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STUDIO KOMPLEX

Macht euch locker, es wird ernst! STUDIO KOMPLEX ist Show gewordener Journalismus. Jede Woche mit steiler These zu strittigen Themen. Die Idee: Provokation für mehr Erkenntnis. Anne-Katrin Eutin und David Ahlf machen Platz für viele Perspektiven und stellen alles in Frage, auch sich selbst.“Wie geil. Journalismus im LeFloydRezoYoutubeHeuteshowJohnOliverBöhmermannComicStyle.” (Radiomachen)“Sehr komplex, aber eben auch sehr aufschlussreich.” (Frau Nora)“Wohltuend mutige Abwechslung vom deutschen Gesprächspodcast-Einerlei" (Übermedien)

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  • 26.09.2022
    49 MB
    51:35
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    Make Beamte Great Again

    Es geht ums Berufsbeamtentum. Und vor allem um seine vielen Privilegien, an denen wir Anstoß nehmen. Ist es noch zeitgemäß, dass Beamt*innen quasi nichts zu unserem Sozialversicherungssystem beitragen oder auf Lebenszeit angestellt werden? Und das auf Kosten der Steuerzahler*innen? Kritiker*innen finden Nein! In einem immer prekäreren Arbeitsmarkt sei das Berufsbeamtentum ungerecht. Die Arbeit, die viele Beamt*innen an den Tag legen, stehe nicht im Verhältnis zum finanziellen Aufwand. Wir sind ehrlich: Auch wir spüren viele dieser Vorurteile in uns. Glauben aber, oft sind es nicht mehr als das. Vorurteile aus einer Zeit, die schon längst überwunden sind. Dennoch werden wir in dieser Folge lernen, welches Optimierungspotenzial immer noch im Berufsbeamtentum liegt. Und ob wirklich alle, die heute Beamte sind, es wirklich sein sollten? Aber eben auch, dass es ohne sie vermutlich gar nicht geht. Denn: Es braucht Beamt*innen. Sagen wir "optimierte Beamt*innen", die tatsächlich hoheitlichen Aufgaben nachgehen, ohne die unsere Gesellschaft kollabieren würde. Beamt*innen, die ungeachtet aller äußeren Einflüsse stets das Wohl der Gesamtgesellschaft im Blick haben. Kurzum: Wir machen Beamte great again! Darüber haben wir gesprochen mit: Luise Duda, Lehrerin Franz Lehner , Sozialwissenschaftler Friedhelm Schäfer , Zweiter Vorsitzender und Fachvorstand Beamtenpolitik im Deutschen Beamtenbund Gisela Färber , Verwaltungswissenschaftlerin am Forschungsinstitut für öffentliche Verwaltung Dominik Fecht , Ex-Beamter und inzwischen Finanzcoach Was euch noch interessieren könnte:Armuts- und Reichtumsbericht des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales Einkommensverteilung (Nettoäquivalenzeinkommen) in Deutschland Besoldungstabellen des Hessischen Innenministeriums (Besoldungsordnung A) Berufsgruppen der Abgeordneten des 19. Bundestags (2017-2021) Hier geht's zum Transkript . Diese Folge entspringt einem Hörerinnen-Wunsch. Habt ihr auch Wünsche, Ideen, Kritik? Her damit: Twitter und Insta

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  • 19.09.2022
    95 MB
    49:50
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    Brauchen wir eine Queen?

    Die überbordende Anteilnahme am Tod der Queen zeigt uns: So entfremdet von der kitschigen Monarchie wie viele von uns den Anschein machen, sind wir in Deutschland gar nicht. Auch in uns scheint das Bedürfnis zu schlummern, ein Staatsoberhaupt herbeizusehen, das mehr Glamour hat und Nähe ausstrahlt als der Bundespräsident. Weil wir dem nun aber nicht einfach eine Krone aufsetzen wollen und um Himmels Willen auch nach keiner neuen, starken Führerrolle mit übler Vergangenheit suchen, backen wir uns einen zeitgemäßen Queen-Ersatz. Die wichtigste Eigenschaft dieses quasi-royalen Gebäcks: ein Feeling versprühen, das unsere nostalgischen Sehnsüchte befriedigt. Denn dafür war die Queen gewissermaßen das Maskottchen. Für viele war sie der Fels in den Brandungen des Zeitgeistes, das personifizierte Gefühl von „Die Welt ist vielleicht doch nicht so kaputt, wie wir dachten“. Und das wollen wir auch! Darum gehen wir auf die Suche, gemeinsam mit diesem erlesenem Team: Mithu Sanyal , Schriftstellerin, Journalistin und Kulturwissenschaftlerin Tobias Becker , Historiker und Experte für Nostalgie Wolfgang Aschauer , Soziologe Marina Zayats , freie Beraterin für Digital Personal Branding & Social Selling Hier geht's zum Transkript der Folge . Wünsche, Kritik und Bananenbrotrezepte gerne per Twitter oder Insta .

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  • 12.09.2022
    45 MB
    47:08
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    Selbstoptimierung forever

    Der Selbstoptimierungswahn ist nicht zu stoppen. Instagram und TikTok sind voll von Daily Morning Routines, Muskelaufbau- und Fettabbau-Programmen, Supplements, Fitness-Trackern, Apps, die dich ans richtige Atmen erinnern – einfach nur (Über)Leben, das geht nicht mehr. Irgendwer weiß, was dir fehlt und was du tun musst, um ein noch besserer Mensch zu werden. Und natürlich sind wir uns alle einig, dass das eigentlich total ih baba ist! Denn wer will schon als Sklave der kapitalistischen Verwertungslogik einem unerreichbaren Ideal seiner Selbst hinterherhecheln?! Ständig auf Healthtrackern eruieren müssen, ob er oder sie heute schon genug geleistet hat?! Und überhaupt: Was für eine egoistische Kackscheiße ist das bitte, so viel Zeit und Geld zu investieren, die man auch in gemeinnütze/altruistische Richtungen lenken könnte?! Was aber, wenn der schlechte Ruf des Selbstoptimierens völliger Quatsch ist. Denn: Das Streben nach Mehr (Schönheit, Geld, Ansehen, Gesundheit, langes Leben, Erfolg, ...) wohnt uns Menschen schließlich inne. War ziemlich sicher für unsere Evolution zum intelligentesten Wesen auf der Erde recht förderlich. Eine Welt ohne Selbstoptimieren wäre schrecklich! Und mehr noch: Nur durch mehr Selbstoptimierung schaffen wir mehr Diversität! Und nur durch mehr Selbstoptimierung können wir im Kollektiv [sic!] die Probleme lösen vor denen wir aktuell stehen. Darüber sprechen wir mit: Sven Hannawald , Ex-Skispringer Dagmar Fenner , Philosophin Céline Flores Willers , Unternehmerin Judith Braun , Psychologin Christoph Augner , Psychologe und Autor Corinna Mühlhausen , Zukunftsforscherin Hier geht's zum Transkript . Schreibt uns gern Wünsche, Ideen, Kritik bei Twitter oder Insta .

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  • 05.09.2022
    54 MB
    56:39
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    True Crime ist pervers

    Verbrechen lohnt sich, jedenfalls für Podcaster. Nur echt muss es sein. True Crime ist eines der erfolgreichsten Genres im Netz, aber auch im Fernsehen und in Buchform laufen echte Kriminalfälle wie geschnitten Brot. Mysteriös, monströs, magenumdrehend – aber megaspannend. Und wir fragen uns: Was haben reale Verbrechen und die damit verbundenen Leidensgeschichten im Entertainment verloren? Rollen wir hier nicht Täterinnen und Tätern den roten Teppich aus, ignorieren wir nicht die Opfer und die meist ja noch lebenden Angehörigen und Betroffenen? Ein krasser Fall – ein interessanter Fall – ein realer Fall. Und das Kommissariat Komplex lässt nicht locker, bevor er gelöst ist ... Mit an Bord der SOKO True Crime sind: Mark Benecke , Kriminalbiologe Heike Borufka , True Crime-Podcasterin Torsten Körner , Journalist & Medienkritiker Johanna Börsting, Medienpsychologin Paula Rudnik, True Crime-Fan Lisa-Marie Michalke, Opfer-Angehörige Das könnte euch noch interessieren: Das Missing White Woman Syndrome Debattenüberblick: Pro & Contra zu True Crime Eine feministische Kritik an True Crime SWR2-Feature zu True Crime Hier geht's zum Transkript der Folge. Wünsche, Anregungen und Kritik könnt ihr mailen an [email protected] oder via Twitter und Instagram schicken.

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  • 29.08.2022
    53 MB
    54:54
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    Sexarbeit in die Fußgängerzone!

    In Deutschland gilt eine der liberalsten Prostitutionsgesetzgebungen Europas. Das "Bordell Europas" werden wir deshalb auch genannt. Jeder vierte Mann in Deutschland hat hier schon mal für Sex bezahlt. Doch trotz all der Liberalität wird Prostitution immer noch tabuisiert, ghettoisiert und an der Situation von Prostituierten bessert sich nichts. Deswegen fordern wir in unserer neuen Folge: Sexarbeit in die Fußgängerzone! Für eine Entstigmatisierung und ein sichereres Arbeitsumfeld. Doch würde das ausreichen? Was braucht es, um das sichere und freiwillige Arbeiten der Prostituierten zu gewährleisten? Darüber haben wir mit folgenden Menschen gesprochen: Marie Kaltenbach , Aktivistin bei Sisters e.V. Katharina Sass , Soziologin und Aktivistin Hanna Lakomy aka Salomé Balthus, Sexarbeiterin Nala, Ex-Sexarbeiterin Coco la Cuntra , Sexarbeiterin Thomas Aeffner , Sexualbegleiter Christoph, Freier (Name geändert) Das könnte euch noch interessieren: Deep und deutlich "Bordellrepublik Deutschland: Land der unbegrenzten Freier?" Leeroy will's wissen! "Wie ist das Zwangsprostituierte zu sein?" Welt-Artikel: Warum die Berufsgenossenschaft eine Sexualassistentin bezahlen muss ZDF 37 Grad: Die Berührerin Emma-Artikel: Huschke Mau "Ich habe die Schnauze voll!" Hier geht's zum Transkript der Folge . Und hier zu Twitter und Insta.

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  • 22.08.2022
    114 MB
    59:48
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    Trinkgeld abschaffen!

    Unsere Trinkgeld-Mentalität scheint im Keller zu sein. Menschen halten sich zurück, geben oft gar nichts, wenn der Pizzabote in den vierten Stock hinaufgeschnauft kommt oder runden in der Kneipe auf den nächsten vollen Euro auf. Vom Friseur ganz zu schweigen. Jetzt werden immer mehr Rufe laut, wonach wir doch bitte – vor allem in der Gastronomie – besseres Trinkgeld geben sollten. Schließlich seien die Menschen darauf angewiesen. Und tatsächlich bewegen wir uns auf amerikanische Verhältnisse zu, wo Kellner und Kellnerinnen quasi vom Trinkgeld leben müssen. Auch hier arbeiten über die Hälfte der Beschäftigten in Minijobs oder befristeten Arbeitsverhältnissen zu Mindestlohn. Ihr Arbeitsplatz ist extrem unsicher und ihre Bezahlung schwankt je nach Gästeaufkommen. Das führt uns zu der Erkenntnis: Es ist einigermaßen komisch, dass die Gäste den Geiz der Wirte und die unzureichende Bezahlung des Servicepersonals subventionieren sollen. Wir finden, das ungeschriebene Gesetz, Trinkgeld geben zu müssen, gehört abgeschafft! Denn was vordergründig nützlich erscheint, Bargeld steuerfrei in der Tasche zu haben, erweist sich auf lange Sicht als fatal. Dieses Geld zahlt weder auf die Rente noch auf die Sozialversicherung ein, generiert kein Arbeitslosengeld und keine Pflegeversicherung. Der Arbeitgeberanteil entfällt ohnehin. Also: Weg mit dem Trinkgeld und hin zu gerechten Löhnen und Gehältern. Wie das klappen kann und wie das am Ende der gesamten Branche helfen könnte – darum geht's in unserer neuen Folge. Darüber haben wir mit folgenden Menschen gesprochen. Oliver Riek , Kellner, Autor und Comedian Christian Stegbauer , Sozialwissenschaftler Karin Vladimirov , Gewerkschaftlerin, ngg Simon Horn , Gastronom Marc Schumacher , Hotelier Lucy, Flugbegleiterin (möchte lieber anonym bleiben :)) Hier geht's zum Transkript der Folge Und hier zu Twitter und Insta .

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  • 15.08.2022
    105 MB
    54:42
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    USA – Besser als du denkst

    Um die USA kommen wir nicht herum. Ihre Kultur ist allgegenwärtig und hat uns so geprägt wie keine andere Nation. Bloß scheinen sie zunehmend vor die Hunde zu gehen. Rassismus, Abtreibungsverbote, Amokläufe, TRUMP! Der 'American Dream' ist ein fu***** Albtraum! Aber ist das wirklich so? Geht da alles den Bach runter oder liegt im Versprechen dieses Landes doch mehr als eine heillose Marketing-Floskel? Gibt es etwas wie den Kern dieses faszinierenden Landes, auf dem all die Widersprüchlichkeiten aufbauen? Ja, vermutlich… Diesen kristallisieren wir heraus und feiern sie auch ein bisschen (sehr) - diese US of A. Und das tun wir mit Menschen, die es wissen müssen:Alice Hasters , Autorin Elmar Theveßen , USA-Korrespondent (ZDF) Sandra Navidi , Rechtsanwältin und Autorin Florian Mayer , USA-Korrespondent (ARD) Jens Balzer , Journalist und AutorHier geht's zum Transkript der Folge: https://download.hr-inforadio.de/podcast/studio-komplex/studio-komplex-usa-100.pdf Und hier zu Riks Playlist: https://open.spotify.com/playlist/2kuHT0CscjV6ehKiFDDAQi Folgt und schreibt uns gern bei Twitter und Instagram !

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  • 08.08.2022
    46 MB
    48:27
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    Sind wir alle zu ironisch?!

    Wir sind eine sehr ironische Gesellschaft, in der es uncool ist, zu sehr für etwas wirklich begeistert zu sein. Diese These stellte Mháire Stritter in unserer letzten Folge auf und wir so: "Daraus müssen wir 'ne Folge machen!" There we go: Sind wir als Gesellschaft so ironisch geworden, dass wir uns nicht mehr ehrlich begeistern können? Oder mehr noch: Ist es so schlimm, dass wir für Menschen, die ihrer Leidenschaft unironisch nachgehen, nur Spott und Abwertung übrighaben? Weil wir uns in einen Mantel aus ironischer Unantastbarkeit und hundert doppelter Böden gehüllt haben? Bloß, damit niemand ehrliche Gefühle bei uns wittern kann und wir uns angreifbar machen? Diesen Fragen gehen wir auf den Grund. Und konfrontieren damit in einer epischen Reise: Moritz Hürtgen , Chefredakteur des Satiremagazins Titanic Helena Marschall , Fridays for Future Dax Werner, Autor und Musiker Peter Fuhr , Briefmarken-, Münzen und Kristallhändler P.S.: Wenn ihr noch mehr von Mháire und ihrem Hobby erfahren wollt, dann haben wir gute Nachrichten. Im Oktober erscheint die Doku-Serie „Weltenspieler“ mit Mháire Stritter in der ARD-Mediathek. Wir freuen uns (aufrichtig), wenn ihr das schaut, uns hört und uns folgt: Twitter Instagram

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  • 01.08.2022
    51 MB
    53:10
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    Fortschritt durch Rückschritt

    Ran an die Arbeit, immer nach vorn und immer mehr: Unsere Gesellschaftsmaxime ist der Fortschritt. Das allerdings macht uns die aktuell omnipräsente Verzichtsdebatte auch so dermaßen unbequem. "Verzicht", das klingt nach Frieren, nach trocken Brot und vor allem: nach Rückschritt! Aber was, wenn wir durch einen Rückschritt einiges erringen könnten? Gesellschaftliche Entwicklungen verlaufen nicht linear. Vieles, was wir heute als Fortschritt empfinden, gab es schon mal. Vieles, was wir aktuell bräuchten, haben unsere Vorfahr*innen schon getan. Wir haben es bloß vergessen. Also müssen wir nochmal ganz genau nachschauen. Das tun wir in dieser Folge und reisen durch die Vergangenheit auf der Suche nach tollen Lösungen für die Probleme unserer Gegenwart und Zukunft. Spoiler: Wir finden ein paar! Auf dieser Reise begleiten uns: Prof. Dr. Annette Kehnel , Historikerin an der Uni Mannheim Wolf Lotter , Autor, Essayist und Journalist Mháire Stritter , LARP- und Mittelalter-Fan Nina Treu , Mitbegründerin vom Thinktank "Konzeptwerk Neue Ökonomie" Bert Pampel , Leiter der Dokumentationsstelle der Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politischer Gewaltherrschaft Unser Transkript: https://download.hr-inforadio.de/podcast/studio-komplex/fortschritt-durch-rueckschritt-100.pdf Folgt uns bei Instagram und Twitter: @studio_komplex, Anregungen, Wünsche, Kritik? DM oder [email protected]

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  • 25.07.2022
    106 MB
    55:42
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    Tiere gehören in den Zoo

    Heute geht's um Zoos. Kinder gehen gerne hin, die meisten jedenfalls. Erwachsene haben hingegen oft gemischte Gefühle: sind die Tiere nicht einfach eingesperrt? Leiden die nicht? Die Zoos sagen: nein, und verweisen auf ihre Bedeutung für Artenschutz, Bildung und Forschung. Tierrechtsorganisationen wie PETA und Leute, die sie unterstützen, halten das für vorgeschoben und sagen: Zoos sind Unterhaltungsbetriebe, in denen Tiere unter schlimmen Bedingungen gehalten und ausgenutzt werden. Wir halten mit unserer These dagegen: Zoos sind für Menschen und Tiere ein unersetzlicher Ort der Begegnung – wenn sie die Bedürfnisse und Rechte der Tiere achten. Denn unberührte Natur gibt es nicht mehr, wir Menschen haben die Verantwortung für die Natur – in Schutzgebieten, Naturparks und eben auch in Zoos. Wir sprechen darüber mit Marco Dinter , Biologe und Naturschutzreferent im Zoo Frankfurt Yvonne Würz , Fachreferentin Zoo und Zirkus bei PETA Hilal Sezgin , Autorin, Tierrechtsaktivistin Peter Kunzmann , Philosoph und Tierethiker an der Uni Hannover Folgt uns bei Instagram und Twitter: @studio_komplex, Anregungen, Wünsche, Kritik? DM oder [email protected]

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  • 18.07.2022
    41 MB
    43:26
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    Pflegenotstand – Sterben ist nicht genug

    Die Zustände in der Pflege sind miserabel. Schlechte Bezahlung, Pflegekräfte gehen auf dem Zahnfleisch, Patient*innen werden nicht ausreichend versorgt. All das wissen wir längst, aber eine Verbesserung ist nicht in Sicht. In NRW streiken seit knapp 3 Monaten die Pflegekräfte der Unikliniken – auch das scheint uns seltsam egal zu sein.Was muss passieren, damit sich die Situation endlich bessert? Unsere These: Es braucht den Streik, den eigentlich niemand will: den Generalstreik, der im schlimmsten Fall Menschenleben kostet. Damit wir die Betroffenheit aufbringen, die notwendig wäre, um uns dem Pflegenotstand angemessen anzunehmen.Wir sprechen mit: Claus Weselsky, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) Ricardo Lange, Intensivkrankenpfleger Maria, Pflegerin an der Uniklinik Aachen und eine der Streikenden in NRW Mithu Sanyal, Journalistin und Autorin Karl-Heinz Wehkamp, Professor für Gesundheitsmanagement Klaus Dörre, GewerkschaftsforscherWas euch in diesem Zusammenhang interessieren könnte: Deutschlandfunk „Warum sich die Situation in der Pflege noch nicht verbessert hat“ Studie „Ich pflege wieder, wenn …“ der Hans Böckler StiftungIhr findet uns auch bei: Instagram und Twitter

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  • 08.07.2022
    54 MB
    56:09
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    Männer brauchen das Jungfernhäutchen

    Es geht um´s Jungfernhäutchen. Dabei gibt es das gar nicht. Jedenfalls als Häutchen, das die Vagina verschließt und beim ersten Geschlechtsverkehr durchstoßen wird. Trotzdem steht es öfter noch so in Broschüren und sogar medizinischer Fachliteratur. Warum ist das so? Wer braucht das? Unsere These: die Männer. Und es geht nicht um medizinische Fakten, sondern um einen Mythos. Von der unberührten Frau, die sich für den Ehemann aufhebt. Von der verletzlichen Frau, die für den Sex erst geöffnet werden muss. Die muss man beschützen, die kann man aber auch kontrollieren. Das Jungfernhäutchen verleiht Männern Macht. Mal wieder das böse Patriarchat? Auch. Aber das ist nicht alles. Der Mythos der Jungfräulichkeit ist alt und enthält viele Geschichten. Wir finden welche zum Lachen und vielleicht ein bisschen mehr noch zum Weinen. Religiöse, popkulturelle, eigentlich ganz plausible und völlig absurde. Und wohin führt uns das? Vielleicht dahin, dass Männer das Jungfernhäutchen genau so wenig brauchen wie Frauen. Darüber sprechen wir mit Sheila de Liz , Gynäkologin Hanna Rohde, Medizinstudentin Oliwia Hälterlein , Kulturwissenschaftlerin und Autorin von „Das Jungfernhäutchen gibt es nicht. Ein breitbeiniges Heft“ Nicole David , Plastische Chirurgin, macht auch sogenannte Hymen-Rekonstruktionen Kazim Erdogan , Psychologe, Gründer der ersten türkischen Männergruppe in Deutschland Christina von Braun , Gender-Theoretikerin und Kulturwissenschaftlerin Was euch noch interessieren könnte: Christina von Braun zur Jungfräulichkeit (Interview bei watson.ch) Warum es das Jungfernhäutchen nicht gibt , erklärt Oliwia Hälterlein im Fluter Reportage zum Wert der Jungfräulichkeit heute mit Kazim Erdogan (Süddeutsche) Die Youtuberin Fräulein Minzbonbon zur Entjungferung Folgt uns bei Instagram und Twitter: @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? DM oder [email protected]

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  • 01.07.2022
    43 MB
    45:05
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    Soziales Pflichtjahr – Nein Danke!

    Da ist sie wieder: die Debatte ums verpflichtende Dienstjahr. Gefühlt alle Jahre wieder – vornehmlich im Sommerloch – fällt irgendwem ein, dass es doch eigentlich ganz großartig wäre, die Jugend in der vermeintlichen Lücke zwischen dem Schulabschluss und der Welt da draußen sinnvoll zu beschäftigen. Dieses Mal war es Bundespräsident Steinmeier, der die Diskussion um eine "soziale Pflichtzeit" neu entfachte. "Davon profitieren sie, davon profitiert die Gesellschaft", heißt es aktuell von vielen Seiten. Und es stimmt ja auch ein bisschen: Wie viele schwärmen noch heute von ihren "bereichernden" und "charakterbildenden" Zivi-Tagen? Außerdem wäre das doch die absolute Win-Win-Situation für überlastete Krisenbranchen wie die Pflege – volle Arbeitskraft voraus! Doch da sind auch diejenigen, die sagen: "Lasst bloß die jungen Leute in Ruhe! Die sollen nicht ausbaden müssen, was wir strukturell vergeigt haben." Und auch das ist wahr. Junge Menschen als Billiglöhner auszunutzen – und sie zeitgleich als verpeilte Schnarchnasen abzutun, denen ein zusätzliches Jahr Orientierungshilfe mal ganz guttun würde, ist gelinde gesagt: unfair! Ebenso wie die Tatsache, dass der Vorstoß genau jetzt (wieder-)kommt: nämlich nach über zwei Pandemiejahren, in denen die Jungen zum Wohle Aller massiv zurückgesteckt haben. Wir fragen uns darüber hinaus: Kann das überhaupt funktionieren, Solidarität durch Zwang? Und: Welche besseren Alternativen könnte es geben? Darüber sprechen wir mit: Jan Schnellenbach , Professor für Volkswirtschaftslehre Sophia Muliar, Schülerin Axel Eppich , DRK in Hessen Volunta gGmbH Livia Josephine Kerp , Bloggerin Stefan Gosepath , Philosoph und Professor für Praktische Philosophie Was euch noch interessieren könnte: Krankenpfleger Alexander Jorde und FDP-Politikerin Ria Schröder debattieren über das soziale Pflichtjahr Stefan Gosepath im Gespräch mit dem Deutschlandfunk Kultur Jan Schnellenbach diskutiert in der FAZ mit Veronika Grimm über Pro und Contra Philipp Amthor und Kevin Kühnert im ZDF über ein verpflichtendes Dienstjahr für junge Menschen Folgt uns bei Instagram und Twitter: @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? DM oder [email protected]

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  • 24.06.2022
    49 MB
    51:10
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    Pinkwashing ist kein Problem

    Wir widmen uns in dieser Folge dem Pride Month. Also dem Monat Juni, in dem die LGBTQI+-Community ihre erkämpften Rechte feiert und auf alles aufmerksam macht, was noch getan werden muss in Sachen Gleichberechtigung. Aber nicht nur die. Der Pride-Month wird auch von Unternehmen gekapert. Diversity und Produkte mit Regenbogenflagge verkaufen sich super. Unangenehm wird‘s, wenn kein echter Support dahintersteht und das Ganze nur das Image der Firma aufpolieren soll – Pinkwashing wird diese Praxis genannt. „Schlimm, heuchlerisch und ekelhaft“, sagen Kritiker*innen. Wir stellen allerdings die These auf: Pinkwashing ist gar kein Problem. Es bringt viel mehr als dass es schadet. Darüber sprechen wir mit: Felicia Ewert , Autorin und Kolumnistin bei Missy Magazine Tanja Vogler , Psychologin und Geschlechterforscherin an der Universität Innsbruck Claudius Desanti , Chef einer Kommunikations-Agentur Jack Strify , Musiker und Influencer Gesine Palmer , Autorin und Theologin an der Katholischen Akademie in Berlin Michaela Haase , Marketing-Professorin an der FU Berlin Albert Kehrer , Diversity-Coach und im Vorstand der Prout at Work-Foundation Alicia Zett , Autorin, Youtuberin und Grafikerin Yes, das sind jede Menge Menschen. Und nicht alle finden unsere These klasse … Was euch noch interessieren könnte: Deutschlandfunk-Stück über die Stonewall-Proteste Tanja Voglers Buch über die queeren Aktivismus Candy Crash’s Rant gegen Pinkwashing Shon Faye über die Gefahren von Pinkwashing und Homonationalismus xoxo

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  • 17.06.2022
    42 MB
    43:58
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    Es gibt keinen Atheismus

    Die Sünden der christlichen Kirchen passen so langsam auf keinen Beichtstuhl mehr. Mit Folgen: In Deutschland sind die Konfessionslosen auf dem besten Weg, die Christen anteilsmäßig einzuholen. Der Atheismus ist die Religion der Stunde. Atheist*innen würden sich zwar nie als religiös bezeichnen, doch wir stellen fest: Ein fester Glaube an die Nicht-Existenz Gottes und ein dogmatisches Ablehnen von allem nicht wissenschaftlich Belegbaren – das weist durchaus religiöse Züge auf. Wir alle glauben! Und uns allen tut ein wenig Demut gut. Atheismus und sein Hang zur Arroganz steht sich selbst im Weg – und kann für uns als Gesellschaft ein echtes Problem werden. Darüber sprechen wir mit: Lisz Hirn , Philosophin und Podcasterin von „Philosophieren mit Hirn“ Andreas Urs Sommer , Philosophie-Professur an der Uni Freiburg Hannes Leitlein , Journalist und Theologe Detlef Pollack , Professor für Religionssoziologie an der Uni Münster Was euch noch interessieren könnte: Die Rede „This is Water“ von David Foster Wallace Lisz Hirns Artikel „10 Gründe, besser heute als morgen Atheist zu werden“ Winfried Schröders Buch „Atheismus: Fünf Einwände und eine Frage“ (Revue) Herb Silverman: "Wie Atheisten ihren Ruf überwinden können, arrogant zu sein." Folgt uns bei Instagram und Twitter: @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? DM oder [email protected]

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  • 10.06.2022
    43 MB
    44:38
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    Die Klimakrise ist ein Luxusproblem

    Irgendwie lästig, dieser Klimawandel. Und immer wieder diese Proteste von Klimaaktivist*innen, die zuletzt den selbsternannten Klimakanzler Olaf Scholz beim Katholikentag gestört haben ... Dabei ist das Thema doch längst in der Mitte der (Parteien-)Gesellschaft angekommen. Und die Regierung hat sich das Ziel von maximal 1,5-Grad Erwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts ganz dick auf die Koalitionsfahnen geschrieben. Aber wir haben auch Inflation und Krieg in Europa - da sind Entlastungspakete mit Tankrabatt und Energiepreispauschale schneller geschnürt, als wir “1,5 Grad!” rufen können. Auch auf individueller Ebene haben wohl ziemlich viele Menschen nach all den Corona-Beschränkungen wieder so richtig Lust, um die Welt zu fliegen, wenn wir an das Flughafenchaos um die Pfingsttage zurückdenken. Kann es deshalb sein, dass wir die Klimakrise immer noch nicht als ernstes Problem wahrnehmen? Ist es vielleicht eher etwas, das wir lösen wollen, wenn all die vermeintlich wichtigeren Probleme geklärt sind? Und das, obwohl den Ländern des sogenannten globalen Südens das Wasser schon lange bis zum Hals steht; sie überschwemmt werden oder Dürrekatastrophen die Menschen zur Flucht zwingen. Die Klimakrise ist ein Luxusproblem, weil sie für uns im Westen eben wie kein echtes Problem erscheint. Das glauben wir bei Studio Komplex. Darum denken wir in dieser Folge aus einem anderen Blickwinkel über Klimawandel nach. Was für eine Rolle spielt Eurozentrismus? Wer bewegt eigentlich die Klimabewegung? Welche Lobby torpediert einen Wandel? Darüber sprechen wir mit: Imeh Ituen: Politikwissenschaft, insb. Globalisierung und Governance der Klimapolitik: Universität Hamburg Kira Vinke: Leiterin Zentrum für Klima und Außenpolitik der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik Immo Fritsche: Sozialpsychologie | Universität Leipzig Rico Grimm: Journalist bei Krautreporter Katja Diehl: She drives Mobility Elias Yusuf Ahmed: Antirassistischer Klimaaktivist aus Frankfurt Was euch noch interessieren könnte: Katja Diehls Buch Autokorrektur – Mobilität für eine lebenswerte Welt Susanne Götze und Annika Joeres' Buch Die Klimaschmutzlobby Ein Interview mit Imeh Ituen in der taz: Forscherin über Klimakrise und Rassismus: „Nicht alle sitzen im selben Boot“ Ein Bericht zu Rassismuserfahrungen von BPoC in den Klimaverhandlungen: Racism and Climate (In)Justice Bettina Weigunys Buch Denn es ist unsere Zukunft Die BIPoC for Future Gruppe auf Twitter @BIPoCforFuture Folgt uns bei Instagram und Twitter: @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? DM oder [email protected]

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  • 03.06.2022
    120 MB
    50:05
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    Männer werden weiter töten

    Seit dem jüngsten 'mass shooting' an der Robb Elementary School in Texas diskutieren viele - zu Recht - die Waffengesetzgebung der USA. Wir aber nicht. Denn fast allen Tötungsdelikten weltweit liegt zugrunde, dass Männer die Täter sind. Was ist da los? Wir lernen in der Folge, was der Unterschied zwischen Mann-Sein und Männlichkeit ist. Wie Männern Männlichkeit antrainiert und Gefühle abtrainiert werden. Natürlich sprechen über mögliche biologische Ursachen. Lernen aber schnell: Weit kommen werden wir damit nicht. Stattdessen beschäftigen wir uns mit dem sozialen Konstrukt der Männlichkeit. Mit toxischer Männlichkeit und natürlich mit dem Patriarchat. Denn siehe da: Egal wie modern, progressiv und woke sich viele Bubbles fühlen - vom Ende des Patriarchats sind wir noch weit entfernt. Im Gegenteil. Es bäumt sich gerade nochmal so richtig auf. „Politische Männlichkeit“ ist der Fachbegriff und bedeutet: Da formt sich eine gewaltbereite Opposition zu Bewegungen wie Feminismus, Emanzipation und Gleichberechtigung. Wie kommen wir da raus? Erziehung hilft. Mehr Diversität in Machtstrukturen hilft. Aber das allein? Wohl kaum. Der Schlüssel liegt vielleicht in der Sprache. Der Sprache der Mächtigen… Darüber sprechen wir mit: Boris von Heesen Fabian Hart Michael Pauen Susanne Kaiser Nils Pickert Was euch noch interessieren könnte: Boris von Heesens Buch "Was Männer kosten" Fabian Harts Podcast "Zart bleiben" Susanne Kaisers Buch "Politische Männlichkeit" Nils Pickerts Buch "Prinzessinnenjungs" Ravna Marin Siever hat das Buch "Was wird es denn ein Kind" geschrieben. Veronika Kracht hat über Incels geschrieben. Rebeccy Endler über "Das Patriarchat der Dinge" Klaus Theweleit hat das Werk "Männerfantasien" herausgebracht, das im Kontext der Aufarbeitung des Nationalsozialismus entstand und als eines der ersten Werke der deutschen und internationalen Männerforschung gilt. Hier geht es zum Gender Glossar , eine Onlinezeitschrift, in der Wissen zu Geschlecht und Diversity aus intersektionaler Perspektive verarbeitet wird. Hanning Voigts könnt ihr auch auf Twitter folgen. Folgt uns bei Instagram und Twitter: @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? DM oder [email protected]

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  • 27.05.2022
    64 MB
    45:00
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    Psychotherapie als Lifestyle?

    Uns geht’s nicht so gut. Mehr als jeder vierte Deutsche ist jedes Jahr von einer psychischen Erkrankung betroffen. Die Nachfrage nach Psychotherapie ist gestiegen – doch das Angebot wurde schon länger nicht mehr angepasst. Woran liegt's? Gibt es einfach zu wenige Plätze? Oder legen wir uns – ganz vielleicht – auch ein bisschen zu schnell auf die Couch? Machen wir am Ende bloß Therapie, um besser zu performen? Ist Psychotherapie zum Lifestyle geworden? Dieser Frage gehen wir in dieser Folge STUDIO KOMPLEX nach. In dieser Folge geht es unter anderem um Depressionen und Suizidgedanken. Wenn du dich gerade emotional nicht stabil genug fühlst, um mit diesem Thema umzugehen, höre am besten nicht / nicht alleine weiter. Der Inhalt könnte dich belasten. Hilfe oder Unterstützung findest du bei der Hotline der Deutschen Depressionshilfe unter 0800 / 33 44 533, bei regionalen sozialpsychiatrischen Diensten, online www.psychenet.de/de/hilfe-finden/schnelle-hilfe/soforthilfe oder als Nachtoption bei der Telefonseelsorge 0800 / 11 10 111. Darüber sprechen wir mit: Christian Peter Dogs Lena Pia Kabitzsch Eva-Lotta Brakemeier Lea Richter Was euch noch interessieren könnte: Planet Wissen-Interview mit Christian Peter Dogs Christian Peter Dogs' Buch "Gefühle sind keine Krankheit" psychologeek mit Pia Kabitzsch ZDF Magazin Royale zu Kassensitzen rbb24: Wartezeiten für Psychotherapieplätze Krautreporter: Es gibt genug Psychotherapieplätze – Warum ist es so schwer, einen zu finden? Folgt uns bei Instagram und Twitter : @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? — DM oder [email protected]

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  • 20.05.2022
    44 MB
    46:22
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    Enterbt euch!

    Weil Erben ungerecht ist? Weil einige in Deutschland sehr viel erben und sehr viele gar nichts? Stimmt, aber wir bei STUDIO KOMPLEX haben noch einen viel besseren Grund: Erben macht nur Ärger! Wer erbt, ist mit Scham, Familienstreitigkeiten und Neid konfrontiert. Wer vererbt – und nicht gerade Millionär ist – mit Sparzwängen, Druck und Erwartungshaltungen. Wer nichts erbt, lächelt über all das nur müde, aber würde am Ende sogar profitieren können. Also verpulvert eure Ersparnisse zu Lebzeiten, es wird euch, eurer Familie und diesem Land guttun. Darüber sprechen wir mit: Stefan Bach Nicola Tyszkiewicz Anastasia Barner Franziska Beschorner Julia Friedrichs Thomas Straubhaar Christiane Wempe Barbara Brauck Was euch noch interessieren könnte: ZDF-Doku "Die Wahrheit übers Erben" DIW Berlin zur Erbschaftssteuer Julia Friedrichs Buch "Wir Erben" Wolfgang M. Schmitt Podcast "Wohlstand für alle" taxmenow - Millionär*innen fordern höhere Besteuerung von Millionenvermögen Cicero: Ist Erben fair? Folgt uns bei Instagram und Twitter : @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? — DM oder [email protected]

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  • 13.05.2022
    107 MB
    44:37
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    Beyond Fynn Kliemann – Helden müssen weg!

    Wir hätten ihn so gerne weiter bewundert: Fynn Kliemann, diesen hippen Internet-Alleskönner, der durch mutmaßlich schäbige Maskendeals plötzlich gar nicht mehr so angesagt ist. Unsere These: Niemandem tut es gut, zum Helden gemacht zu werden. Weder den scheinbaren Helden, die wir mit Erwartungen aufladen, denen kein Mensch gerecht werden kann, noch uns, die wir vor lauter Heldenverehrung nicht aus dem Quark kommen. Eine demokratische Gesellschaft, die über Ausgleich, Kompromisse und kollektive Problemlösung funktioniert, hat für Helden sowieso keinen Platz. Und trotzdem sind wir von Heldengeschichten umgeben, trotzdem braucht es manchmal das individuelle Vorbild, das über sich hinaus wächst und den Rest der Gesellschaft mit sich reißt. Oder? Können wir auf Helden komplett verzichten? Oder müssen wir ihre Geschichten nur anders erzählen? Die Helden dieser Studio Komplex-Folge sind: Mia Morgan , Musikerin Friedemann Karig , Autor, Podcast-Moderator-Kollege, Journalist Dieter Thomä, Philosoph Ulrich Bröckling, Soziologe Wenn ihr etwas Interessantes zu dem Thema lesen wollt: Samira El Ouassil & Friedemann Karig, Erzählende Affen: Mythen, Lügen, Utopien - wie Geschichten unser Leben bestimmen. Ulrich Bröckling, Postheroische Helden: Ein Zeitbild. Dieter Thomä, Warum Demokratien Helden brauchen: Plädoyer für einen zeitgemäßen Heroismus. Folgt uns bei Instagram und Twitter . Und wenn ihr uns Anregungen, Wünsche, Kritik mit auf den Weg geben wollt – DM oder [email protected]

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  • 06.05.2022
    114 MB
    47:46
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    Mehr Kommerz im Fußball!

    Der Profi-Fußball steckt in einer Krise. Er ist langweilig und berechenbar geworden. Der Grund: Das Geld ist ungleich verteilt. Die Ursache: Die Akteure haben ihr eigenes Produkt nicht verstanden. Denn nicht die Vereine, sondern ein spannender Wettbewerb sollten das Produkt sein. Und genau dieses Produkt muss besser vermarktet werden! Was stattdessen passiert: Die Bayern gewinnen zum 10. Mal in Folge den Meistertitel, Dortmund wird zum gefühlt 10. Mal in Folge zweiter und alles, was noch halbwegs spannend ist, ist wer dritter wird oder wer nicht absteigt. Geil. Wir haben aber zum Glück die Lösung gefunden. Wir retten den Fußball. Und zwar durch konsequente Vermarktung seines eigentlichen USPs. Und das geht vermutlich nur über mehr Kommerzialisierung. Und eigentlich gibt es drei Szenarios: 1) Wir lassen die Investoren rein und mehr Geld für alle macht den Wettbewerb wieder spannend. 2) Wir orientieren uns am American Football und bauen das Ligasystem um. 3) Wir führen doch die Superleague ein! Denn eigentlich haben wir noch ein 4. Szenario vergessen. 4) Wir machen einfach gar nichts und der Fußball geht vor die Hunde (Zitat von Philipp Köster) Wem wir diese klasse Ideen im Podcast unterbreitet haben: Basti Red (Fußball2000) Marvin Mendel (Fußball2000) Christoph "Icke" Dommisch (ran football) Philipp Köster (11Freunde) Max-Jacob Ost (Rasenfunk) Alina Schwermer (futopia) Was euch sonst noch interessieren könnte: Das Draft-System in der NFL Die Verteilung der TV-Gelder in der Bundesliga Folgt uns bei Instagram und Twitter. Ihr habt Wünsche oder Kritik? - DM oder [email protected]

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  • 29.04.2022
    40 MB
    42:02
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    Wir sind alle schlechte Freunde!

    Freundschaft vs. Liebe. Auf welches Pferd wir setzen, ist klar. Wir lieben die Liebe! Und gegen die Liebe hat eine billige Freundschaft keine Chance! Die Liebe hegen und pflegen wir und gehen im Worst Case sogar zur Therapeut*in. Da können unsere Freund*innen nur müde lächeln. Uns käme nie in den Sinn, so viel Arbeit in unsere Freundschaften zu stecken. Obwohl die Beziehungsform Freundschaft eigentlich die erstrebenswerteste, stabilste und langanhaltendste ist, die wir Menschen führen können – weiß die Statistik und wusste auch schon Aristoteles. Und was ist passiert? Wieso hat die Liebe irgendwann der Freundschaft den Rang abgelaufen?! [SPOILER] Ihr kennt uns: Der Staat ist schuld. Was da passiert ist, warum wir mehr in Freundschaften investieren sollten, was wir von ihnen lernen können, auch für die Liebe und warum es eigentlich keinen Sinn macht, dass wir das überhaupt trennen. Darüber sprechen wir mit: Verena Kleinmann Anna Holfeld Clara Schwarz Janosch Schobin Daniel Tyradellis Klaus Hofmeister Was euch noch interessieren könnte: Sozialatlas der Heinrich Böll Stiftung Soziologin Eva Illouz über die Liebe "P lanet Wissen" über Freundschaft im Wandel der Zeit Folgt uns bei Instagram und Twitter : @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? — DM oder [email protected]

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  • 22.04.2022
    48 MB
    49:45
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    Weniger Arbeit wagen!

    Wie gut bitte waren die 4-Tage-Wochen zu Ostern?! Wie gut bitte könnte ein Leben sein – ohne die viele Arbeit?! Wir sagen der 40-Stunden-Woche den Kampf an! Länder wie Island, Belgien oder Schweden machen es vor: Weniger Arbeit für den selben Lohn ist keine volkswirtschaftliche Katastrophe, sondern das krasse Gegenteil davon. Menschen werden effizienter, produktiver, glücklicher! Care-Arbeit, Haushalt, Familie, Freunde: Alles, was bei 40-Stunden auf der Strecke bleibt, rückt wieder in greifbare Nähe. Aber wie kriegen wir das hin? Und zwar für alle? Dass es auch allen besser geht, die jetzt in prekären Umständen am absoluten Limit arbeiten? Wir haben darüber gesprochen mit: Orry Mittenmayer , gewerkschaftlicher Aktivist Anna Mayr , Journalistin und Autorin Florian Kunze , Professor für Organisational Studies an der Uni Konstanz Thomas Ertl , Professor des hohen und späten Mittelalters Cornelia Badenmüller, Krankenschwester

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  • 15.04.2022
    39 MB
    40:58
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    Causa Spiegel: Menschen raus aus der Politik

    Politiker:innen, die sich nahbar geben, die emotional werden und private Details teilen. Kurz: die sich als Mensch zeigen. Genau das hat Ex-Bundesfamilienministerin Anne Spiegel in ihrem Statement am 10. April gemacht. Mit der Konsequenz, dass sie keine 24 Stunden später aus ihrem Amt zurücktrat. Bedeutet das: Wir wollen keine Menschen in der Politik? STUDIO KOMPLEX sagt: Ja! Bitte keine Menschen! Über 70 Prozent der Deutschen teilen anscheinend unsere Ansicht und finden den Rücktritt von Spiegel richtig. Doch weshalb war ihr Statement so ein großer Fail? Wann ist Authentizität wirklich glaubhaft? Und warum hat man nicht so richtig Mitleid mit Spiegel? Darüber sprechen wir mit: Christopher Lauer , Politischer Influencer Johannes Hillje und Verena Köttker , Politikberater:innen Heike Paul , Kulturwissenschaftlerin Daniela Wentz , Medienwissenschaftlerin Was euch noch interessieren könnte: Bundeszentrale für politische Bildung: Identitätspolitik Was ist Authentizität? Ein Podcast nur über Politische Kommunikation Heike Pauls Buch „Der Amerikanische Staatsbürgersentimentalismus" Folgt uns bei Instagram und Twitter : @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? — DM oder [email protected]

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  • 13.04.2022
    39 MB
    40:25
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    Die Empowerment-Lüge

    Heute geht es um „Empowerment“. Oder vielmehr darum, wozu Empowerment geworden ist. Ein sinnentleertes Wort, das besonders auf Social Media vermengt wird mit Happy-Feel-Good-Vibes, Achtsamkeit, Chai-Tee und einer gratismutigen „Du bist gut so wie du bist“-Attitüde. Wir wollen zeigen, dass das nicht nur nervt. Sondern die Vereinnahmung von Empowerment am Ende zur Zersetzung unserer Gesellschaft führen kann. In dieser Folge geht es unter anderem um Depressionen und Suizidgedanken. Wenn du dich gerade emotional nicht stabil genug fühlst, um mit diesem Thema umzugehen, höre am besten nicht / nicht alleine weiter. Der Inhalt könnte dich belasten. Hilfe oder Unterstützung findest du bei der Hotline der Deutschen Depressionshilfe unter 0800 / 33 44 533, bei regionalen sozialpsychiatrischen Diensten, online www.psychenet.de/de/hilfe-finden/schnelle-hilfe/soforthilfe oder als Nachtoption bei der Telefonseelsorge 0800 / 11 10 111. Unsere Gesprächspartner*innen: Svea Schmidt Nico Rose Ulrich Bröckling Debora Antmann Luisa L’Audace & Alina Buschmann (Angry Cripples) Soziologie - Stephan Weihrauch, M.A. (ovgu.de) Was euch noch interessieren könnte:" Eine Stunde History" über die schwarze Bürgerrechtsbewegung Aufsatz von Ulrich Bröckling über „Empowerment“ Eva Illouz‘ & Edgar Cabanas‘ Buch „Das Glücksdiktat – Und wie es unser Leben beherrscht“ Folgt uns bei Instagram und Twitter : @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? — DM oder [email protected]

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  • 13.04.2022
    41 MB
    43:00
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    Warum "Rasse" im Grundgesetz bleiben muss

    Im Grundgesetz steht „Rasse“. Da schrillen doch alle Alarmglocken. In Artikel 3 steht: „Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.“ Für viele Menschen ist der Begriff „Rasse“ aus verständlichen Gründen aber viel zu vorbelastet, um im Grundgesetz zu stehen. Schließlich wissen wir doch eigentlich: sowas wie Menschenrassen gibt's gar nicht! Die Politik hat das schon länger auf dem Schirm, und auch im aktuellen Koalitionsvertrag steht: Der Begriff muss raus – ersetzt werden! Aber was, wenn der Begriff „Rasse“ im Grundgesetz stehen bleiben sollte? Ja sogar muss! Wir klären in dieser Folge STUDIO KOMPLEX, warum das so ist. Unsere Gesprächspartner*innen: Hadija Haruna-Oelker Stefan Richter Elisabeth Kaneza Idil Baydar Riem Spielhaus Tarik Tabbara Pegah Edalatian Tahera Ameer Günther Krings Was euch noch interessieren könnte: Das Grundgesetz Das komplette Gedicht von Amanda Gorman Die Jenaer Erklärung Der Koalitionsvertrag der Ampelkoalition Die Anhörung im Rechtsausschuss des Bundestags zur Debatte um den Begriff „Rasse“ Folgt uns bei Instagram und Twitter : @studio_komplex Anregungen, Wünsche, Kritik? — DM oder [email protected]

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  • 13.04.2022
    1 MB
    01:09
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    Trailer STUDIO KOMPLEX

    STUDIO KOMPLEX ist Show gewordener Journalismus. Anne-Katrin Eutin und David Ahlf präsentieren dir jede Woche eine relevante und manchmal sogar aktuelle Geschichte. Wir wollen dir nicht die Welt erklären... aber irgendwie doch.

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