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sexy & bodenständig

Till Raether und Alena Schröder schreiben Bücher und journalistische Texte. In ihrem Entlastungs-Podcast für Autor*innen reden sie darüber, was am Schreiben schwierig ist und wie man es sich leichter macht. Mehr unter: www.tillraether.de www.beschreiber.de/alena-schroeder/Intro und Outro: "Superstars Emerge" by Doxent Zsigmond

Alle Folgen

  • 16.09.2021
    33 MB
    52:43
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    Folge 62: Dankbarkeit

    Erstmal sind Alena und Till den wütenden E-Bike-Fahrern vom Darß dankbar, weil diese ihnen bei der Schreibreise einen gemeinsamen Feind beschert haben und die Reise so womöglich zu einem kreativen Erfolg gemacht haben. Es gibt viel darüber zu sagen, warum Dankbarkeit wichtig ist, und wie sie sich zum Beispiel in der, aha, Danksagung am Ende von Büchern ausdrückt. Warum haben eigentlich manche Bücher welche und andere, vor allem, literarische nicht? Wir greifen eine Beobachtung von Berit Glanz über die Danksagung als Sichtbarmachen von Zusammenarbeit auf und sprechen anhand der Danksagung von Tills neuem Roman „Hausbruch“ übers Dankesagen und über die großen, kleine, informellen, offiziellen und unsichtbaren Netzwerke und Dörfer, die es fürs Schreiben eines Buches braucht. Dabei erwähnen wir unter anderem den Newsletter von Magdalena Birkmann: https://magdarine.substack.com.

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  • 02.09.2021
    37 MB
    59:44
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    Folge 61: Klischees

    Das größte Klischee von allen ist, dass wir am Anfang wieder nur übers Essen reden. Dann geht es um Happy-Ends und Happy-Fortsetzungen, vor allem aber: Wie gehen wir mit Klischees um? Welche stören uns besonders, welche finden wir erträglich oder sogar schön, was ist das politische und was das handwerkliche Problem mit Klischees? Was passiert, wenn man sich zu sehr bemüht, Klischees zu vermeiden? Wie entstand das manic pixie dream girl und wie werden wir es wieder los? Was ist das Besondere am Umgang von "Allegro Pastell" mit Klischees, und wie benutzen wir Klischees in "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" und "Treue Seelen"? Gibt es Krimi ohne Klischee? Was denkt sich James Corden? Und wird Alena für uns an der Heißen Hexe in Mecklenburg-Vorpommern 10 Prozent Verletzungsrabatte klarmachen?

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  • 26.08.2021
    25 MB
    40:41
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    Folge 60: Nebenfiguren

    Diesmal mit wenig Nebengeräuschen und vielen Nebenfiguren: Wir sprechen über jene Personen in unseren Texten, die nicht die Hauptrollen spielen, die aber sehr wichtig für die Texte sind. Warum eigentlich? Was fügen Nebenfiguren dem Text hinzu, und warum lohnt es sich, sich ihnen besonders hingebungsvoll zu widmen beim Schreiben? Die Antwort liegt irgendwo zwischen Slapstick und Pathos. Wir klären, warum es besonders viel Spaß macht, Nebenfiguren zu schreiben, warum man über Nebenfiguren mindestens so viel weiß wie über Hauptfiguren, aber weniger davon aufschreibt, und wie sie sich manchmal beim Schreiben verselbständigen, bis sie, Vorsicht catch phrase, zur "heimlichen Hauptfigur" werden. Leider werden wir hierüber immer hungriger, weil wir eingangs die Metapher Vorspeise-Hauptspeise-Nachtisch eingeführt haben, mit der Hauptfigur als Hauptgericht mit Sättigungsbeilage, sodass wir am Ende furchtbaren Hunger hatten. Lieber Essen vorm oder beim Hören!

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  • 12.08.2021
    27 MB
    43:41
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    Folge 59: Schuldgefühle

    Folge 59: SchuldgefühleZwei flächige Gesichter tanken Super: Wir reden nur kurz über biometrische Passbilder und widmen uns dann ganz unserem großen Thema Schuld. Genauer: Wem gegenüber, wie und warum wir vorm und nach dem Schreiben Schuldgefühle haben. Was sagen unsere inneren Stimmen, wenn sie uns Schuldgefühle machen, und wie klingen sie dabei? Kann nur das Schreiben an sich als schuldlose Zone gelingen, und alles drum herum ist schuldbelastet? Schuld als Motor und Hindernis, Schuld der Familie gegenüber oder jenen, über die wir schreiben: Empfinden Autor*innen besonders viel Schuld, weil die Grenzen zwischen Arbeit, Privatleben und Psyche so verschwimmen? Wir sprechen in diesem Zusammenhang unter anderem über Nava Ebrahimis Auseinandersetzung mit Schreiben und Muttersein in „Der Standard“: https://www.derstandard.at/story/2000128733325/nava-ebrahimi-ueber-das-muttersein-bevor-der-morgen-graut Und über Kristen Roupenians Geschichte „Cat Person“, genauer gesagt die Diskussion darüber, dass die Journalistin Alexis Nowicki sich in diesem short story hit wiedererkannt hat: https://www.newyorker.com/magazine/2017/12/11/cat-person https://slate.com/human-interest/2021/07/cat-person-kristen-roupenian-viral-story-about-me.html Gewidmet ist die Folge Thomas Hoeps, mit Dank für die wunderbaren Tassen! https://www.thomas-hoeps.de

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  • 24.06.2021
    30 MB
    48:26
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    Folge 58: Kontrolle

    CN: Drogen Vielleicht eines der zentralen Themen beim und nach dem Schreiben: die Kontrolle behalten, verlieren, abgeben, delegieren. Oder vielleicht sogar schon viel früher? Wir notlanden den Jumbo und stellen fest, dass wir beide große Angst vor Kontrollverlust haben. Und sind sehr überrascht, dass wir unterschiedliche Schlüsse daraus ziehen: Alena berichtet über Schreiben als Erfahrung, zunehmend die Kontrolle zu gewinnen, Till erlebt den Schreibvorgang hingegen als fortlaufenden Prozess des Kontrollverlusts. Wir sprechen über gemeinsame Drogenerfahrungen und darüber, was Kontrolle mit Glück zu tun hat. A propos, Veranstaltungshinweis: Am Mittwoch, dem 18.08., ist in Berlin im Pfefferberg-Theater sexy & bodenständig live auf der Bühne, Alena moderiert die Buchpremiere von Tills "Treue Seelen", Karten: https://pfefferberg-theater.de/spielplan/kalender/

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  • 14.06.2021
    31 MB
    50:07
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    Folge 57: Die Heldinnenreise

    Nachdem wir uns jahrelang angehört haben, wie wichtig, vielleicht sogar unverzichtbar die Heldenreise als Plotstruktur für mehr oder weniger jede handlungsgetriebene Erzählung ist, freuen wir uns über unsere Begegnung mit der Heldinnenreise: Wir sprechen über Gail Carrigers Buch „The Heroine’s Journey“ und die zentralen Ideen dieser ebenfalls auf Fabeln und Mythen basierenden Plotform. Es geht bei der Heldinnenreise im Unterschied zur Heldenreise nicht um heroische Selbstaufopferung, sondern darum, dass die Heldin Gemeinschaft und Verbindung findet und ihr Netzwerk bis zum Schluss intakt hält und ausbaut. Wobei Gail Carriger eine klare Unterscheidung zwischen Geschlechterstereotypen und Gender macht: Harry Potter ist eine Heldinnenreise, zum Beispiel, und der erste Wonder-Woman-Film ist eine Heldenreise. Wir reden darüber, wie wir unsere aktuellen Bücher einordnen, und warum und wie uns die Heldinnenreise bei den Romanen hilft, an denen wir gerade schreiben. Gail Carrigers Buch gibt es hier für 7 Euro als E-Book: https://www.genialokal.de/Produkt/Gail-Carriger/The-Heroines-Journey-For-Writers-Readers-and-Fans-of-Pop-Culture_lid_43463211.html?storeID=scheven Für 16 Euro als Taschenbuch: https://www.bookdepository.com/Heroines-Journey-Gail-Carriger/9781944751340?ref=grid-view&qid=1623598213386&sr=1-1 Ihre Homepage: https://gailcarriger.com Und einige ihrer Romances sind auf Deutsch bei Blanvalet erschienen: https://www.penguinrandomhouse.de/Autor/Gail-Carriger/p378065.rhd

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  • 28.05.2021
    36 MB
    58:36
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    Folge 56: #writerslife

    Warum blutete Hemingway am Schreibtisch, warum forderte Rilke einen jungen Dichter zu „write or die“ auf, und warum immer alles in Courier? Wir sprechen über die Ästhetisierung der Schreibarbeit, wie sie nicht zuletzt auf Instagram unter dem Hashtag writers life gefeiert wird. Der schmale Grad zwischen Ermutigung, Empowerment und Destruktivität: Woraus bestätigt diese Ästhetik, funktioniert sie als Motivation oder macht sie sie im Grunde unmöglich? Wir reden über Schreibwaren, aber auch über #writerslife als Rechtfertigung von Arschlochverhalten einerseits und Community andererseits. Und über das Kreativitäts- und Cringe-Fest, das Autor*innen-Videos sind. Mit negativen und positiven Insta-Beispielen, die wir, zur Veranschaulichung, hier versammelt haben: https://tillraether.wordpress.com/2021/05/28/eine-kleine-materialsammlung-zu-folge-56-von-sexy-bodenstandig-writerslife/. Hier gibt es mehr darüber, dass und warum Till nicht der einzige ist, der gelbe US-Jurablöcke zum Schreiben braucht: https://www.penguin.co.uk/articles/2020/november/yellow-legal-pad-writing-tips-obama.html. Das Video von Kathrin Passig, von dem Alena erzählt, ist hier zu finden: https://www.youtube.com/watch?v=rhtK96oGdRI Der Instagram-Account, den wir kreativ und zugleich lebensnah und ermutigend finden, ist der von Shannell A: https://www.instagram.com/4everleereads/

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  • 20.05.2021
    28 MB
    45:55
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    Folge 55: Neid

    Wir reden übers Wetter! Oder ist das Wichtige, dass man Licht erzählt oder die Abwesenheit von Licht? Bevor wir auf Neid kommen, gibt es einen kleinen Exkurs zu Gail Carriger und ihrem Buch "The Heroine's Journey", also die Heldinnen-Reise, Familie und Zusammenhalt, vielleicht der einzige sinnvolle kleine Exkurs zu einem Schreibratgeber, den wir bisher hatten. "Treue Seelen" als Parodie einer Heldenreise, und warum wir beide jetzt eine Heldinnen-Reise schreiben. Vor allem aber eben: Worauf und worüber wir neidisch sind, vom Autor*innenfoto bis hin zu bestimmten Erfolgen. Warum das nicht unbedingt Missgunst sein muss, und wie sich manchmal der tiefste Neid an den kleinsten Dingen entzündet (Stichwort Lesebändchen) und wie man damit damit umgeht. Und warum das Thema so unangenehm und doch so allgegenwärtig ist, wenn es ums Schreiben geht.

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  • 13.05.2021
    31 MB
    51:01
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    Folge 54: Entwicklung

    Die Frühjahrspause ist vorüber: Wir sprechen über Entwicklung und haben dabei eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte Nachricht: Wir werden uns nicht wie angekündigt nun länger mit "Das Geisterhaus" von Isabell Allende beschäftigen, weil wir uns wider Erwarten wegentwickelt haben von diesem Buch, zu sehr, um es überhaupt zuende zu lesen. Die gute: Wir werden uns nicht wie angekündigt ... usw. Wir sprechen, wie das Verhältnis zu anderen und eigenen Texten sich entwickelt, ob wir unsere eigenen Texte wiederlesen, was wir heute anders machen würden, wie Figuren sich entwickeln, und warum wir schon wieder einen fertigen Podcast weggeschmissen haben.

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  • 16.04.2021
    30 MB
    48:25
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    Folge 53: Warten

    Warum Warten zum Schreiben, zum Schreibenwollen, zum Geschriebenhaben gehört: Wir sprechen übers Warten auf die Inspiration und übers Warten auf das fertige Buch, und besonders: übers Warten auf Feedback-Anrufe. Was kann man tun, um währenddessen nicht die Wände hochzugehen? Aushalten oder nachhaken, das alte Dilemma, und die Frage: Zen-Modus oder radikale Empathie? Und: lohnt es sich eigentlich auf die Dauer, ein*e geduldige*r Autor*in zu sein?

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  • 08.04.2021
    30 MB
    49:08
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    Folge 52: Träume

    Nachdem wir geklärt haben, für welche Unfälle das Design von Fritz-Boxen verantwortlich ist, sprechen wir über Träume vom und beim Schreiben: Wovon wir geträumt haben, als wir mit dem Schreiben anfingen, warum und wie unterschiedlich dafür Isabel Allende und "Das Geisterhaus" für uns wichtig waren. Aber auch: Warum wir Träumen in der Erzählung misstrauen, und wo erzählte Träume vielleicht doch gelingen. Und: Ob und wie Träume wichtig dafür sind, was und wie wir schreiben.

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  • 21.03.2021
    32 MB
    51:16
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    Folge 51: Schreiben mit und über Depression

    Weil diese Woche Tills Essay "Bin ich schon depressiv, oder ist das noch das Leben?" erscheint, sprechen wir darüber, wie es ist, mit und über Depression zu schreiben. Also, im Grunde befragt Alena Till, der versucht, darüber Auskunft zu geben, warum es ihm leichter fällt, mit Depression einen Roman zu schreiben, als einen Brief zu verschicken, und über einige andere verwandte Probleme. Die beiden Bücher, die Till erwähnt, sind: "Die Ladenhüterin" von Sayaka Murata, übersetzt von Ursula Gräfe (Aufbau), oder, preiswerte, aber englische Alternative: "Convenience Store Woman", übersetzt von Ginny Tapley Takemori (Granta). Sowie, nur auf Englisch: "There's No Such Thing As An Easy Job" von Kikuko Tsumura, übersetzt von Polly Barton (Bloomsbury).

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  • 14.03.2021
    59 MB
    01:35:17
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    Folge 50: Schreibtipps

    Das große Jubiläum! Seit 50 Folgen versuchen wir, uns und andere Schreibende zu entlasten, und zur Feier des Tages stellen wir heute 50 Schreibtipps berühmter Autor*innen auf die Probe: von A wie Antonia Baum bis Z wie Zadie Smith. Falls ihr das nach- oder mitlesen möchtet: Alle 50 Tipps findet ihr auf Tills Webseite: https://tillraether.wordpress.com/2021/03/13/50-schreibtipps-aus-sexy-bodenstandig/ Dort ist auch das Buch von Ilka Piepgras verlinkt und der Twitter-Account von Jon Winokur, von dem wir viele Zitate verwenden. Den Thread von Chuck Wendig mit „sanften Schreibtipps“ findet ihr unter: https://twitter.com/ChuckWendig/status/1355181079838285834 Nächste Woche sind wir mit einer regulären Folge zurück, als ruft an, fragt nach oder schlag vor, wenn ihr mögt: 0176/1547373. Es gibt Fan-Merch, das in einen Briefumschlag passt.

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  • 07.03.2021
    26 MB
    41:17
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    Folge 49: Neu anfangen

    Zuerst in Bestseller-News: Studiert Alena Bücher, die vor ihr auf der Bestseller-Liste sind, um sich Tricks abzuschauen? Wie und warum hassen wir "Breakfast Club"? Wie missgünstig ist Alena eigentlich? Kauft Alena noch bei der Fa. Rossmann? Ist Elon Musk ein verdammt guter Autor? Danach sprechen wir über das Thema Neu anfangen: Wann und wie kommt man an den Punkt, einen Roman noch einmal neu anzufangen? Schmeißen wir weg, oder machen wir anders? Wie schreibt man Personen raus? Was hat es eingentlich mit dem sagenumworbenen "first draft" und dem Kult darum auf sich? "Writing is rewriting", stimmt das, und warum fühlen wir uns unzulänglich, wenn das bei uns nicht so ist? Gibt es bei uns überhaupt zweite oder dritte Fassungen? Schreibt Alena jetzt eigentlich "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid 2: noch mehr Fenster, noch mehr Abendlicht, noch mehr Kleid", und wie fängt Till "aus Versehen" mit dem Schreiben eines neuen Romans an?

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  • 28.02.2021
    40 MB
    01:05:27
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    Folge 48: Männer und Frauen

    Wir feiern weiter: Alenas Transformation von einer Bestseller-Autorin zu DER Bestseller-Autorin (Platz 2, Baby!). Wie wir die Genese ihres Romans „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ im Podcast seit 2018 begleitet haben, und ob sie schon ausgefeiert ist (TW: ca. Minute 4 bis ca. Minute 7:15 Witze über Ejakulationen und Penisse). Wir beantworten einige Fragen und Anregungen von Hörerinnen, unter anderem über gendergerechtes Schreiben, Übersetzungen, Selbst- und Fremdwahrnehmungen und anderes. Unser Hauptthema: Sexismus und Misogynie in der Entstehung und Wahrnehmung von Literatur, unterschiedliche Maßstäbe an und Einordnungen von weiblich oder männlich gelesenen Autor*innen, ausgehend von diesen drei Texten bzw. Interviews von und mit Nicole Seifert, Antonia Baum und Tanja Dückers: https://www.54books.de/schweig-autorin-misogynie-in-der-literaturkritik/ https://www.deutschlandfunk.de/kulturdebatten-abseits-des-feuilletons-misogynie-in-der.807.de.html?dram:article_id=493001 https://www.deutschlandfunkkultur.de/sexismus-im-literaturbetrieb-die-subtile-machtausuebung-der.1005.de.html?dram:article_id=418549 Darüber diskutieren und ranten wir und kommen u.a. zu dem Ergebnis, dass wir uns auf einen Machtwechsel in der Wahrnehmung von Literatur freuen, zum Beispiel dadurch, dass immer mehr Menschen alternative Empfehlungsformate wie etwa Magda Birkmanns Newsletter auf Substack wahrnehmen (https://magdarine.substack.com/people/4084-magda-birkmann). Habt Ihr Fragen oder Anregungen? Ruft an unter 0178/1547373.

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  • 31.01.2021
    23 MB
    37:19
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    Folge 47: Schluss

    In unserem Bestseller-Podcast feiern wir erst Alenas Erfolg von "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid", komplett mit Beckerfaust und Verwünschungen, sprechen über nachdenkliche Fernsehbilder von Autor*innen, die Nachteile der Elbe und wenden uns dann dem Thema Schluss machen zu: Wann beendet man eigentlich ein Manuskript, und vor allem, wie? Till liegt in den letzten Zügen mit der Rohfassung vom aktuellen Danowski und schreibt die letzte Szene zwischendurch, Alena nähert sich ihr chronologisch. Wie ist es, wenn das Ende irgendwann in Sicht- oder Griffweite ist? Braucht man eine Vorstellung vom Ende als Fluchtpunkt oder Fahne am Horizont? Welche Bedeutung haben letzte Sätze und warum fallen uns (fast) keine mehr ein, die wir mal gelesen haben? Haben womöglich letzte Orte eine viel größere Bedeutung, sei es der Flughafen Tegel oder der Parkplatz hinter einer Kurklinik? Nicht zuletzt (sondern mittendrin) offenbaren sich auch noch menschliche Abgründe, die mit Tills 50. Geburtstag zu tun haben, und am Ende freuen wir uns über vier wunderbare Anrufe. Habt ihr Fragen oder Anregungen? Ruft an unter 0178-1547373.

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  • 24.01.2021
    29 MB
    47:00
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    Folge 46: Produktivität

    Alena hat ein neues Hobby und berichtet vom Häkeln, nicht zuletzt davon, dass sie noch am Probestück ist, damit sie beim eigentlichen Stück nicht mehr so viele Fehler macht: selbst bei unseren Hobbys streben wir also nach Produktivität. Mit einem Schlenker nach früher führen wir das teilweise auf unsere Schulzeit zurück, zumindest die Suche nach Anerkennung. Kurz, es geht um das Gefühl: Es muss doch unbedingt etwas bei allem raus- und rumkommen. Egal, ob wir hobbylos eine Pandemie durchleben, oder, ob wir Schreiben. Unproduktiv sein können wir eigentlich nur mit therapeutischer Hilfe, stellen wir fest. Till löst das Mysterium der 10 bis 20 Seiten am Tag, Alena das der 25 Seiten im halben Jahr. Und warum es mal in die eine und mal in die andere Richtung geht, und warum wir beide es nicht aushalten, uns nicht zu vergleichen oder uns nicht irgendwie unter Druck zu setzen. Alena träumt von den kreativen Ritualen von Gertrud Stein (Alice B. Toklas treibt einem Kühe ins Blickfeld), beide träumen wir von dem Moment im Schreiben, wenn die Dinge ab der Hälfte oder dem letzten Drittel leichter werden. Warum viel Schreiben womöglich ein großes Übel für uns alles ist, und warum wir die Produktivität vielleicht auch als etwas Toxisches sehen sollten, und stattdessen sollte man die Unproduktivität verherrlichen. Plus: die Lottogewinn-Fantasie, skatologische Metaphorik, Versuche von Selbstlob, und warum Till nicht auf Alena hören soll. S&B-Hotline für Fragen, Themenvorschläge, Lob und Tadel: 0178-1547373

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  • 20.01.2021
    29 MB
    46:42
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    Folge 45: Alenas Buch erscheint

    Über zwei Jahre haben wir auf "sexy & bodenständig" über die Entstehung unserer Romane "Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid" (Alena) und "Treue Seelen" (Till) gesprochen, und weil Alenas am 20. Januar erscheint, widmen wir diese Folge ihr und ihrem Buch. Till hat sich wie ein echter Interviewer ungefähr zehn Fragen zwischen Spielfeldrandinterview ("Wie fühlt sich das an?"), Retrospektive ("Würdest du was anders machen?") und Journalistenschul-Interview-Training überlegt (so tun, als wäre das Interview vorbei, und die andere Person weiterreden lassen). Am Ende beantworten wir dazu passend einen Themenvorschlag von Nico Lindner, nämlich über die Frage, wann der passende Moment ist, um endlich die Vorbereitung loszulassen und mit dem eigentlichen Schreiben anzufangen. Die Nummer direkt in die Schaltzentrale von sexy & bodenständig ist nach wie vor 0178-1547373. Ruft an, stellt uns Fragen und gewinnt eine Tasse.

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  • 30.12.2020
    27 MB
    43:11
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    Folge 44: FAQ

    Wir sprechen über Topfsets und wie immer über Wollschweine und wenden uns dann zum Jahresabschluss der Beantwortung jener 10 Fragen zu, die uns immer wieder gestellt werden: 1. Warum redet Till so viel? 2. Wie macht ihr das eigentlich technisch? 3. Wie finanziert ihr den Podcast?, bzw.: 4. Warum nehmt ihr kein Geld dafür? 5. Ist der Podcast euer Hobby? 6. Ihr könntet doch mal Gäste einladen, oder? 7. Wie kommt ihr auf die Themen? 8. Werden euch die Themen irgendwann ausgehen, und ist mit Folge 50 womöglich Schluss? 9. Kann ich auch so eine Tasse? 10. Wieso muss ich bei euch auf den Anrufbeantworter quatschen wie so ein Steinzeitmensch?A propos: Ab Montag, den 4. Januar 2021, 10 Uhr, ist der sexy & bodenständig-Anrufbeantworter wieder aufnahmebereit und erreichbar unter 0178-1547373.

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  • 21.12.2020
    31 MB
    49:33
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    Folge 43: Dialoge

    Bevor wir uns dem Thema Dialoge zuwenden, klären wir Zubettgehzeiten, Schaumbäder und Jahreshoroskope („im Hintergrund ziehen eh die Steinböcke die Strippen“). In Wahrheit aber geht es um Dialoge als Füll- und Verschiebemasse, als Kunstform und Notwendigkeit: Dialoge zur Figurenzeichnung und als Vibecheck gut, als Informationsforum aber denkbar unangenehm (hier wie immer ausführliches „Tatort“-Bashing). Wie behält man aber den Überblick als Leser*in darüber, wer gerade spricht? Ist es eigentlich erlaubt, irgendwelche anderen Wörter als „sagen“ fürs sprechen von Romanfiguren zu verwenden? Wie gehen wir mit Dialekten oder Idiomen um, und was passiert, wenn eine Figur eine zu individuelle Redeweise hat? Diese und ähnliche, von Joa Bothe angeregte Überlegungen, werden abgebunden durch den exklusiven Abspann von unserem Twitter-Guru @BerlimOlivian .

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  • 12.12.2020
    29 MB
    46:57
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    Folge 42: Genres

    Wir reden erst über Friseurbesuche und dann vor allem über das Hauptthema: Genres. Also: ein tassensparendes Thema von uns, weil wir agitiert sind. Darüber, dass Genres unterschätzt und umso mehr verachtet werden, wenn sie weibliche gelesen werden. Wobei, Bücher, die nur daraus bestehen, dass Tonbänder abgetippt werden, sind irgendwie auch nervig. Helmut Schmidt wurde nicht hart genug beerdigt. So wie der Brauch, sich an den Genretiteln in Verlagsvorschauen abzuarbeiten und dann zu dem Schluss zu kommen, der "Frauenroman sei die Stütze des Patriarchats". Auch über das verletzende Genre True Crime ärgern wir uns, aber wir preisen auch wieder ganz ordentlich: Sandra Beck, Meike Werkmeister, Denise Mina, Zoe Beck, Western, Ritterromane, Arztromane, Elternromane und Alenas Haarschnitt.(Korrektur, auch bei Till vielleicht bisschen Arroganz gegenüber gewissen Genres: "Der Arzt am Scheideweg" ist ein Theaterstück von George Bernhard Shaw und kein deutscher Arztfilm aus den 50ern.)

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  • 06.12.2020
    32 MB
    51:34
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    Folge 41: Ansprüche

    Wir sprechen über Ansprüche und darüber, wie sie sich beim Schreiben möglicherweise verändern. Oder anpassen. Zuerst aber klären wir nach zweieinhalb Jahren noch einmal die Frage, wer nun eigentlich sexy und bodenständig ist von uns, nämlich niemand, sondern woher der Name wirklich kommt, und warum der Podcast immer noch nicht "langweilig & prostestantisch" heißt. Dann definieren wir die mittlere Flughöhe unserer Ansprüche, preisen "Vier von fünf Sternen" als Anspruchsziel, sprechen über Ansprüche an Erotik, Spannung, Humor und eben: Anspruch wie in "TV Spielfilm". Über die Unfähigkeit, unsere eigenen Ansprüche der Realität anzupassen, über das Unbehagen als Anspruchseinhaltungsmesser, und darüber, warum und ob T. einen Text von A. nicht gelesen hat. Wir stellen uns der Konfrontation mit dem work in progress: warum es einer Person von uns gelingt, pünktlich das Bestmögliche abzugeben, und warum eine andere von uns bei Projekt A und dessen weniger werdenden Möglichkeiten immer schon von Projekt B träumt. Bonusschleife über Sex vs. Erotik bzw. Sebastian Koch und Kathleen Turner.

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  • 04.12.2020
    29 MB
    47:20
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    Folge 40: Inspiration

    Wir sprechen über Inspiration, also darüber, wie der Geist der Kreativität in uns eindringt und uns zu willenlosen Gefäßen der mehr oder weniger gehobenen Unterhaltungsliteratur machen. Aber weil das Alena zu esoterisch klingt, reden wir vielleicht eher über Anregung, und woher wir sie bekommen. Von bestimmten Menschen? Von Wollschweinen oder Brückeneinstürzen? Wie stellt man die Distanz her, um das vertraute so fremd zu machen dass man es interessant beschreiben kann?

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  • 04.12.2020
    35 MB
    57:08
    Cover

    Folge 39: Arbeitsgeräte

    Wir sprechen über Arbeitsgeräte, und Till ist kleinlaut, weil er vorige Woche sein Arbeitsgerät falsch bedient und so die erste Aufnahme zu diesem Thema gelöscht hat. Alena deckt auf, welche Rolle dabei Aberglaube spielt. Und was ist an Arbeitsgeräten eigentlich kein Aberglaube? Was wäre passiert, wenn Kafkas Computer abgestürzt wäre? Wie schön wäre es, eine arbeitsbegleitende Kladde zu haben? Welche Rolle spielen Hintergrundbilder auf dem Desktop, und warum hängen wir immer noch am Word-Dokument? Kann man sich aus den falschen Kreativitäts-Versprechungen der Apple-Welt befreien, oder wird man mit Windows-Laptop automatisch zur BWLerin? All diese Fragen treten jedoch in den Hintergrund, wenn Carmen anruft und die Frage nach der Nachhaltigkeit unserer Bücher aufwirft. Kein Wunder, dass unsere Hotline nun bis nächstes Jahr geschlossen bleibt.

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  • 04.12.2020
    32 MB
    51:08
    Cover

    Folge 38: Aufräumen

    Diesmal sprechen wir über Aufräumen, Ordnung, Behalten oder Wegschmeißen. Dahinter steht natürlich die alte Sehnsucht nach dem Loslassen, oder die Unfähigkeit, dies zu tun. Alena findet ein sehr schönes Bild dafür aus ihrer Zirkusvergangenheit. Till schaut einer Kiste mit alten Manuskripten auf dem Weg zur Müllverbrennungsanlage nach. Aber was und warum sollte man überhaupt aufheben? Wo endet das Archiv und wo beginnt die Sentimentalität? Was ist erfreulicher, das Geräusch von Papierstapeln, die in der Mülltonne verschwinden, oder der Anblick von Papierstapeln, die in Ordnern stehen? Und soll man seine Darlings eigentlich wirklich killen oder soll man es lassen? Die Mailbox ist voll bis oben und die Themen sind sicher bis Weihnachten, wir werfen nichts weg. Ruft trotzdem weiter an, wir freuen uns so sehr darüber: 0178-1547373

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  • 04.12.2020
    28 MB
    45:47
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    Folge 37: Netzwerken

    Wir sprechen darüber, dass man Menschen zur Unterstützung, zum Austausch und zur Anregung braucht, vielleicht auch zum Weiterkommen, vor allem, wenn man allein schreibt und deshalb eher isoliert ist. Aber: Wie furchtbar sind bitte networking events? Warum ist Netzwerken mit Ansage so schwer und löst bei uns Fluchtreflexe aus statt Vorfreude? Wir tauschen Schreckensgeschichten über biografische Netzwerkdesaster und versuchen herauszufinden, wie wir trotzdem uns und andere gefunden haben, wie lange das gedauert hat und warum und wie wir beispielsweise das Wort "Medientreff" hassen.

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  • 04.12.2020
    34 MB
    55:25
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    Folge 36: Erschöpfung

    Wir sind erschöpft und reden darüber. Ob, wann und wie man von kreativer Arbeit überhaupt erschöpft sein kann. Und dass wir das Wort "kreativ" hassen. Darüber, wie Erschöpfung sich anfühlt und was sie mit einem macht: Alena hat "Schlieren im Kopf", Till will einfach nur liegenbleiben. Wir reden darüber, Erschöpfung zu erkennen, sie sich zuzugestehen und sie auszuhalten. Und davon, zu lernen, dass sie auch wieder aufhört. Und all das ohne Yoga, Achtsamkeit oder Ernährungsumstellung. Dafür mit Candy Crush, Hobbysehnsucht und Sehnsuchtshobbys. Miriam und Sebastian rufen an und fragen nach Kinderbüchern und Ostereiern. Ruft an unter 0178-1547373, wenn Ihr Themenvorschläge und / oder Fragen an uns habt - es gibt auch eine tippiptoppi-Tasse dafür!

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  • 04.12.2020
    30 MB
    48:23
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    Folge 35: Schummeln

    Wir reden übers Schummeln. Über das Gefühl, das beim Schreiben eigentlich immer zu tun. Entweder, weil wir einen Beruf ausüben, bei dem wir nur darauf warten, dass endlich jemand merkt, wie sehr wir die ganze Zeit schummeln. Und warum haben eigentlich nie die Leute Imposter-Syndrom, die es besonders vierdient hätten? Till täuscht Tiefe vor, Alena womöglich Recherche. Aber ist das wirklich Schummeln? Wo verläuft die Grenze zwischen Ausdenken und Schummeln, und wollen wir sie überhaupt kennen? Kurze Eskalation bei der Diskussion über die gängigen Schummel-Elemente im Krimi, und warum insbesondere der "Tatort" ein einziges Bescheißungs-Kartell ist. Sind womöglich ganz viele Plotelemente einfach nur Schummelei? Und gibt es Schornsteinfeger*innen, die an Imposter-Syndrom leiden? Und wie fühlt sich eigentlich unsere Mailbox, so leer und ungeliebt? Helft ihr unter 0178-1547373

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  • 04.12.2020
    30 MB
    48:47
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    Folge 34: Glück

    Diesmal gibt es Strafjazz, denn nachdem wir uns zuletzt stundenlang zur Erbauung der Zuhörenden in unseren Niederlagen gewälzt haben, schwelgen wir diesmal ein wenig in unserem Glück: wir reden darüber, endlich das Buch in den Händen zu halten, über den Geruch von Druckerschwärze bzw. Druckerschmerze, über Schriftisteller*innen-Tantra, glückliche Wiederbegegnungen mit schon geschriebenen Texten, Geschenke, die das schreibende Vergangenheits-Ich dem Zukunfts-Ich macht, übers Glück des Drauflosschreibens – aber auch darüber, ob und wieviel Glück eigentlich die Figuren in einem Buch verdienen, und wie sie eigentlich jemals ohne die Autorin zurechtkommen sollen, wenn das Buch fertig ist; über Happy-Ends und die Angst davor, und darüber, wie die Figuren unter Umständen ihr Glück den Autor*innen abringen müssen. Mit Bonustrack, sozusagen, denn Miss Schnuck fragt nach unseren Deutschlehrer*innen, und da kommen wir aus unterschiedlichen Gründen ein bisschen ins Schwärmen. Die Nummer zum Tassenglück ist übrigens nach wie vor die 0178-1547373, ruft an und stellt uns Fragen oder schlagt Themen vor. Ihr werdet es nicht bereuen, wahrscheinlich.

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  • 04.12.2020
    42 MB
    01:09:04
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    Folge 33: Niederlagen

    In der ersten Folge nach der Sommerpause einigen wir uns auf eine neue Berufsbezeichnung und sprechen dann über Niederlagen. Solche, die durch mangelnde Absprachen im Job entstehen, durch verfrühte Hoffnung, Pech, Selbstüberschätzung, vor allem aber immer wieder durch Probleme, die womöglich in unserer jeweiligen Persönlichkeit angelegt sind: zum Beispiel Alena berichtet von einem Ghostwriterin-Gig aus der Hölle, Till von einer katastrophal misslungenen Moderation. Wir reden über gescheiterte Träume und über schlaflose Nächten, weil man wieder daran gescheitert ist, Nein zu sagen. Was und wie lernen wir daraus, und kann man überhaupt aus Niederlagen lernen? Ist es wertvoller, bei der Arbeit die eigenen Beschränkungen zu akzeptieren, oder sich herauszufordern, sie immer wieder zu überschreiten? Ist Schreiben überhaupt eine Abfolge von Niederlagen? Plus die große Niederlage, dass Till die PIN für die „sexy & bodenständig“-Hotline vergessen hat und nun seine PUK-Nummer sucht. To be continued!

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  • 04.12.2020
    27 MB
    43:13
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    Folge 32: Setting

    Wir reden über das Thema Setting, was nicht nur der Handlungsort, sondern der Schauplatz und die Ausgangssituation einer Geschichte oder eines Romans ist (gut, dass wir das geklärt haben). Atmosphäre, innere Verfasstheit und Seelenlage der Figuren und wie das Setting sie verursacht und spiegelt. Wir schwärmen und erzählen von der Provinz und werden sie bereisen, außerdem viele Witze über Zehlendorf. Und fängt man eigentlich mit dem Setting an, oder mit dem Thema? Wie bedingt das eine das andere? Warum ist es bei unseren Projekten so unterschiedlich? Und warum sind Ort und Atmosphäre stärker, je weniger man beschreibt? Sehen wir sie eigentlich vor uns beim Schreiben? Kurz: Wie entsteht gerade durch das Setting diese ganz bestimmte Magie, die Alena Feenstaub nennt, und die mehr ist als das, was man hingeschrieben hat? Wir machen Sommerpause bis August, und dann wird auch der Titel des Schreibratgebers nachgereicht, der Till während des Podcasts und seitdem nicht eingefallen ist. Und bis dahin freuen wiur uns über Anrufe und Nachrichten mit Fragen, Kritik, Anregungen auf unserer Mailbox: 0178-1547373

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  • 04.12.2020
    33 MB
    53:33
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    Folge 31: Selfcare beim Schreiben

    Wir reden darüber, wie man es sich beim Schreiben gutgehen lässt, und welche Rolle Brause-UFOs dabei spielen. Über Entgrenzung beim Schreiben bzw. beim gemeinsamen Süßigkeiteneinkauf vor dem Schreiben. Von der Bedeutung, das Talent zu pflegen, es sich selber angenehm zu machen. Aber auch von protestantischen Schuldgefühlen: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen! Warum Rituale beim Schreiben ein ständiger Kampf gegen diesen Lebenssatz sind. Ihr könnt vorher raten, wer von uns Vanilletee, und wer Pfefferminztee trinkt; warum brauchen wir die Illusion von „Ich gehe zur Arbeit“, und wie stellen wir sie her? Die Bedeutung von Schuhen und von Belohnungssystemen und womöglich von der Becker-Faust. Das Niederkämpfen der inneren Stimmen, die uns hindern wollen, uns zu belohnen. Und warum mach öfter mal sagen sollte: Gut gemacht, Herr Grendel! Oder: Ich mach euch fertig! Und wie vielleicht doch das Tagesschläfchen gelingt. Welche innere Farbe Bücher haben, und ob man diese womöglich durch Musik beim Schreiben zum Leuchten bringen kann. Und dass wir Fummeltrinen sind und nur deshalb keine brennende Kerze auf dem Schreibtisch haben. Aber womöglich Duftspender. CN: Alkohol, und welche Rolle er unter Umständen beim Schreiben spielt. Ruft doch bitte an und gewinnt eine super Tasse! Die Nummer unserer Mailbox: 0178-1547373

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  • 04.12.2020
    36 MB
    57:25
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    Folge 30: Kolumnen

    Wir feiern zwei Jahre sexy & bodenständig und reden über journalistisches Schreiben, nicht zuletzt über Kolumnen. Und warum sie für uns (neben einer anderen) zurzeit die wichtigste und interessanteste journalistische Form sind. Warum wir auf Leitartikel und Reportagen verzichten können. Vor allem aber: warum die Nöte beim journalistischen Schreiben im Vergleich zum Bücherschreiben so groß sind, die emotionalen Ausschläge bei der Arbeit größer. Warum das Gefühl, es nicht zu können, mit der Zeit nicht weniger, aber irgendwie erträglich wird. Trotzdem: wir weinen vor Wut bei der Arbeit und freuen uns andererseits, wenn wir einen guten Einfall hatten, über das gute Gefühl, „ein kleines hübsches Bonbon in die Welt gedrückt“ zu haben (Alena). Unsere Mailbox freut sich auf Eure Fragen und Anregungen: 0178-1547373.

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  • 04.12.2020
    31 MB
    49:55
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    Folge 29: Familie

    Schreiben mit Kindern und Familie (oder anderen Menschen, für die man Verantwortung hat): Wir reden darüber, wie es (gerade jetzt) ist, wenn man zu viele Kanäle offen hat und zu wenig Energie, um sich aufs Schreiben zu konzentrieren. Wie wir also gerade wenig gebacken kriegen. Und wie das für viele Frauen schon immer Produktionsbedingung von Literatur war, im Gegensatz zum Großschriftsteller hinter der Arbeitszimmertür, der natürlich nicht gestört werden darf. Und dass dadurch auch die Themen, die aus Familien und Alltag mit Kindern entstehen, noch immer so verachtet werden. Es geht aber auch darum, wie Kinder die Zeit, die man für sich selber hat, kostbarer machen, und darum die Entscheidung, sie zum Schreiben zu nutzen, womöglich einfacher. Wir beschweren uns über das Elend jener Literaturstipendien, die Anwesenheit erfordern, also für Menschen mit Familie oder anderen Schutzbefohlenen oft schonmal gar nicht in Frage kommen. Und wir schaudern bei der Vorstellung, wie unsere Eltern unsere Texte redigieren. Außerdem beantworten wir Anastasias Frage, wie lang ein Buch sein muss, und sprechen nächstes Mal über das Thema von Margarete: Kolumnen und journalistisches Schreiben. Wer auf unserer Hotline anrufen und Tassen und Sticker gewinnen möchte: 0178-1547373.

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  • 04.12.2020
    29 MB
    45:49
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    Folge 28: Leser*innen

    Wir sprechen über die Verschiebung unserer (sozusagen seit 2018 im Podcast entstandenen) Bücher „Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid“ und „Treue Seelen“ aufs nächste Frühjahr. Und vor allem geht es diesmal, angeregt von Solvejg Nitzke und ihrer Frage nach unserem Verhältnis zur Literaturwissenschaft, um Leser*innen und unser Verhältnis zu ihnen: Denken wir beim Schreiben an die Leser*innen? Oder eher darum: Wie und warum nicht? Vielleicht ist das Thema des Buches, an dem man gerade arbeitet, eher Triebmittel oder Werkzeugkasten. Warum wir nie auf Sprüchekalendern erscheinen werden, oder doch, und wie manche Kunstgriffe unbewusst entstehen. Schreiben wir womöglich ohne einen Gedanken an Leser*innen? Kann man umgekehrt in die Literaturwissenschaftsfalle tappen und zu viel darüber nachdenken, was man eigentlich gerade tut oder tun sollte? Ist es womöglich besser, je weniger man als Autor*in über Literaturwissenschaft weiß und je weniger man darüber nachdenkt? Und macht es uns Unbehagen, wenn Leser*innen aus dem Buch Rückschlüsse auf uns als Person ziehen? Till denkt nein, aber Alena schafft es, ihm noch richtig Angst zu machen.

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  • 04.12.2020
    30 MB
    48:13
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    Folge 27: Vermeidungsstrategien

    Diesmal sprechen wir (nach dem „Brigitte“-Horoskop) über Vermeidungsstrategien: Was tut man, um nicht zu schreiben, und was tut man, um beim Schreiben das Unangenehme zu vermeiden? Und was ist das eigentlich? Wir stellen fest, dass die Dinge, die wir vermeiden, recht ähnlich sind, unsere Strategien aber andere. Mit dabei: Konzepte schreiben, Rosinen rauspicken, rumliegen, sich selber hassen. Warum Alena immer noch keinen Fummeldinger-Blog hat, und warum Till das empfehlenswerte Buch „Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin“ von Kathrin Passig und Sascha Lobo komplett falsch und unvollständig wiedergibt. Gibt es einen Weg aus dem Selbsthass aus Arbeitsauslöser? Und falls ja, warum finden wir ihn dann nicht? Plus: ein Anruf von Solvejg, der zum Thema der nächsten Ausgabe überleitet, und die Möglichkeit, uns weiterhin mit Fragen und Anregungen zu erreichen: 0178-1547373.

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  • 04.12.2020
    31 MB
    48:46
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    Folge 26: Stimme und Ton

    Wir wollen das deutsche Dunder Mifflin ins Leben rufen. Davon abgesehen reden wir über Stimme: der Ton, den man braucht, um etwas aufs Papier zu bringen. Braucht man einen unverwechselbaren Klang? Braucht man ihn, um als Autor*in überhaupt in einen Text reinzukommen? Die große Herausforderung, einen Sound zu finden, und der Sound als Gradmesser dafür, ob ein Projekt überhaupt gelingt. Till gerät etwas ins Schwimmen, als Alena fragt, was der Unterschied zum Stil sei. Findet sich die Stimme beim Drauflosholzen, oder muss man sie vorher schon kennen? Was ist so peinigend und peinlich daran, sich eine Stimme zu trauen? Die Stimme als etwas, das man sich erstmal zugestehen muss. Wie eine Autorin die Suche nach einer Stimme mit der Frage konfrontiert, was zu ihr passt oder wer (schluck) sie eigentlich ist. Dabei wird der Podcast diesmal sehr körperlich, und wir lüften oder zerreden das Geheimnis der „Brigitte“-Stimme. Plus: Alena und Till beantworten eine Hörerinnenfrage. Und wann liest Paula Irmschler „Superbusen“ als Hörbuch ein? Hinterlasst doch gern eine Nachricht auf unserer Mailbox, wenn Ihr Fragen, Wünsche oder Anregungen habt, unter 0178-1547373.

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  • 04.12.2020
    29 MB
    45:46
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    Folge 25: Zwischenzeiten

    Wir sprechen über die Mischung aus Stillstand, Unsicherheit und Erwartung zwischen den Projekten – die vielleicht Ähnlichkeit mit der Situation hat, in der wir uns alle gerade befinden. Also: diese merkwürdige Seelenlage zwischen Nutzlosigkeit und gespannter Erwartung während der Corona-Krise, wenn man nicht in überlebenswichtigen Bereichen arbeitet. Sondern eben: schreibt. oder gerade damit fertiggeworden ist. Hilft der Gedanke an andere historische Einschnitte, die wir erlebt haben, und was ähnlich und was anders war, und wie lange es gedauert hat, bis wieder Normalität einkehrte? Wie und wann und warum nicht wird sich Corona niederschlagen in dem, was wir als nächstes oder in Zukunft schreiben? Und wie kommt man auch unabhängig von Lockdown und Isolation damit klar, sich Leere zum Nachdenken nicht erlauben zu können, sondern immer unter einem Gefühl von Nutzlosigkeit zu leiden? Und was, wenn dieser Halt wegfällt, den einem die Arbeit an längeren Texten gibt?

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  • 04.12.2020
    47 MB
    01:14:59
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    Folge 24: Fragebogen

    Als Hommage an Alenas Vater Thomas Schröder, und, wie wir schnell merken, an die Großzügigkeit, beantworten wir den berühmten Fragebogen des FAZ-Magazins, den Marcel Proust zweimal ausgefüllt hat, und wir nun sozusagen gleichzeitig. Dabei kommen wir vom Hölzchen aufs Stöckchen, genauer gesagt, Alena fasst „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ in zwei Sätzen von Proust zusammen, führt Till an Mozart heran und liebt ihre Romanfiguren; Till mag alte Frauen mit Dackel, Jean-Claude van Debussy und Liebevolligkeit. Die deutsche Sprache und die gewohnte Länge des Podcastes kommen an ihre Grenzen in dieser besonders großzügigen Lockdown-Folge. Leider knistert irgendwas in den letzten 5 Minuten, nichts ist perfekt, bitte seht es uns nach. Und ruft an, wenn Ihr Fragen, Wünsche oder Anregungen habt unter 0178-1547373.

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  • 04.12.2020
    23 MB
    37:03
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    Folge 23: Schreiben im Shutdown

    Wie wirkt sich das Virus gerade ganz unmittelbar auf unsere Arbeit aus? Wie schreibt man jetzt zum Beispiel etwas, wenn was mit den Ereignissen so was von gar nichts zu tun hat, oder wenn man den Druck verspürt, jetzt endlich was zu schaffen, weil scheinbar oder wirklich plötzlich so viel Zeit ist? Wir reden übers Schwanken zwischen Verzweiflung und Zuversicht, auch, was zum Beispiel das Erscheinen oder Verschieben von Alenas Buch angeht: Es gibt Schlimmeres, und man ist damit zumindest nicht allein. Aber vieles ist dennoch schmerzhaft. Müssen wir unsere Bücher bald alle verfeuern, um unsere Pastavorräte zu kochen? Kann Schreiben womöglich gegen die Unsicherheit gerade helfen, weil man es zumindest Kontrollieren kann? Andererseits: Wie potenzieren sich die Probleme, die man sowieso beim Schreiben hat, jetzt gerade? Shakespeare hatte keine kleinen Kinder, um die er sich kümmern musste (jedenfalls nicht, dass wir wüssten). Und um die leider sehr flüchtige Weltformel der Kreativität geht es auch noch. Ihr habt Corona-Schreibprojekte oder Fragen an uns? Ruft gerne an unter: 0178-1547373.

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  • 04.12.2020
    25 MB
    39:43
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    Folge 22: Selbstvermarktung

    Alena und Till sprechen darüber, wie, ob, warum oder warum nicht man sich selbst als Autor*in zur Marke macht; welche Rolle dabei soziale Medien spielen und wie unangenehm aber vielleicht auch richtig es ist, Facebook- und Twitter-Freunde als potenzielle Kund*innen zu sehen. Sie hadern mit dem Privileg, überhaupt Aufmerksamkeit zu bekommen und Kontakte zu haben, beides aber vielleicht nicht ausnutzen oder befeuern zu wollen. Oder ist diese zögernde Haltung nicht wieder nur Return of Selbstvermausung, und eigentlich müsste man es machen wie die mittelmäßigen Dude-Bros, die sich gegenseitig abfeiern? Es geht um Autorenfotos und andere Möglichkeiten zur Selbstabneigung, um Alenas düstere Aura und Tills alter weißer Mann-Charme und die Frage, ob man das bewusst ausnutzt oder sich davon eher beschwert fühlt. Und insgesamt um das Gefühl, sich durch Selbstvermarktung zugleich zu erhöhen und zu erniedrigen. Für Fragen und Anregungen ruft doch bitte alle sehr gern auf unserer Mailbox an, hinterlasst eine Nachricht und gewinnt eine s&b-Tasse: 0178-1547373.

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  • 04.12.2020
    20 MB
    32:15
    Cover

    Folge 21: Fertig werden

    Alena und Till sind mit ihren Manuskripten fertig und haben abgegeben. Ist man jetzt euphorisch oder rauscht man in ein Loch? Wie ist es, mit blanker Kehle auf dem Rücken zu legen und auf das erste Feedback zu warten, und welche Rolle spielen in dieser Zeit Betreffzeilen von Mails aus dem Verlag? Was tut man, wenn einem auf den letzten Metern die Kraft ausgeht, und wie wichtig ist es, sich danach mal frei zu nehmen und sich selbst zu belohnen? Weiß man den letzten Satz schon und wäre es nicht immer besser, den letzten Absatz einfach zu streichen? Und, um das schon mal festzuhalten: Alena ist früher fertig geworden als Till, dafür hat Till das Guthaben der Sexy & Bodenständig-Mailbox abtelefoniert und noch nicht wieder aufgeladen. Nächstes Mal wieder mit!

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  • 04.12.2020
    29 MB
    45:37
    Cover

    Folge 20: Motivation

    Übers Auf-der-Felge-Fahren und wie man sich über die letzten Meter schleppt; während Alena so gut wie fertig ist, hat Till merkliche Schwierigkeiten, das Wort „Motivation“ auszusprechen; wann ist der Stress eigentlich genau richtig groß um sich davon motivieren zu lassen? Wann ruft unter der Nummer 0178/154 73 73 endlich mal wieder jemand auf der Hotline an? Was sind Molassen, und warum muss man immer dadurch waten? Welche Verschleißerscheinungen treten auf gegen Ende eines Projekts? Warum man irgendwann nicht mehr schreiben und nicht mehr lesen kann. Bonuspunkte für sexy Sportverletzungen beim Schreiben, und die düstersten Motivationssprüche, die wir uns auf unsere inneren Kissen sticken. Und: Was motiviert einen eigentlich nur, Freund*innen oder Feind*innen? (Und möglicherweise wird ein Zitat Tucholsky untergejubelt, das nicht von ihm ist.)

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  • 04.12.2020
    26 MB
    42:05
    Cover

    Folge 19: Älter werden

    Wir reden übers Älterwerden in Bezug aufs Schreiben: Wann fängt man mit dem ernsthaften Schreiben an, wann ist es zu früh, ab wann läuft einem die Zeit davon? Wir reden über individuelle Unterschiede: Alena fing an, sich mit dem Romanschreiben zu beschäftigen, als Till im Grunde durch damit war, und so weiter. Über frühe Berufswünsche und frühe Enttäuschungen, und warum und wann Alena eigentlich als GEO-Reporterin auf einem Floß den Amazonas „herunterschippern“ wollte. Welche Rolle das Alter bei der Vermarktung von Romanen spielt, vor allem im Negativen, und warum es nicht unbedingt beneidenswert ist, jung Erfolg zu haben. Vom Gefühl, dass Fenster sich schließen, und wie lange man eigentlich noch ein*e „junge*r Autor*in“ ist, und davon, dass die Jüngeren plötzlich vorbeiziehen und man nie weiß, ob es mal klappen wird ...

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  • 04.12.2020
    31 MB
    49:34
    Cover

    Folge 18: Kritik

    Alena und Till sprechen über Kritik an der laufenden Arbeit: wie man sie übt und wie und ob man sie annimmt. Von vernichtenden Leserbriefen über Rückmeldungen von Lektorinnen bis hin zu den Hinweisen von Freund*innen und Kolleg*innen. Es geht ums Sterben beim Warten auf Rückmeldung, um die Angst, zerstört zu werden, aber auch das gute Gefühl, womöglich bei etwas ertappt zu werden. Gibt es vielleicht tatsächlich so etwas wie objektive Kritik (nämlich dann, wenn sie von Auftraggeber*innen kommt), und warum ist es besonders schwierig, Kritik zu üben an der Arbeit von Menschen, die man kennt? Wie wird man der Verantwortung gerecht, wenn andere einen um Kritik bitten? Wie vermeidet man selbst, andere mit der Bitte um Kritik in eine potenziell unmögliche Situation zu bringen? Und bringt es eigentlich was, Kritik mit ein paar lobenden Worten abzumildern oder einzufliegen?

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  • 04.12.2020
    30 MB
    48:09
    Cover

    Folge 17: Namen

    Wie kommen wir auf unsere Namen? Kommen erst die Namen oder erst die Figuren? Fallen einem Namen zu, oder muss man sie von Grabsteinen und Mannschaftsaufstellungen abschreiben? Was ist das Problem mit „Paul“ und „Max“? Und mit den ersten 200 Seiten von Tills Manuskript? Und warum würde Alena gern Fantasy-Romane schreiben oder sich zumindest die Namen der Figuren ausdenken? Wer war Tilla-Marie Raether? Welche Namen bringen uns beim Lesen raus? Und wo ist eigentlich die zweite Ebene? Nie wurde mehr über weniger geredet bei S&B! Wenn Ihr noch Fragen oder Vorschläge habt oder auch einfach reden wollt, ruft an unter 0178/154 73 73

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  • 04.12.2020
    29 MB
    46:07
    Cover

    Folge 16: Zeit

    Alena und Till sprechen über Leseproben und Probelesen; über erlebte und erzählte Zeit, über Präsens gegen Vergangenheit und alle gegen das Plusquamperfekt; die Rückblende als Fluch oder Segen; gestreckte und geraffte Zeit; den Zusammenhang zwischen Erzählperspektive und Erzählzeit; die Gefahr, beim Schreiben über Geschichte die Geschichte zu Klischees zu machen. Und: das Schreiben und die Lebenszeit, oder auch: wie einen die Dramaturgie des Schreibprozesses durch den Schreibvorgang trägt, weil es irgendwann auch einfach reicht. Am Ende gibt es die Verlosung der Sexy & Bodenständig-Tasse, und Alena und Till beantworten Hörer*innen-Anrufe unter 0178/154 73 73

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  • 04.12.2020
    36 MB
    57:44
    Cover

    Folge 15: Von der Widmung bis zur Danksagung

    Was ist eigentlich mit den großen Kleinigkeiten, die außer dem Text zum Buch gehören oder auch nicht? Wir sprechen über alles, was einem Buch Struktur und Form gibt, von vorangestellten Zitaten, Widmungen, Kapitelüberschriften bis zu Danksagungen und Nachbemerkungen. Wie peinlich es wäre, beim Danken jemanden zu vergessen, und wie unangenehm möglicherweise jedes Popmusik-Zitat zu Beginn eines längeren Textes ist, und woran das liegt. Wir schwärmen von strukturgebenden Kapitelauftaktideen, gelungenen Überschriften und der Kunst, originelle Widmungen verfassen zu können. Außerdem: das von nun an freigeschaltete "s&b"-Zuhörer*innen-Telefon (0178-1547373), auf dessen Mailbox ihr Nachbemerkungen, Popmusik-Zitate, Fußnoten und Fragen hinterlassen könnt. Um dann womöglich eine s&b-Tasse zu gewinnen.

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  • 04.12.2020
    29 MB
    45:32
    Cover

    Folge 14: Humor

    Alena und Till reden über Humor in der Literatur und beim Schreiben und überraschenderweise wird es dabei ganz schön düster. Stimmt es, dass sich Humor aus Kummer und nicht aus Freude speist? Benutzen wir Humor beim Schreiben auch als Vermeidungsstrategie? Wann ist Humor gelungen, wie weit soll man die Regler aufdrehen? Außerdem ist zu hören, wie Till einmal mehr am "Roman noir" und Alena an der Clown-Hupe scheitert.

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  • 04.12.2020
    21 MB
    33:25
    Cover

    Folge 13: Enttäuschung

    Wie sehr gehört Enttäuschung zum Schreiben und Lesen dazu? Alena und Till sitzen am Fleesensee und betrachten die Natur, die möglicherweise nichts erwartet und daher auch nicht enttäuscht wird. Ganz anders als die Autor*in und die Leser*in: Woher kommen die Erwartungen, mit denen wir an Bücher herangehen? Zum Beispiel bei Dörte Hansen oder Elena Ferrante. Wie gehen wir mit den Enttäuschungen um, die wir selbst beim Schreiben verursachen? Till hat seine Romanautorenlaufbahn mit Enttäuschungen begonnen, Alena beginnt ihre mit der Angst davor, andere zu enttäuschen. Und: unterschiedliche Strategien, mit Enttäuschungen umzugehen, Erwartungen an Auflagenerfolge, Tiere laufen durchs Bild, wer sind die wichtigsten Leser*innen, was, wenn die Erstleser*in weint. Händereiben und Stöhnen beim Schreiben, und was ist eigentlich das „lustvolle Schneckenhaus“?

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