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Auf den Punkt

Die Nachrichten des Tages - von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell. Jeden Montag bis Freitag um 17 Uhr.

Alle Folgen

  • 24.09.2021
    14 MB
    14:02
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    Die letzten Stunden vor der Wahl: die SZ-Schlussrunde

    Dieser Wahlkampf dauerte lang und lebte von Aufholjagden und tiefen Fällen. Warum es spannend wurde, darüber spricht Kurt Kister.Am Sonntag ist es so weit: Deutschland wählt ein neues Parlament und damit auch indirekt eine neue Regierung. Über die drei Personen, die sich für die Nachfolge von Angela Merkel bewerben, haben wir in den vergangenen Wochen viel gesprochen. Aber warum stehen die Parteien gerade so da? Welche Koalition ist wahrscheinlich? Und wie ist der SPD diese verrückte Aufholjagd gelungen?Kurt Kister beobachtet seit Jahren die Berliner Politik, Kanzler, die Kanzlerin und auch diejenigen, die für dieses Amt kandidieren. Er redet in dieser Folge über seine Eindrücke aus diesem Wahlkampf und warum er findet, dass die Personalisierung nichts außergewöhnliches ist.Weitere Nachrichten: Freitagsdemo von Fridays for Future, EU wirft Russland Cyberattacken vor.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Justin Patchett

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  • 23.09.2021
    11 MB
    11:08
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    Bundestagswahl: Bald Schluss mit "Zwei-Klassen-Medizin"?

    Corona offenbarte viele Missstände. Im Wahlkampf treffen nun zwei grundsätzlich verschiedene Vorstellungen des Gesundheitssystems aufeinander.Die Coronakrise hat die Gesundheitspolitik nach ganz oben auf die politische Agenda gehoben. Zahlreiche Missstände wurden offenbart: die fehlende Digitalisierung der Behörden, der Fachkräftemangel und die mangelhafte Bezahlung von Pflegekräften.Bei diesem Thema gibt es grundlegende Unterschiede zwischen SPD und Grünen auf der einen und Union und FDP auf der anderen Seite. Auch in diesem Bundestagswahlkampf. Es geht um Grundsätzliches: Wird das derzeitige Gesundheitssystem aus gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen abgeschafft? Angelika Slavik, SZ-Hauptstadtkorrespondentin, meint jedenfalls, dass das jetzige System überholt gehört.Weitere Nachrichten: EU-Kommission will USB-C-Anschluss als Standard, Scholz möchte "Stunde Null" für hochverschuldete Kommunen.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Justin Patchett_Zusätzliches Audiomaterial über ARD und ZDF._

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  • 22.09.2021
    12 MB
    12:14
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    Wer die Innere Sicherheit bedroht

    Ein 20-jähriger Tankstellenmitarbeiter wird erschossen, weil er einen Kunden auf die Maskenpflicht hinwies. Wie "Querdenker" Sicherheitsbehörden herausfordern.Ist Deutschland ein sicheres Land? Die Frage stellen sich vielleicht einige, wenn sie nach Idar-Oberstein schauen. Dort ist ein 20-Jähriger erschossen worden, weil er einen Mann auf die Maskenpflicht hingewiesen haben soll. Der Täter hat schon vor der Tat Inhalte von den "Querdenkern" geteilt.Der Mord offenbart, dass die Sicherheitsbehörden vor einer neuen Herausforderung stehen, sagt Ronen Steinke. Denn nicht alle "Querdenker" und Verschwörungsideologen haben dieselben Ziele wie Rechtsextremisten und gehen wie diese vor. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent spricht außerdem über das Thema Innere Sicherheit im Bundestagswahlkampf.Weitere Nachrichten: China verhängt Exportstopp für Kohlekraftwerke, Ende der Lohnfortzahlung bei Quarantäne für Ungeimpfte. **Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Lars Langenau**Produktion:** Benjamin Markthaler_Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und ProSieben/Sat.1._

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  • 21.09.2021
    11 MB
    10:57
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    Außenpolitik: Wo geht die Reise nach der Wahl hin?

    Außen- und Sicherheitspolitik spielen im diesjährigen Wahlkampf kaum eine Rolle. Doch bei einer Koalition könnte es spannend werden.Brüssel schaut nach Berlin, aber Berlin nicht nach Brüssel. Dabei wollen kommenden Sonntag drei ausgewiesene Pro-Europäer das Erbe von Angela Merkel antreten: Olaf Scholz (SPD), Armin Laschet (CDU) und Annalena Baerbock (Die Grünen). Doch die Außen-, Europa- und Sicherheitspolitik hat keine Rolle bei den Triellen der vergangenen drei Wochen gespielt. Eigentlich unglaublich, denkt man etwa nur an die Machtübernahme der Taliban in Afghanistan.Es gäbe keine großen Unterschiede und damit auch keine Polarisierungen zwischen den aussichtsreichen Kandidaten, sagt der außenpolitische Redakteur Daniel Brössler aus dem Berliner SZ-Büro. Jeder würde etwa den Schulterschluss mit Frankreichs Präsidenten Macron suchen, aber höchstwahrscheinlich würden die Grünen gegenüber Moskau und China etwa bei den Bürgerrechte stärker thematisieren. Scholz und Laschet würden Missstände wohl auch ansprechen, aber wohl kaum eine harte Konfrontation zum Preis wirtschaftlicher Nachteile führen. Spannend wird es bei einer möglichen Regierungsbeteiligung der Linken, die zumindest offiziell noch für den Austritt aus der Nato sind.Weitere Nachrichten: Entsetzen nach gewaltsamen Tod um Streit wegen Maskenpflicht. Trudeau gewinnt Wahl in Kanada, UN-Generaldebatte.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Jakob ArnuZusätzliches Audiomaterial über ARD.

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  • 20.09.2021
    12 MB
    12:39
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    Wahlentscheidung Klimaschutz: "Es ist höchste Eisenbahn"

    Die wohl drängendste Herausforderung der künftigen Bundesregierung wird der Klimawandel sein. Aber reichen die Pläne der Parteien?Außer der AfD wollen alle große Parteien, dass Deutschland klimaneutral wird. Der Klimawandel ist mit extremen Wetterphänomenen bereits weltweit spürbar. Gerade hat der Bericht der UN-Klimaagentur nochmals klar gemacht, dass sich die Welt auf einem „katastrophalen Weg“ befindet: Demnach steuern wir auf eine Erderwärmung um 2,7 Grad zu. Laut UN müssten die Emissionen um 45 Prozent im Vergleich zu 2010 gesenkt werden. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den G20-Ländern zu, die für drei Viertel aller Emissionen verantwortlich sind."Wir laufen auf eine Situation zu, bei der wir die Klimaneutralität bis 2045 abschreiben können, wenn nicht ganz schnell entscheidende Weichen dafür gestellt werden", sagt der Umwelt-Experte der SZ, Michael Bauchmüller. "Es ist höchste Eisenbahn." Deutschland könne diese Aufgabe natürlich nicht alleine stemmen, aber man stehe auch in der Europäischen Union nicht allein. In der scheidenden Regierungskoalition mit der Union sei die SPD die treibende Kraft in der Umweltpolitik gewesen. Aber er sei gespannt, was von der Aussage eines "moderaten Weges" übrig bleiben würde, den SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz in der Klimapolitik anstreben will.Weitere Nachrichten: Scholz vor Finanzausschuss, Wahlen in Russland.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Jakob ArnuZusätzliches Audiomaterial über Die Grünen und ARD.

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  • 17.09.2021
    12 MB
    12:26
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    Bundestag wird immer größer - warum Bayern schuld ist

    Über 900 Abgeordnete könnten nach der Wahl im Bundestag sitzen. Das ist vor allem einer Regionalpartei zu verdanken. Über Ausgleichsmandate und Hebel.Nach dieser Bundestagswahl werden sehr wahrscheinlich viel mehr Abgeordnete im Parlament sitzen als jetzt. Über eine Milliarde Euro dürfte der Bundestag die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dann kosten.Woran das liegt? Vor allem an Bayern und der CSU, erklärt SZ-Hauptstadtkorrespondent Robert Roßmann. Achtung: Eine sehr komplizierte, aber umso wichtigere Folge für die Wahl am 26. September.Weitere Nachrichten: Erster Ischgl-Prozess beginnt, Russland wählt.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Franziska von Malsen**Produktion:** Jakob Arnu

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  • 16.09.2021
    12 MB
    12:19
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    Ermittlungen im Finanzministerium: "Das könnte Olaf Scholz noch schaden"

    Kurz vor der Wahl führt die SPD in den Umfragen. Könnten die Ermittlungen im Finanzministerium noch zum Problem für Olaf Scholz werden?Eineinhalb Wochen vor der Bundestagswahl kann laut Umfragen die SPD mit 25 bis 26 Prozent rechnen, die CDU rangiert zwischen 20 und 23, die Grünen zwischen 15 und 17 Prozent. Das wird knapp. Entsprechend hart werden die Bandagen geschnürt. Bisher perlten Vorwürfe an Olaf Scholz ab. Doch zu den jüngsten Vorwürfen soll der SPD-Kanzlerkandidat am kommenden Montag vor dem Finanzausschuss des Bundestags befragt werden. Dabei geht es um eine Durchsuchung des Finanzministeriums im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen die Anti-Geldwäsche-Einheit des Zolls. Und um seinen Staatssekretär Wolfgang Schmidt (SPD).Das könnte für Scholz durchaus noch gefährlich werden, sagt die stellvertretende Leiterin des Berliner Parlamentsbüros, Cerstin Gammelin. "Nicht aus inhaltlichen Gründen, aber weil es super Vorlagen für die politische Konkurrenz sind." Einige der Vorwürfe von Seiten der Union aber seien reiner Wahlkampf. Nach der Wahl werde das kaum noch interessieren, aber jetzt werde damit noch ordentlich Stimmung gemacht.Weitere Nachrichten: Anschlag auf Synagoge in Hagen verhindert, Tarifvertrag bei der Bahn.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Antonia Franz, Franziska von MalsenProduktion: Benjamin MarkthalerZusätzliches Audiomaterial über dpa und ZDF.

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  • 15.09.2021
    11 MB
    11:52
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    Die Mammutaufgaben der Europäischen Union

    Kampf gegen Corona, Erweiterung, militärische und technologische Herausforderungen: EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen über die drängendsten Probleme Europas.

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  • 14.09.2021
    13 MB
    13:28
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    Warum man mit der Impfung nicht länger warten sollte

    Das Impftempo in Deutschland verlangsamt sich. Das könnte dazu führen, dass im Herbst und Winter das Gesundheitssystem wieder am Anschlag ist.Auch wenn momentan nicht so viele Menschen an oder mit Corona sterben: In Deutschland sind noch immer zu wenige Menschen gegen den Erreger geimpft. Deshalb laufen in dieser Woche einige Impfaktionen, um Unentschlossene zu überzeugen. Zum Beispiel in Turnhallen, Einkaufszentren und Restaurants.Das langsame Impftempo hängt vor allem mit der Skepsis gegenüber der Impfung zusammen. SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt geht in dieser Folge auf einige der Vorurteile gegen die Impfung ein. Und sie erklärt, warum Schulen auf jeden Fall offen bleiben sollten - selbst wenn wieder mehr Menschen mit Covid-19 auf die Intensivstation kommen.Weitere Nachrichten: Plakate rechtsextremer Partei dürfen hängenbleiben, Tausende demonstrieren gegen Taliban in Kandahar.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Antonia Franz**Produktion:** Valérie Nowak_Zusätzliches Audiomaterial über dpa._

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  • 13.09.2021
    12 MB
    12:09
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    Triell: Viel Pfeffer, wenig Erkenntnisse

    Im zweiten TV-Triell ist Laschet noch aggressiver, Scholz wirkt verhältnismäßig lebendig und Baerbock vermittelt. Die größte Chance vergibt jedoch das Moderatoren-Duo.Das zweite von drei TV-Triellen liegt hinter uns. Armin Laschet ist dabei noch streitlustiger als davor, Olaf Scholz wirkt lebendiger als sonst und Annalena Baerbock nimmt die Position der Vermittlerin ein. In den Umfragen geben die meisten Zuschauer an, dass Olaf Scholz sie am ehesten überzeugte.Aber bringt dieses Format des TV-Triells überhaupt die Wählerinnen und Wähler weiter? So, wie es am Sonntagabend in ARD und ZDF moderiert wurde, nicht wirklich, sagt Carsten Reinemann. Er lehrt am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung in München und hat sich in seiner Forschung unter anderem mit TV-Duellen und deren Wirkung beschäftigt.Weitere Nachrichten: CDU stellt Sofortprogramm vor; CDU, SPD und FDP unterzeichnen Koalitionsvertrag in Sachsen-Anhalt.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Antonia Franz und Annika Schultz**Produktion:** Jakob Linus Arnu_Zusätzliches Audiomaterial über ARD._

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  • 10.09.2021
    12 MB
    12:33
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    "Der 11. September hat alles verändert"

    20 Jahre sind die Anschläge auf World Trade Center und Pentagon her. Die Folgen für die internationale Sicherheitspolitik spürt man noch heute.An diesem Samstag jähren sich die Terrorattacken des 11. September zum 20. Mal. Die Folgen waren Kriege in Afghanistan und Irak und ein gewaltiger Ausbau des Sicherheitsapparates.9/11 hat alles verändert, sagt der Politikchef der SZ Stefan Kornelius. Von diesem Tag an waren die USA ein anderes Land. Sowohl im Innern als auch nach außen.Weitere Nachrichten: Schwangere und Stillende sollen sich impfen lassen, Belarus und Russland starten Militärmanöver.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Benjamin Markthaler_Zusätzliches Audiomaterial über dpa und Tagesschau._

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  • 09.09.2021
    11 MB
    11:48
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    Wie sich die Linke um Regierungsverantwortung bewirbt

    Die Union warnt vor dem Schreckgespenst Rot-Rot-Grün. Aber wie wahrscheinlich ist überhaupt ein Regierungseintritt der Linken?Olaf Scholz liegt im Kanzlerrennen vorn. Die Union warnt deshalb vor dem Schreckgespenst Rot-Rot-Grün, also einer Koalition aus SPD, Grünen und Linken. Aber wie wahrscheinlich ist es überhaupt, dass die Linke Teil der nächsten Bundesregierung wird? Welche Hindernisse tun sich da auf?In der Wirtschafts- und Finanzpolitik liegen die Linken der SPD und den Grünen näher als die FDP, schätzt Boris Herrmann. Der Hauptstadtkorrespondent sieht aber schier unüberwindbare Gräben in der Verteidigungs- und Sicherheitspolitik. Doch er beobachtet auch, dass die Linke sich verbiegt, um an Regierungsverantwortung zu gelangen.Weitere Nachrichten: BGH fällt Urteil zu Instagram-Werbung, EZB drosselt Anleihenkäufe.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Antonia Franz**Produktion:** Jakob Linus Arnu_Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und RTL/ntv._

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  • 08.09.2021
    12 MB
    12:05
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    IAA: Der Streit zwischen Klimaschützern und Industrie

    In dieser Woche präsentieren in München 700 Autohersteller ihre neuen Modelle. Denn dort findet gerade die Internationale Automobilausstellung (IAA) statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel war schon vor Ort und freut sich über die neuen Trends, aber Klimaaktisten blockieren die Autobahn und beschuldigen die Industrie, sie würde Sauberkeit nur vorgaukeln.Beide Parteien haben zum Teil recht, sagt Max Hägler. Der Wirtschaftsredakteur berichtet für die SZ von der IAA und erklärt, wie sich die Messe im Vergleich zu den letzten Malen verändert hat.Weitere Nachrichten: Wieler warnt vor fulminanter vierter Welle, Räumung des Hambacher Forsts war rechtswidrig.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Antonia Franz**Produktion:** Jakob Linus Arnu_Zusätzliches Audiomaterial über IAA und Twitter-Account von "Sand im Getriebe"._

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  • 07.09.2021
    12 MB
    12:43
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    Wie die AfD den Bundestag verändert hat

    Provokationen, Zwischenrufe, Beleidigungen – die AfD hat sich in den letzten vier Jahren oft nicht an die Konventionen des Parlaments gehalten. Wie die Partei kurz vor der Wahl dasteht.

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  • 06.09.2021
    13 MB
    12:59
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    Gillamoos: Wie Söder versucht, den Wahlkampf zu drehen

    Auf dem traditionellen bayerischen Volksfest Gillamoos hat Markus Söder die CSU auf die heiße Phase des Wahlkampfes eingeschworen. Während die Umfragewerte auch für die CSU in Bayern historische Tiefs erreichen, warnte der CSU-Chef in seiner Rede vor einem Linksrutsch in Deutschland. Wie versucht die CSU jetzt, das Ruder im Bundestagswahlkampf zu drehen?Johann Osel ist vor Ort beim Gillamoos dabei. Er sagt, dass Söder sich eher staatsmännisch als kämpferisch gegeben habe. Außerdem habe er auf Sachthemen wie Corona, Klima und Steuerpolitik gesetzt. Das sei jetzt die Strategie der CSU für die letzten Wahlkampfwochen. Ein Ergebnis unter 30 Prozent bei der Bundestagswahl wäre ein historisches Tief und würde sich laut Osel auch bei einer möglichen Regierungsbeteiligung widerspiegeln.Weitere Nachrichten: Belarussische Oppositionelle verurteilt, Quarantäneregelung für Kinder, Taliban erobern Provinz Pandschir**Redaktion, Moderation:** Tami Holderried**Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Benjamin Markthaler_Zusätzliches Audiomaterial über den CSU Kreisverband Kelheim._

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  • 03.09.2021
    12 MB
    12:32
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    Steuerhinterziehung: Warum das Meldeportal nicht ausreicht

    In Baden-Württemberg kann man jetzt über ein Online-Portal einen Verdacht auf Steuerhinterziehung melden. Dafür gab es heftige Kritik. Zu Recht?In Baden-Württemberg gibt es seit dieser Woche ein OnlinePortal, auf dem man Hinweise auf Steuerhinterziehung melden kann. Wenn man möchte, auch anonym. Und diese Meldung hat für einigen Aufruhr gesorgt: Das Portal würde zum Denunziantentum unter Nachbarn verführen.Aber ist die Kritik berechtigt? Nein, sagt Finanzexpertin Cerstin Gammelin aus dem SZ-Parlamentsbüro und verrät, worüber wir uns viel mehr aufregen sollten, wenn es ums Thema Steuerhinterziehung geht.

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  • 02.09.2021
    10 MB
    10:46
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    Warum Olaf Scholz sich nur noch selbst schlagen kann

    In den Umfragen zieht die SPD an allen vorbei. Wie kommt dieser Lauf zustande?Seit Wochen steigen die Umfragewerte von Olaf Scholz und der SPD. Die Sozialdemokratie ist jetzt auch bei mehreren Instituten stärkste Kraft und kann sich berechtigte Chancen auf das Kanzleramt ausrechnen. Wie kommt dieser Lauf zustande?Katharina Riehl meint, dass eine Erfolgsgeschichte sich selbst bestätigt. Die stellvertretende Leiter der SZ-Politikredaktion hat mit mehreren Demoskopen gesprochen und kommt zu der Einschätzung: Wenn Scholz keinen Fehler mehr macht, hat er den Sieg schon fast in der Tasche.Weitere Nachrichten: Wahl-O-Mat startet, Bahn geht gerichtlich gegen GDL vor.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Benjamin Markthaler_Zusätzliches Audiomaterial über dpa._

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  • 01.09.2021
    12 MB
    12:36
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    Bundestagswahl: Wie Sie sich gut informieren

    Die ersten haben schon per Brief gewählt, andere zögern noch. Eine Folge darüber, wie Sie sich so informieren, dass Sie Ihre Wahl guten Gewissens treffen können.So langsam werden die gröberen Geschütze in diesem Wahlkampf ausgefahren: Die Union warnt vor einer linken Regierung aus SPD, Grünen und Linken. Die SPD amüsiert sich über die Rote-Socken-Kampagne. Und Annalena Baerbock betont die Belastungen von jungen, alleinerziehenden Müttern.Einige haben ihre Briefwahlunterlagen schon ausgefüllt und in den Briefkasten gesteckt. Viele sind aber noch unentschlossen und wissen gar nicht, wie sie sich so gut informieren können, dass sie guten Gewissens ihre Kreuze machen können. Der Politikwissenschaftler Thorsten Faas erklärt in dieser Folge, wie wichtig dabei TV-Trielle und digitale Angebote wie der Wahl-O-Mat sind.Weitere Nachrichten: Wirecard-Verdächtiger festgenommen, Auskunftspflicht über Corona-Impfstatus.[Den angesprochenen Text über die Steuerpläne der Parteien finden Sie hier.](https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wirtschaft/steuern-wer-von-den-plaenen-der-parteien-profitiert-e954474/)**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Justin Patchett_Zusätzliches Audiomaterial über RTL/ntv und ARD._

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  • 31.08.2021
    11 MB
    12:10
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    US-Abzug aus Kabul: verheerende Bilder für Joe Biden

    Der längste Krieg, den die USA je geführt haben, ist zu Ende – und die Stimmung im Land gespalten.

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  • 30.08.2021
    12 MB
    12:46
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    TV-Triell: Welche Taktik war wirklich die beste?

    Am Sonntag waren Baerbock, Laschet und Scholz im TV-Triell. Aber wie sehr haben sie überhaupt miteinander gestritten – und beeinflusst der Wettstreit vor Kameras tatsächlich die Wahl?Gestern Abend war es also so weit: Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz sind zum Wettstreit um das Kanzleramt aufeinander getroffen. Live und vor Kameras, zum ersten von drei TV-Triellen. Aber wie sehr haben sie dann überhaupt miteinander gestritten – und beeinflusst der Wettstreit vor Kameras tatsächlich die Wahl?Überraschend war der Auftritt von Annaelena Baerbock: "Sie hat sich sehr gut verkauft. Manchmal habe ich das Gefühl, seitdem sie weiß, dass sie keine richtige Chance mehr hat, überzeugt sie erst so richtig", analysiert Nico Fried, Leiter des SZ-Parlamentsbüros.

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  • 27.08.2021
    11 MB
    11:31
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    TV-Triell: "Das sind moderne Gladiatorenspiele"

    Das erste der großen TV-Trielle steht am Sonntag an. Baerbock, Laschet und Scholz müssen punkten. Selten waren so viele Wähler unentschlossen.Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz: Die drei, die ins Kanzleramt einziehen wollen, treffen an diesem Sonntag auf den Sendern RTL und ntv beim ersten großen TV-Triell aufeinander. Vieles hängt von diesem Auftritt ab und entsprechend groß ist die Anspannung.Wie bereiten sich die drei darauf vor? SZ-Autor Nils Minkmar hat 2013 Peer Steinbrück, den damaligen Kanzlerkandidaten der SPD, ganz nah begleitet. Er erzählt, wie sich Profipolitiker auf das vielleicht wichtigste Event im Wahlkampf einstellen.Weitere Themen: Spanien ab Sonntag nicht mehr Hochrisikogebiet, Strache wegen Bestechlichkeit schuldig gesprochen.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Tami Holderried und Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Justin Patchett_Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix und ARD._

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  • 26.08.2021
    11 MB
    11:21
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    Immunologin: Mit Impfungen durch die vierte Welle

    Obwohl noch nicht einmal zwei Drittel der Deutschen vollständig gegen Covid-19 geimpft sind, wird jetzt schon über eine Auffrischung diskutiert. Ist das sinnvoll?Deutschland befindet sich in der vierten Welle der Pandemie. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt. Für den Mittwoch meldet das Robert-Koch-Institut über 12.600 neue Fälle. Und trotzdem wollen verantwortliche Politikerinnen und Politiker Einschränkungen lockern. Markus Söder kündigt für Bayern etwa an, die FFP2-Maskenpflicht fallen zu lassen und OP-Masken gleichzustellen.Das Impfen macht's möglich: Fast zwei Drittel der Deutschen sind mindestens einfach gegen das Coronavirus geimpft. Trotzdem sei man noch nicht nah genug dran an der sogenannten Herdenimmunität, sagt Christine Falk, die Präsidentin der deutschen Gesellschaft für Immunologie.Weitere Nachrichten: Evakuierungsmission in Afghanistan endet, Söder gibt CDU Schuld an Umfragetief.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Tami Holderried und Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Valérie Nowak

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  • 25.08.2021
    11 MB
    11:30
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    Bahn: Der nächste Streik kommt bestimmt

    48 Stunden lang hat die GDL gestreikt. Die Bahn will so schnell wie möglich in den Normalbetrieb zurück. Aber der Streit geht wohl schon bald in die nächste Runde.In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch ist der zweite Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer - kurz GDL - zu Ende gegangen. Die Bahn will jetzt so schnell wie möglich wieder zurück in den Normalbetrieb. Tausende Züge im Regional- und Fernverkehr standen still. Viele Fahrgäste saßen und standen dicht an dicht - und das mitten in der Pandemie.Aber die nächste Streikwelle bahnt sich schon an, sagt Markus Balser. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent sieht nicht, dass sich die Tarifparteien angenähert hätten. Und GDL-Chef Claus Weselsky vermittele sehr wohl einen streitlustigen Eindruck.Weitere Themen: Merkel zu Afghanistan, Bundesregierung will internationalen Klimaclub gründen.Weitere Nachrichten: Vergiftete Getränke an der TU-Darmstadt, Staatsverschuldung.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion:** Justin Patchett

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  • 24.08.2021
    10 MB
    10:53
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    Afghanistan: Was die G7 noch ausrichten können

    Die Lage in Afghanistan ist immer noch chaotisch. An diesem Dienstag haben dazu die G7-Staaten getagt. Welche Strategie ist die bestmögliche für die internationalen Partner?Jeden Tag erreichen uns neue Details über die nach wie vor chaotische Lage in Afghanistan, speziell vom Flughafen von Kabul. Immer noch wollen deutlich mehr Menschen das Land verlassen, als die internationalen Partner ausfliegen können. An diesem Dienstag tagen dazu auch die G7-Staaten.Welche Strategie ist jetzt noch die bestmögliche für die internationalen Partner? Man müsse versuchen, die Taliban einzubinden, indem man ihnen Hilfszahlungen in Aussicht stellt, sie dafür aber verpflichtet, Minderheiten und Frauenrechte zu respektieren und sich verlässlich zu verhalten. Das sagt SZ-Politik-Chef Stefan Kornelius, der in dieser Folge über die Hilflosigkeit der westlichen Staaten und den G7-Gipfel spricht.Weitere Nachrichten: Vergiftete Getränke an der TU-Darmstadt, Staatsverschuldung.

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  • 23.08.2021
    12 MB
    11:57
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    Wahlkampf: Worauf es für die Kandidaten jetzt ankommt

    In fünf Wochen ist Bundestagswahl. Worauf kommt es jetzt für die Parteien an und wie können sie ihre Chancen in den letzten Wochen doch noch verbessern?Am Wochenende haben Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock bei großen Wahlkampfveranstaltungen und in Interviews gesprochen.Worauf kommt es für die drei jetzt an, und wie können sie ihre Chancen in den letzten Wochen doch noch verbessern? Armin Laschet zeige seine Kampfeslust nicht in einem programmatischen Sprung der Union. Sondern eher darin, das Feindbild einer rot-rot-grünen Koalition zu beschwören, erklärt Stefan Braun aus dem SZ-Parlamentsbüro. Und auch, wie die Grünen noch einmal mehr Schwung bekommen könnten.

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  • 20.08.2021
    13 MB
    12:58
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    Afghanistan: Die Verantwortung des Heiko Maas

    Von allen Seiten hagelt es Kritik auf Heiko Maas. Wie viel Schuld tragen der Außenminister und das Auswärtige Amt in der Afghanistan-Krise?Die USA haben als erste den Truppenabzug aus Afghanistan verkündet. Klar. Die Bundeswehr und auch die anderen Nato-Truppen kamen danach. Alle haben die Lage vollkommen falsch eingeschätzt. Aber: Wie viel Schuld trifft am Ende die Bundesregierung und vor allem das Auswärtige Amt mit dem Minister Heiko Maas?Die AfD, FDP-Vize Wolfgang Kubicki und der Linken-Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi fordern seinen Rücktritt, Gysi sogar den der gesamten Regierung. Der außenpolitische Sprecher der SPD im Bundestag, Nils Schmid, verteidigt den Minister wiederum. Man sei geschönten Berichten aufgesessen und müsse daraus für kommende Bundeswehreinsätze lernen.**Weitere Themen:** GDL kündigt Streik an, Corona in Deutschland.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Victoria Marciniak und Lars Langenau**Produktion:** Benjamin Markthaler_Zusätzliches Audiomaterial über RTL/ntv und WELT._

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  • 19.08.2021
    12 MB
    12:26
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    Afghanistan und die Auswirkungen auf die Bundestagswahl

    Afghanistan bestimmt gerade die Nachrichten. Vor allem die CDU versucht daraus, ein Wahlkampfthema zu machen.Afghanistan ist das Nachrichtenthema der vergangenen Tage. Und auch in Berlin bestimmen die Folgen des Truppenabzugs die politische Debatte. Welche Rolle wird Afghanistan und werden von dort Flüchtende im Bundestagswahlkampf spielen?Der Hauptstadtbüroleiter der SZ, Nico Fried, meint, dass bei dieser Wahl ausnahmsweise die Außenpolitik sehr wichtig sein könnte. Wie sich die Parteien jetzt positionieren, erklärt er in dieser Folge.Weitere Themen: Zschäpe-Urteil vom BGH bestätigt, Drosten zu Auffrischungsimpfungen.**Redaktion, Moderation:** Jean-Marie Magro**Redaktion:** Antonia Franz und Franziska von Malsen**Produktion:** Valérie Nowak_Zusätzliches Audiomaterial über Reuters und ntv._

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  • 18.08.2021
    12 MB
    12:51
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    Sieg der Taliban: "Ein Push für Islamisten aus aller Welt"

    Wer sind die neuen afghanischen Machthaber? Wird Afghanistan wieder zum Anziehungspunkt für Terroristen? Einblicke in die neuen afghanischen Strukturen von Konfliktforscher Hans-Joachim Giessmann von der Berghof Foundation.Während Deutschland und andere Alliierte Hals über Kopf ihre Leute aus Afghanistan ausfliegen, kommen immer mehr hochrangige Mitglieder der Taliban ins Land. Einst wurden sie von Mullah Omar geführt. Jetzt gehört sein ältester Sohn Jakub zum neuen Führungs-Quartett.Viele Afghanen haben Angst vor den neuen Machthabern, andere haben Hoffnung. Schließlich sei, so meint Hans-Joachim Giessmann, die vom Westen implementierte Regierung “nicht starken Taliban gewichen, sondern sei einfach implodiert”. Giessmann hat bis Anfang der Woche in Doha die Friedensverhandlungen der Taliban mit der Ex-Regierung begleitet. Die neue Führungsmannschaft sei "durchaus gebildet und belesen". Unter den Verhandlern seien aber auch Leute gewesen, die durch ihre Jahre in Gefängnissen traumatisiert und misstrauisch geworden seien.Es gebe unter den Taliban zudem viele verschiedene Strömungen, die bislang durch den gemeinsamen Gegner geeint wurden: die jetzt geflohene Regierung. Bald werde sich jedoch zeigen, ob sich der alte oder neue Teil, der "gemäßigte" oder der radikale Flügel durchsetzen werde. "Auf jeden Fall aber gibt es einen großen Push für die islamischen Bewegungen in aller Welt, die die Taliban als ihre Vorbilder feiern."Weitere Nachrichten: Österreich wehrt afghanische Flüchtlinge bereits präventiv ab, US-Luftwaffe untersucht Chaos in Kabul.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Annika SchulzProduktion: Jakob ArnuZusätzliches Audiomaterial über Guardian News.

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  • 17.08.2021
    14 MB
    14:08
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    Ortskräfte: "So lange der Flughafen auf ist, gibt es Hoffnung"

    Afghanen, die für Deutsche gearbeitet haben, fürchten um ihr Leben. Marcus Grotian, der Vorsitzende des "Patenschaftsnetzwerks Afghanischer Ortskräfte", ist entsetzt.Laut offiziellen Angaben sollen es erst 1900 Ortskräfte aus Afghanistan nach Deutschland oder sichere Drittländer geschafft haben. Viel zu spät sei mit der Evakuierung begonnen worden, meint Marcus Grotian, der Vorsitzende des "Patenschaftsnetzwerks Afghanischer Ortskräfte". "Wir haben die Dringlichkeit schon vor drei bis vier Monaten angesprochen, aber unsere Vorschläge, Konzepte und Pläne sind vom Kanzleramt bis zu diversen Ministerien ignoriert worden."Es habe dafür nur ein "politischer Wille und ein wenig Geld" benötigt. Aber es habe immer nur Pläne für den Normalfall gegeben, den für einen Worst Case dagegen nicht. Bürokratie, Datenschutz und Ressortzuständigkeit sei hier vor Menschlichkeit und Menschenleben gegangen. Statt der etwa 2500 Personen, die gerettet werden müssen, geht Grotian von bis zu 8000 Ortskräften mit ihren Familienangehörigen sowie Dienstleistern und Subunternehmern aus. “So lange der Flughafen noch offen ist, gibt es noch Hoffnung.” Dass jetzt von PolitikerInnen eine “Flüchtlingswelle wie 2015 herbeigeredet” werde, sei ihm ein Graus.Nachrichten: Landrat von Ahrweiler gibt auf, GDL will Bahnstreiks ausweiten.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Franziska von MalsenProduktion: Benjamin MarktahlerZusätzliches Audiomaterial über dpa.

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  • 16.08.2021
    11 MB
    11:01
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    Afghanistan: "Eine Terrormiliz in Regierungsverantwortung"

    Afghanistan ist gefallen, das Land wieder unter der Herrschaft der Taliban. Wie konnte es so schnell dazu kommen?Die Regierung in Kabul hat am Sonntag kampflos kapituliert. Präsident Ashraf Ghani ist geflohen. Nach 20 Jahren ist die Regierung Afghanistans wieder in den Händen der Taliban. Also der Terrorgruppe, die von 1996 bis 2001 schon einmal grausam herrschten.“Bei allen meinen Gesprächspartnern in Kabul herrscht große Angst”, sagt der ehemalige Afghanistan-Korrespondent Tobias Matern. Jeder, der kann, versuche das Land zu verlassen, aber die Ausfallstraßen bei Kabul seien alle von den Taliban gesperrt. Niemand könne mehr Kabul auf dem Landweg verlassen. Die Taliban hätten alle Schwächen der gescheiterten Regierung und des Westens ausgenutzt.Ideologisch habe sich an ihrer Einstellung wenig bis nichts geändert, sagt Matern. Aber es sei inzwischen eine junge Generation herangewachsen, deren Wünsche und Hoffnungen vom Westen verraten worden seien. Die Terrormiliz sei jetzt mit dramatischer Schnelligkeit “eine Miliz in Regierungsverantwortung” geworden. Es müsse sich zeigen, ob sie jenseits des Terrors noch etwas zu bieten habe. Auf diplomatischem Parkett jedenfalls hätten sie sich vor der Machtübernahme sehr geschickt bewegt. Zugleich sei aber nicht ausgeschlossen, dass Afghanistan wieder zum Anziehungspunkt für islamistische Terroristen aus aller Welt werde.Weitere Nachrichten: 10.000 Afghanen sollen Zuflucht in Deutschland finden, Stiko empfiehlt Impfungen für alle ab zwölf, Erdbeben in Haiti.Unseren Podcast "“Und nun zum Sport” über Gerd Müller finden Sie hier.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Annika SchultzProduktion: Jakob ArnuZusätzliches Audiomaterial über Reuters und Abdullah Abdullahs Facebook-Seite.

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  • 13.08.2021
    11 MB
    12:16
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    Der eindeutige Nutzen des Impfens

    Beim Thema Impfen sind viele noch immer unsicher. Dabei sind die Zahlen seit Beginn der Impfkampagne in eindeutig. Ein Überblick.

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  • 12.08.2021
    13 MB
    13:26
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    Afghanistan: “Die Katastrophe ist längst da”

    Die Taliban rücken in Afghanistan immer weiter vor. Hunderttausende sind auf der Flucht, Ausländer meist schon weg. Die NGO “Aktion gegen den Hunger” aber will bleiben.Die Taliban rücken in Afghanistan immer weiter auf Kabul vor. Hunderttausende sind auf der Flucht, Ausländer meist schon weg. Die NGO “Aktion gegen den Hunger” aber will bleiben.Hunderttausende Menschen sind inzwischen auf der Flucht, die meisten innerhalb des Landes, andere sind auf dem Weg in die Nachbarländer Iran und Pakistan. Auch der Fall der Hauptstadt Kabul scheint nur eine Frage der Zeit. Das Auswärtige Amt rät allen deutschen Staatsangehörigen, das Land so schnell wie möglich zu verlassen. Aber mehrere tausend ehemalige afghanische Ortskräfte, die für die Bundeswehr oder in der Entwicklungshilfe gearbeitet haben, und deren Familienmitglieder sind noch da.Für Hilfsorganisationen war Afghanistan bereits seit langem eines der gefährlichsten Länder der Welt. Der Niederländer Mike Bonke ist Landesdirektor der international tätigen “Aktion gegen den Hunger” mit Sitz in Kabul. Eins der vier Büros der NGO wurde gerade bei einem Luftangriff zerstört. Trotzdem will Bonke mit der NGO in Afghanistan bleiben, "dafür gibt es zu viel Arbeit hier". Doch selbst in Kabul seien die Straßen inzwischen nicht mehr sicher. "Niemand weiß gerade, wie es hier weitergeht: der Bürgerkrieg ist ja längst im Gang.”Weitere Nachrichten: Mehr Geimpfte als registriert, Regen in Griechenland, Hitzerekord auf Sizilien.Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserer Umfrage mitmachen. Damit können wir den Podcast noch besser machen. Hier können sie teilnehmen.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Annika Schultz, Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über ZDF Morgenmagazin.

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  • 11.08.2021
    10 MB
    10:52
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    Wie Laschet aus der Defensive kommen will

    Vor nicht einmal vier Wochen haben Hochwasser verheerende Zerstörungen angerichtet. CDU-Kandidat Laschet verliert seither an Boden.

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  • 10.08.2021
    12 MB
    12:42
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    GDL-Streiks: "Spektakulärer Tarifabschluss auf Kosten der Steuerzahler"

    Die Mitglieder der Gewerkschaft der Lokomotivführer streiken. Was wirklich hinter dem Arbeitskampf bei der Deutschen Bahn steckt.“Alle Räder stehen still, wenn Dein starker Arm es will”, heißt es in einem alten Arbeiterkampflied, das gerade wieder aktuell ist. Denn den starken Arm zeigen die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL. Und die Räder sind die der Deutschen Bahn. Bis Freitag wird wohl nur jeder vierte Fernverkehrszug fahren und auch im Regionalverkehr wird es starke Einschränkungen geben. Betroffen sind Hunderttausende Pendler, Urlauber und andere Reisende. Für GDL-Chef Claus Weselsky aber gibt es keinen anderen Weg. Er verlangt eine Einkommenssteigerung von 3,2 Prozent und eine Corona-Zulage von 600 Euro pro Monat. Für die Bahn ist der Streik "völlig unangemessen und überzogen".Angesichts der Einbrüche durch die Corona-Krise hält SZ-Wirtschaftsredakteur Alexander Hagelüken die Forderungen der GDL auch für unangemessen. Der GDL gehe es vor allem darum, ihre eigene Macht auszubauen. Sie nutze ihre mächtige Position in der Infrastruktur aus. Weselsky wolle einen möglichst spektakulären Abschluss auf dem Rücken der Steuerzahler.Weitere Nachrichten: Aus für kostenlose Corona-Tests ab 11. Oktober, 30 Milliarden Euro für Wiederaufbaufonds nach Hochwasser-Katastrophe.Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserer Umfrage mitmachen. Damit können wir den Podcast noch besser machen. Hier können sie teilnehmen.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über Verdi, Livestream GDL, Deutsche Bahn und DFB.

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  • 09.08.2021
    14 MB
    14:42
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    Klimawandel: "Die ganze Welt muss mit an Bord"

    Es ist bereits fünf nach zwölf. Die Erde hat sich irreversibel erwärmt. Bleibt nur Resignation? Auf keinen Fall, meint ein optimistischer Ex-Umweltminister Klaus Töpfer.“Die Alarmglocken tönen ohrenbetäubend”, sagt UN-Generalsekretär Antonio Guterres angesichts des neuen Berichts des Weltklimarates IPCC. Demnach erwärmt sich unsere Erde schnell und überall mit zunehmendem Folgen. Der Bericht ist die politische Handlungsgrundlage der Weltklimakonferenz im November in Glasgow."Die Studie ist in ihrer Klarheit und Härte einmalig, aber keinesfalls nicht absehbar gewesen", sagt Deutschlands erster Bundesumweltminister Klaus Töpfer. Bereits 1990 sei das fast wörtlich vorausgesagt worden. Es handelt nur derjenige, der einen Vorteil für sich daraus ableiten kann, sagt der ehemalige CDU-Politiker. Die Energieerzeuger aber würden noch aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe ihre Profite ziehen, das müsse dringend geändert werden. "Wir gehen auf eine Welt mit zehn Milliarden Menschen zu" sagt Töpfer, "aber unser Lebensstil ist nicht globalisierungsfähig." Deutschland müsse dabei innovativ sein bei der technologischen Entwicklung alternativer Energiequellen."Wir können immer noch gestalten, es ist längst nicht zu spät", meint die Physikerin Marlene Weiß, die das Wissenschaftsressort der SZ leitet. Zwar sei das Ziel der Begrenzung der Erderwärmung nur um 1,5 Grad kaum noch zu erreichen, aber immerhin noch die zwei Grad. Als Einzelner sei man verloren, aber alle Staaten müssten nun dringend und schnell zusammenarbeiten. Schließlich sehe man doch die drastischen Folgen, wenn wir nichts tun würden.Weitere Nachrichten: Bis zu 30 Milliarden Euro für Flutopfer, Abschlussbericht Anschlag Berliner Weihnachtsmarkt.Wir freuen uns sehr, wenn Sie bei unserer Umfrage mitmachen. Sie dauert etwa fünf bis zehn Minuten und wir hoffen damit, den Podcast noch besser zu machen. Hier können sie teilnehmen.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Carolin LenkZusätzliches Audiomaterial über den Livestream des ICPP.

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  • 06.08.2021
    11 MB
    11:14
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    Corona: Hilft die dritte Spritze gegen die vierte Welle?

    Aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland bei 20,4, doch die Werte steigen - und zwar früher und schneller als im letzten Sommer. Gleichzeitig stockt die Impfkampagne. So wenig wie in dieser Woche wurde zuletzt Ende Februar geimpft. Momentan sind erst 54 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft, 62 Prozent zumindest ein Mal.Um für die nächste Corona-Welle gewappnet zu sein, plant das Bundesgesundheitsministerium ab September Auffrischungsimpfungen für alle Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören. Wie sinnvoll so eine Booster-Impfung sein kann und welche Daten wir dazu bisher vorliegen haben, erklärt in dieser Folge Hanno Charisius aus dem SZ-Wissensressort.

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  • 05.08.2021
    12 MB
    12:03
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    Belarus: Lukaschenkos Gewaltspirale

    Der Fall der belarussischen Sprinterin Kristina Timanowskaja hat diese Woche für viel Aufregung gesorgt. Aber der Fall ist nur ein Beispiel dafür, wie skrupellos das Regime in Belarus gegen Kritikerinnen und Kritiker vorgeht. Über die Methoden des belarussischen Machthabers.

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  • 04.08.2021
    13 MB
    13:11
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    Libanon, ein gescheitertes Land

    Am 4. August 20020 hat eine gewaltige Explosion große Teile von Beirut zerstört. Die Druckwellen beschäftigen den Libanon bis heute.Beirut galt einst als Paris des Nahen Ostens. Doch das ist es schon lange nicht mehr. Nach einem blutigen Bürgerkrieg und dem Krieg in Syrien besteht dort nur ein kaputter Staat, der auf internationale Hilfe angewiesen ist. Und nachdem am 4. August 2020 fast 3000 Tonnen Ammoniumnitrat im Hafen Beiruts detonierten, ist auch fast nichts mehr von dem berühmten Gelassenheit und weltläufigen Charme der Libanesen zu spüren.Das sah damals aus wie in einem Kriegsgebiet, erinnert sich SZ-Redakteur Moritz Baumstieger, der kurz nach der Explosion das Land bereiste. Er habe Schockstarre erwartet, aber viel tatkräftige Bürger gesehen, die irgendwie dieser Situation Herr werden wollten. Bis heute sei unklar, wer für die Katastrophe nun eigentlich verantwortlich sei. Lediglich ein paar niedere Beamte würden deshalb in Haft sitzen. Schon vor der Explosion habe das Land am Rand des Kollaps gestanden, jetzt aber herrsche überall wirtschaftliches und politisches Chaos: Keine funktionierende Regierung, horrende Inflation und schlimme humanitäre Auswirkungen auf das Volk. Es dümpelt führungslos dahin. Der Libanon habe ein korruptes System, sagt Baumstieger, sei ein gescheiteres Land.Weitere Nachrichten: Zugunglück in Tschechien, Belarussische Leichtathletin Timanowskaja in Wien.Den achtteiligen Podcast "Inside 1860" finden Sie unter sz.de/Inside1860.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Valerie NowakZusätzliches Audiomaterial über ZDF, Reuters und YouTube.Beirut galt einst als Paris des Nahen Ostens. Doch das ist es schon lange nicht mehr. Nach einem blutigen Bürgerkrieg und dem Krieg in Syrien besteht dort nur ein kaputter Staat, der auf internationale Hilfe angewiesen ist. Und nachdem am 4. August 2020 fast 3000 Tonnen Ammoniumnitrat im Hafen Beiruts detonierten, ist auch fast nichts mehr von dem berühmten Gelassenheit und weltläufigen Charme der Libanesen zu spüren.Das sah damals aus wie in einem Kriegsgebiet, erinnert sich SZ-Redakteur Moritz Baumstieger, der kurz nach der Explosion das Land bereiste. Er habe Schockstarre erwartet, aber viel tatkräftige Bürger gesehen, die irgendwie dieser Situation Herr werden wollten. Bis heute sei unklar, wer für die Katastrophe nun eigentlich verantwortlich sei. Lediglich ein paar niedere Beamte würden deshalb in Haft sitzen. Schon vor der Explosion habe das Land am Rand des Kollaps gestanden, jetzt aber herrsche überall wirtschaftliches und politisches Chaos: Keine funktionierende Regierung, horrende Inflation und schlimme humanitäre Auswirkungen auf das Volk. Es dümpelt führungslos dahin. Der Libanon habe ein korruptes System, sagt Baumstieger, sei ein gescheiteres Land.Weitere Nachrichten: Zugunglück in Tschechien, Belarussische Leichtathletin Timanowskaja in Wien.Den achtteiligen Podcast "Inside 1860" finden Sie unter sz.de/Inside1860.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Valerie NowakZusätzliches Audiomaterial über ZDF, Reuters und YouTube.

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  • 03.08.2021
    12 MB
    12:23
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    Hubert Aiwanger: Popstar der Impfskeptiker

    In Bayern spitzt sich derzeit ein Streit zwischen Hubert Aiwanger und Markus Söder zu. Könnte die Koalition noch im Bundestagswahlkampf brechen?Bayerns Ministerpräsident Markus Söder stellte seinen Vize und Wirtschaftsminister kürzlich bloß: Hubert Aiwanger von den Freien Wählern (FW) will sich nicht impfen lassen. Das sei eine freie Entscheidung, es gebe keine Impfpflicht etcpp, verteidigt der sich. Seine rote Linie sei sein Körper. Dafür aber will Aiwanger nach der Bundestagswahl nach Berlin.Man unterschätzt die FW, wenn man sie lediglich als Folklore-Phänomen sieht, sagt der landespolitische Korrespondent der SZ in München, Andreas Glas. Tatsächlich würden die FW eine ähnliche Rolle einnehmen wie die CSU: Trotz Regierungsverantwortung einfach so tun, als sei man weiterhin in der Opposition. Es sei aber längst noch nicht ausgemacht, dass die Partei die Fünf-Prozent-Hürde überspringen werde. Aiwangers Impfskepis sei vielleicht mit seiner Herkunft vom Bauernhof zu erklären. Anfangs habe er das auch sehr defensiv vertreten, aber inzwischen wittere er seine Chance. Er habe sich zum Sprachrohr einer "angeblich unterdrückten Minderheit und zum Sprachrohr der Impfskeptiker gemacht." Trotzdem, prophezeit Glas, werde Söder mitten im Wahlkampf nicht mit ihm brechen.Weitere Nachrichten: Alle Einwohner Wuhans werden getestet, Grüne wollen Klimaschutzministerium.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Carolin LenkZusätzliches Audiomaterial über MünchenTV, TV aktuell, Dailymotion, BR 24.

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  • 02.08.2021
    11 MB
    11:32
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    Querdenker: "Der politische Arm der Einsamkeit"

    Trotz Verbots sind wieder Tausende sogenannte Querdenker durch Berlin marschiert. Obwohl die Bewegung schrumpft, werden Teile immer radikaler. Und das hat einen bestimmten Grund.Nach Polizeiangaben haben sich am Sonntag etwa 5000 Corona-Leugner in der Hauptstadt versammelt, obwohl ihre Demonstration verboten war. Eine bunte Mischung von Normalos und Esoteriker, Altlinken und Rechtsextremen, die ganz ungehemmt Seite an Seite marschierten. Ein Sammelbecken für Anti-Demokraten und Verdachtsfall für den Verfassungsschutz. Schnell ist die Situation eskaliert. Und wieder gab es tätliche Angriffe auf Polizisten und Journalisten. Fast 600 Festnahmen soll es gegeben haben. Auch ein 49-jähriger Demonstrant ist in Polizeigewahrsam kollabiert und im Krankenhaus gestorben.Es fing mit der Tea Party in den USA an, die sich beispielsweise mit ihrem Protest gegen Obama Gesundheitsversicherung gegen ihre eigenen Interessen wendete, sagt Nils Minkmar, Feuilleton-Redakteur der SZ. Dieses Phänomen sei auch bei den Gelbwesten in Frankreich oder den Brexitiers in Großbritannien zu beobachten. Soziologen beobachten dabei verstärkt eine Vereinzelung und Radikalisierung, die mit der persönlichen Vereinsamung einhergehe. Zwar wechsele der Feind bei diesen zersplitterten Bewegungen. Aber: "Diese Weltanschauungen gedeihen am besten in der Isolation", meint Minkmar. Im Grund seien diese nicht-koalitionsfähigen Bewegungen der "politische Arm der Einsamkeit". Auch durch virtuellen Austausch verbleibe man nur in seiner eigenen Echokammer. Ähnliches sei dies auch bei dem Ex-Moderator und heutigen Verschwörungstheoretiker Ken Jebsen zu beobachten, wie gerade der Podcast "Cui bono: WTF happened to Ken Jebsen?" sehr schön beleuchtet.Weitere Nachrichten: Stiko bleibt hart, Hitze und Brände am Mittelmeer.Hier finden Sie übrigens den Text von Nils Minkmar über die Einsamkeit der Querdenker.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Julia OngyerthZusätzliches Audiomaterial über den Twitter-Account von Antonie Rietzschel und YouTube.

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  • 30.07.2021
    12 MB
    12:10
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    Nach der Flut: Was ist eine Existenz wert?

    SZ-Reporter Marcel Laskus war in den Hochwasser-Gebieten unterwegs – mit Mitarbeitern von Versicherungen die den Schaden von Betroffenen schätzen.

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  • 29.07.2021
    13 MB
    13:21
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    Olaf Scholz, und sonst? - Die SPD im Wahlkampf

    Zwei Monate vor der Wahl stimmen die persönlichen Umfragewerte des Vizekanzlers. Seine Erfolge übertragen sich aber nur wenig auf die Partei.

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  • 28.07.2021
    11 MB
    12:07
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    "Nebenpräsident Trump": Streit um U-Ausschuss zum Kapitol-Sturm

    Seit Dienstag untersucht ein Ausschuss im US-Kongress den Sturm auf das Kapitol. Und verdeutlicht wie präsent Trump noch ist.

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  • 27.07.2021
    11 MB
    11:40
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    FDP-Wahlkampf: Alles für Jamaika?

    Es läuft gerade ganz gut für die FDP im Bundestagswahlkampf. Mit welcher Strategie die Liberalen jetzt in die nächste Bundesregierung wollen.Es läuft gerade ganz gut für die FDP: Die Umfragewerte sind stabil über zehn Prozent, Themen und Tonfall kommen offenbar an. Parteichef Christian Lindner hat deswegen sehr selbstbewusst eine Sommer-Wahlkampfreise begonnen und noch selbstbewusster kommuniziert, für welches Regierungsamt er sich am meisten interessiert: Er wäre gerne Finanzminister.Bis dahin sei es aber noch ein weiter Weg, sagt Daniel Brössler, der Lindner für die SZ im Wahlkampf begleitet. Eine Ampel-Koalition komme derzeit nicht in Frage. Die einzige Chance auf eine Regierungsbeteiligung sei Jamaika. Allerdings würde sich derzeit auch Schwarz-Grün alleine ausgehen. Wen Lindner jetzt als Hauptgegner ausgemacht hat, erklärt Brössler in dieser Folge.Weitere Nachrichten: Verschärfte Reiseregeln in Deutschland; Einreise in USA; Explosion in Leverkusen.

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  • 26.07.2021
    12 MB
    12:43
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    Impfpflicht: "Jeder Mensch muss die Wahlfreiheit behalten"

    Der Druck auf Nicht-Geimpfte nimmt zu. Sollen sie weniger Freiheiten bekommen als Geimpfte? Kommt die Impfpflicht durch die Hintertür?Fast überall steigen gerade wieder die Corona-Inzidenzzahlen. Frankreich, Italien und Griechenland reagieren mit Impfpflicht für bestimmte Berufe und Ausgrenzungen für Nicht-Geimpfte. Deutschlands Gesundheitsminister Jens Spahn hat sich immer wieder dagegen ausgesprochen. Aber gerade verliert die deutsche Impfkampagne an Kraft. Und jetzt hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) angekündigt, dass Menschen ohne Impfung im Herbst mit mehr Einschränkungen rechnen müssten. Unterstützung bekommt er von einer illustren Runde von Innenminister Horst Seehofer (CSU), aber auch von der Grünen-Spitze. CDU-Chef Armin Laschet hingegen lehnt das wie Justizministerin Christine Lamprecht (SPD) kategorisch ab. Einig sind sich die beiden da mit der Linken und der FDP.Christina Berndt hingegen hat sich in einem SZ-Kommentar auf die andere Seite gestellt. Ihre Meinung hat wiederum teils harsche Reaktionen in unserem Leserforum ausgelöst. "Angesichts der erwarteten vierten Welle im Herbst halte ich es für richtig einen Unterschied zwischen Geimpften und Nicht-Geimpften machen, sagt die Redakteurin aus der SZ-Wissensredaktion. Nicht-Geimpfte müsste sich dann strenger an Corona-Vorschriften halten, da von ihnen ein viel höheres Risiko ausgeht. In Deutschland werde auch für Menschen, die eine Infektion überstanden und Antikörper gebildet haben, sehr pragmatisch entschieden. Doch durch die Impfung sechs Monaten nach überwundener Krankheit, könnten zumindest die Betroffenen mit einem hohen Anteil von Antikörpern in eine Zwickmühle geraten. Auch seien Familien mit Kindern in einem Dilemma, da die ständige Impfkommission noch keine Impfung für unter Zwölfjährige empfiehlt. Sie jedenfalls wehrt sich gegen den Vorwurf, dass sie sich für eine Impfpflicht durch die Hintertür einsetzen würde: "Jeder Mensch muss die Wahlfreiheit behalten."Weitere Nachrichten: Warnmeldungen via Mobilfunk, IG-Metall-Chef Hofmann kritisiert Union und FDP, Olympiade.Christina Berndts Kommentar finden Sie hier.Die Leserdiskussion hier.Berndts Text über andere Sommer-Infekte finden Sie hier.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über Deutschlandfunk und ZDF.

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  • 23.07.2021
    13 MB
    13:11
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    Die "bizarre Privatreligion" des Attentäters von Waldkraiburg

    Der Attentäter von Waldkraiburg verübte Anschläge auf türkische Läden und Moscheen. Und ist selbst türkischer Abstammung. Wie passt das zusammen?Der Urheber der Anschläge von Waldkraiburg ist zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt worden - unter anderem wegen versuchten Mordes in 26 Fällen und schwerer Brandstiftung. Sein Motiv: Fanatischer Salafismus, Hass auf Türken im Allgemeinen und den „Staatsislam von Erdogan“, wie er ihn nannte, im Speziellen.Der nächtliche Brandanschlag hätte sehr schlimm ausgehen können, sagt SZ-Gerichtsreporterin Annette Ramelsberger. Im Haus über dem von ihm in Brand gesteckten türkischen Gemüseladen haben sich 26 Personen im Tiefschlaf befunden. Nur zufällig sei es nicht zu Toten gekommen. Dieser Anschlag sei aber nur der Höhepunkt einer ganzen Reihe von Anschlägen des Täters gewesen. Eines Mannes, der für die Lehren der Terrorgruppe des Islamischen Staates brannte. Doch leide er unter Schizophrenie und habe etwas für wahr gehalten, was nicht ist. Etwas, das der verantwortliche Richter eine "bizarre Privatreligion" nannte. Er werde jetzt lange in der geschlossenen Psychiatrie bleiben.Weitere Nachrichten: Misstrauensantrag gegen Ramelow gescheitert, Olympische Sommerspiele in Tokio eröffnet, Alfred Biolek ist tot.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Antonia FranzProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über TIK Online und Sportschau live.

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  • 22.07.2021
    12 MB
    12:28
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    Corona: Wie die steigende Inzidenz zu bewerten ist

    Die 7-Tage-Inzidenz für Deutschland steigt seit mehr als zwei Wochen kontinuierlich an. Wie viel Angst muss uns das machen?

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  • 21.07.2021
    12 MB
    12:42
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    Tokio: Kuriose Reise in die olympische Blase

    Die Olympischen Sommerspiele in Japan beginnen. Vor leeren Rängen und mit eingespielten Fangesängen, Jubel und Klatschen werden sie einigermaßen schräg. Über ein Weltereignis unter Corona-Bedingungen.Wegen Corona wurden die Olympischen Sommerspiele in Tokio um ein Jahr verschoben. Am Freitag beginnen sie jetzt offiziell. Ohne Fans - und nur mit wenigen VIPs. Und das obwohl gerade einmal 23 Prozent der Japaner und Japanerinnen vollständig geimpft sind - und die Infektionszahlen wieder steigen. Einige Wettkämpfe sind bereits am Mittwoch über die leere Bühne gegangen. Doch für Milliarden Fernsehzuschauer und 11 000 Athleten und Athletinnen wird Tokio die kommenden Wochen der Mittelpunkt der Welt sein. Kurios dabei: Damit sich die Sportlerinnen und Sportler in den Stadien nicht allein fühlen, soll ein Soundsystem mit Fanlärm und “virtuelles Fern-Klatschen” für Stimmung sorgen.Vom Olympischen Geist ist gerade noch nicht so viel in Tokio zu spüren, sagt SZ-Japan-Korrespondent Thomas Hahn. Es sei mit den ganzen Corona-Schutzbestimmungen eine sehr seltsame Stimmung. Manche der Vorschriften würden wenig Sinn machen, meint Hahn. Einen Aufwind wie nach den Spielen von 1964 erwarte er jedenfalls nicht. "Olympia wird mit mehr oder weniger desaströsen Folgen vorbei gehen."Weitere Nachrichten: Olympiade 2032 in Brisbane, Kindeswohl immer öfter gefährdet, Soforthilfe für Flutopfer.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia FranzProduktion: Carlo SarskyZusätzliches Audiomaterial über Olympics und Guardian.

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  • 20.07.2021
    13 MB
    13:33
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    Wie die Flutkatastrophe den Wahlkampf verändert

    Die Flut hat das politische Berlin erreicht. Die Opposition wirft der Regierung massive Versäumnisse vor. Ist die Flutkatastrophe ein Wendepunkt im Wahlkampf?Die Bilder der Zerstörungen nach den verheerenden Wassermassen sind noch omnipräsent. Die Keller noch nicht ausgepumpt. Die Toten noch nicht begraben. Aber die Suche nach den Schuldigen hat längst begonnen. Und so hagelt es Vorwürfe von der Opposition. Gegen den Innenminister, gegen das Bundesamt für Katastrophenschutz. Innenminister Horst Seehofer (CSU) weist die Vorwürfe als “billige Wahlkampfrhetorik” zurück. Aber eine Flut hat 2002 schon einmal eine Bundestagswahl entschieden. Damals konnte Gerhard Schröder (SPD) in Gummistiefeln Edmund Stoiber (CSU) noch auf der Zielgeraden überholen.Damals hat Jens Schneider die Flut und den Wahlkampf in Sachsen begleitet, heute berichtet er aus Berlin. Jetzt, nach der neuen Flutkatastrophe, erhofft sich Schneider eine sehr ernsthafte Diskussion um den Klimaschutz. Was muss man jetzt tun, statt sich nur mit Charakterfragen der grünen Spitzenkandidatin zu beschäftigen. Für eindeutige Schuldzuweisung sei es früh. "Man muss intensiv prüfen, was ist falsch gelaufen und was muss man bei den Meldeketten für Warnungen anders machen?" Armin Laschet, der Spitzenkandidat der Union, müsse sich jetzt als Krisenmanager beweisen. Bei Baerbock hebt Schneider hervor, dass sie zumindest nicht im Weg gestanden habe. Auch SPD-K-Kandidat Olaf Scholz hat mit seinen Hilfsversprechungen als Finanzminister "das geliefert, was man von ihm erwarten kann".Weitere Nachrichten: Ultimaten an Polen und Ungarn, Jeff Bezos im All, Humboldt-Forum eröffnet.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Benjamin MarkthalerZusätzliches Audiomaterial über Tagesschau.

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  • 19.07.2021
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    13:23
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    Wie Hilfe im Flutgebiet ankommt

    Bitte keine Sachspenden - und tatkräftige Hilfe von Außen, sagt die Geschäftsführerin der "Aktion Deutschland Hilft” zur Hilfe in der Flutkatastrophe. Und Manuela Roßbach sagt: “Wir brauchen einen langen Atem.”Die Hochwasserlage in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und in Bayern entspannt sich leicht. Aber die Folgen der Flutkatastrophe werden uns noch lange beschäftigen. Und bislang sind mehr als 160 Tote zu beklagen. "Wir helfen mit den Organisationen Maltesern, Johannitern und dem ASB an all den betroffenen Flussläufen und Regionen", sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin der “Aktion Deutschland Hilft”, einem Bündnis von mehr als 20 renommierten Hilfsorganisationen.Derzeit befinde man sich in den Überschwemmungsgebieten noch mit vielen Mitarbeitern in der Rettungsphase. Spenden sei sehr sinnvoll und 87 Prozent jeder Spende komme bei den Betroffenen an, versichert Roßbach. Der Rest werde für die Verwaltung, Koordination und Information benötigt. Roßbach spricht sich im Gespräch gegen Sachspenden aus. Dies verursache in der derzeitigen Situation noch mehr Chaos. Momentan sei das auch so mit fremder, tatkräftiger Hilfe von Außen: "Warten Sie noch ein bisschen bis sich die Lage geklärt hat. Wie brauchen einen sehr sehr langen Atem", appelliert sie. Klimaschutz spiele auch weltweit eine immer größere Rolle beim Katastrophenschutz.Die Website der “Aktion Deutschland Hilft” mit Ihrem Spendenkonto finden Sie hier.Weitere Nachrichten: Reaktionen auf die Pegasus-Recherche, USA werfen China Hackerangriffe vor, "Freedom Day" in Großbritannien.Redaktion, Moderation: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Benjamin MarkthalerZusätzliches Audiomaterial über Phoenix.

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