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Wohlstand für Alle

Wir, Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt, sprechen wöchentlich über Geld. Jeden Mittwoch behandeln wir in "Wohlstand für Alle" ein Wirtschaftsthema und werfen dabei einen anderen Blick auf ökonomische Zusammenhänge.Impressum: Ole Nymoen Wolfgang Schmitt Podcast GbR Am Schlossgarten 3 56566 Neuwied Umsatzsteueridentifikationsnummer: DE3303228702E-Mail: [email protected]: Wolfgang M. Schmitt/Ole Nymoen, Betreff: Wohlstand fuer Alle, IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12

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  • 18.05.2022
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    29:42
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    Ep. 145: Christian Lindners Pläne

    Wird Christian Lindner sich als Finanzminister wandeln? Es gab diese zarte Hoffnung, jedoch kann diese nun getrost begraben werden. Das Finanzministerium hat in der vergangenen Woche ein Papier mit dem Titel „Finanzpolitik in der Zeitenwende“ veröffentlicht, das unter anderem eine Antwort geben will auf die Inflation, die wirtschaftliche Transformation und die Lieferengpässe. Wer nun noch glaubt, Deutschland könnte unter der Ampel-Koalition sozialer werden, den darf man getrost einen Träumer nennen. Lindner erteilt der nachfrageorientierten Wirtschaftspolitik, die auf Keynes zurückzuführen ist, eine Absage, stattdessen soll es darum gehen, eine angebotsorientierte, sprich: unternehmerfreundliche Politik zu fahren, bei der die Unternehmenssteuern gesenkt, Sozialabgaben gekürzt und Investitionen nicht vom Staat, sondern von der Privatwirtschaft getätigt werden. Bei Innovationen und Investitionen soll der Staat sich zurückhalten, stattdessen wird eine ordoliberale Politik betrieben, womit offenbar Lindner-Einflüsterer Lars Feld schon jetzt all seine Macht ausspielt, um erneut seine neoliberale Ideologie dem Land aufzubürden. Immerhin überzieht das sonst linientreue FDP-Papier dieses Mal die EZB keiner Kritik an zu niedrigen Zinsen, denn auch den Liberalen ist wohl aufgefallen, dass die aktuelle Inflation mit der Geldmenge wenig zu tun hat. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Bundesministerium der Finanzen: "Finanzpolitik in der Zeitenwende – Wachstum stärken und inflationäre Impulse vermeiden", in: https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/Oeffentliche-Finanzen/finanzpolitik-in-der-zeitenwende.pdf?__blob=publicationFile&v=2.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgangKonto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDPatreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/aboutTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 14.05.2022
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    51:18
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    Spezial #26: Robbenpelze und Imperialismus – Robert Kindler im Gespräch

    Die Geschichte hinter Luxusprodukten kann grausam sein. So ist es auch mit den Robbenpelzen, die sich im 19. Jahrhundert global immer größerer Beliebtheit erfreuten. Wer in London, Paris oder Moskau etwas auf sich hielt, trug Robbenpelz. Der Osteuropahistoriker Robert Kindler zeichnet in seinem packenden Buch „Robbenreich“ die Geschichte dieses globalen Wirtschaftens an der Peripherie, bei dem Tier und Mensch geschunden wurden, nach. Es geht um Ressourcenkonflikte, Ausbeutung, globalen Welthandel und selbstredend um imperiales Prestige: Als Zar Alexander II. 1867 Russisch-Amerika, das heutige Alaska, an die Vereinigten Staaten verkaufte, bedeutete das für den nordpazifischen Raum eine Zäsur. Russland wollte seine imperiale Autorität aufrechterhalten, gleichzeitig drängten staatliche und privatwirtschaftliche Akteure aus den USA, aus Großbritannien und Japan in die Inselregionen im Nordpazifik, um am Geschäft mit den Robben zu partizipieren. Über diese besondere Phase der Globalisierung spricht Wolfgang M. Schmitt mit Robert Kindler im neuen „Wohlstand für Alle“-Spezial.Literatur:Robert Kindler: Robbenreich. Russland und die Grenzen der Macht am Nordpazifik, Hamburger Edition.Robert Kindlers Artikel über Alaska und neue Expansionsphantasien: https://geschichtedergegenwart.ch/imperiale-phantomschmerzen-neue-russische-blicke-auf-alaska/Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgangKonto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDPatreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/aboutTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 11.05.2022
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    27:13
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    Ep. 144: Wo bleibt der grüne Kapitalismus?

    Wie soll sie denn nun aussehen, die grüne Transformation? Seit einer Weile ist sie zumindest in aller Munde: BlackRock-Chef Larry Fink hat auch in diesem Jahr in einem Brief an die CEOs angemahnt, dass die Unternehmen sich auf den grünen Wandel einstellen sollen. Sogar Bundesfinanzminister Christian Lindner ist nun begeistert von erneuerbaren Energien und spricht gleich von „Freiheitsenergien“. Auch Grüne wollen den Klimawandel stoppen, indem sie im Sinne des grünen Ordoliberalismus die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und dem Industriestandort Deutschland Vorteile verschaffen. Vor allem geht es darum, Vermögenswerte zu schaffen, die für die Kapital- und Finanzmärkte von Interesse sind. Konstruiert wird kein großer, sondern ein „kleiner grüner Staat“, wie die Ökonomin Daniela Gabor meint. Der Staat hat vornehmlich die Aufgabe, das unternehmerische Risiko – Stichwort De-Risking – zu minimieren, während die Privatwirtschaft auf grüne Gewinne hoffen kann. Aber ist auf diese Weise tatsächlich das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen? Zweifel sind mehr als berechtigt. Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Larry Fink: “Brief von Larry Fink an CEOs 2022: Die transformative Kraft des Kapitalismus”, in: https://www.blackrock.com/ch/privatanleger/de/2022-larry-fink-ceo-brief.Daniela Gabor: "Der kleine grüne Staat", in: https://jacobin.de/artikel/der-kleine-grune-staat-daniela-gabor-gruner-ordoliberalismus-schwarze-null-klimainvestitionen-energieautonomie-finanzpolitik-wall-street-consensus-blackrock-ezb-derisking/.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgangKonto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDPatreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/aboutTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 04.05.2022
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    36:19
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    Ep. 143: Elon Musk kauft Twitter – und nun?

    Elon Musk will Twitter kaufen. 44 Milliarden Dollar möchte der reichste Mensch der Welt für das Unternehmen ausgeben, das einst Mark Zuckerberg für 500 Millionen erwerben wollte. Musk selbst hat knapp 90 Millionen Follower, für ihn ist die Plattform existenziell. Angeblich will er mehr Meinungsfreiheit auf der Plattform ermöglichen, schließlich ist Musk ein Free-Speech-Verfechter. Doch selbst der reichste Mensch der Welt kann das Aktienunternehmen nicht aus der Portokasse bezahlen, für jede Aktie will Musk den Aktionären immerhin 54,20 Dollar anbieten. Das wird ihm aber nur gelingen, wenn er eine große Menge Tesla-Aktien abstößt und er außerdem Kredite bewilligt bekommt. Was aber müssen die Aktionäre dabei jetzt fürchten? Anlässlich von Musks Ambitionen lohnt es sich außerdem auf die bewegte Unternehmensgeschichte von Twitter zu blicken: Das Unternehmen wurde 2006 gegründet und ging 2013 an die Börse. Jetzt könnte es schon bald von dort wieder verschwinden, wenn Elon Musk seinen Plan umsetzen kann. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den anstehenden Aufkauf.Literatur:Nick Bilton: Twitter. Eine wahre Geschichte von Geld, Macht, Freundschaft und Verrat, Campus.Steven Levy: Facebook – Weltmacht am Abgrund. Der unzensierte Blick auf den Tech-Giganten, Droemer.Biz Stone: Folge dem blauen Vogel – Die Twitter-Story. Bekenntnisse eines Kreativen, Ariston.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgangKonto: Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDPatreon: https://www.patreon.com/oleundwolfgangSteady: https://steadyhq.com/de/oleundwolfgang/aboutTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 30.04.2022
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    58:24
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    Literatur #16: Ein großer Liebesroman – Edith Whartons "Zeit der Unschuld"

    Von einer Liebe, die nicht sein darf, erzählt Edith Wharton in ihrem berühmtesten Roman „Zeit der Unschuld“. Newland Archer, ein junger Mann aus der New Yorker Upperclass, soll eine junge Frau, May Welland, aus ebenso gutem Haus heiraten. Plötzlich aber taucht deren Cousine auf: Die Gräfin, die zeitweise in Europa weilte, ist ein paar Jahre älter und sie ist schön, extravagant und außergewöhnlich. Die Society rümpft die Nase. Newland Archer aber ist hingerissen, doch die Konventionen und Gepflogenheiten der feinen Gesellschaft rufen zur Mäßigung. „Zeit der Unschuld“ ist ein beeindruckender Gesellschaftsroman über das New York der 1870er-Jahre, in dem keine Aristokratie, sondern ein Geldadel sich etabliert hat, der stets auf Distinktion bedacht ist. In „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Edith Whartons Klassiker.Literatur:Edith Wharton: Zeit der Unschuld, Manesse.WERBUNG:Zum Jacobin-Magazin geht es hier: https://jacobin.de/wohlstandIhr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 27.04.2022
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    33:24
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    Ep. 142: Steinzeitkommunismus? Pol Pots Pläne

    Was geschah damals in Kambodscha? Pol Pot gehört zweifellos zu den schaurigsten Figuren der Weltgeschichte. Zwischen 750.000 und 2 Millionen Menschen fielen dem Regime der Roten Khmer zum Opfer. Von „Steinzeitkommunismus“ ist immer wieder die Rede, da Pot die Zentralbank sprengen ließ, das Geld und jegliches Privateigentum abschaffte. Alle Kambodschaner mussten die Städte zu verlassen und von nun an unter widrigsten Bedingungen in der Landwirtschaft arbeiten. Die Familie als tragende gesellschaftliche Einheit wurde ebenfalls abgeschafft, es folgten Jahre der totalen Überwachung und Kollektivierung. Wie sah die volkswirtschaftliche Grundlage für derart radikale Schritte aus? Sollte wirklich ein Steinzeitkommunismus etabliert werden? Die Antwort liegt mehr als 15 Jahre zurück, als nicht nur Pol Pot, sondern auch sein Mitstreiter Khieu Samphan in Paris studierten und mit marxistisch-leninistischen Kreisen in Verbindung standen. 1959 promivierte Samphan mit einer volkswirtschaftlichen Studie über die kambodschanische Wirtschaft. Zwar ist er in dieser Schrift noch nicht als Revolutionär zu erkennen, doch erteilt er schon damals dem Freihandel eine Absage, legt den Fokus auf die Landwirtschaft und schlägt vor, eine nationale kapitalistische Wirtschaft in Kambodscha aufzubauen. In „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die ökonomischen Prämissen der Khmer Rouge.Literatur:Daniel Bultmann: Kambodscha unter den Roten Khmer: Die Erschaffung des perfekten Sozialisten, Ferdinand Schöningh.Branko Milanovic: Kapitalismus global. Über die Zukunft des Systems, das die Welt beherrscht, Suhrkamp.Khieu Samphan: Die Wirtschaft Kambodschas und die Probleme seiner Industrialisierung, KBW-Verlag Kühl KG.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 20.04.2022
    24 MB
    26:34
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    Ep. 141: Wie der Ölpreisschock die Phillips-Kurve erledigte

    Auch wenn volkswirtschaftliche Theorien längst empirisch widerlegt sind, können sie dennoch lange im Diskurs überleben. So ist es auch mit der sogenannten Phillips-Kurve, mit der einige Ökonomen bis heute nachzuweisen suchen, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit gibt. Das meint: Je höher die Inflation, desto niedriger die Arbeitslosigkeit – und umgekehrt. Das klingt durchaus logisch. Schon Ende der 1920er-Jahre beschäftigte sich damit Irving Fisher, Jahrzehnte später legte Alban William Housego Phillips mit einem Aufsatz, der angeblich an nur einem Wochenende entstanden ist, eine bahnbrechende Untersuchung zu diesem Zusammenhang vor. Während Phillips selbst aus seinen Ergebnissen keine direkten politischen Forderungen ableitete, taten genau dies danach sehr viele Ökonomen, Zentralbanker und Politiker. Und auch heute verkündet etwa der Wirtschaftswissenschaftler Paul Krugman in der „New York Times“, dass wir, um eine niedrige Inflation zu bekommen, mit etwas mehr Arbeitslosigkeit rechnen müssen. Es lohnt sich, den ursprünglichen Aufsatz von Phillips erneut zu lesen. Einige wichtige Details werden nämlich in der aktuellen Debatte weitgehend übersehen. Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Quellen:Paul Krugman: “Inflation Is About to Come Down — but Don’t Get Too Excited”, in: https://www.nytimes.com/2022/04/12/opinion/inflation-consumer-prices.html.Alban W. Phillips: “The Relation Between Unemployment and the Rate of Change of Money Wage Rates in the United Kingdom, 1861-19571”, in: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/j.1468-0335.1958.tb00003.x.Joseph Politano: “The Life, Death, and Zombification of the Phillips Curve”, in: https://apricitas.substack.com/p/the-life-death-and-zombification?s=w.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 16.04.2022
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    44:55
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    Spezial #25: Die neuen Klassenkämpfe und die Macht der Konzerne – Nina Scholz im Gespräch

    In Berlin hat 2021 eine Mehrheit für die Enteignung von Wohnungskonzernen gestimmt. In New York hat sich kürzlich die erste Amazon-Gewerkschaft an einem US-Standort gebildet. Arbeiter bei Lieferdiensten gehen immer häufiger zu wilden Streiks über und auch ausländisches Pflegepersonal weiß sich zu organisieren. Die Journalistin Nina Scholz geht in ihrem gerade erschienenen Buch „Die wunden Punkte“ diesen Arbeitskämpfen nach, sie spricht mit Aktivisten und Engagierten. Fest steht: Das Kapital strukturiert sich neu, aber es entstehen auch neue Klassenkämpfe. Die Macht der Konzerne kann effektiv bekämpft werden. Mehr dazu in der neuen Ausgabe von „Wohlstand für Alle“-Spezial mit Nina Scholz und Wolfgang M. Schmitt.Literatur:Die wunden Punkte von Google, Amazon, Deutsche Wohnen & Co. Was tun gegen die Macht der Konzerne?, Bertz+Fischer. https://bertz-fischer.de/wundepunkteWERBUNG:Zum Jacobin-Magazin geht es hier: https://jacobin.de/wohlstandIhr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 13.04.2022
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    25:58
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    Ep. 140: Hängen Inflation und Arbeitslosigkeit zusammen?

    Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit? Bedingt das eine das andere? Schon vor knapp 100 Jahren beschäftigten sich mit dieser Frage Wirtschaftswissenschaftler. Ist es tatsächlich so, dass eine niedrige Arbeitslosigkeit zu einer höheren Inflationsrate führt – und umgekehrt? Nach dem britischen Volkswirtschaftler Alban William Phillips ist die Phillips-Kurve benannt, die oftmals so interpretiert wurde, dass die Phänomene hohe Inflation und niedrige Arbeitslosigkeit nicht nur korrelieren, sondern es einen kausalen Zusammenhang gibt. Von dem ehemaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt ist der Ausspruch „Lieber 5 Prozent Inflation als 5 Prozent Arbeitslosigkeit!“ übermittelt. Und auch jetzt wird im aktuellen Diskurs über die Inflation dem Faktor Arbeit mehr Bedeutung beigemessen als früher. Die FED in den USA hat die Beschäftigungsquote schon länger als relevant für ihre Geldpolitik angesehen. Es ist also dringend nötig, sich näher mit der Phillips-Kurve zu befassen und auch die theoretische Pionierarbeit von Irving Fisher zu würdigen. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Irving Fisher: "I Discovered the Phillips Curve: 'A Statistical Relation between Unemployment and Price Changes'", online verfügbar unter: https://www.jstor.org/stable/1830534.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 06.04.2022
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    28:16
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    Ep. 139: Wie Maschmeyer unsere Kinder verblödet

    Carsten Maschmeyer, bekannt aus „Die Höhle der Löwen“, hat sich schon mehrmals mit Erfolgsratgebern hervorgetan – so etwa mit „Die Millionärsformel“. Nun hat der Mann von Veronika Ferres es auf die ganz junge Generation abgesehen und ein grauenhaftes Kinderbuch veröffentlicht. Der Titel spricht Bände: „Die Start-up Gang. Unser größtes Abenteuer – von der Idee zum Erfolg“. Schüler gründen darin, hervorgegangen aus einer Projektwoche an der Schule, ein Start-up, das sie sehr bald zu Multimillionären macht. Eingerahmt ist die hanebüchene Geschichte, die stilistisch den Charme einer Gebrauchsanweisung hat, in ein Vor- und Nachwort des Unternehmers, der ein Loblied auf die Leistungsgesellschaft und den Gründergeist anstimmt. Was so harmlos und kindgerecht daherkommen will, ist in Wahrheit astreine neoliberale Propaganda, die jedoch auch die progressiven Elemente inkludiert. Nicht zufällig ist eine Schülerin von Fridays For Future inspiriert und deshalb besonders geschäftstüchtig. Das Kinderbuch, das seit Tagen auf der Bestseller-Liste von Amazon weit oben rangiert, ist ein Dokument einer bildungsfeindlichen Offensive, wie wir sie seit Jahren in Schulen und an Universitäten erleben können. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“!Literatur:Robert Bongen und Sebastian Friedrich: "Nutzt Tönnies die Not der Flüchtlinge aus?", in: https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr/toennies-fluechtlinge-ukraine-101.html.Carsten Maschmeyer, Axel Täubert: Die Start-up Gang. Unser größtes Abenteuer – von der Idee zum Erfolg, Edel Verlag.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 30.03.2022
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    32:18
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    Ep. 138: Kommt nun die De-Globalisierung?

    Die Sanktionen des Westens gegenüber Russland treffen Putin hart, doch möglicherweise sind sie ein Schritt in die De-Globalisierung. Zwar hat man Russland aus der Finanzinfrastruktur SWIFT ausgeschlossen, jedoch ist das System nicht alternativlos. Längst haben Russland und China eigene Bezahlsysteme geschaffen, zudem stärken diese Machtblöcke – und nicht zu vergessen: Indien – ihre Binnenwirtschaft, um von Importen aus dem Westen unabhängig zu werden. Durch die Dollar-Hegemonie ist der Westen noch immer sehr mächtig, dies könnte sich aber auf absehbare Zeit ändern, wenn Öl-Staaten anfangen, bei Öl-Importen auch andere Währungen zu akzeptieren. Außerdem ist die Debatte um die Lieferketten neu entfacht: Durch immer häufiger auftretende Produktionsstaus denken Unternehmen mehr und mehr darüber nach, in heimischen Gefilden zu bleiben. Die Weltwirtschaft erlebt eine Regionalisierung, die jedoch wenig mit Postwachstumsidealen zu tun hat. Auch friedlicher und ökologischer wird das globale Wirtschaften auf diese Weise eher nicht. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Wendy Brown: Mauern. Die neue Abschottung und der Niedergang der Souveränität, Suhrkamp.Adam S. Posen: „The End of Globalization?“, in: https://www.foreignaffairs.com/articles/world/2022-03-17/end-globalization.Gideon Rachman: Asiens Stunde. Krieg und Frieden im 21. Jahrhundert, Weltkiosk.Quinn Slobodian: Globalisten. Das Ende der Imperien und die Geburt des Neoliberalismus, Suhrkamp.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 26.03.2022
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    52:13
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    Literatur #15: Schlimmer als Ayn Rand — Neal Stephensons Snow Crash

    Das Metaverse ist in aller Munde, seitdem Mark Zuckerberg im Herbst 2021 angekündigt hatte, seinen Konzern für diese neue Form des Internets vorzubereiten und massiv zu investieren. Seinen Mitarbeitern empfiehlt er zur Lektüre einen Roman, in dem das Metaverse bereits in Ansätzen antizipiert wird: Neal Stephensons „Snow Crash“ erschien 1992 – darin ist erstmals von einem Metaversum die Rede, in das sich die Bürger einer weitgehend von Konzernen regierten USA flüchten, um dem unwirtlichen Alltag zu entkommen. Aber auch das Metaverse ist durch die Vermachtung durch Konzerne geprägt: Hiro Protagonist – der angeblich letzte unabhängige Hacker – ist einer großen Verschwörung auf der Spur. Mit Anlehnungen an Blade-Runner, das Film-Noir-Genre und Steampunk-Versatzstücken soll der Leser in eine dystopische Welt entführt werden. Literarisch ist der Roman völlig wertlos und diagnostisch produziert er mehr Widersprüche als Klarheit. Möglicherweise jedoch ist das Metaverse ebenso doof wie seine literarische Vorwegnahme. Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur.Literatur:Neal Stephenson: Snow Crash, FISCHER Tor.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 23.03.2022
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    36:06
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    Ep. 137: Benzinpreise, Sondervermögen – wie die Bundesregierung auf die Krise reagiert

    Putins Krieg in der Ukraine verändert auch die deutsche Wirtschaftspolitik: Während Finanzminister Christian Lindner bis eben noch ein Verfechter von Sparsamkeit und „solider Finanzpolitik“ war und die gesamte Ampel-Koalition lieber kleine Schritte machte, um bloß die Schuldenregeln einzuhalten, sieht nun alles anders aus, wenn es um die Aufrüstung der Bundeswehr geht. Nicht nur will die Bundesregierung das NATO-2-Prozent-Ziel erfüllen, auch sollen zusätzlich 100 Milliarden Euro in die Bundeswehr fließen. Interessanterweise aber will Lindner nicht von seiner Austeritätsideologie abrücken, weshalb mit einem sozialen Kahlschlag zu rechnen ist. Sehr wahrscheinlich werden Sozialausgaben gekürzt und die ökologische Transformation verschoben werden, um die militärische Aufrüstung voranzutreiben. Dies ist aber nicht die einzige Ausgabe, die Lindner tätigen will, zudem schlägt er vor, die hohen Benzinpreise mit einem Tankrabatt zu kompensieren. Das würde nicht nur weitere Milliarden kosten, der Vorschlag ist selbst bei ordoliberalen Wirtschaftswissenschaftlern umstritten. Dass die Politik sich jedoch in Preise stärker einmischen wird, können wir auch auf EU-Ebene beobachten. Dort dachte Ursula von der Leyen bereits laut über eine Preisdeckelung bei der Energie nach. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Auswirkungen des Krieges auf die deutsche und die europäische Wirtschaft.Clemens Fuest: "Breite Steuersenkungen für Benzin sind der falsche Weg", in: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/spritpreise-warum-steuersenkungen-fuer-benzin-der-falsche-weg-sind-17875834.Rüdiger Bachmann et al.: "What if? The Economic Effects for Germany of a Stop of Energy Imports from Russia", in: https://www.econtribute.de/RePEc/ajk/ajkpbs/ECONtribute_PB_028_2022.pdf.Malte Kreutzfeldt: "Kriegsgewinnler Raffinerien", in: https://taz.de/Hohe-Spritpreise-in-Deutschland/!5838442/.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 19.03.2022
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    53:20
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    Spezial #24: Krieg, Inflation und Preiskontrollen – Andrew Elrod im Gespräch

    Als die Ökonomin Isabella Weber im vergangenen Dezember gezielte Preiskontrollen als Instrument der Inflationsbekämpfung diskutierte, reagierten viele Ökonomen mit Spott. Wenige Monate später hat sich das Blatt gewendet: Selbst die EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen denkt über einen Energiepreisdeckel nach. Es ist daher an der Zeit, differenziert auf Preiskontrollen als Instrument der Inflationsbekämpfung zu blicken. Dr. Andrew Elrod, der im vergangenen Jahr über die Geschichte der Preiskontrollen in den USA promoviert hat, berichtet im 24. WfA-Spezial, wie häufig Preiskontrollen im 20. Jahrhundert eingesetzt wurden, und welche Folgen diese Politik hatte.Ihr könnt Andrew Elrod auf Twitter folgen: https://twitter.com/andrewelrodIhr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 16.03.2022
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    36:21
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    Ep. 136: Wieso Sanktionen oft nicht funktionieren

    Die Sanktionen gegen Russland sind massiv, aber werden sie Putin auch dazu bringen, seinen Krieg gegen die Ukraine zu beenden? Ein Blick in die Geschichte ist lohnend und desillusionierend: Der Wirtschaftshistoriker Nicholas Mulder hat sich mit der Geschichte der Sanktionen beschäftigt, in seinem Buch „The Economic Weapon“ beschreibt er, wie nach dem Ersten Weltkrieg der Völkerbund Sanktionen als Waffen in Friedenszeiten einsetzt. Anfangs mit Erfolg, dies aber ändert sich in den 1930er-Jahren, als Italien in Äthiopien einmarschiert – trotz harter Sanktionen. Auch Japan und Deutschland sind infolgedessen nicht abgeschreckt, sondern bereiten sich vor, um für den Krieg besser gerüstet zu sein. Autarkie-Bestrebungen gab es in allen drei Ländern und sie wurden durch die Sanktionen verstärkt. Aber auch die jüngste Vergangenheit zeigt, dass weniger als 20 Prozent aller Sanktionen wirklich effektiv sind. Was könnte man jenseits der Sanktionen tun, um wieder Frieden zu etablieren und der Ukraine zu Wohlstand zu verhelfen? Die EU müsste Geld in die Hand nehmen, viel Geld. Und hier könnte die gerade allseitig betonte Solidarität mit den Ukrainern jäh enden. Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Nicholas Mulder: The Economic Weapon. The Rise of Sanctions as a Tool of Modern War, Yale University Press.Nicholas Mulder im Interview in der NZZ: https://www.nzz.ch/wirtschaft/warum-der-westen-sanktionen-gegen-russland-aufheben-sollte-ld.1665936.Nicholas Mulders Artikel in „The New Statesman“: https://www.newstatesman.com/international-politics/2022/03/the-economic-weapon.Slavoj Zizeks Beitrag in der „Berliner Zeitung“: https://www.berliner-zeitung.de/wochenende/slavoj-zizek-freiheit-bedeutet-fuer-putin-dass-jeder-seinen-platz-kennt-li.214194?pid=true.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 09.03.2022
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    33:56
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    Ep. 135: Finanzielle Kriegsführung – wie die Sanktionen gegen Putin funktionieren

    Russland hat der Ukraine den Krieg erklärt. Fast zwei Wochen schon dauern die Gefechte an, doch moderne Kriege werden nicht nur militärisch geführt, sondern auch finanziell. Von „financial warfare“ ist bereits die Rede – und diese Kriegsführung haben wir bislang noch nie so vehement und so umfassend erlebt. Die NATO-Staaten haben sich zwar entschieden, nicht direkt militärisch in den Konflikt einzugreifen – nicht zuletzt, um einen Weltkrieg zu verhindern –, jedoch sind sie keineswegs untätig. Russland bekommt derzeit harte Sanktionen zu spüren, die meisten Zahlungen sind beispielsweise für die russische Bevölkerung nicht mehr über SWIFT durchführbar. Das allerdings ist nicht die härteste Sanktion; vor allem haben die westlichen Zentralbanken das Geld, das Russland im Ausland angespart hat, eingefroren. Somit kann Putin den Wertverlust des Rubels kaum mit monetären Mitteln ausgleichen. Es gibt noch weitere Vorschläge für die finanzielle Kriegsführung, so schlägt etwa Thomas Piketty vor, das Geld russischer Oligarchen ebenfalls einzufrieren. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die Sanktionen und die Folgen für die Weltwirtschaft.Literatur:Adam Tooze: Chartbook #89. Russia's financial meltdown and the global dollar system, online verfügbar unter: https://adamtooze.substack.com/p/chartbook-89-russias-financial-meltdown?s=r.Maurice Höfgen: Putins wunder Punkt, online verfügbar unter: https://mauricehoefgen.substack.com/p/russland-putin-ukraine-krieg-sanktionen?r=xcqyw&utm_campaign=post&utm_medium=web&s=r.Isabella M. Weber: How China Escaped Shock Therapy, Routledge.Thomas Piketty: Sanktioniert die Oligarchen, nicht das Volk!, online verfügbar unter: https://zeitschrift-luxemburg.de/artikel/sanktioniert-die-oligarchen/?fbclid=IwAR1uAuBBHJPUM1wT-sQPNrqWWraSyk4HioupTJJenMUhnBPjJ57MyUp00GI.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 02.03.2022
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    30:33
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    Ep. 134: Die unsichtbare Hand (und was der Markt alles regelt)

    Die Metapher von der unsichtbaren Hand des Marktes wird jeder schon einmal gehört haben. Diese Beschreibung des Marktmechanismus geht auf den bedeutenden Ökonomen Adam Smith zurück, der jedoch nur an wenigen Stellen seines umfangreichen Werkes von der unsichtbaren Hand spricht. Smith war nicht nur Wirtschaftstheoretiker, sondern auch Moralphilosoph. So kommt es auch, dass in seiner moralphilosophischen Abhandlung „Theorie der ethischen Gefühle“ die berühmte Metapher verwendet wird, um Gerechtigkeitsfragen zu klären. Die große Ungleichheit interessierte Smith, der schon avant la lettre einen Trickle-Down-Effekt ausmachen will. Später wird Smith erneut von der unsichtbaren Hand sprechen, wenn er in „Der Wohlstand der Nationen“ beschreibt, wie am Markt zwar jeder an sich denkt und nur seine Interessen durchsetzen will, jedoch alle davon profitieren. Linke kritisieren dies oft, jedoch greift die Kritik nicht selten zu kurz, wenn bloß das Funktionieren dieses Marktmechanismus infrage gestellt wird – denn tatsächlich regelt der Markt vieles effizient und gut. Problematisch ist aber, dass dieser Markt keineswegs, wie Smith glaubt, allen gesellschaftlichen Bedürfnissen dient. Die Kritik am Markt muss deshalb fundamentaler formuliert werden. Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Adam Smith: Theorie der ethischen Gefühle, Meiner.Adam Smith: Eine Untersuchung über das Wesen und die Ursachen des Reichtums der Nationen. Übersetzt und herausgegeben von Peter Thal, Akademie-Verlag.Gegenstandpunkt: "Die Konkurrenz der Kapitalisten", online verfügbar unter: https://de.gegenstandpunkt.com/artikel/konkurrenz-kapitalisten-i#section7.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD

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  • 26.02.2022
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    48:03
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    Literatur #14: Catherine Gore – Der Geldverleiher

    Kaum jemand kennt heute noch die Autorin Catherine Gore. Dabei war die Engländerin im 19. Jahrhundert äußerst populär, so sehr sogar, dass der junge Theodor Fontane, der damals noch als Apothekergehilfe arbeitete, auf einen Roman von Gore aufmerksam wurde: Von „Der Geldverleiher“ war Fontane derart fasziniert, dass er eine Übersetzung des Werks in der Hoffnung anfertigte, sie gewinnbringend verkaufen zu können. Aber deutsche Verlage reagierten reserviert, sodass die Übersetzung für die nächsten 180 Jahre in Archiven zubrachte, bis sie nun in der „Anderen Bibliothek“ erstmals erschienen ist. „Der Geldverleiher“ ist ein Gesellschaftsroman, in dessen Mittelpunkt die aristokratische Gesellschaft steht, die sich immer weiter verschulden muss, um ihren luxuriösen Lebensstil halten zu können. Davon profitiert der vermeintlich jüdische Geldverleiher A. O., der immer wieder den tiefsitzenden Antisemitismus der feinen Gesellschaft zu spüren bekommt. A. O. entschließt sich zu einer beinahe alttestamentarischen Racheaktion an der High-Society. Gore analysiert in diesem Gesellschaftsroman den Antisemitismus der Aristokraten und die neue kapitalistische Wirtschaftsordnung. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur.Literatur:Catherine Gore: Der Geldverleiher. Ein viktorianischer Roman, Die Andere Bibliothek. https://www.die-andere-bibliothek.de/Extradrucke/Der-Geldverleiher::832.htmlIhr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD

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  • 23.02.2022
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    45:40
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    Ep. 133: TikTok – das FDP-Kaninchenloch

    Der Erfolg der FDP bei jungen Wählern mag jene irritiert haben, die nicht auf TikTok sind. Im Bayerischen Rundfunk aber sprach man bereits von der FDP als „TikTok-Partei“. Nicht nur liberale Politiker tummeln sich dort ziemlich erfolgreich, auch sonst scheint die Plattform ideal zu sein, um neoliberale Propaganda zu verbreiten. Den Einfluss der Plattform auf die Gesellschaft sollte man nicht unterschätzen: Unglaubliche 4,8 Stunden täglich verbringen Smartphone-Nutzer an ihren Geräten und etwa ein Fünftel der Zeit geht für die chinesische App TikTok drauf. Keine Social-Media-Plattform wuchs in den vergangenen zwei Jahren weltweit derart rasant, während Facebook und Instagram zwar immer noch wichtig sind, aber an Attraktivität verlieren. TikTok gehört zu dem 2012 in China gegründeten Konzern ByteDance, dem nach Alibaba größten Tech-Unternehmen der Volksrepublik. Zu dem Konzern gehören neben TikTok u.a. ein Musik-Streaming-Portal, eine Online-Lern-App, ein B2B-Netzwerk und Nachrichtenseiten. TikTok wird vor allem durch einen Algorithmus kuratiert, der viel effizienter ist als die Algorithmen von Facebook oder YouTube: Das sorgt noch schneller für die Entstehung von Filterblasen und für immer mehr immer gleiche Inhalte. Die Creators werden damit gelockt, dass sie aus einem Fonds für ihre Videos bezahlt werden, doch das System ist in Wahrheit sehr ungerecht. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über TikTok und Bytedance.Links:Hank Green über die Einnahmen auf TikTok, online verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=jAZapFzpP64.James Bridle: "The nightmare videos of childrens' YouTube", online verfügbar unter: https://www.youtube.com/watch?v=v9EKV2nSU8w.State of Mobile 2022, online verfügbar unter: https://www.data.ai/en/go/state-of-mobile-2022.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWD

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  • 16.02.2022
    20 MB
    22:47
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    Ep. 132: Marilyn Monroe und Preiskontrollen

    Mit der Debatte um die Inflation wird sich auch neu mit Preiskontrollen beschäftigt. Von konservativen und liberalen Stimmen werden sie heute gern als anti-marktwirtschaftlich oder gar sozialistisch gebrandmarkt, was jedoch recht geschichtsvergessen ist. Im 20. Jahrhundert gab es etwa in den USA immer wieder Preiskontrollen oder ähnliche Maßnahmen. Während des Zweiten Weltkriegs waren alle Preise und Löhne eingefroren, und in den 1960ern war es John F. Kennedy, der sich aggressiv in die Preispolitik von Konzernen wie U.S. Steel einmischte. Marilyn Monroe dankte es ihm mit einem Lied. Später sollte Richard Nixon auf mehr Kontrolle bei Preisen setzen. Und auch andere Beispiele lassen sich für Preiskontrollen anführen, die überraschen werden: In Japan gibt es viele vom Staat kontrollierte Preise, um inflationäre Tendenzen einzuhegen. Keineswegs aber sind Preiskontrollen automatisch sozial, nein, sie können in manchen Fällen für Arbeiter ein regelrechter Fluch sein, wie die Geschichte zeigt. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDLiteratur:Money on the Left: "Historicizing Inflation & Price Controls", online verfügbar unter: https://moneyontheleft.org/2022/02/01/historicizing-inflation-price-controls-with-andrew-elrod/.Malte Fischer/Martin Fritz: "Japan und Schweiz: Gallische Dörfer gegen die Inflation", online verfügbar unter: https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/stabile-preise-japan-und-schweiz-gallische-doerfer-gegen-die-inflation/27970024.html.Twitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 12.02.2022
    49 MB
    56:33
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    Spezial #23: Geld und Steuern neu denken - Aaron Sahr über die monetäre Maschine

    Wir müssen neu über Geld nachdenken: Wenn wir in ihm nur ein praktisches, weil universal einsetzbares Tauschmittel sehen, entpolitisieren wir das Geld – ganz im Sinne der neoliberalen Ideologie. Der Geldsoziologe Aaron Sahr erklärt in seinem neuen Buch „Die monetäre Maschine“, wieso wir das Geld eher als Infrastruktur bzw. Maschine begreifen sollten. Dies ist nicht bloß eine neue Metapher, sondern das Plädoyer für ein pragmatisches Verständnis, das nötige Investitionen ermöglicht und schädlichen Entwicklungen wie der Vermögenspreisinflation entgegentreten kann. Im neuen „Wohlstand für Alle“-Spezial sprechen Aaron Sahr und Wolfgang M. Schmitt über eine neue Geld- und Finanzpolitik.Literatur:Aaron Sahr: Die monetäre Maschine: Eine Kritik der finanziellen Vernunft, C. H. Beck.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 09.02.2022
    32 MB
    36:28
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    Ep. 131: Schönes neues Metaverse?

    Ist das Metaverse wirklich the next big thing? Jedenfalls sind viele Investoren und Unternehmer seit einer Weile vom Hype um ein neues Internet ergriffen. Mark Zuckerberg benannte im vergangenen Herbst sein Unternehmen Facebook in Meta um, auch seine Mitbewerber wie Apple, Google und Amazon wollen sich einen Platz im Metaverse sichern. Einen Vorgeschmack auf diese neue, hyper-kommerzialisierte Welt bietet das Spiel „Fortnite“, das mehr als 350 Millionen registrierte Nutzer zählt und für viele inzwischen ein place to be ist. Wie genau das Metaverse aussehen wird, ist schwer zu sagen, doch sicher ist schon jetzt: Es droht eine deutliche Verschlechterung der digitalen Welt, die ohnehin schon stark von Konzernen dominiert wird. Smart Contracts und Kryptowährungen könnten einen ungeahnten Boom erleben, auch könnte sich der NFT-Hype durchsetzen, zudem hoffen schon jetzt manche Glücksritter auf digitale Bodenspekulationen. Das Metaverse wird ein oligopolistisches Reich sein, in dem die Nutzer permanent zur Kasse gebeten werden. Die Ideologie des Besitzens könnte eine neue absurde Stufe erreichen. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Matthew Ball: „The Metaverse: What It Is, Where to Find it, and Who Will Build It“, online verfügbar unter: https://www.matthewball.vc/all/themetaverse.Matthew Ball: „Payments, Payment Rails, and Blockchains, and the Metaverse“, online verfügbar unter: https://www.matthewball.vc/all/metaversepayments.Parag Khanna, Balaji S. Srinivasan: Great Protocol Politics, online verfügbar unter: https://foreignpolicy.com/2021/12/11/bitcoin-ethereum-cryptocurrency-web3-great-protocol-politics/.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 02.02.2022
    25 MB
    28:20
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    Ep. 130: Wie Aktienrückkäufe die Ungleichheit verschärfen

    2021 war für die meisten großen Unternehmen ein sehr erfolgreiches Börsenjahr. Obwohl die Aktien bereits nach 2020 recht hoch bewertet waren, konnten erneut Rekordkurse verzeichnet werden. Diverse Gründe gibt es dafür, einer ist gewiss der Trend zu Aktienrückkäufen. Dabei kaufen Unternehmen ihre eigenen Aktien in hoher Stückzahl zurück, um so den Kurs nach oben zu treiben – und nicht selten auch, um Steuern zu sparen. Bis 1998 war diese Form der Transaktion in Deutschland verboten, inzwischen werden solche Rückkäufe auch in Deutschland immer beliebter. Mehr als 18 Milliarden Euro gaben allein die DAX-Konzerne im vergangenen Jahr für den Rückkauf ihrer eigenen Aktien aus. Das ist jedoch wenig, wenn man einen Blick nach Amerika wirft: Tech-Konzerne wie Apple und Microsoft legen ständig neue Kaufprogramme in Milliardenhöhe auf. Dieses Geschäftsmodell, das nicht zuletzt Manager sehr reich macht, beruht auf dem Shareholder-Value-Prinzip und verschärft, wie Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ zeigen, auf Dauer die Ungleichheit.Literatur:William Lazonick, Mustafa Erdem Sakinç, Matt Hopkins: "Why Stock Buybacks Are Dangerous for the Economy", online verfügbar unter: https://hbr.org/2020/01/why-stock-buybacks-are-dangerous-for-the-economy.Bernie Sanders, Chuck Schumer: "Limit Corporate Stock Buybacks", online verfügbar unter: https://www.nytimes.com/2019/02/03/opinion/chuck-schumer-bernie-sanders.html.Ralf Schremper: Aktienrückkauf und Kapitalmarkt. Eine theoretische und empirische Analyse deutscher Aktienrückkaufprogramme, Peter Lang Verlag, online verfügbar unter: https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/26799.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 29.01.2022
    50 MB
    57:47
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    Literatur #13: Michel Houellebecq – Vernichten

    Michel Houellebecq meldet sich mit einem neuen Gesellschaftsroman zurück. „Vernichten“ ist mit 620 Seiten sein bislang umfangreichstes Werk. Der französische Skandalautor, dessen Provokationen oft missverstanden werden, schlägt darin einen etwas anderen Ton an. Keineswegs aber ist Houellebecq milde geworden, im Gegenteil: In gewisser Weise ist „Vernichten“ sein radikalster Roman. Im Mittelpunkt steht Paul, der auf die 50 zugeht. Als Regierungsbeamter erlebt er das Wahljahr 2027 in Frankreich. Einmal mehr muss der rechte Kandidat verhindert werden, aber der Sieg für den liberal-konservativen, leicht populistischen Kandidaten ist so gut wie sicher, und auch sonst geht es der Grande Nation hervorragend. Wirtschaftlich ist alles in bester Ordnung, ja, erstmalig gelang es sogar der französischen Autoindustrie mit der deutschen gleichzuziehen. Wären da bloß nicht die eigenartigen Geschehnisse und Drohungen im Netz, deren Urheber unbekannt sind. Zugleich erlebt Paul eine familiäre Tragödie, da sein Vater plötzlich ins Koma fällt und die Familie näher zusammenrücken muss. Und die Liebe, ist sie doch kein leerer Wahn? In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den sensationellen Roman von Michel Houllebecq.Literatur:Michel Houellebecq: Vernichten, Dumont.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 26.01.2022
    24 MB
    27:33
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    Ep. 129: Mit Preiskontrollen gegen die Inflation?

    Die Debatte um die Inflation kann auch intelligent geführt werden: Blair Fix und Isabella M. Weber haben sich jüngst mit zwei Neubewertungen der Inflation hervorgetan. Lange Zeit bestimmte die neoliberale Theorie von Milton Friedman die Diskussionen um Inflation. Folglich konzentrierte man sich auf die Höhe der Geldmenge und kritisierte die lockere Geldpolitik der Zentralbanken. Fix zeigt, dass dies ein großer Irrtum war, denn betrachtet wird dabei gar nicht differenziert, wie die einzelnen Preise sich verhalten. So paradox es klingen mag: Es kann gleichzeitig zu inflationären wie deflationären Tendenzen kommen – während beispielsweise die Preise für Energie rasant steigen, stagnieren die Preise für Kleidung. Ausgeklammert wird häufig auch, wie sehr vor allem große Unternehmen ihre Marktmacht für die Durchsetzung höherer Preise nutzen. Weber schlägt nicht zuletzt deshalb Preiskontrollen vor, die es in der Vergangenheit immer wieder gegeben hat. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Blair Fix: “The Truth About Inflation”, online verfügbar unter: https://economicsfromthetopdown.com/2021/11/24/the-truth-about-inflation/.Isabella Weber: “Could strategic price controls help fight inflation?, in: The Guardian, online verfügbar unter: https://www.theguardian.com/business/commentisfree/2021/dec/29/inflation-price-controls-time-we-use-it.Adam Tooze: "Chartbook #65: Inflation & Price Controls", online verfügbar unter: https://adamtooze.substack.com/p/top-links-65-inflation-and-price.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 19.01.2022
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    30:24
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    Ep. 128: Chiemgauer und Bremer Roland - was sind Regionalwährungen?

    In einigen Regionen und Städten kann man nicht nur mit der jeweiligen Landeswährung bezahlen, sondern auch mit Regionalwährungen. So gibt es auf Sardinien den Sardex, la pêche in Paris, in Deutschland den Roland, Elbtaler oder Chiemgauer. Es handelt sich dabei um Komplementärwährungen, deren Verwendung örtlich begrenzt ist. Dieses Geld ist also nicht völlig losgelöst vom Euro, sondern wird zusätzlich angeboten und soll den Regionen diverse Vorteile bringen. So sollen durch ihren Einsatz die regionale Wirtschaft und der Zusammenhalt gestärkt, die Infrastruktur und das soziale Miteinander verbessert werden. Zurück geht die Idee des regionalen Geldes auf den bereits in Folge 120 vorgestellten Geldreformer Silvio Gesell und auf die in Folge 124 analysierten Zinskritiker. Nicht selten handelt es sich bei Regionalwährungen um Schwundgeld, das mit der Zeit an Wert verliert, damit niemand auf die Idee kommt, es für längere Zeit zu horten. Zwar können die Regios auch in Euros umgetauscht werden, dann fällt jedoch meist eine Gebühr bzw. Strafzahlung an. Regionalgeld-Befürworter glauben, dass sie mit ihren Projekten die Globalisierung drosseln und die Macht der Zentralbanken einhegen können. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ widerlegen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die Thesen und Prämissen der Regionalgeld-Anhänger.Literatur:Margrit Kennedy, Bernard A. Lietaer: Regionalwährungen. Neue Wege zu nachhaltigem Wohlstand, Riemann Verlag.Markus Seidel, Christine Koller: Geld war gestern. Wie Bitcoin, Regionalgeld, Zeitbanken und Sharing Economy unser Leben verändern werden, FBV.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 15.01.2022
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    51:05
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    Spezial #22: Wie die Westpresse den Osten eroberte – Mandy Tröger im Gespräch

    In der DDR gab es offiziell keine Zensur, in Wahrheit aber steuerte die SED die Presse sowie deren Vertrieb. Nach dem Mauerfall im November 1989 war die Sehnsucht nach einer freien Presse unter Ostdeutschen groß: Nicht nur wünschten sich viele, nun endlich Publikationen aus dem Westen lesen zu können, damals entstanden auch 120 neue Zeitungen und Zeitschriften im Osten, deren Erfolg jedoch nur von kurzer Dauer war. Auf den Pressefrühling folgte eine Landnahme durch vier deutsche Großverlage. Die Medienforscherin Mandy Tröger zeichnet im Interview nach, wie im Osten Wild-West-Stimmung herrschte und westdeutsche Verlage bewusst Grauzonen nutzten, um im Osten den Markt zu kontrollieren. Diese historische Episode ist auch ein Lehrstück über die sogenannte freie Marktwirtschaft. Wolfgang M. Schmitt hat darüber mit Mandy Tröger im neuen „Wohlstand für Alle“-Spezial gesprochen.Literatur:Mandy Tröger: Pressefrühling und Profit. Wie westdeutsche Verlage 1989/1990 den Osten eroberten, Herbert von Halem Verlag.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 12.01.2022
    28 MB
    31:48
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    Ep. 127: Hans-Werner Sinn und die Ketchup-Inflation

    Was wäre das Leben ohne seine Konstanten? Der ehemalige ifo-Chef Hans-Werner Sinn warnt selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder vor der Inflation und kritisiert erneut die EZB für die lockere Geldpolitik. Einmal mehr hat der sogenannte Top-Ökonom ein Buch vollgeschrieben. Immerhin macht er es sich diesmal nicht ganz so einfach: Tatsächlich erleben wir derzeit, dass die Preise steigen, doch selbst Sinn muss einräumen, dass dies wohl nicht gänzlich auf das Konto der EZB gehen kann. Gerissene Lieferketten, Produktionsausfälle wegen Lockdowns, steigende Energiepreise – all das liegt nicht in Christine Lagardes Händen. Dennoch spart Sinn auch in diesem Werk nicht mit Kritik an den Zentralbanken. Besonders irritierend wird es, wenn er, der jahrelang faktenfrei gegen den Mindestlohn argumentierte, nun die Armen vor der Inflation beschützen will. Auch sonst geht es mitunter wild in dem Buch zu, wenn Sinn zum Beispiel über die geheime Macht der Finanzmarktakteure auf die Presse sinniert. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Hans-Werner Sinn: Die wundersame Geldvermehrung. Staatsverschuldung, Negativzinsen, Inflation, Herder.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 05.01.2022
    27 MB
    30:16
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    Ep. 126: Ist Bitcoin ein Ponzi Scheme?

    Kryptowährungen haben Hochkonjunktur, dabei werden sie wegen ihrer hohen Volatilität niemals als Ersatzwährung fungieren können. Die Leitwährung, an der sich übrigens auch all die Bitcoin- und Ethereum-Anhänger orientieren, ist und bleibt der US-Dollar. Dennoch lässt sich derzeit mit Coins viel Geld machen, denn solange es genügend Menschen gibt, die an den Wert der Coins glauben, funktioniert das System tadellos. Nicht zuletzt deshalb wird neuerdings diskutiert, ob der Bitcoin ein Ponzi Scheme ist. Benannt ist dieses betrügerische Konstrukt nach Charles Ponzi, einem Betrüger in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Konzept unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt von einem Schneeballsystem: bei der Akquise der Kunden. Beide Modelle eint jedoch, dass sie irrational und rational zugleich sein können. Irrational sind sie insofern, als sie niemals dauerhaft funktionieren können, denn sie bauen auf einer Illusion auf. Rational für ein solches Geschäftsmodell kann man sich jedoch entscheiden, wenn man glaubt, dass noch viele weitere Akteure auf die fixe Idee hereinfallen werden. So ist auch die Zukunft der Kryptowährungen auf Sand gebaut, aber der könnte möglicherweise noch eine Weile halten. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Mervin K. Lewys: Understanding Ponzi Schemes, Edward Elgar Pub.Kaushik Basu: Ponzis : The Science and Mystique of a Class of Financial Frauds, online verfügbar unter: https://openknowledge.worldbank.org/handle/10986/19358.Florian M. Kern: "Bitcoinhandel ist nichts für Sparkassen", online verfügbar unter: https://www.dezernatzukunft.org/bitcoinhandel-ist-nichts-fuer-sparkassen/.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 29.12.2021
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    34:55
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    Ep. 125: Erdoğan und die Lira-Krise

    Die Türkei steckt in einer tiefen Krise: Die Zinsen sind hoch, doch die Inflation ist noch viel höher – sie liegt derzeit bei 21 Prozent. Erhielt man Anfang des Jahres für 1 Dollar circa 7 Lira, so waren es elf Monate später 18 Lira für 1 Dollar. Erst vor wenigen Tagen ist der Wert der Währung zwar um 30 Prozent rasant wieder angestiegen, doch es ist fraglich, ob diese Entwicklung nachhaltig ist, denn Präsident Erdoğan hat die türkischen Sparer mit einem ungewöhnlichen Versprechen besänftigt. Diese hatten zuvor immer stärker auf ausländische Währungen, vor allem auf US-Dollars, gesetzt. Um diese Dollarisierung zu stoppen, sollen jetzt die Banken einen Inflationsausgleich an die Sparer zahlen, finanziert vom türkischen Staat. Die Inflation ist damit freilich nicht besiegt. Außerdem hat die türkische Wirtschaft weitere Probleme: Neben der Korruption und unrentablen Bauprojekten ist es vor allem das Handelsbilanzdefizit, das zur Verschlechterung der wirtschaftlichen Situation beiträgt. Erdoğan will, dass die Türkei weniger importiert und mehr exportiert. Das ist aber bislang kaum mehr als ein frommer Wunsch. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in einer neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Ümit Akçay: "Die Krise der türkischen Wirtschaft und die Grenzen abhängiger Finanzialisierung", in: PROKLA, online verfügbar unter: https://www.prokla.de/index.php/PROKLA/article/view/1149.Axel Gehring: "Das türkische Dilemma", online verfügbar unter: https://www.rosalux.de/news/id/45468.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 25.12.2021
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    53:17
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    Literatur #12: Charles Dickens - Der Weihnachtsabend (A Christmas Carol)

    Charles Dickens ist der große Chronist des 19. Jahrhunderts in England. In umfangreichen Romanen wie „Große Erwartungen“ oder „Oliver Twist“ hat er die soziale Wirklichkeit in Literatur verwandelt. Oft sind seine Werke nicht ganz frei von Sentimentalität, wie auch seine berühmte Erzählung „Der Weihnachtsabend“ beweist. Die Geschichte ist wohl auch jenen bekannt, die den Text nie gelesen haben: Der gierige und geizige Geschäftsmann Ebenezer Scrooge hat nur den Profit im Sinn, für Gefühle, Menschlichkeit und Familie ist in seinem Leben kein Platz. Selbst zu Weihnachten ist sein Herz weder von Kinderaugen noch von Bittstellern zu erweichen, bis ihm plötzlich Geister erscheinen, die ihn auf den rechten Weg führen wollen. Scrooge wird durch die Konfrontation mit seiner Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, seinen Fehltritten und Versäumnissen ein anderer, ein besserer Mensch. Dickens erzählt hier ein Märchen, das allzu leichtfertig über die Widersprüche des Kapitalismus hinweggeht. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über diesen überaus populären Weihnachtsklassiker.Literatur:Charles Dickens: Der Weihnachtsabend. Neu übersetzt von Eike Schönfeld, Insel Verlag.Karl Marx: Das Kapital. Kritik der politischen Ökonomie. Band 1, Karl Dietz Verlag Berlin.Jacques Le Goff: Geld im Mittelalter, Klett-Cotta.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 22.12.2021
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    45:01
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    Ep. 124: Wieso die Zinskritik nichts taugt

    Die Kritik an Zins und Zinseszins wird seit Jahrzehnten immer wieder neu formuliert, auch bei der „Occupy Wallstreet“-Bewegung spielten diese Ansätze eine wichtige Rolle. Jedoch begehen die Zinskritiker dabei stets den selben Denkfehler, indem sie den Zins verantwortlich machen für all das, was in einer kapitalistischen Wirtschaft schiefläuft. Ob Krisen, soziale Spannungen, Wachstumszwang oder Kapitalkonzentrationen – als entscheidendes Problem wird immer der Zins identifiziert. Gern bemüht man Gedankenexperimente zum exponentiellen Wachstum, ohne zu erkennen, dass der Wachstumszwang nicht aus dem Zins resultiert, sondern aus dem Profit, den jedes Unternehmen erzielen muss, um in einer kapitalistischen Marktwirtschaft bestehen zu können. Suggeriert wird so ein leicht zu erreichender Klassenfrieden oder ein krisenfreies Wirtschaftssystem, was angeblich nur durch den Zins verhindert wird. Dabei beweist gerade die Realität von Niedrig-, Null- und Negativzinsen, dass auch ohne hohe Zinsen die Ungleichheit wächst, Mieten stetig steigen und die Ausbeutung keineswegs verschwindet. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ analysieren Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die Trugschlüsse der Zinskritiker.WERBUNGMehr Informationen zu unserem Buch findet ihr hier: https://www.suhrkamp.de/buch/influencer-t-9783518076408Literatur:Helmut Creutz: Das Geld Syndrom 2012: Wege zu einer krisenfreieren Wirtschaftsordnung, G. Mainz Verlag.Stephan Kaufmann, Antonella Muzzupappa: Crash Kurs Krise. Wie die Finanzmärkte funktionieren. Eine kritische Einführung, Bertz+Fischer.Margrit Kennedy: Occupy Money. Damit wir zukünftig ALLE die Gewinner sind, Kamphausen Verlag.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 15.12.2021
    28 MB
    33:31
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    Ep. 123: Die KfW vom Wiederaufbau bis zur Energiewende

    Die Ampel-Regierung kann die Schuldenbremse nicht abschaffen, aber umgehen. Bei diesem ambitionierten Plan kommt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eine entscheidende Rolle zu. Die Institution war einst fundamental wichtig in den frühen Jahren der Bundesrepublik, denn nicht nur war Deutschland zerstört, auch fehlte es an Geld und Waren. Der Marshallplan der USA sollte Deutschland und Europa helfen, wieder wirtschaftlich zu erstarken, nicht zuletzt, um so eine wichtige kapitalistische Bastion gegen den Sozialismus im Osten zu bilden. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau verteilte und organisierte die US-Hilfen und sorgte mit ihren Investitionen beispielsweise für eine moderne Infrastruktur. Staat und Industrie arbeiteten mitunter Hand in Hand, denn der Markt allein konnte es nicht regeln und gab keine Richtung vor. Wenn die KfW jetzt helfen soll, die grüne Transformation zu realisieren, bieten sich Vergleiche mit der Vergangenheit an – wenngleich sich das Betätigungsfeld der Kreditanstalt stark verändert hat und die Institution heute wesentlich komplexer aufgebaut ist. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die historische und gegenwärtige Rolle der KfW.WERBUNG:Zum Jacobin-Magazin geht es hier: www.jacobin.de/wohlstandQuellen:Armin Grünbacher: “Cold-War Economics: The Use of Marshall Plan Counterpart Funds in Germany, 1948-1960”, in: Central European History, Vol. 45, No. 4, S. 697-716.Manfred Pohl: Wiederaufbau. Kunst und Technik der Finanzierung 1947-1953. Die ersten Jahre der Kreditanstalt für Wiederaufbau, Fritz Knapp Verlag.Mariana Mazzucato/Caetano C.R. Penna: “The Rise of Mission-Oriented State Investment Banks: The Cases of Germany’s KfW and Brazil’s BNDES”, online verfügbar unter: https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=274461Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 11.12.2021
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    45:53
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    Spezial #21: Prekäre Arbeit in der Wissenschaft - Dr. Amrei Bahr im Gespräch

    Oft haben wir bei WfA über prekäre Arbeit gesprochen, dabei ging es meistens um private Betriebe. Doch auch da, wo der Staat Arbeitgeber ist, sind die Beschäftigungsbedingungen nicht immer rosig. Dies gilt insbesondere für den Wissenschaftsbetrieb, der von befristeter Beschäftigung und Überstunden geprägt ist und die Hoffnungen vieler Nachwuchswissenschaftler ausbeutet. Seit 2020 regt sich in den sozialen Netzwerken ein besonders merklicher Widerstand gegen diese Praxis. Dr. Amrei Bahr, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Philosophie der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, berichtet im 21. WfA-Spezial von den Kämpfen gegen die Ungerechtigkeiten des Wissenschaftssystems.Literatur und Hinweise:Amrei Bahr/Kristin Eichhorn/Sebastian Kubon (Hrsg.): #95vsWissZeitVG. Prekäre Arbeit in der deutschen Wissenschaft, Büchner.Von Donnerstag, den 13. Januar bis Samstag, den 15. Januar findet die Online-Tagung "FLAWED SCIENCE. STRUCTURAL FLAWS IN THE SCIENCE SYSTEM — AND HOW TO FIX THEM" statt. Mehr Informationen findet ihr unter: https://flawed-science.weebly.com/Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 08.12.2021
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    22:20
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    Ep. 122: Zinsen, Antisemitismus und Verschwörungstheorien

    Bis heute wird immer wieder nur eine vorgeschobene, vereinfachte Kapitalismuskritik formuliert, um eigentlich Antisemitismus zu verbreiten. Die Kritik an Zinsen etwa hat eine lange, vor allem antisemitische Geschichte. Im frühen Mittelalter war es Christen zunächst verboten, Zinsen von anderen Christen zu nehmen, allerdings gab es auch eine Kritik am Zins seitens der Rabbiner. Nach und nach jedoch wuchs die Frage nach Geld und nach Krediten, sodass es ohne die Erlaubnis von Zinsen kaum noch möglich war, die Nachfrage zu stillen. Zunächst wurde deshalb der Zins jüdischen Kaufmännern aufgezwungen, damit Christen nach wie vor sich mit vermeintlich weißer Weste präsentieren konnten. Besonders im 19. Jahrhundert wird das antisemitische Bild vom mit dem Zins wuchernden Juden reaktiviert. Damals wurde auch der Mythos einer jüdischen Weltverschwörung virulent und dann zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit den sogenannten „Protokollen der Weisen von Zion“ als wissenschaftlich belegt inszeniert. Statt über die dem Kapitalismus innewohnenden Monopoltendenzen zu sprechen, kreierte man das Feindbild einer geheimen jüdischen Organisation, die die wirtschaftlichen Geschicke global lenke. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die antisemitische Kritik am Kapitalismus.Literatur:Wolfgang Benz: Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von der jüdischen Weltverschwörung, C. H. Beck.Micha Brumlik: Antisemitismus. 100 Seiten, Reclam.Jacques Le Goff: Geld im Mittelalter, Klett-Cotta.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 01.12.2021
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    39:03
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    Ep. 121: Was bringt der Ampel-Koalitionsvertrag?

    Die Ampel-Koalition hat sich beeilt. Zwei Monate nach der Bundestagswahl ist der Koalitionsvertrag fertig. Das Dokument umfasst 178 Seiten, die jedoch an vielen entscheidenden Stellen vage bleiben. Konkrete Zahlen fehlen häufig, auch bleiben die Wege zu den erklärten, ambitionierten Zielen oft unklar – was bedeutet, dass viele Auseinandersetzungen und Kämpfe zwischen Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen erst während der Legislaturperiode kommen werden. Fest steht aber, dass der Mindestlohn auf 12 Euro angehoben wird und Hartz IV zwar nicht abgeschafft wird, nun aber anders heißt: Bürgergeld. Außerdem soll eine Kindergrundsicherung eingeführt werden, um die Kinderarmut endlich effektiv zu bekämpfen. Sozialer Fortschritt aber sieht anders aus. Progressiver ist der Umgang der Koalitionäre mit Geld. Zwar muss die Ampel aufgrund der fehlenden Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag an der Schuldenbremse festhalten, doch es wurden viele neue Wege gesucht und gefunden, um Schulden zu machen, ohne die Schuldenbremse zu tangieren. Die Spielräume sind überraschend groß und lassen hoffen. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Koalitionsvertrag, online verfügbar unter: https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Koalitionsvertrag/Koalitionsvertrag_2021-2025.pdf.Ulrike Herrmann: „Koalitionsvertrag ohne Preisschild“, in: die Tageszeitung, online verfügbar unter: https://taz.de/Finanzpolitik-unter-Christian-Lindner/!5815522&s=ulrike+herrmann/.Sebastian Puschner: „Only Lindner could go to Kreditaufnahme“, in: der Freitag, online verfügbar unter: https://www.freitag.de/autoren/sebastianpuschner/only-lindner-could-go-to-kreditaufnahme.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 27.11.2021
    42 MB
    50:09
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    Literatur #11: Bertolt Brecht - Der gute Mensch von Sezuan

    Bertolt Brecht ist der große Revolutionär des Theaters – in doppelter Hinsicht: Er wollte die Zuschauer zu revolutionären Subjekten erziehen und er wollte das bürgerliche Theater durch sein episches Theater ablösen. Setzten Lessing und dessen Nachfolger noch auf ein mitfühlendes Publikum, das durch Mitleid und Furcht geläutert werden sollte, strebt Brecht ein denkendes Publikum an, das den Zustand begreifen lernen soll, in dem es sich befindet. Mit „Der gute Mensch von Sezuan“ hat der Dramatiker, Lyriker und Theatermacher ein Stück geschaffen, das unsere widersprüchliche Existenz im Kapitalismus in Form einer Versuchsanordnung aufzeigt. Shen Te will nur das Gute, will die Armen speisen, den Obdachlosen einen Unterschlupf bieten, dabei aber muss sie sich immer wieder in Shui Ta, den kühl berechnenden Kapitalisten, verwandeln, um sich diese Wohltätigkeit leisten zu können. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Brechts Klassiker.Literatur:Bertolt Brecht: Der gute Mensch von Sezuan. Parabelstück, Suhrkamp.Ole Nymoen/Wolfgang M. Schmitt: Influencer. Die Ideologie der Werbekörper, Suhrkamp.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 24.11.2021
    30 MB
    35:44
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    Ep. 120: Ist Schwundgeld die Rettung?

    Silvio Gesell war und ist ein Außenseiter der ökonomischen Theorie. Fern von Universitäten und intellektuellen Zirkeln entwickelte der 1862 in Sankt Vith geborene Unternehmer, Politiker und Sozialreformer eine Theorie des Geldes und des Zinses, die sich zwar nie durchsetzen konnte, auf die sich jedoch bis heute Gesell-Anhänger unterschiedlichster Couleur beziehen. Das Problem des Wirtschaftssystems lag laut Gesell im Zins und Zinseszins. Vor allem in deflationären Zeiten halten Unternehmer folglich ihr Geld zurück und investieren nicht. Auch Konsumenten sparen lieber vorsichtshalber, sodass sich die Krise immer weiter verschärft. Gesell kreierte mit seinem Freigeld beziehungsweise Schwundgeld einen vermeintlichen Ausweg aus der Krise: Das Geld sollte nach und nach an Wert verlieren, damit man so zum Konsumieren und Investieren gezwungen wird. John Maynard Keynes wusste Gesells makroökonomisches Denken zu würdigen und setzte sich damit in seiner „Allgemeinen Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ kritisch auseinander. Wie sinnvoll aber ist Gesells Vorschlag wirklich? Und inwieweit betreibt die EZB eine ganz ähnliche Geldpolitik? Darüber sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Elmar Altvater:" Eine andere Welt mit welchem Geld? Über neoliberale Kritik der Globalisierungskritik, unbelehrte Ignoranz und Gesells Lehre von Freigeld und Freiland", online verfügbar unter: http://www.elmaraltvater.net/articles/Altvater_Article23c.pdfSilvio Gesell: Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld. Gesammelte Werke, Band 11. Verlag für Sozialökonomie.Ulrike Herrmann: Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam: Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen. Piper.John Maynard Keynes: Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes. Duncker & Humblot.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 17.11.2021
    31 MB
    37:14
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    Ep. 119: Lego spielen mit Harald Welzer

    Harald Welzer erscheint im Fernsehen immer dann, wenn das Wachstum und der Konsum kritisiert werden sollen. In seinem neuen Buch plädiert Welzer dafür, dass wir einfach aufhören sollen – mit dem Wachsen, dem Konsumieren und Arbeiten. Was uns dadurch aber volkswirtschaftlich blühen würde, verrät der Sozialpsychologe und Bestsellerautor nicht. Schließlich mache er es doch vor, mit 62 Jahren tritt er nun kürzer, entspannt monatelang auf einer Insel und genießt den Meerblick – und schreibt an seinem nächsten Buch. Auch sonst sind Welzers Analysen des Kapitalismus – gelinde gesagt – recht naiv. Dass diesem Wirtschaftssystem ein Wachstumsdrang innewohnt, möchte Welzer nicht sehen. Vielmehr versteift er sich auf kulturkritische Apelle oder flüchtet in wohlfeile Abstraktionen. Die Gesellschaft solle man wie Lego-Klötzchen neu zusammenbauen. Kein Wunder, dass man mit einer solch braven Kapitalismuskritik überall ein gern gesehener Vortragsreisender ist – denn wirklich weh tut dieser Moralismus nicht. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über den falschen Propheten.Literatur:Pepe Egger/Harald Welzer: “Die Lebenslüge: Nichts muss sich verändern”, online verfügbar unter: https://www.freitag.de/autoren/pep/die-lebensluege-nichts-muss-sich-veraendern.Harald Welzer: Alles könnte anders sein. Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen, S. Fischer.Harald Welzer: Nachruf auf mich selbst. Die Kultur des Aufhörens, S. Fischer.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 13.11.2021
    61 MB
    01:12:23
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    Spezial #20: Adam Tooze über die Corona-Krise, die MMT und das Ende des Neoliberalismus

    Schon vor einem Jahr war Adam Tooze bei WfA-Spezial zu Gast, um über "Ökonomie der Zerstörung" zu sprechen. Nun ist er zurück, mit seinem neuen Buch "Welt im Lockdown" im Gepäck. Wie hat sich die Verbreitung des Corona-Virus auf die Weltwirtschaft ausgewirkt? Ist ein Ende des Neoliberalismus in Sicht, oder regieren die alten Autoritäten nur leicht modernisiert weiter? Und wo liegen die Grenzen der MMT? Darüber spricht Ole mit Adam Tooze.Literatur:Adam Tooze: Welt im Lockdown. Die globale Krise und ihre Folgen, C. H. Beck.Das erste WfA-Spezial mit Adam Tooze findet ihr hier: https://youtu.be/HVJaA3_R2_gIhr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 10.11.2021
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    37:03
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    Ep. 118: Migration und Ungleichheit

    Die Debatten über Migration sind in der Regel ermüdend, wenig konstruktiv und seit vielen Jahren völlig festgefahren. Eigentlich benötigen Industrieländer wie Deutschland dringend mehr Einwanderer, nicht zuletzt, um dem demographischen Problem Herr zu werden. Zugleich machen sich immer mehr Menschen auf den Weg in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft - ihre Schicksale sind ungezählt. Neben der menschenrechtlichen Debatte sollte man beim Thema Migration dringend mehr über Ökonomie sprechen. Um herauszufinden, warum überhaupt so viele Menschen ihre Heimat verlassen, hilft ein Blick auf die globale Ungleichheit zwischen den Ländern. Während generell der Wohlstand wächst und der Kapitalismus Abermillionen Menschen aus der Armut befördert hat, darf nicht übersehen werden, dass der “Ortsbonus” enorm wichtig ist. Wie wohlhabend ein Mensch ist, liegt weniger an seinen individuellen Leistungen und Talenten als an seiner Staatsbürgerschaft. Der Ökonom Branko Milanović schlägt vor, deutlich mehr Migration zuzulassen, jedoch Migranten mit weniger Rechten auszustatten als gewöhnliche Staatsbürger. In der neuen Folge von “Wohlstand für Alle” stellen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt den Ansatz vor.Literatur:Branko Milanović: Die ungleiche Welt. Migration, das eine Prozent und die Zukunft der Mittelschicht, Suhrkamp.Branko Milanović: Haben und Nichthaben. Eine kurze Geschichte der Ungleichheit, Theiss.Branko Milanović: Kapitalismus global. Über die Zukunft des Systems, das die Welt beherrscht, Suhrkamp.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 03.11.2021
    22 MB
    26:12
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    Ep. 117: Die Willkür der Schuldengrenzen

    Es sind schlechte Zeiten für ordoliberale Dogmatiker: Immer mehr Politiker und Ökonomen stellen die Schuldenbremse öffentlich infrage. Einige arbeiten bereits an ambitionierten Konzepten, damit der Staat mehr Schulden aufnehmen kann, ohne die Verfassung zu ändern. Denn dafür gibt es im Bundestag keine Mehrheit. Dennoch: Nicht nur in Deutschland verabschiedet man sich allmählich von der schuldenfeindlichen Denkweise. Kürzlich schlugen Ökonomen des ESM (Europäischer Stabilitätsmechanismus) vor, die Schuldenobergrenze der Euro-Länder anzuheben. Statt 60 Prozent Staatsverschuldung im Verhältnis zum BIP sollen nun 100 Prozent erlaubt sein. Doch auch wenn das eine Verbesserung darstellt, bleibt die Willkür dieser Werte bestehen. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Sinn und Unsinn der sparsamen Politik.Literatur:ESM: "EU fiscal rules: reform considerations", online verfügbar unter: https://www.esm.europa.eu/sites/default/files/document/2021-10/DP17.pdf.Lars Feld/Marcel Fratzscher: "Wie wir die Zukunft finanzieren können", online verfügbar unter: https://www.zeit.de/2021/42/finanzpolitik-investitionen-zukunft-schuldenbremse-transformation-klimaschutz-digitalisierung.Christian Schubert: "Wie das Maastricht-Kriterium im Louvre entstand", online verfügbar unter: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/3-prozent-defizitgrenze-wie-das-maastricht-kriterium-im-louvre-entstand-12591473.html.Stefan Kaiser: "Excel-Panne stellt Europas Sparpolitik in Frage", online verfügbar unter: https://www.spiegel.de/wirtschaft/panne-mit-excel-tabelle-rogoff-und-reinhart-haben-sich-verrechnet-a-894893.html.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 30.10.2021
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    Literatur #10: Daniel Defoe - Robinson Crusoe

    Dieser Roman schrieb nicht nur Literaturgeschichte, sondern inspirierte auch viele Wirtschaftswissenschaftler zu Modellen: „Robinson Crusoe“ von Daniel Defoe erschien 1719 und war zugleich das Romandebüt des 59-jährigen englischen Schriftstellers, der zuvor ein wechselhaftes Leben als Kaufmann, Steuereintreiber und Agent geführt hatte. Jeder kennt grob die Geschichte des Protagonisten, der Schiffbruch erleidet, allein auf einer einsamen Insel strandet und von nun an für sich selbst wirtschaften muss. Jahre werden vergehen bis sein Gefährte und Diener Freitag auftaucht, zuvor ist Robinson gänzlich auf sich allein gestellt und muss einen akribischen Haushaltsplan entwerfen, um nicht zu verhungern und um sich vor Eindringlingen schützen zu können. Bei der Lektüre wird schnell klar, dass wir es auch schon vor 300 Jahren mit einer stark globalisierten Welt zu tun haben; auch die Kolonialismus-Thematik durchzieht den Klassiker der Weltliteratur. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über die ökonomischen Aspekte in „Robinson Crusoe“.Literatur:Daniel Defoe: Robinson Crusoe, Mare Verlag.Franco Moretti: Der Bourgeois. Eine Schlüsselfigur der Moderne, Suhrkamp.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 27.10.2021
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    46:20
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    Ep. 116: Rechtslibertäre Utopien - private Städte

    Rechtslibertäre Utopien beziehungsweise Dystopien werden Wirklichkeit: In vielen Entwicklungsländern werden derzeit private Städte aus dem Boden gestampft. So will etwa der US-Rapper #Akon im Senegal eine Smart-City bauen lassen und diese auch mit einer eigenen Währung, dem Akon-Coin, ausstatten. In Honduras ist man schon einen Schritt weiter, denn bereits vor knapp zehn Jahren ließ sich die Regierung von Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Romer beraten, der das Konzept der #CharterCities entwickelt hat. Dabei sollen Entwicklungsländer Teile ihrer Fläche an einen Industriestaat verkaufen, damit dieser dort nach dem Vorbild von Sonderwirtschaftszonen eine boomende Stadt kreieren kann – ohne dazu demokratisch legitimiert zu sein. Sowohl bei Charter Cities als auch bei den Privatstädten glaubt man uneingeschränkt an die Kraft der freien Marktwirtschaft und an den Wettbewerb. Um diese Visionen in die Tat umzusetzen, sind die Einheimischen die Leidtragenden, denn es handelt sich stets um imperialistische Projekte, die die Ideologie des Neoliberalismus konsequent weiterdenken. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ stellen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt die libertären Stadtkonzepte vor.Literatur:Titus Gebel: Freie Privatstädte. Mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt, Aquila Urbis Verlag.Carsten Lenz, Nicole Ruchlak: „Honduras als Experimentierfeld neoliberaler Utopien“, online verfügbar unter: https://amerika21.de/analyse/145288/charter-cities-hondurasKonzept zu den Charter-Städten: http://web.archive.org/web/20100113160410/http://www.chartercities.org/conceptArmin Rothemann: „Privatstädte für Investoren in Honduras“, online verfügbar unter: https://amerika21.de/blog/2021/01/246797/privatstaedte-fuer-investoren-hondurasIhr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 20.10.2021
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    23:56
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    Ep. 115: Droht der Evergrande-Crash?

    Turbulente Zeiten an der Börse: Viele Anleger und Investoren fragen sich, ob eine neue Finanzkrise droht. Dieses Mal geht die Gefahr nicht von US-Banken aus, sondern von dem zweitgrößten Immobilienunternehmen Chinas. Evergrande ist hochverschuldet und kann seit Wochen fällige Schulden nicht mehr bedienen. Bislang zögert die chinesische Regierung bei der Rettung des angeschlagenen Konzerns. Dies allein wäre schon schlimm genug, doch offenbar scheint das bloß die Spitze des Eisberges zu sein, denn ein großer Teil des chinesischen Immobiliensektors scheint auf Sand gebaut zu sein. Zwischen 25 und 30 Prozent des BIP kommen in China durch den Immobiliensektor zustande. Mit realem Wachstum hat das aber nicht viel zu tun, bedenkt man die gigantische Quote an Leerständen: 20 Prozent der Wohnungen in Städten stehen leer. Bislang aber lohnte sich das spekulative Geschäft, auch weil es im Interesse der Kommunistischen Partei war. Inzwischen aber hat Xi Jingping erkannt, dass es so nicht weitergehen kann; möglicherweise kommt diese Erkenntnis jedoch zu spät, denn ein Konzern wie Evergrande ist systemrelevant – nicht nur für die chinesische Volkswirtschaft, vielleicht auch für die Finanzmärkte. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über Chinas Immobilienblase.Literatur:“Weitere Ausfälle bei Chinas Immobilienentwicklern”, in: Manager Magazin, online verfügbar unter: https://www.manager-magazin.de/finanzen/china-properties-group-evergrande-fantasia-weitere-ausfaelle-bei-chinas-immobilienentwicklern-a-d3f5200f-b0cd-4594-bcab-e175d98946ce.Michael Pettis: “What Does Evergrande Meltdown Mean for China?”, online verfügbar unter: https://carnegieendowment.org/chinafinancialmarkets/85391Cameron Abadi/Adam Tooze: “Is Evergrande the New Lehman Brothers?”, online verfügbar unter: https://foreignpolicy.com/podcasts/ones-and-tooze/evergrande-new-lehman-brothers-debt/.Christoph Gisiger: “In China stehen die Zeichen auf Sturm”, in: Finanz und Wirtschaft, online verfügbar unter: https://www.fuw.ch/article/in-china-stehen-die-zeichen-auf-sturm/.Linda Poon: “China’s Huge Number of Vacant Apartments Is Causing a Problem”, online verfügbar unter: https://www.bloomberg.com/news/articles/2019-02-27/vacant-apartments-strain-china-s-housing-market?sref=QmOxnLFz.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 16.10.2021
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    56:09
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    Spezial #19: Wie steht es um den Buchmarkt? Carolin Amlinger im Gespräch

    Das Buch ist auch eine Ware, allerdings eine besondere. Ebenfalls besonders sind die Produzenten dieser Ware: die Autoren, Literaturagenten, Lektoren und Verlage. In ihrer Studie „Schreiben. Eine Soziologie literarischer Arbeit“ analysiert die Soziologin Carolin Amlinger das literarische Feld und den Literaturbetrieb von der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Amlinger führte mit Autoren Interviews, sprach mit den Literaturproduzenten über Geld, Erfolg und Prekarität. Bald stellt sich heraus, dass inzwischen viele moderne Arbeitsformen den Arbeitswelten der Schriftsteller gleichen. Im 19. „Wohlstand für Alle“-Spezial spricht Wolfgang M. Schmitt mit Carolin Amlinger über das Verhältnis von Literatur und Ökonomie.Literatur:Carolin Amlinger: Die verkehrte Wahrheit. Zum Verhältnis von Ideologie und Wahrheit bei Marx/Engels, Lukács, Adorno/Horkheimer, Althusser und Žižek, Laika.Carolin Amlinger: Schreiben. Eine Soziologie literarischer Arbeit, Suhrkamp.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 13.10.2021
    40 MB
    47:13
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    Ep. 114: Das Problem mit den Postwachstumstheoretikern

    Die meisten Postwachstumstheoretiker und Degrowth-Anhänger haben ein Problem: So hehr und gut ihre Absichten auch sein mögen – ja, die Klimakatastrophe ist die Herausforderung unserer Zeit! –, leider sind die Konzepte für ein anderes, klimaneutrales Wirtschaften äußerst unausgegoren. Ernst genommen wird man jedenfalls eher kaum, wenn man in blumigen Worten ein Paradies auf Erden ausmalt, ein sehr vereinfachtes Bild vom Kapitalismus zeichnet und vor allem darauf abzielt, dass Menschen nur ihr Bewusstsein verändern müssen, um die Welt zu transformieren. Klassenkonflikte gibt es in diesen Theorien ebenso selten wie ein modernes Verständnis von Geld. Der Nachhaltigkeitsforscher Tim Jackson bildet da keine Ausnahme: Beliebig bezieht er sich mal auf Milton Friedman, Stephanie Kelton oder Buddha oder Bonmots von Dichtern, nicht um eine schlüssige Analyse zu bieten, sondern, so scheint es, lediglich, um seine Leserschaft zu erbauen. Jackson verspricht einen Wohlstand ohne Wachstum, leider weiß man aber auch nach mehr als 600 Seiten Lektüre noch immer nicht, wie das eigentlich gehen soll. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über das Problem mit der Postwachstumstheorie.Literatur:Tim Jackson: Wie wollen wir leben? Wege aus dem Wachstumswahn. Oekom Verlag.Tim Jackson: Wohlstand ohne Wachstum – das Update. Grundlagen für eine zukunftsfähige Wirtschaft. Oekom Verlag.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 06.10.2021
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    31:17
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    Ep. 113: Brauchen wir ein Recht auf Faulheit?

    Vor 90 und sogar schon vor 140 Jahren wurde das Ende der Arbeit prognostiziert. Paul Lafargue, immerhin der Schwiegersohn von Karl Marx, plädierte für ein Recht auf Faulheit und war sich sicher, dass wir bald auch gar nicht mehr viel arbeiten müssen – drei Stunden am Tage sollten ausreichen –und trotzdem in Wohlstand leben können. Im 20. Jahrhundert sah das John Maynard Keynes ähnlich: 2030, so seine Vision, werden wir nur noch 15 Stunden pro Woche arbeiten müssen, den Rest übernehmen die Maschinen. Von diesen Vorstellungen sind wir allerdings heute meilenweit entfernt, obwohl der Fortschritt rasant verlief und Maschinen tatsächlich immer effizienter produzieren können. Bemerkenswerterweise klammern sowohl Lafargue als auch Keynes die eigentlichen Kräfteverhältnisse im Kapitalismus aus und zielen vor allem auf eine Bewusstseinsänderung ab. Doch das Bewusstsein allein formt eine Gesellschaft keineswegs, so wichtig Ideologiekritik auch sein mag. Wer die Funktionsweise des Kapitalismus verkennt und primär von Bedürfnisbefriedigungen ausgeht, verfehlt das utopische Ziel. Mehr dazu von Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt in der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“.Literatur:Aaron Benanav: Automatisierung und die Zukunft der Arbeit, Suhrkamp.Paul Lafargue: Das Recht auf Faulheit, Reclam.John Maynard Keynes: “Economic Possibilities for our Grandchildren”, online verfügbar unter: http://www.econ.yale.edu/smith/econ116a/keynes1.pdf.Werbung:Mehr Informationen zum Sammelband "Verkannte Leistungsträger:innen" findet ihr unter: https://www.suhrkamp.de/leistungDie DISKURS-Folge mit Nicole Mayer-Ahuja und Oliver Nachtwey findet ihr unter: https://youtu.be/fAffryQbqeAIhr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank!Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter:Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 29.09.2021
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    29:14
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    Ep. 112: Wie China der Schock-Therapie entkam

    China ist seinen ganz eigenen Weg gegangen – und der war bislang überaus erfolgreich, wie ein Vergleich besonders deutlich zeigt. Während in Russland das Wohlstandsniveau seit nunmehr 30 Jahren stagniert, ging es in der Volksrepublik nur aufwärts. Woran liegt das? Eine Studie der Ökonomin Isabella M. Weber ist dieser Frage nachgegangen und kommt zu erhellenden Einsichten: Während Russland auf die von Neoliberalen empfohlene Schock-Therapie setzte, wollte China den Preisen und dem Markt nicht einfach freien Lauf lassen, auch wenn Milton Friedman genau dies bei seinem China-Besuch in den 1980er-Jahren empfahl. Chinas Jahrtausende alte Geschichte ist auch eine der Preisregulierungen – darauf besann man sich, als man die Planwirtschaft in eine Marktwirtschaft verwandelte. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“ erklären Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt Chinas Sonderweg.Literatur:Isabella M. Weber: How China Escaped Shock Therapy: The Market Reform Debate, Routledge.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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  • 25.09.2021
    40 MB
    47:39
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    Literatur #9: Marion Messina - Fehlstart

    Die Aufstiegsgesellschaft ist passé. Junge Menschen haben zwar heute besseren Zugang zu Bildung und zur Universität, jedoch führt dies keineswegs zu einem Leben mit mehr Wohlstand. Im Gegenteil: Die Mieten sind in Städten wie Paris nahezu unbezahlbar und auch die berufliche Zukunft ist alles andere als rosig. Davon erzählt Marion Messina in ihrem Debütroman „Fehlstart“, der in Frankreich wie in Deutschland von der Kritik hochgelobt wurde. Messina wurde 1990 in Grenoble geboren. Nach dem Abitur studierte sie Politikwissenschaften und Agrarwissenschaften und arbeitete als freie Journalistin. Häufig wurde Messina in Kritiken mit ihrem Landsmann Michel Houellebecq verglichen, wenngleich Messinas Roman keine Protagonistin aus der bürgerlichen Mitte aufweist, sondern eine prekär lebende junge Französin namens Aurélie, die ihr Studium abbricht und zum Überleben als Hostess arbeiten muss. Mit Houellebecq verbindet Messina allerdings der bitterböse, kulturkritische Blick auf eine Gesellschaft, die pseudo-emotionalisiert vor dem Fernseher sitzt oder Produkte kauft, die sie eigentlich nicht braucht. Ob Bologna-Reform, Wohnungsnot oder prekäre Arbeitsverhältnisse – „Fehlstart“ erzählt von einer Gegenwart, in der es wenig Hoffnung auf Besserung gibt. In der neuen Folge von „Wohlstand für Alle“-Literatur sprechen Ole Nymoen und Wolfgang M. Schmitt über diesen erstaunlichen Debütroman.Literatur:Marion Messina: Fehlstart, Hanser.Ihr könnt uns unterstützen - herzlichen Dank! Paypal: https://www.paypal.me/oleundwolfgang Wolfgang M. Schmitt, Ole Nymoen Betreff: Wohlstand fuer Alle IBAN: DE67 5745 0120 0130 7996 12 BIC: MALADE51NWDTwitter: Ole: twitter.com/nymoen_ole Wolfgang: twitter.com/SchmittJuniorDie gesamte WfA-Literaturliste: https://wohlstand-fuer-alle.netlify.app

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