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SWR Aktuell Im Gespräch

Topthemen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Sport: Wir ordnen ein, wir klären auf, wir bohren nach. "SWR Aktuell Im Gespräch" - das sind Interviews mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

Alle Folgen

  • 15.04.2021
    3 MB
    03:34
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    Verfassungsrechtler: "Bundesnotbremse wird Flut von Klagen auslösen"

    Mit der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes kommt die bundesweite Corona-Notbremse. Widerstand gegen sie gibt es aber schon, bevor sie überhaupt beschlossen worden ist. Nächste Woche soll der Gesetzesentwurf in Bundestag und Bundesrat eingebracht werden - wegen der geplanten nächtlichen Ausgangssperren erwarten Beobachter wie der Verfassungsrechtler Alexander Thiele Verfassungsbeschwerden. Thiele in SWR Aktuell: "Hier haben wir ein verfassungsrechtliches Problem, weil wir bundesweit alles über einen Kamm scheren und damit überhaupt keine Möglichkeit haben, regional zu differenzieren." Und auch bei den bundesweit einheitlich vorgesehenen Beschränkungen für den Einzelhandel sieht Thiele verfassungsrechtliches Konfliktpotential. Welches das konkret ist, darüber hat der Wissenschaftler von der Göttinger Georg-August-Universität mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun gesprochen.

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  • 15.04.2021
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    04:25
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    Kontakt-Nachverfolgung in der Corona-Pandemie: Datenschutz bleibt ein Grundrecht

    Sollten wir auf Datenschutz im Kampf gegen die Corona-Pandemie verzichten? Diesem Ansinnen hat der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ulrich Kelber, eine Absage erteilt. "Das hört sich in Talkshows gut an. Diese Forderung hat aber mit der Realität nichts zu tun. Und bei gut gemachten Lösungen ist sie auch nicht notwendig", sagte Kelber im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich. Im Übrigen sei es gar nicht möglich, den Datenschutz mit einem einfachen Gesetz quasi auszuhebeln – er sei schließlich in den Grundrechten verankert. Warum Kelber den Datenschutz bereits in Teilbereichen für aufgeweicht hält, hören Sie im Gespräch. Die Debatte darüber, welche digitalen Tools in der Corona-Pandemie eingesetzt werden, ist durch die App "Luca" neu entbrannt. Sie soll im Einzelhandel und in der Gastronomie zur Kontaktnachverfolgung eingesetzt werden. Mehrere Länder – auch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – haben bereits die Lizenz erworben. Kritiker bemängeln, dass es bei der "Luca"-App Sicherheitsprobleme gebe.

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  • 15.04.2021
    14 MB
    14:53
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    Info-Date am Morgen: NATO zieht Truppen aus Afghanistan ab und Wiederaufbau von Notre Dame läuft wie geplant

    Wie die USA ziehen auch die NATO-Staaten ihre Truppen aus Afghanistan ab. Das haben die Außen- und Verteidigungsminister am Abend beschlossen. Gleichzeitig räumten sie ein, dass die Lösung der inneren Probleme Afghanistans mit militärischen Mitteln wohl nicht möglich sei. Für die beteiligte Bundeswehr war es der verlustreichste Einsatz überhaupt: 59 deutsche Soldaten sind in den vergangenen 20 Jahren in Afghanistan bei Gefechten oder Anschlägen getötet worden. Die französische Regierung ist zwei Jahre nach dem Brand der Pariser Kathedrale Notre Dame zuversichtlich, dass der geplante Termin für die Wiedereröffnung im Jahr 2024 eingehalten werden kann. Kulturministerin Roselyne Bachelot sagte, es stehe genug Geld bereit, um die Arbeiten abzuschließen. Allein an Spenden kamen mehr als 800 Millionen Euro zusammen.

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  • 14.04.2021
    9 MB
    10:03
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    Info-Date am Abend: EU-Impfnachweis und US-Truppen-Abzug aus Afghanistan

    Bis Ende Juni soll der einheitliche europäische Impfnachweis kommen. Das wäre gerade noch pünktlich zum Start der Sommerferien. Mit dem sogenannten "grünen Zertifikat" will die EU das Reisen in Corona-Zeiten wieder einfacher machen. Auf eine rasche Einführung drängen vor allem Urlaubsländer wie Spanien, Griechenland oder Zypern. Die USA haben angekündigt, ihre Truppen bis zum 11. September aus Afghanistan abzuziehen. Außenminister Blinken hat die Nato-Partner heute über die Pläne informiert und sich für einen gemeinsamen Abzug aller NATO-Truppen ausgesprochen. Der Stichtag fällt auf den 20. Jahrestag der islamistischen Anschläge vom 11. September 2001. Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer will sich eng mit den Partnern abstimmen.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:43
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    USA und NATO: "Auch für Biden stehen US-Interessen im Vordergrund!"

    Die USA wollen international wieder mehr Verantwortung übernehmen. Darauf hat der Politikwissenschaftler Johannes Varwick im SWR aus Anlass des NATO-Treffens der Außen- und Verteidigungsminister in Brüssel hingewiesen: "Die Pflege von Alliierten und Bündnispartnern steht wieder ganz oben auf der Agenda der USA." Das sei aber kein Selbstzweck, sondern "es geht darum, amerikanische Interessen durchzusetzen." Das mache die Biden-Administration sehr viel geschickter, als es unter Ex-Präsident Trump der Fall gewesen sei. Aus deutscher und europäischer Sicht bedeute das, um Einfluss auf die USA zu haben, müsse man auf die Interessen der Vereinigten Staaten einzugehen, betonte Varwick. Was das für die NATO bedeutet, hat er im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Jan Frederic Willems erklärt.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:48
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    Philipp Bürkle, Junge Union Baden-Württemberg zur K-Frage: "Laschet oder Söder - egal, wir sind bestens gerüstet"

    Armin Laschet oder Markus Söder? Die Frage, wer für die Unionsparteien das Kanzleramt bei den Bundestagswahlen im Herbst verteidigen soll – der CDU-Bundesvorsitzende oder der CSU-Chef – teilt auch die Junge Union Baden-Württemberg in zwei Lager. Deren Landesvorsitzender Philipp Bürkle bestätigte in SWR Aktuell, dass es sowohl Unterstützung für Laschet als auch für Söder gebe. "Ich würde nicht sagen, dass wir ein eindeutiges Stimmungsbild haben“, so Bürkle. "Egal mit wem wir antreten, werden wir bestens gerüstet sein", ist sich der Rechtsanwalt aus Ravensburg sicher. Zum Krach bei der Kandidatenkür meint der JU-Landesvorsitzende: "Da trifft zwei mal High Energy aufeinander – da kann es sein, dass es auch mal ein bisschen rumpelt und auch ein bisschen ruckelt." Ob er bei einer Entscheidung für den nach Umfragen sehr viel populäreren Söder eine Spaltung zwischen CDU und CSU befürchtet? Darüber hat Philipp Bürkle mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun gesprochen.

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  • 14.04.2021
    10 MB
    10:34
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    Info-Date am Mittag: Gesundheitsminister wehrt sich gegen Vorwürfe von Ärzten und die EU ist einer der weltweit größten Wald-Zerstörer

    Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) weist den Vorwurf der Arztpraxen zurück, sie würden bei der Verteilung von Corona-Impfstoffen benachteiligt. Es sei immer klar gewesen, dass die Praxen ab Mitte April Impfstoffe unterschiedlicher Hersteller bekämen, sagte ein Ministeriumssprecher. Ab nächste Woche bekommen die Hausärzte nicht mehr so viel BioNTech-Impfstoffe, dafür mehr AstraZeneca. Die Europäische Union ist nach China der weltweit zweitgrößte Zerstörer von Waldflächen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Umweltschutzorganisation WWF. Der Grund sind vor allem Tropenholz-Importe, aber auch die Einfuhr von Tierfutter aus Ländern mit Regenwäldern.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:35
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    Studieren in der Corona-Pandemie: Warum Fernuniversitäten anderen Hochschulen einen Schritt voraus sind

    Die Corona-Krise beeinträchtigt auch zum Start des Sommersemesters den Lehrbetrieb an den Hochschulen. Es muss wieder viel improvisiert werden. Für die FernUniversität Hagen ist der Studienalltag unter Pandemie-Bedingungen gut beherrschbar. Die technischen Voraussetzungen seien auf allen Ebenen vorhanden, sagt Sandra Hofhues, Professorin für Mediendidaktik im Institut für Bildungswissenschaften. Lernumgebungen seien komplett digital umgesetzt. Studierende vereinbarten online die Sprechstundentermine. Außerdem werde umfangreicher technischer Support zur Verfügung gestellt. "Da ist die FernUniversität Hagen etwas erfahrener in dieser Angelegenheit." Die klassischen Hochschulen hätten in den vergangenen Jahren nur sehr zögerlich in die digitale Infrastruktur investiert. Welche Empfehlungen die Professorin den anderen Unis gibt, um die richtigen Schlussfolgerungen aus der Corona-Pandemie zu ziehen, sagt sie im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    05:00
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    Diskussion über Corona-Statistik: Zahl der Covid19-Erkrankten in 7-Tage-Inzidenz einbeziehen

    In der Corona-Pandemie veröffentlicht das Robert Koch-Institut jeden Tag die sogenannte 7-Tage-Inzidenz. Diesen Wert nimmt die Politik als Grundlage, um über Lockerungen oder Verschärfungen der Maßnahmen zu entscheiden. Für den Virologen Klaus Stöhr sind diese Daten nicht aussagekräftig genug. Der ehemaligen Leiter des Globalen Influenza-Programms und SARS-Forschungs-Koordinator der Weltgesundheits-Organisation (WHO) fordert in einem offenen Brief an den Bundestag und den Bundespräsidenten die Einbeziehung der Krankheitslast. Darunter versteht man, dass Menschen nicht zur Arbeit gehen und schlimmstenfalls ins Krankenhaus kommen. Erst wenn diese Faktoren berücksichtigt würden, könnten valide Aussagen über die Schwere des Verlaufs der Corona-Pandemie gemacht werden. Außerdem müssten Wohnort, Alter und soziale Herkunft von Covid19-Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden, in die Statistik einfließen, ergänzt Klaus Stöhr. Diese Daten machten eine wirksame Virus-Bekämpfung möglich. Welche Reaktionen der Virologe bislang auf seine Forderung erhalten hat, sagt er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun.

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  • 14.04.2021
    5 MB
    05:16
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    Mehr Astrazeneca, weniger Biontech: "Hausärzte werden gegenüber den Impfzentren benachteiligt"

    Seitdem die Hausärzte gegen Corona mitimpfen, hat das Tempo spürbar angezogen. Allerdings könnte es damit schnell wieder vorbei sein: Laut Kassenärztlicher Vereinigung sollen die Praxen weniger Impfdosen von Biontech und Moderna bekommen. Dafür erhalten sie mehr Astrazeneca. Das Vakzin ist wegen der Gefahr seltener Blutgerinnsel umstritten und unbeliebt. Dr. Stephan Hofmeister von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung schlägt im SWR Alarm. Er befürchtet, dass die Impfkampagne so an Schwung verliert: "Hausärzte sind weder geeignet, noch in der Lage, Menschen zu einem Impfstoff zu überreden, den sie gar nicht möchten." Überrascht nehme man dagegen zur Kenntnis, dass die Impfzentren überwiegend mit den unproblematischen Impfstoffen von Biontech und Moderna beliefert würden. "Solche kurzfristigen Veränderungen, die die Praxen gegenüber den Impfzentren offensichtlich benachteiligen, die verlangsamen den Prozess, die werfen Fragen auf und führen zu Unruhe", beklagte sich Hofmeister im Gespräch mit SWR2 Aktuell-Moderator Jan Frederic Willems.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:38
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    Sport und Corona: Weitsprung-Weltmeisterin Mihambo sieht Kinder als Verlierer in der Pandemie

    Kinder und Jugendliche bewegen sich immer weniger – diesen unguten Trend hat Corona noch verstärkt. Vor allem die Sportvereine beklagen eine hohe Zahl an Austritten seit Beginn der Pandemie; und es könnten noch mehr werden. Malaika Mihambo, Weitsprung-Weltmeisterin von 2019 aus Heidelberg, beobachtet diese Entwicklung mit Sorge. Im Gespräch mit SWR-Aktuell-Moderator Stefan Eich warnte sie mit Blick auf die jüngere Generation: "Wir müssen aufpassen, dass wir sie nicht verlieren!" Sport sei unverzichtbar für die Entwicklung von Motorik, Koordination und Sozialverhalten von Kindern. Heute befasst sich der Sportausschuss des Bundestags mit dem 4. Kinder- und Jugendsportbericht, der diesen Trend widerspiegelt. Wie Malaika Mihambo das Problem bekämpfen will, hören Sie im Gespräch.

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  • 14.04.2021
    11 MB
    12:07
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    Info-Date am Morgen: Machtkampf in der Union um Kanzler-Kandidatur und Hausärzte warnen vor Corona-Impfstau

    Wer führt CDU und CSU in die Bundestagswahl im September? Auch eine erneute Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag gestern Abend brachte keine Klarheit. Aus Teilnehmerkreisen hieß es danach, deutlich mehr Parlamentarier hätten sich für CSU-Chef Markus Söder ausgesprochen. CDU-Chef Armin Laschet sagte nach der Fraktionssitzung: "Ich will, dass wir sehr schnell, sehr bald, möglichst in dieser Woche zu einer guten Entscheidung kommen." In der Corona-Pandemie ist die 7-Tage-Inzidenz erneut gestiegen. Das Robert Koch-Institut meldet heute einen Wert von 153,2. In dieser angespannten Situation kommt eine weitere Hiobsbotschaft. Die Impfkampagne gerät nach Aussage der niedergelassenen Ärzte ins Stocken. Grund sei, dass die Hausarztpraxen in den kommenden Wochen nur die Hälfte der zugesagten Dosen des Impfstoffs von BioNTech/Pfizer bekämen. "Der Impfstoff geht offensichtlich vorrangig an die Impfzentren", kritisiert Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung in der Neuen Osnabrücker Zeitung.

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  • 13.04.2021
    10 MB
    10:12
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    Info-Date am Abend: "Bundesnotbremse" und Testpflicht für Unternehmen

    Im Kampf gegen Corona will die Bundesregierung dem Bund mehr Kompetenzen übertragen. Das Kabinett hat sich auf bundeseinheitliche Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie geeinigt. Es beschloss einen Entwurf für Änderungen des Infektionsschutzgesetzes. Demnach sollen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 nächtliche Ausgangssperren und schärfere Kontaktbeschränkungen gelten; ab einem Wert von 200 müssen Schulen schließen. Ab kommende Woche müssen Arbeitgebern ihren Präsenzbeschäftigten wöchentlich mindestens einen Corona-Test anbieten. Eine Testpflicht für Arbeitnehmer gibt es nicht. Auch eine Dokumentationspflicht soll es nicht geben. Als erster Vertreter der neuen US-Regierung von Präsident Biden hat Verteidigungsminister Austin Deutschland besucht. Nachdem Bidens Amtsvorgänger Trump einen Teilabzug amerikanischer Truppen aus Deutschland angekündigt hatte, kommt jetzt die Kehrtwende: Nach seinem Treffen mit seiner Amtskollegin Kramp-Karrenbauer kündigte Austin an, dass die USA ihre Truppen in Deutschland um 500 Soldaten aufstocken wollen.

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  • 14.04.2021
    10 MB
    10:12
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    Info-Date am Mittag: "Bundesnotbremse" vom Kabinett beschlossen und Corona-Stufenplan in Baden-Württemberg geplant

    In Deutschland sollen so schnell wie möglich einheitliche Regeln im Kampf gegen die Corona-Pandemie gelten. Dazu hat das Bundeskabinett die "Bundesnotbremse" beschlossen. Der Gesetzentwurf sieht Ausgangssperren zwischen 21:00 und 5:00 Uhr ab einem Inzidenzwert von 100 vor. Außerdem sollen dann weitere Kontaktbeschränkungen greifen. Schulen sollen ab einem Wert von 200 geschlossen werden. Nicht ganz ins Bild von Einschränkungen, die bundesweit gelten sollen, passen Pläne in Baden-Württemberg, die Corona-Maßnahmen schrittweise zu lockern. Das Gesundheitsministerium hat einen Stufenplan erarbeitet, von dem unter anderem der Einzelhandel profitieren soll. In dem Papier, das dem SWR vorliegt, steht, dass Geschäfte bei einem Inzidenzwert von unter 100 öffnen könnten. Bei einem Wert zwischen 100 und 200 wäre "Click and Meet" möglich, also Einkaufen mit vorheriger Anmeldung.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:41
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    Corona-Notbremse: Epidemiologe Alexander Kekulé für bundesweit einheitliche Maßnahmen

    In der Corona-Pandemie soll die "Bundesnotbremse" dafür sorgen, dass überall in Deutschland die gleichen Kriterien für Einschränkungen gelten. Professor Alexander Kekulé, Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Halle, hält dieses Vorgehen im Moment für richtig. "Das ist eine Notmaßnahme, die ergriffen werden soll. Die geht in die richtige Richtung", begründet er seine Haltung. In der Diskussion um Ausgangsbeschränkungen, die bundesweit ab einem bestimmten Inzidenzwert in Kraft treten sollen, rät der Mediziner allerdings zu einer differenzierten Betrachtungsweise. Die Anzahl der geimpften Menschen und das Profil der Infizierten müssten in eine solche Entscheidung einbezogen werden. Alexander Kekulé ergänzt, dass auch die "Bundesnotbremse" nur funktionieren kann, wenn die Länder mitmachen. Wie groß die Bereitschaft ist, darüber spekuliert er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.

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  • 14.04.2021
    6 MB
    06:15
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    Wissenschaft und Corona: "Wir fühlen uns nicht mehr überall gehört"

    Das Bundeskabinett hat die Änderung des Infektionsschutzgesetzes beschloss und damit bundesweit einheitlich geltende Vorgaben dafür, was zu tun ist, wenn die Infektionszahlen weiter steigen. Bislang kochen Länder ihr eigenes Süppchen: Deutschland gleicht einem Flickenteppich von Lockerungen und Verschärfungen. Dazu liefern sich Befürworter und Gegner eines Lockdowns in den Medien und sozialen Netzwerken Wortgefechte über den richtigen Weg aus der Corona-Krise. Das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Politik war zu Beginn der Pandemie besser, bestätigt der Epidemiologe Hajo Zeeb in SWR Aktuell. "Wir haben jetzt das Gefühl, dass eine Trennung aufgetreten ist. Wir fühlen uns nicht an den allermeisten Stellen gehört, wenn es um die Einschätzung der steigenden Zahlen und dem, was zu tun ist, geht." Wie der Porfessor am Bremer Leibnitz-Institut den Streit zwischen Bund und Ländern über den richtigen Umgang mit der Pandemie bewertet und wie die Einbindung der Wissenschaft verbessert werden könnte, darüber hat Zeeb mit SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser gesprochen.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:51
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    K-Frage: "Armin Laschet wird die Schlacht für CDU und CSU schlagen"

    Der Kampf um die Kanzlerkandidatur ist voll entbrannt. Die Union scheint gespalten: Armin Laschet oder Markus Söder – wer wird das Rennen machen? Der Publizist und Politologe Albrecht von Lucke ist sicher: Armin Laschet ist zwar der schwächere Kandidat, wird letztendlich aber die Schlacht für CDU und CSU schlagen. Denn Markus Söder habe einen großen Fehler gemacht: "Er hat seinen Hut zu spät in den Ring geworfen", sagte von Lucke im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich. Ansonsten hält er Markus Söder für den geeigneteren K-Kandidaten. Söder habe Autorität und Konstanz in der Corona Pandemie gezeigt und darüber hinaus bewiesen, dass er zu einer Position stehen könne. Das sei Führungsstärke. Welche Regierungskoalition von Lucke sich nach der Bundestagswahl wünscht, hören Sie im Interview.

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  • 13.04.2021
    12 MB
    12:37
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    Info-Date am Morgen: Machtkampf um Kanzlerkandidatur in der Union und Proteste nach Tod eines Schwarzen in den USA

    Hat die große Selbstzerstörung von CDU und CSU begonnen? Zwischen den beiden Schwesterparteien zeichnet sich ein Machtkampf um die Kanzlerkandidatur ab. Die CSU setzt darauf, dass CDU-Unterstützer ihres Parteichefs aus der Deckung kommen und sich offensiv für Markus Söder aussprechen. Bislang steht die CDU-Führungsspitze allerdings geschlossen hinter Armin Laschet. Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther unterstützt ihn und will eine schnelle Klärung der K-Frage. In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota ist erneut protestiert worden. Grund war eine Polizeikontrolle in einer Vorstadt, bei der ein Schwarzer getötet wurde. Die Beamtin, die den tödlichen Schuss abfeuerte, habe eigentlich eine Elektroschockpistole und keine Schusswaffe einsetzen wollen, hieß es von der Polizei. Präsident Joe Biden mahnte zur Ruhe.

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  • 14.04.2021
    9 MB
    10:05
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    Info-Date am Abend: K-Frage und Corona-Testpflicht

    CDU-Chef Armin Laschet hat die Unterstützung des Parteipräsidiums bekommen. Das Spitzengremium der Schwesterpartei CSU sprach sich für deren Parteivorsitzenden Markus Söder aus. Der CSU-Vorsitzende ist dafür, dass die Unionsparteien erst Ende der Woche über einen Kanzlerkandidaten entscheiden. Nachdem die Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Pandemie abgesagt worden sind, soll stattdessen rasch das Infektionsschutzgesetz nachgeschärft werden. Mit dem Ziel, bundesweit einheitliche Regelungen für Regionen mit hohen Infektionszahlen zu schaffen. Dafür wird die Sitzung des Bundeskabinetts auf morgen vorgezogen. Bei dieser Gelegenheit will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil durchsetzen, dass Unternehmen ihren Beschäftigten Corona-Tests anbieten müssen. Eine von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Umfrage hat gezeigt, dass es bislang bundesweit in circa 40 Prozent der Betriebe keine Testangebote gibt.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:16
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    Studieren in der Corona-Pandemie: Weitere Unterstützung in Rheinland-Pfalz angekündigt

    An den Universitäten hat das zweite Sommersemester während der Corona-Pandemie begonnen. Wegen des Lockdowns können die meisten Studierenden nur sehr eingeschränkt Geld hinzuverdienen. Deshalb hat der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD) weitere Unterstützung angekündigt. Wegen der finanziellen Belastungen werde das aktuelle Semester beim Bafög-Bezug nicht angerechnet. Außerdem habe er sich für eine Öffnung des Bafög eingesetzt, ergänzte Wolf. Das Bundesbildungsministerium setze allerdings auf Überbrückungshilfen für Studierende. Dieses "Nothilfesystem ist natürlich besser als keine zusätzliche Unterstützung des Bafögs", ergänzte der SPD-Politiker. Aber es sei eine Sonderregelung. Es handele sich also um "einen Sonderweg, und Sonderwege haben immer auch Nachteile." Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun fordert der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister, dass die Überbrückungshilfen für Studierende jetzt in ausreichendem Umfang ausbezahlt werden müssten.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:52
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    Verdi-Baden-Württemberg für Testpflicht: "In vielen Betrieben gibt es Nachbesserungsbedarf"

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will eine Corona-Testpflicht für Unternehmen in ganz Deutschland durchsetzen. Martin Gross, der Landesbezirksleiter der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Baden-Württemberg würde das befürworten. Er hat in SWR Aktuell gesagt, nach seinen Erfahrungen böten rund 40 Prozent der Betriebe ihren Mitarbeitern keine Corona-Tests an: "Insbesondere in Dienstleistungsbranchen sind die Tests sehr unzureichend. Vor allem dort, wo mit Subunternehmern gearbeitet wird." Grund sei mangelnde Bereitschaft. "Dort, wo mit Werksvertragskonstruktionen gearbeitet werde, wird diese Verantwortung nicht wahrgenommen, sondern abgeschoben." Auch im Handel sieht Verdi-Funktionär Gross noch Nachbesserungsbedarf: Einige Unternehmen seien vorbildlich. "Aber es gibt auch Unternehmen, wo ganz wenig getestet wird." Das beträfe vor allem kleinere Betriebe, sagte Gross im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun.

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  • 14.04.2021
    10 MB
    10:18
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    Info-Date am Mittag: CDU-Präsidium für Laschet als Kanzlerkandidat und Corona-Lockerungen in Europa

    Das CDU-Präsidium hat sich entschieden. Der Bundesvorsitzende und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet soll für die Union als Kanzlerkandidat antreten. Für CSU-Chef Markus Söder dürfte es jetzt schwer werden – auch wenn der bayerische Ministerpräsident viele Fans in der CDU hat. Andrea Römmele, Professorin für Kommunikation- und Politikwissenschaft an der Hertie School of Governance, spricht im SWR von einem "knallharten Machtkampf" in der Union. Neben der Personalfrage Laschet oder Söder ist auch die Corona-Pandemie ein beherrschendes Thema. In Deutschland wird über weitere Einschränkungen diskutiert. Einige europäische Länder haben dagegen die Maßnahmen gelockert. In England dürfen Kneipen und Restaurants Gäste in den Außenbereichen bewirten. Auch Fitnessstudios und Zoos öffnen. In weiten Teilen Italiens sind die Geschäfte wieder geöffnet. In Tschechien ist der Corona-Notstand nach mehr als sechs Monaten beendet. Es entfällt die nächtliche Ausgangssperre.

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  • 14.04.2021
    7 MB
    07:54
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    Autobiographin Ulrike Folkerts: "Viele haben noch immer Angst, sich zu outen"

    Ulrike Folkerts, bekannt als Tatort-Kommissarin Lena Odenthal aus Ludwigshafen, hat ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben. Die Autobiographie "Ich muss raus" ist jetzt erschienen. Thema ist unter anderem ihr Outing: Ulrike Folkerts war im Februar dabei, als sich 185 Schauspielerinnen und Schauspieler im SZ-Magazin unter der Aktion Act Out als lesbisch und schwul, bi und queer, trans oder divers manifestiert haben. Über ihr eigenes Coming Out 1999 sagte Folkerts in SWR Aktuell: "Es war ja nur eine Frage der Zeit, bis das herauskam. Im Nachhinein war das für mich auch eine Erlösung." Dabei sei es für Betroffenen in der Film-, Fernseh- und Theaterbranche nach wie vor problematisch, sich zu outen, "weil sie befürchten, und das zu recht, dass sie dann bei Besetzungen benachteiligt werden." Das zu ändern, darüber werde jetzt erst allmählich nachgedacht, sagte Folkerts im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Alina Braun.

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  • 14.04.2021
    2 MB
    03:05
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    Historiker Wirsching zu Föderalismus-Dabatte: "Man kann nicht aus Geschichte herausspringen"

    Die Debatte zwischen Bund und Ländern darüber, wer in Corona-Konferenzen wieviel zu sagen hat - und wessen Wort am meisten Gewicht hat, belastet die aktuelle Situation immer wieder. Es hat historische Gründe, dass Deutschland ein Bundesstaat ist und kein zentral regiertes Land wie beispielsweise Frankreich. Der Historiker und Leiter des Instituts für Zeitgeschichte in München, Prof. Andreas Wirsching, hält den Föderalismus in Deutschland für unverzichtbar. "Ich denke man kann nicht aus der Geschichte herausspringen", sagte er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich. "Was wir gegenwärtig erleben, ist, dass der Bund über keinen Verwaltungsunterbau verfügt." Die teilweise Machtlosigkeit der Bundesebene werde jetzt - in der Corona-Krise - in ein "grelles Licht" getaucht. Das sei in normalen Zeiten bekannt aus der Schulpolitik, wo der Bund auch kaum Möglichkeiten zum Eingreifen habe. Wirsching geht deshalb nicht davon aus, dass die gegenwärtig vorliegende Bundesnovelle des Infektionsschutzgesetzes sehr viel bringt. "Die Verwaltungsebene liegt bei den Bundesländern. Sie müssen das umsetzen. Im Grunde ändert sich durch diese neue Gesetzesvorlage auch nicht viel", so Wirsching in SWR Aktuell.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:47
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    Semesterbeginn in Corona-Zeiten: Studierende fühlen sich nicht abgeholt

    Allen Corona-Beschränkungen zum Trotz - an den Universitäten in Deutschland muss der Betrieb irgendwie weitergehen. Zum Beginn des Sommersemesters will Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sich heute in einer Rede an die Studierenden wenden. Die Vorsitzende der Studierendenschaft an der Uni Heidelberg, Henrike Arnold, wünscht sich von Steinmeier eine "sehr empathische Rede". Die Signale von Politikerinnen, wie die von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, seien "nicht unbedingt die Besten", sagte Arnold im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich. "Die Überbrückungshilfen laufen überhaupt nicht gut. Viele Studierende fühlen sich nicht abgeholt und haben auch bei der Öffnung der Universitäten und bei Präsenzveranstaltungen den Eindruck, absolut nicht an erster Stelle zukommen." Bei den Corona-Verordnungen und Diskussionen der Politik spielten die Hochschulen kaum eine Rolle.

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  • 14.04.2021
    13 MB
    13:39
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    Info-Date am Morgen: Laschet und Söder wollen Kanzler - Was können private Impf-Termin-Übersichten?

    Wer für die Union als Kanzlerkandidat antritt, ist weiter unklar. CDU-Chef Armin Laschet ist zuversichtlich, dass er eine Mehrheit im CDU-Präsidium hinter sich hat, das heute tagen wird. CSU-Chef Markus Söder hat seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt - aber nur, wenn die Schwesterpartei ihn wolle. Wir analysieren, wie CDU und CSU heute über das Thema Kanzlerkandidat beraten wollen. - Wer einen Termin für die Corona-Schutz-Impfung buchen will, steht derzeit oft vor einer unlösbaren Aufgabe. Es gibt schlichtweg kaum Termine. Das Online-Portal ist regelmäßig an seiner Belastungsgrenze. Abhilfe versprechen private Anbieter, die online für einige Bundesländer Übersichten zusammenstellen, in welchem Impfzentrum noch Termine buchbar sind. Das wird zum Beispiel auch für Baden-Württemberg angeboten. Was diese Agenturen taugen, klären wir mit unserem Wirtschaftsredakteur Tobias Frey.

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  • 14.04.2021
    1 MB
    02:02
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    Eine Frau, ein Wort: Brückenlockdown

    In der Kolumne "Eine Frau, ein Wort" beschäftigt sich Katharina Krüger mit dem, was CDU-Chef Laschet am Oster-Wochenende gefordert hat: Einen Brücken-Lockdown. Ein unglücklich gewähltes Wort, findet sie.

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  • 14.04.2021
    2 MB
    02:07
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    Schützt den Liebling: Warum dieser Kosename Artenschutz verdient

    Wir tun alles, um uns vor dem Corona-Virus zu schützen. Schützenswert sind aber auch einige Besonderheiten unserer Sprache, meint Josef Karcher in seiner Wochenendglosse "Zwei Minuten".

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:32
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    Start AfD-Parteitag in Präsenz: Wie geht das Corona-konform?

    Heute beginnt der AfD-Bundesparteitag in Dresden und er findet nicht als Online-Veranstaltung statt, sondern als Präsenzparteitag mit etwa 600 Delegierten in der Halle. Das zu organisieren, mitten in der Corona-Pandemie, ist eine Herausforderung. Das hat Peter Gilardoni im SWR bestätigt. Er ist Abteilungsleiter Verwaltung und Organisation bei der AfD: „Man muss im Vorfeld vieles abstimmen und dann ist es die Disziplin der einzelnen Teilnehmer.“ Außerdem müsse bei der Veranstaltung selbst darauf geachtet werden, dass die Regeln eingehalten würden, so Gilardoni weiter: „Wenn man diese Punkte berücksichtigt, kann man sowas problemlos durchführen.“ Die Abstände seien größer, sodass immer 1,50 Meter Abstand eingehalten würden. Zusätzlich gebe es ein Leitsystem, wie jeder an seinen Platz kommt. Besondere Schutzräume gebe es nicht. Nur für Menschen mit Maskenbefreiung wurde ein separater Raum eingerichtet. Welche Hygienemaßnahmen sonst noch in Kraft treten und wo es bei der Planung solch eines Parteitages in Pandemie-Zeiten Problem gab, hat der AfD-Politiker SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler erzählt.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:36
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    Frühstücks-Quarch: "Querdenker" bringen das Denken in Misskredit

    Ein kleiner Teil der Bevölkerung lehnt die Corona-Politik komplett ab und leugnet die Existenz der Pandemie. Auf den "Querdenker"-Kundgebungen werden Verschwörungstheorien verbreitet, und die Teilnehmer behaupten, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein. Es sind häufig Plakate mit der Aufschrift "Selber denken statt denken lassen" zu sehen. Der Philosoph und Buchautor Christoph Quarch ärgert sich über solche Phrasen. Anspruch und Wirklichkeit klafften auseinander. Das Denken werde in Misskredit gebracht, weil es von Menschen propagiert werde, die sich nicht durch "selber denken" auszeichnen würden. Der Philosoph fordert trotzdem einen kritischen Umgang mit dem "Covid-Narrativ" der Regierungen von Bund und Ländern. Warum eine solche Debatte für unsere Demokratie überlebensnotwendig ist, erläutert er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.

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  • 14.04.2021
    10 MB
    10:07
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    Info-Date am Abend: Tod von Prinz Philip und Corona-Testpflicht in Unternehmen

    Bund und Länder wollen sich auf einheitliche Regeln bei der Corona-Bekämpfung einigen. Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetztes, die dem Bund mehr Befugnisse geben würde, gelobt. Er kündigte auch an, dass Bund und Länder einheitliche Regelungen zu den Ausgangsbeschränkungen planen. Außerdem fordert Scholz eine gesetzliche Corona-Testpflicht in Unternehmen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hält jedoch nichts davon. Die Corona-Politik wird auch beim AfD-Parteitag in Dresden eine Rolle spielen. Die Partei sieht keine Notwendigkeit für eine Onlineveranstaltung. Deswegen wird das Treffen als Präsenz-Parteitag veranstaltet. Im Mittelpunkt stehen wieder Personalfragen. Der sächsische Landesverband dringt auf Tino Chrupalla als Spitzenkandidat. Und eine Meldung aus dem britischen Königshaus: Heute ist Prinz Philip, der Ehemann der britischen Königin Elizabeth II., im Alter von 99 Jahren gestorben. Premierminister Boris Johnson sprach in einer ersten Reaktion von großer Trauer.

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  • 14.04.2021
    23 MB
    24:23
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    Gerd Landsberg: Corona vor Ort bekämpfen!

    Gerd Landsberg, Chef des Städte- und Gemeindebundes, findet es gut, wenn Corona-Regeln lokal verschieden umgesetzt werden: Tübingen, Rostock und andere Städte hätten gute Ideen, die sogar die MPK abkupfert. CDU-Chef Laschet hätte seinen Vorschlag vom Brücken-Lockdown zwar besser vorbereitet sollen. Aber die CDU sei insgesamt betrachtet wohl nur vorübergehend in der Kritik für ihre Corona-Politik. Für die Kommunalfinanzen fordert Landsberg einen zweiten Rettungsschirm. Wegen leerer Kassen könnten die Kommunen z.B. keine Rückerstattungen für ÖPNV-Jahreskarten leisten. Der ÖPNV sei aber wichtig für die Verkehrswende. Bund und Länder sollten finanziell helfen, damit die Städte auch künftig investieren können. Das Interview führte SWR-Hauptstadtkorrespondent Alfred Schmit.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:45
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    Tod von Prinz Philip: "Wichtigste Stütze der Königin"

    Das britische Königshaus trauert um Prinz Philip. Der Ehemann der Königin ist heute Morgen mit 99 Jahren gestorben. Seit 1947 war er mit Elisabeth der Zweiten verheiratet. Über sein Leben hat sich Gabi Biesinger geäußert, zweite multimediale Chefredakteurin des SWR und langjährige ARD-Korrespondentin in London. Laut Biesinger stand Prinz Philipp nie im Schatten der Königin, sondern war ihre "wichtigste Stütze" und das sei keine leichte Aufgabe gewesen: "Er war selbst dabei, Karriere zu machen. Er war bei der Marine und kletterte bei den Rängen immer weiter nach oben. Dann heiratete er Königin Elisabeth, die damals noch keine Königin war. Ab dann war klar, dass er sein Leben in den Dienst des Königshauses würde stellen müssen. Deswegen hat er seine eigene Karriere aufgegeben." Außerdem sei er auch immer der größte Kritiker der Königin gewesen und das "war sehr wichtig für sie". Inwiefern die Fettnäpfchen, in die er immer wieder trat, ihn beliebt und menschlicher für das Volk machten oder kritisch gesehen wurden, erzählt die ehemalige London-Korrespondentin im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:57
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    Mehr Kompetenzen für den Bund? Warum ein CDU-Bundespolitiker das falsch findet

    Die geplante Bund-Länder-Runde am Montag ist abgesagt. Stattdessen soll der Bund mehr eigene Entscheidungsmöglichkeiten bekommen. Dies soll über Änderung des Infektionsschutzgesetzes möglich gemacht werden – das hat die Bundesregierung angekündigt. Eine Initiative der Unionsfraktion hat sich auch dafür ausgesprochen. Inzwischen haben 54 Abgeordnete unterzeichnet. Erwin Rüddel, der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, gehört nicht dazu. Er hat im SWR erklärt, warum er es für falsch hält, dem Bund mehr Kompetenzen in der Corona-Krise zu geben: „Diese Entscheidung hätte man vor zwei Monaten treffen können. Wir sind mindestens im letzten Drittel, wenn nicht im letzten Fünftel der Pandemie.“ Durch die höhere Verfügbarkeit an Impfstoffen habe man im Juli bereits Herdenimmunität: „Da werden sich dann auch Fragen über einen Lockdown Zug um Zug verringern. Deswegen glaube ich nicht, dass wir diese Kraftanstrengung machen müssen.“ Er sei der Meinung, dass das auch die Länder hinkriegen würden. „Ich bin auch der Meinung, dass wir regional bezogene Entscheidungen brauchen und keine bundesweit einheitlichen Regelungen.“ Ab wann der CDU-Politiker wieder mit deutlichen Lockerungen rechnet, hat er SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler erklärt.

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  • 14.04.2021
    5 MB
    05:21
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    Medizinstatistiker kritisiert Corona-Politik: „Wir haben nichts dazu gelernt“

    Neuinfektionen, Todesfälle, Zahl der Genesenen und Geimpften, der R-Wert und die 7-Tage-Inzidenz: anhand dieser Zahlen entscheiden Politiker, wie welcher Lockdown aussehen sollte. Dass das allein nicht wirklich Sinn macht, kritisiert der Freiburger Medizinstatistiker und Mathematiker Gerd Antes. Im SWR ärgerte er sich über die jüngsten Nachrichten über nicht belastbare Zahlen wegen der Feiertage. Der Umgang mit den Corona-Zahlen sei „teilweise so dilettantisch und das Erschreckende daran ist: Wir haben eigentlich über dieses eine Jahr nichts dazu gelernt und nichts verbessert, wie man mit diesen Indikatoren umgeht.“ Vor allem das Geschehen in Betrieben sei entscheidend. Antes forderte sofort eine Testpflicht in Unternehmen. Dass es die immer noch nicht gäbe, sei ein großes Übel. Hier würden auch Interessenskonflikte eine große Rolle spielen: „Natürlich hat man Angst davor, dass die Produktion und Dienstleistungen massiv gestört werden. Deswegen guckt man lieber nicht so genau hin.“ Außerdem müsse man beim Erkennen, wo genau Corona-Infektionen passieren, lokal handeln. Das Infektionsschutzgesetz zu verschärfen, um dem Bund mehr Macht zu geben, sei „genau der falsche Weg“. Warum, erklärt der Medizinstatistiker im Interview mit SWR2 Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn.

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  • 14.04.2021
    9 MB
    10:07
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    Info-Date am Mittag: Kein Bund-Länder-Corona-Gipfel am Montag und Appell für noch weniger Kontakte

    Die für Montag geplanten Bund-Länder-Beratungen über die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind abgesagt. Das bestätigte eine Regierungssprecherin in Berlin. Die Runde werde auch nicht verschoben. Die Bundesregierung plant nun eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes, um bundeseinheitliche Regelungen zu schaffen. Darüber soll das Kabinett am Dienstag entscheiden. Da die Infektionslage nach Aussage des Robert Koch-Instituts weiter angespannt ist, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Bevölkerung zur Vorsicht ermahnt. Kontakte und Mobilität müssten weiter eingeschränkt werden. Spahn sprach von "schweren Wochen mit ernsten und schwerwiegenden Entscheidungen für viele Bürgerinnen und Bürger." Ein entschlossenes und gemeinsames Handeln sei wichtig, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Die 7-Tage-Inzidenz erhöhte sich heute auf 110,4. Binnen 24 Stunden wurden 25.464 Neuinfektionen gemeldet. Das sind 3.576 mehr als am Karfreitag vor einer Woche.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:49
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    Risiken und Nebenwirkungen: Wie die Corona-Krise die Psyche der Kinder kaputtmacht

    Die Corona-Pandemie hat Deutschland seit mehr als einem Jahr fest im Griff. Unter den Einschränkungen leiden Kinder und Jugendliche besonders, sagt Benedikt Waldherr, Vorsitzender des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten. Nach dem zweiten Lockdown hätten mehr als 30 Prozent psychische Probleme. Man merke das an erhöhtem Nachfragebedarf in den Praxen. Die Wartelisten würden anschwellen. Als Grund nennt Waldherr, dass Kinder und Jugendliche in der Pandemie ihre sozialen Kontakte und ihr stabilisierendes Umfeld verloren hätten. "Die Zeit vor dem Computer geht massiv in die Höhe. Die Bewegungszeit und das freie Spiel werden weniger." Konsequenzen seien zunehmende Belastungsstörungen wie Übergewicht und die Tendenz, dass Kinder und Jugendliche sich zurückzuziehen würden. Welche Forderungen der Diplom-Psychologe an die Politik hat, erläutert er im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:54
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    Vor Bundesparteitag: Warum die AfD nicht von der Corona-Pandemie profitieren kann

    Die AfD will auf ihrem Bundesparteitag am Wochenende in Dresden ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl verabschieden. In Umfragen stagniert die AfD. Die Partei schaffe es also nicht, von der wachsenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der Corona-Politik von Bund und Ländern zu profitieren, sagt der Politikwissenschaftler und Parteienforscher Oskar Niedermayer. "Sie versucht seit Monaten sich als Sprachrohr der Anti-Corona-Demonstranten zu profilieren. Aber das gelingt ihr nicht wirklich." Als Grund nannte Niedermayer, dass die "Querdenker"-Bewegung sehr heterogen sei. Die verschiedenen Strömungen unter einen Hut zu bringen, sei sehr schwierig. "Das haben auch andere rechte Parteien versucht. Das gelingt einfach nicht." Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll erläutert der Politikwissenschaftler, welche politischen Ereignisse bis zur Bundestagswahl der AfD wieder Aufwind verschaffen könnten.

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  • 14.04.2021
    11 MB
    11:16
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    Info-Date am Morgen: Bund soll in Corona-Pandemie gestärkt werden und George Floyd an Sauerstoffmangel gestorben

    Die Befürworter von mehr Rechten für den Bund in der Corona-Pandemie bekommen Unterstützung von Wolfgang Schäuble (CDU). Der Bundestagspräsident hält es für möglich, entsprechende Gesetzesänderungen schnell umzusetzen. Ziel ist es, dass die Corona-Einschränkungen bundesweit einheitlich sind. Kritik kommt unter anderem von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Sie hält die bisherigen Regelungen für ausreichend. Abseits von Corona ist der Prozess in den USA um den Tod von George Floyd ein Thema. Der Afroamerikaner sei an Sauerstoffmangel gestorben, sagte ein Arzt vor Gericht. Grund dafür sei gewesen, dass Floyd mit Handschellen gefesselt bäuchlings auf dem Boden fixiert und sein Gesicht gegen den Asphalt gepresst wurde. Auch eine gesunde Person hätte das nicht überlebt. Diese Aussage widerlegt die Darstellung, Floyd sei wegen gesundheitlicher Probleme und Drogenkonsums gestorben.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:20
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    Sputnik V: Wie gut ist der Impfstoff wirklich?

    In Deutschland herrscht Corona-Impfstoff-Mangel. Um den abzumildern, könnte auch der russische Impfstoff Sputnik V eine Möglichkeit sein. Die EU-Kommission will aber erst mal nicht mit Russland darüber verhandeln. Deutschland schon - das hat Gesundheitsminister Jens Spahn angekündigt. Bayern hat laut Regierungschef Markus Söder sogar schon einen Vorvertrag über 2,5 Millionen Dosen geschlossen. Aber wie gut ist dieser Impfstoff wirklich? Laut Torben Schiffner, Impfstoff-Forscher am Institut für Wirkstoffentwicklung der Uni Leipzig, ist Sputnik V „tatsächlich ein sehr guter Impfstoff. Der Impfschutz liegt bei fast 92 Prozent.“ Wie dieser Vektorimpfstoff zum Beispiel im Gegensatz zu AstraZeneka im Körper wirkt, hat der Impfstoff-Forscher SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler im Interview erklärt.

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  • 14.04.2021
    10 MB
    10:01
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    Info-Date am Abend: Koalitionsverhandlungen in Baden-Württemberg und Corona-Streit zwischen Bund und Ländern

    Die Koalitionsverhandlungen über eine Fortführung der grün-schwarzen Regierung in Baden-Württemberg haben begonnen. Die Grünen und die CDU wollen ambitioniert zusammenarbeiten, haben beide Seiten nach dem ersten Koalitionsgespräch erklärt. CDU-Landesvorsitzender Thomas Strobl hat von einem Neuanfang gesprochen. In der Corona-Politik von Bund und Länder sieht es aktuell nicht nach guter Zusammenarbeit aus. Laut Medienberichten will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) offenbar zur Bekämpfung der Corona-Pandemie das Infektionsschutzgesetz ändern. Der Bund soll dadurch mehr Macht erhalten. Widerstand kommt aus den Ländern, zum Beispiel von der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Streit gibt es auch in Sachen Impfkampagne. Bayern hat laut Regierungschef Markus Söder (CSU) im Alleingang einen Vorvertrag über 2,5 Millionen Dosen des russischen Impfstoffs Sputnik V geschlossen, für den es in Deutschland noch gar keine Zulassung gibt.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:36
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    Erwartungen an den Wirtschaftsgipfel: Wie hart muss ein Lockdown sein?

    Ob Gastronomie oder Reise- und Veranstaltungsbranche – die Wirtschaft hat die Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Der Staat hilft zwar mit Überbrückungshilfen oder Kurzarbeitergeld - aber nicht bei allen kommt das Geld rechtzeitig an und vor allem fehlt vielen die Perspektive, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weitergeht. Darüber diskutieren heute über 40 Wirtschaftsverbände mit Bundeswirtschaftsminister Altmaier. Professor Clemens Fuest, Präsident des Münchner ifo-Instituts, hat sich im Radioprogramm SWR Aktuell dazu geäußert, was er sich von diesem Treffen erhofft. "Es wäre gut, wenn man sich einigen würde, was die Testpflicht angeht – und man auch beim Homeoffice weiterkommen würde." Außerdem forderte Fuest, dass die Kontakte bei steigenden Inzidenzzahlen noch stärker reduziert werden müssten. Wie hart ein geeigneter Lockdown jetzt sein müsste, hat er SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler im Interview erklärt.

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  • 14.04.2021
    9 MB
    09:43
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    Info-Date am Mittag: Wann kommt Sputnik V und was passiert in den Schulen nach den Osterferien?

    Immer mehr Bundesländer fordern, dass der russische Corona-Impfstoff Sputnik V auch in Deutschland eingesetzt wird. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) kann sich das vorstellen, da für die Impfkampagne sehr viel Impfstoff benötigt werde. Zuvor hatte der bayerische Regierungschef Markus Söder (CSU) erklärt, Bayern habe sich mit einem Vorvertrag 2,5 Millionen Dosen gesichert, falls der Wirkstoff in der EU zugelassen werde. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will mit Russland Gespräche über Sputnik V führen. Da die deutsche Impfkampagne gegen das Coronavirus hinter den Erwartungen zurückbleibt, gehen die Einschränkungen im Bildungsbereich auch nach den Osterferien weiter. Die Bildungsgewerkschaft GEW in Baden-Württemberg kritisiert das Kultusministerium in Stuttgart, weil es Schulen und Kitas ungleich behandele. Für Schulen sei eine Testpflicht auf das Coronavirus geplant und es gebe eine genaue Strategie. Kitas jedoch blieben die ganze Zeit geöffnet. Eine Strategie sei nicht zu erkennen.

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  • 14.04.2021
    5 MB
    05:22
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    Bundesschülerkonferenz: Wenn schon testen, dann an allen Schulen

    Angesichts der dritten Corona-Welle beraten die Kultusminister der Länder am heutigen Donnerstag gemeinsam über das weitere Vorgehen an den Schulen. Im Moment herrscht da der berühmte Flickenteppich – in jedem Bundesland läuft es anders. Dementsprechend ist die „Stimmung total frustriert“, meint Dario Schramm, der Generalsekretär der Bundesschülerkonferenz, im SWR. Man fühle sich wie ein „Spielball in einem großen Fußballspiel“, da das Hin-und-Her nicht mehr nachvollziehbar sei. Zum Beispiel beim Thema Corona-Tests: „Es macht nur Sinn, beim Testen eine Linie zu fahren: Entweder es gibt die Pflicht oder es gibt sie nicht.“ Was beim Thema Schülertransport verbessert werden müsste und wie Schramms Erwartungen an die Kultusminister lauten, erzählt er im Interview mit SWR2 Aktuell-Moderatorin Marie Gediehn.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:07
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    Wintereinbruch im April: Wie Schnee und Frost die Natur ausbremsen

    Schneefall und Nachtfrost bereiten Obstbauern in der Bodenseeregion einige Sorgen. Die Blüten der Süßkirschsorte 'Kordia' könnten in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Ernteeinbußen wären die Folge. Keine großen Frostschäden seien dagegen bei den Blüten der Apfelbäume zu beobachten. Die meisten Obstbauern am Bodensee gehen im Moment von einer vollen Apfelernte aus. Das winterliche Wetter der vergangenen Tage habe bei manchen Pflanzen die Austriebe erfrieren lassen oder zumindest zum Stillstand gebracht, sagt Anne Rostek, Gartenexpertin bei der Staudengärtnerei Gräfin von Zeppelin in Sulzburg-Laufen im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald. Was sie Hobbygärtnern angesichts des wechselhaften Wetters rät, erzählt die Expertin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.

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  • 14.04.2021
    4 MB
    04:12
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    Annalena Baerbock oder Robert Habeck: Wer kandidiert für die Grünen für das Kanzleramt?

    Für die Bundestagswahl im September untermauern die Grünen ihren Führungsanspruch in Deutschland. Am 19. April soll die Entscheidung fallen, ob Annalena Baerbock oder Robert Habeck ins Rennen um die Kanzlerkandidatur geschickt werden. Die beiden Parteivorsitzenden sind nach Ansicht des Journalisten und Publizisten Ansgar Graw geeignet. Allerdings habe Habeck aufgrund seiner Regierungserfahrung die besseren Ausgangsvoraussetzungen im Wahlkampf. "Er war ungefähr sieben Jahre als Minister in Schleswig-Holstein, davon einige Jahre als stellvertretender Ministerpräsident, tätig." Diese Regierungserfahrung verschaffe ihm einen Vorteil, wenn er als möglicher zukünftiger Bundeskanzler Verhandlungen auf internationaler Ebene mit Staatschefs wie Putin, Erdogan, Biden oder Macron führen müsse. Warum die Basis der Grünen allerdings Annalena Baerbock als Kanzlerkandidatin bevorzugt, erläutert der Buchautor im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:07
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    Spitzenkoch Vincent Klink: Corona-Lockdown versaut uns die Jugend

    Der Inhaber des Sterne-Restaurants "Wielandshöhe" in Stuttgart-Degerloch, Vincent Klink, sieht die Einschränkungen für die Gastronomie in der Corona-Pandemie kritisch. Er befürchtet vor allem negative Auswirkungen für sein Team. Die meisten seien jung und wollten kochen, sagt Klink und ergänzt: "Ich glaube, dieser Lockdown versaut uns die Jugend." Klink hofft auf eine Wiedereröffnung der Gastronomie im Juni. Erfahrungen zum Schutz vor dem Corona-Virus in Restaurants seien aus dem Jahr 2020 ausreichend vorhanden. "Wir hatten im letzten Sommer drei Monate geöffnet. Das war sozusagen betreutes Essen und Trinken." In diesem Jahr böten Schnelltests eine weitere Möglichkeit zum Schutz der Gäste. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Astrid Meisoll erzählt der Spitzenkoch außerdem, wie er bislang durch die Corona-Pandemie gekommen ist - ein halbes Jahr nach seinem letzten Interview mit uns.

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  • 14.04.2021
    11 MB
    11:44
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    Info-Date am Morgen: EU-Uneinigkeit bei AstraZeneca und trotzige Bayern nach Niederlage in der Champions League

    Der Nutzen des Corona-Impfstoffs AstraZeneca ist höher zu bewerten als das Risiko. Das ist die Einschätzung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA), die weiterhin keine Einschränkungen empfiehlt. Doch von einem einheitlichen Vorgehen im Umgang mit dem Vakzin sind die EU-Länder weit entfernt. Das wurde nach der Videokonferenz der Gesundheitsminister deutlich. Österreich folgt der EMA-Empfehlung. Deutschland bleibt dabei und verabreicht den Impfstoff von AstraZeneca nur noch an Menschen über 60. Abseits von Corona muss der FC Bayern München um die Titelverteidigung in der Champions League bangen. Nach einem 2:3 im Hinspiel des Viertelfinals gegen den letztjährigen Finalgegner Paris Saint-Germain bemühen die Münchner den Blick nach vorne. "Wir wollen ins Halbfinale, daran ändert auch dieses Ergebnis nichts", erklärte der entschlossene Bayern-Trainer Hansi Flick.

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  • 14.04.2021
    9 MB
    09:50
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    Info-Date am Abend: EMA empfiehlt AstraZeneca uneingeschränkt und erstes Spucktestzentrum

    Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA empfiehlt trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen weiter uneingeschränkt die Anwendung des Corona-Impfstoffes von AstraZeneca. Der Nutzen des Wirkstoffes sei höher zu bewerten als die Risiken, erklärte die EMA am Nachmittag. Während die EMA bei ihrer alten Linie bleibt, konnten die Gesundheitsminister heute keine gemeinsame Linie in Sachen Corona-Politik finden. Die Forderung nach einem kurzen, bundeseinheitlichen Lockdown wird immer lauter. Derweil wird das Testangebot erweitert, zum Beispiel in Baden-Baden: Dort bietet die Acura-Klinik sogenannte Corona-Spucktests an, und zwar kostenlos für alle Bürgerinnen und Bürger. Das Besondere: Die Sets sind in Deutschland auch schon für Kinder ab zehn Jahren im Selbsttest zugelassen.

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  • 14.04.2021
    3 MB
    03:46
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    Erste Dosis AstraZeneca – zweite Dosis mRNA-Stoff: Warum eine Kombi-Impfung mehr Schutz verspricht

    Trotz sehr seltener Fälle von Hirnthrombosen empfiehlt die EU-Arzneimittelbehörde Ema uneingeschränkt die Anwendung des Coronaimpfstoffes von AstraZeneca. Zuvor hatte sich die Ständige Impfkommission dafür ausgesprochen, bei jungen Menschen, die schon mit AstraZeneca geimpft wurden für die zweite Dosis auf einen mRNA-Impfstoff zurückzugreifen, etwa den von Biontech. Virologin Prof. Ulrike Protzer hat im Radioprogramm SWR Aktuell erklärt, dass so eine Kombination von zwei verschiedenen Impfstoffen mindestens genauso wirksam sei. Man wisse aus Studien, dass solche heterogenen Impfungen mit mehreren Stoffen "sehr gut oder sogar besser funktionieren als mit nur einem Impfstoff". Warum die Kombination zweier Corona-Impfstoffe auch in Sachen Gesundheit und Verträglichkeit unbedenklich sei, erklärt die Virologin im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.

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