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SWR2 am Samstagnachmittag

Ob Wochenende oder nicht, hier finden Sie immer die Stimmung eines entspannten Samstagnachmittags. Endlich Zeit für Dinge, für die sonst keine Zeit bleibt: Besuche bei Kunstschaffenden, Schriftsteller*innen und Musiker*innen, Literatur zum Lesen und Hören, DVDs und Blu-rays, Mode und Design, neue CDs vom Klassikmarkt. Das gibt es alles hier zum Nachhören, wann immer Sie möchten.

Alle Folgen

  • 05.03.2021
    5 MB
    05:51
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    „Aus der Mitte des Sees“ von Moritz Heger

    Die heile Welt des Benediktinermönchs Lukas ist ins Schwanken geraten. Sein langjähriger Mitbruder und Freund hat den Orden für eine Frau verlassen, ist Vater geworden. Die vertraute Sicherheit der Gemeinschaft hat Risse bekommen. Noch während Lukas um seine innere Ordnung ringt, macht er die Bekanntschaft mit Sarah, die ihm noch einmal mehr Anlass zur Selbsterkundung gibt.

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  • 05.03.2021
    14 MB
    15:21
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    Starker Charakter: Die Schauspielerin Anneke Kim Sarnau

    Anneke Kim Sarnau zählt zu den vielseitigsten Schauspielerinnen, die gebrochene Charaktere mit einer solchen Natürlichkeit darzustellen vermag, dass man zuweilen glaubt, diese Figuren seien aus dem echten Leben. Wiederholt wurde sie für ihre schauspielerischen Leistungen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Grimme-Preis in Gold und dem Deutschen Fernsehpreis. Im Frühjahr und Sommer ist sie mit mehreren Fernsehproduktionen in der ARD und im ZDF zu sehen. Schon am 14. März ermittelt sie wieder im Polizeiruf 110 „Sabine" (ARD) zusammen mit Charly Hübner alias Sascha Bukow - die Rolle der Profilerin Katrin König ist eine ihrer liebsten, wie sie SWR2 verrät. Darüber hinaus erzählt sie von ihrer Studienzeit in Stuttgart, Dreharbeiten in Australien und warum sie an die Kraft der Kunst auch in Corona-Zeiten glaubt.

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  • 05.03.2021
    5 MB
    05:10
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    Spannend: Fabian Busch liest „Das achte Kind“ von Alem Grabovac

    Alem wird als Sohn jugoslawischer Eltern 1974 in Würzburg geboren. Da seine Mutter alleinerziehend ist, gibt sie Alem in eine deutsche Pflegefamilie. Er verbringt seine Kindheit und Jugend mit zwei Müttern und drei Vätern, zugleich erfährt er eine Zeit voller Gegensätze: Gewalt und Liebe, Armut und Wohlstand, Frieden und Krieg – sei er vergangen oder gegenwärtig. Fabian Busch liest diese bewegende Geschichte mit unerschütterlicher Ruhe und großer Intensität.

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  • 05.03.2021
    4 MB
    04:58
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    „Parallelflüchtende“, „Defektes Leben“ und „Kunst“ von Jürg Halter

    „Gemeinsame Sprache" ist der Lyrikband des Schweizer Autors, Rappers und Künstlers Jürg Halter überschrieben. Er gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Lyriker seiner Generation. Seine Gedichte werfen kaleidoskopartig Schlaglichter auf unser Sein und unser Zusammenleben. In ihnen wird Melancholie, aber auch Zorn laut, und oft klingt ein ironischer Unterton mit. Die Buchpremiere wurde am 29. Januar 2021 als Livestream aus dem Kursaal in Bern übertragen. Kerstin Bachtler gehörte zum virtuellen Publikum.

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  • 05.03.2021
    3 MB
    03:46
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    Kunst gegen Gewalterfahrungen: die Video-Ausstellung „Fire in my belly"

    Die Kunstsammlerin Julia Stoschek hat sich vor allem auf Film- und Videoarbeiten spezialisiert, ihre Sammlung spiegelt die Entwicklung des Mediums seit den 1960er Jahren wider. Julia Stoschek unterhält zwei Ausstellungshäuser in Düsseldorf und in Berlin und zeigt ihre Sammlung mit wechselnden Schwerpunkten. „Fire in my Belly“ heißt die neue Schau am Berliner Standort, die seit Anfang Februar eingerichtet ist, aber noch hinter verschlossenen Türen schlummert. Teile der Ausstellung und der Sammlung aber kann man online betrachten, denn Julia Stoschek stellt die Medienkunstwerke Schritt für Schritt auf ihre website (https://www.jsc.art/exhibitions/a-fire-in-my-belly/).

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  • 05.03.2021
    6 MB
    06:13
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    Auch politisch engagiert: die ukrainische Sängerin und Dirigentin Viktoriia Vitrenko

    Musikerin Viktoriia Vitrenko ist ein echtes Multitalent: Sie arbeitete schon mit dem Freiburger Barockensemble, konzertierte mit den Stuttgarter Philharmonikern, studierte mit einem Chor eine Kinder-Oper ein - und sie engagiert sich genauso für Neue Musik.

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  • 05.03.2021
    6 MB
    06:10
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    „Everything Zen“ von der britischen Postgrunge Band Bush

    „Everything Zen“ ist ein Song vom Debut-Album „Sixteen Stone“ (1994) der Londoner Band Bush, mit dem die vier Musiker vor allem in den USA großen Erfolg hatten. Beeindruckend neben dem gigantischen Gitarrensound ist die starke, eindringliche Stimme des Sängers und Songschreibers Gavin Rossdale, der im Titel mit etlichen Referenzen - z.B. an Tom Waits und David Bowie - aufwartet. Die Musik der Band steht stilistisch in der Tradition der Grunge Bands wie Nirvana, Pearl Jam oder Soundgarden.

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  • 26.02.2021
    4 MB
    04:59
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    „Holz und Haut” von Sepp Mall

    Holz sein, sonst nichts. So beginnt ein Gedicht im neuen Lyrikband des Österreichers Sepp Mall. Und tatsächlich kommt fast in jedem seiner Texte Holz vor - wobei er den Rohstoff immer auch in Beziehung zum menschlichen Handeln setzt. In seiner ruhigen Naturlyrik entführt der vielfach ausgezeichnete Autor den Leser in tiefe Wälder und märchenhafte Landschaften, die er stets mit einem realistischen Blick der Gegenwart betrachtet. Kerstin Bachtler stellt den Lyrikband "Holz und Haut" vor, aus dem Sepp Mall bei einer Online-Lesung in der Südtiroler Landesbibliothek in Bozen las.

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  • 26.02.2021
    4 MB
    04:18
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    Niemals aufgeben – Der Wunsch als Fenster zum Glück

    Er bezieht sich auf ein bestimmtes Ereignis oder einen bestimmten Gegenstand und geht in Erfüllung oder auch nicht. Der Wunsch steht auf dem Wunschzettel, steht für Hoffnung und Sehnsucht und ist der Vater des Gedanken. Natali Kurth über das Begehren des Menschen, das ihn stets antreibt.

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  • 26.02.2021
    6 MB
    06:30
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    „Die Frauen des Dulders und andere Zumutungen – Geschichten nach Homer” von Marcella Berger

    Bei seinen Irrfahrten ist der Trojakämpfer Odysseus vielen Gefahren ausgesetzt. Und es ist auch die Rede von vielen Frauen, die ihn auf seiner Heimreise aufhalten. Eine dieser Frauen ist die Zauberin Circe. Sie findet Gefallen daran, den Abenteurer Odysseus zu bezirzen, damit er bei ihr bleibt - doch er kehrt zu seiner treuen Ehefrau Penelope zurück. In Anlehnung an Homers Epos hat die Mainzer Schriftstellerin Marcella Berger den Prosaband „Die Frauen des Dulders” geschrieben und versetzt Homers Figuren ins Heute.

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  • 26.02.2021
    4 MB
    04:25
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    Erstaunlich: „Geisterschule Blauzahn - Lehrer mit Biss” von Barbara Rose

    Freddy ist durch ein Stipendium auf der Geisterschule Blauzahn aufgenommen worden. Seine Klasse besteht aus Gespenstern, Vampiren, Werwölfen und ein paar ganz normalen Menschen. Eine Mischung, die Freddy im Gegensatz zu vielen anderen super findet. Dieses Abenteuer ist der Auftakt einer Reihe von Geschichten und wird vom Sprecher Thomas Nicolai beeindruckend vielstimmig umgesetzt. Ein großer Spaß, der neugierig macht auf die weiteren Ideen von Autorin Barbara Rose.

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  • 26.02.2021
    5 MB
    05:34
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    Gemeinsam auf der Bühne und durchs Leben

    Lisa Schlegel und Gunnar Schmidt stehen seit 20 Jahren gemeinsam auf der Bühne. Und fast genauso lang sind sie auch privat ein Paar. Der Alltag am Badischen Staatstheater Karlsruhe mit langen Proben und abendlichen Aufführungen war nicht immer leicht mit einem Familienleben zu vereinbaren – zumal mit vier Kindern! Doch seit die Theater coronabedingt geschlossen sind, hat sich der Alltag auch für das Schauspielerpaar komplett verändert. Wie, das haben die beiden Marie-Dominique Wetzel erzählt.

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  • 26.02.2021
    3 MB
    03:31
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    Ruf nicht an, schreib' lieber 'ne Karte: Postcrossing

    Die Postkarte aus dem Urlaub ist nicht nur in Zeiten von Corona ein seltener Ausdruck von Verbundenheit: Seit jeder über Social Media überall erreichbar und die Ferne damit nah ist, hat der handgeschriebene Gruß auf Papier Seltenheitswert. Doch dank der Online-Plattform „Postcrossing“ erfährt die Postkarte gerade eine Renaissance.

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  • 02.03.2021
    6 MB
    06:15
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    Sprachrohr - erklärt Sandra Richter

    Ursprünglich bezeichnete das Sprachrohr ein Gerät, das die Verständlichkeit des Gesprochenen auf eine weite Distanz verständlich macht. Im übertragenen Sinne spricht man heute von Sprachrohr, wenn eine Institution die Meinung einer Person nach außen hin vertritt oder umgekehrt. Sandra Richter, die Direktorin des Marbacher Literaturarchivs, über die metaphorische Bedeutung des Wortes in unserem Sprachgebrauch und seine Spuren in der Literatur.

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  • 19.02.2021
    5 MB
    05:54
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    „Immer noch wach“ von Fabian Neidhardt

    Nach einer unheilvollen Krebsdiagnose begibt sich der 30-jährige Alex in ein Hospiz. Er hat mit allem abgeschlossen und will nur noch dieses letzte Kapitel hinter sich bringen. Doch als sich alles als Irrtum erweist, wagt er nicht mehr dort anzuknüpfen, wo er einmal aufgehört hat. In seinem Debutroman „Immer noch wach“ erzählt der Stuttgarter Autor Fabian Neidhardt auf berührende Weise vom Leben mitten im Sterben.

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  • 19.02.2021
    3 MB
    03:23
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    App „Drive and Listen“: virtuelle Stadtfahrten weltweit mit lokalem Radioerlebnis

    Je länger die Corona-bedingten Einschränkungen andauern, desto mehr wächst bei vielen Menschen das Fernweh. Auch das Reisen hat sich - wie so vieles - notgedrungen in die virtuelle Welt verlagert. Eine Seite, die besonders gut gegen Fernweh hilft, ist „Drive and Listen“. Sie ermöglicht Spritztouren durch Städte auf der ganzen Welt - und nebenbei kann man auch noch die lokalen Radiosender einschalten und genießen.

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  • 19.02.2021
    2 MB
    05:26
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    Reife Lyrik einer Jugendlichen: „schälversuch“ von Ruta Dreyer

    2008 riefen der Deutschlandfunk und der Deutsche Philologenverband einen Wettbewerb für junge Lyrikerinnen und Lyriker ins Leben. Das Projekt „lyrix“ ist mittlerweile ein bundesweiter Wettbewerb, der junge Dichtende fördert und Jugendlichen Poesie als mögliche eigene Ausdrucksform vermittelt. Jeden Monat und jedes Jahr werden aus den eingereichten Beiträgen Gewinnertexte ausgewählt. Eine hochbegabte junge Lyrikerin, die in diesem Wettbewerb mehrfach den Jahrespreis gewonnen hat, ist die 19-jährige Ruta Dreyer aus Hannover.

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  • 19.02.2021
    5 MB
    05:09
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    Gelungenes Konzentrat: „Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante als Hörspiel

    Geräusche in den Hinterhöfen, ein vorbeiknatterndes Auto, die geflüsterte Drohung eines machtbewussten Mannes – so klingt das Neapel der 1950er Jahre, in dem Elena und ihre Freundin Lila aufwachsen. Ihre Geschichte ist als Hörspiel ebenso faszinierend wie im Buch, weil es Regisseur Martin Heindel und seinem Ensemble gelungen ist, die Quintessenz dieser Geschichte herauszulösen, ohne inhaltliche Tiefe einzubüßen. Für Kenner wie für Neuentdecker sehr empfehlenswert!

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  • 19.02.2021
    5 MB
    05:40
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    Klimatarier - erklärt von Annette Klosa-Kückelhaus

    Menschen, die nur noch klimaneutral beschaffene und produzierte Lebensmittel zu sich nehmen, nennt man seit einigen Jahren Klimatarier. Anders als der Vegetarier etwa, der vor allem auf eine gesunde Ernährung achtet und dem Tierwohl zugeneigt ist, legt der Klimatarier größten Wert auf den Schutz der Umwelt. Bleibt zu beobachten, ob der Begriff über die Ernährung hinaus zukünftig eventuell auch auf klimaneutrale Verhaltensweisen wie Fahrradfahren oder Bahnreisen übertragen wird.

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  • 19.02.2021
    4 MB
    04:18
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    Die Kuh - weitaus mehr als Klimakiller und meditativer Wiederkäuer

    „Ich und Du, Müllers Kuh" - ein allzeit bekannter Abzählreim bei Kindern. Leider sehen wir die Kuh aber immer seltener leibhaftig auf der Wiese grasen. Dabei begleitet und ernährt sie seit Jahrtausenden die Menschen und spielt in den Ursprungsmythen vieler Völker eine Rolle. Unsere moderne Massentierhaltung jedoch degradiert die Kuh zur lebendigen Milchmaschine. Die Werbeindustrie wiederum vereinnahmt und verballhornt ihren ursprünglichen archaischen Zauber - und neuerdings gilt sie sogar als Klimakiller.

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  • 19.02.2021
    5 MB
    05:48
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    Zum Abtanzen: „Funky Stuff" von Kool & the Gang

    Der 1973 auf dem vierten Studioalbum „Wild and Peaceful" veröffentlichte Titel ist bis heute ein Abtanz-Garant - das Album selbst bedeutete den absoluten Durchbruch der Band. Kool & the Gang zählen zu den Begründern des Funk in der Nachfolge von Soul und Motown in den 1960er Jahren.

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  • 19.02.2021
    13 MB
    14:04
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    Der Hirnforscher Prof. Gerald Hüther: „Lieblosigkeit macht krank"

    In seinem aktuellen Buch „Lieblosigkeit macht krank“ geht der renommierte Neurobiologe, Hirnforscher und Bestsellerautor Gerald Hüther der Frage nach, warum trotz der beeindruckenden Fortschritte in der Medizin viele Menschen zunehmend seelisch und körperlich leiden. Seine These: Unsere durch das Gehirn gesteuerte Selbstheilungsfähigkeit wird durch ein liebloses Verhalten unterdrückt und muss wieder „befreit" werden.

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  • 15.02.2021
    6 MB
    07:06
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    „Mutti, sind wir Stasi?“ von Dominique Engler

    Ein Elektrotechniker aus der DDR wird als Enwicklungshelfer mit seiner Familie 1978 für ein Jahr ins sozialistische Bruderland Somalia geschickt. Hatte er etwas mit der Stasi zu tun? Diese Frage beschäftigt nicht nur viele in der Heimat, sondern auch seine Tochter. Darum, und um die vielen Abenteuer, die das Kind in Afrika erlebt, geht es im autobiografischen Debüt-Roman von Dominique Engler, die inzwischen in der Westpfalz lebt.

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  • 12.02.2021
    8 MB
    08:47
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    „Let it down” von George Harrison

    Der Song, der 1970 auf dem Album „All things must pass” veröffentlicht wurde, steht stellvertretend für einen Sound, der als „Wall of Sound“ bezeichnet wird. Der Produzent Phil Spector hat dabei durch Schichtung von Klängen, Instrumenten und Gesang sowie der Zumischung von Hallräumen ein extrem großes Klangbild erzeugt. Damit hat der Musikproduzent, der im Januar im Alter von 81 Jahren gestorben ist, Musikgeschichte geschrieben.

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  • 12.02.2021
    6 MB
    06:40
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    Frollege - erklärt von Annette Klosa-Kückelhaus

    Kollektives Duzen, After-Work-Partys und teambildende Maßnahmen charakterisieren unsere Arbeitswelt. Dass dabei die Grenzen zwischen Freund und Kollege, Arbeit und Privatleben miteinander verschmelzen, kann Vor- und Nachtteile haben. Ein Begriff, der dieses Zusammenschmelzen beschreibt, ist Frollege. Annette Klosa-Kückelhaus vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim über Sinn und Unsinn dieses sogenannten Kofferwortes.

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  • 12.02.2021
    4 MB
    04:50
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    „Maskenball im Hochgebirge” von Erich Kästner

    Die fünfte Jahreszeit erreicht in diesen Tagen ihren Höhepunkt. Karnevalisten, Jecken, Fastnachtsfans wären eigentlich in ihrem Element, wäre da Corona. Das Virus macht dem bunten Treiben derzeit einen dicken Strich durch die Rechnung. Dem Lyriker Erich Kästner ging es 1930 nicht anders: sein Arzt hatte ihm das Feiern und auch das Skifahren verboten. Seinem Ärger hat Kästner mit dem für ihn typisch trockenen Humor im „Maskenball im Hochgebirge” Luft gemacht. Kerstin Bachtler stellt das Gedicht vor.

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  • 12.02.2021
    4 MB
    04:27
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    Erhellend: „Fast hell” von Alexander Osang

    Alexander Osang bekommt 2019 den Auftrag, zum Mauerfall für den „Spiegel” ein Porträt über einen Ostdeutschen zu schreiben. Er denkt sofort an Uwe, lässt sich von ihm in langen Nächten dessen Lebensgeschichte erzählen und verliert sich dabei in eigenen Erinnerungen. Stefan Kaminski ist ein routinierter Erzähler dieser Interpretation des eigenen und fremden Lebens und glänzt dabei mit treffenden Charakterisierungen der einzelnen Figuren.

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  • 12.02.2021
    6 MB
    06:02
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    „Eingetaucht in die Welt der Sonaten“ - der Cellist Lionel Martin

    Im Moment konzentriert sich der 17-jährige auf das Abitur, danach wird er sich wieder mehr dem Cello widmen. Im Alter von 5 Jahren fing er an, sich für das Instrument mit seinem warmen Klang zu begeistern. Highlights seiner jungen Karriere: eine Tournee mit dem Jugendorchester Stuttgart nach Japan und ein Auftritt beim Lucerne Festival, dem er auch ein Stipendium der Anne-Sophie Mutter Stiftung verdankt. Cordelia Marsch hat den talentierten Cellisten Lionel Martin in seinem Tübinger Elternhaus besucht.

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  • 12.02.2021
    11 MB
    11:55
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    Kulturwissenschaftler Werner Mezger: Fastnacht ohne Publikum auch eine Chance

    Wegen der Pandemie sind auch in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz alle Rosenmontagsumzüge und Prunksitzungen abgesagt worden. Das närrische Treiben findet in diesem Jahr ausschließlich vor dem heimischen Fernseher oder virtuell im Internet statt. Viele Veranstalter haben sich einiges einfallen lassen und aus der Not eine Tugend gemacht. Auch wenn der Kulturwissenschaftler Werner Mezger in der digitalen Fastnacht eine Chance sieht, freut er sich darauf wenn das närrische Treiben wieder analog stattfindet.

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  • 05.02.2021
    6 MB
    06:53
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    „Land of Gold“ von Anoushka Shankar

    Als Tochter des berühmten Ravi Shankar ist sie mit der Sitar aufgewachsen und stand schon früh auf der Bühne: Anoushka Shankar. Den Fußstapfen des Vaters ist sie aber längst entwachsen und verfolgt ihre eigenen musikalischen Projekte. Die Sitar nutzt sie für ein Crossover zwischen den Kulturen. Doch nicht nur der Klang, auch der Inhalt ist ihr wichtig: Ihr Album „Land of Gold“ setzt sich mit der Situation von Geflüchteten auseinander.

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  • 05.02.2021
    4 MB
    04:32
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    Bedrückend: Therese Hämer liest „Rose Royal” von Nicolas Mathieu

    Rose ist fast fünfzig und hat Einiges hinter sich: Ehe, Kinder, Jobs. Nun hat sie sich in ihrem Leben eingerichtet und will sich eigentlich nichts mehr sagen lassen, doch dann lernt sie Luc kennen. Nicolas Mathieu erzählt davon, wie schwer es ist, sich aus alten Strukturen zu befreien. Therese Hämer liest die Geschichte feinfühlig und mit großer Sympathie für Rose und all ihre Unzulänglichkeiten.

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  • 05.02.2021
    2 MB
    04:08
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    „Die Dirne“ von Martina Wied

    Eine Prostituierte - nicht gerade ein klassisches Thema für ein Gedicht, schon gar nicht aus der Feder einer Frau. Doch die österreichische Autorin Martina Wied veröffentlichte 1919 ihr Gedicht „Die Dirne“, das nicht nur aufgrund seines Themas, sondern auch durch seine gelungene Form und seine bestechende Ästhetik verblüfft. Martina Wied war lange vergessen, wird jedoch momentan wiederentdeckt. Mehrere ihrer Romane erscheinen derzeit in Neuauflagen und ihr Gedicht „Die Dirne“ wurde in die neue große Reclam-Anthologie „Frauen. Lyrik – Gedichte in deutscher Sprache“ aufgenommen.

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  • 05.02.2021
    3 MB
    03:47
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    Zuverlässig bequem – die Jogginghose als treuer Alltagsbegleiter

    In der Jogginghose ins Büro – im Jahr 2019 noch ein absurder Gedanke. Seit Corona aber ist der Schlabberlook – zumindest untenrum – salonfähig. Schließlich hat sich der Salon in die eigenen vier Wände verlagert. Endlich Zeit also, von früh bis spät eine Jogginghose zu tragen.

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  • 05.02.2021
    5 MB
    05:33
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    „Nackt im Grab“ von Felix Huby

    Mit seinem neuen Kriminalroman hat der bekannte „Tatort“ Drehbuchautor Felix Huby eine spannende Geschichte um den Bau des Berliner Flughafens BER entwickelt. Die russische Mafia spielt mit, ein paar honorige Gestalten aus der Hauptstadtverwaltung und auch der längst pensionierte Ex-Kommissar Bienzle bekommt seinen Auftritt. Denn nicht nur im großstädtischen Berlin, auch im schwäbischen Dettenhausen wird ermittelt.

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  • 05.02.2021
    10 MB
    13:58
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    Ein weiteres Mainzer Stadtschreiberjahr für den Schriftsteller Eugen Ruge

    Eigentlich wäre es Zeit, die Stadtschreiberwohnung wieder zu räumen, doch er hat sie noch gar nicht bezogen - wegen der Pandemie. Eugen Ruge hofft nun auf das kommende Stadtschreiberjahr. Im vergangenen hat er zu Hause in Berlin an einem neuen Roman geschrieben, über den er aber noch nicht sprechen möchte. Dafür erzählt er von den Recherchen zu seiner Familiengeschichte, von Russland und einer kulinarischen Entdeckung in Mainz vor über dreißig Jahren.

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  • 05.02.2021
    6 MB
    06:28
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    Whataboutism – erklärt von Bernhard Pörksen

    Wer sich mit eigenen Fehlverhalten konfrontiert sieht, neigt dazu, ähnliche Fehler bei anderen zu suchen oder gleich ein ganz anderes, aber mindestens ebenso drängendes Thema anzubringen: Die Demokratie ist in Gefahr. Ja, aber was ist eigentlich mit dem Klimawandel? Ein rhetorisches Ablenkungsmanöver, eine Ausrede oder eben – Neudeutsch – Whataboutism.

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  • 05.02.2021
    5 MB
    05:08
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    Textil- und Wortkünstlerin Ursula Niehaus

    Die bildende Künstlerin Ursula Niehaus ist seit frühester Kindheit von Stoffen fasziniert. In ihrem Atelier hat sie einen riesigen Fundus an Second-Hand-Textilien, der die Grundlage für ihre teils großflächigen Textil-Collagen ist. Darüber hinaus interessiert sie sich auch für historische Stoffe und schreibt Romane über außergewöhnliche Frauen, die in Vergessenheit geraten sind. Hannegret Kullmann hat die Stoffkünstlerin in ihrem Atelier auf dem Layenhof in Mainz besucht.

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  • 05.02.2021
    3 MB
    03:50
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    Kunst für Zuhause – art21.org präsentiert Videos von zeitgenössischer Kunst

    So sehen Vorreiter aus: Schon seit zwanzig Jahren zeigt die amerikanische Plattform art21.org filmische Porträts, in denen sich zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler vorstellen. Die großen Namen, aber auch Neulinge der Szene. Ob in drei oder fünfzig Minuten: Die Videos bringen dem Publikum die Künstlerpersönlichkeiten und ihre Werke ganz nah. So kann man sich Kunst aus der Welt nach Hause holen.

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  • 05.02.2021
    3 MB
    03:45
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    Geschichten ohne Worte: „Inner State“ von Ramón Valle

    In den Stücken von Ramón Valle wird die perfekte Mischung aus Talent und klassischer Ausbildung hörbar. Wie der Name „Inner State“ schon andeutet, gibt der Pianist mit seinem Trio Einblicke in sein Innenleben. Ramón Valle kombiniert seine kubanische Herkunft mit Einflüssen aus Europa, wo er schon lange lebt. Mit seiner Musik erzähle er Geschichten, sagt er, Geschichten ohne Worte.

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  • 29.01.2021
    5 MB
    05:28
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    Wertvoll: Rolf Nagel liest sein Buch „Das Hundeauge - Eine deutsche Familiengeschichte”

    1929 in Hamburg geboren, wächst Rolf Nagel im Nationalsozialismus auf und macht alles mit, was dazu gehört. Erst später wird ihm klar, wie oft er weggesehen oder geschwiegen hat, worüber seine Eltern so häufig gestritten haben. Ohne zu rechtfertigen oder zu entschuldigen, erzählt er offen von seinem Leben. Das macht sein Hörbuch zu einem wertvollen Zeitzeugenbericht, bewegend gelesen von ihm selbst.

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  • 29.01.2021
    3 MB
    03:16
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    Die Spritze auf dem Höhepunkt ihrer Karriere

    Ein kleiner Pieks für den Arm – ein großer Schritt für die Menschheit: Die Spritze mit dem Impfstoff gegen das Corona-Virus ist derzeit das große Thema. Ob man sich den Pieks setzen lässt oder nicht, bleibt bislang jedem selbst überlassen. Doch die Spritze ist nicht nur bei Fragen der Gesundheit ein Ding des Lebens. Die Feuerwehr braucht die Feuerspritze beim Löschen, ohne Spritze auch kein Spritzgebäck - und eine Finanzspritze freut sowieso jeden.

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  • 29.01.2021
    13 MB
    14:09
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    Der Trompeter Rüdiger Baldauf und sein Album „Strawberry Fields“

    Rüdiger Baldauf bewegt sich gerne grenzüberschreitend zwischen den Genres. Ausgebildet als klassischer Musiker, war der Jazz bereits seine frühe Leidenschaft - aber auch Pop, Funk und Rock haben ihn immer wieder begleitet. Diese Offenheit zeigt sich positiv auf seinem jüngsten Album „Strawberry Fields“, eine Hommage an die Beatles. Zusammen mit seiner Band und Gastmusikern wie Max Mutzke verneigt er sich vor den vier Pilzköpfen und schafft zugleich unverwechselbare, eigene Klangwelten und Stimmungen. Rüdiger Baldauf, der am 31. Januar 60 wird, hat in seinem Leben in renommierten Bands gespielt und mit Superstars wie Jamie Cullum, Ray Charles, Lionel Richie und Seal auf der Bühne gestanden. Seit zehn Jahren geht er nun seinen ganz persönlichen künstlerischen Weg. In SWR2 erzählt er, warum.

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  • 29.01.2021
    5 MB
    05:04
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    „Schnulzenroman“ von Daniel Borgeldt

    Mit seinem „Schnulzenroman“ hat Daniel Borgeldt einen witzigen Debutroman vorgelegt, der vor allem vom Leidensdruck seines umtriebigen Hauptcharakters lebt. Heinrich Fraunhofer scheitert als Avantgarde-Musiker und Instrumentenbauer, auch bei den Frauen hat er wenig Glück. Schließlich verdient er als Schlagersänger Millionen - für ihn selbst ist das fast noch eine größere Niederlage.

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  • 29.01.2021
    7 MB
    07:30
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    „Jolene” von Dolly Parton

    Der Spiegel hat sie als einen „nationalen Schatz” der USA bezeichnet und damit sicher nicht übertrieben: Dolly Parton - Countrysängerin, Songschreiberin, Unternehmerin und noch vieles mehr. Am 19. Januar 2021 ist sie 75 geworden. Ihr Song „Jolene” aus dem Jahr 1973 war ihr bis dahin größter Soloerfolg. Er ist nicht nur unzählige Male gecovert worden, sondern hat auch einige Musiker zu Fortsetzung-Songs inspiriert.

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  • 29.01.2021
    5 MB
    05:14
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    Trumpismus — erklärt von Anette Klosa-Kückelhaus

    Kein Politiker hat die Welt bislang so fassungslos gemacht wie der abgewählte frühere US-Präsident Donald Trump. Nun ist er erst einmal weg vom Fenster — der Trumpismus aber hat gute Chancen zu überleben und sich weiterzuentwickeln. Als politisches Schlagwort, das den Regierungsstil und gefährliche Charakterzüge Donald Trumps sowie seine besondere Art zu sprechen beschreibt — zugleich aber auch auf z.B. national-populistische oder rechtskonservative Bewegungen in westlichen Demokratien angewendet wird.

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  • 29.01.2021
    4 MB
    04:11
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    „Hanni“ von Kurt Marti - zum 100. Geburtstag des Autors

    Als Hanni Marti-Morgenthaler im Jahr 2007 starb, änderte sich das Leben ihres Mannes grundlegend. Ihr Mann war Kurt Marti, evangelischer Pfarrer und einer der wichtigsten Schweizer Lyriker unserer Zeit. 57 Jahre waren Hanni und Kurt Marti verheiratet, sie war die Liebe seines Lebens. Nach ihrem Tod hatte er noch zehn Jahre zu leben, bis er 2017 mit 96 starb. In seinen letzten Jahren verfasste er das Langgedicht „Hanni“, in dem er sein Leben mit ihr in lyrischen Stationen festhielt. Das Manuskript wurde erst nach seinem Tod gefunden. Nun ist „Hanni“ zusammen mit anderen nachgelassenen Gedichten im Wallstein-Verlag erschienen.

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  • 28.01.2021
    6 MB
    06:17
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    Dieter Malzacher und seine wunderbare Puppenwelt

    Vor dreißig Jahren, als Dieter Malzacher anfing, Figurentheater zu machen, galt Puppentheater noch als Bühnenprogramm für ein Kinderpublikum. Mittlerweile hat sich das geändert, auch an den Stadt- und Staatstheatern. Große Kulissen braucht das mobile Ein-Mann-Theater von Dieter Malzacher allerdings nicht. Er spielt für alle - für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, und das mit den einfachsten Mitteln.

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  • 22.01.2021
    5 MB
    05:36
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    Nora Gomringer, Preisträgerin der Carl-Zuckmayer-Medaille

    Sie wünsche sich eine lustvollere Vermittlung von Lyrik, sagt Nora Gomringer. Wie das geht, sieht jeder, der sie einmal auf einer Bühne erlebt hat und den spielerischen Umgang mit Sprache in ihren Büchern liest. Nora Gomringer ist ein Energiebündel, das irritiert, amüsiert und immer wieder überrascht. Die Literatur und das gesprochene Wort sind so sehr Teil ihres Wesens, dass selbst eine Pandemie sie nur vorübergehend ausbremsen kann.

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  • 22.01.2021
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    03:07
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    Kochen auf Instagram

    Der 17-jährige Taha Dymaz lebt mit seiner Familie in ärmlichen Verhältnissen in einem abgelegenen türkischen Dorf an der syrischen Grenze. Seine große Leidenschaft ist das Kochen. Das macht er mit großer Begeisterung in einer notdürftig ausgerüsteten Küche und mit einfachsten Mitteln. An seiner Leidenschaft lässt er die Welt teilhaben, indem er sich beim Kochen von seiner kleinen Schwester filmen lässt. Inzwischen hat er auf Instagram über eine Million Follower, verdient sogar ein bisschen Geld und die Gemeinde hat ihm ein Haus mit einer neuen Küche zur Verfügung gestellt.

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  • 22.01.2021
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    04:04
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    Verkehrsgruft mit Lebenszeichen - Das Parkhaus

    Parkhäuser sind das in Beton erstarrte Sinnbild der autogerechten Stadt. Deren beste Zeiten sind zwar vorbei, doch aus dem urbanen Raum sind sie vorerst längst noch nicht wegzudenken. In letzter Zeit erhalten sie vielerorts neue Funktionen und werden zu Kulturorten umfunktioniert. Andreas Langen über angstbesetze Unorte und den Trend, ihnen neues Leben einzuhauchen.

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