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hr2 Camino - Religionen auf dem Weg

Reportagen aus der Welt der Kirchen und Religionen. Lebensfragen, Ethik, Theologie.

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  • 30.07.2021
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    Gottes Dreiraumwohnung in Berlin - Das interreligiöse Bauprojekt "House of One"

    Eine Kirche, eine Synagoge und eine Moschee unter einem Dach, wo man zwar getrennt voneinander betet aber miteinander im Austausch ist - das war die Idee des Pfarrers der evangelischen St. Petri-St. Marien-Gemeinde in Berlin. Ein moderner Sakralbau für eine multikulturelle Gesellschaft in der historischen Mitte von Berlin. Im Jahr 2011 haben Gregor Hohberg und seine Mitstreiter aus den drei Religionsgemeinschaften dafür einen Verein gegründet. In zehn Jahren gemeinsamer Planung sind sie zu einem Team geworden, das den Schulterschluss von Judentum, Christentum und Islam nicht nur bei öffentlichen Friedensgebeten praktiziert. „Gottes Dreiraumwohnung in Berlin“ - Anne Winter berichtet für Camino in hr2 kultur über das Bet- und Lehrhaus „House of One“.

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  • 23.07.2021
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    Die große Mutter - Die Matriarchatsforschung erkundet alternative Frauenrollen

    In den letzten rund 5.000 Jahren wurden die meisten Kulturen der Welt von Männern dominiert - man spricht vom 'Zeitalter des Patriarchats': Hierarchische Gesellschaften, die auf Konkurrenz, Kontrolle, militärische Gewalt setzten, um ihre Macht durchzusetzen und zu erhalten. Diese Ansätze haben der Welt Ungleichheit und Kriege gebracht, die Biosphäre stark geschädigt und die Hälfte der Menschheit - die Frauen - benachteiligt. Kein Wunder also, dass gerade sie nach Alternativen suchen. In den letzten 50 Jahren entstand daraus die 'Moderne Matriarchatsforschung'. Sie beruft sich einerseits auf archäologische Spuren von vorchristlichen Matriarchaten, sucht andererseits in alten Mythen, Märchen und Legenden nach Hinweisen auf eine andere Rolle der Frauen. Und sie erforscht zudem jene regionalen matriarchalen Kulturen, die es noch heute in China, Indonesien, Indien und bei manchen indigenen Völkern gibt. - „Die große Mutter“ - Geseko von Lüpke hat sich für Camino in hr2 kultur mit der Matriarchatsforschung beschäftigt.

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  • 16.07.2021
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    Forschen, debattieren, Identität verhandeln - Über die jüdische, und muslimische Begabtenförderung in Deutschland

    Begabtenförderung gilt als wichtiger Baustein guter Bildungspolitik. In Deutschland gibt es zahlreiche Förderwerke, darunter auch zwei, die sich speziell an jüdische und muslimische Menschen richten. Das 2009 gegründete Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk auf jüdischer und das 2012 ins Leben gerufene Avicenna-Studienwerk auf muslimischer Seite. In beiden Förderwerken geht es nicht nur um die finanzielle Unterstützung in Form von Stipendien. Sie verstehen sich vielmehr auch als „Labore“, in denen miteinander debattiert und letztlich Identität verhandelt wird. „Forschen, debattieren, Identität verhandeln“- Carsten Dippel berichtet für Camino in hr2 kultur über die jüdische und muslimische Begabtenförderung in Deutschland.

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  • 09.07.2021
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    Heilig, entspannend, lebensnotwendig - Die Kraft des Atems

    Ein, aus, ein, aus - so beginnt das Leben und so endet es: mit einem Atemzug. Luft holen passiert scheinbar nebenbei. Erst wenn das Atmen nicht mehr richtig funktioniert, die Nase verstopft oder die Lunge angeschlagen ist, richten wir unseren Blick darauf. Wie wichtig ist eigentlich der Atem für unser körperliches Wohlbefinden? Wie können wir mit dem Atem unseren Körper steuern? Und dann ist in der Bibel die Rede vom „Atem Gottes“, als elementarer Lebenskraft, als anderes Wort für den Heiligen Geist. Was hat es mit dieser Vorstellung auf sich? „Heilig, entspannend, lebensnotwendig“ - Juliane Ziegler hat sich für Camino in hr2-kultur mit der Kraft und der Faszination des Atmens beschäftigt.

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  • 02.07.2021
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    Schläge und Essenszwang statt liebevoller Fürsorge - Das Schicksal der "Verschickungskinder"

    Von den 1950er Jahren bis in die 80er Jahre hinein wurden rund zehn Millionen Kinder zwischen zwei und vierzehn Jahren in Deutschland zur Kur geschickt, um zu gesunden. Doch der Alltag in den sogenannten „Verschickungsheimen“ - darunter auch kirchliche Häuser - war oft herzlos und kalt. Statt liebevoller Fürsorge setzte es häufig Schläge. Die Kinder mussten so lange am Tisch sitzen bleiben, bis sie ihren Grießbrei aufgegessen hatten; manche mussten sogar ihr Erbrochenes aufessen. „Schläge und Essenszwang statt liebevoller Fürsorge - Das Schicksal der „Verschickungskinder“. Michael Hollenbach hat für Camino in hr2 kultur mit „Verschickungskindern“ aus Hessen gesprochen. Einige leiden bis heute an den Folgen der unbarmherzigen „Kuraufenthalte“

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  • 25.06.2021
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    Zwangskonvertiert, bespitzelt, ausgegrenzt - Die Geschichte ehemaliger Juden auf Mallorca

    Die Geschichte der Juden auf Mallorca ist fast 2000 Jahre alt. Aber es ist auch eine Geschichte der Verfolgung. Im Mittelalter wurden Juden auf Mallorca gezwungen, zum Christentum zu konvertieren. Wer das nicht wollte, musste fliehen oder bezahlte mit dem Leben. Die so genannten „Chuetas“, wie die Neu-Christen von den anderen Mallorquinern genannt wurden, waren trotzdem nicht sicher. Sie wurden bespitzelt und ausgegrenzt. Viele, so der Vorwurf, würden heimlich ihr Judentum pflegen. Heute leben noch immer rund 20.000 Nachfahren dieser ehemaligen Juden auf Mallorca. Ganz wenige sind zurückgekehrt zum Judentum. Silke Fries war für hr2-Camino auf Mallorca unterwegs und hat mit den Nachfahren der zwangskonvertierten Juden gesprochen.

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  • 18.06.2021
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    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit? Die Gemeinde Awra Amba in Äthiopien lebt eine Utopie

    In der äthiopischen Provinz, 560 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Addis Abeba, hat eine Gemeinde alle traditionellen Regeln des Landes über Bord geworfen: Die Menschen in der Siedlung Awra Amba leben die Idee von Gleichheit und Brüderlichkeit. Der Glaube spielt keine Rolle. Frauen und Männer verrichten die gleiche Arbeit, haben dieselben Rechte und Pflichten, teilen die Einkünfte der Arbeit. Sie organisieren das Gemeinwesen zusammen, erziehen die Kinder - und verehren einen Mann, der das alles vor fast 50 Jahren gründete und bis heute im Ort wie ein Übervater über sein visionäres Projekt wacht.

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  • 11.06.2021
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    Gefährliches Fasten - Wie Anhänger der esoterischen "Lichtnahrung"-Bewegung ihr Leben auf Spiel setzen

    Fasten ist ein fester Bestandteil aller Religionen. Und ist ein uralter Prozess. Gläubige sollen sich durch das Fasten wieder mehr auf ihren Glauben konzentrieren und Gott näherkommen können. Heutzutage ist es für viele ein jährliches Ritual, um zu sich selbst zu finden. Es gibt aber auch eine extreme Form des Fastens: die „Lichtnahrung“. Anhänger dieser Bewegung sind der Überzeugung, dass es möglich ist, ohne feste und flüssige Nahrung zu überleben. Eine esoterische Behauptung, die tödlich enden kann. „Gefährliches Fasten“ - Wie Anhänger der esoterischen Lichtnahrung ihr Leben aufs Spiel setzen. Hören Sie einen Beitrag von Dorothea Brummerloh.

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  • 04.06.2021
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    Geht zu allen Völkern - Mission früher und heute

    Mission ist ein wichtiger Teil der christlichen Kirchen. Doch das Wort „missionieren“ hat einen schalen Beigeschmack. Oft gingen Kolonialherrschaft und Missionierung Hand in Hand, auch zum Nachteil der Bekehrten. Inzwischen hat ein Umdenken eingesetzt. Missionsorganisationen wie die Vereinte Evangelische Mission, ein Zusammenschluss afrikanischer, asiatischer und deutscher Kirchen, setzen auf gegenseitigen Respekt und Dialog. Aber ist es auch ein Dialog auf Augenhöhe? Mit dieser Frage hat sich Mechthild Müser in Camino in hr2 kultur auseinandergesetzt.

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  • 02.06.2021
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    Den Toten einen Namen geben - Initiativen kümmern sich um einsam Verstorbene

    Bundesweit gibt es immer mehr Menschen, die ohne Angehörige und Freunde einsam und mittellos sterben. Aber auch die Zahl christlicher Initiativen, die sich um diese Toten kümmern, nimmt zu. Die katholischen Geistlichen Christopher Jones und Günter Götz engagieren sich, indem sie eine würdige Bestattung ermöglichen. Sie wollen, dass deren Leben und Biographien nicht einfach vergessen werden. „Den Toten einen Namen geben“ - Initiativen kümmern sich um einsam Verstorbene. Hören Sie in Camino in hr2-kultur eine Sendung von Michael Hollenbach.

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  • 28.05.2021
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    Forever young, Bob Dylan! Die biblische Botschaft des Rockpoeten

    Mit seinen Songs wie „Knockin‘ on Heavens Door“, „Blowin‘ In The wind“ und „The Times They Are a-Changing“ spiegelt und prägt Bob Dylan seit den 1960er Jahren das Lebensgefühl der Protest-Generation. Was vielen unbekannt ist: Wie ein roter Faden durchziehen von Anfang an religiöse Themen seine Lieder. Mit prophetischem Pathos beklagt Dylan Ungerechtigkeit und mahnt vor der Apokalypse. Die Schönheit und Tiefe seiner Sprache wurde 2016 mit dem Literaturnobelpreis geehrt.Anlässlich seines 80. Geburtstages am 24. Mai schildert Uwe Birnstein für Camino in hr2 kultur, wie der charismatische Rockpoet zu einem der wichtigsten Botschafter des Glaubens der Pop-Generation wurde.

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  • 20.05.2021
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    "Schaut hin!" Höhepunkte des 3. Ökumenischen Kirchentags

    "Kirchentag" - das bedeutete in früheren Jahren: Fünf Tage volles Programm, Tausende von Veranstaltungen in einem zentimeterdicken Programmheft, überfüllte Messehallen, Kirchen und U-Bahnen. In diesem Jahr fand der 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt statt. Aber von all dem, was man sonst kannte, war kaum etwas dabei. Diesen Ökumenischen Kirchentag gab es nur digital, pandemiebedingt. Das Programm zusammengeschrumpft auf rund 80 Veranstaltungen in mehreren Live-Streams: Bibelarbeiten, Vorträge, Podiumsdiskussionen. Manches vorproduziert als Video. Anderes als interaktiven Workshop im Netz. Eine Auswahl der wichtigsten Programm-Höhepunkte, nachdenkenswerter Impulse und nachhaltiger Debattenbeiträge von Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister.

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  • 12.05.2021
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    Herausgetreten aus Raum und Zeit? Himmelfahrt heute gedeutet

    Gäbe es eine Hitliste für den Bedeutungsverlust kirchlicher Feiertage - „Himmelfahrt“ stünde ganz oben. Selbst als „Vatertag“ erziehungsmüder Väter auf umgrünten Leiterwagen ist sein Image zweifelhaft. Erzählt die biblische „Himmelfahrt Christi“, dass Jesus als Rocket Man von der Erdscheibe abhebt? Nein, sagt Wilfried Härle, emeritierter Professor für evangelische Dogmatik an der Uni Heidelberg, die Bedeutung dieses Feiertages liegt in der „gesegneten Ermächtigung derer, die loslassen lernen.“ Und auch was Theologen von Martin Luther bis Karl Barth über diesen Feiertag schreiben, würde unsere naive Vorstellung einer „Fahrt“ in den Himmel schnell korrigieren. Wie Himmelfahrt heute gedeutet werden kann, das schildert Andreas Malessa in hr2-Kultur Camino.

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  • 07.05.2021
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    Grünes Glück - Was Menschen in den Garten zieht

    Die Lust im eigenen Garten zu Säen, zu Graben und Blumen und Sträucher ein Zupflanzen ist in jedem Jahr immer wieder groß. Ein kleines Stückchen Erde, für das man ganz allein verantwortlich ist. Hier können bunte Blumen, seltene Sträucher oder auch Obst und Gemüse angebaut werden. Doch egal ob Zier- oder Nutzgarten: Ein Garten macht Arbeit! Dennoch schätzen ihn viele als Ort der Entspannung. Im Rhythmus der Jahreszeiten können hier die Menschen über das Werden und Vergehen nachdenken und auf sich selbst besinnen. Besonders ältere Menschen empfinden es als tröstlich, dass das Leben im Garten immer wieder neu erwacht.

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  • 30.04.2021
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    Buddhistische Zen-Geschichten - Koans knacken bis zum Erwachen

    Was ist der Sinn des Daseins? Und kann man mit Hilfe von Unterweisungen und Meditation zur Erleuchtung gelangen? Im Buddhismus haben sich verschiedene Wege zu diesem Ziel hin entwickelt. Im Zen-Buddhismus nutzen einige Schulen dafür Koans. Das sind rätselhafte Aussagen oder paradoxe Dialoge zwischen Zen-Lehrenden und Schülerinnen und Schülern. Es gibt berühmte alte Koan-Sammlungen, die unter Zen-Schülern gerne gelesen werden, wie zum Beispiel das Mumonkan, das torlose Tor. „Buddhistische Zen-Geschichten. Koans knacken bis zum Erwachen“ - Mechthild Klein hat für Camino in hr2 kultur u.a. die Zen-Lehrenden Doris Zölls und Arne Schäfer gefragt, wie die Übungen mit dem Koan funktionieren.

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  • 23.04.2021
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    Weil der Qualm täglich tötet - Wie die "Allianz für saubere Kochherde" Menschenleben und das Klima rettet

    Mehr als ein Drittel der Weltbevölkerung kocht auf offenen Feuerstellen, vor allem in den ärmeren Ländern des Südens. Das zerstört Wälder und setzt große Mengen des klimaschädlichen CO2 frei. Dazu kommt: Viele Frauen und Kinder atmen täglich den Qualm ein. Das führt zu Lungenentzündungen, an denen mehr Kinder sterben als an Malaria, Durchfallerkrankungen und Masern zusammen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation töten häusliche Abgase jedes Jahr 3,5 Millionen Menschen. Deshalb ist kirchliches Engagement zur Installation sparsamer Kochherde, die mit Schornsteinen ausgerüstet sind, ein effizienter Beitrag zur Gesundheitsvorsorge und zum Klimaschutz. „Weil der Qualm täglich tötet“ - Andreas Boueke berichtet in Camino in hr2 kultur darüber, . „Wie die ‚Allianz für saubere Kochherde‘ Menschenleben und das Klima rettet“.

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  • 16.04.2021
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    Hier stehe ich ... Luther als Wegbereiter der Gewissensfreiheit

    „Hier stehe ich, ich kann nicht anders…“ Mit diesem berühmt gewordenen Satz hat Martin Luther auf dem Reichstag zu Worms die „Freiheit eines Christenmenschen“ gegen Staat und Kirche verteidigt. Das war vor genau 500 Jahren, am 18. April 1521. War damit schon das moralisch urteilsfähige und selbst-verantwortliche Individuum „erfunden“? Schuf Martin Luther die Voraussetzung für die Freiheit der Wissenschaft, der Kunst und der Presse? Und lieferte er damals die Motivation für Bildung und Reifung autonomer Persönlichkeiten? Darüber wird in Theologie und Wissenschaft bis heute diskutiert. „Luther als Wegbereiter der Gewissensfreiheit?“ Andreas Malessa war für Camino in hr2 kultur auf Spurensuche.

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  • 09.04.2021
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    Nachruf: Hans Küng - Lebenslänglich Reformator

    Der Tübinger Theologe Hans Küng war einer der berühmtesten seiner Zunft. Schon längst vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil entwarf er eine Vision der Kirche, wie sie dann im Konzil selbst diskutiert und beschlossen wurde. Aber er vermied es, in die Hierarchie einzusteigen, stattdessen legte er sich mit dem Papst und seinem Machtanspruch an und mahnte immer und immer wieder mit scharfen Worten Reformen an. Die katholische Kirche hat es nicht verstanden, Küng einzubinden, stattdessen entzog man ihm die kirchliche Lehrerlaubnis. Hören sie zum Tode von Hans Küng einen Nachruf von Jörg Vins, er beleuchtet das Leben und Wirken des Theologen.

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  • 06.04.2021
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    Seelentrost und Energie - Warum wir Süßes zum Leben brauchen

    Süße Speisen geben uns lebenswichtige Energie. Und sie sind Nahrung für die Seele: Mit Süßem trösten, belohnen oder beruhigen wir uns. Schokolade, Kuchen und Eis sind hier altbewährte Wundermittel. Doch vor allem an Festtagen wie Ostern oder Weihnachten kommen Süßigkeiten groß heraus. Darüber hinaus nennen wir alles süß, was wir zum Anbeißen finden: Babys, kleine Tiere und Menschen, die wir lieben. Auch alte Menschen werden manchmal als „süß“ bezeichnet. Woher kommt diese Faszination für das Süße?

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  • 01.04.2021
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    Du brauchst keine Angst zu haben, vor gar nichts - Wie sich Menschen nach einer Nahtoderfahrung verändern

    Seit etwa 50 Jahren werden in Deutschland Schilderungen von Nahtod-Erlebnissen veröffentlicht. Menschen beschreiben, wie sie sich an der Schwelle zum Tod aus ihrem Körper lösen und zu neuen Ufern aufbrechen, manchmal bis zur Zimmerdecke hochsteigen, manchmal aber auch durch Tunnel gleiten in ein helles Licht hinein. Ihre Schmerzen verschwinden, sie erfahren tiefe Geborgenheit, Frieden und Liebe. Nur wenige berichten Negatives. Wissenschaftler suchen nach Erklärungen für solche Erlebnisse, bleiben bislang aber in Vermutungen stecken. Eines jedoch lässt sich mit Sicherheit sagen: eine positive Nahtod-Erfahrung verändert den, der sie erlebt. „Du brauchst keine Angst zu haben, vor gar nichts“ - Mechthild Müser berichtet in hr2-kultur darüber, wie sich Menschen nach einer Nahtoderfahrung verändern.

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  • 07.04.2021
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    Der Schatz am Abgrund - Über die verwandelnde Kraft der Verzweiflung

    Eine lebensbedrohliche Erkrankung wird diagnostiziert, ein geliebter Mensch ist gestorben oder ein schreckliches Unwetter hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Was tun, wenn die Lage aussichtslos erscheint? Wenn das Schicksal ins eigene Leben einbricht, kann das einen Menschen in tiefe Verzweiflung stürzen. In unserer Kultur wird sie irrtümlicherweise oft als persönliche Schwäche ausgelegt. Verzweiflung kann aber auch ein wichtiger Entwicklungsschritt sein und letztendlich sogar einen existentiellen Neuanfang mit sich bringen.

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  • 26.03.2021
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    Der Kern des eigenen Lebens - Wie der Lockdown Menschen geprägt hat

    Lockdown: Anfang der Woche wurde er in der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin bis Mitte April verlängert. Diese Situation ist eine radikale Konfrontation mit dem eigenen Leben. Wer alleine ist, ist wirklich alleine. Wer in einer guten Beziehung lebt, kann deren Möglichkeiten ausschöpfen und womöglich erweitern. Eltern können mit ihren Kindern Neues entdecken, wenn sie durch die Corona-Pandemie mehr Zeit miteinander verbringen. Viele ältere Menschen allerdings sind durch den Lockdown auf nahezu brutale Weise in die Einsamkeit geworfen worden, soziale, persönliche Kontakte sind abgebrochen. Der Kern des eigenen Lebens, ist frei gelegt in dieser Phase, in der es kaum Ablenkung und neue Impulse gibt. Irene Dänzer Vanotti ist für Camino in hr2 kultur der Frage nachgegangen, wie der Lockdown Menschen geprägt hat - und immer noch prägt.

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  • 26.03.2021
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    Das europäische Medizinrad - Die Rekonstruktion vorchristlicher Kreiskulturen

    Wenn vom indigenen „Medizinrad“ die Rede ist, dann denkt man vielleicht an amerikanische Prärie-Indianer, Inkas oder Eskimos, nicht aber an Europa. Dabei gab es auch in hiesigen Breiten vor dem Christentum zyklische und zirkuläre Modelle der Welterklärung, die den Menschen in den großen Kreislauf der Jahreszeiten und des Lebens integrierten. Ethnologen, Kulturwissenschaftler, Theologen und Historiker entdecken immer mehr Hinweise darauf, dass auch unsere Vorfahren in einer „Kreiskultur“ lebten, in der sich Geschichte und Kultur nicht linear, sondern spiralförmig entwickelten. Dieses zirkuläre Denken könnte auch die Suche nach einer lebenswerten Zukunft bereichern.

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  • 26.03.2021
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    An der Seite der Verzweifelten - Seelsorge in der Pandemie

    Die Einsamkeit vieler Menschen ist unter den Bedingungen der Pandemie dramatisch gestiegen. Aber auch Familien, die in den eigenen vier Wänden viel stärker auf sich angewiesen sind, gehen sich auf die Nerven. Es entstehen Konflikte. Hier wären Seelsorgerinnen und Seelsorger jetzt sehr gefragt. Aber: Seelsorge braucht in der Regel Zugewandtheit und Nähe. Die Pandemie jedoch verlangt Distanz. Viele Seelsorgende gehen kreativ mit dieser Situation um, indem sie neue Angebote schaffen und telefonisch oder im Internet den Menschen zur Verfügung stehen. In den Beichtstuhl gehen immer weniger Christinnen und Christen, aber über Schuld und Sühne wollen gerade während der Pandemie viele reden. „An der Seite der Verzweifelten - Seelsorge in der Pandemie“. Hören Sie in Camino in hr2 kultur einen Beitrag von Michael Hollenbach.

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  • 26.03.2021
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    1700 Jahre Jüdisches Ledben in Deutschland (3): Ich bin Jüdin. Aufbruch einer jungen Generation

    „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ werden in diesem Jahr gefeiert. Aus Anlass dieses Jubiläums senden wir in Camino in hr2-kultur eine kleine Sendereihe über gegenwärtiges jüdisches Leben. Heute, im dritten Teil und letzten Teil, geht es um den Aufbruch der jungen Generation in den jüdischen Gemeinden. In Deutschland wird Antisemitismus wieder offen gezeigt. Menschen jüdischen Glaubens werden bedroht, angepöbelt und verprügelt. Junge Jüdinnen und Juden wollen dem etwas entgegensetzen und jüdisches Leben sichtbar machen. Sie kämpfen darum, ihren Glauben offen leben zu können - und um ihre Identität als Deutsche. „Ich bin Jüdin - Aufbruch einer jungen Generation“. In Camino in hr2 kultur erzählen junge Jüdinnen und Juden von ihrem Alltag im Südwesten Deutschlands. Ein Beitrag von Susanne Babila.

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  • 26.03.2021
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    1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland (2): Rabbinerausbildung in Berlin und Brandenburg

    „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ werden in diesem Jahr gefeiert. Aus Anlass dieses Jubiläums senden wir in Camino in hr2-kultur eine kleine Sendereihe über gegenwärtiges jüdisches Leben: Heute, im zweiten Teil, geht es um die Rabbinerausbildung in Berlin und Brandenburg. In den Jahrzehnten nach dem Holocaust galt es als undenkbar, dass in Deutschland wieder Rabbiner ausgebildet werden. Mittlerweile aber erlebt jüdische religiöse Ausbildung einen ungeahnten Aufschwung. In Berlin und Brandenburg gibt es gleich drei Ausbildungseinrichtungen: Das Abraham-Geiger-Kolleg für das liberale Judentum und das Zacharias-Frankel College der konservativen Masorti-Bewegung. Beide sind in Potsdam ansässig. Sowie das orthodoxe Rabbinerseminar in Berlin-Mitte. Die Studierenden sind jung, sie kommen aus der ganzen Welt und sie eint der Wunsch, das Leben in jüdischen Gemeinden mitzugestalten. Welchen Traditionen folgen sie und was motiviert die Studierenden, sich gerade in Deutschland ausbilden zu lassen? Ulrike Bieritz ist diesen Fragen nachgegangen.

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  • 26.03.2021
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    1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland (1): Vielfalt unter einem Dach: Die jüdische Gemeinde Frankfurt

    In diesem Jahr wird ein großes Jubiläum gefeiert: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Eine Urkunde aus Köln aus dem Jahr 321 nämlich bezeugt erstmals jüdische Bürger in einer deutschen Stadt. Deshalb beleuchten wir hier in Camino in hr2-kultur heute und in den kommenden Wochen „jüdisches Leben in Deutschland heute“. Und wir blicken zunächst auf die jüdische Gemeinde in Frankfurt. Sie zählt zu den vier größten Jüdischen Gemeinden Deutschlands. Ihren knapp 6.500 Mitgliedern bietet sie alles, was für das moderne jüdische Leben nötig ist. Mit einer Besonderheit: In Frankfurt leben die unterschiedlichen jüdischen Glaubensrichtungen - Orthodoxe und Liberale - unter einem Dach. Für den Zentralrat der Juden ein „Musterbeispiel“ für das, was man in Deutschland seit dem Krieg gerne eine „Einheitsgemeinde“ nennt.

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  • 26.03.2021
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    Heiliges Verliebtsein - Warum sich Menschen auch in Gott verlieben

    Kann man sich in Gott verlieben? Jedenfalls ähneln die Gefühlsbeschreibungen frischverliebter Paare auf verblüffende Weise denen mancher Menschen, die frisch zum Glauben gefunden haben. Das übergroße Verlangen nach Nähe und Verschmelzung, das Gefühl grenzenloser Geborgenheit, die Sehnsucht nach dem oder der Anderen. „Heiliges Verliebtsein“ - Warum sich Menschen auch in Gott verlieben“. Uwe Birnstein geht für Camino in hr2 kultur auf Spurensuche bei Verliebten und Gläubigen.

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  • 26.03.2021
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    Nachgefragt - Das aktuelle Gespräch mit Prof. Reiner Anselm: Hilfe zum Suizid in kirchlichen Einrichtungen?

    Was ist, wenn ein schwerkranker Mensch mit wenig oder keiner Aussicht auf Heilung seinem Leben selbst ein Ende setzen will? Per Gesetz war in Deutschland die gewerbsmäßige Sterbehilfe verboten. Und auch die christlichen Kirchen lehnen bisher offiziell jegliche Sterbehilfe ab. Vor gut einem Jahr aber hat das Bundesverfassungsgericht das Verbot für nicht verfassungskonform erklärt. Zur Begründung hieß es, es gehöre zur persönlichen Selbstbestimmung des Menschen, seinem Leben ein Ende zu setzen. Und dafür müsse er auch Hilfe in Anspruch nehmen können. Nun muss der Bundestag ein neues Gesetz beschließen. Erste Gesetzentwürfe liegen seit gut einer Woche auf dem Tisch. Auch die Kirchen sind zu Stellungnahmen aufgefordert. Die katholische Kirche bleibt bei ihrem Nein. In der evangelischen Kirche aber wird heftig gestritten über die Sterbehilfe. Namhafte Theologen haben vor wenigen Wochen in einer öffentlichen Stellungnahme gefordert, dass zukünftig auch in kirchlichen Krankenhäusern und Heimen Hilfe zum Sterben möglich sein soll. Der Wunsch eines Menschen, aus dem Leben zu scheiden, müsse respektiert werden. Neben Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und der Bochumer Theologieprofessorin Isolde Karle gehörte der Münchener Professor für systematische Theologie, Reiner Anselm zu den Autorinnen des Aufrufs. Mit Reiner Anselm sprechen die hr-Kirchenredakteure Klaus Hofmeister und Lothar Bauerochse über die Absichten dieses Appels, über die Gründe sowie die innerkirchlichen Konsequenzen, auch im Gespräch mit der katholischen Kirche.

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  • 26.03.2021
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    Israelische Araber und die Schoah - Versuche einer langsamen Annäherung

    Israel hat rund 1,9 Millionen arabische Einwohner. Für die Mehrheit von ihnen war das Gedenken an die Shoah bisher kein Thema. Erst in den vergangenen Jahren entstand ein gewisses Interesse an der historischen Erinnerung. Parallel dazu haben Holocaust-Gedenkstätten und Museen spezielle Programme für arabische Lehrer und Schüler entwickelt. Dennoch leugnen rund 30 Prozent der arabischen Israelis die Shoah. Sie sind allerdings keine Holocaustleugner, so wie man sie in Europa kennt. Sie lehnen es jedoch ab, dass Israel die Shoah nutzt zur Legitimation des jüdischen Staates und zugleich die Katastrophe der Palästinenser im Krieg von 1948, die so genannte „Nakba“, weitgehend verschweigt. Igal Avidan berichtet über die Versuche einer langsamen Annäherung israelischer Araber an das Schoah-Gedenken.

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  • 26.03.2021
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    Die Sünde der Korruption - Religiöse Gruppen in Guatemala stärken den Rechtsstaat

    In dem zentralamerikanischen Land Guatemala gehen zur Zeit immer wieder Tausende protestierend auf die Straße, darunter viele Gläubige verschiedener Religionen. Sie sehen den Rechtsstaat in Gefahr. Korruption ist ein großes Problem. Kriminelle Organisationen bedrohen Angestellte des Justizwesens. Und gerade für Frauen im Justizwesen ist die Situation schwierig. Gewalt und die Kultur des Machismo bedrohen ihre Unabhängigkeit und richterliche Freiheit. Deshalb fordern die Demonstrierenden besonders den Schutz für gefährdete Richterinnen. Eine von ihnen ist Yassmin Barrios. Sie hat einflussreiche Politiker des Völkermords schuldig gesprochen und korrupte Funktionäre hinter Gitter gebracht. Und es zeigt sich: Wenn sich Gläubige öffentlich für den Schutz mutiger Richterinnen einsetzen, kann das Leben retten.

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  • 26.03.2021
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    Auf der Flucht vor der Verantwortung - Warum wir wider besseres Wissen handeln

    Klimawandel, Flüchtlingskrise, soziale Ungerechtigkeit - Themen, die vielen von uns im Kopf herumgehen. Probleme, die eigentlich jeden Einzelnen, aber auch den Staat zum Handeln zwingen. Und doch tun wir es vielfach nicht. Wir steigen jeden Tag wieder ins Auto, um auf die Arbeit zu fahren, statt in die Pedale zu treten oder zumindest die öffentlichen Verkehrsmittel zu nehmen. Wir kümmern uns nicht um die Flüchtlingsfamilie in der Nachbarschaft und geben unser Geld lieber für Statussymbole aus . Warum handeln wir so und weshalb kommen wir mit dieser moralischen Diskrepanz überhaupt klar?

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  • 26.03.2021
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    Kräfte der Selbstheilung - Körper und Seele sind nur gemeinsam stark

    „Selbstheilung“ - das klingt heute für viele Menschen esoterisch. Dabei stecken Selbstheilungskräfte in jedem von uns. Ohne sie wäre Gesundheit undenkbar. „Die wirksamste Medizin ist die natürliche Heilkraft, die im Innersten eines jeden von uns liegt“, schrieb der Arzt Hippokrates vor über 2000 Jahren. Doch dieses uralte Wissen tritt immer mehr in den Hintergrund. Körper und Geist wurden schon in Zeiten der Aufklärung voneinander getrennt. Die Medizin fokussierte sich auf den Körper und das Seelische war dem Glauben vorbehalten. Diese Trennung von Körper und Geist hinterlässt bis heute ihre Spuren.

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  • 26.03.2021
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    'Erbarmt Euch!' Wie die Barmherzigkeit Juden, Christen und Muslime eint

    Mit der Frage: „Wie hältst Du’s mit der Barmherzigkeit?“ lassen sich Christen, Juden und Muslime gleichermaßen messen. Denn die Tugend der Barmherzigkeit steht in ihren Heiligen Schriften an herausragender Stelle. Auch die so genannte "Jahreslosung" der christlichen Kirchen für 2021, eine Art biblischer Leitspruch für das Jahr, spricht davon: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater im Himmel barmherzig ist.“ Die Formulierung wirft Fragen auf, zum Beispiel danach, wie sich Glaube und Barmherzigkeit zueinander verhalten? Uwe Birnstein hat sich für Camino in hr2 kultur auf Erkundungsreise begeben, um Antworten auf die Frage zu finden, wie die Barmherzigkeit Juden, Christen und Muslime eint.

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  • 26.03.2021
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    Alles in Allem - Über Jahresrückblicke und Lebensbilanzen

    Immer wieder heißt es Bilanz ziehen: Wenn ein Jahr zu Ende geht, ein Lebensabschnitt oder schließlich das Leben selbst. Was bleibt unter dem Strich? War es, alles in allem, ein gutes Jahr? Ein erfülltes Leben? Besonders in diesem Jahr hat die Corona-Krise alle Bereiche unseres Lebens auf den Kopf gestellt. Kleine und große Katastrophen, Krankheiten und Schicksalsschläge haben uns immer wieder herausgefordert. Können wir trotzdem, alles in allem, zufrieden sein - hätten wir etwas anders machen sollen oder können? Was müssen, was können wir noch ändern in unserem Leben?

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  • 26.03.2021
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    Glitzer und Gloria - Warum wir den Glanz lieben

    "Wenn das Leben dich nervt, streu Glitzer drauf," lautet ein beliebter Postkartenspruch. Und tatsächlich glitzert und glänzt es heutzutage überall: in Kleidern und Pullovern, im Make-Up, auf Sofakissen, Bilderrahmen und Smartphonehüllen. Jetzt an Weihnachten kommen weitere Glanzlichter dazu: Kerzen und Lametta, Lichterketten und Christbaumkugeln. Sie alle symbolisieren die christliche Hoffnung auf ein Licht in der Dunkelheit, die Ankunft des Messias.

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  • 26.03.2021
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    Black Christmas - Der revolutionäre Geist des Gospels

    Wenn Weihnachtsmusik „festlich“ sein soll, dann ist sie meist barock, royal und triumphal. Bach-Trompeten und Orgelbraus. In 2020 allerdings debattierte die Welt über Rassismus und Kolonialismus. Daher ist es höchste Zeit für Spirituals und Gospelmusik, die Weihnachtsromantik in Protestsongs verwandelten. Oder in frommen Texten handfeste Informationen für Sklavenbefreier versteckten.

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  • 26.03.2021
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    Nachgefragt – Das aktuelle Gespräch. Mit Bischof Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

    Kurz nach seiner Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz Anfang März 2020 sah sich der Limburger Bischof Georg Bätzing bereits großen Herausforderungen gegenüber: Der Corona Lockdown legte auch das kirchliche Leben lahm, zu Ostern gab es - erstmals seit Menschengedenken - keine öffentlichen Gottesdienste. Der sogenannte Synodale Weg, der Reformdialog zwischen Bischöfen und Laien, kam ins Stocken und neue Missbrauchsstudien in einzelnen Diözesen lassen den Rücktritt amtierender Bischöfe nicht mehr ausschließen. - Nachgefragt - das aktuelle Gespräch: Im Rückblick auf ein turbulentes Jahr und im Ausblick auf ein Weihnachten unter Pandemiebedingungen fragen die hr-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, den Limburger Bischof Georg Bätzing, nach seinen Lehren aus dem Krisenjahr und seinen Perspektiven für den Weg der Katholischen Kirche in Deutschland.

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  • 26.03.2021
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    „Im Himmel spricht man Hebräisch“ - Erich Zenger und seine Leidenschaft für die Bibel

    Erich Zenger gilt als der wohl renommierteste deutschsprachige Alttestamentler seiner Generation. 2010 starb der bei Eichstätt aufgewachsene katholische Theologe, der den jüdisch-christlichen Dialog auf entscheidende Weise gestaltet hat. Im Jahr davor erhielt er die Buber-Rosenzweig-Medaille. Mit der Bezeichnung „Erstes Testament“ betonte Zenger Gottes Liebe zu seinem Erstlingssohn Israel. „Im Himmel spricht man Hebräisch“ - Erich Zenger und seine Leidenschaft für die Bibel. Hören Sie dazu in Camino in hr2 kultur einen Beitrag von Georg Magirius.

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  • 26.03.2021
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    Die Magie der Zahlen - Von Kabbala bis Algorithmen

    Zahlen helfen uns bei der Orientierung in der Welt. Wir nutzen sie beispielsweise, um Gegenstände zu messen und zu wiegen und um Mengen zu berechnen. Wir leben in einer Welt von Nullen und Einsen, Statistiken und Rankings und niemand kommt ohne das Prinzip "Pi mal Daumen" aus. Unsere Sprache verweist auf eine lange Tradition der Zahlensymbolik, die ihre Wurzeln oft in der Bibel oder der jüdischen Kabbala hat. Und nicht nur beim Lotto spielen haben Zahlen für uns oft auch etwas Magisches.

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  • 26.03.2021
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    Mit der Seele lauschen - Der Komponist und spirituelle Sucher Helge Burggrabe

    Als Flötist und Komponist großer Orchester- und Chorwerke hat sich Helge Burggrabe einen Namen gemacht. Mit seinen Werken möchte der Künstler sich und sein Publikum „dem Heiligen annähern“. In seinem Schaffen spiegelt sich auch seine außergewöhnliche spirituelle Suche zwischen Buddhismus und Christentum wider.„Der Komponist und spirituelle Sucher Helge Burggrabe“. Für das Hörfunkportrait in Camino in hr2 kultur begleitete Uwe Birnstein den Künstler nach Chartres und beobachtete bei einem Seminar, wie er mit selbstkomponierten „Hagios-Liedern“ das „Lauschen mit der Seele“ einübt.

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  • 26.03.2021
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    Jüdische SchUM-Städte am Rhein - Speyer, Worms und Mainz sollen Weltkulturerbe werden

    Speyer, Worms und Mainz - diese drei Städte am Rhein waren im Mittelalter von starken jüdischen Gemeinden geprägt und miteinander verbunden. Nach den hebräischen Anfangsbuchstaben von Speyer, Worms und Mainz nannte man den Verbund „SchUM-Städte“. Die SchUM-Städte waren verbunden durch Religion, Architektur und Rechtsprechung, geprägt von der mittel- und osteuropäischen jüdischen Diaspora. Bauliche Monumente sowie die beiden einzigartigen Friedhöfe in Worms und Mainz zeugen von der immensen Bedeutung des Verbandes. Jetzt sollen die alten jüdischen Stätten dort Weltkulturerbe werden: Aufgenommen werden sollen etwa das um 1120 gebaute Ritualbad in Speyer, der Friedhof "Heiliger Sand" mit Synagoge und Ritualbad in Worms und ebenso der Friedhof "Judensand" in Mainz.

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  • 26.03.2021
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    Ein Untergrundverlag und der Mauerfall - Wie die radix-blätter die Revolution ins Rollen brachten

    Eine versteckte Druckerei, illegal besorgtes Papier, geschmuggelte Druckmaschinen und heimliche Lesungen: Von 1986 bis bis zur Öffnung der Mauer vor genau 31 Jahren betrieben drei junge Ostberliner den Untergrundverlag radix. Obwohl der Verlag hunderttausende Seiten mit systemkritischen Texten druckte, die in der gesamten DDR verbreitet wurden, konnte die Stasi ihn nicht enttarnen. Auf "Staatsfeindliche Hetze" standen in der DDR bis zu zehn Jahre Gefängnisstrafe. Was hat die radix-Macher bewegt, ein solches Risiko einzugehen und was haben sie mit ihren Publikationen angestoßen?

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  • 26.03.2021
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    Gebrochenes Halleluja - Leonard Cohen und die Religionen

    Das Thema Religion hat den Sänger und Songwriter Leonard Cohen sein Leben lang beschäftigt. Der geborene Jude greift häufig christliche Motive auf und lebte jahrelang in einem Zen-Kloster. Häufig verraten seine Texte tiefe Zweifel an Gott und den Religionen, doch sie zeigen auch eine starke Bindung. Fast immer erfahren religiöse Inhalte bei Cohen eine Brechung, doch fast nie gibt er sie der Lächerlichkeit preis.

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  • 26.03.2021
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    Protestant im Büßerhemd - Martin Niemöller – Ikone oder Reizfigur?

    Vor genau 75 Jahren hat die evangelische Kirche mit dem sog. „Stuttgarter Schuldbekenntnis“ ihre Mitschuld eingeräumt an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Führender Autor dieses Bekenntnisses war Martin Niemöller. Der war während des Krieges Pfarrer der Bekennenden Kirche und hatte jahrelang im KZ gesessen. Nach dem Krieg wurde er Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau und zu einer Ikone des linksliberalen Protestantismus. Der ehemalige U-Boot-Offizier des 1. Weltkrieges kritisierte die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik nach 45 und bezeichnete Soldaten als Mörder. Doch nun kratzt eine neue Biographie an diesem radikal-pazifistischen Image. War Martin Niemöller Zeit seines Lebens Antisemit? Und hat er seine einst nationalistische Haltung nach 1945 nur übertüncht?Michael Hollenbach ist für Camino in hr2-kultur der Frage nachgegangen, wer Martin Niemöller wirklich war.

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  • 26.03.2021
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    Die Macht der Kerzen - Erinnerungen an die friedliche Revolution in der DDR

    Auch nach 30 Jahren scheinen viele ehemalige DDR-Bürger nicht nur glücklich über die Wiedervereinigung zu sein. Einer der Hauptgründe ist sicher das Gefühl etlicher Ostdeutscher, von vielen „Wessis“ bis heute mit ihrem so ganz anderen DDR-Leben nicht wahrgenommen zu werden. Auch vermissen sie häufig die Anerkennung für die Erfahrung, alles Vertraute, das eigene Leben, die eigene Identität unter den Füßen weggezogen bekommen zu haben. - Elena Griepentrog beleuchtet für Camino in hr2 kultur die Zeit von den Vorläufern der Friedlichen Revolution bis zur Wiedervereinigung am 3.10. 1990. Die Tagebucheinträge des evangelischen Superintendenten Werner Krätschell, der Ende der 1980er Jahre für 24 Gemeinden in Ost-Berlin verantwortlich war, dienen dabei als roter Faden. Sein Pfarrhaus war 25 Jahre lang Treffpunkt für Regimekritiker, Ausreisewillige und Bürger, die politisch unter Druck gesetzt wurden und Anlaufpunkt für internationale Journalisten.

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  • 26.03.2021
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    Nachgefragt- das aktuelle Gespräch mit Annegret Laakmann, Kirchenreform-Aktivistin

    Die Katholische Kirche braucht Reformen. Diese Einsicht prägt den derzeit laufenden so genannten „Synodalen Weg“, ein von Bischöfen und Laien gemeinsam angestoßener Reformprozess. Aber diese Einsicht ist gar nicht neu. Vor genau 25 Jahren gab es in Deutschland das sogenannte „Kirchenvolksbegehren“ für Reformen in der Kirche. Aus der Aktion entstand die „Kirchenvolksbewegung Wir sind Kirche“. Zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Kirchenreformer-Szene gehört die heute 77jährige Annegret Laakmann. Sie hat sich seit mehr als drei Jahrzehnten dafür eingesetzt, dass sich die Strukturen ihrer Kirche ändern, dass Frauen volle Rechte erhalten und klerikale Strukturen verschwinden. - Die hr-Kirchenredakteure Lothar Bauerochse und Klaus Hofmeister haben Annegret Laakmann getroffen und mit ihr über einen Kampf gesprochen, der von außen betrachtet fast aussichtslos erscheint.

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  • 26.03.2021
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    Wo die Geister in Kisten lagern - Missionsmuseen und ihr koloniales Erbe

    Das Missionsmuseum der Pallottiner in Limburg beherbergt Tausende Objekte und Sammlungen aus der Kolonialzeit. Von ausgestopften Tieren bis hin zu Grabmale indigener Stammesoberhäupter. Viele der rituellen Gegenstände waren den eingeborenen Priestern heilig und in den Missionsmuseen wurden sie manchmal als eine Art Siegestrophäe für die Überlegenheit des Christentums präsentiert. Wie können Missionsgesellschaften heute adäquat mit den Hinterlassenschaften ihrer Geschichte umgehen? Und wie lässt sich ein Austausch mit indigenen Gruppen erreichen, deren Kultur und Religion einst zurückgedrängt wurde? „Wo die Geister der Ahnen in Kisten lagern“, hören Sie in Camino in hr2 kultur einen Beitrag von Michael Hollenbach über Missionsmuseen und ihr koloniales Erbe.

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  • 26.03.2021
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    Vertrauen. Trotz allem - Was trägt, wenn das Leben aus den Fugen gerät

    Seit Monaten bestimmt die drohende Ausbreitung des Corona-Virus unseren Alltag und unser Lebensgefühl. Kaum etwas ist noch, wie es vorher war. Das Alltagsleben ist aus den Fugen geraten. Und niemand weiß, ob es je wieder ein Zurück gibt zu dem Leben, wie wir es kannten. Wie können Menschen umgehen mit unausweichlichen Situationen? Was gibt ihnen die Kraft, auch mit schweren Schicksalsschlägen weiterzuleben? Rita Homfeldt sucht nach Antworten.

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  • 26.03.2021
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    Das weibliche Gesicht der Kirche. Die Diskussion um das Frauenpriestertum

    Maria 2.0 heißt die Bewegung, die in den vergangenen anderthalb Jahren mit ungewöhnlichen Protestformen wie einem Kirchenstreik auf sich aufmerksam gemacht hat.Frauen fordern volle Gleichberechtigung in der Katholischen Kirche und finden zunehmend Gehör.Der Vorsitzende der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz Georg Bätzing sagt, die „Frauenfrage“ sei die wichtigste Zukunftsfrage der Kirche. Es geht um Glaubwürdigkeit, Gerechtigkeit und die Gefahr, dass die Kirche sich aus dem Konsens der westlichen Gesellschaften verabschiedet, wo Frauen selbstverständlicher Teil politischer Machtausübung sind und volle Gleichberechtigung herrscht.Allerdings gibt es in der Katholischen Kirche hohe Hürden gegen eine volle Gleichberechtigung von Frauen. Zuletzt hat Papst Johannes Paul II. 1994 die Frauenweihe ausgeschlossen und die Diskussion für „beendet“ erklärt. Die Kirche habe keine Vollmacht, Frauen zu Priester zu weihen, da es von ihrem Gründer anders festgelegt worden sei.Doch die Argumente verfangen nicht mehr, der öffentliche Druck für Änderungen nimmt zu.

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