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SWR2 am Samstagnachmittag

Ob Wochenende oder nicht, hier finden Sie immer die Stimmung eines entspannten Samstagnachmittags. Endlich Zeit für Dinge, für die sonst keine Zeit bleibt: Besuche bei Kunstschaffenden, Schriftsteller*innen und Musiker*innen, Literatur zum Lesen und Hören, DVDs und Blu-rays, Mode und Design, neue CDs vom Klassikmarkt. Das gibt es alles hier zum Nachhören, wann immer Sie möchten.

Alle Folgen

  • 27.05.2021
    1 MB
    01:47
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    Die Fettecke

    Fünf Pfund Butter in einer Ecke: Ist das Kunst oder kann das weg? Die Fettecke von Joseph Beuys zählt zu den legendärsten Kunstwerken des 20. Jahrhunderts. Nach dem Tod des Künstlers wurde sie versehentlich weggeputzt. Doch im Jahr 2014 erwachten die konservierten Reste in einem anderen Aggregatzustand zu neuem Leben…

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  • 27.05.2021
    8 MB
    08:19
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    „It’s All Over Now, Baby Blue" von Bob Dylan

    Der Song aus dem Jahr 1965 wurde noch im gleichen Jahr auf dem Studioalbum „Bringing It All Back Home“ (Platz 1 der UK Charts und Top Ten der US Charts) veröffentlicht, das bereits Bob Dylans Wechsel vom Folkmusiker zum Rockmusiker ankündigt. Dies sowie die Trennung von Joan Baez und Bob Dylan lieferten Anlass zur Spekulation über die Deutung des Songtextes, der den Aufbruch in eine neue Welt vermittelt. Die reduzierte Instrumentalbesetzung - Akustik-Gitarre, Mundharmonika und E-Bass (Bill Lee) - lassen Dylans markanter Stimme den Vortritt, die neben seinen großen poetischen Qualitäten (2016 erhielt er den Literatur-Nobelpreis) mit seinen Weltruhm begründete.

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  • 26.05.2021
    6 MB
    06:16
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    Peter-Huchel-Preis 2021 für Marcel Beyers „Dämonenräumdienst“

    Es ist der Titel des aktuellen Gedichtbandes von Marcel Beyer: „Dämonenräumdienst“. Die Dämonen, die da beiseite geräumt werden sollen, können ganz verschieden sein: Geister oder Gestalten aus der Kindheit oder der deutschen Vergangenheit zum Beispiel, von denen man nicht immer gleich weiß, warum sie auftauchen und was sie im Schilde führen, so Marcel Beyer. Für diesen Gedichtband wurde er mit dem Peter-Huchel-Preis 2021 ausgezeichnet.

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  • 26.05.2021
    1 MB
    01:47
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    Der Mann mit dem Hut

    Beuys ist in die Kunstgeschichte eingegangen als „Mann mit Hut“. Nie nahm er ihn ab, nicht mal zu Hause beim Kochen – zumindest nicht, wenn andere ihn dabei sahen. Was er darunter verbarg? Wohl kein Metallimplantat, wie manche unkten. Bei der Wahl des Hutmodells zeigte er Stil.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    03:46
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    Ein Jahr #Coronaeltern — Eltern-Protest im Netz

    Die Pandemie ist anstrengend - insbesondere für Eltern und Kinder. Darauf hat bereits zu Beginn des ersten Lockdowns der Hashtag #Coronaeltern aufmerksam gemacht. Mittlerweile sind allein auf Instagram mehr als 30.000 Einträge dazu entstanden.

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  • 26.05.2021
    4 MB
    04:30
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    Henning Ziebritzki: „Vogelwerk“

    Im vergangenen Jahr wurde der Peter-Huchel-Preis an den Tübinger Lyriker Henning Ziebritzki verliehen. Wegen der Corona-Beschränkungen konnte jedoch keine öffentliche Feier stattfinden. Aus diesem Grund erhält Henning Ziebritzki den Preis nun dieses Jahr, zusammen mit dem neuen Preisträger Marcel Beyer. Marie-Dominique Wetzel stellt Henning Ziebritzki und seinen Lyrikband „Vogelwerk“ vor.

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  • 26.05.2021
    5 MB
    05:08
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    Amüsant: „Das Logierhaus zur schwankenden Weltkugel“ von Franziska zu Reventlow

    Franziska zu Reventlow war „die Gräfin“ in der Münchner Bohème um 1900. Sie war Muse und Geliebte, verlebte lange Nächte und hatte nicht selten finanzielle Sorgen. Ihren Texten ist das nicht anzumerken. Voller Humor erzählt sie von skurrilen Begebenheiten, gelangweilten Reisenden und Absinth trinkenden Exzentrikern, die sich einen Ameisenbären als Haustier halten. Ein vielstimmig inszeniertes Hörbuch mit überraschend absurden Texten.

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  • 26.05.2021
    5 MB
    05:40
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    Upskirting - erklärt von Annette Klosa-Kückelhaus

    Im Supermarkt am Kühlregal oder auf der Rolltreppe unbemerkt Aufnahmen von Frauen machen – genauer: das Handy kurz und heimlich unter deren Rock halten und auf den Auslöser drücken - das nennt man Upskirting. Aufgekommen ist das Wort zuerst in Großbritannien. Dort hatte eine Betroffene eine Petition gestartet, die letztlich dazu führte, dass das Upskirting in England jetzt unter Strafe steht. Auch in Deutschland wird dies inzwischen als Straftat eingestuft und mit bis zu zwei Jahren Gefängnis oder einer Geldstrafe geahndet.

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  • 26.05.2021
    5 MB
    05:43
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    Schätze im Depot und im Museum - Ludwig Museum Koblenz ist Zentrum der modernen Kunst am Rhein

    Das Herz des Ludwig Museums schlägt nicht nur im Museum selbst. Zahlreiche Exponate, die nicht dauerhaft gezeigt werden können – sei es aus konservatorischer Sicht oder aus Platzgründen - lagern außerhalb. Zusammen bilden das Museum und das Depot unter der Leitung von Beate Reifenscheid seit rund 25 Jahren ein wichtiges Zentrum der modernen Kunst am Rhein.

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  • 26.05.2021
    16 MB
    16:49
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    Daniel Donskoy: Der Jude, das unbekannte Wesen

    Er ist ein echtes Multitalent. Schauspieler, Musiker – und jetzt auch Gastgeber der ersten jüdischen LateNightShow im deutschen Fernsehen „Freitagnacht Jews“: Daniel Donskoy.

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  • 26.05.2021
    6 MB
    06:57
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    „Unfall“ von Mine

    Die Künstlerin Mine lässt sich schwer kategorisieren. Die studierte Jazzsängerin und Producerin schreibt und arrangiert selbst. Ihr neues Album „Hinüber“ ist ihr bislang größter Erfolg in den Charts.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    03:40
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    Der Schweizer-Twitter-Star „Opa Köbi“ - Mahner im Land der Corona-Lockerungen

    In der Schweiz hat die Regierung trotz steigender Infektionszahlen seit dem 19. April die Corona-Maßnahmen stark gelockert. Und die Menschen genießen die neuen Möglichkeiten - volle Café-Terrassen sprechen für sich. Aber es gibt auch mahnende Stimmen zum Schweizer Sonderweg in der Pandemie. Eine von ihnen ist „Opa Köbi“. Auf Twitter teilt er seine kritischen Beobachtungen zur Schweizer Coronapolitik und will dabei unerkannt bleiben. Was treibt den anonymen Schweizer Twitter-Opa an?

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  • 26.05.2021
    3 MB
    03:07
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    Ein schöner Rücken kann auch entzücken

    Die Rückseite ist ein oft unterschätztes Ding des Lebens. Immer wieder läuft die Vorderseite der Rückseite den Rang ab. Und das zu Unrecht. Es gibt zum Beispiel spektakuläre und beeindruckende Rückendekolletés. Berühmte Künstler wie Edgar Degas oder August Rodin haben den Rücken in ihrer Kunst sogar verewigt. Doch mit dem Kreuz verbinden viele Menschen auch starke Rückenschmerzen - ein wahres Volksleiden. Das in Homeoffice-Zeiten nicht besser wird, wenn etwa Tisch und Stuhl nicht ganz so ergonomisch sind, wie im Firmenbüro.

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  • 26.05.2021
    4 MB
    05:08
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    „Voll fiese Flora" von Monika Geier - Botanische Enthüllungen über einheimische Giftpflanzen

    Wer hätte geahnt, dass Petersilie, wenn sie blüht, giftig ist? Oder das Tränende Herz? Oder dass der Rhododendron eine der allerältesten Drogen enthält? Der Garten steckt voller zum Teil ziemlich düsterer Geheimnisse, die sich für manches Verbrechen und besonders für Giftmorde eignen. Die Pfälzer Krimiautorin Monika Geier hat sich unsere heimischen Pflanzen etwas genauer betrachtet und war überrascht, wieviel kriminelles Potenzial in ihnen steckt.

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  • 26.05.2021
    6 MB
    06:35
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    „Hate To Say I Told You So“ von The Hives

    Der Song gilt als der bekannteste der 1993 gegründeten schwedischen Band, die besonders durch ihre Liveacts überzeugt. Dabei steht ihr Garagenrock, der an frühere Punkbands erinnert, im spannungsvollen Gegensatz zum perfekt gestylten Outfit der Band auf der Bühne - alle Mitglieder treten im Anzug auf. Mit „Hate To Say I Told You So" vom zweiten Album „Veni Vidi, Vicious“ gelang The Hives der internationale Durchbruch.

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  • 26.05.2021
    12 MB
    13:17
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    Simone Rethel-Heesters: „ALTERSLOS – GRENZENLOS“ - 25 Persönlichkeiten im Porträt

    Sie sprechen über ihre Vergangenheit und über die Zukunft: Menschen zwischen 63 und 94, die ihr Leben auch im Alter noch aktiv gestalten. Simone Rethel-Heesters hat Prominente wie Mario Adorf, Gregor Gysi, Rita Süßmuth oder Dieter Hallervorden zu Hause interviewt und fotografiert, aber auch Forscher, Lehrende, Mediziner und Handwerker. Allesamt starke Persönlichkeiten, die interessante Einblicke in ihr Leben gewähren. Simone Rethel-Heesters engagiert sich schon seit vielen Jahren für ein neues Bild des Alters in unserer Gesellschaft. Ihr Buch „ALTERSLOS – GRENZENLOS" (Westend Verlag) schafft Nähe zu bemerkenswerten Menschen - und es macht Mut, dem Alter ohne Angst zu begegnen.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    04:03
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    Erich Fried zum 100. Geburtstag: „Was es ist“

    Wer sich mit moderner Liebeslyrik beschäftigt, kommt an Erich Fried nicht vorbei. Der österreichische Lyriker hat Liebesgedichte geschrieben, die Verliebten – egal ob glücklich oder unglücklich – aus der Seele sprechen. Dabei trat Erich Fried zuerst mit politischer Dichtung in Erscheinung, er verpackte seine gesellschaftskritischen Ansichten in lyrische Texte. Dennoch wurde ein Liebesgedicht zu seinem bekanntesten und beliebtesten Werk. Am 6. Mai wäre Erich Fried 100 Jahre alt geworden. Einer, der gut mit ihm befreundet war und ihn bis zu seinem Tod 1988 begleitete, ist der Autor Theo Schneider, der Erich Frieds berühmtestes Gedicht „Was es ist“ vorstellt.

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  • 26.05.2021
    7 MB
    07:49
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    Kulturelle Aneignung - erklärt von Bernhard Pörksen

    Der Begriff kommt aus dem Englischen - cultural appropriation - und bedeutet den Transfer von Elementen einer Kultur in die andere, etwa das Tragen von traditionellen Kostümen oder Frisuren. Ein kultureller Austausch scheint in unserer globalisierten Welt bis zu einem gewissen Punkt ganz natürlich. Ob eine kulturelle Aneignung aber vielleicht als gedankenlos, übergriffig oder sogar als rassistisch interpretiert werden kann, hängt letztlich vom mehr oder weniger sensiblen Umgang mit der Tradition einer anderen Kultur ab. So wird es problematisch, wenn kulturelle Elemente übernommen werden, ohne deren Geschichte rücksichtsvoll und mit Respekt zu begegnen.

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  • 26.05.2021
    1 MB
    01:48
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    „Jeder Mensch ist ein Künstler“

    Wir starten die Reihe „Neues von Beuys – 100 Jahre in 100 Sekunden“ mit einem berühmten Zitat: „Jeder Mensch ist ein Künstler“. Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel von 1984 erklärt Joseph Beuys: „Jeder Mensch ist ein Träger von Fähigkeiten […]. Er ist ein Künstler, ob er nun bei der Müllabfuhr ist, Krankenpfleger, Arzt, Ingenieur oder Landwirt.“ Allerdings bedeute das nicht automatisch, dass alle Menschen, die Mülltonnen ausleeren, Künstler*innen seien, erklärt Hans Dieter Huber, langjähriger Professor an der Kunstakademie Stuttgart, sondern nur dann, wenn sie mit der Aktion an der Sozialen Plastik mitarbeiteten — wie die Gärtner*innen bei Beuys' „7000 Eichen“. Fazit: Wohl kein anderes Zitat von Beuys ist so oft missverstanden worden.

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  • 26.05.2021
    4 MB
    05:19
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    Zeitgeschichte: Saal 101 – Das Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess

    Teasertext online: Hörbuch Zeitgeschichte: Saal 101 – Das Dokumentarhörspiel zum NSU-Prozess Vor deutschen Gerichten wird nicht mitgeschnitten und so bilden die Protokolle, die Journalistinnen und Journalisten für die Berichterstattung erstellt haben, die Grundlage für dieses Dokumentarhörspiel. In Themenkomplexe unterteilt, behutsam kommentiert und gelesen von einem souveränen Ensemble entsteht hier dennoch keine Fiktion: Die Aussagen der Beteiligten stehen im Mittelpunkt. Ein klarer und spannender Einblick in einen der wichtigsten Prozesse der jüngsten Geschichte.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    03:10
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    „Ich wollt ich wär ein Huhn”

    Es gibt 20 Milliarden Hühner auf der Erde, dreimal so viele wie Menschen. Das liegt natürlich an ihrer enormen kulinarischen Bedeutung für uns. Dass das Huhn aber auch aus der Kulturgeschichte nicht wegzudenken ist, zeigt seine Entwicklung vom auf Bäumen lebenden südostasiatischen Bankivahuhn hin zum Haushuhn - und seine Rolle, die es bei den Ägyptern, Römern und Christen spielte.

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  • 26.05.2021
    7 MB
    07:05
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    Digital Detox - erklärt von Bernhard Pörksen

    Ein Sehnsuchtsbegriff in Zeiten der Dauer-Erreichbarkeit, unter der mittlerweile viele Menschen leiden. In Coronazeiten durch das überbordende Homeoffice vielleicht noch mehr als zuvor. Die „digitale Entgiftung" treibt bereits bunte Blüten - in etlichen Ländern, auch in Deutschland, gibt es sogenannte „Digital Detox Camps” – Urlaub von der vernetzten Welt, ohne Internetzugang und mit Handyverbot.

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  • 26.05.2021
    3 MB
    03:58
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    Keine Ressourcen für Diversität in Computerspielen

    Auch wenn in immer mehr Computerspielen mittlerweile Schwarze Spielcharaktere zur Auswahl stehen, ist das Ergebnis äußerst mangelhaft. Das hängt zum einen mit der komplizierteren Darstellung von People of Color zusammen, denn die realitätsnahe Umsetzung von verschiedenen dunklen Hauttönen und vor allem krausem Haar erfordert bislang noch einen höheren Arbeitsaufwand im Gamedesign. Über solche Ressourcen verfügen kleinere Studios zum Beispiel nicht. Dass die Avatare überwiegend dem europäischen Ideal folgen, hängt aber auch damit zusammen, dass Schwarze Menschen in der Computerspielbranche noch immer stark unterrepräsentiert sind.

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  • 26.05.2021
    6 MB
    06:53
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    „Missing” von Everything But The Girl

    „Missing” war DER melancholische Erfolgstitel der Band Everything But The Girl aus dem Jahr 1994. Er wurde geschrieben von den beiden Bandmitgliedern Tracey Thorn und Ben Watt und vor allem durch die schnellere Remixversion von DJ und Produzent Todd Terry (1995) ein Welthit. Ein für die 90er Jahre typisches Phänomen.

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  • 26.05.2021
    4 MB
    05:05
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    Mitreißend: Julian Greis liest „Die Nachtbushelden“ von Onjali Raúf

    Hector ist einer der Jungs, dem man auf dem Schulhof lieber aus dem Weg geht. Eines Abends beobachtet er den Statuendieb, der London seit einiger Zeit auf Trab hält, bei einer neuen Tat und ist sich sicher, in ihm den Obdachlosen erkannt zu haben, mit dem er vor Kurzem aneinander geraten ist. Doch als Hector die Polizei eingeschaltet hat, kommen ihm plötzlich Zweifel. Eine spannende Geschichte um Mobbing und Obdachlosigkeit - mit viel Elan gelesen von Julian Greis.

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  • 26.05.2021
    4 MB
    04:59
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    Marina Zwetajewa: „24. März 1925" - ein Gedicht für Boris Pasternak

    Liebe und Leidenschaft sind die zentralen Themen in den Gedichten der russischen Lyrikerin Marina Zwetajewa. Sie schrieb Anfang des 20. Jahrhunderts Gedichte an und über ihre großen Lieben - offen, tabulos und voll von schmerzhaft erlittenem Leiden. Diese Gedichte aus dem Russischen ins Deutsche zu übersetzen, ist eine ganz besondere Herausforderung. Ralph Dutli, gebürtiger Schweizer und Wahl-Heidelberger, Herausgeber, Romanautor, Lyriker und Lyrikübersetzer, stellt sich dieser Aufgabe seit vielen Jahren. Gerade hat er sein fünftes Buch mit übersetzten Gedichten Marina Zwetajewas unter dem Titel „Lob der Aphrodite" im Wallstein Verlag veröffentlicht. Zwetajewas Gedicht an Boris Pasternak vom 24. März 1925 reflektiert die Tragödie des Heimatverlusts und ist als „Hymne der Trennung“ berühmt geworden.

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  • 26.05.2021
    5 MB
    07:24
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    „Im Rachen des Wolfes“ von Monique Lévi-Strauss: Einzigartige Erinnerung an die Jugendzeit in Nazi-Deutschland

    Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zieht der Vater Jean Roman mit seiner jüdischen Frau und den beiden Kindern nach Deutschland. Die Geschwister lernen akzentfrei Deutsch, gehen in die Schule, immer mit der Angst, entdeckt zu werden. Monique Lévi-Strauss hat ihre Erlebnisse mehr als 70 Jahre später aufgeschrieben. „Im Rachen des Wolfes“ heißt das beeindruckende Buch, das bei wbg Theiss erschienen ist. Eine ungewöhnliche Geschichte, die die Leserin und den Leser voller Bewunderung zurücklässt für die Stärke eines Teenagers im Nazideutschland.

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  • 26.05.2021
    16 MB
    16:49
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    Janina Fautz als Franka in „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"

    Die Schauspielerin Janina Fautz ist gerade mal 25 Jahre alt und hat bereits in vielen großartigen Filmrollen Publikum wie Kritiker begeistert. Unvergesslich ihre Rolle als Mädchen Erna im Oscarnominierten Drama „Das weiße Band“ von Regisseur Michael Haneke. Und natürlich ist sie allen noch in bester Erinnerung als angebliche Tochter des Kriminalhauptkommissars Frank Thiel im Münsteraner Tatort. Das rotzfreche Mädchen mit den intensiv blauen Haaren galt damals als heimlicher Star des Tatorts. In ihrem jüngsten Film „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ (ARD) nach Motiven des gleichnamigen Bestsellers von Peter Wensierski verkörpert sie die Rolle der jungen Franka. Der Film spielt in der DDR und erzählt von den Anfängen der Friedlichen Revolution von 1989 anhand der wahren Geschichte einer Gruppe junger Menschen, die sich gegen die Umweltzerstörung auflehnt. Doch schon bald beginnen sie, politisch zu kämpfen und die Grundrechte der Demokratie einzufordern. In SWR2 erzählt Janina Fautz von den spannenden Dreharbeiten und von ihrer Begeisterung für die Schauspielerei seit Kindertagen. Aber auch von ihrer Tätigkeit als Botschafterin für das Kinderhospiz „Sterntaler", dessen Arbeit sie tief beeindruckt.

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  • 26.05.2021
    5 MB
    05:39
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    Joachim Zelter: Die Verabschiebung

    Als im Januar 2020 sein Schwager nach Pakistan abgeschoben wird, reagiert Joachim Zelter mit einer Schreiboffensive. Mit spitzer Feder beschreibt der Tübinger Autor ein langwieriges, unwürdiges Asylverfahren, das Menschen zermürbt und einzig einer schrägen Behördenlogik zu folgen scheint. Doch der Roman ist mehr als eine Geschichte um Asyl und Abschiebung. Er erzählt auf einfühlsame Weise von dem verzweifelten Ringen, den richtigen Platz im Leben zu finden.

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  • 26.05.2021
    6 MB
    06:33
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    „How do you do it” von Gerry and the Pacemakers

    Drei Nr.1-Hits in einem Jahr – das schafften Gerry and the Pacemakers 1963. Damit waren sie die größte Konkurrenz der Beatles. „How do you do it” machte die Band der Brüder Gerry und Freddie Marsden bekannt, im selben Jahr folgte noch „You’ll never walk alone“. Ein Song, der bis heute für viele Fußballfans unentbehrlich ist. Die Band schaffte es allerdings nicht, sich vom Liverpooler Merseybeat ausgehend weiterzuentwickeln und löste sich bereits nach vier Jahren wieder auf.

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  • 26.05.2021
    4 MB
    04:10
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    Das literarisch-digitale Gedankenexperiment libraryofbabel.info

    Der argentinische Schriftsteller Jorge Luis Borges beschrieb in der Kurzgeschichte „Die Bibliothek von Babel“ die Vision einer universalen Bibliothek. Diese Idee hat der amerikanische Literaturwissenschaftler Jonathan Basile nun ins Internet übertragen: Auf libraryofbabel.info finden sich alle Kombinationsmöglichkeiten der Buchstaben des englischen Alphabets, also theoretisch jeder bisher geschriebene und jeder zukünftige Text - allerdings versteckt zwischen jeder Menge Kauderwelsch. Eine Webseite von geringem Nutzen und doch großer Faszination.

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  • 26.05.2021
    6 MB
    06:16
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    Digitalscham – erklärt von Bernhard Pörksen

    Die Pandemie zwingt uns in den digitalen Raum und das hat nicht nur Nachteile: Wir sparen Dienstreisen, machen auch privat Videokonferenzen mit Menschen, die wir schon lange nicht gesehen haben, laufen durch virtuelle Ausstellungen und verfolgen Kulturveranstaltungen im Livestream. Doch Strom und Speicherkapazitäten sind nicht umsonst zu haben: Auch das digitale Leben wirkt sich auf unseren ökologischen Fußabdruck aus. Zeit für Digitalscham also?

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  • 26.05.2021
    5 MB
    05:10
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    Ein seltenes Handwerk: Kunstgießer lassen Bronzeskulpturen entstehen

    Der Bronzeguss ist eine uralte Technik, die bereits in der Jungsteinzeit angewandt wurde. Heutzutage werden Bronze-Plastiken in Kunst-Gießereien hergestellt – von Fachleuten, die sich auf dieses seltene Handwerk spezialisiert haben. Etwa 30 solcher Kunstgießereien gibt es in Deutschland, schätzt der Bundesverband der deutschen Gießerei-Industrie. Eine davon ist die Firma „Kunstguss“ in Mainz-Kastel. Es sind viele Arbeitsschritte notwendig, bis aus dem künstlerischen Ur-Modell eine echte Bronze-Skulptur wird.

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  • 26.05.2021
    12 MB
    13:09
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    Schreiben als eine Fahrt ins Blaue – Die Autorin Dörte Hansen

    Eine Lesung zu streamen sei eine Krücke, sagt Dörte Hansen. Dennoch freue sie sich, mal wieder rauszukommen und in Prüm beim Eifel Literaturfestival zu lesen, auch wenn es nur ohne Publikum möglich sein wird. Gerne hätte sie wieder „mehr Leben im Leben“, doch der Lockdown kommt ihr für die Arbeit an ihrem neuen Roman entgegen. Dieser wird auf einer fiktiven Nordseeinsel spielen und liest sich bestimmt wieder so leicht, bildstark und eingängig wie ihre ersten beiden Romane „Altes Land“ und „Mittagsstunde“. Aber Schreiben ist für sie harte Arbeit. Wie sie dabei vorgeht und welche Rolle die Landschaft spielt, erzählt Dörte Hansen im Gespräch.

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  • 26.05.2021
    2 MB
    04:04
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    Frühlingsgedichte von Alfred Andersch

    Der Frühling ist eine Jahreszeit, die seit langer Zeit Lyrikerinnen und Lyriker inspiriert. Aber dabei entstehen nicht immer nur Texte von lauen Lüftchen und pastelligen Farben. Der deutsche Dichter Alfred Andersch hat das Grauen des Zweiten Weltkriegs miterlebt und misstraute den fröhlichen Tönen des Frühlings. Für ihn war der Herbst die „glaubwürdige Jahreszeit“, so heißt auch eines seiner Gedichte. Trotzdem schrieb Alfred Andersch im Frühling 1977 eines der schönsten Liebesgedichte der deutschen Lyrik.

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  • 26.05.2021
    5 MB
    05:29
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    Lustig: Horst Evers liest „Wer alles weiß, hat keine Ahnung“

    Die Digitalisierung, die Deutsche Bahn und nicht zuletzt: Corona. Es gibt vieles, was unseren Alltag nicht gerade erleichtert. Aber das ist ja noch lange kein Grund, den Humor zu verlieren. Im Gegenteil: Horst Evers kann allem eine komische Seite abgewinnen. Auf die Spitze getrieben wirkt dann auch die absurdeste Situation schon ganz annehmbar. In Zeiten, in denen es nicht allzu viel zu lachen gibt, genau das richtige Hörbuch.

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  • 26.05.2021
    2 MB
    03:44
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    Multitalent mit fünf Fingern: Die Hand

    Die Hand ist ein äußerst komplexes Gebilde mit vielen Fähigkeiten. Sie verhilft Pianisten zu außergewöhnlichen musikalischen Umsetzungen und dem Torwart, den Ball zu halten. Ohne Hände ist das Schreiben schwierig, jede Liebe beginnt nicht nur mit dem ersten Kuss, sondern auch mit Händchenhalten. Bildende Künstler und Schriftsteller haben sich mit der Hand beschäftigt. Das Händeschütteln als beliebtes Begrüßungsritual hat seine besten Zeiten gesehen. In der Pandemie gilt die Hand als Virenschleuder. Das hat sie eigentlich nicht verdient.

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  • 09.04.2021
    5 MB
    05:11
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    Unter die Haut: Dagmar Manzel liest Tove Ditlevsens „Kopenhagen-Trilogie“

    Eine Kindheit im Kopenhagener Arbeitermilieu, Anfang des 20. Jahrhunderts – wohl keine Idealbedingung für eine Karriere als Schriftstellerin. Doch Tove Ditlevsen hat es geschafft – wie, das erzählt sie in dieser autobiographischen Roman-Trilogie. Schonungslos ehrlich erzählt sie von ihren Gedanken, Wünschen und Träumen. Schauspielerin Dagmar Manzel liest mit liebevoller Hingabe und erhöht damit die fesselnde Intensität dieses Textes.

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  • 09.04.2021
    5 MB
    05:21
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    Charles Baudelaire: „Der Albatros"

    Am 9. April 1821 kam der französische Dichter Charles Baudelaire in Paris zur Welt. Heute, 200 Jahre nach seiner Geburt, gilt er als einer der wichtigsten Wegbereiter der literarischen Moderne in Europa. Zu seinen Lebzeiten war er dagegen wenig geschätzt. Mit 47 Jahren starb er arm und elend in einem Pariser Hospital. Erst lange nach seinem Tod sollte ihn sein Gedichtband „Les fleur du mal", „Die Blumen des Bösen“ weltberühmt machen. Eines der Gedichte aus der Sammlung ist „Der Albatros". 2017 erschien im Hamburger Rowohlt Verlag eine Neuübersetzung dieser legendären Sammlung, übertragen von dem saarländischen Autor, Dramatiker und Übersetzer Simon Werle. Theo Schneider hat Simon Werle getroffen und stellt Baudelaires Gedicht „Der Albatros“ vor.

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  • 09.04.2021
    13 MB
    13:31
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    Gegen Bodyshaming: Die Fettaktivistin Melodie Michelberger

    Schon als Kind glaubte sie zu dick zu sein, kämpfte jahrelang dagegen an. Die Folge, Selbsthass und Magersucht. Heute fühlt sich Melodie Michelberger wieder wohl in Ihrem Körper, trotz omnipräsenten Selbstoptimierern und anhaltendem Diätenwahn. In Ihrem Buch „Body Politics" hat sie sich nicht nur mit ihrer eigenen Fettfeindlichkeit auseinandergesetzt.

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  • 09.04.2021
    6 MB
    06:04
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    Kino im Kopf – das Esslinger Duo Phantasma und die Magie des Erzählens

    Oft sind es Geschichten, die die Welt erklären, die Trost oder Freude spenden. In diesem Sinne will auch das Duo Phantasma mehr als nur unterhalten. Erzähler Michael Stülpnagel und Musiker Johannes Weigle laden bei ihren Aufführungen zu einem Kopfkino ein, das das Publikum in seinem Inneren berühren will. Zuhause ist das Duo Phantasma in dem alten Esslinger Filmtheater „Scala“ – die ideale Bühne für viel Atmosphäre und Wortmagie.

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  • 09.04.2021
    6 MB
    07:13
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    Generation Instagram

    Wer den direkten Zusammenhang zwischen einem Telefon mit Wählscheibe und einem Bleistift herstellen kann gehört nicht dazu. Die Generation Instagram ist sehr jung, um das Jahr 2000 geboren und kann sich ein Leben ohne Smartphone nicht mehr vorstellen. The place to be sind die sozialen Netzwerke, besonders bei Instagram wird gepostet und gepost. Nicht immer sinnvoll, auch diese Kritik schwingt mit wenn von der „Generation Instagram" die Rede ist.

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  • 09.04.2021
    3 MB
    03:45
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    Gelb, gebogen, essbar - die Banane

    Die Paradiesfeige. Kennen Sie nicht? Paradiesfeige ist inzwischen auch ein veralteter Name, klingt aber doch viel hübscher als: Banane. Die Banane ist neben dem Apfel wohl das einzige Obst, das für so viel mehr steht, als nur für einen gesunden Appetithappen. Die Banane ist längst ein wahres Ding des Lebens.

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  • 09.04.2021
    6 MB
    06:59
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    Led Zeppelin, „Immigrant Song"

    Der Song wurde 1970 auf dem Album Led Zeppelin III veröffentlicht. Mit 300 Millionen Tonträgern gilt die britische Band als Wegbereiter des Metal Rock. Der „Immigrant Song" zeichnet sich besonders durch ein von der gesamten Band gespieltes, sich stetig wiederholendes Motiv aus, das neben Robert Plants Gesang den Song charakterisiert.

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  • 09.04.2021
    5 MB
    06:04
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    Sophie Stein - vielversprechendes Debüt aus Mainz

    Der jungen Mainzer Autorin Sophie Stein ist mit „Amanecer“ ein sehr eigenwilliger und spannender Roman über einen Studienaufenthalt auf den Kanaren gelungen. Ein Labyrinth aus Sprache – und für die Autorin eine literarischer Befreiungsschlag, meint sie im Interview.

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  • 01.04.2021
    4 MB
    04:19
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    „Der Engel am Grabe des Herrn”, Heinrich von Kleist

    Eine spannende Figur in allen Auferstehungsszenen, egal aus welcher Epoche, ist die Figur des Engels. Kleist war besonders fasziniert von den himmlischen Wesen, sie kommen immer wieder in seinen Dramen und Gedichten vor. Ein beeindruckend bewegtes Portrait eines Engels ist sein Gedicht „Der Engel am Grabe des Herrn”.

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  • 01.04.2021
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    02:29
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    Das Ei - eine geniale Erfindung der Natur

    Das Ei ist Vorbild für Architekten und Designer, Teil vieler Schöpfungsgeschichten und regt uns zum Philosophieren an. Und das Küken, das frisch aus dem Ei schlüpft, erinnert an die Auferstehung Jesu am Ostersonntag - das macht das Ei auch an Ostern so wichtig.

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  • 01.04.2021
    5 MB
    05:11
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    Bildhauer Markus Sauermann

    Sein Material ist das Holz und die Geschichten, die er mit seinen Skulpturen erzählt, haben immer mit dem menschlichen Dasein und biblischen Themen zu tun. Wie zum Beispiel die „Himmelstreppe”, die für Versöhnung und Hoffnung steht. Martina Conrad hat den Künstler Markus Sauermann im rheinhessischen Gunterblum besucht, dort lebt und arbeitet er mit seiner Familie in einem Gehöft aus dem 18. Jahrhundert.

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  • 14.04.2021
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    05:02
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    „Das Ende der Bücher” von Octave Uzanne

    Im Jahre 1894 veröffentlichte der französische Autor, Verleger und Buchliebhaber Octave Uzanne ein Gedankenspiel: Das Lesen werde vom Hören abgelöst. Darin sah er viele Vorteile des Hörbuchs bereits voraus. Nur konsequent, dass dieser Essay nun als Hörbuch erschienen ist. Charmant gelesen von Friedhelm Ptok und kommentiert vom emeritierten Mannheimer Literatur- und Medienwissenschaftler Jochen Hörisch.

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  • 14.04.2021
    6 MB
    06:12
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    „The Stranger“ von Billy Joel

    Mit über 80 Millionen verkauften Alben zählt er zu den erfolgsreichsten Komponisten der Popgeschichte: Billy Joel. Mit dem Titel „The Stranger“ vom gleichnamigen Album erlebte der Singersongwriter und klassisch ausgebildete Pianist nach zunächst kleinen Anfängen seinen Durchbruch. Heute kann er auf eine lange und außergewöhnliche Musikkarriere zurückblicken.

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