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Auslegungssache – der c't-Datenschutz-Podcast

Sie möchten beim Thema Datenschutz auf dem Laufenden bleiben, aber keine seitenlange Literatur wälzen? Dann wenden Sie sich vertrauensvoll an unser Juristen-Redakteurs-Duo.Alle 14 Tage bespricht c't-Redakteur Holger Bleich mit Joerg Heidrich aktuelle Entwicklungen rund um den Datenschutz. Joerg ist beim c't-Mutterschiff Heise Medien als Justiziar für das Thema zuständig und hat täglich mit der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu tun. Wechselnde Gäste ergänzen das Duo.Mehr Infos gibts unter https://heise.de/-4571821

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  • 04.06.2021
    65 MB
    01:18:02
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    Wie entsteht eigentlich... eine DSGVO?

    Beinahe in jeder Episode diskutieren Joerg und Holger über einzelne Artikel der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Seit fünf Jahren ist das Gesetz nun in Kraft, seit drei Jahren wird es angewendet. Anlass genug, einmal auf die Entstehung zurückzublicken. Dazu ist Ralf Bendrath aus Brüssel zugeschaltet. Bendrath hat als wissenschaftlicher Mitarbeiter des (mittlerweile ehemaligen) grünen EU-Abgeordneten Jan-Philipp Albrecht (damals Berichterstatter des Parlaments zur DSGVO) maßgeblich am Gesetzestext mitgewirkt.Bendrath erläutert, wie Albrecht zu der Aufgabe kam, und wie die verschiedenen EU-Institutionen am Prozeß beteiligt waren: 2012 hatte zunächst die Kommission einen Vorschlag gemacht, der dann von Rat und Parlament diskutiert wurde. Albrecht musste fast 4000 (!) Änderungsanträge der Parlamentsfraktionen in seine Überarbeitung des Vorschlags einbeziehen. Außerdem empfingen er und Bendrath fast täglich Lobbyisten, die für Lockerungen so mancher DSGVO-Paradigmen warben. Das geschah ganz profan im Büro des Abgeordneten, "mit viel Club Mate", wie Bendrath erzählt.Spannend ist der Blick hinter die Kulissen des Brüsseler Alltags: Beispielsweise erläutert Bendrath, wie er sich abends gezielt in den Kneipen beim Bier zu Mitarbeitern des Rats gesellte um herauszufinden, wie dort der Stand ist, und um ihnen klarzumachen, wo die roten Linien des Parlaments verlaufen. Ein Beispiel sei die Zweckbindung bei der Verarbeitung personenbezogener Daten gewesen, die der Rat eigentlich kippen wollte. In diesem Prozess wurde der sogenannte Trilog vorbereitet, also die Verhandlung um eine finale Version des Gesetzestextes zwischen Parlament, Rat und Kommission, die Ende 2015 schließlich erfolgreich abgeschlossen wurde.

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  • 21.05.2021
    62 MB
    01:13:22
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    Recht vs. Technik: Ein Realitycheck

    Wenn Juristen Begriffe aus dem Datenschutzbereich verwenden, meinen sie damit oft etwas völlig anderes als Techniker, die dieselben Worte nutzen. Was soll der "Stand der Technik" sein? Was genau meint "Privacy by Design"? Joerg und Holger gehen in den Realitycheck und sprechen über Kommunikationsprobleme zwischen Datenschutzjuristen und ITlern. Dazu haben sie sich mit Peter Leppelt einen streitbaren, fachkundigen Praktiker eingeladen. Leppelt ist gelernter Informationstechniker und berät Organisationen im Bereich der IT-Security sowie in Datenschutz-Belangen.Bereits am Beispiel von Privacy by Design erkennt er grundsätzlich unterschiedliche Herangehensweisen: Während Techniker diesem Konzept zufolge oft bestrebt sind, möglichst wenige Daten überhaupt erst entstehen zu lassen, beschäftigen sich Juristen (und Gesetze) eher damit, den Zugriff darauf organisatorisch zu beschränken. Leppelt kritisiert diesen "Compliance-Ansatz" und nennt als Beispiel den Einsatz von Microsoft Office 365, der technisch derzeit eigentlich nicht datenschutzkonform geschehen könne, aber juristisch hilfsweise über geschriebene Regeln legalisiert werde. Dieses Konzept durchziehe die IT-Welt.Es sei etwa eine Illusion der Juristen zu glauben, Daten ließen sich in den Clouds großer Anbieter lokalisieren oder gar löschen, auch wenn es dafür rechtliche Garantien gebe. Leppelts These zur derzeitigen Umsetzung der DSGVO: "Wir verballern viel zuviel Zeit mit unnützem Kram wie Cookie-Bannern, Datenschutzerklärungen oder CC-Listen in Mails, anstatt an die technisch wichtigen Dinge zu gehen." Positiv sei der durch die Corona Warn App angestoßene Trend, dass sich "public money, public code" und die transparente, datensparsame Entwicklung gesellschaftlich bedeutender Software durchsetzt.

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  • 07.05.2021
    64 MB
    01:16:37
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    Im Auftrag der DSGVO

    Joerg und Holger besprechen in Episode 38 zunächst ein Bußgeld der niederländischen Datenschutzaufsicht gegen eine Gemeinde: Die Stadt Enschede hat mit WLAN-Sensoren den Andrang in der Innenstadt gemessen, hätte dabei aber auch Bewegungsprofile der Bürger-Smartphones erstellen können. Doch genügt es, dass sie es technisch hätte können, um sie dafür zu bestrafen? Rechtsanwalt Sascha Kremer, Gast der Sendung, bezweifelt das und hält das Bußgeld für übertrieben. Es ist nicht rechtskräftig, und wird es nach Meinung von Sascha wohl auch nicht werden.Schwerpunkt der Episode ist allerdings das datenschutzrechtliche Konstrukt der Auftragsverarbeitung. Welche Haftung trifft den Verantwortlichen, welche den Auftragsverarbeiter? Was ist ein AV-Vertrag, und vor allem: Wann ist er nötig und was muss drinstehen? Sascha erläutert, wie der wenig bekannte Artikel 29 der DSGVO zu interpretieren ist, in dem wage die Rolle der "unterstellten Person" des Verantwortlichen beschrieben ist, also etwa die aller Mitarbeiter im Unternehmen außer dem Chef. Anhand vieler Beispiele macht Sascha klar, wie wichtig es ist, sich mit der Auftragsverarbeitung zu beschäftigen, sei es als verantwortlicher Datenverarbeiter oder als davon Betroffener. Und um es richtig kompliziert zu machen, gibt es ja auch noch die gemeinsame Verantwortung ("Joint Controlling") ...

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  • 23.04.2021
    57 MB
    01:08:00
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    Anonymität: Der heilige Gral der DSGVO

    Die Pseudonymisierung und Anonymisierung von personenbezogenen Daten spielen für Technik und Wissenschaft eine große Rolle und sind so etwas wie der heilige Gral der DSGVO. Sie ermöglichen beispielsweise, dass die Verarbeitung von Gesundheitsdaten zu Forschungszwecken oder die dauerhafte Speicherung von IP-Adressen datenschutzkonform geschehen kann. Was man aber genau unter diesen Begriffen versteht, ist in der DSGVO nur sehr oberflächlich geregelt, wie Joerg und Holger in Episode 37 feststellen. Mit Hilfe von Adrian Schneider beleuchten sie das sich daraus ergebende Minenfeld. Adrian ist Rechtsanwalt bei der Kanzlei Osborne Clarke und begleitet Unternehmen bei der Entwicklung und Einführung innovativer IT-Produkte in den Bereichen Cloud-Infrastruktur, Smart Data und Machine Learning.Mit Adrian klären Joerg und Holger zunächst, welche die einschlägigen DSGVO-Vorschriften sind. Sie landen beim Erwägungsgrund 26 DSGVO, der eher schwammig definiert, wie der Personenbezug von Daten aufgehoben wird. Vielleicht hilft ja der Bundesdatenschutzbeauftragte? Dieser hat im Juni 2020 sein "Positionspapier zur Anonymisierung unter der DSGVO unter besonderer Berücksichtigung der TK-Branche" veröffentlicht. Doch leider bringt auch das nicht viel mehr Klarheit, sondern schafft eher neue Probleme: Die drei müssen sich ihre eigenen Gedanken machen und geben Tipps dazu, was als hinreichende Anonymisierung im rechtlichen Sinn gelten könnte - und schimpfen dabei hin und wieder ein wenig auf den Gesetzgeber, der allzu unkonkret bleibt und das Problem auf die Praxis abwälzt.

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  • 09.04.2021
    59 MB
    01:10:19
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    Art. 5.2 - Die Al-Capone-Vorschrift

    In Episode 36 haben Holger und Joerg den Landesdatenschutzbeauftragten Baden-Württemberg zu Gast. Dr. Stefan Brink erläutert zunächst, wie es zum Bußgeld der Woche gekommen ist, das er selbst verhängt hat: 300.000 Euro muss die VfB Stuttgart AG bezahlen, weil sie keine Rechenschaft über Abflüsse von Mitgliederdaten des Vereins VfB Stuttgart an eine PR-Agentur geben konnte: Zum ersten Mal erfolgt eine Strafe wegen eines Verstoßes gegen Art. 5.2 DSGVO (Rechenschaftspflicht). Es geht um Verjährungsfristen, interne Vorgänge und einen angestrebten "Deal", weshalb das Bußgeld recht niedrig ausgefallen ist. Brink erläutert, wie es dazu kam, und er plädiert dafür, dass Datenschutzbehörden ihre Entscheidungen transparent machen, und er lädt dazu ein, Details zu Entscheidungsprozessen per Informationsfreiheitsgesetz einzufordern.Im zweiten Teil der Episode geht es um die Rolle der Landesdatenschutzbehörde Baden-Württemberg in der Debatte um Contact Tracing zum Pandemie-Schutz und speziell um die die luca-App. Diese sei ein "verdammt gut gemachtes Angebot". Brink plädiert für mehr Gelassenheit in der "puristischen Community" und für die Rolle des Datenschutzes als Ermöglicher statt als Verhinderer. Er legt an private Anbieter niedrigere Maßstäbe an als an staatliche Stellen, deshalb hat er keine Probleme mit der umstrittenenen luca-App und empfiehlt seiner Landesregierung den (für die Bürger freiwilligen) Einsatz. Politischen Einfluss auf diese Entscheidung habe es nicht gegeben. Derlei Behauptungen seien "Quark".

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  • 26.03.2021
    67 MB
    01:20:04
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    "Das Auge des Sauron"

    In Episode 35 verlassen Joerg und Holger die Debatte um DSGVO-Artikel und wagen den Exkurs in ein aktuelles netzpolitisches Thema: Es geht um Hassrede, den Umgang mit strafrechtlich relevanten Inhalten in Sozialen Netzwerken und vor allem um das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG). Dabei werden sie fachkundig begleitet von Dr. Marc Liesching, der als Professor für Medientheorie und Medienrecht an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig forscht und lehrt. Prof. Liesching und sein Team haben am 24. März eine 400-Seitige NetzDG-Teilevaluierung veröffentlicht (siehe Shownotes). Darin attestieren sie dem Gesetz, das seit 2018 in Kraft ist, seinen Zweck zu verfehlen und im Gegenteil höchstwahrscheinlich negative Effekte hervorzurufen, beispielsweise ein Overblocking rechtskonformer Inhalte in Sozialen Netzwerken. Im Podcast stellt Prof. Liesching die Befunde detailiert vor und ordnet das NetzDG in den deutschen und europäischen Regulierungsrahmen ein. Außerdem geht es um die Frage, welche Folgen für den Datenschutz entstehen, falls das "Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität" und das "Gesetz zur Änderung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes" (NetzDGÄndG) wie von der Bundesregierung geplant noch vor der Bundestagswahl im September in Kraft treten.

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  • 12.03.2021
    61 MB
    01:12:40
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    Und schützt eure Daten!

    Nachdem Joerg und Holger über ein außerst skurriles Bußgeld gesprochen haben, geht es über den Umweg der darin thematisierten E-Mail-Verschlüsselung zum Selbstdatenschutz. Zusammen mit Karoline Busse sprechen die beiden darüber, mit welchen Maßnahmen Privatleute und Unternehmen ihre Daten gegen fremden Zugriff absichern sollten. Karoline hat an der Uni Hannover Informatik studiert und beschäftigt sich in Forschung und Lehre mit "Human-Centered Security and Privacy", also Sicherheit und Datenschutz mit dem Faktor Mensch im Mittelpunkt. Sie plädiert dafür, dass sich jeder nicht nur darüber klar sein sollte, welche seiner Daten er für schützenswert hält, sondern auch vor wem er sich schützen möchte: Berufsgeheimnisträger*innen etwa werden ein anderes Niveau anpeilen als Oma Erna. Im Gespräch vertritt Karo die Meinung, dass Usability eine große Rolle spielt, weshalb sie beispielsweise Verschlüsselung mit PGP für gescheitert erklärt, obwohl sie ein hohes Schutzniveau bietet. Stattdessen zeigten Messenger wie Signal, wohin die Reise beim Nutzer-zentrierten Datenschutz gehen sollte.

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  • 26.02.2021
    59 MB
    01:10:24
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    Datenschutz leben lernen

    Nach der eher technisch geprägten Episode 32 wurde es für Joerg und Holger mal Zeit, sich mit "Soft Skills" zu beschäftigen. Das ist genau die Spezialität von Anna Cardillo, die Organisationen dabei unterstützt, DSGVO-Anforderungen zu implementieren. Anna ist nicht nur Rechtsanwältin, sondern auch zertifizierte Datenschutzauditorin. Sie weiss davon zu berichten, wo es in Unternehmen hakt, wenn es um die Umsetzung eines funktionierenden Datenschutzmanagements geht: "Der Fisch stinkt da oft vom Kopf", berichtet sie. In Meetings stehen oft nicht nur sachliche Argumente im Vordergrund, bisweilen muss Anna auch ihre psychologischen Kenntnisse einsetzen, um Denkbarrieren einzureißen und gewohnte Vorgänge neu zu gestalten. "Awareness" heißt da das Zauberwort. Allerdings hat die Akzeptanz von Datenschutzerfordernissen in letzter Zeit gelitten. Anna erzählt aus der Praxis, sie plädiert für Offenheit und den Willen, neue Dinge auszuprobieren.

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  • 12.02.2021
    64 MB
    01:16:17
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    Wenn Daten lecken

    "Jan hat schon sehr viel Elend gesehen." So begrüßt Joerg den heutigen Episodengast, c't-Redakteur Jan Mahn. Und das nicht von ungefähr: Geht es bei c't um Datenpannen, kommt oft Jan ins Spiel und untersucht sowohl Ursachen als auch Auswirkungen derselben. Seine niederschmetternde Erkenntnis ist, dass vielen der datenschutzrelevanten Sicherheitsunfälle kein hochkomplexer Angriff zugrunde liegt, sondern schlicht Schlamperei von Entwicklern oder Admins. Da geht es um ungeschützte SMB-Freigaben genauso wie um Passwort-Datenbanken im Klartext oder veraltete Schutzmaßnahmen. Nach Ansicht von Jan häufen sich diese Lecks unter anderem, weil Entwickler in Unternehmen in agilen Arbeitsmodellen oft nicht mehr das Große und Ganze im Blick haben, sondern nur noch die Erledigung von Tickets in engen zeitlichen Rahmen. Im Podcast plaudert Jan über seine Erfahrungen, und Joerg schätzt die juristischen Konsequenzen dieser Datenlecks ein.

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  • 29.01.2021
    56 MB
    01:06:39
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    Privacy by Design

    In Episode 31 beschäftigen sich Joerg und Holger zunächst ausführlicher als gewohnt mit dem Bußgeld der Woche: Umgerechnet 10,6 Millionen Euro möchte die norwegische Datenschutzbehörde gegen die Dating-Plattform Grindr verhängen, weil sie ohne Einwilligung der Nutzer massenhaft personenbezogene Daten an mehrere Dutzend Drittfirmen weitergeleitet hat, darunter besonders sensible Informationen gemäß DSGVO. Als Gast zugeschaltet ist Marit Hansen, die Landesdatenschutzbeauftragte von Schleswig-Holstein. Und Marit hat zur Bußgeld-Diskussion gleich einiges beizutragen. Eigentliches Steckenpferd der gelernten Informatikerin sind aber die Konzepte Privacy by Design und Privacy by Default, die der Artikel 25 der DSGVO regeln soll. Entgegen landläufiger Meinung treffen die Pflichten aus diesem Artikel keineswegs Hersteller von Anwendungen, sondern vielmehr diejenigen, die die Software einsetzen (also die "Verantwortlichen"), wie Marit anschaulich erläutert. Ab Beispiel von Webbrowsern zeigen die drei konkret, was es zu beachten gilt. Allerdings gibt Marit zu bedenken, dass in Erwägungsgrund zu Artikel 25 vieles im Ungefähren bleibt und wohl auch deshalb bislang Verstöße gegen Privacy by Design kaum geahndet werden. Eine Ausnahme: Das hohe "Deutsche Wohnen"-Bußgeld beruht ausdrücklich auf einem Verstoß gegen Privacy by Design.

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  • 15.01.2021
    58 MB
    01:09:48
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    Journalismus und der Datenschutz

    Investigative Recherchen erfordern es oft, dass personenbezogene Daten gesichtet, extern bewertet und sortiert werden müssen - dies meist, ohne den Betroffenen zu informieren oder die Quelle offenzulegen. Damit der Journalismus diese gesellschaftliche Aufgabe erfüllen kann, nennt die DSGVO Ausnahmen der strengen datenschutzrechtlichen Vorgaben (Medienpriviliegien), die auch für Ton-, Bild- und Videoaufnahmen gelten können. Zu diesen Privilegien kursieren in der Öffentlichkeit einige Missverständnisse. Deshalb sprechen Joerg und Holger in dieser Episode darüber, für wen und in welchen Konstellationen die Ausnahmen gelten, und worauf JournalistInnen besonders achten sollten. Sie begeben sich aber nicht alleine ins Dickicht von Datenschutz- und Landespressegesetzen: Mit dabei ist Johannes Endres. Johannes war lange Jahre c't-Redakteur, Ressortleiter, und von 2013 bis 2017 Chefredakteur von heise online und c’t. Von 2015 bis 2020 war er außerdem Mitglied des deutschen Presserats, dort Vorsitzender der beiden Beschwerdeausschüsse "Trennung von Werbung und Redaktion" und "Redaktionsdatenschutz". Derzeit arbeitet Johannes bei Althammer & Kill, einem Unternehmen, das Unternehmen bei der Umsetzung von Datenschutzbestimmungen berät.

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  • 31.12.2020
    89 MB
    01:46:42
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    Pandemischer Jahresrück- und ausblick

    Das Datenschutzjahr 2020 fordert dazu heraus, kritisch beäugt zu werden. Joerg und Holger haben sich für einen Blick zurück im Zorn Dr. Thomas Schwenke eingeladen. Thomas kennt sich als selbstständiger Rechtsanwalt mit Spezialgebiet Social-Media-Recht bestens in der aktuellen datenschutzrechtlichen Lage aus und betreibt nebenher den Podcast "Rechtsbelehrung". In dieser Auslegungssache XXL kommentieren die Drei viele der Themen rückblickend, die in vergangenen Episoden bereits ausführlicher zur Sprache kamen: Natürlich geht es um das Ende des Privacy-Shields und die Corona-Warn-App, aber auch ums Elend mit den Cookie-Bannern, die (nicht für alle) leidigen Videokonferenz-Tools und die rechtlichen Folgen des Brexits. Der bisweilen leicht polemische Datenschutz-Stammtisch moniert die Tendenz, Freiheitsrechte und Privatsphäre der europäischen Bürgerinnen und Bürger immer weiter einzuschränken. Zum Abschluss gibt es noch einen Blick in die Zukunft: Welche Themen werden 2021 und darüber hinaus auf die Agenda rutschen? Allen Hörerinnen und Hörern einen guten Rutsch ins hoffentlich bessere Jahr 2021. Bleibt gesund, und: Schützt Eure Daten!

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  • 18.12.2020
    58 MB
    01:09:22
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    ITSIG in kritischer Kritis-Kritik

    Joerg und Holger wildern wieder einmal im Bereich der IT-Sicherheit, weil Security ihrer Meinung nach eben direkt mit dem Schutz von Daten zusammenhängt. Ihr Gast in dieser Episode ist ein ausgesprochener Praktiker, nämlich der @HonkHase, den man außerhalb von Twitter auch unter seinem Namen Manuel Atug kennt. Manuel berät als Senior Manager der HiSolutions AG Unternehmen bei der Einführung von Informationssicherheits-Management-Systemen. Außerdem ist er in diversen Vereinen wie dem CCC aktiv und hat als Experte für kritische Infrastrukturen die unabhängige AG Kritis gegründet. Nachdem sich Joerg wieder einmal an der irischen Datenschutzbehörde abgearbeitet hat, geht es um staatliche IT-Security-Regulierung. Die Drei plaudern über legendäre gesetzgeberische Fehlschläge und aktuelle Sicherheitsunfälle. Manuel erinnert mehrfach daran, dass ID-Sicherheit kein Zustand, sondern ein Prozess ist. Als er Fails aus der Praxis erzählt, gruselt es Joerg. Zu unguter Letzt geht es um die Novellierung des IT-Sicherheitsgesetzes (IT-SIG 2.0), die gerade (am 16.12.2020) das Kabinett der Bundesregierung passiert hat. Manuel lässt kein gutes Haar am Verfahren und Ergebnis.

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  • 04.12.2020
    59 MB
    01:10:03
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    Grenzen der Videoüberwachung

    Nachdem Joerg seinem Ärger über das Schufa-Projekt "CheckNow" Luft gemacht und bei der Gelegenheit die Rubrik "Ärgernis der Woche" ausgerufen hat, widmet er sich mit Holger dem Schwerpunkt-Thema dieser Episode, nämlich der Videoüberwachung im nicht-öffentlichen Bereich. Mit von der Partie ist Rechtsanwältin Carola Sieling, die StammhörerInnen bereits aus Episode 18 kennen. Carola berät Unternehmen bei der Vorbereitung von Kamera-Anlagen und kennt sich in der Materie aus Datenschutzsicht bestens aus. Sie erläutert, was es von Unternehmensseite bei der Vorbereitung zu beachten gilt, und was zu welchem Zweck möglich und gestattet ist. Dabei geht es keineswegs nur um die DSGVO, sondern natürlich spielen auch andere Felder wie das Urheber- oder das Persönlichkeitsrecht eine große Rolle. Für Angestellte und Private dürfte interessant sein zu erfahren, was sie sich an Videoüberwachung bieten lassen müssen und wo sie berechtigt Einsprüche anmelden sollten.

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  • 25.11.2020
    54 MB
    01:04:31
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    26. "Frau Thiel schweigt jetzt"

    Joerg und Holger begrüßen in Episode 26 die niedersächsische Landesdatenschutzbeauftragte (LfDI) Barbara Thiel. Frau Thiel erzählt, wie sie 2015 in ungewöhnlich kurzer Zeit zu ihrem Amt gekommen ist, zunächst ohne zu ahnen, was da mit der DSGVO an Herausforderungen auf sie zukommen würde. Sie bemängelt, dass ihre Behörde dafür zu schlecht ausgestattet war und auch heute noch personell unzureichend bestückt ist. Im Vergleich zu 2019 sei auch bedingt durch die Corona-Pandemie das Beschwerdeaufkommen weiter gestiegen. Die Bestrebungen, Datenschutzaufsicht von den Ländern hin zum Bund zu verlagern, sieht Thiel überaus kritisch, weil dabei kleine Unternehmen und der Mittelstand zu den Verlierern gehören könnten. Stattdessen könne man doch die DSK stärken. In Sachen Homeschooling drängt die LfDI auf die Einführung der bereits für Mai 2020 angekündigten Bildungscloud. Sie kritisiert, dass bis heute kein Datenschutzkonzept dazu vorliegt. Die Duldung anderer Lösungen hat wohl irgendwann auch mal ein Ende. Von der Datenschutzfee wünscht sich Frau Thiel: "Mehr Befugnisse und mehr Personal!"

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  • 12.11.2020
    54 MB
    01:04:03
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    25. Die Rolle des Datenschutzbeauftragten

    Oha, bereits ein Jahr und 25 Episoden Auslegungssache? Joerg und Holger ist das kürzlich aufgefallen. Deshalb haben sie einen speziellen Gast in die virtuelle Runde eingeladen, nämlich Rechtsanwalt Nikolas Maekeler. Nikolas war sowohl bei der Konzeption als auch in den ersten Folgen des Podcasts stets dabei, bevor er beschloss, den Heise-Verlag zu verlassen und sein Glück als Syndikusanwalt eines Versicherungskonzerns zu suchen. In dieser Episode plaudern die drei ein wenig über die Anfänge des Podcast-Projekts. Weil Nikolas nun auch Datenschutzbeauftragter im Konzern ist, bot es sich an, einmal ausführlicher auf diese Funktion einzugehen, die die DSGVO für Firmen und Behörden immerhin vorschreibt. Für Holger stellt sich dabei insbesondere die Frage, warum an ein soltes "Amt" übernehmen sollte; welche Vorteile und zusätzliche Aufgaben sich daraus für Arbeitnehmer ergeben können. Auch die Position von externen Datenschutzbeauftragten beleuchten die Drei.Das Bußgeld der Woche: [https://www.dsgvo-portal.de/dsgvo-bussgeld-gegen-fahrzeughalter-2020-10-14-ES-682.php](https://www.dsgvo-portal.de/dsgvo-bussgeld-gegen-fahrzeughalter-2020-10-14-ES-682.php) Tesla-Gutachten von Dr. Thilo Weichert: [https://www.netzwerk-datenschutzexpertise.de/dokument/kfz-automation-und-autonomes-fahren](https://www.netzwerk-datenschutzexpertise.de/dokument/kfz-automation-und-autonomes-fahren)

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  • 12.11.2020
    48 MB
    57:28
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    24. Der BfDI im Gespräch

    Joerg und Holger begrüßen in der Auslegungssache 24 den Bundesdatenschutzbeauftragten Prof. Ulrich Kelber. Natürlich geht es im Gespräch in erster Linie um Dinge, die derzeit die Datenschutzwelt bewegen. Insbesondere um das Urteil SchremsII, mit dem der EuGH Unternehmen und Behörden die Rechtsgrundlage zum Transfer von personenbezogenen Daten in die USA de facto entzogen hat. Kelber verrät beispielsweise bei dieser Gelegenheit, dass die Datenschutzkonferenz Empfehlungen zur rechtssicheren Datenübermittlung via EU-Standardschutzklauseln erarbeitet. Der Bundesdatenschutzbeauftragte teilt offenkundig durchaus die never ending Kritik von Joerg und Holger an der irischen Datenschutzaufsicht. Sehr spannend: Kelber erklärt, wie seine Behörde aufgestellt ist und welchen Einfluss er auf Gesetzgebungsverfahren haben kann. Und ganz zum Ende befragt Ulrich Kelber sogar die gute Datenschutzfee. Eine Transparenz-Anmerkung: Wer in den ersten fünf Minuten Tonschnitte bemerkt, liegt richtig. Wir haben nichts herausgeschnitten, sondern nur ein wenig sortiert, weil es Probleme mit getrennt aufgezeichneten Tonspuren gab.

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  • 12.11.2020
    62 MB
    01:13:38
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    23. Big Brother Arbeitgeber

    Dieser Bußgeldbescheid schlug ein wie eine Bombe: Rund 35 Millionen Euro soll der Modekonzern H&M zahlen, weil er in seinem Nürnberger Servicecenter illegal private Lebensumstände von Mitarbeitern erfasst und ausgewertet hat. Noch ist nicht klar, ob H&M die Strafe des zuständigen Hamburgischen Datenschutzbeauftragten hinnehmen wird. Auf jeden Fall aber wirft das Verfahren ein Schlaglicht auf die technischen Möglichkeiten der Mitarbeiterüberwachung. Welche Grenzen das europäische Datenschutzrecht Arbeitgebern setzt, diskutieren Joerg und Holger zusammen mit ihrem Gast Peter Hense. Peter arbeitet als Rechtsanwalt im internationalen IT- und Technologierecht, im Datenschutz sowie der Prozessführung (Privacy Litigation). Seiner Ansicht nach beginnt der DSGVO-Hammer erst allmählich zu kreisen, was den Beschäftigtendatenschutz angeht. Neben Bußgeldern in erheblicher Höhe könnten auch drohende Schadensersatzansprüche von Mitarbeitern dazu führen, dass Unternehmen künftig diesem Thema höhere Priorität einräumen. An der Zeit wäre es in vielen Bereichen, man denke etwa an die Callcenter- und Paketzustellbranchen.

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  • 12.11.2020
    51 MB
    01:01:36
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    22. Österreichisches Minesweeper

    Diskussionen rund um den Datenschutz und die DSGVO werden hierzulande meist stark aus inländischer Sicht geführt. Sei es, wenn es um die Höhe von Bußgeldern, die Auslegung der DSGVO-Artikel oder um die praktischen Auswirkungen der DSGVO geht. Joerg und Holger weiten deshalb in Episode 22 einmal den Blick und schauen hinüber ins Nachbarland Österreich. Dort an der Universität Wien leitet Professor Nikolaus Forgó das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht. Prof. Forgó erläutert die Unterschiede im Institutionensystem zwischen den beiden Ländern und erklärt, warum die österreichische Datenschutzaufsicht zurückhaltender Bußgelder verhängt als die deutschen Behörden. Außerdem geht es um eine Kuriosität in der österreichischen DSGVO-Umsetzung: Obwohl es die Verordnung nicht vorsieht, umfasst sie auch den Schutz der Daten von juristischen Personen, also etwa von Unternehmen. Dies führte in Österreich bereits zu einigen gerichtlichen Auseinandersetzungen.

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  • 12.11.2020
    56 MB
    01:06:31
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    21. Zeitbombe Schadensersatz II

    Bereits vor rund 10 Monaten in Episode 3 warnte Joerg vor Schadensersatzforderungen, die aus DSGVO-Verstößen abgeleitet werden können. Noch ist die Rechtsprechung diffus, aber Berichte über Ansprüche nach Art. 82 DSGVO häufen sich. Zeit also, dieses Thema erneut zu beleuchten. Dazu haben sich Joerg und Holger mit Rechtsanwalt Tim Wybitul einen Experten aus der Praxis in den Podcast geholt. Tim arbeitet in der Kanzlei Latham & Watkins und kann von tausenden Schadensersatzforderungen berichten, denen sich von der Kanzlei vertretene Unternehmen gegenübersehen. Er erläutert die rechtlichen Grundlagen, seine Bewertung der Forderungen und beispielhaft auch bereits ergangene Urteile. Tims Prognose: Sobald Klagen Erfolg versprechen, werden Schadensersatz und Schmerzensgeld Legal-Tech-Unternehmen anlocken, die massenhaft Forderungen aufkaufen und durchsetzen könnten.=== Anzeige / Sponsorenhinweis === Abonnieren auch Sie den Podcast "Der Datenschutz Talk"! Wöchentlich präsentieren wir Ihnen aktuelle Nachrichten aus dem Datenschutz. Immer freitags, um sich auf der Fahrt ins Wochenende ein kurzes Update zu holen. Verpassen Sie auch nicht unsere Langfolgen. Hier diskutieren wir mit Experten aktuelle und spannende Sachverhalte aus der beruflichen Praxis eines DSB. https://www.migosens.de/podcast/ === Anzeige / Sponsorenhinweis Ende ===

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  • 12.11.2020
    59 MB
    01:10:01
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    20. Besorgter Blick in die Glaskugel

    Sowohl in der EU als auch in Deutschland entstehen derzeit Gesetze, die IT-Sicherheit und Datenschutz neu regulieren werden. Joerg und Holger reden deshalb diesmal über ungelegte Eier, auch wenn das Joerg eigentlich gar nicht so gerne tut. Es geht um offizielle und geleakte Referentenentwürfe, die klar zeigen: Da kommt in nächster Zeit einiges auf BürgerInnen und Unternehmen zu. Diesmal komplettiert Dr. Simon Assion die Runde. Er hat sich bereits mit den Entwürfen zur TKG-Novellierung und dem geplanten TTDSG befasst, in dem unter anderem Cookies neu reguliert werden sollen. Simon ordnet diese Vorhaben in einen größeren Kontext ein und findet durchaus kritische Worte. Simon ist Rechtsanwalt bei der Kanzlei Bird&Bird und berät dort zu allen Fragen des Kommunikations- und Informationsrechts. Folgt ihm auf Twitter, es lohnt sich! Sein Handle: @sas_assion

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  • 12.11.2020
    54 MB
    01:05:01
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    19. Irgendwann erwischt es jeden!

    Wer mit personenbezogenen Daten hantiert, muss sich vor Angriffen schützen! Das gilt für alle Organisationen, seien es Unternehmen, Krankenhäuser oder Gerichte. Das EU-Datenschutzrecht sieht heftige Bußgelder vor, wenn sie wegen technischer Mängel Opfer von kriminellen Angriffen auf ihre IT-Infrastruktur werden. Doch die Vorgaben in der DSGVO zur zwingend erforderlichen Vorsorge sind eher wage. Joerg und Holger sehen sich wieder einmal den einschlägigen Artikel 32 an und klären, welche präventiven Maßnahmen sinnvoll sind. Unterstützt werden sie dabei von Jürgen Schmidt, dem leitenden Redakteur von heise Security und außerdem dem Senior Fellow Security des Heise-Verlags. Jürgen liefert News von der Malware-Front, schätzt die derzeitige Bedrohungslage ein und erläutert, wie Ransomware-Banden derzeit vorgehen. Sein Mantra lautet: "Jeder muss davon ausgehen, dass es ihn erwischt, und entsprechend planen!"

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  • 12.11.2020
    61 MB
    01:13:14
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    18. Next Stop Privacy Harbour?

    Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat das EU-US Privacy Shield zerschlagen und damit einen großen Teil des Datenflusses aus der EU in die USA für gesetzeswidrig erklärt. Das Datenschutzniveau in den USA sei nicht angemessen, widersprach der EuGH damit der EU-Kommission. Ein Jammern und Wehklagen der Wirtschaft ist nicht zu überhören, obwohl die Entscheidung nicht gerade überraschend kam. Wie lässt sich der Export von Daten nun überhaupt noch datenschutzrechtlich legitimieren? Dieser Frage gehen Joerg und Holger zusammen mit Carola Sieling nach. Carola ist auf IT-Recht spezialisierte Rechtsanwältin (kanzlei-sieling.de) in Hamburg und Paderborn. Sie stellt erst einmal fest: Auf einige Unternehmen dürfte jetzt eine Menge Arbeit zukommen. Dann erläutert sie, was es mit den sogenannten Standardschutzklauseln auf sich hat, die erst einmal (wieder) als Alternative zum Privacy Shield zum Einsatz kommen werden.

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  • 12.11.2020
    68 MB
    01:11:29
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    17. Cloud oder nicht Cloud?

    Juhu, die Auslegungssache macht Corona-frei! Joerg und Holger lassen das Pandemie-Thema beherzt links liegen und beackern ein wichtiges Themenfeld, dessen Würdigung aus aktuellen Anlässen viel zu lange verschoben wurde: Es geht diesmal um die Frage, wie Cloud-Dienste angesichts der DSGVO-verschärften Bedingungen rechtmäßig genutzt werden können. Zusammen mit Dr. Christoph Wegener tastet sich das c't-Team an die Bedingungen heran, die das aktuelle EU-Datenschutzrecht vorgibt - sowohl für Unternehmen als auch für Privatleute. Dabei wird es durchaus etwas technisch, etwa bei den Fragen, was der von der DSGVO vorgegebene "Stand der Technik" sein könnte und wie Datenlöschungskonzepte in der Cloud funktionieren können. Christoph ordnet die Dinge ein und gibt Ideen für eigene Checklisten vor dem Gang in die Cloud. Er ist promovierter Physiker und seit 1999 als freiberuflicher Berater mit der wecon.it-consulting in den Bereichen Informationssicherheit, Datenschutz und Open Source aktiv. Ein Disclaimer in eigener Sache: Christoph hilft uns außerdem als Co-Organisator Heise-Security-Konferenz.

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  • 12.11.2020
    58 MB
    01:01:11
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    16. Datenschutzfolgen

    Joerg und Holger kommen vom Thema einfach nicht los: Auch in Episode 16 geht es wieder um die Corona-Warn-App. Diesmal dient sie als Beispiel dafür, warum eine solch komplexe Datenverarbeitung eine sogenannte Datenschutzfolgeabschätzung (DSFA) benötigt. Zu Gast in der Auslegungssache ist diesmal Ninja Marnau. Ninja forscht am Helmholtz Center for Information Security (CISPA) in Saarbrücken zu Datenschutzthemen. Sie war beratend in den Entwicklungsprozess der Corona-Warn-App involviert und arbeitete auch bei der 117-starken DSFA mit. die DSFA selbst lässt sich unter diesem Link (PDF) abrufen: https://www.coronawarn.app/assets/documents/cwa-datenschutz-folgenabschaetzung.pdf

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  • 12.11.2020
    71 MB
    01:14:38
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    15. Chimäre Einwilligung

    Die informierte Einwilligung! Stimmt der Bürger nur aktiv zu, soll jeder Empfänger fast alles mit seinen Daten anstellen dürfen. So hat es nach dem EuGH jüngst auch der BGH bestätigt. Und den Bürgerinnen und Bürgern hat es sich so eingebrannt. Doch stimmt das? Und ist es das, was die EU als Gesetzgeber mit der DSGVO gewollt hat? Bürgerinnen und Bürger, die nicht mehr durchblicken und deshalb alles abnicken, weil sie nun mal die Dienste nutzen wollen? Zweifel sind angebracht, denn es gibt nicht nur die Einwilligung, sondern gleichberechtigt fünf andere eigentlich gleichrangige Rechtsgründe dafür, Daten erheben und verarbeiten zu dürfen, die aber derzeit faktisch zurücktreten. Darüber diskutieren Joerg und Holger mit Kirsten Bock. Sie studierte Rechtswissenschaften und arbeitet seit vielen Jahren als Datenschutzjuristin im aufsichtsbehördlichen Bereich, forscht zu ethischen und gesellschaftlichen Grundsatzfragen des Datenschutzes und ist eine der Autorinnen des Standard-Datenschutzmodells. Und sie äußert aus Datenschutzperspektive heftige Kritk am Modell der Corona-Warn-App, die kommende Woche erscheinen soll. Auch das musste natürlich begesprochen werden in dieser Episode.

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  • 12.11.2020
    57 MB
    01:00:07
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    14. Microsoft 365 - Es wäre Zeit für eine Transparenzoffensive

    Endlich! Die irische Datenschutzbehörde ist aufgewacht. Joerg und Holger präsentieren tatsächlich einen Bußgeldbescheid der DPC, allerdings gegen eine öffentliche Stelle. In Sachen Facebook bleibt sie nach wie vor untätig, was den Datenschützer Max Schrems in einem Brandbrief zum Urteil "Die DSGVO ist dysfunktional" veranlasste, wie Holger berichtet. Im Schwerpunkt von Episode 14 geht es aber um Microsoft 365 (ehemals Office 365). An dem viel genutzten Cloudoffice- und Workgroup-Paket scheiden sich die Datenschutz-Geister. Während der Konzern stets betont, alle DSGVO-Vorgaben einzuhalten, warnen einige Datenschutzbehörden vor dem Einsatz in Behörden, Schulen und Unternehmen. Zusammen mit ihrem Gast Thomas Althammer grübeln sie darüber, wo die Knackpunkte liegen und ob Microsoft wirklich mit offenen Karten spielt. Zweifel sind zumindest angebracht, wie Thomas zu berichten weiß. Er kennt die Problematiken aus der beruflichen Praxis: Sein Unternehmen Althammer&Kill berät namhafte Unternehmen als externer Datenschutzbeauftragter, zu Informationssicherheit und in IT-Strategiefragen, und Thomas selbst hat sich ausführlich mit den datenschutzrechtlichen Fallstricken rund um den Einsatz von Microsoft 365 beschäftigt.

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  • 12.11.2020
    81 MB
    01:24:36
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    13. Datenschutzfreundliches Contact-Tracing

    Endlich wieder ein knackiges Bußgeld der Woche - die Aufsichtsbehörden erwachen wohl aus dem Corona-Schlaf. Auch Joerg und Holger wollen in die neue Normalität und besprechen, welchen Beitrag dazu die Kontaktverfolgung mit Smartphone-Apps leisten kann. Mehr als nur Unterstützung erhalten sie dabei von Linus Neumann, der aus Berlin zugeschaltet ist. Linus ist unter anderem Sprecher des Chaos Computer Clubs (CCC) und Podcaster (https://logbuch-netzpolitik.de). Er hat sich intensiv mit den App-Konzepten beschäftigt und erklärt in dieser XL-Episode ausführlich, wie die Kontaktverfolgung mittels Bluetooth funktioniert, welche Unterschiede zwischen den zentralen und dezentralen Ansätzen bestehen, wie Apple und Google in die Situation eingriffen und wie das Tracing nun datenschutzschonend ablaufen könnte.Unter Mitwirkung von Linus hat der CCC zehn Prüfsteine für die Beurteilung von Contact-Tracing-Apps formuliert:https://www.ccc.de/de/updates/2020/contact-tracing-requirementsGebt uns gerne Feedback an [email protected] oder im Forum unter ct.de/auslegungssache :-)

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  • 12.11.2020
    64 MB
    01:06:54
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    12. Datenschutz in der Krise

    Wen interessiert denn gerade Datenschutz? Joerg und Holger gehen der Frage nach, welche Rolle der Datenschutz als Grundrecht bei den Maßnahmen zur Corona-Eindämmung spielt. Natürlich geht es um den verantwortungsvollen Umgang mit Gesundheitsdaten, aber etwa auch darum, welche Möglichkeiten Schulen haben, per Videochat zu unterrichten. Eine wenig überzeugende Rolle spielen hier derzeit die Landesdatenschutzbehörden, die kaum konkrete Hinweise geben. Das sieht auch der Bundesdatenschutzbeauftragte a.D. Peter Schaar so, der in dieser Episode aus Hamburg zugeschaltet ist. Schaar, der heute der Europäischen Akademie für Informationsfreiheit und Datenschutz (EAID) vorsteht, hat einen Apell namens "Corona – Pandemie bekämpfen, Bürgerrechte und Datenschutz wahren!" initiiert, der hier zu finden ist: https://www.eaid-berlin.de/appell-der-europaeischen-akademie-fuer-informationsfreiheit-und-datenschutz-corona-pandemie-bekaempfen-buergerrechte-und-datenschutz-wahren/

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  • 12.11.2020
    64 MB
    01:07:31
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    11. Rechtssicher Videokonferieren

    Plötzlich schwappt eine Digitalisierungswelle durchs Land, und damit eine neue Datenschutzdebatte. Wer kann, bleibt nämlich wegen der Corona-Kontaktsperre im Homeoffice, und videokonferiert mit den KollegInnen. Joerg und Holger besprechen mit Rechtsanwalt Dr. Thomas Schwenke, welche Anforderungen dabei gelten. Darf man bedenkenlos US-Plattformen wie Zoom oder MS Teams nutzen? Nach welchen Kriterien sollte man ein Konferenzsystem auswählen? Thomas hat dazu unter https://datenschutz-generator.de/dsgvo-video-konferenzen-online-meeting eine Checkliste zusammengestellt, die die drei zusammen mit vielen Beispielen durchgehen.

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  • 12.11.2020
    53 MB
    56:13
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    10. Datenschutz trotz Coronapandemie?

    Natürlich: Auch Joerg und Holger reden über die Coronapandemie. Muss in dieser Krisensituation der Datenschutz zurücktreten? Welche Rechte haben Arbeitnehmer? Dürfen Arbeitgeber ausnahmsweise Gesundheitsdaten erfassen, und wenn ja, wie lange? Was gilt es im Homeoffice zu beachten? Wie steht es um Grundrecht einschränkende Ideen, etwa die Handy-Ortung von Infizierten? Um diese und viele weiteren Fragen zu klären, ist Rechtsanwalt Dr. Matthias Lachenmann aus Köln zugeschaltet. Matthias ist auf die Beratung im Technologie- und Datenschutzrecht spezialisiert.

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  • 12.11.2020
    53 MB
    56:13
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    9. Der Twexit und die Folgen

    Joerg und Holger haben Alvar Freude aus Stuttgart zugeschaltet. Alvar arbeitet bei der Landesdatenschutzbehörde Baden-Württemberg und analysiert dort gemeldete (oder noch nicht gemeldete) Datenpannen. Er berichtet ein wenig aus dem Innenleben der Behörde und erläutert, warum der Landesdatenschutzbeauftragte seinen offiziellen Twitter-Account geschlossen hat.

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  • 12.11.2020
    60 MB
    01:02:32
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    8. Pflegefall Gesundheitsdaten?

    In Episode 8 sprechen Joerg und Holger über den Datenschutz im Gesundheitssektor. In jüngster Zeit mehren sich nämlich Schlagzeilen zu Datenlecks in Arztpraxen und hohen Bußgeldern für Datenschutzverstöße in Kliniken. Die beiden gehen zunächst der Frage nach, welchen Stellenwert Gesundheits- und Patientendaten im Datenschutzrecht genießen. Zusammen mit ihrem Gesprächsgast Thomas Althammer, Geschäftsführer der Datenschutz-Beratungsfirma Althammer & Kill, machen sie sich dann zu den praktischen Aspekten Gedanken: Wo gibt es Defizite? Wo drohen Gefahren?

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  • 12.11.2020
    51 MB
    53:33
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    7. Folgen eines Datenlecks

    Joerg und Holger begrüßen in Episode 7 als Gast den leitenden c't-Redakteur Hartmut Gieselmann. Der Grund ist nicht, dass Hartmut das Intro und Outro für den Podcast produziert hat (danke dafür!). Vielmehr war Hartmut an der Recherche zum riesigen Datenleck bei Buchbinder, einem der großen Autovermieter im deutschsprachigen Raum, beteiligt. Informationen zu mehr als drei Millionen Kunden und vielen Vorgängen rund um Vermietungsverträge standen offen im Internet. An diesem Fall erläutert Joerg exemplarisch, welche rechtlichen Folgen für das Unternehmen wegen einer solchen Panne entstehen könnten: Kleine Unachtsamkeiten, dank DSGVO große Wirkung!

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  • 12.11.2020
    54 MB
    56:27
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    6. Gehts noch?

    Joerg und Holger lassen das Klein-Klein rund um die DSGVO ausnahmsweise hinter sich und schauen aus aktuellem Anlass auf den größten deutschen Datensauger, den Bundesnachrichtendienst (BND). Dazu konnten sie einen kompetenten Gast gewinnen: Ulf Buermeyer analysiert zusammen mit Philip Banse im Podcast "Lage der Nation" wöchentlich politische Ereignisse. Außerdem ist Ulf Richter am Landgericht Berlin und Vorsitzender der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF). Die GFF hat zusammen mit anderen Organisationen eine Verfassungsbeschwerde gegen das sogenannte BND-Gesetz eingebracht, das 2016 in Kraft getreten ist. Der Kernvorwurf: Das Gesetz sei unvereinbar mit dem im Grundgesetz verankerten Post- und Fernmeldegeheimnis, außerdem gefährde es die Arbeit von Berufsgeheimnisträgern wie Ärzten und Journalisten. Am 14. und 15. Januar 2020 war nun mündliche Verhandlung des Falls. Ulf erläutert die Beschwerdegründe und berichtet vom Verlauf des Verfahrens, in dem es um Datenschutz und Privatsphäre aller Bürger geht - nicht nur im Inland.

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  • 12.11.2020
    61 MB
    01:03:48
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    5. Cookie-Zustände

    Nach Ansicht der deutschen Datenschutzbehörden benötigen Website-Betreiber für nahezu jedes gesetzte Cookie eine Einwilligung. Vor allem gilt das, wenn es um Usertracking geht. Holger und Joerg gehen der umstrittenen Frage nach, wie man diese Einwilligungen einholen sollte und ob die allseits bekannten, nervenden Cookie-Banner dafür reichen. Da es technisch wird, haben sie sich mit Sebastian Hilbig einen kompetenten Gast eingeladen. Sebastian verantwortet in der Webentwicklung des Heise-Verlags das gerade gestartete "Consent Management" (Einwilligungslösung). Er erklärt, was Cookies überhaupt genau sind, wozu sie ursprünglich erfunden wurden, wie sie heute eingesetzt werden, um Nutzer über Webseiten hinweg zu verfolgen, und was er von den neuen datenschutzrechtlichen Vorgaben hält.

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  • 12.11.2020
    53 MB
    55:41
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    4. Exzessverbot

    Dank DSGVO stehen Bürgerinnen und Bürgern umfassende Auskunftsrechte gegenüber Unternehmen zu, die Daten speichern. Zusammen mit Holger klären Nicolas und Joerg, wie Auskünfte beantragt werden sollten, welche Ansprüche bestehen und welche Fristen dabei gelten. Unternehmen dürfen sich übrigens wehren, wenn Personen dieses Recht böswillig und exzessiv ausnutzen. Das Bußgeld der Woche kommt diesmal nicht von einer Landesbehörde, sondern vom Bundesdatenschutzbeauftragten. Weil die nächste Folge erst für Januar 2020 geplant ist, wünschen wir vorsorglich schöne, ruhige Weihnachten und einen guten Rutsch ohne Datenverluste!

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  • 12.11.2020
    47 MB
    49:41
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    3. Zeitbombe Schadensersatz

    Endlich ist es geklärt: Die DSGVO schreibt sich laut Bundesverfassungsgericht ohne Bindestrich! Neben dieser weltbewegenden Nachricht befassen sich Holger, Nicolas und Joerg mit dem 2. DSAnpUG-EU – einem ergänzenden Datenschutzpaket, das am 26.11.2019 in Kraft getreten ist. Im Schwerpunkt der Episode geht es aber um ein bislang wenig beleuchtetes Thema: Schadensersatz- bzw. Schmerzensgeldansprüche, die aus Datenschutzvergehen entstehen. Joerg befürchtet, dass da eine Verfahrenslawine entstehen könnte. Erste Fälle lassen auf hohe Kosten schließen, die auf Unternehmen zukommen können.

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  • 12.11.2020
    58 MB
    01:00:33
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    2. Fotografieren verboten?

    Weil Joerg im verdienten Urlaub weilt, haben wir mit Rechtsanwalt Thomas Schwenke einen hochkarätigen Gast aus Berlin zugeschaltet. Holger und Nicolas sprechen kurz über das hohe Bußgeld gegen den Berliner Konzern Deutsche Wohnen. Im Schwerpunkt der Episode beschäftigen wir uns mit datenschutzrechtlichen Schranken beim Fotografieren: Wann benötigt man Einwilligungen, was hat sich mit der DSGVO geändert, was muss man beim Teilen von Bildern in sozialen Medien beachten? Wir beantworten eure Fragen, weshalb die Episode etwas länger ist als geplant...

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  • 12.11.2020
    43 MB
    45:41
    Cover

    1. In die Vollen

    Das Zittern war groß, als im Mai 2018 die DSGVO wirksam wurde. Viele befürchteten horrende Bußgelder. Doch die deutschen Datenschutzbehörden testeten erst einmal das neue Recht und beschränkten sich meist aufs Beraten. Nun geht es langsam los mit teuren Bußgeldbescheiden. Und: Die Behörden haben Mitte Oktober gemeinsam ein Berechnungsmodell vorgestellt, das Unternehmen den Angstschweiß auf die Stirn treiben dürfte. Holger, Nicolas und Joerg rechnen mal durch, was Verstöße künftig kosten könnten.

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