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SWR2 Kultur Aktuell

Beiträge aus den täglichen Kulturjournalen von SWR2. Mit Kulturnachrichten, Rezensionen, Tipps und Hintergründen zu den Themen Literatur, Kunst, Theater, Tanz, Festivals und Co.

Alle Folgen

  • 07.03.2021
    3 MB
    04:01
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    Ein Leben für die Kunst - Barbara Auer leitete 25 Jahre den Kunstverein Ludwigshafen

    Als Barbara Auer die Leitung des Kunstvereins Ludwigshafen übernahm, hat sie sich vor allem um die Fotografie bemüht, damals noch eine weniger anerkannte Kunstform. Mit den Jahren kamen mehr und mehr Genres dazu, immer am Puls der Zeit. Jetzt - nach 25 Jahren - gibt sie den Posten weiter. Der Kunstwelt will sie aber erhalten bleiben.

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  • 05.03.2021
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    03:57
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    Soroptimist International – das Frauennetzwerk wird 100 Jahre alt

    Soroptimist steht für das Lateinische „sorores optimae”, die besten Schwestern. Vor 100 Jahren wurde das Netzwerk berufstätiger Frauen in den USA gegründet, nach dem Vorbild der damaligen Männerclubs wie Rotary oder Lions, danach verbreitete sich die Idee auf der ganzen Welt. Allein in Deutschland gibt es mittlerweile mehr als 6700 Soroptimistinnen, die sich in lokalen Clubs engagieren, zum Beispiel im SI Mainz. Durch verschiedene Projekte wollen die Mainzer Soroptimistinnen Frauen eine Stimme verleihen und deren Gleichstellung vorantreiben.

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  • 06.03.2021
    7 MB
    07:44
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    Mit einem Gedicht antwortet Marieke Lucas Rijneveld auf die Debatte um ihre Gorman-Übersetzung

    Ein medialer Paukenschlag – das ist die heutige Publikation eines Gedichtes von Marieke Lucas Rijneveld. SWR2-Literaturredakteurin Katharina Borchardt hat den Text gelesen und sieht in ihm einen Mix aus Kampflied und Altem Testament.

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  • 05.03.2021
    8 MB
    08:07
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    Durchwachsenes Resümee zur Pandemie-Berlinale 2021

    „Aus meiner Sicht wird die Berlinale als solche beschädigt“, sagt SWR2-Filmexperte Rüdiger Suchsland. Im Gespräch kritisiert er die Entscheidungen der Berlinale-Jury scharf: „Alle Filme in diesem Wettbewerb, die etwas Neues wollten, sind komplett leer ausgegangen.“ Stattdessen stünde die Berlinale in dieser Form nur noch für „Inhaltismus“: „Der typische Berlinale-Film ist politisch korrekt, künstlerisch nicht besonders interessant, sehr humanistisch, hat starke politisch Thesen, aber das ist eigentlich nicht der Sinn des Kinos.“

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  • 05.03.2021
    4 MB
    04:21
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    Tänzer*innen brauchen Geld - Die Mainzer Delattre Dance Company zeigt die Uraufführung „Shelter“ als Video on demand

    Seit fast zehn Jahren ist die Delattre Dance Company mit Sitz an den Mainzer Kammerspielen eine Institution. Die Pandemie erschwert die Bedingungen. Denn als freies Ensemble fließen die Gelder nicht automatisch. Tänzer*innen werden normalerweise von den Eintrittsgeldern bezahlt. Daher wird das neue Stück „Shelter“ nun als Video on demand angeboten.

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  • 05.03.2021
    5 MB
    05:47
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    Online-Festival am Theater Konstanz: „Let’s ally“ - Digitales Künstlerinnen-Festival

    „An den meisten Theatern haben die Frauen immer noch keine ‚Männergagen‘“, sagt Karin Becker, Intendantin am Theater Konstanz. Außerdem werde gerade weiblichen Künstlern immer noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Das zu ändern hat sich das Festival „Let’s ally“ auf die Fahnen geschrieben. Warum das notwendig ist, erklärt Karin Becker im Gespräch mit SWR2.

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  • 06.03.2021
    6 MB
    06:34
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    Buber-Rosenzweig-Medaille 2021 an Christian Stückl: Auszeichnung als Auftrag

    Der Intendant der Oberammergauer Passionsspiele, Christian Stückl, sieht seine Auszeichnung mit der Buber-Rosenzweig-Medaille als Aufforderung, noch mehr gegen Rassismus, Hass und Hetze zu tun. Im SWR2 Journal am Mittag sagte Stückl, „gerade in der jetzigen Zeit kann der Preis nur ein Auftrag sein." Immer wieder „schwappten" unangenehme Dinge hoch. Für ihn sei ganz klar erkennbar: „Der Antisemitismus ist nicht aus unserer Gesellschaft weg. Er taucht immer wieder auf." Christian Stückl ist sei 1987 Intendant der Oberammergauer Passionsspiele. Seine Auszeichnung mit der Buber-Rosenzweig-Medaille erfolgt am kommenden Sonntag als Auftakt zur Woche der Brüderlichkeit.

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  • 06.03.2021
    5 MB
    05:42
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    Den nationalen Kulturschatz heben: Sandra Richter, die Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach

    Sie ist die erste Frau an der Spitze dieser weltweit bedeutenden Literaturinstitution, Herrin über eine Million Bände, über 160 Sammlerbibliotheken. Es sind aber vor allem die Nachlässe – rund 1400 – verschiedenster Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die den intellektuellen und literarischen Reichtum des Archivs ausmachen – von Friedrich Schiller über Franz Kafka bis Hannah Arendt. Diesen zum großen Teil unerschlossenen Archivschatz will die Stuttgarter Literaturwissenschaftler durch verstärkte Digitalisierung für die Öffentlichkeit, aber auch für die internationale Forschung zugänglicher machen.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    03:51
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    „The Democracy! Suite" mit Wynton Marsalis und dem Jazz at Lincoln Center Orchestra

    Mehr Demokratie wagen, fordert der US-amerikanische Jazz-Trompeter Wynton Marsalis auf seiner neuen CD „The Democracy! Suite“ gemeinsam mit dem Jazz at Lincoln Center Orchestra.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    03:56
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    Die Kollateralschäden der Pandemie | 5.3.2021

    Jugendliche verpassen gerade die beste Zeit ihres Lebens – und auch sonst sieht es düster aus: Die Kollateralschäden der Pandemie und ihre medialen Spuren in Feuilletons und Internet.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:32
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    „Beton und Ibuprofen“ von PeterLicht: Traurige Songs für die Lockdown-Gesellschaft

    Autor, Musiker, Künstler – all diese Begriffe passen auf PeterLicht, der seit mehr als 20 Jahren ein Phänomen der deutschen Popkultur ist. „Beton und Ibuprofen“ heißt das neue Album von PeterLicht, der Sound klingt vertraut – aber der ohnehin schon melancholische Musiker hat in der Pandemie noch etwas nachgelegt in Sachen Traurigkeit. Das gelingt ihm mal besser, mal schlechter – findet SWR2-Kritiker Daniel Stender. Für die allgemeine Lockdown-Depression ist „Beton und Ibuprofen“ in jedem Fall das passende Album.

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  • 06.03.2021
    6 MB
    07:06
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    Nationaler Volkskongress in Peking: China strotzt vor Selbstbewusstsein

    Ein Schlagwort beim Volkskongress in Peking lautet dieses Jahr „weniger Abhängigkeit vom Rest der Welt“. Mit dem „Rest der Welt sei vor allen Dingen die USA gemeint“, sagt in SWR2 Kristin Shi-Kupfer, Professorin für Sinologie an der Universität Trier. China habe in den letzten Monaten durch den wachsenden Handelskonflikt mit den USA erkannt, dass es vor allem im Bereich der Hochtechnologie abhängig ist von den USA. Deswegen möchte China in den Bereich der Zukunftstechnologien mit mehr Investitionen und konkreten Zielen auf eigene Firmen und Innovationen setzen, so Shi-Kupfer. Das wird eines der Themen beim Nationalen Volkskongress sein. In Peking kommen ab diesem Donnerstag 5000 Delegierte zu diesem größten politischen Event des Jahres in China zusammen: In der Großen Halle des Volkes tagt zum einen ab heute der Nationale Volkskongress (NVK), das Scheinparlament der Volksrepublik, und bereits seit gestern dessen Beratungsgremium. Die Treffen sind vor allem eine große Show, denn weder Volkskongress noch das Beratungsgremium haben Einfluss auf die Gesetzgebung. Dennoch werden von dem Kongress wichtige Weichenstellungen erwartet, Stichwort Fünf-Jahresplan bis 2025 - aber auch insgesamt: Starkes Militär, robustes Wirtschaftswachstum, weniger Abhängigkeit vom Rest der Welt - und weniger Demokratie in Hongkong. Kristin Shi-Kupfer ist Professorin für Sinologie an der Universität Trier und Senior Associate Fellow bei MERICS. Sie ist Expertin für Chinas Digitalpolitik, Ideologie und Medienpolitik, Zivilgesellschaft und Menschenrechte.

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  • 06.03.2021
    7 MB
    07:32
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    50 Jahre Sendung mit der Maus: Kein bisschen veraltet

    „Die Sendung mit der Maus“ ist das bisher langlebigste Kinder-Format im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Seit 50 Jahren begeistert die Maus Jung und Alt.

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  • 06.03.2021
    6 MB
    06:24
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    Das Buch „Der weiße Fleck“ von Mohamed Amjahid: Tipps für den antirassistischen Alltag

    Wir leben in Verhältnissen, in denen es für Menschen, die nicht von Rassismus betroffen sind, sehr einfach sei, sich mit dem Thema nicht auseinanderzusetzen, betont der Autor Mohamed Amjahid gegenüber SWR2. Deswegen habe er mit seinem Buch „Der weiße Fleck“ einen Ratgeber verfasst, wie sich weiße Menschen mit den Themen Rassismus und Antirassismus auseinandersetzen können. Insgesamt mache er darin 50 Angebote antirassistischer Verhaltensweisen. So sei es beispielsweise in jedem Fall besser, erst mal zu googeln, „bevor man Mohamed fragt“. Für schwarze Menschen oder solche die von anderen Diskriminierungen betroffen wären, wie queere oder behinderte Personen, sei es sehr anstrengend, selbst auf Fragen zu ihren Diskriminierungen zu antworten. Außerdem solle man auf jeden Fall auf diskriminierende Sprache verzichten, forderte Amjahid, „weil daraus irgendwann auch physische Gewalt werden kann“. Ganz wichtig sei darüber hinaus, nicht bei jeder Kleinigkeit die Polizei zu rufen. „Polizeigewalt ist ein großes Problem für von Rassismus betroffene Menschen“, so Amjahid. Statt die Polizei zu verständigen, sollten weiße Menschen innehalten und schauen, dass sie schwierige Situationen anders klären.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    04:02
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    Französisches Kino im Wettbewerb

    Celine Sciammas Film „Petite Maman“ erzählt über die Angst vor dem Tod und dem Tod der Anderen. Ein Film über das Verabschieden und Verarbeiten, in dem Sciamma einmal mehr ihr Faible für junge Figuren beweist.

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  • 06.03.2021
    6 MB
    06:47
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    „Ich begrüße den Bund-Länder-Beschluss“ - Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbundes über Lockerungen für die Kultur

    „Die neuen Bund-Länder-Beschlüsse geben uns einen Teil der Verantwortung zurück“, sagt Eckart Köhne, Präsident des Deutschen Museumsbundes. Es komme jetzt darauf an individuelle Lösungen zu finden, weil Museen sehr unterschiedlich aufgestellt seien und regional sehr unterschiedliche Bedingungen herrschen. Auch die länderspezifischen Lösungen im Stufenplan zur Öffnung von Kultureinrichtungen befürwortet Köhne, „weil sie den Museen wieder Flexibilität ermögliche, die in letzter Zeit gefehlt habe“. Hinzu komme, dass man den Betrieb eines Museums sicherer organisieren könne als einen Baumarkt, so Köhne: „Insofern kann man da schon fragen, nach welchen Maßstäben gemessen wird“.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    03:45
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    „More sweetly play the dance” – Werke von William Kentridge im MUDAM Luxembourg

    Der südafrikanische Künstler William Kentridge ist für seine theatralischen Kunstwerke bekannt. Darin spiegelt sich sein vielfältiger Hintergrund: Er studierte Kunst und Politologie, ist als Schauspieler und Regisseur ausgebildet. Das MUDAM zeigt Installationen, Animationsfilme und Zeichnungen von großer poetischer und politischer Aussagekraft. Besonders beeindruckend: Der Animationsfilm „More sweetly play the dance“, der Menschen am Rand der Gesellschaft gewidmet ist.

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  • 06.03.2021
    7 MB
    07:36
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    Berlinale 2021 – Neuer Trend zum Genre-Kino

    Man könne schon von einem Trend zum Genre-Kino sprechen, sagt SWR2-Filmkritiker Rüdiger Suchsland über das Programm der Berlinale. Aber genau genommen, sei das Genre-Kino nie verschwunden. Es habe immer Mischformen und Einflüsse des Genre-Kinos gegeben. Selbst die Nouvelle Vague, die Geburtsbewegung des europäischen Autorenkinos, habe sich explizit auf die Western von John Ford und Howard Hawks und auf die Thriller von Alfred Hitchcock bezogen. Durch den Serien-Boom sei die Bedeutung des Genre-Films wieder gewachsen. Im Berlinale Programm gebe es zum Beispiel die Filme „Azor“ und „Una película de policías“. Diese spielten mit den Genres „Polit-Thriller“ und „Polizei-Film“ und reflektierten die Militärdiktatur in Argentinien ebenso, wie die Machtstrukturen der Drogen-Industrie in Mexiko.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:45
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    Selbstverliebt und zynisch - Sophie Passmann: Komplett Gänsehaut

    Sophie Passmann kritisiert das bürgerliche Milieu, aus dem sie stammt. SWR2 Kritikerin Kristine Harthauer findet das teils langweilig, teils selbstverliebt und zynisch.

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  • 06.03.2021
    5 MB
    06:05
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    Beschlüsse des Bund-Länder Gipfels: Die Kultur zieht vor Gericht

    Viele Kulturschaffende sehen die Corona-Beschlüsse des Bund-Länder-Gipfels kritisch – so auch der Anwalt Wolfram Hertel, der die Initiative „Aufstehen für die Kunst“ vertritt: „Wir sind enttäuscht, die Kultur kommt wieder einmal zuletzt, wir haben immer gesagt: die Kultur waren die Ersten, die zugemacht haben und sie können nicht die letzten sein, die wieder aufmachen.“ „Aufstehen für die Kunst“ will nun offenbar eine Klage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof einreichen, weil „die Kunstfreiheit ein besonderes Grundrecht im Grundgesetz“ sei, ähnlich wie die Religionsausübung sei sie nicht durch ein einfaches Gesetz beschränkbar, so Hertel im Gespräch mit SWR2. Das werde bei den Öffnungsszenarien nicht ausreichend berücksichtigt. Zudem verweist Hertel auf eine Studie aus dem Herbst 2020, die das Infektionsrisiko bei Besuchen der Bayerischen Staatsoper untersucht hat – „wir können nachweisen, dass vom Besuch keine Gefährdung ausgeht. Aber das wird ignoriert.“

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  • 06.03.2021
    6 MB
    06:43
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    IW-Direktor Hüther zur Corona-Politik: „Wir werden schlecht regiert“

    Nach dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern hat der Direktor des IW-Instituts der Deutschen Wirtschaft Michael Hüther die Pandemie-Politik der Bundesregierung kritisiert: „Bei den Masken hat es vor einem Jahr nicht geklappt, beim Impfen klappt es auch nicht, jetzt ist das mit dem Testen auch wieder nicht geregelt worden“.

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  • 06.03.2021
    6 MB
    07:17
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    Lage der Kinos in Corona-Zeiten: Stunde der Wahrheit kommt nächstes Jahr

    Die wahre Herausforderung für die Kinos in Deutschland steht noch bevor. Darauf hat die Vorstandsvorsitzende des Hauptverbandes deutscher Filmtheater (HDF), Christine Berg, in SWR2 hingewiesen. Mit nur acht Insolvenzen habe die Branche bislang noch Glück gehabt, so Berg. „Wir werden nächstes Jahr erst sehen, wie lange wir durchhalten können“.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    04:09
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    Berlinale-Series „Ich und die Anderen“: Surrealer Ego Trip von David Schalko

    In David Schalkos außergewöhnlichem Projekt „Ich und die Anderen“ spielt Tom Schilling spielt einen Mann auf der Suche nach sich selbst. Dazu hat er jeden Tag einen Wunsch frei, um sein Umfeld nach seinem Willen zu manipulieren. Und es ist wie so oft mit dem Wünschen - glücklicher wird er dabei nicht.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:46
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    Eiscreme und Identitätspolitik für Grollbürger | 4.3.2021

    Darf das Gedicht einer schwarzen Autorin von einer weißen übersetzt werden? Darüber wird heute in den Feuilletons nachgedacht – und es wird eines großen Jazzmusikers gedacht: Der britische Posaunist Chris Barber ist im Alter von 91 Jahren gestorben.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    03:41
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    Historische Fakten gegen Fake News: Die Plattform GeschichtsCheck.de kämpft gegen Hass im Netz

    Mithilfe historischer Fakten Fake News entkräftigen: Auf der Website GeschichtsCheck.de stellen Historikerinnen und Historiker digitale Werkzeugkästen gegen Hassrede im Netz zusammen. Der Kampf um die Wahrheit im Netz sei anstrengend aber notwenig, sagt der GeschichtsCheck-Historiker James Krull in SWR2.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:23
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    Extreme Episoden– Berlinale Series zeigt sechs internationale TV-Serien

    Die Berlinale Series sind seit ein paar Jahren Bestandteil des Festivals und schlagen in diesem Jahr einen weiten Bogen. Machismo aus Argentinien, Krimi aus Skandinavien, eine US-Doku oder die neue Serie des Briten Russell T Davies über die Anfänge der AIDS-Pandemie im London der 80er Jahre: „It’s a Sin“. „Extremismus“ im positivsten Sinn nennt das Sektionsleiterin Julia Fidel.

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  • 06.03.2021
    8 MB
    08:28
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    Welttag des Hörens – Wolfgang Kaschuba über Hören und Wissen in Corona-Zeiten

    Radiohören und Podcasts verschaffen uns in Corona-Zeiten eine Illusion des Dabeiseins, eine Form des Kontakts, sagt der Kulturwissenschaftler Wolfgang Kaschuba zum Welttag des Hörens. Außerdem bedeute das Hören in Corona-Zweiten durchaus einen Paradigmenwechsel, weil unsere Gesellschaft langsamer und weniger hektisch geworden sei und man sich zum Hören von Radio und Podcast öfters ruhig zurücklehne und Texten länger zuhöre. Wenn man es positiv formulieren wolle, könne man derzeit sagen: das intensivere Hören schaffe neue Zugänge zum Wissen, gerade auch für jüngere Menschen. Wissen sein in Corona-Zeiten eine entscheidende Frage. Getrennte Wissens- und Informationsblasen spiegelten ganz unterschiedliche Weltbilder und Informationsräume. Das Zusammenbringen dieser Welten sei wichtig und hier könne der Rundfunk eine übergreifende Verwaltung von gemeinsamem Wissen und gemeinsamen Werten sein. „Wenn wir uns mehr zuhören, haben wir mehr Gemeinsamkeiten“ – das könnte ein Motto des Welttag des Hörens sein, meint Wolfgang Kaschuba.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:42
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    Lucky Luke Band 100 – „Die Ursprünge“ des einsamen Cowboys

    Im Comic-Magazin „Spirou“ erschienen 1946 und 1947 die ersten beiden Lucky Luke-Geschichten. „Arizona“ und „Die Goldmine von Dick Digger“ heißen sie und kommen jetzt als Band 100 im Ehapa Verlag heraus, zum 75. Geburtstag von Lucky Luke. Zeichner Morris erzählte damals noch ohne Texter René Goscinny von dem Cowboy, der schneller schießt als sein Schatten. Und die frühen Abenteuer sind auch weit entfernt von den Klassikern des Duos Morris-Goscinny. Walt Disney-artige Slapstick prägt diese frühen Lucky Luke-Stories. Aber eine Wahrheit steckt auch schon in diesen Comics: Der einsame moderne Held des US-Mythos braucht immer einen Freund, zumindest einen, der über ihn lacht – so wie Jolly Jumper über Lucky Luke.

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  • 06.03.2021
    1 MB
    03:55
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    Studie vom Fraunhofer Institut: Nur geringes Ansteckungsrisiko in der Fruchthalle Kaiserslautern

    Das Coronavirus verbreitet sich unter anderem über die Atemluft. Orte, an denen mehrere Menschen zusammenkommen, sind während der Pandemie deshalb problematisch. Gleichzeitig sind dies die Räume, die schmerzlich vermisst werden: Theatersäle, Konzerthäuser, Opernfoyers. Wie sicher solche Orte mit speziellen Hygienemaßnahmen sein können, hat jetzt das Fraunhofer Institut bei einem Streaming-Konzert in der Fruchthalle Kaiserslautern untersucht. Die Bühne war dabei voll besetzt mit zuvor getesteten Musikern. Im Publikum aber saß nur eine ganz besondere Puppe. Das Ergebnis: Die Ansteckungsgefahr ist sehr gering.

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  • 06.03.2021
    6 MB
    06:26
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    Entscheidend ist die „Leiderfahrung“ – Risikoforscher Ortwin Renn über die Risiken durch Corona

    Bei der Risikobewertung sei es in der Corona-Krise besonders wichtig, dass man sich auf einen gemeinsamen Nenner einigt, und das sei die „Leiderfahrung“, sagt der Risikoforscher Ortwin Renn.

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  • 06.03.2021
    6 MB
    06:51
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    Der Zuspruch zur Pandemie-Politik nimmt ab: Corona-Gipfel von Bund und Ländern

    Was jetzt voll zu Buche schlage, das seien die Versäumnisse beim Impfen und die große Enttäuschungen darüber, dass das längst nicht so schnell gehe wie gehofft. Zudem die Versäumnisse des letzten Sommers, die schlechte Auszahlung der Ersatzleistungen für Betriebe, die schlechte Strategie in der Schule, „das fällt jetzt alles auf die Politik zurück“, sagt Albrecht von Lucke, Redakteur der „Blätter für deutsche und internationale Politik“. Die allgemeine Bereitschaft, die zu Beginn bestanden habe, die Krise gemeinsam zu meistern, löse sich mehr und mehr auf. Es würden Individualinteressen und vor allem auch die Interessen der verschiedenen Parteien deutlich. In NRW z. B., in einer schmalen Konkurrenzsituation der Koalition zwischen FDP und CDU, würde die FDP auf Lockerungen drängen, um so auch bundespolitisch Profil zu gewinnen als die Partei, die für Lockerungen stehe. Das mache Druck auf Armin Laschet, so dass er mit seinem Satz „Wir dürfen nicht jeden Tag neue Inzidenzien erfinden“ eine klare Abkehr von der harten Lockdown-Politik von Merkel und Söder formuliert habe. Auch im Hinblick auf die Wahlen weil dort dieses Ergebnis der Wahlen im Land nicht zu schlecht ausfallen darf für ihn, denn er muss zum ersten Mal den Kopf hinhalten als CDU-Parteivorsitzender“, so von Lucke. Der enorme Zuspruch, der anfänglich aber interessanterweise nur auf CDU/CSU konzentriert war, während die SPD, obwohl sie an der Regierung beteiligt ist, konnte davon nicht stark profitieren, der nähme deutlich ab. CDU und CSU, vor allem die Kanzlerin, verlören an Reputation. Das mache das große Vakuum an der Führungsspitze, sowohl der Regierung, aber auch mit Blick auf die Wahlen an der Spitze von CDU/CSU deutlich. Heute treffen sich Bund und Länder wieder zu einem Corona-Krisengipfel.

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  • 06.03.2021
    7 MB
    07:30
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    Jeder soll lesen können: Nationaler Lesepakt startet

    „Wenn wir die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen verbessern wollen, dann müssen wir auch außerhalb der Bildungsinstitutionen ansetzen“, sagt Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen in Mainz, in SWR2.

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  • 06.03.2021
    5 MB
    05:19
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    Ein Leben zwischen Krieg und Glamour – Die amerikanische Künstlerin Lee Miller in den Opelvillen Rüsselsheim

    „Hautnah“ heißt die neue Ausstellung in den Opelvillen Rüsselsheim. Zu sehen sind bewegende Fotografien der Künstlerin und Fotoreporterin Lee Miller. Lee Miller wurde als Modell, Surrealistin und Fotografin bekannt. Zu ihrem Umfeld gehörten Picasso, Man Ray oder Jean Cocteau. Sie war auf dem Titel der Vogue, als Kriegskorrespondentin an der Front und setzte sich in Hitlers Badewanne für ein Porträt. Die Schau zeigt teilweise bislang unveröffentlichte Aufnahmen.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    04:02
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    Seltsame Erfahrung eines virtuellen Festivals | 3.3.2021

    Fußball ohne Zuschauer ist schon schlimm genug. Kino ohne Publikum ist noch viel trauriger. Und eine Berlinale ohne tatsächliche Premieren eigentlich nur noch zum Weinen. Auf den gedruckten und digitalen Kulturseiten berichten die Kritiker und Kritikerinnen über die seltsame Erfahrung eines virtuellen Festivals, bei dem es die natürliche Abfolge von ins Kino gehen - Film schauen – Kritik schreiben, nicht mehr gibt.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    03:54
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    Kammerspiel in der Eckkneipe: Daniel Brühl in seinem Regiedebüt „Nebenan“

    In einer Altberliner Eckkneipe treffen ein alt eingesessener Ostberliner und ein zugezogenen Filmstar aufeinander. Was als schwarze Komödie über Gentrifizierung beginnt, entwickelt sich zum abgründigen Psychothriller. Der höchst unterhaltsame Film von und mit Daniel Brühl läuft als einer von vier deutschen Beiträgen im Wettbewerb der Berlinale.

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  • 06.03.2021
    3 MB
    03:23
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    Geschlechterverteilung in Berufsorchestern: Je höher die Position desto weniger Frauen vertreten

    Das Deutsche Musikinformationszentrum (MIZ) hat in einer umfassenden Vollerhebung die Geschlechterverteilung in deutschen Berufsorchestern untersucht. Heute hat das MIZ gemeinsam mit der Deutschen Orchestervereinigung und dem Deutschen Bühnenverein die Ergebnisse vorgestellt.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:40
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    Künstlerische Forscherin: Die Fotografie-Professorin Susanne Kriemann aus Karlsruhe

    Susanne Kriemann sieht sich als eine Fotografin an der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft. Sie hat in Ostdeutschland radioaktiv verseuchte Gebiete und in Sri Lanka die Verschmutzung der Mangrovenwälder mit Plastikmüll dokumentiert. In Karlsruhe recherchierte sie über das Kernforschungszentrum. Dennoch sind ihre Fotografien keine reinen Dokumentationen, sondern künstlerische Arbeiten.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:31
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    Berlinale: Silberner Bär für Maren Eggert in der SWR Roboter-Komödie „Ich bin dein Mensch" von Maria Schrader

    Für ihre Rolle der Wissenschaftlerin Alma in der SWR Produktion „Ich bin dein Mensch“ von Maria Schrader erhält Maren Eggert den Silbernen Bären der 71. Berlinale (beste Schauspielerin). In der Tragikomödie testet die Wissenschaftlerin Alma das Zusammenleben mit einem humanoiden Roboter. Tom wurde extra programmiert, um sie glücklich zu machen.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:15
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    Synthibirds - DJ Eulberg macht für die Aktion „Vogel des Jahres" aus Vogelstimmen Musik

    Techno-DJ und Naturfreak Dominik Eulberg hat für den Naturschutzbund den Gesang der zehn nominierten Vogelarten zum „Vogel des Jahres“ elektronisch umgesetzt. Dabei sind die Vögel mit ihren Melodien die Komponisten; Dominik Eulberg bestimmt nur das Instrumentarium auf dem Synthesizer.

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  • 06.03.2021
    7 MB
    07:56
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    Politiker mit großen Verdiensten: Friedensnobelpreisträger Michail Gorbatschow wird 90

    Michail Gorbatschow ermöglichte mit seiner Politik in den 80er-Jahren das Ende des Kalten Krieges und die deutsche Einheit. „Das war natürlich eine sehr spannende Zeit, weil sich fast alles geändert hat in der Sowjetunion, und er als eine sehr charismatische Figur eben dafür stand: Glasnost und Perestroika“, erinnert sich Hans-Peter Riese, langjähriger ARD-Korrespondent in Moskau, in SWR2. Es habe damals eine unglaubliche Aufbruchstimmung geherrscht.

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  • 06.03.2021
    6 MB
    06:15
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    Nachlese zum TV-Duell Kretschmann-Eisenmann

    Im TV-Duell zur Landtagswahl Baden-Württemberg traf ein routinierter Landesvater Winfried Kretschmann auf CDU-Herausforderin Susanne Eisenmann, die sich angriffslustig zeigte, ohne zu stark in die Offensive zu gehen. „Sie hat da schon die richtige Dosierung gefunden“, urteilt der Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider in SWR2.

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  • 06.03.2021
    4 MB
    04:45
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    Tom Schilling und Saskia Rosendahl überzeugen in „Fabian“ von Dominik Graf

    „Fabian", der berühmte und zugleich für seine Zeit ungewöhnliche Roman von Erich Kästner, erzählt von einem jungen Mann, der im Berlin der späten Weimarer Republik mitten in der Weltwirtschaftskrise zu überleben versucht. Dominik Grafs Film kommt im laufenden Berlinale-Wettbewerb gleich für mehrere Preise infrage, auch durch die großartigen Hauptdarsteller Tom Schilling, Saskia Rosendahl und Albrecht Schuch. .

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  • 06.03.2021
    6 MB
    06:55
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    Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können: Hat die SPD das mit ihrem Wahlprogramm im Blick?

    In ihrem neuen Buch „Working Class“ hat Julia Friedrichs Menschen portraitiert, die allein von ihrer Arbeit leben müssen. Es geht zum Beispiel um einen Arbeiter, der in Berlin die U-Bahn reinigt. Um den Tarifvertrag zu umgehen, ist er bei einem Subunternehmen der Verkehrsgesellschaft angestellt. Sein Vater, auch ein ungelernter Arbeiter, sagt zu ihm: „Mit deinem Gehalt hätte ich mir den Hintern abgewischt.“ Das Vertrauen in die Politik und besonders in die SPD sei seit der Deregulierung des Arbeitsmarktes in den Nuller Jahren gebrochen, sagt Julia Friedrichs im Gespräch mit SWR2: „Die Menschen haben das Gefühl, dass die Partei nicht an ihrer Seite steht.“ Das Vertrauen zurück zu gewinnen, werde verdammt schwer, meint Friedrichs, auch wenn sie im neuen Parteiprogramm der SPD gute Ansätze sieht, „das wird nicht allein mit Worten gehen, nur durch Taten.“

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  • 06.03.2021
    3 MB
    03:56
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    Art Karlsruhe 2021 abgesagt

    „Wir sind natürlich wahnsinnig traurig“, sagt Ewald Schrade, Kurator und Gründervater der Art Karlsruhe im Gespräch mit SWR2: „Ich habe noch bis vor einer Woche dran geglaubt, dass alles gut geht.“ Allerdings seien die Zahlen wieder angestiegen und so habe das Land vorab keine Genehmigung erteilen können, erklärte Schrade: „Wir brauchen dringend Vorlauf, um Werbung zu machen.“

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  • 06.03.2021
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    03:42
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    Berlinale-Jurymitglied Ildiko Enyedi - „Intensive Erfahrung fürs ganze Leben"

    „Es ist eine sehr schöne Auswahl in diesem Jahr", freut sich die ungarische Filmregisseurin Ildiko Enyedi. 2017 gewann sie mit ihrem Film „Körper und Seele“ den Goldenen Bären. Dieses Jahr ist sie Jurymitglied einer Berlinale, bei der alles anders ist. Die digitale Pandemie-Ausgabe des Festivals werde eine Erfahrung, „an die wir uns alle ein ganzes Leben lang erinnern werden."

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  • 06.03.2021
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    04:01
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    „Sophie Scholl – Die letzten Tage“: Kluge Online-Inszenierung am Schlosstheater Neuwied

    In diesem Jahr wäre die deutsche Widerstandskämpferin Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass präsentiert die Landesbühne Rheinland-Pfalz, das Schlosstheater Neuwied, eine überzeugende Online-Inszenierung über die letzten vier Tage ihres Lebens. Regisseur Volker Maria Engel und Dramaturgin Sandra van Slooten haben ein eigenes Format entwickelt, bei dem Bühnenspiel und Filmsequenzen organisch ineinandergreifen – so werden die historischen Figuren wieder lebendig.

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  • 06.03.2021
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    07:28
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    Ehrung für das Projekt „Gegen das Vergessen" Mannheimer Fotograf Luigi Toscano wird "Artist for Peace" der UNESCO

    Der Mannheimer Fotograf Luigi Toscano sieht sich durch die Auszeichnung „Artist for Peace" in seiner bisherigen Arbeit bestätigt. Diese Auszeichnung biete die Chance, in und mit den Strukturen der UNESCO weiterzuarbeiten, vor allem in den Schulen, sagte Toscano im SWR2 Journal am Mittag. „Dass ich das Geschenk bekommen habe, das mit meinem Projekt zu verbinden, das ist großartig." Gleichzeitig bereiteten ihm die aktuellen politischen Trends wie Rassismus und Antisemitismus große Sorgen. Auch die von ihm portraitierten Holocaust-Überlebenden seien sehr besorgt, betonte der Fotograf. „Sie haben große Angst angesichts der aktuellen Entwicklungen", so Toscano. Letztendlich sei er aber dennoch überzeugt, „dass unsere Demokratie gewinnen wird."

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  • 06.03.2021
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    04:59
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    Dramatisches Gefühlschaos: Schnitzlers „Fräulein Else“ als Instagram-Live-Performance am Nationaltheater Mannheim

    Else macht Urlaub, im Originaltext im Tessin, jetzt muss Mannheim herhalten. Das Hotel ist super, Else geht live und plaudert mit ihren Followern. Dann kommt ein Brief der Mama. Und plötzlich ist alles anders. Else soll den reichen Dorsday um Geld anbetteln, weil der Vater Schulden hat. Doch Dorsay will dafür eine Gegenleistung und macht der 19 Jährigen ein unmoralisches Angebot. Die Schauspielerin Vassilissa Reznikoff hat über anderthalb Stunden eine beeindruckende Solo-Show hingelegt. Besonders gelungen sind die Passagen, in denen sie mit dem Medium spielt, spontan auf die Kommentare ihrer Follower eingeht und das smartphone mal Spiegel, mal Freundin ist.

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  • 06.03.2021
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    02:58
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    Berlinale 2021: Digital und zerrissen

    Im Kino können sich nur die sechs Jury-Mitglieder die Wettbewerbsfilme anschauen. Für Kritiker*innen und Fachpublikum ist die Berlinale 2021 ein rein digitaler Branchentreff. Der rote Teppich wurde abbestellt. Filme gibt es nur im Streaming. Das sei ein bisschen traurig, sagt Berlinale-Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek, aber es sei wichtig, den Filmmarkt schon jetzt stattfinden zu lassen. Im Sommer soll es dann ein kleineres Publikumsfestival in Berlin geben.

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  • 06.03.2021
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    04:21
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    Im Stakkato durch den Holocaust - „Noah. Von einem, der überlebte“ von Takis Würger

    „Spiegel“-Autor Takis Würger hat sein drittes Buch vorgelegt. Diesmal keinen Roman, sondern ein Sachbuch. „Noah. Von einem, der überlebte“ schildert das Martyrium von Noah Klieger. Als Mitglied einer jüdischen Widerstandsgruppe verhaftet, durchleidet er als Jugendlicher die KZ Auschwitz, Dora-Mittelbau und Ravensbrück, um nach einer längeren Odyssee nach Israel zu gelangen. SWR2-Rezensent Rainer Volk findet das Buch problematisch - vor allem stilistisch, weil Takis Würger versucht, die Ungeheuerlichkeit der Erlebnisse in ein Satz-Stakkato zu pressen. „Die simple Grammatik gleitet mitunter in Kitsch ab“, so sein Urteil. Zudem folgt Würger seinem Erzähler rückhaltlos. Erst in einem Essay am Ende des Buchs, wird die Erinnerung von Holocaust-Überlebenden problematisiert, was den Leser befremdet und an der Wahrheit der Erzählung zweifeln lässt.

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