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Radio.trifft.Politik – Der VAUNET-Podcast zur Audiozukunft

Deutschland hat mit über 430 privat finanzierten Hörfunkprogrammen eine einzigartige Radiolandschaft, dievor großen Herausforderungen steht: von den Folgen von Corona-Krise und Ukraine-Krieg über Digitalisierung und Frequenzen bis zum Wettbewerb mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk und globalen Tech-Konzernen. Was bedeutet das für die Zukunft des Privatradios und was unternimmt die Politik, um die Programmvielfalt zu erhalten? José Narciandi, Leiter des radio NRW-Landtagsstudios Düsseldorf, spricht in „Radio.trifft.Politik“ mit zentralen politischen Entscheider:innen für die Radiobranche.

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  • 17.06.2022
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    Wie wichtig ist Privatradio? Radio.trifft.Heike Raab (SPD)

    Die Audio- und audiovisuellen Medien sind mit Radio und Fernsehen die am meisten genutzten Medien in Deutschland. Deutschland hat mit über 430 privat finanzierten Hörfunkprogrammen eine einzigartige Radiolandschaft. Sie informieren, ordnen ein und unterhalten – bundesweit, regional und lokal. Dabei steht das Privatradio vor nie dagewesenen Herausforderungen: von der Corona-Krise, dem Krieg in der Ukraine und auch damit verbundenen weltwirtschaftlichen Verwerfungen über Fragen der Digitalisierung und Programmverbreitung bis zum Wettbewerb mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk und globalen Tech-Konzernen. Was das für Gegenwart und Zukunft des Privatradios bedeutet – und wie die Politik die Programmvielfalt erhalten kann. „Radio ist für mich so ein total niederschwelliges Begleitmedium. Ich bin eine Verfechterin des dualen Systems, weil es mir um Medienvielfalt, um Pluralismus geht. Und für mich ist Medienpolitik auch Demokratiepolitik“, erklärt Medienstaatssekretärin Heike Raab im VAUNET-Podcast „Radio.trifft.Politik“. Die Vielfalt der deutschen Radiolandschaft ist weltweit einmalig – mit ca. 500 in Deutschland registrierten Hörfunkprogrammen, davon allein rund 430 private Radiosender. Ob Corona, Ukraine-Krieg oder Flutkatastrophe 2021 – die privaten Radioanbieter stellen ihre Systemrelevanz immer wieder eindrucksvoll unter Beweis. Mit seinen redaktionell-journalistischen Angeboten schafft das Privatradio in Deutschland ein Gegengewicht zu Desinformation und Hate Speech – und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Meinungsbildung und demokratischen Gesellschaft. Dieser „Public Value“ ist Teil der DNA der Privaten. Gleichzeitig ist das Privatradio von der andauernden Pandemie und ihren wirtschaftlichen Folgen teils besonders dramatisch betroffen. Einnahmen insbesondere aus der Werbung, aber auch aus dem Eventbereich, sind weggebrochen. Das bedingt u. a., dass wichtige Zukunftsinvestitionen wie in die digitale Transformation und den Ausbau digitaler Infrastruktur auf Eis gelegt werden mussten. Auffindbarkeit und Sortierung von Angeboten und Inhalten auf Plattformen und Benutzeroberflächen, Werbemöglichkeiten, die freie, unternehmerische Entscheidung, über welchen Verbreitungsweg – ob UKW, DAB+ oder Online-Audio – die Sender ihre Angebote spielen oder auch die Profilschärfung der öffentlich-rechtlichen Anstalten bei der Unterhaltung in Abgrenzung zu den privaten Angeboten – all das bestimmt die Gegenwart und Zukunft des Privatradios in Deutschland. Den Auftakt der VAUNET-Podcast-Reihe „Radio.trifft.Politik – der Podcast zur Audio-Zukunft“ macht eine der zentralen Medienpolitikerinnen Deutschlands: Heike Raab (SPD), Staatssekretärin und Bevollmächtigte des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund und für Europa und Medien sowie Koordinatorin der Rundfunkkommission der Länder. Podcast-Host José Narciandi, Leiter des Landtagsstudios Düsseldorf von radio NRW, spricht mit ihr über die drängenden Zukunftsthemen für das Privatradio in Deutschland.

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