stellt das Schütteln von schreienden Babys dar. Grund hierfür ist meist maßlose Überforderung der Eltern. Wir erklären, warum dieses Schütteln als negativer Lerneffekt, dass das Baby zu schreien aufhört, ein meist kontinuierlicher Weg in den Tod ist, und woran sich dieser Leidensweg postmortal erkennen lässt. ___________________ Dein 30-Euro Amazon Gutschein von CLARK: Anmeldung mit dem Code RECHTSMEDIZIN unter www.clark.de (Deutschland), www.goclark.at (Österreich) oder direkt in der App. Neukunden bekommen 15€ pro jede in die App hochgeladene bestehende Versicherung (ausgeschlossen Gesetzliche Krankenkasse, Altersvorsorge, ADAC-Mitgliedschaften). Der Gutschein wird in 4-6 Wochen per E-Mail versendet, nachdem die Versicherungen als gültig bestätigt worden sind. Teilnahmebedingungen auf https://www.clark.de/de/teilnahmebedingungen/podcast15

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  • 04.06.2021
    27 MB
    32:37
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    Von auferstandenen Toten und TV-Obduktionen - Der Rechtsmediziner Prof. Michael Tsokos - Teil II

    Prof. Michael Tsokos ist nicht nur Leiter der Berliner Rechtsmedizin, vielfacher Bestseller-Autor und leidenschaftlicher Lost-Places-Tourist, sondern auch fünffacher Vater.Nicht verwunderlich ist daher sein leidenschaftlicher Einsatz für Kindeswohl und bessere Aufklärung in Fällen von Kindesmisshandlung. Zusammen mit Saskia Guddat (heute Etzold) klagte er 2014 im Buch „Deutschland misshandelt seine Kinder“ das deutsche Kinderschutzsystem an. Damit wollten sie nicht nur ihre ärztlichen Kollegen, sondern die ganze Republik für dieses oft ausgeklammerte Thema, sensibilisieren. Zusammen enthüllen sie die bittere Traurigkeit der Realität: Jede Woche sterben laut polizeilicher Statistik drei Kinder, weil sie zu Hause geschlagen und gequält wurden. Die Dunkelziffer mag hier noch einige Schicksale mehr beinhalten. Als Pate des Deutschen Kindervereins und ärztlicher Leiter der Berliner Gewaltschutzambulanz setzt er sich weiter für Konsequent füre eine Verbesserung des deutschen Kinderschutzsystems ein und fordert Konsequenzen für die Ergebnisse, das er und seine Kollegen regelmäßig vor sich ansehen müssen. Einer dieser Fälle besonders schwerer Kindesmisshandlung, bei denen er Sachverständiger bei Gericht war, bildet auch die Grundlage für einen Teilakt in seinem Bestseller „Zerrissen“, dem vierten Band der „Fred Abel-Reihe“. Außerdem sprechen wir mit mit ihm darüber, welche anderen Fälle ihn für seine Bücher inspiriert haben, und ob einer seiner Protagonisten sein Alter Ego ist. In seinem neuen Kurzthriller „Kaltes Land“ musste er sich zum ersten Mal in eine weibliche Protagonisten hineindenken und -fühlen: Rechtsmedizinerin Dr. Sabine Yao, sonst eher zurückhaltend, die nach dem Tod ihrer Tante die Ermittlungen kurzerhand selbst in die Hand nimmt und erkennt, wie wenig sie doch von ihrer Tante wusste - Wir wollen nicht Spoilern. ;-) Daneben sprechen wir über seine Filmrollen, ob er lieber TV-Rechtsmediziner wäre und über seine Serie „Obduktion“ auf TvNow, wo er zusammen mit Jan-Josef Liefers ungeklärten Todesursachen auf den Grund geht. (Seht uns bitte die teils etwas holprige Tonqualität nach - Die Verbindung Frankfurt-Berlin-Bonn war am Aufnahmetag leider nicht die beste.)

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  • 28.05.2021
    36 MB
    43:40
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    Von der Open Air-Sektion in Thailand bis in Roccos Kneipe - Auf Obduktionsreise mit Prof. Michael Tsokos

    Er ist vielfacher Bestseller-Autor, seit 2007 Leiter der Berliner Rechtsmedizin und momentan auch in der neuen Staffel von „Obduktion“ auf TvNow zu sehen: Prof. Michael Tsokos. Zusammen mit ihm begeben wir uns auf Obduktionsreise rund um die Welt. In Norddeutschland aufgewachsen, begann dort sein Weg in die Rechtsmedizin. Genau wie bei Marcel machte es bei ihm im Kieler Institut „Zoom“. Von dort aus ging es zunächst nach Hamburg und letztlich im Jahr 2007 nach Berlin.Rund 40000 Leichen hat er in seinem Leben obduziert - nicht nur in Obduktionsräumen, sondern auch im Freien. In all den Jahren ging es für Prof.Tsokos immer wieder zu Identifizierungsmissionen, so Ende 2004 nach Thailand, als der Tsunami dort großes Unheil anrichtete. zigtausende Leichen lagen dort in den Tempelanlagen und Obduktionssäle waren weit gefehlt. Kurzum mussten Open Air-Sektionen durchgeführt werden. Seit Kindheitstagen denkt er sich gern Geschichten aus, die früher noch seine Mutter für ihn aufschreiben musste. Heute macht er das selbst - am liebsten auf Lese- oder Kongressreisen. Das Schreiben ist für ihn eine Art Therapie, grausame Fälle zu verarbeiten, und gleichsam die Möglichkeit, in andere Rollen zu schlüpfen, wie auch in seinem neuen Kurzthriller „Kaltes Land“, wo er sich in die Rechtsmedizinerin Sabine Yao als Protagonistin versetzen musste. Eine andere große Leidenschaft sind für ihn „Lost Places“. Verlassene Orte, Naturkundemuseen und historische Andenken faszinieren ihn schon immer, wollte er als Kind eigentlich Archäologe werden. Bemerkbar macht sich das nicht nurin seinem Büro, das eine ganze Pickelhauben-Sammlung schmückt.

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  • 14.05.2021
    69 MB
    01:22:30
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    Dichtung und Wahrheit über unseren Podcast - Ein persönlicher Rückblick (1-Jahres-Jubiläumsfolge)

    Ein Jahr Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit. Unser Podcast feiert seinen ersten Geburtstag! Ein Jahr mit viele spannenden Themen und vor allem großartigen Gästen - vom Kriminalbiologen, über einen forensischen Entomologen, Bestatter, Tatortreiniger und TV-Rechtsmediziner! In unserer neuen Folge lassen wir ein Jahr Podcast Revue passieren. Wir stoßen an mit Kölsch und Äppelwoi, beantworten dabei all Eure Fragen zu unserem Podcast und uns persönlich, und schwelgen in Erinnerungen, wie unsere Podcast-Geschichte begonnen hat. Ihr erfahrt, wie eine Folge „Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit“ entsteht - von der Aufnahme, über den Schnitt bis hin zur Veröffentlichung. Wir sprechen wir über unsere witzigsten und schönsten Momente, Pannen und unveröffentlichte Folgen. Zudem verraten wir, was uns bei dem anderen auf die Palme, und warum uns die Titelsuche regelmäßig um den Verstand bringt. Daneben stellen wir Theorien zur Faszination True Crime auf und rätseln über das Phänomen, warum man sich entspannt Dokumentationen über eine Obduktion anschauen, aber nie einen Horrorfilm bis zum Ende durchhalten kann. Natürlich lieben wir es nicht nur, unseren eigenen Podcast zu produzieren, sondern lauschen auch gerne unseren Kollegen und Kolleginnen. Daher gibt es diesmal für Euch eine exklusive Empfehlung unserer liebsten True Crime Podcasts.

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  • 30.04.2021
    41 MB
    48:55
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    Ist es bald vorbei? - Corona - Ein Update

    Über ein Jahr Corona-Pandemie ist vergangen, und wir befinden uns noch immer - oder schon wieder - im Lockdown. Ein Jahr, das uns alle maximal geprägt, vor neue Herausforderungen gestellt, Kraft und Existenzen geraubt und unsere Gesellschaft und den Zusammenhalt immens gefordert hat. Noch immer ist Durchhaltevermögen, Geduld und Vorsicht gefragt. Auch wir haben im vergangenen Mai nicht geglaubt, dass wir ein Jahr später für Euch „nur“ ein Zwischenfazit ziehen können und kein endgültiges Resümee. In unserer neuen Episode geben wir ein Update aus Sicht der Rechtsmedizin: Was hat sich in einem Jahr Pandemie in den Rechtsmedizinischen Instituten getan? Welche Erkenntnisse haben die Obduktionen gebracht? Welche Therapiemöglichkeiten sind entstanden? Wir sprechen über die Todesursachen von Corona-Verstorbenen, über die Sicherheitsmaßnahmen und Hygienekonzepte bei den Obduktionen, und warum das Virus schon lange nicht mehr nur bei älteren Menschen einen schwerwiegenden Krankheitsverlauf zur Folge hat. Daneben geht es um neue Studien über die Infektiosität eines Corona-Leichnams und natürlich die allseits berüchtigte Frage: Sterben Corona-Infizierte nun an oder mit Corona?

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  • 16.04.2021
    44 MB
    52:57
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    Zwischen Mord, abgetrennter Leichenhand und Tatorten - Der Alltag beim Kriminaldauerdienst

    Körperverletzung, Raub, Mord - für Sylvan Bormann und seine Kollegen ist das längst Alltag. Die Beamten des Kriminaldauerdienstes sind die ersten an einem Tatort - 24h, Tag und Tag, sind sie im Einsatz, begeben sich auf Spurensuche und -sicherung, befragen Opfer und Zeugen, nehmen an Obduktionen teil. In unserer neuen Folge sprechen wir mit dem Kriminaloberkommissar Sylvan Bormann über die Arbeit beim KDD der Polizei Hannover. Er erzählt uns von seinem Weg zur Polizei, was ihn dazu bewegt hat, sich mit den Abgründen der Gesellschaft zu beschäftigen und warum er gleich an seinem ersten Tag beim KDD mit einer abgetrennten Hand zurück zur Dienststelle fuhr. Wir beschäftigen und mit der Arbeit an einem Tatort, die entgegen aller Vorstellungen, die uns der Tatort vorgibt, länger als 10 Minuten dauert, um die Sicherung von Beweisen und Spuren und über die verschiedenen kriminaltechnischen Methoden, diese festzuhalten. Weiter führen die Beamten des KDD auch eine kriminalpolizeiliche Leichenschau an einem Leichenfundort durch. Sylvan erklärt, wie diese genau abläuft, worauf er und seine Kollegen dabei insbesondere achten müssen, und welche Hinweise auf ein Fremdverschulden hindeuten. Natürlich geht es auch um die Frage, wie er diese ganzen Eindrücke verarbeitet, ob die Gefahr besteht, abzustumpfen, und ob er bislang schon einmal seine Dienstwaffe einsetzen musste. Er erzählt uns von kuriosen Momenten bei der Todesbenachrichtigung von Angehörigen, ob es von Vorteil ist, hierfür eine Strategie zu entwickeln, und welche Fälle ihn noch bis heute beschäftigen.

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  • 04.04.2021
    48 MB
    57:10
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    Von strahlend weißen Knochen und Flusskrebsen aus Wasserleichen - Die Präparatorin Cindy Lichtenstein

    Von strahlend weißen Knochen und Flusskrebsen aus Wasserleichen - Die Präparatorin Cindy Lichtenstein Sie ist die rechte Hand von Prof. Dr. Michael Tsokos und spätestens seit der Doku „Obduktion“ auf TvNow kein unbekanntes Gesicht mehr: Die leitende Sektionsassistentin Cindy Lichtenstein. Bereits seit ihrer Ausbildung zur medizinischen Präparatorin ist die Gerichtsmedizin Berlin sowie das rechtsmedizinische Institut der Charité ihr zweites Zuhause. Cindy führt den Check-in der einkommenden Leichen an den Institut durch, bereitet die Obduktionen vor und nach und assistiert den Rechtsmedizinern und Rechtsmedizinerinnen. Etwa 3000 Leichen lagen schon vor ihr auf dem Sektionstisch. Jede Obduktion verläuft nach dem gleichen Schema, obgleich die Fälle jedes Mal aufs Neue überraschen. Das Öffnen der drei Körperhöhlen sowie das Präparieren der Organe und das Zunähen des Leichnams beherrscht Cindy sozusagen im Schlaf. Mit uns spricht sie auch über die physischen und psychischen Herausforderungen in ihrem Beruf, welche Fälle sie geprägt haben, und warum sie eines Tages ein Flusskrebs auf dem Sektionstisch überraschte. Außerdem geht es um das Anfertigen Mazerationspräparaten - was ebenfalls eine bedeutende Aufgabe eines Präparators darstellt - welche Vorgehensweise es bedarf, bis ein Knochen schließlich bei Gericht vorzeigbar ist, und welche Rolle Waschmittel dabei spielt.

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  • 19.03.2021
    52 MB
    01:02:30
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    Stiche, Schnitte und ein Prozess auf Messers Schneide - Die scharfe Gewalt

    Messer, Gabel Scher und Licht - sind für manch erwachsene Hand nichts! In unserer neuen Folge beschäftigen wir uns weiter mit der forensischen Traumatologie. Diesmal dreht sich alles rund um die scharfe Gewalt. Jährlich obduzieren die Rechtsmedizinerinnen und Rechtsmediziner am Frankfurter Institut etwa 10 Opfer von Tötungsdelikten mittels scharfer Gewalt. Tötungen durch scharfe Gewalt sind in Deutschland keine Rarität, denn angesichts der - glücklicherweise - strengen Auflagen in Bezug auf den Waffenbesitz in Deutschland im Vergleich zu den USA, sind Messer hingegen in jedem Haushalt zu finden. Wir sprechen über die verschiedenen Todesumstände und -ursachen sowie über die klassischen Verletzungsmuster bei scharfer Gewalt, und wie man erkennen kann, aus welchem Winkel auf das Opfer eingestochen wurde und ob es zu einem Kampfgeschehen kam. Prof. Verhoff erzählt von Fällen scharfer Gewalt, die sich gerade aufgrund ihrer Brutalität und Emotionsgeladenheit bei ihm eingeprägt haben, und was die grundsätzlichen Herausforderungen bei einer Obduktion (mutmaßlicher) Opfer scharfer Gewalt sind. Bei der Bewertung von Stich- und Schnittverletzungen muss zudem immer die Möglichkeit einer Selbstbeibringung zur Vortäuschung einer Straftat bzw. eines Suizids in Erwägung gezogen werden. Die maßgebliche Frage hier ist: Handelt es sich bei den Schnitt- und Stichverletzungen um Selbst- oder Fremdbeibringung?Welche maßgeblichen Hinweise für das jeweils eine oder andere sprechen und warum der wissenschaftliche (objektive) Blick das (mediale) Bauchgefühl immer überwiegen sollte, klären wir am Fall des ehemaligen ARD-Wetter-Moderators Jörg Kachelmann.

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  • 05.03.2021
    58 MB
    01:09:09
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    Ein tödlicher Treppensturz - Unfall oder Mord? - Die stumpfe Gewalt

    Stürze, Schläge, Tritte, Bisse - In Episode 24 wird es ziemlich ungemütlich: Wir sprechen über die stumpfe Gewalt. Einerseits versteht man darunter Verletzungen, bei denen ein Gegenstand ohne scharfe Kanten oder geschliffene Flächen auf einen Körper einwirkt, dem gegenüber stehen aber auch (Verkehrs-)Unfälle und Sturzgeschehen, bei denen sich wiederum eine Person auf einen Gegenstand zu bewegt, also genau umgekehrt. Ob Verletzungen die Folgen eines Sturz- oder Schlaggeschehens sind, also ob es sich um einen Unfall oder Fremdeinwirkung handelt, ist dann die alles entscheidende Frage. Die Rechtsmedizin findet es heraus. Die Abgrenzung der stumpfen zur (halb-)scharfen Gewalt ist nicht immer eindeutig und kann eine große Herausforderung bei den Obduktionen und Untersuchungen Lebnder im Rahmen der klinischen Rechtsmedizin darstellen. Die Verletzungsbilder reichen von Hautverletzungen über Hämatome, Bissverletzungen, Knochenbrüche und Organschädigungen. Dabei ist jeder Fall individuell und in Einbeziehung der Gesamtumstände zu betrachten. Weiterhin sprechen wir über die unterschiedlichen Formen stumpfer Gewalt, wo typische akzidentelle Körperstellen bei Kindern und Erwachsenen liegen, und wie man erkennen kann, ob jemand eine Treppe hinunter gestoßen wurde oder schlicht gefallen ist. Zudem knüpfen wir an unsere Folge über die Verkehrsmedizin an, inwiefern es bei einem Straßenverkehrsunfall zu stumpfer Gewalt kommt, und schauen uns die Puppe`sche - sowie die altbekannte Hutkrempen-Regel an, die weitere Hinweise in Bezug auf den Tathergang geben können.

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  • 19.02.2021
    66 MB
    01:18:32
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    Von Maden, Fäkalien und Blutspuren - Ein echter Tatortreiniger

    „Hinter jedem Leichenfundort verbirgt sich ein bestürzendes Schicksal und jede Messiewohnung erzählt ihre eigene Geschichte.“ In unserer neuen Folge ist Thomas Kundt bei uns zu Gast. Er nimmt uns mit hinter verschlossene Türen, bei denen er selbst nicht immer genau weiß, was ihn dahinter erwartet, denn Thomas ist ein echter Tatortreiniger.. Als staatlich geprüfter Desinfektor wird er regelmäßig von Hausverwaltungen beauftragt, um nach der Freigabe durch die Polizei die Spuren an einem Leichenfundort zu beseitigen. Ihm stellt sich nicht die Frage: War es ein Gewaltverbrechen, ein Unfall, ein Suizid oder doch ein natürlichen Tod? Denn seine Arbeit beginnt erst dann, wenn Polizei und Spurensicherung längst abgerückt sind. Er kümmert sich um die Spurenbeseitigung und Reinigung an einem Leichenfundort und befreit ihn von Körperflüssigkeiten, Verwesungsrückständen, Schädlingen und allem, was dort noch so kreucht und fleucht. Wir sprechen mit ihm darüber, wie er sein Unternehmen „Desinfekthoch3“ gegründet hat, warum er bei seinem ersten Einsatz als Tatortreiniger die Hilfe seiner Mutter benötigte, und wie ihn ein einsamer Zeh an seine Grenzen brachte. Daneben erzählt er uns, wie er mit der regelmäßigen Konfrontation mit tragischen Schicksalen, Isolation, einsamem Sterben und dem Messie-Syndrom umgeht, welche Veränderungen er während der Corona-Krise dahingehend beobachten kann, und warum er selbst ebenfalls eine besondere Sammelleidenschaft hegt.

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  • 05.02.2021
    55 MB
    01:05:50
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    War es ein Verkehrsunfall oder Mord? - Die Rechtsmedizin klärt es auf

    Unsere neue Folge „War es ein Verkehrsunfall oder Mord? - Die Rechtsmedizin klärt es auf“ ist jetzt auf allen gängigen Podcast-Plattformen online gegangen! Die Verkehrsmedizin ist ein sehr weitgefächerter Aufgabenbereich der Rechtsmedizin. In unserer neuen Folge konzentrieren wir uns auf Straßenverkehrsunfälle, die unterschiedlichen Unfallkonstellationen und -arten und deren Rekonstruktion. Auch wenn sich die Zahl der Verkehrstoten in den letzten Jahren auf ein relativ niedriges Niveau eingependelt hat, gehört der Anblick von Opfern tragischer Verkehrsunfälle für Rechtsmediziner noch immer zum Alltag. Aber neben den Obduktionen von solchen macht auch die verkehrsmedizinische Begutachtung einen großen Teil Ihrer Arbeit aus. Dieser kommt gerade im Hinblick auf Gerichtsverfahren, die oftmals einem solchen Unfallgeschehen mit mehreren Beteiligten anhaften, eine entscheidende Rolle zu. Für die Rekonstruktion eines Unfallgeschehens geben Verletzungsspuren und Anstoßstellen oftmals schon einen genauen Hinweis auf den Ablauf und die Aufprallgeschwindigkeit. Daneben kann anhand dieser sogar die Gehrichtung eines Fußgängers bestimmt werden, die gerade bei der Frage bedeutend sein kann, ob jemand aufrecht stehend oder auf der Straße liegend angefahren wurde. Weiter sprechen wir über den Unterschied zwischen einer Überfahrung und einer Überrollung, warum es hierbei „von Vorteil“ ist, von einem SUV überfahren zu werden, und welche Kriterien es gibt, um zwischen einem Unfall, Suizid, Tötungsdelikt oder dem Überfahren eines bereits toten Menschen, unterscheiden zu können. Daneben beantworten wir die Frage, wie erfolgreich ein Tötungsdelikt wirklich als Unfall vertuscht werden kann, und finden wiederum keine plausible Erklärung für den „E-Bike und E-Roller-Trend“.

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  • 25.01.2021
    59 MB
    01:10:38
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    Auf postmortaler Reise von Ägypten nach Rotenburg - Die späten Leichenerscheinungen

    In unserer neuen Folgen sprechen wir über die späten Leichenerscheinungen. Fäulnis, Autolyse, Mumifikation, Fettwachsbildung, Skelettierung, Leichenfraß: Begriffe, die nicht unbedingt für Verzückung sorgen, aber wie die „menschlichen Abgründe“ eine besondere Faszination mit sich bringen - für das Dunkle und Nicht-Greifbare. Was passiert nach dem Tod mit dem Körper? Inwiefern beeinträchtigt die prämortale Einnahme von Antibiotika die Fäulnisprozesse? Warum ist eine Schwimmprobe von Organen nur möglich, wenn Fäulnisprozesse ausgeschlossen werden können? Ist es Dichtung oder Wahrheit, dass Leichen wirklich „giftig“ sind? Zudem knüpfen wir im Rahmen der Skelettierung als späte Leichenveränderung an unsere Folge über die forensische Osteologie an (Folge 7). Prof. Verhoff erzählt von einem einzigen Knochen, der ganze 20 Seiten aussagekräftiger Informationen lieferte. Darüber hinaus geht es um Fettwachsleichen und eine Besonderheit, die in deren Inneren verborgen liegt, und sie so von den Moorleichen abhebt. Wir tauchen ein in die Welt der alten Ägypter und ihren Techniken zur Konservierung von Leichen. Im Rahmen dessen klären wir den Unterschied zwischen Mumifikation und Mumifizierung, wann es zu einer natürlichen Konservierung eines Leichnams kommen kann, und wie man sich die Technik künstlicher Konservierung in der Medizin zu Nutzen macht.

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  • 25.01.2021
    55 MB
    01:05:32
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    Der letzte macht das Licht aus! - Der Bestatter Valentin Schmersal

    Der Konfrontation mit dem Thema „Tod und Trauer“ gehen viele Menschen lieber aus dem Weg - ganz zu schweigen von der Planung des eigenen Ablebens. Für Valentin Schmersal ist das Alltag - er ist Bestatter. Nach einigen traumatischen Erfahrungen in seiner Kindheit in Bezug auf den „Tod“, hat sich diese Thematik zu seiner Passion gewandelt: Bestatter ist nicht nur sein Beruf, sondern seine Berufung. Man ist nicht „nur“ Dienstleister, sondern erfüllt beispielsweise auch gleichzeitig die Rolle eines Psychologen in Bezug auf die Betreuung der Hinterbliebenen, eines Mediatoren, bei Streitigkeiten innerhalb der Familie, eines Eventmanagers, Maskenbildners und Handwerkers - ein unfassbar facettenreicher Job. Wir sprechen mit ihm darüber, was ihn antreibt, diesen Beruf auszuüben, wie er mit den psychischen Belastungen umgeht, die mit seinem Arbeitsalltag einhergehen, und was sein außergewöhnlichster Bestattungswunsch war. Weiterhin geht es um verschiedene Bestattungsarten, ob sich die Leichen, die Valentin aus der Rechtsmedizin abholt, von anderen unterscheiden, ob er selbst schon Familienmitglieder oder Freunde beerdigt hat, und warum für ihn nach dem Tod „das Licht ausgeht“. Daneben klärt er die Frage auf, ob es Dichtung oder Wahrheit ist, dass Leichenwagen nie von der Polizei angehalten werden, und ob sich Bestatter im Gegensatz zu Rechtsmedizinern, Mentholpaste unter die Nase reiben, um den Leichengeruch zu ertragen. Außerdem verrät er uns, ob er seine eigene Beerdigung schon geplant hat, und von einer Halloween-Party, auf der ein ganz besonderer Sarg als eine Art Fotobox diente.

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  • 25.01.2021
    60 MB
    01:12:09
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    Der Polizistenmord von Herborn - Das True Crime - Weihnachtsspecial

    Für die letzte Folge im Jahr 2020 haben wir etwas ganz Besonderes für Euch: eine weihnachtliche True Crime-Folge. Es geht um einen tragischen Fall, der sich an Heiligabend im Jahr 2015 in der hessischen Stadt Herborn ereignet hat, bei dem ein Polizist auf äußerst brutale Art und Weise sein Leben verloren hat. Dieses Ereignis hat nicht nur einen traurigen Schleier über eine komplette Stadt gelegt, sondern auch einer Frau ihren Lebensgefährten und vier Kindern den Vater genommen. Wir sprechen mit zwei Polizisten aus Köln sowie mit dem Kriminaloberkommissar Sylvan Bormann vom Kriminaldauerdienst der Polizei Hannover darüber, inwiefern sie bei ihren Einsätzen Gewalt erfahren, ob die Bürger ihnen gegenüber kritischer geworden sind, wie politische Geschehen in der ganzen Welt das Ansehen der Polizei beeinflussen, und wie ihre Einsätze an Feiertagen aussehen. Eine wichtige Botschaft aller: Man sollte sich immer wieder bewusst machen, dass in jeder Uniform ein Mensch steckt. Im Rahmen unserer Folge möchten wir auch der Frage auf den Grund gehen, ob es Dichtung oder Wahrheit ist, dass es an Weihnachten zu mehr Einsätzen aufgrund von häuslicher Gewalt bzw. Gewaltdelikten allgemein kommt als an gewöhnlichen Tagen. Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass Weihnachten für viele Opfer häuslicher Gewalt Krisentage sind. Bianca Biwer, die Bundesgeschäftsführerin des Weissen Rings erzählt uns, wie es zu häuslicher und sexualisierter Gewalt kommt, wie ihr Opferschutzverein Betroffenen helfen kann, und warum das Hilfetelefon nach Feiertagen und während des Lockdowns kaum still steht.

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  • 25.01.2021
    45 MB
    53:30
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    Wenn die Haare zu Berge stehen - Strom und seine Wirkungen

    Sprichwörtlich stehen einem bei unserer neuen Folge die Haare zu Berge!In Episode 18 beschäftigen wir uns mit dem Thema Elektrizität und Stromtod.Man kann es sich kaum vorstellen, wie unser Leben ohne Strom aussehen würde: Kein Licht, kein Fernseher, kein Handy und natürlich auch keine Podcasts. Für uns ist Elektrizität etwas ganz Selbstverständliches. Doch Strom kann bekanntermaßen sehr gefährlich sein, und damit ist nicht nur Hochspannung gemeint, sondern es reicht die Steckdose im Haushalt aus, dass teils lapidare Alltagssituationen tödlich enden. Ihr bekommt eine exklusive Auffrischung des Physik-Unterrichts - von den Grundlagen des Stroms und seinen Wirkungen bis hin zu Experimenten, über welche Ihr lediglich nachdenken und nicht nachmachen sollt. ;-)Wir sprechen darüber, warum Strom überhaupt so eine enorme Gefahr sein kann, was genau im Körper bei einem Stromschlag passiert, über Stromunfälle und tödliche Mutproben, wie das Klettern auf Bahn-Waggons. Weiterhin beschäftigen wir uns mit Fragen, wie: Welche äußeren und inneren Befunde können bei der Obduktion eines Stromtoten festgestellt werden? Welche Herausforderungen beinhaltet die Obduktion? Wie kann man einen Suizid von einen Tötungsdelikt unterscheiden? Wie kann Strom andererseits Leben retten?

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  • 25.01.2021
    44 MB
    52:32
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    Von Quincy zu Dr. Joseph Roth - Joe Bausch - Teil II

    Während Joe Bausch seit letztem Jahr pensionierter Gefängnisarzt ist, praktiziert er aber immer noch regelmäßig am Sonntagabend als Fernseh-Rechtsmediziner. Seit 1997 ist er als Dr. Joseph Roth im Kölner Tatort zu sehen. In unserem zweiten Teil des Interviews mit Joe Bausch sprechen wir darüber, wie er zum Fernseh-Rechtsmediziner wurde, wer seine Vorbilder für diese Rolle waren, und welche Mythen aus dem Fernseh-Krimi mit der Realität übereinstimmen. Sind Rechtsmediziner wirklich solche kauzigen und skurrilen Persönlichkeiten, wie sie im Fernseh-Krimi dargestellt werden? Diese Frage nehmen Dr. Joseph Roth und Prof. Verhoff zum Anlass, ihre Ticks zu vergleichen. Außerdem erzählt Joe Bausch, was er aus seiner Zeit im Gefängnis - als ehemaliger Insasse ;-) und Gefängnisarzt - mitnimmt, und ob er die JVA Werl vermisst.

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  • 25.01.2021
    46 MB
    54:42
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    Von Gangsterblues und Leichen im VW-Bus - Joe Bausch - Teil I

    In unserer neuen Folge haben wir Prof. Verhoffs Pendant aus dem Fernseh-Krimi zu Gast. Vielen von Euch ist er ein vertrautes Gesicht des Kölner Tatorts, wo er seit 1997 den Rechtsmediziner Dr. Joseph Roth spielt.Aber auch im wahren Leben hat er über 30 Jahre lang als Arzt praktiziert - daneben ist er Autor, Drehbuchautor, Podcaster und Hörbuchsprecher: Joe Bausch! Wir blicken zusammen mit ihm in seine Vergangenheit, wie er seine Leidenschaft für die Medizin entdeckt hat, er schon während seiner Studienzeit regelmäßig auf Theaterbühnen stand, und warum es für ihn nie ein „entweder oder“ gab. Außerdem erzählt er über seine erste Begegnung mit der Rechtsmedizin, und warum er sich den Platz im alten VW-Bus seines besten Freundes im Studium regelmäßig mit Leichen teilen musste. Weiter spricht er darüber, wie er schließlich in der JVA Werl gelandet ist, in der er über 30 Jahre lang als Gefängnisarzt tätig war, wie ihm seine Patienten Inspirationen und Tipps für seine Rollen als Verbrecher gegeben haben, und warum er eines Tages unerwarteten Besuch eines Beerdigungsinstituts hatte. Link zum Podcast "Im Kopf des Verbrechers" von Joe Bausch und Sina Deutsch: https://open.spotify.com/show/6qPh1DRDmjfAYqmKUQevfa

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  • 25.01.2021
    45 MB
    54:36
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    Feuer und Flamme - Von der Verbrennung bis zum Brandtod

    Zu welchem Zeitpunkt genau der Mensch begonnen hat, das Feuer zu kontrollieren, darüber streiten sich Wissenschaftler bis heute. Unangefochten ist aber die Tatsache, dass genau diese Fähigkeit ein Meilenstein in der menschlichen Evolution ist - Fortschritt und Herausforderung zugleich. Die Pfanne auf dem Herd, die Kerze auf dem Adventskranz, der Brandstifter - Feuer und Hitze birgt viele Gefahren. In unserer neuen Folge beschäftigen wir uns mit den Themen Verbrennung, Verbrühung und Brandleichen. Die Obduktion von Brandleichen weist oftmals eine ähnliche Komplexität auf, wie die von Wasserleichen. Die Identifizierung von Brandtoten ist gerade bei sehr verkohlten Leichen oft nur noch über die DNA möglich, die Bestimmung des Todeszeitpunktes dagegen ist schier unmöglich. Die größte Frage dabei: Hat der Tote vor dem Brand noch gelebt und ist an einer Rauchgasvergiftung verstorben, oder wurde er womöglich zuvor ermordet? Denn auch wenn die meisten Menschen durch unglückliche Zufälle oder Unfälle durch Einwirkung von Hitze ums Leben kommen, wird trotzdem versucht, auf diese Weise Tötungen zu begehen oder Straftaten zu verdecken. Dabei ist die Suche nach Vitalitätszeichen maßgeblich. Außerdem befassen wir uns mit grundlegenden Fragen, wie: Was unterscheidet eine Verbrennung von einer Verbrühung? Wie lässt sich die Ausdehnung einer Verbrennung bestimmen, und ist die Todesursache wirklich das bloße Verbrennen der Haut, oder wo liegt die eigentliche Todesursache?

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  • 25.01.2021
    35 MB
    42:09
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    Hitze und Kälte - Thermische Gewalt

    In unserer neuen Folge sprechen wir über das Thema „Thermische Gewalt“, also um die lokale und gesamte Einwirkung von Hitze und Kälte auf den menschlichen Körper. Die kalte Jahreszeit rückt immer näher und solangsam kommen die winterlichen Temperaturen. Daran muss sich unser Kreislauf und natürlich der gesamte Organismus erst wieder gewöhnen. Passend dazu geht es in dieser Folge unter anderem um die Unterkühlung und den Kältetod und warum man nicht „erfriert“. Umgekehrt schauen wir uns an, wie es unser Körper schafft, eine relativ konstante Körperkerntenperatur aufrecht zu erhalten, wo der Unterschied zwischen Hyperthermie und Fieber sowie zwischen einer Verbrennung und einer Verbrühung, liegt.

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  • 25.01.2021
    45 MB
    53:41
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    Was Tote verraten - Die ärztliche Leichenschau

    In dieser Folge dreht sich alles rund um das Thema „ärztliche Leichenschau“. In Deutschland muss jeder Leichnam vor der Beisetzung ärztlich untersucht werden. Aber wie läuft eine solche Leichenschau genau ab, warum gilt sie grundsätzlich unter Ärzten als eine eher unangenehme Aufgabe und wie werden Medizin-Studierende auf diese Aufgabe vorbereitet? Weiter beschäftigen wir uns mit der Problematik des Systems der ärztlichen Leichenschau, möglichen Lösungsansätzen, und ob es Dichtung oder Wahrheit ist, dass jedes zweite Tötungsdelikt bei Verstorbenen, bei denen eine „natürliche Todesart“ im Totenschein angekreuzt wurde, nicht entdeckt wird.

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  • 25.01.2021
    38 MB
    46:07
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    Von Hitlers Schädel, Körperwelten und Tintenfischen - Der Kriminalbiologe Mark Benecke - Teil II

    In unserer neuen Folge nimmt uns Dr. Mark Benecke mit auf eine Reise von Moskau, zum Archiv des russischen Inlandsgeheimdienstes (FSB), bis nach Köln - ins Innere des menschlichen Körpers - zu Gunther von Hagens „Körperwelten“-Ausstellung. Nicht nur in Serien wie „Medical Detectives“ arbeitet Mark Benecke als Kriminalbiologe an spannenden Fällen, sondern auch im wahren Leben ist er immer wieder Teil spektakulären Geschehens. So ist er vor einigen Jahren mit einem Kamerateam nach Russland gereist, wo er die Schädelfragmente und das Gebiss von Adolf Hitler kriminalbiologisch untersuchte. Bis heute wird immer noch wild spekuliert, wie sich Adolf Hitler letztlich suizidiert hat: Hat sich Hitler wirklich erschossen oder hat die Zyankali-Einnahme zu seinem Tod geführt? Uns erzählt Mark Benecke, ob er diese Frage klären konnte, wie es überhaupt zu diesem besonderen Auftrag kam und warum Hitler eigentlich nur noch vier Zähne hatte. Darüber hinaus erzählt Mark Benecke von seiner Arbeit mit Gunther von Hagens, dem Erfinder der Plastination und Schöpfer der „Körperwelten“-Ausstellungen, dessen Unterschrift er für ewig auf seinem Arm trägt und warum dieser für ihn „THE man“ ist. Wir sprechen mit ihm über die Notwendigkeit von Tierversuchen und die Sorge um das große Insektensterben. Weiter geht es um Freundschaften mit verspielten Tintenfischen, die auf einer Studienreise eine ganze Biologengruppe zum Weinen brachten, warum er Fleisch essen „krank“ findet und „Tiere einfach mal in Ruhe lassen“ sollte, womit er auch einen Slogan für eine Kampagne von PETA Deutschland prägte.

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  • 25.01.2021
    56 MB
    01:07:00
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    Von Viren, Vampiren und Narzissten - Der Kriminalbiologe Mark Benecke - Teil I

    Dr. Mark Benecke ist der weltweit berühmteste Kriminalbiologe und bekannt aus Funk und Fernsehen, als Autor und als wohl erster Podcaster in der Rubrik „Wissenschaft“. Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt er sich schon mit dem Gebiet der wissenschaftlichen Forensik. Er studierte Biologie, Zoologie und Psychologie an der Universität zu Köln und promovierte über genetische Fingerabdrücke. Danach absolvierte er einige fachspezifische Ausbildungen, unter anderem beim FBI und im rechtsmedizinischen Institut in Manhattan. Bei seinen Vorträgen fasziniert er die Menschen mit Themen wie der„Blutspurenanalyse“ oder Erzählungen aus seiner Zeit auf der „Body Farm“ in Tennessee. Wie kein anderer schafft er es, komplexe Sachverhalte so herunterzubrechen, dass wirklich jeder versteht, wie beispielsweise eine DNA-Analyse funktioniert. Mit uns spricht er in dieser Episode über seine Arbeit als Kriminalbiologe, über Vampire, seine Liebe zu Büchern und sein neues Buch „Viren für Anfänger“. Außerdem erzählt er uns, was ihn vor einigen Jahren dazu bewegt hat, nach Kolumbien zu reisen, um mit dem größten Serienmörder aller Zeiten, Luis Alfredo Garavito Cubillos, der mindestens 140 Kinder getötet hat, zu arbeiten.

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  • 25.01.2021
    30 MB
    36:32
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    Akute Atemnot - Strangulation und Ersticken

    In unserer neuen Folge „Akute Atemnot - Strangulation und Ersticken“ knüpfen wir thematisch an die letzte Folge über den Tod im Wasser und Wasserleichen an: Es geht weiter mit dem Oberthema „Ersticken“. Wir sprechen über das innere und äußere Ersticken, über die verschiedenen Formen des Strangulationstodes und wie herausgefunden werden kann, ob ein Mensch im Rahmen dessen durch Selbst- oder Fremdeinwirkung verstorben ist. Außerdem erfahrt Ihr, was eine Strang- und Drosselmarke ist, wo der Unterschied zwischen dem typischen und atypischen Erhängen besteht und warum man sich nicht selbst erwürgen kann.

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  • 25.01.2021
    34 MB
    41:23
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    Tödlicher Badespaß - Vom Badetod und anderen Wasserleichen

    Sommerzeit ist Badezeit! Sobald der Sommer da ist, strömen alle zum Badesee oder ins Freibad, um sich bei den hitzigen Temperaturen abzukühlen. Aber kaum ist der Sommer in vollem Gange, häufen sich auch die Meldungen über Menschen, die in Flüssen oder Seen ertrunken sind. Allein im letzten Jahr sind mindestens 417 Menschen beim Baden ertrunken. Die häufigsten Ursachen dieser Badeunfalle sind ganz klar: Übermut, Selbstüberschätzung, Alkohol. Was passiert, wenn ein Mensch unglücklicherweise ertrinkt, warum gerade im Sommer so viele Wasserleichen wieder an die Wasseroberfläche gelangen und warum eine Wasserleiche eine der größten Herausforderungen für die Rechtsmedizin darstellt, das erfahrt Ihr in unserer neuen Folge!

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  • 25.01.2021
    33 MB
    39:25
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    Den Toten ihr Gesicht zurückgeben - Die forensische Gesichtsrekonstruktion

    In unserer neuen Folge haben wir Dr. Constanze Niess zu Gast. Sie ist nicht nur Rechtsmedizinerin am Institut für Rechtsmedizin in Frankfurt, sondern auch eine der wenigen Spezialistinnen auf dem Gebiet der Gesichtsrekonstruktion. Kann die Identität eines Leichnams nicht mehr festgestellt werden, gibt sie dem Verstorbenen wieder ein Gesicht zurück. Constanze Niess erklärt uns, wann eine Gesichtsrekonstruktion notwendig ist, wie und mit welchen Methoden sie dabei vorgeht und welche Informationen sie benötigt, bevor sie mit ihrer Arbeit beginnen kann. Darüber hinaus erzählt sie davon, wie sie für ihren ersten Kurs mit einem Schädel im Handgepäck, den sie zuvor mit Socken ausgestopft hat, in die Südstaaten flog und warum sie für ihre Rekonstruktionen lieber keine Perücken mehr anfertigen lässt. Dies und vieles mehr erwartet Euch in Episode 8.

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  • 25.01.2021
    30 MB
    35:38
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    3-D-Puzzle für Fortgeschrittene - Die forensische Osteologie

    In unserer neuen Folge „3D-Puzzle für Fortgeschrittene - Die forensische Osteologie “ dreht sich alles rund ums Thema Knochen. Zufällige Knochenfunde sind fast schon Tradition in jedem guten Krimi: Spaziergänger oder Pilzsammler finden eine skelettierte Leiche im Wald oder beim Umgraben des Schrebergartens wird zufällig auf Knochen gestoßen. Meistens handelt es sich dabei um ein Mordopfer und dann geht alles ganz schnell, bis die Leiche identifiziert und schließlich der Mörder ermittelt werden kann. Prof. Marcel Verhoff und Vanessa Nischik beschäftigen sich in dieser Folge aber mit der Realität. Was kann man sich unter der forensischen Osteologie überhaupt vorstellen? Was verraten Knochen wirklich über eine Leiche? Wie unterscheidet man einen menschlichen Knochen von dem eines Tieres? Dabei sprechen sie über die vielfältigen Untersuchungsmethoden der forensischen Osteologie und wie man zum Beispiel die DNA aus Knochen löst.

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  • 25.01.2021
    34 MB
    41:06
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    Maden als Ermittler - Einblicke in die forensische Entomologie

    In Folge 6 „Maden als Ermittler - Einblicke in die forensische Entomologie“ sprechen Prof. Marcel Verhoff und Vanessa Nischik mit dem Biologen Dr. Jens Amendt über sein Fachgebiet: die forensische Entomologie. Jens Amendt ist einer der wenigen Experten auf diesem Gebiet und Leiter der größten forensisch entomologischen Abteilung in Deutschland am Institut für Rechtsmedizin in Frankfurt. Er erklärt, wie der Alltag eines forensischen Entomologen aussieht, wie man anhand von Maden die postmortale Leichenliegezeit bestimmen kann und natürlich einiges über Maden als „Ermittler". Darüber hinaus berichtet er von seinen Forschungsprojekten und der Suche nach einem geeigneten Areal für eine „Body Farm". Welche Probleme es dabei gibt und warum hin und wieder eine große Lieferung Hackfleisch ins Institut für Rechtsmedizin Frankfurt geliefert wird - das erfahrt Ihr in dieser Folge.

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  • 25.01.2021
    28 MB
    33:45
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    Sektion ohne Skalpell und Schere - Ein Blick in die Zukunft der Rechtsmedizin

    Ein Blick in die Zukunft der Rechtsmedizin: In dieser Folge sprechen Prof. Marcel Verhoff und Vanessa Nischik über die virtuelle Autopsie - also über die sogenannte Virtopsy®*. Was im ersten Moment vielleicht nach Science Fiction klingen mag, ist tatsächlich Realität. Statt wie bei einer klassischen Obduktion werden bei einer virtuellen Autopsie Leichen gescannt und durchleuchtet – ohne sie auch nur zu berühren. An Stelle von Skalpell, Schere und Säge wird mit Hilfe von hochauflösenden Magnetresonanzscannern und Computertomographen gearbeitet. Der forensische Hightech-Helfer bei einer Virtopsy®* ist der „Virtobot“. Er liefert den Rechtsmedizinern ganz präzise Daten von Leichen, ohne dass diese geöffnet werden müssen - somit frei von Blut. Ob die virtuelle Autopsie in der Zukunft wirklich die klassische Obduktion ersetzen wird, welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringt und ob sie nicht nur weniger blutig, sondern auch effizienter ist - das erfahrt Ihr in dieser Folge! *www.virtopsy.com

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  • 25.01.2021
    29 MB
    35:01
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    Betrunken von einem Bier - Alkohol und Promille

    In der neuen Folge von "Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit" sprechen Prof. Marcel Verhoff und Vanessa Nischik über die forensische Alkohologie. Der Sommer steht vor der Tür und wer freut sich nicht über ein kühles Feierabend-Bier oder einen Wein auf dem Balkon? Aber habt Ihr schon einmal darüber nachgedacht, was Alkohol überhaupt mit Eurem Körper anstellt, welche Folgen extensiver Konsum haben kann und wo die Promille-Grenzwerte bei der Teilnahme am Straßenverkehr liegen? (Hinweis: "Klosterfrau Melissengeist" ist sowohl mit 79 Vol. % als auch mit 96 Vol. % auf dem Markt erhältlich.)

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  • 25.01.2021
    31 MB
    37:18
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    Obduzieren im Raumanzug - Rechtsmedizin in Zeiten von Corona

    In der dritten Folge von „Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit" geht es um die Rechtsmedizin in Zeiten von Corona. Prof. Marcel Verhoff und Vanessa Nischik sprechen über die Empfehlungen des Robert Koch - Instituts zu Obduktionen, grundsätzliche Gefahren bei einer Seuchenobduktion, welche Vorbereitungen die Rechtsmedizin Frankfurt für solche Sektionen getroffen hat und welche Schutzmaßnahmen notwendig sind.

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  • 25.01.2021
    29 MB
    34:36
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    Organe im Marmeladenglas - Ein realer Einblick in den Sektionssaal

    In der zweiten Folge von „Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit“ geben Euch Prof. Marcel Verhoff und Vanessa Nischik einen Einblick in den Sektionssaal und nehmen Euch mit an den Obduktionstisch. Ihr erfahrt, welche Anlässe es gibt, einen Verstorbenen überhaupt zu obduzieren, welche Werkzeuge man in einem Obduktionssaal findet und wie schwer eine menschliche Leber gar werden kann. Außerdem geht es um die Frage, ob sich Rechtsmediziner tatsächlich Menthol unter die Nase reiben, um den Geruch bei einer Obduktion zu ertragen und was es mit den sogenannten „Organen im Marmeladeglas“ auf sich hat.

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  • 25.01.2021
    26 MB
    31:56
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    Kinderschokolade und Maden - Ein Weg in die Rechtsmedizin

    In der ersten Folge von "Rechtsmedizin - Dichtung und Wahrheit" spricht Vanessa Nischik mit Prof. Marcel Verhoff über seinen Weg an den Obduktionstisch und was ihn an seinem Job fasziniert. Ihr erfahrt, was der Unterschied zwischen einem Pathologen und einem Rechtsmediziner ist, warum der Schauspieler und Arzt Joe Bausch noch mehr als "nur" der Rechtsmediziner im Kölner Tatort ist und ob Rechtsmediziner wirklich einen so schrägen Humor haben, wie es die Dichtung sagt. Darüber hinaus geht es um Emotionen, Lebenseinstellungen und um Kinderschokolade.

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