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Die vier Säulen im SWR2 Archivradio

Jede Woche "neue" historische Tondokumente – so wird Geschichte hörbar. Neben Informationen vermitteln sie auch die Stimmung vergangener Jahrzehnte.

Alle Folgen

  • 26.05.2021
    6 MB
    06:34
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    Udo Lindenberg trifft Erich Honecker | 24.6./9.9.1987

    Jahrelang bemüht sich Udo Lindenberg um einen Auftritt in der DDR. Im Frühjahr 1983 lässt er seinen Frust raus im Stück Sonderzug nach Pankow, indem er den Oberindianer Honni – gemeint war der DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker auffordert, sich doch mal locker zu machen. Im Oktober 1983 darf er dann tatsächlich spielen, aber nur vor ausgewähltem Publikum aus Funktionären und regimetreuen FDJlern. Das reicht Lindenberg nicht, er will vor richtigen Fans spielen. Er versucht es weiter. Im Juni 1987 schickt er Honecker als Geschenk eine Lederjacke. Honecker bedankt sich dafür und schickt seinerseits eine Schalmei an Udo Lindenberg. Der wiederum äußert sich dazu am 24.6. in einem Interview mit dem Südwestfunk. Keine drei Monate später, am 9. September 1987 treffen sich die beiden schließlich anlässlich einer Reise Honeckers in die Bundesrepublik vor dem Engelshaus in Wuppertal. Umringt von einer Riesenmenge an Schaulustigen, unter ihnen SDR-Reporter Ralph Martin. Doch die Hoffnung war verführt – erst nach dem Fall der Mauer 1990 kann Udo Lindenberg in der DDR auf Tournee gehen.

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  • 26.05.2021
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    12:30
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    Suchdienst Rastatt fahndet nach Kriegs-Vermissten | März 1951

    6 Jahre nach dem Krieg, 1951, werden noch immer viele Soldaten vermisst. Auch von etlichen Zivilpersonen fehlt noch immer jede Spur. Um nach diesen Personen zu fahnden, werden Suchdienste aufgebaut, zunächst dezentral in den verschiedenen Besatzungszonen, schließlich werden sie zentralisiert. Die Aufgabenverteilung schildert zunächst der folgende Bericht vom 20. März 1951. Für „alles was im Osten vermisst ist“, ist der der Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes in München zuständig. Für Zivilisten der Suchdienst der Caritas, ebenfalls in München. Rastatt ist zuständig für „alles, was im Westen vermisst ist“. Wobei mit „alles“ in diesem Fall Soldaten gemeint sind und der „Westen“ von Skandinavien über Frankreich bis Afrika reicht. Anschließend hören wir, wie er bei den Suchen vorgeht und arbeitet. Darauf geht insbesondere der zweite Bericht Reporter Reinhard Albrecht noch einmal näher ein. Er wird am 29. März 1951 gesendet. Zum 31.10.1951 wurde der Rastatter Suchdienst aufgelöst.

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  • 14.04.2021
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    28:44
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    Konrad Zuse erzählt, wie er 1941 den Computer erfand | 17.5.1984

    Konrad Zuse baute 1941 den ersten programmgesteuerten Computer der Welt: Z3. Schüler befragten Zuse 1984 zur Funktion, aber auch zur Ethik militärischer Anwendungen.

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  • 14.04.2021
    2 MB
    03:06
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    Reichssender Flensburg meldet Niederlage der Wehrmacht | 9.5.1945

    9.5.1945 | Der Krieg ist zu Ende. Am 8. Mai 1945 tritt die bedingungslose Kapitulation der Deutschen Wehrmacht in Kraft. Einen Tag später, am 9. Mai verbreitet der Reichssender Flensburg die Nachricht von der endgültigen Niederlage.

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  • 26.05.2021
    34 MB
    35:36
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    DDR-Flüchtlinge und Vertriebene im Lager Rastatt | 1952 - 1959

    Unwürdige Zustände, beengte Verhältnisse, viele Schlafplätze in einem Raum, Schlägereien unter Flüchtlingen – das alles gab es schon in den 1950er Jahren, als Hunderttausende aus der DDR in den Westen flohen und Millionen ihre Heimat in den ehemals deutschen Ostgebieten verlassen mussten. Im Südwesten kommen viele von ihnen das Flüchtlingslager Rastatt. Es handelt sich um ein ehemaliges Lazarett aus der Zeit der Badischen Revolution im 19. Jahrhundert. In der NS-Zeit wurde das Lazarett zur einer Anstalt für psychisch kranke Menschen – im Volksmund Irrenhaus – umfunktioniert. Dann war es eine Kaserne. Nach dem Krieg, ab 1945 diente es als Lager für Displaced Persons – also vor allem Zwangsarbeiter aus dem Osten, die sich nach Kriegsende in Deutschland aufhielten. Ab 1952 werden Flüchtlinge hier untergebracht. Obwohl es Durchgangslager heißt, bleiben manche über Jahre hier. Wie die folgenden drei Berichte aus den Jahren 1952, 1957 und 1959 zeigen, verschärft sich die Situation zunehmend. Hier also zunächst eine Reportage vom 14. Juli 1952 – die vor allem die Bewohner zu Wort kommen lässt. Die nächste Reportage, ebenfalls aus dem Lager in Rastatt, spielt 5 Jahre später, am 15.2.1957. inzwischen halten sich 400.000 Flüchtlinge in der Bundesrepublik auf. Angesichts der desolaten Verhältnisse im Lager verbindet der Südwestfunk den Bericht mit einem Spendenaufruf, einem „Flüchtlingsgroschen“. Weitere zwei Jahre später. Am 28.6.1959 beginnt das von der UNO ausgerufene Weltflüchtlingsjahr. Der Südwestfunk nimmt dies zum Anlass, seinen Reporter Erich Bottlinger Anfang Juli erneut ins Flüchtlingslager nach Rastatt zu schicken. Und der beschränkt sich in dieser Reportage nicht darauf, die Situation der Flüchtlinge darzustellen, sondern diskutiert darüber auch mit dem Lagerleiter und dem Rastatter Pfarrer.

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  • 26.05.2021
    2 MB
    05:22
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    In Gorleben eskalieren Castor-Demonstrationen – Statement von Umweltministerin Angela Merkel | 8.5.1996

    1995 rollte der erste Castor-Transport ins Zwischenlager Gorleben. Der Atommüll kam damals vom Kernkraftwerk Philippsburg bei Karlsruhe. Schon gegen diesen ersten Castor-Zug gab es Proteste, sie waren noch vergleichsweise gemäßigt. Im Folgejahr änderte sich. Es ist der 8. Mai 1996 – die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl liegt ziemlich genau 10 Jahre zurück. Die Stimmung ist aufgeheizt, als nun die ersten Atommüllbehälter aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague in Gorleben ankommen. 19.000 Polizisten sichern den Transport. Wir hören ein Statement der damaligen Umweltministerin Angela Merkel (CDU) und vom Grünen Jürgen Trittin. Doch zunächst der Bericht von den Ausschreitungen.

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  • 14.04.2021
    20 MB
    44:39
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    Richard von Weizsäckers Rede zur Erinnerung an den 8. Mai 1945 | 8.5.1985

    In seiner Rede vor dem Deutschen Bundestag am 8. Mai 1985 zum 40. Jahrestag der Kapitulation bezeichnet Bundespräsident Richard von Weizsäcker das Kriegsende als einen "Tag der Befreiung". Das war damals eine Sensation, denn so eindeutig wie er hat das kaum ein konservativer Politiker vor ihm formuliert.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:36
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    Rede von Jan Josef Liefers vor dem Mauerfall | 4.11.1989

    "Mein Name ist Liefers, ich bin Schauspieler": Kurz vor dem Mauerfall spricht der Schauspieler Jan Josef Liefers auf der Groß-Demonstrationen auf dem Berliner Alexanderplatz. Es ist die erste offiziell genehmigte Demonstration in der DDR, organisiert von Schauspielern und Mitarbeitern an Ost-Berliner Theatern.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    03:46
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    Das Kanzleramt in Berlin wird eröffnet | 2.5.2001

    Das Kanzleramt in Berlin – die meisten kennen das Gebäude aus den Fernsehnachrichten, viele sind in Berlin aber auch schon daran vorbeigeschlendert. Am 2. Mai 2001 zog Gerhard Schröder dort ein, der erste Kanzler der Berliner Republik. Das Gebäude selbst war in seinen Ausmaßen aber eher geprägt von den Ideen seines Vorgängers Helmut Kohl. Im Bericht von der Eröffnung spiegeln sich die Vorstellungen des alten und des neuen Kanzlers.

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  • 14.04.2021
    18 MB
    18:55
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    Umweltstudie "Global 2000: der Bericht an den Präsidenten" erscheint auf deutsch | 26.2.1981

    Anfang der 1980er erschien ein Buch, das der Umweltbewegung weiter Auftrieb gab: Es hieß „Global 2000: der Bericht an den Präsidenten“. Das war damals Jimmy Carter. „Global 2000“ war ein dicker grauer Wälzer mit einer sehr düsteren Bestandsaufnahme aller damals bekannten Umweltprobleme. Die Jugendsendung des Süddeutschen Rundfunks SDR3 Point lud am 26.2.1981 Günter Witzsch von der Universität Münster als Experten sowie Jugendliche ins Studio ein, um über dieses Buch zu diskutieren. Moderiert wurde die Sendung damals vom späteren Moskau-Korrespondenten der ARD und Tagesthemenmoderator Thomas Roth. – archivradio.de

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  • 26.05.2021
    53 MB
    55:01
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    Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl und die Folgen | Archivradio-Gespräch

    Erste verschwurbelte Nachrichten, ängstliche Spargelbauern, eine hitzige Bundestagsdebatte und: Eskalation in Wackersdorf – Tonaufnahmen aus den Wochen nach der Reaktorkatastrophe am 26. April 1986. Vor 35 Jahren ereignete sich die Nuklearkatastrophe in Reaktor-Block 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Prypjat. Von Gábor Paál und Miriam Mörtl. (SWR 2012/2021) | Mehr zur Sendung: http://swr.li/tschernobyl-folgen | Bei Fragen und Anregungen schreibt uns: [email protected] | Folgt uns auf Twitter: @swr2wissen

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  • 26.05.2021
    2 MB
    02:34
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    Der letzte Trabi rollt in Zwickau vom Band – Ende einer Ära | 30.4.1991

    Der Trabant war das Auto der DDR. Trabant – heute klingt der Name fast schon befremdlich. Doch Trabant heißt „Begleiter“ – das Pendant zum russischen Wort „Sputnik“. Das war kein Zufall: 1957 schickten die Sowjets mit Sputnik 1 den ersten Satelliten ins All, 1958 rollte in Zwickau der erste Trabant vom Band. Jedes zweite Auto in der DDR war ein Trabi – bis 1991. Am 30. April 1991 endete die Produktion des kleinen zweitürigen Zweitakters. Ein großer Einschnitt für die Menschen in Zwickau.

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  • 14.04.2021
    20 MB
    23:07
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    Laika – Die erste Hündin im All | 4.11.1957

    Die USA hatten sich kaum vom Sputnik-Schock erholt, da legten die Sowjets nach und schicken mit Laika die erste Hündin ins All. In Deutschland ist nicht jeder vom Weltraumfieber erfasst.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:43
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    Der Satellit Sputnik schockt den Westen | 5.10.1957

    1955 kündigt US-Präsident Eisenhower den ersten Satelliten im All an. Doch 1957 dann der Sputnik-Schock: Die UdSSR gewinnt im Space Race. Die Signale ihres Satelliten Sputnik sind auch im Westen zu empfangen.

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  • 26.05.2021
    9 MB
    11:41
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    Tschernobyl: 35 Jahre nach dem GAU

    Am 26. April 1986 kam es im Kernkraftwerk von Tschernobyl zum bisher schwersten Unfall in der Geschichte der Kernenergie. Die Sowjetunion wollte den GAU erst unter Verschluss halten. Dann mehrten sich die Berichte über den Unfall, auch im Radio. Die Tondokumente von damals zeigen das.

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  • 26.05.2021
    25 MB
    26:52
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    Angela Merkel erklärt Atomausstieg nach der Katastrophe von Fukushima | 9.6.2011

    Drei Monate nach der Katastrophe in Fukushima beschließt die Bundesregierung den schrittweisen Ausstieg aus der Atomenergie in Deutschland bis 2022. In ihrer Regierungserklärung vom 9. Juni 2011 skizziert Bundeskanzlerin Merkel den Weg in ein neues Energiezeitalter

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  • 27.05.2021
    17 MB
    18:17
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    Erste internationale Reaktionen auf den Reaktorunfall in Tschernobyl | 29.4.1986

    Nach Bekanntwerden des Reaktorunfalls in Tschernobyl war das Informationsbedürfnis der westlichen Staaten groß. Das Korrespondentennetzwerk der ARD lieferte Informationen aus allen von der Radioaktivität betroffenen Ländern.

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  • 26.05.2021
    24 MB
    26:51
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    Krönung von Queen Elizabeth II | 2.6.1953

    27 Jahre alt ist Elizabeth II (geboren am 21. April 1926), als sie am 2. Juni 1953 zur Königin gekrönt wird, im Beisein ihres Mannes Prince Philip (1921 - 2021. Es war in vielerlei Hinsicht eine besondere Krönung, denn es war die erste, die im Fernsehen übertragen wurde. Es war überhaupt die erste weltweite Live-Berichterstattung von einem Großereignis. Das war nicht selbstverständlich. Premierminister Winston Churchill war dagegen, Elizabeth aber bestand auf die Fernsehkameras. Im Folgenden hören wir zunächst Ausschnitte der Reportagen im deutschen Radio, die Fahrt vom Buckingham Palace zur Westminster Abbey, die Vereidigung, die Krönung und schließlich die Ansprachen von Winston Churchill und der neuen Königin Elizabeth II einschließlich der damals ebenfalls gesendeten deutschen Übersetzung ihrer Rede. Einer der Reporter, die an der Krönungszeremonie teilgenommen haben, war Friedrich Sauer. Er erzählte damals, er habe vermutlich weniger mitbekommen als die Zuschauer an den Fernsehgeräten.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    03:18
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    Das Reaktorunglück in Tschernobyl wird bekannt | 28.4.1986

    Am 26. April 1986 explodierte um 1.24 Uhr Ortszeit einer der vier Reaktorblöcke im Kernkraftwerk Tschernobyl nahe dem Ort Prypjat in der Ukraine. Bei der Explosion wurden radioaktive Stoffe rund 1.200 Meter hoch in die Luft geschleudert. Drei großen Wolken verteilten die radioaktiven Partikel in den darauffolgenden Tagen über Europa. Die Öffentlichkeit war bis zum Abend des 28. April 1986 ahnungslos.

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  • 26.05.2021
    16 MB
    17:22
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    Demonstration gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf | 18./19.5.1986

    An Pfingsten 1986 demonstrieren Zehntausende gegen den Bau der Wiederaufarbeitungsanlage in Wackersdorf. Der Rundfunkjournalist Ulrich Böken war mit dem Mikrofon vor Ort. Sein Rohmaterial zeichnet ein Stimmungsbild der Demonstranten im Taxöldener Forst.

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  • 26.05.2021
    18 MB
    19:12
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    Walter Wallmann, erster Bundesumweltminister, vor Amtsantritt im Interview | 4.6.1986

    Infolge des Reaktorunglücks von Tschernobyl in der Sowjetunion schuf die Bundesregierung eine neue Behörde: das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Erster Bundesumweltminister wurde Walter Wallmann (1932 - 2013) von der CDU. Ein Interview im Hessischen Rundfunk vom 4. Juni 1986.

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  • 27.05.2021
    15 MB
    16:29
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    Berichterstattung über das Reaktorunglück in Tschernobyl in der DDR | 29.4./7.5.1986

    Auch die Medien in der DDR berichteten über die Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Zunächst die Erklärung des Sprechers des Staatlichen Amts für Atomsicherheit und Strahlenschutz in der DDR vom 29. April 1986. Es folgt ein Gespräch der DDR-Wissenschaftler Prof. Dr. Günther Flach und Prof. Dr. Karl Lagius im Radio DDR am 30. April 1986. Beide Wissenschaftler können die Kritik an der Sowjetunion nicht nachvollziehen. Sie sehen darin eine üble Hetzkampagne des Westens. Anschließend ein Kommentar vom 2. Mai 1986 von Klaus Dieter Kröber zur Berichterstattung der westlichen Medien. Und schließlich die Nachrichten des Berliner Rundfunks vom 7. Mai 1986. Es geht darin um die Absage eines Jugendaustauschs; eine Gruppe Jugendlicher aus Baden-Württemberg hatte die DDR besuchen wollen.

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  • 14.04.2021
    25 MB
    26:53
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    Stellungnahme von Gorbatschow nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl | 14.5.1986

    In der ersten öffentlichen Stellungnahme der Sowjetunion nach dem Reaktorunglück in Tschernobyl reagierte Michail Gorbatschow auf die Kritik des Westens. Er forderte zur internationale Zusammenarbeit in Kernenergiefragen auf.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    17:21
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    Franz Josef Strauß wird Kanzlerkandidat der Union | 2.7.1979

    1979 war es die Bundestagsfraktion, die entschied, dass der CSU-Vorsitzende Franz Josef Strauß Kanzlerkandidat werden solle. Dem gingen wochenlange Querelen voraus. Der CDU-Vorsitzende Helmut Kohl stand damit selbst gar nicht zur Debatte. Da er seine schlechten Umfragewerte kannte, hatte er den niedersächsischen Ministerpräsidenten vorgeschlagen. Aber der passte der CSU genauso wenig wie Kohl. Gleichzeitig stand eine Spaltung der Union im Raum, wegen der Differenzen zwischen CDU und CSU, zwischen Strauß und Kohl drohte die CSU immer wieder mit einer Trennung und damit, als eigene Partei bundesweit anzutreten. Am 2. Juli 1979 entschieden die Vorstände der beiden Parteien, dass die Bundestagsfraktion geheim über den Kanzlerkandidaten abstimmen solle. Und das hat sie in der folgenden Nacht dann auch getan, nach einer sechsstündigen heftigen Debatte.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    06:30
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    Angela Merkel lässt Edmund Stoiber Kanzlerkandidat werden | 11.1.2002

    2002 ist Angela Merkel zwar Vorsitzende der CDU, aber ihre Position in der Partei ist noch längst nicht gefestigt, während der bayerische CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber nicht nur in der West-CDU viel Rückhalt hat, sondern auch schon gezeigt hat, dass er Wahlen gewinnen kann. Am 11. Januar 2002 besucht Merkel Stoiber in seiner Privatwohnung in Wolfratshausen. Am Nachmittag verkündet sie das Ergebnis. Was Angela Merkel hier noch nicht verrät: Sie hat Edmund Stoiber für ihren Verzicht eine Bedingung gestellt, nämlich dass sie nach der Wahl Fraktionsvorsitzende wird – anstelle des damals amtierenden Fraktionschefs Friederich Merz. So kam es dann auch. Das Wolfratshauser Frühstück hat auf Wikipedia heute einen eigenen Eintrag – und Edmund Stoiber hat 2021 im Podcast von SWR2 Wissen noch eine persönliche Anekdote dazu erzählt. | http://swr.li/kanzlerkandidat

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  • 26.05.2021
    15 MB
    16:08
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    Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter: Umgang mit der Angst nach Tschernobyl | 12.12.1986

    Am 12.12.1986 gab der Psychoanalytiker Horst-Eberhard Richter ein Interview im NDR. Er sprach über den Umgang mit der Angst nach der Reaktorkatastrophe. Er warnte vor dem Glauben, alle Gefahren mit dem Fortschritt der Technik beherrschen zu können.

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  • 26.05.2021
    118 MB
    04:28:11
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    Bundestagsdebatte zu Tschernobyl und Atomkraft | 14.5.1986

    Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist am 14. Mai 1986 Thema im Bundestag. Die Debatte ist für 2 Stunden angesetzt und dauert mehr als doppelt so lang. Sie zeigt, welche Zäsur das Ereignis bedeutete. Auf der einen Seite Union und FDP, die sich durch Tschernobyl nicht davon abbringen ließen zu beteuern, dass in Deutschland die sichersten Atomkraftwerke der Welt stehen und sich auch sonst Umweltprobleme am besten mit Technik lösen lassen – Helmut Kohl spricht gar von umweltfreundlichen Autos. Er meint die mit Katalysatoren. | Auf der anderen Seite die Grünen, die sich durch Tschernobyl in ihrer Anti-Atom-Haltung bestätigt sehen, und die SPD, die, wie die Rede des damals noch jungen Gerhard Schröder zeigt, nun auch auf diesen Kurs einschwenkt. | Interessant, dass vom Klimawandel noch gar keine Rede ist. Das Umweltproblem der damaligen Zeit ist das durch Schadstoffe verursachte Waldsterben. | Es geht los mit einer Regierungserklärung von Bundeskanzler Helmut Kohl. Wir hören dann den Oppositionsführer von der SPD, Hans-Jochen Vogel, Gerhart Baum, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der FDP und Joschka Fischer, der sich ein Jahr zuvor in Hessen in Turnschuhen zum ersten grünen Umweltminister hat vereidigen lassen. Nach ihm die Erwiderung von Bundesforschungsminister Heinz Riesenhuber. | Hörenswert auch die Reden am Ende von Renate Schmidt von der SPD sowie Rita Süssmuth von der CDU, die sich gegen den Vorwurf wehrt, Kinder und Schwangere nicht ausreichend zu schützen. Aus den Reden von Kohl und Vogel haben wir einige Passagen entfernt, die nichts mit Tschernobyl zu tun hatten. | Helmut Kohl: 01:22

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  • 26.05.2021
    6 MB
    06:49
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    Was darf man nach Tschernobyl noch essen? Live-Sendung aus Schifferstadt | 6.5.1986

    In den zwei Wochen nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl war die Verunsicherung groß. Was kann die Giftwolke anrichten? Es wurde davor gewarnt, bei Regen rauszugehen oder Kinder im Sandkasten spielen zu lassen. Auch Salat und Blattgemüse sollten lieber nicht gegessen werden. Und dann war ja gerade Spargelzeit – darf der Spargel geerntet und verkauftet werden? Am 6. Mai 1986 brachte der Südwestfunk eine Live-Sendung aus Schifferstadt, in der Hörerinnen und Hörer ihre Fragen stellen konnten.

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  • 14.04.2021
    23 MB
    25:39
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    „Ich will Deutschland dienen”: Merkel wird Kanzlerkandidatin | 30.5.2005

    Am 22. Mai 2005, nach der verlorenen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen, hat Bundeskanzler Gerhard Schröder vorgezogene Neuwahlen angekündigt. 2002 war er noch gegen Edmund Stoiber angetreten. Jetzt wird CDU-Chefin Angela Merkel neue Kanzlerkandidatin der Union.

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  • 14.04.2021
    6 MB
    06:09
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    Israel gibt Festnahme Adolf Eichmanns bekannt | 23.5.1960

    Am 23. Mai 1960 gibt Israels Premierminister David Ben Gurion die Verhaftung Adolf Eichmanns bekannt. Der israelische Geheimdienst Mossad hatte den Organisator des Massenmords an den Juden in Argentinien aufgespürt, entführt und nach Israel gebracht.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:39
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    Eichmann-Prozess in Vorbereitung – Interview mit Richter Moshe Landau | 29.9.1960

    Als in Israel der Prozess gegen Adolf Eichmann näher rückt, ist das internationale Medieninteresse riesig. Und es stellen sich Fragen: Wie soll die Berichterstattung ablaufen? Unter welchen Bedingungen wird die Presse arbeiten können? Dazu äußert sich im folgenden Interview der Vorsitzende Richter Moshe Landau. Es werde keine Militärzensur geben, verspricht Landau. Es werde ein neues Gerichtsgebäude extra für den Prozess errichtet. Die Pressevertreter würden in einem Pressecamp untergebracht werden. Moshe Landau (1912 - 2011) stammte aus Danzig und war 1933 nach Palästina ausgewandert. Die Fragen stellte der in Israel lebende Journalist Mosheh Ya’akov Ben-Gavriel.

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  • 14.04.2021
    18 MB
    21:15
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    Generalstaatsanwalt Fritz Bauer fordert Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen | 25.3.1961

    In einem Interview aus dem Jahr 1961 erklärt der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer, warum es notwendig sei, die Naziverbrechen gerichtlich aufzuarbeiten.

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  • 14.04.2021
    19 MB
    20:31
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    Der Eichmann-Prozess beginnt in Jerusalem | 11.4.1961

    Am 11. April 1961 beginnt in Jerusalem der Prozess gegen den ehemaligen SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann. Adolf Eichmann hat maßgeblich den millionenfachen Mord an den Juden im Nazi-Regime organisiert. Nach dem Krieg floh er über Österreich und Italien nach Argentinien. 1960 gelang es dem israelischen Geheimdienst Mossad, Eichmann in Argentinien zu finden und nach Jerusalem zu entführen, wo ihm nun der Prozess gemacht wird. Wir hören vom Prozessauftakt zwei Berichte, einen aus der Bundesrepublik, einen aus dem DDR-Rundfunk. Zunächst die Reportage des ARD-Hörfunkkorrespondenten Hans-Joachim Netzer mitsamt der vorangehenden Ansage. Dann folgt der Bericht von Kurt Goldstein im Rundfunk der DDR. Reporter Kurt Goldstein ist selbst ein Holocaust-Überlebender, wie er in seinem Bericht deutlich macht als er sagt, die Verlesung der Anklage hätte bei ihm die Bilder aus seiner Zeit in Auschwitz wachgerufen.

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  • 14.04.2021
    6 MB
    06:53
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    Todesurteil gegen Adolf Eichmann | 15.12.1961

    Vor der Urteilsverkündung äußert sich Adolf Eichmann vor dem Gericht in Jerusalem in seinem Schlusswort. Es ist der 13. Dezember 1961. Zwei Tage später, am 15. Dezember 1961, verkündet das Gericht schließlich das Todesurteil, vollstreckt im darauffolgenden Jahr: Adolf Eichmann wurde in der Nacht vom 31. Mai auf den 1. Juni 1962 durch Hängen hingerichtet.

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  • 14.04.2021
    43 MB
    47:32
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    Hannah Arendt und die "Banalität des Bösen" | 9.11.1964

    9.11.1964 | Die jüdische Philosophin und ehemalige Heidegger-Schülerin Hannah Arendt beobachtete in Israel den Eichmann-Prozess und schrieb ihre Gedanken darüber in einem Buch mit dem Titel "Eichmann in Jerusalem: Ein Bericht von der Banalität des Bösen" nieder. Sie gelangte darin zu einer neuen Deutung der Nazi-Verbrechen. In einem Gespräch mit dem damaligen NDR-Redakteur und späteren FAZ-Herausgeber Joachim Fest erläuterte sie ihre Thesen. Der Publizist Micha Brumlik sagte im Gespräch mit SWR2 über das Interview: "So recht Hannah Arendt im Grundsätzlichen hat, hat doch die historische Forschung inzwischen herausgefunden, dass sie sich in Adolf Eichmann getäuscht hat. Das war nicht nur ein Funktionär, sondern ein hasserfüllter und ressentimentgeladener Antisemit. Er hat damals in Jerusalem, flapsig gesprochen, eine Show abgezogen, auf die Arendt hereingefallen ist."

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  • 14.04.2021
    69 MB
    01:11:34
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    Der erste Frankfurter Auschwitz-Prozess: Vernehmung | 17.9.1964

    Am 20. Dezember 1963 begann im Frankfurter Römer der größte Strafprozess der deutschen Nachkriegsgeschichte. Angeklagt waren 23 Mitglieder der Lagermannschaft im ehemaligen Vernichtungslager Auschwitz. Initiator dieses ersten Auschwitz-Prozesses war der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer. Ausgangspunkt waren aufgetauchte Erschießungslisten, die Bauer zugespielt worden waren. Der Mitschnitt dokumentiert die Vernehmung von Mitgliedern der Fahrbereitschaft am 17. September 1964.

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  • 14.04.2021
    2 MB
    02:13
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    Die ersten SWF-Nachrichten: Ausgangsbeschränkungen und Lebensmittelknappheit | 31.3.1946

    Am 31.3.1946 startet das Programm des Südwestfunks. So klangen die ersten Nachrichten. Sie sind im Original nicht mehr erhalten, sondern wurden später nachgesprochen. Thema sind Lebensmittelknappheit und Ausgangsbeschränkungen.

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  • 14.04.2021
    2 MB
    02:33
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    Genscher in der Prager Botschaft und die Folgen | 30.9.1989

    30.9.1989 | „Wir sind gekommen, um Ihnen mitzuteilen …“ Außenminister Genscher verkündet den DDR-Flüchtlingen in der bundesdeutschen Botschaft in Prag, „dass heute Ihre Ausreise …“ – Der Rest ging im Jubel unter. Was wenig bekannt ist: Fast zeitgleich verkündet Staatssekretär Jürgen Sudhoff in der Botschaft von Warschau das gleiche – und auch von dort steigen noch in derselben Nacht tausende DDR-Bürger in einen Zug in die Bundesrepublik. | Am 31. März 2016 starb Hans-Dietrich Genscher

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  • 14.04.2021
    11 MB
    13:07
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    Nach Fukushima: Merkel läutet Atomausstieg ein | 14.3.2011

    Die Atomkatastrophe von Fukushima führt zu einem Kurswechsel. Ursprünglich hat die schwarz-gelbe Koalition unter Angela Merkel den von der rot-grünen Vorgängerregierung beschlossenen Atomausstieg rückgängig gemacht und im Herbst 2010 die Laufzeitverlängerung für die bestehenden Atomkraftwerke beschlossen. Doch drei Tage nach dem Reaktorunglück verkünden Kanzlerin Merkel (CDU) und Vizekanzler Westerwelle (FDP) am 14. März 2011 ein dreimonatiges Moratorium. Es ist der Anfang vom endgültigen Atomausstieg.

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  • 14.04.2021
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    32:01
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    Die Tonbandmitschnitte des ersten Frankfurter Auschwitz-Prozesses 1963 bis 1965 | Archivradio-Gespräch

    Die „Auschwitz-Tonbänder“ sind die übrig gebliebenen Tonbandmitschnitte vom ersten Auschwitz-Strafprozess 1963 bis 1965 in Frankfurt am Main. Das Gericht ließ primär die Zeugenaussagen mitschneiden, um später Unentschiedenheiten beim Erstellen des Gerichtsprotokolls auszuräumen. Denn die Zeugen waren Überlebende des Vernichtungsterrors und sprachen leise, manche in gebrochenem Deutsch. Warum ausgerechnet diese zwei Regalmeter an Bändern von einem fast 200 Tage dauernden Marathonprozess übrig blieben, kann auch der Experte für dieses Tonmaterial im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Johann Zilien, nicht erklären. Maximilian Schönherr im Gespräch mit Johann Zilien am 20. März 2014.

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  • 14.04.2021
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    04:10
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    Gorbatschow in der DDR – Kein "Wer zu spät kommt ..." | 6.10.1989

    Die DDR beginnt mit den Feiern zu ihrem 40. Jahrestag. Es gibt großes Tamtam mit Militärparade und allem, was dazugehört. Doch die Krise ist unübersehbar, die Demonstrationen laut. Der sowjetische Generalsekretär Michail Gorbatschow besucht zum Jubiläum die DDR. Er ist der Hoffnungsträger der Demonstrierenden. Gorbi, hilf uns, rufen sie, und noch viel mehr. Hier ein Zusammenschnitt der wichtigsten Demonstrationsrufe. Gorbatschow selbst hört die Rufe sichtlich gerne. Später wird ihm der Satz in den Mund gelegt: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Das soll er in Bezug auf die Honecker-Regierung gesagt haben. Doch dieser Satz ist nicht im Ton überliefert. Und ob er ihn je gesagt hat, ist fraglich. Im folgenden Ton hören wir, was er tatsächlich gesagt hat. Die Szene: Gorbatschow vor der Neuen Wache Unter den Linden. Umringt von Dutzenden Reportern. Er geht auf eines der Mikrofone zu und gibt ein Statement. Da redet er zweimal über die Lehren des Lebens, aber von zu spät kommen ist nicht die Rede. Aus seinen späteren Gesprächen mit dem DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker gibt allerdings noch ein Protokoll. Dort wird Gorbatschow mit den Worten zitiert: Wenn wir zurückbleiben, bestraft uns das Leben sofort. Zwei Reporter machen daraus die griffige Übersetzung: Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Gorbatschow erfährt davon später, und ihm gefällt das, er übernimmt den Satz in seiner Autobiografie. Funfact: Im Zusammenhang mit dem Ende der DDR gibt es noch ein zweites berühmtes Zitat, das so nie gesagt und erst nachträglich zum großen Wort hochstilisiert wurde – nämlich den Willy Brandt zugeschriebenen Satz "Es wächst zusammen, was zusammen gehört".

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  • 14.04.2021
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    26:37
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    Ronald Reagan in West-Berlin: "Mr. Gorbatschow, tear down this wall!" | 12.6. 1987

    US-Präsident Ronald Reagan ist zum Staatsbesuch in der Bundesrepublik. Er besucht West-Berlin und hält vor dem Brandenburger Tor eine Rede. Am Ende fordert er den sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbartschow auf, die Mauer abzureißen. Die Rede wird simultan übersetzt.

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  • 14.04.2021
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    03:07
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    Kundgebung gegen Antisemitismus in Berlin | 14.9.2014

    Am Brandenburger Tor in Berlin findet eine Kundgebung gegen Antisemitismus statt. Organisiert wird sie vom Zentralrat der Juden in Deutschland.

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  • 14.04.2021
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    04:51
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    Rabbinerin Elisa Klapheck über ihren Werdegang und das Judentum in Deutschland | 8.11.2006

    Bea Wyler bleibt als Rabbinerin in Deutschland nicht allein. Auch die in Düsseldorf aufgewachsene Feministin und Journalistin Elisa Klapheck lässt sich in den USA zur Rabbinerin ausbilden. Seit 2009 leitet sie in Frankfurt am Main den "Egalitären Minjan" der dortigen jüdischen Gemeinde.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    05:32
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    Zentralrat der Juden und Bundesregierung unterzeichnen Staatsvertrag | 27.1.2003

    Bundeskanzler Gerhard Schröder und Paul Spiegel, Präsident des Zentralrats der Juden, unterzeichnen den ersten Staatsvertrag zwischen dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Dankesrede betont Paul Spiegel die Bedeutung des neuen Staatsvertrags zwischen dem Zentralrat der Juden in Deutschland und der Bundesrepublik Deutschland.

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  • 14.04.2021
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    12:29
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    Ralph Giordano zum Tod von Ignatz Bubis | 13.8.1999

    Ignatz Bubis ragte unter den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland heraus. Doch kurz vor seinem Tod äußerte er sich sehr resigniert: Er habe weniger erreicht, als er sich vorgenommen hatte. Bubis starb am 13. August 1999. Zunächst ein Ausschnitt aus seinem letzten Interview, anschließend ein Gespräch mit dem Schriftsteller Ralph Giordano – eine Stunde, nachdem Bubis‘ Tod bekannt wurde.

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  • 14.04.2021
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    29:57
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    Erster "Holocaust-Gedenktag" | 19.1.1996

    Der 27. Januar – Jahrestag der Befreiung der Menschen im Konzentrationslager Auschwitz 1945 – ist in Deutschland Holocaust-Gedenktag. Das war nicht immer so. Dieser Gedenktag wurde erst 51 Jahre nach Ende der Nazi-Diktatur geschaffen. Die erste Feierstunde 1996 wurde allerdings wegen einer Dienstreise von Bundespräsident Roman Herzog eine Woche vorverlegt, auf den 19. Januar. Vor Herzog spricht Bundestagspräsidentin Rita Süßmuth.

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  • 14.04.2021
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    03:12
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    Bea Wyler: Erste Rabbinerin der Nachkriegsgeschichte | 1.8.1995

    Bea Wyler tritt ihr Amt in den jüdischen Gemeinden in Oldenburg und Braunschweig als erste Rabbinerin Deutschlands seit Ende des Zweite Weltkriegs an.

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  • 14.04.2021
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    06:54
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    Ignatz Bubis mag sich nicht an Rabbinerin gewöhnen | 17.7.1995

    Ignatz Bubis, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, erklärt 1995 in einem Interview, warum er keine Rabbinerin in jüdischen Gemeinden akzeptieren will.

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  • 14.04.2021
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    08:00
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    Neue Einreisebestimmungen für Juden aus der Sowjetunion | 28.4.1991

    Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wandern viele Juden aus der ehemaligen Sowjetunion nach Deutschland aus. Im Februar treten für sie neue Einreisebestimmungen in Kraft. Doch die erweisen sich als extrem bürokratisch und stellen die Einwanderer vor große Hindernisse. Eine Reportage vom 28. April 1991.

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