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Auf den Punkt

Die Nachrichten des Tages - von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell. Jeden Montag bis Freitag um 17 Uhr.

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  • 24.01.2022
    11 MB
    11:04
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    Wie Merz die CDU aus der Krise führen will

    Wie Friedrich Merz seine Partei nach langen Regierungsjahren an die Oppositionsrolle gewöhnen will.Die CDU hat am Samstag Friedrich Merz an ihre Spitze gewählt. Er muss die Partei nach langen Regierungsjahren erstmal wieder an die Oppositionsrolle gewöhnen muss. "Jetzt ist sie erst mal oppositionsfähig und dann grundsätzlich auch wieder regierungsfähig", sagt Boris Hermann aus dem Berliner Parlamentsbüro der SZ.Merz selbst habe sich geändert und aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Er habe aufgehört, seine Gegner zu unterschätzen und sich selbst konsequent zu überschätzen. Außerdem bemühe er sich jetzt viel stärker darum, seine Kritiker innerhalb der Partei einzubinden, also vor allem den den christlich-sozialen Flügel der Arbeitnehmer. Ob ihm das gelingen kann, darüber spricht CDU-Experte Boris Hermann aus dem SZ-Parlamentsbüro.Weitere Nachrichten: Amoklauf in Heidelberg, Ratzinger korrigiert Falschaussage, Ukraine-Krise.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Franziska von Malsen, Tami HolderiedProduktion: Imanuel PedersenZusätzliches Audiomaterial über CDU TV.

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  • 21.01.2022
    14 MB
    14:24
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    Missbrauchsgutachten: Was wusste Papst Benedikt?

    Am Donnerstag wurde in München ein Missbrauchsgutachten vorgestellt. Darin: Vorwürfe gegen den emeritierten Papst Benedikt.

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  • 20.01.2022
    12 MB
    12:30
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    Party-Affäre: Kann sich Boris Johnson noch an der Macht halten?

    Feiern mitten im Lockdown stürzen die Regierung von Boris Johnson in eine Krise. Der Premier kämpft um sein politisches Überleben.

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  • 19.01.2022
    12 MB
    11:57
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    EU-Taxonomie: Grüne Atomkraft?

    Frankreich ist für Kernkraft. Deutschland setzt auf Erdgas. Zwei Ideologien, zwei Mal Einsatz für Brückentechnologien. Dabei braucht es etwas ganz anders.Nicht nur die Bundesregierung ist entsetzt über die EU-Taxonomie, die auch Erdgas und Atomkraft als grün und nachhaltig einstuft. Diesen Freitag sollen die Stellungnahmen der Regierungen der 27 EU-Staaten in Brüssel eingehen. Und dann wird man in Brüssel sicherlich noch mal ein Auge auf die Taxonomie werfen. Aber ist da noch was zu verhindern?"Viel zu machen ist da nicht mehr", sagt SZ-Redakteur Michael Bauchmüller. Das Problem liege einige Jahre zurück. Damals habe das EU-Parlament zugelassen, dass man überhaupt diesen Weg über einen “Delegierten Rechtsakt” gewählt hat. Damit habe man alles in die Hände der EU-Kommission gelegt. Letztendlich sei den Deutschen da beim Erdgas entgegengekommen und den Franzosen bei der Atomkraft. “Die beiden mächtigsten Staaten Europas haben sich mit jeweils ihren Belangen durchgesetzt.” So unsinnig das auch sei.Aus Sicht der AkW-Freunde halte die Atomkraft durchaus die schädlichen Emissionen auf niedrigem Niveau zu halten. “Aber wenn man sich die gesamte Wertschöpfungskette anguckt, dann ist es wirklich verdammt schwierig, das noch als nachhaltig anzusehen.” Im Grunde aber brauche es statt dieser Übergangstechnologien neue Kraftwerke, die wirklich regenerative Energie erzeugen würden. Dazu sei die effizientere Nutzung von Wind- und Sonnenkraft nötig und Kraftwerke, die diese Energien auch speichern können.Auf Dauer glaubt Bauchmüller, “dass wir viel öfter erneuerbare Energien ins Ausland exportieren werden als Atomstrom aus dem Ausland nach Deutschland”. Natürlich werde es auch Jahre geben, in denen das anders sein werde. “Aber deswegen die Energiewende insgesamt lächerlich zu machen, hielte ich für einen großen Fehler."Weitere Nachrichten: Blinken trifft Lawrow, Millionäre wollen höher besteuert werden, 100.000 Corona-Neuinfektionen.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Tami Holderried, Pegah Julia MeggendorferProduktion: Imanuel PedersenZusätzliches Audiomaterial über Tagesschau.

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  • 18.01.2022
    12 MB
    12:49
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    Wie die Politik um eine allgemeine Impfpflicht ringt

    Seit bald zwei Monaten wird in Deutschland über eine allgemeine Impfpflicht diskutiert. Woran es hakt und wie sie durchgesetzt werden könnte.

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  • 17.01.2022
    11 MB
    11:53
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    Ukraine-Konflikt: "Will man keinen Krieg, muss man sich darauf vorbereiten"

    Außenministerin Baerbock enttäuscht ukrainische Wünsche nach Waffenlieferungen. Aber was kann Russland noch stoppen?Die neue Außenministerin Annalena Baerbock besucht dieser Tage Kiew und Moskau. Dort will die Grüne den Ukraine-Konflikt diplomatisch entschärfen. So schließt sie zwar Waffenlieferungen für die Ukraine aus, stellt die Gaspipeline Nord Stream 2 zur Disposition und warnt vor "einem Preis", den Russland bezahlen müsse, sollte die Föderation in das Nachbarland einmarschieren.Sie meine damit aber vor allem wohl neue Sanktionen. "Aber aus russischer Sicht ist das gar kein hoher Preis", sagt der Leiter des SZ-Politikressorts Stefan Kornelius. Russland unter Präsident Wladimir Putin verstehe da wohl nur Härte. Möglich gemacht habe diese gefährliche Situation erst US-Präsident Joe Biden. Denn der habe ausgeschlossen, dass die Vereinigten Staaten militärisch eingreifen. Diese Position müsse Washington ändern. Denn: "Wenn man keinen Krieg möchte, muss man sich für den Krieg vorbereiten", meint Kornelius. Das sei eine klassische Lehre aus dem Kalten Krieg.Weitere Nachrichten: Genesenen-Status nur noch für drei Monate, Freispruch für Meşale Tolu.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Tami Holderied, Pegah Julia MeggendorferProduktion: Imanuel PedersenZusätzliches Audiomaterial über Phoenix.

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  • 14.01.2022
    11 MB
    11:32
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    Wie Israel mit Corona leben lernt

    Die Corona-Entwicklung in Israel liegt oft Monate vor unserer. Was wir daraus lernen können.

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  • 13.01.2022
    11 MB
    11:55
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    Lebenslange Haft für syrischen Folter-Chef: Ein wegweisender Prozess?

    In einem Gefängnis des syrischen Geheimdienstes ließ Anwar R. Menschen foltern und ermorden. Nun hat ein deutsches Gericht ihn zu lebenslänglich verurteilt.

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  • 12.01.2022
    12 MB
    12:07
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    Wie gut funktionieren Selbsttests bei Omikron?

    Die Omikronwelle zieht über Europa mit neuen Corona-Rekordzahlen. Aber wie zuverlässig funktionieren eigentlich die Selbsttests bei der neuen Variante noch?Wir haben in Deutschland so viele Neuinfektionen wie noch nie, mehr als 80.000. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass sich von Westeuropa bis Zentralasien mehr als die Hälfte aller Menschen mit Omikron anstecken wird – und das bereits bis März. Wie eine Flutwelle werde die Variante von West nach Ost über den Kontinent rauschen.Der amerikanische Corona-Experte Anthony Fauci bringt die Lage so auf den Punkt: Letztlich finde Omikron also jeden. Was das für uns bedeutet, erklärt** Felix Hütten aus dem SZ Ressort Wissen**. Er beschreibt auch, wie zuverlässig die Selbsttests bei Omikron sind.Weitere Nachrichten: Johnson entschuldigt sich für Party, Scholz will ImpfpflichtModeration, Redaktion: Franziska von MalsenRedaktion: Lars Langenau, Pegah MeggendorferProduktion: Benjamin MarkthalerZusätzliches Audiomaterial über csis.org.

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  • 11.01.2022
    12 MB
    12:06
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    Wie es im Fall Djokovic jetzt weitergehen könnte

    Der weltbeste Tennisspieler, Novak Djokovic, bereitet sich in Melbourne auf die Australian Open vor. Doch weil er nicht gegen Corona geimpft ist, ist noch unklar, ob er da überhaupt antreten darf.Ungeimpft gegen Corona hätte Novak Djokovic eigentlich nicht nach Australien einreisen dürfen. Doch der Serbe wedelt mit einer Sondergenehmigung. Deshalb schlägt dem besten Tennisspieler der Welt harsche Kritik entgegen. In Serbien aber ist er ein Volksheld. Sein Vater vergleicht seinen Sohn gar mit Jesus und Spartacus.Djokovic sei "weder der Erlöser der Menschheit, noch hat er Sklavenaufstände angeführt oder das Proletariat vertreten", sagt SZ-Sportredakteurin Barbara Klimke. Er polarisiere und sei "kein Freund der Impfung". Aber Djokovic habe in seiner Karriere fast 1000 Spiele gewonnen und ungefähr 200 verloren. "Er weiß sehr viel darüber, was Gewinnen und verlieren heißt." Der gerade errungene juristische Erfolg, bei dem ein Gericht seinen Visumsentzug aufgehoben hatte, sei aber noch kein Matchgewinn. Und dass er jetzt plötzlich im Dezember infiziert gewesen sein will, löse nur neue Fragen aus.In Australien hätten sehr rigorose Maßnahmen zur Abwehr des Virus gegolten, sagt Klimke. Allein Melbourne sei sechs Mal im Lockdown gewesen. Deshalb habe es viele Australier "erbost und erbittert", wenn man sich nicht an geltende Regeln hält.Weitere Nachrichten: Union verzichtet auf eigenen Antrag zur Impfpflicht, Deutschland verfehlt wohl Klimaziele.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Tami Holderied, Pegah Julia MeggendorferProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über Reuters.

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  • 10.01.2022
    15 MB
    15:37
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    Chef des deutsch-russischen Forums warnt vor “neuer Eiszeit”

    Der Chef des deutsch-russischen Forums warnt eindringlich vor einer kriegerischen Auseinandersetzung an der Grenze zur Ukraine. “Wir sind förmlich verdammt dazu, dies zu verhindern”, meint Matthias Platzeck.Anlässlich der amerikanisch-russischen Gespräche in Genf fordert Matthias Platzeck, Vorsitzender des deutsch-russischen Forums, eine neue europäische Entspannungspolitik. Komme es an der ukrainisch-russischen Grenze zu einer kriegerischen Auseinandersetzung, dann folge eine neue “Eiszeit” zwischen Ost und West, warnt Matthias Platzeck. “Wir sind förmlich verdammt dazu, dies zu verhindern.” Eine “mit den anderen EU-Partnern abgestimmte, gemeinsame Außenpolitik” zur Entspannung mit Russland könne dafür durchaus Impulse liefern.Die jetzige Situation erinnere ihn “in manchen Facetten an den Kalten Krieg”, die aber durchaus noch schlimmer werden könne. “Wir leben schon längst wieder in der Gefahr, wie vor 1914, wo man praktisch schlafwandelnd in einen Krieg hinein taumelte”, sagte Platzeck weiter. Russland fühle sich seit mehreren Jahrzehnten “bedrängt von der Nato-Osterweiterung”. Es gehe Moskau deshalb mit seinem massiven Truppenaufbau vor allem darum, “Sicherheitsbedürfnis in ihrer direkten Umgebung zu befriedigen”.Er hoffe sehr, dass nach den Gesprächen in Genf zumindest wieder die Nato-Mission der Russen eröffnet wird. Man brauche “solche Kommunikationskanäle dringend, um Gefahren abzuwenden”. Zudem müssten Mechanismen wieder in Gang gesetzt werden, die bereits 1997 zwischen der Nato und Russland vereinbart worden seien. Etwa, “dass es es keine Nato-Manöver in früheren Warschauer-Pakt-Staaten geben wird und dass dort keine Raketen aufgestellt werden”. Vielleicht könne man auch “ein Moratorium” erreichen, dass erstmal “keine großen Militärmanöver mehr stattfinden, dass die Rüstungskontrolle wieder eine Rolle spielt, dass auf Stationierung von Waffensystemen sowohl auf russischer, aber auch auf Nato-Seite verzichtet wird".Weitere Nachrichten: Djokovic, Aung San Suu Kyi.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Pegah Julia Meggendorfer, Franziska von MalsenProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über Reuters und Deutsche Welle.

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  • 31.12.2021
    24 MB
    24:28
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    USA 2021: Trump, Biden und eine unsichtbare Dritte

    Nach vier Jahren Trump hat man mit einem eher ruhigen Jahr in den USA gerechnet. Nichts davon wurde wahr. Teil drei unserer Jahresrückblicksserie.Das Jahr 2021 war noch jung, da hat es schon den ersten richtigen Knall gegeben: Am 6. Januar 2021 sollte eigentlich nur der US-Kongresses die Wahl von Joe Biden zum 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten bestätigen. Normalerweise eine Formsache, doch es kommt zum Eklat. Über diese wilde Zeit spricht unser USA-Korrespondent Hubert Wetzel. Auch darüber, wie beliebt Biden heute ist - und wie sich Vize-Präsidentin Kamala Harris macht.Die Sendungen von Tami Holderried über Corona finden Sie hier.Die von Franziska von Malsen über die Bundestagswahl hier.Unseren Recherchepodcast “Das Thema” über Afghanistan hier.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia FranzProduktion: Benjamin MarkthalerZusätzliches Audiomaterial über NBC.

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  • 29.12.2021
    24 MB
    25:16
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    Merkel geht, Scholz kommt - Wie 2021 politisch gelaufen ist

    2021 hat politisch viel verändert. Dass Merkel geht, war klar. Aber wer hätte auf die Ampel gewettet? Wie es so gekommen ist und was das für 2022 bedeutet. Teil 2 des Jahresrückblicks.

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  • 27.12.2021
    21 MB
    22:06
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    Jahr drei mit Corona: Geht die Pandemie 2022 endlich vorbei?

    Das zweite Pandemiejahr ist vorbei, die Infektionszahlen steigen und es ist kein Ende in Sicht. Teil eins unserer Jahresrückblicksserie.

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  • 23.12.2021
    11 MB
    11:18
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    Warum es so schwer ist, unsere Meinung zu ändern

    Die eigene Einstellung für die richtige zu halten, ist menschlich. Wie Sie die Weihnachtsfeiertage gut überstehen mit Menschen, die vielleicht anders denken als Sie.Wann und wozu haben Sie eigentlich in letzter Zeit Ihre Meinung geändert? Also bei einer Sache, die Ihnen wirklich wichtig ist. Na? Fällt Ihnen erstmal nix ein. Ganz Normal. Die eigene Einstellung für die richtige zu halten, ist nämlich sehr menschlich.Wie Sie die Weihnachtsfeiertage trotzdem gut überstehen mit Menschen, die vielleicht ganz anders denken als Sie selbst – das verrät Ihnen in dieser Folge vom Podcast **Henning Beck**. Er ist **Neurobiologe** und Experte in der Frage, warum es uns Menschen so schwer fällt, unsere Meinung zu ändern.

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  • 22.12.2021
    10 MB
    10:51
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    Reichen die Maßnahmen, um die Omikron-Welle zu brechen?

    Omikron wird in Kürze auch die Corona-Infektionen in Deutschland bestimmen. Die Politik hat reagiert. Doch ausreichend - und schnell genug?Ab dem 28. Dezember dürfen sich generell, also auch Geimpfte und Genesene, nur noch maximal zehn Personen treffen. Zudem müssen Clubs schließen. Fußballspiele und andere Großveranstaltungen müssen auf Zuschauer verzichten. Doch werden diese Kontaktbeschränkungen die erwartete Omikron-Welle brechen? Oder droht nach Weihnachten wieder eine Überlastung des Gesundheitssystems?Es sei tatsächlich "überraschend, dass erst kurz vor Silvester Kontaktbeschränkungen für weite Teile der Bevölkerung kommen sollen", meint die stellvertretende Leiterin des Berliner SZ-Parlamentsbüros, Cerstin Gammelin.Sie kritisiert die Kakophonie zwischen dem neuen Expertenrat der Bundesregierung und dem Robert-Koch-Institut: Der Bürger wisse derzeit nicht mehr, was jetzt das richtige und entscheidende Gremium sei. "Das ist eine recht chaotische Kommunikation der neuen Regierung." Auch sei interessant zu beobachten, wie sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) innerhalb kürzester Zeit verändert habe: Die "Stimme der Straße und der Talkshows" gebe plötzlich nicht mehr den "großen Warner", sondern bremse jetzt eher.Weitere Nachrichten: Russland für Gespräche mit USA und Nato, Xavier Naidoo darf Antisemit genannt werden.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über ARD und Bundespressekonferenz.

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  • 21.12.2021
    12 MB
    12:41
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    Droht ein neuer Bosnien-Krieg?

    Serbenführer Milorad Dodik will Bosnien-Herzegowina spalten. Riskiert er einen neuen Krieg?Der Bürgerkrieg in Bosnien und Herzegowina hat mindestens 100.000 Tote und eine Millionen Flüchtlinge gefordert. Seit dem Frieden von Dayton 1995 leben die Volksgruppen in einem fragilen Staat mehr oder weniger zusammen. Doch jetzt forciert Milorad Dodik, der serbische Repräsentant im dreiköpfigen Staatspräsidium Bosnien-Herzegowinas, praktisch die Abtrennung des serbischen Teils vom Gesamtgebilde. Innerhalb von sechs Monaten soll die Zuständigkeit für Armee, Justiz und Steuern von Bosnien-Herzegowina auf den serbischen Teilstaat Srpska übertragen werden."Dodik ist mit allen Wassern gewaschen und hängt sein Mäntelchen dahin, wo der beste Wind weht", sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Ein "erheblicher Teil" des aktuellen Konflikts sei sicher "Wahlkampfgetöse", aber Dodik könne sich auch auf Serbien und Moskau verlassen. Russlands Interesse sei schlicht und ergreifend, dem Westen "mit relativ wenig Aufwand so viel Ärger wie möglich zu machen". Es sei enttäuschend, dass sich EU und USA nicht bereits wieder stärker engagieren würden.Das Gespräch mit Christian Schmidt, dem Hohen Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina, finden Sie hier.Weitere Nachrichten: Giffey neue Berliner Bürgermeisterin, Kontaktbeschränkungen, Boostern nach drei Monaten.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Franziska von MalsenProduktion: Jakob Arnu, Justin PatchettDer Bürgerkrieg in Bosnien und Herzegowina hat mindestens 100.000 Tote und eine Millionen Flüchtlinge gefordert. Seit dem Frieden von Dayton 1995 leben die Volksgruppen in einem fragilen Staat mehr oder weniger zusammen. Doch jetzt forciert Milorad Dodik, der serbische Repräsentant im dreiköpfigen Staatspräsidium Bosnien-Herzegowinas, praktisch die Abtrennung des serbischen Teils vom Gesamtgebilde. Innerhalb von sechs Monaten soll die Zuständigkeit für Armee, Justiz und Steuern von Bosnien-Herzegowina auf den serbischen Teilstaat Srpska übertragen werden."Dodik ist mit allen Wassern gewaschen und hängt sein Mäntelchen dahin, wo der beste Wind weht", sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Ein "erheblicher Teil" des aktuellen Konflikts sei sicher "Wahlkampfgetöse", aber Dodik könne sich auch auf Serbien und Moskau verlassen. Russlands Interesse sei schlicht und ergreifend, dem Westen "mit relativ wenig Aufwand so viel Ärger wie möglich zu machen". Es sei enttäuschend, dass sich EU und USA nicht bereits wieder stärker engagieren würden.

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  • 20.12.2021
    11 MB
    11:52
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    Omikron: Weihnachten 2020 wird sich wiederholen

    Die neue Virus-Variante ist schnell und infiziert sehr viele. Eigentlich helfen nur Kontaktbeschränkungen. Kann das die fünfte Corona-Welle noch aufhalten?Die Firmenfeier in einem Restaurant in Oslo ist Ende November zu einem Superspreader-Event geworden. Dabei hatten die Gäste eigentlich alles richtig gemacht: Fast alle waren doppelt geimpft und alle hatten einen Antigen-Schnelltest gemacht. Doch kurz nach der Party stand fest: 81 der 117 Feiernden hatten sich mit Corona infiziert. 66 von ihnen mit Omikron. Angesteckt hatten sie sich wohl alle von einer Person. Die war erst zwei Tage vor der Party aus Südafrika zurückgekommen. Und hat dann offenbar ahnungslos, weil symptomfrei, die anderen mit der Mutante angesteckt. Inzwischen führt Omikron zu krassen Fallzahlen in Großbritannien, Dänemark und breitet sich in rasender Geschwindigkeit auch anderswo immer weiter aus.“Wir wissen fast nichts und unglaublich viel schon über dieses Virus", sagt der Biologe und SZ-Wissenschaftsjournalisten Hanno Charisius. Im Grunde schaue man dem Erkenntnisprozess gerade live zu. Tatsächlich "wissen wir noch nicht, wie viel ansteckender diese Variante" sei. Man könne aber davon ausgehen, dass Menschen "durch zwei Impfungen gut vor schweren Krankheitsverläufe geschützt" werden. "Eine dritte Impfung wird da sicherlich noch mal ein bisschen was drauflegen." Einen Schutz vor Infektion biete aber selbst zwei Impfungen "fast gar nicht". Da würden nur Kontaktbeschränkungen helfen.Weitere Nachrichten: Kontaktbeschränkungen ab 28.12., neuer Impfstoff Nuvaxovid, Joachim Nagel wird neuer Präsident der Bundesbank.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Imanuel Pedersen

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  • 17.12.2021
    11 MB
    11:33
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    „Mythos Merz“: Was er als CDU-Chef verändern will

    Beim dritten Anlauf hat es geklappt: Friedrich Merz hat den Parteivorsitz geholt, gleich im ersten Wahlgang. Was das für ihn und die CDU bedeutet.Die CDU hat einen neuen Chef: Friedrich Merz. Mit rund 62 Prozent hat er direkt im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Parteimitglieder von sich überzeugt. Merz hat lange auf diesen Erfolg hingearbeitet. Was die Wahl für ihn und die CDU bedeutet, darüber spricht **Roman Deininger, SZ-Experte für die Union**, im Podcast: “Merz ist 2002 von Angela Merkel aus dem Fraktionsvorsitz gedrängt worden. Ich glaube, dass diese Geschichte und seine Abwesenheit aus der Politik in der CDU zum Mythos Merz beigetragen haben. Er ist eine Sehnsuchtsfigur geworden.”Die Reportage über die Impf-Auswanderer nach Paraguay lesen Sie [hier](http://www.sz.de/1.5490593) ab 19h.**Weitere Nachrichten: Karlspreis für belarussische Oppositionelle, Warnung vor Johnson & Johnson**

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  • 16.12.2021
    13 MB
    13:33
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    Start der Kinderimpfungen: Warum sie jetzt wichtig sind

    Seit dieser Woche gibt es Corona-Impfstoff für kleine Kinder. Aber die Stiko empfiehlt die Impfung nur mit Einschränkungen. Was tun?

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  • 15.12.2021
    13 MB
    13:31
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    Mordpläne auf Telegram: Die realen Folgen der Online-Hetze

    Die App Telegram ist ein Sumpf aus Falschinformationen und Verschwörungserzählungen. Das führt zu realer Gewalt. Wie lässt sich die Plattform kontrollieren?

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  • 14.12.2021
    11 MB
    10:56
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    Omikron in England: Ist Johnson der richtige Krisenmanager?

    Die Corona-Mutante Omikron breitet sich in Großbritannien rasend schnell aus. Boris Johnson setzt aufs Boostern. Aber der Premier steht selbst unter Druck.Vergangenen Sonntagabend hat Boris Johnson sehr ernst in einer TV-Ansprache vor der neuen Corona-Variante Omikron gewarnt. Die Zahl der Infektionen würde sich alle zwei, drei Tage verdoppeln. Und um diese neue Welle zu stoppen, dazu würden zwei Impfungen nicht mehr reichen. Deshalb sei jetzt der Booster, die Auffrischungsimpfung, entscheidend.“Boris Johnson macht gerade nicht den Eindruck, dass er der richtige Krisenmanager ist”, sagt der SZ-Korrespondent für Großbritannien, Michael Neudecker. Schließlich kursiert gerade ein Foto aus der Weihnachtszeit 2020, das den Premier bei einem lustigen Weihnachts-Quiz in geselliger Runde zeigt. Doch damals war Lockdown in London, also eigentlich nichts mit Feiern. Seit dem "Freedom-Day" im Juli seien in England fast alle Beschränkungen gefallen, so Neudecker. Als dann die Varianten auftauchten, hätte die Regierung zunächst "eine extreme Sorglosigkeit" gezeigt.Weitere Nachrichten: Testpflicht bei 2G plus entfällt in Bayern für Geboosterte, Biontech-Impfung schützt vor schweren Omikron-Verläufen.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Tami HolderriedProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über BBC.

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  • 13.12.2021
    13 MB
    13:06
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    Russland, EU, Klima: Wie Baerbock die Außenpolitik umbauen will

    Die neue Außenministerin hat keine Schonfrist: In ihrer ersten Woche muss sie zeigen, wie sie mit großen Krisen umgehen will.

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  • 10.12.2021
    13 MB
    13:44
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    Der Fall Assange: "Journalismus ist kein Verbrechen"

    Julian Assange droht die Auslieferung in die USA. Für Lisa Kretschmer von "Reporter ohne Grenzen" bedeutet das: Jeder Journalist müsse künftig befürchten, wegen Berichten zu Geheimdiensten, nationaler Sicherheit oder Kriegsverbrechen verfolgt zu werden.Der Gründer von Wikileaks drohen in den USA bis zu 175 Jahre Haft. Dabei ist Julian Assange seit inzwischen elf Jahren nicht mehr in Freiheit. Nachdem die Whistleblowerin Chelsea Manning seiner Enthüllungsplattform geheime Videos und Dokumente von Kriegsverbrechen der US-Streitkräfte im Irak und Afghanistan zugespielt hat, steht er unter Dauerdruck. Am Freitag hat der Londoner High Court dem Auslieferungsersuchen der US-Behörden stattgegeben und das Urteil einer Vorinstanz aufgehoben. Damals war die Auslieferung von Assange unter Berücksichtigung seines psychischen und gesundheitlichen Zustands und die zu erwartenden Haftbedingungen untersagt worden. Washington hat diese Entscheidung jedoch angefochten - und bekam Recht."Journalismus ist kein Verbrechen und darf auch nicht zu einem solchen gemacht werden", sagt Lisa Kretschmer von Reporter ohne Grenzen. Aber die aktuelle Entscheidung habe das Potenzial, dass Journalismus kriminalisiert wird und verfolgt wird. Assange wäre "der erste Herausgeber, der auf Grundlage des Spionagegesetzes verfolgt" werden würde. Dabei habe er nur "auf Grundlage von geleakten Informationen Berichterstattung betrieben". Jeder Journalist, jede Journalistin, jede Quelle, jedes Medienunternehmen müsse in Zukunft befürchten, dass Berichterstattung zu sensiblen Themen wie Geheimdienste, nationale Sicherheit oder Kriegsverbrechen verfolgt werden würden. Assange werde verfolgt für etwas, das in weiten Teilen nicht von den alltäglichen Aktivitäten eines Investigativjournalisten und Analysten zu unterscheiden sei. Kretschmer ist sehr skeptisch, dass Assange in den USA kein faires Verfahren erwarten würde. Auch habe sich seine gesundheitliche Lage eher verschlimmert. Aus Sicht von Reporter ohne Grenzen sei die sofortige, bedingungslose Freilassung die einzige Alternative.Den Podcast von Reporter ohne Grenzen finden Sie unter wwww.reporter-ohne-grenzen.de/podcastWeitere Nachrichten: Auslandreisen von Scholz und Baerbock, Impfpflicht für Pflegeberufe, Friedensnobelpreis.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Tami Holderried, Moritz BatscheiderProduktion: Jakob Linus ArnuZusätzliches Audiomaterial über Reuters, Vice und ZDF Info.

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  • 09.12.2021
    12 MB
    12:25
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    Ukraine-Konflikt: Droht ein neuer kalter Krieg?

    Russland zieht Soldaten an der Grenze zur Ukraine zusammen. Können die Gespräche zwischen Biden und Putin einen Krieg verhindern?Russland hat an der Grenze zur Ukraine 90 000 Soldaten stationiert und es könnten noch mehr werden. Eine Drohgebärde gegenüber der Ukraine, den USA und Europa. Können die Gespräche zwischen Biden und Putin einen Krieg verhindern? Stefan Kornelius, Leiter des SZ-Politikressorts, sagt: "Wir rauschen im Moment in vollem Tempo zurück in eine Kalte Kriegssituation, wo Moskau und Washington über das Schicksal Europas verhandeln." In Auf den Punkt spricht er darüber, was das für Deutschland bedeutet.

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  • 08.12.2021
    13 MB
    13:59
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    Olaf Scholz vereidigt: Er hat Ja gesagt

    Wer ist der Mann, der jetzt Kanzler ist? Und was für eine Figur hat er am Tag der Amtsübergabe gemacht.Wer ist der Mann, der jetzt Kanzler ist? Und was für eine Figur hat er am Tag der Amtsübergabe gemacht. **Nico Fried, Leiter der SZ-Parlaments-Redaktion** in Berlin, hat Olaf Scholz den ganzen Tag beobachtet und blickt auch zurück auf seinen steinigen Weg zur Kanzlerschaft.

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  • 07.12.2021
    14 MB
    14:18
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    Sachsen: Hotspot für Querdenker und Verschwörungsmythen

    Im Osten wird am wenigsten geimpft, die Neuinfektionen sind am höchsten, die Krankenhäuser am vollsten. Die Proteste aber am heftigsten. Wie hängt das alles zusammen?Sachsen hat die höchste Corona-Inzidenz in Deutschland. Covid-Patienten werden inzwischen in andere Bundesländer ausgeflogen. Trotzdem regt sich hier der größte Widerstand gegen die Bekämpfung der Pandemie. Freitagabend etwa zogen rund 30 Personen mit Fackeln vor das Haus der sächsischen Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Und auch Montagabend haben wieder Hunderte Coronaleugner, Impfgegner, Querdenker und Anhänger anderer Verschwörungsmythen illegal demonstriert.Hinter den Protesten steckten oft Rechtsextreme, sagt die Leipziger SZ-Korrespondentin Antonie Rietzschel. Gemeinsam mit der AfD hätten sie die "besorgten Bürger" inzwischen so aufgehetzt, dass die "der Meinung sind, sie müssten jetzt wirklich aktiv Widerstand leisten gegen eine vermeintliche Corona-Diktatur". Zudem gebe es sehr lange schon "eine Art eigene sächsische Identität gegen die da oben". Dies sei ein tiefes Misstrauen, egal bei welchem Thema. Manchmal richte es sich gegen Migration, jetzt eben gegen die Corona-Maßnahmen. Das speise sich auch noch aus Erfahrungen mit der DDR-Geschichte, meint Rietzschel.Weitere Nachrichten: Ampel-Koalitionsvertrag unterzeichnet, Carsten Schneider wird neuer Ostbeauftragter, Reem Alabali-Radovan wird Staatsministerin für Migration, Impfungen.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Franziska von MalsenProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über ARD Tagesthemen und FDP.

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  • 06.12.2021
    13 MB
    12:59
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    Juso-Chefin Rosenthal: "FDP betreibt Klientelpolitik"

    Es ist Nikolaus und die Ampel steht. Aber die Juso-Chefin Jessica Rosenthal übt Kritik am liberalen Koalitionspartner: der habe mehr Vermögensteilung verhindert.Nach SPD, FDP haben auch die Mitglieder der Grünen der neuen Ampel-Koalition auf Bundesebene zugestimmt. Am Nikolaustag haben die Sozialdemokraten zudem ihre Ministerinnen und Minister benannt. Neben dem designierten Regierungschef Olaf Scholz wird Wolfgang Schmidt Kanzleramtsminister. Die größte Überraschung ist wohl, dass Karl Lauterbach tatsächlich Gesundheitsminister wird und die hessische Fraktions- und Landesvorsitzende Nancy Faeser Innenministerin, als erste Frau in diesem Amt. Das neue Bauministerium soll Klara Geywitz leiten. Christine Lambrecht wird Verteidigungsministerin. Svenja Schulze leitet das Ministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Hubertus Heil bleibt Minister für Arbeit und Soziales.Ein großer Machtfaktor sind auch die Jusos, die in der neuen SPD-Fraktion fast ein Viertel der Abgeordneten stellen. Juso-Chefin Jessica Rosenthal begrüßt die Kabinettsmitglieder der SPD, allerdings sei es "nicht so vielfältig aufgestellt, wie die Jusos sich das wünschen". Das zeige, "wie lang der Weg ist, den wir noch zu gehen haben". Die Bundesvorsitzende der Jungsozialistinnen und Jungsozialisten fordert seit längerem eine Impfpflicht für alle und erwartet die Umsetzung auch von dem designierten Gesundheitsminister Karl Lauterbach: "Ich glaube schon, dass es sehr nach einer Impfpflicht aussieht, denn auch die FDP wird sich aus ihrer eigenen Verantwortung und Führungsaufgabe nicht herausziehen dürfen und können.""Am Ende des Tages geht es für mich nach wie vor darum, dieses Wirtschaftssystem grundlegend besser zu machen", sagte Rosenthal weiter. Im Koalitionsvertrag seien viele Dinge, "die am Ende auch Umverteilung möglich machen". Aber es sei klar, dass bei der Frage von Vermögensverteilung nicht reiche. Die FDP habe "ganz klar Klientelpolitik betrieben und dafür gesorgt, dass das verhindert wurde". Allerdings habe man in dem von ihr mit verhandelten Koalitionsverhandlungen für Arbeit "schon Verständnis füreinander entwickelt".Weitere Nachrichten: ÖVP-Politiker neuer Innenminister in Österreich, Fackelaufmarsch vor Haus von Sachsens Gesundheitsministerin Köpping verurteilt, Urteil gegen Aung San Suu Kyi.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Franziska von MalsenProduktion: Justin Patchett, Moritz BatscheiderZusätzliches Audiomaterial über SPD.

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  • 03.12.2021
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    11:51
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    Nach Kurz-Rückzug: Was jetzt schon wieder in Österreich passiert ist

    In Wien folgt gerade ein Paukenschlag dem nächsten: Ex-Kanzler Kurz zieht sich aus der Politik zurück, sein Nachfolger Schallenberg tritt zurück. Und was will der neue Kanzler Karl Nehammer?Die Politik in Österreich ist gerade ein Fest für Kabarettisten: Erst zieht sich Ex-Kanzler Sebastian Kurz aus der Politik zurück, angeblich wegen der Geburt seines Sohnes. Dann tritt sein Nachfolger Schallenberg ab, dann noch Finanzminister Gernot Blümel. Und dann baut Karl Nehammer das Kabinett noch weiter um. Der ÖVP-Politiker ist designierter neuer Parteichef und Kanzler, Österreichs dritter Kanzler in diesem Jahr.“Es war natürlich nicht wirklich das Kindlein”, meint SZ-Österreich-Korrespondentin Cathrin Kahlweit. "Das sind natürlich vorgeschobene Argumente. In Wirklichkeit geht es darum, dass Kurz keinen Weg mehr für sich in dieser Partei sah und Blümel schon länger amtsmüde war." Zudem würden die Ermittlungen in der Chat-Affäre laufen und es gebe wohl auch weitere Vorwürfe in dieser Sache.Der gelernte Soldat und zukünftige Kanzler Nehammer sei bei Abschiebungen, Islamismus und Asyl ein "politischer Hardliner". Allerdings gelte er auch als seriös, als "einer, mit dem man reden kann". Deshalb sei wohl auch der grüne Koalitionspartner ganz angetan von der Personalie. Auch weil sie hoffen, mit ihm die ganze Legislaturperiode zu schaffen. Und was könnte aus dem erst 35-jährigen Kurz werden? "Er hat eine Ausbildung als Kanzler", sagt Kahlweit. "Unternehmensberatungen nehmen einen immer", vielleicht setze er auch sein Studium fort, macht einen Abschluss - oder gehe ins Ausland.Mehr aus Wien und Umgebung lesen Sie jeden Freitag im Österreich-Newsletter. Und den können Sie kostenlos unter sz.de/oesterreich bestellen.Weitere Nachrichten: "Wellenbrecher" ist Wort des Jahres, Impfungen, Omikron, AfD-Spender Finck tot.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb, Tami Holderried, Moritz BatscheiderProduktion: Justin PatchettZusätzliches Audiomaterial über ARD, WDR, ORF, ÖVP und 20th Century Fox.

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  • 02.12.2021
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    13:01
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    Omikron: Hält der Impfschutz gegen die Variante?

    Mitten in der vierten Welle verbreitet sich eine neue Corona-Variante: Omikron. Wie gefährlich ist die Mutante?

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  • 01.12.2021
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    12:31
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    Corona: Was Deutschland von Spanien lernen kann

    In Ländern wie Spanien und Portugal ist die Corona-Lage deutlich entspannter als bei uns in Deutschland. Woran liegt das?

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  • 30.11.2021
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    11:27
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    BVerfG: Entscheidung zur Notbremse und was folgen könnte

    Die Bundesnotbremse aus dem Frühsommer war zulässig. Wie die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts die Politik der Ampel prägen wird.Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden: Die sogenannte Bundesnotbremse aus dem Frühsommer war zulässig. Konkret: die Kontakt-Beschränkungen, die Ausgangssperren und selbst die geschlossenen Schulen. Wie diese Entscheidung auch die Politik der Ampel prägen wird, erklärt **Stefan Kornelius, SZ-Politik-Chef**. Er sagt: "Die Entscheidung macht der Politik das Leben einfacher, weil sie signalisiert: Euer Mut wurde belohnt, die Notbremse war gerechtfertigt und sie war zumutbar."**Weitere Nachricht:** IS-Anhänger zu lebenslänglich verurteilt**Moderation, Redaktion**: Franziska von Malsen**Redaktion**: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb**Produktion**: Imanuel Pedersen

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  • 29.11.2021
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    13:44
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    Prozess gegen Epstein-Freundin Maxwell: Chance auf Gerechtigkeit?

    In New York startet der Prozess gegen Ghislaine Maxwell. Laut Anklage hat sie Jeffrey Epsteins sexuellen Missbrauch erleichtert. Doch ist sie Komplizin – oder selbst Opfer?Ein sehr, sehr reicher Mann missbraucht mutmaßlich über Jahre minderjährige Mädchen. Er baut dafür einen Prostitutionsring auf und nutzt dafür seine opulenten Anwesen überall auf der Welt. Und seine wichtigste Komplizin war wohl ausgerechnet eine Frau, seine ehemalige Lebensgefährtin. So zumindest lautet der Vorwurf gegen Ghislaine Maxwell. Und gegen sie startet am Montag in New York der Prozess.Jeffrey Epstein wurde 2019 tot in seiner Gefängniszelle gefunden, aber Maxwell lebt. Deshalb spielt für Epsteins Opfer jetzt eine umso größere Rolle, wie der Prozess gegen sie ausgeht. Sie sehen das Urteil als letzte Chance auf Gerechtigkeit. Denn Epstein ist längst zum Symbol einer wohlhabenden Elite geworden, die sich alles erlauben kann – und mit allem durchkommt.In dem Fall geht es vor allem um Opfer, die Maxwell selbst missbraucht haben soll, sagt US-Korrespondent Thorsten Denkler. Epstein habe nach Ansicht der Staatsanwaltschaft “ein riesiges Netzwerk als Schneeballsystem” gebildet, mit dem er und Maxwell Minderjährige zum sexuellen Missbrauch herangeschafft haben. Diese Mädchen haben dann neue Mädchen rekrutiert, die dann gegen Bezahlung wiederum andere Mädchen in sein Anwesen gebracht haben sollen. Lange habe sich Epstein nicht für seine Taten verantworten müssen. Als hätten die Reichen und Mächtigen, die zu seinem Freundes- und Bekanntenkreis zählten, ihre schützende Hand über ihn und seine Machenschaften gelegt.Weitere Nachrichten: Omikron-Variante, General soll Corona-Krisenstab leiten, Rangnick Trainer von ManU.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Anna-Lena Limpert, Franziska von MalsenProduktion: Benjamin MarkthalerZusätzliches Audiomaterial über Reuters.

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  • 26.11.2021
    15 MB
    15:04
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    Triage in einer bisher nicht gekannten Notlage

    In den Krankenhäusern geht es inzwischen um Leben oder Tod. Die Debatte um die Triage ist neu entfacht. Stellt sich die Frage: Was muss denn noch passieren, damit sich Menschen impfen lassen? Triage kommt aus dem Französischen und bedeutet so viel wie auslesen, auswählen oder sortieren. Der Begriff stammt aus der Militärmedizin, wo es um die Versorgung der Verletzten auf dem Schlachtfeld geht. Historisch gab es erste Ansätze der Triage im 16. Jahrhundert, als im österreichischen Kaiserreich eine Sanitätseinheit zur Versorgung verwundeter, aber überlebensfähiger Soldaten geschaffen wurde. Während des Massensterbens der napoleonischen Kriege im 18. Jahrhunderts gewann er eine neue, erschreckende Bedeutung.Und jetzt passiert genau das hier bei uns, in der Jetzt-Zeit. Angesichts immer neuer, trauriger Rekordwerte in Deutschland stößt auch das Gesundheitssystem hier an seine Grenzen. Durch die hohe Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen stoßen Kliniken gerade in einigen Regionen in Deutschland an Kapazitätsgrenzen. Plötzlich sprechen wir auch wieder über die Triage - oder die “Priorisierung”. Und Werner Bartens, Arzt und Redakteur im SZ-Wissenressort, fragt: “Leute, was muss denn noch passieren, damit Ihr Euch impfen lasst?” Die Situation sei wirklich dramatisch: “Das ist eine bisher nicht gekannte Notlage” Und er fügt hinzu: “Früher war Kinderteller, jetzt geht es um Leben und Tod.” Und längst gehe es in der Debatte "um alle, die eine Notfallversorgung brauchen” und nicht mehr nur um Covid-Patienten. Doch auch Bartens ist klar, dass jeder und jede behandelt werden müsse. selbst Impfgegner und Impfverweigerer. Und auch die Vereinigung der Intensivmediziner sagt: "Wir sind Retter, keine Richter.“Weitere Nachrichten: Neue Virusvariante B.1.1.529, grüne MinisterInnen, Grubenunglück in Sibirien.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Benjamin MarkthalerZusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz und Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V.

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  • 25.11.2021
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    12:35
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    Klima, Wohnen, Schuldenbremse: Was der Koalitionsvertrag verspricht

    Die Ampel steht, der Koalitionsvertrag liegt vor. Aber wer konnte darin seine Versprechen aus dem Wahlkampf auch verankern?Seit Mittwoch liegt er also vor: der Koalitionsvertrag der Ampel. Ein bisschen kann man sich das vorstellen wie einen Ehevertrag. Nur eben zwischen drei Partnern: SPD, Grüne und FDP.Aber wer hat sich wo mit seinen Vorstellungen durchgesetzt? Das analysiert in dieser Folge **Nico Fried, Leiter des SZ-Parlamentsbüros in Berlin**. Er sagt, alles in allem könne sich die Ampel mit dem Koalitionsvertrag sehen lassen. Es gibt allerdings auch einen Punkt, an dem er den Plan der Koalitionäre richtig schwach findet. Und ob Christian Lindner der Aufgabe als Finanzminister wirklich gewachsen ist, daran hat Fried so seine Zweifel.

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  • 24.11.2021
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    13:35
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    Impfpflicht: Was dafür spricht, was dagegen

    Die neuen Corona-Regeln schränken nicht nur Ungeimpfte ein, sondern auch die Geimpften. Ist eine allgemeine Impfpflicht die Lösung? Darüber streiten zwei SZ-Redakteure in einem Pro und Contra.Für Ungeimpfte herrscht an vielen Orten faktisch wieder Lockdown, sie dürfen nicht mehr in Hotels und Restaurants, nicht mehr zum Sport oder in die Musikschule. Aber auch die Geimpften spüren die Einschränkungen deutlich. Und Bayern verlegt die ersten Intensivpatienten in andere Bundesländer. Ist eine allgemeine Impfpflicht die Lösung?Dazu gehen auch in der SZ-Redaktion die Meinungen auseinander. In dieser Folge sprechen deshalb zwei Kollegen. Der eine ist für die Impfpflicht, die andere dagegen. Wer kann Sie mehr überzeugen?**Weitere Nachrichten:** Impfpflicht für Soldat:innen, neue Regierung

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  • 23.11.2021
    11 MB
    11:17
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    Wer wird was in der neuen Bundesregierung - oder auch nicht

    Die Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP gehen zu Ende. Doch wer bekommt welche Ministerien? Die Spekulationen dazu laufen auf Hochtouren.Wer wird was im neuen Bundeskabinett? In Berlin kursieren kurz vor Ende der Koalitionsverhandlungen Listen über Ministerämter - und regen Spekulationen an. Dabei ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Listen direkt von den Verhandlern stammen.Denn früh genannte Namen könnten Personen pushen - oder auch früh verbrennen, meint SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun. Klar sei nur, dass Olaf Scholz, Christian Lindner, Robert Habeck und Annalena Baerbock im Kabinett vertreten sein werden. "Habeck werde im weitesten Sinne Klimaschutz-Minister, aber wird sein Ministerium auch so heißen?" Vor Lindner als Finanzminister würden sich unsere südeuropäischen Nachbarn fürchten, da er auf die Einhaltung der Schuldenbremse pochen werde. Bei könne sich erst noch zeigen, ob sie "wirklich das Zeug zu einer großen oder guten Außenministerin" habe. Interessante sei auch, ob es wieder ein mächtiges Wohnungsbau-Ministerium geben werde, denn dies könne sich der finanziellen Spaltung in der Gesellschaft entgegenstemmen.Weitere Nachrichten: Immer mehr Länderchefs für Impfpflicht, Söder räumt Fehler in vierter Corona-Welle ein, Helge Braun will Serap Güler als CDU-Generalsekretärin.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Jakob Linus Arnu

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  • 22.11.2021
    13 MB
    13:08
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    Österreich: Zwischen Lockdown, Impfpflicht und Randale

    Österreich ist erneut im Lockdown. Zudem wird es als erstes EU-Land die allgemeine Impfpflicht einführen. Wie kommt das an – und was hat ein Pferdewurmmittel damit zu tun?Am Samstag gab es in Wien eine Großdemo mit 40 000 Teilnehmern gegen die Corona-Politik von ÖVP und Grünen. "Wer sich da einreihte, der musste wissen, dass er hinter Nazis her läuft", sagt SZ-Österreich-Korrespondentin Cathrin Kahlweit. Die Anzahl der "ernstzunehmenden Spinner" sei irritierend hoch gewesen.Viele Demonstranten wehrten sich gegen die Einführung der allgemeinen Corona-Schutzimpfung im Februar und die neuen Maßnahmen. Denn der neue Lockdown gelte für Alle, also auch für die Geimpften. Jedoch sei die Stimmung bei denen eher so: "Wenn die Deppen sich nicht impfen lassen, müssen wir den Preis dafür zahlen." Die Geimpften würden "Verantwortung übernehmen - und die Ungeimpften randalieren".Weitere Nachrichten: Stichwahl in Chile, Chinesische Tennisspielerin Peng Shuai wieder da.Mehr aus Österreich lesen Sie jeden Freitag im Österreich-Newsletter. Und den können Sie kostenlos unter sz.de/oesterreich bestellen.Unseren Podcast "Und nun zum Sport" finden Sie unter sz.de/podcast.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Franziska von Malsen, Anna-Lena LimpertProduktion: Imanuel Pedersen, Carlo SarskyZusätzliches Audiomaterial über Phoenix, Tagesschau, Der Standard.

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  • 19.11.2021
    12 MB
    12:55
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    Wer über die neuen Coronaregeln entscheidet

    Die Ampelparteien und die Union haben neue Corona-Maßnahmen beschlossen, im Bundestag und in einer Ministerpräsidentenkonferenz. Sind sich die Gremien einig?

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  • 18.11.2021
    13 MB
    13:08
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    Coronazahlen: “Das Virus ist gut berechenbar, die Bevölkerung nicht.”

    Eine Wutrede von RKI-Chef Wieler zeigt wie dramatisch die Coronawerte gerade sind. Doch wie belastbar sind die Zahlen noch und auf welche Werte müssen wir besonders achten?

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  • 17.11.2021
    13 MB
    13:34
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    Wie Putin Belarus stützt

    Die Situation an der polnischen Grenze zu Belarus entspannt sich offenbar gerade. Wie konnte es so weit kommen und welche Rolle spielt Russland?Nachdem zuletzt bis zu 2000 Migranten an der Grenze zwischen Polen und Belarus campiert hatten, werden die Geflüchteten jetzt gerade mit Bussen an andere Orte gebracht. Doch wer ist Schuld an dieser Lage? “Moskau und Minsk stellen das natürlich so dar, dass sie völlig unschuldig an der Situation sind”, sagt SZ-Russland-Korrespondentin Silke Bigalke. In deren Darstellung sei die EU schuld an der Misere. Denn die Union habe diesen Menschen erzählt, dass das Leben bei ihnen viel besser sei. Und mit diesem Versprechen hätte die EU eben die Menschen nach Europa gelockt.Lukaschenko möchte sich vor allem an der Macht halten. Aber da er sich nach den gefälschten Präsidentschaftswahlen für die EU als Partner unmöglich gemacht hat, setze er jetzt eben auf Angst. Ohne den Rückhalt des russischen Präsidenten Wladimir Putin hätte Lukaschenka so einen Schritt nie gewagt, meint Bigalke. “Putin freut sich immer, wenn wenn die EU schlecht aussieht.” Für ihn sei die EU quasi der freiheitliche Gegenentwurf zu seinem autoritär geführten Russland.Alexander Gutsfeld berührende Reportage von der polnisch-belarussischen Grenze lesen Sie hier.Weitere Nachrichten: Corona-Lage, CDU-Bewerberfeld.Wir freuen uns sehr, wenn Sie an unserer aktuellen Podcast-Umfrage teilnehmen. Sie dauert fünf bis zehn Minuten und hilft uns, "Auf den Punkt" besser zu machen. Alle weiteren Innformationen und die Umfrage finden Sie hier.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus Leitgeb, Antonia FranzProduktion: Benjamin Markthaler

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  • 16.11.2021
    14 MB
    14:52
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    Warum (Booster-) Impfungen jetzt so wichtig sind

    Fast 70 Prozent der Deutschen sind geimpft. Trotzdem steigen die Neuinfektionen. Wie helfen die Boosterimpfungen und wie kann man mit Impfverweigerern umgehen?Manchmal, da kann man große gesellschaftliche Konflikte auf eine kleine persönliche Auseinandersetzung runterbrechen. Etwa bei der Frage, ob man schon geimpft ist. Die kann womöglich Freundschaft zerbrechen lassen. "Impfen hat sehr viel gebracht und wären mehr Menschen geimpft, dann hätte es noch mehr gebracht", sagt SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt. Es gebe immer auch Impfdurchbrüche, aber Ungeimpfte haben "im Durchschnitt die schwereren Verläufe". Und auf der Intensivstation sind die Ungeimpften in der Mehrheit, obwohl sie eine Minderheit in der Gesellschaft darstellen.Auffrischungsimpfungen, also Booster, sei inzwischen allen nach sechs Monaten zu empfehlen. Besonders bei älteren Personen, solchen mit Übergewicht, Rauchern und Menschen mit Herzproblemen und Autoimmunerkrankung sei "die Immunantwort dann tatsächlich womöglich so niedrig, dass es gefährlich wird".Wir freuen uns sehr, wenn Sie an unserer aktuellen Podcast-Umfrage teilnehmen. Sie dauert fünf bis zehn Minuten und hilft uns, "Auf den Punkt" besser zu machen. Alle weiteren Innformationen und die Umfrage finden Sie hier.Weitere Nachrichten: Länder verschärfen Corona-Regeln, Nord Stream 2 auf Eis.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Tami HolderriedProduktion: Jakob Arnu

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  • 15.11.2021
    10 MB
    10:10
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    Bilanz UN-Klimakonferenz: Die Macht der Unwilligen

    Nach der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow herrscht Ernüchterung. Wer waren die Verhinderer - und was bleibt?Selten war ein Treffen wie diese 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow so überladen mit Ängsten aber auch Hoffnungen. Jetzt ist nicht nur UN-Generalsekretär Antonio Guterres gefrustet. Aber es ist eben ein Kompromiss.Und der war weder "historisch" noch eine "Blamage", meint der Umweltexperte der Berliner SZ-Parlamentsredaktion Michael Bauchmüller. So sei die Europäische Union mit den von der Klimakatastrophe am stärksten bedrohten Inselstaat Vorreiter gewesen. China, Indien sowie Saudi-Arabien und andere Ölförderländer seien hingegen die Bremser gewesen. Neben dem offiziellen Geschehen hätten sich einige "Allianzen der Willigen" gebildet, die wichtige andere Vereinbarungen zur Zusammenarbeit getroffen hätten.Aber es hätte sich eben auch eine "Allianz der Unwilligen" gezeigt, zu der auch ein Großteil der deutschen Autobauern zähle, meint Bauchmüller. Die einzelnen Länder müssen jetzt eben selbst beim Klimaschutz ernst machen. Für Deutschland etwa bedeute das, dass dringend der Ausbau erneuerbarer Energien wieder auf genommen werde müsse, der in den jüngsten Jahren fast zum Erliegen gekommen sei.Weitere Nachrichten: Corona-Regeln werden weiter verschärft, Schwesig als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern wiedergewählt.Wir freuen uns sehr, wenn Sie an unserer aktuellen Podcast-Umfrage teilnehmen. Sie dauert fünf bis zehn Minuten und hilft uns, "Auf den Punkt" besser zu machen. Alle weiteren Innformationen und die Umfrage finden Sie hier.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Tami HolderiedProduktion: Imanuel PedersenZusätzliches Audiomaterial über den Twitter Account von Antonio Guterres.

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  • 12.11.2021
    12 MB
    12:44
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    Corona-Winter: Was Scholz und die Ampel planen

    Olaf Scholz will Deutschland “winterfest” machen. Welche Pläne hat die Ampel für den Corona-Winter und wie steht es um die Koalitionsverhandlungen?

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  • 11.11.2021
    12 MB
    12:51
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    Pfleger über die vierte Welle: "Alle, die noch da sind, haben doppelt so viel zu stemmen"

    Die Inzidenzen steigen und auch die Lage auf den Intensivstationen wird wieder schwieriger. Der Intensivpfleger Andreas Schäfer erzählt, was die Situation für das Pflegepersonal bedeutet und wie er mit Ungeimpften umgeht.

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  • 10.11.2021
    11 MB
    11:45
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    COP26 will klimaneutrale Weltwirtschaft aufbauen

    Am Freitag endet die 26. UN-Klimakonferenz in Glasgow. Zeit für eine erste Bilanz mit dem Chef des Bundesumweltamtes Dirk Messner.Die Klimakatastrophe ist bereits spürbar. Und doch hört man von der 26. UN-Klimakonferenz bislang nur wenig konkrete Entscheidungen zum Schutz des Planeten. Hübsche Fernziele und sonst nichts gewesen?"Hier werden ernsthafte Verhandlungen geführt", widerspricht der Präsident des Bundesumweltamtes Dirk Messner. Im Zentrum stehe der Aufbau einer klimaneutralen Weltwirtschaft. Dies sei im Grunde "ein neues Narrativ für die Weltwirtschaft, ein neues Leitbild". "Klimaneutralität kann sich kein Land mehr versperren", sagt Messner. Auch wenn die notwendigen Investitionen dafür "beileibe noch nicht hoch genug" seien.Deutschland und Europa müssen bei internationalen Kooperation allerdings mehr machen. "Wir werden Klimaschutz nicht hinkriegen, wenn wir nicht zugleich für sozialen Zusammenhalt und Gerechtigkeit sorgen." Das sei auch ein Auftrag für die neue Koalition. "Wenn wir jetzt steigende CO2 Preise haben, dann können wir einen Großteil der Einnahmen direkt an die Bürgerinnen und Bürger zurückgeben", sagt der Leiter von Europas größter Umweltbehörde.Weitere Nachrichten: Belarus, Milliardenstrafe für Google, Annette Kurschus ist neue EKD-Ratsvorsitzende.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Anna-Lena Limpert, Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Imanuel PedersenZusätzliches Audiomaterial über Guardian, NBC News und COP26.

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  • 09.11.2021
    12 MB
    12:20
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    Geflüchtete in Belarus: Lukaschenkos Kalkül

    Viele Menschen versuchen via Belarus über Polen in die EU zu gelangen. Welche Rolle dabei Minsk und Moskau spielen.Es sind zutiefst verstörende Bilder aus der langen grünen Grenze zwischen Polen und Belarus. Hunderte, wenn nicht Tausende Geflüchtete, versuchen dort die Sperranlagen in die Europäische Union zu überwinden. Auf polnischer Seite sind inzwischen zehntausende Sicherheitskräfte aufgefahren. Warschaus Regierung und die EU werfen dem Machthaber in Minsk, Alexander Lukaschenko, vor, die Menschen gezielt einfliegen zu lassen. Sicher sei, dass Spezialeinheiten der Belarussen sie mit Bussen und LKWs an die Grenze bringen werden, sagt SZ-Osteuropa-Korrespondent Florian Hassel. Es gebe "handfestes Beweismaterial", dass belarussische Militärs mit Uniform und Waffe "hinter den Migranten standen, während die versuchten, den Zaun niederzureißen und den Stacheldraht zu durchbrechen".Andererseits greife auch der polnische Grenzschutz zu illegalen "Pushbacks" um die Geflüchteten zurückzudrängen. Lukaschenko habe bereits Ende Mai im Parlament in Minsk offen gesagt, dass der Westen "jetzt unsere Arbeit erledigen" wird. Er meinte damit Drogenhandel und die Verhinderung der Einreise von Migranten. Er folge damit einem "mit dem russischen Geheimdienst FSB entworfenen Plan, die EU durch Migrantenströme zu destabilisieren". Zudem räche er sich dafür, dass er für die von ihm gefälschte Präsidentschaftswahl von der EU kritisiert wird und dass der Westen die Opposition unterstützt. "Vielleicht hofft er, dass die Sanktionen gemildert werden," meint Hassel. Andererseits verdiene Belarus mit der Lenkung der Flüchtlungsströme auch viel Geld. Laut Schätzungen müsse ein Migrant bis zu 15 000 Dollar an Minsker Reisebüros und Schlepper zahlen.Weitere Nachrichten: Corona, Lichtenstein nur zähneknirschend für Mindeststeuer, Zentralrat fordert reinen Schoa-Gedenktag.Moderation, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Vinzent-Vitus LeitgebProduktion: Jakob ArnuZusätzliches Audiomaterial über Reuters und dem Twitter-Account von Nexta TV.

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  • 08.11.2021
    12 MB
    12:34
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    Neuer SPD-Chef: Der wandlungsfähige Lars Klingbeil

    Lars Klingbeil wird wohl neben Saskia Esken neuer SPD-Chef. Was den bisherigen Generalsekretär auszeichnet.Was für Persönlichkeiten schon an der Spitze der Sozialdemokraten standen. Kurt Schumacher oder Willy Brandt etwa. Und bald wahrscheinlich Lars Klingbeil. Der bisherige SPD-Generalsekretär will die Sozialdemokraten neben Saskia Esken ab Mitte Dezember führen. Denn Norbert Walter-Borjans sieht seine Aufgabe als erfüllt an."Die neue Parteispitze muss vor allem die Geschlossenheit beibehalten", meint SZ-Parlamentskorrespondent Mike Szymanski, und "den innerparteilichen Ausgleich zwischen den Flügeln bewerkstelligen." Klingbeil zeichne seine "Anpassungsfähigkeit" aus, die er von Martin Schulz über Andrea Nahles bis zu Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans in seiner Funktion als Generalsekretär beweisen habe. Klingbeil habe selbst bei so grundverschiedenen Charakteren "immer einen Modus gefunden, mit allen loyal zu arbeiten". Der Niedersachse sei als Parteilinker gestartet, sei aber inzwischen im eher rechten Seeheimer Kreis der SPD aktiv. Er habe viele Wandlungsprozesse durchgemacht.Weitere Nachrichten: Höchststand Corona-Neuinfektionen, hunderte Migranten wollen von Belarus nach PolenModeration, Redaktion: Lars LangenauRedaktion: Tami HolderriedProduktion: Jakob ArnuZusätzliches Audiomaterial über Twitter-Account von Lars Klingbeil und Phoenix.

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  • 05.11.2021
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    11:51
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    Vierte Corona-Welle: Was die Politik für den Winter plant

    Inzidenz, Intensivpatienten, Tote: Alle Corona-Zahlen steigen. Nach einem ruhigen Sommer stecken wir mitten in der vierten Welle. Was plant die Politik für den Winter?Der bundesweite Corona-Inzidenzwert ist mit fast 170 so hoch wie seit der zweiten Welle nicht mehr. Obwohl mittlerweile 67 Prozent der Menschen in Deutschland voll geimpft sind, müssen wieder mehr Infizierte ins Krankenhaus. Und auch die Zahl derer, die an Covid-19 sterben, steigt gerade wieder. Nach einem ruhigen Sommer stecken wir jetzt also mittendrin, in der vierten Welle ."Die Polarisierung beim Thema Impfung und Impfpflicht ist natürlich enorm. Und das Spannungspotential, das in unserer Gesellschaft mit diesem Thema verknüpft ist, das ist mindestens so besorgniserregend wie das Virus selbst", sagt **Angelika Slavik, SZ-Redakteurin im Berliner Parlamentsbüro**. In Auf den Punkt spricht sie über die Pläne der Politik für den Winter.

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  • 04.11.2021
    12 MB
    12:54
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    Kinderarzt über RS-Virus: “Tsunami an Infektionen”

    Immer mehr Kinder stecken sich mit dem RS-Virus an. Viele Kliniken sind voll. Wie gefährlich ist das Virus – und warum grassiert die Krankheit gerade in diesem Jahr so stark?

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