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Clever Girls – rebellisch, feministisch, wegweisend | rbbKultur

Berühmte Brandenburgerinnen – Einmal pro Woche stellen wir hier Brandenburgerinnen vor, die das Zeug zum Role Model haben. Spannende - aber weitgehend vergessene - feministische Vorbilder wie:- Justine Siegemundin – Hebamme, die im 17. Jahrhundert das erste deutsche Lehrbuch für Geburtshilfe geschrieben hat. - Erna Kretschmann - engagierte Naturschützerin und Erfinderin des Eulen-Symbols für Naturschutzgebiete. - Johanna Louise Pirl – Glashüttenbesitzerin und Selfmadefrau in der rein männlichen Geschäftswelt des 18. Jahrhunderts.

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  • 27.03.2021
    41 MB
    43:36
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    Eva Strittmatter, die meistgelesene Lyrikerin der deutschen Sprache

    Eva Strittmatter ist bis heute die meistgelesene Lyrikerin der deutschen Sprache. Ihre Gedichtbände wie "Ich mach ein Lied aus Stille" oder "Mondschnee liegt auf den Wiesen" erreichten in der DDR Auflagen von mehr als zwei Millionen und wurden in 17 Sprachen übersetzt. Privat lebte Eva Strittmatter mit dem Dichter Erwin Strittmatter ab 1954 auf den Schulzenhof bei Gransee. Wie sehr sie dort auch gelitten hat - in der Abgeschiedenheit, zerrissen zwischen Kindern und untreuem Künstlerehemann - das vertraut sie ihren Gedichten an.Susanne Utsch spiricht mit der Journalistin und Eva Strittmatter-Biografin Dr. Irmtraud Gutschke und mit der Lyrikerin Ulrike Almut Sandig, die schon als Kind Gedichte von Eva Strittmatter gelesen hat.FrauenOrt: Eva-Strittmatter-Garten, Ecke Wittstocker Allee/ Neuruppiner Allee, 16816 Neuruppin http://www.frauenorte-brandenburg.de/index.php?article_id=103Bücher: Irmtraud Gutschke: "Eva Strittmatter: Leib und Leben" Ulrike Almut Sandig: "Monster wie wir" Ulrike Almut Sandig: "ich bin ein Feld voller Raps verstecke die Rehe und leuchte wie dreizehn Ölgemälde übereinandergelegt"

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  • 20.03.2021
    43 MB
    44:51
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    Erna Kretschmann - Naturschützerin der ersten Stunde

    1991, nur 2 Jahre nach dem Mauerfall, setzte sich die schwarze Eule auf gelbem Grund auch im Westen als Zeichen für Naturschutzgebiete durch. Ein Triumpf für Erna Kretschmann und ihren Mann. Der hatte dieses Naturschutzsymbol schon in den 50er Jahren entwickelt. Zusammen mit ihm kämpft Erna Kretschmann seit dem Ende des zweiten Weltkriegs für den Schutz von Fauna und Flora in der DDR. Sie halten Vorträge, schreiben Artikel, klären in Schulungen auf, verbünden sich mit Gleichgesinnten und schaffen Naturlehrpfade im ganzen Land. Mit ihrem Ehemann Kurt teilt Erna Kretschmann die Haltung, dass die Natur kein Rohstoff ist, der für wirtschaftliche Zwecke genutzt und verbraucht werden darf, sondern zuallererst eine Kostbarkeit, die eines besonderen Schutzes bedarf. Mit dieser Einsicht war sie ihrer Zeit weit voraus. Heute würde sich Erna Kretschmann vermutlich Greta Thunberg und ihren Zielen anschließen.Zu Gast im Studio: Kerstin Götter, Geschäftsführerin Haus der Naturpflege e.V und Christiane Schröder, Landesgeschäftsführerin NABU Brandenburg

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  • 13.03.2021
    39 MB
    41:20
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    ETFs statt Sparbuch - Frauen und der Gender Investment Gap

    Am 10. März war "Equal Pay Day" – der Tag, der auf die Lohnlücke zwischen Männer und Frauen hinweisen soll, die derzeit bei 19 Prozent liegt. Das Fatale ist: Frauen verdienen nicht nur weniger, sie machen auch weniger aus ihrem Geld. Im Vergleich zu Männern investieren Frauen seltener z.B. in Aktien. Das führt dazu, dass Frauen im Alter nicht nur weniger Rente, sondern auch weniger Rücklagen haben. Diesen "Gender Investment Gap" erforscht Prof. Alexandra Niessen-Ruenzi an der Universität Mannheim.Mit ihrem Buch "Selbst investiert die Frau" will die Finanzjournalistin Christiane von Hardenberg Frauen Mut machen, ihre Finanzen in die Hand zu nehmen. Beide Expertinnen sind zu Gast in unserer Sonderausgabe von Clever Girls.Buch Christiane von Hardenberg: "Selbst investiert die Frau", Rowohlt Taschenbuch, 304 Seiten, 16,00 EuroStudie zum "Gender Pension Gap" von Prof. Alexandra Niessen-Ruenzi: https://rbburl.de/2km

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  • 06.03.2021
    40 MB
    42:27
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    Emilie Winkelmann – Deutschlands erste Architektin

    Holz, Steine, Zement, Leisten und Balken - in dem Baufachgeschäft ihres Großvaters lernte die junge Emilie alle Materialien für den Hausbau kennen und lieben. Hier beschloß sie Architektin zu werden. Dabei durften Mädchen damals noch gar nicht studieren. Mit einem Trick schaffte sie es an die Hochschule, sie schrieb sich einfach nur als E. Winkelmann ein. Bis zur Examensprüfung ging das gut, dann flog der „Schwindel“ auf und sie musste die Universität ohne Abschluss verlassen. Doch sie hatte auch so genug gelernt und machte sich mit einem Architekturbüro selbstständig. Etliche Bauten der ersten deutschen Architektin sind bis heute erhalten, manche stehen sogar unter Denkmalschutz.Zu Gast bei Julia Riedhammer im Podcast sind: Elke Duda, Architektin, WOMEN IN ARCHITECTURE BERLIN 2021 www.WIA-Berlin.de und die Architekturexpertin Sigrid Hoff.

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  • 01.03.2021
    47 MB
    49:16
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    Kunst ist Kampf - Annemirl Bauer

    Ihre Künstlerkarriere beginnt in Berlin, wo Annemirl Bauer vor allem Frauen und Kinder in den Mittelpunkt ihres Werkes stellt. "Über das Weibliche möchte ich sprechen", so schreibt sie später, "weil ich in einer männlichen Welt lebe, wo das weibliche Sein so gut wie nicht sichtbar ist." Annemirl Bauers "Madonna vom Prenzlauer Berg" sitzt in einer verwahrlosten Großstadtkulisse. Als Gegenentwurf lockt drumherum eine ländliche Idylle. So einen Rückzugsort findet Annemirl Bauer im brandenburgischen Niederwerbig. Die Flucht nach dort ist auch ein Rückzug aus der politischen Realität der DDR, gegen die sie immer wieder protestiert, wie z.B. 1984 mit einer Eingabe, in der sie die Berliner Mauer als überflüssig bezeichnet. Und sie positioniert sich vehement in ihrer Kunst wie ganz persönlich gegen die Einführung der Wehrpflicht für Frauen. Sie stirbt im August 1989 – kurz vor dem Mauerfall - im Alter von nur 50 Jahren.Franziska Walser im Gespräch mit der Kunsthistorikerin Susanne Altmann und mit der Künstlerin Antje Scholz, Mitglied des Brandenburgischen Künstlerinnenvereins ENDMORÄNE.

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  • 01.03.2021
    41 MB
    43:06
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    Nicht zerbrechlich - die Glashüttenbesitzerin Johanna Louise Pirl

    Mit nur 40 Jahren wird Johanna Pirl zur Witwe. Ihr Ehemann hinterlässt ihr eine Glashütte. Ihr weiteres Leben scheint vorgezeichnet: das Unternehmen verkaufen und einen neuen Mann finden. Aber Johanna Pirl scherte sich nicht um die Konventionen ihrer Zeit. Sie behielt die Fabrik, baute die Glashütte aus, gründete sogar eine neue Ortschaft. Bald verkaufte sie ihre Produkte bis nach Großbritannien. Und auch für ein unverwechselbares Image sorgte die gewiefte Unternehmerin! Stets in Weiß gekleidet, wurde sie in der rein männlichen Geschäftswelt des 18. Jahrhunderts selbst zur Marke.Im Gespräch: Bärbel Backwitz, Stadtführerin Neuglobsow Dr. Silke Kamp, Historikerin

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  • 01.03.2021
    32 MB
    34:13
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    Die Filmfrauen von Babelsberg

    Die Babelsberger Filmstudios sind ein Ort, an dem seit über hundert Jahren Filmmythen entstehen: UFA-Klassiker wie "Metropolis" und "Der Blaue Engel" oder DEFA-Erfolge wie "Die Legende von Paul und Paula". Wir wollen mit dieser Episode an die Filmfrauen von Babelsberg erinnern z.B. an die Schauspielerinnen Asta Nielssen, Henny Porten oder Jutta Hoffman. Aber auch hinter der Kamera prägten die Babelsberger Frauen das Filmgeschäft. Sie waren von Anfang an dabei - als Regisseurinnen, Produzentinnen oder Drehbuchautorinnen.Manuela Reichart spricht mit den Filmhistorikerinnen Daniela Sannwald und Cornelia Klauß über die Anfänge der UFA und die Jahre der DEFA in Babelsberg.Buchtipps: Die Frauen von Babelsberg: Lebensbilder aus 100 Jahren Filmgeschichte Daniela Sannwald, Christina Tilmann (Hg.) Verlag: Edition Ebersbach 128 Seiten 19,80 Euro Nur noch antiquarisch erhältlich! || Sie: Regisseurinnen der DEFA und ihre Filme Cornelia Klauß, Ralf Schenk (Hg.) Verlag: BERTZ + FISCHER 416 Seiten, 59 Fotos (plus 2 DVDs mit 18 ausgewählten Filmen) 29,00 Euro

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  • 01.03.2021
    34 MB
    35:27
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    Vergessene Schriftstellerin - Caroline de la Motte Fouqué

    Nach einer gescheiterten Ehe baut sich Caroline de la Motte Fouquet auf Gut Nennhausen ein neues Leben auf. Inspiriert von ihrem zweiten Mann, Friedrich de la Motte Fouqué, beginnt sie zu schreiben. Bis zu ihrem Tod 1831 erscheinen 20 Romane und 60 Erzählungen, dazu Kulturwissenschaftliche Essays und Beiträge über die weibliche Erziehung. Caroline de la Motte Fouqué ist zu ihrer Lebenszeit eine der bekanntesten Schriftstellerinnen und kann - eine Seltenheit damals - von ihrem Beruf leben.Ort: Schloss Nennhausen, Fouquéplatz 4, 14715 Nennhausen < Unsere Studiogäste: Dr. Barbara Gribnitz, Kleist-Museum Frankfurt/Oder Dr. Valeska Henze, Autorin und Ex-Vorsitzende der BücherFrauenBücher "Geschichte der Moden, vom Jahre 1785 bis 1829" Herausgegeben von Dorothea Böck. Berlin: Union-Verlag 1987 (antiquarisch noch erhältlich) || Über das Kleist-Museum erhältlich: "Zwischen Romantik und Mode(rne). Caroline de la Motte Fouqué. Ein Lesebuch" Herausgegeben von Thomas Neumann und Barbara Gribnitz. Norderstedt 2010 BoD – Books on Demand || "Schauerromantik und Emanzipation. Caroline de la Motte Fouqué. Erzählungen" Herausgegeben von Thomas Neumann. ||"Kein menschliches Bemühn… Caroline de la Motte Fouqué und ihre Verleger" Herausgegeben von Thomas Neumann in Zusammenarbeit mit Tobias Witt und dem Kleist-Museum. Norderstedt 2014 Books on Demand || Horst Häker: "Friedrich de la Motte Fouqué und Nennhausen" Frankfurt (Oder) 1995 (Frankfurter Buntbücher 14) || Barbara Gribnitz: "Caroline de la Motte Fouqué, geb. von Briest, auf Nennhausen" Frankfurt (Oder) 2010 (Frankfurter Buntbücher 48) || Über Books on Demand erhältlich: Werke und Schriften. Herausgegeben von Thomas Neumann Norderstedt 2004 ff.

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  • 01.03.2021
    33 MB
    34:36
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    Ein Masterplan für die Hauptstadt der Obdachlosigkeit

    Mit einem Masterplan will die Berliner Sozialsenatorin Elke Breitenbach bis 2030 die Obdachlosigkeit in Berlin bekämpfen. Dazu gehörten u.a. eine Wohnraumvermittlung für Betroffene (Housing First) und eine bezirksübergreifende Bündelung von Hilfsangeboten. Wir sprechen mit ihr darüber, ob diese Pläne auch den besonderen Bedürfnissen von Frauen und Familien gerecht werden. Die sind in den letzten Jahren häufiger als früher von Obdachlosigkeit betroffen - das beobachtet auch Regina Brunner, die beim „Diakonisches Werk Berlin Stadtmitte“ Hilfen für Frauen und Familien koordiniert.Unsere Studiogäste: Elke Breitenbach (DIE LINKE), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Berlin Regina Brunner, Leiterin Ambulante Wohnhilfen, Diakonisches Werk BerlinSpendenmöglichkeiten für Oddachlose u.a. auf der Website der Kältehilfe Berlin: https://www.kaeltehilfe-berlin.de/spendenDokumentation der 4. Berlin Strategiekonferenz zur Wohnunglosenhilfe: https://www.berlin.de/sen/soziales/besondere-lebenssituationen/wohnungslose/strategiekonferenzen/4-konferenz/Ergebnisse der "Nacht der Solidarität" (Obdachlosenzählung und Befragung): https://www.berlin.de/nacht-der-solidaritaet/ergebnisse/Inhalte vom rbb: https://www.rbb24.de/politik/thema/2020/coronavirus/beitraege_neu/2020/09/berlin-wohnungslose-obdachlose-hilfen-pandemie-corona-karuna-diakonie-senat.htmlhttps://www.rbb-online.de/brandenburgaktuell/serien/nachtsicht/nachtsicht-obdachlosigkeit-corona.html

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  • 01.03.2021
    37 MB
    39:07
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    Hedwig Rösemann und ihre Schwestern - Hexenverfolgung in Brandenburg

    Niemegk, 6. Juni 1665, an diesem Tag wird Hedwig Rösemann als angebliche Hexe bei lebendigem Leib verbrannt. Die einfache Frau vom Land hatte unter Folter die mehrfache Unzucht, also Sex, mit dem Teufel gestanden. Angeschwärzt wurde sie von einer Nachbarin, der sie ihre blauen Flecken gezeigt hatte. Blaue Flecke? Krankheiten? Missernten? Die Menschen der frühen Neuzeit, so auch diese Nachbarin, suchten nach Erklärungen für erlittenes Unglück jedweder Art und fanden sie in der Hexerei. 350 Jahre, zwischen 1430-1780, wütete die Hexenverfolgung in Europa. Um die 60.000 Menschen, überwiegend Frauen, fielen ihr zum Opfer. Erst mit der Aufklärung endete diese Menschenjagd. Zu Gast: Dr. Silke Kamp, Historikerin und Lehrbeauftragte der Professur Allgemeine Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität Potsdam Stefka Ammon, Künstlerin

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  • 01.03.2021
    25 MB
    26:36
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    Agrarreform im Doppelpack - Die Frauen von Friedland

    Jung, geschieden und alleinerziehend erbt Helene Charlotte von Friedland (geb. von Lestwitz) (1754-1803) die Gutsherrschaft ihres Vaters im Oderbruch. Sie verkauft ihren Schmuck, um in moderne Landwirtschaftsmaschinen zu investieren. Theodor Fontane beschreibt sie Jahre später als "eine seltene und ganz eminente Frau; ein Charakter durch und durch". Die Tochter Henriette Charlotte beschäftigt sich ebenfalls leidenschaftlich mit Ackerbau und Viehzucht. Gleichzeitig macht sie das Gut zum Salon und Künstler-Treffpunkt. Ort: Musenhof, Dorfstr. 1, 16269 Bliesdorf OT KunersdorfUnsere Studiogäste: Renèe Frigge, Biohof Basta, https://hof-basta.de/ Apl. Prof. Dr. Heinrich Kaak, Historiker, u.a. frühneuzeitliche Agrargeschichte und Geschichte Brandenburg-PreußensBücher zum Thema: Heide Inhetveen und Heinrich Kaak: "Ich ergreife mit vielen Vergnügen die Feder: Die landwirtschaftlichen Briefe der Henriette Charlotte von Itzenplitz an Albrecht Daniel Thaer um 1800", Findling Verlag 2013Eva Hoffmann-Aleith: "Frau von Friedland", 1978, nur noch antiquarisch erhältlich Annegret Braun: "Frauen auf dem Land: Eigenständige Landwirtinnen, stolze Sennerinnen, freiheitssuchende Sommerfrischler und viele andere von damals bis heute" Elisabeth Sandmann Verlag 2014

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  • 01.03.2021
    37 MB
    39:30
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    Wegweisend - die Hebamme Justine Siegemundin

    Die Verfasserin des ersten deutschen Lehrbuchs für Hebammen war eine Autodidaktin. Schockiert von dem Unwissen und den brutalen Behandlungsmethoden der damaligen Hebammen eignete sich Justine Siegemundin medizinisches Wissen an und veröffentlichte 1690 ihr Lehrbuch „Die Königl. Preußische und Chur-Brandenburgische Hof-Wehemutter“. Obwohl ihr Lehrbuch wegweisend für die Geburtshilfe war, wurde die Verfasserin vergessen, ihr Werk ausgeschlachtet. Erst in jüngster Zeit erinnern Feministinnen an das Leben und Werk diese wichtige Pionierin der Hebammenkunst.

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  • 01.03.2021
    50 MB
    52:15
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    Stimme des Ostens - Regine Hildebrandt

    Brandenburgs Mutter Courage: Regine Hildebrandt, eine unkonventionelle Politikerin, die nur auf ihr Gewissen hörte. Sie stritt vor allem für soziale Gerechtigkeit, für Arbeitslose, Frauen, Alte und Kinder in Brandenburg. Geboren 1941 in eine christliche Musikerfamilie, erlebt Regine Hildebrandt die Teilung Berlins vor der eigenen Haustür an der Bernauer Straße. Nach ihrem ersten Leben als Pharmakologin in der DDR folgt eine politische Karriere: Engagement in der Bürgerbewegung, Eintritt in die SPD und 1990 die Berufung als "Ministerin für Arbeit und Soziales" in Brandenburg. Die unüberhörbare "Stimme des Ostens" verstummt, als Regine Hildebrandt 2001 an Brustkrebs stirbt.

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  • 01.03.2021
    48 MB
    51:01
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    Käthe Kruse - Puppenmutter und Unternehmerin

    Puppen, die wie Kinder aussehen, sich weich und warm anfühlen, das war die große Sensation, mit der Käthe Kruse den Durchbruch schaffte und einen Weltkonzern schuf. Im allerkleinsten Kreis fing alles an. Ihre Töchter wünschten sich Puppen, aber es gab keine, die den Eltern gefielen. Käthe Kruse griff also zu Nadel, Stoff und Schere, der Rest ist Geschichte. Über Nacht wurde sie berühmt, als sie ihre Puppen im Berliner Kaufhaus Hermann Tietz präsentierte und dann auch noch die Amerikaner immer größere Bestellungen bei ihr in Auftrag gaben. Mit der Nachfrage wuchs die Firma und Käthe Kruse entwickelte sich zu einer erfolgreichen Unternehmerin, aber auch zu einer Kämpferin, denn sie musste ihre Puppen schon bald gegen Nachahmer und Patentdiebe verteidigen. Die Puppe als pädagogisches Spielzeug - was bedeutet das für die heutige Zeit und für die Gleichheit der Geschlechter?Darüber sprechen mit Franziska Walser Prof. em. Dr. Uta Brandes, Design-Expertin und Gender-Forscherin und Prof. Dr. Karin Falkenberg, Leiterin des Spielzeugmuseums Nürnberg

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  • 01.03.2021
    36 MB
    38:24
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    Bücher sind Lebensmittel - lesend durch den Lockdown

    Die zwei großen Buchmessen mussten im Jahr 2020 abgesagt werden. Die beiden Lockdowns im Frühjahr und zu Weihnachten beeinträchtigen die inhabergeführten Buchhandlungen, denn die Laufkundschaft fehlt und die Lesungen müssen ausfallen. Der Gigant Amazon profitierte von der Krise. Wie geht es weiter in der Buchbranche? Läßt sich der Gewinnausfall ausgleichen? Wie gehen die Buchhandlungen mit der Krise um? Mit welchen Titeln werben die Buchhändler zu Weihnachten um ihre Kunden?Zu Gast im Studio sind die Buchhändlerin Daniela Weiß und die Verlagsvertreterin Regina-Maria Vogel.Buchempfehlungen: Kirsten Fuchs: Der Miesepups auf dem Mond || Manfred Hammes: Durch den Süden Frankreichs || Sylvia Townsend Warner: Lolly Willows oder der liebevolle Jägersmann || Vita Sackville-West, Laelia Goehr: Gesichter. Portraits einiger Hunde. || Margaret Goldsmith (Autorin), Eckhard Gruber (Hrsg.): Patience geht vorüber || Britt Bennett: Die verschwindende Hälfte || Madge Jenison: SUNWISE TURN - Zwei Buchhändlerinnen in New YorkHörbuch: Jane Austen: Verstand und Gefühl, Hörspiel mit Johanna Gastdorf, Birte Schnöink, Leonie Rainer, Patrick Güldenberg, Franziska Troegner

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  • 01.03.2021
    25 MB
    27:00
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    Künstlerin im "Eigenkleid" - Anna Muthesius

    Die Frauenmode zur Zeit von Anna Muthesius schnürte ihren Trägerinnen buchstäblich die Luft ab. „Schnürleber“ und „Schnürfurchen“ waren gängige gesundheitliche Folgen des Korsetts. An sportliche Betätigung war nicht zu denken. Die ausgebildete Konzertsängerin Anna Muthesius war in Sachen Mode eine Autodidaktin, aber sie hatte die richtigen Ideen zur richtigen Zeit. Mit schönen Stoffen und künstlerischem Anspruch befreite sie den Frauenkörper vom Modediktat des Korsetts. Inspiriert von der englischen „Arts and Crafts“-Bewegung schlossen sich Anna Muthesius und ihr Ehemann, der Architekt Hermann Muthesius, der deutschen Reformbewegung an. Während ihr Mann Landhäuser entwarf, machte sich Anna Muthesius daran, das weit geschnittene „Reformkleid“ - im Volksmund als Sack verspottet – salonfähig zu machen. Die Entwürfe aus Seide und Baumwolle, verziert mit Jugendstilmustern, sollten die Individualität der Trägerin betonen. Eine sehr moderne Vorstellung von Selbstermächtigung durch Mode.Gäste in der Sendung: Prof. Dr. Antonella Giannone, Professorin für Modetheorie, Modegeschichte und Bekleidungssoziologie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee Dr. Ina Ewers-Schultz, Kuratorin bei den Kunstmuseen Krefeld Anna Muthesius hat ihre Entwürfe stets selbst gemodelt.In dieser Fotogalerie ist sie mit einigen ihrer Kleider zu sehen: https://rbburl.de/annamuthesius Buch: Ina Ewers-Schultz, Magdalena Holzhey (Hrsg.): "Auf Freiheit zugeschnitten - Das Künstlerkleid um 1900 in Mode, Kunst und Gesellschaft" Hirmer Verlag, 2018, 288 Seiten, 45 Euro

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  • 01.03.2021
    41 MB
    43:28
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    Die erste Rabbinerin - Regina Jonas

    In den großen Weltreligionen wird Frauen eine untergeordnete Rolle zugewiesen. Als Helferinnen und Gemeindemitglieder sind sie hoch willkommen, hohe und einflussreiche Ämter bleiben ihnen allerdings meist verwehrt. Im Judentum war das lange auch so. Und dann kam Regina Jonas. Schon als junges Mädchen wünschte sie sich nichts mehr als den Beruf der Rabbinerin. In ihrer Ausbildung an der Berliner „Hochschule für die Wissenschaft des Judentums“ fand sie Unterstützung. 1935 war sie am Ziel ihrer Träume, sie wurde zur weltweit ersten Rabbinerin ordiniert. In den nächsten Jahren reist sie kreuz und quer durch Deutschland zu jüdischen Gemeinden, deren Rabbis deportiert worden waren. Dann wird sie selbst verhaftet und in Auschwitz ermordet. Mit: Ulrike Bieritz, Redaktionsleiterin Gesellschaft & Religion beim Rundfunk Berlin-Brandenburg und Elisa Klapheck, Rabbinerin in Frankfurt am Main und Professorin am Zentrum für Komparative Theologie und Kulturwissenschaften, Universität Paderborn Bücher: Elisa Klapheck: "Regina Jonas - Die weltweit erste Rabbinerin" Hentrich & Hentrich, 64 Seiten, Broschur, 16 Abbildungen, 8,90 Euro Elisa Klapheck: "Fräulein Rabbiner Jonas - Kann die Frau das rabbinische Amt bekleiden?" Hentrich & Hentrich, 325 Seiten, Hardcover, 10 Abbildungen, 20 Euro

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  • 01.03.2021
    40 MB
    42:01
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    Frauenrollen im Kopfstand - Die Turnerin Els Schröder

    Die Turnerbewegung – und Bewegung überhaupt - war Anfang des 20. Jahrhunderts reine Männersache. Frauen durften nur einen kleinen Teil der Übungen mitmachen: auf keinen Fall Kopfstand oder Sprünge mit gespreizten Beinen! Els Schröder war 1929 der erste weibliche Turnwart und gewann 1936 als Trainerin beim Damenturnen die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Berlin. Bis heute ist Els Schröder ein Vorbild für emanzipierte Frauen im Sport. Wir stellen diese Ausnahmesportlerin vor, deren Karrieredurch den Nationalsozialismus jäh beendet wurde. Und wir sprechen über die Diskriminierung von Frauen im Sport, die bis heute andauert: Warum dürfen Männer zum Zehnkampf antreten, Frauen aber nur zum Siebenkampf? Und wie wäre es, wenn die Fußballnationalmannschaft der Männer auf einen Teil ihres Gehalts verzichtet, damit die Frauenfußballerin gleich bezahlt werden können?Im Gespräch zu Gast: Dr. Petra Tzschoppe – Sportsoziologin und Vizepräsidentin für Frauen und Gleichstellung des Deutschen Olympischen Sportbundes Prof. Dr. Annette Hofmann – Sporthistorikerin und Vize-Präsidentin des Deutschen Turner-BundLinks: Els Schröder Preis des Deutschen Turnerbundes: https://rbburl.de/elsschroederpreis Broschüre "100 Jahre Frauensport" vom DOSB: https://rbburl.de/100jahrefrauensportBuch: Gabriela Wesp: "Frisch, fromm, fröhlich, Frau: Frauen und Sport zur Zeit der Weimarer Republik" Ulrike Helmer Verlag

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  • 01.03.2021
    37 MB
    39:02
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    Gewalt gegen Frauen in Coronazeiten - wie funktionieren die Hilfsangebote?

    Seit 1999 ist der 25. November der "Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen". Der Hintergrund ist nach wie vor brisant, denn jeden 3. Tag stirbt allein in Deutschland eine Frau an den Folgen häuslicher Gewalt. Die Frauenhäuser sind seit Jahren überbelegt. Während der Coronakrise beobachten die Beratungsstellen noch eine Zunahme der sowieso schon dramatischen Zahlen. Gleichzeitig sind Betroffene von Hilfsangeboten abgeschnitten. Wo liegen die Ursachen für die sogenannte häusliche Gewalt? Warum scheint die Gesellschaft diese verheerenden Zahlen zu akzeptieren? Wie könnte eine bessere Prävention aussehen? Im Gespräch zu Gast: Christina Clemm, Fachanwältin für Straf- und Familienrecht Heike Herold, Geschäftsführerin Frauenhauskoordinierung e.V. - BIG HOTLINE IST TÄGLICH ERREICHBAR VON 8:00 BIS 23:00 UHR UNTER DER TELEFONNUMMER (030) 611 03 00. - Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: 08000116016 www.hilfetelefon.de - www.frauenhauskoordinierung.de Christina Clemm Akteneinsicht: Geschichten von Frauen und Gewalt Verlag Antje Kunstmann, 2020 Preis: 20,00 € Link zu Feature "Wenn die Gewalt nicht aufhört" von Jana Göbel und Ansgar Hocke https://www.rbb-online.de/rbbkultur/radio/programm/schema/sendungen/gott_und_die_welt/archiv/20200816_0904.html

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  • 01.03.2021
    50 MB
    52:43
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    Marie Munk – Juristin mit dem besonderen Blick auf Frauenfragen

    Sie wollte sich nicht damit abfinden, dass ihr Bruder Jura studieren durfte und sie nicht. Nach ihrer Ausbildung als Kindergärtnerin ergreift sie jede Chance, die sich ihr als Frau in der Weimarer Republik bietet: studiert in Städten, die ihr eine juristische Ausbildung ermöglichen und schreibt 1911 ihre Doktorarbeit. Eine der ersten Frauen in Preußen. Doch der Zugang zu höheren juristischen Positionen ist ihr - wie Frauen generell - noch verboten. Erst 1924 kann sie eine eigene Kanzlei eröffnen, 1930 wird sie als erste Frau Richterin am Landgericht Berlin. Und erarbeitet sich einen Ruf als Spezialistin für Ehe- und Familienrecht. Ihr mühsamer Aufstieg macht Marie Munk sensibel für die Bedürfnisse von Frauen in juristischen Berufen. 1914 gründet sie mit Kolleginnen den Deutschen Juristinnenverein, Vorgänger des heutigen Deutschen Juristinnenbundes. Shelly Kupferberg im Gespräch mit Dr. Oda Cordes, Juristin und Munk-Biografin und Prof. Dr. Maria Wersig, Präsidentin Deutscher Juristinnenbund.Buchtipp: Oda Cordes: "Marie Munk (1885-1978) - Leben und Werk" Böhlau Köln, 2015. Band 19 der Reihe Rechtsgeschichte und Geschlechterforschung

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  • 01.03.2021
    43 MB
    44:52
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    Stille Heldin: Susanne Witte versteckt Jüdin in ihrer Wohnung

    Eine Frau steht vor der Tür und bittet um ein Dach über dem Kopf. Sie ist Jüdin und soeben knapp der Deportation in ein Konzentrationslager entkommen. Susanne Witte nimmt die verfolgte Regina Kirschbaum bei sich auf. Teilt in den knapp drei Jahren bis zum Kriegsende mit der untergetauchten Frau ihre Wohnung, die Lebensmittelmarken und auch die seelischen Nöte. Sie riskiert ihr Leben. Dafür wird sie im Jahre 1999 von der Gedächtnisstätte Yad Vashem in Jerusalem in die Reihe der "Gerechten der Völker" aufgenommen. Susanne Witte würdigen wir im Gespräch mit: Barbara Schieb, sie ist Historikerin an der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und Kurt Schilde, der Historiker hat Susanne Witte noch persönlich kennengelernt.Bücher: Kurt Schilde, Jörn Jensen und Norbert Schmidt (Hg.): Versteckt in Tiergarten Auf der Flucht vor den Nachbarn. Gedenkbuch für die im Bezirk in der Zeit des Nationalsozialismus Untergetauchten, Weidle Verlag 1995 || Stille Helden. Widerstand gegen die Judenverfolgung in Europa 1933 bis 1946 (Katalog zur Dauerausstellung)www.gedenkstaette-stille-helden.de

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  • 01.03.2021
    35 MB
    37:22
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    Erfinderin des Fallschirms - Käthe Paulus

    Ein Fallschirm kann Leben retten, aber nur wenn er sich verlässlich öffnen lässt. Die Luftakrobatin Käthe Paulus entwickelte für ihre tollkühnen Absprünge aus dem Ballon einen "Paket-Fallschirm". Ihr Patent war so brillant, dass das Preußische Kriegsministerium gleich eine Großbestellung aufgab. Über die Rolle von Frauen in der Luftfahrt(geschichte) sprechen wir mit der Lufthansa-Kapitänin Cordula Pflaum und der Luftfahrthistorikerin Barbara Waibel (Zeppelin-Museum).

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  • 01.03.2021
    40 MB
    41:40
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    Aktivistin und Dichterin - May Ayim

    Pädagogin, Aktivistin, Wissenschaftlerin, Spoken-Word-Poetin – das Leben von May Ayim hatte viele Facetten. Aber immer ging es um ein Ziel: Die Perspektiven afrodeutscher Frauen hörbar machen. Was ist das Erbe von May Ayim in Zeiten von Rechtspopulimus und Black Lives Matter ? Ein Gespräch mt der Forscherin und Feministin Dr. Natasha A. Kelly und mit der Autorin und Aktivistin Katharina Oguntoye (u.a. "Farbe bekennen").

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  • 01.03.2021
    36 MB
    38:24
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    Weit weg von allen Klischees - die Dichterin Marie-Luise Kaschnitz

    In den 50er und 60er Jahren war sie berühmt, heute ist sie (fast) vergessen: Marie-Luise Kaschnitz. Nach dem Krieg veröffentlicht sie viel beachtete Essays, in denen sie sich Rechenschaft abzulegen versuchte über ihr Leben während der Nazijahre. Sie gehört zu den wenigen Frauen, die sich auf dem männerdominierten Literaturmarkt der Nachkriegszeit durchsetzen konnten. Ihr Werk ist zeitlos und sollte wiederentdeckt werden, darüber herrscht Einigkeit bei der Autorin Ulrike Draesner und Tanja Graf vom Literaturhaus München in unserem Podcast.

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  • 01.03.2021
    37 MB
    39:25
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    Karen Horney - Freud hatte keine Ahnung von Frauen

    Karen Horney äußert früh Kritik an Freuds Theorien, zum Beispiel am „Penisneid“, der die Frau als defizitäres Wesen darstellt. Horney setzt eine eigene Theorie dagegen und betont die gelungene Identifikation mit der Mutter als Basis für die Entwicklung des weiblichen Selbst. Diese Vorstellung hat weitreichende Folgen: Dank Horney gibt es eine positive Beschreibung der psychischen Entwicklung von Mädchen und Frauen. 1932 verlässt sie Berlin, wo sie praktiziert hat, in Richtung USA.

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  • 01.03.2021
    40 MB
    41:45
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    Zwei Podcasterinnen und der Brustkrebs

    Oktober ist Brustkrebsmonat. Für uns ein Anlass, um zwei beindruckende Frauen vorzustellen: Paula Ellerbrock und Alexandra von Korff haben beide sehr jung die Diagnose Brustkrebs bekommen. In ihrem Podcast „2 Frauen 2 Brüste“ sprechen sie jede Woche über Tabuthemen wie Chemotherapie, Fatigue, Brustimplantate oder die fragwürdigen Versprechen von Wunderheilern. Themen, die uns alle angehen. Denn Brustkrebs trifft statistisch jede 8. Frau irgendwann im Leben.

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  • 01.03.2021
    36 MB
    37:33
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    Edith Peritz: Zusammen sind wir stärker - die Kunst des Netzwerkens

    Edith Peritz. 1928 eröffnet sie in Berlin-Charlottenburg die erste Praxis für Ästhetische Chirurgie. 1930 gründet sie den Soroptimisten-Club in Berlin, das erste weibliche Netzwerk in Deutschland. Daneben engagiert sich die Schönheitschirurgin im Bund Deutscher Ärztinnen. 1933 wird Edith Peritz als Jüdin die Kassenzulassung entzogen. Sie flieht in die USA und baut sich dort in zähen Kämpfen ein neues Leben als Chirurgin auf.

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  • 01.03.2021
    45 MB
    47:03
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    Marie Marcks - eine feministische Karikaturistin der ersten Stunde

    In den frühen Jahren der Bundesrepublik setzte sich Marie Marcks als Zeitungskarikaturistin in einer reinen Männerbranche durch. Und das bevorzugt mit feministischen Themen. Mit wenigen Strichen brachte sie das ungleiche Verhältnis der Geschlechter auf den Punkt und entlarvte den männlichen Machtanspruch.

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  • 01.03.2021
    41 MB
    43:42
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    Hörbar neugierig auf Menschen und Themen – Juliane Bartel

    Einmal im Jahr wird der Juliane Bartel Medienpreis verliehen, benannt nach der legendären Hörfunk- und TV-Moderatorin Juliane Bartel, die sich für einen engagierten Journalismus jenseits von oberflächlichem Geplauder eingesetzt hat. Durch ihre Haltung und Gradlinigkeit, gepaart mit sehr viel Berliner Charme, wurde sie Vorbild für viele junge JournalistInnen. Manuela Reichart im Gespräch mit Dr. Gaby Mayr, Juliane Bartel Preisträgerin 2019,Julia Amberger, Journalistin Print, Online und öffentlich rechtlicher Rundfunk und Giovanni di Lorenzo,( DIE ZEIT und ehem. Bartel Ko-Moderator in der NDR-Talkshow "3 nach 9")

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  • 01.03.2021
    36 MB
    37:48
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    Performerin und Netzwerkerin - die Dichterin Else Lasker-Schüler

    Die Freiheit sich außerhalb der Geschlechterkonventionen zu bewegen hat sich Else Lasker-Schüler zeitlebens genommen: Als Mutter eines unehelichen Kindes, als androgyner „Jussuf Prinz von Theben“ in den Berliner Cafés, als eine Frau die sich ihre Liebhaber frei aussuchte und finanziell unabhängig blieb. Wir sprechen mit der Verlegerin Daniela Seel und der Autorin Judith Kuckart über Else Lasker-Schüler als Rolemodel.

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  • 01.03.2021
    40 MB
    41:40
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    Meisterhafte Frauenporträts - die Malerin Julie Wolfthorn

    Julie Wolfthorn kämpft - wie viele ihrer zeitgenössischen Kolleginnen - für die Zulassung von Frauen an der Akademie der Künste. Erlaubt wird das erst im Jahr 1918. Zu dem Zeitpunkt ist Julie Wolfthorn schon ein Star der Berliner Kunstszene: Sie ist Mitbegründerin der Berliner Secession, reist in Europa herum, porträtiert bedeutende Künstler*innen und Schriftsteller*innen. 1942 wird sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert und gerät nach ihrem Tod in Vergessenheit. Mit den Künstlerinnen Janine Mackenroth und Biance Kennedy sprechen über die Chancen von Frauen im Kunstmarkt heute.

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  • 01.03.2021
    54 MB
    56:46
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    Stimme des Ostens - Regine Hildebrandt

    Brandenburgs Mutter Courage: Regine Hildebrandt, eine unkonventionelle Politikerin, die nur auf ihr Gewissen hörte. Sie stritt vor allem für soziale Gerechtigkeit, für Arbeitslose, Frauen, Alte und Kinder in Brandenburg. Geboren 1941 in eine christliche Musikerfamilie, erlebt Regine Hildebrandt die Teilung Berlins vor der eigenen Haustür an der Bernauer Straße. Nach ihrem ersten Leben als Pharmakologin in der DDR folgt eine politische Karriere: Engagement in der Bürgerbewegung, Eintritt in die SPD und 1990 die Berufung als "Ministerin für Arbeit und Soziales" in Brandenburg. Die unüberhörbare "Stimme des Ostens" verstummt, als Regine Hildebrandt 2001 an Brustkrebs stirbt.

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  • 01.03.2021
    40 MB
    42:13
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    Heilige und Hure - Die Schauspielerin Brigitte Helm

    Brigitte Helms Doppelrolle als Maschinen-Madonna in Fritz Langs Metropolis ist bis heute legendär. Die UFA-Studios nehmen die blutjunge Schauspielerin unter Vertrag. Die entdeckt aber schnell ihren eigenen Willen und klagt vor Gericht gegen die Rollenauswahl der UFA: Immer den Vamp spielen, das ist ihr zu wenig.

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  • 01.03.2021
    45 MB
    47:22
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    Ihrer Zeit voraus - Jutta Limbach

    Jutta Limbach war Berliner Justizsenatorin, Jura-Professorin, Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts und Präsidentin des Goethe-Instituts. Außerdem Feministin, Quotenfrau, dreifache Mutter, Ehefrau, Befürworterin einer Paritätsgesetzgebung und Nachfahrin einer feministischen Familiendynastie. Für jüngere Frauen war sie ein Vorbild. Franziska Walser erinnert im Gespräch mit Prof. Dr. Silke Laskowski von der Uni Kassel und Dr. Helga Lukoschat von der Europäische Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft Berlin (EAF) an Jutta Limbach.

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  • 01.03.2021
    45 MB
    47:13
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    Chronistin Berlins - Die Fotografin Eva Kemlein

    "So wie es ist, bleibt es nicht" - das war das Lebensmotto der Berliner Fotografin Eva Kemlein. Auf wilde Jahre als Reisefotografin folgt das Berufsverbot durch die Nationalsozialisten. Die Jüdin überlebt versteckt in Berlin und wird nach Kriegsende zur Chronistin des Wiederaufbaus. Ein Jahrhundertleben zwischen Ost- und Westberlin, zwischen Straßenfotografie und Berliner Bühnen. Wir sprechen mit Sharon Adler, Fotografin und Gründerin des Webportals AVIVA und mit Esra Rotthoff, Fotografin u.a. für das Gorki Theater Berlin.

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  • 01.03.2021
    49 MB
    51:28
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    Die Kinderärztin Ingeborg Rapoport - eine Pionierin der Medizin

    Ingeborg Rapoport gründete an der Charité die Neonatologie – die Abteilung zur Rettung und Betreuung von Frühgeborenen. Dadurch konnte die Säuglingssterblichkeit erheblich gesenkt werden. Sie war eine Pionierin in ihrem Fach, genauso wie Vera Regitz-Zagrosek. Die Ärztin schuf den Fachbereich Gendermedizin. Durch ihre Forschung wissen wir, dass Männer und Frauen unterschiedlich auf Behandlungen und Medikamente reagieren, also auch unterschiedlich behandelt werden sollten.

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  • 01.03.2021
    49 MB
    51:18
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    Hatun Sürücü

    Sie wollte unabhängig und frei leben. Eigenes Geld, eigene Wohnung, eigene Entscheidungen. Und keinen typischen Mädchenberuf ergreifen, sondern Elektrikerin werden. Hatun Sürücü hat für sich und ihren kleinen Sohn gegen das patriarchalische System ihrer kurdischen Herkunftsfamilie gekämpft und gegen die Ignoranz der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Diesen Kampf hat sie mit ihrem Leben bezahlt, ihr jüngster Bruder hat sie umgebracht. Ein sogenannter "Ehrenmord" mitten in ihrer Heimatstadt Berlin. Ein Femizid, der eine Zäsur bildet in der Berliner Integrationspolitik.

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  • 01.03.2021
    47 MB
    49:40
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    Glückliche Tiere - Zoodirektorin Katharina Heinroth

    "Das Hörvermögen von Reptilien" - darüber promoviert Katharina Berger als erste Frau am Zoologischen Institut Breslau 1923, im Alter von 26 Jahren. Sie wird nach dem Zweiten Weltkrieg erste und bislang einzige Zoodirektorin Berlins. Mit anfänglich 91 Tieren baut sie den Berliner Zoologischen Garten auf, erforscht das Verhalten von Tieren und wird nach elf Jahren dazu genötigt, in den Vorruhestand zu gehen. Heute sind in Deutschland 21% der ZoodirektorInnen weiblich. Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Wie steht es um den Schutz der Arten? Gehen Frauen anders mit Tieren um als Männer? Wir sprechen mit Dr. Simone Schehka, Direktorin vom Allwetterzoo Münster und mit Christiane Schröder, Geschäftsführerin des NABU-Brandenburg.

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  • 01.03.2021
    49 MB
    51:39
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    Alice Salomon - Pionierin der Sozialen Arbeit

    Schon in ihrer Doktorarbeit forderte Alice Salomon die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen. Das war im Jahr 1906. Sie gründete sie die erste Soziale Frauenschule und professionalisierte die soziale Arbeit. Doch was ist aus ihrem Erbe geworden? Immer noch gibt es den gender pay gap und soziale Arbeit wird nicht genügend wertgeschätzt. Über die Ursachen spricht Julia Riedhammer mit den Feministinnen Kerstin Wolff und Sabine Toppe.

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  • 01.03.2021
    45 MB
    46:58
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    Sexuelle Selbstbestimmung der Frauen - Vorkämpferin Käte Frankenthal

    Sie verteilt kostenfrei Verhütungsmittel, kämpft gegen §218. Sie gehört zu den ersten Ärztinnen in Deutschland und tritt ein für die sexuelle Selbstbestimmung der Frauen. In den 1920er Jahren ist das ein Skandal. Vor den Nazis flieht sie nach New York. Sie kämpft sich zurück in eine eigene Praxis, dieses Mal als Sexualtherapeutin. Ihr Name: Käte Frankenthal. Im Gespräch mit der Ärztin Kristina Hänel (§219a) und der Feministin Mithu Sanyal erinnern wir an eine vorbildliche Frauenrechtlerin, deren Kampf immer noch andauert.

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  • 01.03.2021
    36 MB
    37:33
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    Politikerin: Louise Schröder - Frauen in der Kommunalpolitik

    Louise Schroeder stand als Oberbürgermeisterin in Nachkriegsberlin vor gewaltigen Aufgaben: Die Stadt liegt in Trümmern, die Bevölkerung hungert. Dazu kommt ab 1948 die Blockade der Westsektoren. Mit Einsatz und Herzlichkeit verdient sich die Sozialdemokratin bei der Bevölkerung den Titel "Königin Louise" – und die Ehrenbürgerschaft. Mit unseren Studiogästen Carola von Braun (FPD) und Anne Helm (LINKE) sprechen wir über ihre Erfahrungen in der Kommunalpolitik und darüber ob Louise Schroeder zum Role Model für Politikerinnen heute taugt.

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  • 01.03.2021
    1 MB
    01:07
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    Clever Girls – Trailer

    In 25 Folgen stellen wir Berlinerinnen vor, die das Zeug zum feministischen Role Model haben. Starke Frauen aus der Geschichte der Hauptstadt treffen auf Politikerinnen, Gender-Aktivistinnen und Künstlerinnen von heute. Denn die letzten 100 Jahre zeigen: Gleichberechtigung gibt es nicht geschenkt.

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