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SchönerDenken

Der erste Eindruck - direkt nach dem Kino - in etwa 12 Minuten und spoilerfrei, versprochen. Das ist unser Kerngeschäft. Ansonsten echte Liebe für japanische Filme, eine Schwäche für Science-Fiction und ungebrochene Entdeckungslust für bekannte und unbekannte Klassiker.

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  • 13.08.2022
    10 MB
    07:04
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    Folge 1152: BULLET TRAIN - Genau nach Fahrplan

    Ein Auftragskiller bekommt wie gewünscht einen sehr leichten Auftrag: Einfach einen Koffer aus dem Zug von Tokyo nach Kyoto stehlen. Aber so einfach ist es nicht für den Killer mit dem schönen Codenamen „Ladybug“ (Marienkäfer): Der ganze Zug ist voller Freaks, die an sein Leben und an den Koffer wollen. Die Frage lautet: Ist Ladybug (großartig: Brad Pitt) ein Pechvogel oder ein Glückspilz? Zugegeben: Den Shinkansen und einige japanische Darsteller nutzt der Film nur als exotische Kulisse. Und der Spaß an der expliziten Gewalt erinnert manchmal an Tarantino. Aber jeder Pathos wird mit traumwandlerischer Sicherheit aufgelöst, die Gewalt transzendiert ins Cartoonhafte und nicht jeder, der stirbt, ist auch tot. Etwas Straffung hätte dem Film bestimmt gut getan, aber dennoch ist aller sehr unterhaltsam. Im Podcast direkt nach dem Film ist Tom not amused, Gabriele dagegen sehr. Desweiteren am Mikrofon: Peter, Harald und Thomas.

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  • 10.08.2022
    11 MB
    08:03
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    Folge 1151: THOR: LOVE AND THUNDER – „Eat My Hammer!“

    Thor ist in einer Midlife-Crisis: In der Meditation langweilt er sich, bei den Guardians redet er viel von Team, rettet den Tag aber alleine. Nichts passt für ihn zusammen, bis der Götterschlächter Gorr auftaucht (großartig: Christian Bale), ein Mann, der in seinem Rachedurst Gewalt über Schattenmonster gewonnen hat. Im Kampf gegen Gorr ist Thor nicht allein, er kämpft zu seiner bleibenden Irritation mit „Mighty Thor“ und unter diesem Helm steckt: Dr. Jane Foster. Während in der ersten Hälfte Komik angesagt ist, wird es in der zweiten Hälfte düsterer. Auch Taika Waititi hat im gefühlt zweihundertsten MCU-Film einige Mühe, irgendwie das Rad neu zu erfinden. Thomas hatte dennoch großen Spaß und hat sich weggeworfen beim weißen Röckchen von Zeus, Peter war auch weitgehend zufrieden. Und der Rest der Üblichen Verdächtigen? Aber so gar nicht. Im vergnüglichen und meinungsstarken Podcast direkt nach dem Kino am Mikrofon: Gabriele, Johanna, Peter, Harald, Tom und Thomas. Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Quelle: SchönerDenken Bild © Walt Disney Motion Pictures 2022 Musik von Johannes Klan Thor: Love and Thunder USA, 2022, 119 Min., Regie: Taika Waititi

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  • 08.08.2022
    17 MB
    11:37
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    Folge 1150: MEN - Wir Männer sind die Monster

    Regisseur Alex Garland rechnet mit seinen Geschlechtsgenossen ab: In MEN befreit sich Harper Marlowe (großartig: Jessie Buckley) aus ihrer abusiven Beziehung und Ehe. Ihr vor der Trennung stehende Ehemann James schlägt sie, entwendet ihr Smartphone und stürzt vor ihren Augen in den Tod – es bleibt offen, ob er sich umbringen wollte oder einfach beim Versuch bei ihr einzubrechen abgestürzt ist. Harper flieht aufs Land – aber sie nimmt das Trauma mit und das, was die patriarchale Gesellschaft den Frauen in dieser Situation mitgibt: Hättest Du nicht mehr Verständnis haben müssen? Wenn Du nicht auf die Trennung bestanden hättest, würde Dein Mann noch leben. Du trägst Schuld. Ihr Trauma projeziert sich in jeden Mann, denn sie in ihrem Rückzugsort auf dem Land trifft: Jeder Mann sieht irgendwie gleich aus: Der kauzige, zu Beginn sehr freundliche Vermieter, der verständnislose Polizist, der trotzige, aggressive Junge, der lüsterne Priester und ein rätselhafter, nackter Waldmann – alle sehen aus wie Rory Kinnear. Und über kurz oder lang werden sie alle zu einer tödlichen Bedrohung für Harper, zu einer sich selbst wiedergebärenden Monstermaschine. Vor der Leinwand weiß man nicht, was einen mehr erschreckt: die egomanische Selbstgerechtigkeit des toxischen Ehemannes, die ekelerregende Lüsternheit des Pfarrers, der alle Frauen als verführende Huren beschimpft, oder der kalte Sadismus des Jungen. Alex Garland verzichtet auf jede Subtilität: Wir Männer sind alle gleich, wir unterscheiden uns nur in Art und Ausmaß der Bedrohung – das ist die Botschaft, die er mit der Wucht eines Vorschlaghammers an unsere Tür nagelt. Dabei ist die Mischung aus fast schon poetischen Bildern, Beziehungsdiskussionen, wohlgesetzten Schockelementen und blutigem Horror einzigartig. Als männlicher Zuschauer flüchtet man sich in die Gewissheit, selbst kein Täter und kein Monster zu sein. Aber wir Männer können selbst überhaupt nicht beurteilen, ob wir vielleicht nicht doch durch Rücksichtslosigkeit, durch Anstarren, durch passiv-aggressiven Druck, durch die Verweigerung von Care-Arbeit, emotionale Erpressung oder das Ausnutzen männlicher Privilegien doch Täter und eine Bedrohung sind. Im Podcast direkt nach dem Kino sieht Johanna schon relativ klar, Thomas ist noch lange nicht sortiert und Tom hat es früh schon aus der Kurve getragen. Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Quelle: SchönerDenken Bild © Koch Films 2022 Musik von Johannes Klan Men UK, 2022, 100 Min., Regie: Alex Garland

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  • 02.08.2022
    21 MB
    14:45
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    Folge 1149: TOP GUN MAVERICK - Very Great Balls Of Fire In The Danger Zone

    TOP GUN: Das steht für übertriebenen Pathos, für eine selbstverliebte Männlichkeit, für Nationalstolz, kerosinhaltige Kriegsbegeisterung und Rekrutierungsbüros vor amerikanischen Kinos. Für dämliche Dialoge, Klischee und Kitsch. Aber auch für die verboten traumschönen Bilder von Tony Scott, für gute Schauspieler und für einen unvergesslichen Soundtrack. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass TOP GUN zurückkehren würde. Und vor allem hätte ich nicht gedacht, dass das Sequel gelingen könnte, dass TOP GUN MAVERICK ein guter Film werden könnte. Das Rezept: Die guten Elemente übernehmen: Tony Scotts Inszenierung wird von Joseph Kosinski liebevoll kopiert und imitiert, die Bilder sind fantastisch. Dazu Rückblenden zu Anthony Edwards am Klavier. Und dann die verkackten Elemente weglassen: Vor allem die super-dämlichen Dialoge. Aus dem jungen narzisstischen spätpubertierenden Pilotenarschloch, der Frauen bis in die Damentoilette verfolgt und belästigt, ist ein alter Flugverrückter geworden, der Frauen anständig behandelt (charismatisch: Jennifer Connelly!) und darum kämpft, dass die jungen Piloten, die ihm anvertraut wurden, überleben. Dazu eine emotionale Vater-Sohn-Geschichte, die Rückkehr von Iceman. Dann nur noch Tom Cruise ins Cockpit setzen und „Highway to the Danger Zone“ voll aufdrehen und schon läuft der Film rund. Wir hätten es nicht gedacht. Am Mikrofon direkt nach dem Film vor dem Kino: Gabriele, Harald, Tom und Thomas. Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Quelle: SchönerDenken Bild © Paramount 2022 Musik von Johannes Klan Top Gun Maverick USA, 2022, 130 Min., Regie: Joseph Kosinski

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  • 05.07.2022
    18 MB
    12:23
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    Folge 1148: DR. STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS – Es passiert zu viel und es geschieht zu wenig

    Nachdem wir SPIDER-MAN: NO WAY HOME nachgeholt hatten, ging es ins Kino, um DR. STRANGE IN THE MULTIVERSE OF MADNESS zu sehen. Regie: Sam Raimi. Das versprach klassische Horrorelemente, die es mitunter auch gab, aber Sam Raimi hat dem Film nur stellenweise seinen Stempel aufgedrückt. Insgesamt ist es ein typischer Vertreter der aktuellen MCU-Phase: Viel Handlung, viele Figuren, viele Zusammenhänge, viele Anspielungen, vielleicht alles etwas viel für einen Film. Der wie immer charismatische Benedict Cumberbatch darf gleich mehrere Versionen des Dr. Strange spielen, denn es öffnen sich die Tore zwischen den Multiversen. America Chavez, eine sympathische junge Dame, kann Portale öffnen und nutzt diese Fähigkeit, um vor einem Monster zu fliehen, dass der Dr. Strange unserer Welt aufhalten kann. Dr. Strange wendet sich an Wanda Maximoff, bzw. Scarlet Witch und es entspannt sich ein dramatischer Ablauf um das Zauberbuch Darkhold, um Wandas Kinder Tommy und Billy, um die Zauberburg Kamar-Taj, Wong und Traumwandeln, um Baron Mordo und sein Sanctum Sanctorum, um Polykarbonat-Gefängnisse, um Christine Palmer und die Illuminati (Captain Carter, Black Bolt, der König der Inhumans, Captain Marvel alias Maria Rambeau, Reed Richards alias Mister Fantastic und Professor Charles Xavier). Was das mit dem Buch von Vishanti, dem Zaubertempel auf dem Berg von Wundagore und der Zombieversion von Strange aus Erde 838 zu tun hat, wird im Film erklärt, Man muss nur genau aufpassen. Vor allem auf die Mid-Credit-Szene mit der mysteriösen Frau namens „Clea“. Im Podcast direkt nach dem Film versuchen Tom und Tom das unübersichtliche Überangebot zu sortieren. Und eines wird klar, auch die sehr guten Elemente des Films leiden massiv darunter, dass es noch 417 andere Elemente gibt. Das Ergebnis: cineastisches Sodbrennen. Der sehenswertere Multiversumsfilm ist dann doch EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE. (Wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis die Daniels einen MCU-Film angeboten bekommen.) Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Bild © Sony Pictures Entertainment Deutschland Musik von Johannes Klan Dr. Strange in the Multiverse of Madness USA, 2022, 126 Min., Regie: Sam Raimi

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  • 25.06.2022
    16 MB
    11:21
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    Folge 1147: SPIDER-MAN: NO WAY HOME - Wer bin ich und wenn ja wieviele?

    Ein wesentliches Element für die meisten Superhelden ist ihre geheime Identität. Das Rätsel, wer dahinter steckt, macht sie erst attraktiv. (Es sei denn, man ist ein stinkreicher Unternehmer und Playboy und outet sich mit kindlicher Freude als Iron Man). Für Peter Parker ist es eine Katastrophe, als Spider-Man enttarnt zu sein. Und das inszeniert der Film in den ersten zwanzig Minuten temporeich und witzig. Peter Parker weiß sich nicht mehr anders zu helfen – er sucht Hilfe bei Dr. Strange. Der ist arrogant genug zu glauben, er könne das Raumzeitmultiversendingsbums manipulieren, ohne dass sich die Grenzen der Welten öffnen und Spiderman es mit allen Bösewichtern gleichzeitig aufnehmen muss. Aber Spider-Man ist nicht alleine – und besonders sein unerwartetes Team haben Tom und Tom viel Spaß gemacht. Die beiden haben sich den Film im Wohnzimmer auf die Wand gebeamt und hatten einen sehr vergnügten Abend. Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) Bild © Sony Pictures Entertainment Deutschland Musik von Johannes Klan Spider-Man: No Way Home USA, 2021, 148 Min., Regie: Jon Watts

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  • 18.06.2022
    15 MB
    10:58
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    Folge 1146: ONE OF THESE DAYS - Die Kinder des Kapitalismus

    Kyle (Joe Cole) ist einer der Verlierer, er arbeitet hart, wenn er einen Job findet, seine Freundin ebenso. Aber sie kommen im texanischen Nirgendwo kaum über die Runden. Als sein alter Wagen den Geist aufgibt, schämt er sich zu sehr, um es zuzugeben. Ein Mann, der sich noch nicht einmal ein Auto leisten kann? Der Kapitalismus lässt seine Kinder vielleicht verhungern, aber er hat immer eine trügerische Hoffnung im Angebot: Ein Autohändler verschenkt einen nagelneuen Pickup an den Mann oder die Frau, die am längsten ununterbrochen die Hand am Auto halten kann – ohne Schlafpausen. Es kommen diejenigen, die keine andere Chance mehr sehen, es kommen diejenigen, die eine ganze glückliche Zukunft in dieses Auto projezieren. Und während die Armen und Verzweifelten Tag und Nacht am Auto stehen, sind sie die Attraktion für die Schaulustigen, die diese Demütigung (noch) nicht nötig haben. Oft gibt es gar keine Zuschauer, außer ihrer Betreuerin Joan (Carrie Preston). Das sind dann die dunkelsten und einsamsten Momente. Regisseur Bastian Günther inszeniert dieses Kammerspiel rund um den Pickup in intensiven Einstellungen, wir sind den Menschen und ihrer Traurigkeit sehr nah. Und am Ende beginnt der Film für ganz besondere 20 Minuten noch einmal von vorne … Johanna und Thomas haben den Film im CAPITOL gesehen – in Anwesenheit des Regisseurs Bastian Günther, der erklärte, dass der Film auf einer wahren Geschichte beruht und erinnerte das Publikum an den Film „They shoot horses, don’t they?“ von Sydney Pollack (1969), der einen Tanzmarathon zeigt, bei dem das letzte noch tanzende Paar gewinnt – auch hier eine Demütigung und Entwürdigung der Hoffnungslosen, eine Entmenschlichung und Degradierung zur Attraktion. Günther zeigte sich glücklich darüber, dass Robert Altman den Stoff dann doch nicht – wie ursprünglich beabsichtigt – verfilmt hat. Günther, der auch das Drehbuch geschrieben hat, ging im Gespräch auch auf die Szene ein, in der Kyle von der Polizei als potentieller Krimineller eingestuft wird, nur weil er zu Fuß unterwegs ist – einem Teammitglied war es während der Dreharbeiten tatsächlich passiert. Durch die Pandemie war der Start des Filmes auf dem Sundance-Festival 2020 kurzfristig abgesagt worden. Jetzt ist er in die Kinos gekommen. Als Koproduktion mit dem Hessischen Rundfunk, dem Saarländischen Rundfunk und ARTE wird der Film später in den Fernsehsendern der ARD, auf ARTE und in der ARD Mediathek zu sehen sein. Direkt nach dem Film sprechen Johanna und Thomas vor dem CAPITOL über die düstere Stimmung, die beeindruckende Inszenierung der Autos, lens flares, Autofriedhöfe und sprechende Pickups und sind sich einig: ONE OF THESE DAYS ist sehr ernst und sehr, sehr sehenswert. WICHTIG: Wir haben ONE OF THESE DAYS im Programmkino Capitol&Palatin in Mainz gesehen, sehr viele SchönerDenken-Episoden zu anspruchsvolleren Filmen sind vor diesem Programmkino aufgezeichnet worden. Dieses Kino ist die Grundlage der Kinokultur in Mainz: Das Programm ist hervorragend kuratiert – besondere Filme aus vielen unterschiedlichen Genres und Nationen, immer wieder auch in Originalsprache, dazu viele Veranstaltungen. Dem Programmkino Capitol&Palatin droht durch ein Gebäudekauf durch ein großes Immobilienunternehmen die Schließung. Mehr Informationen gibt es hier und hier . Eine Petition zum Erhalt dieses wichtigen Kinos gibt es hier . Bitte unterstützen! Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) Bild: Filmszene aus ONE OF THESE DAYS © Weltkino 2020 Musik von Johannes Klan One Of These Days D, 2020, 121 Min., Buch und Regie: Bastian Günther

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  • 11.06.2022
    16 MB
    11:42
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    Folge 1145: BELLE (Nippon Connection 2022) feat. Helena, Malte (SneakyMonday) und Steffen (Vilmferrückt)

    Mamoru Hosoda hat sich viel vorgenommen: Ein Coming-of-Age-Film über Suzu, die ihre Mutter verloren hat, ein Film über Faszination und Gefahren eines virtuellen Metaversums (hier heißt es „U“) und ein Film über das vielschichtige Motiv eines hübschen Mädchen und einem gefährlichen Mann, der seine Identität hinter einer Maske verbirgt (Die Schöne und das Biest). Nicht überraschend ist die kunsthandwerkliche Perfektion – aber der Einfallsreichtum und die so noch nicht gesehene bunte Bildermacht in der Darstellung der virtuellen Welt ist einfach umwerfend. Aber die besondere Qualität liegt in den nachvollziehbaren Charakteren, zu denen wir in zwei Stunden Film eine Beziehung aufbauen. Dabei spielen schwierige Themen wie die Identität in einer virtuellen Welt, die Gefahren der Social Media-Kommunikation und vor allem Gewalt gegen Kinder eine Rolle. Die Botschaft lautet am Ende: Das in einer virtuellen Welt gewonnene Selbstvertrauen kann helfen, die Herausforderungen im realen Leben zu bestehen. Im Podcast sind Helena und Malte von Sneaky Monday mit Thomas einig: Ein großartiger Film. Steffen von Vilmferrückt stellt kritische Fragen.

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  • 28.05.2022
    7 MB
    05:21
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    Folge 1144: LET ME HEAR IT BAREFOOT (Nippon Connection 2022) feat. DieMelanie und Andras

    Man wünscht sich, dass die sehr talentierte Regisseurin Riho Kudo einfach ihren sehr guten Szenen und Bildern vertrauen würde. Aber sie dehnt und wiederholt die Elemente, bis der eigentliche Film dahinter verschwindet. Im Zentrum stehen zwei junge Männer, die sich zueinander hingezogen fühlen. Aber sie haben nicht den Mut, sich ihre Liebe einzugestehen und auszuleben. Stattdessen flüchten sie sich in Raufereien und Kämpfe, um sich zu spüren und nahe zu sein. Ein großartiges Bild, wenn es nicht bis zum Überdruss gedehnt und wiederholt würde. Im Podcast trauern DieMelanie, Andras und Thomas einer robusten Schnittfassung nach.

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  • 28.05.2022
    12 MB
    08:31
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    Folge 1143: MY BROTHER, THE ANDROID AND ME (Nippon Connection 2022) feat. Lucas, Malte und Andras

    MY BROTHER, THE ANDROID AND ME kombiniert viele Versatzstücke des Gothic-Horror-Genres: Das Frankensteinmotiv, neues Leben zu erschaffen, das Doppelgängermotiv der phantastischen Literatur, das Spukhaus, das Labor, der verrückte Wissenschaftler … Kaoru ist hochbegabt und soll an der Universität nicht nur lehren sondern auch Roboter für den Straßenbau entwickeln. Stattdessen arbeitet er daran, eine Androidenkopie von ihm selbst zu erstellen – vielleicht in der Hoffnung, sich dann selbst aus dem Leben zurückziehen zu können. Immer wieder versagt ihm dabei das rechte Bein seinen Dienst, als wäre es eine defekte Prothese. In Wirklichkeit leidet Kaoru an einer Wahrnehmungsstörung: Er ist überzeugt, dass sein Bein ein Fremdkörper ist und will es loswerden. Aus der einst florierenden Privatklinik seines Vaters wird bei Kaoru ein Horrorhaus mit Labor. Junji Sakamoto setzt diese Geschichte mit sicherem Stilgefühl um: Es regnet unablässig, der großgewachsene Kaoru in dunklem Regenmantel mit Kapuze wirkt selbst wie Frankensteins Monster, selbst das Radfahren wirkt gruselig. Im Podcast direkt nach dem Film weht nach Mitternacht ein scharfer Wind (den man auf der Aufnahme etwas hören kann). Lucas ( Longtake ), Malte ( Sneaky Monday ) Andras und Thomas sprechen über die dichte Atmosphäre, über Musik und das Verlorensein des Protagonisten und des Zuschauers.

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  • 26.05.2022
    7 MB
    05:07
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    Folge 1142: ANY CRYBABIES AROUND? (Nippon Connection 2022) feat. DieMelanie und Malte

    Ein Entwicklungsroman ohne Entwicklung? Tasuku ist überfordert, seine Freundin hat gerade ein Mädchen zur Welt gebracht und der Verantwortung scheint er nicht gewachsen zu sein. Als er sich dann auch noch beim örtlichen Maskenkult vor laufenden Kameras bis auf die Knochen blamiert, haut er ab nach Tokio. In Takuma Satos Film lernt der Protagonist aber wenig dazu und das prägt auch seine Rückkehr nach mehr als zwei Jahren … Im Podcast reden DieMelanie, Malte und Thomas übers Erwachsenwerden und über Bräuche, die niemand braucht. Nach dem Spoileralarm beschreibt Malte das durchaus spannende Ende des Films.

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  • 25.05.2022
    16 MB
    19:27
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    Folge 1141: SMALL SLOW BUT STEADY (Nippon Connection 2022) feat. Kinomensch, Fang Yi, Johannes und Max

    Nippon Connection ist wieder ein Präsenzfestival und es startet mit Sho Miyakes Film SMALL SLOW BUT STEADY – ein Boxerdrama, um die gehörlose Keiko, die es geschafft hat, Profiboxerin zu werden. Aber sie hat nicht nur mit ihren Gegnerinnen zu kämpfen sondern auch mit ihrer Umwelt und mit sch selbst. Und dann droht auch noch ihr Gym zu schließen … Nach dem Film kam es wieder zu einem Stelldichein der Japanfilmverliebten: Lucas, Johannes, Fang Yi, Max und Thomas. Im ersten Eindruck loben sie die Stille des Films, die Geduld mit den Charakteren und die wundere 16-mm-Ästhetik. Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Quelle: SchönerDenken Musik von Johannes Klan Small Slow But Steady Japan 2022, 99 Min., Regie: Sho Miyake

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  • 15.05.2022
    17 MB
    11:53
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    Folge 1140: EVERYTHING EVERYWHERE ALL AT ONCE: Die Leben, die hätten sein können

    Es gibt anspruchsvolle Familiendramen, es gibt SF-Actionfilme, es gibt chaotische Ideensexplosionen. Die Daniels haben das alles untrennbar ineinander verwoben: Das berührende Familiendrama erzählt vom Scheitern der Kommunikation und vom Gefangenbleiben in Konventionen und Alltagskonflikten, bis der Film beginnt im wahrsten Sinne den Wortes die Grenzen des Universums zu sprengen, mit Jackie-Chan-Einlagen bis zur Nasenspitze ins Action-Genre zu springen, bevor sich in den verschiedenen Universen die grenzenlose Fantasie der beiden Regisseure Bahn bricht. Der Film ist übervoll an schrägen, surrealen Ideen, da haben plötzlich alle Menschen wabbelige Hotdogartige Finger oder unsere Protagonistin ist ein berühmter Filmstar oder … ein Stein. Vor allem aber gibt der Film einer älteren Frau mit chinesischer Migrationsgeschichte, also einer Figur, die auf der Leinwand wie in der Gesellschaft fast immer unsichtbar ist, ein Gesicht, eine Kraft und eine laute Stimme. Alle Darsteller tragen diese Geschichte, aber vor allem Michelle Yeoh ist in einer unerwarteten Vielgestaltigkeit sehr überzeugend – die perfekte Antagonistin: Jamie Lee Curtis als Steuerprüferin Deirdre. Da brennt die Leinwand zwischen diesen Frauen. Direkt nach dem Film, den wir im wunderbaren Capitol in Mainz gesehen haben, sortieren Johanna und Thomas in der 12-Minuten-Podcast-Episode erst einmal die vielen, vielen Eindrücke. Während Johanna auf die eine oder andere absurde Idee hätte verzichten können, hat Thomas vor allem die anarchistische Freiheit dieses Films genossen. Besonders empfehlenswert!

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  • 14.05.2022
    85 MB
    59:08
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    Folge 1139: NipponConnection 2022: Offizieller Festivalpodcast Nr. 9 – PROGRAMMHIGHLIGHTS

    Herzlich willkommen zum offiziellen Podcast des japanischen Filmfestivals Nippon Connection 2022 – endlich darf das Festival wieder vor Ort stattfinden – mit etwa 100 Filmen vom 24. bis zum 29. Mai in Frankfurt am Main. Wir haben Programmchef Florian Höhr wieder in den Podcast eingeladen und sprechen mit ihm darüber, wie es sich anfühlt, wieder ein Festival für echte Menschen in echten Kinosäalen zu machen und über den Nippon Honor Award für den Schauspieler Masatoshi Nagase, der vielen aus Jarmuschs Mistery Train (1989) oder aus Kawases Kirschblüten und rote Bohnen (2015) bekannt sein wird. Wir reden über den Schwerpunkt Stories of Youth, über das Sekten- und Familiendrama Under The Stars (2020) von Tatsushi Omori, über Keita Fujimotos Just The Two of Us (2020) – hier spielt Nagase einen Querschnittsgelähmten. Wir reden über die Benshis (Stummfilmerzähler) in der Komödie Talking The Pictures (2019) von Masayuki Suo und über den lange ersehnten Yakuza-Thriller Last of the Wolves (2021) von Regisseur Kazuya Shiraishi. Mehr Informationen – auch zum Kartenvorverkauf und zum Onlinefestival vom 30. Mai bis zum 6. Juni erfahrt Ihr unter https://nipponconnection.com . (Normalerweise wäre Alexander Sobolla von den Abspannguckern ebenfalls im Podcast zu hören – er hatte auch bei den Vorbereitungen des Podcasts geholfen. Während der Aufnahme hat er sich um seine süßen Kinder gekümmert und konnte bei der Aufnahme nicht dabei sein. Liebe Grüße an Alex!)

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  • 21.04.2022
    13 MB
    09:06
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    Folge 1138: HAPPY DEATHDAY 2U: Und morgen schon wieder von vorne

    Die hübsche blonde Studentin Tree hatte im ersten Teil HAPPY DEATHDAY den Tag ihrer Ermordung immer wieder erlebt. Im zweiten Teil HAPPY DEATHDAY 2U erfährt sie, wer wirklich dahinter steckte: Student:innen und Quantenphysikexperimente. Und schwupps gerät sie zum zweiten Mal in die Zeitschleife. Allein Jessica Rothe als angepisste Tree durch den Film stampfen zu sehen, ist pures Comedy-Gold. Noch mehr Tode, noch mehr Pointen und sogar ein Handlungsfaden mir emotionaler Tiefe – der zweite Teil setzt in jeder Hinsicht einen drauf. Beide Teile bilden zusammen ein perfektes Double-Feature für einen fröhlichen Heimkinoabend, finden Tom und Tom in der kurzen Podcastepisode. Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) Musik von Johannes Klan Happy Deathday 2U USA 2019, 101 Min., Regie und Buch: Christopher Landon

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  • 20.04.2022
    17 MB
    12:11
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    Folge 1137: HAPPY DEATHDAY: Und ewig grüßt der maskierte Mörder

    Hübsche blonde Studentin, rausgeputzt für die nächtliche Party, wird von einem Maskierten verfolgt und mit einem langen Messer massakriert: Was wie SCREAM anfängt, entwickelt sich schnell zu einer Horrorkomödienvariante von GROUNDHOG DAY. Tree, unsere hübsche Blondine, durchlebt den Tag ihrer Ermordung immer wieder, egal, was sie tut. Bis sie versucht, ihren Mörder zu entlarven … Eine großartig aufgelegte Jessica Rothe als Tree trägt den Film, der sein Timing, seine Pointen und seine Genre-Elemente souverän im Griff hat. Ja, machmal ist der Anspruch so dünn wie das kurze Röckchen von Tree in der Nacht ihrer Ermordung. Aber in jeder Minute macht dieser familientaugliche Slasher einen Riesen-Spaß. Tom und Tom sprechen im kurzen Podcast direkt nach der Heimkinovorführung über Macher und Schauspieler, über FSK und Filmzitate. Text und Podcast stehen unter der Creative Commons-Lizenz BY-NC-ND 4.0 Quelle: SchönerDenken (Direkter Download der Episode über rechte Maustaste) Musik von Johannes Klan Happy Deathday USA 2017, 96 Min., Regie: Christopher Landon

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  • 15.04.2022
    107 MB
    01:14:44
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    Folge 1136: DIE GELIEBTEN SCHWESTERN: „Es ist alles sehr erfreulich!“ feat. Lucas Barwenczik

    Dominik Graf, vielen eher als Krimi-Regisseur vertraut, inszeniert die vielleicht ein bisschen wahre Liebesgeschichte der Lengefeldschwestern mit dem mittellosen aber überaus charmanten Friedrich Schiller. Die Schwestern haben sich geschworen alles zu teilen – also auch Schiller. Sprache und Schrift spielen in diesem Film eine besondere Rolle: Die Handschrift ihrer Liebesbriefe rückt dabei ebenso in den Vordergrund wie die Druckschrift der literarischen Zeitschriften. Es ist eine Epoche, in der das Lesen und Schreiben in die Welt fast aller Menschen vordringt – eine Zeit der Aufklärung, der Revolution, des Aufbruchs, der Veränderung, der Abhängigkeiten und des unbedingten Freiheitswillens. Graf will diese Zeit umfassend abbilden und erzählt dabei viele Geschichten ineinander und nebeneinander, während die Figuren in den wunderbaren Bildern immer wieder ineinander verschmelzen. Mit Lucas hat Thomas den perfekten Partner gefunden, um diesem Film nachzuspüren. In der Podcastepisode sprechen die beiden über die Stimme des Regisseurs, die aus dem Off durch den Film führt, über eine der beeindruckendsten und dabei wenig freizügigen Sexszenen der Filmgeschichte, über Bill Clinton und Blut, das über die Pflastersteine in Paris läuft und stellen Vergleiche mit BRIGHT STAR und BARRY LYNDON an. Zitate "Arm sind wir erst, wenn wir nur noch einen Diener haben." "Sie grinsen schon die ganze Zeit weit unter ihrem Niveau!" "Schiller ist Flüchtling auf einem eisig kalten Planeten." Über unseren Gast Der Filmkritiker Lucas Barwenczik ist bekannt als Podcaster bei cuts und Kulturindustrie, er schreibt für kino-zeit.de, den Filmdienst, Filmstarts und auf Twitter ist er zu finden unter @kinomensch. Dass er alle Filme, die jemals gedreht worden sind, gesehen haben soll (zwei Mal!), ist natürlich nicht wahr – aber es fühlt sich so an ? Seit wir 2017 gemeinsam im TEE Rheingold unterwegs waren, ist Lucas ein häufiger und besonders lieber Gast von SchönerDenken. Hier alle Episoden von SchönerDenken, bei denen Lucas zu Gast war – viele gemeinsame Episoden haben wir auf dem japanischen Filmfestival Nippon Connection in Frankfurt am Main aufgenommen. Die geliebten Schwestern D 2014, 139 Min., Regie und Buch: Dominik Graf

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  • 01.04.2022
    13 MB
    09:11
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    Folge 1135: GHOSTBUSTERS: AFTERLIFE – Mehr als Nostalgie

    Zwei Dinge lernen wir im Podcast: Was der Unterschied zwischen einem Hamster und einer Zigarette ist und dass Thomas das Wort „Marshmallowmännchen“ nicht aussprechen kann ? GHOSTBUSTERS: AFTERLIFE wurde von vielen Zuschauer:innen als würdige Fortsetzung der ersten beiden Filme gelobt. Dem können sich Tom und Tom anschließen: Mit starken Spielberg-Vibes geht es auf eine Reise in die Vergangenheit, Nerd-Mädchen Phoebe entdeckt das Geheimnis ihres Großvaters, Egon Spenkler, und setzt sich in den Kopf, die Welt zu retten. Alle Rollen sind perfekt gecastet, vor allem Mckenna Grace als Phoebe, Logan Kim als Podcast, Finn Wolfhard (der sich in STRANGER THINGS noch als Ghostbuster verkleidet hatte) als Phoebes Bruder Trevor und natürlich Paul Rudd als niedlicher Love Interest der Mutter (Carrie Coon). Der Film traut sich, eine andere Geschichte zu erzählen, Familie und Coming of Age in den Vordergrund zu stellen und dann kommen nach und nach aus Gozas Nebel die Requisiten und Zutaten eines guten alten Ghostbusterfilms ins Spiel. Wir verraten nicht, wer alles einen Cameo-Auftritt hat, aber eines können wir sagen: Ohne eine richtige Geisterfalle kommt man nicht weit.

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  • 20.01.2022
    80 MB
    56:02
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    Folge 1134: #Japanuary 2022 Nr. 2: ONE CUT OF THE DEAD (Kamera o tomeru na!) feat. molosovsky

    Nein, wir verraten nichts über diesen Film. Diesen Film muss man sich ohne Vorwissen, kalt und ungespoilert anschauen. Daher ist diese Episode – spätestens nach der Spoilerwarnung – nur für Euch Glückliche, die den Film schon gesehen haben. Also erst schauen, dann hören. Nur so viel sagen wir: Was für eine geile Sch’*[email protected]!

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  • 09.01.2022
    57 MB
    39:50
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    Folge 1133: #Japanuary 2022 Nr. 1: ALONG THE SEA (Umibe no kanojotachi)

    Drei junge Frauen aus Vietnam sind nach Japan zu kommen, um dort Geld zu verdienen, das sie an ihre Familien schicken. Der Druck auf die jungen Frauen ist groß, in der Heimat wird das Geld erwartet, gleichgültig wie katastrophal die Arbeitsbedingungen sind. In sehr düsteren, fast dokumentarischen Bildern erzählt Akio Fujimoto vom Überlebenskampf der drei Frauen, ihrer Flucht in einen anderen, nicht ganz so grausamen Job und einer Schwangerschaft, die eine der drei Frauen völlig aus der Spur wirft. Fujimoto richtet den Blick auf die Schwächsten: Für die Japaner sind sie nur Arbeitsmigranten, die mal mehr mal weniger sklavenähnlich ausgebeutet werden, in ihren eigenen Familien können sie als Frauen nicht über sich selbst entscheiden. Und Fujimoto sorgt dafür, dass wir den Blick nicht abwenden, bis wir das verstanden haben. Danke an Michael Meier von Kompendium des Unbehagens und Daniel Haberkorn vom Altstadtkino, dass ich hier noch einmal Gelegenheit hatte, über diesen Film zu sprechen. Große Empfehlung meinerseits auf jeden Fall – einer der besten Filme des Nippon Connection Online Festivals 2021.

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  • 21.12.2021
    17 MB
    12:10
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    Folge 1132: A QUIET PLACE 2 - Die Vernünftigen überleben

    A QUIET PLACE war für uns ein Überraschungsfilm: Tom und Tom hatten damals im Kino mitgefiebert mit der Familie, die (fast) keine dämlichen Fehler macht beim Kampf ums Überleben. Entsprechend gespannt waren wir auf den zweiten Teil. Ausgangssituation von A QUIET PLACE 2: Mann weg, Baby da, und ein geheimer Trick, der gegen die blinden aber extrem gut hörenden Alien helfen kann. Regisseur Krasinski baut wieder eine einfache Geschichte auf – auch wenn sie sich in zwei Handlungsstränge aufteilt. Kurz und gut: Auch der zweite Teil funktioniert gut, sehr spannend, sehr unterhaltsam und wieder mit beeindruckenden Darsteller:innen. Sehenswert – finden Tom und Tom direkt nach dem Film auf dem heimischen Sofa.

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  • 15.12.2021
    50 MB
    34:39
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    Folge 1131: THE POWER OF THE DOG: Die Zerbrechlichkeit der Männerbilder

    Vor seinem Willen weichen Mensch und Tier zurück: Der reiche Farmer Phil Burband ist ein harter Westerner, eine Führungsfigur, ein Alpha-Mann, jähzornig, und grausam gegen seine neue Schwägerin Rose, die seinen schwächlichen Bruder George geheiratet hat. Eine Konstellation wie in einem griechischen Drama: König, Bruder des Königs, Frau des Bruders und dann kommt Peter, der Sohn von Rose, auf die Ranch – er ist die Reagenz, die dramatische Ereignisse auslösen wird. Peter ist ein schlaksiger, ungeschickter, unmännlich wirkender Student, der andere Seiten verborgen hält. Aber auch der harte Phil Burbank (atemberaubend: Benedict Cumberbatch) ist anders, als es auf den ersten Blick aussieht. Phil und Peter bekriegen sich, bis Phil sich für den Jungen öffnet. Wer die spärlichen Hinweise auf kommende Tragik erkennt, bekommt zum fesselnden Psychodrama vor umwerfender Landschaft, noch eine richtige Schippe Hitchcock dazu. Das alles in perfekter Langsamkeit von Jane Campion meisterhaft inszeniert. Ein Präriekammerspiel über sichtbare und unsichtbare Stärke, über die Zerbrechlichkeit von Männerbildern und von unerfüllter, verdrängter Sexualität. Ein großer Film, der seine ganze Wucht vielleicht erst beim zweiten Anschauen entfaltet. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Johanna, Götz und Thomas, die über Hände in einer Waschschüssel, über Moral, Schuld und Andeutungen diskutieren.

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  • 07.12.2021
    94 MB
    01:05:22
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    Folge 1130: THE WHITE TIGER: Von der Unmöglichkeit des Aufstiegs

    Johanna hatte WHITE TIGER entdeckt und vorgeschlagen – ein Film über Indien, seine Regeln, seine Realität, die Armut, die Korruption und die Unmöglichkeit aus dem Vogelkäfig herauszukommen. Der iranisch-stämmige US-Regisseur Ramin Bahrani lässt sich von den Schauwerten Indiens nicht ablenken. Er bleibt an der Seite des besonders begabten Jungen Balram, der zu einem Leben als Arbeiter in einem Teehaus verdammt ist. Aber er versteht die Zusammenhänge, sieht wie die Rechtlosigkeit die Menschen in ihrer Armut gefangen hält, wie ein Huhn in einem Käfig. Aber Balram will ausbrechen und aufsteigen und genau das schafft er auch. Der Preis dafür ist hoch und er verliert mehr als nur seine Illusionen. Johanna und Thomas sind begeistert von diesem spannenden, schwarzhumorigen und klugen Film, der einen guten Einstieg in die Auseinandersetzung mit Indien ermöglicht. Shownotes 00:00:12 Begrüßung 00:01:02 Über was für einen Film reden wir denn? Eine Geschichte aus Indien 00:11:36 Der Conan-der-Barbar-Effekt 00:12:58 Die Zukunft gehört dem gelben und braunen Mann. 00:15:12 Die Unmöglichkeit des Aufstiegs in Indien 00:17:32 Der Elefant im Raum: Es gibt keinen Rechtsstaat. 00:22:23 Der Erste Fahrer sein 00:26:59 Balram durchaut das System 00:27:54 Spoileralarm vor dem Turning Point: Die Illusion der Freundschaft 00:37:27 Der weiße Tiger begeht einen Mord 00:41:47 Diskussion: Der Unterschied zwischen Diener und Mitarbeiter 00:48:07 Der weiße Tiger lässt seine Familie hinter sich 00:50:55 Am Ende fällt die Vierte Wand 00:59:11 Know your place: Das System der Armut

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  • 21.11.2021
    123 MB
    01:25:16
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    Folge 1129: TAO JIE – EIN EINFACHES LEBEN: Herbst eines Lebens, Herbst einer Stadt, feat. Lucas Barwenczik

    Regisseurinnen und ihre Meisterwerke werden nur sehr langsam sichtbarer, darum hat Lucas für diese Episode Anne Huis A SIMPLE LIFE (deutsch: TAO JIE – EIN EINFACHES LEBEN) ausgewählt. Anne Hui ist eine der wenigen großen Hongkong-Regisseurinnen, die bereits mit ihrem Debütfilm BOAT PEOPLE Aufsehen erregte. In SIMPLE LIFE werden wir in einem ruhigen und behutsam erzählten Film Zeuge einer gegenseitigen Loyalität und Solidarität: Ah Tao war sechzig Jahre lang Hauswirtschafterin und Kindermädchen der Familie Leung. In Hongkong geblieben ist von der Familie nur ihr Lieblings“kind“ Roger. Als Ah Tao (dargestellt von Deanie Ip) einen Schlaganfall bekommt, geht sie in den Ruhestand. Roger, ein Filmproduzent, sorgt für sie. Die beiden, die ein Verhältnis wie Mutter und Sohn haben, erhalten noch Zeit, in die Vergangenheit zu blicken, sich zu öffnen und ein Stück weit den Klassenunterschied aufzulösen. Aber als Ah Tao einen zweiten Schlaganfall hat, läuft ihre Zeit ab. Im Podcast werfen Lucas und Thomas auch einen Blick auf den dritten Hauptdarsteller: die alternde Stadt Hongkong, realistisch ins Bild gesetzt, verstaubt und ohne Neonlicht, sich melancholisch bewusst, dass der eigene Zenit weit überschritten ist. Roger (dargestellt von Andy Lau!) wird bezeichnenderweise mit einem Klimatechniker und einem Taxifahrer verwechselt – er arbeitet für eine Glitzerwelt, aber sie ist nicht Teil von ihm. Das Publikum lernt Ah Taos Mitbewohner im Altersheim kennen, sieht wie die hyperkapitalistische Konsumwelt mit TV-Kameras ins Altersheim eindringt und wieder verschwindet. Lucas und Thomas diskutieren die vielen wunderbaren Details, die Menschen, Gefühle und eine ganze Stadt für die Zuschauer:innen öffnet. Ein einfaches Leben. Ein sehr großer Film.

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  • 13.11.2021
    16 MB
    16:50
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    Folge 1128: ETERNALS - Die Götter sind unter uns

    Eine beeindruckende Karriere: Bereits Chloe Zhaos zweiter Film ( THE RIDER ) ist ein Meisterwerk, mit dem dritten Film (NOMADLAND) ist sie für vier Oscars nominiert und holt die Oscars für den besten Film und die beste Regie. Mit dem vierten Film setzt sie einen Multimillionendollarfilm für das vielleicht erfolgreichste Filmfranchise aller Zeiten um. Aber ist ETERNALS ebenfalls ein großartiger Film? Wir alle mussten uns erst einmal mit dem Marvel-untypischen, langsamen Erzählen synchronisieren – es dauert etwas, bis man im Film ankommt. Die Bilder, die Landschaften, die langen, schönen Einstellungen, da zeigt sich Chloe Zhaos Handschrift. Vielleicht auch im ausgezeichneten und sehr diversen Cast, für ein ungewöhnliches Heldenensemble, das sowohl einen homosexuellen Superhelden als auch eine taubstumme Superheldin umfasst – und davon mit angenehmer Selbstverständlichkeit erzählt. Im Mittelpunkt steht Sersi (charismatisch: Gemma Chan), nicht die mächtigste Heldin, aber mit ihr können die Zuschauer am intensivsten mitfühlen. Sie hat ihr Herz für die Menschen geöffnet – und für ihren Eternal-Kollegen Iskari (Richard Madden). Die Eternals sind seit 7000 Jahren auf der Erde und wie ihre namensähnlichen Götter haben sie einerseits menschliche Gefühle und Schwächen und sind andererseits frei vom Empfinden der langen Zeit, die sie leben (was bei Peter Punktabzug gibt). Geschickt wurden sie vom gottgleichen sechsäugigen (!) Celestial Arishem – alles bewegt sich also auf gaanz großer Bühne. ETERNALS ist kein ganz großer Film, viele werden sich sogar langweilen. Aber Zhao gelingt es, den marveltypischen Humor in eine Göttersage zu integrieren, in der es um menschliche Schwächen wie Eifersucht und Erwachsenwerden geht. Dabei werden harte moralische Fragen verhandelt: Welche Verantwortung trage ich mit meiner Macht? Lassen sich Leben gegeneinander aufwiegen? Gleichzeitig ist es auf einer anderen Ebene einfach Märchenonkelfantasy mit schmissiger Musik, eine merkwürdige aber nicht misslungene Mischung. Im Podcast direkt nach dem Kino am Mikrofon: Johanna, Gabriele, Peter, Tom und Thomas. Kleine Übersicht der Namensbezüge Ajak = der Name erinnert an den tragischen griechischen Helden Ajax aus dem Drama von Sophokles.Gilgamesh = Gilgamesch ist die wichtigste sumerische Göttergestalt, er tötet wie sein Namensvetter einen riesigen Stier.Ikaris = Ikarus , berühmte griechische Sagengestalt: Ikarus flog mit Flügeln, die mit Wachs zusammengehalten wurden. Mit Ikaris verbindet ihn die Fähigkeit des Fliegens.Makkari = bezieht sich auf Makaria , die Tochter des griechischen Gottes der Unterwelt, Hades.Phastos = der Technik-Eternal Phastos ist verknüpft mit dem olympischen Gott der Schmiedekunst, Hephaistos .Sersi = Die Zauberin Kirke aus der griechischen Mythologie. Mit ihr verbindet sie Fähigkeit Dinge zu verwandeln.Thena = Die kämpferische Eternal Thena entspricht der griechischen Göttin der Kriegskunst, Athene .Tiamut = Der neue Celestial verweist auf die babylonische Meeresgöttin Tiamat , aus deren Leiche Himmel und Erde geschaffen wurde.

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  • 13.11.2021
    44 MB
    46:08
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    Folge 1127: THE RIDER: Wirklichkeit, Einsamkeit, Unendlichkeit

    8 Sekunden auf dem Rücken eines Pferdes zu bleiben, das ist mit das Gefährlichste, was man überhaupt tun kann. Brady Blackburn ist darin besonders gut, aber nach einem schweren Sturz beim Rodeo darf er nie wieder reiten. Dabei macht sein Leben mit Pferden, sein Verständnis der Tiere seine Identität aus. Brady, Nachkomme von Lakota-Sioux-Indianern, gerät in eine tiefe Einsamkeit. Das alles vor der atemberaubend eingefangenen Kulisse der Prärie, in der Menschen immer wieder so klein wirken. Chloé Zhao lässt uns ganz nah heran an Brady, wir fühlen jeden Augenblick mit, obwohl unsere Lebenswirklichkeit so anders ist. Das ist es, was Kino ausmacht, warum wir Kino lieben, erklärt Johanna im Podcast und zitiert Roger Eberts Erkenntnis vom Kino als Empathiemaschine. Nichts in diesem Film ist größer oder kleiner als die Wirklichkeit: die Härte des Lebens, die zerbrochenen Träume, die Freundschaft, die alle Schicksalsschläge überwindet und die Unendlichkeit und Poesie der Prärie. Und dann der Moment, in dem man als Zuschauer:in erkennt, dass Brady, dass alle sich sebst spielen. Zhao hat damit ein eigenes Genre erschaffen: den dokumentarischen Spielfilm. Meisterhaft. Ein Meilenstein des Kinos. In der Episode sprechen Johanna und Thomas darüber, warum THE RIDER kein Neo-Western ist, über die Ikonographie des Wilden Westens, über die Frage, wohin der Horizont gehört, über Gräber, über die Frage, was ein Cowboy ohne Pferd ist, über Bradys Kunst, Pferde an Menschen zu gewöhnen und Zhaos cineastische Zaubermaschine … Zum ersten Mal versagen beim Nacherzählen der berührendsten Szenen Johanna und Thomas die Stimmen und irgendwie hatten sie da auch was im Auge … THE RIDER wurde in Cannes mit dem Art Cinema Award sowie mit dem Werner Herzog Filmpreis ausgezeichnet. Chloé Zhao erhielt für den nachfolgenden Film NOMADLAND Oscars für Beste Regie und Bester Film. Wir haben den Podcast Ende März vor den Oscars aufgenommen.

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  • 13.11.2021
    16 MB
    16:48
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    Folge 1126: TITANE: Der Feuerwehrmann, sein Sohn, die Wahrheit und die Serienkillerin

    Julia Ducournau ist eine furchtlose Filmemacherin, soviel ist sicher. Heldin Alexia lebt wie wir es auf der Leinwand eher von Männern gewohnt ist: Exzessive Beziehung zu Autos, Leben nach dem Lustprinzip inklusive Morden in Serie. Die Geschichte geht einen „fantastischen“ Schritt weiter: Alexia hat Sex mit einem Muscle-Car, wird schwanger, Motorenöl läuft aus ihrer Brust. Abrupt endet dieser an Cronenberg erinnernde Epilog voller Action, Nacktheit und expliziten Gewaltspitzen. Aus Alexia wird Adrien – auf der Flucht vor der Polizei wechselt sie nicht nur die Identität sondern nach außen hin das Geschlecht: Sie bindet sich Busen und Schwangerschaftsbauch zurück, schneidet sich die Haare ab, bricht sich die Nase, um einem Jungen ähnlich zu sehen, der vor 15 Jahren verschwunden ist. Der Vater des verschwundenen Jungen nimmt Adrien auf und an es beginnt eine aufgeladene Beziehung von zwei Menschen, die unter Druck stehen. Eigentlich zwei Filme, wie Frankensteins Kopf mit dem Fantasy-Element der Autoschwangerschaft grob an den Körper genäht – aber mit zwei herausragenden Schauspieler:innen: Agathe Rousselle und Vincent Lindon. Ein anstrengender Film, wechselhaft, kraftvoll, chaotisch, voller Ideen und ohne echte Verbindung zwischen seinen Teilen. Im Podcast direkt nach dem Kino sprechen Johanna, Bettina und Thomas darüber, ob der Preis in Cannes gerechtfertigt ist, über Gewalt und Identität, Mut und Ordnung. Thomas freut sich auf jeden Fall auf die nächsten Filme von Julia Ducournau.

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  • 13.11.2021
    38 MB
    40:29
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    Folge 1125: REPLAY! 10 Filme im November – NipponConnectionOnline 2021: Offizieller Festivalpodcast Nr. 9

    Dieser Podcast begleitet das Festival, das vom 1. bis zum 30. November 2021 noch einmal 10 der Festivalfilme on demand zeigt. Gastgeber im Podcast sind zwei langjährige Filmpodcaster und NipponConnectionFans: Alexander von den Abspannguckern und Thomas von SchönerDenken. Unter dem Motto „Nippon Connection On Demand 2021: Replay!“ werden zehn Highlights des 21. Nippon Connection Filmfestivals vom 1. bis 30. November 2021 erneut online gezeigt. Mit Florian Höhr, Leiter des Filmprogramms, sprechen wir über die zehn ausgewählten Filme und erklären, wie man sich diese Filmperlen on demand anschauen kann. Dieser Filmherbst ist auf jeden Fall japanisch. Und das ist das Programm: Die Spielfilme Beyond The Infinite Two Minutes (Droste no hate de bokura) von Junta Yamaguchi, Japan 2020 (Hinweis: Dieser Film ist erst ab dem 3. November 2021 verfügbar.) Cafébesitzer Kato entdeckt, dass ihm der Monitor in seiner Wohnung zeigt, was zwei Minuten in der Zukunft passiert. Die geniale Low-Budget-Zeitreise-Komödie wurde mit dem Nippon Visions Audience Award 2021 ausgezeichnet. BOLT von Kaizo Hayashi, Japan 2019 BOLT basiert auf der Erdbeben-, Tsunami- und Nuklearkatastrophe vom März 2011. In einer düsteren Bildsprache erzählt er von den körperlichen und seelischen Traumata einer Tragödie, die Japan noch immer lähmt. Company Retreat (Aru shokuba) von Atsushi Funahashi, Japan 2020 – Ein Team von Hotelangestellten versammelt sich an einem Wochenende. In konzentrierter Atmosphäre soll ein betriebsinternen Fall von sexueller Belästigung aufgearbeitet werden. The Day Of Destruction (Hakai no hi) von Toshiaki Toyoda, Japan 2020 (Mit Vorfilm: Wolf’s Calling von Toshiaki TOYODA) Kurz vor den Olympischen Spielen greift eine mysteriöse Epidemie in Tokio um sich. Es kursieren Gerüchte um ein Monster, das in einer Mine gefunden wurde. Ein Film wie ein ungestümes Punk-Gedicht, mit einem ohrenbetäubenden Soundtrack. Extraneous Matter-Complete Edition von Kenichi Ugana, Japan 2021 – Mysteriöse, oktopusartige Aliens erscheinen aus heiterem Himmel in den Wohnungen von Menschen und lösen bei ihnen gesteigertes Lustempfinden aus. Schwarzweiß-Hochglanz-Trash vom Feinsten. I’m Really Good von Hirobumi Watanabe, Japan 2020 – Ein Tag im Leben der Grundschülerin Riko. Im Alltäglichen entspinnt sich eine Tragikomödie, die neben zuckersüßen und komischen Momenten bald hintergründige Stimmen einer düsteren Zukunft anklingen lässt. It’s A Summer Film! (Sama firumu ni notte) von Soshi Matsumoto, Japan 2020 – Während die Schülerin Barefoot eine Leidenschaft für Samuraifilme hegt, dreht der Schul-Filmclub lieber seichte Romanzen. Kurzerhand beginnt sie ihr eigenes Samurai-Epos zu planen. Eine urkomische Feelgood-Komödie! Die Dokumentarfilme Ainu Neno An Ainu von Laura Liverani und Neo Sora, Japan 2019 – Ein Dokumentarfilm über die indigene Bevölkerung der Ainu aus dem Norden Japans. In wunderschönen Bildern porträtiert der Film Menschen aus engen Dorfgemeinschaften, die sich tief mit ihrer Kultur und Tradition verbunden fühlen. SUMODO ~The Successors Of Samurai~ (Sumodo ~Samurai o tsugu monotachi~) von Eiji Sakata, Japan 2020 – Regisseur Eiji Sakata begleitet die Ringkämpfer von zwei Sumo-Schulen sechs Monate lang bei ihrem harten Training und täglichen Leben mit der Kamera. Ushiku von Thomas Ash, Japan 2021 – Thomas Ash interviewte im sogenannten „Immigration Center“ von Ushiku mit versteckter Kamera Insassen, die sich in einer Extremsituation befanden. Mit seinem Film klagt er die kompromisslose japanische Flüchtlingspolitik an. Ushiku wurde mit dem Publikumspreis Nippon Docs Award 2021 prämiert.

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  • 13.11.2021
    16 MB
    17:18
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    Folge 1124: JAMES BOND – NO TIME TO DIE: Welche Art Held hätten’s denn gerne?

    Achtung SPOILER! Die Erwartungen an James-Bond-Filme sind mittlerweile absolut unerfüllbar. Ein moderner Held soll er sein, aber lässig wie in den 1960ern. Glaubwürdig sollen seine neuen Abenteuer sein, aber die Actionsequenzen sollen so „typisch Bond“ die Grenzen der Physik augenzwinkernd verschieben. Mit jeder hübschen Frau sofort ins Bett oder doch mittlerweile monogam? Craigs Bond trauert immer noch um Vesper Lynd und für ihn ist ein Nein ein Nein, Gottseidank. Die Welt, aus der die Figur James Bond und ihr ursprünglicher Wertekanon stammen, ist längst Geschichte. Das Fossil Bond hat es aber bis in die Gegenwart geschafft und ist dazu verdammt, sich neuen Wirklichkeiten anzupassen. Während also die einen feiern, dass Bond sich verändert, haben andere Angst, dass Bond einen veganen Martini bestellen könnte. Der 25. Film der Reihe und die Abschiedsvorstellung von Daniel Craig ist geprägt von einer Liebesgeschichte. Seine Lebensgefährtin Madeleine musste nicht wie Vesper und die anderen Bond-Geliebten zuvor sterben. Bond könnte ein Leben jenseits der Agentenwelt haben, sogar eine Familie. Das gab es bei Bond so noch nie. Fukunaga inszeniert um diesen romantischen roten Faden herum einen Action-haltigen, episodischen Thriller mit den klassischen Bond-Zutaten: Beeindruckende Schauplätze, schöne Frauen, Kämpfe, das Ensemble der Freunde (M, Q, Moneypenny, Felix Leiter) und das Ensemble der Feinde (der verrückte Wissenschaftler, der Erzbösewicht, der die Welt vernichten will, der Bodyguard des Bösewichts). Bei Fukunaga ist aber alles etwas subtiler: die Action ist beeindruckend aber real, die Anspielungen sind subtil, der Humor trocken. Besonders die Episode auf Kuba ist wirklich großes Kino. James Bond überwindet in diesem Film seine eigene Heldenrolle: Als 007 wurde er von Agentin Nomi (sehr stark: Lashana Lynch) bereits vollwertig ersetzt, nicht einmal der MI6-Pförtner erkennt ihn oder seinen Namen. Aber er hat etwas gefunden, für das es sich zu leben lohnt und für das es sich zu sterben lohnt – und es ist mehr als Königin und Vaterland. Zu James Bond gehörte immer, dass er am Ende überlebte und mit ihm das Gute siegte, inklusive klassische Schlusseinstellung mit Bondgirl im Arm und kühlem Martini in der Hand. Alles vorbei: Aus dem zynischen, beziehungsunfähigen Killer im Smoking wird nach einem halben Jahrhundert ein Held, der sich für Menschen opfert, die er liebt. Nicht nur für Daniel Craig ein besonderer und ein großer Abgang – hier hätte man auch die Filmreihe beenden können: JAMES BOND WILL NOT RETURN … Aber es wird weiter gehen mit James Bond, allein schon weil es ein großartiges Geschäft ist. Mit dem/der nächsten James Bond-Darsteller:in wird sich das Fossil auf jeden Fall weiter entwickeln. Im Podcast direkt nach dem Film prallen die Meinungen wie Kurzstreckenraketen aufeinander: Während die hoffnungslosen Romantiker Tom und Thomas den Film lieben und Harald zufrieden ist, sprechen Heidi und Peter aus unterschiedlichen Gründen vernichtende Urteile über diesen Bond. Am Mikrofon direkt nach dem Kino – meinungsstark und diesmal unversöhnlich: Heidi, Harald, Peter, Tom und Thomas.

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  • 13.11.2021
    19 MB
    20:01
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    Folge 1123: DUNE: Planet ohne Pay-Off

    Fast jeder ist schon für sich nach dem Film geteilter Meinung. Villeneuves Bilder haben alle beeindruckt, aber können wir mit der präsentierten Geschichte etwas anfangen? Es ist ein Ankündigungsfilm, der stark auf einen zweiten, kommenden Film verweist. Im Grunde ein zweieinhalbstündiger Trailer. Viel passiert, aber geschieht auch etwas? Es wird verraten und gekämpft, gestorben und überlebt. Der Film hat gewissermaßen ein Problem in sich selbst vorzukommen, erklärt Hendrik. Es bleibt eine Distanz zu den Charakteren und eine Distanz zum feudalistischen Setting, dazu ein schwacher Score von Hans Zimmer (über den sich Thomas aufregt). Das ficht Tom alles nicht an – seine Bereitschaft sich überwältigen zu lassen, hat sich für ihn ausgezahlt. Selbst das Skizzenhafte der Charaktere sieht er als Gewinn. Ob also nach dem Film nur Sand zwischen den Zähnen knirscht oder doch Spice, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna, Harald, Tom und Thomas.

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  • 13.11.2021
    52 MB
    54:56
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    Folge 1122: BLUTIGER FREITAG „Wir sprechen nur mit maßgeblichen Bonzen!“ feat. Lucas Barwenczik

    „Wir sprechen nur mit maßgeblichen Bonzen!“ erklärt Mörder Heinz Klett und getreu diesem Motto redet Kinomensch Lucas Barwenczik folgerichtig im CrossCast mit Thomas von SchönerDenken – über Rolf Olsens Action-Exploitation BLUTIGER FREITAG von 1972 in der mittlerweile auf Bluray verfügbaren 4K-Fassung. Während Thomas noch Probleme hat den richtigen Einflugswinkel zu finden, ist Lucas schon vom unverwundbaren Überbösewicht Klett fasziniert, der fast Schwarzenegger und Stallone vorweg nimmt. Der Film ist Exploitation und zeigt Exploitation – nämlich in den Arbeitsverhältnissen, wenn die Ausbeutung der Arbeit am Beispiel Heidis und Luigis gezeigt werden, bis einem die Halsschlagadern schwellen. Ein klarer Blick in die klassistische Kälte der BRD der frühen Siebziger: Know your place – Bleib, wo Du hingehörst – Heidi wird zusammengestaucht, „damit sie wieder in die Tüte passt“. Dazu passen immer wieder Anspielungen auf die RAF, Revolutionsattitude hat sich auf jeden Fall auch Heinz Klett zugelegt: Polizisten sind keine Heilsarmisten und wenn einer draufgeht, dann war das Berufsrisiko. Da klingt Heinz Klett gewiß nicht zufällig wie Andreas Baader. Der Tod eines Polizisten (die Handgranate!) führt dann auch zur beeindruckendsten und billig inszenierten Gore-Szene. Vorbild für den Bankraub, den Heinz Klett mit seinem Kumpanen durchführt, war ein echter Bankraub in München 1971, bei dem alle Täter zu Tode kamen. Beeindruckend wird die trostlose Stimmung der BRD zwischen Studentenbewegung und Deutschem Herbst gezeigt – Heinz Klett wird vor diesem Hintergrund von Lucas als Symbol des Ausbruchs und als gesellschaftliche Gegenfigur interpretiert – mit allen kriminellen und brutalen Aspekten. Die Menschen sind fast ausnahmslos Täter oder Opfer des deutschen Faschismus und seiner Verbrechen – 1971 liegt bei einigen der Geldbeutel schon fast in den 1980ern aber die Werte und Normen hängen noch im Dritten Reich fest. Thomas kämpft beim Hauptdarsteller Raimund Harmstorf noch mit Kindheitserinnerungen: Harmstorf hatte als Seewolf kartoffelzerquetschend Alpträume verursacht – auch mit einer dunklen, bedrohlichen Stimme, die gar nicht Raimund Harmstorfs eigene Stimme war. Harmstorf beging viele Jahre später Selbstmord – viele geben der BILD-Zeitung daran die Schuld. Auch andere Schauspieler sind früh gestorben, besonders tragisch bei Heidi-Darstellerin Christine Böhm, die wenige Jahre nach dem Film bei einem Unfall starb. Lucas und Thomas diskutieren, mit welchen Erwartungen die Zuschauer:innen einem B-Film gerecht werden – der Vergleich mit BULLITT oder FRENCH CONNECTION ist auf jeden Fall nicht fair, spätestens wenn das Rennen zwischen einem VW-Käfer und einem Ford Taunus unfreiwillig komisch wie ein Rollatorenrennen wirkt. Am Ende steht die ebenso irritierende wie brutale Vergewaltigungsszene im Mittelpunkt. Sie wird mit expliziten Genitaldarstellungen und surreal wirkenden Fleischereibildern gegengeschnitten. Besonders vor dem Hintergrund dieser schwer zu ertragenden Szene fragt sich Thomas: Wie kann Heinz Klett heute trotzdem als Kultfigur gefeiert werden? Obwohl er von Regisseur Olsen als das gezeigt wird, was er ist: Inbegriff der toxischen Maskulinität. Aber das ist ein Problem der Rezeption, nicht des Films, sind sich Lucas und Thomas am Ende dieser Episode einig.

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  • 13.11.2021
    14 MB
    14:44
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    Folge 1121: SHANG-CHI AND THE LEGEND OF THE TEN RINGS: Der erste chinesische Marvel-Held

    Mit dem 25. Film betritt Marvel Asien: SHANG-CHI spielt weitgehend in China und eine Riege beeindruckender chinesischer oder chinesisch-stämmiger Schauspieler:innen übernehmen die Hauptrollen, unter anderem Michelle Yeoh, Simu Liu, Benedict Wong und Awkwafina. Nach einem sehr gelungenen und launigen Auftakt, inklusive der atemberaubendsten Bus-Action-Szene seit SPEED, muss sich der Held Shang-Chi seinem übermächtigen Vater stellen – sehr charismatisch dargestellt von Schauspiellegende Tony Leung. Auch in der synchronisierten Fassung wird netterweise sehr viel Mandarin gesprochen (und untertitelt). Ansonsten folgt der Film dem sehr vertrauten Marvel-Rezept, bietet sich steigernde Action mit diesmal besonders liebevoll choreografierten Kampfsequenzen und achtet auf funktionierenden comic relief, den vor allem Awkwafina und Ben Kingsley garantieren. Simu Liu bleibt etwas blass (findet Thomas), aber sonst lässt sich nicht viel kritisieren an diesem sehr kurzweiligen Superheldenfilm. Gut gelaunt am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna, Tom und Thomas.

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  • 13.11.2021
    13 MB
    14:11
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    Folge 1120: REMINISCENCE: Knapp daneben ist auch vorbei

    Alles ist vom Feinsten: Die Schauspieler:innen, der Look, das Licht, der Schnitt. Und doch bleibt REMINISCENCE ein Möchtegern-Near-future-Film-noir, ein Melodram ohne Gespür, wo die feine Grenze ist zum belanglosen Kitsch. Lisa Joys Debutfilm zeigt perfektes Handwerk, aber all das nutzt nichts, wenn die Zuschauer:innen keinen Bezug zu den Charakteren bekommen und ein bedeutungsschwangeres Voice-Over Kalendersprüche über den Film kleistert. Formulierungen wie „Erinnerung sind die Perlen an der Halskette der Zeit“. Wer schreibt sowas? Und wichtiger noch: Wer lässt das im Drehbuch stehen? Unser Tipp: Ton aus, den Zauber von Rebecca Ferguson genießen vor dem honigfarbenen Sonnenuntergang in Miami, das in der Klimakatastrophe pittoresk abgesoffen ist. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Tom und Thomas. Wer ein ähnliches Thema aufregender, innovativer und interessanter sehen möchte, dem empfehlen wir STRANGE DAYS von Kathryn Bigelow von 1995 und unsere Podcastepisode dazu mit Gast Lucas Barwenczik.

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  • 13.11.2021
    11 MB
    12:23
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    Folge 1119: FREE GUY: „Don’t Have a Good Day. Have a Great Day!“

    Otto Normalverbraucher hieß er in Deutschland in den 1950ern. Im Computerspiel „Free City“ ist er der „Blue Shirt Guy“ (Ryan Reynolds), ein NPC (Non Player Character), der plötzlich aktiv wird und seine ganz eigenen Ziele verfolgt – zum Beispiel die Frau zu finden, in die er sich verliebt hat. Hinter ihr steckt übrigens die Hackerin Molotov Girl (Jodie Comer), die einem großen Betrug auf der Spur ist. Aber wer steckt hinter dem „Blue Shirt Guy“? Oder steckt überhaupt jemand hinter diesem liebenswerten naiven Bankangestellten, der vor lauter Liebe ganz Free City umkrempelt? Sehr zum Missfallen des charismatischen Game-Tycoon Antwan (Taika Waititi). FREE GUY ist eine harmlose, ziemlich gute getimete Action-SF-Komödie, mit einem sehr passend besetzten Ryan Reynolds. Der Unterhaltungswert ist dank vieler guter Pointen hoch, es wird ein bisschen Relevanz eingestreut und der sehr gute Cast darf sich austoben. Großartig ist Taika Waititi als hipper Bösewicht, Channing Tatum in einer Nebenrolle als Spielfigur eines Nerds und das wunderbare Hackerpärchen Jodie Comer und Joe Keery. Fazit: Sehr bunt, viel Bummbumm, begrenzter Anspruch und sehr viel Spaß – auch für Zuschauer:innen, die keine Computerspiele kennen. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Johanna, Tom und Thomas.

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  • 13.11.2021
    43 MB
    45:28
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    Folge 1118: BEYOND THE INFINITE TWO MINUTES (Nippon Connection 2021) feat. Kompendium des Unbehagens, Untersammlung, Altstadtkino und Der Podcast

    Nach der #OpenPodcast-Folge direkt nach dem Film nun endlich auch noch ein ausführliches, entspanntes, zum Teil albernes Gespräch mit Michael von Kompendium des Unbehagens, Johannes von der Untersammlung, Daniel vom Altstadtkino und Max von Der Podcast. Ein Monitor, der zwei Minuten in die Zukunft schaut, das ist die erst einmal unspektakulär wirkende SF-Idee von BEYOND THE INFINITE TWO MINUTES von Junta Yamaguchi. Die Theatertruppe um Yamaguchi zaubert aus dem kleinen Budget einen großen Spaß: Die Freunde basteln in einem japanischen Café aus zwei Monitoren einen Zeittunnel, der ihnen erlaubt weiter in der Zukunft zu sehen. Aber was fängt man damit an, dass man in die Zukunft schauen kann? Vielleicht steht der Film etwas im Windschatten von ONE CUT OF THE DEAD, mit dem er nicht ganz mithalten kann. Dazu fasert er im Mittelteil doch etwas aus. Aber rechtzeitig kommt mit neuen Figuren wieder neuer Drive und dann kehrt der Film zu seinem Boy meets Girl-Thema zurück und alles wird gut.

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