Cover

OK, America?

Das transatlantische Bündnis steckt in der Krise. Donald Trumps Präsidentschaft hat Spuren hinterlassen. Das Coronavirus verheert die USA. Und Demokraten und Republikaner sind zerstritten wie noch nie. Klaus Brinkbäumer und Rieke Havertz lieben die USA, obwohl sie manchmal an ihnen verzweifeln. Klaus Brinkbäumer ist Programmdirektor des Mitteldeutschen Rundfunks in Leipzig. Er war Chefredakteur des "Spiegel" und berichtete für DIE ZEIT und ZEIT ONLINE aus den USA. Rieke Havertz ist Usa-Korrespondentin von ZEIT ONLINE. Sie reist regelmäßig für Recherchen in die USA. In diesem Podcast sprechen sie über aktuelle Debatten aus den USA und den Wahlkampf 2020. Aber auch über Burger und Basketball, über das Silicon Valley und den Supreme Court, über Drogen und TV. Denn um US-Politik zu verstehen, muss man die Amerikaner verstehen – mit ihren Leidenschaften, Nöten und Eigenarten. Dieser Podcast wird produziert von Pool Artists.

Alle Folgen

  • 16.06.2022
    64 MB
    01:16:44
    Cover

    Und was, wenn Donald Trump ewig bleibt?

    Sarah Palin steht vor ihrem Comeback. Die ehemalige Gouverneurin von Alaska und Vizepräsidentschaftskandidatin von John McCain könnte im Sommer die Nachfolge für den verstorbenen Abgeordneten Don Young im Repräsentantenhaus übernehmen. Ihre Kandidatur in der "Special Election" wird von Donald Trump unterstützt. Der Ex-Präsident versucht bei den Vorwahlen zu den Kongresswahlen im November alles, um seine Kandidatinnen und Kandidaten innerhalb der Partei zum Erfolg zu verhelfen. Ob es ihm gelingt? Und welchen Einfluss haben die öffentlichen Anhörungen zum Sturm aufs Kapitol auf die Zukunft Trumps?Diese Fragen beantworten wir in dem Mitschnitt der Livefolge unseres transatlantischen Podcasts, aufgenommen beim großen Podcastfestival von ZEIT ONLINE am 11. Juni in Berlin.Außerdem sprechen wir mit Hörerinnen und Hörern über die Frage, ob ein Mehrparteiensystem in den Vereinigten Staaten denkbar ist, was passieren würde, sollte Trump zurückkehren und das Weiße Haus nicht mehr verlassen wollen, und welche großen Schriftstellerinnen und Schriftsteller in diesen Zeiten dem Land besonders fehlen.Und im "Get-out": Zwei Reiserouten inklusive Musiktipps von Hank Williams und Angel Olsen – einmal von Ost nach West, einmal von Montana gen Norden. Außerdem zwei Trips für die Wunschliste.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 26.05.2022
    56 MB
    01:06:20
    Cover

    Der Zustand Amerikas in zehn Erzählungen

    US-Präsident Joe Biden sagte bei einer Pressekonferenz mit dem japanischen Regierungschef Fumio Kishida in Tokio in dieser Woche, dass die USA Taiwan im Falle eines Angriffs verteidigen würden – auch militärisch. Sein Verkehrsminister Pete Buttigieg spricht während eines Deutschland-Besuchs über die Ukraine-Politik seiner Regierung und erklärt, warum er glaubt, dass dieses Thema Demokraten und Republikaner näher zusammengebracht hat.Der Autor J. D. Vance hat sich von einem Trump-Verächter in einen Trump-Jünger verwandelt und könnte bei den Kongresswahlen im November für Ohio in den US-Senat einziehen. Seine Themen und Rhetorik hat er perfekt vom ehemaligen US-Präsidenten kopiert.In Buffalo und in einer Kleinstadt in Texas kommt es zu tödlicher Waffengewalt. In Texas sterben 19 Kinder und zwei Erwachsene. Der 18-jährige weiße Täter in Buffalo fuhr mehr als 300 Kilometer, um an einen Ort zu gelangen, wo er möglichst viele Schwarze töten konnte. Er erschoss zehn Menschen. Rassismus und Waffengewalt sind der Horror, den das Land nicht zu beenden vermag.Im US-Podcast sprechen wir über diese und andere Geschichten, kleine und große, die zusammen ein Bild vom Zustand der USA sechs Monate vor den Midterms im November zeichnen.Und im "Get-out": Roger Angells Bücher "This Old Man: All in Pieces" und "The Summer Game" sowie die finale Staffel der US-Serie "This Is Us".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, aufgrund des großen ZEIT ONLINE Podcast-Festivals ausnahmsweise erst in drei Wochen am 14. Juni. Wir werden dort mit einem "ask us anything" vertreten sein. Wenn Sie eine Frage zu den USA haben, schicken Sie sie uns gern an [email protected] Für den Livestream des Festivals am 11. Juni in Berlin können Sie sich unter www.zeit.de/podcastfestival anmelden. Unter allen Anmeldungen werden auch noch Tickets für die ausverkaufte Veranstaltung verlost.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 12.05.2022
    49 MB
    58:23
    Cover

    Der Verrat an Amerikas Frauen

    "Ich bin wütend, aber entschlossen. Ich habe eine Welt erlebt, in der Schwangerschaftsabbrüche illegal sind." Die Stimme der demokratischen Senatorin Elizabeth Warren überschlägt sich fast, als sie mit einer Gruppe von Protestierenden vor dem Supreme Court in Washington, D. C., steht und ihre kämpferische Rede hält. Seit ein Dokument des obersten Gerichtshofs der USA über das Magazin "Politico" an die Öffentlichkeit gelangt ist, herrscht Aufregung in den Vereinigten Staaten."Von Anfang an ungeheuerlich falsch" sei das Urteil des obersten Gerichtshofs 1973 im Fall Roe v. Wade gewesen, schreibt der konservative Richter Samuel Alito in einem Entwurf der Mehrheitsmeinung, die im Juni Realität werden könnte. Roe v. Wade ist das Grundsatzurteil von 1973, das Frauen im Land das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch bis zur zwölften Woche uneingeschränkt und bis zur 24. Woche mit Einschränkungen einräumt. Laut dem Dokument würden die neun Richterinnen und Richter dieses Urteil kippen und damit die gesellschaftlichen Fundamente der USA nachhaltig verändern.Viele Bundesstaaten haben schon Gesetzentwürfe für extrem restriktive Gesetze beschlossen, die in Kraft treten würden, sobald das Urteil des Supreme Court fällt. In Texas gilt mit dem sogenannten Herzschlaggesetz schon seit dem vergangenen Jahr ein Gesetz, das Frauen einen Abbruch nach der sechsten Schwangerschaftswoche verbietet – und auch keine Ausnahmen bei Fällen von Vergewaltigung zulässt.Es geht zentral um die Frage, ob das Gericht eine Entscheidung trifft, die eine Mehrheit der US-Bürgerinnen und -Bürger ablehnt. Aber es geht auch um den Supreme Court an sich, um das geleakte Dokument, das die Integrität des obersten Gerichtshofs angreift und in den 232 Jahren seiner Existenz beispiellos ist.Warum Frauenrechte in die Fünfzigerjahre zurückgeworfen werden könnten, warum das auch Implikationen für andere gesellschaftliche Gruppen hat und was das für Demokraten und Republikaner vor den Kongresswahlen im November bedeutet, diskutieren wir im US-Podcast.Und im "Get-out": Margaret Atwoods "The Handmaid's Tale" in der von Schauspielerin Claire Danes gelesenen Audioversion, ein Interview mit der Feministin Gloria Steinem bei NPR und John Olivers Monolog zum Thema Roe v. Wade in der aktuellen Folge von "Last Week Tonight with John Oliver".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags. Wer diesen und viele andere Podcasts live erleben will, kann sich hier (https://www.zeit.de/podcastfestival) für den Livestream des großen ZEIT ONLINE Podcast-Festivals am 11. Juni in Berlin anmelden. Unter allen Anmeldungen werden auch noch Tickets für die ausverkaufte Veranstaltung verlost.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 28.04.2022
    51 MB
    01:00:53
    Cover

    Don Donald

    "David Perdue hat Gouverneur Brian Kemp als RINO entlarvt ... Es hat gezeigt, wie wichtig es für die MAGA-Wähler ist, Perdue zu unterstützen ... David Perdue … ist der einzige Republikaner, der Stacey 'The Hoax' Abrams schlagen kann." Auszüge aus E-Mails von Donald Trump, die in diesen Tagen wieder häufiger in den Postfächern seiner Anhänger auftauchen. RINO, "Republican In Name Only"; MAGA, "Make America Great Again". Der Ex-Präsident der USA nutzt alte Schlagworte, um im Wahlkampf seiner Partei vor den Midterms im November den Königsmacher zu spielen.Per E-Mail oder Interviews verteilt er seine Unterstützung an die Kandidatinnen und Kandidaten, die ihm passen. Von seinem Resort Mar-a-Lago in Florida aus regiert er und verbreitet weiter seine Lüge von der gestohlenen Wahl. Und diejenigen, die hoffen, in diesem Jahr gewählt oder wiedergewählt zu werden, wiederholen diese Lügen, weil sie darauf hoffen, dass es ihnen bei Trumps Anhängern Sympathien einbringt. So sieht der Wahlkampf 2022 für einen Großteil der Republikaner aus.Doch Parteizugehörigkeit ist für Trump dabei nebensächlich. Ohne Rücksicht geht es auch gegen die eigene Partei, nur "seine" Kandidaten sollen gewinnen. Brian Kemp, den er in einer seiner Mails beschimpft, ist Republikaner. Doch Trumps Ziel ist es, entscheidende Posten in den Bundesstaaten – von Gouverneuren über Senatoren bis zu Abgeordneten – mit seinen Leuten zu besetzen.Ob dem Ex-Präsidenten das wirklich gelingen kann, welche Strategien er dabei verfolgt, warum das auch für die Präsidentschaftswahl 2024 wichtig ist und wie seine Partei dazu steht, diskutieren wir im US-Podcast.Außerdem: die veröffentlichten Mitschnitte von Telefonkonferenzen, die Kevin McCarthy, Minderheitenführer der Republikaner im Repräsentantenhaus, in Bedrängnis bringen. Und ein Blick auf die aktuelle Position der US-Regierung in Bezug auf den Ukraine-Krieg und den Besuch von Verteidigungsminister Austin Lloyd und Außenminister Antony Blinken in Kiew.Und im "Get-out": die Recherche "The Former Chancellor Who Became Putin's Man in Germany" von Katrin Bennhold, Berlin-Korrespondentin der "New York Times", über Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder und die neue Netflix-Dokumentation mit Barack Obama, "Our Great Nationalparks".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 12. Mai.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 14.04.2022
    52 MB
    01:01:47
    Cover

    232 Jahre, 115 Ernennungen, die erste schwarze Frau am Supreme Court

    Es war ein historischer Moment, als US-Vizepräsidentin Kamala Harris im Senat das Abstimmungsergebnis verkündete: Mit 53 zu 47 Stimmen war Ketanji Brown Jackson als erste schwarze Frau als Richterin für den Supreme Court bestätigt worden."Es hat 232 Jahre und 115 Ernennungen gedauert, bis eine schwarze Frau in den obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten gewählt wurde. Aber wir haben es geschafft. Wir haben es geschafft, wir alle", sagte Brown Jackson einen Tag später im Garten des Weißen Hauses. Im Herbst wird sie den liberalen Richter Stephen Breyer ersetzen, der Ende Februar seinen Rückzug von seinem Amt, das auf Lebenszeit vergeben wird, angekündigt hatte. Nur so hatte US-Präsident Joe Biden die Chance, das Richteramt noch vor den anstehenden Zwischenwahlen, bei denen sich die Mehrheiten wieder verändern könnten, neu zu besetzen.An den Mehrheitsverhältnissen am Supreme Court ändert Browns Besetzung jedoch nichts, sechs Richterinnen und Richter gelten als konservativ, drei als liberal. Wer die Juristin ist und was KBJ, wie Brown Jackson schon in Anlehnung an die verstorbene Richterin Ruth Bader Ginsburg – RBG – genannt wird, trotzdem bewegen könnte, diskutieren wir im US-Podcast.Außerdem blicken wir auf die aktuelle Position der USA in Bezug auf den Krieg in der Ukraine und die US-amerikanische Debatte über die Haltung der deutschen Regierung.Und zur beginnenden Reisezeit ein paar Tipps quer durch die USA, von Maine über Michigan bis Seattle.Und im "Get-out": der "Fiction Podcast" vom "The New Yorker", aktuell mit "Where I'm Calling From" von Raymond Carver, und die Neunzigerjahre-Romcom "Schlaflos in Seattle".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 28. April.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 31.03.2022
    50 MB
    01:00:16
    Cover

    Um Gottes Willen – dieser eine Satz von Joe Biden

    "Ich möchte klarstellen, dass ich weder damals noch heute einen Politikwechsel anstrebe. Ich habe die moralische Empörung zum Ausdruck gebracht, die ich empfinde, und ich entschuldige mich nicht dafür." Das sagte US-Präsident Joe Biden, als er zu Beginn der Woche gefragt wurde, ob er diesen einen Satz, der am Wochenende in Minuten um die Welt gegangen war, bereuen würde.Zum Abschluss seiner Europareise hatte Biden in Warschau auf einer Bühne gestanden und als er schon fast am Ende seiner Rede angekommen war, über Russlands Präsidenten Wladimir Putin gesagt: "Um Gottes willen, dieser Mann darf nicht an der Macht bleiben."Er nimmt ihn also nicht zurück, diesen Satz, doch die Folgen könnten spürbar sein für die Verhandlungen über einen Frieden in der Ukraine und den weiteren Umgang mit Putin und Russland. Darüber sprechen wir im transatlantischen Podcast.Und außerdem: Im US-Bundesstaat Florida hat der republikanische Gouverneur Ron DeSantis ein umstrittenes Bildungsgesetz unterzeichnet. Das "Parental-Rights-in-Education"-Gesetz wird von Kritikern als "Don't-Say-Gay"-Gesetz bezeichnet. Es verbietet den lehrplanmäßigen Unterricht über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität bei Kindern vom Kindergarten bis zur dritten Klasse. Auch gegenüber älteren Kindern und Jugendlichen sollen Lehrer nicht in einer "dem Alter von Schülern unangemessenen Art" über diese Themen sprechen.Die Republikaner wollen, so sagen sie, Kinder auf diese Weise vor Themen schützen, die sie nicht verarbeiten könnten – und die Rechte von Eltern stärken. Diese können Schulen nämlich jetzt auch verklagen, wenn aus ihrer Sicht gegen das neue Gesetz, das zum 1. Juli in Kraft treten soll, verstoßen wird. Gegner des Gesetzes sagen, dass die Ausblendung der LGBTQ-Gemeinschaft aus dem Unterricht impliziere, dass die Schüler sich schämen oder ihre Geschlechtsidentität oder sexuelle Orientierung unterdrücken sollten. Biden nannte das Gesetz "hasserfüllt".Und im Get-out: "Der Pate" von Francis Ford Coppola mit Al Pacino und Marlon Brando feiert Geburtstag und der US-Sender PBS hat Zusammenschnitte von der Senatsanhörung der Kandidatin für den Supreme Court, Ketanji Brown Jackson, unter anderem auch die Befragung von Ted Cruz.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge in der Osterwoche. Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 09.03.2022
    52 MB
    01:01:40
    Cover

    Der ferne, nahe Krieg

    "Putin dachte, er könnte in die Ukraine einfallen und die Welt würde sich überschlagen. Stattdessen traf er auf eine Mauer der Stärke, die er sich nie hätte vorstellen können. Er traf auf das ukrainische Volk." Die Rede zur Lage der Nation, die US-Präsident Joe Biden vor dem versammelten Kongress gehalten hat, war in vielerlei Hinsicht erstaunlich. Denn sie begann mit Außenpolitik, mit dem Krieg in der Ukraine, mit der Weltkrise. Eigentlich spricht ein amerikanischer Präsident in seiner State of the Union vor allem über seine innenpolitische Agenda. Doch Biden hat als Präsident im Konflikt mit Russlands Präsident Wladimir Putin alte westliche Bündnisse neu gestärkt und bestärkt und muss diesen Krieg in den Fokus seiner Politik stellen, auch wenn es innenpolitische Risiken bedeutet.Denn wie solidarisch sind die USA mit der Ukraine und einem für sie fernen Krieg, wenn die Folge in der Heimat noch weiter steigende Benzinpreise sind, die Inflation anhält und womöglich Hackerangriffe drohen? Darüber sprechen wir im US-Podcast und bewerten Bidens Rede zur Lage der Nation.Außerdem: Als Bundeskanzler Olaf Scholz vor dem Ausbruch des Krieges nach Washington D.C. reiste, war die Stimmung angespannt. Zwar betonten Scholz und Biden das Vertrauen in die transatlantische Partnerschaft, aber die Irritationen aufseiten der USA über Deutschlands Verhalten in der Debatte um Nord Stream 2 waren deutlich. Das ist auch ein Grund, warum die Zeitenwende in der deutschen Außenpolitik, die Scholz mit seiner Rede vor dem Bundestag nach dem Kriegsbeginn ankündigte, auch im politischen Washington genau wahrgenommen wird.Als Vizebundeskanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck vergangene Woche in die USA reiste, war die Stimmung eine andere, es war fast ein roter Teppich, der da für ihn ausgerollt wurde. Finanzministerin Janet Yellen, der nationale Sicherheitsberater Jack Sullivan, der Klima-Sonderbeauftragte John Kerry, Energieministerin Jennifer Granholm und spontan auch noch Außenminister Antony Blinken: Sie alle empfingen Habeck. Dank und Anerkennung für die neue Leadershiprolle der Deutschen sei nun zu hören, heißt es während des Habeck-Besuchs aus Regierungskreisen. Was auch die vielen offenen Türen erklärt. Ein Austausch auf Augenhöhe im Angesicht einer Krise, die der Westen nur gemeinsam bewältigen kann. Verändert das die transatlantische Beziehung nachhaltig?Und im "Get-out": die Serie "Diener des Volkes" mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und die US-Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou und ihr Buch "I Know Why The Caged Bird Sings".Dieser Podcast erscheint aufgrund der aktuellen Lage bereits mittwochs, normalerweise erscheint er alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 24. März.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 24.02.2022
    46 MB
    55:00
    Cover

    Joe Bidens Krisenstrategie

    "Wer in Gottes Namen glaubt, dass Putin das Recht hat, neue sogenannte Länder auf dem Territorium seiner Nachbarn auszurufen? Dies ist ein eklatanter Verstoß gegen das Völkerrecht." US-Präsident Joe Biden wurde deutlich, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin die prorussischen Separatistengebiete Luhansk und Donezk in der Ukraine als unabhängige "Volksrepubliken" anerkannt und Truppen in die Region entsendet hat.Die USA sowie Europa haben mit Sanktionen auf die Eskalation reagiert und Biden kündigte weitere Schritte an, sollte Putin weitere Aggressionen zeigen. Der US-Präsident sprach erneut von dem "hohen Preis", den Russland zahlen müsste. Doch ist nach diesem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, wie Biden es am Dienstag nannte, überhaupt noch eine diplomatische Lösung denkbar? Seit Wochen hat der Präsident vor einem möglichen Angriff auf die Ukraine gewarnt, die Vereinigten Staaten waren überraschend transparent mit ihren Informationen – und Biden aggressiv in seiner Rhetorik.Was die aktuelle Entwicklung für das Verhältnis zwischen den Vereinigten Staaten und Russland bedeutet, wie gut Joe Bidens diplomatische Strategie und wie komplex die innenpolitische Debatte über die künftige US-amerikanische Außenpolitik ist, diskutieren wir im US-Podcast.Und im "Get-out": die neue Staffel der Serie "The Marvelous Mrs. Maisel" und das neue Album "Covers" der US-amerikanischen Sängerin Cat Powers.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge ausnahmsweise erst am 18. März.Sie erreichen uns per Mail an [email protected] der Redaktion: Wir haben diesen Podcast vor den aktuellen Entwicklungen in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag aufgenommen. Wir veröffentlichen ihn dennoch, denn viele der Analysen in Bezug auf die inneramerikanische Debatte und das transatlantische Verhältnis haben auch weiterhin Gültigkeit.

    ...mehr
  • 10.02.2022
    56 MB
    01:06:33
    Cover

    Die verbotenen Bücher

    Und dann kam der Moment, als sich Bundeskanzler Olaf Scholz während der gemeinsamen Pressekonferenz mit US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus in Washington, D. C. an die US-amerikanischen Zuschauerinnen und Zuschauer richtete. Auf Englisch sagte er: "Es ist nun eine gute Idee, unseren amerikanischen Freunden zu sagen: Wir werden uns einig sein, wir werden gemeinsam handeln und wir werden alle notwendigen Schritte unternehmen. Und alle notwendigen Schritte werden von uns allen gemeinsam unternommen."Diese Betonung der Einigkeit war wichtig für ein transatlantisches Verhältnis, das unter Biden wieder deutlich besser geworden ist, das aber in den vergangenen Wochen angespannt schien. Denn aus der US-amerikanischen Perspektive schien nicht mehr sicher, wie sehr man sich auf Deutschland in der Krise mit Russland verlassen könne. Der Antrittsbesuch von Scholz war so mehr als ein übliches Treffen. Über den Stand des transatlantischen Verhältnisses nach dem Gespräch zwischen dem deutschen Kanzler und dem US-Präsidenten sprechen wir im US-Podcast.Außerdem: An US-amerikanischen Schulen überall im Land wird ein Kampf darüber geführt, wer bestimmt, was unterrichtet und was gelesen wird. Im McMinn County im US-Bundesstaat Tennessee hat ein School Board entschieden, die Graphic Novel "Maus" des New Yorker Autors Art Spiegelman zu verbieten. In dem Buch beschreibt Spiegelman die Erfahrungen seiner Eltern in Auschwitz und den Suizid seiner Mutter. Nazis werden darin als Katzen, jüdische Menschen als Mäuse dargestellt, Polen als Schweine. Spiegelman schrieb 13 Jahre daran, es wurde 1992 mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.Ein Buch in einem Bezirk könnte als eine unglückliche Episode abgetan werden, doch in den USA wird immer wieder darüber diskutiert, welche Bücher an Schulen gelesen werden sollten – und welche nicht. Darunter sind Klassiker wie Margaret Atwoods "Der Report der Magd" oder auch Ta-Nehisi Coates' "Zwischen mir und der Welt".Darüber hinaus gibt es in diversen Bundesstaaten Gesetzesinitiativen und bereits verabschiedete Gesetze, die "erzieherische Maulkorberlasse und zensorische gesetzgeberische Maßnahmen gegen Bildungseinrichtungen" sind, wie es die Vereinigung Pen America formuliert.Wie es zu diesem Kultur- und Identitätskampf um die Köpfe der Kinder kam und welche Auswirkungen er hat, diskutieren wir im Podcast.Und im "Get-out": die norwegische Dramaserie "Atlantic Crossing" und die Gespräche von Oprah Winfrey mit der Schriftstellerin und Bürgerrechtlerin Maya Angelou in Winfreys Podcast "Oprah's Super Soul Conversations".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 24. Februar.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 27.01.2022
    56 MB
    01:07:26
    Cover

    Joe Biden versus Wladimir Putin

    Einen "Störer" sieht Joe Biden in Russland, nicht viel mehr. So formulierte es der US-Präsident zu Beginn seiner Präsidentschaft vor einem Jahr und machte deutlich, dass er Russland in seiner Außenpolitik nicht prioritär sieht. In den Wettbewerb um die globale Vormachtstellung ist Biden mit China eingetreten, Russland wird in den Vereinigten Staaten nicht mehr auf dieser Ebene wahrgenommen. Doch der "Störer" Wladimir Putin beschäftigt Biden immer wieder. In dem sich zuspitzenden Ukraine-Konflikt stehen sich die beiden Präsidenten nun erneut gegenüber.Biden hat 8.500 US-Soldaten in den Vereinigten Staaten in erhöhte Bereitschaft versetzt, sein Außenminister Antony Blinken reist durch Europa, um die Position der Vereinigten Staaten zu verdeutlichen: Dialog und Diplomatie – oder Konflikt und Konsequenzen. Was aber will Putin? Gemeinsam mit Europa und den Nato-Verbündeten drohen die USA mit harschen Konsequenzen, sollte Putin den Konflikt eskalieren lassen.Wie das Verhältnis zwischen Biden und Putin ist, warum diese Krise für Biden auch innenpolitisch ein Problem ist und über die Beziehung der beiden Nationen während des Kalten Kriegs diskutieren wir im US-Podcast.Außerdem: Seit einem Jahr ist Biden im Weißen Haus, seine Umfragewerte sind schlecht, die Bilanz durchwachsen. Wie kam es nach seinem starken Start zum Einbruch und wie kann es weitergehen in seiner Präsidentschaft?Und im Get-out: der Netflix-Film "The Power of The Dog" und Mikrofon-Patzer von Joe Biden und George W. BushDer Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 10. Februar.Sie erreichen uns per Mail an ok[email protected]

    ...mehr
  • 13.01.2022
    57 MB
    01:08:37
    Cover

    Droht ein zweiter Civil War?

    Mehr als ein Jahr nach der Präsidentschaftswahl glauben laut einer aktuellen Umfrage der "Washington Post" lediglich 21 Prozent der Republikaner in den USA, dass die Wahl von Joe Biden legitim war. Und in einer weiteren Umfrage der Zeitung sind 40 Prozent der konservativen und 41 Prozent der unabhängigen Wählerinnen und Wähler der Ansicht, dass Gewalt gegen die Regierung gerechtfertigt sein kann. Und das ein Jahr nach dem Sturm auf das Kapitol.Vergangene Woche erinnerten die demokratischen Politikerinnen und Politiker an den gewalttätigen Angriff eines wütenden Mobs auf das Symbol der US-amerikanischen Demokratie. Die Republikaner blieben dem Gedenken bis auf Liz Cheney und ihren Vater Dick Cheney fern.Die USA stellen sich im Jahr 2022 die Frage, ob die Demokratie das alles aushält und ob ein zweiter Bürgerkrieg im Land tatsächlich vorstellbar ist. Im US-Podcast diskutieren wir darüber, ob die Sorge vor einem erneuten American Civil War übertriebene Hysterie oder berechtigte Sorge ist, sprechen über den Civil War und wie es 1861 zu dem Krieg kam und blicken zudem auf die politischen und gesellschaftlichen Ebenen, die sich im Land seit dem Sturm auf das Kapitol verändert haben.Außerdem zu Gast: unsere Kollegin Samiha Shafy, die dabei war, als Außenministerin Annalena Baerbock in der vergangenen Woche bei einem ersten Kurzbesuch in Washington D. C. ihren Amtskollegen Anthony Blinken traf.Und im Get-out: die ARD-Dokumentation "Sturm aufs Kapitol" und der siebenteilige Abo-Podcast von ZEIT ONLINE "Die Patrioten".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 27. Januar.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 23.12.2021
    60 MB
    01:11:18
    Cover

    "Trump hetzt Mob auf", "Derek Chauvin schuldig" – der Jahresrückblick

    Als Joe Biden und Kamala Harris am 20. Januar vor dem Kapitol in Washington, D.C. ihren Amtseid ablegten, wütete Donald Trump noch immer über die aus seiner Sicht gestohlene Wahl, die "big lie". Die große Lüge ist jedoch nicht die angeblich manipulierte Präsidentschaftswahl, sondern Trumps Erzählung darüber. Die hat der ehemalige US-Präsident auch fast ein Jahr später nicht aufgegeben und damit den politischen Diskurs im Jahr 2020 in Amerika weiter geprägt.Biden versucht im Weißen Haus als Präsident eine andere Rhetorik. Nach einem ambitionierten Start musste seine Amtszeit in den ersten Monaten jedoch auch schon mit einigen Krisen umgehen: An der Grenze zu Mexiko im Süden des Landes versuchen so viele Menschen wie seit Jahren nicht mehr, in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Auch die Pandemie konnte Biden trotz der verfügbaren Impfstoffe noch nicht hinter sich lassen. Und außenpolitisch geriet der Abzug der Truppen aus Afghanistan zum Desaster.In Minneapolis riefen Menschen im April "History, Baby!", nachdem der Polizist Derek Chauvin schuldig gesprochen worden war, den Schwarzen George Floyd getötet zu haben. Vor dem Supreme Court demonstrieren Frauen für und gegen das Recht auf einen Schwangerschaftsabbruch, die Richterinnen und Richter könnten ein Grundsatzurteil des Landes fundamental neu bewerten.In der letzten Folge des Jahres blicken wir im US-Podcast zurück auf die prägenden Momente in den Vereinigten Staaten 2021 und vergeben Preise: von der Lüge des Jahres, den Männern und Frauen des Jahres (Margaret Carters Geschichte können Sie hier lesen: https://www.zeit.de/kultur/2021-06/portland-usa-black-lives-matter-nach-protest), dem Buch des Jahres bis hin zum Hoffnungsmoment des Jahres.Und im Get Out: Jay-Z und Alicia Keys huldigen New York und das Musikprogramm der Washington National Cathedral.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 13. Januar.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 16.12.2021
    50 MB
    59:24
    Cover

    Die Krisen der Madam Vice President

    "We did it. We did it, Joe!" Das rief Kamala Harris ins Telefon, als sie während einer Joggingrunde im vergangenen Jahr die Nachricht erhielt, dass Joe Biden die Präsidentschaftswahl gewonnen hatte. Von dieser Euphorie ist ein Jahr später bei der US-Vizepräsidentin derzeit nicht mehr so viel zu spüren.Medien berichten über ein angespanntes Verhältnis zwischen Harris und dem Präsidenten und darüber hinaus von Problemen innerhalb des Mitarbeiterstabs, mangelnder Professionalität und schlechter Stimmung. Zusätzlich kümmert sich Harris politisch um die schwierigen Themen Einwanderungspolitik und Wahlrechte. Schwierig, weil es in beiden Bereichen keine leichten und schnellen Erfolge für die Vizepräsidentin gibt.Ob und wie Harris aus dieser für sie schwierigen Phase herausfinden kann, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem sprechen wir über die Cuomo-Brüder, einst gefeierte, nun gefallene Helden. Andrew Cuomo, ehemaliger Gouverneur von New York, musste schon im August zurücktreten, nachdem mehrere Frauen ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen hatten. Nun ist auch sein jüngerer Bruder Chris Cuomo über diesen Skandal gestürzt. Der Journalist verlor seinen Job beim Nachrichtensender CNN, weil er journalistisch-ethische Grundlagen verletzt hat in dem Versuch, seinen Bruder im Umgang mit den Anschuldigungen gegen ihn zu beraten. Und auch gegen Chris Cuomo gibt es Vorwürfe der sexuellen Belästigung.Und im Get-out: der Film "Don't Look Up" und das National Museum of African American History & Culture mit der umfassenden und lehrreichen Website unter anderem mit Blog-Posts für einen virtuellen Rundgang durch die Geschichte.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge, der große Jahresrückblick, bereits am 23. Dezember.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 02.12.2021
    55 MB
    01:05:08
    Cover

    Amerikas rassistische Justiz?

    Kyle Rittenhouse war 17, als er im vergangenen Sommer nach Kenosha im US-Bundesstaat Wisconsin fuhr, um, wie er sagt, das Eigentum anderer vor Plünderungen während der Antirassismusproteste schützen wollte. Mit dabei hatte er ein AR-15, ein halbautomatisches Sturmgewehr. Mit diesem erschoss er am 25. August 2020 zwei unbewaffnete weiße Männer, ​​Joseph Rosenbaum, 36, und Anthony Huber, 26, und verletzte einen weiteren bewaffneten weißen Mann, Gaige Grosskreutz. Mehr als ein Jahr später wurde Kyle Rittenhouse von zwölf Geschworenen freigesprochen. Sie folgten der Argumentation von Rittenhouses Verteidigern, dass seine Tat Selbstverteidigung gewesen sei.Während viele in Amerika diesem Freispruch mit Unverständnis und Wut begegneten, wurde das Urteil sowie Rittenhouse von anderen gefeiert, inklusive Ex-Präsident Donald Trump, der Rittenhouse nach dem Freispruch in Florida empfing. In einem Interview mit Fox News sagte Rittenhouse unter anderem, er sei nicht gegen die Black-Lives-Matter-Bewegung, aber er sei dagegen, dass amerikanische Städte angezündet werden.Nur wenige Tage nach dem Fall Rittenhouse entschied eine Jury im US-Bundesstaat Georgia, drei Männer des Mordes schuldig zu sprechen, die im vergangenen Jahr den schwarzen Ahmaud Arbery erschossen hatten, der durch ihre Nachbarschaft gejoggt war.Im US-Podcast diskutieren wir über die zwei Prozesse, die das Land bewegt haben und so unterschiedliche Enden gefunden haben. Außerdem blicken wir auf die Geschichte der rassistischen Gewalt in Amerika, vom Lynchmord an Emmitt Till 1955 bis zum Charleston Church Shooting 2015.Und im Get-out: Das Interview mit Kevin Strickland im "The Kansas City Star", der 43 Jahre unschuldig im Gefängnis gesessen hatte für Morde an drei Menschen, die er nicht begangen hatte. Außerdem die Podcastempfehlung "Now & Then" mit den Historikerinnen Heather Cox Richardson und Joanne Freeman.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 16. Dezember.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 18.11.2021
    60 MB
    01:12:11
    Cover

    Die Biden-Agenda – welche Biden-Agenda?

    Zwei Wochen bevor Saigon im April 1975 fiel, gehörte der damals 32-jährige Joe Biden zu den Senatoren, die an einem geheimen Meeting über die Krise in Vietnam im Weißen Haus von Präsident Gerald Ford teilnahmen. Obwohl er ein Neuling im US-Senat war, übermittelte Biden dem Präsidenten eine klare Botschaft, wie es in einer Kolumne von Rowland Evans und Robert Novak aus der Zeit beschrieben wird, die die "Washington Post" zitiert. Bidens Haltung: Die Lage in Vietnam sei hoffnungslos und die Vereinigten Staaten sollten sich so schnell wie möglich zurückziehen.46 Jahre später konnte man eine ähnliche Haltung des Präsidenten Biden beim Abzug aus Afghanistan beobachten. Und ein Jahr nach seiner Wahl stellen sich Beobachter und internationale Bündnispartner die Frage, welche außenpolitischen Leitlinien Biden verfolgt. Mit China will er in den ideologischen wie ökonomischen Wettstreit treten, bei globalen Themen wie dem Kampf gegen den Klimawandel will er die USA "zurück an den Verhandlungstisch" bringen, wie er nicht müde wird zu betonen. Multilaterale Bündnisse wie die Nato sollen gestärkt werden, gleichzeitig schließt er Deals, die einzelne Verbündete brüskieren."Wenn jeder etwas bekommt, bekommt niemand alles, weshalb die Kernprinzipien von Bidens Weltanschauung schwer zu bestimmen sind", schreibt Anne-Marie Slaughter vom Thinktank New America in der "New York Times".Ob es so etwas wie eine Biden-Doktrin gibt und wie sich die außenpolitischen Leitlinien des Landes historisch geformt haben, diskutieren wir im transatlantischen Podcast. Außerdem schauen wir auf die aktuelle Corona-Lage im Land und diskutieren die Frage, ob die Unterzeichnung des Infrastrukturgesetzes Joe Biden bessere Umfragewerte bringen wird.Und im Get-out: Videos von der Eishockeyliga NHL für Liebhaberinnen und Liebhaber, die neue Staffel der Serie "Succession" und Rezeptempfehlungen zu Thanksgiving von "NYT Cooking".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 2. Dezember.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 04.11.2021
    53 MB
    01:03:40
    Cover

    Bidens Schwäche – Trumps Chance?

    US-Präsident Joe Biden war in Europa unterwegs, zum zweiten Mal seit seinem Amtsantritt im Januar. Auf dem G20-Gipfel in Rom und bei der UN-Klimakonferenz in Glasgow ging es für Biden auch darum, Verstimmungen mit den europäischen Bündnispartnern auszuräumen. Und zu beweisen, dass die Vereinigten Staaten beim Thema Klimaschutz nach vier Jahren Donald Trump wieder ein verlässlicher Partner sein werden."Ich stelle immer wieder fest, wie erstaunlich meine persönlichen Gespräche mit so vielen Staats- und Regierungschefs und die Bedeutung von starken, persönlichen Beziehungen sind. Man schaut jemandem dabei direkt in die Augen, wenn man versucht, etwas zu erreichen. Sie kennen mich, ich kenne sie. Wir können Dinge gemeinsam schaffen", sagte Biden auf einer Pressekonferenz in Italien. Doch wie weit reichen Worte noch, wie weit kann Diplomatie gehen, vor allem, wenn es um konkrete Klimaziele geht? Darüber diskutieren wir im transatlantischen Podcast.Gleichzeitig ist der jüngste internationale Auftritt Bidens eng verbunden mit seinen innenpolitischen Plänen, denn die Klimaversprechungen hängen von der Agenda in der Heimat ab. Und die stockt seit Wochen. Das setzt schon jetzt seine Amtszeit unter Druck und könnte eine erfolgreiche Präsidentschaft sogar gefährden. Und dann verlieren die Demokraten noch die wichtige Gouverneurswahl in Virginia und in New Jersey war das Rennen um dieses Amt viel enger, als es den Demokraten lieb war.Was ist Bidens Präsidentschaft wert, national und international? Dieser Frage muss sich Biden schon jetzt, nach einem knappen Jahr Amtszeit, stellen. Denn so funktionieren die Zyklen US-amerikanischer Politik.Und im Get-out: die Serie "Ted Lasso" und ihr Hauptdarsteller Jason Sudeikis aktuell als Host von "Saturday Night Live" sowie Colson Whiteheads neues Buch "Harlem Shuffle".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge am 18. November.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 14.10.2021
    67 MB
    01:20:07
    Cover

    Alles nur ein Spiel? Alles ein gewaltiges Geschäft

    "Alle denken, Frauen sollten begeistert sein, wenn sie Krümel bekommen, aber ich will, dass sie den Kuchen, den Guss und die Kirsche obendrauf bekommen", sagte die ehemalige Weltklassetennisspielerin Billie Jean King einmal zur Debatte um Gleichberechtigung im Profisport. Ein Ziel, für das die US-Amerikanerin seit den Siebzigerjahren kämpft. Außer bei den Grand-Slam-Turnieren im Tennis ist das immer noch nicht erreicht.Und nun erschüttert ein Missbrauchsskandal die National Women's Soccer League. Zwei Trainer wurden entlassen, nachdem Spielerinnen sexuellen Missbrauch und emotionale Erpressung öffentlich gemacht hatten. Die Liga, die als progressiv gilt, in der aber nach wie vor überwiegend männliche Machtstrukturen dominieren, soll das über Jahre hinweg vertuscht haben. Über den Skandal diskutieren wir im US-Podcast.Und dann gibt es die großen Vier im US-Sport, die das große Geschäft machen: Football, Baseball, Basketball und Eishockey. Nach dem Jahr 2022 erhält allein die NFL, die Profiliga der Footballer, zehn Milliarden Dollar pro Jahr von den TV-Sendern für die Übertragungsrechte der Spiele.Wir sprechen außerdem über die Faszination des US-Sports, warum Collegesport so wichtig ist, erklären den Draft und wo es Gehaltsobergrenzen gibt, diskutieren die Magie von Spiel 7 im Basketball und warum Baseball live ein kulturelles Erlebnis ist, und spielen ein Spiel quer durch alle Sportarten mit Lieblingsathletinnen und -athleten und historischen Sportmomenten.Und im Get-out: Michael Lewis' "Moneyball" und die Buchverfilmung mit Brad Pitt, die Baseballgeschichten im "The New Yorker" von Roger Angell und der Film "A League of Their Own" mit Tom Hanks und Geena Davis.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags, die nächste Folge ausnahmsweise am 4. November.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 30.09.2021
    45 MB
    54:06
    Cover

    Neue transatlantische Feindschaften?

    Joe Biden wusste zunächst nicht, wie die Dinge bei der Bundestagswahl in Deutschland stehen. Als ihm dann ein Journalist die ersten Hochrechnungen nannte, sagte er in Bezug auf die SPD knapp: "Donnerwetter … sie sind beständig." Die US-Zeitungen versuchten, Überhangmandante in Grafiken zu erklären, die "New York Times" schrieb in den Tagen danach, dass es noch unklar sei, was "die chaotische Wahl in Deutschland über die Zukunft des Landes – und Europas – aussagt", und Amerikaner lernten Worte wie "traffic light coalition" und "elephant round".Wie die Vereinigten Staaten auf Deutschland nach der Ära Angela Merkel blicken und wie die künftige transatlantische Politik zwischen Berlin und Washington D.C. aussehen könnte ist ein Thema im US-Podcast. Eng damit verbunden ist die Frage, wie sich das amerikanisch-französische Verhältnis nach dem Eklat um den U-Boot-Deal mit Australien entwickelt. Warum Biden Frankreichs Präsident Emmanuel Macron derart brüskierte, dass dieser kurzfristig den Botschafter aus den USA abzog, diskutieren wir ebenfalls im Podcast.Außerdem: Auch innenpolitisch steht für Biden mit seinem Infrastrukturgesetz und seinen ambitionierten Sozialplänen in diesen Tagen viel auf dem Spiel. Probleme bereiten ihm dabei nicht die Republikaner, sondern derzeit der progressive und der moderate Flügel in der eigenen Partei. Kann Biden seine ambitionierte Agenda noch retten?Und im Get-out: Margaret Atwoods Buch und die Netflix-Adaption "The Handmaid's Tale" und die Serie "The Morning Show".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 16.09.2021
    54 MB
    01:04:25
    Cover

    Texas versus Frauenrechte

    "Ziel Nummer eins im Bundesstaat Texas ist die Beseitigung von Vergewaltigungen, damit keine Frau und kein Mensch Opfer einer Vergewaltigung wird." Das sagte Texas' republikanischer Gouverneur Gregg Abbott auf die Frage eines Journalisten, warum das seit diesem Monat geltende strikte Schwangerschaftsabbruchgesetz auch im Falle von Vergewaltigung und Inzest keine Ausnahme zulasse. Und, das fügte Abbott noch hinzu, Frauen hätten unter dem sogenannten Heartbeat Act, dem Herzschlaggesetz, ja sechs Wochen Zeit, einen Abbruch vornehmen zu lassen. Die ersten sechs Wochen einer Schwangerschaft sind der Zeitraum, in denen Frauen es noch möglich ist, in dem US-Bundesstaat eine Schwangerschaft zu beenden.Die Organisationen, die in Texas Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, schätzen jedoch, dass etwa 85 Prozent der Patientinnen nach der sechsten Woche einen Eingriff vornehmen lassen und daher künftig keine Chance mehr auf eine Betreuung haben.Nicht nur der Zeitraum ist im neuen Gesetz extrem eng gefasst, es sieht außerdem vor, dass nicht etwa Behörden für die Durchsetzung verantwortlich sind, sondern jede Privatperson einen Verstoß melden kann. Jeder also, der ein Verhalten an den Tag legt, das die Durchführung oder Veranlassung eines Schwangerschaftsabbruchs unterstützt oder begünstigt, kann durch das neue Gesetz belangt werden. Wer einen solchen Fall vor Gericht bringt, bekommt bei einer Verurteilung 10.000 Dollar – die von dem oder der Verurteilten zu zahlen sind.Das Gesetz ist ein Angriff auf die Frauenrechte im Bundesstaat und hat Implikationen, die weit über Texas hinausgehen. Welche Rolle der Supreme Court spielt, wie sich die Biden-Regierung verhält, warum das Grundsatzurteil Roe v. Wade in Gefahr sein könnte und warum das Thema in den Vereinigten Staaten ideologisch so umkämpft ist, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem: ein Rückblick auf den 20. Jahrestag der Terroranschläge des 11. September.Und im Get-out: der Schriftsteller Colm Tóibín, die Serie "Miss America" und die US-Fotografin Ruth Orkin im Fotografiska-Musem in New York.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags. Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 02.09.2021
    58 MB
    01:09:39
    Cover

    Joe Bidens Krisen

    Noch einmal musste US-Präsident Joe Biden in dieser Woche eine Rede halten. Am Tag, an dem das Land 20 Jahre Militäreinsatz in Afghanistan beendete. Eine Siegesrede konnte es im Angesicht dieser Niederlage, die der desaströse Abzug noch einmal verdeutlicht hat, nicht werden. Aber Kritik an seinem Vorgehen als Präsident und Oberbefehlshaber der Streitkräfte wollte Biden auch nicht.Lieber wollte er den Bürgerinnen und Bürgern vermitteln, dass die Entscheidungen seines Vorgängers Donald Trump und dessen Deal mit den Taliban dafür verantwortlich seien, dass er im Oval Office im Grunde keine Optionen gehabt habe. "Das war die Wahl, die wirkliche Wahl zwischen Abzug oder Eskalation", sagte Biden beinahe trotzig. "Ich wollte diesen Krieg nicht für immer verlängern."Kann sich der entschlossene und wütende Biden so der ersten großen Krise seiner Präsidentschaft entledigen? Die republikanische Opposition will ihn nicht so leicht davonkommen lassen. Kevin McCarthy, Minderheitenführer der Konservativen im Repräsentantenhaus, kündigte einen "Tag der Abrechnung" an mit Untersuchungen und Ausschüssen. Wie die innenpolitische Lage für Biden ist und was die Handlungen der vergangenen Wochen über seine außenpolitische Strategie aussagen, diskutieren wir im US-Podcast.Außerdem: Die Vereinigten Staaten erleben die nächste Welle der Corona-Pandemie, von der es den Anschein hatte, als sei sie so gut wie besiegt. Das Leben ist fast wieder normal in den USA, doch nun steigen die Zahlen besorgniserregend. Mehr als 1.000 Tote gibt es mittlerweile wieder jeden Tag. Anfang Juli waren es noch etwa 200 Opfer täglich. Vor allem in republikanisch geführten Bundesstaaten gibt es nur einen geringen Impffortschritt und Gouverneure, die keine Maskenpflicht an Schulen erlassen wollen. In Florida wird darüber mittlerweile vor Gericht gestritten. Und der Präsident muss ich um die nächste Krise kümmern, hat aber auf Bundesebene nur bedingt Einfluss.Und im Get-out: das Kinderbuch "Charlotte’s Web" von E. B. White und die Serie "Friday Night Lights".Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags. Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 19.08.2021
    63 MB
    01:15:31
    Cover

    Amerikas Afghanistan-Trauma

    George W. Bush war es, der am 7. Oktober 2001 als US-Präsident eine Rede an die Nation hielt und sagte: "Die USA haben Militärschläge gegen das Taliban-Regime in Afghanistan gestartet." Damit begann die Operation Enduring Freedom. 20 Jahre später sagte US-Präsident Joe Biden Anfang Juli: "Die Wahrscheinlichkeit, dass die Taliban alles überrennen und das ganze Land kontrollieren, ist höchst unwahrscheinlich." Keine sechs Wochen später haben die Taliban die Kontrolle über das Land zurückerobert, die Hauptstadt Kabul überrannt.Am Flughafen Kabul spielten sich dramatische Szenen ab, verzweifelte Menschen klammerten sich an Tragflächen, um der Herrschaft der Taliban zu entkommen. Biden kommentierte das in einer Rede am Montag lediglich in einem Nebensatz, für ihn steht im Fokus, dass der Abzug der Truppen aus dem Land richtig war. Die Fragen danach, wie der Abzug so fatal falsch laufen konnte und wie den Menschen vor Ort nun zu helfen ist, ließ er weitgehend unbeantwortet.Was das Scheitern in Afghanistan für Folgen nicht nur für Biden, sondern auch für das Bild der USA in der Welt hat, wie in den USA über den Abzug diskutiert wird und wie sich die vier Präsidenten George W. Bush, Barack Obama, Donald Trump und Joe Biden zu dem Krieg verhalten haben, diskutieren wir im US-Podcast.Und im Get-out: Die Arbeiten des US-Journalisten Dexter Filkins sowie der Film "Good Morning Vietnam" und wer wirklich als Moderator die Moral der Truppe im Vietnamkrieg aufrecht erhalten sollte.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 05.08.2021
    66 MB
    01:18:53
    Cover

    Miami Beach oder doch Grand Canyon?

    Wer Baseballfan ist, der ist oft auch Fan von Statistiken. Der Sport eignet sich so sehr für Zahlen, dass es ein eigenes Wort dafür gibt: "sabermetrics". Doch Baseball ist auch für alle, die ihre Zeit nicht mit Statistiken verbringen wollen, ein US-amerikanisches Erlebnis. Wer einmal in Fenway Park, dem Stadion der Boston Red Sox, alle Zuschauerinnen und Zuschauer "Sweet Caroline" von Neil Diamond hat singen hören, weiß, warum.In dieser Sommerfolge unseres US-Podcasts sprechen wir nicht nur über die besten Sportmomente in der Geschichte der Vereinigten Staaten, sondern auch über Sehnsuchtsorte, große und kleine Parks, die besten Reiserouten, die schönsten deutschen Worte im Englischen und mehr. Außerdem unsere Top Ten der Romane, Filme, Songs und Serien.Eine Liebeserklärung an ein Land, das den Deutschen vertraut und fern zugleich ist, das die Welt herausfordert und begeistert und mit der Präsidentschaft Donald Trumps erlebt hat, wie sehr es sich selbst erschüttern kann.Und im Get-out: Mit dem Rad, der Fähre oder dem Hubschrauber New York erkunden. Und Konzerte im The Chicago Theatre.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 16.07.2021
    50 MB
    59:32
    Cover

    Angela Merkels Farewell im Weißen Haus

    Die Corona-Pandemie habe alle gelehrt, "wie wenig gewiss vermeintliche Gewissheiten sind". Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel, als sie an der Johns Hopkins University eine Ehrendoktorwürde entgegennahm. Es ist ein Satz, der auch den Zustand der transatlantischen Beziehungen treffend beschreibt. Um sich transatlantischer Gewissheiten wieder zu versichern, war Merkel für einen Tag auf Einladung von US-Präsident Joe Biden nach Washington, D. C. gereist.Es war ihr erster Besuch seit April 2018 und wohl ihr letzter Besuch als Kanzlerin. Bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Biden herrschte eine andere Atmosphäre als drei Jahre zuvor mit dem damaligen Präsidenten Donald Trump. Freundschaftlich nannten beide ihr Aufeinandertreffen, es war herzlich. Ein Besuch, der nötig war, um die Beziehung der beiden Länder wieder zu stärken. Aber es bleibt trotz aller neuer alter Verbundenheit auch viel Trennendes.Wo die Konflikte im transatlantischen Verhältnis liegen, wie die Atmosphäre war und wie die Hochwasser-Katastrophe in Deutschland den Besuch prägte, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem: der schönste Moment des Tages und ein Rückblick auf die vier Präsidenten, mit denen Merkel zusammengearbeitet hat.Und im Get-out: Buchempfehlungen von Barack Obama, "Dreams From My Father" ("Ein amerikanischer Traum: Die Geschichte meiner Familie"), und dem US-Autor George Packer "Last Best Hope" ("Die letzte beste Hoffnung"), ein längerer Essay zum Zustand der USA, geschrieben während der Pandemie.Der Podcast erscheint in dieser Woche ausnahmsweise am Freitag, ansonsten alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 08.07.2021
    51 MB
    01:01:21
    Cover

    Die Akte Trump

    Manhattans Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance hat seit 2019 ermittelt, nun hat die Staatsanwaltschaft in New York die Trump Organization wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs angeklagt. Über mindestens 15 Jahre hinweg sollen systematisch Steuern hinterzogen worden sein. Allen Weisselberg, ein enger Vertrauter von Ex-Präsident Donald Trump, wurde festgenommen. Wird er sich gegen seinen Arbeitgeber stellen und mit der Staatsanwaltschaft kooperieren? Darauf hoffen die Behörden offenbar. Denn Trump selbst ist bislang nicht angeklagt.Ob das noch geschehen könnte, wie der weitere Verlauf der Ermittlungen ist und was das alles für Trumps Einfluss auf die Republikanische Partei bedeuten könnte, diskutieren wir im US-Podcast.Außerdem: Sie wollte ihre Geschichte öffentlich teilen, sagte Britney Spears vor Gericht, "anstatt dass es ein streng gehütetes Geheimnis ist, von dem alle profitieren. Es beunruhigt mich, dass man mir gesagt hat, ich dürfe die Leute, die mir das angetan haben, nicht bloßstellen." Seit 13 Jahren steht die Sängerin unter rechtlicher Betreuung und hat nun das erste Mal selbst über ihre Situation gesprochen. Wir sprechen über die Recherche des "New Yorker", Ruhm und Öffentlichkeit.Und im Get-out: Buchempfehlungen von Joan Didion, unter anderem "Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben" und "Das Jahr magischen Denkens", und der Sommerdrink Gin Basil Smash.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 24.06.2021
    49 MB
    58:32
    Cover

    Der Sturm auf das Kapitol und die Waffen

    "Amerika ist zurück am Tisch." Dieses Bild hat US-Präsident Joe Biden auf seiner großen europäischen Gipfelreise immer wieder bemüht. Beim G7- und Nato-Gipfel wurde die Rückkehr der USA zum Multilateralismus gefeiert. Zum Abschluss von Bidens Reise wurde es dann beim Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Genf etwas ungemütlicher. Aber auch das transatlantische Verhältnis ist nicht auf einmal wieder gänzlich konfliktfrei. Wie Joe Bidens außenpolitische Strategie aussieht und wie das Verhältnis zu China und Russland künftig aussehen könnte, sind einige der meistgestellten Hörerinnen- und Hörer-Fragen der vergangenen Wochen.In dieser besonderen Folge von "OK, America?" haben wir sie live vor Publikum beim großen ZEIT ONLINE Podcastfestival (https://www.zeit.de/2021-06/zeit-online-podcastfestival-verbrechen-alles-gesagt-was-jetzt) beantwortet.Innenpolitisch interessieren sich die Hörerinnen für die Entwicklung der Republikanischen Partei und unter anderem diese Fragen:Warum ist es beim Sturm auf das Kapitol nicht zu einem massenhaften Einsatz von Waffen gekommen, wenn man davon ausgehen muss, dass insbesondere Trump-Anhänger in umfassendem Waffenbesitz sind?Wie steht es um die juristischen Ermittlungen gegen Donald Trump?Warum sprechen sich weiße, europäischstämmige Einwanderer gegen Einwanderung in die USA aus?Außerdem: Ob sich die Gesprächspartner in den USA auch für Themen wie Wahlen, Waffen, Sozialismus und Krankenversicherung in Deutschland interessieren. Und im Get-out: die Mini-Serie "Mare of Easttown" mit Kate Winslet und die Konzertreihe "Tiny Desk Concerts" des Radiosenders NPR.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 10.06.2021
    64 MB
    01:16:27
    Cover

    Die Frau fürs Unmögliche

    US-Vizepräsidentin Kamala Harris wurde bei ihrer ersten Auslandsreise in dieser Woche sehr deutlich: "Kommt nicht", sagte sie in Guatemala an Menschen gerichtet, die sich auf den Weg nach Mexiko und die US-Grenze begeben wollen. Es ist eine klare Botschaft von Harris und der neuen US-Regierung und eine, für die Harris von linker wie konservativer Seite kritisiert wurde. Es ist ein politisch schwieriges Thema und Präsident Joe Biden hat Harris zur Verantwortlichen für die Einwanderungspolitik seiner Regierung gemacht. Deswegen führte Harris' erste Reise nach Guatemala und Mexiko.Und auch das zweite Thema, um das sich Harris schwerpunktmäßig in ihrer Amtszeit kümmern will, ist keins, mit dem leicht Erfolge zu feiern sind: Die Vizepräsidentin soll den For the People Act durch den Senat bringen, ein Gesetz, das eine Wahlrechtsreform auf Bundesebene durchsetzen würde. Doch selbst innerhalb der Demokraten gibt es von Senator Joe Manchin Vorbehalte dagegen.Kann Harris mit diesen Themen den hohen Erwartungen, die an ihre Vizepräsidentschaft geknüpft sind, erfüllen? Darüber und ihre mögliche politische Zukunft diskutieren wir im US-Podcast.Außerdem: Am 20. Juni laden wir zum ZEIT ONLINE Podcastfestival ein. Einen Tag lang nehmen wir unsere Podcasts live vor Onlinepublikum auf und Sie können mitdiskutieren und die Podcast-Hosts persönlich kennenlernen. Hier können Sie sich kostenlos anmelden.Und im Get-out: Jenny Offills neuer Roman "Wetter" und "Trostland – die Geschichte meiner vergessenen Heimat", die Biografie des schwarzen Politikers und Anwalts Bakari Sellers.Der Podcast erscheint alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 27.05.2021
    53 MB
    01:03:42
    Cover

    Zu links? Oder nicht links genug?

    Alexandria Ocasio-Cortez auf der einen, Joe Manchin auf der anderen Seite: Die US-Demokraten debattieren vier Monate nach Joe Bidens Amtseinführung über ihre Zukunft. Trotz eines Demokraten im Weißen Haus und Mehrheiten in beiden Kammern des Kongresses. Doch so schwarz-weiß wie die Anzahl der Abgeordneten ist das politische Washington nicht. Die Mehrheiten reichen nicht fürs Durchregieren und viele Abgeordnete und Senatoren sind schon wieder im Wahlkampf für die Zwischenwahlen im November 2022.Ocasio-Cortez, Bernie Sanders, Elizabeth Warren, Cori Bush und andere versuchen die Partei nach den Siegen im vergangenen November weiter nach links zu bewegen: Ein Mindestlohn von 15 Dollar, der Green New Deal, kostenfreie Bildung, LGBTQ-Rechte sind ihre Themen. Dem gegenüber stehen Manchin, Nancy Pelosi, Kyrsten Sinema und andere, die sich gegen eine zu linke Politik stellen. Eines ihrer Argumente: Wechselwählerinnen und Wechselwähler würden damit nicht erreicht werden.Wo Joe Biden zwischen diesen beiden Flügeln steht, welche Politik sich durchsetzen könnte und welche Präsidenten die demokratische Partei geprägt haben, diskutieren wir im US-Podcast.Außerdem: Am 20. Juni laden wir zum ZEIT ONLINE Podcastfestival ein. Einen Tag lang nehmen wir unsere Podcasts live vor Onlinepublikum auf und Sie können mitdiskutieren und die Podcast-Hosts persönlich kennenlernen. Unter https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-05/zeit-online-podcastfestival können Sie sich kostenlos anmelden.Und im Get-out: die Serie "Underground Railroad" auf Amazon Prime und die Netflix-Dokumentation "Knock Down the House".Der Podcast erscheint ab sofort wieder alle zwei Wochen donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 20.05.2021
    53 MB
    01:03:33
    Cover

    Amerikas Israel-Treue

    Seit der Nahostkonflikt erneut eskaliert ist, wird in Washington, D.C. viel telefoniert. US-Präsident Joe Biden spricht immer wieder mit Israels Premier Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Sein Außenminister Antony Blinken telefoniert sich durch die ganze Region und Jen Psaki, Pressesprecherin im Weißen Haus, findet vorsichtig abgewogene Worte über die Mühen der diplomatischen Ebene. Eins aber wird immer betont: das Recht Israels, sich zu verteidigen.Die USA stehen seit Jahrzehnten treu an Israels Seite. Die Vereinigten Staaten nutzen ihr Vetorecht im UN-Sicherheitsrat – eine vierte Sondersitzung des Gremiums endete in dieser Woche erneut ohne gemeinsame Erklärung – und unterstützen Israel seit Jahren mit finanziellen und militärischen Hilfen in Milliardenhöhe.Doch nun verändert sich der Ton innerhalb der Demokratischen Partei. Aus dem linken Flügel wird deutliche Kritik an der US-Haltung geübt und mehr Solidarität mit Palästinensern gefordert. Bernie Sanders schreibt in einem Essay für die "New York Times" über Menschenrechte und #PalastinianLivesMatter, "Apartheidsstaaten sind keine Demokratien", twitterte Alexandria Ocasio-Cortez und fragte im Repräsentantenhaus: "Israel hat das Recht, sich zu verteidigen, aber haben Palästinenser das Recht, zu überleben?"Wie Joe Biden und die Republikaner auf die sich verändernde Debatte reagieren, warum die Präsidenten Harry S. Truman und Jimmy Carter für die Beziehung zwischen den USA und Israel wichtig waren und was die wichtigen außen- und innenpolitischen Aspekte des Verhältnisses der beiden Länder sind, diskutieren wir im US-Podcast.Und im Get-out: "Portnoys Beschwerden" und "Sabbaths Theater" von Philip Roth und die Serie "The Marvelous Mrs. Maisel".Dieser Podcast erscheint immer donnerstags.

    ...mehr
  • 13.05.2021
    39 MB
    47:14
    Cover

    Zu viel Covid-Hilfen, zu viel Bequemlichkeit?

    266.000. Das ist die Zahl, mit der die Republikaner auf Angriff setzen. 266.000 neue Jobs hat es im April in den USA gegeben. Viel weniger als die 770.000, die noch im März dazugekommen waren und viel weniger, als Ökonomen erwartet hatten. Die Arbeitsmarktzahlen im März hatten die Hoffnung genährt, dass sich die Erfolge bei der Impfkampagne positiv auf die Wirtschaft, den Konsum und den Jobmarkt auswirken würden. Der April ist nun ein Dämpfer und der Schuldige ist für große Unternehmen und Republikaner ausgemacht: US-Präsident Joe Biden.Dessen Corona-Hilfspaket umfasst unter anderem auch ein um 300 Dollar erhöhtes Arbeitslosengeld bis September. Zu viel, sagen die Konservativen. Damit würden es sich die Bürger lieber bequem machen, als sich einen Job zu suchen. Obwohl es die nun mit der Öffnung des Landes wieder überall gebe, vor allem in der Serviceindustrie. Henry McMaster, republikanischer Gouverneur von South Carolina, ließ etwa mitteilen: "Dieser Arbeitskräftemangel wird zum großen Teil durch die zusätzlichen Arbeitslosengelder verursacht." Er und andere Gouverneure wollen die zusätzlichen Gelder vorzeitig streichen.Biden verteidigte seine Maßnahmen. Nach der Pandemie wirtschaftlich wieder zurückzukommen, sei ein Marathon, keine Sprint. Außerdem machen er und die Demokraten noch andere Faktoren aus, warum sich die Jobzahlen nicht schneller verbessern: Durch die noch immer nicht vollständig geöffneten Schulen und Kitas hätten viele Familien nach wie vor ein Betreuungsproblem. Hinzu kämen schlechte Arbeitsbedingungen und Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus.Die größere Frage hinter dieser Debatte ist die immer wieder debattierte Frage in den USA, welche Rolle der Sozialstaat haben sollte. Warum die Republikaner mehr auf individuelle Freiheit setzen, wann in der Partei der schlanke Staat zum Schlagwort wurde und ob das Land eine Wende zu einem größeren Sozialstaat schaffen kann, diskutieren wird im US-Podcast.Und im Get-out: "Intimations" von Zadie Smith, Kiez-Buchhandlungen und die Freude handschriftlicher Briefe. Und Key Lime Pie, inklusive Drink-Empfehlung.Dieser Podcast erscheint immer donnerstags. Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 06.05.2021
    63 MB
    01:15:13
    Cover

    Der Kampf um das Erbe Donald Trumps

    Natürlich schließt Ex-Präsident Donald Trump eine erneute Kandidatur um das Präsidentschaftsamt in den USA nicht aus. Ernsthaft in Erwägung ziehen würde er es, formulierte er es in diesen Tagen in mehreren Interviews. Denn die Macht bei der Republikanischen Partei, das ist klar, liegt immer noch bei ihm. Auch wenn Trump das Geschehen derzeit noch nur von der Seitenlinie aus kommentiert.Es mag früh erscheinen, schon jetzt über Kandidaten für eine Wahl in drei Jahren zu sprechen. Doch erste mögliche Kandidaten der Republikaner reisen schon jetzt in Staaten wie Iowa, New Hampshire und South Carolina. Dort finden früh die Vorwahlen statt und Auftritte und Reden sollen die Stimmung bei den möglichen Wählerinnen und Wählern testen. Und schon im kommenden Jahr sind die Zwischenwahlen, ein erster Stimmungstest, welche republikanische Stimmen prägend sein werden.Die Trump-Ideologie wird bis dahin nicht verschwunden sein, weder in der Partei noch innerhalb der Gesellschaft. Im US-Bundesstaat Arizona werden gerade noch einmal die Stimmen der US-Präsidentschaftswahl nachgezählt. Auf Druck der Republikaner und obwohl mehrere Nachzählungen keine Unregelmäßigkeiten gezeigt haben.Wie Trumps Lüge von der "gestohlenen Wahl" weiter vorangetrieben wird, wieso das zu einem strategischen Präzedenzfall für Trump und die Partei werden kann und warum man sich die Namen Ron DeSantis und Tucker Carlson merken sollte, diskutieren wir im US-Podcast.Und im Get-out: die New York Knicks mit Julius Randle und "The Improvement Association", ein Podcast über eine Wahlfälschung in einem Landkreis in North Carolina bei der Kongresswahl 2018.Dieser Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 29.04.2021
    56 MB
    01:06:55
    Cover

    Die egoistischen Weltenretter sind zurück

    "Amerika ist zurück!" Das sagte US-Präsident Joe Biden auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar nach seinem Amtsantritt. Und tatsächlich ist mit Biden im Amt eine Verlässlichkeit in Kommunikation und Bekenntnissen zurückgekehrt, die es unter seinem Vorgänger Donald Trump nicht gegeben hatte.Bei einem von Biden einberufenen Klimagipfel bekannten sich die Vereinigten Staaten zu neuen Klimazielen und stießen einen internationalen Wettbewerb um die grünen Technologien der Zukunft an.Und Indien versprach Biden Hilfe in der Corona-Pandemie, die das Land gerade überwältigt. Diese Zusicherung kommt jedoch zu einem Zeitpunkt, an dem es leicht ist für die USA, zu helfen. Denn im eigenen Land sind schon mehr als 141 Millionen Menschen geimpft worden und es gibt keinen Mangel an Impfstoff mehr.Was Bidens internationale Ambitionen über seinen Führungsstil aussagen, worauf sich der Anspruch der USA als globaler Weltenretter und Hüter der Demokratie gründet und ob das nach Trump überhaupt noch glaubhaft ist, diskutieren wir im US-Podcast.Außerdem kleine Exkurse zu Joe Bidens 100-Tage-Bilanz – die ausführliche Einordnung gibt es hier zum Nachhören – und zum Zugfahren in Montana. Und im Get-out: Der Podcast "The Writer's Voice" vom "The New Yorker" und George W. Bush zu Gast beim Late-Night-Talker Jimmy Kimmel. Dieser Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 22.04.2021
    46 MB
    55:09
    Cover

    Verändert der Fall George Floyd die USA?

    "They see us." Wir werden gesehen. Das war eine der vielen emotionalen Reaktionen von Demonstrierenden, nachdem am Dienstag das Urteil im Prozess gegen den weißen Ex-Polizisten Derek Chauvin in Minneapolis gefallen war. Zwölf Geschworene sprachen ihn in allen Anklagepunkten schuldig. Neun Minuten und 30 Sekunden lang hatte er dem Schwarzen George Floyd brutal das Knie auf den Hals gedrückt und ihn getötet.Auf das Urteil war in den USA angespannt gewartet worden, die Sorge vor einem Freispruch und damit verbundenen Ausschreitungen war groß. Mit dem Schuldspruch verbinden nun viele die Hoffnung auf Wiedergutmachung und darauf, dass sich grundsätzlich etwas ändert. Auch US-Präsident Joe Biden sagte, der Prozess könne ein großer Schritt hin zu mehr Gerechtigkeit im Land sein.Doch kann ein Urteil allein in einem Land voller strukturellem Rassismus wirklich Gerechtigkeit bringen? Auf den Straßen in Minneapolis wurde nach dem Urteil auch immer wieder gerufen: "Das ganze verdammte System ist schuldig." Der Frust und die Wut der Opfer von Rassismus und rassistischer Polizeigewalt werden nicht einfach verschwinden.Und auch viele Anhängerinnen und Anhänger von Ex-Präsident Donald Trump, der seine gesamte Präsidentschaft im Kern auf white supremacy, auf der Idee von weißer Überlegenheit aufgebaut hat, werden ihre Ideologie nicht aufgeben.Welche Reformbemühungen es gibt, ob der George Floyd Justice in Policing Act im Kongress eine Chance hat, wie sich die Polizei verändern könnte und ob dieser 20. April 2021 ein historischer Tag werden wird, diskutieren wir im US-Podcast. Und im Get-out: Leseempfehlungen zum Sendungsthema von James Baldwin und der Podcast You're Wrong About. Dieser Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 15.04.2021
    55 MB
    01:05:40
    Cover

    Joe Biden, der nächste Roosevelt?

    13 Gesetzesvorhaben in den ersten 100 Tagen: Das ist die Bilanz von Franklin D. Roosevelt, als er 1933 mit den Programmen und Reformen des New Deal die Grundlagen des US-amerikanischen Sozialstaats legte. Seitdem werden US-Präsidenten an ihren Errungenschaften in den ersten drei Monaten ihrer Amtszeit gemessen. Joe Biden scheut den Vergleich mit FDR, wie er in den USA genannt wird, nicht. Im Gegenteil, er sucht ihn und zitiert einen der beliebtesten Präsidenten der US-Geschichte in seinen Reden immer wieder.Mit dem beschlossenen Covid-Hilfspaket, seinen gerade vorgestellten Infrastrukturplänen und einer angekündigten Sozialreform hat Biden in den ersten Monaten seiner Präsidentschaft nun ebenfalls große Reformen angekündigt. Und US-Medien ziehen Vergleiche zu FDR oder auch Lyndon B. Johnson, einem weiteren demokratischen Reformer, unter dem der Civil Rights Act und der Voting Rights Act in den Sechzigerjahren beschlossen wurden.Wie ambitioniert Bidens Pläne sind, wie groß seine Chancen sind, auch die Republikaner von ihnen zu überzeugen und sie durch den Kongress zu bekommen, und ob es für einen Platz in den Geschichtsbüchern neben FDR reicht, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem zu Gast: Politikwissenschaftler Michael Werz vom Center for American Progress und Senior Mercator Fellow 2021.Und im Get Out: die Filmempfehlungen "Spotlight", "Die Unbestechlichen" und "Die Verlegerin" sowie die Dokumentation "Tina" und Tina Turners Livekonzert in Rio de Janeiro 1988. Der Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 01.04.2021
    50 MB
    59:37
    Cover

    Wenn Wählerstimmen nicht gleich viel zählen

    Jemandem eine Flasche Wasser reichen, der in einer Schlange vor einem Wahllokal steht? Geht künftig im US-Bundesstaat Georgia nicht mehr. Die Briefwahlunterlagen beantragen? Wird deutlich komplizierter. Und der Weg, um sie dann abzugeben, sehr viel länger.Die Republikaner haben in der vergangenen Woche in Georgia ein Gesetz verabschiedet, das Stimmen von Minderheiten systematisch unterdrückt. Der konservative Gouverneur Brian Kemp twitterte, er sei stolz, das Gesetz zu unterzeichnen, um sicherzustellen, dass Wahlen in Georgia sicher, fair und zugänglich seien. Das ist die Argumentation der Republikaner. Sie sagen, wenn Wasser oder Essen an Wartende vor Wahllokalen ausgegeben würde, könnte dabei eine Wahlbeeinflussung stattfinden.Die Demokraten hingegen kritisieren, dass das Gesetz ein gezielter Versuch ist, Stimmen von Minderheiten und sozial schwächer gestellten Bürger:innen zu unterdrücken, die eher demokratisch wählen. In Georgia etwa müssen vor allem schwarze Wähler:innen in ihren Bezirken oft stundenlang anstehen, um wählen zu gehen.Georgia ist kein Einzelfall. Laut dem Brennan Center for Justice gibt es derzeit 250 Gesetzesvorhaben in 43 Bundesstaaten, die das Wahlrecht einschränken sollen. Es wirft die grundsätzliche Frage in den USA auf, ob der Versuch, systematisch Wählerstimmen zu unterdrücken, die Demokratie gefährdet.Warum die Republikaner diese Strategie verfolgen, wie die Demokraten darauf reagieren und ob es auf Bundesebene eine Möglichkeit gibt, die Wählerunterdrückung zu stoppen, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem blicken wir auf die Geschichte des Wahlrechts im Land.Und im Get Out: Philip Roth und die BloomCam zur Kirschblüte auf der National Mall in Washington, D.C. Der Podcast erscheint immer donnerstags, nach einer kurzen Osterpause das nächste Mal wieder am 15. April.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 25.03.2021
    62 MB
    01:13:43
    Cover

    Amerikas Krankheit, Amerikas Selbsthass

    Acht Tote in Atlanta, zehn Tote in Boulder. Zwei Attentate innerhalb einer Woche. Die Opfer waren bei der Arbeit, kauften im Supermarkt ein. Immer wieder sterben in den USA Menschen durch Waffengewalt, immer wieder kommt es nach der Trauer und dem Schock zu der Frage, warum in den USA nicht striktere Waffengesetze verabschiedet werden.In den USA ist das Recht auf eine eigene Waffe durch den zweiten Verfassungszusatz garantiert. 2010 bekräftigte der oberste Gerichtshof im Verfahren District of Columbia v. Heller, dass der Passus in der Verfassung genau so auszulegen sei: Jeder Bürger hat das Recht, eine Waffe zu tragen. Ob Bürgerinnen und Bürger eine Lizenz brauchen, einen Hintergrundcheck durchlaufen müssen oder die Waffe, die sie kaufen, registrieren lassen müssen, regelt jeder Bundesstaat für sich.US-Präsident Joe Biden rief den Kongress nach dem Attentat in Boulder dazu auf, zu handeln und Reformen für striktere Gesetze zu verabschieden. Doch die Republikaner stehen überwiegend fest an der Seite der mächtigen Waffenlobby NRA. Und die sieht in jeder Reform einen Angriff auf die Freiheit, eine Waffe tragen zu dürfen. Selbst nach Anschlägen auf Schulen, so wie in Parkland in Florida im Jahr 2018, ändert sich substanziell nichts.Ob es unter Biden und mit einer demokratischen Mehrheit im Kongress eine Chance auf eine Reform der Waffengesetze gibt, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem: Nach einem angespannten ersten Gipfeltreffen zwischen den USA und China und Joe Bidens rhetorischem Angriff auf Russlands Präsidenten Wladimir Putin steht die US-Außenpolitik vor einer neuen Ausrichtung. Wir sprechen darüber, wie das künftige Verhältnis der USA zu China und Russland aussehen könnte.Und im Get Out: Der Podcast von Ezra Klein, "The Ezra Klein Show", und ein virtueller Gang durch das Museum Owens-Thomas House & Slave Quarters in Savannah in Georgia. Der Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 18.03.2021
    51 MB
    01:00:26
    Cover

    Die Grenzkrise

    "Kommt nicht hierher!" Das ist die Botschaft, die US-Präsident Joe Biden an die Menschen in Südamerika sendet, die sich auf den Weg nach Mexiko machen, um über die südliche Grenze in die USA einzureisen. Seit Biden Präsident ist, versuchen in diesen Tagen wieder Tausende, ein besseres Leben in Amerika zu finden.Die US-Grenzschutzbehörde CBP hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass im Februar 100.441 Personen beim versuchten Übertritt der Südgrenze aufgegriffen worden seien. 28 Prozent mehr als im Vormonat und fast dreimal so viele wie im Februar 2020.Ex-Präsident Donald Trump hatte eine äußerst restriktive Einwanderungspolitik verfolgt, mit der neuen demokratischen Regierung verbinden viele Migranten die Aussicht, nun wieder eine neue Heimat in den USA finden zu können. Immer mehr unbegleitete Minderjährige machen sich überdies auf den Weg, da Biden angekündigt hatte, sie nicht direkt wieder über die Grenze zurückzuschicken. Die Folge: Die Grenzunterkünfte sind überfüllt, der Katastrophenschutz ist vor Ort. Noch vermeidet es das Weiße Haus, von einer Krise an der Südgrenze zu sprechen, obwohl die Situation in Texas und anderen Orten kritisch ist.Wie die Einwanderungspolitik der Regierung Biden aussieht, welche Strategie die Republikaner bei dem politisch umkämpften Thema verfolgen und warum die USA trotz des Melting-Pot-Mythos schon immer ein ambivalentes Verhältnis zum Thema Einwanderung hatten, diskutieren wir im US-Podcast. Und im Get Out: der Sound des America's Cup und der Auftritt von Lil Baby bei der Grammy-Verleihung. Der Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 11.03.2021
    60 MB
    01:11:58
    Cover

    Das große Impftempo

    Mehr als 61 Millionen Menschen sind in den USA bereits geimpft worden, täglich kommen mehr als zwei Millionen hinzu. Präsident Joe Biden hat nach der Zulassung des Impfstoffs von Johnson & Johnson angekündigt, dass bis Ende Mai alle erwachsenen US-Amerikanerinnen geimpft sein sollen. Und die Bereitschaft, sich impfen zu lassen, war im Land noch nie so hoch. Doch es gibt auch Impfskeptiker, und Experten warnen davor, die USA nun zu schnell und zu weit wieder zu öffnen. In Texas etwa wurden alle Beschränkungen und die Maskenpflicht aufgehoben.Zu der Rückkehr zu einem Alltag nach der Pandemie soll auch das Covid-Hilfspaket beitragen, das beschlossen wurde. Es ist Bidens erstes großes Gesetzesvorhaben und umfasst 1,9 Billionen Dollar. Doch um es durch den Senat zu bringen, musste Biden Kompromisse hinnehmen. Ein Mindestlohn von 15 Dollar die Stunde ist nicht mehr Teil des Gesetzes und weniger Menschen bekommen die einmaligen Hilfsleistungen.Ob es den Menschen trotzdem eine "reelle Chance" gibt, die Pandemie zu besiegen, wie es Biden sagte, diskutieren wir im US-Podcast.Das zweite große Thema dieser Woche ist der Beginn des Prozesses gegen den Polizisten Derek Chauvin, der am 25. Mai vergangenen Jahres mutmaßlich George Floyd getötet hat. Sieben Minuten und 46 Sekunden lang kniete der Beamte auf Floyd und nahm ihm den Atem. "I can't breathe" wurde zum dramatischen Ruf der Black-Lives-Matter-Bewegung.Außerdem sprechen wir über die neuen Vorwürfe gegen den New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo und das Interview von Oprah Winfrey mit Meghan Markle und Prinz Harry, das im britischen Königshaus für Aufregung sorgt.Und im Get-out: der America's Cup und Matthew McConaugheys Buch Greenlights. Der Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 25.02.2021
    53 MB
    01:03:00
    Cover

    Amerikas Infrastrukturkatastrophe

    Es wird noch lange dauern, bis klar ist, wie viele Menschen in Texas und anderen US-Bundesstaaten den Kälteeinbruch nicht überlebt haben. Aus ländlichen Gebieten gibt es teilweise noch keine verlässlichen Informationen. Klar ist, dass zwischenzeitlich mehr als vier Millionen Menschen ohne Strom waren. Auch die Wasserversorgung brach zusammen, weil Texas nicht vorbereitet war auf einen Wintersturm, der sich angekündigt hatte. Und es wird nicht der letzte sein. Die Folgen des Klimawandels sind überall in den USA spürbar. Die Infrastruktur nicht nur in Texas ist darauf im Land nicht vorbereitet.Und die Politiker? Der republikanische Gouverneur Greg Abbott schob die Katastrophe auf Windräder und den Green New Deal der Demokraten. Zwar fielen auch Windräder während der Kälte aus, doch Erdgas und Kohle deckten 82 Prozent des Energiebedarfs von Texas im Winterhalbjahr ab. Senator Ted Cruz, ebenfalls Republikaner, flog mit seiner Familie nach Mexiko. Und kehrte einen Tag später um, nachdem seine Reise zum Skandal geworden war.Die katastrophale Infrastruktur des Landes zeigt sich nicht nur in Texas. Überall im Land werden dringend Modernisierungen gebraucht. Präsident Joe Biden hat einen Infrastrukturplan in Höhe von knapp zwei Billionen Dollar angekündigt. Doch nur ein Bruchteil der Transport- und Wasserinfrastruktur liegt in Bundeshand.Ob die Wende für eine klimaschützende Infrastruktur gelingen kann, diskutieren wir im US-Podcast. Und wir sprechen über das Coronavirus, an dessen Folgen mittlerweile mehr als 500.000 Menschen im Land gestorben sind und diskutieren über den New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo, einst Corona-Held, nun in der Kritik. Außerdem ein Rückblick auf die vergangene Folge und den Fall TJ Ducklo. Im "Get-out": der Podcast "Renegades: Born in the USA" und Jon Stewart auf Twitter. Der Podcast erscheint immer donnerstags, die nächste Folge am 11. März.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 18.02.2021
    57 MB
    01:08:14
    Cover

    Sprache der Gewalt

    "Ich werde dich zerstören." Das und noch einiges mehr sagte TJ Ducklo zu einer Reporterin von Politico am Telefon. Tara Palmeri sollte über die Beziehung von Ducklo, einem der stellvertretenden Pressesprecher im Weißen Haus, mit einer Journalistin von Axios recherchieren. Als das Gespräch öffentlich wurde, wurde Ducklo, der sich bei Palmeri entschuldigt hatte, zunächst nur für eine Woche suspendiert. Am vergangenen Wochenende trat der 32-Jährige schließlich zurück. An seinem ersten Tag im Weißen Haus hatte Präsident Joe Biden angekündigt, jeden zu entlassen, der andere Menschen herablassend und respektlos behandeln würde.Und auch die New York Times hat sich nur schrittweise von einem Reporter getrennt. Donald McNeil Jr. hatte auf einer Schülerreise in Peru das N-Wort zitiert. Die Reise liegt bereits drei Jahre zurück, öffentlich wurde es durch die Berichterstattung des Daily Beast. Eine interne Untersuchung hatte McNeil zunächst nur gerügt, bis ihm nun der Rückzug nahegelegt wurde. Seitdem diskutiert nicht nur die Redaktion der NYT über Rassismus und feindliche Arbeitsatmosphäre.Warum beide Fälle relevant sind für die Betrachtung vom Verhältnis Medien und Politik in den USA und in der Debatte um Cancel Culture, diskutieren wir im US-Podcast, einer Coproduktion von ZEIT ONLINE und MDR Aktuell. Und wir sprechen über den Fall Britney Spears, den Kampf um ihre Vormundschaft und die Dokumentation Framing Britney Spears.Außerdem bewerten wir den Ausgang des Impeachments gegen Ex-Präsident Donald Trump. Und im Get-out: die Radiosenderempfehlungen WBGO und WQXR und der Auftritt von Britney Spears, Madonna, Christina Aguilera und Missy Elliott 2003 bei den MTV Video Music Awards. Der Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 11.02.2021
    58 MB
    01:09:49
    Cover

    Die Trump-Loyalität der Republikaner

    Donald Trump soll kurz davor gewesen sein, zu schreien, als er die Verteidigung seiner Anwälte im Impeachment-Verfahren gegen ihn am Fernseher in Florida verfolgte. So berichtete es CNN zum Auftakt des Prozesses im US-Senat, bei dem die Anwälte des Ex-Präsidenten tatsächlich keine gute Form zeigten. Bruce Castor hielt einen erratischen Vortrag, ohne juristische Argumente zu präsentieren, warum seinem Klienten nicht der Prozess gemacht werden sollte. Die Demokraten als Ankläger waren auf der anderen Seite besser auf dieses zweite Impeachment gegen Trump vorbereitet. Unter der Führung vom Abgeordneten Jamie Raskin präsentierten die Impeachment-Manager ihren Fall mit juristischen Argumenten, aber auch emotionalen Statements.Eine Verurteilung Trumps in diesem historischen zweiten Amtsenthebungsverfahren ist dennoch unwahrscheinlich. Für die nötige Zweidrittelmehrheit müssten 17 Republikaner mit den 50 demokratischen Senatorinnen und Senatoren stimmen. Doch die GOP ist im inneren Konflikt, die Zukunft nach der Präsidentschaft Trumps offen. Sollen sie sich von ihrem Präsidenten lösen oder bleibt dieser auch in den kommenden Jahren eine prägende Figur? Dass diese Frage noch unbeantwortet ist, zeigen auch die Konflikte im Repräsentantenhaus um Liz Cheney und Marjorie Taylor Greene.Wie die Zukunft der Republikaner aussehen kann, was vom Impeachment-Verfahren zu erwarten ist und was die Demokraten außer einer juristischen Verurteilung damit gewinnen können, diskutieren wir im US-Podcast, einer Co-Produktion von ZEIT ONLINE und MDR AKTUELL.Und im Get-out: Schauspieler Mandy Patinkin und seine Frau Kathryn Grody über Beziehungen im Corona-Lockdown und Edward Hoppers "Nighthawks" im Art Institute in Chicago. Der Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 04.02.2021
    58 MB
    01:09:02
    Cover

    Ein neuer Ton im Weißen Haus

    Eine nationale Corona-Impfstrategie, Hilfspakete in Millionenhöhe, mehr Gleichstellung, mehr Klimawandel, Einwanderungsreformen: US-Präsident Joe Biden hat in seinen ersten zwei Wochen im Amt viel Aktivismus gezeigt. Mit Dutzenden präsidialen Verordnungen, den Executive Orders, hat er Entscheidungen seines Vorgängers im Oval Office, Donald Trumps, rückgängig gemacht.Doch allein per Dekret lässt sich nicht regieren. Um Reformen und Gesetze umzusetzen, braucht Biden auch den Kongress. Dort haben die Demokraten in beiden Häusern eine Mehrheit. Dennoch geht es nicht komplett ohne die Republikaner. Doch die könnten im Senat durchaus auch über den Filibuster, eine Dauerrede, zu einer Blockadepolitik in der Opposition zurückkehren.Wie viel Macht Joe Biden mit den Mehrheiten im Kongress wirklich hat, welche wichtigen Ziele er jetzt angehen muss und wie sehr das Impeachment-Verfahren gegen Ex-Präsident Donald Trump die Schlagzeilen in den kommenden Wochen bestimmen könnte, diskutieren wir im US-Podcast, einer Koproduktion von ZEIT ONLINE und MDR AKTUELL.Und im Get-out: das Hörbuch "Born To Run" von Bruce Springsteen und eine Folge des Podcasts "With Friends Like These" mit der Autorin und Aktivistin Sonya Renee Taylor. Der Podcast erscheint immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 22.01.2021
    59 MB
    01:10:42
    Cover

    Joe Bidens Bürden

    Nummer 45 ist Geschichte, Nummer 46 hat übernommen: Die Amtszeit von US-Präsident Donald Trump ist beendet, Joe Biden ist am Mittwoch ins Weiße Haus eingezogen. Seine Amtseinführung war in vielen Dingen besonders: Trump nahm nicht an den Feierlichkeiten teil, er verließ die Hauptstadt Washington, D.C., schon Stunden, bevor Biden ins Amt eingeschworen wurde.Die Sicherheitsvorkehrungen waren außerdem nach dem Sturm aufs Kapitol zwei Wochen zuvor so hoch wie nie zuvor, es herrschte eine angespannte Stimmung in der Stadt, über der am Abend, als alles ruhig geblieben war, ein Feuerwerk zu Ehren der neuen Regierung gezündet wurde.Und dann war es der Tag der Frauen. Kamala Harris wurde als erste Frau und als erste Person of Color als Vizepräsidentin vereidigt. Und die 22-jährige Lyrikerin Amanda Gorman trug ein kraftvolles, schmerzhaftes Gedicht vor, das lange nachklang.Wie würdevoll die Amtseinführung war, was von Donald Trump bleibt und was Joe Biden und Kamala Harris in den Monaten im Amt erreichen können, diskutieren wir im US-Podcast, einer Koproduktion von ZEIT ONLINE und dem MDR. Und im Get Out: die Lyrikerin Louise Glück und John Oliver aus lang vergangenen Zeiten. Der Podcast erscheint in dieser Woche am Freitag, sonst immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 14.01.2021
    54 MB
    01:04:00
    Cover

    Wie sicher ist Joe Bidens Amtseinführung?

    1.400 Polizisten der Capitol Police standen etwa 8.000 Trump-Anhängern gegenüber, bevor das Kapitol gestürmt wurde. Warum war das Gebäude, in dem der Kongress am vergangenen Mittwoch den Wahlsieg von Joe Biden bestätigte, nicht besser gesichert? Steven Sund, der Chef der Capitol Police, sagte der "Washington Post", er habe im Vorfeld vergeblich um Unterstützung bei der Nationalgarde gebeten.Die Aufarbeitung des Sturms auf das Kapitol wird die USA noch lange beschäftigen. Kurzfristig geht es in Washington, D. C., jedoch jetzt darum, die Amtseinführung von Joe Biden am 20. Januar sicher zu gestalten. Die Angst vor neuen Ausschreitungen nicht nur in der Hauptstadt, sondern auch in Landeshauptstädten der Bundesstaaten ist groß.Politisch wird derweil diskutiert, ob Donald Trump noch seines Amtes enthoben werden sollte. Die Demokraten forcieren ein Impeachment. Das Verfahren im Senat würde aber wohl erst in die Präsidentschaft von Biden fallen – der darum wirbt, im Senat auch Zeit für die Bestätigung seiner Kabinettsmitglieder und für weitere Corona-Hilfen zu schaffen.Wie sich Donald Trump in den letzten Tagen seiner Präsidentschaft verhält, was ein zweites Impeachment bedeuten würde und wie angespannt die Stimmung in der Hauptstadt ist, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem beantworten wir weitere Hörerinnenfragen. Und im "Get Out": ein Auszug aus der ersten Predigt von Raphael Warnock seit seinem Sieg bei der Senatswahl in Georgia und die Netflix-Dokumentation "Pretend It's a City". Der Podcast erscheint wöchentlich immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 08.01.2021
    49 MB
    59:13
    Cover

    Donald Trump und der Mob

    Nach dem Sturm auf das Kapitol wird in den USA diskutiert, ob man Präsident Donald Trump des Amtes entheben oder gar für amtsunfähig erklären sollte. Trump hatte am Mittwoch seine Anhänger aufgefordert, zum Sitz des Kongresses zu marschieren. Nach der Eskalation versicherte er seinen Anhängern seine Liebe und behauptete weiterhin, die Präsidentschaftswahl sei ihm gestohlen worden.Der künftige Präsident Joe Biden hingegen findet deutliche Worte. Er nannte den Mittwoch einen der "dunkelsten Tage" in der Geschichte der Vereinigten Staaten und bezeichnete die Eindringlinge als "Mob". Er machte Trump dafür verantwortlich.Nun distanzieren sich auch einige Republikaner von ihrem Präsidenten und mehrere hochrangige Mitarbeiter seiner Regierung sind aus Protest zurückgetreten.Wie die Tage bis zum 20. Januar noch verlaufen könnten und was Joe Biden als neuer Präsident nun tun kann, diskutieren wir in einer Sonderfolge des US-Podcasts. Im Get Out: ein Buch und eine Drink-Empfehlung. Der Podcast erscheint normalerweise wöchentlich immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 07.01.2021
    63 MB
    01:14:47
    Cover

    Donald Trumps letztes Gefecht

    In weniger als zwei Wochen wird Joe Biden in Washington D. C. den Amtseid ablegen und der 46. Präsident der USA werden. Doch die Nummer 45 verdrängt diesen Tag aus seiner Welt. Donald Trump spricht ohne jegliche Grundlage weiter von Wahlbetrug und dass er die Präsidentschaftswahl klar gewonnen hätte. Selbst, nachdem seine Anhänger am Mittwoch das Kapitol stürmen.Trump geht so weit, dass er in einem unglaublichen einstündigen Telefonat den Staatssekretär des US-Bundesstaates Georgia, Brad Raffensperger, davon zu überzeugen versuchte, das Wahlergebnis zu verändern: "Alles, was ich tun will, ist dies. Ich will nur 11.780 Stimmen finden, was eine mehr ist, als wir haben. Weil wir den Staat gewonnen haben", sagte Trump in dem Gespräch, das die "Washington Post" veröffentlichte.Raffensperger, selbst Republikaner, lehnte das recht höflich ab. Trump nannte ihn daraufhin bei einem Auftritt "verrückt". Und in Georgia hat Trumps Verhalten in den letzten Wochen seiner Amtszeit seiner Partei großen Schaden zugefügt. In der Stichwahl um zwei Senatssitze haben die Konservativen ein Rennen bereits verloren und auch im zweiten Rennen führt der demokratische Kandidat Jon Ossoff. Damit würden die Republikaner ihre Mehrheit im Senat verlieren.Warum der Machtwechsel im Senat so entscheidend ist, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem ordnen wir kurz die Ereignisse vor dem Kapitol ein und beantworten Fragen unserer Hörerinnen und Hörer. Und im "Get Out": der Autor David Sedaris und die Musikerin Janelle Monáe. Der Podcast erscheint wöchentlich immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 31.12.2020
    69 MB
    01:22:23
    Cover

    "I can't breathe", "Biden beats Trump" – der Jahresrückblick

    8 Minuten 46 Sekunden. So lange hat der Polizist Derek Chauvin am 25. Mai 2020 sein Knie in den Nacken von George Floyd gepresst. Floyd starb. Sein Tod löste in den USA Massenproteste gegen Rassismus und rassistische Polizeigewalt aus. "I can't breathe", wurde auf den Straßen von Washington, D.C. bis Portland von Demonstranten und Black-Lives-Matter-Aktivisten gerufen.Die Proteste wurden zu einem der entscheidenden Wahlkampfthemen zwischen Amtsinhaber Donald Trump und seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Es war ein Wahlkampf, der von Dramatik geprägt war, was nicht nur an der aggressiven Rhetorik Trumps lag.Die Corona-Pandemie, die Wirtschaftskrise, der Tod der Richterin Ruth Bader Ginsburg, verheerende Waldbrände in Kalifornien, die Covid-Erkrankung Trumps: Immer, wenn man dachte, dass sich der Wahlkampf nicht mehr drehen könnte, passierte etwas Neues.Und dann nach der Wahl am 3. November vier Tage ausharren, bis Joe Biden als Sieger ausgerufen wurde. In der letzten Folge des Jahres blicken wir im US-Podcast zurück auf die prägenden Momente in den USA in 2020 und vergeben Preise: von der Lüge des Jahres, der Demokratin des Jahres, dem Song des Jahres bis hin zum Hoffnungsmoment des Jahres. Der Podcast erscheint wöchentlich immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 23.12.2020
    57 MB
    01:07:45
    Cover

    Was kann das Team Biden?

    Es gibt einige Premieren in der neuen Regierung des künftigen US-Präsidenten Joe Biden: So die Personalien vom Senat bestätigt werden, wird Deb Haaland als Innenministerin die erste indigene Ministerin in einem Kabinett sein. Mit Janet Yellen wird die erste Frau das Finanzministerium führen. Der 4-Sterne-General Lloyd Austin wird der erste schwarze Verteidigungsminister und Xavier Becerra der erste Hispanic, der dem Gesundheitsministrium vorsteht.Auf sie alle warten große Aufgaben: die Corona-Pandemie, die Wirtschaftskrise, die soziale Krise des Landes und Aufräumarbeiten nach vieren Jahren chaotischer Trump-Regierung. Amerika steht vor einem schweren Jahr 2021.Bidens Kabinett hat bislang nicht die prominentesten Namen, dafür aber viel Erfahrung. Der künftige Verkehrsminister Pete Buttigieg ist einer der wenigen, die deutlich jünger ist als die meisten seiner älteren Kolleginnen und Kollegen. Joe Bidens bisherige Nominierungen zeigen nicht nur, dass er sich mit möglichst vielen Vertrauten umgeben will, sondern auch, dass der künftige Präsident viele Erwartungen erfüllen will.Ob ihm das gelingt und was von der künftigen US-Regierung zu erwarten ist, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem sprechen wir über das zweite Corona-Hilfspaket und den Cyberangriff auf die USA.Und im Get Out: The Old Vic Theatre in London mit einer Weihnachtsgeschichte und der Held der Polio-Impfung, Elvis Presley. Der Podcast erscheint wöchentlich immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 17.12.2020
    52 MB
    01:02:01
    Cover

    Die Geschichte von Joe und Hunter Biden

    Die US-Bundesstaatsanwaltschaft untersucht die Steuern von Joe Bidens Sohn Hunter. Es ist das zweite Mal, dass Hunter Biden in die Schlagzeilen gerät. Seine Rolle im Verwaltungsrat des ukrainischen Unternehmens Burisma stand im Zentrum der Ukraine-Affäre, die zum Amtsenthebungsverfahren gegen US-Präsident Donald Trump führte.Nun steht Hunter im Zentrum der Präsidentschaft seines Vaters, die noch nicht einmal begonnen hat. Denn wenn der Sohn des künftigen Präsidenten möglicherweise Steuern nicht oder nicht korrekt gezahlt hat, ist das immer auch ein politisches Thema. Und Sender wie Fox News versuchen, es sich zunutze zu machen.Doch auch Joe Biden selbst hat im Wahlkampf seine Kinder und seine Familiengeschichte zum Thema gemacht. Es ist eine Geschichte der Tragödien.Worum es bei den aktuellen Ermittlungen geht und ob sie Joe Biden als Präsident gefährlich werden können, diskutieren wir im US-Podcast. Außerdem sprechen wir über das Electoral College, Donald Trumps erneute juristische Niederlagen und den Abgang von Justizminister William Barr.Und im Get Out: John le Carré und sein "The Night Manager" sowie die Serie "The Undoing". Der Podcast erscheint wöchentlich immer donnerstags. Die nächste Folge hören Sie in der kommenden Woche wegen der Feiertage ausnahmsweise schon am Mittwoch, den 23. Dezember.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 10.12.2020
    49 MB
    58:19
    Cover

    Donald Trumps Drama, Akt V

    Donald Trump macht einfach weiter. Auch wenn er das Wahlergebnis juristisch nicht mehr anfechten kann, behauptet der US-Präsident, dass er um seinen Sieg betrogen worden sei. Und im US-Bundesstaat Georgia, wo im Januar entscheidende Nachwahlen um zwei Senatssitze stattfinden, jubeln ihm seine Anhängerinnen und Anhänger zu, als wäre nichts gewesen.Und auch die Republikanische Partei macht es immer mehr zu ihrer Wahlkampfstrategie für die Zukunft, das Wahlsystem zu diskreditieren. Das ist nicht nur nach innen eine Gefahr für das demokratische Fundament der USA, sondern auch eine Bürde für den künftigen Präsidenten Joe Biden und seine Außenpolitik.Die USA sind kein verlässlicher Partner mehr in der Welt: Trump kündigte Abkommen einseitig auf, verärgerte Regierungen, machte Alleingänge. Biden und sein künftiger Außenminister Antony Blinken werden versuchen, wieder zu einer größeren diplomatischen Normalität zurückzufinden. Doch Vertrauen ist nicht so schnell wieder aufzubauen.Wer Blinken ist, welche internationalen Themen auf der US-Agenda weit oben stehen und warum es problematisch ist, dass Trump auch nach seinem Ausscheiden aus dem Weißen Haus weiter wüten wird, diskutieren wir im US-Podcast. Und im Get Out: die Schrifstellerin Dorothy Gallagher und John Oliver. Der Podcast erscheint wöchentlich immer donnerstags.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr
  • 03.12.2020
    47 MB
    55:37
    Cover

    Die Zukunft der Demokraten ohne das Feindbild Trump

    Feindlich. So nennt Alexandria Ocasio-Cortez die Stimmung gegenüber progressiven Ideen in der eigenen Partei. Nur kurz nach dem Wahlsieg von Joe Biden war es vorbei mit der Solidarität, mit der sich alle Flügel der demokratischen Partei hinter ihren Kandidaten gestellt hatten.Denn bei den Kongresswahlen lief es für die US-Demokraten weit weniger gut, als sie gehofft hatten. Im Repräsentantenhaus hielten sie zwar die Mehrheit, doch anstatt Sitze hinzuzugewinnen, verloren sie einige Wahlkreise. Im Senat hängt eine mögliche Mehrheit an der Nachwahl von zwei Senatssitzen im US-Bundesstaat Georgia im Januar. Die blaue Welle, sie ist ausgeblieben.Liegt es daran, dass im Wahlkampf zu viele progressive Themen und zu oft das Wort Sozialismus gefallen ist, wie Abgeordnete aus eher konservativen Wahlkreisen sagen? Oder daran, dass zu wenig konsequent auf Themen wie Klimawandel, Black Lives Matter und Gesundheitsversorgung gesetzt wurde, wie der linke Parteiflügel kritisiert?Im Podcast sprechen wir über den Lagerstreit bei den Demokraten, die Geschichte der Partei und ihren möglichen Weg in die Zukunft. Und im Get Out: Emmanul Acho mit seinen unbequemen Gesprächen und eine Schwärmerei über Patti Smith.Sie erreichen uns per Mail an [email protected]

    ...mehr