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Buddhismus im Alltag - Der tägliche Podcast

Der tägliche Chan-Buddhistische Podcast von "Shaolin-Rainer". Rainer bietet geführte Meditationen und Kurzvorträge an, die die westlichen Standpunkte mit spirituellen asiatischen Praktiken verbinden. Dabei geht es um den eigentlichen Wert der Achtsamkeit und des Selbstmitgefühls, um das emotionale Leiden zu vermindern, das spirituelle Erwachen zu erreichen und Heilung möglich zu machen - Selbsthilfe und Selbstakzeptanz - Hilfe bei Ängste/ Depressionen - Stärkung des Selbstbewusstseins - Yoga - Meditation - Qi Gong - Entwicklung der eigenständigen Persönlichkeit - meditative Einschlafhilfe -

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  • 07.12.2021
    4 MB
    04:26
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    038-Buddhismus im Alltag - Sichtbarkeit

    Was verstehen Sie unter Sichtbarkeit? Was ist sichtbar, was nicht? Wo liegen die Grenzen unserer Wahrnehmung? Und wollen wir überhaupt alles sehen und wahrnehmen, oder verdrängen wir grundsätzlich sehr viel? Der Mensch nimmt nur sehr eingeschränkt Dinge wahr. Würde er/sie alle Begebenheiten im Umfeld voll verarbeiten, dann würde das System schnell überlasten. Deshalb nimmt "man" nur selektiv die Dinge wahr, abhängig von persönlichen Filtern, die durch Erziehung, Umfeld und Kultur geprägt wurden. Selektive Wahrnehmung ist also eine Einstellungsfrage. Was sind Ihre persönlichen Voreinstellungen, wie schauen Sie auf die Dinge und Lebewesen? Ich persönlich mag schöne Strukturen. Aber was ist schön? Jeder Mensch empfindet Schönheit anders, es gibt kein allgemein gültiges Schönheitsideal. Durch welche Filter sehen Sie die Welt? Und was lassen Sie die Menschen in Ihrer Umgebung von sich sehen, was ist von Ihnen und Ihrer Persönlichkeit sichtbar? Und wollen Sie die Sichtbarkeit Ihrer Existenz erhöhen? Wer von "negativen" Eigenschaften beherrscht wird, der kann schwerlich "korrigiert" werden, der versucht seine wahre Natur zu verbergen, er versteckt sich hinter einer Rolle. Er/sie traut sich nicht, die wahre Persönlichkeit zu zeigen, zu weit entfernt ist die Buddha-Natur, jedenfalls denkt er/sie das. Wenn Zorn, Rachegefühle, üble Wünsche, Starrsinn, Haß, Gier, Verbitterung, Neid, Habsucht, Verblendung, Verleumdung, Eifersucht oder Arroganz (unter vielen anderen "schlechten" Eigenschaften), den Blick trüben, dann wird die natürliche Sichtbarkeit einer Person versperrt. Dann wird die eigene Existenz systematisch durch Alkohol oder Drogen, Sex oder Gier abgetötet, dann wird die wahre Natur versteckt. Nach Buddha sollte sich solch eine Person klar darüber sein, dass er/sie anderen Menschen zuwider ist, unangenehm und anstrengend. Wenn die oben angeführten Eigenschaften auch auf Sie zutreffen, dann sollten Sie nachdenken, wie sich dies ändern lassen würde. Hier ist nach Buddha der erste Schritt das Erkennen, das ganz automatisch zu einer besseren Sichtbarkeit der wahren Persönlichkeit führt, denn wenn man über solch eine Angelegenheit nachdenkt, dann sieht man automatisch auch das Problem. Wer nach spirituellem Fortschritt strebt, der muss an der persönlichen Sichtbarkeit arbeiten, aber sich auch Gedanken über die "eingeschränkte" Sichtbarkeit bei den Menschen im Umfeld machen. Denn wenn die Menschen ihre Sichtbarkeit verändern, dann sehen wir nicht den wahren, echten Menschen, sondern nur die Rolle, die ein Jeder spielt. Nach Shakespeare ist die ganze Welt eine Bühne, nach Buddha sollen wir aber hinter die Realitäten sehen. Nur ohne gespielte Rollen kommen wir zur Sichtbarkeit vor, bei uns und bei den anderen Menschen. Der Weg ist das Ziel! Ein Mann mag tausend mal tausend Männer in einer Schlacht besiegen, doch der größte Kämpfer ist, wer sich selbst besiegt - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Copyright: https://shaolin-rainer.de

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  • 06.12.2021
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    04:13
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    037-Buddhismus im Alltag - Zuviel gedacht

    … zu wenig gemacht Es ist schwer die richtige Balance zu finden, egal bei was. Im Leben eines Menschen gibt es unzählige Entscheidungen, vom Kaffee bis zum Fernsehprogramm, wir können unter unendlich vielen Dingen wählen, was haben wir uns alles gedacht? Wer allerdings zu viel überlegt, der verpassten den geeigneten Zeitpunkt zum Handeln, das übermäßige Abwägen der Möglichkeit kann uns belasten und behindern. Die Eventualitäten von allen Seiten zu betrachten ist richtig und wichtig, aber solange zu überlegen, bis die Sache “durch” ist, das ist Handlungsschwäche. Aber was ist das richtige Maß? Was ist gutes Überlegen, wann fängt das Zögerliche an? Wie können wir die gefürchtete Entscheidungsschwäche vermeiden? Zuerst einmal müssen wir ehrlich zu uns selbst sein, wenn wir ein Problem haben, dann müssen wir dazu stehen. Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung. Wer soweit ist, über seine (möglichen) Fehler nachzudenken, der ist auf einem guten Weg. Welche Entscheidungen haben Sie heute getroffen? Haben Sie lange für die Meinungsfindung gebraucht? Welche Beweggründe könnten den Entschlüssen zugrunde liegen? Waren die Gedanken angenehm? Sind Sie im Nachhinein mit den Ergebnissen zufrieden? Und welche Handlungen haben Sie heute unterlassen, weil Sie zu keinem Entschluss gekommen sind? Sind Ihnen dadurch Chancen entgangen, die vielversprechend aussahen? Kennen Sie Schachuhren? Das sind Doppeluhren, die bei jedem Schachpartner die verbleibende Spielzeit anzeigen, wem die Zeit ausgeht, der verliert. Wenn Sie wieder etwas entscheiden müssen stellen Sie sich so eine Uhr vor, dann wählen Sie eine Zeit, und wenn diese ausläuft dann entscheiden Sie sich. Egal wie Sie sich entscheiden, jede Möglichkeit scheint “gut” zu sein, sonst müssten Sie nicht solange darüber nachdenken. Egal was passiert, nach Buddha ist es Ihr Karma genau diese Entscheidung zu treffen, es trifft Sie somit keine Schuld. Die Gründe hierfür können in einer früheren Inkarnation zu finden sein, das Karma anderer Menschen spielt mit hinein, es gibt eine völlig andere Welt hinter der “gefühlten” Realität. Allerdings könnte es auch Ihr Schicksal sein, dass Sie über alles ewig nachdenken, und eben keine Entscheidungen treffen können oder wollen. Egal was auf Ihren Fall zutrifft, es lohnt sich jedenfalls darüber nachzudenken. Was wollen Sie erreichen? Sehen Sie ein Muster in Ihrer Verhaltensstruktur? Wollen Sie mit Ihrem Benehmen mit eventuellen Bedrohungen umgehen? Oder verbergen Sie seelische Verletzungen? Haben Sie ein Trauma? Erzählen Sie mir von Ihrem Leben, still und leise, sprechen Sie zu mir, ganz so, als wenn ich Ihnen gegenüber sitzen würde. Der Weg ist das Ziel! Wie eine schöne Blume, schön anzusehen, aber ohne Duft, sind schöne Worte fruchtlos in einem Mann, der nicht in Übereinstimmung mit ihnen handelt - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Copyright: https://shaolin-rainer.de

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  • 05.12.2021
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    04:00
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    036-Buddhismus im Alltag - Gefangen

    Wie wir leben, welche Entscheidungen wir treffen, was wir essen, wen wir heiraten, was wir arbeiten, alles wird eines schönen Tages zur Gewohnheit, wir sind in unserem eigenen Ich gefangen, in einem Gefängnis, das wir wir uns selbst gebaut haben. Wie in einem Glashaus können wir hinaussehen, aber dem Behälter eben nicht entkommen. Aber ob wir Gefangene sind, oder nicht, das bestimmen wir selbst. Jederzeit könnten wir das Glas zerbrechen, wenn wir denn wollten. Es ist unsere Entscheidung, ob wir im alten Fahrwasser bis zur Rente dümpeln, oder ob wir bereit sind außerhalb der alten Muster zu denken. Häufig beginnt eine Veränderung durch ein Hinterfragen der Umstände, wir fragen uns, was wir falsch machen. Wir versuchen es mit Yoga, mit Meditation, probieren unsere Spiritualität aus, doch die Frage bleibt: Warum funktioniert dies alles nicht bei mir? Wollen Sie im Glashaus bleiben? Was hält Sie davon ab, wenigstens einmal ganz hart und fest auf das Glas zu schlagen? Haben Sie vielleicht sogar Angst vor dem Leben außerhalb des Glashauses, weg von den bekannten Dingen, ausgeliefert dem Unbill der Existenz im gnadenlosen Universum? Im Glashaus ist uns alles bekannt, wir kennen jeden Zentimeter in unserem “Gefängnis”, aber was nur wenige Millimeter davor liegt, das ist völlig unbekanntes Land. Um nicht in das neue, unbekannte Land zu müssen, da verbiegen wir uns in alle Richtungen, wir tun alles Mögliche, um das zu behalten, was wir haben, was uns bekannt ist, was uns keine Angst macht. Das Glas des Glashauses, das existiert gar nicht, das sind nämlich wir selbst, nur unser Ego baut die Wände, um uns vor unserer Angst zu schützen. Alles, was wir durch das Glas sehen, das könnten wir haben, anfassen, erleben, aber wir haben uns für etwas anderes entschieden. Nämlich für einen Verbleib auf sicherem Terrain, ohne unvorhersehbare Ereignisse. Bei manchen Menschen ist das Glas so dreckig, da kann man nicht mal durchsehen, diese Personen wollen sich gegenüber der Außenwelt vollkommen absondern, sie wollen nicht einmal mehr darüber nachdenken, so sehr versetzt sie das Leben da draußen in Ängste. Wie ist das bei Ihnen? Wollen Sie das Gelände außerhalb des Glashauses erkunden, wenigstens für einen einzigen Tag? Sehr viele Menschen wollen aus ihrem Glashaus geholt werden, sie hoffen, dass eine andere Person sie aus ihrem Elend befreit. Das aber wird nicht passieren, nur wir selbst können uns aus dem Glashaus befreien. Wenn wir denn wollen, wenn es unser Weg ist, dann ist es auch unser Ziel! Das Problem ist, Sie denken, Sie haben Zeit - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Copyright: https://shaolin-rainer.de

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  • 04.12.2021
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    04:04
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    035-Buddhismus im Alltag - Ich weiß nicht wo

    Wo ist oben, wo ist unten, wo ist die Tür, wo bin ich? Wo? Das ist die Frage nach dem räumlichen Sein, nach der Verortung einer Person, eines Gegenstandes oder Lebewesens. WO? Was glauben Sie, wo Sie sind? Auf der Erde, in einer bestimmten Stadt, in einer genau bezeichneten Strasse, mit einer klaren Hausnummer, klar, den Eindruck könnte man gewinnen. Als Sie geboren wurden, wo waren Sie davor, und wo werden Sie nach Ihrem Tod hingehen? Gibt es an dem neuen Platz dann auch Städte und Strassen mit Nummern? Gibt es überhaupt einen neuen Platz, oder war es das? Ende und aus? Nach der Lehre Buddhas gibt es die Wiedergeburt, wir reinkarnieren in einer neuen Form, kurz sind wir in der Zwischenwelt, dann erfahren wir unsere weitere Bestimmung. Wo also waren Sie, vor Sie geboren wurden? Und wenn wir uns einig sind, dass Sie von einer solchen Zwischenwelt kommen, dann müßte auch klar sein, dass Sie dort wieder hingehen, nach unserem Ableben, dann, wenn alles in dieser Reinkarnation zu einem Ende kommt. Haben Sie sich schon einmal Gedanken über dieses WO gemacht? Und wenn nicht, was hält Sie davon ab? Wer hierüber nachdenkt, der wird frei von bösen Gedanken, denn er/sie wird bemerken, dass NICHTS wirklich wichtig ist, dass alles so kommt, wie es kommen muss, dass wir uns keinen "Kopf" machen müssen, dass uns in der Folge auch keine Schuld trifft. Das Wesen des Chan-Buddhismus ist unsere Arbeit, die Disziplin und die Ehre, die wir in unsere Tätigkeiten legen, Müßiggang ist Buddhisten fremd, sie erledigen genau die Arbeit, die sich ihnen anbietet, immer mit Achtsamkeit, mit Würde, mit Vertrauen auf die Lehre des großen Lehrers. Keinesfalls wollen Buddhisten ihre Existenz vergeuden, was dran ist, das ist dran, egal wo, egal wie. Da wo Sie gerade sind, da wartet Arbeit auf Sie, immer unterbrochen von Phasen der Ruhe, mit denen wir den Körper kräftigen, mit Meditation, die wir tief in unser Inneres einbeziehen, mit der nötigen Liebe für Menschen, Lebewesen und Dinge. Kein Mensch ist eine Insel, um uns herum passieren unendlich viele Dinge, die alle in einem anderen WO stattfinden, die ein völlig anderes WARUM geprägt hat, die einem anderen WESHALB unterliegen. Wer nicht weiß, wo sein WO liegt und ist, der muss in sich gehen, und er/sie wird finden, denn der Weg Buddhas liegt vor uns, und dieser Pfad führt zurück zum grossen WO, zu einem Platz im WARUM, vom WESHALB eingebettet. Der Weg ist das Ziel, auch und besonders der Weg zum WO! Du bist ich - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Copyright: https://shaolin-rainer.de

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  • 03.12.2021
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    04:01
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    034-Buddhismus im Alltag - Die Gefühle verstehen

    Der Umgang mit den Gefühlen ist oftmals sehr schwierig, allerdings stellt unser Verhältnis zu unseren Emotionen den Schlüssel zu unserem wahren “Ich” dar. Die Welt der Gefühle ist genauso unendlich wie die Vielfalt der Persönlichkeiten. Es stellt sich aber die Frage, ob wir Einfluss auf die Gemütsverfassung nehmen können? Buddha erklärte in seinen Lehrreden immer, dass wir für unsere Gefühlswelt selbst verantwortlich sind. Nach ihm können wir also unsere Emotionen kontrollieren, quasi schon vor sie entstehen darüber bestimmen, so unser Leben angenehmer gestalten, Schmerz und Kummer meiden, Freude und schöne Momente erleben. Aber Freude und Schmerzen sind meist untrennbar verbunden, welche Dinge haben nur “eine Seite”? Alles hat zwei Seiten, auch wenn bei einer bestimmten Situation eine Gefühlsregung dominiert. Gerne verdrängen wir die schmerzhaften Folgen, wir konzentrieren uns so gerne auf “positive” Auswirkungen, solange es geht weigern wir uns die dunklen Zeichen zu “sehen”. Unsere Verhaltensweisen, mit denen wir Gefühle steuern möchten, die sind antrainiert, auf die Vermeidung von Schmerz ausgerichtet. Aber würden wir nicht besser leben wenn wir unsere Gefühle in die Mitte bringen könnten, im Einklang mit der Natur und unserer Umgebung handeln würden? Buddhas Pfad war und ist der Weg der Mitte, im Universum ohne Gefühlsverirrungen lebend. Um mit “guten”, angenehmen Gefühlen durch das Leben zu gehen ist es wichtig, die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Darunter ist zu verstehen, unerfreuliche und angenehme Begebenheiten genau gleich zu behandeln, sie emotional gewissermaßen zur Mitte hin zu regulieren. Wenn uns etwas “weh” tut, dann müssen wir forschen warum. Wenn uns etwas Freude macht dann sollten wir überlegen, welche Filter in uns die Emotionen wecken. Sehr selten sind wir uns unserer Gefühle überhaupt bewusst, wir handeln zu fast 100 % automatisch, was bei Emotionen die Dinge für uns „gefährlich“ werden lässt. Wie also die oft widersprüchlichen Gefühle verstehen? Wenn wieder seltsame Gefühle in Ihnen auftauchen, dann halten Sie innerlich an. Woher kommt genau jetzt dieses Gefühl, woher kommt meine Einstellung zu genau diesem Sachverhalt, liegt es vielleicht an Filtern, die schon lange vorher gewählt wurden? Was meinen Sie daran ändern zu können? Will ich meine Gefühle überhaupt verstehen, will ich sie regulieren? Oder akzeptiere ich, von vollautomatischen Handlungen bestimmt zu sein, wenig oder nichts so zu tun, wie ich wirklich will. Einfach nur, weil ich mir keine Mühe machen will, ein Getriebener meiner Emotionen? Schmerz und Freude gehören zum Leben. Der Weg ist das Ziel! Die Auslöschung aller Triebe gibt es für einen, der weiß und sieht, nicht für einen, der nicht weiß und nicht sehen will - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Copyright: https://shaolin-rainer.de

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  • 02.12.2021
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    04:25
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    033-Buddhismus im Alltag - Die Fesseln des Daseins zerstören

    Nach Buddha geht es bei dem Weg zur persönlichen “Erleuchtung” auch und gerade darum, die uns behindernden Fesseln dieser Inkarnation zu brechen, aus dem selbstgewählten Gefängnis auszubrechen. Nach dem Lehrer aller Lehrer erreichen wir diesen Zustand, wenn wir aufhören zu hassen, wenn wir nicht gierig sind, und wenn wir uns nicht mehr blenden lassen. Hass stellt in unserer Bewußtseinsunendlichkeit eine Fessel dar, die ausschließlich in unserem Ich besteht, die außerhalb von unserem Ego nicht existieren kann. Wenn wir aufhören zu hassen, dann stirbt dieses Gefühl ab, es verschwindet, kann uns keinen Schaden mehr zufügen. Es liegt an uns, wie wir mit dieser Emotion umgehen wollen, allerdings wissen wir über den Hass genau Bescheid. Wir wissen, dass er uns selbst schadet, dass er uns nicht weiterbringt. Die Gier ist ein besonders schwieriger Charakterzug, man kann nach allen möglichen Dingen gierig sein, nach Sex, nach Drogen, nach Geld, Macht, Nahrung, Ruhm, Wissen, Sport, man kann allen Begebenheiten und Wesen auf dieser Welt hörig werden, denn etwas anderes ist Gier nicht. Wer aber die Nichtsheit aller Formen erkennt, der ist nicht mehr gierig, denn alles wird zu Staub zerfallen, weshalb es dann überhaupt begehren. Weshalb sich dann von Gier in Fesseln legen lassen? Verblendung ist eine vielschichtige Fessel, da diese auch vom jeweiligen Intellekt abhängt. Leicht beeinflussbare Menschen lassen sich in manche Dinge hineintreiben, eine eigene Anschauung zu pflegen erscheint in der heutigen Zeit auch schwer zu gewinnen und zu halten. Wer auf den Weg zur persönlichen “Erleuchtung” aufbrechen will, der sollte sich zuerst über die Fesseln seines Daseins klar werden. Was sind die Dinge, Angewohnheiten und Begebenheiten, die uns schaden? Wie können wir diese abstreifen? Wollen wir das? Nach Buddhas Philosophie sollen wir alle Vorstellungen unterlassen, nicht werten, nicht wahrnehmen, nur sein, in uns ruhend der Dinge harrend, die da kommen, akzeptierend und zentriert. Wir alle sind zuerst Weltlinge, die die unmittelbare Wahrheit noch nicht erkannt haben, denn solange die Fesseln unseres Daseins noch halten, solange sind wir von dieser Welt. Wenn wir unsere Fesseln aber abstreifen, dann kommen wir der “Erleuchtung” näher, gehen den Pfad Buddhas, leben das Zentrum, unsere Mitte. Einheit, Vielfalt, empfunden oder erfahren, gesehen oder wahrgenommen, der Raum ist unendlich; ohne Vorstellungen, ohne Wollen, ohne Wünsche. Erfahren wir die “Erleuchtung”, das Gehörte erkennen und das Erlernte vergessen. Alles ist eine Einheit, aber vollkommen getrennt. Das Nirvana wartet auf den, der die Fesseln abstreift! Der Weg ist das Ziel! Betrachte den, der Deine Fehler Dir enthüllt, als erzähle er Dir von einem verborgenen Schatz; denn auf den Bergspitzen des Stolzes können die Wasser der Liebe sich nicht halten. Nur in den tiefen Tälern der Demut sammeln sich alle Ströme der Liebe zu unerschöpflichen Seen - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Bitte besuchen Sie auch meine Webseite: https://shaolin-rainer.de

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  • 01.12.2021
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    03:45
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    032-Buddhismus im Alltag - Kann man mehreren Lehren folgen?

    Ein Leser stellte mir die Frage, ob man mehreren Lehren folgen kann. Ja, man kann, man muss sogar. Zum Beispiel kann man religiös einem monotheistischen Glauben folgen, trotzdem dem Buddhismus als einer Philosophie nachstreben. Auch kann man etwa mehrere buddhistische Tempel besuchen, dort den zum Teil völlig unterschiedlichen Zeremonien beiwohnen. Es ist nicht selten, dass Wissenschaftler, die an die menschliche Evolution (vom Affen zum Menschen) glauben, gleichzeitig Christen sind, obwohl nach der christlichen Lehre doch Gott die Welt erschaffen hat. Wichtig ist das Gefühl, das in Ihnen entsteht, wenn Sie auf eine Lehre oder Gemeinschaft stoßen. Es muss auch nicht für immer passen, wenn es heute passt, dann ist es passend, wir müssen schließlich im Heute und im Jetzt leben. Auf Ihrem Weg kann es zu Irrungen, Umwegen und Sackgassen kommen, das ist völlig normal, eines Tages wird es sich dann so entwickeln, wie es sein soll. Unwichtiges fällt dann ab, das Passende wird plötzlich genau vor Ihrer Nase sein. Sie können gleichzeitig einem New-Age-Guru, einer Yoga-Lehrerin, Buddha und dem Papst folgen, es wird genau so kommen, wie es für Sie bestimmt ist. Ganz wichtig ist es, keinesfalls Schuldgefühle aufkommen zu lassen, denn Sie haben keine Schuld. Ihr Schicksal ist abhängig von Ihrem Karma, vielleicht stammt es aus einem vorherigen Leben. Es kommt so, wie es kommen muss. Schuld ist eine nutzlose Emotion. Besser die Energien in das Jetzt, das Hier und das Heute stecken. Hätte, hätte, hätte - wenn, wenn, wenn - vielleicht, vielleicht, vielleicht- aber, aber, aber, das bringt Sie auch nicht weiter. Folgen Sie den Menschen und Ideen, zu denen Sie einen Bezug fühlen, egal ob sich eine Ansicht mit einer anderen Philosophie „beißt“, oder nicht. Bedenken Sie, dass manche Lehren häufig über die Zeit verändert wurden (die Kirche hat zu Kreuzzügen aufgerufen, das steht so sicher nicht in der Bibel). Ich persönlich folge der reinen Lehre Buddhas, bei der es um die Erleuchtung geht. Ich bin in einem christlichen Umfeld aufgewachsen, hatte allerdings schon in meiner frühesten Jugend eine tiefe Aversion gegen diese Religion, die sich bis heute nicht verändert hat. Vielleicht bin ich in einem Vorleben damit „unangenehm“ in Kontakt gekommen. Ich „höre“ aber auch auf andere Lehrer, wie etwa Sadhguru, Tolle oder Bodhidharma. Mein spirituelles Leben dreht sich aber um Buddha und die von ihm begründete Philosophie, den Buddhismus. Meine Reise zentriert sich auf die „Erleuchtung“, ein sehr persönliches Ereignis. Hier gilt: Der Weg ist das Ziel! Es ist mein Selbst, das da spricht und fühlt - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 30.11.2021
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    03:55
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    031-Buddhismus im Alltag - Schon krass

    Heute habe ich eine ganz unglaubliche Geschichte von einem Kunden gehört, er wäre im Urlaub fast gestorben. Er war tauchen, mit Kollegen und einem Lehrer. Nach einem recht normalen Tauchgang wurde sein Bein taub, er fragte in der Tauchschule nach Sauerstoff, bekam eine gute Dosis, trank Wasser, es wurde besser. Er dachte, dass nun alles wieder gut sei, ging duschen, räumte die Ausrüstung auf, zog sich an, er fuhr zu seiner Frau, erzählte von den Begebenheiten des Tages. Mehrere Stunden später traf ihn der Schmerz wie ein Schlag, er sagte, dass es sich wie ein Messer anfühlte, das durch seine Stirn getrieben wurde. Er wurde ohnmächtig, wachte aber immer wieder für kurze Momente auf, in denen er vor Schmerzen schrie. Er versicherte mir, dass er seine Frau bat, den Schmerzen ein Ende zu bereiten, egal wie. Schon krass, wie das Leben so spielt. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, Test folgte auf Test, die Ursache seiner Anfälle blieb ungeklärt. Er sagte mir heute, dass er sicher war zu sterben, er konnte den Hauch des Todes fühlen, er hatte abgeschlossen. Man bekam ihn wieder hin, bis heute ist unklar, was überhaupt passiert ist, er muss weitere Untersuchungen abwarten. Die Angelegenheit, so meint er, hat ihn sehr verändert, die Dinge in die richtige Perspektive zu rücken. Ein gesunder, kräftiger Kerl, sportlich, trinkt und raucht nicht, schon krass, wie das Leben von jetzt auf nachher sich komplett verändern kann. Aus einem wunderschönen Urlaubstag wurde fast sein letzter Tag. Warum berichte ich hier von der Geschichte, was finde ich “voll krass?” Zu gerne denken wir, dass wir “unsterblich” sind, sterben tun doch nur die Anderen, ich doch nicht, ich bin doch etwas “Besonderes”. Das ist so nicht richtig, jeder von uns wird sterben, wir alle werden verfaulen, zu Staub zerfallen, nichts wird von uns übrig bleiben, besser, wenn wir uns mit dem Gedanken an das Unaussprechliche anfreunden. Schon krass, das ist der Lieblingsspruch von Eugen, einem sehr guten Barbier (wir sind auch Freunde). Das Leben ist voll krass, da hat er recht. Gerade im schönsten Urlaubsfeeling, im nächsten Moment tot. Mein Vater sagte immer: “Die Wege des Herren sind unberechenbar!” Das Leben ist so krass, nicht einmal vorstellen können wir uns, wie krass es kommen kann. Wer sich diesen Umstand täglich vergegenwärtigt, der nimmt sich nicht mehr so wichtig, der kommt der “Erleuchtung” näher und näher. Kleine Schritte führen auch den Weg entlang. Der Weg ist das Ziel! Die Zeit ist ein großer Lehrer. Das Unglück: Sie tötet ihre Schüler - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 29.11.2021
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    01:39
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    030-Buddhismus im Alltag - Konsum

    Wir wollen unseren Konsum nicht reduzieren, auf nichts verzichten, billig soll es sein, überall verfügbar, wir wollen konsumieren, mehr, schneller, häufiger. Dabei setzen wir uns sowohl über die Menschlichkeit, als auch über andere Lebewesen hinweg, wir überhöhen unser Ego, wir denken, wir wären der "ganz heiße Scheiss". Dabei liegt die Lösung "in uns", wir müssen nicht konsumieren "wie verrückt", alles, was wir benötigen, das haben wir schon "dabei". Ich versuche, meinen Konsum soweit irgend möglich zurückzustellen. Das trifft mein Ego manchmal schwer. Der Weg ist das Ziel! Welche Worte wir auch immer aussprechen, sie sollten mit Sorgfalt für die Menschen gewählt werden, sie werden sie hören und von ihnen für gut oder schlecht beeinflusst werden - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 28.11.2021
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    01:50
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    029-Buddhismus im Alltag - Komplizen

    Wer sich mit einer Untat gemein macht, der ist ein Komplize. Aber man kann nicht nur durch aktives Tun ein Komplize werden, nein, auch durch passives Unterlassen wird man (jedenfalls moralisch) zum Mittäter. Nach Buddha müssen wir bei der Wahrheit bleiben, wir dürfen nicht unrecht denken, sprechen oder handeln. Das schließt dann aber auch eine Handlungspflicht mit ein, sich feige „wegducken“ macht einen Menschen auch zum Komplizen. Der Weg ist das Ziel! Der Geist ist durch seine Aktivität der leitende Architekt des eigenen Glücks und Leidens - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null In der Liebe ist es wie beim Verbrechen – ohne den richtigen Komplizen wird es nichts - Christian Reuter - Deutscher Dichter - 1665 bis 1712 Die Wahrheit siegt durch sich selbst. Eine Lüge braucht stets einen Komplizen. - Epikur - Griechischer Philosoph - 341 bis 271 vor dem Jahr Null Wenn du mitmachst, machst du dich zum Komplizen von Machenschaften - Monika Kühn-Görg - Deutsche Schriftstellerin Der Apotheker ist Komplize des Arztes, Wohltäter des Bestatters und Ernährer der Würmer - Ambrose Gwinnett Bierce - Amerikanischer Schriftsteller und Journalist - 1842 bis 1914

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  • 27.11.2021
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    01:49
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    028-Buddhismus im Alltag - Immer mehr Veränderungen

    Im Laufe eines Lebens verändert sich wirklich alles, selbst unsere Zellen bilden unseren Körper alle 7 Jahre komplett neu. Alles ist der Wandlung unterworfen, was heute als sicher galt, das ist morgen unbekanntes Land. Uns gegen Veränderungen zu wehren ist nicht möglich, und es ist auch völlig sinnlos. Wenn wir den Weg annehmen, so wie Buddha uns dies empfohlen hat, dann lernen wir, die Veränderungen zu akzeptieren, das Neue zu umarmen. Der Weg ist das Ziel! Ich streite nicht mit der Welt, sondern es ist die Welt, die mit mir streitet - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 26.11.2021
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    04:30
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    027-Buddhismus im Alltag - Wie ist Ihr Karma?

    Das Karma ist unsere Antriebskraft, die Energie, die in uns steckt, das alle Anregungen beinhaltet, die wir für das Sprechen, das Handeln und das Denken benötigen. Dieser Antrieb speist sich aus den Filtern, die wir durch unser früheres Verhalten geformt haben, die dann unsere Gewohnheiten abbilden, unsere Nerven, unsere Gedanken, die kommenden Emotionen, unser ganzes Ich bestimmen. Sicherlich hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass Sie manchmal wie unter Zwang handeln, dass Sie bestimmte Dinge einfach tun müssen, das ist dann ihr Karma. Die im Westen übliche Ansicht, dass das Karma das Schicksal abbildet weil wir die höheren Mächte verärgert haben, die führt zu kurz. Unser Karma ist nicht von den Göttern bestimmt, sondern wir selbst sind (aus diesem Leben, aber auch aus Vorleben) für unser Karma verantwortlich. Für das Karma aus diesem Leben trifft uns dann auch direkt die Schuld, das in den Vorleben erworbene Karma müssen unsere vorhergehenden Inkarnationen verantworten. Das Trinken von Alkohol ist ein sehr gutes Beispiel für die Entwicklung des Karmas. Wir fangen jung an zu trinken, gewöhnen uns an den Alkohol und die Umstände, finden das Trinken auch gesellig und fröhlich, rasch wollen wir mehr von den guten Tropfen, wir entwickeln eine Abhängigkeit. Anstatt weniger zu konsumieren wollen wir mehr, die Grenze zum Alkoholismus ist schnell überschritten. Die Folge ist eine angeschlagene Leber, selbst unsere Freundschaften richten sich nach dem Konsum, Alkoholkranke finden einfach zusammen, Antialkoholiker passen eben nicht dazu. Das Verhalten haben wir selbst entwickelt, niemand hat uns gezwungen. Wenn wir nun aufhören zu trinken, die Gewohnheit unterlassen, dann wird sich unser Umfeld komplett ändern, Geselligkeit kann auch anders erlebt werden. In der Brieftasche wird deutlich mehr Geld bleiben, vielleicht finden sich andere Freunde, das Karma entwickelt sich so, wie es sich eben entwickeln soll. Nach Buddha steht alles geschrieben, also auch, ob wir uns aufraffen können, oder eben nicht. Ob wir so oder so handeln, sprechen oder denken, das alles ist unser Karma. Trotzdem alles schon geschrieben steht haben wir noch Wahlmöglichkeiten, wir können das Heranreifen des Karmasbeeinflussen. Trotzdem folgt das Leben unserem Film, das Drehbuch steht fest, die Darsteller auch, allerdings gibt es alternative Drehbücher, Abzweigungen gleich können wir wählen, wollen wir noch ein Bier, oder besser nicht? Die buddhistische Lehre und die Versenkung können uns helfen, zu unserem Karma zu finden, die verschüttete Persönlichkeit unter den Bergen von Schutt zu finden, um dann so zu leben, wie die richtige Abzweigung es mit sich bringt. Der Weg ist das Ziel! Trage dein Ego wie ein lockeres, passendes Kleidungsstück - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 25.11.2021
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    04:34
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    026-Buddhismus im Alltag - Grübeln und noch mehr Grübeln

    Wir Menschen grübeln zu viel, unser Ego plappert dauernd vor sich hin. Die Sorgen und Ängste sind meist eingebildet, selten kommt es so, wie wir es uns gedanklich ausgemalt hatten. Von morgens bis abends grübeln wir über unsere Probleme, wenn wir aufwachen sind sie wieder da, die lieben Sorgen. Habe ich das richtig gemacht? Was, wenn das schief geht? Die Probleme beherrschen unser Denken so sehr, dass wir gar nicht wirklich merken, was wir jetzt und gerade tun, die Phantasie hat uns fest im Bann, wir handeln wie Automaten, weil die Sorgen und Ängste unser gesamtes System blockieren. Den lieben langen Tag geht es so weiter, die Gedanken drehen sich im Kreis, die Probleme lassen uns nicht los. Das Egospielt mit uns, denn hierbei handelt es sich um eine Fehlfunktion der Evolution, das abgekoppelte Ego läuft heiß. Eigentlich soll das Ego uns unterstützen, um mögliche Gefahren zu vermeiden, um Eventualitäten abzuwägen. Allerdings kann ein übersteigertes Ego zu ständig kreisenden Gedanken führen. Das Kopfkino fängt an zur Belastung zu werden, der Gedankenpalast wird zu einer Existenzbedrohung. Noch ein wenig verrückter, und ein Platz in einer mentalen Einrichtung erscheint plötzlich als letzte Hoffnung. Buddha mahnte seine Anhänger, dass das Denken der Ursprung aller Leiden ist, dass „zu viel“ Denken in Krankheiten mündet, dass das Denken eine Sucht werden kann, weil unser Ego nach Befriedigung giert. Wahrscheinlich kennt jeder, den Ängste und Sorgen plagen, dieses Kopfkino, die Eskapaden des Gedankenpalastes. Wir verdrängen so gerne die Ursachen unserer Sorgen, da die Gedanken alles überlagern. Aber haben die Sorgen, Ängste und Nöte im Nachhinein irgendetwas gebracht? Die Ursachen der Probleme ist das Ego, denn es würde sich absolut NICHTS verändern, wenn wir aufhören würden uns Sorgen zu machen. Wie können wir die kreisenden Gedanken zur Ruhe bringen, das Kopfkino beenden, den Gedankenpalast aufräumen? Wenn wieder Ängste über uns herfallen, dann müssen wir uns der Sache stellen. Woher kommt genau jetzt dieser Gedanke? Bringt es etwas, wenn ich mir die negativen Folgen in Gedanken ausmale? Verändert sich etwas, wenn ich aufhöre mir einen Kopf darüber zu machen? Kommt der Gedanke immer wieder? Sagen Sie ihm: Stop! Ich habe mir darüber schon Gedanken gemacht, ich will jetzt nicht schon wieder über das selbe Problem nachdenken. Gehen Sie mit kleinen Schritten in ein neues Leben, ohne Sorgen und Nöte, ohne Kopfkino. Sie müssen nicht mit Problemen leben, da Sie sowieso NICHTS ändern können, es kommt sowieso so, wie es kommen soll. Der Weg ist das Ziel! Wut festzuhalten ist wie Gift zu trinken und zu erwarten, dass die andere Person stirbt - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 24.11.2021
    1 MB
    01:50
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    025-Buddhismus im Alltag - Das Leben ist schön

    Das Leben ist schön, das vergessen wir aber zu oft. Wenn wir wieder von Ängsten übermannt werden, dann sollten wir uns an die schönen Momente des Lebens erinnern, denn das Leben ist wirklich schön. Wunderschöne Landschaften, wundervolle Menschen, einmalige Begebenheiten, viele zauberhafte Momente ergeben sich im Lauf der Zeit. Wer kann die Magie „sehen“? Der Weg ist das Ziel! Das Glück wird nie zu denen kommen, die das, was sie bereits haben, nicht zu schätzen wissen - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 23.11.2021
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    04:26
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    024-Buddhismus im Alltag - Das großzügige Herz

    Große Züge macht das Herz, in einer umfassenden Bewegung wird freigiebig verteilt, was das Gegenüber benötigt. Kleinlich und sparsam, das kann nicht wirklich erfreuen, denn wenn "man" genug hat, dann kann "man" auch teilen. Wie wir unseren Geist üben, gerade im Bezug auf unsere Spiritualität, das zeigt, ob wir uns ein großzügiges Herz aneignen konnten, oder ob wir den Weg des "engen" Herzens gehen wollen. Nach Buddha sollen wir das, was wir haben, mit anderen Menschen teilen, selbst wenn wir nur wenig haben oder besitzen, dann sollen wir großzügig sein. Allerdings sollte diese Freigebigkeit freiwillig sein, keinesfalls sollen wir uns "gezwungen" fühlen zu geben. Wer im Geben nicht kleinlich ist, der verbindet sich mit dem Beschenkten, wer von dem, was er/sie besitzt, gern und viel anderen gibt, der weitet das Herz. Warum lohnt es sich nun für uns, großzügig zu sein? Nach Buddha sind wir alle Eins, ein großer Schwarm, der in vielfältiger Weise miteinander verbunden ist, ähnlich der Vögelschwärme haben wir eine Schwarmintelligenz , so dass unsere einzelne Gabe der gesamten Gattung zugute kommt. Allerdings muss jede Tugend auch Maß und Ziel haben, sonst kann die positive Eigenschaft schnell in das Gegenteil fallen, eine Untugend werden. Wer etwa zu sehr in gemeinnütziger Arbeit aufgeht, dabei das direkte Umfeld vernachlässigt, der handelt auch falsch. Wohltätigkeit kann auch zu einer Art von Sucht werden. Wer seine Großzügigkeit üben will, der kann sich dahingehend entwickeln, indem er/sie sich bewußt damit beschäftigt, etwa mit dem Mantra "Ich bin großzügig", auch indem wir uns vorstellen, wie sich diese Großzügigkeit anfühlt. Was würde sich ändern, wenn wir von nun an ein "großzügiges Herz" haben würden, was wäre anders? Gerade Atemübungen können auch das Herz räumlich erweitern, daraus folgt großzügiges Atmen, und auch solches Verhalten. Wer großzügig ist, lebt glücklicher, denn er zieht aus seiner Handlung auch noch eine Rückkopplung. Jedoch sollte nach dem Gründer des Chan-(Zen)-Buddhismus, dem Mönch Bodhidharma , unter keinen Umständen etwas Großzügiges unternommen werden, weil "man" sich davon eine Verbesserung des eigenen Karmas verspricht. Gute Taten sollten ohne jedwede Hintergedanken erfolgen, da sonst jedenfalls der "Witz" an der Sache abhanden gekommen ist. Ein großzügiges Herz ist eine schöne menschliche Eigenschaft, ich persönlich tue mir mit kleinlichen und geizigen Personen häufig schwer, jedoch versuche ich bei der Begegnung mit solchen Menschen dann, die jeweiligen Gründe nachzuempfinden. Auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel! Gib auf, auch wenn du nur ein wenig hast - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 22.11.2021
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    04:41
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    023-Buddhismus im Alltag - Inneren Frieden finden

    Wir sind auf der Suche nach innerer Ruhe, wir wollen ein friedliches Leben, unabhängig von den hektischen Geschehnissen um uns herum. Was kann uns helfen, diesen inneren Frieden zu finden, zu halten, zu vertiefen? Den ganzen Tag begegnen uns so viele Menschen, es passieren zahllose Dinge um uns herum, die uns in Schwierigkeiten bringen könnten, eine gewisse Gefahr ist ständig in unserem Leben. Es bringt uns viel, bei jeder Begebenheit eine innerliche Abwägung zu treffen, das „Für“ und das „Wieder“ ohne eine Wertung zu betrachten. Diese Betrachtung fällt uns allerdings sehr schwer, da uns eine realistische Einordnung meist nicht möglich ist, wir wollen das Geschehen beurteilen, unsere Filter stehen bereit, um die Angelegenheit mit unserem Kompass einzuordnen. Dabei spielen unsere Ängste eine wichtige Rolle, da nur eine objektive Sicht auch objektive Ergebnisse bringt. Nur eine Überwindung der Ängste bringt uns der Wahrheit über die Ereignisse näher, eine klare Betrachtung des Ereignisses, mit gesunder Skepsis, aber voller Grundvertrauen. Innerer Frieden ist nicht einfach zu finden, und noch schwieriger zu erhalten. Allerdings wird uns diese Ruhe solange versagt bleiben, wie wir nicht mit genug Mitgefühl an die Umstände herangehen, unser Ich für das Leiden aller Lebewesen zu öffnen, die Menschlichkeit in der Gemeinsamkeit zu sehen. Sicherlich trägt zuerst ein Jeder die Verantwortung für das Überwinden der eigenen Leiden, den Kreislauf der Schmerzen zu verlassen. Wie also sieht die Realität der Begebenheiten aus? Ist unsere Handlungsweise realistisch? Können Sie Ihr Inneres auf eine andere emotionale Ebene bringen, eine andere Geisteshaltung einnehmen? Denn diese Haltung des Geistes ist verantwortlich für den inneren Frieden. Wenn wir uns in unserem Geist mit Gier, Hass, Verblendung, Eifersucht, Ärger, Stress oder ähnlichen Emotionen beschäftigen, dann wird es nichts mit dem inneren Frieden. Wir müssen unser Ego zum Schweigen bringen, um zum inneren Frieden zu finden, denn nur das innerliche Blabla bringt uns aus dem Konzept, verursacht Ärger, läßt uns die Fassung gegenüber anderen Menschen verlieren. Hier müssen wir immer wieder dagegen anarbeiten, uns mit vollem Engagement mit dem Gegenüber verbinden, die Ignoranz für das Leiden der anderen Lebewesen beenden, immer versuchen, uns mit den Sorgen und Nöten der Mitmenschen zu beschäftigen. Wer die Probleme anderer Menschen nicht sehen kann, der kann auch keinen inneren Frieden finden, der wird die Realität hinter den Realitäten niemals finden. Wer den inneren Frieden endlich erreichen will, der muss alle Umstände, Begebenheiten und Menschen richtig einschätzen, dann die richtigen Schlüsse (unter Berücksichtigung der Lehre Buddhas) treffen, dann tiefer in sich gehen. Der Weg ist das Ziel! Diejenigen, die frei von verärgerten Gedanken sind, finden sicher Frieden – Buddha – Ehrenname des Siddharta Gautama – 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 21.11.2021
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    04:34
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    022-Buddhismus im Alltag - Mitgefühl ist ein Gefühl

    Sind Sie schon einmal an einem Bettler vorbeigekommen, der Sie um Geld gebeten hat, eine Dose vor sich stehend, mit leidender Miene um einen Teuro fragend? Sicherlich war Ihr Gefühl "mit" dem leidenden Mitmenschen, wahrscheinlich haben Sie Ihr Herz geöffnet, Ihren Geist mit dem des Gegenübers verbunden, wenigstens für einen kurzen Moment. Die Lehre des Buddhismus handelt von der Befreiung von Leiden, von der Abwesenheit aller Ursachen des Leidens. Wir alle gehen denselben Weg der Leiden, den sog. Leidensweg, machen viele Dinge durch, Geburt, Alter, Krankheit, und am Ende wartet der Tod. Deshalb können wir "mit"-fühlen, denn die Lage ist für alle Menschen gleich, keiner lebt ewig, jeder erleidet Schmerzen, jeder hat seine Wünsche, seine Enttäuschungen, seine Erfolge, seine "speziellen" Momente im Leben, die den jeweiligen, individuellen Lebensweg ausmachen. Vielleicht fragen Sie sich kurz, was den Bettler wohl dazu gebracht haben könnte, hier jetzt ausgerechnet Sie um Geld zu bitten, welche Stationen den Ausschlag gegeben haben, dass er und Sie sich genau in diesem Augenblick treffen, eine flüchtige Begegnung haben. Was hat dieser Mensch erlebt, welche Erlebnisse waren prägend, eventuell spüren Sie ein Gefühl in sich aufkommen, das Mitgefühl. Damit verbunden ist dann meist der Wunsch, dass dieser Mensch sich aus seiner misslichen Lage befreien kann, dass er sich aus dem Kreislauf der Leiden befreien möge. Durch die Verbindung zu diesem Menschen, in genau dieser kurzen Sekunde, daraus ziehen wir Stärke, diese Koppelung zwischen den Lebewesen ist eine kleine Erleuchtung, ein Gefühl "mit" der anderen Kreatur, mit seiner Verletzlichkeit, die uns unseren eigenen Schmerz und unser Leid aufzeigt. Mitgefühl kann man entwickeln, wenn man denn möchte. Das Gegenteil von Mitgefühl sind Schadenfreude und Gehässigkeit, die zum Teil auch aus unserer begrenzten Fähigkeit "zu helfen" entstammen, das Gefühl "nichts" tun zu können, das macht uns sehr unglücklich. Mitgefühl ist eine Emotion, die allerdings klug eingesetzt werden sollte, denn aus Mitgefühl sich selbst aufzugeben, das ist auch keine schlaue Lösung. Auch dürfen wir nicht wegen der vielen schlimmen Ereignisse auf dieser Welt den Mut verlieren, nicht verzweifeln an der Schlechtigkeit, die wir häufig um uns herum erleben. Denn Buddha sagte, dass wir nicht werten sollen, nicht in "gut" oder "schlecht" einteilen sollen, sondern das Schicksal so akzeptieren müssen, wie es dann kommt. Wenn Sie wieder meditieren, dann sollten Sie Ihr Mitgefühl auf die Menschen richten, die Sie nicht mögen, die Ihnen unangenehm sind, dabei können Sie Ihr Mitgefühl stärken. Denn auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel! Sie können keine Leidenschaft haben, es sei denn, Sie haben Mitgefühl - Elizabeth Taylor - Britisch-amerikanische Schauspielerin - 1932 bis 2011 Wenn es um Liebe, Mitgefühl und andere Gefühle des Herzens geht, bin ich reich - Muhammad Ali - Ehemaliger US-amerikanischer Boxer - 1942 bis 2016 Eine seelenvolle Meditation kann die Grenzen des Mitgefühls, der Toleranz und der Zuneigung des Verstandes leicht ausdehnen - Sri Chinmoy - Indischer spiritueller Lehrer, Philosoph und Guru - 1931 bis 2007

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  • 20.11.2021
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    021-Buddhismus im Alltag - Dumm gelaufen

    Manchmal kann es dumm laufen, das Glück ist uns nicht immer hold. Allerdings gibt es nichts Schlechtes, an dem nicht auch etwas Gutes daran wäre, gut ist nicht immer gut, und schlecht ist nicht immer schlecht. Wir sehen nicht hinter die Kulissen, wir wollen häufig nicht verstehen, was die wahren Zusammenhänge sind. Der Weg ist das Ziel! Glück hängt nicht davon ab, was du hast oder wer du bist. Es hängt nur davon ab, was du denkst - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 19.11.2021
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    020-Buddhismus im Alltag - Kleine Schmerzen

    Das Leben ist eine Abfolge von kleinen Schmerzen, mal zwickt es hier, mal zwackt es dort, immer wieder erinnern uns die Schmerzen an die Endlichkeit unseres Schicksals. Schmerz ist ein Alarmsignal der Evolution, soll uns vor Schaden schützen. Gleichwohl kann sich der Schmerz auch gegen uns richten, nämlich wenn der Schmerz chronisch wird. In der Medizin nimmt die Schmerztherapie einen wichtigen Platz ein, Operationen ohne Schmerzmittel erscheinen uns unmöglich, schwere Krankheiten erfordern oft starke Dosierungen. Aber der Schmerz ist auch ein Korrektiv, bringt uns auf den Boden der Tatsachen zurück, wir sind Sterbliche, keine Götter. Und wir sollten auf die Schmerzen „hören“, in unserem Körper forschen, unser „Ich“ ernst nehmen, Schmerzen sind immer ein Signal, zeigen „Vorgänge“ in uns an. Klar kann man sich mit Schmerzmitteln eine Weile lang „behelfen“, aber irgendwann kommt der Moment, in dem wir uns um „uns“ kümmern müssen. Meist ist der Termin dann extrem unpassend, warum jetzt, aber wenn wir es nicht jetzt machen, dann machen wir es nie. Am Anfang sind die Schmerzen klein, wir ignorieren sie dann so gerne, aber sie werden meist stärker, selten gehen sie von alleine weg. Was könnte unser Körper „uns“ sagen wollen, warum zwickt es jetzt genau hier, welcher Grund könnte den Schmerzenzugrunde liegen? Tut Ihnen vielleicht der Rücken weh, wenn Ihnen etwas unangenehm ist? Welche Vorgänge könnten ablaufen, was sind mögliche Konsequenzen? Wenn wir Muskelkater haben, dann zeigt uns der Körper, dass wir jetzt ruhen müssen, dass die Säure aus der Muskulatur heraus transportiert werden muss. Wenn wir zu viel Alkohol trinken, dann haben wir Kopfweh, kein Ereignis ohne Konsequenzen. Ich habe Freunde, die gehen erst dann zum Zahnarzt, wenn die Schmerzen unerträglich werden, andere gehen alle 6 Monate zur Kontrolle. Es liegt an uns, wie wir mit Schmerz umgehen, achten wir auf uns, oder denken wir, dass wir Herkules sind, der ohne Schaden durch das Leben kommt? Nach Buddha sollen wir uns um unsere Gesundheit gut kümmern, denn nach dem großen Lehrer ist der Körper unser Tempel, das Vehikel, dass uns in dieser Inkarnation dient. Dabei sind Schmerzen ein Signal, das wir aufmerksam betrachten sollten, denn Schmerz ist die Verbindung zum Universum, von der der Lehrer aller Lehrer sprach. Wie wollen Sie in Zukunft ihrem Tempel die nötige Achtsamkeit erweisen? Könnten Sie sich vorstellen, besser auf das Vehikel zu achten, die Zeichen erwachsen und in voller Präsenz wahrzunehmen? Der Weg ist das Ziel! Den Körper in guter Gesundheit zu halten ist eine Pflicht, sonst werden wir nicht in der Lage sein, unseren Geist stark und klar zu halten - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 18.11.2021
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    019-Buddhismus im Alltag - Viele Dinge um uns herum

    Gestern sass ich auf meinem Sofa und schaute so herum, als mir auffiel, wie viele Dinge ich besitze, eigentlich viel zu viele. Das habe ich zum Anlass genommen so grob zu überschlagen, wie viele Gegenstände ich „mein eigen“ nenne. Geschätzte 1000 größere Dinge „gehören mir“, sind mir wichtig genug gewesen, um Geld dafür auszugeben. Alleine in meinem Bad habe ich über 100 Gegenstände, große und kleine, verschiedene Cremen, 5 Rasierwasser, Balsam, Bürsten, alle möglichen Sachen stehen rum, elektrische Zahnbürsten, mir war nicht bewusst, dass ich so eitel bin. Alle Schränke sind voll, überall stehen Geräte, Andenken, Dekoration, wenn ich mir dann überlege, was ich wann gebraucht habe komme ich zu dem Ergebnis, dass ich ein kleiner Messi bin. Und wenn ich weiterhin überlege wie viel Zeit ich in die Dinge investieren muss, da jedes Ding ja auch Beachtung benötigt. Ich gehe hart auf die 60 Lebensjahre zu, da stellt sich auch die Frage, wie lange ich mich noch um all meinen Besitz kümmern kann, wie lange ich die Dinge noch so erledigen kann wie es mir gefällt? Wenn man gewöhnt ist gewisse Dinge auf eine bestimmte Art zu erledigen, wenn man eine gewisse Routine entwickelt hat, dann geht man in seinen Gewohnheiten auf. Die Pflege meines Besitzes ist sehr anstrengend, wird immer schwieriger, nimmt meine Energie. Und am Ende sind all meine angesammelten Besitztümer reichlich unnütz. Kennen Sie aus den Filmen den Moment, wenn eine Person gestorben ist, und sich jemand durch den Besitz wühlt, aussortiert und viele Dinge einfach wegwirft? Ich habe mir vorgenommen, dass ich jetzt wirklich die Kurve bekomme und mich von all dem unnützen Ballast trenne, denn ich habe nicht mehr immer die dafür nötige Energie. All die Dinge um mich herum, die belasten mich mehr als sie mir bringen. Vor 30 Jahren, da war das eine völlig andere Situation, da war das Neue noch besonders, heute denke ich, dass ich das Meiste schon einmal gesehen habe, materielle Dinge sind mir nicht mehr so wichtig. Ein einfacher Lebensstil, das ist jetzt mein Ziel. Der Schwabe sagt: Wer die Küh hat, der hat auch die Müh, nicht nur die Milch. Das hat viel Wahrheit in der einfachen Weisheit. All die Dinge, die ich angesammelt habe, von denen werde ich mich jetzt trennen, langsam aber sicher, immer wieder bewusst und achtsam zu einem Chan-(Zen)-Stil hin mich entwickeln. Die angeräumte Bude geht mir auf die Nerven. Der Weg ist das Ziel! Glück ist nicht viel zu haben. Glück gibt viel - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 17.11.2021
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    018-Buddhismus im Alltag - Die Erde ist eine Scheibe

    Wie, die Erde soll eine Scheibe sein? Aber wir wissen doch heute, dass sie eine Kugel ist, die Wissenschaft zeigt uns das, die Flüge gehen “rund um die Welt”. Schon im Altertum (und auch später im Mittelalter) gab es heftige Streitigkeiten um das Thema, bei dem der eine oder andere “Wissenschaftler” seine Meinung mit dem Leben bezahlt hat. Viele Dinge hat die Wissenschaft aufgezeigt, das Leben der Menschen verbessert. Die Urmenschen hatten sicher fürchterliche Angst vor Blitz und Donner, heute wissen wir um die Zusammenhänge, haben zur Natur eine aufgeklärte Ansicht. Wenn heute über die “Erleuchtung” gesprochen wird, dann ist diese auch nicht “beweisbar”, kann, ähnlich der Erdanziehung, auch nicht gesehen werden, ist auch nicht “spürbar”, und noch schwieriger zu erklären. Aber wir wissen, dass viele Dinge, die einst unerklärlichen schienen, dann eine Klärung erfuhren. Buddhas Philosophie baut auf der “Erleuchtung” auf, die selbst der große Lehrer nicht richtig erklären konnte, er hinterließ keine Gebrauchsanweisung, wie wir “erwachen” könnten, weshalb die Reise zur “Erleuchtung” auch ein sehr persönliches Erlebnis ist, für die es eben keine allgemein gültigen Regeln gibt. Wer glaubt, dass es noch sehr viele unerklärliche Dinge gibt, auf die es in der Zukunft eine Erklärung geben wird, der kann auch der “Erleuchtung” eine Chance geben. Sicherlich hatten Sie schon einmal das Gefühl, dass es mehr gibt als nur das “einfache” Leben, dass es eine Wahrheit hinter der Realität geben muss, dass das nicht “alles” sein kann. Da bietet die Philosophie Buddhas auch genug Thematik, um sich Gedanken über die Illusionen zu machen, denen wir uns so gerne hingeben. Könnte es sein, dass wir uns nicht die richtigen Gedanken machen? Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Was ist die richtige Art, um durch das Leben zu gehen? Wie wollen wir unsere Lebenszeit nutzen? Was sind wichtige Ziele? Wie wollen wir sein? Wir alle spielen eine Rolle, die wir uns im Laufe des Lebens angewöhnt haben. Werden wir die menschliche Größe haben, diese Rolle eines Tages zu hinterfragen? Die Lehre des Buddha handelt von der Erde als Scheibe und als Kugel, denn beide Zustände sind gleichzeitig möglich. Abhängig vom Zeitgeist gibt es wechselnde Wahrheiten, Scheibe oder Kugel, Lügner oder Leugner, gut oder böse, links gegen rechts, oben gegen unten. Es gibt sehr viele Dinge, die auch der moderne Mensch noch nicht verstehen kann. Halten Sie es für möglich, dass die “Erleuchtung” als Konzept wenigstens weitere Überlegungen wert ist? Denn: Der Weg ist mein Ziel! Das größte Geschenk ist es, den Menschen deine Erleuchtung zu geben, sie zu teilen. Es muss das Größte sein - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 16.11.2021
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    017-Buddhismus im Alltag - Das Verschweigen

    Etwas zu verschweigen, das kann so sein wie lügen, wer ehrlich sein will darf weder etwas verschweigen, noch weglassen, oder beschönigen. Nach Buddha sollen wir die Wahrheit sagen, die Realität klar sehen, uns nicht in Illusionen verstricken. Heute sollten Sie einmal versuchen immer die Wahrheit zu sagen, nichts auszulassen, stehen Sie zur Wahrheit. Es ist so, wie es ist. Der Weg ist das Ziel! Unser Leben wird von unserem Geist geprägt; wir werden zu dem, was wir denken. Das Leiden folgt einem bösen Gedanken - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 15.11.2021
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    04:33
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    016-Buddhismus im Alltag - Die Eintagsfliege

    Der Lebenszyklus einer Eintagsfliege ist ein Tag, manche Arten leben nur wenige Minuten, andere für mehrere Tage. In der für uns kurzen Zeitspanne erlebt die Fliege alle wichtigen Phasen, alles ist streng durchgetaktet. Innerhalb kurzer Zeit werden die Fliegen geschlechtsreif, paaren sich, und sterben wieder. Was für uns ein Zeitraum zwischen 50 und 100 Jahren darstellt, das erlebt die Fliege in gefühlt minimaler Spanne. Im Leben der Eintagsfliegen geht es nur um ein Thema, sie müssen sich fortpflanzen, unbedingt ihre Art erhalten. Wirklich alles wird nebensächlich, nur der Trieb zählt. Wenn die Aufgabe erfüllt ist, dann sterben die Fliegen, sie sind ihrer Bestimmung nachgekommen. Für diesen grossen Tag haben sich die Eintagsfliegen lange vorbereitet, als Larven haben sie zum Teil mehrere Jahre ausgehalten, nur um für diesen einen Tag zu schlüpfen, um sich am großen Tag von der Larve zur Fliege zu verwandeln. Unser Leben ist mit dem der Eintagsfliegen vergleichbar, nur die Relation ist etwas anders, aber am Ende sterben wir, ganz wie die Fliegen. Wir sterben „wie die Fliegen“, so das Sprichwort. Wenn wir über die kurze Lebensspanne der Fliegen nachdenken, dann sehen wir Parallelen zu unserem Leben, gerade war ich noch ein Kind, jetzt stehe ich bereits im Herbst des Lebens. Es ist alles vergangen wie „im Flug“, der Fluss des Lebens ist an mir vorbeigerauscht, alles ist Veränderung, deshalb ist das „Heute“ und das „Jetzt“ auch so wichtig. Setzen Sie sich in die Perspektive der Eintagsfliege, alles geht so schnell vorbei, jeder Moment ist flüchtig, nichts können wir behalten, alles werden wir verlieren. So wie die Fliegen, die Zeit ist ein relativer Begriff, aber für jede Inkarnation kommt der endgültige Moment. Lassen Sie in Gedanken ihr Leben an sich vorübergehen, leben Sie im Zeitraffer alles nochmals durch. Egal welche Begebenheiten in ihrem Gedächtnis verbleiben, auch die Erinnerungen werden verblassen, unsere Körper werden zu Staub, wo wird unsere Persönlichkeit bleiben? Werden wir wieder-geboren, oder war es das? Wo gehen wir hin? Vielleicht zu dem Ort, von dem wir gekommen sind? Die Lehre Buddhas bietet viel Raum für Überlegungen, der Prozess der „Erleuchtung“ ist ein geistiger, die Reise beginnt mit der Gefolgschaft zu Buddha, wir wissen wenig am Beginn des Weges. So wie die Eintagsfliegen sich keine Gedanken machen, so streben die meisten Menschen durch ihr Leben, sie reflektieren nicht, sie wollen sich ablenken, nicht die harte Realität betrachten, nämlich, dass unsere Zeitspanne der der Eintagsfliegen entspricht. Der Weg ist das Ziel! Alles verstehen heißt alles verzeihen - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Copyright https://shaolin-rainer.de

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  • 14.11.2021
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    015-Buddhismus im Alltag - Gut und Böse

    Gut und Böse sind subjektive Empfindungen, also nur eine Meinung, eine Wertung, die wir Menschen über Dinge und Lebewesen treffen. Nach Buddha sollen wir aber nicht werten, sondern die Begebenheiten so akzeptieren, wie sie in unser Leben kommen. Für „Gut“ und „Böse“ gibt es keine objektiven Kriterien, niemand hat die moralische Überlegenheit, für andere Individuen derartige Standards zu setzen. Was der eine Betrachter als „gut“ empfindet, das ist für einen Anderen „schlecht“. Was einen Mann anmacht, das stört die Frau neben ihm. Die meisten Menschen machen den Fehler zu glauben, dass ihre Auffassung von „gut“ und „böse“ allgemein gültig sein muss. Wer allerdings versteht, dass dies eben nicht so ist, der hat auf dem Weg zur „Erleuchtung“ wieder ein Stück zurückgelegt. Also, was ist für Sie „Gut“, und was sehen Sie als „Böse“? Wenn Sie so darüber nachdenken, was glauben Sie, warum sehen Sie die Kategorien so, welche Gründe lassen Sie manche Dinge und Menschen als "gut" oder "böse" erscheinen? Die allgemeine Stimmung bewertet „Gut“ und „Böse“ immer wieder neu, abhängig vom Zeitgeist und der moralischen Stimmung ist alles einem ständigen Wandel unterworfen. Was heute noch "gut" war, kann morgen schon "Schlecht" oder gar "Böse" sein. Bei der Einschätzung werden wir durch unsere Umwelt beeinflusst, nur wenige Menschen kommen zu ihren Wertungenaus eigenem Überlegen. Nach Buddha sollen wir überhaupt nicht werten, jegliche Urteile (Vorurteile) unterlassen, immer Dinge neu betrachten, aber eben nicht über sie werten. So wie es ist, so ist es eben, so wie es kommt, so ist es gut, die Lehre des Lehrers aller Lehrer sagt, dass wir stoisch alles akzeptieren sollen, keinesfalls dabei eine Schuld suchen dürfen. Es ist, wie es ist, es kommt so, wie es kommen muss. Denn „Gut“ und „Böse“ gibt es nicht, sie existieren nur in unserer Vorstellungswelt, es gibt kein unverdientes Glück, und natürlich auch kein unverdientes Unglück. Der buddhistische Weg zur Erleuchtung ist frei von Wertung, kommt ohne Wünschen und Wollen aus. Wer sich nicht mehr über die Dinge oder Menschen ärgert, der schont auch seine Nerven. Der Weg Buddhas ist ein kluger Weg. Werden Sie es für einen Tag schaffen, Ihre Wertungen von „Gut“ und „Böse“ einmal umzudrehen, sich also in die "andere" Position zu versetzen? Die Dinge aus einem anderen Blickwinkel sehen, sich in die Schuhe von Ihrem Gegenüber zu setzen? Wenn es kein „Gut“ und kein „Böse“ gibt, dann gibt es auch keine Positionen, keine Blickwinkel. Oder wie Buddha es formulierte: Es gibt keine Form und keine Leere! Der Weg ist das Ziel! Es gibt zwei Fehler, die man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann - nicht den ganzen Weg gehen und nicht anfangen - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 13.11.2021
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    014-Buddhismus im Alltag - Das leere Blatt

    Hängen Sie sich ein leeres Blatt an die Wand. Jeden Tag stellen Sie sich ein besonderes Wort vor, das (imaginär) auf dem Zettel steht, etwas, was Sie zum Nachdenken bringen wird, oder auch eine Erinnerung bedeutet. Denken Sie mehrfach am Tag an „Ihr Wort“. Der Weg ist das Ziel! Alles wird sich verändern - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Wenn Du die Wahrheit sagst, brauchst du dich an nichts zu erinnern - Mark Twain - US-amerikanischer Schriftsteller - 1835 bis 1910 Wir erinnern uns nicht an Tage, wir erinnern uns an Augenblicke - Cesare Pavese - Italienischer Schriftsteller und Übersetzer - 1908 bis 1950

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  • 12.11.2021
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    013-Buddhismus im Alltag - Der spirituelle Helfer

    Nicht immer fällt es uns leicht, das Leben zu meistern, häufig stehen wir uns selbst im Weg, sind überfordert, oder können uns nicht entscheiden. Egal wie, wer diesem Blog folgt der weiß, dass die Lösung (die "Erleuchtung") in uns liegt, nicht ausserhalb. Es kann aber helfen, sich einen kleinen spirituellen Helfer vorzustellen, der den Weg mit uns geht, vergleichbar mit einer kleinen Figur (Statue) des Buddhas, die uns in Zeiten der Bedürftigkeit helfen kann, mit uns zusammen an Lösungen arbeitet, und die dann eines Tages, wenn wir sie nicht mehr benötigen, wieder verschwindet. Der Weg ist das Ziel! So wie ein fester Fels vom Wind unerschüttert ist, so sind auch die Weisen unerschüttert von Lob oder Schuld - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 11.11.2021
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    05:21
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    012-Buddhismus im Alltag - Negative Glaubenssätze

    Wir glauben alles mögliche, im positiven oder im negativen Kontext. Derartige Überzeugungen haben wir von den Eltern erlernt, vom Umfeld übernommen, oder schlicht aus unserem gefühlten Bewusstsein entwickelt. Pflichtbewusstsein, religiöse oder spirituelle Dogmen, angelernte Filter, alles mögliche hat seinen Platz in unserem Kopf gefunden. Das Problem ist, dass derartige Glaubenssätze hier schon Jahrzehnte "lagern" können, aus vorgefertigten Urteilen ergeben sich "Vorurteile". Der Wahrheitsgehalt solcher Glaubenssätze ist meist recht unbestimmt, haben wir doch die Vorurteile schon lange in unserem Gedankenpalast. Das Problem ist, dass wir diese Vorurteile mit Wahrheiten verwechseln, dabei sind die Glaubenssätze längst ein "alter Hut". Die Welt dreht sich schnell, der Zeitgeist entwickelt sich rasant, was heute "richtig" erscheint, das kann morgen "falsch" sein. Buddha sagte seinen Anhängern, dass sie nicht in richtig oder falsch unterscheiden sollen, sondern immer neu über die Umstände befinden müssen, um den achtfachen Pfad zur " Erleuchtung " zu gehen. Dadurch lernen wir neue Denkmuster kennen, alte Glaubenssätze fallen von uns ab, neue Überzeugungen ersetzen verkrustete Meinungen, wer immer neu entscheidet bleibt geistig fit, kann mit der Zeit gehen, keinesfalls auf der Stelle treten. Welche Glaubenssätze haben Sie? Was ist Ihre Einstellung? Haben Sie ein Motto? Welche Weisheiten fallen Ihnen ganz spontan ein? Welche Sätze hat Ihre Mutter oder Ihr Vater immer gesagt, an was können Sie sich erinnern? Wie ist Ihre spirituelle Ausrichtung? Wollen Sie Kinder, Familie? Ist Ihnen materieller Wohlstand wichtig? Sind Ihre Glaubenssätze negativ oder positiv? Glauben Sie, dass die Welt sich gegen Sie verschworen hat? Oder halten Sie sich für einen "Glückspilz"? Vervollständigen Sie folgende Sätze: Ich will mit meinem Leben............................. Meine Freunde denken von mir, dass ........................... Meine Familie hat mir ........................... Mein Job ist ........................... So, was sind Ihre Glaubenssätze, was meinen Sie? Und welche sind gut für Sie, welche sollten weg? Wie können Sie jetzt die "guten" Glaubenssätze verstärken, die schlechten abstellen? Ganz einfach, durch intensives Nachdenken, durch Kontemplation, durch Achtsamkeitsübungen. Können Sie die weniger guten Glaubenssätze in einen besseren Bezug bringen? Was wäre, wenn Sie das Glas nicht als halb leer sehen, sondern als halb voll? Wie könnten Sie "negative" Glaubenssätze in positive Ansichten umdeuten? Wo wollen Sie mit Ihrem Leben hin? Buddha mahnte uns, achtsam und diszipliniert durch das Leben zu gehen, keinesfalls "aufzugeben". Daraus folgt, dass wir unsere Glaubenssätze immer wieder hinterfragen, auf unsere momentanen Umstände zu anzupassen. Die Glaubenssätze zu verändern ist keine leichte Aufgabe, hier wird ein Prozess angestossen, der über die Zeit einfacher wird. Hier gilt natürlich auch: Der Weg ist das Ziel! Die Beruhigten sagen, dass das, was gut gesprochen wird, das Beste ist; zweitens, dass man sagen sollte, was richtig und nicht ungerecht ist; drittens, was angenehm und nicht unangenehm ist; viertens, was wahr und nicht falsch ist - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 10.11.2021
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    04:22
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    011-Buddhismus im Alltag - Unser “Recht auf Glück”

    Wer denkt, dass er/sie ein “Recht auf Glück” hätte, der ist völlig schief gewickelt. Das Einfordern von Glück beim Schicksal ist so erfolgreich, wie ein langes Gespräch mit der Wand. Ob unser Weg ‘glücklich’ oder ‘unglücklich’ sein wird, das ist durch das Karma bestimmt. Sich hinzustellen und zu jammern, weil es eben nicht so läuft wie wir es uns wünschen, das bringt überhaupt nichts. Ganz anders geht Buddha mit seiner Philosophie an das Leben heran. Nach dem Lehrer aller Lehrer sollen wir gar nichts bewerten, sondern die Dinge, die da kommen, annehmen, so wie sie kommen. Wer sich frei macht von ‘gut’ oder ‘schlecht’, der erwartet kein Glück und kein Unglück, sondern wertungsfreie Ereignisse, die sein Leben abbilden. Gestern hatte ich mir mit Freunden ein Rubbellos gekauft, die Spannung war hoch, hatten wir gewonnen, oder nicht? Ich war ungerührt, war doch die Entscheidung auf dem Rubbellos schon zu dem Zeitpunkt gefallen, als das Los gedruckt wurde. Und was wäre anders, wenn wir gewinnen würden? Jedenfalls war es eine Niete, die Situation war unverändert, das Recht auf Glück wäre verdient gewesen, sagten meine Freunde. Wenn wir nun jede Begegnung, jede Begebenheit mit einer gefassten Neutralität begreifen, dann sind wir auf dem Pfad zur “ Erleuchtung ” weit gekommen, denn egal was wir gewinnen (oder verlieren), am Ende aller Dinge zerfällt alles zu Staub, nichts bleibt übrig, nichts ist wirklich. Alles ist endlich, Glück (oder Unglück) ist vergänglich. Wollen wir uns wirklich über Dinge und Menschen aufregen, da wir doch die Zukunft schon kennen? Bringt es etwas, auf ‘Glück’ zu hoffen? Warum wollen wir, wünschen wir, wo doch alles im Nichts enden wird? Und Glück ist auch nicht immer Glück, kann sich in der Retrospektive als Unglück erweisen. Das gebrochene Bein brachte den Mann ins Krankenhaus, wo er seine Frau kennengelernte; diese Geschichte habe ich gerade diese Woche gehört. Er erzählte mir, dass er sich lange eine Beziehung gewünscht hatte, es wollte und wollte nicht passen, und dann, durch ein Unglück kam es zu seinem Glück. Aber ein “Recht auf Glück”, das gibt es nicht, es kommt einfach so, wie es kommen muss, ob es uns passt, oder eben nicht, das Leben bringt die seltsamsten Geschichten mit sich. Wenn Sie wieder einmal unzufrieden sind mit den Ereignissen, dann überlegen Sie sich, ob es nicht auch Menschen gibt, denen es 'schlechter' ergeht, und ob das Einfordern von Glück "etwas bringt". Trotz allem, der Weg ist das Ziel! Glück hängt nicht davon ab, was du hast oder wer du bist. Es hängt nur davon ab, was du denkst - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 09.11.2021
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    01:55
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    010-Buddhismus im Alltag - Ruhe und Konzentration

    Nichtstun kann uns guttun, wir suchen nach Ruhe und Konzentration, zuerst sollten wir aber einfach nichts tun, denn nur wenn wir mit uns selbst zurechtkommen, dann können wir weiter auf die Reise der Kontemplation und Achtsamkeit gehen. Bewußt zur Ruhe kommen erfordert viel Mut, denn normalerweise ist um uns herum immer Lärm, Bewegung und viele Menschen, die Bildschirme plärren auf uns ein. Wann waren Sie das letzte Mal bewußt alleine, wann haben Sie sich in die Ruhe begeben, die Konzentration gesucht? Der Weg ist das Ziel! Es gibt zwei Fehler, die man auf dem Weg zur Wahrheit machen kann, nicht den ganzen Weg gehen, und nicht losgehen - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 09.11.2021
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    04:42
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    009-Buddhismus im Alltag - Kreise

    Kreise bringen es nicht auf den Punkt, Leere ist Form, Form ist Leere. Egal wohin man schaut, da ist das NICHTS. Überall ist in Wahrheit die große Leere; können Sie sich vorstellen, wie Sie eines Tages als Toter in Ihrem Grab liegen werden? Wer hat ein Gewissen, wer hat die harte Entscheidung getroffen, war es so wie „er“ sagte? Haben Sie Alpträume? Ist „es“ noch hier? Hat das Sterben „alles“ traurig gemacht? Ist der Geist der Gestorbenen noch hier? Glauben Sie an Gespenster, an Seelen, an das andere Sein, an das Leben danach? Heute wird Ihr Geist reisen. Egal was Sie mir sagen wollen, nichts können Sie tun, nichts werden Sie entscheiden. Alles ist endlich! Wo gehen wir hin? Wo kommen wir her? Hatten Sie schon einmal das Gefühl zu sterben. Männer und ihre „Aggressionen“. Wo ist oben, wo unten, was ist der Stoff des Lebens? Haben Sie einen Song? Ein spezielles Lied, das Emotionen in Ihnen weckt? Egal welche Kreise wir berühren, kein Punkt steht hervor, der Kreis ist gleichmäßig, rund und unendlich ruht er in seinem eigenen Universum. Wir drehen uns im Kreis, wenn wir immer wieder die selben Fehler machen. Wie ein Hamster im Rad laufen wir weiter und weiter, kommen niemals an, das Rad wird zu einem Mühlstein um unseren Hals. Wie entkommen wir den Kreisen, die unser Leben begrenzen? Können wir über unseren „Schatten“ springen, um die Welt „hinter dem Horizont“ zu entdecken, um dem ewigen Einerlei zu entfliehen? Was ist der Sinn des Lebens? Jedenfalls für Sie, was sind Ihre Träume, wie soll man sich eines Tages an Sie erinnern? Buddhisten haben eine etwas andere Art, die Dinge einzuschätzen. Der große Lehrer mahnte seine Anhänger, das Leben nicht nur als Abfolge von Tagen zu sehen, sondern nach dem verborgenen Sinn zu forschen. Nach Buddha sollen wir nach „Erleuchtung“ streben, unsere Zeit nicht vergeuden. Alles, was Sie als Form wahrnehmen, wird eines nicht entfernten Tages zu Asche zerfallen, jede Form ist endlich, NICHTS wird die Zeit überdauern, alles, an was wir hängen, wird vergehen. Deswegen sollten wir immer gut überlegen, ob wir uns aufregen müssen, denn am Ende ist alles nur noch Staub, selbst der stärkste Stahl wird in seine Atomezerfallen, unsere Knochen werden vom Wind durcheinander gewirbelt; aber wird unsere Persönlichkeit die Strapazen überstehen? Keinesfalls ist alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint. Der Weg ist das Ziel! Wenn das Problem gelöst werden kann, warum sich Sorgen machen? Wenn das Problem nicht gelöst werden kann, wird dir die Sorge nichts nützen - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 09.11.2021
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    04:30
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    008-Buddhismus im Alltag - Das Leben verändern

    Sind Sie mit Ihrem Leben zufrieden, passt es so für Sie, haben Sie alles was Sie brauchen? Wenn nicht dann sollten Sie an Ihrem Leben einiges verändern, um so zu leben, wie Sie sind, wie Sie sich wohl fühlen. Zuerst einmal müssen Sie ganz ehrlich zu sich selbst sein, Sie müssen herausfinden, was Sie wollen, was Sie brauchen, wer Sie überhaupt sind. Kennen Sie sich selbst gut genug? Sind Sie ehrlich zu sich selbst? Was wollen Sie im Leben erreichen? Mit wem wollen Sie Ihre Zeit verbringen, wie Ihren Lebensunterhalt verdienen? Wir alle spielen eine Rolle, zeigen unsere wahre Persönlichkeit nicht (oder selten). Nach Buddha müssen wir diese Rolle erst ablegen, in uns gehen und erkennen, wer wir in Wirklichkeit sind. Die Leser meines Blogs kennen die für mich alles bestimmende Frage: Wer bin ich? Wer bin ich wirklich? Ich frage nicht nach der Rolle, die Sie sich angewöhnt haben, sondern nach dem wahren (und einzigartigen) Menschen, der unsere Persönlichkeit ausmacht, der unter den angelernten Verhaltensweisen verschüttet liegt. Wer also sind Sie? Der Buddhist, der nach Erleuchtung sucht, oder der Familienmensch, der eher nach Haus, Partner und Kindern strebt? Oder vielleicht beides als lohnenswert ansieht, in sich ruhend, aber keinesfalls extrem? Fragen Sie in sich hinein, Ihr Körper wird Ihnen besser dabei helfen als Ihr Verstand. Wenn Sie an etwas denken (z.B. Familie, oder Buddhismus, oder ein neuer Job, egal was), dann wird Ihr Körper (und damit Ihr Unterbewusstsein) eine Entscheidung treffen, ein Gefühl haben. Sie bemerken dies an einer wohligen Wärme tief in Ihrem Inneren, ähnlich einem Lächeln, das angenehm über Ihr Gesicht huscht, so verhält sich ein Gefühl in Ihrem Inneren. Welches Gefühl bemerken Sie, wenn Sie an Ihre jetzige Arbeit denken? Und wie verändert sich die Emotion, wenn Sie sich vorstellen den Job zu kündigen, um etwas anderes zu machen? Fragen Sie sich, wie Sie leben wollen, stellen Sie sich die Dinge vor, die Sie interessieren. Wobei entwickelt Ihr Körperein gutes Gefühl? Wenn Sie sich nicht sicher sind dann machen Sie diese Übung öfters, über mehrere Tage verteilt immer wieder, schreiben Sie sich die Gefühle auf, führen Sie darüber Buch. Wo passen Sie dazu, mit wem fühlen Sie sich wohl, wer sind Sie? Ihre Gefühle können Ihr Leben verändern, wenn Sie denn nur auf sie hören. Es müssen auch keine riesigen Veränderungen sein, am Anfang reicht es völlig, wenn Sie sich über Kleinigkeiten Gedanken machen, und dabei Ihre Gefühle austesten. Auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel! Chaos ist allen zusammengesetzten Dingen inhärent. Strebe mit Sorgfalt weiter - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 06.11.2021
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    04:33
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    007-Buddhismus im Alltag - Schuldgefühle

    Wer kennt sie nicht, die Gefühle der Schuld, "hätte ich doch nur", "es ist alles meine Schuld", "alles ist mein Fehler", "wenn wenn wenn". Egal wie unsere Vergangenheit war, welche Begegnungen unseren Weg prägten, welche Anhaftungen wir entwickelt haben, durch welche Filter wir auf das Leben blicken, welche Illusionen wir uns machen, welchen Weg wir gewählt haben, welche Rolle wir spielen, Schuldgefühle sind kontraproduktiv. Wie wir die Dinge haben wollen, das prägt unser Karma. Daraus entwickeln sich unsere Handlungen, die manchmal in Schuldgefühle ausarten. Aus Gefühlen heraus entwickeln wir Einstellungen, die wir später bedauern. Egal welche Handlung wir begehen, immer haben diese auch eine negative Komponente, einen Anteil, der uns wenigstens gemischte Gefühle hinterläßt. Niemals ist alles nur "gut", oder nur "schlecht", egal wie es kommt, IMMERsind in jeder Handlung verschiedene Bestandteil enthalten. Warum hätten Sie anders handeln sollen? Und vor allem wie, was würde sich ändern? Warum denke ich, dass ich Schuldauf mich geladen habe? Nach Buddha steht alles schon geschrieben, daher können wir auch keine direkte Schuld an den Begebenheiten haben. Egal was Sie denken "falsch" gemacht zu haben, es besteht jedenfalls die Möglichkeit, dass das Karma für diese Handlung in einer früheren Inkarnation gesammelt wurde. Zuerst müssen wir uns diese Aussage Buddhas immer wieder vor Augen führen, denn alles steht geschrieben, wie wir uns entscheiden, das ist abhängig vom Karma, abhängig vom Karma der anderen Menschen um uns herum, mit denen wir interagieren. Es trifft uns also keine Schuld! Daher sind Schuldgefühle auch völlig unnötig, egal welche Geschichte wir hinter uns haben, es kam so, wie es kommen musste, nichts passiert ohne Grund. Selbst die Dinge, die wir mit den besten Intentionen unternehmen, die können Leid verursachen. Wenn wir aber unser Umfeld so sehen, wie wir es wollen, dann ist das Unglück schon ganz am Anfang implementiert, einfach weil wir es nicht schaffen, unsere Ängste so zu überwinden, als dass wir die Welt und die Dinge so sehen, wie alles wirklich ist, wir also endlich hinter die Kulissen blicken. Das erfordert allerdings viel Mut, denn das Schicksal des Menschen ist endlich, wir wissen um unsere Sterblichkeit, nichts ist für die Ewigkeit. Hinzuschauen erfordert unendlich viel Mut, die Wahrheit ist so schmerzlich, da lieber den Kopf in den Sand und weiter so, die Schuldgefühle sind in Wirklichkeit eine Konsequenz daraus. Hand aufs Herz: Könnten Sie sich vorstellen, bei aufkommenden Schuldgefühlen einmal die wirklich wichtigen Fragen zu stellen? Der Weg ist das Ziel! Diejenigen, die nicht auf die Wahrheit hingearbeitet haben, haben den Zweck des Lebens verfehlt - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 06.11.2021
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    03:53
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    006-Buddhismus im Alltag - Der Preis

    Der Preis für die Dinge, die wir lieben, der ist Angst. Wer liebt, der sorgt sich um alle Menschen und Begebenheiten, denn er hat Angst, diese wieder zu verlieren. Hier hilft es nicht, sich etwas vorzumachen, unsere Existenz ist endlich, wir werden alles verlieren, nichts wird bleiben. Je mehr wir lieben, desto mehr können wir verlieren, der Preis ist immer zu zahlen, egal wie wir die Sache angehen wollen. Jede Sekunde kann alles, wirklich alles, vorbei sein, es bringt nichts, sich Sorgen zu machen, trotzdem tun wir es, unsere Gedanken schweifen immer wieder zu den Dingen und Menschen, die uns lieb sind, die unser Herz gewonnen haben. Wenn wir Kontakt zu Menschen haben, uns an Dinge gewöhnen, dann entstehen Sorgen und Ängste von ganz alleine, so scheint unsere menschliche Existenz zu funktionieren. Die Gedanken verselbstständigen sich, drehen sich im Kreis, unser Gedankenpalast macht mit unserem Ego eine große Party. Buddha sagte einmal: Wer 50 Menschen liebt hat 50 Sorgen, wer niemanden liebt hat keine Sorgen. Wer sich also auf die Liebe einlässt, der ist eine mutige Person, denn tief im Inneren ist jedem klar, dass man alle lieb gewordenen Menschen wieder verlieren wird, ja verlieren muss. Die Philosophie Buddhas zeigt, dass wir uns keine Sorgen machen sollten, nicht in Ängsten leben dürfen, denn NICHTS können wir ändern, weder durch Sorgen, noch durch Ängste. Den Preis müssen wir nicht bezahlen, wenn wir darüber nachdenken wird uns auffallen, dass alles genau so bleiben würde, wenn wir uns KEINE Sorgen machen würden. Haben Sie schon einmal in Asien eine stark befahrene Strasse überquert? Ich habe lange in Asien gelebt, in China, in Thailand und in Kambodscha. Am Anfang habe ich immer genau geschaut, wann ich losgehen kann, bin zurück gesprungen, wenn ich dachte, dass es “eng” werden könnte. Irgendwann bin ich dann einfach losgelaufen, der Verkehr “floss” auf einmal um mich herum, wie von Zauberhand wurde ich zu einem Teil der Angelegenheit, die anderen Verkehrsteilnehmer nahmen Rücksicht auf mich. Als ich aufhörte mir Angst und Sorgen zu machen, da musste ich keinen Preis mehr bezahlen. Der Weg ist das Ziel! Das ganze Geheimnis der Existenz ist, keine Angst zu haben - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Im Reiche der Zwecke hat alles entweder einen Preis oder eine Würde. Was einen Preis hat, an dessen Stelle kann auch etwas anderes als Äquivalent gesetzt werden; was dagegen über allen Preis erhaben ist, mithin kein Äquivalent verstattet, das hat eine Würde - Immanuel Kant - Deutschsprachiger Philosoph der Aufklärung - 1724 bis 1804 Das Böse ist der Preis der Freiheit - Rüdiger Safranski - Deutscher Schriftsteller - geboren 1945 Ein Zyniker ist ein Mensch, der von allem den Preis und von nichts den Wert kennt - Oscar Wilde - Irischer Schriftsteller - 1854 bis 1900

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  • 06.11.2021
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    04:38
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    005-Buddhismus im Alltag - Glücklich sterben

    In einem Film habe ich folgende Geschichte gesehen: Ein Mann steigt in die U-Bahn, setzt sich neben einen Jüngeren auf einen freien Platz, der genau in dem Moment eine Nachricht auf seinem Handy empfängt. Ungläubig liest er die Zeilen, seine Gesichtszüge entgleisen langsam, er reißt die Augen auf, die Tränen laufen plötzlich an seinen Wangen herab. Der gerade zugestiegene Fahrgast blickt ihn an, er überlegt sich, ob er etwas sagen soll, dann fragt er den Sitznachbar, was denn los sei, ob er ihm helfen könnte? Der junge Mann blickt ihn immer noch fassungslos an, er ringt um Worte, schließlich bringt er welche hervor. Er habe gerade eine Nachricht von seinem Arzt erhalten, er sei endlich krebsfrei, nach 8 Jahren der Behandlungen, der Medikamente, der Schmerzen. Er könne es nicht fassen, die Männer fallen sich in die Arme, jetzt ringen beide mit den Tränen, sie setzen sich wieder. Der glückliche Mann erzählte seinem neuen Freund, dass er jetzt das Leben in vollen Zügen genießen werde, mit vielen Frauen ausgehen werde, andere Länder sehen will. Jetzt wurde der Film grausam. Das Bild wechselte, zu sehen war mit spannender Musik, wie in einem Schacht eine Wasserleitung platzte, Bauarbeiter vor den Wassermassen flüchteten. In der nächsten Einstellung fuhr die U-Bahn in die Überflutung, die Bahn entgleiste, die Wagons drehten quer, stiessen am Tunnel an, verkeilten sich. Nun war wieder das Innere der Bahn zu sehen. In dem Moment, wo die Bahn verkantete wurde der junge Mann gegen eine Haltestange geschleudert, er war sofort tot. Der zugestiegene Fahrgast fasste nach dem Puls, aber das Leben war schon vergangen, der leblose Körper lag einfach da, gerade hatte der junge Mann noch über seine Pläne gesprochen, da war schon alles zu Ende. Das Rote Kreuz kümmerte sich um die Verunglückten, Psychologen spendeten Trost, trotzdem fiel der Fahrgast in ein tiefes Loch, konnte alles kaum glauben. Er ging nach Hause, erzählte alles seiner Freudin, er war geschockt, versteckte sich, wollte niemanden treffen, alleine sein, die Ereignisse verarbeiten. Eine Woche später ging er wieder vor die Tür, auf direktem Weg zu seiner Freundin, kniete sich vor sie hin und fragte sie, ob sie ihn heiraten will. Sie willigte ein. In einer späteren Szene erzählte das Mädchen einer Freundin, dass dieser Unfall für sie zu einem glücklichen Ereignis wurde, so seltsam sich das auch anhören würde. Als der Mann nach einiger Zeit seinem Therapeuten von der Geschichte erzählte sagte dieser, dass der junge Mann wenigstens glücklich starb, das sei ja auch etwas wert. Des einen Freud, des anderen Leid! Der Weg ist das Ziel! Copyright: https://shaolin-rainer.de

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  • 06.11.2021
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    04:35
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    004-Buddhismus im Alltag - Die Frage nach dem Ursprung

    Alles um uns herum passiert einfach, die Dinge gehen ihren Gang, wie zufällig schweben Menschen, Wesen und Begebenheiten an uns vorbei, kommen auf uns zu, interagieren mit uns, und verschwinden wieder, genau so, wie sie gekommen sind. Oft fragen wir uns, woher diese Situationen und Zustände "herkommen", welche Verbindung wir mit ihnen haben, doch finden wir keine vernünftige Erklärung, die die Zusammenhänge auch nur annähernd durchbrechen kann. Unser Herz schlägt, wir atmen, wollen essen, müssen schlafen, wir haben Durst, verlieben uns, wir erleben Leid, Tod, Glück und Hoffnung, aber die große Frage lautet immer: WARUM? Wo kommen wir her, warum sind wir so, wie wir sind, was ist der Sinn des Lebens? Fragen über Fragen, Antworten finden wir so selten. Wir denken, dass wir mit unserem Bewusstsein ALLES steuern. Nun, das ist ein weit verbreiteter Irrtum, nichts, aber auch gar nichts, steuern wir, alles wird uns zugeteilt, abhängig vom Karma kommt genau das zu uns, was eben dran ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wir haben überhaupt nichts gewählt, weder die Farbe unserer Haut , noch unser Geschlecht, nicht den Geburtsort, auch nicht den Zeitpunkt, und wann und wo wir sterben (werden) eben auch nicht. Wir bestimmen nichts, weder ob wir krank werden, oder gesunden, alles "steht im Karma". Früher sagte man, dass es "in den Sternen steht". Das Wesentliche, also das "Wesen", das gibt die Ereignisse vor, aus denen wir ausscheren können, wenn wir die "Erleuchtung" gefunden haben. Wenn wir unbewußte Gedanken verstehen, dann werden wir uns ihrer bewußt, wir vergrößern das Bewusstsein. Nach Buddha müssen wir hinter die Kulissen blicken, wir dürfen uns nicht vom schönen Schein blenden lassen. Was wir als Realität empfinden, ist nichts anderes als unsere Wahrnehmung, daher gibt es so viele Realitäten, wie es Menschen gibt. Es liegt an uns, ob wir den Mut aufbringen, aus dem Irrsinn zu erwachen, oder ob wir weitere Reinkarnationen benötigen, um die "Wahrheit" zu erleben, die Buddha uns gezeigt hat. Er ging den Weg vor uns, so wie viele andere erleuchtete Menschen, und hinterließ uns seine Worte, die wie ein Windhauch aus dem Universum zu uns kommen, wir können spüren, dass dies der passende Weg ist, auch wenn wir unsere Augen erst öffnen müssen. Was ist Ihre wahre Natur? Können Sie hinter Ihre Rolle blicken? Nur für einen kurzen Moment den Menschen sehen, der Sie wirklich sind, der verdeckt unter dem Schutt der Zeit sein Bewusstsein versteckt? Die Frage nach dem Ursprung kann das Bewusstsein beantworten, wenn "man" es dann läßt. Der Weg ist das Ziel! Das Glück liegt in uns - nicht in den Dingen - Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Schon als Tier hat der Mensch Sprache - Johann Gottfried Herder - Deutscher Dichter, Übersetzer, Theologe sowie Geschichts- und Kultur-Philosoph der Weimarer Klassik - 1744 bis 1803

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  • 06.11.2021
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    003-Buddhismus im Alltag - Was ist mir wirklich wichtig?

    Wollen Sie herausfinden, was Ihnen wirklich wichtig ist? Wollen Sie Klarheit über Ihre Ziele? Wie finden Sie die Werte heraus, die wirklich wichtig sind? Setzen Sie sich in eine bequeme Meditationspose, denken Sie an verschiedene Dinge. Bei welchen Gedanken fühlen Sie Schmerzen, welche Situationen oder Menschen lassen ein wohliges Gefühl in Ihnen entstehen? Machen Sie gelegentlich eine Pause, um Ihre Beobachtungen aufzuschreiben, die Gedanken zu strukturieren. Welche Werte können Sie an sich beobachten? Machen Sie diese Übung immer wieder, gehen Sie in die Klarheit über Ihre Struktur, über Ihre Werte, über Ihr Leben. Auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel! So wie eine Schlange ihre Haut verliert, müssen wir unsere Vergangenheit immer und immer wieder vergessen - Buddha - Ehrenname des indischen Philosophiestifters Siddhartha Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null Das eigene Leben hat einen Wert, solange man dem Leben anderer einen Wert zuschreibt - Simone de Beauvoir - Französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin des 20. Jahrhunderts - 1908 bis 1986 Es ist besser, einen Freund haben, der viel wert ist, als viele haben, die nichts wert sind - Julius Wilhelm Zincgref - Deutscher Lyriker, Spruchdichter und Herausgeber - 1591 bis 1635 Was nichts kostet, ist nichts wert - Albert Einstein - Theoretischer Physiker - 1879 bis 1955 Lächeln erhöht Ihren Wert - Dolly Parton - US-amerikanische Country-Sängerin und Schauspielerin - geboren 1946 Nur wenige sind es wert, dass man Ihnen widerspricht - Ernst Jünger - Deutscher Schriftsteller und Publizist - 1895 bis 1998

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  • 06.11.2021
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    04:34
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    002-Buddhismus im Alltag - Beenden der Leiden

    Die Lehre Buddhas handelt von der Beendigung der Leiden. Aber wie können wir das Leiden sein lassen, nicht mehr an allen (vergänglichen) Dingen und Menschen anhaften? Das Leben der Menschen ist mühselig, es bringt zwangsläufig Kummer, Ängste, Nöte und Sorgen, die Klagen, der Schmerz und die Trauer, die hindern uns auf dem 'wirklichen' Weg zum Nirvana, zum Erreichen der allumfassenden "Erleuchtung", den 'weglosen Weg' durch das 'torlose Tor' beschreitend.Aber über der wahren Persönlichkeit der Menschen liegen Mengen von Scherben, die der Einzelne im Laufe seines Lebens über seinem wirklichen "Ich" angesammelt hat. Durch die Schlechtigkeit, Verdorbenheit, Hinterlist, Tücke und die Verwirrung durchzudringen, die "Buddha-Natur" zu berühren, das ist die Philosophie des Lehrers aller Lehrer. Eher beschädigen sich die Menschen selbst (und gegenseitig), als dass sie sich an ihr Inneres herantrauen, der Schaden wird dann billigend in Kauf genommen.Nach Buddha gibt es vier Möglichkeiten zu handeln. Zuerst kann man sich selbst foltern, die "Praxis der Selbstfolter" ausüben, sich selbst quälen und schaden. Dann kann man andere Personen foltern, sie quälen, ihnen schaden. Weiters gibt es diejenigen Menschen, die sich selbst foltern, aber auch die Anderen, sich selbst quälen und das Umfeld, sich selbst und allen anderen schadend. Und dann gibt es die Gruppe, die weder sich noch andere Menschen foltern, niemanden quälen, und keinem Lebewesen schaden.Kommt Ihnen hier etwas bekannt vor? Erkennen Sie einen Menschen hier wieder? Oder gar ihre eigene Person?Den Körper als Körper betrachten, achtsam und klar, das kann man nach Buddha erst dann, wenn man Habgier und Trauer überwunden hat.Gefühle als Gefühle betrachten, achtsam und klar, das kann man nach Buddha erst dann, wenn man Habgier und Trauer überwunden hat.Den Geist als Geist betrachten, achtsam und klar, das kann man nach Buddha erst dann, wenn man Habgier und Trauer überwunden hat.Geistesobjekte als Geistesobjekte betrachten, achtsam und klar, das kann man nach Buddha erst dann, wenn man Habgier und Trauer überwunden hat. Diejenigen unter uns, die diese Ziele erreicht haben, die sind "ohne Hunger", die "Wollen" und "Wünschen" nicht, die sind "heilig" geworden, nicht mehr voller Hitze, nicht mehr voller Verlangen, sondern die ruhen in sich, sind im Einklang mit dem Universum, sie erleben Glückseligkeit.Wer dieses Stadium erlangt hat, der quält weder sich noch andere, da ja alle Menschen und Lebewesen sich nur etwas Glück wünschen, und nicht mehr leiden wollen. Dies wissend, unterläßt der Glückliche das Foltern von sich oder von Anderen, quält keine Lebewesen, nicht einmal sich selbst, und schadet nichts und Niemandem.Der Weg ist das Ziel!Der Weise enthält sich davon, die Unwahrheit zu sagen, eben weil er es aufgegeben hat, die Unwahrheit zu sagen- Buddha - Ehrenname des Siddharta Gautama - 560 bis 480 vor dem Jahr Null

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  • 06.11.2021
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    04:37
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    001-Buddhismus im Alltag-Schweigen und Stimmungsschwankungen

    Wenn jemand sich zurückzieht und nicht mehr mit den anderen spricht, dann stimmt meistens etwas nicht, das plötzliche Schweigen ist häufig ein Symptom für Ängste. Klar gibt es auch die Menschen, die einfach ruhiger sind als andere, aber wenn jemand einfach „verstummt“, dann hat die Psyche einen Knacks bekommen. Auch im Falle von Stimmungsschwankungen sind häufig Ängste der Auslöser, „Himmel-hoch-jauchzend“, oder „zu-Tode-betrübt“ und dabei dann schweigsam, diejenigen, die unter Ängsten leidet, bei denen äußern sich die Störungen von Fall zu Fall anders. Dem Schweigen eines Individuums ist besondere Bedeutung beizumessen. Wenn wir angespannt sind ist zu schweigen eine Form, damit umzugehen. Andere Menschen fangen bei Anspannung an vor sich hinzuplappern, je nach Stadium der Unsicherheit gehen verschiedene Personen anders mit ihren Ängsten und Bedenken um. Auch im Falle von Stimmungsschwankungen sind häufig Ängste der Auslöser, „Himmel-hoch-jauchzend“, oder „zu-Tode-betrübt“ und dabei dann schweigsam, diejenigen, die unter Ängsten leidet, bei denen äußern sich die Störungen von Fall zu Fall anders. Dem Schweigen eines Individuums ist besondere Bedeutung beizumessen. Wenn wir angespannt sind ist zu schweigen eine Form, damit umzugehen. Andere Menschen fangen bei Anspannung an vor sich hinzuplappern, je nach Stadium der Unsicherheit gehen verschiedene Personen anders mit ihren Ängsten und Bedenken um. Auch im Falle von Stimmungsschwankungen sind häufig Ängste der Auslöser, „Himmel-hoch-jauchzend“, oder „zu-Tode-betrübt“ und dabei dann schweigsam, diejenigen, die unter Ängsten leidet, bei denen äußern sich die Störungen von Fall zu Fall anders. Dem Schweigen eines Individuums ist besondere Bedeutung beizumessen. Wenn wir angespannt sind ist zu schweigen eine Form, damit umzugehen. Andere Menschen fangen bei Anspannung an vor sich hinzuplappern, je nach Stadium der Unsicherheit gehen verschiedene Personen anders mit ihren Ängsten und Bedenken um. Auch im Falle von Stimmungsschwankungen sind häufig Ängste der Auslöser, „Himmel-hoch-jauchzend“, oder „zu-Tode-betrübt“ und dabei dann schweigsam, diejenigen, die unter Ängsten leidet, bei denen äußern sich die Störungen von Fall zu Fall anders. Dem Schweigen eines Individuums ist besondere Bedeutung beizumessen. Wenn wir angespannt sind ist zu schweigen eine Form, damit umzugehen. Andere Menschen fangen bei Anspannung an vor sich hinzuplappern, je nach Stadium der Unsicherheit gehen verschiedene Personen anders mit ihren Ängsten und Bedenken um. Das Fühlen ist grundsätzlich entweder angenehm, neutral oder unangenehm, unsere Emotionen und die Interaktion mit der Umgebung bauen auf die Grundstimmung auf. Je nachdem, was im Hintergrund „schwingt“, mit welcher Intensität und bedingt durch verschiedene Auslöser, kommt dann das Schweigen, oder eben Stimmungsschwankungen zum Vorschein.In der Medizin wird grundsätzlich jede menschliche Handlung als ein Bemühen aufgefasst, die erreichen soll, dass wir uns irgendwie besser fühlen. Wenn Personen nun in Lethargie fallen, ungewohnt schweigen, dann ist meist etwas passiert. Durch die Krise ist der Allgemeinzustand von vielen deutlich angeschlagen, ich kenne einige in meinem Umfeld, denen die Angelegenheit richtig aufs Gemüt geschlagen hat, zu beobachten durch Antriebslosigkeit, Müdigkeit, lustloses Auftreten, oder eben durch starke Stimmungsschwankungen. Nach Buddha kommt alles so, wie es kommen soll, abhängig vom Karma erfüllt sich unser Schicksal. Phasen der Ruhe haben noch niemanden geschadet, wenn sich der Zustand aber verfestigt, die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben behindert, dann wird das Schweigen zum Problem. Genau wie Stimmungsschwankungen, wenn das Problem gelegentlich vorkommt, dann ist noch alles in Ordnung, wenn aber das Schweigen sich immer wieder mit „Laberflaschs“ abwechseln, dann sollte „man“ über die Angelegenheit nachdenken. Hier kann jedenfalls Meditation helfen, die zugrundeliegenden Angstzustände in den Griff zu bekommen.

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