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Hallo, Herr Becker! - Wahrhaftiges zwischen Lehrerpult und Kopierraum

„Hallo, Herr Becker!“ ist ein neues Podcastformat, jeden Sonntag, um 17:00 Uhr, das Geschichten aus dem Alltag von Lehrer*innen erzählen will, die in irgendeiner Art & Weise kurios, witzig, nachdenklich, anrührend,… sind. Im Lehrer*innenalltag geschehen immer wieder unvorhersehbare Ereignisse: Aussagen von Schülern*innen, Schülerdokumente, Vorkommnisse auf dem Pausenhof, Erzählungen unter Kollegen*innen am Kopierer,… vielfältigste Geschichten, kuriose Momente, witzige Erzählungen, rührende Gesten, die leicht in Vergessenheit geraten, wenn man sie nicht archiviert. Der Schulalltag bietet also weitaus mehr, als die Vermittlung von fachdidaktischem Wissen. In dieser Podcastreihe sollen diese Geschichten aus der Schule erzählt werden.Wenn auch du eine Story erzählen kannst, die in o.g. Kategorien passt, dann melde dich doch gerne bei mir: [email protected]

Alle Folgen

  • 26.04.2021
    6 MB
    07:17
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    Das abgebrannte Kunstbild

    Ist das Kunst oder kann das weg? Manchmal fragt man sich das, wenn man im Museum herumwandert oder beispielsweise auf der Kasseler Documenta (der weltgrößten Kunstausstellung) sich die so genannte Kunst anschaut. Manchmal helfen aber auch äußere Umstände nach, dass ein Kunstwerk verschwindet. So auch in dieser Folge. Es geht um eine meiner ersten Vertretungsstunden überhaupt und endete darin, dass die meisten Kinder völlig aufgeregt in die Pause liefen, ein Kind verzweifelt im Klassenraum stand und dieser nach Rauch roch und im Waschbecken ein DIN A 3 Blatt lag, mit einem völlig beschmierten, mit Wasserfarben gemalten Hintergrund. Es ist also viel passiert. Achso, ich stand übrigens schweißgebadet, etwas überfordert und den Tränen leicht nahe neben dem Waschbecken. Emotionen pur. Rückblickend aber kann ich drüber lachen.Dann lass uns mal in die heutige Folge starten. Lehn dich zurück, schnapp die einen Kaffee oder Tee, starr an die Wand oder mach die Augen zu, Hauptsache, du hast es gemütlich. Los geht’s

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  • 26.04.2021
    7 MB
    09:16
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    Motten, Krabbeltiere, eine entzündete Kniescheibe und Oberschenkelzerrungen

    Je älter man wird, desto häufiger zwickt und zieht es im Rücken. Am Wochenende durchfeiern klappt auch nicht mehr so gut und es hängt einem noch Tage oder Wochen nach. Die Wehwehchen häufen sich und man hat manchmal das Gefühl man bildet sich mehr Sachen ein, als tatsächlich vorhanden. Bzw., hat man häufiger die Sorge sich was eingefangen zu haben. Dann spricht man häufig von solchen „Hypochonder“. Auch Kinder können eine solche Persönlichkeit entwickeln. Auch wenn die Geschichte heute das ein oder andere Mal zum Lachen einlädt, soll hier nicht über das „Krankheitsbild“ des Hypochonders gelacht werden sondern wenn dann nur um die daraus entstandenen Situationen. Der Schüler, um den es heute geht, konnte selbst drüber lachen. Also lasst uns mal starten mit diversen kleinen und großen Krabbeltieren und, wie es ein Schüler schaffte während einer Klassenfahrt mir einen Satz zu entlocken, den ich bis heute bereue und eine Tierpflegerin etwas verdutzt hinterlässt.

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  • 26.04.2021
    6 MB
    07:06
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    Der Rechtsanwalt bei der Zeugnisvergabe

    Jetzt gerade, wo diese Podcastfolge produziert wird, sind gerade Sommerferien überall in Deutschland. Das heißt, vorausgehend gab es Zeugnisse in den vergangenen Wochen. Das ist in der Schule häufig ein Thema mit viel Potenzial für Diskussionen. So eine Diskussion möchte ich dir heute schildern. Folgende Protagonisten sind in diesem Drama in drei Akten mit dabei: Ich - als Lehrer, Papa XY mit Rechtsanwalt und Sohnemann KL. In dieser Auflistung ist eine Person dabei, die man evtl. erstmal nicht auf dem Schirm hat. Richtig: der Rechtsanwalt nämlich. Und ja, in letzter Zeit habe ich die Erfahrung gemacht, dass immer häufiger gegen getroffene Entscheidungen Widerspruch eingelegt wurde bzw. es den rechtlichen Schritt der Eltern gab, der zu Rate gezogen wurde. Klar hat jeder das Recht dazu sich Hilfe zu nehmen, wenn er sich falsch behandelt fühlt, aber manche Entscheidungen sind nunmal so, wie sie sind. In diesem Fall ging es um Noten im Zeugnis und daraus folgend, die nicht vorhandene Empfehlung für das Gymnasium und wahrscheinlich auch ein Stück die persönliche Kränkung des Vaters. Heute wird es vielleicht nicht so lustig, wie in den vergangenen Folgen aber dafür trotzdem etwas skurril und für mich als Lehrer ärgerlich.

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  • 26.04.2021
    6 MB
    07:49
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    Das Mehlmonster zu Weihnachten

    Auch wenn wir jetzt aktuell Sommer haben, wenn diese Podcastfolge online geht oder ging - je nachdem wann du das jetzt hörst, wird es heute etwas weihnachtlich und winterlich. Jedes Jahr im Dezember wird in den Schulen gebacken, gesungen, gebastelt bis zum Anschlag. Jeden Tag duftest es in den Gängen nach Plätzchen, Waffeln oder angebranntem Rührteig, je nachdem welcher Kollege in der Küche ist. Eine besinnliche Zeit sollte es eigentlich sein, in der man wieder etwas mehr zur Ruhe kommt. Aber machen wir uns alle mal nix vor: Die Vorweihnachtszeit ist nur eines: Chaos und Zeitdruck und auch zugegebenermaßen Stress. Viele Termine, Weihnachtsfeiern, Aktionen,…. Die Liste wäre noch mit mehr Punkten füllbar. Aber, da muss man als Lehrkraft auch mal durch. Gehört halt auch zum Job. In der heutigen Folge berichte ich über meine erste Backsession mit einer Klasse, die trotz sorgfältigster Planung in einem absoluten Mehlchaos endete. Jetzt könntest du vielleicht denken, naja, dass waren die Schüler! Nein, ich selbst habe das Chaos angerichtet und zwar auf dem Weg aus der Küche hin in die Schule. Und ich kann dir schon mal sagen: man kann ne Menge Mehl auf diesem Weg vernichten.

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  • 26.04.2021
    5 MB
    06:33
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    Mit dir fahre ich nie wieder auf Klassenfahrt!

    Für einige Lehrer sind es tolle 4 - 5 Tage andere wiederum, sind froh wenn die Zeit endlich vorbei ist und man in Ruhe wieder im eigenen Bett schlafen kann, ohne alle fünf Minuten von einem anderen Kind geweckt zu werden. Bei einer Durschnittsklassenstärke von 24 Kindern wären das in etwa, wenn jedes Kind einmal ankommt (manchmal kommen Sie nachts häufiger oder länger) dann wären das in Summe knapp: 120 Minuten, also zwei Stunden Schlaf die einem Pädagogen fehlen. Das mal, ich sage 4 Klassenfahrtstage sind das schon 480 Minuten, also 8 Stunden. Da kommt eine Menge zusammen. Klassenfahrten - so schön sie auch in der Vergangenheit waren zären aber auch an den Nerven der Betreuer. Kleiner Tipp an Referendare und Junglehrer: Nehmt euch das Wochenende nach der Klassenfahrt nix vor - du bist einfach nur platt. Wenn man aber einen gesunden Schlaf hat, wie ich, dann sind Klassenfahrten aber eigentlich sehr entspannt. Also, für mich. Für meine Kollegin aber leider absolut nicht und nach der letzten Klassenfahrt mir ihr ( es war übrigens auch die Erste) kam dann der Satz, als wir uns morgens am Frühstückstisch gut gelaunt (also ich war gut gelaunt) trafen: „Mit dir fahre ich nie wieder auf Klassenfahrt!“

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  • 26.04.2021
    6 MB
    07:49
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    Kinder, ist das spannend! Ich hab gleich Pippi in der Hose.

    In dieser Podcastfolgenreihe switche ich ja gerne mal zwischen Studium, Referendariat und dem Alltag eine Lehrers an einer Grundschule hin und her. Heute, in dieser Folge, befinden wir uns mal wieder im Referendariat. Und zwar relativ zu Beginn meiner zweijährigen, zweiten Phase der Ausbildung. Ich kann es gar nicht oft genug betonen, weil man häufig etwas Negatives über diese Zeit von anderen hört: Ich hatte ein wirklich tolles Referendariat und, jetzt wirst du wahrscheinlich den Kopf schütteln oder die Stirn runzeln: es waren eine meiner schönsten Jahre, rückblickend. Ich hatte ne Menge Spaß an der Schule, mit den Kids, dem Kollegium, den anderen Referendaren (wenn Sie gerade zuhören, ihr wart super) und auch den Ausbildern. Grüße an dieser Stelle. Jetzt kann ich ja rumschleimen, bringt mir ja nüschts mehr. Natürlich war es auch eine anstrengende Zeit, weil unheimlich viel zu erledigen war, aber ich habe es geschafft und du wirst das auch, wenn du es noch vor dir hast. Besonders schön war zu sehen, wie die Ausbilder zum Teil regelrecht mitfieberten in den Unterrichtsbesuchen und manchmal, so war mein Gefühl, schien es, als seien sie aufgeregter, als ich selbst. Und heute geht es um so eine Stunde. Das erste Semester im Referendariat, ein Unterrichtsbesuch in Mathematik steht an und sagen wir mal so viel vorweg: Die Prüferin vor Ort hätte fast meine Stunde geschmissen, mich in einen Dauerlachkrampf versetzt, die Schüler verdutzt im Sitzkreis sitzengelassen und meine Mentorinnen etwas fraglos in der Ecke.Wenn du noch eine kuriose, witzige oder rührende Geschichte hast, dann schreib gerne eine email an [email protected] oder kontaktiere mich über die sozialen Medien. Alle Geschichten bleiben anonym und es werden keine Namen genannt. Ich bin sehr gespannt, was du so zu erzählen hast.

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  • 26.04.2021
    3 MB
    04:01
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    NPD - der neue Parfumduft mit Rosen

    Ich freue mich heute sehr auf diese Podcastfolge. Denn zum ersten Mal hörst du keine Geschichte von mir, sondern von einer anderen Lehrerin. Alles anonym natürlich, es werden keine Namen genannt. Heute, an diesem bunten Sonntagnachmittag klären wir endlich die Frage warum die NPD jetzt im Parfum- und Duftgeschäft mitmischt und es nicht nach braunem Kack riecht. Diverse Wortspiele kann ich mir gerade an dieser Stelle nicht verkneifen. Die Lehrerin, die du gleich hörst, hat mir Ihre Geschichte per Sprachnachricht an [email protected] geschickt. Das kannst du im übrigen auch machen, wenn du was lustige, kurioses oder anderweitiges zu erzählen hast. Wird alles anonym behandelt.Dann lass uns mal in die heutige Folge starten. Lehn dich zurück, schnapp die einen Kaffee oder Tee, starr an die Wand oder mach die Augen zu, Hauptsache, du hast es gemütlich.

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  • 26.04.2021
    5 MB
    06:34
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    Wahl des Elternbeirates in unter einer Minute

    Es gibt Aufgaben in unserem Job als Lehrer, die macht man total gerne, vorwiegend unterrichten und mit den Kids Sachen, Inhalte und Probleme erarbeiten und besprechen. Dann gibt es wiederum Tätigkeiten die einem, sagen wir es mal nett: nicht so liegen. Auf gut Deutsch: man hat nicht wirklich einen Nerv zu. Klassenkassenabrechnungen, Verwaltungskram und anderes rauben zum Teil viel Zeit und haben erstmal keinen großen Effekt auf die Lernleistung der Shcüler*innen, aber sie müssen gemacht werden. Und dann gibt es noch einen Punkt, der eigentlich jedes Jahr ansteht und den man als Lehrer*in immer mit verdrehten Augen vorhersieht: Die Wahl des Elternbeirates. Man braucht Sie, sie sind wichtig, aber wirklich machen will es selten jemand von der Elternschaft. Heute gebe ich dir einen Tipp, wie du die Elternbeiratswahl in unter einer Minute schaffst und dafür brauchst du die Väter und einen gut ausgewählten Zeitpunkt des Elternabends. Neugierig?

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  • 26.04.2021
    6 MB
    08:06
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    Der Bürgermeister lebt jetzt auf dem Mond

    Es ist ein Mythos der sich sich seit Jahrzehnten hält. Gibt es ihn oder gibt es ihn nicht. Wenn es ihn gibt, wie ist er dann dahin gekommen und wer holt ihn wieder zurück, oder bleibt er da, wo er gerade ist. Auch Musiker haben sich des Themas angenommen. Die Prinzen zum Beispiel oder auch Nik. P. Teilen mit uns ihre Gedanken, Sorge, Ängste, Hypothesen. Es geht um den Mann im Mond. Und heute, heute verspreche ich, lösen wir dieses Mysterium, ob es ihn gibt oder nicht. Kleiner Spoiler: Ich liefere euch heute den Grund, warum der Mond möglicherweise bewohnt ist, wer dort oben haust, warum und ob er wann wieder zurückkommt auf die Erde. Fragen über Fragen! Es wird also Zeit, dass wir uns um das Thema kümmern.

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  • 26.04.2021
    5 MB
    06:22
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    Mose, ich bin dein Bruder!

    Zeitzeugen zu finden, die über ein bestimmtes historisches Ereignis erzählen, werden mit den Jahren immer seltener. Daher sollte man die Gunst der Stunde nutzen, wenn man eine solche Person greifbar hat, um das Erlebte möglichst authentisch be- und verarbeiten zu können. Mit meinen Anfang 30 - was auch schon wieder knapp zehn Jahre her ist - wurde mir diese große Ehre zu Teil, ein solcher Zeitzeuge zu werden. Allerdings gibt es da einen kleinen Haken. Ich sollte etwas bezeugen was mittlerweile über 2000 Jahre her ist. So, kleines Problem: Wie passt das denn bitte schön zu sammen? Gar nicht - ganz klar. Aber für Schüler einer ersten Klasse, die noch kein Zeit- bzw. Zahlengefühl entwickelt haben, stellt sich dieses Problem aber nicht. In Fach Religion kam es zu diesem Vorfall über den ich heute berichte. Religion hat es meist ansich, dass man - gerade in der Grundschule - über Geschichten, Personen oder Ereignisse spricht, die mindestens mal 2000 Jahre alt sein. Altes / Neues Testament und so. So auch in dieser Stunde zum Thema Mose.

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  • 26.04.2021
    5 MB
    06:48
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    Ein merkwürdiges Brummgeräusch im Musikunterricht

    Ich weiß ja nicht wie es dir geht, aber ich brauche Musik, wie Luft zum Atmen. Entweder, wenn ich völligst aufgedreht von einem Arbeitstag nach Hause komme, um wieder etwas abzuschalten, oder aber auch für das genaue Gegenteil: wenn ich mal völlig unmotiviert bin, dann brauch ich was mit ordentlich Bass, wo ich laut im Auto mitsingen kann und zack, bin ich wieder auf dem Damm. Kurz um: Musik gehört einfach zum Leben und zum Glück steht das auch als Unterrichtsfach festverankert aufgeschrieben. Als Lehrer*in in der Grundschule hat man - im Groben - rund drei studierte Fächer. In meinem Fall ist das Mathematik, Germanistik und evangelische Theologie. Jetzt wird der ein oder andere Schlaufuchs bemerkt haben: Mensch, da ist doch das Fach Musik gar nicht aufgeführt! Das ist richtig. Denn, als Grundschullehrkraft unterrichtet man im Grunde fast alles, irgendwie, auch das, was man eigentlich nicht studiert hat. So durfte ich in den Genuss von Musikunterricht kommen, zum Leidwesen meiner Schüler. Ich kann keine Noten, kann nicht komponieren, also wird das gemacht, was meine Eltern schon in der Grundschule gemacht haben: fleissig gesungen und geträllert, zum Leidwesen der Nachbarklassen. Musik ist das heutige Thema, genauer gesagt mysteriöse Brummgeräusche, die eine Schülerin von mir erkannte, die immer wieder im Musikunterricht auftraten. Und so viel vorweg: Brummen kann jeder - kommt nur darauf an, wie laut…

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  • 26.04.2021
    6 MB
    07:09
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    Der Horrortrip in der Deutsch-Vertretungsstunde

    Manchmal sind Vertretungsstunden für unser Lehrkräfte ja entweder eine willkommene Abwechslung, um neue Kinder, Klassen oder Gruppen kennenzulernen. Manchmal aber auch zusätzliche Arbeit, weil man - meist schnell was planen muss und die Schüler*innen in der Vertretungsstunde zu beschäftigen. Viele Lehrer*innen schöpfen da aus einem eignen, bunten Potpourri der guten Laune und witzigem Material. Manchmal aber entsteht eine Vertretungsstunde innerhalb von Minuten und dann heißt es improvisieren. Im Sommer ist das überhaupt kein Problem. Zur Not, geht man mit der Klasse raus auf den Hof, oder auf den Sportplatz um etwas zu üben - sprich: man kann sich gut beschäfitgen. Im Winter ist das leider nicht mehr so gut möglich, da ist man doch eher innerhalb des Schulgebäudes unterwegs und versucht sich noch eben fix einen Lehrplan auszudenken. Im internen Kreis der Lehrerschaft nennt, man das übrigens die „Türschwellendidaktik“. Die Autodidaktik entsteht andererseits auf dem Weg von der Garage bis zum Schulparkplatz - Beide Arten bilden natürlich die Ausnahme bei der Unterrichtsvorbereitung. In der Situation von der ich heute berichte, blieben mir nur von der Info bis zum Öffnen der Klassentür fünf Minuten und endete darin, dass ich fix und fertig nach 45 Minuten Deutschunterricht aus der Klasse kam und ich ein komplettes Kinderbuch als Hörbuch produziert habe.

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  • 26.04.2021
    4 MB
    05:33
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    Wie man im Sitzkreis am besten einschläft - als Lehrer

    Winter - die Monate in denen in den Schulen gebastelt wird, bis die Heißklebepistole überbrennt, gebacken wird, bis das Mehl als Fugendichtung auf den Küchenfließen genutzt werden kann und gesungen, bis auch die letzte Spinne aus der Ecke die Flucht in die Kälte ergreift. Kurz um: es ist ne Menge los. Weihnachtsfeiern, Krippenspiele, Backevents, das bringt einen selbst und die Kids schon mal aus der Puste und der Müdigkeit sehr nahe. Tipp für alle angehenden Lehrkräfte: sammelt Energie in den Herbstferien, bevor die Zeit der Besinnlichkeit in exzessivem Terminplanwust ausartet. Irgendwann kann der Körper auch nicht mehr und nimmt sich das, was er braucht: Ruhe und ne Portion Schlaf. Bei mir allerdings hat er sich dafür einen ziemlich ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht um das zu tun.

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  • 26.04.2021
    9 MB
    10:59
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    Feueralarm während der Prüfungsstunde und eine weinende Prüferin

    Das Referendariat ist eine Zeit die mit unheimlich vielen Vorurteilen beladen ist. Leider überwiegen die Negativen. Das ist aber insofern schade, als dass ich von mir behaupten kann, dass es eine der schönsten Zeiten waren. Das lag aber auch wohl daran, dass ich viel Glück mit der Schule, meinen Mentorinnen, den Ausbilder*innen und anderen Referendaren*innen zu tun hatte. Klar, war die Zeit eine anstrengende. Sie war zeit- und nervenraubend - aber in Summe, am Ende, eine schöne, vor allem auch eine witzige und kuriose. In weiteren Folgen werde ich immer mal wieder Geschichten aus meinem Referendariat erzählen. Heute beginnen wir aber am Ende des Referendariates mit meiner Prüfungsstunde in Mathematik und Religion und der Tatsache, dass ich eine Prüferin zum Heulen und meine Schulleitung zum Verzweifeln gebracht habe, jedenfalls indirekt. Gibt es ein Happy End? Mal schauen...

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  • 26.04.2021
    6 MB
    07:55
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    Verhandlungen über Taschengeld für Mutti und eine Ehekrise während des Elternabends

    Elternabende sind immer ganz besondere Zeiten im Schuljahr. Ein- oder Zweimal trifft man dann auf die Personen, die sich in der Vergangenheit mal gedacht haben: „Ein Kind wäre doch auch ´ne gute Idee!“. Und dieses Geschöpf hat man dann in der Klasse sitzen. Unter uns Kollegen*innen haben wir schon des Öfteren gesagt: „Naja, eigentlich erziehen wir nicht die Kids, sondern eher Mum & Dad", also jedenfalls unterbewusst. Zurück zum Elternabend: Gerade der Erste dieser Art von Treffen ist eigentlich am Spannendsten. Man lernt die Eltern der zukünftigen Schüler*innen kennen, obwohl man die Kinder vielleicht noch nicht gesehen hat. Und ich weiß nicht, aber irgendwie hat man dann doch später ziemlich flott den Überblick, welches Kind zu wem gehört. Verhalten färbt halt ab. An dem Elternabend, um den es heute geht, der übrigens in einer dritten Klasse stattfand, nahm die Diskussion eine sehr aussergewöhnliche Wendung. Und wenn ich eines im vergangenen Jahrzehnt gelernt habe dann dass, dass ich nicht nur Lehrer und Sozialpädagoge anscheinend bin, sondern auch zeitweise als Paartherapeut gebucht werden kann.

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  • 26.04.2021
    7 MB
    08:09
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    Der Papa mit zwei Penisse

    Das vierte Schuljahr einer Grundschule ist, neben dem ersten Schuljahr - wo die kleinen I-Dötzchen eingeschult werden, für Schüler*innen und Lehrer*innen eines der Wichtigsten: Abschlussfahrten finden statt, es wird beraten auf welche weiterführende Schule der Nachwuchs gehen soll? Gymnasium oder Realschule? Klassenfeiern stehen an, der Abnabelungsprozess vom Klassenlehrer beginnt, es herrscht eine besondere Atmosphäre in den Klassen. Lehrkräfte die das jetzt hören, werden mir da wahrscheinlich zustimmen. Aber das Wichtigste in der vierten Klasse und heißt ersehnt bei den Schüler*innen, gefürchtet bei fast allen Eltern und für manche Kollegen*innen weiterhin etwas - zu Unrecht wie ich finde - mit Scham belegt: Der Sexualkundeunterricht. Heute lernen wir, warum plötzlich manche Papas unter anderem zwei Penisse haben.

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