Cover

Mensch Mahler | Die Podcast Kolumne

In einer komplizierten Welt wünschen sich viele einfache Antworten. Die gibt es aber nicht. Wenn man als Christ, die Welt besser machen will, muss man die richtigen Fragen stellen. Das tut Pfarrer, Moderator und Kolumnist Günter Mahler in seinem täglichen KolumnenPodcast! www.podcast-eins.de See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

Alle Folgen

  • 16.05.2022
    1 MB
    01:37
    Cover

    Meine Nerven!

    220516PC Meine Nerven! Das Finale. Mensch Mahler am 16.05.2022 An Spannung war es nicht zu überbieten, das Bundesligafinale. Nein, nicht die Meisterschaft. Da langweilen seit 10 Jahren die Bayern die Liga. Der Abstiegskampf wars und der Aufstieg von der 2. In die 1. Bundesliga. Für mich als Stuttgarter mit Wahlheimat Berlin und Lieblingsstadt Hamburg war es mehr als brutal. Quasi in letzter Minute tauschen Hertha BSC Berlin und der VfB Stuttgart die Plätze – die Schwaben bleiben drin, Hertha geht in die Relegation. Nun ist bei den Berlinern das HSV-Urgestein Felix Magath Trainer. Und ausgerechnet der HSV musste gestern ebenfalls bis zur letzten Minute bangen, ob der 3. Platz in der zweiten Liga geschafft werden würde – und nun geht’s in der Relegation um den Aufstieg für die Hamburger nach Berlin und für Hertha ins Volksparkstadion nach Hamburg. Zwei weitere große Vereine mit ewig langer Bundesligatradition haben es wieder ins Oberhaus geschafft: Schalke 04 und Werder Bremen. Es war wieder richtig schöner, spannender Fußball. Mit strahlendem Wetter, vollen Stadien und Stimmung bis zum Abwinken. Fast so, als hätte es Corona nicht gegeben. Den Fans sei‘s gegönnt. Ich freue mich auf jeden Fall wieder darüber, dass der Ball rollt und die schönste Nebensache der Welt wieder so richtig Fahrt aufnimmt. Was für ein Auftakt in einen Sommer, in dem wir uns trotz allem wieder über viele Dinge freuen können. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 13.05.2022
    1 MB
    01:54
    Cover

    Wir fressen uns zu Tode

    220513PC Fett. Die Volkskrankheit Nr. 1. Mensch Mahler am 13.05.2022 Im Urlaub an der Nordsee ist es mir aufgefallen wie noch nie. Wir saßen im Straßencafé Leute gucken. Ich gebe zu – nicht die nobelste aller Interessen, aber nichts interessiert einen Menschen mehr als ein Mensch. Wir machen immer ein heiteres Berufe raten draus. Erschreckt hat uns schon, was wir da vielfach zu Gesicht bekamen. Als ich dann eine Statistik zu Gesicht bekam, sah ich mich in meiner Wahrnehmung bestätigt und war geschockt. Zwei Drittel der Männer (67 %) und die Hälfte der Frauen (53 %) in Deutschland sind übergewichtig. Ein Viertel der Erwachsenen (23 % der Männer und 24 % der Frauen) ist stark übergewichtig – also adipös. Wir fressen uns zu Tode. Fettleibigkeit ist die Volkskrankheit Nr. 1 – die Folgeerkrankungen sind fataler und führen häufiger zu frühem Versterben als Alkohol, Drogen und Nikotin zusammen. Corona hat die Lage verschärft, Liferando, Delivery Hero die Gorillas und Co tun ein übriges. Vor allem Kinder und Jugendliche ernähren sich in großer Zahl überwiegend mit Fast Food und ungesundem Zuckerzeug. Wenn schon die Erziehungsberechtigten nicht in der Lage sind, ihre Kinder vernünftig und gesund zu ernähren sollte wenigsten der Staat seine Bürgerinnen und Bürger schützen. Durch Aufklärung, Kampagnen für gesunde Ernährung, Verbot von Werbung – vor allem für Kinder – von gesundheitsschädlichen Produkten, vermehrt Schulsport und Schwimmen – das sind einige der Maßnahmen. Sicherlich – die Uneinsichtigen nach der Melodie „Ich bin fett – na und?“ wird man kaum erreichen können. Dass aber inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung übergewichtig ist, ist nicht hinnehmbar. Hier muss eindeutig gegengesteuert werden. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 12.05.2022
    1 MB
    01:33
    Cover

    Das Kreuz mit dem Hakenkreuz

    220512PC Das Kreuz mit dem Hakenkreuz. Mensch Mahler am 12.05.2022 Wer in Deutschland verbeamtet werden möchte, muss einen Amtseid leisten. Er oder sie schwört auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Das sollte eigentlich genügen. Tut es aber nicht – zumindest nicht in Berlin. Dort sollen angehende Lehrkräfte zusätzlich zum Amtseid einen Fragebogen ausfüllen, aus dem hervorgeht, welche Tattoos sie auf dem Körper tragen – selbst intime Stellen des Körpers sind davon nicht ausgenommen. Anlass war der Fall eines Brandenburger Lehrers, der ein Hakenkreuz Tattoo auf dem Rücken trägt und dies auch öffentlich zeigte. Der zum Fragebogen sollten auch Fotos beigefügt werden. Und das Ganze sollte – und das ist der Gipfel der Gesinnungsschnüffelei – auch noch vom Amtsarzt überprüft werden. Nach massiver Kritik von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft nahm Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse die Idee mit dem Fragebogen wieder zurück. Stattdessen gibt es eine neue Idee: Über eine Selbstauskunft soll erfragt werden, ob angehende Lehrkräfte solche Tattoos tragen. Das findet die GEW niederschwelliger. Aber auch dieser Weg müsse, da es um Einstellungen geht, dem Personalrat vorgelegt werden. Damit ist wenigstens die "rechtswidrige Gewissensüberprüfung per Hautscreening" vom Tisch. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 11.05.2022
    1 MB
    01:39
    Cover

    Statt Auto

    220511PC Statt Auto - Stadtradeln. Mensch Mahler am 11.05.2022 Nicht nur quatschen, sondern in die Pedale treten. Uns hat die Lust am Radfahren in diesem Frühsommer wieder so richtig gepackt. Da kommt die Aktion „Stadtradeln“ wie gerufen. Seit Montag sind allein in Stuttgart 305 Teams dabei und sammeln fleißig Kilometer. Auch unsere Kirchengemeinde zum wiederholten Male. Bisher immer mit respektablem Ergebnis. Uns ist es nicht schwergefallen, auf die Drahtesel umzusteigen. Unsere Kirche liegt in der Innenstadt, Parkplätze gibt es so gut wie keine. ÖPVN war schon immer ein Thema, seit einigen Jahren ist der Fahrradstellplatz vor der Kirche immer gut gefüllt. Mit der App ist das Stadtradeln ganz einfach. Jede Fahrt wird automatisch aufgezeichnet und dem Team gutgeschrieben. Und die Stadt Stuttgart wirbt mit dieser Aktion für den Umstieg auf den Drahtesel. Stuttgart ist keine Fahrradstadt. Aber die Radlerinnen und Radler machen Druck. Bis 2030 soll der Radverkehr zumindest verdoppelt werden. Seit es E-Bikes gibt, machen auch die zahlreichen Steigungen in der Kesselstadt Stuttgart kein Kopfzerbrechen mehr. Und Stuttgart hat einen prominenten Vor-Radler: Cem Özdemir aus dem Ländle war schließlich der einzige Minister, der seine Ernennungsurkunde mit dem Rad abgeholt und auf den Gepäckträger geklemmt hat. Stadtradeln gibt es auch in Ihrer Kommune. Einfach die App Stadtradeln runterladen und mitmachen. Viel Spaß! See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 10.05.2022
    1 MB
    01:51
    Cover

    Alles wird teurer

    220510PC Alles wird teurer. Mensch Mahler am 10.05.2022 Eher zufällig habe ich ein Gespräch in einem Mode-Geschäft an der Nordsee mitgehört. Ein Stammgast, Rentner, beklagte sich darüber, dass seine kleine Rente für solche Eskapaden wir ein paar Tage Urlaub an der See nicht mehr ausreicht. Er habe bei seiner alten Firma angefragt, ob er nicht noch ein wenig auf Geringverdiener Basis mitarbeiten dürfe. Mir ist das Gespräch deshalb unter die Haut gegangen, weil ich ein Rentnerpaar in meinem nahen Umfeld kenne, die beide ein Leben lang gearbeitet und eingezahlt haben. Sie haben ihre Kinder nach Kräften unterstützt und leben in einer Mitwohnung. Das Auto ist untere Mittelklasse, Urlaube sind selten und wenn dann sehr kurz. Beide sind Minijobber – und so ging es bisher, den bescheidenen Lebensstil zu halten. Jetzt hat sie ihren Minijob verloren. Und die Miete zieht deutlich an. Die Lebenshaltungs- und Energiekosten laufen aus dem Ruder. Die Folge: schlechter Schlaf, Existenzängste. Genau diese Leute trifft es jetzt richtig hart. Da ist die Frage nicht mehr, ob es gerade Sonnenblumenöl oder Clopapier zu kaufen gibt. Da geht es langsam an die Substanz. Die BZ schrieb vor einigen Wochen: Ausgerechnet zur Grillsaison wird der Senf knapp. In einem Supermarkt nahe Berlin läuft ein Kunde mit einem Arm voll Senftuben zur Kasse. Kommentar meines Sohnes: Da bomben sie in der Ukraine den Leuten die Wohnung unterm Arsch weg und der hat nichts Besseres zu tun, als Senf für seine Bratwurscht zu horten. Da ist Fremdschämen angesagt. Und ich schäme mich auch, weil ich gestern darüber gejammert habe, dass die Autowaschanlage Einsfünfzig aufgeschlagen hat. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 09.05.2022
    1 MB
    02:00
    Cover

    War is over!

    220509PC War is over! Mensch Mahler am 09.05.2022 Gestern hatte unser Sohn Geburtstag. Wir haben es nicht beabsichtigt, waren aber dennoch froh, dass er am Tag des Kriegsendes geboren wurde. Ein Friedenskind sollte es sein, damals in der love and peace Flower-Power Zeit. War is over war die Hymne und Imagine. John Lennon war unser Held. Wir haben unseren Sohn nach Summerhill antiautoritär erzogen, waren in der Friedensbewegung aktiv. Man schrieb das Jahr 1978. Liebe lag in der Luft und nothing to kill or die for. Wir hofften auf ein Ende des Wettrüstens und des kalten Krieges. 11 Jahre später war es so weit. Die Mauer fiel. Wir Friedenskinder waren happy. Unser Pazifismus ungebrochen. Und dann kam der Jugoslawienkrieg und der bedingungslose Pazifismus war nicht nur bei Joschka Fischer im Eimer, sondern auch bei uns. Dennoch feierten wir mit Christophers Geburtstag immer auch ein wenig Kriegsende. War is over - nie wieder Krieg. Gestern war der bitterste 8. Mai, seit unser Sohn auf der Welt ist. Krieg in Europa und Vladimir Putin hat just den Tag des Kriegsendes 1945 auserkoren, um den angeblichen Nazis des 21. Jahrhunderts eine empfindliche Niederlage beibringen zu wollen. Damit hat er den Westen geeint und den Ost-West Konflikt näher an den Abgrund der nuklearen Katastrophe gebracht als je zuvor. Was lehrt uns dieser 9. Mai 2022? Das selbe, was das Stuttgarter Schuldbekenntnis vom Oktober 1945 aussagt: mutiger bekennen, treuer beten, fröhlicher glauben, brennender lieben. Möge es uns gelingen, gemeinsam das Schwert über unseren Häuptern aufzuhalten. No more war - Gott helfe uns. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 06.05.2022
    3 MB
    01:32
    Cover

    Die Krankenkasse und die Solidargemeinschaft

    143.000 Menschen fallen durch das soziale Netz See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 05.05.2022
    3 MB
    01:18
    Cover

    Brandenburger Bauern leiden unter dem Ukraine Krieg

    Warum nur? See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 04.05.2022
    3 MB
    01:25
    Cover

    Wir bewegen uns zu wenig

    Nächste Woche am 10. Mai ist der „Tag gegen den Schlaganfall“ See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 03.05.2022
    3 MB
    01:26
    Cover

    Träume

    Wir haben uns letztens über Träume in der Redaktion unterhalten. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 02.05.2022
    3 MB
    01:27
    Cover

    Das Interrail Ticket

    Diese Erfindung feierte vor wenigen Tagen ihren 50. Geburtstag See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 29.04.2022
    1 MB
    01:49
    Cover

    Wie zähmt man einen Tiger?

    220429PC Wie zähmt man einen Tiger? Mensch Mahler am 29.04.2022 Wie zähmt man einen Tiger? Bestimmt nicht, indem man ihn immer weiter reizt, den Kampf mit ihm aufnimmt und versucht, ihn mit den gleichen Waffen zu schlagen. Wie stoppt man einen Wahnsinnigen? Bestimmt nicht, indem ihm immer spiegelt, dass er ein Idiot ist und ständig versucht, ihm immer mehr auf den eh schon desolaten Schädel zu schlagen. Man habe schon immer gewusst, dass Wladimir Putin kein lupenreiner Demokrat ist, sagt Annette Schavan, Vertraute von Angela Merkel. Und verteidigt im selben Atemzug Merkels Russlandpolitik der Besonnenheit, die Olaf Scholz jetzt fortzusetzen versucht. „Wandel durch Handel“ war richtig. Und auch die Modernisierungspartnerschaft. Putin sei damals „nicht so im Tunnel“ gewesen wie heute. Seine Entscheidung zum Überfall auf die Ukraine war eine Art Eruption, sagt Annette Schavan und greift ein Wort des früheren Botschafters in Moskau, Rüdiger von Fritsch, auf, wonach Putin das „Schachbrett umgeworfen“ habe. „Putin muss mit Verhandeln wieder ins Boot geholt werden“ sagt Schavan weiter und weiß natürlich auch, dass dieser Satz angesichts mutmaßlicher Kriegsverbrechen hochproblematisch ist. Wie zähmt man einen Tiger? Sicher nicht, wenn man sich nur auf die Waffen des Tigers einlässt. Sondern sich trotz einer gewissen Aussichtslosigkeit bemüht, sein Vertrauen zu gewinnen. Nur aus diesem Grund bin ich Angela Merkel, Emmanuel Macron und Olaf Scholz dankbar, dass sie nicht nur mit dem Säbel rasselten und rasseln, sondern unermüdlich versuchen, den Tiger mit feinem diplomatischem Florett zu kleinen Schritten hin zu Vernunft zu bewegen. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 28.04.2022
    1 MB
    01:48
    Cover

    Menschen, die uns herausfordern

    220428PC Menschen, die uns herausfordern. Mensch Mahler am 28.04.2022 Wir machen einen großen Fehler, wenn wir uns nur mit Menschen umgeben, mit denen wir einer Meinung und einer Gesinnung sind. Warum? Wir bringen uns damit um die Möglichkeit, etwas dazu zu lernen. Und dafür ist man nie zu alt. Ich habe festgestellt, dass Runden, in denen wir zusammensitzen mit Menschen, die unsere Haltung abnicken und unsere Meinung nur bestätigen, sehr schnell langweilen. Angeregte Diskussionen, neues Denken finden nur da statt, wo wir uns nicht von denen abwenden, die durchaus anders ticken als wir. Ich habe zum Beispiel mit Impfskeptikern angeregte Diskussionen gehabt, die mir Aspekte aufgezeigt haben, die ich vorher nicht im Blick hatte. In Gesprächen mit Vertretern anderer Religionen ist mir aufgefallen, wie viele tolle Facetten des spirituellen Lebens ich zum Beispiel von Buddhisten oder von Vertretern des jüdischen Glaubens lernen kann. Jüngstes Beispiel: eine Freundin erzählte, wie begeistert die katholischen Sternsinger unterwegs sind und wieviel Empathie Kinder mit anderen Kindern in fernen Ländern entwickeln, denen der Erlös der Aktionen zugutekommen. Ich sagte: schade, dass wir diese Tradition in unserer Kirche nicht haben. Was ich damit sagen will: Wer sich nur in seinem Denken bestätigt sehen möchte, bleibt beschränkt und letztlich verdummt er. Sie natürlich auch. Menschen, die wie Kinder neugierig und mit wachen Augen und Sinnen durch die Welt gehen, werden lebenslang Lernende bleiben und Ihren Horizont jeden Tag ein Stückchen weiten. Das ist Lebensqualität, die ich auf keinen Fall missen möchte! Bleiben sie offen und neugierig. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 27.04.2022
    1 MB
    01:46
    Cover

    Wahre Freunde

    220427PC Wahre Freundschaft. Mensch Mahler am 27.04.2022 „Freunde in der Not gehen 1000 auf ein Lot“ sagt ein altes Sprichwort. Will sagen: In der Not ist man allein. Ich widerspreche deutlich. Meine Erfahrung ist ein andere. Wir haben gestern ein Fest gefeiert. Mit unserer Pastorin und vier lieben Menschen aus unserer Kirchengemeinde, die auf der Trauerfeier für unsere Tochter vor 1 ½ Jahren gesprochen und unglaublich schöne Musik gemacht haben. Und nicht nur sie, sondern sage und schreibe 232 Adressen habe ich in meinem Mailordner „Freundeskreis“ gespeichert. Sie alle haben uns in den letzten Monaten und Jahren in einer Lebens- und Glaubenskrise begleitet. Mit Mails, Briefen, Karten, Anrufen, Besuchen, Geschenken – es war sogar eine warme Wolldecke dabei, in die ich mich kuscheln soll, wenn mich die Angst überfällt. Gestern also haben wir gefeiert. Mit Sekt und Wein, mit einem sehr leckeren Drei Gang Menu. Wir saßen bis Mitternacht. Wir haben viel gelacht, zusammen geweint, an unsere Tochter gedacht und an alle Menschen, die um sie herum trauern. Es war ein unglaublich reicher, prallvoller Abend. Wir haben das Leben gefeiert und gemeinsam getrauert, dass ein Mensch, der uns alles bedeutet hat, jetzt nicht mehr körperlich bei uns sein kann. Zum Abschied haben wir uns lange im Arm gehalten. Freundinnen und Freunde in der Not – sie sind und bleiben in einem Boot. Wir haben wieder gemeinsam schätzen gelernt, dass wir in einer tragfähigen, spirituellen Gemeinschaft leben dürfen. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 26.04.2022
    1 MB
    01:25
    Cover

    Wat denn nu?

    220426PC Wat denn nu? Mensch Mahler am 26.04.2022 Der Osterurlaub ist zu Ende. Wir haben einige Tage in Berlin und Brandenburg bei unserem Sohn mit Familie verbracht. Das erste Mal hatte ich das Gefühl, dass wieder so etwas wie Normalität eingekehrt ist. Masken nur in öffentlichen Verkehrsmitteln, ansonsten konnte man sich einfach frei bewegen. Ich muss allerdings zugeben, dass mir das Mitschwimmen in großen Menschenmassen noch große Mühe macht. Letzten Samstag im Theater: Wir empfehlen, die Masken aufzulassen – aber das ist ihre Entscheidung. Am Sonntag im Gottesdienst: Auf den Wegen ja, am Platz nein, zum Singen und Vater unser aber bitte doch. Aber: vor allem freiwillig. Ich bin weder übervorsichtig noch leichtsinnig. Ich bin geboostert und hatte bis heute noch keine Infektion. Und trotzdem habe ich die Maske immer noch häufig auf. Im Supermarkt oder bei Veranstaltungen. Wir täten gut daran, jetzt nicht übermütig zu werden. Im Herbst werden wir entweder dankbar sein oder die zu frühen Lockerungen verfluchen. Ich hoffe, dass wir jetzt keine allzu großen Fehler machen. Bleiben Sie gesund und verantwortungsvoll. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 25.04.2022
    5 MB
    05:52
    Cover

    Mother Mary comes to me

    220425PC Mother Mary comes to me. Mensch Mahler am 25.04.2022 Ich denke in diesen Tagen oft an meine Mutter. Sie hieß Maria, und schon seit 42 Jahren schaut sie von einer höheren Warte auf mein Leben. Mother Mary – meine Mutter Maria lächelt meist. Und passt auf mich auf. So wie die Mutter von Paul McCartney. Hook Let it be Paul McCartney sagt: „Ja, ich hatte eine Menge schlechter Tage in den 60igern. Eines Nachts hatte ich einen Traum von meiner Mutter. Sie starb, als ich 14 war, also hatte ich wirklich eine ganze Weile nichts von ihr gehört, doch sie zu hören, war sehr gut. Es gab mir Stärke. In meiner dunkelsten Stunde kam Mutter Mary zu mir.“ Hook let it be Wenn ich selbst in Not gerate, kommt Mutter Maria zu mir, spricht Worte voller Weisheit – lass es gut sein. Und in meiner größten Dunkelheit Steht sie ganz nah vor mir Spricht Worte voller Weisheit – lass es gut sein. Und wenn die Nacht auch dunkel ist von Wolken Leuchtet immer noch ein Licht für mich, leuchtet auch noch Morgen – lass es gut sein. Gott sagt: Ich will Dich trösten wie dich deine Mutter tröstet. Hook let it be See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 22.04.2022
    1 MB
    01:30
    Cover

    Mneschmassen

    Erstmal wieder daran gewöhnen See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 21.04.2022
    1 MB
    01:38
    Cover

    Black Out

    Wenn der Strom weg bleibt See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 20.04.2022
    1 MB
    01:38
    Cover

    Die Hummel

    Ein Tier das glücklich macht See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 19.04.2022
    1 MB
    01:45
    Cover

    Gute Unterhaltung

    Frank Elstner und seine Ideen See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 15.04.2022
    1 MB
    02:02
    Cover

    Für alle gestorben

    220415PC Für alle gestorben. Mensch Mahler am 15.04.2022 Heute am Karfreitag finden viele Kreuzwegprozessionen statt. So auch in Rom. Eine besondere Geste in diesem Jahr: Das schwere Holzkreuz wird auf einer Wegstrecke von einer ukrainischen und einer russischen Familie getragen. Dagegen hat der Kiewer Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk Protest eingelegt: „Wir bringen dem Heiligen Stuhl die große Entrüstung aller Ukrainerinnen und Ukrainer in der ganzen Welt zur Kenntnis.“ Dagegen muss ich mit dem Papst und im Namen Jesu Christi protestieren. Jeder Versuch, den gekreuzigten und auferstandenen Christus für sich zu vereinnahmen, muss scheitern. Es muss klar sein: Christus ist für alle Menschen gestorben. Er hat das Leid der ganzen Welt auf sich genommen und hat es zum Kreuz getragen. Am Kreuz vergibt er denen, die ihn gefoltert und aufgehängt haben. Zu einem Schwerverbrecher, der neben ihm am Kreuz hängt, sagt er: „Heute noch wirst Du mit mir im Paradies sein.“ „Gott mit uns“ auf den Koppelschlössern, Gott mit den ukrainischen Soldaten, aber nicht mit den russischen, Christus, der nur das Leid einer Nation ans Kreuz hinaufträgt, nicht aber der ganzen Welt, das ist Blasphemie. Bei allem Verständnis für die Verbitterung der Ukrainerinnen und Ukrainer – die Kirche darf sich niemals vor einen nationalistischen Karren spannen lassen. Sonst hat sie Christus verraten. Eben gerade den, den die Christinnen und Christen heute in der ganzen Welt anbeten: Den gekreuzigten und auferstandenen Gott. Ich wünsche ihnen allen – egal, welcher Ethnie Sie angehören – einen besinnlichen Karfreitag und frohe Ostern. Übermorgen ertönt der Ruf über den ganzen Erdball: „Der Herr ist auferstanden. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja.“ See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 14.04.2022
    1 MB
    01:46
    Cover

    Was dient dem Frieden?

    220414PC Was treibt den Krieg? Mensch Mahler am 14.04.2022 Die Radikalforderungen sind bekannt: Alle Beziehungen zu Russland kappen, auch die Städtepartnerschaften einfrieren. Russlandfreundliche Autokorsos verbieten. Schwere Waffen zur Verteidigung der Ukraine jetzt sofort, selbst wenn ukrainische Soldaten Wochen brauchen werden, um mit ihnen umzugehen. Einen Frank-Walter Steinmeier zur unerwünschten Person erklären, weil er als Außenminister gute Beziehungen zu Russland unterhalten hat. Aber sind diese Forderungen und Maßnahmen klug und besonnen? Oder spielen sie am Ende Putin in die Hände? Fangen wir mit Steinmeier an. Putin lacht sich ins Fäustchen, wenn er sieht, wie Selenskyi selbst den Westen spaltet, indem er einen deutschen Präsidenten zur unerwünschten Person erklärt. Schwere Panzer: liefern 1. Putin ein Alibi, den Westen und die NATO als Kriegspartei zu erklären und seinen Krieg gegen die Ukraine vollends zu einem Krieg gegen die NATO zu inszenieren und bringen zunächst wenig, weil wirklich sichergestellt werden muss, dass sie auch einsetzbar sind. Verbot von Autokorsos und Einfrieren der Städtepartnerschaften: damit schneidet man nicht den Dialog mit Putin ab, sondern auch zum russischen Volk insgesamt. Und das kann nun wahrlich nicht der Verständigung und dem Frieden dienen. Diplomatie bedeutet, die Wahl der Mittel sorgfältig abzuwägen und zu prüfen, was dem Frieden dient und was dagegen den Krieg treibt. Bitte, liebe PolitikerInnen Deutschland, bitte Präsident Selenskyi und Botschafter Melnyk, handelt trotz allem nicht hitzköpfig, sondern diplomatisch. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 13.04.2022
    2 MB
    02:11
    Cover

    Die Mütter und das Amt

    220413PC Die Mütter und das Amt. Mensch Mahler am 13.04.2022 Bei Angela Merkel hatten wir keine Fragen. Sie regierte, Herr Sauer blieb dezent im Hintergrund. Kanzlerin Angie war allzeit bereit, wenn es sein musste auch 24 Stunden am Tag. Auch Katrin Göhring-Eckard warf keine kritischen Fragen auf. Ihre Kinder sind groß, sie kann ein aufwändiges Amt und die Familie gut unter einen Hut bringen, ebenso wie Ursula von der Leyen. Bei Annalena Baerbock runzelten viele die Stirn. Kanzlerkandidatin und jetzt Außenministerin – die hat doch zwei Töchter im Alter von sieben und elf Jahren! Aber offensichtlich kann sie Vollblutpolitikerin, was sie derzeit eindrucksvoll beweist. Und dann kam der Fall Anne Spiegel. Sie ist mit einem Schotten verheiratet und hat mit ihm vier Kinder. 2019 erlitt ihr Mann einen Schlaganfall. 10 Tage nach der Flut im Ahrtal war die Familie kräftemäßig am Ende. Anne Spiegel fuhr mit Mann und Kindern für 4 Wochen nach Frankreich. Einmal unterbrach die damalige Umweltministerin von Rheinlandpfalz den Urlaub, um für einen Tag ins Ahrtal zu fahren. Der Urlaub zu einer Zeit, in der 130 Menschen in ihrem Bundesland ihr Leben verloren und viele andere Hab und Gut ist sicher ein fataler Fehler gewesen. Aber noch viel fataler war der Umgang der seit Ende 2021 amtierenden Umweltministerin des Bundes mit der Aufarbeitung der Affäre. Nur scheibchenweise gibt sie Fehler und Lügen zu, will eigentlich nicht zurücktreten. Wäre sie charakterstark, aufrichtig und ehrlich gewesen, hätte sie das vermutlich auch gar nicht gemusst. Am Fall Spiegel kann man also vieles festmachen. Aber die Unvereinbarkeit von Ehefrau und Mutter sein und politischem Amt sicher nicht. Siehe die Beispiele Ursula von der Leyen und Katrin Göhring-Eckhardt. Die wird jetzt als Nachfolgerin im Umweltministerium gehandelt. Nicht nur weil sie grün und eine Ehefrau und Mutter ist, sondern auch wegen ihrer Charakterstärke. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 12.04.2022
    1 MB
    01:52
    Cover

    Gebet für die Grausamen

    220412PC Gebet für die Grausamen. Mensch Mahler am 12.04.2022 Vor Jahren provozierte ein Priester in Süditalien seine Gemeinde, indem er Osama bin Laden und Adolf Hitler als Figuren neben die redliche Hirten in einer Weihnachtskrippe stellte. Für mich stellt sich seit dem Angriffskrieg auf die Ukraine die Frage, ob ich Wladimir Putin zu ihnen stellen soll. An die Krippe des neugeborenen Erlösers der Welt Jesus Christus. Eine Freundin postete in Ihrem Status ein Gebet von Trisha Arlin. Es ist über schrieben mit „Gebet für die Grausamen“. Wie muss das sein, wenn einem jegliches Mitgefühl fehlt? Sicher zu sein über den rechten Weg, dass es dich nicht kümmert, wen Du verletzt? Wie ist das, wenn jeder Zweifel verdrängt wurde? So überzeugt zu sein von der Wichtigkeit deiner Wünsche, dass Krieg Sinn macht? Wie ist das, wenn alle Liebe in einem ausgebrannt wurde? So voller Hass zu sein gegen die Ziele deiner rasenden Wut, dass du Bomben wirfst auf ihre Kinder? Blessed One-ness! Es muss sehr Traurig und leer sein, so schrecklich zu sein. Wir beten um Hilfe, dass wir unser Mitgefühl nicht verlieren, unsere Zweifel, unsere Liebe, während wir für ein Ende des Schreckens arbeiten. Leichter gesagt als getan. Amen Ja, ich lasse Wladimir Putin dort an der Krippe stehen. Damit er seinem Erlöser Jesus Christus in die Augen sehen kann. Und Buße tut und von seinem wahnsinnigen Tun ablässt. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 11.04.2022
    2 MB
    02:06
    Cover

    Der faire Osterhase

    220411PC Der faire Osterhase. Mensch Mahler am 11.04.2022 Vorösterliche Überraschung. Der Kinderchor der Bonifatiuskirche in Metzingen lud zum Musical. Schoko-Alarm hieß es. Natürlich sind wir hingegangen, weil gleich drei unserer Süßen Enkelinnen mitgesungen haben, die vierte saß mit uns und der Mutter des Ganzen im Publikum. Das Musical war erstklassig. Es ging um verzweifelte Osterhasen, die um die ganze Welt gereist sind, um die Rohstoffe für ihre Schoko-Eier zu suchen. Begeistert hat uns aber dann die konsumpolitische Aussage der 40 Kids im Alter von 4-10 Jahren: Hook Einspieler Fair-Fair- was ist fair? Da stehen 40 Kinder auf der Bühne, erklären auf höchst unterhaltsame Art uns Erwachsenen nicht nur die Bedeutung der Ostereier – aus einer kleinen Zelle wächst neues Leben heran und symbolisiert damit die Auferstehung Christi von den Toten – sondern sie erteilen uns auch konsumpolitischen Nachhilfeunterricht. Kauft fair- und möglichst nur noch fair. Tief beeindruckt sind wir nach Hause gefahren, natürlich nachdem wir unsere drei süßen Sängerinnen kräftig gedrückt haben. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 07.04.2022
    1 MB
    01:43
    Cover

    Digitale Hysterie

    220408PC Digitale Hysterie. Mensch Mahler am 08.04.2022 Machen uns die Medien krank? fragen die Autoren Reginald Földy und Erwin Ringel in Ihrem Buch über Depression durch Überinformation. Die Frage ist hypothetisch. Wir wissen es längst. Das meint auf jeden Fall Georg Mitzner, der auch gleich den entsprechenden Fachausdruck dafür parat hat: Die digitale Hysterie hat uns fest im Würgegriff. Selbst ich als Medienmensch, der begierig alles aufsaugt, was er zu hören und zu sehen kriegt, der oft N-TV in Dauerschleife im Hintergrund mitlaufen lässt, kann nicht mehr. Wie soll ein halbwegs normales Gehirn und noch mehr eine durchschnittlich belastbare Seele das aufnehmen, was derzeit auf uns einprasselt? „Du brauchst einfach mehr Resilienz“ raten mir meine klugen Freunde. Bullshit. Ich brauche einfach weniger Input. Ich möchte zuversichtlich und aufrecht bleiben. Das geht aber nur, wenn ich das Maß selbst bestimme, das ich an eigenem und fremdem Leid zu tragen in der Lage bin. Jesus sagt: „Kommt zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will Euch erfrischen. Nehmt mein Joch auf Euch und lernt von mir, denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.“ Ein sanftes Joch: so schwer, dass ich es tragen kann und so leicht, dass es mich nicht erdrückt und handlungsunfähig macht. Wenn ich am Boden bin, niedergestreckt vom Schnellfeuergewehr der Bad News, kann ich keinem mehr helfen. Noch nicht einmal mir selbst. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 07.04.2022
    1 MB
    01:35
    Cover

    Schon wieder Chaos

    220407PC Schon wieder Chaos. Mensch Mahler am 07.04.2022 Nun hatten wir langsam wieder den Kopf über Wasser. Omikron ist nicht so wild, die Planungen für Frühjahr/Sommer liefen an. Dann kam der Überfall auf die Ukraine. Und dann das neue Durcheinander bzgl. Quarantäne, Maskenpflicht und Co. Und erneut steht alles auf wackeligen Füßen. Bei allen Planungen schreibe ich jetzt an Freunde und Bekannte, wenn wir etwas gemeinsames planen: wenn uns Corona und der Krieg mit seinen Folgen nicht einen Strich durch die Rechnung macht. Im Brief des Jakobus an die Judenchristen, der um das Jahr 40 herum entstand, kannte man dieses Problem. Der Apostel schreibt: „Ihr wisst nicht, was Morgen sein wird. Denn was ist Euer Leben? Ein Dampf ist es, der eine kleine Zeit währt, danach aber verschwindet er. Dafür sollt ihr sagen: So Gott will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.“ Wir haben das früher immer im Scherz gesagt. SGWUWL – So Gott will und wir leben. Wir nannten das nach Jakobus den jakobinischen Vorbehalt. Angesichts der Krankheiten, Kriege und Konflikte, die wir derzeit erleben, ist aus dem Scherz bitterer Ernst geworden. So Gott will und wir leben werde ich Ihnen auch Morgen einen Kommentar einsprechen. Aber auch nur dann. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 06.04.2022
    1 MB
    01:58
    Cover

    Großevents in Kriegszeiten

    220406PC Großevents in Kriegszeiten. Mensch Mahler am 06.04.2022 So langsam wird es uns klar: Wir sind im Krieg. Der spielt sich eben nicht nur ein paar Hundert Kilometer östlich von uns ab, er ist in Deutschland angekommen. Noch sind längst nicht so viele Geflüchtete bei uns angekommen wie in Polen oder Rumänien. Und doch prägen die Menschen aus der Ukraine mehr und mehr unseren Alltag. Viele Mitbürgerinnen sind bereit, Geflüchtete bei sich aufzunehmen. Aber auch Großveranstaltungen sind betroffen. Zum Katholikentag in Stuttgart sollen Ende Mai 30.000 Dauerteilnehmer kommen. Alles war bestens vorbereitet – Privatquartiere werden in der Regel genügend angeboten. Wenn – ja wenn kein Krieg ist. Jetzt nehmen die Stuttgarter natürlich zuerst Geflüchtete auf. Der Katholikentag muss sehen, wo er Dauergäste unterbringen kann. In Massenquartieren wie Klassenzimmern können wegen der Corona Regeln maximal 10 Personen untergebracht werden. Apropos Corona: Erst seit Ende Februar steht fest, dass das Großevent überhaupt in Präsenz stattfinden kann. Eine Herkulesaufgabe für die Organisatoren. Natürlich werden thematisch der Missbrauchsskandal, die Pandemie und der Angriffskrieg auf die Ukraine und die Folgen vorherrschend sein. Gerade deshalb ist der Katholikentag in diesem Jahr wichtiger denn je. Marc Frings, Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken betont, dass man „nicht den Stillstand besichtigen wolle, sondern mutig voranschreiten werde“. Die Anmeldungen laufen indes schleppend. Es kommt ja auch eine Menge zusammen. Der Missbrauchs Skandal und das Kümmern um die Geflüchteten – gepaart mit den eigenen Alltagssorgen. Da hat ein solches Großevent wie der Katholikentag schlechte Karten. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 05.04.2022
    1 MB
    01:55
    Cover

    Geht man so mit guten Freunden um?

    220405PC Freunde sollte man nicht beleidigen. Mensch Mahler am 05.04.2022 Man sollte Menschen nicht nach Sympathie oder Antipathie beurteilen, ich weiß. Aber ich kann es dennoch nicht verhehlen, dass mir der Botschafter der Ukraine in Deutschland, Andrij Melnyk, unsympathisch ist. Nicht, dass der junge Mann mit seinen 47 Jahren für einen Diplomaten recht jung ist, stört mich. Dass er unglaublich altklug und belehrend daherkommt, ist mir in jeder Talkshow, in der ich ihn gesehen habe, sauer aufgestoßen. Wie er auf die Bundesregierung eindrischt, sucht schon seinesgleichen. Nicht zu vergessen: er ist Botschafter in einem Land, dass so gut wie alles tut was möglich ist, um der Ukraine beizustehen. Aber gebetsmühlenartig wiederholt Melnyk, dass das zu wenig – ja eigentlich Garnichts sei. Die jüngsten Attacken, die er gegen unseren Präsidenten Frank-Walter Steinmeier fährt, schlagen dem Fass den Boden aus. Er wirft ihm vor, Beziehungen zu Russland zu pflegen. Was um alles in der Welt soll man sonst tun, um einen Aggressor freundlich aufzufordern, mit seinen Untaten aufzuhören? Das Gespräch beenden und nur noch die Waffen sprechen zu lassen? Melnyk sagt, er hätte Steinmeier nicht geglaubt, als dieser in seiner Rede zur Widerwahl zum Präsidenten deutlich wie nie mit Putin abgerechnet habe. „Zu uns Ukrainern hat er keinen Bezug. Er weiß nicht, was er mit uns anfangen soll“, sagt der stets arrogant auftretende Ukraine-Staatsvertreter. Und: „Feingefühl ist für Steinmeier ein Fremdwort, zumindest in Bezug auf die Ukraine.“ Wer hier kein Feingefühl hat, ist wohl sonnenklar. Präsident Selenskyi täte gut daran, Melnyk abzuziehen, bevor der weiter einen freundlich gesonnen, hilfsbereiten Staat weiter mit Dreck abschmeißen kann. Geht man so mit Freunden um? See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 03.04.2022
    1 MB
    01:32
    Cover

    Denn man sieht nur die Im Lichte .... die im Dunkeln sieht man nicht

    220404PC Die im Dunkeln sieht man nicht. Mensch Mahler am 04.04.2022 „Die vergessenen Gefangenen“ nannten wir bei amnesty international diejenigen, die keine Schlagzeilen verursachten und in irgendeinem Kerker vor sich hinvegetierten. Am Wochenende saßen wir mit dem Stiftungsrat unserer eudim-Stiftung für soziale Gerechtigkeit zusammen. Klar, da lagen auch Anträge von Hilfsorganisationen auf dem Tisch, die sich um Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine kümmern. Aber eben auch andere. Anträge aus Afrika für Entwicklungsprojekte zum Beispiel. Die haben gerade eine schlechte Lobby. Denn die Scheinwerfer der Welt sind nahezu ausschließlich auf Corona und den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine gerichtet. „Denn man sieht nur die im Lichte, die im Dunkeln sieht man nicht“. Man sieht das unendliche Leid in den Kriegsgebieten der Ukraine. Und das ist auch gut so. Aber ein zweiter Blick ist ebenso wichtig. Die im Dunkeln nicht übersehen, das ist die Aufgabe unserer Stiftung. Deshalb unterstützen wir seit über 33 Jahren kleine Projekte, die nicht auf Mittel von Aktion Mensch oder des Ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit zurückgreifen können. Am Wochenende auf unserer Sitzung haben wir wieder einmal festgestellt, dass diese Arbeit gut und richtig ist. Um die vergessenen Leidenden dieser Welt im Blick zu behalten. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 31.03.2022
    1 MB
    01:45
    Cover

    Leider kein Aprilscherz

    220401PC Leider kein Aprilscherz. Mensch Mahler am 01.04.2022 Boris Palmer scheitert mit Verpackungssteuer. Nein, das ist leider kein Aprilscherz, eher ein Schildbürgerstreich des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim. Aber der Reihe nach: Boris Palmer, angezählter grüner Bürgermeister von Tübingen, hatte eine geniale Idee, um die Stadt sauber zu kriegen und die Müllberge zu reduzieren: Auf Einmalbecher, -Geschirr und - Besteck wurde eine Verpackungssteuer erhoben. Mit der Konsequenz, dass in Tübingen im Januar 2022 3 Tonnen weniger Abfall entsorgt werden musste als im Januar 2021. Ein voller Erfolg – für Nachhaltigkeit, die Steuerzahler und für die Umwelt. Sollte man meinen. Bis ... ... ja bis der mächtige McDonalds-Konzern mit seiner Tübinger Filiale dagegen klagte. Und beim Verwaltungsgericht Mannheim auch noch Recht bekam. OB Palmer ist enttäuscht. „Wir haben gezeigt, dass die Steuer funktioniert. Überall in Tübingen breitet sich Mehrweg aus, der Großteil der Bevölkerung ist zufrieden“. Akzeptiert der Tübinger Stadtrat das Urteil, wars das. Wenn nicht, geht es zum Bundesverwaltungsgericht. Es kann doch nicht sein, dass die Gesetzeslage so ist, dass ein Großkonzern Umweltschutz und das Ende der Vermüllung unserer Städte stoppen kann. Jetzt ist vor allem der Gesetzgeber gefragt. Die Umweltministerinnen in Baden-Württemberg und im Bund sind ja schließlich Grüne und damit Parteigenossinnen von Boris Palmer. Auf den sie eigentlich stolz sein müssten ... See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 31.03.2022
    1 MB
    01:44
    Cover

    Brot und Spiele

    220331PC Brot und Spiele. Mensch Mahler am 30.03.2022 War da eigentlich noch was außer Corona, Ukraine und Inflation? Ach so, ja, Fußball. Vorgestern ein passables Länderspiel der neuen deutschen Mannschaft. Achtbar geschlagen gegen die Elftal aus Holland. Und Morgen findet die Auslosung zur WM in Doha statt. Ohne Italien, das in einem Meer aus Tränen versinkt und ohne Schwedens Ibrahimovic. Gleichzeitig kommt wieder Bewegung in die Debatte um Gastgeber Katar. Gianni Infantini, Fifa Boss aus der Schweiz, residiert inzwischen zeitweise in Doha. Und er hört nicht auf, die Welt zu belügen. Die WM in Katar sei „eine einzigartige Gelegenheit, um die Welt zu vereinen“, meint Infantini und man müsse nur einmal sehen, was das Turnier „im Hinblick auf die Rechte der Arbeiter erreicht habe.“ Der Rest der Welt sieht das anders. Immer noch erhebliche Mängel bei den Arbeitsbedingungen der Migranten, eingeschränkte Meinungsfreiheit, Diskriminierung von Frauen und Homosexuellen. Zudem unterstütze das Emirat Islamisten. Der DFB und die Politik belässt es indes bei wohlfeilen Worten. Wir müssen auch das politische und soziale thematisieren, sagt SPD-Chef Lars Klingbeil. Und der DFB müsste sich dringend für höhere menschenrechtliche Standards bei der Vergabe künftiger Turniere einsetzen. Zu spät. Katar läuft. Aller Warnungen und Bitten um Boykotte zum Trotz. König Fußball regiert die Welt – auf dem Rücken der Arbeitssklaven. Eine Schande ist das. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 30.03.2022
    1 MB
    01:49
    Cover

    Gleiches Recht für Alle?

    220330PC Gleiches Recht für Alle? Mensch Mahler am 30.03.2022 Die Situation erinnert an das Jahr 2015. Wir schaffen das – auch heute. Die Hilfsbereitschaft der Menschen in Deutschland, die fehlenden bürokratischen Hürden – für die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine werden alle Hürden abgebaut. Und das ist auch gut so. Ich bin gespannt, ob das im Jahr 2025 – analog zu 2018 – auch noch so sein wird. Denn die Geflüchteten, die ab 2015 zu uns gekommen sind, warten zum Teil noch heute auf Wohnung und Arbeitserlaubnis. Mich wundert, dass der Aufschrei von Pro Asyl und der Geflüchteten selbst so leise ausfällt. Alles tun für die Menschen aus der Ukraine, was möglich ist. Ja. Alles tun für die aus Syrien, Afghanistan, Äthiopien? Da sieht die Welt schon wieder anders aus. Warum? In diversen Talkshows wird von Politikern auf den „ähnlichen Kulturkreis“ verwiesen, den wir mit der Ukraine angeblich teilen. Dieses Argument grenzt für mich an Rassismus. Abgesehen davon, dass viele Deutsche mit Osteuropa fremdeln stellt sich die Frage, ob mit diesem Argument nicht der Artikel 1 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte unterlaufen wird, der von Freiheit, Gleichheit und Solidarität spricht: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Solidarität begegnen.“ Egal ob aus der Ukraine, aus Afrika, Afghanistan oder Syrien. Und ganz nebenbei: auch aus Russland. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 29.03.2022
    1 MB
    01:36
    Cover

    Hilflos

    220329PC Hilflos. Mensch Mahler am 29.03.2022 Ich habe soeben die weltweite Petition des Dalai Lama in Sachen Angriffskrieg gegen die Ukraine und gegen den Atomkrieg unterschrieben. Ich habe gespendet, ich bin bereit, weiter zu helfen, so viel ich kann ... und doch bleibt da ein Gefühl der absoluten Ohnmacht. Kinder backen Waffeln und verkaufen sie, veranstalten Flohmärkte, geben von ihren Spielsachen ab – um überhaupt etwas zu tun. Am meisten hilft es ihnen selbst, dass sie nicht nur tatenlos zusehen müssen, wie andere Kinder leiden. Joe Biden hat einen Stockfehler begangen. Er hat ausgesprochen, was er denkt, was er fühlt. Und ist diplomatisch gesehen in ein Fettnäpfchen getreten. Das sollte einem Lenker der größten Demokratie der Welt nicht passieren. Ich bin froh, dass niemand in mein Herz sehen kann. Und ich meine Wut und meine finsteren Gedanken für mich behalten kann. Ich muss sie nicht aussprechen. Und ich weiß, dass niemand sie kennt. Außer Gott. Ihm kann ich alles sagen, ich darf klagen, schreien, meine Gedanken offenlegen. Er versteht das und er hält das aus. Wenigstens einer, dem ich meine Ohnmacht klagen kann. Und wissen sie, was: nach dem Auskübeln meiner destruktiven und brutalen Fantasien entsteht Freiraum. Neu denken. Hoffnung investieren. Solidarität leben. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 28.03.2022
    1 MB
    01:50
    Cover

    Seid langsam zum Zorn

    220328PC Seid langsam zum Zorn. Mensch Mahler am 28.03.2022 Dieser Saisonausklang war traumhaft. 8 Tage Sonne pur und guter Schnee. Dazu eine Gruppe von 11 Menschen, die sich super verstanden. Eines Abends kommt Renate entrüstet vom Berg herunter. Da hat doch einfach jemand meine neuen Skistöcke geklaut und seine alten stehen lassen, während ich nur kurz auf der Toilette war. Das Problem: die Stöcke hatten verschiedene Handschuh-Clicksysteme, so dass Renate mit den anderen Stöcken nicht richtig fahren konnte. Den ganzen Abend zerbricht sich die Gruppe den Kopf, wie so etwas möglich ist. Dass einfach ein böser Mensch Skistöcke klaut und abhaut. Am nächsten Morgen packt meine Frau an der Talstation ihre Ausrüstung aus dem Kofferraum aus. „Wo sind meine Stöcke?“ fragt sie entrüstet. Die, die im Auto waren sind erst fremd – aber dann dämmert es uns: es sind die von Renate. Des Rätsels Lösung: beim Umpacken von einem Kofferraum in einen anderen hat sie schlicht die Stöcke verwechselt. Und was lernen wir daraus: Man sollte nicht vorschnell andere Menschen verurteilen. Erst recherchieren, nachdenken, alle Möglichkeiten ausloten. Wir sind alle zusammen ein bisschen beschämt. Und machen uns Gedanken darüber, wie oft uns das passiert. Ein vorschnelles Urteil, ohne die Fakten zu kennen. Wir diskutieren das an einem aktuellen Fall, wo manche einen Menschen verurteilt haben, ohne genau zu wissen, was passiert war. Aufgrund von Ahnungen und Vermutungen sollten wir niemals ein Urteil fällen. Was man von Skistöcken so alles lernen kann ... See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 25.03.2022
    1 MB
    01:20
    Cover

    Ungewöhnliche Zeiten

    See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 24.03.2022
    1 MB
    01:55
    Cover

    Nach mir die Sintflut

    See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 23.03.2022
    1 MB
    01:42
    Cover

    Menschenwürdige Arbeitsbedingungen

    See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 22.03.2022
    1 MB
    01:34
    Cover

    Corona Blues

    See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 21.03.2022
    1 MB
    01:37
    Cover

    Knallige gelbe Werbung

    See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 18.03.2022
    1 MB
    01:51
    Cover

    Die Kornkammer der Welt macht dicht

    220318PC Die Kornkammer der Welt macht dicht. Mensch Mahler am 18.03.2022 Ein Drittel des weltweit gehandelten Weizens stammt aus Russland und aus der Ukraine. Rund fünfzig Länder werden von dort aus mit Getreide versorgt. Durch den Krieg liegt die Landwirtschaft in beiden Ländern nahezu brach. In den nächsten Tagen müssten die Bäuerinnen und Bauern die Felder bestellen. Tun sie das nicht, droht eine weltweite Hungersnot. Und die träfe Länder, die jetzt schon mit Mangelernährung zu kämpfen haben. Die Ukraine beliefert vor allen Dingen afrikanische Staaten wie Tunesien, Ägypten, Algerien, Libyen und Äthiopien, und die Landkarte des Grauens wird ergänzt durch Kenia, Uganda, Marokko und Mosambik. In spätestens einer Woche müsste ausgesät werden, Präsident Selenskyi hat seine Landsleute dazu aufgerufen – trotz Krieg. Bundeslandwirtschaftsminister Özdemir wirft Putin vor, Hunger als Kriegsmittel einzusetzen. So gesehen ist dieser Krieg wahrlich ein Verbrechen an der Menschheit. Nie war das Wort des Propheten Micha aus der Bibel so aktuell wie heute: „Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des Herrn Wort von Jerusalem . Er wird unter großen Völkern richten und viele Heiden zurechtweisen in fernen Ländern. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spieße zu Sicheln machen. Kein Volk wird gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden fortan nicht mehr lernen, Krieg zu führen. Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken. Denn der Mund des Herrn der Heerscharen hat es geredet.“ Mögen diese Tage bald anbrechen – am besten bevor es für die Aussaat zu spät ist. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 17.03.2022
    1 MB
    01:58
    Cover

    Macht jetzt bloß keinen Quatsch!

    220317PC Macht jetzt bloß keinen Quatsch! Mensch Mahler am 17.03.2022 Letzte Woche waren wir in Österreich. So gut wie keine Corona-Regeln mehr. In der Tageszeitung gestern lese ich: Inzidenz im Land, das Ischgl beherbergt: 3267. Einsamer Spitzenreiter in Europa. In den Gondeln, die uns auf luftige Höhen zum unbeschwerten Skilaufen transportierten: Masken lediglich empfohlen. Wir tragen sie trotzdem – um uns selbst zu schützen, denn fast alle anderen genießen die vermeintliche neue Freiheit. Unsere Tochter war mit Mann und Kindern in der Faschingswoche in Zell am See im Winterurlaub. Dank der neuen Freiheit steckte sich eines der Kinder an, Abbruch und Abreise. Bis heute ist die komplette Familie in Quarantäne. Wir müssen bescheuert sein. Denn auch in Deutschland gibt es weitreichende Lockerungen. Den Rekord-Inzidenzen und allen Warnungen zum Trotz. Ich frage mich nur warum. Ich habe mich inzwischen so daran gewöhnt, Maske zu tragen, wenn es nötig ist. Lassen sie uns doch jetzt nicht den Kopf verlieren! Das wird sich bitter rächen, so viel ist sicher. Wir haben in den letzten zwei Jahren so viel geschafft. Dagegen sind die wenigen Auflagen, die es jetzt noch zu beherzigen gilt, doch ein Klacks. Und wenn wir aus aktuellem Anlass sehen, welche Probleme andere Menschen für haben, dann schäme ich mich wegen des Jammerns auf höchstem Niveau. Halten wir also noch ein bisschen durch. Sowohl was die Solidarität in Sachen Covid angeht als auch – und das ist wichtiger und wird einen langen Atem brauchen – was die Solidarität in Sachen Ukraine-Krieg angeht. Ich hoffe nur, dass da nicht Dinge auf uns zukommen, die wir uns heute noch gar nicht ausmalen können. Dafür brauchen wir unsere Kraft. Verplempern wir sie nicht in Sachen Corona. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 16.03.2022
    1 MB
    01:56
    Cover

    Gott mit uns auf den Koppelschlössern

    220316PC Gott mit uns auf dem Koppelschloss. Mensch Mahler am 16.03.2022 Die Soldaten halten ihm ihre Maschinengewehre hin. Der Patriarch der ukrainisch-orthodoxen Kirche, Filaret Denysenko, segnet Waffen und Soldaten. Der Moskauer Patriarch Kyrill I indes verweigert dem Kiewer Amtskollegen die Anerkennung. Stattdessen zieht er verbal in den Krieg gegen die Ukraine und den gesamten Westen. Die ukrainischen Soldaten seien die Kräfte des Bösen, sagt er. Und er will die ukrainischen Gläubigen vor „Gay-Pride-Paraden“ Homosexueller schützen. Auch sonst benutzt Kyrill die Kriegsrhetorik Wladimir Putins: die EU, die NATO und die USA würden die Weltführerschaft beanspruchen, sagt der Moskauer Patriarch. Die ukrainisch-orthodoxe Kirche wiederum stellt die russische Schwesterkirche an den Pranger und bezichtigt sie der Häresie. Die russisch-orthodoxen stellen für sie ein satanisches Regime dar, das es zu bekämpfen gälte. Dass die Politiker sich unversöhnlich und voller Hass gegenüberstehen, ist eine Sache. Dass aber die Kirche, die angetreten ist, Versöhnung und Liebe zu predigen, in die Kriegsrhetorik einsteigt, ist Verrat am Evangelium. Im Fall von Kyrill verwundert das nicht. Die russisch-orthodoxe Kirche wird finanziell vom Staat bevorzugt. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing gilt auch hier. Und Kyrill ist ein besonders pathetischer Sänger. Er sieht himmlische (also russische) und höllische (demzufolge ukrainische) Mächte miteinander im Kampf. Und er will mit Putin „Russland zu alter Größe zurückführen“. Das ist genauso widerlich wie das „Gott mit uns“ auf den Koppelschlössern deutscher Soldaten im Angriffskrieg 1939-1945. Merke: Du sollst den Namen Gottes nicht missbrauchen. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 15.03.2022
    1 MB
    01:57
    Cover

    wir haben die Ukraine verraten

    220315PC Wir haben die Ukraine verraten. Mensch Mahler am 15.03.2022 Ich kann die Ukrainerinnen verstehen. Ihr Vorwurf an Deutschland, lange untätig gewesen zu sein, trifft ins Mark. Wenn man geschichtlich denkt, hat dieser Krieg gegen die Ukraine einen langen Anlauf. Wir haben Putin unterschätzt. 1990: Der Westen erklärt Gorbatschow, dass sich die NATO nicht weiter nach Osten ausdehnen werde. Die Grenze zwischen Deutschland, Polen und der Tschechischen Republik ist die rote Linie. In der Folge kommt ein Land nach dem anderen zur Nato. Das Baltikum, Polen, Bulgarien, Kroatien, Rumänien, Tschechien, Ungarn. Mit der Ukraine wäre die NATO bis auf 840 KM Luftlinie an die russische Hauptstadt herangerückt. Der Westen ist mehrfach wortbrüchig geworden. Gleichzeitig zieht Vladimir Putin seine blutige Spur durch die ehemaligen Sowjetrepubliken und durch die ganze Welt. 10 Jahre Krieg gegen Tschetschenien, grausamst geführt, 80.000 Opfer. Sogenannte Antiterroroperationen auch in Inguschetien, in Dagistan, in Kabardino Balkarien. Es folgte Georgien. Der Westen ließ Russland all diese Waffengänge durchgehen. Nebenbei engagierte sich Russland militärisch in Syrien an der der Seite von Assad, in Mali und in der Zentralafrikanischen Republik. 2014 annektiert Russland die Krim, russische Kommandos besetzen Städte im Donbass. Der Westen – und damit auch Deutschland – schweigt und treibt seine Wandel-durch-Handel-Politik mit dem Kriegstreiber Putin weiter. Das ist unsere Schuld gegenüber der Ukraine, die jetzt einen gewaltigen Blutzoll dafür zahlen müssen, dass wir dem Tyrannen nicht früher in den Arm gefallen sind. Im Gegenteil: Wir ließen Gerhard Schröder einen Vertag nach dem anderen mit Gazprom aushandeln. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 14.03.2022
    1 MB
    01:35
    Cover

    Gelb - Blau. Die Farben des Frühlings

    220314PC Gelb und Blau. Die Farbendes Frühlings. Mensch Mahler am 14.03.2022 Wir haben sie immer sofort erkannt auf der Skipiste. Die Gäste aus der Ukraine trugen meist ein Ski-Outfit in ihren Nationalfarben. Gelb und blau. Unvergessen, wie wir einmal um 11 Uhr vormittags auf der Bank vor einer Hütte saßen – es war Zeit für das zweite Frühstück. Schnell kamen wir ins Gespräch. Und der ukrainische Ski Fan orderte erst mal 2 Flaschen Schampus – Schlumberger musste es sein. Das ist einige Jahre her. Letzte Woche in Österreich beim Skilaufen: Weder ukrainische noch russische Gäste waren zu sehen. Traurig war das. Dafür jeden Abend im Fernsehen die Bilder der zerstörten Städte, der geflüchteten Menschen. Protestversammlungen in Gelb-Blau. Auf der Piste haben wir die Farbe nur einmal gesichtet: es war ein Schwede. Dann die erschütternden Nachrichten, dass russische LKW-Fahrer auf deutschen Autobahnparkplätzen zusammengeschlagen werden. Lassen wir uns nicht zu solchen Handlungen hinreißen! Begreifen wir doch, dass sowohl die Menschen aus der Ukraine wie die Menschen aus Russland unsere Nachbarn und auch unsere Schwestern und Brüder sind. Daran kann auch der durchgeknallte Tyrann in Moskau nichts ändern. Wir würden uns freuen, wenn wir in der nächsten Skisaison wieder Ukrainer und Russen auf der Piste treffen würden. Und der Schlumberger oder auch der Krim-Sekt ginge dann auf jeden Fall auf uns. See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 11.03.2022
    1 MB
    01:12
    Cover

    Kinder sind die besseren Menschen

    Sie sind es! See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 10.03.2022
    1 MB
    01:11
    Cover

    Kinder sind die besseren Menschen

    Sind sie es? See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 09.03.2022
    1 MB
    01:11
    Cover

    Kinder sind die besseren Menschen

    Jetzt See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 08.03.2022
    1 MB
    01:38
    Cover

    Kinder sind die besseren Menschen

    Wir müssen jetzt los! See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr
  • 07.03.2022
    1 MB
    01:09
    Cover

    Kinder sind die besseren Menschen

    Sie stellen die richtigen Fragen See acast.com/privacy for privacy and opt-out information.

    ...mehr